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Der_Zauberzopf
17. September 2000, 23:31
Ich habe seit ca. 2 Monaten 1 Schwärzköpfchenpärchen. Wenn ich die beiden aus dem Käfig lasse bekomme ich sie erst nach STUNDEN (mit List und Tücke) wieder hinein. Außerdem sind sie unwarscheinlich schei, ich kann anstellen was ich will und sie werden immer nervös und fliegen weg wenn ich in ihre Nähe komme. Wenn jemand einen guten Tip für mich hat währe ich sehr dankbar. E-Mail: yvonne.linke@addcom.de

Rüdiger
18. September 2000, 00:08
Moin moin!

Ich habe (nicht nur mit Agas) die Erfahrung gemacht, das die Vögel leichter und lieber wieder in ihren Käfig gehen, wenn die Käfigtür möglichst groß ist - am besten so, das sie direkt hineinfliegen können. bei solchen Türen ist es meist auch kein großes Problem, sie "hineinzuscheuchen". Es gibt einige Berichte, nach denen Agas recht leicht zu konditionieren sind: nach mehrmaligen Einfangen reicht dann bereits bei diesen Tieren der Anblick des keschers aus, damit sie in den Käfig hineinfliegen.
Ansonsten ist der Tip mit dem Leckerli in Käfigtürnähe sehr gut.

Hinsichtlich der Scheu der Scwharzköpfchen:
eigentlich sind es auch Vögel, die recht leicht ihre Scheu vor den Menschen verlieren.
Wichtig ist, sich ihnen langsam zu nähern und ihre "Fluchtdistanz" herauszufinden. Wenn man merkt, das sie auffliegen wollen (d.h. die Fluchtdistanz fast erreicht ist), erstmal stehenbleiben. Das sollte man jeden Tag mehrmals wiederholen. Mit der Zeit wird die Flichtdistanz bei den Agas abnehmen, man kann sich ihnen immer weiter nähern.
Das gleiche Verfahren gilt übrigens auch, wenn sie sich im Käfig befinden: außer natürlich zu den unerläßlichen Reinigungs- und Versorgungstätigkeiten sollte man sich
dem Käfig immer nur soweit nähern, das die Vögel nicht nervös werden.
Ansonsten hilft häufige Anwesenheit im Raum
und dabei ruhig mit den Geiern sprechen.
Schau mal in die anderen Beiträge hier in diesem Forum, da steht noch einiges zu dem Thema drin!
Viel Erfolg!



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Tschüss Rüdiger

Jackson
18. September 2000, 00:12
Hi!

Ich habe (leider) ähnliche Erfahrungen gemacht...

Ich habe ein Rosenköpfchen Pärchen, und diese sind auch recht scheu. Wenn ich sie rauslasse, setzen sie sich auf den Deckenfluter oder auf die Bambusjalousie und bleiben dort stundenlang.

Licht ausschalten und ähnliches hat bei mir auch keinen Erfolg gebracht.
Ich habe den Eindruck, dass die Aga's Probleme damit haben, den Eingang des Käfigs wieder zu finden:
Kleiner Tipp: Eine Kolbenhirse in die Käfigtüre legen (so etwa zur Hälfte rein...) das hilft bei meinen. Dann gehen die Jungs freiwillig zurück...

Good Luck,
Jackson.

Svava
18. September 2000, 08:28
Hallo Yvonne,

wie oft dürfen die beiden raus zum fliegen ?
Wie gross ist der Käfig für die beiden ?
Wie fängst Du sie wieder ein ?

Schwarzköpfchen brauchen wie alle Vögel _täglich_ ihre Flugstunden.
Normalerweise gehen sie zum Abend wieder freiwillig hinein, wenn sie
keine Angst haben müssen, die nächsten Tage nicht mehr herauszukommen.
Damit die beiden ausreichend Platz haben, sollte der Käfig mind. 1,2 x 1
x 0,6 m (B/H/T) gross sein.
Zum Einfangen solltest Du Dir einen Vogelkescher kaufen, falls Du keinen
hast. Damit kannst Du sie nicht verletzen und es geht deutlich
schneller. Normalerweise genüg es, die beiden Abends damit einzufangen.
Das machst Du eine Woche und wenn sie dann den Kescher sehen, gehen sie
meist alleine wieder zurück in den Käfig. Aber das funktioniert nur
dann, wenn sie wissen, morgen können sie wieder raus.

Grüsse
Susanne

Der_Zauberzopf
18. September 2000, 16:40
Danke, an alle die mir bei der Lösung meines Problems helfen möchten, der Käfig meiner 2 Schwarzköpfchen ist ca. so groß wie von Svava beschrieben. Da ich nach dem 2. mal als ich die beiden aus dem Käfig ließ die halbe Nacht brauchte, bis ich sie wieder drin hatte, habe ich sie ein paar Tage nicht herausgelassen. Der Tip mit der Kolbenhirse ist echt gut, aber ich habe es schon mit Mais, und ihren lieblingskörnern probiert -leider fehlgeschlagen-. Ich werde jetzt also mal die variante mit dem Kescher probieren.

Der_Zauberzopf
18. September 2000, 16:46
Wie unterscheide ich Männchen und Weibchen?

Alexandra
18. September 2000, 16:47
Hallo!
Das muß übrigens kein Kescher sein, bei dessen Anblick die Agas wieder reingehen. bei ist es ein ausgediente Reitgerte, bei Freunden die bloße hochgehobene hand. Wieder andere bimmeln an einer Glocke, die im Käfig hängt.....
Wenn die Vögel das mal gelernt haben, gehen sie übrigens genau dann rein, wann man will, egal ob nach 24 oder nur nach 1 h Freiflug. Nur als Anmerkung; das heißt jetzt nicht, man soll sie nur ne Stunde rauslassen :-)
Alexandra

Der_Zauberzopf
18. September 2000, 23:20
Hey,
Ich hatte heute ein Erfolgserlebnis, meine beiden sind heute ganz von alleine wieder in den Käfig zurück. Wieso weiß ich selber nicht, aber ich habe mich riesig gefreut. Vielleicht brauche ich ja dann doch keinen Kescher. Aber erst mal schauen, wie es morgen wird.

Bis dann, Der_Zauberzopf.

Rüdiger
19. September 2000, 00:24
Moin Zauberzopf!

bei der Unterscheidung der Geschlechter will ich Dir nicht viel Hoffnung machen: Schwarzköpfchen gehören zu jenen Agapornidenarten, bei denen es keine äußeren Geschlechtsmerkmale gibt. Mit einiger Erfahrung kann man allerdings nach dem Verhalten das geschelcht bestimmen, obwohl es slebst dabei zu Überraschungen kommen kann.
Einige Züchter wollen das Geschlecht auch anhand der unterschiedlichen Beckenbreite
unterscheiden können (durch Tasten, Weibchen sollen angeblich auch breitbeiniger sitzen).
Ich selbst hatte mit dieser Methode nie Erfolg (vielleicht nicht sensibel genug, um den Millimeterunterschied zu spüren? http://www.vogelnetzwerk.de/forum/wink.gif) und bin auch skeptisch gegenüber dieser Methode.
Möglich ist aber eine DNA-Geschlechtsanalyse
anhand einer Deckfeder, die an ein Labor eingesandt wird.

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Tschüss Rüdiger

Gabi
19. September 2000, 00:30
Hallo!

Bevor meine Schwarzköpfchen ihren Freiflug bekommen, befestige ich am untern Ende der Volierentüre von außen ein einfaches Holzbrett (eine alte eingekerbte Vogelstange wird etwas weiter unter der Tür in das Gitter eingeklemmt und dann schräg nach oben mit dem Holzbrett verbunden, bzw. befestigt). Das Brett dient dann als Ausstieg und auch als Landeplatz. Ich habe den Eindruck, daß meine Agas sich damit sehr wohl fühlen, wenn sie auf diesem Brett heraus- oder hereintippeln. Gerade für Neuzugänge war es auch immer sehr hilfreich, den Ausgang/ Eingang so besser zu finden, obwohl die Volierentüre ansonsten nur klein ist. Darauf könntest Du dann evt., schon fast im Käfig, auch einen Leckerbissen anbringen, sind sie erst einmal auf dem Brett und damit beschäftigt, dann kannst Du Dich "anschleichen". Ich habe dann anfänglich ein Kissen vor mich gehalten und mich damit langsam genähert, bis sie reinhüpften. Irgendwann klappte es dann auch so. Und wenn doch mal nicht, dann brauche ich nur das Kissen (auch aus der Ferne) hochzuhalten.

Um meine Schwarzköpfchen an mich zu gewöhnen und ihre Scheu zu verlieren habe ich es
stets so gehalten, daß ich mich während des Freifluges ganz ruhig an einen Tisch gesetzt habe, auf dem ein paar Leckerbissen lagen. Irgendwann hat die Neugierde und auch die Futtergierde gesiegt, und wenn erst einmal einer kommt, dann läßt der andere nicht lange auf sich warten. Am Anfang hat es stundenlang gedauert, aber ich denke, daß man diese Zeit investieren sollte, wenn man wirklich zahme Agas haben möchte. Ich kann mich heute frei im Raum bewegen, ohne daß einer wegfliegt. Ansonsten kann ich mich den anderen Beiträgen nur anschließen, die Fluchdistanz zu verringern versuchen und immer ruhig mit den Vögeln zu sprechen. Und der tägliche, gewohnte Freiflug.

Beim Säubern der Voliere halte ich es allerdings so, daß in dieser Zeit meine Agas immer ihren Freiflug haben. Das spart mir ein hektisches Hin- und Hergeflattere, ich kann schneller arbeiten und mache sie nicht nervös.

Ich wünsche Dir viel Glück!
Viele Grüße von
Gabi

Der_Zauberzopf
19. September 2000, 19:38
Vielen Dank Rüdiger,
Weist Du wie teuer so eine Analyse ist?
Und wo man das machen kann?
Ich denke nicht, das ich dies tun werde, aber o. g. interessiert mich schon.

Rüdiger
19. September 2000, 20:47
Moin moin!

Bei Pluma nehmen sie für die Untersuchung 55,-DM für eine Geschlechtsanalyse (Presi entnommen aus einer Anzeige im Anzeigenteil der Zeitschrift "Papageien"). Wie ich gehört habe, nehmen sie nichts, wenn die Analyse bspw. aufgrund mangelnder DNA-Proben nicht möglich war. Man kann die Geschlechtsanalyse mit einem PBFD-Virusnachweis vervbinden, dann kostet es 100,-.
Man schickt an Pluma eine möglichst frische Feder in einem sauberen Plastikbeutel zusammen mit Angaben zur Vogelart, Ruingnummer/Tätowierung sowie Namen und Adresse des Besitzers.
Anschrift: Pluma Gbr - Molekularbiologisches Institut
Postfach 700359
70573 Stuttgart
Telefon 0711 9905923
Fax 0711 9905924

Ein weiteres Institut, das Geschlechtsanalysen macht (ebenfalls aus dem Anzeigenteil der "Papageien"): GeVo Diagnostik - gesellschaft für medizinische und biologische Untersuchungen mbH
Jakobstr. 65
70794 Filderstadt
Telefon 07158 60660
Fax 07158 60560

Auch veterinärmedizinische Institute machen z.T. solche Geschelchtsanalysen, die Adressen wären beim Tierarzt zu erfragen.
Ich selbst habe vom TA eine feder einschicken lassen und ca. 70,-DM bezahlt.

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Tschüss Rüdiger

Gabi
20. September 2000, 00:25
Hallo Zauberzopf!

Du kannst eine Federanalyse zur Geschlechtsbestimmung bei

Markus Rahaus (Dipl. Biol.)
Sorpestraße 3
44807 Bochum

Tel.: 0234-595638

durchführen lassen, sie kostet 20,- DM. Es muß eine frisch gezogene Schwung- oder Schwanzfeder sein, diese wird in Alufolie oder eine Plastiktüte gelegt, ohne den Federkiel zu berühren. An diesem befinden sich die notwendigen Dinge (z.B. Blut), die für die molekularbiologische Untersuchung benötigt wird. Das ganze dauert ca. 5 Tage und dann hast Du Dein Ergebnis. Es ist für die Vögel und mit Sicherheit auch für uns eine relativ einfache Methode zur Geschlechtsbestimmung – und das Ergebnis stimmt.

In Berlin wird diese Federanalyse auch zum gleichen Preis durchgeführt. Für weitere Informationen müßtest Du Dich dort an

Alexandra Broich www.Agaporniden.de (http://www.Agaporniden.de)

wenden.

Viele Grüße von
Gabi

Rüdiger
29. September 2000, 12:19
Moin Zauberzopf!

Wie sieht's aus? Haben die beiden immer noch den Bogen raus oder wollen sie wieder nicht in den Käfig?

Der_Zauberzopf
29. September 2000, 16:44
ja, sie gehen noch von alleine rein. Auch wenn ich sie mal einen Tag nicht rauslassen kann, klappts den nächsten trotzdem noch. Ich habe mich letztlich über Wasserspender informiert, weil die beiden so einen Schwinz mache, das ich das Wasser x-mal am Tag frisch machen muß. Eigentlich sollte man sowas ja aus Hygienischen Grunden nicht benutzen, ich bin aber trotzdem immernoch schwer am überlegen. Was meinst Du zu den Wasserspendern?

Rüdiger
30. September 2000, 11:38
Moin moin!

Ich habe selbst früher Wasserspender benutzt, weil ich sie für hygienischer hielt, d.h. glaubte, das Wasser würde von den Vögeln selbst weniger verschmutzt werden als Wasser in einem Napf.
Allerdings stimmte das höchstens teilweise: natürlich fiel in die kleine Trinköffnung seltener und weniger hinein und die Geier nutzten sie auch nicht, um etwas "einzutunken" (sehr wohl jedoch, um selbst in diesem winzigen Ding zu baden!:)). Aber wenn sie bspw. vorher Obst gefressen haben und dann trinken, wird natürlich auch das Wasser in der Trinköffnung des Spenders verschmutzt und da dort ja nur eine kleine Menge Wasser enthalten ist, bildet sich sofort eine unappetitliche Brühe, während das Wasser in der Röhre oft noch klar und sauber erscheinen kann.
Hinzukommt eben auch, das die Reinigung umständlicher ist und sich auch innerhalb der Röhre ein Algenbelag bilden kann: da muß man dann mit heißem Wasser und Flaschebbürste ran und zugleich aufpassen, das man bei dem Schrubben die Dinger nicht zerbricht (passierte mir immer leicht).
Bei unserem harten kalkhaltigen Wasser in Norddeutschland bilden sich zudem in Plastiknäpfen aller Art einschließlich der Wasserspender auch sehr schnell Kalkränder.
Größere Edelstahlnäpfe sind da sehr viel pflegeleichter:
man kann sie auskochen, auch mal in die Geschirrspülmaschine stecken und aufgrund der gerundeten Form leicht mit einem Schwamm reinigen, denn es gibt keine Ecken, in die man nicht oder nur schwer kommt wie bei den Wasserspendern.
Ich würde immer gleich einen doppelten Satz an Näpfen empfehlen: dann kann man schnell mal Futter oder Wasser austauschen, selbst wenn man momentan keine Zeit zur gründlichen Reinigung der Näpfe hat.
Wenn man dennoch nicht auf Wasserspender oder andere Plastiknäpfe mag oder kann soll die Reinigung mit Gebissreinigungstabletten sehr gut sein.
Auf keinen Fall aber darf man glauben, das durch Wasserspender ein seltenerer Wechsel des Trinkwassers ermöglicht wird: genauso wie in jedem anderen Napf ist es notwendig, mindestens einmal täglich frisches Wasser zu geben.
Ach so, noch etwas: einige meine Geier haben bei einigen Wasserspendertypen das Plexiglas des Rohres, das in die untere Trinköffnung eingepaßt wird, angenagt und zerbrochen, so das sie einfach ausliefen. Andere haben es geschafft, die zwischen die Gitter geklemmten Spender auszuhebeln, so das sie runterfielen oder so schräg hingen, das kein Wasser mehr in die Trinköffnung floß.
Andererseits haben meine Agas bei einigen Metallnäpfen auch kein Problem, diese aus der Halterung zu heben und runterzuschmeißen: man muß schon sehen, das man welche bekommt, die recht straff in der Halterung sitzen und natürlich sollte die Halterung selbst nicht nur zum Einhängen sein, sondern besser zum Anschrauben.
Aber mit dem Problem, das die Agas das Wasser verdrecken, indem sie auch Sachen hineinschmeißen, stehst Du ncht alleine dar, obwohl in dieser Richtung meine letzten beiden (Cesar und Cleo) sehr zurückhaltend sind.

Hanna
26. October 2000, 20:01
Hallo Ihr!!
meine kleinen Agas wissen gar nicht, wo der Ausgang des Käfiges ist, bzw. ich kann es auflassen, die kommen nicht raus. Dazu kommt, dass ich versucht habe sie mit de rHand zu füttern, was leider nicht ganz klappt, sie denken stundenlang darüber nach, ob sie sich trauen oder niht, und dann wenn sie meine Hand im Käfig akzeptiert haben, tun sie so, als ob sie sich langweilen!!:)
Wie bekomme ich dsa hin, dass sie sich mir nähern, und sie endlich einmal freiflug bekommen. Danach wäre natürlich das Problem, sie wieder reinzubekommen, aber was ich hier in den Beiträgen gelesen habe, müsste man einiges davon ausprobieren. Meine vögel habe ich schon seit drei Monaten und sie sollen endlich fliegen. Dazu möchte ich noch fragen, ich bin hier in dieses Haus erst eingezogen, und habe noch keine hohen Möbel wie Regale etc. wo sie sich setzen könnten, nur das Esszimmer und die Wohzimmermöbel, sollte ich dann einen Ast oder so an die Wand schrauben? Und stimmt es, dass sie Futter nur im Käfig bekommen sollten, damit sie auch wieder reinfliegen? Ich weiss wirklich nicht, wie lange das noch dauert, dass sie von meiner Hand fressen o. ä. Jedes Mal, wenn ich staubsauge oder ich etwas eilige daran vorbeigehen, (obwohl genug Abstand zum Käfig ist) erschrecken sie sich. Ich will sie irgendwann einmal fliegen sehen!!. Könnt ihr mir helfen?

Hanna
26. October 2000, 20:18
eine Frage habe ich noch..
Ab wann oder wie sehe ich dass die Krallen oder der Schabel zu lang sind? Ich habe nur den Eindruck, dass es so ist, aber andererseits verletzen sie sich nicht, oder ich sehe nicht, dass sie anders laufen oder sitzen etc. Wenn es möglich ist, selber zu schneiden, vielleicht gibt es eine Webside wo seht, wie man die Vögel hält, und es selber macht, oder muss ich wirklich erstmal zum Tierarzt. Dazu muss ich sagen, dass ich in Mexico lebe, und aus dem Gefühl heraus den Tierärzten nicht traue, aber ich werde noch einen guten kompetenten suchen.

Ausserdem, ich habe in den Zooläden gesehen, dass die Agas auch auf dem Boden laufen und sitzen etc. aber meine haben sich nicht einmal auf den Boden des Käfiges gesetzt. D. h. wenn es etwas herunterfällt, ein Stück Obst oder so, bleibt es eben unten, weil sie nicht runterkommen. einerseits ganz gut, somit beschmutzen sie sich nicht mit dem täglichen Dreck im Käfig aber ich könnte denen nicht einen Maiskolben oder so in den Käfig stellen oder ein Spielzeug, da sie es gar nicht beachten würden.
Wenn sowas normal ist ok, aber wenn nicht, kan es sein, dass es sich noch ändert? Ansonsten sind meine beiden quietschfidel und glücklich miteinander.
Schreibt und helft mir

Rüdiger
26. October 2000, 21:23
Moin Hanna!

>>sie denken stundenlang darüber nach, ob sie sich trauen oder niht, und dann wenn sie meine Hand im Käfig akzeptiert haben, tun sie so, als ob sie sich langweilen!!<<
Klingt eigentlich recht vielversprechend, denn scheinbar geraten sie ja nicht mehr in Panik, wenn Du die Hand in den Käfig steckst. Ein erster und sehr wichtiger Schritt ist damit schon getan.
Natürlich kannst Du auch versuchen, sie zuerst an einen Ast zum draufsteigen zu gewöhnen, aber grundsätzlich würde ich eher empfehlen, mit Geduld bei der Methode "mit Futter auf die Hand locken" zu bleiben.

Das "Stuben"Vögel nicht aus ihrem Käfig kommen, ist meines Erachtens gar keine so seltene Erscheinung: ich habe es öfters bei jenen Vögeln beobachtet, die jahrelang selten oder nie ihren Käfig verlassen durften. Sie mußten das regelrecht neu lernen. Hier wären ein paar Worte zur Vorgeschichte Deiner beiden hilfreich. Sollten sie Jungvögel aus einer Voliere von einem Züchter sein, finde ich ihr Verhalten schon verwunderlicher, aber es mag sein, das sie sich doch noch nicht weit genug an die neue Umgebung gewöhnt haben, um sich aus dem sicheren Käfig zu trauen.
Wenn möglich, sollten den Vögeln wirklich nur das Futter im Käfig angeboten werden, damit sie, wenn sie Hunger bekommen, von selbst wieder hineinfliegen. Aber gegen einen leckerbissen, um sie auf die Hand zu locken, ist nichts einzuwenden, nur keine Schalen mit Futter außerhalb des Käfigs, wenn man darauf angewiesen ist, das sie wieder in ihren Käfig zurückkehren.
ich habe das spezielle Problem, das meine beiden Grauen frei auf einem Kletterbaum im Vogelzimmer wohnen und dort natürlich auch Futternäpfe angebracht sind: von denen bedienen sich aolle "Freiflieger", sobal es geht, insofern ist es bei mir auch nichts damit, sie durch Hunger zu veranlassen, in den Käfig zu gehen.
Die Idee mit dem Ast an der Wand oder vielleicht einem Kletterbaum ist keinesfalls schlecht, gerade auch dann nicht, wenn es Möbel zum Landen gibt: vielleicht bevorzugen sie ja den Ast und lassen dafür mit ihrem Schnabel Deine Möbel in Ruhe?;)
Wioe beschreibt man zu lange Krallen? Ich verfahre meist nach der Faustformel: wenn die Krallen den Vogel bspw. beim Klettern behindern, sind sie sicher zu lang.
Allerdings habe ich dank Naturästen in verschiedener Stärke bei meinen Kanarien ein Problem mit zu langen Krallen gehabt, nie bei meinen Papageienartigen (dagagen habe ich bei meinen Grauen ein Problem mit zu spitzen Krallen;)).
Wenn die Kralle sich wieder aufwärts biegt oder anfängt, einen Halbkreis zu bilden, ist sie auch zu lang.
Meine beiden Rosenköpfchen halten sich auch selten auf dem Boden auf, das habe ich auch schon von anderen Haltern gehört. Da gibt es wohl individuelle Unterschiede, bei manchen macht es vielleicht auch die Gewohnheit (möglicherweise hat der eine Züchter Futterschalen am Boden gehabt, der andere nicht?).
Spielzeug gibt es auch zum Aufhängen, wobei meine Erfahrung ist, das das allerbeste Spielzeug für Agas frische Äste zum Zernagen sind.

>>Ansonsten sind meine beiden quietschfidel und glücklich miteinander.<<
Das ist doch die Hauptsache!

Hanna
26. October 2000, 22:29
wow.. danke für Deine Antwort, die zeigt mir, das ich richtig handele. Ich meine zur Vorgeschichte der Vögel, dass sie erstens bei dem Händler mit anderen blauen in einem Käfig waren. Viel zu klein, aber hier in Mexico sehen die die Tierhandlung ganz anders als in Deutschland und vorher sollen die wohl mit vielen mehreren Vögeln bei einem Grosszüchter auf dem Land aufgewachsen sien, und ich stelle mir vor, dass sie eben auf Ästen gelebt haben, ich müsste den Händler nochmal fragen.
Was hältst Du von der Theorie, dass man alle Futternäpfe aus dem Käfig nimmt und dann mit der Hand versucht zu füttern? Ich habe das mal zwei Stunden gemacht, und ich konnte dasnicht mehr aushalten. Sie haben einfach nichts gegessen und dann tat es mir leid, als sie sich dann auf das Essen stürzten. Finde ich nicht ok, kann man mit Hunden machen aber nicht mit Vögeln oder???
Und Spielzeug für Agas gibt es hier nicht!! jedenfalls in jeder Tierhandlung sagen die, das ist Spielzeug für Wellensittiche und den einen Spiegel den ich habe sind sie dabei (versuchen es jedenfals) auseinanderzunehmen. Also werde ich selber was basteln mal. Ich denke mal in Deutschland gibt es mehr als hier.. schnief.. was soll´s.
Wenn wieder was ist, werde ich Dich finden oder?
chauiii

Gabi
27. October 2000, 11:46
Hallo Hanna!

Eine Menge Fragen – ich will mal anfangen, Dir mit meinen Erfahrungen zu antworten, wobei die anderen Foren- Mitglieder Dir sicher auch noch weiterhelfen können.

Damit Deine kleinen Agas den Ausgang des Käfigs finden, solltest Du diesen vielleicht besonders markieren. D.h., Du könntest ein Holzbrett waagerecht vor der Tür befestigen, was sie dann besser sehen und darauf starten oder landen können. Ich selbst hatte bei einem Aga auch dieses Problem und es hat sich so ganz gut bewährt. Vielleicht solltest Du auch einmal für eine gewisse Zeit ganz aus dem Zimmer gehen, damit sie sich, in Sicherheit wiegend, doch eher hinaustrauen. Gerade wenn sie noch so schreckhaft sind, wie Du schreibst, könnte Deine Anwesenheit durchaus auch ein Grund dafür sein. Vor dem nächsten Freiflug- Versuch solltest Du aber auf jeden Fall für einige hohe Anflugspunkte sorgen. Gerade wenn die Vögel noch so scheu sind, dann suchen sie sich immer die höchsten Punkte, wo möglichst kein Mensch so schnell hinkommt. Es könnte ein Ast, ein einfaches Regal oder was meine Agas besonders gern mögen, auch ein kleines normales Vogelhaus an der Wand sein. Darauf und darin halten sie sich besonders gern auf.
Es ist wohl wahr, daß man beim Freiflug möglichst kein Futter anbieten soll, aber das muß jeder selbst entscheiden. Ich halte es immer so, daß meine Agas schon ein Schüsselchen mit Futter und auch eine größere Wasserschüssel (darin baden sie besonders gern) auf dem Tisch stehen haben. Anfangs habe ich dies so gemacht, damit sie sich mehr in meine Nähe wagen, wenn ich dort sitze – und so hat es dann auch ziemlich schnell geklappt. Nur dort nehmen sie inzwischen auch Futter aus meiner Hand, in der Voliere nie. Ich denke, in einem Käfig/ Voliere finden die Vögel ohnehin genug Futter in den Näpfen, warum sollten sie dann auf Deine Hand kommen? Dann müßtest Du wahrscheinlich schon stundenlang Deine Hand reinhalten und ihnen alles andere Futter für diese Zeit entziehen. Desweiteren bin ich der Meinung, daß man, bis auf die anfallenden Fütter. und Reinigungsmaßnahmen nicht unnötig im Käfig herumhantieren sollte – der Käfig ist ihr Revier und sie sollen sich in diesem sicher und nicht ständig gestört fühlen. Ca. eine Stunde vor Beendigung des Freifluges gibt es dann für meine Agas kein Futter außerhalb der Voliere mehr. Meistens merken sie bei diesen Aufräumarbeiten schon von selbst, daß damit der Freiflug bald beendet ist und es dauert nicht lange, bis sie ohne Aufforderung wieder hineingehen.
Es ist eben alles eine Gewöhnungssache und Du brauchst anfangs schon eine Menge Geduld.. Auf jeden Fall wird es bei Deinen Agas schon Zeit, daß sie nach 3 Monaten auch einmal die Vorzüge eines Freifluges genießen. Hast Du denn eine so große Voliere, in der sie sich ansonsten ausreichend bewegen können?

Zum Auswachsen der Krallen oder des Schnabels ist es bei meinen Agas noch nie gekommen. Die Ursachen hierfür würden z.B. Sitzäste mit zu geringem Durchmesser sein (sie müssen so dick sein, daß der Vogel sie nicht ganz mit seinen Krallen umschließen kann) und man sollte möglichst auch Äste mit unterschiedlicher Stärke anbieten. Oder nach einer Verletzung kann es zu abnormalem Wachstum des Unter- oder Oberschnabels kommen; hormonelle Störungen könnten auch eine Ursache sein. Falls die Krallen wirklich zu lang sind, dann kannst Du sie mit einer Krallenschere einkürzen. Dazu hält man die Kralle des Vogels gegen eine Lichtquelle, dadurch erkennt man den Verlauf des Blutgefäßes. Dieses darf auf keinen Fall verletzt werden. Deshalb sollte ein Sicherheitsabstand zum Blutgefäß von 2mm eingehalten werden. Sollten dennoch Blutungen auftreten, mit einem blutstillenden Mittel behandeln. Die Korrektur eines zu langen Schnabel kann nur ein Tierarzt vornehmen. Wenn Deine Agas allerdings normal auf der Stange sitzen, laufen und normal fressen, dann ist dies alles sicher nicht notwendig.

Meine Agas halten sich so gut wie nie auf dem Boden auf, es sei denn, ein besonders reizvolles Ästchen zum Zernagen ist runtergefallen. Dieses wird dann auch nur ganz schnell wieder nach oben transportiert und dort bearbeitet. Sitzt ein Aga richtig auf dem Käfigboden, dann ist das meiner Meinung nach ein alarmierendes Krankheitszeichen.

Einen guten Tierarzt, liebe Hanna, solltest Du Dir aber dennoch rechtzeitig aussuchen, noch bevor evt. ein Vogel einmal krank wird. Denn ist es erst einmal soweit, dann ist eine schnellste Behandlung erforderlich und es bleibt keine Zeit, erst dann zu suchen. Vielleicht kannst Du dich in einem Vogelpark, die es in Mexiko ja auch reichlich gibt, umhören, von wem die Vögel dort betreut werden.

Ich hoffe, daß ich Dir ein wenig weiterhelfen konnte und wünsche Dir viel Erfolg und Freude an Deinen Agas (was hast Du überhaupt für welche?).
Viele Grüße von
Gabi

Gabi
27. October 2000, 12:15
Hallo Hanna!

Habe eben erst die beiden neuen Beiträge gelesen, bin wohl etwas spät dran.
Vielleicht kannst Du Dir auf anderen Seiten Anregungen für Vogelspielzeug holen, was Du dann selbst basteln kannst. Z.B. unter http://www.tierservice.com findest Du bei Zubehör für Vögel einige Anregungen oder im Forum Vogelzubehör. Ansonsten gebe ich Rüdiger recht, frische Äste zum Zernagen sind immer noch die beste Beschäftigung. Nur aufpassen, welche Du nimmst, nicht alle sind ungefährlich! Dazu gibt es im Vogelzubehör- Forum auch Beiträge, z.B. vom 17.08. unter dem Thema „Welche Zweige sind ungefährlich“. Den Spiegel solltest Du auf jeden Fall entfernen, er ist KEIN Vogelspielzeug!

Viele Grüße von
Gabi

Der_Zauberzopf
02. November 2000, 16:36
Hallöchen, ich bin auch mal wieder hier, natürlich habe ich auch ein neues Problem mit meinen 2 „Kampfgeiern“.

Erst mal wollte ich von den Beiden Berichten:

Sie werden langsam zutraulicher, d.h. sie fliegen in Kopfhöhe, manchmal auch tiefer an uns vorbei. Sie haben auch einen neuen Lieblingsplatz, die Fensterbank. Dort haben sie ganz zu meiner „BEGEISTERUNG“ die Kakteen entdeckt. Langsam zupften sie bei diesen Stachel für Stachel raus, so das ich einige Verluste hatte und meine Blumen (besonders welche mit Stacheln) aus der Stube verbannen musste.

Nun zu meinem Problem:

Die letzte Woche konnten wir beobachten das unsere Beiden wilde Paarungsaktionen vollbracht haben. Wie ist das, legen sie dann auch Eier, ist das nicht illegal für mich, wenn ich eventuell unberingten Nachwuchs habe? Wie ist das wenn ich den Nachwuchs verkaufen möchte und was müsste ich tun, damit meine „Geier“ ein Nest bauen?

Viele Fragen auf einmal, bitte, bitte helft mir.

Rüdiger
04. November 2000, 12:07
Moin Yvonne!

Eine nachträgliche Genehmigung ist bei einer Wohnzimmerzucht mit einem Paar meist möglich, günstiger ist es aber auf alle Fälle - man weiß ja auch nicht, ob es bei dieser einen Brut bleibt, eher nicht - eine Zuchtgenehmigung zu beantragen.
Insgesamt ist es auch besser, solange die Brut zu verhindern bzw. die Eier durch Anstechen bzw. in den Kühlschrank legen unfruchtbar zu machen - denn einen rechtlichen Anspruch auf eine nachträgliche Genehmigung hast Du nicht.
Zum Nestbau: einen oder zwei Kasten in die Voliere einhängen oder außen an der Voliere (meiner Erfahrung nach ist es meist besser, den Vögeln zwei kasten zur Auswahl anzubieten. Die besseren Erfahrungen habe ich mit Kästen im Querformat gemacht: ca. 15 x 20 Grundfläche, 25 cm hoch, Einflugloch 7 cm.
Frische Obst-, Weiden- und Haselzweige werden von den Agas zernagt und als Nistmaterial in den Kasten eingebracht.
Aber wie gesagt: besser ist es, damit zu warten, bis Du eine Zuchtgenehmigung hast.

Der_Zauberzopf
05. November 2000, 23:26
Das Thema mit dem Züchten interessiert mich schon brennend, deswegen habe ich schon sämtliche Bücher gewälst und mich so versucht zu informieren.

In einer der Antworten hier im Vogelnetzwerk stand drin, ich müsse mich an den Landkreis wenden um an eine Zuchtgenemigung zu gelangen. Jetzt wollte ich gerne wissen an welches Amt genauer, da wir in unserem Landkreis x Ämter haben und ich nicht alle abklappern möchte um an das richtige zu gelangen.

Wieviel kostet so eine Zuchtgenehmigung und die jährlichen Beiträge???

Schon mal danke im Voraus für kommende Antworten
Der_Zauberzopf.

Rüdiger
06. November 2000, 11:20
Moin moin!

Stimmt,welches Amt zuständig ist,kann von Kreis zu Kreis variieren. Ebenso die entstehenden Kosten: ich habe von Verwaltungsgebühren von 55,- bis 155,- DM bislang gehört.
Jährliche Beiträge entstehen nur bei einer Vereinsmitgliedschaft wie der AZ; diese ist aber nicht unbedingte Voraussetzung für eine Zuchtgenehmigung.

lanzelot
08. November 2000, 22:44
Hallo Hanna !!

Mexico ??? Nicht schlecht . Zu deinem Spielzeug,
ich habe unter VOGELZUBEHÖR hier im Forum zweimal
meine Meinung ausgelassen kannste dir ja mal angucken und mir berichten wie es funktioniert hat.

P.S. die idee mit den Adventskränzen ist auch top.

bis denne Lanzelot.