Vollständige Version anzeigen : Oh Nee schon wieder ein Ei
birgitt
19. April 2006, 18:42
Hallo alle Zusammen,
war den (wie meistens) den ganzen Nachmittag im Vogelzimmer.
Lollek eine ziemlich lebhaftes Nymphi-Girl war heute nicht so munter wie sonst,
eher verschmust.
Jetzt gerade wollte ich den beiden Girly´s noch ein paar leckere Möhrchen bringen da sitzt die Kleine unten im Käfig und legt Ihr erstes Ei.
Vorher hat Ihre Schwester mich in diesem Jahr schon zweimal "beglückt"
einmal 5 Eier und ca. 2 Monate später 3 Eier.
Ich weiß daß ist normal und Natur aber ich mache mir immer große Sorgen
um die Kleinen, habe immer Angst könnte etwas passieren.
(Geht dass jeder Oma so ;) )
Oder mache ich etwas falsch zuviel Leckerli oder so.
Na ja schaun wir mal auf die nächsten Tage was da noch so kommt.
Gruss Birgitt
und die beiden Eilerlegenden Hennen Lollek u. Bollek
jayleane
19. April 2006, 18:46
willst du sie denn tatsächlich brüten lassen?
Wenn ja, mit Nistkasten oder ohne?
Hast du noch mehr Vögel, als im Profil steht? Bzw. sind die Hennen verpaart?
Mu17
19. April 2006, 19:08
und vor allem eine zucht genehmigung? *klugscheiss*
b.weigel
19. April 2006, 19:10
Hallo Birgitt.
Meine 2 Nymphensittichdamen legen momentan auch wieder Eier.
Seitdem ich sie vor zwei Jahren in eine Außenvoliere gesetzt hab sind bei denen irgendwie die Triebe durchgegangen und sie brüten jedes Jahr.
Hab dann auch immer Angst, weil mein allererster Vogel an Legenot gestorben ist.
Ich lasse sie aber meist auf den Eiern sitzen, weil wenn ich ihnen die Eier wegnehme legen sie immer welche nach und das ist noch anstrengender für sie.
Momentan blase ich die Eier gerade aus und will sie mit Gips befüllen.
An Leckerlis liegt es auf jeden Fall nicht, meine bekommen kaum welche.
Liebe Grüße
Bea
birgitt
19. April 2006, 19:27
Hallo,
ich habe nur die beiden Süssen die Dritte im Bunde mußte ich leider und sehr schweren Herzens wieder weggeben, habe es lange Zeit probiert, (ca. 6 Monate)aber die beiden haben die Kleine einfach nicht akzeptiert Sie haben Sie entweder gejagt oder gar nicht beachtet.
Ich habe keinen Nistkasten, Sie hat das Ei auf dem Käfigboden gelegt.
Bei Ihrer Schwester habe ich die Eier liegen lassen und Sie hat ca. 2 1/2
Wochen aber nur Nachts auf Ihren Eiern gesessen, Tagsüber ist Sie auf Tralafiti gewesen (eigenes Vogelzimmer nur Nachts eingesperrt) dann hat Sie es aufgegeben.
Jetzt habe ich eben beobachtet wie die andere Henne Sie von Ihrem Ei weggejagt hat und es sich auf dem Ei bequem macht.
Die Kleine würde Ihre Schwester niemals beißen oder sich dagegen wehren.
Mir würde es so leid tun Ihr das Ei wegzunehmen ist doch bestimmt nicht so leicht für so ein Tier, oder denke ich da zu Menschlich.
Gruss Birgitt
b.weigel
19. April 2006, 19:41
Lass sie doch einfach brüten bis sie aufgeben.
Ist doch schön, wenn sie sich beim brüten abwechseln, dann kann sich die eine immer ausruhen.
Irgenwann geben sie ja doch auf und dann ist ihr Bruttrieb hoffentlich wieder für eine Zeitgestillt.
Ps. Meine brüten im Futterresteeimer
Liebe Grüße
birgitt
19. April 2006, 19:49
habe ja nur Angst um die beiden Süssen
dass es Ihnen zuviel wird oder das Sie eine Legenot
bekommen.
Aber ich denke Sie wird alles gut machen ich werde Ihr genau wie vorher Ihrer Schwester die Eier lassen und Sie genau beobachten.
Aber Sie hat es echt gut gemacht war ja schließlich Ihr erster Ei,
das Ei ist um einiges Kleiner wie die Eier Ihrer Schwester.
Gruss Birgitt
Delphie
19. April 2006, 19:52
Hallo Birgitt ! Vielleicht solltest Du den Beiden jeweils einen Partner gönnen, damit ihre Sehnsucht befriedigt wird ! :zwinker:
B-Angel
19. April 2006, 19:58
kann mich Steffi nur anschließen,
für deine beiden Mädels noch jeweils einen männlichen Partner zu holen.
birgitt
19. April 2006, 20:08
Ja Delphi das würde ich gerne, aber wenn das so einfach wäre.
habe auch schon lange darüber nachgedacht, aber was ist wenn ich zwei
dazu hole und es passiert das gleiche wie mit Pünktchen.
Du kannst Dir nicht vorstellen was ich da alles probiert habe wobei ich nicht wußte das ich drei Mädchen hatte.
War mir eigentlich bis heute nicht 100% sicher das die Kleine ein Girli ist.
Das Ei war eigentlich die Bestätigung.
Man müßte Sie für ein paar Tage oder Wochen in einen Schwarm setzten so dass Sie sich den geeigneten Partner selbst aussuchen könnten, das würde ich am besten finden.
Gruss Birgitt
Delphie
19. April 2006, 20:10
Ja das wäre wohl die richtige Lösung so könnte es funktionieren ! Hast Du Dich denn schonmal nach einem Schwarm umgehört, wo Deine Beiden ne Weile unterkommen könnten ???
birgitt
19. April 2006, 20:17
Nein bis jetzt noch nicht aber ich denke das werde ich demnächst doch angehen.
die beiden sind übrigens jetzt 16 Monate alt.
Gruss Birgitt
jayleane
19. April 2006, 20:19
wenn zwei solo-Hennen bereits brüten ist das schon der schlimmste Hilferuf nach einem Sexualpartner, den sie dir zeigen können!
unverpaarte Hennen sollten auf keinen Fall Eier bebrüten, schon gar nicht bis sie aufgeben. Das schwächt unglaublich und kann ebenfalls zu einem Kreislauf führen in dem die Henne immer wieder Eier nachlegt.
@b.weigel
Und eine Brut im Futteresteeimer ist mit Sicherheit das Letzte, was man zulassen sollte. :zwinker: Entweder mit Nistkasten/Höhle oder gar nicht. Der Eimer ist oben offen, die Verteidigung bedeutet Stress pur. Hinzu kommt die Tatsache, das Hennen, die luxuriöse Kästen gewöhnt sind, nicht so schnell in einer Ecke Eier legen werden.
Ich bin immer wieder erschrocken über die Leichtsinnigkeit, mit der einige User an das Thema Brut rangehen.
Dieser Fall ist etwas komplexer, als "die Henne hat Eier gelegt". Daher standen in meinem ersten Beitrag auch nur Fragen, anstatt Ratschläge. Ohne umfassende Kenntnis der Situation können Ratschläge auch gehörig daneben gehen.
birgitt
19. April 2006, 20:57
ich glaube darauf muß ich antworten, also meine beiden kennen keine luxuriöse Kästen, ich denke so ein Kasten würde Sie viel mehr reizen
Eier zu legen.
Die Beiden haben in Ihrem Zimmer absolute Ruhe und die einzigste Person die regelmäßig diesen Raum, betritt bin ich.
Vermutlich denken Sie ich bin der Hahn, Sie vesuchen gar nicht sich zu verteidigen, wenn ich den Raum betrete im Gegenteil Sie kommen sofort
angebraust und wollen gestreichelt werden und betütelt.
Solche Tiere haben ein ganz anderes Verhalten wie Volierenvögel die im Schwarm leben. Sicherlich ist es nicht richtig aber es ist nun mal so
es hat sich einfach so ergeben weil es nur zwei sind und man Ihnen viel
Zeit verbringt und Sie damit vielleicht zu sehr vermenschlicht.
ich weiß immer genau was Sie wollen ich sehe ob Sie lächeln oder sauer oder
beleidigt sind.
Aber ich werde vesuchen für die beiden Süssen einen Partner zu finden.
Gruss Birgitt
Stefan R.
19. April 2006, 21:16
Hallo Birgit,
Du musst und darfst keine Angst haben, den beiden die Eier wegzunehmen.
Denn diese sind zum einen nicht befruchtet, zum anderen sind die Damen alleinstehend und haben keine Elternpflichten.
Wenn Du sie brüten lässt, dann schwächt sie das eher, sie sind als Single-Frauen anfälliger fürs Dauerlegen als verpaarte Hennen.
Man muss hier genau differenzieren zwischen verpaarten Hennen, die zur Partnerbindung und Auslebung ihrer Natur ab und zu Eier bebrüten sollten und Einzeltieren, die versuchen, ihren Trieb alleine auszuleben.
ich weiß immer genau was Sie wollen ich sehe ob Sie lächeln oder sauer oder
beleidigt sind.
Aber ich werde vesuchen für die beiden Süssen einen Partner zu finden.
Das sind für mich sehr vernünftige Aussagen, die zeigen, dass Dir Deine Tiere wirklich wichtig sind und nicht nur deren Zutraulichkeit und "Niedlichkeit".
Entweder mit Nistkasten/Höhle oder gar nicht.
Auch hier muss unterschieden werden. Es gibt einige Hennen, bei denen ein Nistkasten die Lage nur verschlimmert.
Ich biete meiner Henne keinen Nistkasten an, sie darf ein, zwei Mal im Jahr ein Gelege, das ausgetauscht wird bebrüten, aber dies auf dem Boden der Voliere.
Ich weiß, würde ich ihr einen Kasten geben, dann würde sie non-stop versuchen zu brüten. So habe ich es besser unter Kontrolle.
Der Nistkasten, den ich besitze, ist aus diesem Grund gleich im Keller verschwunden.
Hinzu kommt die Tatsache, das Hennen, die luxuriöse Kästen gewöhnt sind, nicht so schnell in einer Ecke Eier legen werden.
Wie gesagt, das ist zu pauschal gesagt.
Generell sollte man, wenn man die Vögel keine Jungen aufziehen lässt, ganz auf einen Nistkasten verzichten.
Die Gefahr, die Vögel zu sehr zu "reizen" ist einfach zu groß.
Und das ist dann mehr Stress als alles andere.
jayleane
19. April 2006, 21:29
selbstverständlich reizt ein Nistkasten zur Brut, ich habe ja nie gesagt, dass er ohne Grund angeboten werden soll. Erst wenn eine Henne sowieso brütet!
Offene Gelege auf dem Boden oder in einer halbgeschlossenen Ecke halte ich für den falschen Weg, egal welche konkrete Situation herrscht.
Mag sein, dass deine Henne ein offenes Gelege nach 4 Wochen aufgibt, mag aber auch sein, dass sie in der Zeit wahnsinnig viel Stress erleiden muss. (Überlegt doch einfach mal, wie aufwendig es ist eine Ecke zu verteidigen im Vergleich zu einem geschlossenen Kasten.) Und dass sie, bekommt sie einmalig einen Nistkasten, beim nächsten Mal vielleicht schon nach drei ersatzlos entfernten Eiern aufgibt. Mit Kasten wird die Henne auch nicht nach 4 Wochen aufgeben, den muss man dann entfernen. Von meinen drei erwachsenen Damen, ist übrigens nur eine seit Anfang des Jahres brutig. Sie legt aber keine Eier, obwohl sie dunkle Ecken sucht. Die andern beiden Hennen zeigen keinerlei Brutinteresse. Wenn es zu arg wird, muss ich meine Kira einmal im Sommer brüten lassen, mehr aber nicht.
Fazit: mit Kasten habe ich die Brüterei meist sogar besser unter Kontrolle.
Es gibt keine Pauschallösung, da gebe ich Stefan völlig Recht. Sinnloses Brüten ohne Hahn ist aber auf jeden Fall gefährlich und unsinnig.
Wenn deine Hennen dich als Hahn ansehen, haben sie eine tiefgehende Verhaltensstörung, die du unbedingt versuchen solltest zu mindern.
birgitt
19. April 2006, 21:46
ich muß außerdem dazu sagen das die beiden Handaufzuchten sind.
Als meine zwei Nymphi´s die ich 24 Jahre hatte, gestorben sind, innerhalb von 6 Monaten und beide in meinen Händen kann man sich wohl vorstellen das etwas fehlte.
Ich ging sofort einen Tag später zu einem Züchter und da sah ich die beiden
noch Federlos, hilflos da konnte ich nicht anders.
ich bin jeden Tag dahingegangen und habe Sie, da waren Sie erst 6 Wochen alt schon mitnehmen können.
Ich hatte zu dem damaligen Zeitpunkt keine Ahnung von Handaufzuchten
und würde solche auch niemals mehr käuflich erwerben.
Darum ist es auch so schwierig Sie von mir abzunabeln, sobald ich das Zimmer betrete sind Sie auf meinem Körper wenn Sie mich Husten hören ist der Teufel los, anfangs als ich Sie hatte betand Ihr Leben nur aus dem Erwarten
wann kommt Sie den endlich.
Jetzt in den letzten 3 Monaten klappt es besser Sie beschäftigen sich
jetzt so langsam alleine, auch wenn ich im Raum bin.
Die Aufklärung über Handaufzuchten ist noch viel zu gering als privater
Vogelhalter erfährt man dieses meistens erst durchs Internet,
aber so viele Leute haben auch heut zu Tage noch keinen Internetanschluß.
Gruss Birgitt
jayleane
19. April 2006, 21:51
Ohje, Handaufzuchten können da noch problematischer werden. Die Probleme fangen ja schon so langsam an und glaub mir - sie werden nicht besser.
Ich würde sagen, du brauchst zwei erwachsene Hähne, wobei selber aussuchen lassen natürlich das Beste wäre. Aber kaum ein Züchter bietet dazu die Möglichkeit. Hast du denn mal in deinem Umkreis geguckt?
Die Hähne sollten dann natürlich keine Handaufzuchten sein, aber auch nicht extrem scheu und panisch. Denn das würde eine Verpaarung doch etwas erschweren, fürchte ich. du kannst auch unter den Abgabetieren schauen, da findet man häufig Tiere, die an den Menschen gewöhnt sind.
birgitt
19. April 2006, 22:06
ja ich werde es probieren mir tun die beiden ja auch leid.
ich glaube hier im Umkreis sind mehrere nette Leute die mir dabei helfen
könnten.
So erst mal vielen Dank
an Euch allen
Gruss Birgitt
jayleane
19. April 2006, 22:09
was machst du jetzt mit den Eiern, die gerade gelegt werden?
Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche!
birgitt
19. April 2006, 22:15
Die beiden sitzen jetzt ganz eng beieinander auf Ihrem Schaukelchen
und Schlafen habe das Licht ausgemacht nur eine Notbeleuchtung
das Ei haben Sie ganz in die Ecke des Käfig geschoben.
Ich warte jetzt erst mal bis Morgen früh und dann entscheide ich ob ich es
Ihnen wegnehme.
Gruss Birgitt
birgitt
19. April 2006, 22:26
Das sind die Beiden
sind sie nicht Süss?
jayleane
19. April 2006, 22:47
Du hast wirklich zwei zuckersüße Hennen. :jaaa:
Wenn sie das Ei nachts nicht beachten, sei doch froh! Nimm das Ei weg, bevor sie weiter auf dumme Gedanken gebracht werden. Nymphensittiche sind instinktgesteuert, eine Ei ist ein enormer Reiz. Ich hatte mal einen Junghahn, keine drei Monate alt. Der hat sich auf ein Plasteei gestürzt und versucht sich unter den Bauch zu schieben.
Jegliche neue Eier müssen ebenfalls entfernt werden. Du tust weder dir noch den Vögeln einen Gefallen, wenn du es hinaus zögerst.
Sittichmama
20. April 2006, 07:11
Hallo Birgit,
Du kommst ja aus Velbert, dort gibt es eine Vogelhilfe, die auch meistens nymphies haben. Vielleicht kannst Du die beiden ja dorthin geben zur Verpaarung, bei Papageien machen die das auf jeden Fall. Warum dann nicht bei Nymphen?
Wenn Du magst, melde Dich, dann besorg ich Dir die Adresse.
birgitt
20. April 2006, 13:56
Hallo Claudia,
habe die Adresse schon gefunden,
werde in den nächsten Tagen mal vorbeifahren ist ca. 5 km von hier.
http://www.tiere-in-not-langenberg.de/
Gruss und Danke
birgitt
birgitt
22. April 2006, 11:32
Hallo,
obwohl ich Ihr das Ei weggenommen habe weil Sie es nicht beachtet hat
hat Sie gerade wieder ein Ei gelegt.
Diesmal nicht im Käfig sondern im Zimmer in einer Ecke.
Gruss Birgitt
jayleane
22. April 2006, 11:47
ja, das war zu erwarten. Die Henne kann ihre Hormone ja nicht plötzlich runterschrauben. Sie kann sich nicht selber sagen "ich hör jetzt auf".
drei Eier wird sie mindestens legen, bis sie aufhört.
Stefan R.
22. April 2006, 12:07
Hallo Birgit,
Nymphen brüten normalerweise erst ab dem zweiten Ei fest und legen so zwischen 3 und 5 Eiern insgesamt.
Wichtig ist jetzt auch, dass Du ihnen nur "Brot und Wasser" bietest, also Körnerfutter, Wasser und sonst nur das nötigste wie ein wenig Obst und Gemüse.
Zu energiereiches Futter führt ebenfalls dazu, dass die Vögel brutig werden. Hintergrund ist der natürliche Drang der Vögel, in Zeiten von ausreichend Futter möglichst viele Jungen großzuziehen. Man weiß ja nie, wann die nächste Dürre kommt.
Das kommt neben der mangelnden Möglichkeit, in der Frauen-WG ihren Trieb auszuleben, erschwerend hinzu.
jayleane
22. April 2006, 12:17
@birgitt
Zu energiereiches Futter führt ebenfalls dazu, dass die Vögel brutig werden. Hintergrund ist der natürliche Drang der Vögel, in Zeiten von ausreichend Futter möglichst viele Jungen großzuziehen. Man weiß ja nie, wann die nächste Dürre kommt.
Das kommt neben der mangelnden Möglichkeit, in der Frauen-WG ihren Trieb auszuleben, erschwerend hinzu.
Es gibt dazu sehr unterschiedliche Meinungen. Ich werde dir auch meine Sichtweise ganz kurz erklären.
Auf jede Dürrezeit folgt früher oder später eine nahrhafte Zeit, in der mehr Futter da ist und Bruten groß gezogen werden. Daher ist Diät nur beim Züchter sinnvoll, der auf's Jahr gesehen eine Kükenaufzucht vorbereiten will. Beim privaten Halter, der ja die Brut verhindern will hilft sie wenn überhaupt nur kurzfristig. Sowie du wieder auf normales Futterangebot umstellst, werden die Tiere umso mehr angespornt sein.
Ganzjährig das gleiche Futterangebot halte ich deshalb eher für ratsam. Jegliche Schwankungen sind wesentlich brutfördernder.
Stefan R.
22. April 2006, 18:04
Zum Thema Ernährung: Wer nicht züchten will, sollte generell auf Futter wie Keim-, Quell- oder Eifutter verzichten.
Ich gebe meinen Vögeln ein Angebot aus Körnerfutter, Obst, Gemüse und Grünzeug und verzichte gänzlich auf o.g. Dinge.
Ich mache es also keineswegs so, dass ich den Vögeln abwechselnd "fette" und magere Kost anbiete. Das würde ich auch gar nicht empfehlen.
Um die Henne herunterzubringen von dem Bruttrieb, ist es aber erstmal unbedingt wichtig, ihr nur "karge" Kost anzubieten.
Danach muss man sehen, ob es für die Vögel nicht besser wäre, die Ernährung langfristig umzustellen. Das muss nämlich in die Überlegungen zu diesem Fall neben den männlichen Partnern, die her müssen, auch einbezogen werden. Denn gegengeschlechtliche Partner allein lösen das Problem nicht, wenn die Vögel keine Jungen großziehen dürfen.
Insgesamt ist es natürlich nicht ausreichend, die Vögel alleine durch die Ernährung "ruhig" zu halten. Einen natürlichen und lebenswichtigen Trieb kann man nicht ausschalten, da sind wir uns hoffentlich einig.
Aber ohne Zuchtgenehmigung und die Möglichkeit, den Vögeln eine Brut zu ermöglichen, sollte der Bruttrieb in "geordnete Bahnen" gelenkt werden, sonst kann es wirklich sein, dass die Vögel zu Dauerlegern werden.
Meine Vögel dürfen wie gesagt ein, zwei Mal im Jahr ein Gelege bebrüten, bei dem die Eier ausgetauscht werden. Somit bekommen die Tiere zumindest in eingeschränktem Maß.
jayleane
23. April 2006, 09:32
Zum Thema Ernährung: Wer nicht züchten will, sollte generell auf Futter wie Keim-, Quell- oder Eifutter verzichten.
Ich gebe meinen Vögeln ein Angebot aus Körnerfutter, Obst, Gemüse und Grünzeug und verzichte gänzlich auf o.g. Dinge.
Warum hälst du Keimfutter für falsch? Du gibst doch auch Grünzeug, das enthält genauso Vitamine. Das hört sich nach einer willkürlichen Einteilung an, Obst, Gemüse und Grünzeug gehören keinesfalls zu karger Kost. So gesehen machst du gar keine Diät.
Ich mache es also keineswegs so, dass ich den Vögeln abwechselnd "fette" und magere Kost anbiete. Das würde ich auch gar nicht empfehlen.
dann sind wir uns ja einig. :zustimm: Es ist nur die Frage, ob man das Diät nennen sollte. Ich gebe meinen Tieren ebenfalls ganzjährig das Gleiche, aber halt auch Keim- und Kochfutter. Natürlich nicht in Massen.
Eine Dürreperiode in Australien dürfte zu wenig Futter bedeuten, ist genug Futter vorhanden sprrechen wir IMMER von eine Brutzeit. Willst du eine Dürrezeit, wie in Australien simulieren, müsstest du die Tiere unterernähren...
Um die Henne herunterzubringen von dem Bruttrieb, ist es aber erstmal unbedingt wichtig, ihr nur "karge" Kost anzubieten.
Danach muss man sehen, ob es für die Vögel nicht besser wäre, die Ernährung langfristig umzustellen.
Aber dann ist es ja doch eine Schwankung! Wenn du jetzt eine Radikal-Diät machst, verschiebst du das Problem nur.
Insgesamt ist es natürlich nicht ausreichend, die Vögel alleine durch die Ernährung "ruhig" zu halten. Einen natürlichen und lebenswichtigen Trieb kann man nicht ausschalten, da sind wir uns hoffentlich einig.
Aber ohne Zuchtgenehmigung und die Möglichkeit, den Vögeln eine Brut zu ermöglichen, sollte der Bruttrieb in "geordnete Bahnen" gelenkt werden, sonst kann es wirklich sein, dass die Vögel zu Dauerlegern werden.
Da stimme ich dir zu. Diese geordneten Bahnen bestimme ich mittels Kästen, die erst angeboten werden, wenn es gar nicht mehr geht. Ohne Kasten gibt es bei mir auch keine Eier. Meine Tiere sind also in gewisser Weise lenkbar.
Meine Vögel dürfen wie gesagt ein, zwei Mal im Jahr ein Gelege bebrüten, bei dem die Eier ausgetauscht werden. Somit bekommen die Tiere zumindest in eingeschränktem Maß.
Wenn du sie trotzdem jährlich brüten lassen musst, hat deine Diät doch rein gar nix gebracht. Meine Vögel brüten auch nicht häufiger. Bei mir funktionierts jetzt ein Jahr lang gut, davor hab ich auch auf diese Ratschläge gehört und hatte nur Ärger. Jetzt gibt es wie gesagt immer ein gleiches ausgewogenes Futterangebot, im Sommer mehr Grünes und im Winter statt dessen Keimfutter. Ob es langfristig funktioniert werden wir in zwei Jahren wissen. Bei sehr brutigen Hennen ist halt nur die Konditionierung auf den Kasten nötig, damit sie nicht in Käfigecken Eier legen. Aber das würde ich nur machen, wenn die Henne nicht aufhört Eier (ohne Kasten) nachzulegen.
Federmaus macht es ja auch so, dass keine Kästen mehr angeboten werden, nachdem sie vor zwei(?) Jahren mal Plastebruten im Kasten hatte. Ihre Tiere sind also auf die Kästen konditioniert worden, und jetzt ebenfalls gut lenkbar.
Ich denke, man sollte nicht ständig von "Diät" plappern, das vermittelt einen völlig falschen Eindruck. Auf der anderen Seite empfehlen wir -solange nicht von Brut die Rede ist- immer abwechslungsreiche Kost. Tauchen die ersten Probleme auf kommt immer der Ratschlag Diät. Eine Schwankung im Futterangebot ist dann die Folge, und schon haben wir wunderbar den natürlichen Rythmus in Australien simuliert. Zwei Monate später ist die Henne dann noch mehr angespornt.
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