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Vollständige Version anzeigen : Amazone japst !!!



MiMo
19. January 2006, 10:24
Hallo und guten morgen,

ich habe eine Frage und zwar. Ich habe eine ca. 25 Jahre alte Ama Dame die kann kaum fliegen und wenn dann nur vom Käfig bis auf den Boden. Alleine das rein und raus klettern des Käfigs (der den ganzen Tag aufsteht) gibts luftprobleme. Schon wenn sie jemanden sieht oder nur hört, hächelt sie sie und bekommt kaum noch Luft. Dann steht der Schnabel auf, das Herzchen rast und sie schnauft. Der Tierarzt vom Tierheim sagte, das das bei Tieren in dem Alter schon mal sein kann und kein Grund zur Beunruhigung sein muß. Woran kann das liegen? Kann mir jemand helfen? Ich mache mir richtig sorgen.


PS. Habe gestern einen Bericht im Amazonen Forum geschrieben (Gestörte Venezuelaamazonen !!!) (http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=103002)

LG
MiMo

alex
19. January 2006, 10:38
Hallo MiMo,

die Luftprobleme können viele Ursachen haben!
1. Herz- und Kreislauferkrankung
2. Aspergillose (Pilzerkrankung)
3. Bakterien und Viren
4. Fremdkörper
5. Einatmen von giftigen Substanzen
6. Verfettung, Tumore, Luftsackverletzungen u.a.

Du solltest die Amazone von einem vogelkundigen Tierarzt untersuchen lassen. Aufgrund des Alters kann es durchaus eine Herz-Kreislauferkrankung sein. Aber es kann auch einen anderen Grund dafür geben.

Von der Amazone sollte auf jeden Fall eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Dort sind Herzvergrößerungen, andere Organvergrößerungen und auch eine Aspergillose (die sehr bedeutsam bei Luftproblemen ist) gut erkennbar.

Der Tierarzt des Tierheims scheint nicht sehr vogelkundig zu sein. Es ist immer beunruhigend, wenn der Vogel nicht fliegen kann und keine Luft bekommt (man stelle sich selber vor, dass man fast am ersticken ist und vor lauter Luftnot nicht mehr laufen kann).

Falls eine Aspergillose oder eine andere Grunderkrankung vorliegt, kann diese auf jeden Fall durch entsprechende Maßnahmen gelindert werden. Bei alterbedingter Herzschwäche kann der Kreislauf stabilisiert und unterstützt werden.

Bei weiteren Fragen nur zu!

Gruß Alex

Karin G.
19. January 2006, 10:45
Der Tierarzt vom Tierheim sagte, dass das bei Tieren in dem Alter schon mal sein kann und kein Grund zur Beunruhigung sein muß.
Hallo MiMo
die Aussage dieses Tierarztes finde ich schon sehr komisch. 25 Jahre sind doch noch kein Alter für einen gesunden Vogel :? Wurde auf Aspergillose untersucht? Ich verschiebe deinen Beitrag mal zu den Vogelkrankheiten.

MiMo
19. January 2006, 11:07
Hallo Karin,
leider habe mit dem Tierarzt nie selber gesprochen. da die beiden nur von hinterblibenden im Tierheim zwangshalber abgegeben worden sind und auch keine Papiere über die Tiere vorhanden waren, ist eigendlich nichts über sie bekannt. Wie schon in meinem anderen Bericht beschrieben, war das eine Tier nicht beringt und somit konnte auch nicht genau festgestellt werden, wie alt genau sie ist. Es ist mir aber auch nicht möglich, das, bzw. die Tiere einzufangen, da ich direkt zerbissen werde. Schon beim Saubermachen oder Füttern muß ich mir die dicken Feuerwehrhandschuhe meines Mannes anziehen, und da beißen sie sich auch noch durch. Zudem wollte ich sie nicht diesem Stress aussetzen und in eine transportbox oder Ersatzkäfig packen. Sehr eigenartig ist auch der Verdauungsvorgang; Wenn sie muß, sitzt sie immer da (verkrampft), als wenn ein Huhn ein Ei legt. Dann muß sie sich Sekundenlang quälen und ist dann letztlich völlig erschöpft und japst.



LG
MiMo

MiMo
19. January 2006, 11:11
Hallo Alex,
leider ist über die Tiere und den Besitzer nicht viel bekannt. Da es über die Tiere keine Papiere gibt, war es dem Tierheim nicht möglich heraus zu finden, ob irgendwelche Krankheiten vorlagen. Nähere Infos findest Du im Bericht bei Karin.





LG
MiMo

alex
19. January 2006, 11:32
Hallo MiMo,

nein, Du hast mich falsch verstanden. Du solltest jetzt mit ihr zum Vogelkundigen TA gehen, um oben genannte Gründe für das japsen und die Luftnot herauszufinden.

Die meisten Vogelbesitzer gehen mit ihren Tieren nicht zum TA. Ich habe auch so ein krankes Schätzchen (Graupapagei) vor rund 5 Jahren übernommen. Er konnte auch nicht fliegen, erbrach sein Futter und war eben sehr krank.

Diagnose: Aspergillose und bakterielle Infektion. Heute ist er fast wieder fast gesund (die Aspergillose ist leider nicht heilbar) und kann sehr gut fliegen.

Also, gehe zum TA, nur er kann Euch helfen! Je schneller die Behandlung erfolgt, desto besser. Es muss eine Röntgenaufnahme gemacht werden!!!!

Habe gesehen, dass Du aus Düsseldorf kommst. Sehr empfehlen kann ich Dir:

Dr. Kai Pieper, Pützdelle 32, 51371 Leverkusen, Tel.: 0214-22281

www.docpieper.de

Gruß Alex

MiMo
19. January 2006, 11:43
Hallo Alex,
ich glaube, wir haben uns beide falsch verstanden. Klar, das das nur ein Tierarzt klären kann. doch wollte ich die Tiere erst einmal zu Hause "ankommen" lassen. sie sind zwar schon seit September bei uns, doch dachte ich bis jetzt, das sich das geben würde und sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnen müssen. Da sie sehr Ängstlich und bissig sind (beißen sich sogar durch dicken Feuerwehrhandschuh) habe ich es "noch" vermieden sie in eine Transportbox, bzw. Ersatzkäfig zu stecken. Der Sinn der Frage war auch herauszu finden, ob jemand eine Idee hat, was es sen kann.


PS. War nicht böse gemeint

Reginsche
19. January 2006, 12:53
Du hast die Beiden nun seid September.

Gehe jetzt unbedingt zum Arzt. Es wird höchste Eisenbahn.
Dunkle den Raum ab und wirf ein Handtuch über ihn.
Dann kannst du ihn am besten greifen und du kannst ihn in eine Transportbox setzen.

Falls du mit beiden Tieren gehst ( solltest du tun ) dann achte darauf, daß beide Vögel in eigene Box kommen. Setz sie nicht zusammen in eine.

Bitte wart nicht mehr. Geh am besten noch heute hin.

Sollte er eine ernsthafte Erkrankung haben ( Aspirgolose ) kann es ganz schnell passieren, daß er dir stirbt.

Vögel sind Schwarmtiere und verstecken ihre Krankheiten gut.
Denn in einer großen Gruppe hätten schwächelnde Tiere keine Chance. Sie werden verstoßen was für sie den sicheren Tod bedeuten.
Deswegen verhemlichen sie ihr Krankheiten bis es gar nicht mehr geht.
Dann ist es meistens zu spät.

Ich will Dir keine Angst machen aber du solltest nicht länger warten.

Karin G.
19. January 2006, 13:53
Hallo MiMo
da hilft leider alles nichts, der Vogel muss unbedingt einem guten Vogeltierarzt vorgestellt werden. Wie sieht denn der Kot aus? Verstopfung oder dünnflüssig? Biete doch mal eine Rotlichtlampe an, vielleicht löst sich die Verkrampfung etwas, aber so, dass der Vogel noch gut der Wärme ausweichen kann. Normal ist das alles nicht. Oder sollte vielleicht bald ein Ei kommen?
Dass sie jetzt noch so bissig und ängstlich sind, kann man bestimmt auch auf den Umgebungswechsel zurückführen. Wie lange sassen sie denn nach dem Tod der früheren Halters im Tierheim?

Julius01
19. January 2006, 14:13
Hallo Mimo,
bitte fang sie ein und geh mit ihr zum Tierarzt! Sollte das Tier Aspergillose haben, dann ist auch eine Rotlichtlampe nicht gut, denn dadurch vermehren sich die Schimmelpilze noch mehr. Sorge bitte für eine hohe Luftfeuchtigkeit und gönn den Tieren viel Ruhe, abgesehen von dem Tierarztbesuch.
Wie lange hast Du die Tiere denn jetzt? Vielleicht hatten sie auch einfach zuviel Stress in der letzten Zeit und Stress fördert viele Krankheiten bei Papageien zutage.
Ich weiß nicht, ob Du weißt, dass Vögel möglichst lange ihre Krankheiten verbergen, da sie sonst in der freien Natur vom Schwarm ausgestoßen werden. Kranke Vögel sind eine Gefahr für den Schwarm.
Wenn Du also jetzt feststellst, dass es Deiner Amazone nicht gut geht, dann ist höchste Alarmstufe angesagt! Bitte warte nicht länger und geh zum TA, der auf Papageien spezialisiert ist.
Liebe Grüße
Kati

cuxgirl8633
19. January 2006, 14:19
Vom hören sagen würde cih auf asperriliose tippen aber auch auf Panik...macht charlie auch ab udn an mal das er da sitzt und japst...und das man das Gefühl hat er klappt gleich zusammen...

Geh bitte zum TA das ist sehr sehr wichtig...

alex
19. January 2006, 14:28
Hallo MiMo,

auch wenn die Amazone beißt, da musst Du jetzt durch. Aber glaube mir, es ist schlimmer als es ist. Versuche den Vogel mit einem Handtuch zu greifen und ihn in einen Katzenkorb zu setzen. Vorher natürlich einen Termin beim TA machen. Die Vögel sind sehr intelligent und wissen genau, dass Du ihnen helfen willst. Mein Grauer hat auch sehr gebissen und durch die ganze Prozedur (TA-Besuche, Medikamentengabe mit der Einwegspritze etc.) ist er sehr zahm geworden und würde mich nie mehr beißen.

Gehe bitte so schnell wie möglich zu einem TA. Bei den von Dir geschilderten Anzeichen wird es höchste Eisenbahn.

Gruß Alex

MiMo
19. January 2006, 15:35
:zustimm: Vielen lieben Dank für eure Hilfe,
jetzt habe ich zumindestens einen Anhaltspunkt für den Tierarzt. Seit gestern versuche ich mehr Inputs vom Tierheim zu bekommen; AUSSICHTSLOS. Die Tierärztin, die Untersucht haben soll, sei im Urlaub und das Tierheim habe keine Infos über Untersuchungen. Ich soll nächste Woche nochmal versuchen, ob die Ärztin nun da ist. Dann habe ich versucht einen Tierarzt aussfindig zu machen, bingo. Das Problem liegt zur Zeit im Finanziellen (es ist der sch... Januar). Ich habe mit dem Arzt persönlich gesprochen und ihm in einer 1/2 Stündigen Sitzung alles erklärt. Daraufhin meinte er, das er einen kompletten check bei beiden Tieren müßte, damit alles aus der Welt ist. Kostenpunkt (Gesamtcheck) liegt bei 2 Geiern bei ca. 150-200 Euro. Ich habe schonmal einen Termin für Mo, 30.1 gemacht. Er meinte, bei so zappeliggen Vögeln ist`s besser, eine leichte Betäubung zu machen um besser Untersuchen zu können. Kann das stimmen? Ich habe keine Ahnung. Zum Kot kann ich sagen, der ist meißtens ziemlich flüßig und giftgrün. Aber fressen tun sie gut, leider probieren sie nichts neues aus.



LG
MiMo:

Alfred Klein
19. January 2006, 15:54
Hallo MiMo

Also den Tierarzt vom Tierheim kannst Du in aller Regel vergessen. Habe da auch schon mal einen todkranken Vogel bekommen der laut TA vom Tierheim gesund war.
Ansonsten sind die Tierarztkosten wirklich so hoch, habe bei einem sehr guten Vogelspezialist auch schon erheblich mehr bezahlt, zuzüglich Laborkosten.
Nach Deiner Beschreibung der Vögel denke ich auch sehr an Aspergillose, diese ist recht weit verbreitet, vor allem wegen der falschen Fütterung.
Hierzu auch gleich mein Hinweis kein Futter mit Erdnüssen drin zu nehmen. Die Erdnüsse sind es die in der Regel total verseucht sind und die Aspergillose hervor rufen.
Wegen der Betäubung beim Tierarzt, nun das sehen die Tierärzte unterschiedlich. Es kommt auch darauf an was gemacht wird. Bei Blutentnahmen z.B. wird oft betäubt.
Mein Tierarzt betäubt nur selten, ich muß aber auch sagen daß der ein unglaubliches Geschick hat bei allem möglichen.
Wenn der Tierarzt betäuben will dann achte bitte darauf daß er ausschließlich eine Gasnarkose macht. Das Betäuben mittels Spritze ist sehr viel gefährlicher..

Julius01
19. January 2006, 15:56
Hallo Mimo,
also die Sache mit der Betäubung stimmt mich etwas nachdenklich. Eine Betäubung ist eine sehr große Belastung für so einen Vogel. Ist das wirklich ein Papageienspezialist??? Wenn nicht, dann gibst Du nachher unnötig Geld aus und hast immer noch keine richtige Hilfe.
Ich kann Dir wirklich wie es Alex auch schon getan hat Dr. Pieper in Leverkusen empfehlen. Ruf dort mal an und frag wie Du das finanziell regeln kannst. Ich hab dort im Wartezimmer mal ein Gespräch mitbekommen bei dem eine Ratenzahlung vereinbart wurde und die Tiere aber sofort behandelt wurden.
Als Laie habe ich aber immer mehr den Eindruck, dass Deine Beiden wirklich an Aspergillose leiden könnten. Wässriger Kot kann unter Umständen auch die Pilze hervorgerufen werden. So war es zumindest bei unseren Beiden.
Wenn sie ganz ruhig sitzen, wie ist es denn dann mit der Atmung? Haben sie den Schnabel immer leicht geöffnet?
Bitte sorge auf jeden Fall für ausreichend Luftfeuchtigkeit 60 % müssen es mindestens sein und sie sollten möglichst auch nicht in einem zu aufgeheizten Raum stehen, dann klappt es sowieso nicht mit der Luftfeuchtigkeit.
Gönn ihnen viel Ruhe und sprüh sie ruhig jeden Tag ordentlich mit Wasser ein.
Aber vor allem, gib Dir einen Ruck und ruf Dr. Pieper an!
Grundsätzlich könntest Du ihnen auch noch Propolis geben, gibt es z.B. auch bei Rico's Futterkiste. Das bekämpft auch die Pilze und stärkt grundsätzlich das Immunsystem. Allerdings glaub ich nicht, dass das ausreichen wird so wie Du die Beschwerden schilderst. Schaden kann es jedenfalls nicht.
Liebe Grüße und toi toi toi
Kati

MiMo
19. January 2006, 16:01
Hallo Kati,
hast Du vielleicht eine Tel.nr vom Arzt. Sonst suche ich mir noch die Finger blutig.





LG
MiMo




Sorry,hab nicht richtig geguckt, Adresse schon vorhanden.

Alfred Klein
19. January 2006, 16:11
Dr. Kai Pieper
Pützdelle 32
51371 Leverkusen
Tel.: 0214-22281
Email: kai.pieper@t-online.de
Sprechzeiten:
Mo- Fr 10-12 Uhr
Mo, Di, Fr 16- 18 Uhr
Do 18-20 Uhr

MiMo
19. January 2006, 16:26
Hallo Alfred,
liben Dank für die Adresse. Ich war vorhin etwas schusselig (soll ja schonmal vorkommen). Die Adresse wurde mir schon angegeben. Hab gerade beim Arzt angerufen. Auch dort nur Sofort Bezahlung, Ratenzahlung nur bei sehr guten Kunden. Muß wohl doch noch bis Mo, 31.1 warten.




LG
MiMo

alex
19. January 2006, 17:25
Hallo,

das ist ja wieder typisch. Die Tiere werden todkrank und bereits mit merklich sichtbaren Symtomen vom Tierheim abgegeben, ohne eine Untersuchung durchzuführen (sicherlich nicht böswillig, aber aus Unwissenheit).

Wie hoch war denn die Schutzgebühr für die Amazonen? Es ist unfair, dass Du nun den finanziellen Schaden tragen musst, zeigt aber Dein großes Herz für Tiere. Ich finde das Tierheim solte dir daher die Schutzgebühr erlassen.

Ansonsten kann ich mich Julius nur anschließen. Dr. Pieper ist ein sehr guter Arzt, der zudem ein großes Herz für Papageien hat. Dort bist Du und die Ama in den besten Händen. Eine Narkose wird dort nicht gemacht und eine Untersuchung wird ohne ein großes Drama durchgeführt.

Viele Grüße
Alex

MiMo
19. January 2006, 17:36
Hallo Alex,
die Gebühr war 150,-. Ob eine Untersuchung gemacht worden ist, kann ich leider nicht nachprüfen (noch nicht). Aus Erfahrung wird man schlau. Nun bin ich Misstrauisch geworden und werde morgen das Veterenäramt anrufen, über die lief ja alles. Da die Amadame keinen Ring hatte und dieses nachgeholt werden mußte, wurde mit dem Amt ein Überlassungsvertrag gemacht. Ich könnte mir ein Loch in den A... beissen, das ich nicht von Anfang an die Untersuchungsdaten angefordert habe. Ich habe jetzt einen Temin in der Tierklinikduesseldorf von Dr.Krauß und Dr. Straub gemacht. Kennt die jemand? Aber auch die Untersuchen nur per Sofort Zahlung.




LG
MiMo

alex
19. January 2006, 18:00
Hallo,

ne, die beiden Ärzte kenne ich nicht. Ärgere Dich nicht so sehr. Ich weiß, dass das leicht gesagt ist, aber ich finde es trotzdem großartig von Dir.

Bei mir war es ähnlich. Ich habe meinen Grauen für 300 Euro freigekauft. Die Tierarztkosten mit Medikamenten, Pari Boy etc. belaufen sich aber mittlerweile auf über 1000 Euro.
Aber wenn ich meinen Vogel anschaue, dann weiß ich, dass er es wert ist und ich würde es stets wieder tun.

Willst Du nicht doch zu Dr. Pieper gehen? Er ist auf jeden Fall sehr kompetent und garantiert Dir auch eine fachmännische Untersuchung. Wie Julius auch schreibt, kommt Dich eine Doppeluntersuchung bei Inkompetenz noch teurer zu stehen.

Lass Dir die Rechnung und die Diagnose geben und lege sie dem Veterinärmat oder dem Tierheim vor. Vielleicht kann man sich bezüglich der Schutzgebühr und der TA-Kosten einigen.

Auch ich habe aus dieser Erfahrung gelernt. Bei unserem Tierheim werden oft Pflegeplätze für immer gesucht. Das Tier bleibt dann Eigentum des Tierheims und sie übernehmen dann auch die TA-Kosten. Das finde ich eine gute Lösung, für Menschen die sonst alles bieten können, aber nicht die finanziellen Mittel für teure TA-Besuche haben.

Viele Grüße und viel Glück
Alex

MiMo
19. January 2006, 18:06
Hallo,
ein Problem ist mein Mann. Der ist der Meinung, das alles nicht so schlimm sei und das eine Sache der Umgewöhnung sei. Schon seit Tagen rede ich auf ihn ein, aber sieht die riesige Tierarztrechnung nicht ein und meint, das es von alleine weggeht. Ob das Tierheim da mitmacht ist fraglich, aber ich werde morgen aktiv werden.



LG
MiMo

alex
19. January 2006, 18:13
Hallo MiMo,

im Gegenteil, es wird noch teurer, wenn man noch länger wartet und gar nichts unternimmt. Außerdem möchte man doch auch selber behandelt werden, wenn es einem schlecht geht, oder?

Versuche Deinen Mann davon zu überzeugen. Schließlich habt ihr sicherlich eine Ehegemeinschaft und Dir steht dann die Hälfte des Gehalts zu (mal schauen, was Dein Mann dazu sagt, wenn Du so kommst:D).

Nee, aber mal im Ernst. Die Ama muss dringend in ärztliche Behandlung. Das Japsen deutet auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder auf eine Aspergillose hin.

Unsere gesamte Familie hat damals auf Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke verzichtet, damit wir unseren Grauen behandeln können. Wir haben gerade frisch gebaut und ich habe noch studiert und wir waren daher auch nicht so flüssig!!

Gruß Alex

Kuni
19. January 2006, 18:17
hallo!

von alleine wird das wohl nur auf die eine art weggehen:( .

ich vermute auch, daß dein vogel ein ernst zu nehmendes problem hat und dringend hilfe benötigt. wie schwierig das ist weiß ich leider aus eigener erfahrung. ich hatte im november /dezember 4 todesfälle unter meinen vögeln und alleine die obduktion von 2 vögeln hat 180€ gekostet, dazu 136€ für neues spielzeug um den verbleibenden amazonenhahn vom alleinsein abzulenken, plus 70€ medikamente, plus 10€ handaufzuchtbrei um den hahn überhaupt wieder zum fressen zu bringen, plus 200€ für nen neuen partner und zig € für telefongebühren... zur trauer um die tiere kamen wirklich noch beachtliche kosten dazu.

aber was sein muß muß sein...

MiMo
19. January 2006, 18:21
Hallo, seit die beiden (gestern) im Wohnzimmer stehen, hab ich das Gefühl, das es den beiden besser geht. Leider sind sie sehr scheu und erschrecken sich bei jeder Bewegung und fliegen wahrlos im Raum herum. Doch das japsen hat sie von Anfang an gemacht. Muß die Tierärztin vom Tierheim eigendlich die Untersuchungsdaten rausgeben, wenn ich die haben möchte? Ich könnte mich in den A... beissen vor Wut.






LG
MiMo

Kuni
19. January 2006, 18:32
hallo!

müssen ... keine ahnung. aber welchen grund sollte sie haben, die daten nicht rauszugeben? frag sie doch bitte auch was bzw. auf welche krankheiten alles untersucht wurde.

hast du vielleicht nen hygrostat? wenn ja, vielleicht gibt es wirklich einen zusammenhang mit der luftfeuchtigkeit.

Anja12
20. January 2006, 07:44
Bezüglich Arzt:

Dr. Straub von der Tierklinik Düsseldorf ist absolut vogelkundig und ich bin sehr zufrieden mit ihm.

Preislich ist die Tierklinik auch etwas günstiger als Dr. Pieper.

Julius01
20. January 2006, 09:03
Hallo MiMo,
ich komme ja auch aus Düsseldorf, aber von diesen Ärzten habe ich bisher noch nichts gehört zumindest nicht in dem Zusammenhang, dass sie auf Papageien spezialisiert sind. Woher hast Du denn die Namen, wenn ich mal fragen darf? Ich möchte Dich einfach nur davor bewahren unnötig viel Geld auszugeben und an einen TA zu gelangen, der nicht auf Papageien spezialisiert ist. Ich möchte diesen Tierärzten nicht die Kompetenz absprechen, glaube aber, dass ein allgemeiner TA Deine Amazone nicht so gut behandeln kann wie ein Spezialist, der ständig z.B. mit Aspergillose konfrontiert wird. Überleg Dir das nochmal mit Dr. Pieper in Leverkusen.
Wir waren auch panisch als es unserer Lilly so schlecht ging, aber nach dem Besuch bei ihm hatten wir das Gefühl, dass wir in wirklich guten Händen sind.
Auch wir haben damals unseren Urlaub gestrichen, weil natürlich die kleine Lilly ständig umsorgt werden mußte und weil unser Budget durch die ganzen TA Kosten auch erheblich gekürzt wurde. Aber die Dankbarkeit des Tieres bzw. seinen Genesungsprozess zu beobachten hat uns für alles entschädigt!

Achte nur bitte ganz dringend auf genügend Luftfeuchtigkeit im Zimmer, ansonsten wird das Problem vielleicht noch größer! Sprüh sie ruhig auch mal mit der Wasser ein. Gib ihnen ruhig etwas Propolis ins Trinkwasser und sie brauchen jetzt viel viel Ruhe. Stress läßt die Erkrankung jetzt nur noch schlimmer werden.

So wie Dein Mann reagieren leider immer noch viele Menschen, da es einfach immer noch nicht so verbreitet ist mit den Tieren auch zum Arzt zu gehen. Man sieht es den Papageien auch nicht unbedingt so schnell an, wenn sie krank ist. Aber wenn man es bemerkt, dann kann es schnell zu spät sein.
Daher unterschätzt man oft die Situation. Bitte erklär ihm nochmal das Verhalten der Papageien, denn ganz bestimmt möchte er nicht die Krankheit noch verschlimmern und schätzt aber die Situation vielleicht völlig falsch ein.

Wir haben übrigens für die 1. Untersuchung unserer Lilly (mit Röntgen und Abstrich und den ganzen Medikamenten) € 128,- bei Doc Pieper bezahlt.
Unsere Lilly hatte nach dem Fliegen auch immer gejapst, aber wir damals noch völlig Unwissende haben das auf mangelnde Kondition zurückgeführt.
Ganz plötzlich konnte sie dann morgens schon nicht mehr aus der Schaukel auf die Stange klettern, weil sie viel zu schwach war. Abends vorher hatte sie noch gespielt und erzählt wie immer. Aber dann hatte sie einfach nicht mehr genügend Kraft die Krankheit zu verstecken und es war höchste Eisenbahn. Lass es bitte gar nicht erst so weit kommen. Wir haben wochenlang Lilly zusätzlich mit Brei gefüttert, weil sie nicht mehr fressen wollte und haben sie immer in einem kleinen Korb mit uns herumgetragen und sie umsorgt. Die kleine Maus war so schwach und so dankbar um jede Hilfe.
Nach 4Wochen ging es ihr langsam besser, aber diese Zeit war sehr schlimm für uns alle.

Jede Menge Kosten folgten noch, da wir unseren Julius auch haben untersuchen lassen und später für beide auch noch einen kompletten Gesundheitsscheck gemacht haben. Aber jetzt geht es ja erst einmal darum, dass dem Tier schnellstmöglich geholfen wird und wenn Du Deinen finanziellen Engpaß VOR der Untersuchung nochmal kurz ansprichst, dann bin ich mir sicher, dass Doc Pieper zu den geringst möglichen Kosten der Amazone auch schon einmal helfen kann.

Alles Gute wünscht Euch
Kati

Anja12
20. January 2006, 09:06
Kati, Dr. Straub ist vogelkundig! Er ist noch nicht so lange in der Tierklinik, von daher hat sich wahrscheinlich noch nicht rumgesprochen, dass es dort einen Vogelspezialisten gibt.

Julius01
20. January 2006, 09:08
Hallo Anja,
habe gerade Deinen Eintrag gelesen und bin dann ja doch sehr beruhigt! Danke für den Hinweis, vielleicht hab ich dann ja auch noch damit eine Notfalladresse falls Doc Pieper mal in Urlaub ist.
Liebe Grüße
Kati

MiMo
20. January 2006, 09:38
Guten morgen,
danke für den Rat mit Dr. Pieper. Ich habe einen Termin für den 30.1 in der D`dorfer Tierklinik gemacht. Übrigens stand er in der Liste hier Forum für Ärzte. Gestern gab es kleine Erfolge. Mehr könnt ihr in "gestörte Venezuelamazonen!!!" lesen. Bei näherem hingucken der Dame viel mir auf, das ihre Nasenlöcher zu sind. Das heißt, sie sehen aus, als ob sie zuwachsen. Immer wenn ich sie nassgespritzt habe, geht es eine ganze Weile. Ein Ausflug durch die Wohnung wurde gestern auch unternommen. Leider kamen beide nur vom Käfig auf den Boden. Bisher habe ich ihnen immer mit einem Stock oder Stange wieder auf den Käfig geholfen, aber das wollte ich mal nicht machen. Also ließ ich sie sitzen und alles inspiezieren. Nur mein Mann war so unfernünftig und fing sie an, mit der Stange zu locken. Aber nach meckern meinerseits ist er beleidigt abgestiefelt. Da die beiden keine Kraft mehr zu fliegen hatten, gings zu Fuss weiter. So liefen die beiden im watschelgang über den Fussboden. Alles wurde begutachtet. Ich hab mich einfach in den Flur gesetzt und ihnen zugesehen. Mir fiel allerdings auf, das Lolo richtig am hecheln und keuchen war. Aber das fand ich richtig toll. Letzenendes sind sie dann doch wieder im Wohnzimmer angekommen, und es konnte der Landeanflug zum Käfig gestartet werden. Danach saßen beide völlig erschöpft auf dem Käfig und sind eingeschlafen. Ich habe dann leise das Licht ausgemacht und hab mich vom Acker gemacht. Tcha, was soll ich sagen, die beiden haben ihre erste Nacht auf`m Käfig verbracht.




LG
MiMo

Sittichmama
20. January 2006, 09:46
Frau Köhnen aus Düsseldorf ist auch eine vogelkundige Tierärztin und sehr nette dazu. Sie ist außerdem günstig, kompetent, macht Hausbesuche und ist in Notfällen auch nachts immer zu erreichen.

MiMo
20. January 2006, 09:54
Hallo sittichmama,
danke für den Tip. Wie schon geschrieben, hab ich mich jetzt durch gerungen, einen Ta Termin in einer Klinik zu machen. Ich habe mich von einer netten Dame in der Praxis beraten lassen. Da ich keinen blassen Schimmer über Vorgeschichten (Krankheiten) habe, ist`s mir lieber, das alles in einem Haus ist. Denn die Klinik bietet vielleicht mehr Möglichkeiten als eine Praxis. Einen "normalen" Ta hab ich ja auch. Es ging mir nur um einen Spezialisten auf dem Gebiet, der mir hoffendlich helfen kann. Ich würde den beiden noch gerne einige Jahre zusehen und ein "neues" Leben schenken.




LG
MiMo

Julius01
20. January 2006, 09:58
Hallo Mimo,
da bist Du ja nun auf bestem Weg und bestimmt kann Deinen Amazonen dann auch geholfen werden. Du machst das schon alles richtig!
Ich drück Dir und Deinen Ama's fest die Daumen und hoffe auf postitive Nachrichten nach dem TA-Besuch.
Alles Gute
Kati

MiMo
20. January 2006, 10:07
Hallo,
danke erstmal für das Kompliment. Der Ta soll anscheinend gut sein. Mal abwarten. Bei Lolo sitzen immer die Nasenlöcher zu. Das heißt, die sehen aus, als ob sie zu wachsen. Wenn ich sie nass gemacht habe, geht es für einen 1/2 Tag wieder besser. Doch am nächsten morgen sind die Löcher wieder zu.
Hat jemand eine Anhnung, was das sein kann?






LG
MiMo

alex
20. January 2006, 10:29
Hallo MiMo,

die verstopften Nasenlöcher deuten ebenfalls auf eine Aspergillose hin. War bei meinem Grauen auch so.

Achte darauf, dass eine Röntgenaufnahme gemacht wird, alles andere ist Rummurkserei!

Dann sollte die Nase gereinigt und gespült werden. Nur so wird sichergestellt, dass sich die Aspergillose nicht in der Nase und den Nasennebenhöhlen festsetzen kann (bei meinen Grauen war es bereits zu spät, so dass die Nase regelmäßig gereinigt und gespült werden muss).

Ich wünsche Euch alles Gute und falls Du doch nicht so recht zufrieden sein solltest, dann ziehe Dr. Pieper in Erwägung. Er macht auch alles aus einer Hand.

Schau Dir doch einfach mal die Homepage an. www.docpieper.de

Ich schreibe das nicht, weil ich Schleichwerbung machen möchte, sondern weil er auf dem Vogel- und Reptiliengebiet ein wirklicher Spezialist ist.

Beispiel: Mein Bekannte hat(te) drei Schlangen. Die eine ist im Juli 2005 gestorben. Die anderen haben einen kranken Eindruck gemacht. Er ist zu einem normalen TA in Köln gegangen, weil ihm Lerverkusen zu weit war. Ich habe ihm gesagt, dass er zu Dr. Pieper gehen soll, da sich dieser mit Schlangen gut auskennt. Aber nein, Leverkusen war ihm zu weit. Die Schlange wurde lediglich angeschaut und der TA meinte, es würde wohl am Futter liegen, da mein Bekannter gefrorene Mäuse verfüttert. Er solle auf lebendige Mäuse umsteigen und hat ein Antibiotikum gespritzt. Nun gut, hat er gemacht, die Schlangen wurden aber immer träger. Er ist noch zweimal zu dem TA gegangen und hat eine Menge Geld dort gelassen und den Schlangen ging es nicht besser. Im Dezember hat er sich dann mal zu Dr. Pieper aufgemacht (die eine Schlange war bereits fast tod).

Diagnose: Hochgradige bakterielle Infektion
Anlegen einer Kultur und stationäre Aufnahme der Schlangen, da mein Bekannter einen Monat beruflich nach London musste.

Ergebnis: Die eine Schlange konnte nicht mehr gerettet werden, die andere hat es geschafft. Dr. Pieper hat meinem Bekannten nur die Hälfte der Kosten für die stationäre Aufnahme in Rechnung gestellt (also nur 15 Tage abgerechnet).


Viele Grüße
Alex

MiMo
20. January 2006, 10:42
Hallo Alex,
das Problem ist mein Mann, der ist nicht bereit, wegen "einem Tier" bis nach Leverkusen zu fahren. Ich habe gestern Diskussionen mit ihm gehabt, das kann sich keiner Vorstellen. Er meinte, das das ja schon von Anfang an so war und das mir hier im Forum Flausen in den Kopf gesetzt wurden. Er meinte auch ,das es vielleicht daran liegt, das sie doch älter ist als vermutet. Die D´dorfer klinik ist auf Reptilien und Vögel spezialisiert. Ich habe gestern mit einer netten Dame aus der Praxis gesprochen und Löcher in den Bauch gefragt. Es nützt alles nichts, ich werde gleich mal am Veterenäramt nachfragen, denn die müsten ja schon Infos von den Untersuchungen haben, oder? Darf das Tierheim eigendlich Tiere abgeben, ohne zu Untersuchen? Ich gehe schon davon aus, das das gemacht worden ist, da Lolo ja auch keinen Ring hatte und das noch gemacht worden ist.





LG
MiMo

alex
20. January 2006, 10:58
Hallo MiMo,

ja, die Tierheime können auch (vermeintlich) kranke Tiere abgeben. Das Problem ist halt, dass die dort behandelnden TÄ lediglich Ahnung von Hund, Katze Maus haben, aber nicht von Vögeln oder Reptilien. Ein Papagei im Tierheim ist eher selten.

Wichtig ist halt eine Röntgenaufnahme und auch eine mikrobiologische Untersuchung des Nasensekrets. Du solltest - bevor Du zum TA gehst - herausfinden was alles gemacht wurde und welche Medikamente gegeben wurden. Wurde eine Röntgenaufnahme gemacht, dann kann der neue TA diese verwenden und Du musst sie nicht bezahlen (sie kann vom behandelnden Arzt angefordert werden). Ich denke aber nicht, dass so eine gemacht wurde.

Falls die Ama eine schwere Aspergillose hat, dann solltest Du Dich mit Deinem Mann zusammensetzen, denn eine Aspergillose ist nicht heilbar und muss ein Leben lang behandelt werden. Die Medikamente sind sehr teuer und Du brauchst für die Inhalation einen Pari Boy, der auch recht teuer ist. Ihr solltet schon überlegen, ob Ihr das finanziell tragen könnt oder wollt. Wenn nicht, dann würde ich die Tiere schweren Herzens abgeben. Ich bekomme die Tabletten für meinen Grauen von meinem Hautarzt geschenkt und kann so recht viel sparen.

Das klingt zwar hart, aber leider ist es so. Wollen wir aber hoffen, dass sie keine Aspergillose hat und sich alles zum Guten wendet.

Wenn Du Dich näher mit dem Thema Vogelkrankheiten befassen möchtest, dann schau mal in das Buch "Leitsymptome bei Papageien und Sittichen" von Michael Pees.

Ich denke, man sollte auch die Grenzen klären. Mein Mann würde mir nie hineinreden, wenn es um unsere Tiere geht. Auf derartige Diskussionen gehe ich gar nicht ein (auch weil mein Mann keine Ahnung von Vögeln hat). Das meine ich nicht böse, vielmehr möchte ich Dich unterstützen.

Muss denn Dein Mann mitkommen, kannst Du nicht alleine nach Leverkusen fahren???

Alles Gute und berichte weiter, wie es Lolo geht.


Alex

Julius01
20. January 2006, 11:23
Hallo Mimo,
ich kann Deine Situation gut nachvollziehen und zum Glück ist es bei uns zuhause anders. Mein Partner ist genauso besorgt um die Tiere wie ich es bin, auch wenn ich die alleinige Bezugsperson für sie bin und sie meinen Partner schon häufig zwicken.
Aber man muss sich zum Wohl der Tiere schon manchmal ganz schön einschränken. Meiner Meinung nach ist es viel aufwendiger Papageien zu halten, als einen Hund. Hunde und Katzen hatte ich früher immer, aber das war alles nichts im Vergleich zu unseren Grauen.
Geh erst einmal in die Düsseldorfer Tierklinik und versuch den Amazonen helfen zu lassen. Warte mal die Diagnose ab und nimm möglichst Deinen Mann mit zur Klinik. Dann kann er sich dort mal genau anhören, welche Erkrankungen die Tiere bekommen können und wie schwierig manchmal der Heilungsprozess ist.
Wenn es den Tieren besser geht könnt Ihr Euch ja nochmal genau überlegen wieviel Kosten evtl. noch auf Euch zukommen und ob Ihr bereit seid diese gemeinsam zu tragen. Vielleicht ist langfristig ein anderer Platz für die Amazonen dann doch besser, wenn Dein Mann sich weiterhin sträubt.
Aber das ist ein späteres Thema.
Nimm ihn mit zur Untersuchung, damit er später nicht behaupten kann, dass Du Flausen im Kopf hast. Ihm werden schon noch die Augen geöffnet, keine Sorge! :trost:
Liebe Grüße
Kati

MiMo
20. January 2006, 12:23
Hallo,
das ist alles leichter gesagt als getan. Mein Mann sieht ja die Erstuntersuchung schon nicht ein. Da wir nur von einem Einkommen leben, muß ich mich wohl oder übel mit ihm arangieren. Da ich aber von Natur aus einen Dickkopf habe (genau wie meine Geier) setze ich mich meißtens doch durch, mit oder ohne Absprache. Gibt zwar immer Theater hinterher, aber er kann dann nichts mehr machen.







LG
MiMo

MiMo
20. January 2006, 12:53
ICH BIN ENTSETZT!!!

Hallo, habe gerade mit dem Tierheim telefoniert und bin geschockt. Die TA ist nur dort vorbei gekommen und hat sich die Tiere aus dem Käfig von außen angesehen. Die Tierheimleiterin behauptete nur, sie könnten ja nicht alle Tiere aus den Käfigen ... herausnehmen und Blutuntersuchungen oder ähnliches machen lassen. Es wäre wohl zu teuer und angeblich wäre dort bei der "Ferndiagnose" nichts aufgefallen. Des weiteren habe ich heraus gefunden, das das Tierheim in erster Linie eine Katzen Nothilfe ist, und das die beiden Geier die ersten (seit 12 Jahren) Papageien dort gewesen sein sollen. Das heißt jetzt für mich, das ich mit den Kosten und Problemen alleine sitzen bleibe. Dann habe ich mit dem Veterenäramt telefoniert und herausgefunden, das die beiden in dem Käfig in dem sie im Tierheim waren wohl auch gelebt hatten (65x60x45). Dort haben die beiden in einem seperaten Raum noch 2 Monate verbracht, wo sie fast alle Kopffedern verloren, weil die einzigste Stange im Käfig zu hoch war. Im moment ist mir einfach nur zum heulen zu Mute. Ich muß mich wircklich nicht wundern, das die Tiere dann so sind.




LG
MiMo

alex
20. January 2006, 13:43
Hallo MiMo,

das ist ja unfassbar!


Die Tierheimleiterin behauptete nur, sie könnten ja nicht alle Tiere aus den Käfigen ... herausnehmen und Blutuntersuchungen oder ähnliches machen lassen. Es wäre wohl zu teuer und angeblich wäre dort bei der "Ferndiagnose" nichts aufgefallen.

Ja, es ist oftmals ein Problem mit den Kosten, aber in einem solchen Fall sollte man sich gütlich einigen und das Tierheim sollte Dir bezüglich der Schutzgebühr entgegenkommen. Im Kölner Tierheim ist es so, dass die Tiere vom TA alle umsonst behandelt werden. Schwierige Fälle werden von Kliniken oder Spezialisten übernommen. Die Kosten trägt das Tierheim (wie beispielsweise bei Hunden, denen schwierige Tumore entfernt werden müssen).

Und weil sie es vermasselt haben, sollst Du nun die Kosten übernehmen?? Nee, das würde ich mir nicht gefallen lassen. Frage sie doch mal, wie es denn mit den Tieren nun weitergehen soll und ob Du nun die TA-Kosten alleine übernehmen sollst???

Was hat denn das Verterinärmat gesagt??

Ich würde es zunächst freundlich versuchen und denen sagen, dass der Vogel schon seit seiner Ankunft bei Dir massive Atemprobleme hat und Du auf eine Herzschwäche oder einer Aspergillose tippst und nun zur Abklärung einen vogelkundigen TA zu Rate ziehst. Mache Dich am besten mit den Krankheiten vertraut, da man dann sehr gut argumentieren kann. Eine Aspergillose entsteht nicht von heute auf morgen und eine Herzschwäche auch nicht (sofern es eine ist).

Wenn Du die Diagnose hast (vielleicht kann Dir der TA auch einen Tip geben und bescheinigen, dass der Vogel die Krankheit schon lange haben muss) dann würde ich zum Tierheim gehen und die Schutzgebühr zurückfordern und die TA-Rechnung vorlegen.

Sollten sie sich querstellen, würde ich mit der Presse kommen. Das wirkt oftmals Wunder!

Wenn Du Hilfe brauchst, dann schreibe mir eine PN.

Viele Grüße und Kopf hoch
Alex

Alfred Klein
20. January 2006, 13:45
Hallo MiMo

Das mit dem Tierheimarzt war mir von Anfang an klar.
Die machen nicht viel Federlesens, oftmals machen die das ehrenamtlich und verdienen nichts daran, entsprechend ist dann die Arbeitsleistung.

Wegen Deinem Ehemann, nun, Du kannst ihm berichten daß es für einen Tierhalter selbstverständlich sein sollte bestmöglich für seine Tiere zu sorgen.
Ebenso wie man als Eltern für seine Kinder sorgt halte ich es für angebracht in ähnlicher Form für die Tiere zu sorgen.
Daß zumindest einer der Vögel krank ist steht absolut fest. Mir ist unverständlich daß man das verneinen kann.
Für den Fall daß die Vögel nicht behandelt werden weil Dein Ehemann es nicht zuläßt biete ich Dir an die Vögel zu übernehmen und bei mir dann auf meine Kosten behandeln zu lassen.

alex
20. January 2006, 13:51
Hi,


Für den Fall daß die Vögel nicht behandelt werden weil Dein Ehemann es nicht zuläßt biete ich Dir an die Vögel zu übernehmen und bei mir dann auf meine Kosten behandeln zu lassen.

Super Alfred!

Da ich nur Graue habe, kann ich sie leider nicht für immer übernehmen. Ich biete Dir aber an, sie bis zur Gensung auf meine Kosten mit entsprechenden Medikamenten zu versorgen und sie weiterzubehandeln oder Dir entsprechende Hilfestellung zu geben, um gegen das Tierheim vorzugehen.

Viele Grüße
Alex

megaturtle
20. January 2006, 13:52
Kati, Dr. Straub ist vogelkundig! Er ist noch nicht so lange in der Tierklinik, von daher hat sich wahrscheinlich noch nicht rumgesprochen, dass es dort einen Vogelspezialisten gibt.

Dr. Straub gibt es in der Klinik leider nicht mehr :(

MiMo
20. January 2006, 14:01
Vielen lieben Dank für eure Unterstützung, das tut gut. Ich bin immer noch fassungslos. Das mit dem entgegenkommen des Tierheims kann ich wohl vergessen, da die Leiterin felsenfest argumentiert, das die Tiere vorher nichts hatten. Meinen Mann werde ich nacher in den A... treten. Leider kann ich erst am 31.zum Arzt, weil dann genügend Geld da ist. Das Veterenäramt kann ich auch knicken, da die angeblich überhaupt keine Unterlagen darüber haben. Die sagen nur, das das Sache des Tierheims sei.
Das hat man davon. Da will man 2 armen Viechern noch ein restliches schönes Leben bereiten, nimmt Chaos in der Familie auf und sitz dann da mit einem "todkranken" Flattermann. Aber immer wenn ich die beiden ansehe und sie mich neugierig beobachten, bin ich froh, das ich sie aus dem Tierheim geholt habe. Wer weiß, wo sie sonst hingekommen wären (falls sie nicht noch da säßen). Nur wüsste ich zugerne, was da noch alles auf mich zukommt und ob das wircklich alles einen Sinn ergibt. Im moment ist mein Kopf völlig leer und mein Akku auch.




LG
MiMo

alex
20. January 2006, 14:11
Hallo MiMo,

per Telefon mit dem Tierheim zu verhandeln bringt gar nichts. Mache es schriftlich, mit einem ordentlichen Briefkopf und einem entsprechenden Anschreiben.

Wie bereits gesagt, wenn Du möchstest, helfe ich Dir dabei.

So, nun muss ich aber noch etwas arbeiten. Komme heute zu gar nichts!

Gruß Alex

Gruenergrisu
20. January 2006, 16:43
Hallo,
ist es nicht völlig ausreichend, auf die vorhandene Tierarztliste zu verweisen bzw. jemanden aus Düsseldorf auf Tierärzte aus der Liste vor Ort hinzuweisen? Mich stört es ungemein, wenn ständig unkritisch eine bestimmte Praxis in der Nähe von Köln propagiert wird, und näher erreichbare, auch vogelkundige Ärzte ausgegrenzt werden. Ich kann auf Anhieb eine größere Anzahl von Kunden nennen, die dort weder mit den Diagnosen, der Behandlung und den Preisen glücklich geworden sind. Ich gehöre auch dazu. Die Fehldiagnosen habe ich mir von anderer Stelle schriftlich bestätigen lassen. Wie sollen sich andere Ärzte Verdienste um die Tiere erwerben, wenn sie keine Chance bekommen? Es liegt nahe, seinen TA nach erfolgreichen Bemühungen zu empfehlen, das mache ich auch, wenn kein anderer mir bekannter ähnlich erfolgreicher in der Nähe praktiziert. Auch ist jeder Arzt nur ein Mensch und auch Irrtümer sind menschlich.
Ich möchte hier keine Diskussion über bestimmte TÄ anzetteln, sondern um etwas mehr Zurückhaltung aus Fairness bitten.
Die Kosten einer Tierarztbehandlung können durchaus nicht unerheblich sein und von Praxis zu Praxis deutlich schwanken. Ich würde an MiMo`s Stelle das Diagnostikkonzept vorher abstimmen, damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt. Noch etwas: Wer A sagt...... Sollte sich die Aspergillose bestätigen, wird eine zumindest längerfristige Behandlung erforderlich. Diese besteht in Gabe von Medikamenten und Inhalationen und Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt.
Grüße

Anja12
20. January 2006, 16:58
Dr. Straub gibt es in der Klinik leider nicht mehr :(

Seit wann das denn?! War doch neulich erst bei ihm...

alex
20. January 2006, 17:11
Hallo Gruenergrisu,

Du kannst ruhig schreiben, dass Du mich meinst mit der Schleichwerbung.


st es nicht völlig ausreichend, auf die vorhandene Tierarztliste zu verweisen bzw. jemanden aus Düsseldorf auf Tierärzte aus der Liste vor Ort hinzuweisen? Mich stört es ungemein, wenn ständig unkritisch eine bestimmte Praxis in der Nähe von Köln propagiert wird, und näher erreichbare, auch vogelkundige Ärzte ausgegrenzt werden.

Leider ist mir kein vogelkundiger Tierarzt im Köln-Bonner-Raum bekannt. Und ich beschäftige mich schon sehr lange mit diesem Thema. Im Gegenteil, ich finde es ungemein wichtig, dass dem Forenmitglied so schnell wie möglich Hilfestellung gegeben wird. Bei solchen Anzeichen ist es meiner Meinung nach ungemein wichtig, einen vogelkundigen TA aufzusuchen, der nicht nur am Vogel herumdoktert.

Ob andere TÄ eine Chance bekommen, hängt von Ihnen selber ab, wie ehrlich sie sind. Als ich mit meinem Agaporniden beim TA war (hier direkt um die Ecke) wurde ihm so sehr ins Bein gespritzt, dass er sein Bein anschließend nie wieder richtig bewegen konnte. Der TA bezeichnet sich als vogekundig. Nur so viel zum Thema.


Gruß Alex

MiMo
20. January 2006, 17:22
Hallo,
oje, da hab ich ja was angezettelt mit meiner Frage. Leider scheint die Diskussion mit meinem Mann kein Ende zu finden. Er meint der Arzt solle einen sogenannten "Kostenvoranschlag" machen. Ob Dr.Straub nun noch in der Praxis ist oder nicht, egal, ich werde ende des Monats hingehen, und zwar mit beiden. Worin kann ich die beiden denn Transportieren? Ich habe nur noch einen Nyphen Käfig. Ich glaube, für den Transport dürfte das kein Problem werden, oder?
Seit gestern habe ich allerdings etwas anderes festgestellt, und zwar;
Die beiden kraulen sich, füttern sich, das heißt der eine steckt dem anderen den Schnabel in den Hals und es wird sich genseitig getreten (liebevoll). Ist das Balzverhalten? Ein Verkäufer in der Zoohandlung hat mir geraten, einen Nistkasten aufzuhängen (Vorsichtshalber).
Was meint ihr dazu?





LG
MiMo

alex
20. January 2006, 17:39
Hallo MiMo,

das sind ja freudige Nachrichten. Ja, es scheint Balzverhalten zu sein. Einen Nistkasten würde ich nicht aufhängen bevor der Vogel behandelt wird, da das brüten schon sehr auf die Kondition geht.

Du brauchst auch eine Zuchgenehmigung wenn Du Nachwuchs möchtst. Außerdem sollte man auch vorher überlegen, was mit den Kleinen dann passiert.

Zum Transport kannst Du auch einen Katzenkorb nehmen. Der Nympfen-Käfig tut es aber auch. Beide Vögel solltest Du aber seperat transportieren.

Gruß Alex

MiMo
20. January 2006, 17:51
Hallo Alex, werden die beiden denn dann noch agressiv, so wie viele sagen? Hab leider damit keine Erfahrung damit, da ich damals nur einen männlichen Ara und Gelbstirnama hatte.







LG
MiMo

Alfred Klein
20. January 2006, 18:24
Hallo Mimo

Was Dein Mann verlangt, einen Kostenvoranschlag, wird kein Tierarzt machen.
Das geht gar nicht da niemand, auch kein Handwerker, einen Kostenvoranschlag machen kann wenn er nicht weiß welchen Umfang die erforderlichen Leistungen haben.
Da bei Deinen Vögeln der Tierarzt nicht weiß was auf ihn zukommt kann er schlechterdings was zu den Kosten sagen.

Das von Dir beobachtete Verhalten der Vögel ist wohl tatsächlich Balzverhalten, sehr erfreulich.
Der Rat des Verkäufers in der Zoohandlung war mal wieder typisch. Keine Ahnung aber Ratschläge geben.
Du solltest auf keinen Fall einen Nistkasten aufhängen.
Erstens sind die Vögel nicht gesund und könnten eine eventuelle Brut nicht überstehen, würden womöglich an Erschöpfung sterben.
Zweitens ist es Dir gesetzlich untersagt ohne Zuchtgenehmigung, welche eine vorherige Prüfung Deines Wissens und der Haltungsbedingung voraussetzt, Krummschnäbel mit Erfolg brüten zu lassen.
So lange Du keinen Nistkasten aufhängst werden die Vögel aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zur Brut schreiten. Nebenwirkungen gibts da keine.

MiMo
20. January 2006, 19:04
Danke Alfred,
du sprichst mir mit dem "Kostenvoranschlag" aus der Seele. Aber das werde ich schon regeln. Ich habe von Natur aus einen Dickkopf, den ich mit aller Vorraussicht durchsetze. Mit der Balz, es würde mich interessieren, ob sie dann agressiv werden (sagen ja viele).






LG
MiMo

Krabbi
20. January 2006, 21:48
Hallo Anja,
habe gerade Deinen Eintrag gelesen und bin dann ja doch sehr beruhigt! Danke für den Hinweis, vielleicht hab ich dann ja auch noch damit eine Notfalladresse falls Doc Pieper mal in Urlaub ist.


Hi,

nicht nur da hast du ne gute Notfalladresse, denn es gibt in Düsseldorf Garath noch eine Papageierfahrene Tierärztin, zu der ich von Dr. Pieper im letzten Sommer rübergewechselt bin.

Kleintierpraxis
Astrid Köhnen
Neustrelizerstr. 2
40595 Düsseldorf-Garath
Tel. 0211 / 7004871

Sprechstunde auch Samstags von 10 -11 Uhr

Für Notfälle außerhalb der Sprechzeiten und Nachts Handy 0172 / 2470025

Frau Köhnen ist kompetent und Erfahren mit Papagein, hat ein gutes Geschick auch den wildesten Beißer zu händeln, ist sehr freundlich, erklärt alles sehr gut und beantwortet auch die "dümmsten" Fragen -- und nicht zuletzt verlangt sie für ihre wirklich guten Leistungen ein "kleines" Geld.
Wer regelmäßig mit großen Papas zum TA muss, der weiß, wie schnell da mehr als ein Hunderter pro Besuch zusammen kommt.

Krabbi
20. January 2006, 21:51
Ich schreibe das nicht, weil ich Schleichwerbung machen möchte, sondern weil er auf dem Vogel- und Reptiliengebiet ein wirklicher Spezialist ist.


Das ist Dr. Straub, der die Vogelabteilung in der Tierklinik leitet, übrigens auch.
Und wie schon erwähnt, auch Frau Dr. Köhnen ist auf Papageien spezialisiert.
Was will man mehr, so viel Auswahl, da träumen andere nur von.

MiMo
20. January 2006, 22:32
Hallo, danke für die Adresse. Kann immer hilfreich sein. Muß mal am Montag dort anrufen, danke






LG
MiMo

alex
21. January 2006, 12:40
Hallo Doris,

ja, es ist schön eine solche eine Auswahl zu haben.

Natürlich gibt es auch andere gute TÄ, aber in Düsseldorf kenne ich mich überhaupt nicht aus, da ich im Rhein-Sieg-Kreis wohne.

Dr. Pieper ist halt mein TA, da wir im Köln-Bonner-Raum leider keinen wirklich vogelkundigen TA haben. Bis zu Dr. Pieper ist es von uns aus bereits 40 km (einfache Fahrt). Er ist somit der einzige, von dem ich selber weiß, dass er vogelkundig ist. Meinen Grauen hat er jedenfalls erfolgreich behandelt.


Viele Grüße
Alex

Julius01
21. January 2006, 13:08
Hallo zusammen,
zunächst einmal finde ich es nicht gut, dass hier wegen TA-Empfehlungen Streitigkeiten entstehen. Ich finde es sehr gut, wenn Ärzte empfohlen werden mit denen gute Erfahrungen gemacht wurden. Gerade als Anfänger bin ich für jeden Rat dankbar, ob ich ihn dann befolge ist ebenso meine Angelegenheit.
Ich habe auch Doc Pieper empfohlen, weil wir uns da wirklich gut betreut fühlen. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich anderen Tierärzten die Kompetenz abspreche. Ich ( und ich glaube bei Alex war es ähnlich) wollte lediglich vermeiden, dass Mimo an einen nicht papageienkundigen TA gerät und somit im Endeffekt noch mehr Geld ausgeben müßte bzw. den Tieren auch nicht richtig geholfen werden könnte.

@ Krabbi, Dir danke ich auch für die Empfehlung von Frau Dr. Köhnen
Davon hatte ich bisher nur im Internet gelesen und aber noch nie gehört, dass jemand bei ihr war. Jetzt habe ich also eine gute Adresse mehr.
( Das ist dann übrigens nicht der 1. gute Rat von Dir, wenn ich da mal an die Anmeldung der Grauen denke ;) )

@ Mimo, wir haben auch erst seit 2 Jahren unsere Grauen und somit kann ich wirklich noch nicht von viel Erfahrung sprechen. Aber ich würde an Deiner Stelle auf keinen Fall einen Nistkasten aufhängen. Mir kommt es eher vor, dass die Papageien schon fast ein grundsätzlicher Streitpunkt zwischen Deinem Mann und Dir sind und somit kannst Du ganz bestimmt nicht noch weitere brauchen. Klärt erst einmal in Ruhe was überhaupt passieren soll und dann kannst Du immer noch weiter sehen.
Zunächst einmal sollte die Gesundheit im Vordergrund stehen, egal für welchen TA Du dich jetzt entscheidest.

Dann überlege einmal in Ruhe, ob Du/Ihr Euch die Papageien wirklich finanziell leisten könnt. Wenn wir die ganzen Kosten (2. Käfig mußte angeschafft werden, weil der 1. zu klein war, TA-Kosten, Inhaliergerät, Luftwäscher-/befeuchter, Zerstörung von Möbeln und Kleidung, Medikamente, jede Menge Spielzeug ...)

Ich möchte Dir die Papageien nicht ausreden, aber ich bin mir nicht sicher, ob wir uns Papageien geholt hätten, wenn wir im Vorfeld gewußt hätten welche Kosten auf uns zukommen. Damals kannten wir die Vogelforen noch nicht, aber jetzt sind sie da und wir lieben unglaublich und nichts in der Welt kann uns trennen. Allerdings hat mein Partner da zum Glück auch dieselbe Meinung.

Wie geht es den Amazonen denn heute?
Alles Liebe
Kati

MiMo
21. January 2006, 13:25
Hallo Julius01,
lieben dank für deine Nachricht. Es geht heute eigendlich ganz gut. Lolo hat vorhin ein Stück Apfel aus der Hand genommen und Coco ist sogar vor mir sitzen geblieben, als ich das Futtertöpfen reinhängte. Dafür macht mir meine Nymphe sorgen. Ihn haben wir auch aus einen Tierheim (auch Ärger). Vor 3 Wochen stellte sich dann heraus, das er eine Augeninfektion hat, die immer wieder kommt. Zwar hab ich dafür eine Salbe vom Arzt, aber es ist nicht schön, das Tier 3mal am Tag einzufangen um Salbe rein zu machen.
Der Streitpunkt mit meinem Mann stört mich schon nicht mehr. Er und seine Eltern können mit Tieren einfach nichts anfangen, das war schon immer so. Wenn eine Nymphe zu ihm geflogen kommt, setzt er diese direkt wieder auf den Käfig zurück. Reden tut er mit den Tieren auch nicht, im Gegenteil zu mir. Ich bin mit einem "Hauszoo" (Fische, Hamster, Streifenhörnchen, Hasen, Pflegepferd, Hund, Ara, Amazone, wellensittich, Nymphensittich...) großgeworden und brauche ganz viele Tiere um mich herum. Zudem finde ich es wichtig, das meine Kinder mit Tieren groß werden.


Ich sage immer, wer Tiere nicht mag, mag auch keine Menschen!!! Hat sich schon oft bewahrheitet.

LG
MiMo

gisi
21. January 2006, 15:13
Du solltest auf keinen Fall einen Nistkasten aufhängen.

Erstens sind die Vögel nicht gesund und könnten eine eventuelle Brut nicht überstehen, würden womöglich an Erschöpfung sterben.

Zweitens ist es Dir gesetzlich untersagt ohne Zuchtgenehmigung, welche eine vorherige Prüfung Deines Wissens und der Haltungsbedingung voraussetzt, Krummschnäbel mit Erfolg brüten zu lassen.

.
und drittens,
wird ein verpilzter vogel seine jungen beim füttern anstecken.

Krabbi
21. January 2006, 15:18
( Das ist dann übrigens nicht der 1. gute Rat von Dir, wenn ich da mal an die Anmeldung der Grauen denke ;) )


gehört zwar jetzt nicht ier her, aber hat denn alles geklappt?

Zu Frau Köhnen gehen einige hier aus diesem Forum und sie ist die Haustierärztin der Vogelnotstelle Ratingen, also bei ihr kann man wirklich nichts falsch machen. Sollte sie einmal wegen Urlaub o.ä. nicht zur Verfügung stehen und ich brauche dringend einen TA, gehe ich selbstverständlich zu DR. Pieper.



.......auf die Düsseldorfer TÄrztin habe ich aufmerksam gemacht, weil MiMo in Düsseldorf wohnt und sie somit vielleicht vom Weg her besser zu erreichen ist.
Und nicht jeder kann jeden VK-TA kennen, deshalb finde ich es so wichtig, dass jeder seine Erfahrungen hier auch aufschreibt.
Klar gibt es die Listen, aber die geben halt nur Adressen bekannt, keine weiteren Werte.
Letztendlich entscheidet doch jeder Halter selbst, welchem in Frage kommenden TA er sein Vertrauen schenkt.
Ich bin sowohl auf Herrn Pieper, als auch später auf Frau Köhnen durch diese Forum aufmerksam gemacht worden, habe zu beiden nur einen Fahrtweg von knapp 12 Minuten und für mich, bzw. meine Papas entschieden.

MiMo
21. January 2006, 15:53
Hallo ,
aus Finanziellen Gründen konnte ich noch nicht zu Ta gehen, habe aber für 31.1 einen Termin gemacht. Im moment geht es den beiden ganz gut. Im Wohnzimmer gefällt es ihnen wohl doch besser.








LG
MiMo

megaturtle
21. January 2006, 17:48
Hallo ,
aus Finanziellen Gründen konnte ich noch nicht zu Ta gehen, habe aber für 31.1 einen Termin gemacht. Im moment geht es den beiden ganz gut. Im Wohnzimmer gefällt es ihnen wohl doch besser.

LG
MiMo

Bitte nicht böse sein, aber WARUM kann man sich das nicht überlegen, bevor man Tiere aufnimmt??

Gerade die TA-Kosten können unter Umständen sehr hoch werden :(

MiMo
21. January 2006, 20:05
Hallo,
vielleicht versuchst Du mal, die anderen Berichte von mir zu lesen.








Lg
MiMo

Krabbi
25. January 2006, 13:32
und drittens,
wird ein verpilzter vogel seine jungen beim füttern anstecken.

Dazu habe ich heute Vormittag meine Tierärztin befragt, da meine brütende Dame ja auch Aspergillose hat und mich dieser Satz schon sehr erschrocken hat.

Aspergillosebefall wird nicht von fütternden Eltern an die Küken weitergegeben, da es sich nicht um eine Infektion, sonder einen Befall der Organe und Luftsäcke handelt.
Wird allerdings pilzbelastetes Futter von den Elterntieren aufgenommen und an die Jungen weiter gegeben, kommen diese mit den Sporen von Anfang an in Berührung und die Krankheit nimmt den bekannten Verlauf.

Bei Elterntieren, die einwandfreies Futter erhalten, bleiben die Jungen gesund.

MiMo
25. January 2006, 18:48
Hallo Doris,
werde am Montag zum Ta gehen. Mittlerweile sind die beiden recht agressiv, weil sie wohl wirklich am Balzen sind. Allerdings wurde mir hier auch schon der Hinweis gegeben, das selbst ein aufhängen des Nistkastens strafbar sei, wegen der Meldepflicht und Zuchtpapieren. Aber Züchten möchte ich eh nicht, egal ob gesunde oder kranke Tiere. Inzwischen geht es den beiden ganz gut. Coco verfällt nicht mehr so in Panik (ich kann sogar Besuch rein lassen, auch mit roten Anziehsachen) und Lolo frisst eine 1/2 Erdnuss oder anderes aus der Handfläche (sogar meiner Kinder, 5 & 6 Jahre). Bin im moment ganz zufrieden und warte ersteinmal, was das Ergebnis beim TA bringt. Versuche mal, ob in den nächsten Tagen Fotos zusammen bekomme und hier reinstelle.



LG
MiMo

Krabbi
26. January 2006, 09:22
Allerdings wurde mir hier auch schon der Hinweis gegeben, das selbst ein aufhängen des Nistkastens strafbar sei, wegen der Meldepflicht und Zuchtpapieren.

Hi MiMo

Das hast du wahrscheinlich falsch interpretiert.
Das Anbieten eines Nistkastens ist nicht strafbar -- huih, dann säßen aber viele aus dem gesamten Forum aber schon längst hinter Schwedischen Gardinen :zwinker:

Manchmal lässt sich Eierlegen nicht verhindern, besonders bei älteren Papageiendamen nicht und sie legen notfalls auch ihre Eier da ab, wo sie der Meinung sind eine Alternative zum Nist/Brutkasten gefunden zu haben und brüten dann notfalls auch auf dem Käfigboden.
Bietet man Brutplätze an und es werden Eier gelegt, tauscht man halt aus und lässt auf Atrappen brüten, so gibt man wenigstens ein bisschen was vom natürlichen Verhalten und das ist grantiert nicht strafbar.

Mag man die Eier aber nicht unschädlich machen, muss man sich eben mit dem Amtstierarzt in Verbindung um eine Zuchterlaubnis zu bekommen.
Jungvögel müssen ja beringt werden, damit sie Behördlich erfasst werden können und die Ringe dürfen ohne Zuchterlaubnis nicht ausgegeben werden.

Anmelden bei der Unteren Landschaftsbehörde muss man alle Papageien, egal ob man züchtet oder sie nur aus Spaß am Tier hält, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

MiMo
26. January 2006, 11:59
Hallo Doris,
sorry, so war das auch nicht gemeint, vielleicht habe ich mich doof ausgedrückt. Das das Aufhängen des Nistkastens ist natürlich nicht strafbar, sondern das Ausbrüten und dann nicht anmelden. Ich hatte das schon verstanden, war bloß blööd interpretiert. Als ich mir gestern so den Coco anschaute, viel mir auf, dar er bestimmt älter als 25 Jahre ist. Er sieht irgendwie schon wie 40 aus. Lolo dagegen könnte 8-10 Jahre alt sein. Na ja, werde am Montag mehr wissen.






LG
MiMo

Krabbi
26. January 2006, 18:35
Na ob man das Alter am Aussehen schätzen kann :D ................ich glaube nicht :nene:

Peppie hat eine Amazone, die ist 35 Jahre alt und das sieht man ihr nicht an, auch nicht im direkten Vergleich zu den noch jüngeren Amazonen die sie hat.

Bei der ZZF Ringstelle kannst du unter Angabe der Ringnummer zumindest das Ausgabedatum des Ringes erfragen, auch der Züchter kann rückverfolgt werden -- vielleicht hilft das ein bischen weiter.

Telefonisch oder per Email

Ringstelle
Waltraud Birth
Telefon (06103) 9107-24
E-Mail: birth@zzf.de

Andreapm
27. January 2006, 02:56
Ich würde SCHNELL zu einem TA gehen, der sich gut mit Papageien auskennt. Ein unserer Amazone hatte nach Verzehr von Kräutern plötzlich wie ein Art Asthmaanfall, leider am Wochenende. Bin zum Notdienst, der hatte keine Ahnung, nur Antobiotika gegeben ohne den Vogel richtig anzusehen.
Seit ein paar Tage hat sie einen Schnupfen (ca. 4 Monate später) Bin diesesmal zu unserem Tierarzt, fachkundig: Vogel abgehört, Röntgenbild, Schleimabstrich. Das Ergebnis habe ich noch nicht, aber vermutlich Bakterien und Pilz. Vermutlich alte Pilzerkrankung (vielleicht schon mehrere Jahre) und durch die Bakterien, Schwächung des Immunsystems, Pilz bereitet sich mehr aus. Je schneller der Pilz behandelt wird, desto mehr Lungengewebe kann gesund erhalten werden.
Wünsche Dir alles Gute für Deinen Papa
Andrea

Krabbi
27. January 2006, 09:14
Ich würde SCHNELL zu einem TA gehen, der sich gut mit Papageien auskennt.

Termin hat sie ja am kommenden Dienstag in der D`dorfer Tierklinik und der Leitende Arzt der Vogelabteilung (Dr. Straub) ist Papageienerfahren.:zwinker:

MiMo
27. January 2006, 09:30
Hallo, danke erstmal für euren Rat. Da ich erst am dienstag den eigendlichen Termin gemacht habe und mir das über das Wochenende nicht ganz sicher ist, habe ich einen Termin bei Fr. Köhnen gemacht, heute Nachmittag.
Werde dann nachher berichten, was es war/ist, falls es schon geht.





LG
MiMo

Reginsche
27. January 2006, 10:39
Liebe MiMo

ich wünsche Dir ganz viel Glück für die Beiden.

Und tritt Deinen Mann von mir mal kräftig in den A.........

Wenn er das nächst Mal krank ist, steck ihn einfach in den Keller.
Der wird schon alleine gesund.:(

Nane
02. February 2006, 18:18
Hallo Mimo,

aus Zeitgründen haben ich leider nicht jeden Thread lesen können.
Auch ich habe seit 30 Jahren eine Amazone die vor Jahren auch diese Atembeschwerden hatte.
Ich bin von Arzt zu Arzt gelaufen und keiner konnte mir helfen. Ich sollte mal damit leben das Jako immer wieder unter Asthmaanfällen leidet und regenlmäßig dabei von der Stange fiel.
Dann hörte ich auf einer Vogelausstellung von Dr. Janizek aus München. Der kam alle 4 Wochen in die Zoohandlung Mundt und behandelt dort Vögel aus Nordrheinwestfalen.
Er hat sich auf die Behandlung von Papageien spezialisiert und hat meinem Vogel mit Sicherheit das Leben gerettet.
Bei der Endoskopie kam erst mal heraus das er eine Lungenentzündung hatte und der Rachenabstrich zeigte verstärkt Escheri coli Bakterien.
Jacko bekam ein Antibiotika und ist bis heute, toi, toi, toi beschwerdefrei und spielt mit seinem Kumpel ohne Probleme.

LG und alles Gute
Nane

MiMo
02. February 2006, 18:31
Hollo Nane,
die beiden bekommen ja auch erst seit ein paar Tagen Medizin. Sie haben beide ganz schwere Aspergillose. Auf den Röntgenbilder war schon keine lunge mehr zu sehen. Aber ich glaube, sie sind auf dem Weg der Besserung.






LG
MiMo

Nane
03. February 2006, 12:52
Hallo Mimo,

na, das freut mich aber das die Beiden auf dem Weg der Besserung sind.
Dann drück ich Euch ganz fest die Daumen das sie ein einigermaßen beschwerdefreies Leben führen können.
Ach so, noch etwas zur Fütterung. Ich weiß von Papageienzüchtern das nicht nur in Erdnüssen die Schimmelpilze vorkommen. Auch in den von den Vögeln sehr beliebten Sonnenblumenkernen sind diese Pilze vorhanden.
Obwohl meine Vögel gottlob keine Aspergillose haben füttere ich schon seit Jahren nur noch Pellets mit viel Obst und Gemüse.
Wär doch eine Überlegung die Vögel auf diese Futter umzustellen, oder?
Frag doch mal den behandelnden Tierarzt danach.

Lg
Nane

MiMo
03. February 2006, 13:16
Hallo Nane,
:zustimm: danke für den Tip mit den Sonnenblumen. Meine beiden bekommen sowieso keine, weil sie eine "Fettleber" haben und Diät machen müssen. Ich kaufe mein Futter auch nicht im Laden, sondern bei R... Futterkiste.




LG
MiMo