Vollständige Version anzeigen : Artenschutz durch Trophäenjagd
aday
08. February 2006, 17:22
Artenschutz durch Trophäenjagd
Pressemitteilung von Prof. Dr. H. Kalchreuter, Europäisches Wildforschungsinstitut, Oktober 2004
Vielen altgedienten Naturschützern war unfassbar, was während der Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) vom 2.-14 Oktober 2004 in Bangkok beschlossen wurde. Ausgerechnet Trophäenjagd und Jagdtourismus - Reizworte in der deutschen Ökoszene - sollen selbst seltenste Wildarten retten. Zu diesen zählt zweifellos das Schwarze Nashorn. Dennoch wurde den Anträgen Namibias und Südafrikas stattgegeben, jeweils fünf ältere und für die Fortpflanzung entbehrliche Bullen erlegen zu lassen, und Permits für die Ausfuhr der Trophäen zu bekommen. Da diese Art damit erstmals seit Menschengedenken wieder bejagbar wäre, ließen sich über diese Permits beachtliche Summen, insgesamt wohl zwei Millionen US Dollar erzielen. Mittel, die zum Schutz der Nashörner vor Wilderei und zu deren weiterer Verbreitung dringend benötigt und nur hierfür verwendet werden dürfen. Dieselbe Medizin, nämlich Mittel aus Jagdtourismus und Trophäenjagd, hatte ja bereits dem Weißen Nashorn wieder auf die Läufe und aus der Gefahr des unmittelbar bevorstehenden Aussterbens geholfen, nachdem der frühere Verbotsnaturschutz versagt hätte.
Auch hinsichtlich weiterer Arten, etwa Löwe und Leopard ließen sich die meisten der 167 Vertragsstaaten und insgesamt 1400 Teilnehmer von der Police der Welterhaltungsunion (IUCN), des weltweiten Dachverbandes von Schützer- und Nutzerorganisationen leiten. Darin kommt unmissverständlich zum Ausdruck: Das Interesse an der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen ist die stärkste Triebfeder zu deren Erhaltung. Das heißt im Klartext: Erst wenn Wildtiere wirtschaftlichen Wert bekommen, können sie konkurrieren mit anderen Formen menschlicher Landnutzung, die im allgemeinen ihre Lebensräume zerstören. In Bangkok setzte sich Pragmatismus durch gegen ideologische Vorstellungen westlicher Industrienationen.
http://www.jagdnetz.de/aktuelles/naturschutz/index.cfm?session_id=&show=\trophjagd.htm
Sagany
09. February 2006, 10:25
ist schon krank dass es wirklich die einzige möglichkeit ist eine tierart zu retten indem man sie zum abschuss freigeben muss.
aber so sind die menschen nunmal,die geben ihr geld zum schutz dieser tiere denen bestimmt nicht umsonst ,dafür will man natürlich was haben, was ganz besonderes,den kopf einer vom aussterben bedrohten tierart an der wand,damit man sich richtig damit brüsten kann, da is denen das geld wert...8(
also so einen typen will ich leber nich kennenlernen....:k
in afrika kann man impala,oryx,kudu,nyala,eland,kuhantilope,wasserbock,säbelantilope,springbock,thomson,
grantgazelle,hirschziegenantilope,rabbenantilope,pferdeantilope,kudu,hartebeest,bontebock usw.jederzeit schiessen,denn die gibt es zu genüge,so wie hyänen,schabrakenschakale und ginsterkatzen ,ebenso ab und an nilpferde,elefanten,löwen,leoparde.
das bringt dem land doch sicher auch gutes geld und man rottet keine tierart dabei aus.
warum können sich diese jäger nicht einfach mit diesen tieren zufriedengeben???
Hoki
09. February 2006, 10:59
Weil bei den Tierarten die jeder Hans und Franz umlegen darf vielleicht der besondere Kick fehlt?
Trophäen sammeln und damit angeben hat in meinem Augen was mit fehlendem Selbstbewusstsein zu tun.
Aber für harte Dollar verkauft man sogar die eigene Oma.
Gruss Hoki
Gert
09. February 2006, 21:59
Manchmal heiligt der Zweck die Mittel. Artenschutz durch Trophäenjagd funktioniert - wenn denn die Kontrolle gegeben ist. So ist das mit der nachhaltigen Nutzung ...
aday
10. February 2006, 07:11
Manchmal heiligt der Zweck die Mittel. Artenschutz durch Trophäenjagd funktioniert - wenn denn die Kontrolle gegeben ist. So ist das mit der nachhaltigen Nutzung ...
Kann man nicht wiedersprechen.
Möchte in dem Zusammenhang noch mal auf die Problematik mit den Elefanten Hinweisen.
In der Vergangenheit wurden Elefanten nicht zuletzt wegen ihrer Stoßzähne bejagt. Der Bestand sank dramatisch. Irgendwann gab es dann mal ein paar schlaue Leute die es vermochten darauf hinzuwirken, das keine Elefanten mehr bejagt werden durften, bzw. der Handel mit Elfenbein verboten wurde. War alles ganz toll, die Bestände erholten sich und es wurden immer wieder Tiere die Überzählig waren in dem einen Gebiet in ein anderes umgesiedelt, bis alle geeigneten Gebiete "voll" waren. Dummerweise wuchsen mit den Beständen auch die Kosten und in einem Land was sowieso nicht soviel Geld zur Verfügung hat ist das schon ein Problem.
Jetzt kam die Wende. Selbst die großen befürworter des Elefantenjagdverbotes mussten eingestehen das die Bestände nicht mehr angepasst waren und die Tiere zunehmend ihre eigene Lebensgrundlage vernichteten und forderten sogar eine wiederaufname der Bejagung. Schutzmaßnahmen mußten her, um die Menschen vor teilweise agressive Tiere (meist Bullen) zu schützen, einfach aus dem Grund das die Tiere neue Nahrungsquellen erschliessen mußten um in der zahlenmäßigen Größenordnung zu überleben. Jetzt sah man endlich ein, das eine Regulation durch Menschenhand unumgänglich war um die Art überhaupt zu retten. Hinzu kam der positive Effekt, das durch diese Regulation und wieder erlaubten Handel mit Elfenbein auch finanzielle Mittel den Staaten wieder zur Verfügung standen, die für einen besseren Schutz der Tiere dringend gebraucht wurden. Wildhüter mußten Bezahlt werden, Zäune erhalten, Forschung betrieben, usw.
Detlev
10. February 2006, 07:18
Moin, Moin,
wen es stört der kann ja zahlen und dann das Tier nicht abschießen. Ich bin mir sicher mit kontrolierten Abschüssen überzähliger Tiere kommt mehr Geld zusammen.
Gruesse,
Detlev
aday
10. February 2006, 07:26
aber so sind die menschen nunmal,die geben ihr geld zum schutz dieser tiere denen bestimmt nicht umsonst ,dafür will man natürlich was haben, was ganz besonderes,den kopf einer vom aussterben bedrohten tierart an der wand,damit man sich richtig damit brüsten kann, da is denen das geld wert...8(
Hallo Sagany,
gerade wegen dem Hintergrund eine bedrohte Tierart zu retten, bedarf auch eine Regulierung dieser und der Schutz kostet halt nun einmal eine menge Geld. Die Tiere werden meist alle möglichst genau überwacht, sei es mit telemetrie, Hubschrauber oder einfach zu Fuß. Auch werden diese Tiere Gesundheitlich mehr oder weniger oft untersucht. Das alles kostet Geld und davon nicht zu wenig und da ist es schon hilfreich die wenigen resourcen möglichst efektiv einzusetzen. Wenn jetzt eine gewisse Anzahl von älteren Bullen die eh nicht zum Arterhalt dringend notwendig sind aus dieser Überwachung herausfallen, spart das zum einen schon mal eine Menge und durch den Verkauf von Jagderlaubnisscheineinen (Permit), ergeben sich auch noch Einnahmen, die wieder dem Schutz der Tiere zugute kommen. Ganz abgesehen von der Verwertung des Fleisches usw., was meist Dorfbewohnern zugute kommt, die Schäden durch diese Tiere evtl. hatten.
Peregrinus
10. February 2006, 15:02
in afrika kann man ... hirschziegenantilope usw.jederzeit schiessen
Oha! Hat man die dort eingebürgert? :D
LG
Pere ;)
Sagany
10. February 2006, 15:14
das war ein schreibfehler,die kommt natürlich in asien und südamerika vor
Peregrinus
10. February 2006, 15:23
das war ein schreibfehler,die kommt natürlich in asien und südamerika vor
War auch nicht bös gemeint. Aber nun machst Du mich doch neugierig - Südamerika???
LG
Pere ;)
Sagany
10. February 2006, 15:35
Durch Einschleppung von Menschen leben halbwilde aber stabile Bestände dieser in ZB. Texas.
Peregrinus
10. February 2006, 19:14
Durch Einschleppung von Menschen leben halbwilde aber stabile Bestände dieser in ZB. Texas.
War mir bis dato unbekannt. Danke für die Info! :zustimm:
LG
Pere ;)
südwind
10. February 2006, 22:05
texas gehört meines wissens nach, nicht zu südamerika. ;)
ältere erfahrene tiere, oder leittiere, aus ihren rudeln zu schiessen, findet ihr für den artenschutz nützlich?
Trophäenjagd mit deutschen Steuergeldern
Eine Kontrolle der Abschüsse in Afrika durch die Behörden findet so gut wie nicht statt. Die dafür notwendigen Gelder würden durch die Einnahmen aus der Trophäenjagd wohl nicht gedeckt. Auch die 17 Millionen Mark deutscher Steuergelder, die seit 1988 in das Selous Conservation Programme (SCP) gepumpt wurden, trugen zum Abbau der Mißstände wenig bei.
Bis heute existiert noch nicht einmal ein funktionierendes Monitoring zur Registrierung von Trophäengrößen als Spätwarn-System: Die vorgenommenen Bestandszählungen aus der Luft (letztmals 1994) weisen starke Schwankungen aus und lassen keine klaren Trends erkennen. Statt dessen verfolgt man nach amtlichen Bekundungen einen „pragmatischen Ansatz", der auf der Ermittlung lediglich grober Bestandsdaten - ohne Berücksichtigung selbst so elementarer Populationskennwerte wie Alters- und Geschlechterstruktur - beruht.
Nachhaltige Nutzung – eine Fabel
Angeblich ist Trophäenjagd per se „nachhaltig" im Sinne von „unschädlich" für die bejagten Tier-Populationen.
Das Jagdfieber bedroht jedoch Arten, die lange Zeit als ungefährdet galten. So hat sich die Zahl der Braunbären auf der Halbinsel Kamtschatka an der russischen Pazifikküste seit 1988 von etwa 12 000 auf 5 000 verringert. Jagdtouristen aus dem Ausland zahlen für den Abschuß von Kamtschatka-Bären (inkl. 14-Tage-Gruppenreise) derzeit 7 500 US $; vor einigen Jahren kostete der Kamtschatka-Bär noch zwischen 8 000 und 15 000 US $.
Da starke Bären von den Trophäenjägern bevorzugt werden, wird hier für die künftigen Populationen wertvollstes Genmaterial unwiderbringlich vernichtet.
Schluß mit der Trophäenjagd –
die Forderungen von Tierschutz und ÖJV
Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern, und der Ökologische Jagdverein Bayern (ÖJV) fordern:
die sofortige Einstellung der Trophäenjagd – beispielsweise wegen ihrer negativen Auswirkungen auf die Altersstruktur der jeweiligen Wildpopulation. (Trophäenjagd ist eine „Jagd", die sich meist an der Größe oder Besonderheit einer zu erbeutenden Jagdtrophäe – zum Beispiel Stoßzähne, Hörner, Fell-/ Balggröße von seltenen Tieren – orientiert, ohne Rücksichten auf ökologische Einbettungen oder Hintergründe zu nehmen.)
die sofortige Einstellung der Jagd auf bedrohte Tierarten,
die Novellierung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) derart, daß keine Ausnahmegenehmigungen für die Trophäenjagd auf geschützte Arten mehr erteilt werden können.
die Einstellung der Zahlung oder Bereitstellung von Entwicklungshilfe, wenn dadurch der Trophäenjagdtourismus gefördert oder unterstützt wird.
die Bindung von Entwicklungshilfe an die Maßgabe, daß die Mittel für die Entwicklung der regionalen Strukturen eingesetzt werden. Dabei gilt der Grundsatz, daß die Beachtung der Artenvielfalt eine besondere Rolle spielt und ein Weg eingeschlagen wird, um das natürliche Miteinander in der Region von Mensch und Tier zu fördern und sicherzustellen.
Der Bayerische Tierschutzbund und der Ökologische Jagdverein Bayern fordern die Reiseveranstalter auf,
* Safaris und andere Jagdreisen auf bedrohte oder seltene Tierarten,
* Safaris und Jagdreisen, die darauf abzielen, besonders begehrte Trophäen
zu erbeuten (Trophäenjagd), und
* Safaris und Jagdreisen, die zwischen der einheimischen Bevölkerung und den jagenden Gästen eine entwürdigende Kluft im Stile früherer Herrenmentalität schaffen,
aus ihrem Angebot zu streichen.
http://www.oejv.de/positionen/auslandsjagd.htm
Raven
11. February 2006, 00:03
Da fragt man sich doch, ob der Inhalt des Eingangspostings überhaupt verstanden wurde oder (mal wieder) nur die - Reizworte in der deutschen Ökoszene - wahrgenommen wurden. :angry:
Peregrinus
11. February 2006, 08:21
Prima Südwind,
mal wieder ein scheinbar gefundenes Fressen für Dich!
Weder Spitzmaulnashorn noch Leopard leben in Rudeln, alte Elefantenbullen sind ebenfalls Einzeltiere. Und die wenigsten Tierrudel werden von alten Männchen angeführt. Soviel zum Thema Leitfunktionen!
Wenn man bedenkt, wie viele Menschen (auch in den Entwicklungsländern) davon leben und wenn man die Bestandszunahme vieler bejagter Tierbestände sieht (wobei die Trophäengrößen als Indikator für die Vitalität eines Bestandes nicht geringer werden), dann würde ein Jagdverbot auf diese Arten mittelfristig sowohl viele Menschen als auch die Tierarten selbst gefährden.
Im Falle des Breitmaulnashorns haben wir diese positiven Effekte erlebt, und nun versucht der Naturschutz – mal wieder – das Rad neu zu erfinden … „wir machen dasselbe wie damals, aber diesmal wird alles gaaaaaanz anders …“
LG
Pere ;)
Detlev
11. February 2006, 18:00
Moin, Moin,
Da fragt man sich doch, ob der Inhalt des Eingangspostings überhaupt verstanden wurde oder (mal wieder) nur die - Reizworte in der deutschen Ökoszene - wahrgenommen wurden. :angry:
Wie wäre es wenn du selber auf Worte nicht so gereizt reagierst? Gewissse forenbekannte Fundamentalistinnen sind sicher nicht "die deutschen Ökoszene" in "der" geht es nämlich durchaus pluraler und sachorientierter zu.
Gruesse,
Detlev (der seit fast 25 Jahren in dieser Szene herumläuft)
aday
11. February 2006, 18:55
Gewissse forenbekannte Fundamentalistinnen sind sicher nicht "die deutschen Ökoszene" in "der" geht es nämlich durchaus pluraler und sachorientierter zu.
....
Detlev (der seit fast 25 Jahren in dieser Szene herumläuft)
Wußte doch, da fehlt noch einer.
Zum Abschuss freigegeben
Elefantenjagd in Simbabwe
Den Wert eines Elefanten lernen Simbabwes Kinder schon in der Schule. Denn nur so hat die Natur eine Chance - wenn sie den Menschen in Entwicklungsländern auch Profit bringt. Denn wer hungert, für den ist Naturschutz eine Luxusaufgabe.
"Schutz durch Nutzung" war auch eine Grundidee des Umweltgipfels von Rio de Janeiro. Simbabwe ist Elefantenland. In der Vergangenheit haben sich die Tiere hier hervorragend vermehrt. Mittlerweile gibt es mehr als 66.000 Elefanten. 300 davon gibt die Naturschutzbehörde jedes Jahr zum Abschuss frei. 1000 Dollar kostet die Safari pro Tag. Dazu kommt eine Abschussgebühr von 8500 Dollar. Was würden Menschen wie Berufsjäger Ivor jemanden sagen, der ihm vorwirft, aus purer Lust am Töten ein gefährdetes Tier erschossen zu haben?
"Wahrscheinlich würde ich sagen, dass sie nach Afrika kommen sollten, um die Wahrheit herauszufinden. Der Elefant ist in diesem Teil Afrikas nicht gefährdet. Indem wir sie jagen, schützen wir ihre Art. Wenn sich der Elefant in Afrika nicht rechnet, wird er nicht weiter existieren."
Elefanten sind schöne Tiere aber schlechte Nachbarn. Im Süden des Kontinents sind die Nationalparks überfüllt. Immer wieder dringen Elefanten in die Felder ein. Obwohl so etwas immer wieder passiert, werden die Elefanten mittlerweile geduldet. Denn der Ernteschädling bringt Geld ein. Durch die Gelder aus der Jagd werden die grauen Riesen auch für die Dorfbewohner wertvoll - und nicht nur dadurch: "Für manche von den Menschen hier ist es unmöglich, an Fleisch zu kommen", so Alfred Mufunga von der Naturschutz-Behörde Muzarabani.
"Sie haben einfach kein Geld, um welches zu kaufen. Elefantenfleisch ist daher wichtig für sie. Die Elefanten fressen die Ernten auf ihren Feldern, jetzt essen sie dafür einen Elefanten. Die Jagd bringt dem ganzen Dorf Fleisch und Geld." Das sei auch gut für die Elefanten. "Früher wurden sie gewildert. Doch das ist vorbei, seit das Dorf von ihnen profitiert."
In der Schule lernen die Kinder nicht nur das Einmaleins. Ganz nebenbei wird auch der praktische Nutzen von Naturschutz vermittelt: Ohne Elefanten gäbe es keine Jagd. Und dann gäbe es kein Geld und keine Schule - eine Gleichung, die jedes Kind versteht.
http://www.3sat.de/nano/cstuecke/36294/
Karin
11. February 2006, 20:29
“Nachhaltige Nutzung” - Ein Zauberwort?
Seit der Biodiversitätskonferenz in Rio 1992 ist ein wahres Zauberwort in aller Munde - Die "nachhaltige" Nutzung von Wildtierbeständen. Mit dieser Worthülse wird mittlerweile versucht, beinahe jegliche Nutzung von Wildtieren in ein positives Licht zu rücken. Die Meinungen, was unter "Nachhaltigkeit" tatsächlich zu verstehen ist, gehen allerdings weit auseinander. Manche Interessensgruppen nutzen den Begriff als Deckmantel, unter dem Tierbestände regelrecht geplündert werden. Wo eigentlich der Schutz bedrohter Arten Vorrang haben sollte, herrscht das Motto "jede Art muss für ihr Überleben bezahlen". Auch wenn solche Slogans in Zeiten knapper Finanzmittel für Naturschutzprojekte für manche zunächst verlockend klingen mögen wird diese kurzsichtige Strategie der Erhaltung wirtschaftlich unbedeutender Arten ebenso wenig gerecht wie dem Schutz komplexer Ökosysteme: Sie beschränkt sich nur auf Arten, die der Mensch kommerziell ausbeuten will. "
http://www.prowildlife.de/de/Projekte/Schutzgesetze/Artenschutzrecht/artenschutzrecht.html
Raven
12. February 2006, 10:03
Gewissse forenbekannte Fundamentalistinnen sind sicher nicht "die deutschen Ökoszene" in "der" geht es nämlich durchaus pluraler und sachorientierter zu.
Das ist mir durchaus bekannt :zwinker:
"Reizworte in der deutschen Ökoszene" ist ein sehr zutreffendes Zitat aus dem ersten Beitrag, wie man hier immer wieder feststellen kann.
DanielG
12. February 2006, 11:26
Nun, auch von meiner Seite aus mal ein paar Gedanken zum Thema.
Aus eigener Anschauung (bin beruflich viel unterwegs,u.a. in USA,CAN,RSA und Namibia) kann ich bestätigen, dass alle die Länder wie z.B. Südafrika oder Namibia, die in den letzten Jahrzenten ein funktionierendes Wildtiermanagement incl. Jagd hatten, keine Probleme mit der Erhaltung der Bestände hatten.
In Südafrika waren Elefanten u.a. nie in ihrem Bestand bedroht. Wegen der bestehenden Jagdorganisation gab es allerdings auch keine nenenswerte Wilderei. Vergleicht man die Situation dagegen mit Ländern ohne Jagd wie z.B. Kenia, wo man der Wilderei nicht Herr wird und sich die Wildtierbestände nur mit Unmengen Geld und ausländischer Unterstützung erhalten lassen- so kann man Herrn Prof. Dr. Kalchreuther nur beipflichten.
Am Thema Trophäenjagd zeigt sich jedoch die ganze Doppelmoral unserer einheimischen Öko - Szene:
Der weiter oben zitierte Bayerische ökologische Jagdverband besteht in der überwiegenden Mehrheit seiner Mitgliedschaft aus beamteten Förstern. Die Personen also, die dem einheimischen Rot- und Rehwild die Nahrungsgrundlage nicht gönnen, und zwar aus rein kommerziellen Gründen. Jedes von einem Reh oder Hirsch abgefressene Tännchen läßt sich nicht mehr als Christbaum verkaufen und mindert den wirtschaftlichen Ertrag der Forstwirtschaft- und deshalb wird verhement, in Theorie und Praxis das zusammenschießen unserer einheimischen Wildbestände betrieben. Das geht schon so weit, daß der Vorsitzende der nordbayerischen Luchsinitiative sich öffentlich darüber beklagt, dass die Luchse in den nordbayerischen Staatsforsten (die von diesen Förstern bewirtschaftet werden) keine Nahrungsgrundlage in Form von Rehwild mehr vorfinden.
In einem der reichsten Länder dieser Welt kann man den wirtschaftlichen Schaden durch einheimische Wildtiere nicht mehr ertragen- aber genau das verlangt man von der Bevölkerung afrikanischer und asiatischer Länder.
Mit vollem Bauch ist gut besserwissen.
In der Mongolei, die von traditionellen Hirtenvölkern besiedelt ist, hat man über Jahrzehnte Schneeleoparden illegal geschossen, vergiftet u.ä.
Seit der Schneeleopard durch die legale, organisierte Jagd Geld einbringt, können die Hirten gar nicht mehr genung davon haben. Am liebsten würden sie Schneeleopraden statt Rindern züchten.
In den USA und Canada werden die staatlichen Naturschutz-Aufwendungen zu einem ganz erheblichen Teil finanziert durch den Verkauf von Jagdlizenzen. Ein Schwarzbär kostet aktuell in der kanadischen Provinz Ontario 300.- CAN$, für non-residents, also nicht Einheimische, das doppelte.
Keine Jagd- kein Geld für Naturschutz.
Ein weiteres Beispiel für Doppelmoral: das Reizthema Kormoran
Über Jahrzehnte hinweg haben die Sportangler hierzulande mit ihrem eigenen Geld, nämlich ihren Mitgliedsbeiträgen an die Vereine, den Besatz unserer Gewässer mit Jungfischen und Fischbrut finanziert. Ohne dieses Engangement (das sehr wohl eigennützig war und ist!) hätte der Kormoran hier nicht die Nahrungsgrundlage vorgefunden, die ihm das Überwintern in unseren Breiten ermöglicht. vereinzelt kann man schon Brutvorkommen nachweisen. Aber werden die Angler jetzt von NABU und BUND usw. gelobt? Hat man sich bei Ihnen für ihren Einsatz und ihr Engagement bedankt? Im Gegenteil, die Angler werden dafür, auch hier in diesem Forum, noch angep...t.
das Artenschutzinteresse von NABU und Konsorten beschränkt sich offenbar nur auf Tiere, die federn haben. Wenn Schuppen, dann nicht interessant.
idS Daniel
Karin
12. February 2006, 18:23
Das grenzt schon an Verleumdung
raptor49
12. February 2006, 18:34
Warum können sich diese Tötungsgeilen Großwildjäger net mal selber, bzw gegenseitig abknallen und als Trophäen an die Wand nageln lassen.
Dann bräuchten wenigstens keine unschuldigen Tiere sterben....
Zum Thema Leopardenzucht in der Mongolei:
das wäre mal was anderes:dance:
Aber trotzdem arme Tiere!:k
aday
12. February 2006, 18:53
Das grenzt schon an Verleumdung
??????
Was ist los? Fehlen dir die Worte, oder wolltest du einfach mal was Geistloses loslassen?
aday
12. February 2006, 18:54
Warum können sich diese Tötungsgeilen Großwildjäger net mal selber, bzw gegenseitig abknallen und als Trophäen an die Wand nageln lassen.
Dann bräuchten wenigstens keine unschuldigen Tiere sterben....Wann sind Tiere Schuldig oder Unschuldig? Ist doch schon wieder eine "Vermenschlichung", oder?
raptor49
12. February 2006, 18:57
Wann sind Tiere Schuldig oder Unschuldig? Ist doch schon wieder eine "Vermenschlichung", oder?
Genauso wäre es wenn man einen Menschen vertierlichen würde und jagen und abschlachten würde....nur so aus Spaß.
Stimmt ich vergaß, das haben ja schon viele gemacht.
Peregrinus
12. February 2006, 19:09
Warum können sich diese Tötungsgeilen Großwildjäger net mal selber, bzw gegenseitig abknallen und als Trophäen an die Wand nageln lassen.
Dann bräuchten wenigstens keine unschuldigen Tiere sterben....
Ohne diese "tötungsgeilen Großwildjäger" stünde es erheblich schlechter um die meisten Wildtiere.
Hätten wir uns in der Vergangenheit nur auf die diversen Schutzmaßnahmen verschiedener Naturschutzverbände verlassen, würden wir Fische wie Lachs, Huchen, Maifisch oder Vögel wie das Rebhuhn nur noch aus historischen Tierbüchern kennen - oder aus Werken wie "Tiere, die es einmal gab". :traurig:
Pere
st68
12. February 2006, 22:14
vereinzelt kann man schon Brutvorkommen nachweisen.das ist jetz aber eine haarstreubende UNTERtreibung... (wenn sich das auf kormorane bezogen hatte.
an sonsten volle zustimmung zu diesem beitrag. wenn mensch nix davon hat, macht mensch auch keinen finger dafür krumm. ist bei naturfreund, wie naturfeind so. wobei es mir aber so vorkommt, als wenn die mehrheit der naturfreunde, keinem normal-naturnutzer etwas von der "natur" zu gönnen. als wenn sie wissen, moral und weisheit mit löffeln gefressen hätten, und zwar nur sie allein...
st68
12. February 2006, 22:36
da viel mir doch noch was auf:
In einem der reichsten Länder dieser Welt kann man den wirtschaftlichen Schaden durch einheimische Wildtiere nicht mehr ertragen- aber genau das verlangt man von der Bevölkerung afrikanischer und asiatischer Länder.stimmt so auch nicht. das ist vor allem eine frage der stärkeren lobby. auch hier in unserem reichen land wird so was von einigen menschen (ohne starke lobby im rücken) verlangt.
und in afrika (entwicklungsländer) sicher auch eine frage, was von den millionen für naturschutzprojekte dann tatsächlich auch in den naturschutz fließen. ganz sicher haben die geldverwalter in diesen ländern großes interesse daran, das diese gelder immer weiter fließen. das würde nicht mehr der fall sein, sobald sich die bedrohten tierarten wieder von allen halten können. also werden dort die probleme nicht ernsthaft bekämpft, sondern höchstens registriert und verwaltet.
Karin
13. February 2006, 11:04
wenn mensch nix davon hat, macht mensch auch keinen finger dafür krumm.
Das stimmt nur leider nicht ! Es müsste heissen : Wenn "Jäger" nix davon hat, macht "Jäger" auch keinen Finger krumm.
ist bei naturfreund, wie naturfeind so. wobei es mir aber so vorkommt, als wenn die mehrheit der naturfreunde, keinem normal-naturnutzer etwas von der "natur" zu gönnen.
Sowohl der Naturfreund, wie der Naturfeind sind allesamt Naturnutzer, ob sie es wollen oder nicht, der eine mehr, der andere weniger, auch ohne noch zusätzlich mit der Flinte und Fallen durch die Gegend zu rennen und zahlreichen Wildtieren den Garaus zu machen.
Es wird von Artenschutz geredet und wer etwas dafür tut und wer nicht, doch dabei vergessen, dass wir alle dafür verantwortlich sind, dass es diesen Begriff überhaupt gibt.
Es scheint allerdings sehr paradox z.B. das Breitmaulnashorn zu schützen, indem man es abknallt, um sich seinen Kopf an die Wand zu hängen und aus den Füssen "dekorative" Tische zu machen. Was hat das mit Naturnutzung zu tun ? Garnix, oder ? Und mit Artenschutz ? Noch weniger, denn ...
....Artenschutz durch Trophäenjagd ? Nee ! Für mich stellt sich das ganz anders dar, denn durch diese Art legalen Abschusses von fast ausgerotteten Tieren, öffnet man Tor und Tür für alles, was in diesem Zusammenhang illegal ist.
@aday : Für das Geistlose sind andere hier zuständig. Und ja, mir fehlen manchmal die Worte, wie einfach es ist die Menschen dumm sterben zu lassen.
Raven
13. February 2006, 11:42
....Artenschutz durch Trophäenjagd ? Nee ! Für mich stellt sich das ganz anders dar, denn durch diese Art legalen Abschusses von fast ausgerotteten Tieren, öffnet man Tor und Tür für alles, was in diesem Zusammenhang illegal ist.
Meine Güte... wo läßt du eigentlich denken?
Warum fallen mir nur gerade in diesem Moment die Kutschpferde von früher ein?
Wohl weil sie mit Scheuklappen auf brav ihren Karren zogen.
Karin
13. February 2006, 12:31
Lustig ! Dagmar hat ihr Feindbild entdeckt und ist auch gleich zur Stelle.
Hast Du noch was anderes zu tun, ausser Leute persönlich anzugreifen ? Und vor allem : Verschafft es Dir Befriedigung ?
Raven
13. February 2006, 15:17
Karin, Befriedigung würde es mir verschaffen, wenn endlich anerkannt würde, dass die Tötung von Tieren differenziert zu betrachten ist.
Diese pauschalierte Meinung kein Tier darf durch Menschenhand getötet werden, alle Jäger sind Tiermörder spiegelt eine Geisteshaltung wider, gegen die ich sehr viel einzuwenden habe und zu der ich nicht schweigen werde.
Wenn es dich immer wieder trifft, liegt das nicht an mir. Ich hoffe, du erkennst daraus, dass ich kein "Feindbild" in Form einer Person suche oder benötige.
Zu der Geisteshaltung, gegen die ich angehe, wann immer sich Gelegenheit dazu bietet, empfehle ich diesen Beitrag (http://www.vogelforen.de/showpost.php?p=1115214#post1115214) als Einstiegslektüre.
Karin
13. February 2006, 15:24
Karin, Befriedigung würde es mir verschaffen, wenn endlich anerkannt würde, dass die Tötung von Tieren differenziert zu betrachten ist.
Diese pauschalierte Meinung kein Tier darf durch Menschenhand getötet werden, alle Jäger sind Tiermörder spiegelt eine Geisteshaltung wider, gegen die ich sehr viel einzuwenden habe und zu der ich nicht schweigen werde.
Wenn es dich immer wieder trifft, liegt das nicht an mir.
Nur an Dir, denn ich habe nichts dergleichen gesagt !
Vogelklappe
13. February 2006, 20:37
Hallo DanielG,
In den USA und Canada werden die staatlichen Naturschutz-Aufwendungen zu einem ganz erheblichen Teil finanziert durch den Verkauf von Jagdlizenzen. Ein Schwarzbär kostet aktuell in der kanadischen Provinz Ontario 300.- CAN$, für non-residents, also nicht Einheimische, das doppelte. Keine Jagd- kein Geld für Naturschutz. Das stimmt so nicht. Es gibt staatliche Naturschutzprogramme auch für Tiere, die gar nicht bejagt werden dürfen. Bei vielen Maßnahmen, wie z. B. das Pflanzen von Bäumen oder Hecken in der Prärie wird die Hälfte der Kosten übernommen, unabhängig von Jagdlizenzen. Lasse ich auf einer landwirtschaftlichen Fläche Präriegras wachsen , bekommt man einen Ausgleich für die Nichtnutzung. Es gibt auch staatliche und nichtstaatliche Programme für Tiere, die kein Lizenzgeld einbringen, z. B. "Pheasants forever".
In den USA sind Naturschutz und Jagd nicht getrennt; sie unterliegen dem gleichen Amt („Department of Wildlife and Parks“ oder „Wildlife, Fisheries and Parks“ oder auch „Game, Fish and Parks“), das auch für Naturschutzgebiete zuständig ist, in denen keine Jagdlizenzen verkauft werden.
Die Kehrseite der Lizenzjagd lässt Du auch unerwähnt. Jeder Depp kann ohne jegliche Prüfung eine Lizenz kaufen. Das Schießen aus dem Auto ist erlaubt. Was das für das Wild in einer Gegend heißt, in der die Leute sich nicht den Luxus von zur Nachsuche ausgebildeten Hunden leisten, brauche ich nicht weiter auszuführen. Wer bezahlt hat, glaubt auch noch, überall jagen zu dürfen, auch dort, wo deutlich „No hunting“ steht.
Für den Landeigner heißt dies, wenn er nicht selbst die Lizenzen kauft, können sie gemäß Abschussquoten jedem Idioten angeboten werden. Und bei den Abschüssen wird keinesfalls „Wildmanagement“ wie bei uns betrieben, sondern geschossen, was vor’s Gewehr läuft.
Vielleicht schaust Du in den USA doch ein bisschen genauer hin. Unter Artenschutz verstehe ich etwas anderes. Was nicht heißt, dass dieses System jeder Art schaden muß, denn es gibt ja genug Ausgleichsflächen und Zeiten, in denen nicht gejagt werden darf. Aber die dilletantische Abknallerei, die ich erlebt habe, möge man doch bitte nicht noch als Beitrag zum Naturschutz verkaufen.
südwind
14. February 2006, 08:24
Diese pauschalierte Meinung kein Tier darf durch Menschenhand getötet werden, alle Jäger sind Tiermörder spiegelt eine Geisteshaltung wider, gegen die ich sehr viel einzuwenden habe und zu der ich nicht schweigen werde.
Dagmarh, das ist von dir eine bewusste verdrehung der tatsachen. ein tier durch menschenhand zu töten kann manchmal die letzte und einzig wahre hilfe sein, für das leidente tier.
das sind aber nicht die älteren tiere im rudel oder auch die einzelgänger. denn auch diese werden gebraucht. die älteren sind die stärksten. (also die stärksten trophäen).
aber mutwillig und als hobby, da hört es auf. und dagegen werde ich nicht schweigen.
was diese trophäenjagd angeht, sind es ja eben auch wieder jäger, grosswildjäger, (kalchreuther?) die die tiere töten. warum wohl?
und von wegen artenschutz, entwicklungshilfe. da möchte ich doch mal transparenz dieser jagdgeschehen. die gibt es nicht. wer bekommt letztendlich die angebliche entwicklungshilfe. wo sind die studien belegt, dass trophäenjagd, artenschutz bewirkt?
DanielG
14. February 2006, 08:37
@ Karin
da nicht sein kann, was nicht sein darf-
ist Artenschutz durch Jagd eben unmöglich, weil Jagd ist bäh!
Die gesamte europäische Wildforschungsstelle sowie ihr Leiter, Prof.Dr. Heribert Kalchreuther- der sein Leben lang nichts anderes getan hat als unsere einheimischen Wildtiere zu erforschen- ist wohl ein ahnungsloser Ignorant
Der WWF ist ebenfalls ahnunglos, weil nicht jagdfeindlich- Jagd ist doch bäh!
Heinz Sielmann- ahnungsloser Ignorant, weil Jagd ist doch bäh!
Nur Karin weiss, wo´s wirklich langgeht.
Wenn die Menschheit sich immer so konsequent gegen die Wahrheit gesträubt hätte wie Du, würden wir alle noch in Höhlen oder auf Bäumen schlafen.
Ein schönes Beispiel dafür, wie eine Ideologie den Blick für die Tatsachen trübt. Nur schade, dass dafür nicht die Ideologen, sondern die Tiere die Zeche zahlen.
idS Daniel
DanielG
14. February 2006, 08:52
@ Vogelklappe,
Du hast recht. Ich habe auch nicht behauptet, dass der gesamte Naturschutz in den USA durch die Einnahmen aus den Jagdlizenzen finanziert wird- aber doch zu einem ganz erheblichen Teil.
Ich habe jetzt nicht den Jahres-Etat dieser Behörden zur Hand- aber Google könnte weiterhelfen.
Was ansonsten jagdliche Sitten und Gebräuche anderswo angeht, wollte ich mich bewußt nicht dazu äussern. Wir meinen zwar, nur wir können es richtig und die anderen sollten von uns lernen- aber andernorts wird das nicht so gesehen. Und die typisch deutsche Arroganz "am deutschen Wesen soll die Welt genesen" habe ich mir gründlichst abgewöhnt.
idS Daniel
Karin
14. February 2006, 09:04
Ein schönes Beispiel dafür, wie eine Ideologie den Blick für die Tatsachen trübt. Nur schade, dass dafür nicht die Ideologen, sondern die Tiere die Zeche zahlen.
Hätte von mir sein können und zwar in Bezug auf die Jagd, wie sie heute praktiziert wird.
Zu allem anderen sag ich nix, denn es ist nur eine Anhäufung von Unterstellungen, so wie Du es bei jedem machst, der nicht Deiner Ideologie folgt
DanielG
14. February 2006, 09:25
Hätte von mir sein können und zwar in Bezug auf die Jagd, wie sie heute praktiziert wird.
Zu allem anderen sag ich nix, denn es ist nur eine Anhäufung von Unterstellungen, so wie Du es bei jedem machst, der nicht Deiner Ideologie folgt
Anhäufung von Unterstellungen? Darf ich noch mal auf das Eingangsposting verweisen?
Wenn ich das richtig verstanden habe, wäre es jetzt an der Zeit, von "liebgewonnenen" Vorurteilen und ideologisch motivierten Vorbehalten Abstand zu nehmen und anzuerkennen, dass CITES und andere feststellen müssen, dass die Jagd sehr wohl einen positiven Einfluss auf den Artenschutz hat.
Nicht mehr, nicht weniger.
Jetzt kann man natürlich, weil man es halt schon immer so gemacht hat, die Fakten leugnen. Nur: ist das sehr intelligent?
idS Daniel
Vogelklappe
14. February 2006, 09:31
DanielG, ich wollte auf etwas anderes hinaus. Es gibt keine Alternative zum Erhalt des Lebensraumes. Und es macht keinen Sinn, z. B. Kojoten zu schießen, die einen Teil des schwachen Wildes erlegen würden, nur weil man sie haßt. Die Beispiele sind zahllos. Hinter jedem Schuß steckt ökologische Notwendigkeit ? Ist das nicht genau die Sorte Ideologie, die Du anderen hier vorwirfst ?
Was den Etat angeht, kann ich mich dieses Jahr ganz genau vor Ort erkundigen, nicht über Google, damit kannst gerne Du Deine Behauptung untermauern. Nur 'mal so als erster Anhalt: In Coloroado gehört etwa 80 % der Landfläche dem Staat, in Kansas nebenan sind es nur 20 %. Für Colorado heißt das, ein großer Teil des Landes sind kaum bejagte Schutzflächen mit großer Artenvielfalt. Wodurch diese Vielfalt in Kansas erheblich gesunken ist, überlasse ich Deiner Phantasie. Der Thread, in dem ich dargelegt habe, warum Präriehunde vergiftet werden, in deren Umfeld sich sonst über 80 andere Arten ansiedeln könnten, ist ja leider gelöscht werden.
Und um das deutsche Wesen ging es mir überhaupt nicht. Auch in Frankreich gibt es eine Jägerprüfung.
Karin
14. February 2006, 09:38
Jetzt kann man natürlich, weil man es halt schon immer so gemacht hat, die Fakten leugnen. Nur: ist das sehr intelligent?
Wie intelligent ist es denn etwas zu behaupten und dies dann als unumstössliche Fakten darzustellen ?
Und zum Rest der Standardspruch : Auf Unterstellungen gehe ich einfach nicht mehr ein, denn es hat überhaupt keinen Sinn, mit jemandem zu diskutieren, der dermassen mit Vorurteilen belastet ist.
Karin
14. February 2006, 09:54
Schakale sind kostenlos, ein Pavian kostet 100 Euro :
http://www.blacknossob.com/de/trophy.htm
Karin
14. February 2006, 10:34
Und so sieht die Realität wohl eher aus :
"
Zwar sei die Trophäenjagd neben Verfolgung durch Viehzüchter und Krankheiten nur einer von mehreren Bedrohungsfaktoren, jedoch ein entscheidender: Vor allem die imposanten und erfahrenen "Mähnenlöwen" seien als Jagdbeute besonders begehrt. Doch gerade diese dominanten Männchen sind für den Fortbestand eines Löwenrudels besonders wichtig. "
http://www.vistaverde.de/news/Natur/0409/28_loewe.php
Der WWF ist ebenfalls ahnunglos, weil nicht jagdfeindlich- Jagd ist doch bäh!
Bereits 2002 hat der WWF in seiner Studie zur Trophäenjagd im Ausland 2002 festgestellt: Der bei weitem geringere Teil der Einnahmen aus dem Jagdtourismus fließt in die Zielländer. Daran hat sich auch 2005 nichts geändert. Das Wirtschafts-Mythos der Auslandsjagd erweist sich als Illusion: „Der angeblich bedeutende wirtschaftliche Impuls der Jagdgäste im Ausland ist in Wirklichkeit minimal“, fasst der WWF zusammen. Dies gilt auch für die viel bereisten Jagdtourismusländer in Osteuropa. Und grundsätzlich gilt: „Wohin die Geldströme des Auslandsjagdmarkts fließen, ist meistens nicht transparent.“
http://www.oejv.de/modules.php?name=News&file=article&sid=621
http://www.wwf.de/presse/pressearchiv/artikel/00371/index.html
Das hört sich anders an (Fettdruck von mir hervorgehoben)
DanielG
14. February 2006, 10:45
hallo Vogelklappe,
ich stimme Dir zu, dass nicht jeder Schuss dem Artenschutz dient; das habe ich auch nicht behaupten wollen.
Ich möchte einfach nur auf das Eingangsposting verweisen. Da hat eine Ansammlung von Fachleuten festgestellt, das die Jagd einen positiven Einfluss auf den Artenschutz hat.
Das anzuerkennen, auch wenn man bis gestern gegenteiliger Ansicht war, darum gehts doch eigentlich.
Die Frage ist: wer hat genug Intellekt und menschliche Grösse, um zu erkennen, dass nicht alles in dieser Welt entweder nur schwarz oder nur weiss ist.
idS Daniel
DanielG
14. February 2006, 11:00
Hallo Karin,
der OEJV ist als Kronzeuge wohl eher ungeeignet, da von handfesten kommerziellen Interessen getrieben. Wer in Deutschland bezahlte Abschüsse von Wild anbietet (siehe als Beispiel die Jagdnutzungsanweisung Baden-Württemberg) wie die Forstverwaltungen, aus deren Beschäftigten sich die überwiegende Mehrheit der OEJV-Mitglieder rekrutiert- der kann kein Interesse daran haben, dass deutsche Jäger ihr Geld ins Ausland tragen.
idS Daniel
Chimera
14. February 2006, 11:19
@ danielG:
streng dich nicht an. es gibt einige hier im forum, die auf ewig an ihren verborten meinungen festhalten werden, da hilft kein argument, egal wie einleuchtend es auch sein mag.
diskussionen wie sich hier eine anbahnt hab es schon zuhauf hier und im tierschutzforum ( das geschlossen wurde...). auf hunderten von seiten hat man versucht menschen von typ südwind wenigstens etwas von ihrer merkwürdigen ideologie abzubringen, aber es ist einfach nicht möglich.
Karin
14. February 2006, 12:54
Ich möchte einfach nur auf das Eingangsposting verweisen. Da hat eine Ansammlung von Fachleuten festgestellt, das die Jagd einen positiven Einfluss auf den Artenschutz hat.
Wo ist denn der positive Einfluss ? Seit wann werden denn z.B. in Afrika Konzessionen für diese Form der Jagd "verkauft" und warum ?
Wie hat sich das auf den Artenschutz ausgewirkt, ausser das z.B. die weissen Farmer nicht mehr jeden Geparden, den sie erwischen können, abknallen, sondern dies nun von zahlenden Jagdgästen erledigen lassen, die dafür bezahlen ?
Entschuldige bitte, aber hier wurde doch wieder der Bock zum Gärtner gemacht
Das anzuerkennen, auch wenn man bis gestern gegenteiliger Ansicht war, darum gehts doch eigentlich.
Was Du Anerkennung nennst, heisst doch nichts anderes, als der Trophäenjagd zuzustimmen. Du erwartest allen Ernstes, dass sich jeder hinter eine Sache stellt, die mehr als zweifelhaft ist, nur weil eine Handvoll Leute behaupten, dass sie dem Artenschutz dient ?
Die Frage ist: wer hat genug Intellekt und menschliche Grösse, um zu erkennen, dass nicht alles in dieser Welt entweder nur schwarz oder nur weiss ist.
Oha ! Und wenn man anders nicht weiterkommt, dann unterstellt man jedem, der nicht der gleichen Meinung ist, dass er minderbemittelt und kleingeistig ist ?
Karin
14. February 2006, 12:58
auf hunderten von seiten hat man versucht menschen von typ südwind wenigstens etwas von ihrer merkwürdigen ideologie abzubringen, aber es ist einfach nicht möglich.
Welcher denkwürdigen Ideologie entspringt den solch heroischer Versuch ???
DanielG
14. February 2006, 13:01
ich nehme noch mal Bezug auf das Eingangsposting.
Diese Konferenz der IUCN hat in Bangkok / Thailand stattgefunden.
(Dort werden Elefanten nicht gejagt. Man behilft sich mit Nagelbrettern, um seine Bananen vor den Elefanten zu schützen)
Diese Konferenz hätte wohl in Deutschland stattfinden sollen, denn hierzulande weiß man viel besser, was Tier und Mensch in der übrigen Welt gut tut.
idS Daniel
Karin
14. February 2006, 23:18
Was bitte soll uns das sagen, Daniel ?
Spielt es irgendeine Rolle für den Artenschutz bzw. die Trophäenjagd wo diese Konferenz stattfand ?
Und das Ergebnis dieser Konferenz ? Beschämend für die Menschheit, denn wenn Artenschutz nur nach dem Motto funktionieren soll "nur ein Wildtier, für deren Abschuss man zahlt, ist etwas wert", dann auch ade zur restlichen Fauna und Flora, an deren "Tod" niemand interessiert ist und die deswegen einfach aussterben darf.
Wie war das nochmal mit dem Geld und mit dem Essen ?
Raven
15. February 2006, 00:35
Spielt es irgendeine Rolle für den Artenschutz bzw. die Trophäenjagd wo diese Konferenz stattfand ? Aber natürlich! Hätte sie in Deutschland stattgefunden, hättest du und deine Tierrechte-Freunde denen bestimmt klargemacht, wie man bedrohte Arten effektiv schützt.
Wie war das nochmal mit dem Geld und mit dem Essen ? Mit selber denken wirst du es nicht rauskriegen auch nicht mit googeln in der Sprüchesammlung: Ohne Geld gibt es kein Essen!
Ohne Geld gibt es auch keinen Artenschutz - und deshalb ist der kontrollierte Tourismus in die betroffenen Länder und Schutzgebiete, einschließlich der Trophäenjagd, sehr wichtig für den Artenschutz. Tourismus bringt nicht nur Geld in die Kassen, um Schutzmaßnahmen vor Ort zu finanzieren, sondern auch, um den Lebensstandard der dort einheimischen Bevölkerung zu verbessern. Sie wird erkennen, dass (Jagd-)Tourismus letztendlich eine bessere und sicherere Einnahmequelle ist als Wilderei. Dass es funktioniert, geht ja aus der eingangs zitierten Pressemitteilung hervor.
südwind
15. February 2006, 08:41
Zitat:
Zitat von Karin
Spielt es irgendeine Rolle für den Artenschutz bzw. die Trophäenjagd wo diese Konferenz stattfand ?
Aber natürlich! Hätte sie in Deutschland stattgefunden, hättest du und deine Tierrechte-Freunde denen bestimmt klargemacht, wie man bedrohte Arten effektiv schützt.
also sowas??soviel ich noch in erinnerung habe:deutschland hat sich der stimmen enthalten, deswegen konnte eine mehrheit zustande kommen? ein sehr schwaches argument und wäre auch in deutschland nicht besser ausgefallen, da in der machtszene eben die jagd sehr beliebt ist. dazu gehört die auslandsjagd.
kalchreuther als jagdfreund ist wohl allesandere als neutral. es ist ja nur seine meinung die in diesem presseartikel veröffentlicht wird. nicht mehr und nicht weniger. und die kann er ja vertreten. ausschlaggebend ist sie nur bei jagdbefürwortern. das hier nun als wahrheit zu probagieren ist weitentfernt von jeder realität und weitblick. ein artikel voller ideologischer aussagen.
den einheimischen werden einpaar brocken hingeschmissen, bei der trophäenjagd, die ihnen in ihrer infrastruktur und weiterentwicklung nicht weiterhelfen können, ausser sie eventuell satt zu machen. aber hält man so nicht ein volk auf tiefsten neveau? das als entwicklungshilfe zu verkaufen, glauben nur die, die dieser lobby wohlgesonnen ist.
es heisst doch: "gib dem fischer nicht den fisch, sondern lerne ihm das angeln."
Ohne Geld gibt es auch keinen Artenschutz - und deshalb ist der kontrollierte Tourismus in die betroffenen Länder und Schutzgebiete, einschließlich der Trophäenjagd, sehr wichtig für den Artenschutz. leider ist es nicht so und das wirst du wissen? es gibt keine kontrollen und keine transparenz. wenn ja, dann verrat mir bitte, wie diese kontrollen stattfinden, wer sie durchführt und sie bezahlt? und wo diese gelder hinfliessen und was damit gemacht wird. ob sie vielleicht auf schweizer konten landen?? ja das würde hier doch alle interessieren. denn wenn du schreibst, "kontrolliert" musst du ja wissen, wie, oder bist du sogar dabei, bei den kontrollen?
devisen bringt bei weitem nicht die auslandsjagd, sondern der phototourismus. und es gibt artenschutzprogramme, die nichts mit trophäenjagd und mutwilligem töten zu tun hat und tierschutzgerecht greifen.
Raven
15. February 2006, 10:57
kalchreuther als jagdfreund ist wohl allesandere als neutral. es ist ja nur seine meinung die in diesem presseartikel veröffentlicht wird. nicht mehr und nicht weniger. Kalchreuther gibt in der Presseerklärung eben nicht "nur seine Meinung" wieder, sondern die Position der CITES-Vertragsländer und der ICUN (wer lesen kann, ist klar im Vorteil).
Der Rest deines Beitrags ist derart engstirnig und kleinkariert, dass es vertane Zeit ist, ihn zu kommentieren.
südwind
15. February 2006, 13:44
Kalchreuther gibt in der Presseerklärung eben nicht "nur seine Meinung" wieder, sondern die Position der CITES-Vertragsländer und der ICUN (wer lesen kann, ist klar im Vorteil).naja, nur weil er die tierschutzfeindlichen ergebnisse von bankok zitiert, hat dies nochlange keinen anspruch auf einen hochkaratigen wahrheitsgehalt.
Der Rest deines Beitrags ist derart engstirnig und kleinkariert, dass es vertane Zeit ist, ihn zu kommentieren.
heisst dann wohl: "fragen sind engstirnig und kleinkariert"?. so kannst du nicht überzeugen. zu kontrollen willst du also garnichts sagen, obwohl du es hier zuvor beteuert hast. :+klugsche
Karin
15. February 2006, 13:52
Südwind vergiss es. Wer so von der Trophäenjagd überzeugt ist und deswegen allen anderen, die dagegen sind, abspricht eine eigene Meinung zu haben, dem ist einfach nicht zu helfen. Engstirnig sind sie selbst, denn sie erlauben nur eine Ansicht und das ist ihre eigene. Fakten spielen dabei überhaut keine Rolle, denn alles was an Argumenten dafür kommt, kommt aus der Jagdszene, sei es Sielmann, Kalchreuther oder sonstwer. Klar, dass die sich ihr allerliebstes Hobby selbst nicht schlechtreden.
Mit Holzköpfen zu diskutieren ist echt mühselig und vor allem vergebens
Peregrinus
15. February 2006, 19:00
Südwind vergiss es. Wer so von der Trophäenjagd überzeugt ist und deswegen allen anderen, die dagegen sind, abspricht eine eigene Meinung zu haben, dem ist einfach nicht zu helfen. Engstirnig sind sie selbst, denn sie erlauben nur eine Ansicht und das ist ihre eigene. Fakten spielen dabei überhaut keine Rolle, denn alles was an Argumenten dafür kommt, kommt aus der Jagdszene, sei es Sielmann, Kalchreuther oder sonstwer. Klar, dass die sich ihr allerliebstes Hobby selbst nicht schlechtreden.
Mit Holzköpfen zu diskutieren ist echt mühselig und vor allem vergebens
Wer im Glashaus hockt, sollte nicht mit Steinen schmeißen!!!
Pere :nene:
Karin
15. February 2006, 19:26
Ich schmeisse nicht mit Steinen, ich bin nur nicht so gutgläubig und glaube einfach, dass die Menschen die dieses Thema betrifft "besser" sind, als andere, die ihre Stellung zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen.
Und da mir hier keiner der BEfürworter dieser Jagdpraktik auch nur im Ansatz etwas anderes an positiven Argumenten auftischen kann, als die Statements und "Meinungen" von anderen Befürwortern, ist deren Meinung nichts anderes, als die Meinung der Gegner der Trophäenjagd, nur mit dem "winzigen" Unterschied, dass Erstere meinen, sie hätten die unumstösslich Richtige, obwohl sie nicht mal in der Lage sind, einfache und grundlegende Fragen zu diesem Thema zu beantworten.
Und wenn statt Antworten, nur noch persönliche Beleidigungen kommen, dann sind das für mich eben Holzköpfe
südwind
15. February 2006, 19:29
Wer im Glashaus hockt, sollte nicht mit Steinen schmeißen!!!da ist dir jetzt nichts besseres eingefallen zum thema?
vielleicht weisst du über kontrollen der trophäenjagd mehr als dagmarh.
was hältst du davon? wenn waffen sprechen, schweigt der geist.
Raven
15. February 2006, 22:16
@südwind,
es gibt keine kontrollen und keine transparenz Nur weil du das behauptest, soll ich dir jetzt den Gegenbeweis bringen? Such doch selber, frag doch die ICUN und die betreffenden Länder! Mich interessiert es nämlich nur am Rande, wie man mit den Geschäftemachern, die überall zur Stelle sind, wo Geld fließt, auch bei dem von dir befürworteten Phototourismus, verfährt.
Deine alte Leier, hier irgendwelche möglichen und nicht gewollten negativen Effekte hochzuspielen ist einfach abartig. Deshalb kann man doch kein Erfolg versprechendes Konzept schlechtreden.
Du, und Karin genauso, ihr kommt mir vor, wie der Autofahrer, der da sagt: "EIN Geisterfaher??? Hunderte...."
südwind
16. February 2006, 09:27
@südwind,
Zitat:
Zitat von südwind
es gibt keine kontrollen und keine transparenz
Nur weil du das behauptest, soll ich dir jetzt den Gegenbeweis bringen?
anders kann man sich ja wohl kaum austauschen. oder?
Such doch selber, frag doch die ICUN und die betreffenden Länder! Mich interessiert es nämlich nur am Rande, wie man mit den Geschäftemachern, die überall zur Stelle sind, wo Geld fließt, auch bei dem von dir befürworteten Phototourismus, verfährt.ich bin ja auf der suche nach antworten. korruption und selbstbereicherung sind doch keinesfalls ausgeschlossen.Oder?
es hätte durchaus sein können, dass du zu kontrollen und gelder, die da fliessen, quellen anzubieten hättest, die nachvollziehbar sind und glaubhaft.
bitte interpretiere mich nicht schonwieder falsch. ich habe nirgends geschrieben, dass ich den phototourismus befürworte. ich habe lediglich geschrieben, dass diese art von tourismus den gösseren teil der devisen einbringt.
Deine alte Leier, hier irgendwelche möglichen und nicht gewollten negativen Effekte hochzuspielen ist einfach abartig.jetzt wiedersprichst du dich einfach nur. auf der einen seite hältst du es selbst für möglich, dass es negative effekte geben könnte, die du aber vorsorglich nicht deutlich benennst(obwohl das von dir eine glatte verharmlosung der auswirkungen von trophäenjagd darstellen soll).
nicht gewolltnegative effekte?? das soll ein überzeugendes argument sein? das wäre so, als würde ein autofahrer im geschwindigkeitsrausch einen menschen überfahren, mit seinem ferrari und hinterher behauptet er, das wollte ich nicht.
Deshalb kann man doch kein Erfolg versprechendes Konzept schlechtreden.ja siehst du, erfolgsversprechend heisst, man probierts halt mal aus, in der hoffnung, es könnt was werden. aber es gibt keine wissenschaftlichen nachweise für diese ausgemachte perversion des artenschutzes.
oder kannst du gesicherte, nachweisbare erfolge durch neutrale quellen liefern? oder woher nimmst du deine positive einstellung zur trophäenjagd?
Du, und Karin genauso, ihr kommt mir vor, wie der Autofahrer, der da sagt: "EIN Geisterfaher??? Hunderte...."ach, willst du wieder auf die berühmten schwarzen schafe anspielen? das ist immer so der letzte strohhalm, den ihr festklammert und ist leeres gesummse.
Trophäenjäger wollen immer die größten und fittesten männlichen Tiere schießen, die wichtig für die Überlebensfähigkeit der Populationen sind.
Übernimmt ein neues Männchen ein Löwenrudel, tötet er alle Jungtiere. Wechseln die dominanten Männchen häufig, weil sie immer wieder geschossen werden, können keine Nachkommen mehr erfolgreich aufwachsen.
Die Festlegung der Quoten basiert besonders bei scheuen Arten wie Leoparden auf fehleranfälligen Extrapolationen mit kleiner Datenbasis.
Jede Legalisierung des Handels mit bedrohten Tierarten stimuliert häufig den illegalen Handel. Der Schmuggel mit Produkten wie den Hörnern von Nashörnern wird erleichtert und die Arbeit der meist schlecht ausgerüsteten Vollzugsbehörden erschwert, die oft nicht zwischen legal und illegal unterscheiden können.
Weder die einheimische Bevölkerung noch Touristen werden verstehen können, dass Tiere so stark gefährdeter Arten einerseits bejagt, aber andererseits keine kleinen Souvenirs von ihnen gehandelt werden dürfen.
Trotz Behauptungen der Pro-Jagd Organisationen gibt es wenige Beweise dafür, dass Erträge aus der Trophäenjagd für den Artenschutz eingesetzt werden oder die Menschen vor Ort davon profitieren. Die Gewinne gehen an die meist ausländischen Reiseveranstalter oder einheimische Funktionäre.
http://64.233.179.104/search?q=cache:JgkwqUZczxAJ:www.ifaw.org/ifaw/dfiles/file_138.doc+%2Btroph%C3%A4enjagd+%2Bkontrollen&hl=de&gl=de&ct=clnk&cd=7&lr=lang_deTrophäenjäger wollen immer die größten und fittesten männlichen Tiere schießen, die wichtig für die Überlebensfähigkeit der Populationen sind.
Übernimmt ein neues Männchen ein Löwenrudel, tötet er alle Jungtiere. Wechseln die dominanten Männchen häufig, weil sie immer wieder geschossen werden, können keine Nachkommen mehr erfolgreich aufwachsen.
Die Festlegung der Quoten basiert besonders bei scheuen Arten wie Leoparden auf fehleranfälligen Extrapolationen mit kleiner Datenbasis.
Jede Legalisierung des Handels mit bedrohten Tierarten stimuliert häufig den illegalen Handel. Der Schmuggel mit Produkten wie den Hörnern von Nashörnern wird erleichtert und die Arbeit der meist schlecht ausgerüsteten Vollzugsbehörden erschwert, die oft nicht zwischen legal und illegal unterscheiden können.
Weder die einheimische Bevölkerung noch Touristen werden verstehen können, dass Tiere so stark gefährdeter Arten einerseits bejagt, aber andererseits keine kleinen Souvenirs von ihnen gehandelt werden dürfen.
Trotz Behauptungen der Pro-Jagd Organisationen gibt es wenige Beweise dafür, dass Erträge aus der Trophäenjagd für den Artenschutz eingesetzt werden oder die Menschen vor Ort davon profitieren. Die Gewinne gehen an die meist ausländischen Reiseveranstalter oder einheimische Funktionäre.
http://64.233.179.104/search?q=cache:JgkwqUZczxAJ:www.ifaw.org/ifaw/dfiles/file_138.doc+%2Btroph%C3%A4enjagd+%2Bkontrollen&hl=de&gl=de&ct=clnk&cd=7&lr=lang_deDer IFAW und die Trophäenjagd
*
* Trophäenjäger wollen immer die größten und fittesten männlichen Tiere schießen, die wichtig für die Überlebensfähigkeit der Populationen sind.
* Übernimmt ein neues Männchen ein Löwenrudel, tötet er alle Jungtiere. Wechseln die dominanten Männchen häufig, weil sie immer wieder geschossen werden, können keine Nachkommen mehr erfolgreich aufwachsen.
* Die Festlegung der Quoten basiert besonders bei scheuen Arten wie Leoparden auf fehleranfälligen Extrapolationen mit kleiner Datenbasis.
* Jede Legalisierung des Handels mit bedrohten Tierarten stimuliert häufig den illegalen Handel. Der Schmuggel mit Produkten wie den Hörnern von Nashörnern wird erleichtert und die Arbeit der meist schlecht ausgerüsteten Vollzugsbehörden erschwert, die oft nicht zwischen legal und illegal unterscheiden können.
* Weder die einheimische Bevölkerung noch Touristen werden verstehen können, dass Tiere so stark gefährdeter Arten einerseits bejagt, aber andererseits keine kleinen Souvenirs von ihnen gehandelt werden dürfen.
Trotz Behauptungen der Pro-Jagd Organisationen gibt es wenige Beweise dafür, dass Erträge aus der Trophäenjagd für den Artenschutz eingesetzt werden oder die Menschen vor Ort davon profitieren. Die Gewinne gehen an die meist ausländischen Reiseveranstalter oder einheimische Funktionäre.
http://64.233.179.104/search?q=cache:JgkwqUZczxAJ:www.ifaw.org/ifaw/dfiles/file_138.doc+%2Btroph%C3%A4enjagd+%2Bkontrollen&hl=de&gl=de&ct=clnk&cd=7&lr=lang_de
Karin
16. February 2006, 10:18
.
Du, und Karin genauso, ihr kommt mir vor, wie der Autofahrer, der da sagt: "EIN Geisterfaher??? Hunderte...."
Und Du scheinst nach dem Motto zu handeln : Leute esst Sch...e, Millionen fliegen können nicht irren
DanielG
16. February 2006, 11:23
Eigentlich lohnt das Thema die Aufregung nicht-
die Zeit wird zeigen, wer recht hat(te).
Aufgrund der Tatsache, dass die Trophäenjagd im Ausland so negativ besetzt ist, wird sie weiter rückläufig sein. Die Rinderfarmer Namibias und andere Betroffene werden sich nach anderen Einnahmequellen umsehen müssen, wenn die Löwen und Geparden auf ihrem Land nicht mehr gefragt sind.
Wir werden sehen, wie sich die Bestände entwickeln.
Es wäre aber doch denkbar, dass alle Gegner der Trophäenjagd in einer beispiellosen solidarischen Aktion ihre Geldbeutel öffnen und stattdessen in die (finanzielle) Bresche springen....
idS Daniel
st68
16. February 2006, 12:21
Zitat: Deshalb kann man doch kein Erfolg versprechendes Konzept schlechtreden.
ja siehst du, erfolgsversprechend heisst, man probierts halt mal aus, in der hoffnung, es könnt was werden. aber es gibt keine wissenschaftlichen nachweise für diese ausgemachte perversion des artenschutzes.
oder kannst du gesicherte, nachweisbare erfolge durch neutrale quellen liefern? oder woher nimmst du deine positive einstellung zur trophäenjagd?da kann ich mich erinnern, dass in einem inzwischen geschlossenen und gelöschten forum (warum eigendlich gleich ganz gelöscht? war doch trotz der plumpen sprüche alles sehr informativ), genau das selbe von den jagdgegnern, zur totalen abschaffung der jagd, gefordert wurde: einfach ausprobieren, ohne wissenschaftliche nachweise und nachvollziebare/übertragbare studien in größeren gebieten und ohne sich über die kondequenzen auch nur ansatzweise im klaren zu sein. "wird sich alles irgendwie regeln"...
Aufgrund der Tatsache, dass die Trophäenjagd im Ausland so negativ besetzt ist, wird sie weiter rückläufig sein. Die Rinderfarmer Namibias und andere Betroffene werden sich nach anderen Einnahmequellen umsehen müssen, wenn die Löwen und Geparden auf ihrem Land nicht mehr gefragt sind.oder sie flüchten sich in selbstjustiz und betätigen sich weiterhin als wilderer, wenn auf ihren feldern nichts mehr wachsen kann. da verstehe ich jeden bauern, der einem nashorn beim zertrampeln seiner felder nicht tatenlos zuschaun kann, sondern (als ausgleich für den nicht wieder gut zu machenden schaden) das nashorn erlegt um das fleisch zu essen und das horn zu geld macht. denn: WOVON soll er sich und seine familie sonst noch ernähren?
dank totalem handelsverbot von z.B. nashornhörnern ist ja der stückpreis in schwindelnde höhen gestiegen. eine legalisierung und KONTROLLIERTER handel würde den stückpreis sicher nach unten korrigieren und die wilderei nicht mehr ganz so lukrativ machen.
(natürlich ist das nashorn nur ein beispiel. andere vertreter der "big five" hätte ich auch nehmen können.)
Es wäre aber doch denkbar, dass alle Gegner der Trophäenjagd in einer beispiellosen solidarischen Aktion ihre Geldbeutel öffnen und stattdessen in die (finanzielle) Bresche springen....solidarität von jagdgegnern mit tiertötern? menschen sind denen doch ganz offensichtlich egal. hauptsache es wird keinem tier mehr ein haar (von menschenhand) gekrümmt. wies dann den menschen geht is doch wurscht...
südwind
16. February 2006, 12:55
da kann ich mich erinnern, dass in einem inzwischen geschlossenen und gelöschten forum (warum eigendlich gleich ganz gelöscht? war doch trotz der plumpen sprüche alles sehr informativ), genau das selbe von den jagdgegnern, zur totalen abschaffung der jagd, gefordert wurde: einfach ausprobieren, ohne wissenschaftliche nachweise und nachvollziebare/übertragbare studien in größeren gebieten und ohne sich über die kondequenzen auch nur ansatzweise im klaren zu sein. "wird sich alles irgendwie regeln"...das ist jetzt von dir eine in den raum gestellte behauptung, welches so nie geäussert wurde und völlig am thema vorbeigeht und nur wieder den alten jagdthread hervorwürgen soll.
zudem eine böswillige unterstellung deinerseits, die menschen seien den jagdgegnern wurscht.
bleib bei der trophäenjagd, im ausland, st68.
wo sind deine quellen, die bestätigen, dass die gelder der trophäenjagd (den darum geht es doch, oder?) dem armen volk zukommt und wer die kontrollen der trophäenjagd durchführt und wer sie finanziert?
Raven
16. February 2006, 13:09
Es wäre aber doch denkbar, dass alle Gegner der Trophäenjagd in einer beispiellosen solidarischen Aktion ihre Geldbeutel öffnen und stattdessen in die (finanzielle) Bresche springen.... Jo, deshalb hat südwind wohl den Link zur IFAW gesetzt :D
st68
16. February 2006, 13:24
das ist jetzt von dir eine in den raum gestellte behauptung, welches so nie geäussert wurde und völlig am thema vorbeigeht und nur wieder den alten jagdthread hervorwürgen soll.solls sicher nicht, aber tut es scheinbar, weil sich die themen doch wieder sehr äneln. und diese behauptung wurde ganz eindeutig so geäußert, sogar wortwörtlich. und mag sein das es etwas am thema vorbei geht, sollte auch nur zeigen das die (trophäen)jagdgegner genau die argumente benutzen die sie den beführwortern verbieten wollen.
zudem eine böswillige unterstellung deinerseits, die menschen seien den jagdgegnern wurscht.
bleib bei der trophäenjagd, im ausland, st68.keine böswillige unterstellung, sondern das was beim "weiterdenken" der gedanken der jagdgegner heraus kommt. ich warte ja bis heute noch auf eine zuende gedachte version der welt (oder auch nur deutschlands) ganz ohne jagd. das kann man dann auf afrika mit den überpopulationen an elefanten übertragen und wäre wieder bei der trophäenjagd.
wo sind deine quellen, die bestätigen, dass die gelder der trophäenjagd (den darum geht es doch, oder?) dem armen volk zukommt und wer die kontrollen der trophäenjagd durchführt und wer sie finanziert? wenn du hier alles genau gelesen hättest, müßtest du auch gelesen haben das auch ich stark bezweifle, dass die einnahmen aus der trophäenjagd wirklich dem artenschutz und schon gar nicht dem armen volk zu gute kommen. und die kontrollen werden auch nicht besonders scharf sein.
aber man kann doch davon ausgehn, das die veranstalter dieser jagden ihr kapital (die trophäen tragenden wildtiere) nicht ausrotten werden, weils dann kein gewinn bringendes kapital mehr gibt. also ganz klarer schutz dieser tiere WEGEN der jagd auf sie. genauso werden die veranstalter dieser jagden, aus finanziellen gründen, mehr gegen wilderei unternehmen, wie die regierungen dieser länder. altbekannte weisheit der marktwirtschaft (und erst recht in der dritten welt) ist doch, dass die privatwirtschaft ihr kapital besser schützt/schützen will, wie der staat.
und ich denke, dass zumindest das fleisch der erlegten tiere in den umliegenden dörfern von den dort lebenden menschen genutzt wird. und die erlegten tiere werden keinen schaden mehr in den feldern der dortigen kleinbauern machen können.
Peregrinus
16. February 2006, 13:40
Ich schmeisse nicht mit Steinen, ich bin nur nicht so gutgläubig und glaube einfach, dass die Menschen die dieses Thema betrifft "besser" sind, als andere, die ihre Stellung zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen.
Ihr werft den Befürwortern der geregelten und streng reglementierten Bejagung vor, sie würden die Wahrheit für sich beanspruchen. Im selben Atemzug wollt Ihr aber Eure eigene Philosophie als die einzig richtige verkaufen und verteufelt generell jegliche Form der Jagd, und zwar ganz pauschal. Das meinte ich mit „Glashaus“!
Und da mir hier keiner der BEfürworter dieser Jagdpraktik auch nur im Ansatz etwas anderes an positiven Argumenten auftischen kann, als die Statements und "Meinungen" von anderen Befürwortern, ist deren Meinung nichts anderes, als die Meinung der Gegner der Trophäenjagd, nur mit dem "winzigen" Unterschied, dass Erstere meinen, sie hätten die unumstösslich Richtige, obwohl sie nicht mal in der Lage sind, einfache und grundlegende Fragen zu diesem Thema zu beantworten.
Es sind eben nicht „Statements und Meinungen der Befürworter“, sondern es ist eine unumstößliche Tatsache, dass durch diese Art des Artenschutzes das Weiße Nashorn vor dem Verschwinden bewahrt und dessen Bestände wieder aufgebaut werden konnten. Und diese positive Korrelation zwischen Jagderlös und Bestandsenwicklung wird hier – obwohl Fakt – versucht schlecht zu reden, mit dem Argument, es sei dies eine reine Propaganda der Jagdbefürworter.
Karin, dann stell doch mal die besagten „einfachen und grundlegenden Fragen“!
Und Südwind: Das Spitzmaulnashorn lebt nicht in Rudeln, die von alten erfahrenen Bullen angeführt werden. Alte Bullen sind Einzelgänger. Werden sie geschossen, übernimmt das nächste (jüngere) Männchen dessen Funktion.
Trophäenjäger wollen immer die größten und fittesten männlichen Tiere schießen, die wichtig für die Überlebensfähigkeit der Populationen sind.
Das stimmt so übrigens auch nicht! Ein „Trophäenjäger“ will in erster Linie eine „reife“ Trophäe erbeuten, die Trophäe eines alten Tieres also, dessen Träger oft schon über seinen physiologischen Höhepunkt hinaus ist und seine dominante Stellung in der Population bereits an einen jüngeren Nachfolger abgetreten hat. Und diese alten Bullen verbingen ihren Lebensabend mehr oder weniger funktionslos am Rande der Herde; sie beteiligen sich meist nicht mehr an der Fortpflanzung. Diese scheuen alten Einzelgänger sind für den „Trophäenjäger“ weit reizvoller als dominante Individuen bei den Rudeln.
LG
Pere ;)
südwind
16. February 2006, 13:56
solls sicher nicht, aber tut es scheinbar, weil sich die themen doch wieder sehr äneln. und diese behauptung wurde ganz eindeutig so geäußert, sogar wortwörtlich. das ist natürlich eine glatte lüge, die du hier auftischen willst und ist schon ganz armseelig, wenn du das nötig hast, aus einem thread zu kommentieren, der nichtmehr existiert.
und mag sein das es etwas am thema vorbei geht, sollte auch nur zeigen das die (trophäen)jagdgegner genau die argumente benutzen die sie den beführwortern verbieten wollen.ach ja, etwas am thema vorbei. und es soll ja immer irgendetwas von dir unterstelltes aufzeigen.
aber wenigstens gibst du jetzt teilweise das zu, was ich bei dieser trophäenjagd von anfang an befürchtet habe.
aber man kann doch davon ausgehn, das die veranstalter dieser jagden ihr kapital (die trophäen tragenden wildtiere) nicht ausrotten werden, weils dann kein gewinn bringendes kapital mehr gibt.willst du jetzt den naiven herauskehren? das bist du doch garnicht. dass deine annahme völliger unsinn ist, muss ich nicht näher erläutern. dieser weitblick fehlt doch in vielem. es wird vom menschen alles solange ausgebeutet, bis nichts mehr übrig ist.
alles andere spar ich mir hier wirklich.
pere, vom spitzmaulnashorn in rudeln habe ich nie geschrieben" ich habe geschrieben, ob ältere tiere im rudel oder als einzelgänger"
Ihr werft den Befürwortern der geregelten und streng reglementierten Bejagung vor, sie würden die Wahrheit für sich beanspruchen. Im selben Atemzug wollt Ihr aber Eure eigene Philosophie als die einzig richtige verkaufen und verteufelt generell jegliche Form der Jagd, und zwar ganz pauschal. Das meinte ich mit „Glashaus“!
na ja, das ist haarspalterei. ich kritisiere die trophäenjagd und argumentiere dagegen. nicht mehr und nicht weniger. auf alles andere lass ich mich nicht herab.
DanielG
16. February 2006, 14:01
Diese Diskussion ist genau so verlaufen, wie ich es zu Anfang geschrieben habe:
Wenn Artenschutz das akzeptieren der Trophäenjagd beinhaltet- dann lieber nicht.
Da Jagd per se unakzeptabel ist, dann muss man aus prinzipellen (ideologischen) Gründen auch die eventuell positiven Wirkungen negieren?!
Lieber bezichtigt man einen ausgewiesenen Fachmann wie Prof. Dr. Kalchreuther der Lüge, als dass man seine eigene Denkschablone ändert.
Lieber sollen die Löwen aussterben, als dass sich einer einen Löwenkopf an die Wand nagelt.
Schade.
idS Daniel
südwind
16. February 2006, 14:13
Eigentlich lohnt das Thema die Aufregung nicht-
die Zeit wird zeigen, wer recht hat(te).das lässt ja hohe experimentierfreudigkeit erahnen, auf kosten der tiere und des artenschutzes.
Aufgrund der Tatsache, dass die Trophäenjagd im Ausland so negativ besetzt ist, wird sie weiter rückläufig sein.das glaub ich eher nicht. der markt boomt, wie nie zuvor.
Die Rinderfarmer Namibias und andere Betroffene werden sich nach anderen Einnahmequellen umsehen müssen, wenn die Löwen und Geparden auf ihrem Land nicht mehr gefragt sind.
es sind doch nicht die armen leute, die an der trophäenjagd verdienen.
Wir werden sehen, wie sich die Bestände entwickeln.so wie es jetzt zugeht, kann es auf dauer garnicht weitergehen. immer die stärksten tiere als jagdtrophäe abschiessen, dezimiert die populationen an den rand ihrer bestände in zukunft.
Es wäre aber doch denkbar, dass alle Gegner der Trophäenjagd in einer beispiellosen solidarischen Aktion ihre Geldbeutel öffnen und stattdessen in die (finanzielle) Bresche springen....
idS Danielsolche argumente, die nur zynismus enthalten, helfen nicht weiter, wenn hier die menschen selbst mit dem existenzminimum zu kämpfen haben. wer von der armut hier in deutschland nichts mitbekommt, dem fehlt auch ein grosses stück realität.
der trophäenkult nützt den armen leuten deswegen auch nicht weiter. man hält sie so auf niederstem niveau.
Diese Diskussion ist genau so verlaufen, wie ich es zu Anfang geschrieben habe:ach etwas orakeln?
Wenn Artenschutz das akzeptieren der Trophäenjagd beinhaltet- dann lieber nicht.genau, weil es nichts damit zutun hat.
Da Jagd per se unakzeptabel ist, dann muss man aus prinzipellen (ideologischen) Gründen auch die eventuell positiven Wirkungen negieren?!das ist zwar eine spekulation aber ohne hand und fuss.
Lieber bezichtigt man einen ausgewiesenen Fachmann wie Prof. Dr. Kalchreuther der Lüge, als dass man seine eigene Denkschablone ändert.das ist jetzt von dir eine glatte lüge, denn der lüge hat hier niemand,"kalchreuther bezichtigt. aber zweifel darf man erheben. Oder?"
Lieber sollen die Löwen aussterben, als dass sich einer einen Löwenkopf an die Wand nagelt.
Schade.
idS Daniel
völlig wirre annahme.
st68
16. February 2006, 14:23
das ist natürlich eine glatte lüge, die du hier auftischen willst und ist schon ganz armseelig, wenn du das nötig hast, aus einem thread zu kommentieren, der nichtmehr existiert.hier dann extra für dich noch mal ein auszug aus einem posting aus dem gelöschten thread. denn ganau aus diesem grund schmeiß ich kaum mal was weg.aber da alles gelöscht wurde kannst du jetzt natürlich behaupten ich hätte mir das alles nur ausgedacht. und ich geb dir recht, ein wortwörliches zitat wars vorhin nicht von mir.
Es ist halt nur Theorie und deswegen lass ich es lieber. Aber eines ist sicher : Es pendelt sich alles ganz von selbst ein, denn es gibt sowas, wie ein natürliches Gleichgewicht. Aber auch soweit waren wir hier und andernorts schon mal.ja, hatte ich alles ein paar beiträge vorher schon mal beschrieben, wie sich das einpegeln könnte. es fehlen immer noch DEINE gegenargumente, oder deine theorie wie es dann aussehn würde.
aber wenigstens gibst du jetzt teilweise das zu, was ich bei dieser trophäenjagd von anfang an befürchtet habe.das gebe ich nicht JETZT erst zu, sondern war schon dieser meinung bevor ich was von http://ww.vogelforen.de/ wußte. (schon wieder so eine unterstellung von dir. schade, die letzten 2 - 3 beiträge hörten sich fast schon vernünftig an...)
willst du jetzt den naiven herauskehren? das bist du doch garnicht. dass deine annahme völliger unsinn ist, muss ich nicht näher erläutern. dieser weitblick fehlt doch in vielem. es wird vom menschen alles solange ausgebeutet, bis nichts mehr übrig ist.also wenn das so wäre, dann wär heute sicher nichts mehr von der welt übrig. ich glaube auch behaupten zu können (wer weiß es besser?), dass diese jagdsafaris von vielen verschiedenen landbesitzern, in vielen verschiedenen ländern, veranstaltet werden. denen gehört nur ihr eigenes land. und nur auf diesem können sie diese safaris veranstalten. wie verrückt müßte dann so ein landbesitzer sein, so kurzsichtig zu sein, alle trophäenträger "abzuknallen"? oft sind das doch seine einzigen wirklichen einnahmequellen.
aber sicher gibts da auch schwarze schafe, oder unfähige leute, die da das gesunde maß nicht finden können, aber flächendeckender "kahlschlag" unter wildtieren kanns da ja wohl nicht mehr geben (im gegensatz zu vor 100 jahren).
das glaub ich eher nicht. der markt boomt, wie nie zuvor.wie kann er denn boomen, wenn die tiere alle schon nahezu ausgerottet sind?
DanielG
16. February 2006, 14:28
Ich für meinen Teil steige jetzt aus dieser Diskussion aus.
Um den Artenschutz soll sich kümmern, wer diese Tiere hinterm Haus hat.
Der weiß eher, was zu tun ist.
idS Daniel
südwind
16. February 2006, 15:20
da kann ich mich erinnern, dass in einem inzwischen geschlossenen und gelöschten forum (warum eigendlich gleich ganz gelöscht? war doch trotz der plumpen sprüche alles sehr informativ), genau das selbe von den jagdgegnern, zur totalen abschaffung der jagd, gefordert wurde: einfach ausprobieren, ohne wissenschaftliche nachweise und nachvollziebare/übertragbare studien in größeren gebieten und ohne sich über die kondequenzen auch nur ansatzweise im klaren zu sein. "wird sich alles irgendwie regeln"...
Zitat von vom 2006.01.10.
Zitat:
Zitat von karin
Es ist halt nur Theorie und deswegen lass ich es lieber. Aber eines ist sicher : Es pendelt sich alles ganz von selbst ein, denn es gibt sowas, wie ein natürliches Gleichgewicht. Aber auch soweit waren wir hier und andernorts schon mal.
ja, hatte ich alles ein paar beiträge vorher schon mal beschrieben, wie sich das einpegeln könnte. es fehlen immer noch DEINE gegenargumente, oder deine theorie wie es dann aussehn würde.
hier dann extra für dich noch mal ein auszug aus einem posting aus dem gelöschten thread. denn ganau aus diesem grund schmeiß ich kaum mal was weg.aber da alles gelöscht wurde kannst du jetzt natürlich behaupten ich hätte mir das alles nur ausgedacht. und ich geb dir recht, ein wortwörliches zitat wars vorhin nicht von mir.
aber das ist doch ganz aus dem zusammenhang gerissen. ich weiss jetzt wirklich nicht, wie dieser text zustande kam und welche postings voraus gingen. ich finde es jedenfalls unfair, wie du bruchstücke einer diskussion zitierst, die dann doch anders lauten, als du es vorwirfst.es wäre nett, wenn du solche methoden nicht anwenden würdest.
es ist doch von karin gesagt worden, dass sie weitervorne auch beschrieben hat, wie das gehen könnte.
was hat das mit deinem vorwurf zutun:"ohne konzequenzen und auch nur ansatzweise im klaren zu sein wird sich alles irgendwie regeln"?
genau, das sind deine erfundenen argumente. irgendwie wird es sich eben nicht regeln. und das hat karin auch nicht geschrieben.
so sieht deine diskussionsstrategie nämlich öfter aus. da geht es plötzlich nichtmehr um das thema, sondern du stellst behauptungen auf, die jeder grundlage entbehren und für die man sich nun rechtfertigen soll.
das gebe ich nicht JETZT erst zu, sondern war schon dieser meinung bevor ich was von http://ww.vogelforen.de/ wußte. (schon wieder so eine unterstellung von dir. schade, die letzten 2 - 3 beiträge hörten sich fast schon vernünftig an...)st68, welche ansichten du ausserhalb dieses forums in bezug auf trophäenjagd hast, kann ich nicht wissen. hier hast du es jetzt erst verlauten lassen. also unterstell mir keine unterstellungen.
ich merke schon, du nimmst deine annahmen und unterstellungen für bare münze.
wie kann er denn boomen, wenn die tiere alle schon nahezu ausgerottet sind?noch, st68, noch.
Trotz all dieser Gefahren boomt die aus ökologischer Sicht als sehr bedenkliche Trophäenjagd weltweit: Nicht nur in Teilen von Afrika, auch in Alaska, Kanada, Argentinien und Russland wird unter anderem dieser "Sport"
ausgeübt.
http://www.artenschutz.info/einfuehrung/trophaeenjagd.htm
Peregrinus
16. February 2006, 15:35
pere, vom spitzmaulnashorn in rudeln habe ich nie geschrieben
Ich zitiere Deinen ersten Thread (#13) zum Thema:
ältere erfahrene tiere, oder leittiere, aus ihren rudeln zu schiessen, findet ihr für den artenschutz nützlich?
Pere ;)
südwind
16. February 2006, 16:27
und wo steht was von spitzmaulnashorn? jetzt aber bitte konkret.
Peregrinus
16. February 2006, 16:35
und wo steht was von spitzmaulnashorn? jetzt aber bitte konkret.
Im Auftaktartikel zu diesem Thread (Pressemitteilung von Prof. Dr. H. Kalchreuter) ging es vordergründig um die konkrete Freigabe von fünf Spitzmaulnashörnern. Und in Deinem ersten Thread zu diesem Thema und in genau diesem Zusammenhang hast Du dann den Satz mit Leittieren und Rudeln geschrieben.
Pere
südwind
16. February 2006, 17:07
ach so, du willst einfach nur falsch interpretieren??
ich war nicht die erste die auf das thema gepostet hat. mittlerweile gab es verschiedenste kommentare, die sich nicht nur auf nashörner bezogen. uuund ich hab mich gaaaanz klar, allgemein gehalten. also, nichts unterstellen, gelle! und schon garnichts von spitzmaul nashörnern. ich habe mich sogar nochmal geäussert und geschrieben, dass ältere tiere in rudeln, oder einzelgänger wichtig sind, für den bestand.
Und diese alten Bullen verbingen ihren Lebensabend mehr oder weniger funktionslos am Rande der Herde; sie beteiligen sich meist nicht mehr an der Fortpflanzung. Diese scheuen alten Einzelgänger sind für den „Trophäenjäger“ weit reizvoller als dominante Individuen bei den Rudeln.na die hauptsache deine selbstbelügung funktioniert für dich.
st68
16. February 2006, 17:47
ich weiss jetzt wirklich nicht, wie dieser text zustande kam und welche postings voraus gingen.dann erlaube dir auch nicht solch abfälligen urteile darüber.
es wäre nett, wenn du solche methoden nicht anwenden würdest.aber eins noch, weil du ja auch nicht aufhören willst:
es ist doch von karin gesagt worden, dass sie weitervorne auch beschrieben hat, wie das gehen könnte.hat sie eben leider nicht gemacht. deshalb hatte ich ja zum wiederholten male nachgefragt und nie eine richtige antwort bekommen. (das mit dem rehböcke einfangen und kastrieren zähle ich mal nicht mit, weiß auch nicht mehr genau von wem das genau kam.
was hat das mit deinem vorwurf zutun:"ohne konzequenzen und auch nur ansatzweise im klaren zu sein wird sich alles irgendwie regeln"?
genau, das sind deine erfundenen argumente. irgendwie wird es sich eben nicht regeln. und das hat karin auch nicht geschrieben.keine erfundenen argumente, sondern traurige tatsachen. konkrete argumente kommen ja hier leider so gut wie nie, von den tier-tötungs-gegnern. auch du, südwind, ziehst dich lieber an meinen vielleicht verunglückten sätzen hoch, anstatt dich auf tatsachen zu berufen, die von anderen forumsschreibern vorgebracht werden und diese dann zu kommentieren. kommentieren oder widerlegen in einem ton, auf den du dann auch vernünftige antworten erwarten kannst.
st68, welche ansichten du ausserhalb dieses forums in bezug auf trophäenjagd hast, kann ich nicht wissen. hier hast du es jetzt erst verlauten lassen. also unterstell mir keine unterstellungen.siehe beitrag nummer 28 in diesem thread. (http://ww.vogelforen.de/showpost.php?p=1115875&postcount=28)
mal ne ganz allgemeine frage an die tierkenner hier: bei welcher der betroffenen tierarten leben die männlichen tiere überhaupt innerhalb des rudels? außer bei den löwen natürlich.
südwind
16. February 2006, 18:11
Zitat von südwind
ich weiss jetzt wirklich nicht, wie dieser text zustande kam und welche postings voraus gingen.
dann erlaube dir auch nicht solch abfälligen urteile darüber.nein, die abfällige art erlaubst du dir, indem du alte threads herauskramst, und zusammenhanglos postest, nur um tatsachen zu verdrehen.
aber eins noch, weil du ja auch nicht aufhören willst:wieso ich?
hat sie eben leider nicht gemacht. deshalb hatte ich ja zum wiederholten male nachgefragt und nie eine richtige antwort bekommen. (das mit dem rehböcke einfangen und kastrieren zähle ich mal nicht mit, weiß auch nicht mehr genau von wem das genau kam.ach so, du hast den jagdthread nochnicht verarbeitet und willst hier weiter schwatronieren.
viel spass, aber ohne mich.
Raven
16. February 2006, 18:28
viel spass, aber ohne mich. Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein!
Ansonsten sollten wirklich langsam alle anerkennen, dass nur südwind und Karin hier die Fachleute sind und natürlich ihre Freunde von den bekannten Tierrechte-Webseiten. Wer sich der Meinung nicht anschließt, muss ganz einfach ein Dummkopf sein. Dies natürlich weltweit! s-lol
Peregrinus
16. February 2006, 19:00
mal ne ganz allgemeine frage an die tierkenner hier: bei welcher der betroffenen tierarten leben die männlichen tiere überhaupt innerhalb des rudels? außer bei den löwen natürlich.
Von den "big five" ist das (außer beim Löwen) nur beim Kaffernbüffel der Fall. Wie bei allen Rinderartigen werden diese Rudel aber von Kühen angeführt, nicht von Bullen. Und die wirklich alten, die, auf die es der "Trophäenjäger" abgesehen hat, leben nicht mehr mitten drin, sondern abseits, am Rande des Rudels, und beteiligen sich nicht mehr an der Fortpflanzung.
Mir fällt momentan auch keine andere jagdlich relevante Tierart ein, bei der die Rudel durch ein altes Männchen bzw. Männchen an sich geführt werden (was aber nicht heißt, daß es sowas nicht gibt).
Da mein Wissen über Tiere jedoch ziemlich beschränkt ist, wird uns Südwind nun sicherlich die wirkliche Wahrheit erklären!?
LG
Pere ;)
st68
16. February 2006, 19:11
Da mein Wissen über Tiere jedoch ziemlich beschränkt ist, wird uns Südwind nun sicherlich die wirkliche Wahrheit erklären!?da südwind uns ja jetzt leider verlassen hat und karin mit ihrem wissen auch immer sehr geizig ist, müssen wir wohl alle dumm sterben.
schade drum....
Gert
16. February 2006, 22:45
Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein!
Ansonsten sollten wirklich langsam alle anerkennen, dass nur südwind und Karin hier die Fachleute sind und natürlich ihre Freunde von den bekannten Tierrechte-Webseiten. Wer sich der Meinung nicht anschließt, muss ganz einfach ein Dummkopf sein. Dies natürlich weltweit! s-lol
Ich oute mich mal eben als Dummkopf :D
Und jetzt noch mal im Ernst an Karin und Südwind: versucht Euch einfach mal klar zu werden über den Unterschied zwischen Tier- und Artenschutz und über verschiedene Methoden des Artenschutzes. Ich habe irgendwo in diesem Thread mal geschrieben, daß der Zweck die Mittel heiligt. Das ist in vielen Fällen beim Artenschutz der Fall, weil es auf andere Weise mitunter gar nicht möglich ist bestimmte Arten zu erhalten.
Viele Grüße von einem, der sich im Artenschutz überhaupt nicht auskennt :zwinker:
südwind
17. February 2006, 08:17
Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein!
da südwind uns ja jetzt leider verlassen hat
hab ich nie behauptet. ich beteilige mich nur nicht an euren persönlichen rachefeldzügen. wie meistens, interpretiert ihr mich falsch.:+klugsche :p
st68
17. February 2006, 13:01
hab ich nie behauptet.na da fällt mir aber ein stein vom herzen...
ich beteilige mich nur nicht an euren persönlichen rachefeldzügen. wie meistens, interpretiert ihr mich falsch.also ich persönlich bin auf keinem rachefeldzug, mußt dich also auch an keinem beteiligen. also auch eine klare fehlinterprätation deinerseits.
Karin
17. February 2006, 18:16
Das wäre ja zu schön, um wahr zu sein!
Ansonsten sollten wirklich langsam alle anerkennen, dass nur südwind und Karin hier die Fachleute sind und natürlich ihre Freunde von den bekannten Tierrechte-Webseiten. Wer sich der Meinung nicht anschließt, muss ganz einfach ein Dummkopf sein. Dies natürlich weltweit! s-lol
Deine Verdrehungen waren noch nie besonders genial, Dagmar. Sagte ich, dass alle Dummköpfe sind, die nicht meine Meinung teilen ?
Nee, ich sagte, dass ich nicht mit Holzköpfen diskutieren mag, die ihrerseits nichts anderes zulassen und sogar verhöhnen, was nicht ihrer eigenen Weltanschauung entspricht.
Peregrinus
17. February 2006, 18:26
Meine Damen,
wir sollten uns vielleicht doch besser auf der sachlich-argumentativen Schiene bewegen und uns darüber unterhalten, was es für und wider die Trophäenjagd als Instrument des Artenschutzes anzumerken gibt.
Im Falle des Spitzmaulnashorns spricht aus Sicht der Befürworter eigentlich nichts gegen einen streng reglementierten Abschuß alter Bullen gegen immense Geldsummen, die - zumindest teilweise - dem Artenschutz wieder zukommen. Scheint aus biologischer Sicht kein gravierender Eingriff in die Populatiosnstruktur zu sein, bringt andererseits aber erhebliche finanzielle Möglichkeiten.
LG
Pere ;)
Karin
17. February 2006, 19:06
.... bringt andererseits aber erhebliche finanzielle Möglichkeiten.
Die Frage bleibt, für wen ?
Hoki
17. February 2006, 20:26
Hi, was mich mal interessieren würde, wäre aus welcher Sicht oder besser noch wie verkauft man einen so hochpreisigen Abschuss eines so seltenen
Tieres.Beispiel Spitzmaulnashorn- Gaukelt man dem Interessenten vor ,er würde was für den Artenschutz tun? sozusagen als Retter ? Gibt es wirklich Leute die so bescheuert sind und dass glauben,nur weil sie es glauben wollen?
Wer gibt sich für so ein dreckiges Geschäft her, als Verkäufer?
Wie kann es sein ,daß man die Wertigkeit eines Tieres vom Alter abhängig macht? Gilt das nur für Tiere oder bald auch für uns Menschen?
Sollte mal jeder drüber nachdenken der ein bestimmtes Alter erreicht hat.
Gruss Hoki
Karin
17. February 2006, 20:32
Die Frage bleibt, für wen ?
Und ich frage mich weiterhin, ob sich "Trophäenjagd für Artenschutz" von vergleichbaren Machenschaften, wie dieser unterscheidet :
http://www.onlinereports.ch/2004/RegenwaldDossier1.htm
Karin
17. February 2006, 20:34
Beispiel Spitzmaulnashorn- Gaukelt man dem Interessenten vor ,er würde was für den Artenschutz tun? sozusagen als Retter ? Gibt es wirklich Leute die so bescheuert sind und dass glauben,nur weil sie es glauben wollen?
Nein, denn diese Leute würden diese Tiere auch schiessen, wenn es nichts kosten würde und nicht für den "Artenschutz" wäre.
südwind
17. February 2006, 21:12
dass es ohne waffen und trophäenjagd der richtige weg ist, zeigt diese seite:
http://www.zgf.de/frames.html
und auch diese:
http://www.tanzaniaparks.com/de/home.htm
Peregrinus
17. February 2006, 21:40
dass es ohne waffen und trophäenjagd der richtige weg ist, zeigt diese seite:
Jetzt laß doch mal diese stände Verlinkerei bleiben und sag uns in eigenen Worten kurz und prägnant, WIE es geht!
Pere
st68
17. February 2006, 22:38
Hi, was mich mal interessieren würde, wäre aus welcher Sicht oder besser noch wie verkauft man einen so hochpreisigen Abschuss eines so seltenen Tieres.ich denke mir mal, das auch die betroffenen gebiete in afrika ähnlich wie in europa in jagdpachten (grundbesitz?) unterteilt sind. und da kann der jagdpächter/besitzer eben die tiere schießen die zum abschuß frei gegeben sind. oder aber er läßt gegen bare münze diese tiere von anderen interessenten abschießen.
warum auch nicht? er wird dann dort auch die pflicht haben (genau wie hier), schäden durch wildtiere in den paar landwirtschaftlichen kulturen gering zu halten. denn auch in der afrikanischen savanne leben menschen.
Beispiel Spitzmaulnashorn- Gaukelt man dem Interessenten vor ,er würde was für den Artenschutz tun? sozusagen als Retter ? Gibt es wirklich Leute die so bescheuert sind und dass glauben,nur weil sie es glauben wollen?ich bin, dank meiner internetaktivitäten zum thema kolkraben an einen bayrischen trophäenjäger geraten der bereit war geld dafür zu bezahlen, wenn ich ihm den LEGALEN abschuß eines kolkraben organisieren würde, weil die in seiner gegend so selten und zu scheu sind. denn genau dieser vogel fehlt ihm noch in seiner sammlung. das zeigt das wohl den meißten dieser zahlungswilligen trophäensammlern der artenschutz wurscht ist. es geht ihnen um die trophäen.
die will er sich an die wand hängen um damit mehr oder weniger protzen zu können. genau wie angler möglichst große fische aus dem wasser ziehn wollen, oder vogelliebhaber sich einen LEBENDEN exotischen bunten vogel in lebenslanger käfighaft in die stube hängen, nur um sich an ihm zu ergötzen oder aber vor anderen vereinsmitgliedern anzugeben und möglichst hohe preise für den buntesten zu ergattern. diese liste läßt sich unendlich verlängern.
Wer gibt sich für so ein dreckiges Geschäft her, als Verkäufer?der der die möglichkeit hat, auf diese weise von seinem grund und boden leben zu können, oder auch nur etwas dazuzuverdiehnen. jeder muß zusehn das er leben kann. ist auf jeden fall ökologischer als umzupflügen und kaffe, zuckerrohr oder soja darauf anzubauen.
Wie kann es sein ,daß man die Wertigkeit eines Tieres vom Alter abhängig macht?da es den jägern nun mal um die größe der trophäen geht und die tiere mit dem höchsten alter auch die größten trophähen tragen, haben die tiere mit dem höchsten alter auch den den größten wert (vor allem für die jäger, weniger für die arterhaltung).
Gilt das nur für Tiere oder bald auch für uns Menschen?
Sollte mal jeder drüber nachdenken der ein bestimmtes Alter erreicht hat.bei uns menschen ist es ja wohl genau anders rum.
übrigens hab ich mal gehört, das es schon die ersten mutierten afrikanischen wildelefanten gibt, die keine stoßzähne mehr entwickeln. da haben die wilderer alle abgeschossen haben die die zähne hatten und die paar die keine hatten konnten sich ungehindert vermehren.
tamborie
17. February 2006, 22:41
Jetzt laß doch mal diese stände Verlinkerei bleiben und sag uns in eigenen Worten kurz und prägnant, WIE es geht!
Erwartest Du da nicht ein wenig viel?
südwind
17. February 2006, 23:25
Freigabe von Jagd auf Spitzmaulnashorn durch CITES ist ein falsches Signal
Die 13. Vertragsstaatenkonferenz über die Konvention zum Handel mit bedrohten Arten (CITES) hat gestern in Bangkok den absoluten Schutz der hochgradig bedrohten Spitzmaulnashörner in Südafrika und Namibia gelockert. Dem Antrag von Namibia und Südafrika jeweils fünf ältere Nashornbullen pro Jahr zur Jagd freigeben zu dürfen, wurde gestern von der CITES Konferenz in Bangkok entsprochen. „Wir halten diese Entscheidung für falsch“, sagt Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). „Die Handelsfreigabe einer bedrohten Art als Jagdtrophäe halten wir - auch wenn dies sehr eingeschränkt erfolgt - definitiv für das falsche Signal, besonders bei den Spitzmaulnashörnern“, so Schenck. Das Spitzmaulnashorn stand noch vor wenigen Jahren kurz vor seiner völligen Ausrottung, und zwar durch Jagd bzw. Wilderei. Anfang der 90er Jahre waren ca. 2.400 Tiere übrig von 65.000, die noch zwei Jahrzehnte zuvor durch die Savannen Afrikas gezogen waren. „Es war ein immenser Einsatz von Naturschutzseite notwendig, um die Population vor dem totalen Absturz zu bewahren. Erst in den letzten Jahren gehen die Bestandszahlen wieder langsam nach oben. Die Art sei jedoch noch lange nicht über den Berg, so Schenck: „Südafrika und Namibia haben beim Nashornschutz großartige Leistungen vollbracht. Wir sind sehr froh, dass sich die Bestände so erholt haben, dass wir aus diesen Ländern Tiere für die Wiederansiedlung z.B. in Sambia bekommen. In Sambia ist die Art von Wilderern völlig ausgerottet worden und wir sind stolz darauf, diese charismatischen Tiere wieder dorthin zurückbringen zu können. Ein immenses Unterfangen, das finanziert wird aus Spendengeldern. Doch wie wollen wir unseren Spendern vermitteln, dass das Spitzmaulnashorn auch weiterhin unserer intensiven Unterstützung und unseres Schutzes bedarf, wenn Jäger in Südafrika und Namibia für viel Geld die Tiere als Trophäen schießen dürfen?“ Die ZGF und der Zoo Frankfurt hatten erst im Mai diesen Jahres das Frankfurter Nashorn Hama in den Kruger Nationalpark (Südafrika) abgegeben, um dort die Population genetisch zu bereichern. „Wir können mit absoluter Sicherheit sagen, dass es Hama dort gut geht“, sagt Schenck. „Es muss sich niemand Gedanken machen, dass sie der Flinte eines Jägers zum Opfer fallen wird. Wir haben volles Vertrauen, dass unsere Partner von South African National Parks verantwortungsvoll mit den Frankfurter Tieren umgehen“.
http://www.zgf.de/presse/archiv/PMCITES.pdf
Peregrinus
18. February 2006, 08:57
Erwartest Du da nicht ein wenig viel?
O.k., Du hast Recht, ich geb´s auf, sie kann es nicht!
Pere :traurig:
st68
18. February 2006, 11:37
hab mir mal erlaubt südwind zu zitieren und ein paar sätze etwas in anderer reihenfolge zu ordnen.
Südafrika und Namibia haben beim Nashornschutz großartige Leistungen vollbracht.sehr gut. die leute da wissen ganz offensichtlich was gut ist und wie es am besten geht. der erfolg gibt ihnen recht.
In Sambia ist die Art von Wilderern völlig ausgerottet worden und wir sind stolz darauf, diese charismatischen Tiere wieder dorthin zurückbringen zu können.wozu? gibts da heute keine wilderer mehr? und warum nicht? ist ihr absatzmarkt vielleicht wegen legalem handel zusammen gebrochen? oder wer bewacht dann die nashörner dort im wildererland?
Wir sind sehr froh, dass sich die Bestände so erholt haben, dass wir aus diesen Ländern Tiere für die Wiederansiedlung z.B. in Sambia bekommen.scheinbar gibts in den nashorngebieten wieder so viele tiere, dass man einige davon nicht unbedingt zur bestandserhaltung/erweiterung braucht.
Ein immenses Unterfangen, das finanziert wird aus Spendengeldern.selbst südwind hat schon zugegeben das es den menschen mit der zeit immer schlechter geht und somit auch die spendenbereitschaft abnimmt. also muß man sich schon nach zuverlässigeren geldquellen umsehn. eine davon ist eben der verkauf von einigen wenigen abschußlizenzen.
Dem Antrag von Namibia und Südafrika jeweils fünf ältere Nashornbullen pro Jahr zur Jagd freigeben zu dürfen, wurde gestern von der CITES Konferenz in Bangkok entsprochen.warum sollen genau die beiden länder, die es als einzige geschafft haben den bestand an spitzmaulnashörnern zu retten, nicht wissen ob man ein paar davon (NUR ältere bullen) schießen kann? und ich behaupte mal das zumindest südafrika so fortschrittlich ist, den abschuß genau zu kontrollieren und die einnahmen daraus den schutzmaßnahmen für spitzmaulnashörner zukommen zu lassen.
südwind
18. February 2006, 12:10
wie soll natur und artenschutz funktionieren, wenn nichts anderes getan wird, als von mehr oder weniger, vom austerben bedrohte tiere abzuschiessen. die gelder kommen eh nicht da an, wo sie ankommen sollten. der zweck heiligt keinesfalls die mittel. wie auch?
bei diesen projekten seh ich vielmehr sinn.
Tourismus unterstützt Schutzgebiete
Nashörner brauchen sehr große Gebiete, um langfristig in der Wildnis überleben zu können. Deshalb sind für sie große Nationalparks besonders wichtig! Solche großen Gebiete werden nur erhalten, wenn die Menschen auch einen Nutzen darin sehen. Die afrikanischen Nationalparks bekommen kein Geld vom Staat, sie müssen die Gelder für die Unterhaltung und Sicherung der Gebiete selber erwirtschaften. Das geschieht zur Zeit zum größten Teil über den Tourismus. Wer also eine Safari in die Serengeti oder nach North Luangwa macht, der kann sich nicht nur an der wunderbaren Landschaft und den fantastischen Tieren erfreuen, sondern leistet auch einen Beitrag für deren Erhaltung.
Solche Besuche zeigen auch der Regierung des Landes, dass geschützte Wildnisgebiete international besonders und wichtig gesehen werden -
http://www.naturschutz-erleben.de/artenportraits/nashorn/spitzmaulnashornwaskannichtun.htm
"Tourismus ist wie Feuer: Man kann seine Suppe damit kochen, man kann aber auch sein Haus damit abbrennen"Asiatische Weisheit
ist trophäenjagd nicht auch sowas ähnliches, wie "hausanzünden". nur könnte man in diesem fall das ökosystem, als das haus betrachten.
südwind
18. February 2006, 12:22
links gegen die trophäenjagd, sind, wie soll es auch anders sein, von einigen und den selben, wie immer nicht erwünscht? logisch. *grins*:D sie decken scheinbar zuviel auf und informieren zusehr. möchte man lieber uninformierte leute? denen kann man dann erstmal sämtlichen unsinn auf´s auge drücken.:+klugsche
wie soll natur und artenschutz funktionieren, wenn nichts anderes getan wird, als mehr oder weniger, vom austerben bedrohte tiere, abzuschiessen. die gelder kommen eh nicht da an, wo sie ankommen sollten. wo da der zweck die mittel heiligen soll, bleibt mir verborgen.
bei diesen projekten seh ich vielmehr sinn.
Tourismus unterstützt Schutzgebiete
Nashörner brauchen sehr große Gebiete, um langfristig in der Wildnis überleben zu können. Deshalb sind für sie große Nationalparks besonders wichtig! Solche großen Gebiete werden nur erhalten, wenn die Menschen auch einen Nutzen darin sehen. Die afrikanischen Nationalparks bekommen kein Geld vom Staat, sie müssen die Gelder für die Unterhaltung und Sicherung der Gebiete selber erwirtschaften. Das geschieht zur Zeit zum größten Teil über den Tourismus. Wer also eine Safari in die Serengeti oder nach North Luangwa macht, der kann sich nicht nur an der wunderbaren Landschaft und den fantastischen Tieren erfreuen, sondern leistet auch einen Beitrag für deren Erhaltung.
Solche Besuche zeigen auch der Regierung des Landes, dass geschützte Wildnisgebiete international besonders und wichtig gesehen werden -
http://www.naturschutz-erleben.de/artenportraits/nashorn/spitzmaulnashornwaskannichtun.htm
"Tourismus ist wie Feuer: Man kann seine Suppe damit kochen, man kann aber auch sein Haus damit abbrennen"Asiatische Weisheit
ist trophäenjagd nicht auch sowas ähnliches, wie "hausanzünden". nur könnte man in diesem fall das ökosystem, als das haus betrachten.
beim editieren ist mir jetzt ein fehler unterlaufen. anstatt auf bearbeiten, habe ich antworten gewählt. sorry. jetzt ist einiges doppelt.
st68, wenn dann musst es schon richtig machen. es sind nicht meine zitate, es sind die texte auf diesen seiten, die du zitierst.ich stelle sie nur ein und jeder kann davon halten was er will. ich halte viel davon.
bezüglich spendengelder sind es sicher nicht die ganz armen leute, die spenden. aber es wird gespendet meist sind es populäre schauspieler z.b.
aber auch durch den tourismus. les einfach richtig.
und ich behaupte mal das zumindest südafrika so fortschrittlich ist, den abschuß genau zu kontrollieren und die einnahmen daraus den schutzmaßnahmen für spitzmaulnashörner zukommen zu lassen.
jetzt mach ich es mir auch mal so einfach und behaupte das gegenteil, st68.:D
jetzt muss ich weg!!
Karin
18. February 2006, 16:04
Und ich frage mich weiterhin, ob sich "Trophäenjagd für Artenschutz" von vergleichbaren Machenschaften, wie dieser unterscheidet :
http://www.onlinereports.ch/2004/RegenwaldDossier1.htm
Komisch, keiner geht auf meine Frage ein :
Wo bleiben die Gelder aus der Trophäenjagd ? Wieviel davon fliesst in den Artenschutz und wieviel davon wird z.B. für Bestechung und Korruption ausgegeben, wieviel an der eigentlichen Sache schätzungsweise vorbei verdient, durch illegale Abschüsse, wieviel fliesst in die Taschen der "Beamten" ?
Habt ihr irgendeine Ahnung, wie es um die Mentalität der Afrikaner bestellt ist ?
Peregrinus
18. February 2006, 16:47
Wo bleiben die Gelder aus der Trophäenjagd ? Wieviel davon fliesst in den Artenschutz und wieviel davon wird z.B. für Bestechung und Korruption ausgegeben, wieviel an der eigentlichen Sache schätzungsweise vorbei verdient, durch illegale Abschüsse, wieviel fliesst in die Taschen der "Beamten"?
Wir besprechen hier gerade die legalen Abschüsse von Spitzmaulnashörnern, die Frage nach den illegalen Abschüssen erübrigt sich somit, Bestechung und Korruption fallen durch die Legalität ebenfalls weg. Wieviel von den Geldern tatsächlich in den Artenschutz fließt, weiß ich nicht, sicherlich aber der Löwenanteil, ganz sicher aber ein mindestens genauso großer Anteil wie bei den Spendengeldern (von denen bekanntermaßen auch nicht alles dorthin kommt, wo es hin sollte).
Ich habe zwar keine Ahnung, wieviel für den Abschuß eines solchen Nashornbullen bezahlt wird, 50.000 € werden aber sicherlich hinten und vorne nicht reichen. Bei 5 Nashörnern sind das dann mindestens 250.000 € (sicherlich aber erheblich mehr).
Wieviele Spender benötigt man, um diesen Betrag durch Spenden zusammenzukriegen?
Pere ;)
st68
18. February 2006, 16:59
Komisch, keiner geht auf meine Frage ein:schon in der adresse der seite ist zu sehn das es dort um den regenwald geht. spitzmaulnashörner leben in der savanne. und in ganz südafrika und namibia gibt es keinerlei regenwälder.
Habt ihr irgendeine Ahnung, wie es um die Mentalität der Afrikaner bestellt ist?schlecht, sehr sehr schlecht. deshalb gibts auch nur in südafrika (apartheitregierung seit der kolonialzeit) vollständig erhaltene ökosysteme mit sehr wenig wilderei. und war namibia nicht mal ne deutsche kolonie? was ist besser, das es den menschen (schwarzafrikanern) gut geht, oder den tieren?
Wo bleiben die Gelder aus der Trophäenjagd ? Wieviel davon fliesst in den Artenschutz und wieviel davon wird z.B. für Bestechung und Korruption ausgegeben, wieviel an der eigentlichen Sache schätzungsweise vorbei verdient, durch illegale Abschüsse, wieviel fliesst in die Taschen der "Beamten"?ich bin beim googeln ja nicht so gut wie südwind. sie wirds sicher noch rausfinden. aber wenn in südafrikanischen nationalparks 5 spitzmaulnashörner, von mehreren tausend, per lizenz abgeschossen werden, nehme ich mal an das der allergrößte teil der verbuchten einnahmen auch diesem nationalpark zu gut kommt. kann natürlich sein, das es bei 1000 bewerbungen um diese 5 abschüsse einiges an schmiergeld an diejenigen geflossen ist, die die 5 abschüsse zugeteilt haben. übrigens waren (oder sind) schmiergelder die deutsche firmen in dritteweltländern zahlen, in deutschland steuerlich absetzbar. vielleicht haben so auch steuren von deutschen tierschützern diese abschüsse mitfinanziert?
st68
18. February 2006, 17:16
st68, wenn dann musst es schon richtig machen. es sind nicht meine zitate, es sind die texte auf diesen seiten, die du zitierst.ich stelle sie nur ein und jeder kann davon halten was er will. ich halte viel davon.ich habs richtig gemacht, denn da steht ganz dick und fett: Zitat von Südwinds Zitat
auch ich halte viel von diesen texten. hab ja auch einiges gefunden das ganz gut zu meiner meinung passt.
bezüglich spendengelder sind es sicher nicht die ganz armen leute, die spenden. aber es wird gespendet meist sind es populäre schauspieler z.b.
aber auch durch den tourismus. les einfach richtig.z.B. auch durch den jagdtourismus.
und wieviel geld läßt ein normaltourist in einem nationalpark, der sich im fetten bus durch die landschaft kutschieren läßt und alle halbzahme wildtiere völlig artuntypisch für die linse geführt bekommt. wieviel billigtouristen müssen die landschaft zertrampeln, die einheimische bevölkerung von ihrem geld abhängig machen und mit feudalen hotels die landschaft ruinieren um annähernd so viel geld im land zu lassen wie ein par trophäenjäger die sich mehr oder weniger heimlich durch die landschaft schleichen?
wäre schlimm, wenn sich ganze tierpopulationen nur noch aufgrund des wohlwollens einiger weniger stars am leben halten könnten.
jetzt mach ich es mir auch mal so einfach und behaupte das gegenteil, st68.ich weiß, den von grundauf verdorbenen buschnegern da unten darf man einfach nicht zutrauen, ihr leben selbst führen zu können. die habens einfach nicht drauf.
Karin
18. February 2006, 17:52
schon in der adresse der seite ist zu sehn das es dort um den regenwald geht. spitzmaulnashörner leben in der savanne. und in ganz südafrika und namibia gibt es keinerlei regenwälder.
Deswegen schrieb ich ja auch, das die Sache an sich vergleichbar ist und nicht das es das gleiche ist :~
schlecht, sehr sehr schlecht. deshalb gibts auch nur in südafrika (apartheitregierung seit der kolonialzeit) vollständig erhaltene ökosysteme mit sehr wenig wilderei. und war namibia nicht mal ne deutsche kolonie? was ist besser, das es den menschen (schwarzafrikanern) gut geht, oder den tieren?
Wir reden hier von Artenschutzm, st68.
ich bin beim googeln ja nicht so gut wie südwind. sie wirds sicher noch rausfinden. aber wenn in südafrikanischen nationalparks 5 spitzmaulnashörner, von mehreren tausend, per lizenz abgeschossen werden, nehme ich mal an das der allergrößte teil der verbuchten einnahmen auch diesem nationalpark zu gut kommt.
Du nimmst es also an, so wie Peregrinus das auch macht, doch sicher sein könnt ihr Euch nicht mal ansatzweise. Doch warum seid ihr Euch dann so sicher, dass die Trophäenjagd dem Artenschutz dient ?
kann natürlich sein, das es bei 1000 bewerbungen um diese 5 abschüsse einiges an schmiergeld an diejenigen geflossen ist, die die 5 abschüsse zugeteilt haben. übrigens waren (oder sind) schmiergelder die deutsche firmen in dritteweltländern zahlen, in deutschland steuerlich absetzbar. vielleicht haben so auch steuren von deutschen tierschützern diese abschüsse mitfinanziert?
Tja, es werden auch tierquälerische Tiertransporte in´s Ausland subventioniert, die sicher so mancher hier in keinster Weise billigt.
Und nu ?
Wenn Dir klar ist, wie bestechlich und korrupt die Afrikaner sind, dann frag ich mich, warum Dir nicht mal ansatzweise in den Sinn kommt, dass mit der Legalisierung der Trophäenjagd auf fast ausgerottete Tiere, dem "illegalen" Abschuss Tür und Tor geöffnet wird, wenn nur genug Geld fliesst, damit gewisse Menschen ihre Augen schliessen oder ihren Teil dazu beitragen, das nach aussen hin alles vollkommen ok aussieht, wenn doch mal jemand Fragen stellt ?
Oder wie wär´s damit : Wer zählt die Tiere, die es auf Farm- bzw. Konzessionsgebieten gibt, wer deklariert sogenannte Problemtiere, die von der Regierung zum Abschuss freigegeben werden, ob Elefant, Gepard oder Löwe ? Läuft das dort, wie hier in Deutschland, wo die Jäger das zählen, was sie selbst schiessen, als Grundlage für die Bildung von Abschussquoten ?
Aber ich hab noch ´nen Szenario : Was ist, wenn jemand den Abschuss eines Spitzmaulnashorns bezahlt, aber die akfrikanischen Jäger bzw. der Konzessionsinhaber keinen solchen Abschuss meldet oder dieser einfach von allen Zuständigen "unter den Tisch" gekehrt wird, nachdem man sich das Geld geteilt hat ?
Wieviel bleibt dann für den Artenschutz ?
@Peregrinus: Du bist nicht wirklich so gutgläubig oder ?
st68
18. February 2006, 18:38
Wenn Dir klar ist, wie bestechlich und korrupt die Afrikaner sind...boa... also wirklich... jetz ich hab mir aber ganz schön tiefe falten über die stirn gerunzelt, bei diesem satz. wenn du sagst: DIE JÄGER, dann ist das für mich ja noch zum lachen. aber wenns jetz schon heißt: DIE AFRIKANER. also ne! ich bin der festen überzeugung das in dem von mir beschriebenen beispiel kein afrikaner anders ist wie ein deutscher beamter. und das erleben wir tagtäglich life im fernsehn oder sogar in real.
...dann frag ich mich, warum Dir nicht mal ansatzweise in den Sinn kommt, dass mit der Legalisierung der Trophäenjagd auf fast ausgerottete Tiere, dem "illegalen" Abschuss Tür und Tor geöffnet wird, wenn nur genug Geld fliesst, damit gewisse Menschen ihre Augen schliessen oder ihren Teil dazu beitragen, das nach aussen hin alles vollkommen ok aussieht, wenn doch mal jemand Fragen stellt ?weil eben genau diese bestechlichen und korrupten afrikaner diejenigen waren die ganau diese tiere durch ihren einsatz, aufwand und bemühungen vor dem aussterben bewart haben. und nur die wissen wirklich was das kostet. und ich glaube einfach nicht, das genau diese menschen jetz so engstirnig und raffgierig sind durch die legalisierung von ein paar abschüssen genau das wieder kauptt zu machen.
Oder wie wär´s damit : Wer zählt die Tiere, die es auf Farm- bzw. Konzessionsgebieten gibt, wer deklariert sogenannte Problemtiere, die von der Regierung zum Abschuss freigegeben werden, ob Elefant, Gepard oder Löwe ? Läuft das dort, wie hier in Deutschland, wo die Jäger das zählen, was sie selbst schiessen, als Grundlage für die Bildung von Abschussquoten ?da gibts der organisationen viele. angefangen bei bestimmt nicht wenigen unabhängigen wissenschaftlern und weiter beim WWF.... hat der eigendlich auch gegen diese 5 abschüsse protestiert? ich weiß es nicht, aber wenn nicht, dann gehören die leute von denen bestimmt auch zur liga der dummköpfe.
Aber ich hab noch ´nen Szenario : Was ist, wenn jemand den Abschuss eines Spitzmaulnashorns bezahlt, aber die akfrikanischen Jäger bzw. der Konzessionsinhaber keinen solchen Abschuss meldet oder dieser einfach von allen Zuständigen "unter den Tisch" gekehrt wird, nachdem man sich das Geld geteilt hat ?dann wär der schütze aber ganz schön gelackmeiert, wenn er seine teuer bezahlte trophähe nicht über die grenze bringen darf und stattdessen im knast landet.
Peregrinus
18. February 2006, 18:40
@Peregrinus: Du bist nicht wirklich so gutgläubig oder ?
Ich denke REALIST würd´s besser treffen. Ich lebe im Gegensatz zu Dir nicht in einer Traumwelt! Ich bilde mir meine eigenen Meinungen, ich muß nicht mit irgendwelchen links die Meinung anderer in den Raum stellen und alle Argumente der Gegenseite als "reine Spekulation" abwerten.
Pere ;)
Karin
18. February 2006, 18:52
boa... also wirklich... jetz ich hab mir aber ganz schön tiefe falten über die stirn gerunzelt, bei diesem satz. wenn du sagst: DIE JÄGER, dann ist das für mich ja noch zum lachen. aber wenns jetz schon heißt: DIE AFRIKANER. also ne! ich bin der festen überzeugung das in dem von mir beschriebenen beispiel kein afrikaner anders ist wie ein deutscher beamter. und das erleben wir tagtäglich life im fernsehn oder sogar in real.
Auch wieder eine Annahme ?
weil eben genau diese bestechlichen und korrupten afrikaner diejenigen waren die ganau diese tiere durch ihren einsatz, aufwand und bemühungen vor dem aussterben bewart haben.
Das glaubst Du nicht wirklich, oder ?
und nur die wissen wirklich was das kostet. und ich glaube einfach nicht, das genau diese menschen jetz so engstirnig und raffgierig sind durch die legalisierung von ein paar abschüssen genau das wieder kauptt zu machen.
Siehe oben
da gibts der organisationen viele. angefangen bei bestimmt nicht wenigen unabhängigen wissenschaftlern und weiter beim WWF....
Hättest vielleicht doch mal den Link bzgl. des Regenwaldes lesen sollen, dann wüsstest Du, wie es damit bestellt ist.
dann wär der schütze aber ganz schön gelackmeiert, wenn er seine teuer bezahlte trophähe nicht über die grenze bringen darf und stattdessen im knast landet.
Wieso ? Er bekommt doch seine Papierchen dafür, nur das Geld, von dem er meint, es würde dem Artenschutz zufliessen, das ist nun in der Tasche der an Genehmigung und Jagd beteiligten ;)
Karin
18. February 2006, 18:55
Ich denke REALIST würd´s besser treffen. Ich lebe im Gegensatz zu Dir nicht in einer Traumwelt! Ich bilde mir meine eigenen Meinungen, ich muß nicht mit irgendwelchen links die Meinung anderer in den Raum stellen und alle Argumente der Gegenseite als "reine Spekulation" abwerten.
Pere ;)
Wenn Du das realistisch nennst, wird mir einiges klar.
Und ausserdem, wenn ich einen Link finde, indem teilweise oder ganz meine Meinung wiedergegeben oder untermauert wird, warum soll ich mir die Mühe machen, alles nochmal neu zu formulieren ?
Ich würd mich zwar nicht als faul bezeichnen, aber als durchaus zu bequem
jeden Tag das Rad neu zu erfinden :D
st68
18. February 2006, 19:05
Auch wieder eine Annahme ?ja, denn ich kenn die leute dort nicht persönlich (du etwa?). und auch wenn mir immer nachgesagt wird das ich immer das schlechte in den manschen sehe, aber so übel wie du denk ich nu denn doch nicht.
Das glaubst Du nicht wirklich, oder ?wer war es denn dann?
Hättest vielleicht doch mal den Link bzgl. des Regenwaldes lesen sollen, dann wüsstest Du, wie es damit bestellt ist.habs doch schon immer gewußt, dass man wissenschaftlichen studien und untersuchungen und schon gar nicht diesen umweltfuzzis glauben darf. aber warum glaubst du denen immer das was dir in den kram passt?
Wieso ? Er bekommt doch seine Papierchen dafür, nur das Geld, von dem er meint, es würde dem Artenschutz zufliessen, das ist nun in der Tasche der an Genehmigung und Jagd beteiligten.und du denkst so was fällt nicht auf, das in aller öffentlichkeit abschußgenemigung für 5 spitzmaulnashörner erteilt wird, aber danach 50 nashorntrophähen MIT PAPIEREN ausgeflogen werden? auf jeden fall kann so ein betrug keine bestandsgefärdenden größenordnungen erreichen. nicht in südafrika und nicht mehr in der heutigen zeit.
st68
18. February 2006, 19:09
Und ausserdem, wenn ich einen Link finde, indem teilweise oder ganz meine Meinung wiedergegeben oder untermauert wird, warum soll ich mir die Mühe machen, alles nochmal neu zu formulieren ?weil es dir sehr leicht passieren kann, dass du den text den du verlinkt hast, einfach nur falsch verstanden hast. und dieser text ganz was anderes aussagt, wie DU DENKST. deshalb sind die eigenen worte immer noch die aussagekräftigsten. links zur untermauerung der eigenen ausage sind aber doch immer sehr hilfreich.
Karin
18. February 2006, 19:26
ja, denn ich kenn die leute dort nicht persönlich (du etwa?).
Nicht jeden einzelnen, aber ich habe zumindestens einen Eindruck davon bekommen, zu was Menschen fähig sind, die nur interessiert, wie sie den "heutigen" Tag überleben und wie gut sie "auszunutzen" wissen, wenn sie irgendeine Stellung innehaben, aus der sie Kapital schlagen können, ganz unabhängig davon, um wieviel es sich handelt.
und auch wenn mir immer nachgesagt wird das ich immer das schlechte in den manschen sehe, aber so übel wie du denk ich nu denn doch nicht.
Deswegen sind es keine schlechten Menschen. Ihre Umwelt hat sie zu dem gemacht, was sie sind, einschliesslich der Menschen und Länder, die ihnen angeblich wohlgesonnen sind und sie "unterstützen".
wer war es denn dann?
habs doch schon immer gewußt, dass man wissenschaftlichen studien und untersuchungen und schon gar nicht diesen umweltfuzzis glauben darf. aber warum glaubst du denen immer das was dir in den kram passt?
Warum glaubst Du es nicht ? Weil es Dir nicht in dem Kram passt ?
Ich halte das einfach für realistisch, angesichts dessen, was ich erlebt oder aus 1. Hand erfahren habe.
und du denkst so was fällt nicht auf, das in aller öffentlichkeit abschußgenemigung für 5 spitzmaulnashörner erteilt wird, aber danach 50 nashorntrophähen MIT PAPIEREN ausgeflogen werden?
Wem sollte es denn auffallen, wenn doch schon alle ihr Stück von dem Kuchen bekommen haben, denen etwas daran liegen müsste, sowas zu verhindern ?
auf jeden fall kann so ein betrug keine bestandsgefärdenden größenordnungen erreichen.
Gesetz des Falles, dass es wirklich so wäre, wie wäre denn dann mit der Trophäenjagd dem Artenschutz geholfen, rein finanziell meine ich ?
Würde es nicht darauf hinauslaufen, dass der legale Abschuss nur den illegalen Abschuss abdeckt, der durch ersteren erst möglich wurde ?
Und wenn man annimmt, dass es doch anders ist und die Bestände zu stark dezimiert würden, wäre dann die Trophäenjagd dem Artenschutz nicht eher ein Bärendienst ?
Karin
18. February 2006, 19:31
weil es dir sehr leicht passieren kann, dass du den text den du verlinkt hast, einfach nur falsch verstanden hast. und dieser text ganz was anderes aussagt, wie DU DENKST. deshalb sind die eigenen worte immer noch die aussagekräftigsten. links zur untermauerung der eigenen ausage sind aber doch immer sehr hilfreich.
Keine Angst, ich lese die Texte, bevor ich sie hier einstelle ;)
DanielG
19. February 2006, 10:14
Wer keine Ahnung von der Organisation der Jagd in seinem eigenen Land hat, ist qualifiziert genug, diese anderswo zu beurteilen?
Die Behauptung von Karin, hierzulande würde die Abschußquoten aufgrund von irgendwelchen Zählergebnissen der Jäger festgelegt- der verzapft hanebüchenen Schwachsinn.
Wer es genau wissen will, wie das hierzulande gemacht wird (die Festlegung von Abschußzahlen), der erkundige sich beim nächstgelegen Forstamt in seiner Nähe und frage nach dme Begriff "Vegetationsgutachten" oder "Verbißgutachten". Er wird dort kompetente Antworten bekommen.
Wer also nicht einmal weiß, wie es in seiner Nachbarschaft zugeht, der ist kompetent genug, die Ergebnisse der Experten aus der ganzen Welt in Frage zu stellen?
Mal abgesehen vom unterschwelligen Rassismus in den Posts von Karin und Südwind- es gehört schon eine gehörige Portion Selbstbewußtsein dazu.
Oder, und dies liegt näher, ideologische und dogmatische Borniertheit.
Es kann einfach nicht sein, was nicht sein darf. Die Bewohner Südafrikas und Namibias sind auf gar keinen Fall in der Lage, die Verhältnisse in ihrem Land richtig einzuschätzen, auch wenn ihnen weltweite Anerkennung ob ihrer Erfolge beim Artenschutz zuteil wird- im fernen Deutschland sitzen zwei, die wissen es viel besser. Obwohl sie nach eigenem Bekunden noch keinen Fuß auf den afrikanischen Kontinent gesetzt haben.
Enfach nur aus Prinzip gegen die Jagd zu sein, führt ganz offensichtlich zur Verdummung. Die Betroffenen sind irgendwann nicht mehr in der Lage, die Dinge so zu erkennen, wie sie sind.
"Der Kluge ist klar im Vorteil. Er kann sich dumm stellen. Andersrum wirds schon schwieriger"
idS Daniel
st68
19. February 2006, 12:04
@ DanielG, so direkt hab ichs mir nur nicht getraut es zu sagen...
@ Karin:
Und wenn man annimmt, dass es doch anders ist und die Bestände zu stark dezimiert würden, wäre dann die Trophäenjagd dem Artenschutz nicht eher ein Bärendienst ?ja, WENN.... aber dem ist nun mal nicht so, denn es gibt doch schon wieder recht viele spitzmaulnashörner.
Gesetz des Falles, dass es wirklich so wäre, wie wäre denn dann mit der Trophäenjagd dem Artenschutz geholfen, rein finanziell meine ich ?da hat peregrinus schon ein paar schätzungen abgegeben, die ganz sicher nicht übertrieben waren. ist das ergebnis daraus dann keine hilfe für den artenschutz?
Würde es nicht darauf hinauslaufen, dass der legale Abschuss nur den illegalen Abschuss abdeckt, der durch ersteren erst möglich wurde ?nein, denn wenns legal möglich ist, warum soll es dann illegal (in streng bewachten südafrikanischen nationalparks) gemacht werden? in anderen ländern die sich den luxus dieser überwachung leider nicht leisten können, gibts die illegalen abschüsse, aber keine spitzmaulnashörner. also ist in diesem fall der artenschutz eine finanzielle angelegenheit.
Wem sollte es denn auffallen, wenn doch schon alle ihr Stück von dem Kuchen bekommen haben, denen etwas daran liegen müsste, sowas zu verhindern ?irgendwem wirds schon auffallen, den kein legal zahlender jagdtourist wird es sich leisten können an alle die es sehn könnten genug schmiergeld zu zahlen (und auch du mit deiner überzeugung wirst wissen, das in so einem fall immer mehr mitwisser auftauchen die die hand aufhalten würden. auch viele jahre später noch. und das wird sich kaum ein zahlungswilliger trophäenjäger antun wollen). abgesehn davon hat er wenig freude an einer trophähe, die er danach niemandem zeigen darf. und gesetzt den fall, von hundert illegal geschossenen spitzmaulnashörnern wird nur EIN jäger überführt: meinst du nicht der würde nicht alles ausplappern, nur um nicht in den knast zu kommen (wenns z.B. ein deutscher, oder amerikanischer jäger war)? dumm gelaufen für die genemigungsschreiber...
Ich halte das einfach für realistisch, angesichts dessen, was ich erlebt oder aus 1. Hand erfahren habe.was hast du denn erlebt und aus welcher hand hast du was erfahren?
Warum glaubst Du es nicht ? Weil es Dir nicht in dem Kram passt ?was mir in den kram passt, glaube ich sofort, genau wie du. für alles andere brauche ich glaubhafte argumente. ein solches argument wären die vielen lebenden spitzmaulnashörner in südafrika und namibia.
wer war es denn dann?krieg ich denn darauf noch ne antwort von dir?
noch mal: wer hat die ausrottung der spitzmaulnashörner verhindert und es noch dazu geschafft das sich der bestand inzwischen wieder so erfreulich gut entwickelt hat?
Vogelklappe
19. February 2006, 15:08
Die Behauptung von Karin, hierzulande würde die Abschußquoten aufgrund von irgendwelchen Zählergebnissen der Jäger festgelegt- der verzapft hanebüchenen Schwachsinn. Aufgrund wovon denn sonst, Daniel G ?
Peregrinus hat auch schon einmal in irgendeinem Thread hier bestätigt, daß die Untere Jagdbehörde die Zahlen aufgrund der Zählungen durch den Jagdpächter festlegt. Und natürlich sind das ausschließlich Zahlen von Jägern, auch dann, wenn sie zufällig Förster sein sollten. Das ist ja kein Widerspruch dazu, daß ggf. Verbißmeldungen mit einfließen.
Aber wenn Du eine Untere Jagdbehörde kennst, die anders verfährt, dann nenne sie doch bitte. Würde mich wirklich interessieren.
Peregrinus
19. February 2006, 16:05
Peregrinus hat auch schon einmal in irgendeinem Thread hier bestätigt, daß die Untere Jagdbehörde die Zahlen aufgrund der Zählungen durch den Jagdpächter festlegt. Und natürlich sind das ausschließlich Zahlen von Jägern, auch dann, wenn sie zufällig Förster sein sollten. Das ist ja kein Widerspruch dazu, daß ggf. Verbißmeldungen mit einfließen.
Ups, nein, das habe ich so sicherlich nicht gesagt. Der Jagdpächter reicht seinen Abschussplan bei der Unteren Jagdbehörde (beim Landratsamt) ein. Die Zahlen kann er grundsätzlich selbst festlegen, doch orientiert er sich in aller Regel am letzten Abschussplan und weicht – wenn überhaupt – nur wenig nach oben oder unten ab. Die Untere Jagdbehörde wiederum erhält von den Forstämtern die Verbissgutachten. In diesem beschreibt der Förster die Verbisssituation (nach Baumarten getrennt!) für jeden Jagdbezirk und gibt anhand dieser eine Empfehlung ab, ob der Abschuß gleich bleiben, erhöht oder gesenkt werden soll. Und anhand dieses Verbissgutachtens legt die Untere Jagdbehörde den Abschussplan für jeden Jagdbezirk fest.
LG
Pere ;)
Vogelklappe
19. February 2006, 16:56
Pere, was heißt das denn nun anderes als ich geschrieben habe:
Der Jagdpächter reicht seinen Abschussplan bei der Unteren Jagdbehörde (beim Landratsamt) ein. Die Zahlen kann er grundsätzlich selbst festlegen... Die Zahlen, die der Unteren Jagdbehörde vorliegen, stammen vom Jagdpächter (einem "Jäger"). Inwiefern Verbißgutachten berücksichtigt werden, hängt hingegen vom Förster ab; die gibt es auch nicht für jedes Revier, sondern nur dort, wo nennenswerter wirtschaftlicher Schaden entsteht.
Peregrinus
19. February 2006, 17:18
Pere, was heißt das denn nun anderes als ich geschrieben habe: Die Zahlen, die der Unteren Jagdbehörde vorliegen, stammen vom Jagdpächter (einem "Jäger"). Inwiefern Verbißgutachten berücksichtigt werden, hängt hingegen vom Förster ab; die gibt es auch nicht für jedes Revier, sondern nur dort, wo nennenswerter wirtschaftlicher Schaden entsteht.
Ja, die Zahlen stammen zunächst mal vom Jäger selbst, das ist richtig. Es hängt nicht vom Förster ab, inwiefern die Verbißgutachten berücksichtigt werden, da nicht er, sondern die Untere Jagdbehörde (beim Landratsamt) den Abschußplan festsetzt. Zumindest in Ba-Wü gibt es dieses Verbißgutachten für jeden (!) Jagdbezirk. Wie das in anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht.
Hier mal der betreffende Auszug aus dem Bundesjagdgesetz:
"§ 21 Abschußregelung
(1) Der Abschuß des Wildes ist so zu regeln, daß die berechtigten Ansprüche der Land, Forst und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden voll gewahrt bleiben sowie die Belange von Naturschutz und Landschaftspflege berücksichtigt werden. Innerhalb der hierdurch gebotenen Grenzen soll die Abschußregelung dazu beitragen, daß ein gesunder Wildbestand aller heimischen Tierarten in angemessener Zahl erhalten bleibt und insbesondere der Schutz von Tierarten gesichert ist, deren Bestand bedroht erscheint.
(2) Schalenwild (mit Ausnahme von Schwarzwild) sowie Auer, Birk und Rackelwild dürfen nur auf Grund und im Rahmen eines Abschußplanes erlegt werden, der von der zuständigen Behörde im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat (§ 37) zu bestätigen oder festzusetzen ist. Seehunde dürfen nur auf Grund und im Rahmen eines Abschußplanes bejagt werden, der jährlich nach näherer Bestimmung der Länder für das Küstenmeer und Teile davon auf Grund von Bestandsermittlungen aufzustellen ist. In gemeinschaftlichen Jagdbezirken ist der Abschußplan vom Jagdausübungsberechtigten im Einvernehmen mit dem Jagdvorstand aufzustellen. Innerhalb von Hegegemeinschaften sind die Abschußpläne im Einvernehmen mit den Jagdvorständen der Jagdgenossenschaften und den Inhabern der Eigenjagdbezirke aufzustellen, die der Hegegemeinschaft angehören. Das Nähere bestimmt die Landesgesetzgebung. Der Abschußplan für Schalenwild muß erfüllt werden. Die Länder treffen Bestimmungen, nach denen die Erfüllung des Abschußplanes durch ein Abschußmeldeverfahren überwacht und erzwungen werden kann; sie können den körperlichen Nachweis der Erfüllung des Abschußplanes verlangen.
(3) Der Abschuß von Wild, dessen Bestand bedroht erscheint, kann in bestimmten Bezirken oder in bestimmten Revieren dauernd oder zeitweise gänzlich verboten werden.
(4) Den Abschuß in den Staatsforsten regeln die Länder."
LG
Pere ;)
aday
19. February 2006, 21:09
Pere, was heißt das denn nun anderes als ich geschrieben habe:
Der Jagdpächter reicht seinen Abschussplan bei der Unteren Jagdbehörde (beim Landratsamt) ein. Die Zahlen kann er grundsätzlich selbst festlegen...
Die Zahlen, die der Unteren Jagdbehörde vorliegen, stammen vom Jagdpächter (einem "Jäger"). Inwiefern Verbißgutachten berücksichtigt werden, hängt hingegen vom Förster ab; die gibt es auch nicht für jedes Revier, sondern nur dort, wo nennenswerter wirtschaftlicher Schaden entsteht.
Vogelklappe, bist du sicher das du mal einen Jagdschein gemacht hast, wie du immer behauptest? Dann müßtest du doch zumindest Lesen können, oder?
Peregrinus hat doch recht mit seiner Aussagen zur festlegung des Abschusses beim Rehwild usw.. Aber das lernt man doch schon in der Jungjägerausbildung.
Vogelklappe
19. February 2006, 21:46
Dann müßtest du doch zumindest Lesen können, oder? Nicht wahr, aday ? Dann lies' doch auch, anstatt wieder 'mal voll daneben zu stänkert, aday.
Es ging hier darum, nichts anderes:
Pere: Ja, die Zahlen stammen zunächst mal vom Jäger selbst, das ist richtig. Und das schien mir von DanielG so nicht verstanden worden zu sein.
Wann merkst Du eigentlich, daß Du regelmäßig Opfer Deiner eigenen Projektionen bist ?
DanielG
20. February 2006, 08:13
Ich fürchte, dieser Thread artet aus, deshalb nur kurz zur allgemeinen Information:
Alle drei Jahre kommt ein Herr von der Landesforstverwaltung Ba-Wü (jetzt nach der Verwaltungsreform heißt die Behörde anders, tut aber nichts zur Sache) und zählt in meinem Revier die angefressenen Bäumchen, getrennt nach Baumart usw. Die Zähl- und Meßmethode ist einheitlich vorgeschrieben.
Und je nach dem, ob er mehr oder weniger Verbiß durch Reh- oder Rotwild feststellt, wird der Abschußplan erhöht oder gesenkt.
Dieser Abschußplan wiederum gilt für einen Zeitraum von drei Jahren, so dass sich Abschußplanung und Vegetationsgutachten in etwa decken.
Mir gibt man vor, in einem Drei-Jahres-Zeitraum 54 Rehe zu schiessen, unterteilt in Geschlecht und Altersklassen.Ob diese Zahl zu hoch, zu niedrig oder angemessen ist, wird sich beim nächsten Vegetationsgutachten zeigen.
Gemäß § 21 BJG muß ich diesen Abschußplan erfüllen, unabhängig davon, ob ich ihn für zu hoch oder zu niedrig halte.
Die Abschußplanung basiert mitnichten auf eigenen Zählergebnissen; das war früher mal so, ist aber Geschichte.
idS Daniel
Vogelklappe
20. February 2006, 08:23
...und zählt in meinem Revier die angefressenen Bäumchen, getrennt nach Baumart usw. Wer zählt das Reh- und Rotwild in dem Revier, DanielG, d.h. wessen (Wild-) Zählung liegt zugrunde ?
Das war die Frage.
DanielG
20. February 2006, 08:45
Hallo Vogelklappe,
Der tatsächliche Bestand z.B. an Rehwild läßt sich nicht ermitteln, deshalb ist man ja von der Zählerei abgekommen und hat den Zustand der Waldvegetation zum entscheidenden Parameter gemacht. Ist ja auch richtig so, denn ob nun 100 oder 200 Pflanzenfresser pro 100 Hektar Fläche leben können oder nicht, kann man nicht pauschal per Gesetz oder Verordnung regeln.
Ob die Biotopkapazität erschöpft ist oder nicht, lässt sich am Zustand der natürlichen Waldverjüngung ablesen, d.h. an den jungen Bäumchen, die noch so niedrig sind, dass die Rehe an die Spitzen und Triebe drankommen.
Wenn die Hälfte aller Bäumchen angefressen ist, dann sind sicher zu viele Pflanzenfresser da, wenn es nicht einmal 5% sind, dann ist der Wildbestand angepasst und die (forstliche) Welt in Ordnung.
Oder andersrum ausgedrückt: Wo viel Futter in Form junger Bäume zur Verfügung steht, kann man ein paar Pflanzenfresser mehr am Leben lassen als in Wäldern, wo nur Monokulturen stehen und kein Nachwuchs von unten kommt.
Wieviele Exemplare an Rot- oder Reh- oder Damwild usw. nun tatsächlich da sind, ist unerheblich, solange das Biotop diesen Bestand tragen kann.
Daher sind Zählergebnisse für die Abschußplanung nicht relevant, und aus diesem einfachen Grund zählt auch keiner mehr.
Anders sieht es aus bei Wildarten, die NICHT der Abschußplanung unterliegen und regional starken Bestands-Schwankungen unterliegen,z.B. Feldhasen in den Rheinauen. Wenn es späte Hochwasser gibt, kommen ganze Generationen an Junghasen um. Um beurteilen zu können, ob man im Herbst Hasen jagen kann, wird schon mal nachts mit Scheinwerfern gezählt.
Aber diese Zählergebnisse haben keinerlei Einfluss auf behördliche Abschußvorgaben, weil es z.B. für Feldhasen gar keine Abschußplanung gibt.
idS Daniel
P.S. Dier Thread sollte aber nicht zu einem Pro- und Contra-Jagd-Thread ausarten; es ging nur um eventuelle positive Einflüsse der Jagd auf den Artenschutz.
Vogelklappe
20. February 2006, 09:20
Hallo DanielG,
ich kann Dir nicht folgen. Siehe auch die von Pere eingestellte gesetzliche Grundlage:
"In gemeinschaftlichen Jagdbezirken ist der Abschußplan vom Jagdausübungsberechtigten im Einvernehmen mit dem Jagdvorstand aufzustellen."
Die Jagdpächter melden an die Untere Jagdbehörde sowohl Abschusszahlen als auch Zählungen für die Festsetzung des nächsten Abschussplans. Das heißt, die Wildzahlen, die der Behörde für die erneute Festsetzung vorliegen, beruhen auf den Angaben des "Jägers". Oder willst Du sagen, daß Du weder Zählergebnisse noch Abschusszahlen melden mußt ? Dann hätte ich gerne das Beispiel einer Unteren Jagdbehörde, die so vorgeht.
Um beurteilen zu können, ob man im Herbst Hasen jagen kann, wird schon mal nachts mit Scheinwerfern gezählt. Soweit mir bekannt, nur im Rahmen des Projektes WILD des IWFo, da diese Zählungen sonst (laut IWFo) nichts bringen. Für Niederwild gibt es keine Abschusspläne, insofern kann man sich dabei nur auf die vorher genannten Arten beziehen.
DanielG
20. February 2006, 09:33
Hallo Vogelklappe,
also ich habe die letzten 15 jahre keine Zählergebnisse gemeldet, und nachgefragt hat auch niemand von der Behörde.
Sehr wohl melden wir unsere tatsächlichen Abschußzahlen, und zwar jährlich im April an die untere Jagdbehörde. Diese Erfassung der tatsächlichen Abschußzahlen wird seit 1934 so geführt (Deutschland, das Land der Bürokraten?).
Der Abschußplan wird theoretisch vom Jäger aufgestellt und mit der Gemeinschaft der Grundeigentümer abgesprochen. Die Gemeinschaft der Grundeigentümer heißt juristisch korrekt "Jagdgenossenschaft" und deren gewählte Vertreter "Jagdvorstand". Damit soll das Mitwirkungsrecht der Landwirte bei der Jagd auf ihrem Grund und Boden sichergestellt werden.
Dieser gemeinsam aufgestellte Abschußplan wird der unteren Jagdbehörde zur Genehmigung vorgelegt. Diese Behörde kann wiederum Änderungen vornehmen, die dann aber verbindlich sind.
Praktisch sieht das so aus, dass dieser Abschußplan seit Jahrzehnten fortgeschrieben wird, wenn sich die Verhältnisse nicht grundlegend ändern, z.B. durch Umwandlung von Ackerland (Jagdfläche) in Baugebiet (befriedeter Bezirk). Und die die einzige Varianz ist die Höhe des Abschußsolls als Ergebnis der Vegetationsgutachten. Mal ein paar Stück mehr, mal ein paar weniger.
idS Daniel
Karin
20. February 2006, 09:40
Ich krieg die Krise !
Den Jägern scheint selbst nicht klar, wer was zählt, aber andere Leute für dumm verkaufen wollen ! :D
Zu dem jagdbaren Wild gehören übrigens nicht nur "bäumchenfressende" Rehe ;)
Karin
20. February 2006, 09:41
Mal abgesehen vom unterschwelligen Rassismus in den Posts von Karin und Südwind- es gehört schon eine gehörige Portion Selbstbewußtsein dazu.
Und dafür erwarte ich eine Entschuldigung !
Karin
20. February 2006, 09:54
@ DanielG, so direkt hab ichs mir nur nicht getraut es zu sagen...
Besser iss das, denn jemanden als Rassist zu beschimpfen ist nicht gerade risikolos. Sowas lass ich nicht auf mir sitzen, notfalls per Rechtsanwalt !
@ Karin:ja, WENN.... aber dem ist nun mal nicht so, denn es gibt doch schon wieder recht viele spitzmaulnashörner.
Es geht doch nicht nur um eine einzige Tierart. Was soll das ???
da hat peregrinus schon ein paar schätzungen abgegeben, die ganz sicher nicht übertrieben waren. ist das ergebnis daraus dann keine hilfe für den artenschutz?
Schätzungen von Peregrinus sollen eine Hilfe für den Artenschutz sein ?
Sag mal, wie ´doof muss man sein, um sowas zu glauben ?
nein, denn wenns legal möglich ist, warum soll es dann illegal (in streng bewachten südafrikanischen nationalparks) gemacht werden?
Willst Du mich missverstehen ? Ich habe nun schon mindestens 3 mal gesagt, was ich meine, aber Du konterst immer noch auf einen völlig anderen Sachverhalt. Und apropos streng bewachten Nationalparks : Klar, auf jeden Quadratkilometer kommt ein Wildhüter, unbestechlich versteht sich :D
in anderen ländern die sich den luxus dieser überwachung leider nicht leisten können, gibts die illegalen abschüsse, aber keine spitzmaulnashörner. also ist in diesem fall der artenschutz eine finanzielle angelegenheit.
Ach so ! Und Du glaubst das würde durch Jagdtourismus anders, oder wie ?
irgendwem wirds schon auffallen, den kein legal zahlender jagdtourist wird es sich leisten können an alle die es sehn könnten genug schmiergeld zu zahlen (und auch du mit deiner überzeugung wirst wissen, das in so einem fall immer mehr mitwisser auftauchen die die hand aufhalten würden. auch viele jahre später noch. und das wird sich kaum ein zahlungswilliger trophäenjäger antun wollen). abgesehn davon hat er wenig freude an einer trophähe, die er danach niemandem zeigen darf. und gesetzt den fall, von hundert illegal geschossenen spitzmaulnashörnern wird nur EIN jäger überführt: meinst du nicht der würde nicht alles ausplappern, nur um nicht in den knast zu kommen (wenns z.B. ein deutscher, oder amerikanischer jäger war)? dumm gelaufen für die genemigungsschreiber...
Ich kommentiere jetzt dieses Geschichtchen besser nicht, denn soviel Spekulationen und komische Zufälle auf einen Haufen, hab ich selten gelesen, mal ganz abgesehen davon, dass Du einfach meine Argumente unter den Tisch fallen lässt und ich keine Lust habe, sie noch 100 mal hier aufzuschreiben.
was hast du denn erlebt und aus welcher hand hast du was erfahren?
Lies nochmal meine letzten Postings, da steht´s drin.
was mir in den kram passt, glaube ich sofort, genau wie du. für alles andere brauche ich glaubhafte argumente. ein solches argument wären die vielen lebenden spitzmaulnashörner in südafrika und namibia.
Da muss ich Dich enttäuschen, denn ich glaube nicht einfach, was mir in den Kram passt ;)
krieg ich denn darauf noch ne antwort von dir?
noch mal: wer hat die ausrottung der spitzmaulnashörner verhindert und es noch dazu geschafft das sich der bestand inzwischen wieder so erfreulich gut entwickelt hat?
[Ironie an] Die Jäger, die sie abschiessen, natürlich [Ironie aus]
Vogelklappe
20. February 2006, 10:02
Der Abschußplan wird theoretisch vom Jäger aufgestellt...
Praktisch sieht das so aus, dass dieser Abschußplan seit Jahrzehnten fortgeschrieben wird, wenn sich die Verhältnisse nicht grundlegend ändern... Hallo DanielG, nun geht es also nur noch um den Unterschied zwischen Theorie und Praxis ? Das hättest Du auch gleich sagen können, denn die "Praxis" ist bekanntlich verschieden. Ist die Forstwirtschaft eher extensiv, z. B. in Hanglagen, spielt auch der Verbiß keine so große Rolle. Und sind die Wanderbewegungen des Wildes größer, wird eben teilweise doch auch nach Zählergebnissen gefragt (zumindest in Teilen des Schwarzwaldes).
Und rein praktisch sieht es auch so aus, DanielG, daß bei einer Über- oder Unterschreitung der Abschusspläne genauso wenig geschieht, "wenn sich die Verhältnisse nicht grundlegend ändern...", d.h. z. B. ein Förster lauter schreit.
Raven
20. February 2006, 10:35
Willst Du mich missverstehen ? Ich habe nun schon mindestens 3 mal gesagt, was ich meine
[ironiemodus]Nun nehmt doch endlich mal Karins Meinung als die einzig richtige und gültige Wahrheit an! Sie ist die Erleuchtete, man muss ihr einfach folgen!
DanielG
20. February 2006, 10:35
Hallo Vogelklappe,
ich denke doch, daß ich Dir deine Fragen korrekt beantwortet habe.
laut aufschreien muß bei uns kein Förster, weil er doch derjenige ist, der das Vegetationsgutachten schreibt, oder sein Vorgestzter tut es. Damit ist doch gewährleistet, dass die Interessen der Forstwirtschaft gewahrt bleiben. Im Klartext: der potentielle Geschädigte legt die Höhe des Schadens selbst fest.
Das gibts sonst nirgends in unserem Rechtsstaat.
Und was bestimmte Biotope oder Habitate wie Hanglagen, Bergwälder u.ä. angeht: nachzulesen in meinen Postings.
Die Biotopkapazität ist der entscheidende Parameter.
Zählergebnisse mögen für vieles als Grundlage dienen, für die Höhe der Abschußplanung oder- festlegung sind sie nicht relevant.
Und das ist auch gut so, ich denke, darin stimmen wir überein.
idS Daniel
Raven
20. February 2006, 10:38
Besser iss das, denn jemanden als Rassist zu beschimpfen ist nicht gerade risikolos. Sowas lass ich nicht auf mir sitzen, notfalls per Rechtsanwalt !
Eine bodenlose Frechheit, hier mit dem Anwalt zu drohen!
Karin
20. February 2006, 11:19
Eine bodenlose Frechheit, hier mit dem Anwalt zu drohen!
Ich denke, es ist viel eher eine bodenlose Frechheit, jemanden grundlos als Rassisten zu beschimpfen.
[ironiemodus]Nun nehmt doch endlich mal Karins Meinung als die einzig richtige und gültige Wahrheit an! Sie ist die Erleuchtete, man muss ihr einfach folgen!
Hat das jemand, ausser Dir, verlangt ? Ich erwarte einzig und allein, dass man Worte nicht nur lesen, sondern auch verstehen kann, wenn man über etwas diskutiert. Bist auch Du nicht dazu in der Lage ?
Na Daniel, wie sieht´s aus mit der Entschuldigung ?
DanielG
20. February 2006, 11:35
Wer hat denn afrikanische Wildhüter in Bausch und Bogen als korrupte Bande dargestellt?
Wer also sollte sich entschuldigen?
idS Daniel
VEBsurfer
20. February 2006, 11:37
hi karin,
ich finde deine sichtweise auf die menschen in afrika und ihre einstellung zu tieren ebenfalls höchst mißverständlich.
da ich dich nicht persönlich kenne, kann ich nicht beurteilen, ob du eine rassistin bist oder nicht. deine aussagen sind jedoch - wenigstens - von einer unerträglichen eurozentrischen arroganz, die durchaus auch aus ecken tönt, die dir nicht recht sein sollten.
mfg
stefan
Karin
20. February 2006, 11:44
Wer hat denn afrikanische Wildhüter in Bausch und Bogen als korrupte Bande dargestellt?
Wer also sollte sich entschuldigen?
idS Daniel
Und was schrieb ich noch ?
Ich warte Daniel, denn das ist nicht das Einzige, was Du Dir hier geleistet hast, aber da dies scheinbar aus Unkenntnis geschehen ist, bewerte ich das mal nicht über !
Karin
20. February 2006, 11:52
hi karin,
ich finde deine sichtweise auf die menschen in afrika und ihre einstellung zu tieren ebenfalls höchst mißverständlich.
Was ist daran mißverständlich ? Menschen werden nun mal bestechlich und korrupt unter gewissen Umständen. Was hat das mit Rassismus zu tun ?
VEBsurfer
20. February 2006, 12:01
weil es einfach nicht stimmt, dass menschen immer gleich korrupt und bestechlich werden. es gibt sogar menschen, die trotz größten drucks zu ihren prinzipien stehen und diese auch in ihren handlungen dokumentieren.
und weil gerade dieses posting zeigt, dass mir dein vertrauen in die fähigkeit von afrikanern, selber zu wählen, auf welche seite des gesetzes sie stehen wollen, zu gering ist.
das ist sicher nicht zwingend rassistisch. aber eben einfach eine sehr dumme annahme.
Raven
20. February 2006, 12:05
Menschen werden nun mal bestechlich und korrupt unter gewissen Umständen. Was hat das mit Rassismus zu tun ?
Deine Worte:
Wenn Dir klar ist, wie bestechlich und korrupt die Afrikaner sind,
Wenn du nicht speziell "Afrikaner", sondern "Menschen" geschrieben hättest, wäre es etwas anderes, so aber liegt der Eindruck des Rassismus durchaus nahe.
Als liegt es an dir, hier und jetzt deutlich zu erklären, dass diese Aussage nicht rassistisch gemeint ist und dass du dich falsch ausgedrückt hast.
Karin
20. February 2006, 12:10
Als liegt es an dir, hier und jetzt deutlich zu erklären, dass diese Aussage nicht rassistisch gemeint ist und dass du dich falsch ausgedrückt hast.
Weil Du es wie immer missverstehen willst ? Nö Dagmar, such Dir doch mal ein anderes Feindbild.
Karin
20. February 2006, 12:17
weil es einfach nicht stimmt, dass menschen immer gleich korrupt und bestechlich werden. es gibt sogar menschen, die trotz größten drucks zu ihren prinzipien stehen und diese auch in ihren handlungen dokumentieren.
und weil gerade dieses posting zeigt, dass mir dein vertrauen in die fähigkeit von afrikanern, selber zu wählen, auf welche seite des gesetzes sie stehen wollen, zu gering ist.
das ist sicher nicht zwingend rassistisch. aber eben einfach eine sehr dumme annahme.
Ich würde sagen, dass ist nicht dumm, sondern realistisch, denn welcher Mensch stirbt lieber, statt durch Bestechlichkeit sein eigenes Überleben zu sichern ????
Und es dürfte jedem hier klar sein, dass es in Afrika viele viele Menschen gibt, die es nicht gewohnt sind, dass sich jemand anderer um ihr Überleben sorgt, wenn sie es nicht selbst tun.
Hier noch ein Link, wenn dieser auch wahrscheinlich genauso wenig, wie der Regenwaldlink, gelesen wird. "Man" pflückt sich lieber Worte aus dem Zusammenhang und benutzt sie dann, um anderen etwas zu unterstellen oder wie soll ich das mittlerweile bewerten ?
http://www.netzeitung.de/wissenschaft/260742.html
st68
20. February 2006, 12:41
@karin, hab mir mal erlaubt deinem link (http://www.netzeitung.de/wissenschaft/215094.html)zu folgen und da wieder was "rauszupflücken" was mir in den kram passt. ich hoffe doch das du das nicht wieder als haltlose unterstellung bezeichnest. sind ja nicht meine worte.
Der Handel mit Elfenbein ist einzelnen afrikanischen Staaten unter strengen Auflagen wieder erlaubt. Der technische Ausschuss der zur Zeit im chilenischen Santiago tagenden Artenschutzkonferenz CITES (Convention on International Trade in Endangered Species) erteilte am gestrigen Dienstag drei Staaten – Botswana, Namibia und Südafrika – die Genehmigung zum Verkauf von insgesamt 60 Tonnen Elfenbein aus Lagerbeständen. Entsprechende Anträge von Zimbabwe und Sambia wurden dagegen abgelehnt.
Das Elfenbein stammt nach offiziellen Angaben der drei Staaten von Elefanten, die eines natürlichen Todes gestorben sind. Der durch den Verkauf erzielte Gewinn soll in Schutzmaßnahmen für Elefanten investiert werden. Mit dem Verkauf kann erst ab Mai 2004 begonnen werden. Bis dahin sollen die Vorräte von CITES-Vertretern registriert und weitere Daten zur Gefährdung der Elefanten durch Wilderer gesammelt werden. Die Entscheidung des Ausschusses muss vom Plenum der Delegierten aus 160 Ländern noch genehmigt werden.
«Die heutige Entscheidung bedeutet eine afrikanische Lösung für ein afrikanisches Problem», so CITES-Generalsekretär Willem Wijnstekers. «Während sich reichere Staaten Bewahrung durch strikten Schutz eher leisten können, müssen ärmere Nationen nach Wegen suchen, um sich die dringend benötigten Finanzmittel für Schutzmaßnahmen zu beschaffen.»
Nach Angaben der Schutzorganisation «Pro Wildlife» enthielten sich die Vertreter der EU-Staaten bei der Abstimmung zu Botswana, Südafrika und Namibia der Stimme. «Mit ihren 15 Stimmen hätten sie die Freigabe des Elfenbeinhandels verhindern können, wie sich am Beispiel Sambia und Simbabwe gezeigt hat», so Pro Wildlife-Sprecherin Daniela Freyer, die an der Konferenz teilnimmt.das ganze sieht für mich jedenfalls nicht nach einem planlosen wilden abschlachten von nahezu ausgestorbenen tierarten, durch bestochene und korrupte afrikaner aus. da wird offenbar ganz genau begründet und dann entschieden, wer was warum darf und wer nicht.
Karin
20. February 2006, 13:42
@karin, hab mir mal erlaubt deinem link (http://www.netzeitung.de/wissenschaft/215094.html)zu folgen und da wieder was "rauszupflücken" was mir in den kram passt.
Eine weiterführende Seite hast Du Dir rausgepflückt, die nicht zu dem Artikel gehört, den ich verlinkte.
sind ja nicht meine worte.das ganze sieht für mich jedenfalls nicht nach einem planlosen wilden abschlachten von nahezu ausgestorbenen tierarten, durch bestochene und korrupte afrikaner aus. da wird offenbar ganz genau begründet und dann entschieden, wer was warum darf und wer nicht.
Habe ich von planlosem und wilden Abschlachten gesprochen ?
Und ausserdem steht dort, dass es sich ausschließlich um Elfenbein von Elefanten handelt, die eines natürlichen Todes gestorben sind.
Was hat das mit Trophäenjagd zu tun, was mit Korruption ?
Aber wenn Du den Link gelesen hast, hast Du sicherlich auch folgendes gesehen :
"Korruption von Regierungsbeamten und eine schlechte Naturschutz-Bilanz gehen in vielen Ländern einher. Doch gerade in diesen Staaten liegen häufig Lebensräume mit besonders hoher Biodiversität. Bei der Förderung von Naturschutz-Maßnahmen müsste das eingerechnet werden, sagen britische Forscher.
Bäume, Elefanten, Nashörner
Wenn das Geld nicht durchkommt, wird es nicht helfen, mehr Geld zu schicken», sagt Robert Smith. Ein Team um den Biologen von der britischen University of Kent in Canterbury hat die Länderwerte eines Korruptions-Index des internationalen Vereins Transparency International mit dem dortigen Artenreichtum verglichen.
Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe des Magazins «Nature» berichten, gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen Korruption und Umweltzerstörung. Auf dem afrikanischen Kontinent schlage sich die Bestechlichkeit vor allem im Verlust von Wäldern und dem Rückgang von Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) und Spitzmaulnashörnern (Diceros bicornis) nieder.
Natur gegen Geld
In schlecht regierten Länder sei der Verlust am größten, berichten die Forscher. Sie nennen etwa den Sudan und Äthiopien. Die Bestechlichkeit untergrabe internationale Handels-Beschränkungen mit gefährdeten Arten. «Oftmals sind die einzigen Menschen, die den Gemeinden etwas für ihre Ressourcen anbieten diejenigen, die sie zerstören», sagte Dick Rice von der Organisation Conservation International dem Onlinedienst von «Nature».
Die eigentlichen Probleme würden oft nicht erkannt, da die in den Projekten arbeitenden Biologen zumeist nach biologischen Ursachen suchten. Doch Naturschützer müssten erkennen, dass für ihre Tätigkeiten die Gesetze eines Marktes gelten, sagt Rice. Das Team um Smith empfiehlt, die Mitarbeiter der Naturschutz-Organisationen in den Ländern gut zu bezahlen, auszubilden und zu motivieren. Die Attraktivität unlauterer Geld-Angebote würde dann sinken."
tamborie
20. February 2006, 13:48
Sowas lass ich nicht auf mir sitzen, notfalls per Rechtsanwalt !
Halt mal den Ball flach, was hier die User schon durch Deine Äußerungen mitmachen mussten, würde da dann ne Klagewelle auf Dich zurollen.
Karin
20. February 2006, 14:32
Illegal
http://www.prowildlife.de/de/Presse/Archiv_2004/PM-Uganda-Jagd/pm-uganda-jagd.html
Recherchen von PRO WILDLIFE ergaben, dass sich hinter Uganda Savannah Hunting der deutsche Jagdreiseveranstalter CS Jagdkontor verbirgt. „Mitbesitzer dieser in Ostbevern (Nordrhein-Westfalen) ansässigen Firma ist Christian Weth, der gleichzeitig auch Direktor der Uganda Savannah Hunting ist“, berichtet Freyer. CS Jagdkontor bietet auch in anderen Ländern (z.B. Kamerun und Tansania) Jagdreisen an, z.B. auf Elefant, Leopard oder Löwe.
Die Liste der von CS-Jagdkontor in Uganda zum Abschuss angebotenen Tiere ist lang und umfasst zahlreiche bedrohte Arten wie Sitatunga (Sumpfantilope), Kaffernbüffel, Leier- und Grasantilope oder großen Kudu. Vor allem für Jagdreiseanbieter ist die Großwildjagd ein lukratives Geschäft: CS-Jagdkontor verlangt für eine Jagdreise in Uganda zwischen 6.000 und 27.300 Dollar. Pro Abschuss werden zusätzliche Kosten fällig. Selbst vor geschützten Arten, wie Pavian, Wüstenluchs, Nilpferd oder Krokodil (allesamt geschützt in Anhang B der EU-Artenschutzverordnung bzw. Anhang II des WA*), macht das Angebot nicht halt. Das Anbieten und der internationale Transfer von Trophäen dieser Arten ist ohne die Genehmigung Ugandas illegal. „Bei der Suche nach dem ultimativen Kick bei der Jagd auf neue Arten in immer neuen Ländern sind Reiseveranstalter und Trophäenjäger oft völlig skrupellos“, so die PRO WILDLIFE Expertin.
Karin
20. February 2006, 15:32
Wie hoch sind die Einnahmen für den Artenschutz ???
Die Preise für Trophäen und Jagdaufenthalt sind gegenwärtig von staatlicher Seite nicht festgelegt
Ohne Kommentar
Das große Engagement deutschstämmiger Farmer und Jäger hat dazu geführt, dass Gesetzgebung und Jagdpraxis stark von deutschem Jagdrecht und deutscher Jagdethik geprägt wurden.
http://www.jww.de/445,809/
NAPHA
Afrikaner ?
Der Verband
NAPHA versucht seine Ziele durch die folgenden Ausschüsse zu erreichen:
Die Exekutive
Der Vorstand ist für die allgemeine Administration der NAPHA verantwortlich.
Präsident : Danie Strauss
Stellvertretender Präsident : Diethelm Metzger
Schatzmeister : Jozef Lamprecht jnr.
Mitglieder : Winfried Dörnhöfer
kooptieren Johann Louw
http://www.natron.net/napha/deutsch/theassociation.html
Beide Links verschaffen übrigens einen guten Überblick über Zusammenhänge, was die Trophäenjagd (zumindestens in Namibia) betrifft
st68
20. February 2006, 15:57
Und ausserdem steht dort, dass es sich ausschließlich um Elfenbein von Elefanten handelt, die eines natürlichen Todes gestorben sind.
Was hat das mit Trophäenjagd zu tun, was mit Korruption ?
du meintest aber ganz klar, dass die wiederzulassung des handels mit verbotenen trophäen, die illegale wilderei auf die träger dieser trophähen wieder ermöglicht, oder erleichtert. also elfenbeinhandel = elefantenmord (zumindest für dich, oder deine logik).
übrigens wurde durch den internationalen elfenbeinbeukott auch einigen sibirischen kunstschnitzern das handwerk stillgelegt, die ihr leben lang noch keinem afrikanischen elefanten ein haar gekrümmt hatten, sondern nur fossile stoßzähne von mammuts benutzten. ist doch auch nicht besonders gerecht gewesen, oder?
Habe ich von planlosem und wilden Abschlachten gesprochen ?gut, entschuldigung, du meintest organisierte und geplante kriminelle aktionen von DEN AFRIKANERN. also nicht planlos...
Aber wenn Du den Link gelesen hast, hast Du sicherlich auch folgendes gesehen :jawohl, das habe ich. und dem habe ich entnommen das es in diesen negativbeispielen nie um südafrika oder namibia ging (zumindest hab ich nichts dergleichen gefunden). und genau aus diesem grund haben wohl auch nur diese beiden länder eine lockerung des verbots der trophäenjagd und des elfenbeinhandes bekommen.
Doch Naturschützer müssten erkennen, dass für ihre Tätigkeiten die Gesetze eines Marktes gelten, sagt Rice. Das Team um Smith empfiehlt, die Mitarbeiter der Naturschutz-Organisationen in den Ländern gut zu bezahlen, auszubilden und zu motivieren. Die Attraktivität unlauterer Geld-Angebote würde dann sinken.und wo soll dieses geld her kommen?
st68
20. February 2006, 16:07
Wie hoch sind die Einnahmen für den Artenschutz ???dazu müßtest du dich erst mal auf ein einzelnes land in afrika festlegen. afrika ist nämlich ein kontinent und kein land. und wenn in südafrika 5 alte spitzmaulnashörner aus einem gesunden bestand geschossen werden, wird daurch nicht die korruption und wilderei in kenia gefördert.
es kann nämlich wirklich sein, das die einnahmen für den abschuß der besagten nashörner (in südafrika und nicht in kenia oder sonstwo), dem artenschutz dieser nashörner zugeführt werden. zeige mir die genaue gegendarstellung zu diesem speziellen fall und ich glaube dir.
und es gibt tatsächlich menschen mit namibischer oder südafrikanischer staatsangehörigkeit, die deutsche namen tragen, manchmal sogar mit schwarzer haut.
Karin
20. February 2006, 16:40
du meintest aber ganz klar, dass die wiederzulassung des handels mit verbotenen trophäen, die illegale wilderei auf die träger dieser trophähen wieder ermöglicht, oder erleichtert. also elfenbeinhandel = elefantenmord (zumindest für dich, oder deine logik).
Ja sicher, alles was nur in Ausnahmen erlaubt ist, fördert illegale Aktivitäten, wenn damit Geld zu verdienen ist.
übrigens wurde durch den internationalen elfenbeinbeukott auch einigen sibirischen kunstschnitzern das handwerk stillgelegt, die ihr leben lang noch keinem afrikanischen elefanten ein haar gekrümmt hatten, sondern nur fossile stoßzähne von mammuts benutzten. ist doch auch nicht besonders gerecht gewesen, oder?
Aber konsequent
gut, entschuldigung, du meintest organisierte und geplante kriminelle aktionen von DEN AFRIKANERN. also nicht planlos...
Wie kommst Du darauf, dass ich das meinte ? Die "eigentlichen" Afrikaner werden doch nur benutzt.
jawohl, das habe ich. und dem habe ich entnommen das es in diesen negativbeispielen nie um südafrika oder namibia ging (zumindest hab ich nichts dergleichen gefunden). und genau aus diesem grund haben wohl auch nur diese beiden länder eine lockerung des verbots der trophäenjagd und des elfenbeinhandes bekommen.
Soweit ich weiss, waren es mehrere Länder.
Trophäenjagd ist aber nicht nur in Namibia möglich, sondern in ganz Afrika.
und wo soll dieses geld her kommen?
Du hast das wohl nicht richtig verstanden. Das Geld scheint vorhanden zu sein, es kommt nur nicht an ;)
dazu müßtest du dich erst mal auf ein einzelnes land in afrika festlegen. afrika ist nämlich ein kontinent und kein land. und wenn in südafrika 5 alte spitzmaulnashörner aus einem gesunden bestand geschossen werden, wird daurch nicht die korruption und wilderei in kenia gefördert.
es kann nämlich wirklich sein, das die einnahmen für den abschuß der besagten nashörner (in südafrika und nicht in kenia oder sonstwo), dem artenschutz dieser nashörner zugeführt werden. zeige mir die genaue gegendarstellung zu diesem speziellen fall und ich glaube dir.
Was für ein spezieller Fall ??? Meine letzten Links betrafen nur Namibia.
und es gibt tatsächlich menschen mit namibischer oder südafrikanischer staatsangehörigkeit, die deutsche namen tragen, manchmal sogar mit schwarzer haut
Deswegen steht da ja auch "deutschstämmiger Farmer und Jäger ".
Ja ja ....:~
Es bleibt die Frage : Wieviel Geld für den Artenschutz ? Es müsste für eine gewisse Zeitperiode sogar feststehen, denn die Konzessionen werden ja versteigert, davon wird ein Teil oder vielleicht sogar alles (?) für den Artenschutz verwendet und darüberhinaus gibt es scheinbar nix, zumindestens nicht von den Trophäengeldern. Nur wo findet man diese Zahlen ?
st68
20. February 2006, 20:46
Ja sicher, alles was nur in Ausnahmen erlaubt ist, fördert illegale Aktivitäten, wenn damit Geld zu verdienen ist.aber die erfahrung zeigt, das totalverbote die illegalen aktivitäten noch mehr fördern. siehe organisierte bandenmäßige nashorn und elefantenjagd, mit schwerem maschinengewehr und panzerfaust. und weil eh keiner von den normaleinwohnern afrikas was von diesen tieren hatte, hat keiner einen finger für deren erhalt krumm gemacht. jetzt könnten sie etwas davon haben und daran verdiehnen, aber das willst du auch nicht zu lassen. wie intelligent und weitsichtig...
Aber konsequent konsequent durchgesetzte ungerechtigkeit wird dadurch auch nicht gerechter.
Wie kommst Du darauf, dass ich das meinte ? Die "eigentlichen" Afrikaner werden doch nur benutzt.und was tust du dagegen? oder was würdest du dagegen tun? ihnen ganz genau vorschreiben (oder verbieten) was sie auf oder mit ihrem land tun sollen, weil siehs ja leider nicht selber wissen?
Soweit ich weiss, waren es mehrere Länder.
Trophäenjagd ist aber nicht nur in Namibia möglich, sondern in ganz Afrika.das mit den spitzmaulnashörnern wurde nur südafrika und namibia erlaubt (kannst mich aber auch berichtigen). und zwar weil es dort genug davon gibt. und andere tierarten, die es überall (relativ) reichlich gibt, kann man natürlich auch überall jagen. und was ist da verwerfliches bei, wenn ein landbesitzer in einer marktwirtschaftlich geprägten welt, daraus etwas ged schlagen will/muß? denn der kommunismus ist leider auch in afrika gescheitert.
Du hast das wohl nicht richtig verstanden. Das Geld scheint vorhanden zu sein, es kommt nur nicht an.das habe ich sehr wohl verstanden. aber an diesem problem leiden nicht nur die "unterentwickelten" afrikanischen staaten. nur warum suchst du den übeltäter immer nur bei den geldempfängern und nicht zur abwechslung mal bei den geldgebern? wenn zum ausgleich für veruntreute spenden immer nur mehr gespendet wird, liegt die eigendliche ursache für die veruntreuung sicher nur bei den spendern. warum also nicht diesen ganzen spendensumpf trockenlegen indem er einfach umgangen wird, und das geld zur finanzierung von nationalparks nicht mehr durch spenden, sondern (zumindest zum teil) durch eigene wirtschaftliche tätigkeit verdiehnen? machen das deutsche tierparks nicht auch schon lange so?
Was für ein spezieller Fall ??? Meine letzten Links betrafen nur Namibia.die 5 alten spitzmaulnashörner.
Deswegen steht da ja auch "deutschstämmiger Farmer und Jäger ".und was hast du gegen die? die können auch nix für ihre herkunft.
Es bleibt die Frage : Wieviel Geld für den Artenschutz ?von welchen trophäenjagden meinst du, muß für dich der erlös denn zwangsläufig in den artenschuß fließen? von allen? oder nur von den spitzmaulnashörnern aus nationalparks? gibt da ja auch noch die für jagdtouristen organisierten safaris, außerhalb von nationalparks auf privatland, auf nicht besonders geschützte arten. bei denen zahlt der veranstalter sicher nix in den artenschutz ein.
Karin
21. February 2006, 10:29
Ich hab nu keine Lust mehr, mir dauernd die Worte im Munde umdrehen zu lassen. Hätte mir eigentlich vorher klar sein müssen, dass eine Diskussion nicht möglich ist :~
st68
21. February 2006, 13:05
@ karin, wie sieht denn eine diskusion aus, die für dich möglich wäre?
Karin
22. February 2006, 10:20
Das sag ich Dir in ein paar Tagen, wenn´s mir wieder besser geht. Hab zur Zeit die Grippe und wenig Antrieb für sowas. Bestimmt Vogelgrippe, denn ich hab mir Sonntag ein paar aufgestallte Hühnchen angeschaut :D
südwind
13. March 2006, 10:29
"Ein Rancher schlachtet nicht die besten Bullen"
Auch Löwenexperte Bauer sieht in der Trophäenjagd eine Chance: "Sie kann zum Arterhalt beitragen. Ich respektiere zwar, wenn manche Leute die Trophäenjagd aus ethischen Gründen prinzipiell ablehnen. Aber wenn Sie in Länder fahren, in denen die Trophäenjagd erlaubt ist, und sehen, wie das Geld, das die Jäger hierlassen, eingesetzt wird, werden Sie merken, dass die Natur dadurch profitiert. Das beste Beispiel ist Südafrika." Viele Menschen hätten dort erkannt, dass sie mit wilden Tieren auf ihrem Farmland mehr Geld machen können als mit Ackerbau oder Viehzucht.
Tierarzt Siefert dagegen ist skeptisch. Die Jäger wollten schließlich die besten Löwen mit den schönsten Mähnen als Trophäen mit nach Hause nehmen. Da könne es dann schon mal passieren, dass man es bei der Bestimmung des Alters nicht so genau nimmt. Für den Bestand wäre der Verlust der starken Rudelführer und ihrer Gene verheerend. "Ein Rancher würde seine besten Bullen oder Kühe niemals schlachten, sondern für die Zucht einsetzen."
Siefert setzt eher auf das Geld der Fototouristen. Schließlich wolle jeder Urlauber auf einer Fotosafari die sogenannten Big Five, also Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe, vor die Linse bekommen - was etwa im Queen-Elizabeth-Nationalpark gar nicht so einfach ist. Wichtig sei also, den Touristen zu ermöglichen, die Löwen auch tatsächlich zu sehen, ohne die Tiere allzu sehr zu beunruhigen. Der Veterinär plädiert daher für eine verstärkte Zusammenarbeit der Löwenexperten, die einige der Raubkatzen ohnehin per Funkhalsband überwachen, und der Safari-Unternehmen. Bei Menschenaffen ist Ökotourismus bereits üblich - wieso sollte das Prinzip bei Löwen nicht funktionieren?
So uneins Artenschützer darüber sind, wie der Löwe am besten zu schützen sei, so einig sind sie sich darüber, dass etwas getan werden muss. Dabei geht es nicht nur um den Löwen allein. Wer das symbolträchtige Tier schützt, erhält damit ganze Ökosysteme. Noch bewerten die Experten die Lage für den afrikanischen Löwen, dessen asiatischer Vetter schon bis auf wenige Exemplare ausgestorben ist, nicht als aussichtslos. "Aber man muss jetzt handeln, um Viertel vor Zwölf", sagt Siefert. "Um Fünf vor Zwölf ist es vielleicht zu spät."
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,399231-2,00.html
Kanadagans
14. March 2006, 11:09
Hallihallo *einklink*!
Ich persönlich finde es ein bißchen traurig, daß Natur zunehmend nur noch existieren darf, wenn sie ausreichend Profit abwirft, das sie quasi also hauptsächlich dann eine Berechtigung hat, zu existieren, wenn der Rubel rollt...
Ich habe im TV den Sender terranova, der hauptsächlich Dokumentationen bringt, dabei sehr viele aus Südafrika und dessen Nationalparks.
Und ich muß allmählich sagen, das geht da unten zu, wie hierzulande in Zoos.
Es heißt immer nur Tiere fangen, Tiere verkaufen, private Schutzgebiete für Touristen mit Wild bestücken...
Ich meine, es ist ja eine sehr positive Sache, daß die riesigen einstigen Rinderfarmen wieder in Natur umgewandelt werden, und das zwei Farmen zu einem Gelände zusammengelegt werden etc., aber jedes Mal geht es dabei nur um den Profit, den Touristen bringen können...
Da werden Parks raubwildfrei gehalten, damit möglichst viele Pflanzenfresser hochkommen, die man dann verkaufen kann...
Oder in einem anderen Park Leoparden gefördert, in dem man das eventuell ungünstige Geschlechterverhältnis durch Zukauf ausgleicht, und Löwen fernhält, die mit den Leoparden konkurrieren könnten.
Das ganze dann, um entweder Leoparden an Schutzgebiete, oder besser Profitfarmen, zu verhökern, oder aber zur Trophäenjagd...
Ich meine, das ist da unten schon beinahe eine Industrie geworden mit dem Wildtierfang und -verkauf.
Es wird mit großer Routine und mit den modernsten Mitteln gearbeitet, and alles nur des Geldes wegen. Und ich möchte gerne wissen, wieviele Ranger dort einzig der Natur oder des Tierschutzes wegen arbeiten...
Ebenso beim Regenwald. Es wird eigentlich hauptsächlich vorgeschützt, es könnten dadurch Ökosysteme und Arten aussterben, die uns Menschen mal direkt von Nutzen sein könnten...
Ich finde es ein äußerst bedenkliches und verdammt trauriges Armutszeugnis, daß Natur zunehmend nur noch deshalb existieren darf, weil sie genug Kohle bringt... Sehr traurig!
Grüße, Andreas
PS: Dem asiatischen Löwen geht es ausgezeichnet!
Seine Population ist zwar auf den Gir- Forest beschränkt, gedeiht jedoch sehr gut. Der Park selbst hat sein maximales Löwenpotential erreicht, es beginnen sich in umliegenden Gebieten Subpopulationen zu bilden.
Der asiatische Löwe wurde zwar auch nur der Trophäenjagd willen erhalten, aber da die Population so offensichtlich gut gedeiht, bin ich der festen Ansicht, man könnte beginnen, andere oder neue Schutzgebiete im ehemaligen Verbreitungsgebiet in Indien, Pakistan, in Israel ( Negev) neu zu besiedeln, und damit der Unterart eine neue Chance zu geben.
Karin
20. March 2006, 20:32
Ebenso beim Regenwald. Es wird eigentlich hauptsächlich vorgeschützt, es könnten dadurch Ökosysteme und Arten aussterben, die uns Menschen mal direkt von Nutzen sein könnten...
Ich finde es ein äußerst bedenkliches und verdammt trauriges Armutszeugnis, daß Natur zunehmend nur noch deshalb existieren darf, weil sie genug Kohle bringt... Sehr traurig!
Du hast es auf den Punkt gebracht ! Aber es ist in meinen Augen nicht traurig, sondern mehr als nur dumm, die Natur so "auszubeuten" und nach wirtschaftlichen Maßstäben zu "formen", denn scheinbar haben die Menschen immer noch nicht begriffen, dass sie von ihr abhängig sind, und zwar auch ohne mit ihr Geld zu verdienen. Nicht umsonst steckt in diesem Spruch mehr als nur ein Körnchen Wahrheit : Irgendwann wird der Mensch feststellen, dass man Geld nicht essen kann.
Karin
20. March 2006, 20:50
@ karin, wie sieht denn eine diskusion aus, die für dich möglich wäre?
Eine Diskussion ohne Unterstellungen und Beleidigungen, die nur darauf abzielen, das Gegenüber in ein falsches Licht zu stellen.
Es mag sein, dass es spinnerte, religiös überkandidelte "Nichtfleischesser" gibt, ebenso, wie es schiessgeile Jäger gibt, die Spaß am töten haben, doch ich gehe mal davon aus, dass keiner der hier anwesenden Diskussionsteilnehmer zu diesen Kategorien gehören. Es gibt zwischen "UL-Veganern" und "triebgesteuerten Jägern" noch ´ne Menge Facetten und ich finde darunter gibt es ´ne Menge Menschen, die man durchaus Ernst nehmen und deren Ansichten man respektieren sollte, auch wenn man mit deren Meinung nicht konform geht.
Sich eine andere "Welt" zu wünschen, heisst nicht, dass man sie nicht so sieht, wie sie ist, sondern viel eher das Gegenteil. Nicht mit dem Strom zu schwimmen, heisst nicht, dass man ein realitätsfremder Spinner ist.
Ich denke, wenn man dies beherzigt, ist eine Diskussion möglich
Peregrinus
24. March 2006, 17:26
Ich persönlich finde es ein bißchen traurig, daß Natur zunehmend nur noch existieren darf, wenn sie ausreichend Profit abwirft, das sie quasi also hauptsächlich dann eine Berechtigung hat, zu existieren, wenn der Rubel rollt...
Hallo Andreas,
da hast Du vom Grundgedanken zwar Recht, aber es wäre sehr blauäugig, in der heutigen Zeit auf das "gute Herz" der Menschen zu setzen. Der Mensch ist seit jeher ein Egoist (sonst hätte er es nie so weit gebracht), und das wird auch künftig so sein. Es mag in diesem Zusammenhang zwar seltsam klingen, aber Geld regiert tatsächlich die Welt, auch in Sachen Artenschutz! Nur wenn wir das akzeptieren, haben wir die Chance, daß die Tiere eben auf diesem Wege erhalten bleiben. Wie sagt man so schön: "Will der Gaul nicht vorwärts in den Stall, geht es eben rückwärts!"
LG
Pere ;)
Karin
26. March 2006, 20:19
Nur wenn wir das akzeptieren, haben wir die Chance, daß die Tiere eben auf diesem Wege erhalten bleiben.
Wohin würde denn diese Akzeptanz führen ?
Erhalten kann man die Tiere auch in Zoos, aber es geht nicht einfach darum, dass sie noch auf dieser Erde weilen.
Gert
27. March 2006, 20:01
Erhalten kann man die Tiere auch in Zoos, ...
Das ist leider ein Wunschdenken. Zoos sind begrenzt, einmal in finanzieller Hinsicht, zum anderen, und das ist das Hauptübel, im beschränkten Platz. Berechnungen gehen davon aus, daß in Zoos maximal 1500 Tierarten dauerhaft erhalten werden können, das ist nur ein Bruchteil der gefährdeten Species dieser Erde. Der Grund liegt in der notwendigen Erhaltung der genetischen Variabilität und der weitestgehenden Vermeidung einer Gendrift. dazu benötigt man so ca. 500 - 1000 Tiere der jeweiligen Art (manchmal mehr, manchmal auch weniger, je nach Generationslänge). Rechne das mal hoch. Und leider lassen sich Nachzuchten nicht immer so steuern, wie man es gerne hätte, die Folge sind entweder fehlende Nachkommen von wichtigen Elterntieren oder auch Nachkommen, die aus Gründen der Genvariabilität nicht zur Weiterzucht eingesetzt werden können. Dann wird das zum Tierschutzproblem, zumindest in Deutschland.
Langfristig lassen sich viele Arten nur in ihren Lebensräumen erhalten. Und dort müssen sie in irgendeiner Art und Weise gemanagt werden, auch durch die Jagd ...
..., aber es geht nicht einfach darum, dass sie noch auf dieser Erde weilen.
Worum dann?
st68
27. March 2006, 23:04
Worum dann?karin meint sicher, dass die tiere in zoo's, oder wenn sie in der hand des menschen sind, NUR existieren/verweilen und nicht wirklich LEBEN. da stimme ich ihr voll und ganz zu. trauriger anblick, wenn man sich käfig- zoo- oder gehegetiere mal genau anschaut.
Karin
28. March 2006, 21:48
karin meint sicher, dass die tiere in zoo's, oder wenn sie in der hand des menschen sind, NUR existieren/verweilen und nicht wirklich LEBEN.
So sieht es aus.
Gert, Du sprichst von den Problemen, die der Mensch bei der Erhaltung von Tierarten in Gefangenschaft hat. Ich gehe mal davon aus, dass dies nicht lediglich Platzprobleme sind, frage mich aber deshalb gleichzeitig, wie "Mensch" annehmen kann, dass er durch sein "Management" (Jagd und wirtschaftliche Interessen) in der Lage sein sollte, Tiere bzw. deren Lebensraum mit dem dazugehörigen und lebensnotwendigen Ökosystem zu erhalten, ohne diese dabei gänzlich nach seinen Anforderungen zu formen , was gleichzeitig zur Folge hat, dass er das System verändert und somit auch die Lebensgrundlage für viele Tierarten, vielleicht vornehmlich für die, die vordergründig keinem wirtschaftlichen Interesse dienen und denen deswegen nur geringe oder gar keine Aufmerksamkeit geschenkt wird ?
Peregrinus
03. April 2006, 18:07
frage mich aber deshalb gleichzeitig, wie "Mensch" annehmen kann, dass er durch sein "Management" (Jagd und wirtschaftliche Interessen) in der Lage sein sollte, Tiere bzw. deren Lebensraum mit dem dazugehörigen und lebensnotwendigen Ökosystem zu erhalten, ohne diese dabei gänzlich nach seinen Anforderungen zu formen , was gleichzeitig zur Folge hat, dass er das System verändert und somit auch die Lebensgrundlage für viele Tierarten, vielleicht vornehmlich für die, die vordergründig keinem wirtschaftlichen Interesse dienen und denen deswegen nur geringe oder gar keine Aufmerksamkeit geschenkt wird ?
Der Satz ist irgendwie nur bedingt verständlich, denn es fehlt das Prädikat des Nebensatzes (dieses müßte wohl "entzieht" lauten, oder)?
Jedes Tier wirkt auf seine Umwelt ein, jedes Tier gestaltet es gewollt oder ungewollt ein Stück weit nach seinen eigenen Anforderungen, was natürlich auch stets zu Lasten anderer Tiere geht. Ist ja logisch, ein Tier will überleben, also versucht es, für sich selbst das Beste draus zu machen. Wenn dabei andere Arten das Nachsehen haben, ist ihm das sozusagen Wurscht. Klar, ein Tier überlegt nicht, allein seine Lebensweise hat diese Wirkungen.
Mag zwar für manche unverständlich klingen, aber auch der Mensch ist nur ein Säugetier, das, wie alle anderen auch, auf seine Umwelt einwirkt, positiv wie negativ. Natürlich, er tut dies in einem weit größeren Maß als die anderen Tiere, aber vom Grundsatz her ist es dasselbe.
Es besteht auch hier der Grundsatz "Kein Vorteil ohne Nachteil", will sagen, es läßt sich gar nicht verhindern, daß auch durch gezielte Schutz- und Managementmaßnahmen irgendwo Nachteile entstehen. Ich wage aber zu behaupten, daß diese Nachteile weit geringer sind, als wenn man diese Maßnahmen nicht ergreifen würde und der Natur "ihren Lauf" ließe (weil dann von anderer Seite unkontrolliert in Bestände eingegriffen wird - und dies läßt sich auch mit Verboten nicht verhindern).
LG
Pere ;)
Karin
03. April 2006, 20:01
Der Satz ist irgendwie nur bedingt verständlich, denn es fehlt das Prädikat des Nebensatzes (dieses müßte wohl "entzieht" lauten, oder)?
Nö, es fehlt nichts. Vielleicht nochmal lesen ??
Jedes Tier wirkt auf seine Umwelt ein, jedes Tier gestaltet es gewollt oder ungewollt ein Stück weit nach seinen eigenen Anforderungen, was natürlich auch stets zu Lasten anderer Tiere geht. Ist ja logisch, ein Tier will überleben, also versucht es, für sich selbst das Beste draus zu machen. Wenn dabei andere Arten das Nachsehen haben, ist ihm das sozusagen Wurscht. Klar, ein Tier überlegt nicht, allein seine Lebensweise hat diese Wirkungen.
Mag zwar für manche unverständlich klingen, aber auch der Mensch ist nur ein Säugetier, das, wie alle anderen auch, auf seine Umwelt einwirkt, positiv wie negativ. Natürlich, er tut dies in einem weit größeren Maß als die anderen Tiere, aber vom Grundsatz her ist es dasselbe.
Aber er tut es nicht, um zu überleben, sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen und nicht selten aus Profitgier.
Ausserdem greift der Mensch so stark in ein System ein, dass er es bislang fast immer auf Dauer unwiderbringlich zerstört hat. Ein Tier ist dazu garnicht in der Lage.
Es besteht auch hier der Grundsatz "Kein Vorteil ohne Nachteil", will sagen, es läßt sich gar nicht verhindern, daß auch durch gezielte Schutz- und Managementmaßnahmen irgendwo Nachteile entstehen. Ich wage aber zu behaupten, daß diese Nachteile weit geringer sind, als wenn man diese Maßnahmen nicht ergreifen würde und der Natur "ihren Lauf" ließe (weil dann von anderer Seite unkontrolliert in Bestände eingegriffen wird - und dies läßt sich auch mit Verboten nicht verhindern).
Das hört sich an, als würde einzig und allein die Jagd auf diese Tiere, deren Erhalt sichern ? Es gibt noch andere Möglichkeiten und zwar ohne solch gravierende Eingriffe aus rein ökonomischen Gesichtspunkten.
Peregrinus
07. April 2006, 17:01
Ich gehe mal davon aus, dass dies nicht lediglich Platzprobleme sind, (Hauptsatz 1 + konsekutiver Nebensatz)
frage mich aber deshalb gleichzeitig, wie "Mensch" annehmen kann, dass er … in der Lage sein sollte, Tiere … zu erhalten (Hauptsatz 2 + Nebensatz)
was gleichzeitig zur Folge hat, dass er das System verändert und … die Lebensgrundlage für viele Tierarten … (Nebensatz = Konsekutivsatz)
vielleicht vornehmlich für die, die vordergründig keinem wirtschaftlichen Interesse dienen und denen deswegen nur geringe oder gar keine Aufmerksamkeit geschenkt wird ? (Nebensatz = Einschub)
Ich kann lesen, so lange ich will, ich finde das Prädikat zum Objekt „Lebensgrundlage“ nicht.
Bitte hilf mir!
LG
Pere ;)
Vogelklappe
07. April 2006, 18:35
"...was gleichzeitig zur Folge hat, dass er das System verändert und somit auch die Lebensgrundlage für viele Tierarten (verändert), vielleicht vornehmlich für die, die vordergründig keinem wirtschaftlichen Interesse dienen..."
heute auf ARTE:
19:00 Jäger am See der Geister
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Reportage Benin 2004
Im Nationalpark Pendjari im westafrikanischen Benin, einem der größten Savannenparks Afrikas, dürfen seit kurzem Großwildjäger schießen - und zwar für den Umweltschutz...
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