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Sehr verletzter Vogel! Bitte um Ratschläge!

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  1. #31

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    Zitat Zitat von IvanTheTerrible Beitrag anzeigen
    Post 27
    Ich mache das sofort und erspare ihm dann Schmerzen und Quälereien, die er sicher aushalten muß, weil ich den Vogel z, B. am Samstag gefunden habe.
    Das ist meine Auffasung von Tierliebe!! Ein Tier noch Tage vor sich "hinzappeln" lassen, widerspricht daher meiner Affassung von der immer wieder ins Feld geführten "Tieliebe".
    Das ist das Gegenteil.
    Ivan

    Ivan, ich hoffe, Du hast eine Genehmigung dazu, ein Wirbeltier töten zu dürfen

  2. #32
    IvanTheTerrible
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    Womit wir fast wieder auf einen Nenner wären.
    Ich brauche keine Genehmigung, denn bei mir ist der Vogel in einer Sekunde tot.
    Als vor 2 jahren Nachbars Katze eine junge Ringeltaube in unserem Garten zerfleischt hatte, töten konnte sie sie nicht, habe ich nicht erst die TA-Liste studiert, sondern die Taube umgehend getötet.
    Übrigens gehört das Töten genau so wie das Pflegen zur Aufgabe eines Züchters.....auch eines Halters.
    Ivan

  3. #33

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    Ist auch völlig egal ob es eine Wildtaube oder Zuchttaube war.

  4. #34

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    Bei einer Zuchttaube hätte ich dem Besitzer, wenn ich ihn denn finden würde, die Entscheidung überlassen, ehrlich gesagt.

  5. #35
    IvanTheTerrible
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    Je nach Schwere der Verletzung hätte ich dem Besitzer die Entscheidung abgenommen...analog zu Post 31.
    Sonst würde ich meiner eigenen Einstellung gegenüber untreu.
    Ivan

  6. #36
    Joerg
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    Zitat Zitat von marie2103 Beitrag anzeigen
    ... vergangenen Freitag einer Frau geholfen eine Taube aus dem Kühlergrill ihres Autos heraus zu holen, die sie wahrscheinlich im Flug aufgegabelt hat. Zu meinem Erschrecken war die Taube noch am Leben und ich konnte sie nicht mitten in der Stadt liegen lassen. Sie hat eine Fleischwunde am Hinterleib, ein paar Schwanzfedern fehlen, ein Bein ist verletzt und leider, was am schlimmsten ist, einen offenen Bruch am rechten Flügel. Der Oberarmknochen (Ich glaube, dass es der ist) ist aus der Haut gesprungen.....
    Man stelle sich mal vor, dieses Tier überlebt einen Aufschlag, die Hitze am Kühlergrill, die Verletzungen und quält sich von Freitag bis Dienstag, um dann endlich ERLÖST! zu werden ... knapp 5 Tage!

    Das ist Tierliebe!

  7. #37

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    Zitat Zitat von IvanTheTerrible Beitrag anzeigen
    Womit wir fast wieder auf einen Nenner wären.
    Ich brauche keine Genehmigung, denn bei mir ist der Vogel in einer Sekunde tot.
    Als vor 2 jahren Nachbars Katze eine junge Ringeltaube in unserem Garten zerfleischt hatte, töten konnte sie sie nicht, habe ich nicht erst die TA-Liste studiert, sondern die Taube umgehend getötet.
    Übrigens gehört das Töten genau so wie das Pflegen zur Aufgabe eines Züchters.....auch eines Halters.
    Ivan
    Hallo Ivan,

    du weißt, wie man einen Vogel in einer Sekunde erlöst; hast auch den entsprechenden "Mumm" dazu und kannst offensichtlich beurteilen, wann man lieber erlöst, bzw. hast Beurteilungsmaßstäbe.

    Würdest du einem Durchschnittshalter diese Beurteilung auch zutrauen oder erstmal den Gang zum Tierarzt empfehlen?

    Und wenn ich mich entschließe, einen verletzten Vogel zu erlösen - wie mache ich das in einer Sekunde, ohne es noch mehr zu quälen? Oder ohne entsprechende Übung gar nicht erst probieren? Kannst du deinen Kniff verraten?

    Ich hatte ja einen kranken Vogel, der aber dennoch Lebenswillen gezeigt hatte. Ich wäre dazu bereit gewesen, den Vogel, falls es notwendig sein sollte, auch selber zu erlösen; aber wie ist die große Frage..

  8. #38

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    Zitat Zitat von IvanTheTerrible Beitrag anzeigen
    Als vor 2 jahren Nachbars Katze eine junge Ringeltaube in unserem Garten zerfleischt hatte, töten konnte sie sie nicht, habe ich nicht erst die TA-Liste studiert, sondern die Taube umgehend getötet.
    Ivan
    wollte eigentlich nichts mehr hier schreiben...aber.....

    als Vogelzüchter musst Du die TA-Liste studieren?
    Ich habe alle wichtige Telefonnummern bei mir im Handy gespeichert und weiß, wen und wo ich sofort anrufen kann.

    Ein Finder, der noch nie mit einem Vogel beim TA war, kann man nicht übel nehmen, dass er einen Vogeldoc nicht kennt...aber ein Halter und sogar ein Züchter müsste das schon wissen.

    Übrigens...ein Vogel einzuschläfern, dazu muss kein vogelkundiger TA sein...die "normalen" wissen auch, wie es geht....

  9. #39

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    Ich finde auch, dass es einen Unterschied zwischen Wildtieren und Haustieren gibt. Wildtiere unterliegen einer natürlichen Selektion. Wenn es einer nicht "schafft", dann hat er die schlechteren Gene (oder Pech). Natur ist grausam. Ich bin dafür, dass sich kein Tier länger quälen sollte als nötig. Und dass man immer, wenn eine Chance zur späteren Auswilderung besteht, diese ergreifen sollte - unabhängig vom Aufwand und Preis. Aber ein blinder Wanderfalke wird in der Vogelklinik sofort eingeschläfert. Er würde nicht mehr freigelassen werden können. Auch, wenn er nicht mehr zu 100% wieder "hergestellt" werden kann. Komplizierter Flügelbruch? Kann heilen. Aber er wird nie mehr genauso fliegen können, wie ein unverletzter Vogel. Dann hätte er einen Nachteil, würde demzufolge vom Nächsten aus seinem Revier vertrieben und muss solange umherwandern, bis er verhungert. Es macht keinen Sinn, tausende Wildtiere aufzupäppeln, damit sie dann die Auffangstationen "blockieren", für Vögel, die tatsächlich eine Chance hätten.

    Zum Töten: Manchmal ist ein schnelles "Halsumdrehen" tatsächlich die beste Methode. Mein Freund ist Zootierpfleger und kann (und darf) wirbeltiere innerhalb einer Millisekunde töten. Er hat oft genug Futtertiere umgebracht. Einmal haben wir eine Taube gesehen, die noch lebte, aber der das Blut aus Schnabel und Nasenlöchern lief und eine Krähe, die dabei war, ihr die Augen auszuhacken. Das war wohlgemerkt 500 m von der Vogelklinik entfernt. Wir haben kurz überlegt, sie hinzubringen, aber dann haben wir entschieden, dass wir garantiert eine halbe Stunde warten müssten und dass wir lieber der Natur ihren Lauf lassen. Also ist er ausgestiegen, hat die Taube gepackt, getötet und wieder hingelegt. Ging echt super-schnell. Nach 10 Sekunden war die Krähe wieder am Werk. So hat die tote Taube wenigstens einen Zweck erfüllt. Wenn man Töten kann, ist das eine Alternative zu dem zusätzlichen Stress von Transport und Co. Wenn man kann! Ich selbst würde mir das nicht zutrauen, hab noch nie ein Tier getötet. Bevor ich es dann versuche und es klappt nicht richtig, lasse ich es lieber einschläfern.

    Übrigens müsste theoretisch jeder verletzte Greifvogel abgetragen werden, um sicher zu gehen, dass er tatsächlich noch jagen kann und erst dann freigelassen. Fliegen können und einen Vorteil gegenüber der ja ebenfalls angepassten Beute zu haben, sind nämlich zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Ich denke, dass sehr viele Tiere einfach ausgesetzt werden - der Finder hat sein Gewissen beruhigt - und hinterher stirbt das Tier doch.

  10. #40

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    Wobei wenn es sich um eine Stadttaube handelte, handelte es sich nicht um ein Wildtier, sondern um ein verwildertes Tier.

    Tierärzte sind nicht dazu verpflichtet, ein Wildtier gratis zu behandeln - ganz zu schweigen von Stadttauben. Viele machen es trotzdem, dem Tier zuliebe. Ich bin mir sicher, dass es für die Taube das beste war, eingeschläfert zu werden. Jetzt hat Fred seine Qualen ausgestanden und kann in Frieden ruhen.

    Wenn ich vor der Wahl stehen würde, ein sehr schwer verletztes, leidendes Tier mit wenig Chancen auf Heilung entweder bis zur nächsten (möglicherweise Tage entfernten) Tierarztsprechstunde zu bringen oder es selbst zu erlösen... dann würde ich es selbst erlösen oder jemanden darum bitten, der es kann.

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