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Vollständige Version anzeigen : Voliere für den Buntfalken



Terry2
12. February 2006, 14:40
Moin Forum,

ich suche Bilder, Bauanleitungen, Lieferadressen von Volieren. Soll so ca. 6 qm d.h. 2m x 3m und 2,50m hoch werden.

Die Voliere ist für einen Buntfalken, sie soll in meinem Garten aufgebaut werden.

Könnt ihr helfen?

Lieben Dank und viele Grüße
Terry2

Balu
12. February 2006, 14:52
Hallo terry,
da kann ich dir nur das Buch: Greifvögel-Krankheiten;haltung;zucht von manfred heidenreich empfehlen.
hast du denn einen falknerschein bzw haltegenehmigung für den falken?
lg
jluia

Terry2
12. February 2006, 15:42
Hallo Balu, danke für den Tip.

Den Falknerschein habe ich nicht, weil er in hier in NRW nur in Kombination mit dem Jagdschein gemacht werden kann. Ab 4.000,- EUR fangen wir dann an zu rechnen und 2 Jahre Zeit planen wir gleich mit ein.... Nein danke, dass habe ich im Moment nicht vor.

Als Nachweis zur Sachkunde werde ich Schulungen, einen Lehrgang und ein Praktikum bei einem Falkner nachweisen; das muss für den Anfang mal reichen. Eine Haltergenehmigung ist in NRW nicht vorgesehen; ich muss lediglich anmelden und das werde ich auch gewissenhaft erledigen.

Ciao
Terry2

Wanderfalke
12. February 2006, 15:53
tach Terry,

das solltest Du Dir noch mal überlegen. Zum einen wird in NRW in der Regel als Sachkundenachweis sowieso die bestandene Falknerprüfung gefordert. Außerdem darfst Du den Vogel ohne Falknerjagdschein nicht aus der Voliere nehmen, und dann sind 6 qm schon sehr klein, wenn auch gesetzlich ausreihend.

Hier findest Du mal ein Foto von meiner Voliere für meinen Harris und auch ein paar Infos zum zeitlichen finanziellen Aufwand:

http://www.vogelforen.de/showpost.php?p=986990&postcount=7

Außerdem wirst Du auch nicht viel Freude an dem Vogel haben, da Du ihn wie gesagt nicht aus der Voliere nehmen darfst und wie in dem anderen Thraed von mir angegeben die offene Bauweise nicht für Falken geeignet ist. Das heißt Du müsstest die Voliere für den Falken auch an der Vorderseite bis auf ein oder zwei Fenster geschlossen bauen.

Gruß
Markus

Sagany
12. February 2006, 16:45
Hallo,
Ich denke mal er hat vor die Tiere einfach nur aus spass zu halten,so wie im zoo,da sitzen die Greife ja auch den ganzen Tag nur in ihren kleinen Volieren.
Was die Größe der Voliere betrifft:
Wenn er sie größer bauen sollte da er ihnen keinen Freiflug geben darf/will dann würden sie aber doch zu viel fahrt bekommen und sich verletzen oder?
also wird die vorgeschriebende mindestgröße sicher schon ok sein.

Terry2
12. February 2006, 16:52
Danke Markus,

die unterschiedlichen Standpunkte zur Haltung mit oder ohne Schein(e) und die rechtliche Seite ist mir bewusst; ich wollte damit und darüber eigentlich auch nicht diskutieren; aber bitte.....

Ich finde den Formalismus und die Verhältnissmässigkeit völlig überzogen.
Der Buntfalke ist nicht wesentlich grösser als eine gut gewachsene Amsel. Er ist in der Wüste heimisch und frisst Heuschrecken und anderes Krabbeltier. Selbst wenn er mal eine Maus frisst, sehe ich darin kein Problem, weil die Maus nicht unter das Jagdrecht fällt.

Was soll also passieren, wenn ich mit einem Buntfalken auf der Faust und einem Federspiel in der Tasche auf die nächste Wiese oder in meinen eigenen Garten gehe?? Ich bin nicht vorbestraft, habe einen festen Wohnsitz und gehe seit 30 Jahren der Sportfischerei nach. Auch hier gibt es Tiere, Vorschriften, Gesetze, Auflagen, Scheine und und und..... LASS DOCH MAL DIE KIRCHE IM DORF !

Ich möchte ja, dass sich der Buntfalke bei mir und in meinem Garten wohl fühlt; darum frage ich hier ja auch nach der Voliere......

Ciao
Terry

Sagany
12. February 2006, 16:59
Vor einiger Zeit hatte ich mich das selbe auch mal gefragt,aber das ist eben deutsches gesetz,du weisst ja wie das hier so ist,ist ja nicht nur bei solchen gesetzen so.
Es heisst GREIFVÖGEL,also egal welcher art sie angehören und was sie fressen darf man nur wenn man die scheine hat fliegen lassen,sonst ist es strafbar.
Selbst Geier die nur Aas fressen darf man nicht ohne Jagdschein fliegen lassen so lächerlich das ist.
Du kannst es ja machen wie du denkst,aber wenn du dann mal von irgentwem angezeigt und bestraft wirst darfst du nicht sagen das hättest du nicht gewusst.und lasst doch die kirche im dorf sag bitte nicht uns,beschwer dich da bei den behörden,wir finden die gesetzeslage auch nicht besser.

Terry2
12. February 2006, 18:40
Hallo Sagany,

danke für deine Antworten und Entschuldigung, wenn ich den Eindruck hinterlassen habe, euch zu beschimpfen.... Das wollte und will ich nicht, ich suche nur Hilfe für den Bau der Voliere.

Klar, Gesetz ist Gesetz aber Sinn und Unsinn gibt es ja auch.....

In der Fischerei ist es so, dass die Gesetze das Hältern eines Fisches verbieten. Jeder gefangene und maßige Fisch ist sofort waidgerecht zu töten. Ein Hältern in einem Setzkescher ist nicht erlaubt. Ein Vereinsmitglied hat gefangene Fische im Setzkescher gehältert, er wurde von einem sog. Tier- bzw. Naturschützer angezeigt. Es kam zur Verhandlung und das Verfahren wurde eingestellt weil a) der Fisch genug Platz im Setzkescher hatte und b) die Auflage der Tötung für den Richter keinen Sinn machte.

So ist es mit vielen anderen Dingen auch, es muss erst einmal auf den rechtlichen Prüfstand und dann schauen wir mal, was übrig bleibt.

Bezogen auf den Buntfalken fällt mir halt nichts ein, was die strengen Auflagen in irgend einer Form rechtfertigen.

Habt ihr denn jetzt Hinweise und Tips für den Bau einer Voliere??

Ciao
Terry

Sagany
12. February 2006, 23:38
hallo terry
ich habe das auch nicht so aufgefasst als wenn du es böse meinen würdest oder so.
aber mal was anderes:
kann man buntfalken überhaupt auf das federspiel fliegen @die anderen?
immerhin sind es ja eher insektenjäger und das federspiel stellt einen vogel dar oder gibts da extra welche?

Regalis
13. February 2006, 08:38
Hallo,

also erstmal ist es nicht so einfach einen eingeflogenen Falken immer wieder in eine Voliere zu setzen und ihn dann wieder zum fliegen dort heraus zu holen, das wird bei Falkner meistens am Block gemacht oder an der Flugdrahtanlage und jetzt kommen wir dahin wo unser Terrry sich nicht sehr viele Gedanken darüber macht, mit Buntfalken werden in Spanien Singvögel gebeizt, wenn der Vogel auf Federspiel eingestellt ist wird er früher oder später an fliegende Beute gehen und dann kann ich nur hoffen das es niemand mit bekommt oder alle unserem Terry wohlgesinnt sind sonst werden die Strafen schon safftig, nix mit Grashüpfer jagen usw.
Also die Voliere an sich sollte wie in den Gutachten beschrieben sein, mann sollte eine Schutzstelle haben und mindestens 1/3 der Voliere überdacht, wie sie nach den anderen Seiten ist, spielt bei Buntfalken keine große Rolle.
Aber noch eins zu dieser Sache.
In NRW wird sehr wohl die Falknerprüfung als Einzelprüfung angeboten und sie wird auch von den Behörden als Grundlage verlangt, da die Falken ja von irgendjemand gezüchtet werden und auch dort bei Übernahme abgemeldet werden mit Adresse und Namen, kommt man also um eine Anmeldung nicht herum, wie weit man dann ohne Scheine und mit diesen Vorhaben kommt steht auf einer anderen Seite.
FAKT IST , wenn sich jeder das Gesetz so auslegt wie er es für sinnig hält, ob jetzt Buntfalke oder Geier, dann sind wir bald da das wir keine GEsetze benötigen und die Vogelschützer haben mit ihrem Foderungen recht, das sich jeder Hinz und Kunz einen Greif halten kann, egal wie groß, da er ja nichts damit jagt und das Gesetz doch sowieso viel zu überspitz ist, ich kann Terry nur empfehlen mach es im heimlichen, sollte ich oder irgendein anderen Falken davon etwas mitbekommen werde ich dich sofort anzeigen, ich habe auch alle Scheine machen müssen um mir sowas zu ermöglichen und laufe heute auf zig Veranstaltungen herum um das Bild der legalen Greifvogelhalter und Falkner zu stärken und dann werde ich sowas nicht dulden.
Gruß
Marco

Terry2
13. February 2006, 15:43
Hallo Regalis,

du kannst die Kanone wieder einstecken, ich liebe dich ja auch......

Unser Amt hat mir zur Haltung eines Buntfalken folgende Auflagen mitgeteilt:

- es wird kein Fachkunde-Nachweis gefordert, es wäre aber schön, wenn ich etwas Fachkunde nachweisen könnte

- der Vogel muss aus einer Nachzucht kommen, er muss beringt sein und die Herkunft muss nachgewiesen werden

- Voliere nach Auflage der Landschaftsbehörde (nach dortiger Rückfrage nur die Mindesanforderung von 5 qm bei 2m Höhe)

- Baugenehmigung für die Voliere, wenn sie größer als 18 qm ist.

Meine Frage nach einem Falknerschein, den ich auch sehr gerne machen möchte erlaubt das Amt nicht, weil erst ein Jagdschein nachzuweisen ist.

Mit diesem "Laufzettel" bin ich jetzt unterwegs und natürlich auch darauf bedacht, die Auflagen der Behörde zu erfüllen.

Hier im Forum werden jetzt ganz andere Meinungen vertreten und man (Frau) steht wie ein Depp dazwischen und weis überhaupt nichts mehr..... Warum ist das so?

Habe ich im Amt falsche Informationen bekommen?
Gibt es so gravierende Unterschiede in den einzelnen Bundesländern?
Gibt es unterschiedliche "Scheine" für den Falkner und man (Frau) redet einander vorbei ?

Ciao
Terry

Balu
13. February 2006, 15:56
Hi terry,
aber es ist richtig,wie regalis sagt,ein butnfalke schlägt auch singvögel und in spanien wird dort gebeizt,gerade mit buntfalken!!
mir hatte auch ein falkner gesagt,dass gerade dann die terzel auch mal leicht während der balzzeit rumfliegen und auch viel agiler sind und den amseln etc hinterherfliegen,singvögel sind ja streng geschützt.
und ohne falknerschein darfst du den vogel nicht fliegen lassen,so ist das nunmal.

Regalis
13. February 2006, 16:00
Hallo,

terry ich muß und werde keine Krone einstecken, aber ich mache sehr viel Öffentlichkeitsarbeit als Falkner und mit Falkner und werde jedesmal damit konfrontiert das Menschen ankommen und meinen wir würden das alles illegal machen da sie im Dorf auch jemanden hätten der keine Schine hat und darum habe ich keine Lust mehr solche Sachen auch noch zu unterstützen.
Solltest du in NRW wohnen haben die auf deiner Behörde keine Ahnung, in NRW ist es sehr wohl möglich ohne Jagdschein die Falknerprüfung anzulegen und das gilt dann als Sachkunde, schau mal bei dem Ministerium in Düsseldorf sort sind auch in der 2ten Märzwoche die Prüfungen, ürbigens kannst du aus jedem BUndesland kommen und die Prüfung in Düsseldorf machen, ist auch überall gültig.
Gruß
Marco

PS: das mit den anderen Vorgaben stimmt ( leider) mußte mich auch daran halten und ist manchmal bisschen schwer zu verstehen aber wir sollten uns alle daran halten egal um welchen Vogel es geht, abgesehen davon, glaub mal bloß nicht das das mit einem Buntfalken oder anderen Greif so einfach ist von wegen mal eben fliegen lassen und der kommt wieder, oder auf Federspiel, hol dir besser 3 - 4 Stück, denn die werden dir weckfliegen bis der erste bleibt.

Regalis
13. February 2006, 16:22
ich nochmal,

Terry die Sache wird sich von alleine erledigen, da du dir das alles bisschen einfach vorstellst, die Behörde wird dir niemals erlauben den Vogel zu fliegen, machst du es trotzdem ( ich habe dir das schon geschrieben) könnte daraus Wilderei werden, da mußt nicht nur du aufpassen, sondern der Jagdpächter auf dessen Pacht du den Vogel fliegen läßt wird selber sehr interressiert daran sein das das nicht passiert, siehste und schon wirds noch schwerer.
Deshalb halte ich schon mehr davon die Scheine zu machen und dann diesem schönen Hobby ohne Probleme nachgehen zu können.
Gruß
Marco

Terry2
13. February 2006, 17:27
ich schon wieder....

@ Regalis

ich danke dir sehr für die Beiträge und das meine ich auch so!

Ist es sicher, dass ich vom Amt falsche Informationen erhalten habe?

Warum wird mir die Behörde niemals erlauben den Vogel zu fliegen ? Eine Erlaubnis wurde doch hier überhaupt nicht gefordert....

Ich habe nach deinen Nachrichten etwas gegoogelt und Infos über die Falknerprüfung und über die Lehrgänge zur Falknerprüfung gefunden. Gelesen habe ich: "Für die Zulassung zur Prüfung ist die bestandene Jägerprüfung nötig". Das deckt sich ja mit den Angaben aus meinem Amt.

Gefunden habe ich dann ein Seminare zur Vorbereitung auf die Falknerprüfung.
Das dauert 1 vollen Tag und 2 halbe Tage. Mit Unterkunft und Verpflegung sind es 450,- EUR; für die Prüfung kommen dann noch einmal ca. 150,- EUR dazu. Das kann es ja wohl auch nicht sein oder ? Was willst du denn in den 2 Tagen lernen? Da ist doch so eine Praktikum beim Falkner bestimmt besser und fachkompetenter !?

Ich habe dann noch ein anderes Problem mit der angekündigten Anzeige; ich kann nicht so recht glauben, dass alle Falkner erst nach bestandener Jagd- und Falknerprüfung Greife geflogen haben. Erst ausprobieren, dann entscheiden, dann umsetzen, dass ist doch der übliche Weg. Es ist doch nicht normal, 4.500,- EUR für Jäger- und Falknerprüfung zu bezahlen um danach festzustellen, dass einem dieses Hobby nicht liegt und/oder man (Frau) damit nicht zurecht kommt.

Ciao
Terry

Sagany
13. February 2006, 17:55
man darf bei einem anderen falkner oder falknerei dessen tiere fliegen lassen auch ohne scheine solang der falkner de rja die scheine hat und dem die tiere gehören dabei ist

Balu
13. February 2006, 18:22
Gefunden habe ich dann ein Seminare zur Vorbereitung auf die Falknerprüfung.
Das dauert 1 vollen Tag und 2 halbe Tage. Mit Unterkunft und Verpflegung sind es 450,- EUR; für die Prüfung kommen dann noch einmal ca. 150,- EUR dazu. Das kann es ja wohl auch nicht sein oder ? Was willst du denn in den 2 Tagen lernen? Da ist doch so eine Praktikum beim Falkner bestimmt besser und fachkompetenter !?

Ich habe dann noch ein anderes Problem mit der angekündigten Anzeige; ich kann nicht so recht glauben, dass alle Falkner erst nach bestandener Jagd- und Falknerprüfung Greife geflogen haben. Erst ausprobieren, dann entscheiden, dann umsetzen, dass ist doch der übliche Weg. Es ist doch nicht normal, 4.500,- EUR für Jäger- und Falknerprüfung zu bezahlen um danach festzustellen, dass einem dieses Hobby nicht liegt und/oder man (Frau) damit nicht zurecht kommt.

Ciao
Terry

also,....
ja,man kann ja auch schonmal vor der prüfung bei falknern oder von den seminarleitern die vögel fliegen. dnan kann man immernoch entscheiden. so hab ichs ja auch gemacht,bn zwar noch zu jung für die prüfung,aber mir macht es sehr großen spaß mit den schönen greifen zu arbeiten, ich helfe deswegen wenn ich zeit habe auf falknereien oder bei falknern mit.
also ich würde wirklich erstmal irgendwo mithelfen und dann erstmal entscheiden,ob eigener vogel bzw prüfung oder nicht. hattest du denn schonmal mit greifvögeln zu tun?also hast du sie geflogen etc??
cya
julia

Sagany
13. February 2006, 19:13
Regalis,
soll das heissen ein Greif der in einer voliere gehalten wird lässt sich nicht fliegen da er sich nicht so einfach aus der Voliere nehmen lässt oder dort drin verwildert?
Also werden alle Greife an Pflöcken oder der flugdrahtanlage gehalten die geflogen werden?
Wusste ich auch noch nicht,wieder was gelernt,aber das würde auch erklären dass die greife die ich bisher gesehen habe und auch aktiv geflogen und für die beize genommen werden,ich sie noch nie in einer voliere gesehen habe,es ist für mich immer wieder hochinteressant deine Posts zu lesen weil man da was lernen kann.:zustimm:

Regalis
13. February 2006, 19:42
Hallo,

@Terry
du solltest mal schreiben aus welcvhem Bundesland du kommst, die Bestimmungen sind sehr unterschiedlich und danm üßte ich schon wissen wo du wohnst um dir genau sagen zu können was du machen kannst und was nicht.
In allen Bundesländern in denen eine " eiegnständige" Falknerprüfung angeboten wird kannst du diese auch machen aber nur teilweise ohne Jgadschein und teilweise mit Jagdschein.
Deine andere Eingabe ist nicht so toll, stell dir mal vor jeder der gerne Falkner werden wollte könnte sich mal auf " Probe" eine Greif sufstellen , diesen fliegen und wenn es halt nicht ist dann wieder aufhören!!!
Erstens reden wir hier über lebende Tiere, zweitens ist das abrichten zum fliegen bzw. zur Jagd nicht so einfach wie du es dir vorstellst, sollte ein Anfänger einen Vogel fliegen wollen und richtet diesen nicht richtig ab, wird sich kein Falkner einen solchen " Pflegefall" so einfach hinsetzen, da er mit viel Zeit die gemachten Fehler wieder ausmerzen muß, also wo sollen dann die ganzen Greife hin von den Leuten die dann doch nicht Falkner werden wollen???

@Allgemein
das ein Falkner mal einen Neuling einen Vogel fliegen läßt oder das der Neuling bei ihm helfen kann ist ganz normal, meistens in einer Flugshow da die dortigen Vögel auch nicht zum jagen trainiert werden oder sind.
Wenn ich einen meiner Beizvögel einem Neuling auf die Faust gebe und ein Kaninchen läuft uns über den Weg der Vogel erbeutet dieses und jemand anderer sieht das, ist mein Schein in Gefahr. Ausschlaggebend ist immer der von dessen Faust der Vogel abgeflogen ist, da diese Person nicht die nötigen Scheine hat ist es Wilderei, ich will damit nichts mies machen oder schlecht reden aber das ist die Lage des Gesetzes und es gibt genügend Menschen die nur darauf warten das ein Falkner einen Fehler macht um ihn anzuschwärzen.
Aber wie gesagt bei Greifen aus einer Vorführung ist das meistens kein Problem, auf einer Jagd wäre es leichtsinnig, abgesehen davon sind die jagdlich geführten Greife meistens mehr auf den Falkner geprägt und jagen einfach mit " Ihrem" Falkner besser als mit jemand anderem.

@Sagany
Alle Greife die zur Beizjgd eingesetzt werden sitzen während der Saison ( Oktober bis Februar) an der Flugdrahtanlage oder am Block. Diese Vögel werden meistens täglich bewegt bzw. verlieren dadruch ihre Bindung zum Falkner nicht das ändert sich wenn man diese Greife in eine Voliere setzt und versucht die jeden Tag dort wieder rauszufangen, nach 5 mal fangen erkennst du deinen Greif nicht wieder und er wird alles außer jagen tun.Ab Februar werden die Greife in die Mauserkammer bzw. Voliere gestellt um dort vernünftig zu mausern und sich zu erholen.

Gruß
Marco

Balu
13. February 2006, 20:29
hi regalis,
dass es wilderei ist,wenn jemand den vogel der einem nicht gehört,sondern dem falkner,fliegen lässt auf einen hasen etc,wusste ich gar nicht. war ja auf der beizjagd in österreich mit,dort hat mir ein falkner seinen rotschwanz auf die faust gesetzt zum tragen,wäre der vogel in jagdkondition gewesen,hat er gesagt-wenn ich denn jetzt gewollthätte,hätt ich ihn auf einen hasen/kanin fliegen lassen dürfen. ist das in österreich anders??

Regalis
13. February 2006, 21:06
Hallo,

ob das in Östereich anders ist weiß ich nicht ich schreibe hier auch nur über die momentane Gesetzliche Lage, ich will hier niemand böse machen oder etwas schlecht schreiben, fakt ist das derjenige der einen Greif von der Faust auf Wild fliegt oder fliegen läßt im Besitz der Scheine sein muß da der losgelassene Greif evtl. Beute machen kann, also für mich ergibt das einen Sinn, sonst braucht ja nur einer einen Schein zu machen und man geht mal eben mit fünf oder sechs Freunden dorthin, jeder nimmt einen Vogel auf die Faust und man jagd mal fröhlich!!
Gruß
Marco

PS:Vom tragen eines Vogels war nicht die Rede, da sist kein Problem, meine Freundin hat auf Noderney auch meinen zweiten Greif getragen während ich mit dem anderen gejagt habe, das ist nicht schlimm und keiner kann dagegen etwas sagen.

Wanderfalke
14. February 2006, 09:03
tach terry,

es ist schon verwunderlich mit welcher Dreistigkeit Leute wie Du hier immer wieder posten, dass sie die Gesetze nicht interessieren und sie sich nicht daran halten wollen. Wenn es Dir in unserem Land nicht gefällt, dann wandere doch bitte aus.

Im übrigen brauchst Du natürlich eine (Jagd-) Erlaubnis um Deinen Vogel fliegen zu lassen, da der Freiflug von Greifen egal welcher Größe Jagdausübung ist. Für so eine Jagderlaubnis zahlt man als Pächter übrigens mehrere Tausend Euros im Jahr und Du kannst Dir Sicher sein, dass wenn in meinem Revier, in dem ich fast täglich bin, jemand einen Greifvogel aufs Federspiel fliegt ohne meine Erlaubnis, ich denjenigen sofort anzeige! Das hat nicht nur eine hohe Geldstrafe (dafür kannst Du mehrere Scheine machen) zur Folge, sondern natürlich auch in der Regel den sofortigen Einzug des Vogels!

Gruß
Markus
Richter, Falkner und Jäger

Terry2
14. February 2006, 19:49
@ Regalis

ich bin aus Mülheim an der Ruhr, das Bundesland ist NRW.

Ich habe hier mein Haus und gute 1200 qm Garten. Singvögel habe ich hier seit bestimmt 5 Jahren nicht mehr gesehen, dafür gibt es hier aber viele Elstern und Krähen, Eichhörnchen und die Katzen der Nachbarn....

Den Buntfalken wollte ich die Voliere setzen um ihn vor den Katzen zu schützen. Die Voliere sollte etwas größer sein als das "Mindestmaß" und fliegen sollte der Buntfalke hier im Garten, vielleicht auch mal auf Nachbars Wiese, die ca. 2500 qm groß ist.

Eine gute Ausbildung zum Falkner mit abschließender Prüfung nehme ich gerne in Anspruch, wenn es sie dann gibt. Ich bezweifel hierbei aber, das ein 2 Tages-Lehrgang dafür geeignet ist und ausreicht. Du bist doch Falkner; kannst du mich ausbilden? Oder kennst du einen Falkner, der sein Wissen gerne an Neulinge weiter gibt?

@ Wanderfalke
ich habe nicht geschrieben, das mich die Gesetze nicht interessieren; das kann ich schon alleine aus berufliche Gründen nicht, weil ich täglich damit zu tun habe. Eigentlich wollte ich ja auch nur eine Bauanleitung für die Voliere.....

Ich darf dir aber sagen, dass eine Nachbarin von mir einen völlig durchgeknallten Jagdhund hat, der hier an der Ruhr bestimmt schon 5 Enten und eine Kanadagans tot gebissen hat. Klar wurde sie angezeigt aber Strafe hat sie bis heute keine bekommen. Noch immer läuft der Hund ohne Leine und ohne Maulkorb...

@ Balu
nein, ich habe noch keinen Greif geflogen, ich hatte vor langer Zeit eine Gelbstirnamazone, die für eine Weintraube fast alles gemacht hat ;-)

Ciao
Terry

Regalis
14. February 2006, 21:22
Hallo,

@ terry
dir will hier keiner etwas vermiesen oder schlecht machen, aber die Gesetzeslage in Deutschland ist nunmal so, laut deinen Ausführungen wirst du mit mind. 2 Problemen zu kämpfen haben bei deiner Art der Haltung.
1= Du kannst und darfst keinen Greif so im Freiflug halten das er evtl. wilde Singvögel schlägt, ob nun auf deinem Grundstück oder auf einem Nachbargrundstück es ist verboten und ziemliche Strafen stehen darauf.
2= Warum sollte der Buntfalke bei dir bleiben, wenn du ihn alleine hälst und nur in die Volierer stellst wird er auf den tag warten wo du die Tür aufmachst und weck ist er....

Zu den andern Sachen sei folgendes gesagt, wo du einen Kurs machst ist völlig egal, ob du zu einem Falkner gehst oder einen 2 - 3 Tageskurs besuchst ist egal , das spielkt bei der Prüfung keine Rolle du mußt wissenum was es geht. In NRW werden Prüfungen angeboten für Leute ohne Jagdschein das heißt auch du kannst an der Prüfung teilnehmen allersdings erst in 2007 da für dieses Jahr die Anmeldung schon verstrichen ist. E sist aber ratsam an einem Kurs teil zu nehmen da da dort das vermittelt wird um was es geht, da du noch keinen Greife gehalten hast dürftest du von abtragen, locke machen und Haltung der Greife nicht viel Ahnung haben ( das kann man auch aus dem Satz lesen " der Buntfalke soll in meinem Garten fliegen).Also kann ich dir nur empfehlen einen solchen Kurs zu besuchen.
Buntfalken bleiben in der Nähe der Voliere wenn mann sie Paarweise hält und wartet bis eier im Kasten sind, dann ist das Brutgeschäft so wichtig für die Jungs das sie da bleiben, alle anders gehaltenen Buntfalken werden dir abhauen und zwar schneller wie du schauen kannst.
Es bleibt dann nur das abtragen wie ein Falkner es macht aber genau das darfst du nicht bzw. laut Gesetz nicht da dir die Scheine fehlen.
Abgesehen von all der Schreiberei empfehle ich dir erstmal zu einem Falkner zu gehen und sich aklles anzuschauen, du hast in einer vorherigen Antwort geschrieben" man sollte doch erstmal mit einem Greif ausprobieren dürfen ob das überhaupt das richtige für einen ist". Ich muß dir sagen das das mit einem Greif für dich wahrscheinlich nicht das richtige ist, da du die falschen Einstellung dazu hast und versuchst m,it wenig Aufwand mal was zu " probieren", es geht um lebende Tiere und genau für solche Fälle ist unser Gesetz das halt nicht jeder mal mit einem lebenden Tier was probieren kann.
Abgesehen davon würde die Falknerprüfung ( nicht Falknerschein, das ist es erst mit der Jagdscheinprüfung) nicht viel weiter helfen den das ist nur ein Sachkundenachweis und du darfst auch damit keine Greife fliegen, dafür müßtest du noch den jagdschein machen aber du wolltest ja erstmal " probieren" ob das das richtige ist für dich!
Gruß
Marco

Terry2
15. February 2006, 20:56
Hallo Forum, Hallo Regalis,

das mit dem "ausprobieren" muss ich dann wohl mal erklären. Willst du einen Führerschein, musst du in die Fahrschule. Du kannst aber auch auf dem Verkehrsübungsplatz anfangen und das nenne ich ausprobieren. Alleine fahren ist da auch nicht; einer der schon fahren kann, muss dich begleiten. Selbst auf eigenem Grundstück würde einer neben dir sitzen und aufpassen, dass du alles richtig machst.

Bezogen auf den Buntfalken war die Beschaffung ja auch erst vorgesehen, nachdem die Voliere steht und die Sachkunde vorhanden ist. Für die Sachkunde möchte ich einen Falkner begleiten und wenn in NRW wirklich nötig und tatsächlich auch möglich, die Falknerprüfung machen. An die Jägerprüfung denke ich dabei noch nicht.

Jetzt noch ein Wort zum WARUM...

Im Wartezimmer einer Arztpraxis habe ich in einer Tierzeitung etwas über den Buntfalken gelesen. Dort stand etwas von einem nicht heimischen ca. Amselgroßen Vogel, der gerne Heuschrecken und Insekten, vielleicht auch mal eine Maus frisst. In der weiteren Beschreibung war die Rede von treu, gesellig, gelehrig, sozial und sehr auf Menschen bezogen. Die Beschaffung und Haltung wurde als völlig unproblematisch beschrieben. Neben dem Text waren schöne farbige Bilder von dem Vogel; er sieht toll aus....

Auf dieser Grundlage habe ich mich weiter für diesen Vogel interessiert, mit dem Amt gesprochen, vieles im www. gelesen und in eurem Forum um Hilfe für die Voliere gebeten.

Ich habe eigentlich nicht vor, den Vogel so zu fliegen, wie es vielleicht beim Falkner üblich ist. Ich dachte vielmehr daran, den Vogel regelmäßig etwas fliegen zu lassen, damit er mal aus der Voliere kommt. Genau hier ist dann wohl mein Denkfehler, weil du Regalis ja schreibst, dass der Vogel bei erster Gelegenheit verschwindet....... Stimmt also die Beschreibung vom treuen, sehr auf Menschen bezogenen Vogel nicht ?

Soll ich jetzt aus Sicht der Falkner den Buntfalken vergessen oder bekommt in eurem Forum der Neuling die Unterstützung und Hilfe die er zur Haltung eines Buntfalken benötigt?

Ciao
Terry

Yellow Warbler
15. February 2006, 21:12
Hallo Forum
Im Wartezimmer einer Arztpraxis habe ich in einer Tierzeitung etwas über den Buntfalken gelesen. Dort stand etwas von einem nicht heimischen ca. Amselgroßen Vogel, der gerne Heuschrecken und Insekten, vielleicht auch mal eine Maus frisst. In der weiteren Beschreibung war die Rede von treu, gesellig, gelehrig, sozial und sehr auf Menschen bezogen. .. Neben dem Text waren schöne farbige Bilder von dem Vogel; er sieht toll aus....
Ciao
Terry
Und du bist dir absolut sicher dass es in diesem Artikel um Buntfalken ging?
:? :?
YW

Regalis
15. February 2006, 22:10
Hallo,

@ Terry
du bekommst die Unterstützung keine Frage, aber ich habe, halte und züchte seit über 10 Jahren Greife. die verschiedensten Arten, einen solchen Text wie du ihn in der Zeitschrift gelsen hast habe ich werder selber m,al gehört noch halte ich das für möglich.
Du kannst einen jungen Buntfalken aus dem Nest nehmen und ihn mit sehr viel zeitaufwand groß ziehen, er wird dabei auf den Menschen geprägt, auch kein Problem, aber wenn du ihn dann in eine Voliere steckst und nicht jeden Tag mehrere Stunden mit ihm verbingst wirst du sehen das der Vogel nach 1 Woche ganz anders reagiert und sofrt weck ist wenn er die Möglichkeit dazu hat, ich habe selber mehrere Falken groß gezogen und habe auch einen Falken über ein Jahr im Haus aufgezogen, der Vogel ist völlig geprägt auf mich, er balzt mich an er schmußt mit mir, aber wenn ich ihn mit vollen Kropf ( ohne Hunder) fliegen lasse sucht er das weite, er kommt evtl. nach 2 - 3 Tagen wieder aber eben nur evtl. und das war viel Arbeit und ich habe wie gesagt seit etlichen Jahren diese Tiere, am Anfang habe ich sehr viel falsch gemacht und die Tiere falsch erzogen das kam erst nach einiger Zeit und Erfahrung und genau das hast du mit dem ersten Vogel vor und ohne jegliche Erfahrung, kannste vergessen.
Nun noch etwas zu dem probieren.
Das mit dem Führerschein stimmt und deinen Ausführungen dazu aber das ist doch etwas anderes denn jeder den ich kenne wollte den Führerschein machen und nicht eben mal probieren ob das was für ihn ist, abgesehen davon leiden darunter keine lebenden Tiere, wenn du einen Buntfalken wie oben beschrieben groß ziehst und dann nicht mehr haben willst wo soll er denn hin, der kann nicht einfach zu einem Falkner und dort zu einem Parnter ( er ist Menschengeprägt er nimmt keine Arteigenen Partner an), fliegen lassen geht nicht ist verboten, also sag mal wo du den Greif dann hinstecken möchtest?
Sorry aber ich halte es für besser das derjenige der sich für ein solches Hobby interressiert stellt sein Interesse auch dadurch unter beweis das er die erfoderlichen Scheine macht, hat er diese kennt er sich mit der MAterie aus und die angeschafften Tiere sind diesem Menschen bestimmt mehr wert als bei jemandem der die Tiere nurmal zur Probe hat um festzustellen ob das was für ihn ist, da kommt der erste Somnmerurlaub und das Tier wandert ins Tierheim oder wird einfach freigelassen war ja nicht viel Aufweand es mal zu probieren.
Ich habe und werde jeden unterstützen der sich für das Hobby Greifvögel oder Falknerei entscheidet aber er sollte sich auch bitte entscheiden denn sonst ist mir meine Zeit auch zu wertvoll.
Gruß
Marco

Terry2
16. February 2006, 07:12
Und du bist dir absolut sicher dass es in diesem Artikel um Buntfalken ging?
:? :?
YW

Ja, da bin ich mir ganz sicher......


Ciao
Terry

Wanderfalke
16. February 2006, 09:56
tach Terry,

auch von mir bekommst Du gerne Hilfe, aber eben nicht alleine zum Bau einer Voliere. Denn es ist wirklich nicht damit getan, so wie Du es wohl gelesen hast, eine Voliere zu bauen und sich so einen interessanten Vogel anzuschaffen. Das wird sicher scheitern.

Zu aller erst möchte ich Dich aber doch überzeugen, dass Du die beiden "Scheine" machst. Denn bei den "richtigen" Kursen lernst Du sehr wohl sehr viel - wenn auch nicht für die Praxis alleine ausreichend- und auch die Kosten sind nicht so hoch wie Du glaubst (Zitat:"4500 Euro"). Wenn Du den Jagdschein bei den örtlichen Hegeringen machst, kostet der Kurs etwa 400 - 500 Euro, die Du auch nicht auf einmal bezahlen mußt. Die Prüfungsgebühr liegt bei rund 200 Euro, hinzu kommen noch Munitionskosten und Literatur. Aber auch die fallen ja nicht auf einmal an. Außerdem kannst Du - wozu ich persönlich zwar abraten würde - für die Falkenrei auch auf den Waffenteil der Prüfung verzichten, dann reduzieren sich die Prüfungsgebühren um 20 Euro und die Munitionskosten von ca. 150, Euro (in 8 Monaten Kursdauer) fallen weg. Dann kostet der Jagdschein also "nur" rund 600 Euro. Für den Falknerschein sieht es in etwa gleich aus, wenn Du den bei einen der großen Verbände machst. In Springe wird etwa ein 10 Tages Kurs mit anschließender Prüfung angeboten. Die Kosten für den Kurs liege inkl. Übenachtung bei ca. 650 Euro und die Prüfungsgebühr ca. 150,00 Euro. Aber da Du in NRW die Falknerprüfung auf jeden Fall brauchst und diese ohne einen Vorbereitungskurs wohl nicht schaffen wirst, fallen diese Kosten ja auf jeden Fall an.

Und dann kannst Du mit Erlaubnis des Jagdausübungsberechtigten! Deinen Vogel auch jederzeit legal fliegen lassen. Mal abgesehen, dass Du damit den Vogel artgerecht halten kannst, ist es aus méiner Sicht, dass was diese Leidenschaft Falknerei eigentlich ausmacht! Ich habe zwar keine Erfahrungen mit Falken, aber mit meinem Harris Hawk Weib gehe ich regelrecht spazieren, in der sog. freien Folge. Dabei folgt mir der Vogel in dem er von Baum zu Baum hinter mir herfliegt, ohne dass ich ihn mit Atzung (Futter) oder sonstwie locken muß. Das ist jedesmal wieder ein unbeschreibliches Gefühl.

Wenn Du also noch Fragen zu Kursen, Prüfungen und zur Falknerei hast, helfe ich gerne weiter, dann selbstverständlich auch beim Bau einer Voliere!

Gruß
Markus

Sagany
17. February 2006, 10:45
also ich finde die gesetzeslage ungerecht.
ein greif wird als jagdwaffe angesehen da er singvögel(sind alle geschützt) und andere tiere töten (wildern) kann,deswegen braucht man einen jagdschein um sie frei zu lassen.
warum trifft das nicht auch auf katzenhalter zu?katzen sind ebenso eine jagdwaffe,eine katze die ihren besitzer eine getötete kohlmeise nach hause bringt und vor die türe legt hat genau so gewildert wie ein buntfalke der eine kohlmeise erbeutet hat und sie seinen falkner bringt!!
wenn einer einen greif ohne schein frei fliegen lässt machen sich gleich alle ein weil er ja einen geschützten vogel töten KÖNNTE, wenn die unzähligen freigängerkatzen die es so hat einen oder gleich mehrere geschützte vögel töten da kräh kein hahn danach...
echt komisch politik...was wollen die eigentlich??dann muss es für katzenhalter genau so den jagdschein geben!!!!!!!!

Regalis
17. February 2006, 11:26
Hallo,

ja sagany ganz meine Meinung aber gegen die Katzenhalter etwas zu unternehmen wird sehr schwer da das sehr viele sind und somit für die Politik schon eine Menge Wähler ausmachen würden, also kommt kein Gesetz gegen Katzen obwohl wir sowas gut gebrauchen könnten.
Gruß
Marco

Wanderfalke
17. February 2006, 11:44
tach zusammen,

und nochmal, ein Greifvogel gilt im Sinne des Gesetzes nicht als Waffe!

Und außerdem gibt es ja Gesetze gegen wildernde Katzen. Nach den einzelnen Landesjagdgesetzen gilt eine Katze die mehr als 200m - 400m (je nach Bundesland) von dem nächsten bewohnten Haus entfernt angetroffen wird als wildernd und darf daher auch geschossen werden. Mehr brauchen wir nicht!

Gruß
Markus

Balu
17. February 2006, 11:48
oh super,jetzt geht das mit den katzen wieder los..darauf haben wir ja alle nur gewartet....:~ :nene:

Yellow Warbler
17. February 2006, 12:06
Hallo,
ja sagany ganz meine Meinung aber gegen die Katzenhalter etwas zu unternehmen wird sehr schwer da das sehr viele sind und somit für die Politik schon eine Menge Wähler ausmachen würden, also kommt kein Gesetz gegen Katzen obwohl wir sowas gut gebrauchen könnten.
Gruß
Marco
Fallen wildernde Katzen in D nicht unter das Jagdgesetz?
Wenn es auch kein Gesetz gegen Katzen gibt (weshalb sollte es eines geben?) so gibt es doch Gesetze die die Vogelwelt schützen. Und als Halter von Hund oder Katze ist man sehr wohl dafür verantwortlich wenn diese Vögel fangen. Ernähren müssen sie sich ja nicht mehr davon gibt ja Whiskas & Co.
YW

federspiel
17. February 2006, 12:41
[QUOTE=Wanderfalke]tach zusammen,

und nochmal, ein Greifvogel gilt im Sinne des Gesetzes nicht als Waffe!

Hallo,
der Greifvogel ist doch sicher ähnlich zu betrachten, wie der Jagdhund, oder?

Viele Grüße
federspiel

Terry2
19. February 2006, 08:15
Moin Forum,

ich melde mich zurück und bedanke mich erst einmal für die angebotene Hilfe.

Ist ja schön, was ihr in der Zwischenzeit so alles hier geschrieben habt, doch der Reihe nach...

@ Regalis
du hast geschrieben, dass ich mich jeden Tag mehrere Stunden um den Vogel kümmern muss. Das ist dann zumindest für den Moment das KO-Kriterium für meine Planung. Der Beruf erlaubt mir die nächsten 2-3 Jahre keine mehrere Stunden, das würde nur am Wochende gehen. Innerhalb der Woche bleiben täglich nur 1 bis 1,5 Stunden.

Wäre es alternativ möglich und ratsam, ein Buntfalkenpaar in einer noch größere Voliere zu halten? Beschäftigen könnten die sich dann selbst...

@all
ein Tier zum "ausprobieren" mal eben anzuschaffen war bei mir nicht vorgesehen, wohl aber ein ausprobieren bei einem, der ein solches Tier hat.
Auto fahren lerne ich ja auch auf einem fremden Fahrzeug und nicht auf dem eigenen. Das Thema "ausprobieren" möchte damit abschliessen.

Ich wiederhole auch noch einmal, dass ich die Ausbildung zum Falkner und wenn zulässig auch die Prüfung zum Falkner machen möchte und auch machen werde. Mit der Jägerprüfung bzw. dem Jagdschein habe ich aber immer noch meine Bedenken solange es um den kleinen, Amselgroßen Buntfalken geht. Bei einem größeren Vogel teile ich die Meinungen von Regalis und Wanderfalke uneingeschränkt.

Ja und die Jagdscheine für Katzen und Hunde !? Auch hier möchte ich die Verhältnismäßigkeit beachten. Für einen ausgebildeten Jagdhund sollte zumindest ein Sachkundnachweis nötig sein. Ein Jagdhundhalter, dessen Tier wildert sollte m.E: auch härter bestraft werden, als der Halter eines Pudel, dessen Hund vielleicht mal eine Ente gebissen hat.

Der Jagdhund ist in meinen Augen auch ein erheblich größeres Risiko für die Wilderei als der Buntfalke. Für den Buntfalken soll aber gleich Jägerprüfung / Jagdschein / Falknerschein nachgewiesen werden; das passt irgendwie nicht. Deshalb habe ich hier ja auch einmal geschrieben, Gesetz ist Gesetz aber es gibt auch Sinn und Unsinn. Dazu auch noch die Frage, warum es in Hessen und NRW schwerer ist einen Greif halten zu dürfen als in Bayern. Fliegen die Vögel in Bayern anders? Wohl kaum!

Der Halter einer Katze, die permanent hinter unsere Singvögel her ist sollte m.E. auch bestraft werden; es wird aber leider nicht gemacht. Es stimmt schon, dass das Potenzial der Wähler, die einen Hund oder eine Katze haben dabei eine große Rolle spielt.


Schönen Sonntag wünscht
Terry

Wanderfalke
19. February 2006, 13:06
tach zusammen,

auch wenn´s #ot ist, aber hier geht doch einiges durcheinander.

erstmal braucht man in Deutschland auch für einen Hund über 40 cm Schulterhöhe und/oder mehr als 20 Kg Körpergewicht einen Sachkundenachweis. Der Jagdschein gilt im übrigen als Sachkundenachweis.

Zweitens wildert ein ausgebilderter Jagdhund nicht, dafür ist er schließlich ausgebildet! Ich selber habe erst vor wenigen Tagen einen Hund beobachtet, der keine hundert Meter entfernt ein Reh hetzte, während mein ausgebildeter Jagdhund unangeleint nebem mir saß und nicht mal mit der Wimper gezuckt hat. Kein Komando, keine Jagd! Auch die Ausrede der Besitzer des wildernden Hundes war diesmal sehr originell. "Das ist gar nicht unser, der gehört unseren Nachbarn" 8o

Ich für meine Person rede immer sehr freundlich mit solchen Hundebesitzern, die in der Regel auch - zumindest für ne kurze Zeit - einsichtig sind. Zumal ein gut ausgebilderter und damit gehorsamer Jagdhund immer auch (einen guten) Eindruck auf solche Hundebesitzer macht.

Aber jetzt mal wieder zum Thema:

Für ein Buntfalkenpaar muß die Voliere mindestens 6 qm groß sein bei einer Höhe von 2 m, für jedes weitere Tier jeweils noch 1 qm mehr. Viel größer sollte die Voliere aber auch nicht sein, da die Falken schon nach kurzer Distanz sehr hohe Geschwindigkeiten erzielen und sich dann in der Voliere verletzen können.

Die Zeit ist nach meiner Erfahrung nicht so sehr das Problem, sondern viel mehr, dass Du nicht den Falknerjagdschein machen willst. Wie schon gesagt, kannst Du den Waffenteil bei der Jägerausbildung/prüfung weglassen. Die Vorteile sind aber sehr vielfältig. Du kannst die Vögel frei aufs Federspiel fliegen lassen. Wenn Du dafür in einem nahegelegem Revier eine Erlaubnis vom Jagdpächter erhälst, dann reichen natürlich auch 1 - 1,5 Stunden pro Tag. Außerdem kannst Du die Tiere auch an der sog. Flugdrahtanlage halten, was nach meiner Auffassung die beste Haltemöglichkleit ist. Da es sich hierbei aber um eine sog. falknerische Halteform handelt, dürfen dass eben rechtlich nur Falkner (damit sind Falknerjagdscheininhaber gemeint).

Ich denke aber, dass wenn Du Dich jetzt intensiv mit Greifvögeln und Falknerei beschäftigst und Dir das auch mal bei einem Falkner anschaust, wirst Du schon noch überzeugt, dass Du um den Falknerjagdschein nicht drum herum kommst :)


Gruß
Markus

Regalis
19. February 2006, 13:16
Hallo,

@ Terry
die Haltung eines Greifes in NRW oder Hessen ist weitaus leichter als die Haltung eines Greifes in Bayern, die Bayern legen noch größeren Wert auf die Prüfungen und diese sind dort auch erheblich schwerer als z.B. in NRW.
Bezüglich Gesetzeslage stimmen ich dir zu es gibt einiges was völlig daneben ist aber das sind leider unsere Gesetze und daran können wir nichts ändern.
Das für den Buntalken die gleichen Anforderungen benötigt werden wie für jeden anderen Greif ist zwar schwer zu verstehen aber das Gesetz kann nunmal nur alle Greife in die Paragrahen packen wenn dort wegen Größe oder Farbe wiederum Unterschied gemacht würden würde das doch nur zu einem heillosen Chaos führen, dein Autobeispiel ist doch auch dafür gut, vor demn Gesetz sind alle Autofahrer gleich ob jung, alt, dick oder dünn, klein oder groß ist völlig egal.
Zu empfehlen bleibt dir nur das du ein Paar in die Voliere setzt was sich selber miteinander beschäftigt das würde klappen, denn die Zeit würdest du brauchen um einen Vogel frei-flug-fähig zu bekommen.
Gruß
Marco

Silke
19. February 2006, 13:24
erstmal braucht man in Deutschland auch für einen Hund über 40 cm Schulterhöhe und/oder mehr als 20 Kg Körpergewicht einen Sachkundenachweis.

8o Seit wann denn das? Das wäre mir ja ganz neu. Ich habe hier nähmlich einen neben mir liegen, der 65cm mist und 35kg wiegt.

Liebe Grüße von Silke

Wanderfalke
19. February 2006, 14:48
tach Silke,

na dann aber hurtig....

In NRW gilt das seit 1.1.2002. Soweit mir bekannt, haben aber alle Bundesländer gleichlautende Vorschriften Anfang 2002 erlassen, die im Zusammenhang mit der Tötung eines kleinen Jungen durch einen Pitbullterrier standen.

hier mal nen Auszug aus der NRW-Verordnung:

§ 1
Anwendungsbereich und Meldepflicht

1.Diese Verordnung gilt für das Halten von Hunden, die ausgewachsen eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder aber ein Gewicht von mindestens 20 kg erreichen. Darüber hinaus gilt diese Verordnung für das Halten, die Zucht, die Ausbildung und das Abrichten von Hunden, die die Kriterien nach § 2 erfüllen, sowie ferner für Hunde der Rassen der Anlagen 1 und 2 oder Kreuzungen der darin genannten Rassen mit Hunden anderer Rassen oder Mischlingen, unabhängig von deren Größe oder Gewicht.
2.Das Halten eines Hundes im Sinne von Absatz 1 ist der zuständigen Behörde vom Halter anzuzeigen.

(....)

§ 3
Voraussetzungen für das Halten von Hunden nach §1 Abs.1 Satz 1

1.Hunde, die unter den Anwendungsbereich von § 1 Abs. 1 Satz 1 fallen, dürfen nur von Personen gehalten werden, die die dazu erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten (Sachkunde) besitzen und über die dafür notwendige Zuverlässigkeit verfügen.
Die Kenntnisse und Fähigkeiten sind der zuständigen Behörde für jeden gehaltenen Hund durch eine Bescheinigung einer Tierärztekammer des Landes Nordrhein-Westfalen nachzuweisen.
2. Als sachkundig im Sinne des Absatzes 1 gelten
a. Personen, die seit mehr als 3 Jahren Hunde im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 1 halten, sofern es dabei zu keinen tierschutz- oder ordnungsbehördlich erfassten Vorkommnissen gekommen ist, und die dies der zuständigen Behörde schriftlich versichert haben,
b.Inhaber eines Jagdscheines oder Personen, die die Jägerprüfung mit Erfolg abgelegt haben,
c.Personen, die eine Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe a des Tierschutzgesetzes zur Zucht oder Haltung von Hunden besitzen,
3. Zum Nachweis der Zuverlässigkeit ist vom Halter ein Führungszeugnis vorzulegen (Auszug aus dem Bundeszentralregister).
4. Hunde im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 1 dürfen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen und Plätzen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln nur angeleint geführt werden.
5. Für Hunde im Sinne dieser Verordnung muss der Abschluss einer Haftpflichtversicherung nachgewiesen werden.
6. Jeder Hund im Sinne dieser Verordnung ist dauerhaft auf Kosten des Halters per Mikrochip zu kennzeichnen. Die Identität des Hundes (Rasse, Gewicht, Größe, Alter, Fellfarbe, Chipnummer) ist der zuständigen Behörde vom Halter mitzuteilen.

(....)

§ 10
Ordnungswidrigkeiten

1.Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
1.entgegen § 1 Abs. 2 das Halten eines Hundes nicht anzeigt,
2.entgegen § 3 Abs. 1 einen Hund hält, ohne die erforderliche Sachkunde nachzuweisen,

(....)

2.Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu zweitausend Deutsche Mark (1.022 EURO) geahndet werden.
3.Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist die örtliche Ordnungsbehörde.

Gruß
Markus

federspiel
19. February 2006, 15:12
Hallo Ihr,
es gibt da noch keine einheitliche Regelung unter den Ländern. Schleswig Holstein z.B. verlangt für "40/20-Hunde" die nicht auf den Rasselisten geführt werden, noch keinen Sachkundenachweis.

Viele Grüße
federspiel

Silke
19. February 2006, 15:48
Mhhh, also ich wohne nicht in NRW und mein Hund ist schon all die 10 Jahre, die er bei mir lebt und alt ist, gemeldet, und ich zahle brav meine Hundesteuern. Soweit mir bekannt, ist es wohl Ländersache und bei uns braucht man keinen Sachkundenachweis. Zumindest wäre es mir völlig neu.

Liebe Grüße von Silke

Terry2
19. February 2006, 16:28
ich schon wieder,

ich finde es ja toll, dass hier so viele Rückmeldungen kommen; am eigentlichen Thema sind wir aber vorbei......

Das mit den unterschiedlichen Vorschriften in allen Bundesländern macht uns hier in Deutschland ja das Leben so schwer und sorgt immer wieder für Unverständnis, Unsicherheit und manchmal auch für Wut. Regalis hat natürlich Recht, wenn es schreibt, dass das mit dem Jagd- und Falknerschein für alle Greife gilt, egal ob groß oder klein und das der Buntfalke hier keine Ausnahme sein kann und darf.

Faktisch ist es aber so, dass ein Verstoß gegen ein Gesetz erst angezeigt werden muss, bevor es überhaupt ein Verfahren / eine Verhandlung gibt. Erst in einem Verfahren wird dann der konkrete Einzelfall behandelt und abschließend darüber geurteilt. Es heisst, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleich sind, damit ist aber nicht gemeint, das Wilderei auch Wilderei ist und in allen Fällen gleich hoch bestraft wird. Zu beachten ist die Schwere der Tat und danach richtet sich das Strafmaß; das Gesetz selbst nennt in der Regel immer die Höchststrafen und diese in Verbindung mit dem Wort "kann".

Ciao
Terry

Regalis
20. February 2006, 07:59
Hallo,

@terry
du hast recht die verhältnismäßigkeit der Gesetze oder der Sinn zu diskutieren ist völlig sinnlos, das ist nunmal so in Deutschland, leider.
Du mußt aber über eins nachdenken,der Gesetzgeber bzw. die Behörden haben es bei uns Greifvogelhaltern einfach, eine illegale Haltung ist nicht möglich.
Jeder der einen Greif kauft erscheint auf der Abmeldung des Züchters als neuer Eigentümer, das ist fakt und muß auch so sein, das heißt selbst wenn du einen Greif nicht meldest liegt der Behörde bei der Abmeldung des Züchters deine Adresse bereits vor, kontakten nun die Behörden und stellen fest das du einen Greif nicht angemeldet hast stehen die Jungs bei dir auf der Matte, ob du das willst oder nicht, dann kommen einige Fragen und vorallem die Haltung wird kontrolliert und schon kann es vorbei sein. Die Greifvogelhaltung wird in Deutschland dermaßen heftig überwacht das glaubt man nicht.
Gruß
Marco

Akio
20. February 2006, 16:15
Hi Terry,
ich kann dir nur raten, dein Vorhaben mit dem Praktikum bei einem Falkner schnellstmöglichst umzusetzen. Ich mach seit mittlerweile zwei Jahren am Wochenende und in den Ferien genau das und es ist wirklich ne gute Schule (unter der Woche leider nicht, weil ich doch recht weit von meiner "Lehrstelle" entfernt bin).
Ich bin mir sicher, dass man sich dadurch viele Probleme erspart, denn die Prüfungen, sowohl Jagd- als auch Falknerschein, sind ja doch größtenteils theoretisch.
Und im täglichen Umgang braucht man neben dem Wissen auch einfach Routine, die man nur durch häufige Praxis kriegt, wie bei allen anderen Sachen auch, da hilft der beste Schein nix.
Und was die Prüfungen generell angeht:
Wer weiß, wenns mit deinem Buntfalken klappt *think positive, es gibt keinen Grund es ganz zu lassen*, dann willst du vielleicht irgenwann auch mal einen hübschen kleinen Lanner oder einen Harris Hawk haben und spätestes dann müsstest du die Scheine sowieso machen, selbst wenn du bis dahin so durchgekommen wärst...;).
Hast du schon jemand gefunden, bei dem du mal über die Schulter gucken kannst?

Wanderfalke
20. February 2006, 17:29
tach zusammen,

da kann ich Akio nur zustimmen. Und um schon mal so´n bischen Lust auf "mehr" zu machen, hier mal zwei Links zu meinem Harris:


http://www.directupload.net/show/d/613/gHeSRk2W.jpg

und an der Flugdrahtanlage:

http://www.directupload.net/show/d/612/AMnODm7u.jpg

Gruß
Makus

Balu
20. February 2006, 17:47
hi,
@akio:
wo hilfst du denn mit?was kannst du da alles machen??

@markus: deine harriet ist wunderschön!! toller harris!!!

federspiel
20. February 2006, 18:38
Markus,

wunderschön!!!!!!!!

Die Kopfstudie ist beeindruckend! Schön ist, wie das Licht in die Augen fällt und den Blick so lebhaft werden läßt.


Grüße
Susanne

Terry2
21. February 2006, 19:10
Ich bin mir sicher, dass man sich dadurch viele Probleme erspart, denn die Prüfungen, sowohl Jagd- als auch Falknerschein, sind ja doch größtenteils theoretisch.
Und im täglichen Umgang braucht man neben dem Wissen auch einfach Routine, die man nur durch häufige Praxis kriegt, wie bei allen anderen Sachen auch, da hilft der beste Schein nix.


Hallo Akio,

schön was du da schreibst, so hatte ich mir das auch gedacht. Nix da mit 2 Tageseminar; es würde mir für die Vögel leid tun.....

Ich habe mich noch nicht weiter um die Ausbildung kümmern können, das muss jetzt noch eine gute Woche warten. Unser Forstamt hat aber schon Hilfe angeboten.

@ Wanderfalke
ist ja ein toller Vogel..... Und es ist wahr, dass er dir beim Laufen von Baum zu Baum hinterher fliegt? Macht er das, weil er von dir etwas zu essen erwartet oder macht er es, weil es dein "Freund" ist?
Dann auch eine Frage zur Flugdrahtanlage. Hast du keine Angst, dass ein noch größerer Greif oder die Katzen aus der Nachbarschaft deinen Vogel "überfallen"? Beim Buntfalken hätte ich an der Flugdrahtanlage Angst, dass dem Vogel etwas passiert.

Ciao
Terry

buteo
22. February 2006, 12:02
@marco: ist der Harris mit der Flugdrahtanlage gleich gut zurecht gekommen?
Will auch eine bauen, aber mein Harris ist schon erwachsen(2Jahre) und kennt das nicht,brauche mal ein paar Erfahrungen

Akio
22. February 2006, 12:06
wo hilfst du denn mit?was kannst du da alles machen??

Eine mobile Showfalknerei mit Sitz in der Nähe von Kiel, die also keine ortsgebundenen Vorführungen macht, sondern für Veranstaltungen und Events, lebendigen Biounterricht, Falkner-Schnuppertage, Mittelaltermärkte usw. gebucht werden kann. Mithelfen: Nja, was halt während der Vorführungen und beim drumherum so anfällt: Tragen, in die Kiste verladen, Faustflüge und starten, Futter zubereiten und füttern, putzen, wiegen etc, was man halt jeden Tag so macht, wenn der Vogel fliegen soll. Ansonsten auch mal zugucken und assistieren beim Geschühriemen anlegen oder shiften oder Federn mit Heißwasser reparieren oder andern kleinen versorgungstechnischem Krams. Federspielarbeit hab ich (leider) erst zweimal machen können, weil während der Veranstaltungen naturgemäß fürs üben nicht so viel Zeit bleibt, das passiert unter der Woche wenn ich nicht kann *dumme weite Entfernung*. Aber wenn ich mit dem Abi fertig bin, fällt vielleicht mal ein längeres Praktikum am Stück an.
Ist nix großes, aber allein schon durchs häufige machen kriegt man halt ein bisschen mehr Praxis und ein bisschen Gefühl, ob der Vogel gut drauf ist oder schlecht, ob alles stimmt oder nicht. Ich find das ist schon wichtig, bevor man überhaupt überlegt, den ersten Vogel anzuschaffen. Allein schon, dass man bei kleinen Anfängerfehlern schnell korrigiert wird und sich sowas nicht angewöhnt. Und dass man verschiedene Vögel kennenlernen kann. Steppi, Saker, Ger, Harris und seit neustem einen Waldkauz *plüsch*.


...schön was du da schreibst, so hatte ich mir das auch gedacht. Nix da mit 2 Tageseminar; es würde mir für die Vögel leid tun.....
Nja ich denk man kriegt da schon wesentliche Sachen vermittelt, aber je mehr Übung, desto besser, so seh ich das.
Soweit ich weiß empfehlen doch auch sämtliche deutsche Falknerverbände, vor oder nach der Prüfung ne Weile mit einem erfahrenen Falkner mitzugehen und zuhelfen.
In deinem Fall wärs egal, ob du dir nen Jagdfalkner aussuchst oder dein Praktikum in ner Showfalknerei machst, du willst ja nicht jagen.


ist ja ein toller Vogel..... Und es ist wahr, dass er dir beim Laufen von Baum zu Baum hinterher fliegt? Macht er das, weil er von dir etwas zu essen erwartet oder macht er es, weil es dein "Freund" ist?
Dann auch eine Frage zur Flugdrahtanlage. Hast du keine Angst, dass ein noch größerer Greif oder die Katzen aus der Nachbarschaft deinen Vogel "überfallen"? Beim Buntfalken hätte ich an der Flugdrahtanlage Angst, dass dem Vogel etwas passiert.
Die Fragen kann ich natürlich nicht für Wanderfalke beantworten, aber was stimmt ist, dass Harris Hawks auch in der Natur in Gruppen leben und jagen und ein sehr persönliches Verhältniss zu Falkner aufbauen können.
Und an der Flugdrahtanlage kann natürlich was passieren. Wenn das ganze nicht gut gesichert oder überwacht wird, haben Fuchs, Katzen oder Habicht da leichtes Spiel.
Kenne auch Flugdrahtanlagen, die von einer Voliere umschlossen oder auf andere Weise umbaut sind, das geht auch. Hauptsache hell und mit viel frischer Luft und der Möglichkeit, sich vor dem Wetter zurüchzuziehen.

Für grundsätzliche Fragen zur Voliere und Ausrüstung kann man z.B. "Falknerei" von Horst Schöneberg lesen. Ist nicht billig, aber auch recht informativ.

Akio
22. February 2006, 12:13
wo hilfst du denn mit?was kannst du da alles machen??

Eine mobile Showfalknerei mit Sitz in der Nähe von Kiel, die also keine ortsgebundenen Vorführungen macht, sondern für Veranstaltungen und Events, lebendigen Biounterricht, Falkner-Schnuppertage, Mittelaltermärkte usw. gebucht werden kann. Mithelfen: Nja, was halt während der Vorführungen und beim drumherum so anfällt: Tragen, in die Kiste verladen, Faustflüge und starten, Futter zubereiten und füttern, putzen, wiegen etc, was man halt jeden Tag so macht, wenn der Vogel fliegen soll. Ansonsten auch mal zugucken und assistieren beim Geschühriemen anlegen oder shiften oder Federn mit Heißwasser reparieren oder andern kleinen versorgungstechnischem Krams. Federspielarbeit hab ich (leider) erst zweimal machen können, weil während der Veranstaltungen naturgemäß fürs üben nicht so viel Zeit bleibt, das passiert unter der Woche wenn ich nicht kann *dumme weite Entfernung*. Aber wenn ich mit dem Abi fertig bin, fällt vielleicht mal ein längeres Praktikum am Stück an.
Ist nix großes, aber allein schon durchs häufige machen kriegt man halt ein bisschen mehr Praxis und ein bisschen Gefühl, ob der Vogel gut drauf ist oder schlecht, ob alles stimmt oder nicht. Ich find das ist schon wichtig, bevor man überhaupt überlegt, den ersten Vogel anzuschaffen. Allein schon, dass man bei kleinen Anfängerfehlern schnell korrigiert wird und sich sowas nicht angewöhnt. Und dass man verschiedene Vögel kennenlernen kann. Steppi, Saker, Ger, Harris und seit neustem einen Waldkauz *plüsch*.


...schön was du da schreibst, so hatte ich mir das auch gedacht. Nix da mit 2 Tageseminar; es würde mir für die Vögel leid tun.....
Nja ich denk man kriegt da schon wesentliche Sachen vermittelt, aber je mehr Übung, desto besser, so seh ich das.
Soweit ich weiß empfehlen doch auch sämtliche deutsche Falknerverbände, vor oder nach der Prüfung ne Weile mit einem erfahrenen Falkner mitzugehen und zuhelfen.
In deinem Fall wärs egal, ob du dir nen Jagdfalkner aussuchst oder dein Praktikum in ner Showfalknerei machst, du willst ja nicht jagen.


ist ja ein toller Vogel..... Und es ist wahr, dass er dir beim Laufen von Baum zu Baum hinterher fliegt? Macht er das, weil er von dir etwas zu essen erwartet oder macht er es, weil es dein "Freund" ist?
Dann auch eine Frage zur Flugdrahtanlage. Hast du keine Angst, dass ein noch größerer Greif oder die Katzen aus der Nachbarschaft deinen Vogel "überfallen"? Beim Buntfalken hätte ich an der Flugdrahtanlage Angst, dass dem Vogel etwas passiert.
Die Fragen kann ich natürlich nicht für Wanderfalke beantworten, aber was stimmt ist, dass Harris Hawks auch in der Natur in Gruppen leben und jagen und ein sehr persönliches Verhältniss zu Falkner aufbauen können.
Und an der Flugdrahtanlage kann natürlich was passieren. Wenn das ganze nicht gut gesichert oder überwacht wird, haben Fuchs, Katzen oder Habicht da leichtes Spiel.
Kenne auch Flugdrahtanlagen, die von einer Voliere umschlossen oder auf andere Weise umbaut sind, das geht auch. Hauptsache hell und mit viel frischer Luft und der Möglichkeit, sich vor dem Wetter zurüchzuziehen.

Für grundsätzliche Fragen zur Voliere und Ausrüstung kann man z.B. "Falknerei" von Horst Schöneberg lesen. Ist nicht billig, aber auch recht informativ.

Regalis
22. February 2006, 14:39
Hallo,

@Buteo
kannst deinen Harris ruhig an eine Flugdraht setzen, die lernen sehr schnell und sind ja sowieso meistens nicht so hektisch wie ein Habicht, also bei mir klappte das klasse, meine Harris-Dame ist auch erst im zweiten Jahr an die Flugdraht gekommen und hat sich dort spitze gemacht, die ganze letzte Beizsaion dann bis vor 2 Wochen war sie dort, hat alles klasse geklappt.

@ Alle
Bezüglich Flugdraht kommt es darauf an wo man diese stehen hat und welches Raubzeug dort umher läuft.
Ich habe Falkne, Harris und Rotschwanz ständig an der Flugdraht im Garten, ein Netz darüber und fertig.
Die Katzen haben Respekt und Füchse kommen nicht bis zu mir, allerdings sollte man bei dem Habicht vorsichtig sein, junge Rothabichte kennen keine Gnade und gehen durch Netze oder versuche durch den Zaun zu stürmen, das ist bisschen gefährlich, aber Katzen werden sich normal hüten etwas zu machen.

Gruß
Marco

Wanderfalke
22. February 2006, 15:39
tach zusammen,

ja buteo, Du kannst Deinen abgetragenen Harris ruhig an die Flugdrahtanlage stellen. Ich habe meine Anlage übrigens nicht gesichert, da sich in der Regel auch meine Deutsch-Kurzhaar Hündin im Garten aufhält bzw. freien Zugang hierzu hat, so dass ich weder Katzen noch Füchse bei uns im Garten habe. Der Habicht ist aber wirklich ein Problem, dass ist ja aber auf der Jagd und insbesondere bei der freien Folge genau so ein Problem. Man kann halt nicht alle Risiken ausschließen. Meine fühlt sich jedenfalls an der Flugdrahtanlage sichtlich wohl, obwohl ich ja auch noch eine große Voliere für die Nacht und wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin habe.

Die Motivation für die sog. freie Folge ist die gemeinsame Jagd und somit letztlich auch Futter (=Atzung) in Form von Beute. Ich muß sie daher nicht ständig mit Atzung locken. Sie bekommt "unterwegs" ab und zu einen sog. Tidbit, dass sind kleine Happen, z.B. ein Kükenbein, die eher der Belohnung dienen und nicht der eigentliche Grund sind, mir zu folgen. Wie hier aber schon geschrieben wurde jagen Harris Hawks auch in der Natur im Familienverband mit gemeinsamer Jagdstrategie bei der jeder einzelne Vogel eine bestimmte Aufgabe bei der gemeinschaftlichen Jagd hat. Das macht es letzlich auch so einfach einen Harris in der freien Folge zu fliegen, da der Vogel das ganze als gemeinsame Jagd ansieht und gelernt hat, dass es dabei meine Aufgabe ist, ihm die Kaninchen vor die Fänge zu treiben und er daher regelmäßig Beute macht, wenn er mir nur folgt.

Hier noch ein paar Bilder von meiner Flugdrahtanlage und aus unserem Revier.

Gruß
Markus

Wanderfalke
22. February 2006, 16:32
tach noch mal,

hier kann man meine Flugdrahtanlage mal im Ganzen sehen.

http://www.directupload.net/show/d/503/3uXuIejg.jpg

Das Bild bekomme ich nicht so klein, dass ich es hier direkt anhängen kann.

Gruß
Markus

Terry2
22. February 2006, 18:58
Meine fühlt sich jedenfalls an der Flugdrahtanlage sichtlich wohl, obwohl ich ja auch noch eine große Voliere für die Nacht und wenn ich den ganzen Tag unterwegs bin habe.

Regalis hatte doch aber geschrieben, dass man den Vogel nicht so einfach aus der Voliere wieder heraus bekommt. Habe ich das jetzt falsch verstanden oder bezog sich das alleine auf den Buntfalken ?

Regalis
22. February 2006, 22:24
Hallo,

nein Terry das hast du etas falsch verstanden, erstens kann man keinen Harris mit irgendeinem Falken vergleichen, Falken bauen bei weitem nicht eine solche Beziehung zu einem Falkner auf wie das ein Harris tut, zweitens ist hier die Rede von einem eingeflogenen Harris der fast jeden tag raus und zum fliegen kommt dieser kann ruhig mal über Nacht oder paar tage in eine Voliere da der Vogel eingeflogen und auf den Falkner geprägt ist. Ich habe ein Falkenweib welches zwei Jahre geflogen wurde ( jagdlich) dabei prima mit dem Falkner arbeitete und zu jeder Zeit auf die faust kam, ich habe das Weib in eine Voliere gesetzt und mußte zwei Wochen später bereits mit einem Kescher dorthinein um es wieder raus zu bekommen, nichts zu sehen von Faustappell usw. das meine ich, das Weib war für mich sowieso für die Zucht gedacht und so sitzt sie nun sowieso in einer Voliere.
Gruß
Marco

PS: Schau mal einem Falkner über die Schulter um überhaupt mal raus zu finden was sich da tut und wie das mit den einzelnen Greifen geht, alles was hier steht sind Erfahrungen von Falknen die man erstmal erleben muß um es zu wissen, du hast keinerlei Erfahrungen und deshalb kannst du dir sehr schwer vorstellen das jeder Vogel anders ist oder etwas bei dem einen klappt bei dem anderen noch lange nicht.

buteo
23. February 2006, 07:08
@wanderfalke: tolle Flugdrahtanlage, kann mir vorstellen mein Harris wird sich über so viel Bewegungsfreiraum tierisch freuen! Ich mich auch,da kann man seinen Vogel super beobachten. :beifall:

federspiel
23. February 2006, 12:42
Hallo Ihr,
ich habe mir das Bild von der Flugdrahtanlage mehrmals angeguckt... erinnert mich ein wenig an die "Trollileine" durch den Garten, an die wir unseren ersten Beagle "gehängt" haben, als der Zaun noch nicht fertig war;) Ich habe sowas sonst ja noch nicht gesehen. Deshalb hier noch zwei Fragen:

Warum ist ein Tuch zwischen das Holzgestell gespannt, auf dem Harriet ( so heißt sie doch, wenn ich das im anderen Thread richtig gelesen habe? ) sitzt?

Warum liegt das Seil ( oder Draht ?) an dem sich der Vogel entlang bewegt, auf dem Boden? Wäre es denn nicht sinnvoller als Schutz vor Katzen und anderen Gefahren, das Seil höher zu spannen?

Würde mich freuen, wenn ihr mir antwortet:)

Viele Grüße
Susanne

Sagany
23. February 2006, 13:45
hallo,
also ich finde diese flugdrahtanlagen nicht so toll.
ich habe einen steinadler an der flugdrahtanlage erlebt.
als er wegfliegen wollte bzw. es war mehr oder weniger ein 40cm über den boden flattern und die leine zu ende war gab es einen ruck( zwar gedämpft durch die federung) aber der vogel flog sprichwörtlich auf die fresse.
war kein schöner anblick.
jetzt will ich nichts ehen wie es aussieht wenn er mal etwas höhe erreicht und richtig abfliegen will und die schnur zu ende ist, endweder schiesst er dann wie ein jojo zurück oder wird zu boden gerissen.

buteo
23. February 2006, 13:48
das Tuch nennt sich Recktuch,wenn der Vogel abspringt,dann kann er da nicht unten durch und sich am Ende Verheddern! gilt auch für den draht,es dürfte sich die Langfessel nicht darum wickeln können,das würde passieren wenn der Vogel darunter abtauchen kann. Am Ende hätte er sich aufgehängt.
Der Vogel heißt Harris Hawk oder Wüstenbussard

Wanderfalke
23. February 2006, 16:31
tach zusammen,

der Vogel heißt tatsächlich Harriet, ist aber ein Harris Hawk (WÜstenbussard) :zwinker:

Jetzt aber mal der Reihe nach:

Ich persönlich habe nur Erfahrung mit einem Harris Hawk, die sich aber in ihrem Verhalten von anderen Greifvögeln zum Teil unterscheiden, da sie im Familienverband leben und auch gemeinsam jagen und sogar die Beute untereinander teilen. Das macht Vieles im Umgang mit einem Harris Hawk einfacher aber im Wesentlichen unterscheiden sie sich nicht von anderen Greifvogelarten. Das heißt, dass man auch z.B: einen Habicht in der freien Folge fliegen kann, es macht aber eben noch mehr Arbeit diesen dazu zu bringen. Und auch einen Harris Hawk muß man genau wie jeden anderen Greifvogel mit sehr viel Zeit und Geduld sehr sorgfältig und konsequent abtragen bevor er locke (= ruhig, ausgeglichen und in gewissem Maße auch zutraulich) wird. Wie Regalis schon geschrieben hat, habe ich den Vogel regelmäßig mehrere Stunden in der Woche in der freien Folge geflogen. Es ist selbstverständlich, dass ein Vogel der einem völlig frei in einem ihm bekannten Jagdgebiet in dem er regelmäßig Beute macht folgt, sich auch leicht aus der Voliere nehmen läßt.

Zur Flugdrahtanlage kann ich sagen, dass die ja nicht auf meinem Mist gewachsen ist und sich alle Greifvogelexperten wohl darüber einig sind, dass das für Beizvögel die geeigneteste Haltungsart ist. Die Verletzungsgefahr ist bei einer richtigen Anlage deutlich geringer als etwa in einer Voliere. Dabei ist aber natürlich selbstverständlich, dass nur ein abgetragener Vogel an eine solche Anlage gestellt wird. Nicht abgetragene Beizvögel gehören angebunden auf die hohe Reck! bis sie abgetragen sind.
Dann ist natürlich auch je nach Vogel die Anlage entsprechend anzupassen. Das heißt, dass bei einem leicht nervösen und sehr schnellen Falken die Anlage natürlich nicht wie meine 15m lang sein darf. Außerdem darf bei einer so großen Anlage wie meiner das Seil gerade nicht gespannt sein, da der Bodenkontakt auch schon einen gewissen Bremseffekt bietet. Desweiteren bedarf es einer Bremseinrichtung am Ende des Seils und der Bodenbelag ist am Ende so zu wählen, dass der Vogel, sollte er wirklich mal durchstarten weich landet. Bei einem ordentlich abgetragenen Vogel, und insbesondere bei den Harris Hawks, kommt das aber äußerst selten vor. Bei meiner im ganzen letzten Jahr vieleicht 3 oder 4 mal! Verletzt hat sie sich dabei nie!!

Sagany, was glaubst Du wie der Steinadler ausgesehen hätte, wenn er nicht an einer Flugdrahtanlage, sondern in einer Voliere gestanden hätte und dort mit hoher Geschwindigkeit gegen den Draht oder die Wand geflogen wäre. Aber wie gesagt, nicht abgetragenen Greifvögel gehören weder frei in die Voliere, noch an die Flugdrahtanlage, sondern angebunden auf die Reck.

Gruß
Markus

federspiel
23. February 2006, 19:59
Hallo Markus und buteo,

vielen Dank für eure Antworten, wieder was dazu gelernt:prima:




Zur Flugdrahtanlage kann ich sagen, dass die ja nicht auf meinem Mist gewachsen ist und sich alle Greifvogelexperten wohl darüber einig sind, dass das für Beizvögel die geeigneteste Haltungsart ist.


Ich wollte mit meinem Fragen aber nicht bezwecken, dass Du nun meinst, Dich ein bißchen rechtfertigen zu müssen, sorry:traurig:

Viele Grüße
Susanne

P.S.: Habe schon mal meinen Garten vermessen... 15 m Länge... paßt! :zwinker: :zwinker:

federspiel
23. February 2006, 22:26
Ich wollte mit meinem Fragen aber nicht bezwecken, dass Du nun meinst, Dich ein bißchen rechtfertigen zu müssen, sorry:traurig:

:

Seufz... ich schon wieder:~
Mein Satz liest sich jetzt irgendwie komisch... ich wollte damit nur sagen, das Du Dich für die Flugdrahtanlage doch nicht rechtfertigen mußt.

Äh... so, ja, das wars.

Leicht unkonzentriert
grüßt
Susanne

Waschi
23. February 2006, 22:33
gilt auch für den draht,es dürfte sich die Langfessel nicht darum wickeln können,das würde passieren wenn der Vogel darunter abtauchen kann. Am Ende hätte er sich aufgehängt.

Hallo

Ganz abgesehen davon würde ein oben in der Höhe verspannter Draht ihm auch deshalb schaden, weil er sich so permanent die herabhängende Langleine durchs Stoßgefieder ziehen würde und sich in kürzester Zeit die Pennen alle damit "abrasieren" würde.
Das ist dann zwar nicht so ganz so lebensbedrohlich, wie es Hängenbleiben wäre, aber auch schon schlimm genug.

Viele Grüße, Kathrin

Terry2
24. February 2006, 18:15
An die Profis habe ich

zur Voliere für den Buntfalken

ergänzende Fragen.

Zur Verteilung der 6 qm. Sollen es 2 x 3 m werden oder ist es besser eine schmalere, dafür aber längere Voliere zu bauen. Und wie ist es mit der Höhe; sind 2,50 m in Ordnung? Soll eine Mauserkammer mit eingebaut werden ?

Ich wollte 2/3 der Dachfläche, die linke und rechte Seitenwand sowie die Rückwand vollständig mit Holz schliessen. Draht soll dann nur auf 1/3 der Dachfläche (bezogen auf die Länge) und die Front.

@ Wanderfalke
welchen Draht hast du genommen? Wo gibt es den und was kostet der ?

Keine Sorge; ich kaufe keinen Vogel ohne "Scheine" ; die Voliere beschäftigt mich aber schon sehr.........

Die "Bauplanung" , die "Materialliste" und die "Kostenkalkulation" sowie spätere Fotos stelle ich dann mal zusammen und mache daraus ein neues Thema.

Wanderfalke
25. February 2006, 12:27
tach Terry,

hier mal die "gesetzlichen" Mindestanforderungen an die Voliere und die Maße für einen Buntfalken:

Grundfläche 5 qm, Breite 2 m, Höhe 2 m. Dazu ist eine frostfreier Schutzraum von 1,5 qm Fläche, mit einer Breite von mindestens 1 m und 2 m Höhe erforderlich, da Buntfalken unter die Klimaeinstufung II - III fallen und daher einen Schutzraum gegen Frost benötigen.

Den Draht habe ich von Zaun Kreisel, ein Fachgeschäft bei uns in der Nähe. Der hat ca. 120 Euro gekostet. Da aber schon nach kurzer Zeit die Oberfläche sehr rauh geworden ist, werde ich den Draht im Frühjahr austauschen.

Gruß
Markus

Terry2
25. February 2006, 18:25
Dazu ist eine frostfreier Schutzraum von 1,5 qm Fläche, mit einer Breite von mindestens 1 m und 2 m Höhe erforderlich, da Buntfalken unter die Klimaeinstufung II - III fallen und daher einen Schutzraum gegen Frost benötigen.


Danke Markus,

kannst du mir das etwas genauer erklären? Reicht es wenn ich innerhalb der Voliere eine "Holzkiste" also ein geschlossenes Holzabteil von 1,5 qm Grundfläche baue oder muss es ausserhalb der Voliere d.h. 5 qm + 1,5 qm Schutzraum = 6,5 qm sein? Wie groß darf in dem Schutzraum die maximale Öffnung sein? Soll/muss der Schutzraum eine doppelte Beplankung mit einem Kern aus Styropour erhalten? Wie sonst ist der Begriff "frostsicher" zu verstehen?

Wanderfalke
26. February 2006, 09:52
tach,

der Schutzraum ist zusätzlich einzurichten, also insgesamt 6,5 qm. Über die Beschaffenheit kann ich nichts sagen, da ich selber keinen benötige. Er muß nur so eingerichtet sein, dass im Inneren die Temperaturen nicht unter 0 C sinken.

Gruß
Markus

Luna24
09. March 2006, 01:19
Es war wirklich sehr interessant Eure Berichte zu lesen, da kann ich doch noch einiges lernen.

Ich bin Jungfalknerin, frisch gebacken sozusagen, da ich meine Falkner-Prüfung am Dienstag den 7.März2006 erfolgreich in Düsseldorf abgelegt habe.

Ich kann nur jedem Mut machen und empfehlen, diese Prüfung abzulegen, denn: Wer wirklich interesse an einer art- und verhaltensgerechten Greifvogelhaltung hat, kommt um den Falknerschein nicht herum.

Für mich bedeutet die Falknerei nicht, sich nur einen Vogel in die Voliere zu stellen um ihn anzusehen..im Gegenteil: Um den Vogel artgerecht halten zu können muss man ihm die Möglichkeiten des Freifluges und der Jagd ermöglichen und dafür ist es nun mal erforderlich den Falkner-Jagd!-Schein zu besitzen....

Und mal ehrlich: Der ganze Aufwand (zeit, Geld, Lernen, ...) lohnt sich wirklich denn eines Tages ist es soweit und man hat einen abgetragenen Greifvogel, ist mit ihm in der freien Folge unterwegs, ruft, und der Vogel kommt zur Faust:
Ich denke für diesen Moment kann und sollte man einiges investieren !

Zudem lernt man in den Lehrgängen wirklich auch viele praktische Dinge: Krankheiten, Haltung, Zucht... sämtliche Grundlagen, die für die spätere Haltung einfach Grundvoraussetzungen sind.

Also wünsche ich allen, die der Leidenschaft Greifvogel verfallen sind alles Gute und viel Erfolg und Freude an dieser Passion....

Wanderfalke
09. March 2006, 07:13
Tach Luna,

herzlichen Glückwunsch und Willkommen im Forum.

Gruß und Falknersheil
Markus

Regalis
09. March 2006, 08:06
Hallo,

auch von mir " Herzlichen Glückwunsch" und willkommen im Forum.

Du hast einige Dinge der Falknerei sehr schön beschrieben und ich hoffe das auch einige hier im Forum das zu herzen nehmen!
Gruß
Marco

Luna24
09. March 2006, 14:21
Vielen Dank "Regalis" und vielen Dank "Wanderfalke".
Ich denke, dass ich hier noch einiges lernen kann und bin froh eine Anlaufstelle für meine Fragen zu haben !