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Vollständige Version anzeigen : Brutmaschine Temperatur....



Balazs
09. Mai 2006, 10:52
Hallo!

Ich habe mir eine Brutmaschine(Bruja 3000 mit vollautomatischer Wendung) gekauft,um damit die Eier von meinen Fasanen auszubrüten.


Meine Frage bezieht sich auf die Temperatur und Luftfeuchtigkeit: In der Anleitung der Maschine steht 38,3-38,9°Grad und 60% Feuchte.Im Internet habe ich jetzt aber des öfteren schon 37,8-38°Grad und 45% gelesen,was ja bei der Temperatur fast ein ganzes Grad Unterschied bedeuten würde.
Auf was soll ich jetzt die Maschine einstellen?


Gruß

Balazs

aday
09. Mai 2006, 10:58
Ich habe mir eine Brutmaschine(Bruja 3000 mit vollautomatischer Wendung) gekauft,um damit die Eier von meinen Fasanen auszubrüten.
Der Thermoplast war schon ein Fehler für Fasane, meiner Meinung nach.


Meine Frage bezieht sich auf die Temperatur und Luftfeuchtigkeit: In der Anleitung der Maschine steht 38,3-38,9°Grad und 60% Feuchte.Im Internet habe ich jetzt aber des öfteren schon 37,8-38°Grad und 45% gelesen,was ja bei der Temperatur fast ein ganzes Grad Unterschied bedeuten würde.
Auf was soll ich jetzt die Maschine einstellen?
Da dieser Brüter keinen Ventilator hat, mußt du nach der Höheren Temperatur an der Eioberkante gehen. Warme Luft oben, kältere unten. Sollte dann im Mittel die Temperatur sein, die der Motorbrüter gleichmäßig an dem gesamten Ei erreicht.

45% Luftfeuchtigkeit bei Fasane ist 100% zu wenig.

Balazs
09. Mai 2006, 11:08
was ist an den Thermoplast-Dingern so schlecht,habe bis jetzt eigentlich sehr viel positives gehört,auch im Bezug auf Fasane ausbrüten...!?

Hoki
09. Mai 2006, 14:03
[---]
45% Luftfeuchtigkeit bei Fasane ist 100% zu wenig.


Hi Aday,
verstehe ich Dich richtig und Du hast 90% Luftfeuchtigkeit?
Gruss Hoki

Hi Balazs,
ich würde die Temperatur etwas zurücknehmen ,auf gar keinen Fall so hoch wie der Hersteller empfiehlt.
Gruss Hoki

Kentara
09. Mai 2006, 21:58
Meine Frage bezieht sich auf die Temperatur und Luftfeuchtigkeit: In der Anleitung der Maschine steht 38,3-38,9°Grad und 60% Feuchte.Im Internet habe ich jetzt aber des öfteren schon 37,8-38°Grad und 45% gelesen,was ja bei der Temperatur fast ein ganzes Grad Unterschied bedeuten würde.
Auf was soll ich jetzt die Maschine einstellen?

Da ich auch Fasaneneier ausbrüte und schon oft ausgebrütet habe, hier meine Daten. Habe einen Flächenbrüter, Temperatur an der Eioberfläche 37,5°, Luftfeuchte 60%, in den letzten drei Tagen vor dem Schlupf auf 90 % erhöhen. Fasane sind empfindlich, auf keinen Fall ab einem Tag vor dem Schlupf die Maschine öffnen.
Über 37,8° wird das nichts, lieber niedriger als höhere Temperaturen.

lg

Kentara

aday
10. Mai 2006, 07:29
Meine Frage bezieht sich auf die Temperatur und Luftfeuchtigkeit: In der Anleitung der Maschine steht 38,3-38,9°Grad und 60% Feuchte.Im Internet habe ich jetzt aber des öfteren schon 37,8-38°Grad und 45% gelesen,was ja bei der Temperatur fast ein ganzes Grad Unterschied bedeuten würde.
Auf was soll ich jetzt die Maschine einstellen?
...
Über 37,8° wird das nichts, lieber niedriger als höhere Temperaturen.

Das kleine 1x1 der Brüterei!
Es gibt Motorbrüter (mit Ventilator), die eine gleichmäßige Bruttemperatur im Brutraum erzeugen und es gibt Flächenbrüter, die können es nicht (oben Wärmer als unten).
Die Durchschnittstemperatur solte bei ca. 37,6 - 37,8 liegen und zum Schlupf noch einmal 0,3 Grad weniger.
Beim Motorbrüter gar kein Problem, beim Flächenbrüter mißt man halt die Temperatur an der oberkante der Eier, da es oft etwas schwierig ist, das Thermometer mittel rein zu bekommen und es einfacher ist, es auf die Eier zu legen. Der Hersteller gibt also für die Flächenbrüter die Temperatur die erreicht werden soll an für das aufgelegte Termometer.

Luftfeuchtigkeit: Während der Brut ca. 60%, am Schlupftag erhöhen auf ca. 90%. Mit 45% kommst du nicht weit. Es werden ebenso hier Brutfehler auftreten, wie auch wenn du mit der Temperatur fehler machst. Etwas geringere Temperatur ist aber weniger schlimm wie zu hohe!!!!!

Habe noch vor ca. 10Jahren mit Thermoplasten Fasane gebrütet. Zum Schluß habe ich diese lediglich als Schlupfbrüter verwendet und dann hatte ich irgendwann die Schnauze voll und habe sie entsorgt (3 Stück). Meiner Meinung nach taugen die Dinger nichts. Das Schlupfergebnis liegt wesendlich geringer als bei einem ordentlichen Motorbrüter und man hat bei einem Motorbrüter in der Regel auch weniger Brutschäden.

Hoki
10. Mai 2006, 11:51
Hi,
so unterschiedlich können die Meinungen sein....
Habe grade einen Artikel über Kunstbrut gelesen . Derjenige brütet alle Fasaneneier bei37,0-37,2° und hat konstant 45% Luftfeuchtigkeit in der
Brutmaschine.Er schreibt weiter ,daß er so die besten Ergebnisse hat.
Gruss Hoki

Balazs
10. Mai 2006, 14:54
Hallo!
Wie seht Ihr das mit dem Kühlen der Eier.In der Anleitung steht ab dem 3 Tag 2 mal täglich 20 Minuten....

Kentara
10. Mai 2006, 22:47
Hallo!
Wie seht Ihr das mit dem Kühlen der Eier.In der Anleitung steht ab dem 3 Tag 2 mal täglich 20 Minuten....

Bei Fasanen mache ich persönlich keine Kühlzeit und 20 Min. sind allemal zu lang. Bei Gänseeiern ist das so, da sind 20 Min. pro Tag angesagt. Da ein Fasanenei aber nur ca ein zehntel vom Gänseei hat würde es viel zu sehr auskühlen. Bei uns schlüpft morgen früh ein Fasan....ohne Kühlen! Denke, jeder muß auch mit seinem Brüter seine Erfahrungen machen und erst mal ausprobieren.

lg
Kentara

aday
11. Mai 2006, 08:45
Habe grade einen Artikel über Kunstbrut gelesen . Derjenige brütet alle Fasaneneier bei37,0-37,2° und hat konstant 45% Luftfeuchtigkeit in der
Brutmaschine.Er schreibt weiter ,daß er so die besten Ergebnisse hat.??? Da würde ich mal das Thermometer und den Hygrometer testen. Es ist sicherlich richtig, das man auch mit gutem Ergebnis mit niedrigeren Temperaturen Brüten kann. Aber das ist sicherlich nicht bei um die 37,0Grad sondern eher um die 37,5Grad. Die Feuchtigkeit von 45% ist für einen Bodenbrüter der direkt auf der immer etwas feuchteren Erde Brütet mit sicherheit zu niedrig.
Es gibt hierzu sogar Untersuchungen und man kann das nachlesen in dem Buch "Landwirtschaftliche Fasanenhaltung" von Dr. M. Gauly.

aday
11. Mai 2006, 08:50
Bei Fasanen mache ich persönlich keine Kühlzeit und 20 Min. sind allemal zu lang. Bei Gänseeiern ist das so, da sind 20 Min. pro Tag angesagt. Da ein Fasanenei aber nur ca ein zehntel vom Gänseei hat würde es viel zu sehr auskühlen. Bei uns schlüpft morgen früh ein Fasan....ohne Kühlen! Denke, jeder muß auch mit seinem Brüter seine Erfahrungen machen und erst mal ausprobieren.Kühlen ist bei der Brut von Fasaneneiern äusserst wichtig. Das Kühlen hat den besonders positiven effekt, das der Sauerstoffaustausch im Ei geförfert wird. Fasaneneier können bei normaler Aussentemperatur im Notfall schon mal 12Stunden und mehr nicht bebrütete werden und trotzdem schlüpfen die Küken, wenn man die Eier dann wieder in den Brutapperat legt. Kritisch ist es allerdings während der ersten und der letzten drei Tage der Brut.
Ich selbe kühle automatisch ab dem dritten Tag bis zum 21sten Tag 2x 1Stunde. Wenn man die Eier aus dem Brutapperat nimmt, sollten es weningstens 2x 30 Minuten sein.

Hoki
11. Mai 2006, 11:03
Hi,
45% Luftfeuchtigkeit erscheint sehr wenig, habe selber auch immer mehr gehabt.Er hat es vor 20 Jahren getestet und ist scheinbar mit dieser Einstellung zu den besten Ergebnissen gekommen.
Habe noch ein altes Heft von Hans Behnke ,Aufzucht und Aussetzen von
Fasanen und Rebhühnern , da wird eine sehr hohe Luftfeuchtikeit empfohlen
85%während der ersten 4 Tage, danach 81% und während des Schlupfes 90%
Wobei mir das als viel zu hoch erscheint.
Gruss Hoki

Balazs
11. Mai 2006, 11:14
Hallo!
Habe jetzt beim Probelauf ein Problem mit der Luftfeuchtigkeit: In der Anleitung steht ja, dass man für 60% die Wasserrinnen 1 und 2 befüllen soll.allerdings sind ja auf der linken und rechten Seite Wasserrinnen mit 1 und 2 Aufdruck.Heißt das,dass ich sie auf beiden Seiten befüllen muss,also insgesamt 4 Rinnen?das habe ich nämlich gemacht und habe nach einer halben Stunde laut Hygrometer 90%!?Pendelt sich das wieder ein oder muss ich doch nur 2 Rinnen befüllen.Das Hygrometer müsste in Ordnung sein,habe gestern diesen Test mit dem feuchten Tuch gemacht.

Danke und Gruß

Balazs

Balazs
11. Mai 2006, 12:28
sorry war wohl ein bisschen zu voreilig,die Temperatur hat sich jetzt auf 38° Grad eingependelt und die Feuchtigkeit ist auf ca. 50% zurückgegangen.Das wäre ja dann 10% zu wenig.soll ich da noch vielleicht eine von den dritten Rillen füllen,wenn sie in ein paar Stunden nicht bei 60% ist oder einfach alles so lassen wie es ist?

Danke und viele Grüße

Balazs

Hoki
11. Mai 2006, 12:51
Hi,
ich würde mit der Temperatur noch etwas runter gehen.
Wie lange läuft die Brutmaschine schon?
Luftfeuchtigkeit würde ich erstmal so lassen bis es etwas konstanter wird.
Gruss Hoki

Balazs
11. Mai 2006, 13:11
Auf wieviel Grad meinst Du?In der Anleitung steht ja eigentlich 38,3-38,9°Grad(101-102 F).wieviel % Luftfeuchte sollte mindestens sein?

Balazs
11. Mai 2006, 13:43
ach ja läuft jetzt seit 3 Stunden und die Feuchtigkeit bleibt bei ziemlich genau 38° bei konstanten 52%....

aday
11. Mai 2006, 13:44
Auf wieviel Grad meinst Du?In der Anleitung steht ja eigentlich 38,3-38,9°Grad(101-102 F).wieviel % Luftfeuchte sollte mindestens sein?
Bleib bitte bei der Temperaturangabe des Herstellers von dem Thermoplasten, ansonsten geht es total schief.
Wegen der Luftfeuchtigkeit würde ich mir erst einmal weniger gedanken machen, bei den dingern ändert sich das je nach Wetterlage schon einmal. Du hast aber auch noch die möglichkeit die Eier beim kühlen mit Wasser zu besprühen, um die 60% in etwa hinzubekommen.
Die Dinger sind nicht leicht zu bedinnen und unwahrscheinlich ANfällig im Bezug auf das Klima im Aufstellungsort.
Motorbrüter wäre besser gewesen und das nachrüsten mit Ventilator bringt meist auch nicht viel. Die Dinger sind halt auf billig ausgelegt und da muß man schon einmal die Nachteile in Kauf nehmen.

Balazs
11. Mai 2006, 16:39
so,langsam sieht es ganz gut aus,die Temperatur leibt konstant und die Feuchte hat sich auch bei so 55% eingependelt.passt also soweit.
Eine Frage hätte ich noch zu den Bruteiern.ich habe selber 14 Stück und habe mir noch 10 Stück bestellt die morgen kommen werden/sollten.jetzt habe ich aber gelesen,dass man nach der Lieferung, einen Tag warten sollte bis man sie zum bebrüten gibt.warum ist das so und ist das auf jeden Fall erforderlich?ich würde nämlich meine 14 schon gerne morgen reinmachen,dass sie nicht noch älter werden...dann hätte ich doch aber am ende der Brut das Problem,dass ich 3 Tage vorm schupf die Feuchte auf 90% erhöhen muss,aber bei den 10 Geschickten müsste sie ja einen Tag lang noch bei 60% liegen....

Hoki
11. Mai 2006, 17:28
Hi Balazs,
der Grund ist ,daß die Eier durch den Transport etwas durchgeschüttelt sein können. Aus diesem Grund lässt man sie noch etwas ruhen. Ist wie mit Wein ,
gleich nach dem Transport trinken , kannst Du vergessen.
Auch ist es einfacher die Küken zusammen aufzuziehen wenn sie alle aus einem Schlupf sind . Also noch etwas Geduld , der eine Tag bringst nun auch nicht mehr.
Achso ,was für Fasane hast Du denn?
Gruss Hoki

Balazs
11. Mai 2006, 17:44
Hi!
habe kanadische Jagdfasane!Gut,dann mache ich die Eier vielleicht doch erst Samstag rein.Das Problem ist halt,dass ich ja nur ein Pärchen hab,heißt also,dass das älteste Ei schon 15 Tage alt ist....
Normal hätten die Eier schon heute da sein sollen.Sie wurden am Mittwoch abgeschickt,leider erst am Mittag.Die liegen jetzt bestimmt nur noch ein paar Kilometer von mir weg,müssten ja morgen so um 11 Uhr ankommen...

Balazs
12. Mai 2006, 20:39
Hallo!
Die Eier sind doch gestern gekommen,meine Mutter hatte sie entgegengenommen.....

Habe dann heute Mittag(16Uhr) nach einem Tag Probelauf die Eier in die Maschine gesetzt.Die Bruttemperatur ist jetzt auch konstant bei 38° nur die Feuchte will nicht höher wie 50%(beim Probelauf waren es konstant 57%)Liegt das an den Eieren,dass die Feuchte niedriger geworden ist oder steigt die noch??Wenn sie nicht nicht steigen sollte,soll ich dann noch vielleicht eine Rinne zusätzlich befüllen oder lieber der Brutanweisung folgen und den Hygrometer "vernachlässigen"?
gruß
Balazs

Hoki
12. Mai 2006, 20:58
Hi Balasz,
hast Du die Rinnen noch mal etwas nachgefüllt ,seit dem Start?
Die Luftfeuchtigkeit konstant zu Halten ist eh etwas schwierig,würde aber jetzt wo die Eier eingelegt sind nicht zu oft den Brüter öffnen, evtl . verändert sich die Luftfeuchtigkeit noch in den nächsten Stunden.
Gruss Hoki

Balazs
12. Mai 2006, 21:16
Hi!
Nee hab nichts nachgefüllt:Kunsteier raus => richtige Eier rein...

Gruß

Balazs

Balazs
17. Mai 2006, 18:43
Hallo!
Ich glaub jetzt funktioniert alles ganz gut:Seit drei Tagen zeigt der Thermometer konstant den selben Wert an und die Feuchte ist mit 57% auch ziemlich dass,was in der Anleitung steht.

Eine Frage hätte ich noch:ist das normal und nicht schädlich,dass der Apparat über eine Stunde braucht, bis er nach dem Kühlen wieder die 38° Grad hat?

Danke und Gruß

Balazs

Balazs
17. Mai 2006, 19:19
muss mich sogar korrigieren,nach 2 Stunden ist die Temperatur erst bei knapp über 37° auf der Eioberkante....!

Hoki
17. Mai 2006, 19:25
Nö, das ist normal , es braucht eben etwas Zeit bis die Einstellungen wieder da sind , wo man sie haben möchte. Ist in der Natur auch nicht anders.
Gruss Hoki

Balazs
26. Mai 2006, 14:36
so, seit einer woche arbeit das gerät sehr konstant:)

eine Frage hätte ich noch zu den letzten drei Tagen der Brut:in der Anleitung steht ja,dass man ab dem 22 Tag die Eier von den Rollen auf den Rost legen soll und die letzten zwei Rillen(also insgesamt 6) noch mit Wasser befüllen soll und die Maschine nicht mehr öffnen.

Soweit so gut,aber komm ich mit den 2 zusätzlichen Rillen auf diese 90% wenn ich bei 4 Rillen immer so bei 60% war?ich soll ja theortisch das Gerät nicht mehr öffnen,also auch nicht wenn die Feuchte mit den 6 Rillen nur bei 80% wäre!?

Meine Letzte Frage wäre noch,ob das auch richtig ist,dass die ganzen letzen drei tage die Feuchte so hoch sein soll?Ertrinken doe Vögel da nicht?

Gruß

Balazs