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Vollständige Version anzeigen : Jetzt ist sie in Deutschland



Naschkatzl
14. February 2006, 23:10
Hallo zusammen,

habe gerade nur leider so nebenher im Fernsehen mitbekommen das jetzt die Vogelgrippe auch in Deutschland sein soll.

Angeblich haben sie jetzt infizierte Tiere auf Rügen gefunden.

Hat jemand die Sendung gesehen und weiss was näheres ???

Grüssle
Corinna

Semesh
15. February 2006, 05:24
Stimmt, habe es um 6 im radio gehört. Auf Rügen wurde bei zwei Schwänen durch einen Schnelltest das Virus festgestellt. Es wurde ein Krisenstab zusammengerufen und die Stallpflicht, die Ursprünglich nächste Woche beginnen sollte wird auf Freitag vorgezogen.:traurig:

birkenholz
15. February 2006, 05:46
....... es wäre verheerend - aber bislang noch nicht offiziell bestätigt
gruß birkenholz

Reginsche
15. February 2006, 06:25
Habe gerade im Radio gehört, daß sich der Verdachtsfall bestätigt haben soll und eine sofortige Stallplicht im Umkreis von 3 Km vorgenommen wurde.

Von den 4 Schwänen sollen 2 mit dem Virus infiziert sein.

Was für eine schreckliche Nachricht.
Jetzt müssen wir uns echt Sorgen machen.:traurig:

Sina
15. February 2006, 06:57
Ja, heute morgen in den ARD-Nachrichten kam es auch. Es sind wohl mittlerweile 6-8 tote Schwäne. Von den 4 zuvor gefundenen Schwänen sind 2 mit dem H5N1-Virus infiziert. Das Ergebnis wird jetzt auch noch mal in einem britischen Referenzlabor getestet.

edit: link (http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=domesticNews&storyID=2006-02-15T064011Z_01_HUM524006_RTRDEOC_0_DEUTSCHLAND-VOGELGRIPPE-VETERINAER.xml)

aday
15. February 2006, 07:16
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5234004_NAV_REF1,00.html

hier mal die Nachrichten bei der Tagesschau

floyd
15. February 2006, 07:25
:nene: ich bin mal gespannt, ob die reporter nach dem strandbesuch direkt zu rügens geflügelhaltern aufs grundstück latschen...

ich habe jetzt nix im tv über desinfektionsmassnahmen gesehen! können die reporter und bewohner jetzt einfach so die insel verlassen ohne wenigstens desinfiziert zu werden oder was? obwohl hr.seehofer davon sprach, dass alle stellen informiert sind.

muß jetzt aber zur arbeit, mal sehen wie es am nachmittag aussieht...

???

floyd

zooplus
15. February 2006, 07:52
guten morgen!

hab gestern im tv (österreicher sender) gehört, was die österreichische ministerin gesagt hat. die experten sagen, dass die schwäne zu einer gruppe von ca. 300 tieren gehören, die sich am donaudelta aufhielten. jetzt ziehen diese schwäne in kleinen gruppen umher. es ist also kein wunder, dass überall in europa schwäne verenden, da es sich meiner meinung nach eben um diese tiere handelt. nur welche wildvögel stecken sie auf ihrer reise noch an...

zooplus
15. February 2006, 07:54
was mich noch wundert, wie weit die infizierten tiere noch fliegen können...?

ronjapferd
15. February 2006, 08:31
Hoffe das es mit der Stallpflicht diesmal etwas ernster genommen wird :traurig:

Evi1950
15. February 2006, 09:18
Hallo,

bin nur froh, dass wir in Deutschland leben. Vorerst geht von den einheimischen Tieren (Hühner etc.) gar keine Gefahr aus. Sollte es doch hier und da eines erwischen, wird es wenigstens nicht bei lebendigem Leib vergraben....

Eigentlich war ja logisch, dass die Grippe bis zu uns vordringt. Warum sollte es auch anders sein. Na, sind wir mal optimistisch, dass es bei Überflieger-Vögeln bleibt. Ich bin zuversichtlich!

Euch allen, speziell den Hühner-/Enten- und sonstigen Haltern wünsch ich toi-toi-toi. Schlimm genug, dass Ihr die armen Dinger ewig einsperren müsst.

Lieben Gruß aus Winsen, Evi

Vornie
15. February 2006, 09:23
hauptsache man gerät nicht in panik.

meines erachtens war es nur eine frage der zeit bis dieses virus einmal komplett die erde umrundet hat.

was aber jetzt nicht passieren darf ist, dass dieses virus so mutiert, dass es von säugetier zu säugetier übertragen werden kann.

das problem liegt halt darin, je weiter das virus verbreitet ist desto mehr möglichkeiten hat es in diese richtung zu mutieren.

tote vögel werden halt von sehr vielen assfressern hier vertilgt (füchse, wildschweine, katzen, raabenvögel usw.) also meiner meinung nur noch eine frage der zeit, bis das virus auch von säugetieren übertragbar ist.

*Susa
15. February 2006, 10:56
Von Katze zu Katze geht er schon. Sperrt Euere Katzen ein, wenn Ihr das ganze ernst nehmt. Denn wenn ein kranker Vogel die Hühner anstecken kann, dann kann er auch von Euerer Katze gefressen werden. Außerdem bitte ich darum, alle Sandkästen vogelsicher zu machen. Nicht daran zu denken, was passieren kann, wenn die Kleinen den Sand essen!
LG, Susa

Harry
15. February 2006, 12:05
Nun brecht mal nicht in Panik aus.
Die Chance das ein kranker Schwan genau in den Sandkasten sch** und das nächste Kind das nascht, sind ja doch eher gering.
Normalerweise sind Viren ja außerhalb des Wirtskörpers nicht besonders lange lebensfähg.

Ich persönlich lebe in Graz, dürften so 40 km zu den 2 gefundenen Schwänen in Österreich sein und mir macht die Sache (noch) keine Sorgen.
Bin allerdings auch kein Geflügelzüchter sonder habe "nur" 2 Amazonen, also betrifft mich die Stallpflicht usw. nicht wirklich.

lg,
Harald

*Susa
15. February 2006, 12:19
Die Chance das ein kranker Schwan genau in den Sandkasten sch** und das nächste Kind das nascht, sind ja doch eher gering.

Siehste Harry, und genauso groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er selbiges in meinem Garten macht und meine Ente das frisst! Trotzdem muss ich aufstallen. Also ist die Gefahr entweder viel größer, als wir alle wissen, und dann wären die anderen Massnahmen (Katzen, Kinder, Hunde...betreffend) durchaus sinvoll - oder aber die Gefahr ist so gering... warum soll ich dann einsperren? Entbehrt jeder Logik.
LG, Susa

Alfred Klein
15. February 2006, 12:30
Hallo Susa

Dein Text: "Entbehrt jeder Logik" ist genau das was unsere europäischen Nachbarn auch sagen. ;)
Ich kanns ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen.
In einem TV-Interwiev dieses Institutes für die Vogelgrippe hat man gemeint daß man die Gefahr von Wildvögeln auch als gering einschätzt.
Man müsse aber von einem "Worst-Case" - Szenario ausgehen und sei daher verpflichtet die Aufstallungspflicht zu empfehlen.
Für mich zu Deutsch: Die sehen das auch nicht als große Gefahr, wollen sich aber möglichst mit allen verfügbaren Mitteln den Rücken frei halten.
Es soll keiner sagen können daß die irgendwas verschuldet oder übersehen haben.
Also reiner Selbstschutz.

Karin
15. February 2006, 13:42
Hier ist von mehr als 100 verendeten Schwänen auf Rügen die Rede :

http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2294098_REF850,00.html

Harry
15. February 2006, 14:06
Wie snnvoll oder auch sinnlos die Aufstallungspflicht ist, vermag ich auch nicht zu sagen.

Aber kleinen Unterschied gibts Susa: Deine Ente würde sich dann ziemlich sicher infizieren, das Kind nicht. Noch is es ja ne Vogelgrippe, die nur sehr selten den Menschen befällt. ;)

*Susa
15. February 2006, 14:39
Und jetzt die große Quizfrage: macht es wirklich einen Unterschied, global betrachtet, ob meine Ente an der Vogelgrippe stirbt? Wenns für den Menschen doch gar nicht so gefährlich ist.... der Gewinner bekommt eine Schachtel Tamiflu.
LG, Susa

Alfred Klein
15. February 2006, 14:52
Hier ist von mehr als 100 verendeten Schwänen auf Rügen die Rede :

http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2294098_REF850,00.html
Also wenn das so ist......
Da würde ich meinen man solle die Insel evakuieren und anschließend flächendeckend mit Napalm bombardieren. Wozu haben wie denn die Bundeswehr und die Marine? ;)

Karin
15. February 2006, 14:56
Also wenn das so ist......
Da würde ich meinen man solle die Insel evakuieren und anschließend flächendeckend mit Napalm bombardieren. Wozu haben wie denn die Bundeswehr und die Marine? ;)


Gute Idee, Alfred :D

Aber mal im Ernst. Ist nicht schön, dass dort 100 Schwäne einfach so verreckt sind.

Moni
15. February 2006, 14:57
Ja, zumal man jetzt auch noch einen toten Habicht gefunden und ebenfalls positiv getestet hat. Ich kann gar nicht verstehen, wie man das witzig finden kann :?

*Susa
15. February 2006, 15:04
warum das witzig ist? Weil so plötzlich und unerwartet und wie aus dem nichts gestern und heute die kranken Vögel auftauchen! Noch dazu in der Nähe des Friedrich-Löffler-Institutes, die uns allen glauben machen wollen, dass sie Bescheid wissen und die Sache im Griff haben. Und weil damit ja wohl endgültig klar ist, dass die bisherigen Strategien (Monitoring und Aufstallung) nichts verhindert haben, oder? Kommt, Freunde, lasst Euch was neues einfallen! Oder ist der DEUTSCHE Impfstoff für Geflügel nun doch bald einsetzbar?
LG, Susa

Alfred Klein
15. February 2006, 15:05
Nein, ich finde die ganze Sache auch nicht schön.

Meine Bemerkung sollte lediglich auf die allgemeine Panikmache reflektieren.
Denn wer weiß auf welche Ideen bezüglich Schwäne die Verantwortlichen kommen könnten.
Da habe ich so meine Bedenken....

Moni
15. February 2006, 15:13
Susa, gib's zu - Du schreibst auch Drehbücher für Akte X! :D

Vornie
15. February 2006, 15:50
man kann und konnte einen ausbruch der seuche unter den wildlebenden vögeln eh nicht verhindern. dass jetzt zum beispiel ein habicht usw. diesen virus auch bekommt ist ja nur logisch. wie ich schon vorher geschrieben habe, werden sehr viele tiere diesen virus in sich aufnehmen durch den verzehr toter vögel.
und da gibt es ne menge tiere.

panikmache bringt garnichts, da ich denke, dass man sowie nur noch abwarten und tee trinken kann. klar kann man durch die einstallungen verhindern, dass unser ziergeflügel diesen virus eventuell nicht bekommt, aber man kann die menschen nicht einsperren und auch alle anderen wildlebenden tiere ned einsperren.

aber wir werden ja sehen was passiert. man kann ja nur vermutungen aufstellen.

*Susa
15. February 2006, 15:57
Susa, gib's zu - Du schreibst auch Drehbücher für Akte X! :D
gut, ha?
LG, Susa

Moni
15. February 2006, 15:59
Ja, sag mir Bescheid wenn die Folgen ausgestrahlt werden!

corinna2508
15. February 2006, 16:21
Die Vogelgrippe hat Deutschland nicht unvorbereitet getroffen. Dass es nun aber wie zuvor schon in Griechenland und Italien Schwäne erwischte, hatten die Experten nicht erwartet. "Für uns kam das total überraschend", sagte Hafez Mohamed Hafez, Veterinärmediziner der FU Berlin. Nachdem nun das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) für Tiergesundheit bestätigte, dass die toten Tiere mit dem auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 infiziert waren, liefen umgehend Schutzmaßnahmen an, um ein Übergreifen des Virus auf Geflügelbestände zu verhindern. Allerdings herrschte großes Rätselraten darüber, wo sich die Schwäne angesteckt haben.

Wolfgang Fiedler, Leiter der Vogelwarte Radolfzell, sieht zwei Möglichkeiten: "Entweder Schwäne sind besonders anfällig für Vogelgrippe oder sie fallen durch ihre Größe und das weiße Gefieder besonders auf." Ein toter Schwan wird eher bemerkt als eine kleine Ente. Auf Rügen wurden inzwischen Dutzende tote Schwäne eingesammelt, bestätigt wurde H5N1 zunächst aber nur bei zwei Tieren. "Die große Frage ist, wie das Virus überhaupt nach Deutschland gelangt ist", meint Elke Reinking vom Friedrich-Loeffler-Institut.

Nach Angaben von Ulrich Köppen von der Beringungszentrale Hiddensee haben die Höckerschwäne wie viele andere Wasservögel auf Rügen überwintert. "Die Schwäne kommen entweder aus dem östlichen Ostseegebiet um Dänemark, Polen, Finnland bis hin zum Baltikum oder aus dem ostdeutschen Binnenland", berichtet der Ornithologe. An der Ostsee finden sie auch im Winter freies Wasser. Ein beliebter Tummelplatz für Schwäne und viele andere Wasservögel ist die Wittower Fähre - eine Engstelle zwischen zwei Bodden - wo nun die toten Tiere gefunden wurden.

Dass Zugvögel das Virus mitgebracht haben, ist eher unwahrscheinlich. Der Vogelzug hat noch nicht begonnen, erst ab Anfang März kehren die ersten Tiere aus ihren Winterquartieren zurück. Höckerschwäne selbst sind keine Zugvögel. Sie bleiben meist vor Ort oder legen allenfalls kürzere Strecken zurück. Fiedler schließt deshalb aus, dass die auf Rügen gefundenen Schwäne in einem Ausbruchsgebiet der Vogelgrippe waren. "Es muss noch andere Kanäle geben", vermutet der Experte.

Über die Infektionswege der Vogelgrippe bei Wildvögeln gibt es generell noch viele Unklarheiten. So ist unbekannt, welche Arten überhaupt betroffen sein könnten, wie schnell sie sich an H5N1-Viren infizieren und wie mobil sie im Falle einer Infektion überhaupt noch sind. Infizierte Nutztiere sterben in der Regel schon nach 24 bis 48 Stunden. Nach Einschätzung der Experten geht von Wasservögeln allerdings ein erhöhtes Risiko aus. "Wasser ist der wahrscheinlichste Weg für eine Virus-Übertragung", sagt der Tierseuchenexperte Lothar Wieler von der FU Berlin. Influenza-Viren könnten unter bestimmten Bedingungen mehrere Wochen im Wasser überleben. Klinisch gesunde Enten könnten das Virus ausscheiden, ohne selbst zu erkranken und dabei andere Vögel anstecken. Im kalten Brackwasser der Ostsee kann das Virus freilich nur kurz überleben....



Dieser Artikelauszug spricht Fragen an, die wir uns wohl alle schon gestellt haben. Eine Schlußfolgerung könnte sein, daß das Virus schon länger in Wildvogelbeständen endemisch ist, aber noch nicht in der Lage war unsere Geflügelbestände zu infizieren, weil alle Hobbyhalter und Züchter ihre Tiere optimal versorgt haben.

ABER, wenn das so wäre, unsere Katzen, und Füchse und und... erlegen bekanntlich zuerst kränkelnde Tiere, wäre also nicht unbedingt von der Hand zu weisen, daß Mietz oder Fuchs soeinen erwischt?

Wie konnte das Virus von Asien in unsere Standvögel gelangen?

Glanzfasan
15. February 2006, 19:19
mich ist eins klar, wenn dann für alle und nicht jedes Bundesland anders.
Vorallem jeder aber auch jeder der sich nicht dran hält HARTE STRAFE,
dann ist es gerecht.
Warum sollen andere drunter leiden weil sie denken sie sind die großen
Tierschützer

mfg glanzi :bier:

Karin
15. February 2006, 19:31
mich ist eins klar, wenn dann für alle und nicht jedes Bundesland anders.
Vorallem jeder aber auch jeder der sich nicht dran hält HARTE STRAFE,
dann ist es gerecht.
Warum sollen andere drunter leiden weil sie denken sie sind die großen
Tierschützer



?????

Kannst Du mal den Zusammenhang zu den vorhergenden Postings erklären ?

Gänseerpel
15. February 2006, 20:06
Zitat von Glanzfasan
mich ist eins klar, wenn dann für alle und nicht jedes Bundesland anders.
Vorallem jeder aber auch jeder der sich nicht dran hält HARTE STRAFE,
dann ist es gerecht.
Warum sollen andere drunter leiden weil sie denken sie sind die großen
Tierschützer
Das ist wieder mal typisch deutsches Obrigkeitsdenken.
Es kann zwar der größte Blödsinn sein, aber was verordnet ist, wird durchgeführt. Und zwar von allen.

mfg

Glanzfasan
15. February 2006, 20:16
Nein ich sehe es nicht ein dass es ein paar Halter gibt und die denken sie brauchen ihre tiere nicht einsperren weil es vielleich gerade mal "10" sind
und unser einer halt den Stall voll mit mehreren Rassen.
Ich habe auch Gänse Fasane Pfaue usw. und muß zusehen wie ich sie unter-
bekomme. Und das auch nur durch die bestimmung.
Warum halte sich da nicht auch die anderen dran.

Du kannst mir doch nicht erzählen das es dir egal ist oder, verordung ist nun mal verordnung ERBEL und dazu zählst du auch

Karin
15. February 2006, 20:19
Nein ich sehe es nicht ein dass es ein paar Halter gibt und die denken sie brauchen ihre tiere nicht einsperren ...


Und wie willst Du das verhindern ? Anzeigen ?

Glanzfasan
15. February 2006, 20:21
auf jedenfall und davor scheue ich mich nicht

*Susa
15. February 2006, 20:42
Das ist aber nett....

winnkler
15. February 2006, 22:20
so weit isses also schon wieder.

mfg

aday
16. February 2006, 07:06
auf jedenfall und davor scheue ich mich nicht
Ich und jeder verantwortungsvolle Geflügelhalter kann dir nur zustimmen. Eine Gefährtung zu ignorieren, weil man als der Tierschützer(in)eine Hellsehering befragt hat mit ihrer Glaskugel und seine Tiere weiter frei laufen läst, rettet keine Tiere, sondern kann nur zur schnelleren Verbreitung Beitragen und damit dem Tot und der Keulung von vielen Tieren und evtl. der Erkrankung und dem tot von vielen Menschen.

Was soll man von solchen Aussagen nur halten?

Das ist aber nett....

so weit isses also schon wieder.
Man kann nur die Hoffnung haben, das schwarzen Schafe gleich am Anfang auffallen und mächtig zur Kasse gebeten werden, da Sie es anders scheinbar nicht raffen.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, das illegal freilaufende Tiere unter die "Schutzmaßregeln bei Nachweis von H5 + Verdacht auf N1 bei Wildvögeln" fallen. Diese werden dann sicherlich sofort gekeult werden müssen, selbst in der Überwachungszone von 10Km.

aday
16. February 2006, 07:13
Hier ist von mehr als 100 verendeten Schwänen auf Rügen die Rede :

http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2294098_REF850,00.html
Karin, willst du andere Zahlen haben? Es gibt sogar Leute da oben, die berichten das jährlich ca 600 Schwäne auf Rügen jeden Winter normalerweise verenden und das auch schon ohne Vogelgrippe, einfach nur weil auch Tiere mal sterben können.

aday
16. February 2006, 07:20
Und jetzt die große Quizfrage: macht es wirklich einen Unterschied, global betrachtet, ob meine Ente an der Vogelgrippe stirbt? Wenns für den Menschen doch gar nicht so gefährlich ist.... der Gewinner bekommt eine Schachtel Tamiflu.
LG, SusaJa, weil ganz offensichtlich du ein für einen "normalen, organisierten Züchter" ein "gestörtes Verhältnis" zu deinen Tieren hast, was sich vielleicht sogar auch darin äußert, das die ziemlich intensiven kontakt mit deinen Tieren hast und dir dieses Virus dann einfangen kannst. Un weil du viel bei deinen "freilaufenden Enten" bist, auch bei dem Wetter, bist du wahrscheinlich auch Anfälliger gegen die human- Grippe und es besteht die Gefahr durch eine Vermischung der unterschiedlichen Viren, ein "Supervirus" entstehen zu lassen. Hast du dir das schon immer mal gewünscht, berühmt zu werden und vielleicht für Millionen Menschenleben verantwortlich zu sein?

zooplus
16. February 2006, 07:49
Also, ich wäre auch für harte Strafen für diejenigen, die meinen sie müssen aus der Reihe tanzen... Es ist nunmal ernst.

Schade finde ich, dass die Experten so wenig wissen - sogar über das Zugverhalten von bei uns heimischen Höckerschwänen.

Dass tote Schwäne eher auffallen, als tote Enten halte ich für Schwachsinn!

Wie sich das Virus verbreiten konnte? - dazu fällt mir nur ein, dass die einzigen Zugvögel, die jetzt schon nach Deutschland fliegen, Stare wären. Kämen diese als Überträger in Frage?

Sittichmama
16. February 2006, 07:50
Auf der Ostseeinsel Poel ist seit gestern eine Kurklinik geschlossen worden wegen der Vogelgrippe.

Und Tamiflu könnt ihr getrost vergessen, hilft nicht wirklich, ist nur Augenwischerei.

*Susa
16. February 2006, 08:01
Hast du dir das schon immer mal gewünscht, berühmt zu werden und vielleicht für Millionen Menschenleben verantwortlich zu sein?
Ja, aday. Ich und meine Enten, wir rotten Europa aus. Aday, so wichtig nehme ich mich bestimmt nicht!
LG, Susa

Ziegenfreund
16. February 2006, 08:06
ich möchte meine meinung dazu auch mal zum besten geben.

ich habe meinen hühnerstall letzten sommer gebaut und da war der stall eigentlich nur als nachtquartier geplant. trotzdem habe ich ihn damals schon so groß gebaut, das die hühner darin auch einige tage ohne freilauf auskommen können.

dann kam die erste stallpflicht im letzten jahr und ich habe aufgestallt. ich habe versucht den hühner das leben im stall so angenehm wie möglich zu machen, habe aber festgestellt, das er für meine 5 hühner dann doch zu klein ist.

als die stallpflicht zu ende war habe ich mir einen tag zeit genommen, die hühner raus geschickt und ihren stall vergrößert. nun haben sie mit knapp 20m2 einen recht großen stall. sie haben dort drinnen alles was sie auch draußen bekommen würden, außer graß und regen. sie haben sandbäder, sie haben zonen zum verstecken und ein großes fenster durch das sehr viel licht fällt.

was ich damit sagen will ist, das es meist möglich ist den stall für die tiere einigermaßen artgerecht zu gestalten. bei enten und gänsen ist das sicher schwieriger als bei hühnern, bedingt durch die benötigte bademöglichkeit, aber nicht unmöglich.

und zum eigentlichen thema, ich habe meine hühner gestern schon nicht mehr raus gelassen. mir ist es dabei auch wurscht, ob die stallpflicht erst freitag oder wann auch immer in kraft tritt. ich möchte meine hühner nämlich behalten. es bringt mir und auch den hühnern nichts, wenn ein kranker schwan ihnen ins gehege kotet und meine hühner dann sterben.

klar ist die chance das ein kranker schwan genau in mein gehege kotet sehr gering, aber sie besteht. warum also so unvorsichtig sein? die anwohner auf rügen haben in interviews das gesagt, was bei solchen dingen immer alle sagen "wir hätten nicht gedacht, das das ausgerechnent bei uns passiert"

deshalb gebe ich glanzfasan und aday auch vollkommen recht. alle die sich nicht an die verordnung halten handeln grob fahlässig und gehören bestraft!

Vogelklappe
16. February 2006, 08:13
Der Titel des Threads ist irreführend. Die Vogelgrippe kann nicht erst "jetzt" in Deutschland gewesen sein, und plötzlich findet man überall tote Vögel, die es vorher auch schon gab:
Es gibt sogar Leute da oben, die berichten das jährlich ca 600 Schwäne auf Rügen jeden Winter normalerweise verenden und das auch schon ohne Vogelgrippe... Ein paar Hundert waren es allemal, obwohl es nett wäre, aday, wenn Du einfach 'mal Quellen für Deine Thesen einstellen würdest.

Warum hat man nicht letztes Jahr schon auf H5N1 untersucht oder tote Vögel eingeforen, damit man es jetzt nachholen kann ? Wo bleiben die Ergebnisse, ob es sich um neue oder alte Infekte handelt, unterscheidbar am Antikörpertiter ?

Zooplus, die verendeten Schwäne waren keine Zugvögel !


...bist du wahrscheinlich auch Anfälliger gegen die human- Grippe und es besteht die Gefahr durch eine Vermischung... Ach ja ? Kennst Du die aktuellen Zahlen der "normalen" humanen Influenza dieser Saison, aday ? Wie hoch ist denn diese "Gefahr" ? Überhaupt komisch, wo sind eigentlich die jedes Jahr von der Presse herbeigeschriebenen "Grippetoten" in diesem Winter nur alle geblieben ? Gibt's die etwa deshalb bislang nicht, weil man alle Grippefälle - vor allem bezüglich des Erregers - genauer angeschaut hat ?
http://www.thueringen.de/de/tllv/presse/pm/14911/uindex.html

aday
16. February 2006, 09:10
Der Titel des Threads ist irreführend. Die Vogelgrippe kann nicht erst "jetzt" in Deutschland gewesen sein, und plötzlich findet man überall tote Vögel, die es vorher auch schon gab: Ein paar Hundert waren es allemal, obwohl es nett wäre, aday, wenn Du einfach 'mal Quellen für Deine Thesen einstellen würdest.
Diese Zahl wurde von einem im gestrigen Brennpunkt um 20.15Uhr von einem Vogelkundler in den Raum geworfen. Der Name des Vogelkundlers war glaube ich Dost oder so ähnlich.

Wegen deinen Fragen nach Grippefällen solltest du vielleicht mal hier vorbeischauen:
http://www.influenza.rki.de/
da werden sie vielleicht geholfen

Vogelklappe
16. February 2006, 09:43
Die Zahlen des RKI kenne ich, aday, aber trotzdem danke, weil ich genau das meine: nun schau' Dir bitte die Zahlen der AGI von 2004/2005 für Thüringen an und dann die aus meinem Link. Kannst Du für jedes Bundesland finden, oder frag' die dortigen Gesundheitsämter.
Na, dämmert's ?

zooplus
16. February 2006, 09:45
Ich weiß, dass Schwäne keine Zugvögel sind. Die Experten sind sich aber nicht sicher, ob diese Schwäne nicht doch von Rußland oder sonstwoher gekommen sein könnten... - wegen Kälte, Nahrungsmangel oder sonstwas!

Karin
16. February 2006, 10:07
Man kann nur die Hoffnung haben, das schwarzen Schafe gleich am Anfang auffallen und mächtig zur Kasse gebeten werden, da Sie es anders scheinbar nicht raffen.


Klar ! Super ! Hier löffeln die Geflügelhalter die Suppe aus, die andere der ganzen Welt eingebrockt haben.
Wirklich bestraft wird doch nur einer und das ist das Geflügel, welches gewohnt ist in "Freiheit" zu leben.
Doch diejenigen, die überhaupt dafür verantwortlich sind, dass dieses Virus sich derart verbreiten konnte, bleiben verschont.

Aber ich sehe schon ! Die Panikmache und Hysterie hat nun vollends um sich gegriffen und ich ahne, was passieren würde, wenn es hier in Deutschland tatsächlich mal einen Todesfall bei Menschen durch H5N1 geben sollte,. Die Vergasungsaktionen von Millionen Geflügel sind dann wahrscheinlich noch das humanste an allem.

Karin
16. February 2006, 10:13
was ich damit sagen will ist, das es meist möglich ist den stall für die tiere einigermaßen artgerecht zu gestalten. bei enten und gänsen ist das sicher schwieriger als bei hühnern, bedingt durch die benötigte bademöglichkeit, aber nicht unmöglich.



Das mag für 5 Hühner gehen und vielleicht auch für 2 Gänse und Enten, doch was machen die Leute die 20, 40 oder 50 Hühner haben ?

aday
16. February 2006, 10:17
Die Zahlen des RKI kenne ich, aday, aber trotzdem danke, weil ich genau das meine: nun schau' Dir bitte die Zahlen der AGI von 2004/2005 für Thüringen an und dann die aus meinem Link. Kannst Du für jedes Bundesland finden, oder frag' die dortigen Gesundheitsämter.
Na, dämmert's ?
Was soll mir dämmern? Willst du uns jetzt hier einreden es gäbe keine Grippefälle beim Menschen und somit ist eine Vermischung Ausgeschlossen?
Kannst du dich noch an England vor ein paar Jahren erinnern? So etwas kommt manchmal schneller als vielleicht Vogelklappe denkt.

herbeigeschriebenen "Grippetoten"
Das hört sich ja fast so an, als würdest du die Meinung vertreten das es keine Grippetoten gibt, sondern sich die Presse Ausgedacht hat. Was versuchst du uns hier vorzumachen?
Es fehlt jetzt nur noch die Aussage unserer Fachfrau Vogelklappe, das sich der Vogelvirus (der übrigens auch schon für Menschen alleine tötlich sein kann) nicht mit einem Grippevirus-Typ "vermischen" kann, der wesentlich besser von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Ich weis ja, du hälst nicht viel von den eigentlichen Fachleuten, aber trotzdem darf man die Tatsachen nicht leugnen. Die Erfahrung aus der Vergangenheit bestätigt doch eigentlich die Gefahr.

Übrigens:
Bevor der thread wieder geschlossen werden muß wegen Abschweifungen zum eigentlichen Thema (wozu ich mich leider aufgrund deines Beitrages auch genötigt sah), möchte ich dich bitten auch im Interesse der anderer User die sich für das eigentlich Thema Interessieren, für deinen humanmedizinischen Ausführungen doch vielleicht einen anderen Platz zu suchen, der passenter ist, oder ist da vielleicht nicht genug los oder deine Meinung nicht gefragt?

aday
16. February 2006, 10:22
Klar ! Super ! Hier löffeln die Geflügelhalter die Suppe aus, die andere der ganzen Welt eingebrockt haben.
Wirklich bestraft wird doch nur einer und das ist das Geflügel, welches gewohnt ist in "Freiheit" zu leben.
Doch diejenigen, die überhaupt dafür verantwortlich sind, dass dieses Virus sich derart verbreiten konnte, bleiben verschont.
Habe ich das richtig verstanden? Deiner Meinung nach sollen wir die Tiere weiter frei laufen und verrecken lassen, nur allein schon aus dem Gleichheitsgrund weil in Afrika vielleicht in einem Entwicklungsland mit weniger möglichkeiten vom Informations- und Bekämpfungsstand, die Tiere vielleicht auch noch frei rumlaufen?
Na Klasse, das sind ja Aussagen. Der Sprung vom Vogel zum Menschenvirus kann bei uns auch passieren, oder glaubst du allen ernstes, der Virus würde Grenzen kennen?

aday
16. February 2006, 10:26
Das mag für 5 Hühner gehen und vielleicht auch für 2 Gänse und Enten, doch was machen die Leute die 20, 40 oder 50 Hühner haben ?
Vielleicht mal ihren Gerümpelstall mit Spermüll ausräumen und die Tiere dort aufstallen, teilweise schlachten oder Verkaufen,....
Auf jeden Fall nicht in Wildwestmanieren verfallen und auf die Gesetze zu lasten unserer (auch der unserer Tiere) Gesundheit sch....
Selbst bei 50 Hühner würde sogar eine Umgebaute Garage noch ausreichen und bei 20 schon allemal. Improvisieren ist halt gefordert und nicht der Sturkopf der sagt: Alles was die Politiker für unser Land bestimmen ist sch.. und ich halte mich nicht daran.

Vogelklappe
16. February 2006, 10:26
Willst du uns jetzt hier einreden es gäbe keine Grippefälle beim Menschen und somit ist eine Vermischung Ausgeschlossen? Aday, huhu ? Lesen ! Ich habe Grippezahlen von Thüringen eingestellt !

Und für eine Vermischung reicht ein einziger (zu spät erkannter) Fall.


Das hört sich ja fast so an, als würdest du die Meinung vertreten das es keine Grippetoten gibt, sondern sich die Presse Ausgedacht hat. ???. Die Presse schrieb jedes Jahr von zehntausenden Grippetoten. In Deutschland ! Soll ich ernsthaft annehmen, das hättest Du nie gelesen ?


Ich weis ja, du hälst nicht viel von den eigentlichen Fachleuten... Und deshalb habe ich gerade heute Vormittag Kekule zitiert.

Willst auf diesem Niveau weiterdiskutieren, aday ?

Vogelklappe
16. February 2006, 10:28
Die Experten sind sich aber nicht sicher, ob diese Schwäne nicht doch von Rußland oder sonstwoher gekommen sein könnten... Doch, Zooplus, aber um Erklärungsnöten vorzubeugen, wie und wann dann das Virus dann in Standvögel gekommen sein könnte...und die toten Greifvögel sind sicher auch aus Sibirien hergeflogen.

aday
16. February 2006, 10:34
Willst auf diesem Niveau weiterdiskutieren, aday ?Offensichtlich habe ich noch eins, was man von anderen die einfach das geschriebenen Wort nicht lesen können oder aber eine Gefahr Leugnen nicht haben.
Wenn du dir deine letzten Beiträge mal genau durchlesen würdest und auch verstehen würdest, kommst du vielleicht dahinter.

Gruß, von jemanden der versucht höflich zu schreiben und nicht mit diversen Beiträgen versucht ein Thema schliessen zu lassen welches nicht dem eigenen Weltbild entspricht.

aday
16. February 2006, 10:38
Doch, Zooplus, aber um Erklärungsnöten vorzubeugen, wie und wann dann das Virus dann in Standvögel gekommen sein könnte...und die toten Greifvögel sind sicher auch aus Sibirien hergeflogen.
Schon wieder so ein Versuch? Hast du schon mal was davon gehört, das der Habicht kein Veganer ist und selbst an Aas geht? Dummerweise kann er nicht vorher die Tiere ins Labor schicken, wo sein Futter in späh auf Krankheiten Untersucht wird und das selbst Höckerschwäne fliegen können dürfte auch bekannt sein, oder? Aus Sibierien müssenten die aber nicht kommen, genausowenig wie der Habicht. Natürlich können die Erreger aber auch vor Ort die Höckerschwäne angesteckt haben, dummerweise haben die aber keine Reisepapiere dabei und einen Visumsantrag haben die auch nicht vorher gestellt.

Toby
16. February 2006, 11:20
Hallo,

es wird immer von Höckerschwänen geredet, ein Teil der Schwäne die gestern in den verschiedensten Nachrichtensendungen aus dem Wasser gezogen wurden waren allerdings Singschwäne, wie man beim aufmerksamen zuschauen sehen konnte. So viel zum Thema wie sich ein Standvogel anstecken kann..............

zooplus
16. February 2006, 11:46
Wegen dem Habicht brauch ich ja wohl nichts mehr zu erklären (siehe oben)

Mal eine andere Frage, warum sterben Enten nicht an dem Virus?

Vornie
16. February 2006, 14:57
tun sie doch oder???

edit: nochmal nachgeguckt.

klar enten sterben auch

http://www.welt.de/data/2005/10/26/794195.html

aday
16. February 2006, 14:57
Mal eine andere Frage, warum sterben Enten nicht an dem Virus?Enten sterben auch an diesem Virus, nur ist der Verlauf nicht so kras wie z.B. bei Hühneren, wo nach wenigen Tagen ganze Bestände verendet sind. Bei Enten dauert es halt ein wenig länger und Tauben sterben angeblich nicht daran (derzeitiger stand), was natürlich jetzt nicht die Beobachtungen in einigen Asiatischen Ländern erklärt, wo selbst Tauben von den Dächern Fallen sollen, die zumindest infiziert sind und auch zumindest erreker ausscheiden können.

Monsun
16. February 2006, 16:09
Junge, junge das ganze hört sich nicht gut an, trotzdem bin ich irgendwie zuversichtlich. :)

Jedoch bin ich auch der Meinung, diejenigen die ihr Geflügel frei rumlaufen lassen, so nach gutdünken die gehören angeklagt und eine saftige Geldstrafe dazu!!!:schimpf:

Denn, denen können doch dann die Tiere nicht am Herzen liegen, oder?:?
Wenn sie, sie einer solchen Gefahr stellen!8)

Vogelklappe
16. February 2006, 16:47
Wenn du dir deine letzten Beiträge mal genau durchlesen würdest und auch verstehen würdest, kommst du vielleicht dahinter. Aus Deiner Sicht verstehe ich meine eigenen Beiträge nicht, aber Du schon ? Dann können wir die Diskussion ja auch sein lassen.
Nur zur Erinnerung: das war offenbar Dein Verständnis:

Willst du uns jetzt hier einreden es gäbe keine Grippefälle beim Menschen und somit ist eine Vermischung Ausgeschlossen? Nachdem ich gerade auf Zahlen Bezug genommen hatte.
Und das auch:

Das hört sich ja fast so an, als würdest du die Meinung vertreten das es keine Grippetoten gibt, sondern sich die Presse Ausgedacht hat. Was versuchst du uns hier vorzumachen? Und wo nimmst Du das nur her:

Habe ich das richtig verstanden? Deiner Meinung nach sollen wir die Tiere weiter frei laufen und verrecken lassen, nur allein schon aus dem Gleichheitsgrund weil in Afrika... Nein, Du hast mich offenbar überhaupt nicht verstanden, aday, was Du auch gar nicht verbergen kannst.

Gruß, von jemanden der versucht höflich zu schreiben... Na, bei dem Versuch bleibt es dann wohl auch.

@ Tobi: und, war ein Singschwan bislang H5N1-positiv ? Außerdem waren auch sie gemäß Beobachtungen schon seit ein paar Wochen da.

@ Zooplus: auch der Habicht kann sich nicht in diesem Jahr von Zugvögeln angesteckt haben, wenn noch gar keine zurückgekehrt sind.

Wollt Ihr ernsthaft behaupten, daß dieses Virus aktuell eingeschleppt wurde und nicht schon letztes Jahr vor irgendeiner Aufstallungspflicht vorhanden war ?

GeorgB.
16. February 2006, 17:01
Warum muß nur jede Diskussion in Streit enden! Und das bei gebildeten Leuten. Vielleicht wird euch hier geholfen( falls bei einigen nicht bekannt):



www.fli.bund.de

MfG

Vogelklappe
16. February 2006, 17:23
Und warum fehlt auch dort Deiner Meinung nach eine Risikobewertung für Hund, Katze und Schwein, Escarabajo ?

Vornie
16. February 2006, 17:34
also ich finde es durchaus möglich, dass der virus hier schon länger ist und nicht unbedingt hier angeschleppt werden musste.
nur hat man jetzt erst tote vögel gefunden, in denen das virus nachgewiesen wurde.

als wenn wir jetzt alle auf die zugvögel warten und meinen es davon abhängig zu machen.

also möglich ist da alles.

Toby
16. February 2006, 17:36
Hallo,

@Vogelklappe: Nein, das ein Singschwan offiziell als positiv getestet wurde, wollte ich damit nicht sagen.
Es würde jedoch vielleicht den Leuten zeigen wie sich die Höckerschwäne infiziert haben, die ja immer nur darauf pochen das die Höckerschwäne Standvögel sind und sich nicht irgendwo in einem Winterquartier infiziert haben können.
Naja solange die Behörden wissen welche Vogelart sie da gerade untersuchen......

Mir geht das ganze Thema im Grunde sowieso am A.... vorbei. Vogelgrippe gibt es nicht erst seit gestern (und vor 2-3 Jahren wurde auch kein toter Wildvogel untersucht ob er nicht ggf. dieses Virus in sich trägt), um die Vögel die davon befallen werden mache ich mir deshalb keine Gedanken. Eher das was den Behörden noch einfällt um die "Seuche" zu bekämpfen. Schließlich wird das Theater ja nur veranstaltet weil sich eben dieser Virus Typ ggf. mit dem von Mensch zu Mensch übertragbaren Kreuzen könnte.
Kann man nicht in einem Labor eben diese Kreuzung künstlich "erstellen" und so einen Impfstoff herstellen bzw. so die Grundlage für einen solchen zu bekommen? Ich denke dann kann man das Ganze gelassener sehen (in Bezug auf die Übertragung zum Menschen, Zier- und Nutzgeflügel sollte natürlich durch die aktuellen Maßnahmen weiterhin geschützt werden).

Vogelklappe
16. February 2006, 18:34
Es würde jedoch vielleicht den Leuten zeigen wie sich die Höckerschwäne infiziert haben... Das ist aber nach wie vor nicht klar. Und woran sind denn die H5N1-negativen Schwäne gestorben ?

Kann man nicht in einem Labor eben diese Kreuzung künstlich "erstellen" und so einen Impfstoff herstellen bzw. so die Grundlage für einen solchen zu bekommen? Nein, weil man natürlich nicht wissen kann, welche der vielen Proteine sich bei einer Mutation oder Vermischung verändern werden.

Womit sollte man eine Tierseuche bekämpfen, damit sie sich nicht ausbreitet und auf den Menschen überspringt, wenn nicht durch Impfung ? Gegen den bekannten Erreger H5N1 kann man diesen schnell und auch von der Wildform unterscheidbar entwickeln, wenn man nur wollte.

Statt dessen ist man nicht einmal bereit, so weit zu denken, daß eine Vermischung verschiedener Influenzaerreger nicht im Menschen stattfinden muß.

Gänseerpel
16. February 2006, 19:15
Hallo Almuth und die Runde
Kleine Ergänzung zur Frage der Zahl möglicher Mutationen (bei erhaltener "Lebens"fähigkeit des Virus). Rein rechnerisch sind das 4(5000) 4 hoch 5000. Zum vergleich, das sichtbare Universum enthält ca 4(135) Atome.

mfg

hedda
16. February 2006, 19:55
Enten sterben auch an diesem Virus, nur ist der Verlauf nicht so kras wie z.B. bei Hühneren, wo nach wenigen Tagen ganze Bestände verendet sind. Bei Enten dauert es halt ein wenig länger und Tauben sterben angeblich nicht daran (derzeitiger stand), was natürlich jetzt nicht die Beobachtungen in einigen Asiatischen Ländern erklärt, wo selbst Tauben von den Dächern Fallen sollen, die zumindest infiziert sind und auch zumindest erreker ausscheiden können.

Information ist hier sehr gut u,kräftig.Bin überzeugt daß nur der Mensch durch seine massenhafte/qualvolle tierausbeutung auch die vogelgrippe
verursacht hat. Suche jetzt wirklich hilfreiche kenntniss zur sicherung meiner
papageienaussenvoliere. also aussagen wie vögel gehören nur nach drinnen von papageienkennern empfinde ich nicht als artgerecht .
dachte auch die foren über schlagen sich derzeit mit informationen bezgl.
vogelgripe. Bin hier vielleicht falsch - dann bitte um hinweise Danke hedda
Gegen macht,plolitik,geld anzugehen ist fast hoffnungslos ----
essen wir doch einfach keine gequälten tiere mehr,-die uns auch noch krank
machen - so gibt es macht gegen macht,politik,geld,grausamkeit
gruß hedda

Vogelklappe
16. February 2006, 20:10
Hier der von aday in seiner Kompetenz geschmähte Reichholf:
http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/thema/vogelgrippe/krankheit.xml

Ottofriend
16. February 2006, 21:49
Hallo,
während ihr euch darüber streitet, ob derjenige, der seine drei Hühner nicht aufstallt, gevierteilt, geteert oder gehenkt werden soll, sind hier in Schleswig-Holstein Gänsehalter, die schlicht kundtun, dass sie keinen Stall haben und die deshalb von der Stallpflicht befreit werden. Sie müssen lediglich regelmäßige Untersuchungen ihres Bestandes zulassen.
Also - calm down, please.
Versucht doch mal - auch wenn ihr Angst habt um eure Tiere - diese energieverschwendende Streiterei raus zu lassen. Oder macht das per privater email. Hier sind sicher viele, die sich informieren wollen und man kommt sich teilweise vor wie bei der Prolli-Talkshow (igitt) der privaten Fernsehsender.
Es sind doch auch viele kenntnisreiche Beiträge hier, von Leuten, die ihr Wissen ohne viel Selbstdarstellung kundtun. Darüber sollten wir uns freuen und über die Möglichkeit, uns hier auszutauschen.
Ich finde es auch nicht gut, wenn die "Professionellen" hier meinen, diejenigen, die ihre wenigen Vögel betüdeln hätten gleich ein gestörtes Verhältnis zu ihnen. Die Entwicklung des Tierschutzes lebt von ganz engagierten Leuten, die sie anschieben. Ohne diejenigen die angeblich übertreiben, hätten wir nicht mal das bisschen, was wir nun haben.

Grüße von ottofriend

Vogelklappe
16. February 2006, 23:14
Das wird aday sicher nicht davon abhalten, weiter seine Horrorszenarien zu verbreiten, obwohl
- für diese Gänse demnach in SH auch schon während der letzten Stallpflicht Ausnahmen galten, ohne daß Europa untergegangen ist
- in dem betroffenen Gebiet auf Rügen weder andere Wildvögel noch Geflügel gekeult wurde und auch diese Vorhersage nicht eingetreten ist:

aday: Bei einer Aufstallung wie es das Tierschutzgesetz erlauben würde, währe aufgrund der Todesfälle der gesamte Landkreis bereits am zweiten Tag gespert und das wollte man beim Amt auch nicht, da es immerhin einige Tage dauert, bis die Entwarnung gekommen wäre vom Labor. Dort, wo die positiv getesteten Schwäne gefunden wurden, ist auch nicht der ganze Landkreis gesperrt, sondern es wurde lediglich in einer Schutzzone von ganzen 3 km Umkreis ein Bewegunggsverbot für Geflügel für 21 Tage angeordnet.

...und was man von den Selbsternaten Fachleuten wie z.B. den "Virologen und Voglekundler Baierlein" diesbezüglich vorher gehört hat, kann eigentlich einen nur darin bestärken sich an die rechtlichen Vorgaben zu halten. Den Beweis haben wir ja jetzt mit den erkrankten Zugvögeln fast vor unserer Haustür. Und der von aday geschmähte Baierlein saß heute Abend zusammen mit Kekule bei Maybritt Illner.
Die deutschen Virusträger sind eben keine gerade zurückgekehrten Zugvögel, darüber besteht Einigkeit bei den Experten. Man hat dies auch nicht zum Anlaß genommen, sofort überall Stallpflicht anzuordnen.
Nicht einmal die "Schutzzone" auf Rügen ist außerdem Sperrgebiet, sondern eine Mutter fragte Ulla Schmidt, wie sie sich und ihre Kinder, mit denen sie dort weiterhin herumlaufen darf, nun schützen kann.
Aber was interessiert aday sein Geschwätz von gestern...

red-snapper
17. February 2006, 00:11
Sicherlich ist die Vogelgrippe eine Gefahr, die ernst genommen werden muß,wie jede andere Gefahr auch.
Typisch für unsere heutige Zeit ist allerdings diese Hysterie, angeheizt von den Medien, die jetzt mal wieder ausbricht:nene:
Nehmen wir doch als Beispiel mal Thailand, daß ungefähr 12 Tote (wobei jeder Tote einer zuviel ist,nicht das ich falschverstanden werde)durch Kontakt mit Hühner zu beklagen hat.
Wieviel User hier in diesem Forum haben ihren Urlaub schon mal in Thailand,Kambodscha oder Vietnam auf dem Lande(nicht Touristenhochburgen) verbracht?
Ich bin jedes Jahr in Thailand für mehrere Wochen in der tiefsten Provinz,wozu
man fast ganz Thailand zählen kann (ca. 60 Millionen Einwohner, nur so am Rande).
Jede Familie hält dort im Dorf seine eigenen Hühner, wobei man die Hühnerhaltung in keiner Weise mit unserer Hühnerhaltung vergleichen kann,die Hühner gehören praktisch zur Familie, laufen einem ständig um die Füße und wenn man nicht aufpasst, sitzen sie auf dem Tisch und fressen aus dem selben Teller, aus dem man gerade auch ißt!
Ratet mal, woher ein Großteil der Hühner herkommt, die wir verspeisen;)
Wenn dort ein Großstall nach dem Schlachten der Hühner mit Schaufel und Besen gereinigt wird,kann sich jeder vorstellen, wie es dort staubt:k
Wer jetzt glaubt, das Personal trägt Schutzkleidung und Atemmaske, träumt mal weiter!
Zur Erinnerung: ca. 12 TOTE
In der Zeit, während diese bedauernswerten Menschen gestorben sind, haben in den Touristenhochburgen Tausende von Touristen die Hose fallen lassen, 10
€ mehr bezahlt, das sie auch ohne Kondom zu ihrem Vergnügen kommen:k
Diese Zugvögel, teilweise mit tödlichen Viren im gebräunten Körper, kommen jeden Tag alleine im westlichen Europa zu Dutzenden an!!! Diese Viren haben so komische Namen wie HIV oder Hepatitis C. Und stellt Euch vor, diesen Viren ist es schon gelungen, von Mensch zu Mensch übertragbar zu sein8o
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich darüber die letzte Sondersendung gesehen habe!!! Wäre da nicht auch eine Stallpflicht angebracht:?
Was ich damit zum Ausdruck bringen will, natürlich ist die Vogelgrippe eine Gefahr, der entgegengetreten werden muß, aber diese Hysterie, die jetzt ausbricht, auch in diesem Forum, ist typisch für unsere Zeit und viele Leute lassen sich angeheizt durch die Glotze, denn das ist ja was neues, das bringt Quoten,auch davon anstecken8( Bleibt mal ein bißchen ruhiger und sachlicher!
Ich glaube nicht, das die Vogelgrippe die größte Gefahr ist, die uns im Moment bedroht! Denkt mal ein bißchen darüber nach:idee:

aday
17. February 2006, 07:14
Vielleicht wird euch hier geholfen( falls bei einigen nicht bekannt):
www.fli.bund.de
Die Hoffnung gebe ich nicht auf, escarabajo. Aber wie du schon sagst, es kann dort geholfen werden, wenn man liest, nur leider wollen dies scheinbar einige nicht.

aday
17. February 2006, 07:28
nur hat man jetzt erst tote vögel gefunden, in denen das virus nachgewiesen wurde.
Hallo Vornie,
Ein Wildvogelmonitoring gibt es schon länger und auch ist das denen die diese Nationalparkgebiete auf Rügen betreuen sicherlich bekannt. Offen bleibt allerdings die Frage, warum offensichtlich gerade dort nicht auch zumindest Stichprobenweise verendete Vögel überprüft wurden. Wenn man heute hört, das von 40 verendeten Tieren 10 mit H5N1 infiziert waren, hätten bereits ein paar Proben ausreichen müssen, um das zu erkennen. War es vielleicht die Angst, etwas zu finden?

floyd
17. February 2006, 08:39
@ottofried:
schau und antworte doch mal unter "zukunft der rassegeflügelzucht oder deren ende"

p.s.: im schönen dithmarschen habe ich mal fast 10 jahre gelebt und bin dort zur schule gegangen.
ach, die schöne frische seeluft... und das gute fleisch der weidemastbullen und weidegänse, so schön würzig durch das gute gras der marschwiesen! aber das gute rindfleisch will ja keiner mehr bezahlen und ich komme trotz nachfrage in örtlichen metzgereien nicht dran! der verzehr von ordentlich gehaltenen haustieren hilft nämlich auch gegen tierseuchen.


@red-snapper:

ich stimme dir voll zu!

grüße floyd

südwind
17. February 2006, 08:42
wäre es nun nicht an der zeit, kafigeier, massenhaltungsfleisch und massentierhaltungsprodukte nichtmehr zu kaufen? viele hier werden es schon tun. die meisten menschen aber kaufen es weiterhin. klar, weil sie sparen müssen. aber der schuss geht, wie man sieht, nach hinten los.

floyd
17. February 2006, 08:54
... ich werde gleich SIEBEN stunden lang eier und fleisch aus massentierhaltungen über die kasse schieben dürfen...

wenn die kunden dann in ihre teuren autos steigen, mit denen sie ganze 2000 meter zum supermarkt gefahren sind oder mal wieder ganze 1000 meter ihre kinder von der schule abgeholt haben, weiss ich warum die leute kein geld haben!!!
die leute die wirklich kein geld haben oder sparsam leben, haben auch kein eigenes auto.
floyd

aday
17. February 2006, 09:12
Insel Riems, 16. Februar 2006. Die beiden Schwäne, die in der letzten Woche tot auf Rügen gefunden wurden, waren mit hoch pathogenem Influenzavirus vom Typ H5N1/Asia infiziert. Dieses bestätigt heute das O.I.E. und Nationale Referenzlabor für aviäre Influenza am Friedrich-Loeffler-Institut. Der Erreger wurde mittels molekularbiologischen Nachweisverfahren eindeutig nachgewiesen.
Eine genetische Analyse der in zwei Schwänen gefundenen Influenzaviren im internationalen Referenzlabor des Welttierseuchenamtes (OIE) am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems ergab zudem eine Verwandtschaft zu H5N1 Viren, die in der Mongolei und am Qinghai See gefunden wurden.
„Die Ursache des nahezu zeitgleichen Auftretens des H5N1 Virus bei Wildvögeln in Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland gibt weiter Rätsel auf. Die Schwäne könnten aber aus Osteuropa zu uns gezogen sein,“ so der Präsident des FLI, Professor Thomas Mettenleiter. Die offenbar besonders betroffenen Höckerschwäne scheinen hochempfänglich für das Virus zu sein und können als geeignete Indikatortiere angesehen werden, die eine Anwesenheit des Virus in der Wildvogelpopulation sichtbar werden lassen. Tote Tiere fallen zudem durch ihre Größe und Färbung schnell in der Umwelt auf.
Hoch pathogenes Influenzavirus vom Typ H5N1 löst bei Nutzgeflügel die Tierseuche Geflügelpest aus, deren Bekämpfung EU-weit einheitlich geregelt ist. Tierseuchenrechtliche Maßnahmen wie die nun verfügte Aufstallung von im Freiland gehaltenem Geflügel sollen den Eintrag des Virus von Wildvögeln in Nutzgeflügelbestände verhindern.http://www.fli.bund.de/News-Einzelansicht.253.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=194&tx_ttnews[backPid]=2&cHash=a494c4a75a
Also ist die Herkunft mit welchen Zugvögeln die Seuche eingeschleppt wurd ja doch so ziemlich einzugrenzen.

Entschuldigung, ich vergaß, Zugvögel sind ja zu geschwächt wenn sie den erreker in sich tragen, um noch zu fliegen.:+schimpf

Eine Bitte von mir:
Bitte nicht schon wieder diese Veganen und sowieso parollen.
Erst bestreiten diese User das erkrankte Vögel überhaupt zu uns fliegen können und dann soll hier weitab vom Thema Vegane und ich bin gegen die "böse Massentierhaltung gewettert" werden. Selbst offenkundige Wiedersprüche (freilauf-Legehennnehaltung / Hygiene) werden da einfach versucht totzureden oder als falsch hinzustellen, obwohl Ergebnisse aus Untersuchungen vorliegen.

*Susa
17. February 2006, 09:46
@red-snapper:
danke!
Leider ist es aber so, dass man sich darauf geeinigt hat, dass HIV größtenteils selbstverschuldet ist und damit der brave Bürger nie davon betroffen sein kann. Ungeachtet sämtlicher "anderer" Übertragungswege. Wenn uns das mit der Vogelgrippe auch gelingt, sind wir fein raus! Wer mit einem Geflügelhalter knutscht ist selber schuld. Oder so. Und letztendlich gar nicht so weit hergeholt, hat nicht Herr Seehofer der Bevölkerung geraten, sich von Nutzgeflügel fernzuhalten?
LG, Susa

floyd
17. February 2006, 10:03
...und auch kein vegetarier!

ICH ESSE SEHR GERNE FLEISCH!

aber bitte von tieren aus meiner umgebung und aus anständigen normalen haltungen! zum glück ist es für mich nicht schwer an solche tierprodukte zu kommen. auch wens im vergleich zu den anderen sachen sehr teuer ist.

floyd

Rotflocke
17. February 2006, 12:11
Schließlich wird das Theater ja nur veranstaltet weil sich eben dieser Virus Typ ggf. mit dem von Mensch zu Mensch übertragbaren Kreuzen könnte.
Kann man nicht in einem Labor eben diese Kreuzung künstlich "erstellen" und so einen Impfstoff herstellen bzw. so die Grundlage für einen solchen zu bekommen? Ich denke dann kann man das Ganze gelassener sehen (in Bezug auf die Übertragung zum Menschen, Zier- und Nutzgeflügel sollte natürlich durch die aktuellen Maßnahmen weiterhin geschützt werden).

Man kann auf diese Weise schon einen Impfstoff herstellen, allerdings dauert dies selbst unter allergünstigsten Voraussetzungen mindestens 6 Monate...

Vogelklappe
17. February 2006, 15:15
Die Schwäne könnten aber aus Osteuropa zu uns gezogen sein,“ so der Präsident des FLI, Professor Thomas Mettenleiter. Aber nicht in diesem Januar.

Offen bleibt allerdings die Frage, warum offensichtlich gerade dort nicht auch zumindest Stichprobenweise verendete Vögel überprüft wurden. Wenn man heute hört, das von 40 verendeten Tieren 10 mit H5N1 infiziert waren, hätten bereits ein paar Proben ausreichen müssen, um das zu erkennen. War es vielleicht die Angst, etwas zu finden? Endlich 'mal 'ne schlaue Frage, aday. Dennoch ist keine Deiner als Tatsache dargestellten Spekulationen zum Verfahren in einem betroffenen Gebiet eingetreten.

Gänseerpel
17. February 2006, 15:42
Leider ist es aber so, dass man sich darauf geeinigt hat, dass HIV größtenteils selbstverschuldet ist und damit der brave Bürger nie davon betroffen sein kann. Ungeachtet sämtlicher "anderer" Übertragungswege. Wenn uns das mit der Vogelgrippe auch gelingt, sind wir fein raus! Wer mit einem Geflügelhalter knutscht ist selber schuld. Oder so. Und letztendlich gar nicht so weit hergeholt, hat nicht Herr Seehofer der Bevölkerung geraten, sich von Nutzgeflügel fernzuhalten
Na prima! Wir sollen uns also von Geflügel fernhalten. Gilt das auch für den Verzehr? Einen solchen Rat kann ich mir bei Seehofer nicht vorstellen.

Also muss es wahrscheinlich heissen: Wir sollen uns von Nutzgeflügel fernhalten, aber zubereiten und essen dürfen wir es gefahrlos.

Ein großartige Logik.

red-snapper
17. February 2006, 16:24
Liege ich jetzt ganz verkehrt,
aber es gibt doch schon einen Impfstoff für Vögel gegen die Vogelgrippe?
Oder womit und wogegen sind in China 3 Millionen "Nutzgeflügel" geimpft worden?

Karin
17. February 2006, 17:34
Habe ich das richtig verstanden? Deiner Meinung nach sollen wir die Tiere weiter frei laufen und verrecken lassen, nur allein schon aus dem Gleichheitsgrund weil in Afrika vielleicht in einem Entwicklungsland mit weniger möglichkeiten vom Informations- und Bekämpfungsstand, die Tiere vielleicht auch noch frei rumlaufen?

Na Klasse, das sind ja Aussagen.

Das finde ich aber auch, denn Du hast scheinbar garnix verstanden



Vielleicht mal ihren Gerümpelstall mit Spermüll ausräumen und die Tiere dort aufstallen, teilweise schlachten oder Verkaufen,....

Wo kein Gerümpelstall, da kann man auch keinen ausräumen und wenn man ganz viel Pech hat, ist das Erbauen von Ställen sogar verboten !!!! Und nu, Aday ? Anzeigen oder ? Schliesslich muss man "Ställe" errichten, die man garnicht bauen darf.

Schlachten ? Und dann ? Verbuddeln ?
Verkaufen ? Wo die Leute seit der "Türkei-Horror-Szenarien" mal wieder selbst Eier von Freilandhühnern meiden, wie die Pest ?

Außerdem : Vielleicht möchte man seine Hühner garnicht töten ?

Also das mit der Höflichkeit musst Du wirklich nochmal üben

Vogelklappe
17. February 2006, 17:46
Liege ich jetzt ganz verkehrt, aber es gibt doch schon einen Impfstoff für Vögel gegen die Vogelgrippe? Ja, gibt's. Und Meinungen dazu natürlich auch.

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/64143/

Thomas B.
17. February 2006, 18:10
Bitte nicht schon wieder diese Veganen und sowieso parollen.

Kann das bitte mal jemand ins Deutsche übersetzen?
Hofft
Thomas

*Susa
17. February 2006, 18:25
Kann das bitte mal jemand ins Deutsche übersetzen?
Hofft
Thomas
Mann, bist Du gemein. Wo hier sogar ich schon weiß, dass aday vom erreker gebissen ist. Lass solche Scherze, ok? Das ist unhöflich. :D
Susa

Raven
17. February 2006, 18:46
dummdreist und überheblich, naja, das kennt man ja schon.
Tolles Niveau habt ihr hier :k

*Susa
17. February 2006, 18:55
Is ja schon wieder gut, Raven, Dein aday teilt auch ganz schön aus, oder? Dann muss auch mal Einstecken drin sein....
LG, Susa

red-snapper
17. February 2006, 20:07
Jetzt stell ich hier noch einmal die Frage,
die ich schon in "Vogelgrippeausbruch" gestellt habe:

Warum werden unsere Geflügelvögel nicht gegen die Vogelgrippe geimpft?
Wer kann mir dazu eine stichhaltige Begründung geben???

tatti-1401
17. February 2006, 20:17
Hier steht es http://www.brf.be/nachrichtenex/shownachricht?id=34747

Grüße von Tatti

aday
17. February 2006, 20:31
Warum werden unsere Geflügelvögel nicht gegen die Vogelgrippe geimpft?
Wer kann mir dazu eine stichhaltige Begründung geben???
Weil der Momentan zur Verfügung stehende Impfstoff gegen die Geflügelpest es (fast) unmöglich macht nach derzeitigem stand der Dinge, zu sagen das Tier ist geimpft und das Tier daneben ist halt krank.

Vogelklappe
17. February 2006, 20:41
Hatte eine Seite vorher auch schon einen Link mit Gründen eingestellt. Die nur dann stichhaltig sind, wenn geimpfte Tiere das Virus tatsächlich unbemerkt weitergeben können. Das ist aber bei anderen Impfungen auch nicht der Fall, sonst hätte man damit wohl kaum Infektionskrankheiten in ganzen Regionen eliminieren können.

Kritisiertes Krisenmanagement bei erst 13 toten Vögeln.
http://www.welt.de/data/2006/02/18/847658.html

red-snapper
17. February 2006, 21:23
Jetzt mal ganz langsam!
Eine Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme,
das ein lebendendes Individium vor einer ausbrechenden Krankhheit schützt!!!
In diesem Fall gehen wir mal von einem Huhn aus:
Name=Ginger
Ginger ist eine gesunde Henne und lebt auf einer Geflügelfarm.
Die Hühnergrippe bricht aus, Panik überall,
aber Ginger ist noch gesund und wird geimpft,
und ist deswegen gegen diese Krankheit geschützt!!!
Alle wurden geimpft, bis auf Doris,
die sich gerade versteckt hatte.
Jetzt breitet sich der Virus auch über die Hühnerfarm von Ginger und Doris aus!
Für Ginger kein Problem, sie ist ja geimpft,
aber Doris wird erst zwei Tage nach der Infektion entdeckt,
und dann geimpft,
leider zu spät, sie stirbt!
Und was lernen wir daraus?
Impfen ist eine vorbeugende Maßnahme(wie z.B. Tetanus),
ist die Krankheit erst mal ausgebrochen,
sterben die Tiere trotz Impfung!!!
Warum werden denn dann nicht alle Hühner und so weiter bei uns geimpft,
solange sie noch nicht befallen sind,
was bis jetzt ja noch der Fall ist????
Ist Töten vielleicht billiger als impfen,
ich weiß es nicht!

Einen schönen Abend noch!

red-snapper
17. February 2006, 21:30
@ tatti-1401
Allerdings sterben die geimpften erkrankten Tiere innerhalb weniger Tage,
spätestens dann weißt du, wer vorher erkrankt war!

Vogelklappe
17. February 2006, 21:36
Ist Töten vielleicht billiger als impfen, ich weiß es nicht! Nein, aber ein Exportverbot der Produkte geimpfter Tiere könnte es sein.

red-snapper
17. February 2006, 21:41
Jetzt haben wir aber immer noch nicht die Frage beantwortet,
warum wird jetzt nicht geimpft?
Warum haben wir denn dann Impfstoffe überhaupt?

Vogelklappe
17. February 2006, 21:46
Na eben wegen möglicher Handelsbeschränkungen geimpfter Tiere, letztlich also aus wirtschaftlichen Gründen. Die Geflügelimpfung wird ganz schnell kommen (und nach der wird dann auch in Deutschland geschrien), wenn hier der erste Mensch erkrankt ist.

Selbst wenn man an den Antikörpern das Wildvirus nicht von der Impfvariante unterscheiden kann, ist dies ganz sicher bereits heute mittels PCR des Antigens möglich. Nur ist das wiederum zu teuer.

tatti-1401
17. February 2006, 21:52
@ tatti-1401
Allerdings sterben die geimpften erkrankten Tiere innerhalb weniger Tage,
spätestens dann weißt du, wer vorher erkrankt war!
Na dann schick doch deine Weisheiten und Ratschläge an die zuständigen Leute in der EU. Ich kann nichts dafür, das es so ist. Du schreibst gerade so, als hätte ich mir das ausgedacht. Du wolltest etwas wissen und das war der Link dazu, so sieht es nunmal aus. Alles andere sind doch Spekulationen von den Vogelgrippeexperten in den Vogelforen.

Grüße von Tatti

red-snapper
17. February 2006, 22:04
Das war kein persönlicher Angriff gegen deine Person,
allerdings sollte man sich auch Gedanken über eine Nachricht machen,
bevor man sie kommentarlos ins Netz stellt,
warum manche Nachrichten so gestreut werden!

red-snapper
17. February 2006, 22:09
@ Vogelklappe

Genau, es geht ums Geld,
wie so oft,
oder sagen wir mal genauer, es geht um den Profit,
der Rest ist egal!

Vogelklappe
17. February 2006, 22:35
Genau, es geht ums Geld... Ja, aber ungeachtet dessen ist es geradezu absurd, die Indikatorenart Huhn, wie Du richtig bemerkt hast:
Allerdings sterben die geimpften erkrankten Tiere innerhalb weniger Tage, spätestens dann weißt du, wer vorher erkrankt war! ihrer Funktion zu berauben, indem man sie wegsperren läßt. Den industriellen Stallhaltern kann es ja recht sein...

Extra für aday: dies ist nun keine Aufforderung, geltende VOs zu mißachten. Und ich bin auch nicht der Verharmloser vom Dienst, wie mittlerweile selbst Du bemerkt haben dürftest.

Thomas B.
17. February 2006, 23:56
Hallo,
hier ein interessanter Text von Rüdiger dahlke zur "Vogelgrippe":
ARTIKEL Vogelgrippe – Gefahr für die Menschheit oder Panikmache?

Nie haben sich so viele Menschen gegen Grippe impfen lassen wie gerade jetzt – angesichts der angeblichen Bedrohung durch die Vogelgrippe. Ärzte, die sich nur von medizinischen Erwägungen leiten lassen, müssten die Welt nicht mehr verstehen! Gegen Vogelgrippe kann man gar nicht impfen, weil das noch gar kein Krankheitsbild des Menschen ist. Man müsste schon mit Vögeln vögeln, um in Gefahr zu geraten, sich diese Vogelkrankheit einzufangen.

Die medizinischen Fakten sind klar, werden aber konsequent ignoriert. Bisher kann das Virus nur zwischen Vögeln und bei sehr nahem Körperkontakt von Vögeln auf Menschen übertragen werden, nicht aber zwischen Menschen.

Wer also auf intimeren Kontakt mit fremden Vögeln verzichtet, ist gar nicht gefährdet. Natürlich könnte das Virus – wie es schon einmal vor vielen Jahrzehnten geschehen ist – mutieren und dann auch Menschen direkt gefährden. Erst dann könnte man auch überhaupt einen Impfstoff dagegen entwickeln. Wieso das gerade jetzt geschehen sollte, wo es in den letzten 100 Jahren nur einmal passierte, bleibt wissenschaftlich völlig im Nebel. Wahrscheinlich stecken auch weniger wissenschaftliche als industrielle Interessen dahinter.

Das Virenmittel Tamiflu, bis dahin ein völliger Ladenhüter, ist plötzlich der Renner geworden und lagert in privaten Kühlschränken, die ersten Übereifrigen sollen sehr zu ihrem Schaden schon davon gekostet haben, einige seien sogar schon daran gestorben, wollen Gerüchte wissen. Diese Wahrscheinlichkeit ist jedenfalls höher als die an Vogelgrippe zu erkranken. Auf jeden Fall werden wir gerade Zeuge, wie aus einem fast unverkäuflichen Mittel ein absoluter Renner gemacht wird. Warum auch seriöse Journalisten sich an diesem Spiel mit der Angst beteiligen, bleibt schleierhaft. Wenn man nicht gerade eine neue Verschwörungstheorie entwickeln will, wovon ich wirklich nichts halte, dürfte es sich am ehesten um eine Art Kettenreaktion handeln, nachdem an irgendeiner „wichtigen“ Stelle eine entsprechende Information eingespeist wurde. Dabei ist die nun entstandene Situation wirklich insofern bedrohlich, als durch die gnadenlose auf allen Kanälen betriebene Angst- und Panikmache tatsächlich das Immunsystem geschwächt und die minimale Wahrscheinlichkeit auf eine Epidemie erhöht wird. Die Psychoneuroimmunologie, jene Wissenschaft, die die Auswirkungen der Seele auf unsere Abwehrkraft untersucht, lässt keinen Zweifel daran, dass wenig so anfällig macht wie gerade Angst. In diesem Sinn ist dieser Artikel auch als Therapie gedacht.

Warum solche Angstmache überhaupt funktioniert, dürfte vor allem an unserer grundsätzlichen Gefährdung in dieser Welt liegen. Potentielle Gefahren gibt es tatsächlich unzählige, die Frage ist, wie wir damit umgehen. Zecken waren auch lange harmlos, bis sie sich plötzlich in doppelter Hinsicht zur Bedrohung „auswuchsen“. Aids kam aus heiterem Himmel, und was wäre, wenn es ab morgen nicht nur durch Spritzennadeln, sondern auch von Mücken übertragen würde? Das Leben ist prinzipiell gefährlich, und der Mensch folglich grundsätzlich bedroht. Daran konnte unsere moderne Lebensform noch wenig ändern. Insofern ist eine Grundangst geradezu natürlich, etwas anderes aber ist es, wenn sie ausgenutzt wird. Und das hat leider Tradition. So wurde jahrzehntelang mit dem alten Impfstoff vom vergangenen Jahr gegen die normale Grippe geimpft hat, weil man gar keinen aktuellen zur Verfügung hatte. Das war ein zwar medizinisch sinnloses, aber trotzdem gutes Geschäft. So ähnlich impft man jetzt gegen etwas, das gar keinen Zusammenhang mit der Bedrohung hat. Dahinter könnte man Methode wittern, besonders wenn man weiß, dass die Impflust der Bevölkerung drastisch nachgelassen hatte. Nur schwer sind nämlich viele von Impfungen zu überzeugen, obwohl diese – wenn man der Schulmedizin glaubt - gar nicht schaden können. Die Menschen wissen es mit Recht besser, wie ich an den Zuschriften sehe, die ich zu dem kritischen Impfkapitel im Buch „Aggression als Chance“ bekomme. Vor allem Mütter sind froh, eine ganze Menge medizinische, das heißt, von einem Arzt zusammengestellte Gründe gegen die Impforgie an die Hand zu bekommen, wenn sie ihre Kinder davor bewahren wollen und nicht wissen, wie sie sie gegen manche Ärzte und deren Argumente in Schutz nehmen sollen, besonders wenn letztere angstmachenden und sogar bedrohenden Charakter annehmen.

Die Angst vor der Vogelgrippe wird – meiner Meinung nach – ausgenutzt, die Impfbereitschaft der Bevölkerung wieder zu erhöhen und hat hier auch schon Beachtliches für die entsprechende Industrie geleistet. An Stelle der Impfmüdigkeit sind nun die Impfstoffe erstmals seit Jahren in den deutschsprachigen Ländern ausgegangen. Im nächsten Jahr wird das sich daraus ergebende Verknappungsmanagement der Industrie noch ganz andere „Erfolge“ bescheren. Wie wird nun so etwas in Szene gesetzt?

Der erste Schritt war wohl die Umbenennung von Vogelpest, wie man bis vor einigen Jahren sagte, in Vogelgrippe. Mit dem Wort „Pest“ lässt sich heute kaum noch Wind machen, Grippe aber ist immer als Gefahr im Bewusstsein der Menschen. Also hat man flugs den Namen geändert, auch wenn es dafür keinerlei inhaltliche Gründe gab. Das würden gute Werbestrategen nicht anders vorgeschlagen haben.

Ähnliches haben wir die letzten Jahre schon mit SARS erlebt, um das es erst still wurde, seit wir die neue Grippe haben beziehungsweise sie uns „angedroht“ wird. An der asiatischen Lungenentzündung SARS ist – wie nicht anders zu erwarten - hierzulande niemand gestorben. Aber in jedem Jahr sterben allein in Deutschland über 30.000 Menschen an ganz normaler Lungenentzündung, weil die Antibiotika infolge Resistenzentwicklung durch kritiklos übertriebene Anwendung vielfach unwirksam geworden sind. Davon berichten die Medien aber nie! Auch nicht davon, dass eine einzige Antibiotikakur in den ersten beiden Lebensjahren eines Kindes dessen Wahrscheinlichkeit, später Allergiker zu werden, um über 50 % erhöht! Was all die Mehrfachimpfungen in dieser Hinsicht anrichten, wurde bisher nicht einmal untersucht. Warum wohl? Nun bin ich gar nicht gegen Antibiotika, im Gegenteil ich möchte sie uns bewahren für wirklich bedrohliche Situationen, denn die 30 000 Toten durch Lungenentzündung wären vermeidbar durch verantwortlicheren Umgang mit diesen im wirklichen Notfall unersetzlichen Mitteln.

Wenn wir schauen, was wem nutzt, zeigt sich, dass die Panikmache bezüglich Vogelgrippe ein gefundenes Fressen für die Impf- und die übrige Pharmaindustrie ist und im Nebeneffekt noch ein schöner Schlag gegen die ökologische Landwirtschaft, jedenfalls sofern sie Federvieh züchtet. Einen anderen Sinn kann ich darin nicht erblicken, denn not-wendige Information ist das so jedenfalls nicht, eher das Gegenteil: abwehrschwächende Panikmache.

Die Aktion, die Hühner einzusperren war an Lächerlichkeit durch nichts zu überbieten. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein deutsches Huhn durch ein von einem überfliegenden asiatischen Vogel fallengelassenen Kotklümpchen getroffen und sich dieses freiwillig einverleiben würde, liegt deutlich unter der Wahrscheinlichkeit, dass das arme Huhn von einem Meteoriten erschlagen wird. Insofern könnten wir dann alle Hühner und uns selbst ständig einsperren. Auch die Gefahr von Teilen abstürzender Flugzeuge erschlagen zu werden, wäre in diesem Zusammenhang völlig neu zu diskutieren und sollte mindestens Politiker ermuntern, über eine allgemeine Helmpflicht nachzudenken.

Was aber kann tun, wer die gezielte Panikmache durchschaut? Wir könnten den aufgezwungenen Anlass nutzen, uns unserer grundsätzlichen Bedrohung bewusst zu werden. Immerhin bekommen 50 % unserer Bevölkerung heute im Laufe ihres Lebens Krebs, 30 % eine Psychose und 40 % Allergien, von Depressionen ganz zu schweigen. In dieser Hinsicht könnten wir wirkliche Vorbeugung im Sinne von „Krankheit als Symbol“ treiben und uns unseren Lebensaufgaben stellen, unsere anstehenden Themen herausfinden und annehmen und unseren Weg finden und mutig gehen. Wer jetzt auf die Panikmache mit Angst oder Betroffenheit reagiert hat, könnte sich auch mit seiner grundsätzlichen Angstbereitschaft mit einem Programm wie „Angstfrei leben“ in konstruktiver Weise beschäftigen.

Bezüglich der Vogelgrippe aber könnten wir erst einmal entspannen. Die Macht unserer Massenmedien ist zwar schon gewaltig, aber eine Epidemie herbei zu schreiben, wäre etwas Neues und eher Unwahrscheinliches, aber wahrscheinlich nichts Unmögliches.

Bezüglich Impfungen: Aggression als Chance (Bertelsmann)
Bezüglich Vorbeugung: Krankheit als Symbol (Bertelsmann)
Bezüglich Angst: CD Angstfrei leben (Goldmann-Arkana)

Aus: DAHLKE-INFO No. 01/06

LG
Thomas

Raven
18. February 2006, 00:58
Die einen regen sich über die Aufstallungspflicht auf (was noch irgendwie verständlich ist, schließlich leiden die Tiere drunter);
Welche hoffen, dass die Vogelgrippe vielleicht hoffentlich das "Katzenproblem" löst;
Andere schimpfen auf die Regierung - das macht Spaß und ist populär
"Typisch deutsch" fiel hier auch schon, wenn ich mich recht erinnere;
Sich an Gesetze halten ist Obrigkeitsdenken...;
Andere wissen ganz genau, dass FLI & Co. sowieso nur Mist machen und reden;
Die Vogelgrippe, bzw. die Sorge deswegen sei sowieso vom Kapital gesteuert;
Und nun kommt auch noch Werbung für diese Esotheriker dran!

Bleibt nur zu hoffen, dass der eine oder andere Leser mitkriegt, was hier für Selbstdarsteller herumturnen, die Publikum und Zustimmung für ihr eigenes Ego brauchen.
Geht nach Rügen, tote Vögel einsammeln!!

LadyCassandra
18. February 2006, 01:08
hallo

also je mehr ich versuche mit vernünftigen argumenten zu kontern umso schlimmer werd ich angefeined..und auch wenn ich mit feindschaften gut leben kann.. erzähl ich euch mal was

es gibt da so eine sifi serie..nicht schlechter oder besser als andere..der punkt ist ein anderer

ein mann der ein *mann zu mann gespräch *mit seinem 10 jährigen führen will sitzt auf einer parkbank und macht eine komische handbewegung..so als würde er was wergwerfen..der sohn fragt..was tust du da..er darauf..ich füttere die vögel..der sohn..was sind den vögel??

davor hab ich angst..und genau darauf steuern wir zu

Tina

ansonsten..auf ,auf tote vögel aufsammeln..WIR müssen gesunde tieres aufstallen damit sie krank werden aber die regierung schafft es nicht in einigen tagen dir kadaver auf rügen einzusammeln..ein echtes vorbild

Motte
18. February 2006, 01:10
Die Vogelgrippe, bzw. die Sorge deswegen sei sowieso vom Kapital gesteuert;
Und nun kommt auch noch Werbung für diese Esotheriker dran!!!


Ja, für die ist hier immer ein Eckchen frei!


Bleibt nur zu hoffen, dass der eine oder andere Leser mitkriegt, was hier für Selbstdarsteller herumturnen, die Publikum und Zustimmung für ihr eigenes Ego brauchen.
Geht nach Rügen, tote Vögel einsammeln!!

Es bleibt einem nichts anderes übrig als auf den Verstand der Leser zu bauen

Thomas B.
18. February 2006, 01:27
Dagmar, Motte & Co.,
ich werde mich zu Eurem aggressiv-inhaltslosen Gegeifere nicht weiter äußern, es lohnt nicht. Ich warte auf Leute, die was zu sagen haben, weil sie inhaltlich über Sachkompetenz verfügen und sich auch entsprechend ausdrücken können.
Für Gelaber auf Eurem Niveau ist mir die Zeit zu schade.
Thomas

floyd
18. February 2006, 03:39
was ist bitte ein "lebensenergieberater tier"? sogar mit dipl.!

kann man da fragen welche tiere essbar sind und wie man sie lecker zubereitet? :zwinker: :?

floyd

Raven
18. February 2006, 09:53
was ist bitte ein "lebensenergieberater tier"? sogar mit dipl.! Ach komm, hast du noch nie Seminare besucht und zum Abschluss ein Diplom erhalten? ;)


kann man da fragen welche tiere essbar sind und wie man sie lecker zubereitet? :zwinker: :? Wenn du ein paar Haare oder Federn einschickst, kann das sicherlich auch ausgependelt werden :jaaa:

aday
18. February 2006, 11:32
Extra für aday: dies ist nun keine Aufforderung, geltende VOs zu mißachten. Und ich bin auch nicht der Verharmloser vom Dienst, wie mittlerweile selbst Du bemerkt haben dürftest.Ach ja?
Dann sei doch bitte mal so ehrlich und teile uns doch mal bitte mit, warum man davon Abstand nimmt Geflügel mit dem derzeitig vorhandenen Impfstoff zu impfen.
Das mit den Handelsbschränkungen ist richtig, ergibt sich aber aus der Tatsache, das die Seuche weiter verschleppt werden kann, wenn geimpft wird und davor haben einige Länder massiv Angst.
Natürlich ist es heute schon möglich bei dem Export z.B. die Tiere genau zu untersuchen ob die geimpft sind oder erkrankt. Welcher Aufwand würde den dafür betrieben, wie lange dauertes bis zum Ergebnis und wieviel kostet diese Untersuchung je Probe. Etwas darüber, wie groß die Kapazitäten weltweit sind diese Untersuchng durchzuführen, könntest du uns ja auch in diesem Zusammenhang mitteilen. Würde die weltweiten Laborkapazitäten ausreichen, um alleine die Tiere für Deutschland zu Untersuchen? Fangen wir vielleicht mal kleiner an, um für Hamburg zu untersuchen? Ich würde sagen Nein, wenn man davon ausgeht, das der Bedarf an Geflügel sich nicht erheblich verringert.

Vogelklappe, nicht nur die Rosinen rauspicken, sondern vielleicht auch mal auf die Kehrseite zumindest hinweisen.

corinna2508
18. February 2006, 12:12
Du führst hier Kosten für Untersuchungen ins Feld, welche geimpfte von nichtgeimpften Tieren unterscheiden sollen.

Im Bezug auf Menschenschutz sehe ich keine Kosten zu hoch, und das sollte auch industriellen Tiermästern bewußt werden.
Und das bei einer Seuche, an welcher nun beinahe 100 Menschen gestorben sind.
Tierschutz ist in erster Linie Menschenschutz. Menschenschutz nicht nur im Bereich der Kuschelhuhnhalter, nein denken wir das Geflügel und das Schwein aus unserer Nahrung weg, es ist nicht jeder bereit oder in der Lage vegan zu leben.

Desweiteren unterstelle ich allen, die so gegen Impfungen argumentieren mal, daß sie wichtige wissenschaftliche Quellen nicht gelesen haben. Hier mein Dank an Gänseerpel, der sie uns zugägnlich gemacht hat. Zahlen bezüglich der Teilungsfehler, auch genannt Mutationsrate. Selbst wenn wir bei einer Impfung nicht hundertprozentig eine Virusausscheidung über einen befristeten Zeitraum ausschließen können, ist die Mutationsrate für logisch denkede Menschen bei einer geringeren Viruszahl doch als erheblich geringer anzusehen.

Was uns nicht bekannt ist, ist die Virusmenge, welche zur Infektion nötig ist.
Dieser Umstand spiegelt sich wohl deutlich darin wieder, dass nur der engste Kontakt mit erkrankten Tieren zur Infektion führt.

Statt die Ursachen bei sich selbst, der Spezis Mensch , zu suchen, haben wir ja einen neuen Sündenbock

DER SINGSCHWAN

owl
18. February 2006, 14:51
xxxxxxxx vertippt,

Motte
18. February 2006, 15:26
Dagmar, Motte & Co.,
ich werde mich zu Eurem aggressiv-inhaltslosen Gegeifere nicht weiter äußern, es lohnt nicht.



Das hast Du aber ganz vorbildlich hinbekommen :zustimm:

owl
18. February 2006, 15:30
@ Raven, Motte & Co.

habe extra für euch etwas gefunden
http://www.vogelgrippe-deutschland.de/vogelgrippe-forum/ftopic13.html


@ Vogelklappe/Almut und Thomas

danke für eure guten Postings, und vor allem danke für eure Geduld und Ausdauer hier

Vogelklappe
18. February 2006, 16:52
Dann sei doch bitte mal so ehrlich und teile uns doch mal bitte mit, warum man davon Abstand nimmt Geflügel mit dem derzeitig vorhandenen Impfstoff zu impfen. Recht mißlungener Versuch, mir 'mal wieder fehlende Ehrlichkeit unterzujubeln.

Nein, aday, Du bist am Zug uns mitzuteilen, warum Frankreich und Holland einen Antrag auf Freigabe der Geflügelimpfung in ihren Ländern bei der EU gestellt haben ? Aus purer Unverantwortlichkeit ?

*Susa
18. February 2006, 17:43
Danke, Vogelklappe. Sekundiere.
LG, Susa

Raven
18. February 2006, 17:53
@owl
@ Raven, Motte & Co.

habe extra für euch etwas gefunden
http://www.vogelgrippe-deutschland.de/vogelgrippe-forum/ftopic13.html
Kannst du mir bitte mal erklären, was ich dem verlinkten Forenbeitrag entnehmen soll?

owl
18. February 2006, 18:03
@owl Kannst du mir bitte mal erklären, was ich dem verlinkten Forenbeitrag entnehmen soll?
ja, könnte ich wenn ich wollte, aber ich will nicht :D

*Susa
18. February 2006, 18:09
Hi Owl, ich lach mich kaputt..... spitze!
LG, Susa

Raven
18. February 2006, 18:13
ja, könnte ich wenn ich wollte, aber ich will nicht :D Troll dich :D

floyd
18. February 2006, 18:37
@owl:

jetzt ists aber zeit fürs sandmännchen!
danach die zähne schön artig putzen und dann schnell in die heia!

red-snapper
18. February 2006, 19:02
Und dort schön "Die Nebel von Avalon" oder "der kleine Prinz " lesen:D

red-snapper
18. February 2006, 19:41
Warum Frankreich und Holland einen Antrag auf Freigabe der Geflügelimpfung gestellt haben!
Hier wird doch jemand BWL studiert haben, es können doch nicht nur solche Hohlköpfe wie ich, die aus reiner Tierliebe hier sind, sich in diesem Forum rumtreiben8o
Also Fakt ist schon mal, das es in der EU verboten ist, gegen die Geflügelpest,
äah Entschuldigung, Vogelgrippe zu impfen!
Warum:?
Ja ,warum dürfen den in die EU nur Bananen einer bestimmten Länge und eines bestimmten Krümmungswinkel eingeführt werden:?
Jedes Land der EU, das trotzdem impft, wird mit einem Exportverbot in andere EU-Länder belegt8(
Macht aber nicht viel aus, das Geld wird aus dem großen EU-Etat für Landwirtschaft wieder locker gemacht,und so die Verluste des Exportverbot wieder bereinigt! (Eu-Etat für Landwirtschaft über 50% des gesamten Eu-Etat).
Deswegen wird ja auch nicht geimpft, kostet ja Geld, wenn ich meine Tiere jetzt einfach töten lasse, verdiene ich wesentlich mehr:k
Impfung=Kosten=gleich weniger Einnahmen
Töten= gleich sofort finanzielle Entschädigung=super Geschäft!
Nun scheint es aber alle Eu-Länder auf einmal zu befallen,
hhmmm,
damit hat nun keiner gerechnet,
dann könnten vielleicht ja die Vergütungen der EU vielleicht nicht für alle reichen, keine schöne Vorstellung, wenn ich gerade meine neue 20Millionen€ Jacht bestellt habe:zustimm:
Wenn wir jetzt alle impfen in der EU, dürfen wir natürlich auch den Geflügelhandel in der EU aufrechterhalten,
nicht so lukrativ wie töten, aber besser als garnichts!
Bleibt nur ein Problem, das uns Geld kostet,
wir bekommen ein Importverbot in die Länder,
die gerade öffentlich auf der Strasse unsere Nationalflaggen verbrennen(die dänische soll da sehr beliebt sein).
Was machen wir also,
vielleicht weiß einer von euch,
wie wir wieder aus diesem wirtschaftlichen Schlamasel rauskommen:idee:
Vorschläge sind ausdrücklich erlaubt:D

Moni
18. February 2006, 20:04
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,401590,00.html

Motte
18. February 2006, 20:42
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,401590,00.html


Ist doch logisch, oder? Jedes klinisch gesunde Lebewesen kann eine Krankheit weitertragen

Vogelklappe
18. February 2006, 20:49
Jedes klinisch gesunde Lebewesen kann eine Krankheit weitertragen... Wie kommst Du denn darauf, Motte ? So wäre es doch gar nicht möglich gewesen, ganze Landstriche durch Impfungen virenfrei zu bekommen, wie bei Tollwut ? Die Impfung ist dazu da, die Immunabwehr zu einer Abtötung des Erregers im Körper zu befähigen und nicht auch noch einem inapparenten Erregerreservoir Vorschub zu leisten.

Die Europäer hätten auch schon so weit sein können:
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=22914

Bei geimpften Tieren waren bereits am 6. Tag keine H5N1-Erreger mehr in den Organen nachweisbar. Steht allerdings ('mal wieder) nur in der englischen Quelle:

"...they isolated only very small amounts of H5N1 from the mice immunized with the full-length HA vaccine three days after infection. Six days after infection, they could not detect any infectious H5N1 in the organs of mice immunized with the full-length HA vaccine."
http://www.terradaily.com/reports/Vaccine_Provides_100_Protection_Against_Avian_Flu_Virus_In_Animal_Study.html

corinna2508
18. February 2006, 21:11
für die geduldige Erklärung.

Wurde nicht immer wieder über große Mengen virulenten Materials gesprochen, welches zur Infektion nötig ist?

In Deutschland stehen die Elterntierherden des weltgrößten Geflügelproduzenten, die Küken gehen in alle Welt.
Auch wenn Deutschland mehr Geflügelprodukte importiert , als Exportiert,
muß der Herr seine Küken verschachern können. Ein weltweites Vertriebsnetz ist einzusehen unter www.ltz.de dann Niederlassungen Kontinent Länder...

Der Spiegelartikel ist wie Lankas Theorie, ein Körnchen hier , eines da.

Urteile über Impfentscheidungen und damit verbundene Pandemierisikoreduktion sollten dem jeweiligen Land überlassen bleiben, welches den Antrag stellt. Übrigens ist in Deutschland die Impfung nicht verboten. Wertende Aussagen stehen den Impfkritischen Lohmannanhängern als allerletztes zu. Sie sind diejenigen, welche mit Menschen und Tierleben spielen und das auf der Goldwage.

Siehe OIE Papier zu Deutschland

http://www.oie.int/downld/AVIAN%20INFLUENZA/Germany_AI_16_02_2006.pdf
29. Vaccination prohibited Yes NoX

Um denen vorzubeugen, die wiedermal nicht wissen, was die OIE ist, fragt mich im Trade danach.

Man will uns lediglich glauben machen, es gäbe keinen geeigneten Impfstoff.
Das ist nicht ganz richtig, nur ist der Impfstoff für einen Pandemievirus, den sollen wir uns nach einer Entwicklungszeit von 2-3 Monaten wohl ungetestet spritzen lassen.

Ach Vogelklappe, wieviel Geduld müssen wir noch aufbringen?
LG Corinna

Vogelklappe
18. February 2006, 21:43
...wieviel Geduld müssen wir noch aufbringen? Fragt sich für wen, Corinna.


...den sollen wir uns nach einer Entwicklungszeit von 2-3 Monaten wohl ungetestet spritzen lassen. Einer muß immer anfangen.

"So unternimmt der Pharmakonzern Glaxo von März an in Deutschland und Belgien klinische Studien mit einem neuen H5N1-Impfstoff, die 2007 beendet sein sollen. Die Studien sollen es ermöglichen, im Fall einer Pandemie Impfstoffe schneller für die Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Auf die angekündigte Unterstützung durch die Bundesregierung wartet die Pharmaindustrie aber nach Auskunft eines Sprechers von Glaxo bisher vergeblich."
http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EE62C3B94A9674B028DA61C8F96E4576D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

So sehr sorgt sich die Bundesregierung um unsere Gesundheit. Sie tritt offenbar lieber als Bittsteller bei den "Heuschrecken" auf. Oder hat jemand eine bessere Erklärung anzubieten ?

Motte
18. February 2006, 21:50
Ich werde meinem Doc sagen das er einpacken und nach Hause gehen kann....

Bis die Grippeviren im eigenen (geimpften) Körper unschädlich gemacht sind, kann man sie übertragen, ohne das man selbst Symptome zeigt.

Offenbar ist es bei diesem "Vogel-Virus" nicht anders.

Jede virale Infektion kann von einem Körper, welcher selbst Abwehrmechanismen gebildet hat, weitergetragen werden.

Ein gutes Beispiel sind Kinderkrankheiten.

Ob es nun sechs Tage sind, oder zwei Wochen, darüber habe ich ja keine Aussage gemacht, lediglich gesagt das man selbst Überträger sein kann, ohne selbst krank zu werden

....hier braucht man echt Geduld!

Vogelklappe
18. February 2006, 22:42
Ob es nun sechs Tage sind, oder zwei Wochen... Und so lange kann man geimpfte Tiere nicht in den Stall sperren ? Was ist denn das für ein Argument gegen die Geflügelimpfung ?

tamborie
18. February 2006, 22:58
Oder hat jemand eine bessere Erklärung anzubieten ?
Ich bitte Dich, wie könnte Dir jemand das Wasser reichen?
Wenn Du keine Erklärung hast, giibt es einfach keine.

Tam

Vogelklappe
18. February 2006, 23:08
Versuch's doch einfach 'mal, tamborie. Zur Abwechslung.

Gastleser
19. February 2006, 10:44
Die in den vergangenen Jahrzehnten zu verzeichnenden "Lebensmittelskandale" (und "Tierseuchen" - wobei die ersteren des öfteren mit letzteren in Bezug standen -) mit bundes-, europa- oder sogar weltweiten Auswirkungen in den Bereichen "Fleischproduktion" (sowie. tierische Produkte und Nebenerzeugnissen) hatten fast ausnahmslos ihren Ursprung in mittleren und großagrarischen Produktionsanlagen.

Eine Ursache ist darin zu sehen, dass der zunehmende Konkurrenzdruck der globalen Märkte (Stichwort: Globalisierung) eine Minimierung der Investitions- und Produktionskosten und eine Durchrationalisierung von Produktionsverfahren zur Steigerung der Umsatzchargen aus betriebswirtschaftlicher Sicht erforderlich macht. Aspekte der Tier- und Menschengesundheit (auch solche der Tierseuchenprävention) treten in den Hintergrund; sei es, dass Tierfuttermittel minderer oder bedenklicher Qualität und Herkunft zum Einsatz kommen, oder dass Hygienevorschriften nur unzureichende Beachtung finden. Dies geschah/geschieht zuweilen ohne Gefährdungsbewusstsein, zuweilen jedoch auch mit "krimineller Energie".

Moralische Wertungen erspare ich mir. Vorstehende Ausführungen sind jedenfalls unwiderlegbar Fakt.

Es geht mir darum, aufzuzeigen, dass die im Rahmen der "Vogelgrippe" aktuell vielerseits (auch von Minister Seehofer) verbreitete These, dass eine Gefährdung insbesondere durch die geradezu verächtlich "Hinterhofhaltung" genannte Geflügelhaltung vieler kleiner Nonprofithalter herbeigeredet wird.

Das ist (nicht nur außer meiner Sicht) erstens völlig unzutreffend und zweitens (angesichts der aus der Vergangenheit bekannten Verursacher wirklicher Skandale auf diesem Sektor) eine Unterschätzung der Gedächtnisleistung aller denkenden Bürgerinnen und Bürger. Hoffentlich liege ich mit Letzterem richtig. Manchmal könnte man meinen, dass das Gedächtnios vieler Bürgerinnen und Bürger tatsächlich nur sehr selektiv funktioniert.

red-snapper
19. February 2006, 12:10
So ,auf Rügen wird jetzt flächenmäßig alles Geflügel getötet!
Außerdem macht sich die FAZ schon Gedanken, was das bloß für wirtschaftliche Folgen hat, wenn in Deutschland 300 000 Menschen erkranken und davon 100 000 sterben! Dadurch würde das Wirtschaftswachstum um 1 bis 2% abnehmen (die arme Börse:k )
Orginalton FAZ:
fest steht, daß bei einer Pandamie Virenhemmer und Impfstoffe nur in begrenzten Maß zur Verfügung ständen. Um eine öffentliche Entscheidung, in welcher Reihenfolge unterschiedliche Teile der Bevölkerung versorgt werden sollen, haben sich Bund und Länder bisher gedrückt.
Um die Zahl der Toten zu minimieren, müßten Ältere Priorität bekommen,
heißt es im Nationalen Pandemieplan,
um den Staat zu schützen,Ordnungskräfte und POLITIKER.
Sollte der wirtschaftliche Schaden gering gehalten werden,
müßten Kinder den Vorrang erhalten (Zitatende)
Was soll man dazu sagen?
ES LEBE DIE VOGELGRIPPE:beifall:
Auf einen Schlag können wir viele Probleme lösen!
Natürlich bekommen die Älteren keine Medikamente~ca. 200 000 Tote!
Was für eine Einsparung für die Rentenkasse und die Gesundheitsausgaben werden auch gesenkt, Ältere sind ja zu häufig krank! Das spart uns jedes Jahr Milliarden!
Politiker müssen natürlich Medikamente zur Verfügung haben, das muß ich hier ja wohl nicht groß erklären.
Ordnungskräfte,mmmhhhhhh,nein, wenn die den Löffel abgeben,es gibt ja noch genug Arbeitslose, die man umschulen kann. Und schon haben wir das Arbeitslosenproblem im Griff:beifall:
Kinder müssen natürlich Medikamente erhalten,nicht weil es Kinder sind, nein, die brauchen wir doch in der Zukunft für unsere Wirtschaft.
Wir gehen goldenen Zeiten entgegen, soviele Probleme auf einmal gelöst, und das Beste ist, unsere Börse wird davon auch profitieren!
Also ein dreifaches Hoch auf die Vogelgrippe:zustimm:
Und wenn jetzt hier noch einmal einer anfängt mit Impfen des Geflügels, dessen IP-Adresse wird verfolgt, und er ist auch bald nur noch Statistik:D

Gastleser
19. February 2006, 12:42
@red-snapper: Ich fange damit an.


Sind temporäre Aufstallungen ein probates Mittel der Influenza-Prävention ?

Restriktive Haltungsbedingungen, die sich u.a. aus den in vielen Fällen nicht verfügbaren Möglichkeiten der Bereitstellung hinreichend dimensionierter (geschlossener) Räumlichkeiten (mit der Tagesperiodik entsprechender Beleuchtung und sich aus dem Ethogramm der jeweiligen Art ergebenden notwendigen Zusatzeinrichtungen) für zuvor in Freilandhaltung befindliches Geflügel im Rahmen der Befolgung der Aufstallungsverpflichtung nicht vermeiden lassen, führen mit einer gewissen Zwangsläufigkeit zu Beeinträchtigungen und Störungen des Verhaltens mit Auswirkungen auf Psyche, Physis und letztlich Immunstatus.

Auf Artgenossen und Ersatzobjekte gerichtete Stereotypien werden als häufig beschrieben (SAMBRAUS, 1993). Unter restriktiven Aufstallungsbedingungen gehäuft zu beobachtende Bewegungsstereotypien werden von OVERALL (1997) - analog zum Mensch - als "Obsessive Compulsive Disorders" eingeordnet. U.a. MARTIN (1985) führt aggressives, gegen Gegenstände oder Artgenossen gerichtetes, übersteigertes Aggressionsverhalten (wie vielfach von Halter/innen aus den Erfahrungen der vorjährigen Aufstallung berichtet) auf restriktive Haltungsbedingungen zurück. Eine Reduktion der Gefiederpflege (und des Komfortverhaltens) bei Hühnern in eingeschränkter Haltung ist hinreichend beschrieben (THORPE, 1969). Im Rahmen der gesamten Verhaltensorganisation kommt dem Komfortverhalten eine hohe Bedeutung für die Befindlichkeit des Tieres zu. Dies wird durch zahlreiche Untersuchungen der ethologischen Grundlagenforschung bestätigt (TEMBROCK, 1982). Die Aufstallung impliziert unbestreitbar (insbesondere im Bereich der nicht kommerziellen Geflügelhaltung) in vielen Fällen eine Überschreitung der Anpassungsgrenzen der jeweils betroffenen Geflügelart.

HEUSSER (1981) subsummiert Verhaltensstörungen, die durch ein Überschreiten der Anpassungsfähigkeit entstehen unter den Begriff "Schäden" im Sinne des Tierschutzgesetzes. Schon die von jeder/jedem Halter/in eingestallten Geflügels beobachtbare Verhaltensebene, die morphologische und physiologische Zustände integriert, bietet frühzeitig erkennbare und empfindliche Indikatoren für organische, einschließlich zentralnervöser Schäden und funktioneller Störungen. Diese Kriterien betreffen die tagesperiodischen Aktivitätsmuster, Stereotypien, Komfortverhalten, Exploration, Spiel und Apathie. Uns vorliegende Berichte von Halter/innen unter den Sachzwängen (und den verfügbaren Möglichkeiten) prinzipiell unter unzureichenden Bedingungen aufgestallten Geflügels belegen in ihrer Mehrheit komplexe Störungen des aus dem Ethogramm der jeweiligen Art herzuleitenden Normverhaltens.


Stress induzierte Steigerung der Konzentration von Nebennierenhormonen (Glucocorticoide) im Blut ist eine Hauptursache von Suppressionen des Immunsystems bei Tieren, die einer (Langzeit-) Belastung ausgesetzt sind (AURICH et al., 1998). Die Infektanfälligkeit immunsupprimierter Tiere ist erhöht.



Zusammenfassend: Restriktive Aufstallungsbedingungen schwächen nachweislich das Immunsystem des betroffenen Geflügels und erhöhen die Anfälligkeit für Infektionen jeder Art.


Bereits unabhängig davon, ob eine Exposition des aufgestallten Nutzgeflügels mit dem aviären Influenzavirus - Typ H5N1 - und/oder anderen zweifelsfrei hier endemischen Influenzaviren nach den verordneten Aufstallungszeiten im Bereich der Wahrscheinlichkeit liegt, ist die Forderung nach einer konkreten Überprüfung einer repräsentativen Auswahl aufgestallter Bestände (unmittelbar nach Beendigung der Aufstallung) hinsichtlich des Immunstatus des aufgestallten Geflügels zu erheben. Hierfür stehen in anderen Zusammenhängen bereits praktizierte (nichtinvasive) und kostengünstige Methoden zur Verfügung (vgl. Referenzarbeiten MILESSI, Universität Wien).


Zusammenfassend: Im Hinblick auf mögliche Expositionen des Nutzgeflügels mit aviären Influenzaviren nach Ende der Aufstallzeiten sind repräsentative Arbeiten zum Immunstatus aufgestallten Nutzgeflügels angezeigt.


Warum ist eine Exposition des Nutzgeflügels mit aviären Influenzaviren (H5N1) nach Beendigung der Aufstallungszeiten nicht auszuschließen ?

Die aktuellen Ereignisse (H5N1-positive Beprobung mehrer auf der Insel Rügen tot aufgefundener Höckerschwäne, Singschwäne und eines Habichts) verdeutlichen, dass dieses Infektionsgeschehen der (bisherigen) Fokussierung auf das Risiko des Vireneintrags durch Zugvögel widerspricht. Weder Höckerschwan noch Habicht sind unter den Begriff "Zugvögel" zu subsummieren. Singschwäne sind seit den neunziger Jahren auch in Deutschland als Brutvogel ansässig (jedoch gleichzeitig Zuzügler / Zugzeit ab Mitte Oktober) Ein Teil der auf Rügen derzeit anzutreffenden Singschwäne zog nach Meinung ortskundiger Ornithologen nicht aus Russland, sondern aus den Niederlanden ein. Die 2000 bisher in den Niederlanden beprobten Singschwäne waren jedoch in ihrer Gesamtheit H5N1-negativ. Andere (als potenzielle Überträger in Frage kommende) Arten haben noch keine Zugbewegungen aufgenommen.

Exemplarisch für die aktuelle Einschätzung nicht weniger mit der Materie befasster Ornithologen der Leiter des Wilhelmeshavener Instituts für Vogelforschung, Prof. Dr. Franz Bairlein: „Dieses aktuelle Phänomen ist nicht zu erklären, denn es hat offensichtlich nichts mit dem Vogelzug zu tun.“ (dpa) und Wolfgang Fiedler, Leiter der Vogelwarte Radolfzell: "Dass Zugvögel das Virus mitgebracht haben, ist eher unwahrscheinlich. Der Vogelzug hat noch nicht begonnen, erst ab Anfang März kehren die ersten Tiere aus ihren Winterquartieren zurück. Höckerschwäne selbst sind keine Zugvögel. Sie bleiben meist vor Ort oder legen allenfalls kürzere Strecken zurück." Fiedler schließt deshalb aus, dass die auf Rügen gefundenen Schwäne in einem Ausbruchsgebiet der Vogelgrippe waren (AFP).

Zusammenfassend: Das Infektionsgeschehen auf der Insel Rügen stand/steht nach Expertenmeinung in keinem direkten Zusammenhang mit Teil- oder Kontinentalzüglern.

In der Vergangenheit wurde tot aufgefundenen Wildvögeln in aller Regel keine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nicht auf Todesursächlichkeiten hin untersuchte Vögel konnten/können natürlich keinen Aufschluss darüber vermitteln, ob (überhaupt) und wie viele tot aufgefundene Vögel eventuell auf Grund eines Infekts mit aviären Influenzaviren verendet waren/sind.

Systematische Beprobungen heimischer Wildvogelbestände fanden bisher nicht statt. Die wenigen vorgenommenen Beprobungen lassen hinsichtlich Quantität und fehlender methodischer Qualität keine Aussage darüber zu, ob (in welchem Ausmaß und ggf. bei welchen Arten) H5N1 eventuell bereits endemisch sein könnte.


Beprobungen (an lebenden Wildvögeln) wurden vorwiegend nach "Totfunden" (mit H5N1-Infektion) in den Fundregionen selbst veranlasst. Darauf beruhende Quoten spiegeln logischer Weise lediglich (und dies auch nur sehr bedingt) Infektionsraten in Beständen mit bereits vorhandenen Infektionsträgern wider.


Diesbezüglich veröffentlichte Quoten stehen stets in Relation zur Anzahl beprobter Wildvögel. (Beispiel: 1000 Beprobungen, 10 H5N1-Fälle = 1 %) und haben einen nur marginalen wissenschaftlichen Wert.

Vorgenannten "ereignisbedingten" Beprobungen stehen unsystematische "ereignisfreie" Beprobungen (verschiedener Arten) ohne statistisches Modell gegenüber, die in Mitteleuropa hinsichtlich H5N1-Infektionen bisher ein Nullsummenergebnis erbrachten.

Zusammenfassend: Systematische (und nicht "ereignisabhängige") Beprobungen von Wildvögeln im Hinblick auf die (notwendige) Beantwortung der Frage, ob H5N1 in heimischen Beständen bereits endemisch sein könnte, fanden bisher nicht statt.


Die bisherige Schwerpunktsetzung (mit v.a. daraus resultierenden Versäumnissen in der grundlegenden Eruierung aller denkbaren Kausalitäten) lässt derzeit keine belastbare Aussage darüber zu, ob H5N1 seit einem Zeitraum "X" in heimischen Beständen als endemisch anzunehmen ist (oder nicht).

Eine statistisch mathematische Auswertung bei systematischen Beprobungen eventuell eruierbarer H5N1-Infektionsfälle in heimischen Wildvogelbeständen (Abgleich mit den asiatischen H5N1-Typen) dürfte zudem eine Einschränkung des Aussagewertes dadurch erfahren, dass die Befunde aus Asien sich nicht auf Wildvogelproben, sondern auf Beprobungen von Nutzgeflügel (vorwiegend Guan Yi 6 Enten / 15.000 Beprobungen) stützen.


Zusammenfassend: Belastbare (wissenschaftlichen Kriterien genügende) Daten zur Beantwortung der Frage danach, ob H5N1 in heimischen Wildvogel-Beständen endemisch ist, sind nicht verfügbar. Die Ereignisse auf Rügen und (bedingt) auch die ursächlich auf H5N1 zurückzuführenden Totfunde von Höckerschwänen in Italien rücken die Annahme allerdings in den Bereich einer gewissen Wahrscheinlichkeit.


Unabhängig davon ist zu konstatieren, dass nach derzeitigem Wissensstand davon auszugehen ist, dass nicht nur Nutzgeflügel, sondern auch die meisten der heimischen Standvögel und Durchzügler als Virenempfänger in Frage kommen. Zudem lässt sich aus den bisher verfügbaren Daten zweifelsfrei ableiten, dass (in je nach Art unterschiedlicher Ausprägung) H5N1-infizierte Wildvögel (zumindest über längere Zeiträume) symptomfrei bleiben (können) und während dieser symptomfreien Zeiträume als potenzielle Vektoren (natürlich auch über die Aufstallungszeiträume hinaus) anzusehen sind.

Dies dürfte unter dem Aspekt möglicher Gefährdungen von Nutzgeflügelbeständen insbesondere für die sog. "Scavangers" (kulturfolgende Arten deren Aktivitätsräume sich bis in die Bereiche von Ansiedlungen bzw. Farmanlagen direkt oder deren Umfeld erstrecken) gelten.

Zusammenfassend: Unabhängig davon, ob man zur Annahme tendiert, dass H5N1 in heimischen Wildvogelbeständen endemisch ist (oder nicht) verbleibt die Tatsache, dass bei Beachtung der bisher bekannten Infektionskausalitäten auch nach den verordneten Aufstallungszeiten Infektionsrisiken (für Nutzgeflügelbestände) durch Wildvögel (hier insbesondere: "Kulturfolger") bestehen.


Wenn man (wie geschehen) einen Schwerpunkt auf mögliche Gefährdungen durch den Vogelzug selbst legt und zusätzlich von der Wahrscheinlichkeit ausgeht, dass ein Anteil "X" heimischer Wildvögel infiziert sein könnte, so stellt sich die Frage danach, warum es bisher in hiesigen Nutzgeflügelbeständen weder während noch nach der Aufstallungszeiten zu H5N1-Infektionen kam.



Aus der Gegenperspektive gesehen wäre zu fragen, warum es in Staaten mit niedrigen Hygienestandards und völlig anderen Haltungsbedingungen, Haltungssystemen und tradierten Formen des "Zusammenlebens" von Mensch und Nutzgeflügel zu Bestandsinfektionen kam. Konkret: Diese Unterschiedlichkeit der "Systeme" impliziert eine jeweils völlig andere "Gefährdungslage". Konkreter: Es könnte aus den Outbreak .- Umständen (hier insbesondere: Asien, Türkei) abzuleiten sein, dass bei Einhaltung bestimmter Hygiene(mindest)standards in der Geflügelhaltung (unabhängig davon, ob Freihaltung oder Indoorhaltung praktiziert wird) das Infektionsrisiko für Nutzgeflügelbestände so gering ist, dass die verordneten Maßnahmen dazu in keinem (vernünftigen) Verhältnis stehen.

Der (Hypo)These, dass nicht die verordnete Aufstallung, sondern die im Verhältnis zu den bisherigen Infektionen von Nutzgeflügelbeständen in asiatischen Regionen grundlegend anderen Bedingungen der Haltung von und des Umganges mit Geflügel, eine Infektion heimischer Geflügelbestände verunmöglicht hat dürfte (schon bei summarischer Betrachtung) eine gewisse Stichhaltigkeit nicht abzusprechen sein.



Zusammenfassend: Einer temporär verordneten Aufstallung fehlt die Schlüssigkeit, weil (siehe obige Ausführungen) auch nach den Aufstallungszeiten (theoretisch) Expositionen mit H5N1 nicht auszuschließen sind. Erschwerend kommt hinzu, dass eine Vielzahl des zuvor aufgestallten Geflügels über ein aus den restriktiven Bedingungen der Aufstallung geschwächtes Immunsystem (und somit über eine erhöhte Infektanfälligkeit) verfügt.


Welche Ableitungen ergeben sich bezüglich der verordneten Aufstallung
aus der aktuellen Datenlage ?

Ein unbefristetes Freihaltungsverbot von Nutzgeflügel ist weder unter tierschutzrechtlichen noch unter ökonomischen Aspekten zu rechtfertigen (noch durchsetzbar). Auch sind seuchenpräventive Maßnahmen in dauerhaftem Konflikt mit rechtlichen Normierungen anderer tangierter Bereiche kaum denkbar. Selbst wenn man sich der momentan (immer noch) verfolgten Linie der Fokussierung auf eine Gefährdung durch Wildvogelzug anschließt, wäre zumindest eine Beschränkung der Aufstallungspflicht auf hinlänglich bekannte Vogelzugrouten und Rastareale angezeigt, fachlich zu begründen und politisch umsetzbar.


Aber auch dies kann (und darf) keine "Dauerlösung" sein. Letztlich wird an einer Immunisierung der Bestände durch Impfung kein Weg vorbeiführen. Prof. Erhard Kaleta, Direktor der Klinik für Vögel und Reptilien der Justus-Liebig-Universität Gießen: "Die Entwicklung eines effektiven Impfstoffes schließlich stellt kein Problem dar. Technologie dafür ist bei uns bereits vorhanden. Nach etwa zwei Wochen wäre ein fertiger Impfstoff vorrätig" (GIESSENER ANZEIGER, 2005)




Zusammenfassend: Die Verfügbarmachung geeigneter Impfseren ist (s.o.) kurzfristig möglich. Ein Mittel der Prävention ist die Immunisierung von Nutz- und Ziergeflügelbeständen. Eine Immunisierung (Impfkampagne) aller bundesdeutschen Bestände indiziert logistische Probleme. Geeignete Planungen für eine (realistischer Weise wohl nur mittelfristig umsetzbare) Immunisierungs-Kampagne wären sinnvoller Weise einzufordern und kurzfristig aufzunehmen.


Welche denkbare Infektionskausalität fand bisher keine (bzw. nur unzureichende) Beachtung ?

Aquakultur :In asiatischen Staaten - also im Hinblick auf die Ausbrüche aviärer Influenza in Nutzgeflügelbeständen als "high-risk-areas" einzustufenden Gebieten - wird vielfach eine gemischte Haltung von Hühnern/Gänsen/Nutzfischen (die sog. "Aquakultur") praktiziert. Insbesondere in China ist diese aus ökonomischer Sicht mehrfach profitable Haltungsform gehäuft anzutreffen. In der Praxis gestaltet sich diese Haltungsform oft so, dass gekäfigtes Nutzgeflügel über den Wasserflächen aufgestallt ist, wobei die Geflügelexkremente einerseits für eine Eutrophierung der darunter liegenden Gewässer (mit der Verbesserung der pflanzlichen Nahrungsgrundlage) und andererseits als Futter für die Nutzfische selbst dienen. Eine weitere Variante besteht darin, auf (und an) den Teichen gehaltenem Wassergeflügel durch die künstliche Überdüngung mehr pflanzliches Protein zu gewährleisten, wobei Exkremente (und Abfälle) aus eigener oder externer Geflügelhaltung in die Teiche eingebracht werden.


Eine Studie der chinesischen SHANTOU UNIVERSITÄT kommt zum Ergebnis, dass das H5N!-Virus im Südosten Chinas (also in "Aqua - Kultur - Gebieten") bereits seit einem Jahrzehnt verbreitet ist.

Die NANJING WEBSITE (2004) zitiert bereits am 04. Feb 2004 Chen Chuxing, einen chinesischen Ichtyologen. Chen Chxing berichtet, dass die Fütterung von Geflügelexkrementen zu einer landesweiten Praxis geworden sei, die sogar von fortschrittlichen Betrieben angewandt werde. Viele Bauern machen sich nicht die Mühe, die Exkremente vor der Verfütterung zu fermentieren oder in Gruben zu denaturieren. Dies berge extreme Gefahren. Fische seien für aviäre Influenzaviren empfänglich, da sie ein primitiv aufgebautes Verdauungssystem hätten, auf dem die Viren angreifen könnten. Silberkarpfen und auch räuberische Fische werden mit Hühnerdarm – und Hühnerbeinen gefüttert, was bei den Fischen zu einer Infektion führen könne. Der beste Weg, eine Infektion zu vermeiden, sei die Verfütterung von Geflügelexkrementen zu verbieten. Zumindest müsse eine vorherige Kontrolle und Sterilisation sichergestellt sein. Sollte von diesen Verfahren nicht Abstand genommen werden, sei mit einer katastrophalen Endemie zu rechnen.

Fischzüchter in Vietnam wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass die gängige Praxis, Exkremente von Hühnern aus entsprechenden Farmen als Fischfutter zu nutzen, zur unkontrollierten Verbreitung der tödlichen Vogelgrippe führt (FIRSTFISH)

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass es derzeit keine gesicherten Befunde zur Untermauerung der o.g. Annahme gibt. Es ist allerdings u.E. nicht auszuschließen, das Influenzaviren sich (bedingt durch die benannte Fütterungspraxis) im Darmmilieu von Fischen (mit einer ungewissen Verweildauer) ansiedeln könnten. Die Frage danach, ob aviäre Influenzaviren in der Lage sind, die Artenbarriere Vogel/Fisch zu durchbrechen und direkte Infektionen im Fischkörper zu verursachen , kann derzeit ebenfalls nicht beantwortet werden.

Eine Überprüfung dieses immerhin denkbaren (und nicht per se von der Hand zu weisenden) Infektionsweges ist dringend anzuraten; dies insbesondere im Hinblick darauf, dass Fische und Fischabfallprodukte aus diesen Haltungen als sog. "Fischmehl" in den Handel (in geringeren Anteilen auch in den europäischen Handel) gelangen.

Es könnte sich ein Kreislauf (Vireneintrag durch Exkremente in Wirtschaftsgewässer <> "Rücklauf" via Wassergeflügel und Fischmehl) etabliert haben. Zu bedenken ist in diesen Zusammenhängen auch, dass Fischmehlprodukte in der Schweine- und Geflügelmast Verwendung finden.

REICHHOLF (2006) , Ornithologe an der Zoologischen Staatssammlung München, sieht ebenfalls eine reale Gefahr in einer Einschleppung des Virus durch die Verfütterung von Fischmehl, wobei die hier bei uns verwendeten Produkte nicht mit denjenigen vergleichbar seien, die in der Türkei oder in den ostasiatischen Ländern Verwendung finden.



Zusammenfassend: Die in Outbreak-Gebieten vielfach praktizierte gemischte Wirtschaftsform der Nutzgeflügel/Nutzfischhaltung mit Verfütterung von Geflügelexkrementen und Geflügelabfallprodukten an den Fischbesatz ist risikobehaftet. Aus den Fischbeständen selbst und aus Fischabfallprodukten extrahiertes Fischmehl ist auf eventuelle Virenhaltigkeit (H5N1) zu überprüfen. Des weiteren bedarf es konkreter Arbeiten dazu, ob Fische als Empfänger aviärer Influenza in Frage kommen und/oder sich aviäre Influenza-Viren im Milieu des Fischdarms und letztlich in aus Fischen gewonnen Futtermitteln finden.


AFP - Agence France - Presse (2006, 15.02.)

Aurich, J.E., H-O. Hoppen, C. Aurich, N. Parvizi (1998): Effects of Stress on Pregnancy and Parturition, Reproduction in Domestic Animals, 1998; 33, (3 - 4), 97 - 100

dpa - Deutsche Presse Agentur (2006, 15.02.)

Firstfish: http://www.firstfish.de/cms/front_content.php?client=1&lang=1&idcat=65&idart=196

Gießener Anzeiger (2005): Personen- und Warenverkehr bei Vogelgrippe, 20.08.2005

Heusser, H. (1981): Nutztierhaltung - wohin?, Schw. Landwirtsch. Forsch. 20, 405

Martin, G. (1985): Tiergerechte Hühnerhaltung: Erkenntnisgewinn und Beurteilung der Ergebnisse, Tierhaltung 15, Birkhäuser Verlag, Basel, Boston, Berlin: 49 - 80

Nanjing Website: http://www.njdj.gov.cn/lhdj/lw/wz2.jsp?article_id=46208

Overall, K.L. (1997): Clinical behavioral medicine for small animals, Mosby - Year Book, Inc

Reichholf, J. (2006): in: DER SPIEGEL, Nr. 5 / 30.01.2006, S. 122

Sambraus, H. (1993): Was ist über die Ursachen von Verhaltensstörungen bekannt?, in: Leiden und Verhaltensstörungen bei Tieren, Tierhaltung 23, Birkhäuser Verlag, Basel, Boston, Berlin: 38 - 49

Shantou Universität: Studie online: http://www.stu.edu.cn

Tembrock, G. (1982): Spezielle Verhaltensbiologie der Tiere, Bd. I und II, Gustaf Fischer Verlag, Jena

Thorpe, W.H. (1969): Welfare of domestic animals, Nature 224: 18

Ottofriend
19. February 2006, 12:46
Sagt mal habt ihr sie noch alle der Reihe nach? Was sind denn das bloß für Beiträge im Vogelforum? :traurig:
ottofriend

Vogelklappe
19. February 2006, 12:47
So ,auf Rügen wird jetzt flächenmäßig alles Geflügel getötet! Nein !

"Nach Angaben der Landestierärztin Maria Dayen werden Bestände mit erhöhten Risiken getötet. Beispielsweise aus Betrieben in der Nähe größerer Schwanenkolonien oder mit Freilandhaltung."
http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2315596,00.html

Was immer das heißt. Wäre immer gut, die Quelle zu nennen, red-scnapper. Will nicht ausschließen, daß irgendwo "flächenmäßig, alles" o.ä. zu lesen war.

Und Frankreich keult nicht, sondern will - bei nur einem nachgewiesenen Fall - impfen:
"Landwirtschaftsminister Dominique Bussereau kündigte die Impfung von rund 900'000 Hühnern und Gänsen an, um ein Übergreifen der Grippe auf Bauernhöfe zu verhindern. Das Impfen gegen die Vogelgrippe ist unter Fachleuten umstritten, die EU-Agrarminister wollten am Montag über einen entsprechenden Antrag Frankreichs und der Niederlande beraten."
http://www.nzz.ch/2006/02/19/vm/newzzEJVAY79M-12.html

Bin 'mal gespannt, wer von den EU-Abgeordneten eine Ablehnung auf seine Kappe nimmt.

Es gibt noch keine Pandemie, und mir ist immer noch nicht klar, aus welchem Grund deren Wahrscheinlichkeit jetzt höher als vor drei oder fünf Jahren sein soll, als überhaupt noch niemand sensibilisiert war.

Moni
19. February 2006, 12:55
Sind vor drei oder fünf Jahren auch so viele Fälle in so vielen Ländern aufgetreten? Habe das jetzt nicht mehr im Kopf, ich weiß nur noch von Italien und Holland, wobei eins wohl gar nicht H5N1 war?

Motte
19. February 2006, 13:24
Und so lange kann man geimpfte Tiere nicht in den Stall sperren ? Was ist denn das für ein Argument gegen die Geflügelimpfung ?


Wo hast Du jeh gelesen das ich mich gegen eine Impfung ausgesprochen habe??

Vogelklappe
19. February 2006, 15:18
Wie hätte ich denn sonst Deinen Kommentar zu dem impfablehnenden Spiegel-Artikel verstehen sollen ?
Zitat von Moni: http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...401590,00.html
Zitat von Motte: Ist doch logisch, oder? Jedes klinisch gesunde Lebewesen kann eine Krankheit weitertragen Daß Du die Geflügelimpfung befürwortest, wenn damit die Krankheit unbemerkt weitergetragen werden kann ? Auch wenn es sich nur um 6 Tage (oder 2 Wochen) handelt ?

@ Moni: Holland und der Hof in Deutschland 2003 war H7N7, das genauso hätte mutieren können.

Moni
19. February 2006, 15:43
Achso. Ist das auch ansteckend für Menschen? Zur Impfung, ich bilde mir mal ein, es bringt nicht viel, Haustiere zu impfen, wenn die Wildvögel weiterhin das Virus tragen und "ausscheiden"?

Vogelklappe
19. February 2006, 15:49
An H7N7 ist damals ein Tierarzt gestorben. Die Situation von infiziertem Geflügel ist allen wegen des nicht vermeidbaren Kontakts zum Menschen eine völlig andere als bei Wildvögeln.

Gastleser
19. February 2006, 16:58
Eilmeldung ntv: erste H5N1-Verdachtsfälle auf dem Festland (Rostock u. Mecklenburg/Vorpommern)

red-snapper
19. February 2006, 17:52
@ vogelklappe Beitrag 140

Das auf Rügen die Nutztiere getötet werden, stand heute morgen in der FAZnet(Frankfurter Allgemeine Zeitung).
Das Tiere in Frankreich getötet werden, habe ich nie geschrieben!
Was mich wundert, ist ,das sich niemand über die menschenverachtenden Pläne unseres Staates aufregt, wer im Fall einer Pandamie Medikamente erhält und wer nicht8(
Tiere zu töten ist ja schon schlimm genug!
Aber Menschen............

Moni
19. February 2006, 17:54
An H7N7 ist damals ein Tierarzt gestorben. Die Situation von infiziertem Geflügel ist allen wegen des nicht vermeidbaren Kontakts zum Menschen eine völlig andere als bei Wildvögeln.

Aber die Wildvögel kommen doch evtl. mit dem Hausgeflügel/Ziervögel in Kontakt, und diese wiederum mit "ihren" Menschen?

Vogelklappe
19. February 2006, 17:57
Das Tiere in Frankreich getötet werden, habe ich nie geschrieben! Ich auch nicht, sondern daß man dort impfen will. Aber "flächenmäßig" wird auch auf Rügen kein Geflügel getötet - bis jetzt.

Im Falle einer Pandemie bricht sowieso nur Chaos aus. Da bleibt nur noch, sich zu isolieren.

Vogelklappe
19. February 2006, 18:00
Aber die Wildvögel kommen doch evtl. mit dem Hausgeflügel/Ziervögel in Kontakt... Moni, deshalb werden doch "kontaktgefährdete" Nutzvögel auf Rügen gerade gekeult ? Während Frankreich dies offenbar nicht vorhat, sondern lieber impfen will.

corinna2508
19. February 2006, 18:20
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http://www.news.de/50/00Vogelgrippevirus...es_Festland.php

Vogelgrippevirus erreicht deutsches Festland

Greifswald/Bergen (dpa) - Der gefährliche Vogelgrippevirus H5N1 hat das deutsche Festland erreicht. Bei zwei von fünf im Referenzlabor für Vogelgrippe am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems untersuchten Wildvögeln wurde das Virus nachgewiesen.


Die Tiere waren vom Landeslabor in Rostock auf die Insel Riems gebracht worden. Sie wurden in Ost- und Nordvorpommern gefunden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich besorgt über die Ausbreitung der Vogelgrippe auf Rügen geäußert. «Die Lage ist ernst», sagte Merkel am Sonntag bei einem Besuch der Ostseeinsel und bot weitere Hilfe des Bundes an.

Im Norden und Westen der Insel wurde derweil auf Anordnung des Landkreises vorsorglich gefährdetes Hausgeflügel getötet. Dabei handele es sich um eine reine Vorsorgemaßnahme, betonte Merkel. «Nach wie vor ist kein Befall von Hausgeflügelbeständen festzustellen. Das ist die gute Nachricht.» Nach Angaben von Landesagrarminister Till Backhaus (SPD) wurde mittlerweile bei 59 Vögeln das gefährliche Virus H5N1 nachgewiesen.

Auf Rügen wurde alles versucht, um eine Ausweitung der Vogelgrippe und ein Übergreifen der Seuche auf das Festland zu verhindern. Es sei gut, dass inzwischen auch die Bundeswehr die Schutzmaßnahmen auf der Insel unterstütze, sagte Merkel. Spezialkräfte einer ABC-Abwehrtruppe stellten am Rügendamm, dem einzigen Landweg von der Insel zum Festland, Seuchenwannen für Autos auf. Desinfektionsanlagen für Autos und Lastwagen wurden nach Angaben des Landratsamts in Bergen auch am Fährhafen von Sassnitz aufgebaut, einer Drehscheibe für den Ostseehandel, und an der Autofähre von Wittow. Ganz Rügen wurde zur Schutzzone erklärt.

Das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit auf der Insel Riems kündigte an, seine Untersuchungen künftig auf tote Wildvögel vom Festland zu konzentrieren, um eine mögliche Verbreitung des Virus festzustellen. Bislang sind nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums außerhalb von Rügen keine H5N1- Infektionen bekannt.

«Es geht darum, alle Maßnahmen zu ergreifen, damit Deutschland nicht gesperrt wird», erläuterte Backhaus. Er bezog sich auf mögliche Handelsbeschränkungen für Deutschland in der EU. Deutschland habe Geflügelbestände von 123 Millionen Tieren im Wert von 1,3 Milliarden Euro. Diese dürften nicht gefährdet werden. Merkel, die sich am Nachmittag in Binz auch ein Bild von Auswirkungen der Seuche auf die Tourismuswirtschaft machen wollte, verwies auf einen intensiven Informationsaustausch der zuständigen Ministerien und Behörden innerhalb der Europäischen Union.

Wegen der Vogelgrippefälle auf Rügen wurde die so genannte Beobachtungszone auch auf die nahen Hansestädte Stralsund und Greifswald sowie auf die benachbarten Landkreise Nordvorpommern und Ostvorpommern auf dem Festland ausgeweitet. Grundlage für die vorsorgliche Tötung von Hausgeflügel auf Rügen ist Backhaus zufolge eine umfassende Risikobewertung durch das Friedrich-Loeffler- Institut. Eine Zahl der betroffenen Betriebe und Tiere wollte er nicht nennen, die Risikobewertung sei noch nicht abgeschlossen. Die Tiere werden in Containern mit Kohlendioxid getötet.

Der Deutsche Tierschutzbund protestierte gegen die Tötung von Hausgeflügel. Nach ersten Schätzungen würden 10 000 Tiere getötet, berichtete die Organisation in Bonn. Es liege aber keine akute Infektion der Tiere vor, auch für den Menschen gebe es keine neue Gefahr.

Nach Angaben der Landestierärztin Maria Dayen werden Bestände mit erhöhten Risiken gekeult, so aus Betrieben in der Nähe größerer Schwanenkolonien, mit Freilandhaltung oder in Betrieben mit viel Besucherverkehr. Ein Grund für die Maßnahme sei auch die Inkubationszeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Vogelgrippe. Nach Dayens Angaben gibt es auf Rügen rund 800 Geflügelhaltungen mit rund 400 000 Tieren.

Alle Autos, aber auch Fußgänger und Radfahrer, müssen seit Sonntag beim Verlassen der Insel Rügen mit Desinfektionsmitteln gefüllte Wannen passieren. Die ABC-Kräfte der Bundeswehr sind unter anderem auf die Dekontamination und die Desinfektion von Fahrzeugen und Personal spezialisiert. Nach Angaben des Verteidigungsministerium ist am Aufbau der Anlagen auch das Technische Hilfswerk (THW) beteiligt. Laut Backhaus sind 43 Soldaten, 50 zusätzliche Bereitschaftspolizisten und 48 THW-Helfer im Einsatz. Allein 121 Helfer würden tote Vögel einsammeln.


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Wird uns hier etwas verschwiegen, wenn wir erst eine Sperre haben, dann besteht kein Grund mehr auf Impfungen zu verzichten.

Vogelklappe
19. February 2006, 18:45
...wenn wir erst eine Sperre haben, dann besteht kein Grund mehr auf Impfungen zu verzichten. Zu aufwendig auf Rügen, Corinna, weil man auf diesen Fall nicht vorbereitet war.

Die Tiere werden in Containern mit Kohlendioxid getötet. Das ist jämmerliches Ersticken. Wenigstens Monoxid hätten sie ja nehmen können. Aber eine richtig gute Alterantive gibt es sonst leider nicht.
http://www.das-eule.de/eulenspiegel0405_schlachttechniken.html

LadyCassandra
19. February 2006, 18:48
Aber die Wildvögel kommen doch evtl. mit dem Hausgeflügel/Ziervögel in Kontakt, und diese wiederum mit "ihren" Menschen?


hallo

was denkst du wohl ist nur der sinn einer impfung?????

Tina

corinna2508
19. February 2006, 18:55
ja natürlich, man war ja nur auf großeredenschwingen vorbereitet.

Jegliche Vorbereitungszeit hat man verstreichen lassen, weil, ach wir treten im Kreis, weil ein Wesjohann es nicht wollte.


LG

Thomas B.
19. February 2006, 21:25
Die Bundeswehr greift jetzt ein!

SEUCHENSCHUTZ 400 000 Hühner und Enten "müssen" getötet werden

Rügen/Berlin - Es sind Szenen, die an einen Terror-Anschlag mit Biowaffen denken lassen. An der Straße rücken im Laufschritt Soldaten in gelbgrauen Seuchenschutz-Anzügen an. Hinten lässt ein Dekontaminations-Panzer keimtötende Brühe über die Landschaft regnen. Die Bundeswehr-Profis sind auf Rügen angekommen.


Ohne gründliche Desinfektion darf keiner mehr die Ferieninsel verlassen. Wannen mit virentötender Brühe versperren seit gestern den Rügener Damm. Das ist das Werk der ABC-Spezialisten der Bundeswehr. 19 von ihnen sind bereits aus Prenzlau angerückt. Weitere zwei Dutzend werden folgen.

Sie sollen dem sichtlich überforderten Landkreis bei der Bekämpfung der Vogelgrippe unter die Arme greifen. Denn deutschen ABC-Abwehrbataillons gelten weltweit als führend im Kampf gegen Seuchen.

Inzwischen ist ganz Rügen Sperrgebiet: Bei 59 Wasservögeln und einem Habicht wurde das aggressive H5N1-Virus bislang nachgewiesen.

Hausgeflügel wie Hühner und Enten infizieren sich leicht mit dieser asiatischen Vogelgrippeform. Wenn die Influenza in den Hühnerställen erst Fuß fasst, wird es wegen der enormen Virenmenge für den Menschen richtig gefährlich. Auf Drängen der Bundesregierung müssen in den nächsten Tagen alle

400 000 auf Rügen gehaltenen Hühner und Enten geschlachtet werden. Vorsorglich.

Die "Tierseuchenspezialisten" des Friedrich-Loeffler-Institutes in Greifswald vermuten, dass H5N1 längst auch auf dem mecklenburgischen Festland, wenn nicht sogar schon in Brandenburg Fuß gefasst hat. Dorthin wurden Tierärzte geschickt, um großflächig Proben zu sammeln. Die an Rügen angrenzenden Landkreise wurden zu Beobachtungszonen erklärt.

Thomas