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Vollständige Version anzeigen : Neues Ringeltaubenküken



Mausispatz
16. September 2006, 09:02
habe gestern ein kleines ringelchen von einer überforderten taubenmama gebracht bekommen. Sie taufte das küken "freitag". freitag ist leider sehr unterernährt, ist heute ca. 10 Tage alt und schafft mit mühe und not die 100g Marke. Armer kleiner Kerl. Gestern, als er das erste mal "richtiges" futter bekommen hat, war er sogar zu schwach zum betteln. hat einfach nur dagesessen. Heute morgen ist er zum Glück schon munterer.
nun zwei fragen: 1. gibt es eine Krankheit, vielleicht durch Mangelerscheinung ausgelöst, die was mit der Bein- und Fußstellung zu tun hat? Ich habe das Gefühl, da ist irgendwas nicht ganz normal. Ich weiß, jetzt schreit ihr alle nach nem foto... kommt noch.
2. der schiss vom kleinen freitagist zzt. ganz dunkel, fast schwarz :nene: ändert sich das automatisch, wenn er jetzt richtig gefüttert wird?

Mausispatz
16. September 2006, 09:50
Mit dem schiss hat sich...glaube ich..... erledigt. ist jetzt braun

Sina
16. September 2006, 10:21
Hallo,

mit 10 Tagen und knapp 100 g ist der kleine Freitag wirklich zu dünn.
Wichtig ist, dass er jetzt so schnell wie möglich was auf die Rippen bekommt. Handaufzuchtsbrei fütterst Du ja, oder? Beim Freitag lieber öfter füttern, um auf eine erhöhte Futtermenge zu kommen.

Was meinst Du genau mit der Fußfehlstellung? Es gibt verschiedene Mangelerscheinungen, die dazu führen können. Auch eine Erkrankung könnte evtl. zu Fußfehlstellungen führen.

Das mit dem Schiss hast Du ja schon selbst gesehen. Ich hätte jetzt auch nichts anderes sagen können, als nach Deiner Fütterung die nächsten Häufchen abzuwarten.

Wurde der kleine Kerl auf die gängigen Erkrankungen von einem TA untersucht?

LG, Sabine

PS: JA, bitte ein Foto. ;) :D

Mausispatz
16. September 2006, 11:28
http://www.directupload.net/images/060916/temp/BZ5EU35h.jpg (http://www.directupload.net/show/d/822/BZ5EU35h.jpg)

Mausispatz
16. September 2006, 11:36
http://www.directupload.net/images/060916/temp/66NEWrdF.jpg (http://www.directupload.net/show/d/822/66NEWrdF.jpg)
http://www.directupload.net/images/060916/temp/2WOD8e3m.jpg (http://www.directupload.net/show/d/822/2WOD8e3m.jpg)
http://www.directupload.net/images/060916/temp/AcNuKoE8.jpg (http://www.directupload.net/show/d/822/AcNuKoE8.jpg)
http://www.directupload.net/images/060916/temp/fEbMfV2M.jpg (http://www.directupload.net/show/d/822/fEbMfV2M.jpg)

Sina, was sagst du dazu? beim ta war - gott sei dank - noch keiner mit ihm. er hatte ein geschwisterchen dass beim ta war- es lebt nicht mehr :nene:
aber ich werd wohl nicht drum rum kommen. nur weiß ich wenigstens, dass ich ihn nicht dort lasse, wenn der ta sagt, er muss eingeschläfert werden. ich mache seiner anderen mama deswegen jedoch keinen vorwurf. sie wußte es ja nicht besser.

Sina
16. September 2006, 11:59
Hallo,

sieht nach einem Spreizbeinchen aus. Wahrscheinlich war das Nest nicht "eng" genug oder die Unterlage zu rutschig.
Möglich auch: Rachitis, Auskugelung oder Bruch.

Baumelt das Beinchen denn lose herunter, wenn Du die Taube hochhebst und die Beine dabei "frei" läßt? Kannst Du am betroffenen Bein eine Stelle fühlen, wo evtl. die Knochen nicht aufeinander sitzen zu scheinen? Gibt es eine Stelle, die sich heiß anfühlt?

Ich würde vermuten, dass es sich um ein Spreizbein handelt. (Aber Fotos können täuschen, daher im Zweifelsfall vom TA abklären lassen!) Das Beinchen sollte nach Möglichkeit vorsichtig wieder in eine normale Position gebracht und fixiert werden. In dem Alter sind die Knochen noch verhältnismäßig "weich" und wachsen noch. Die Chance, dass die Taube das Beinchen später relativ normal nutzen können wird, sind meiner Meinung nach recht hoch. Die Fixierung sollte nach Möglichkeit ein Tierarzt machen, der dabei dann auch gleich abklären kann, ob nicht doch etwas ausgerenkt ist. Hast Du evtl. einen vogelkundigen in Deiner Nähe?
Bis dahin setzt Du Freitag am besten so "eng" ins Nest, dass sich das Beinchen möglichst wenig abspreizen kann.

Schade, dass sein Geschwisterchen beim "TA geblieben" ist. :(

LG, Sabine

Mausispatz
16. September 2006, 15:02
mein Freund hat das Beinchen gerade abgetastet und sagt, man fühlt nix. Wenn ich ihn hoch halte, macht er das beinchen zwar hoch und runter, zieht es aber nicht so an, wie das "gesunde" Bein. Das mit dem Spreizbeinchen könnte schon hinkommen. Er war jetzt eine Woche bei seiner anderen Mama und hatte da kein richtig festes Nest, sondern saß in einer großen Kiste, mit handtüchern eingewickelt.
Um einen TA Besuch kommen wir wohl nicht rum. Wäre das sehr schlimm, wenn ich erst nächsten Freitag damit los gehen würde?
Ob unsere TÄ unbedingt Vogelkundig ist, weiß ich nicht. Jedenfalls hat sie Brunos Luftsackriss auch sofort als solchen erkannt und behandelt. Manche TA wollen ja immer direkt einschläfern. Die Diagnose von Freitags Geschwisterchen lautete übrigens: "zu schwach"..... :nene:

Mausispatz
16. September 2006, 18:58
hab gerade beim ta angerufen, er hat montag bis 19 uhr auf. fahre dann nach der arbeit direkt hin

Sina
17. September 2006, 10:29
Hallo,

ja, dann wird das mit dem Spreizbeinchen hinkommen.
Super, dass Du heute (oder Montag? Musst Du Sonntag arbeiten? Wäre Dir nicht zu wünschen ;) ) zum TA fährst. Nächsten Freitag hätte ich ein wenig spät gefunden, da es besser ist, je früher das Beinchen gerichtet wird.
Bestimmt kann Deine TÄ euch helfen. Der Einschläferung braucht man auch nicht zustimmen - sofern keine tierschutzrechtlichen Gründe dagegen stehen. Du hast das Recht, den Vogel einem anderen TA vorzustellen und dort eine Behandlung zu beginnen. Das war Dir aber sicherlich bekannt.
"Zu schwach" als Einschläferungsgrund?? :( Das ist schon hart!!!

Du kannst übrigens auch eine dicke Wollsocke als "Nest" nehmen. Wenn Du das Bein in Normalposition brinst (soweit das geht) und ihn dort reinsetzt, hält die Socke ihn ganz gut in dieser Position. Kopf guckt dabei natürlich raus. :D Darf natürlich nicht zu stramm sein und Du mußt aufpassen, dass er mit den Krallen nicht in den Maschen hängenbleibt. Evtl. ein Zewapapier vorher in die Socke packen, das wäre dann vielleicht auch mit den Häufchen einfacher zu regeln.
Du könntest auch einen sauberen Blumentopf probieren, den Du gut auspolsterst und ihn reinsetzt, so dass er dort rundum begrenzt drinsitzt. Ich würde den Topf von unten her allerdings soweit auspolstern, dass die Taube ein wenig über den Rand schauen kann.

Einfach mal probieren, was am besten klappt.

Viel Glück mit Freitag und berichte doch nachher mal, was der TA gesagt hat.

LG, Sabine

Mausispatz
18. September 2006, 19:41
So, nun sind wir vom ta wieder da.
mit dem spreizbein hattest du recht. die tä hat nun beide sprunggelenke zusammengebunden. bis freitag. der arme kleine wurm... kann jetzt gar nicht mehr richtig sitzen und kommt da grad noch so gar nicht mit klar. naja, aber da müssen wir jetzt durch.
zu erwähnen wäre auch noch, dass er heute morgen 144 gramm hatte :prima: :beifall: :dance: :D :freude:
hier noch ein bild von den getapten beinen:

http://www.directupload.net/images/060918/temp/rjVuYYj8.jpg (http://www.directupload.net/show/d/824/rjVuYYj8.jpg)

Sina
18. September 2006, 22:00
Hi,

armes Kerlchen, aber es ist seine Chance, dass die Fehlstellung sich bessert. :) Da hast Du aber eine klasse TÄ!
Ja, für ihn ist es jetzt eine Umstellung. Ist ja ähnlich, als ob man uns die Füße zusammenbindet. ;) Du kannst eigentlich ein wenig "Bewegungsübung" mit seinen Zehen machen. Immer mal wieder vorsichtig in die Position bringen, als wenn Freitag mit dem Fuß auftreten würde und ihn mit seinem Fuß Deinen Finger greifen lassen.

Gibst Du eigentlich noch irgendwelche Zusätze zum Futter? Ich würde ihm zusätzlich Calcium geben, das stärkt die Knochen. Hast Du was passendes da?

144 g hört sich doch klasse an!! :D Das wird schon werden, mit dem kleinen Ringelchen!!

LG, Sabine

Mausispatz
19. September 2006, 12:47
mal sehen... sein ehemaliges Frauchen hat mir einiges da gelassen. Sie war ganz schön gut ausgestattet. ich hab Fresubin, das steht allerdings jetzt schon seit einer Woche im Kühlschrank...
und dann hat sie mir noch ein Vitaminpulver gegeben, auf dem aber leider kein Etikett mehr dran ist. Müsste ich sie eventuell nochmal fragen, was da genau drin war.
Ja, der kleine Kerl tut mir im Moment auch richtig leid. Heute geht es schon wieder einigermaßen. Gestern hat er immer versucht, sich von der Stelle zu bewegen, was sich natürlich als äußerst schwierig rausstellte. Mit dem Ergebnis, dass er dann immer alle Flügel von sich gestreckt im Käfig lag :nene:
Ich hab ihn dann nicht mehr ins Nest getan sondern so in ein Handtuch "eingewickelt", dass die Füßchen quasi fest waren und er nicht mehr so viel bewegungsfreiheit hatte. Naja.... er hat trotzdem versuch, sich anders hinzusetzen. Und zwar mit wildem Flügelschlagen. Und zwar heute Nacht. Drei mal. Bin dann jedesmal aufgestanden, hab ihn rausgeholt und beruhigt (war ganz ausser Atem... :( ). Danach ging es dann immer wieder ein paar Stündchen gut.
Zum Glück ist heute schon Dienstag. Donnerstag oder Freitag muss ich wieder hin.
Ja, die TÄ ist echt Klasse. Sah auch alles ganz fachmännisch aus, was sie da gemacht hat. ;)

Mausispatz
19. September 2006, 12:52
achso... heute morgen habe ich ihn dann wieder möglichst bequem in seinen Stall gelegt und als ich gerade nach hause kam, lag er immer noch da wo ich ihn gelassen hatte. Er hat also zum Glück nicht wieder versucht rumzulaufen. :freude:
Ich hoffe, er weiß, dass es nur zu seinem Besten ist... vermutlich aber eher nicht... :(
Ausserdem hat er gerade wieder wie ein wilder gepiepst, als ich ins Zimmer kam. Gestern war er die ganze Zeit ganz ruhig, nachdem wir beim TA waren und war auch wenig begeistert, als es Futter gab. Ähnlich wie am Freitag als er zu uns kam. Naja, er wird schon die nächste Tage überstehen.

Sina
19. September 2006, 14:19
Hallo,

für Freitag ist das natürlich eine sehr prekäre Situation. In freier Wildbahn würde das sein sicheres Verderben bedeuten, instinktiv weiß er das natürlich und bekommt Panik. Aber die Idee mit dem Handtuch war gut!
Das Schlimme ist immer, finde ich, dass man ihnen nicht erklären kann, dass alles nur zu ihrem Besten ist. Man muss sie somit aus Taubensicht "quälen". Aber Du wirst sehen, bestimmt merkt er bald, dass von Dir Gutes ausgeht.

Wenn Du Donnerstag oder Freitag bei der TÄ bist, frag sie doch am besten mal nach dem Calcium. Ich würde Dir calcium-frubiase Ampullen empfehlen. Davon 1 Woche lang die Hälfte in ihr Trinkwasser (200 ml) geben. Also nicht, dass sie die 200 ml trinken sollte :D Geht nur um´s Mischungsverhältnis. So dass das Calcium die Taube einfach unterstützt.

Das mit dem Fressen liegt am Streß und/oder Schmerzen, kenne ich auch. Transport und TA-Besuche können beides mit sich bringen. Ist immer besonders unglücklich, wenn man mit einem eh schon unterernährten Wicht zum TA muss. Die anschließende Fütterung wird dann zum "Kampf", aber man kann sie auch nicht einfach ausfallen lassen.
Fresubin würde ich ihm jetzt nicht mehr unbedingt geben. Du hast doch Handaufzuchtfutter, oder? Das genügt völlig!

LG, Sabine

piaf
20. September 2006, 00:06
Hallo zusammen,

z.Zt. habe ich ein fast flügges Taubentier hier mit gleicher Symptomatik. Nach der Fixierung hat das li. Bein seine Abspreizhaltung wieder eingenommen, auch keine Übung konnte irgendetwas daran ändern. Im Rückschluss handelt es sich um einen Sehnenverletzung, die auch daran erkennbar ist, dass der Fuss keinen Greifreflex zeigt, sondern eher überspreizt. Möglicherweise handelt es sich bei Freitag um das gleiche Problem, was also mit den üblichen Spreizbeinchen nichts zu tun hätte. Ich habe das nun schon einige solcher Fälle kennengelernt, wobei mir die Ursache nur als Unfall im Nest, vielleicht über das Gewicht der Eltern bei unglücklicher Position erklärbar wäre.
Mein Kleiner ist körperlich sonst fit, mir graut nur vor den Landeversuchen, sollte er wirklich perfekt fliegen können. Abdrücken vom Boden geht mangels Fußreflex und Abspreizung nur schlecht, daher bleibt es beim Hoppelflug, sodass wir Landung auf weichem Grund üben können. Ich hoffe sehr, dass Freitag das erspart bleibt, falls nicht, muss ich trotzallem sagen, dass zumindest mein Kleiner ein lebensfroher Hüpfer ist, na denn....

Gruß piaf

Mausispatz
20. September 2006, 17:36
Der betroffene Fuß von Freitag hat ganz normale Greifreflexe. Also besteht wohl noch Hoffnung :~
War denn das Beinchen von deiner Taube direkt nach dem Lösen des Fixierbandes wieder wie vorher oder kam das nach und nach wieder?
Hast du auch eine Wildtaube? Wenn ja, was machst du später mit ihr? Hast du noch andere Tauben? Oder vermittelst du sie dann??
Würd mich einfach mal interessieren
Hast du vielleicht ein Foto ? :zwinker:
ich bin jedenfalls froh, wenn das Band morgen ab kommt. Ein weiteres Problem ist nämlich auch, wenn er da so in seinem Käfig liegt.. und dann Kacken muss... ich glaub, ich brauch das nicht weiter ausführen, oder ? :D
Ums tägliche Bad kommen wir im Moment nicht rum. Und am Band selber kriege ich die Sauerei gar nicht mehr richtig ab.

piaf
20. September 2006, 18:41
wenn der Greifreflex funktioniert, sieht das alles viel besser aus, selbst wenn Freitag später das Bein abstellt, kann er wenigstens zupacken bei der Landung. Ich habe hier einen typischen Cityhopper, also keine Wildtaube. Der/die Kleine hatte im Alter von 5 Tagen übelste Trichomonaden, sodass der Hals fast dicht war und der Kropfbrei samt Körnern um den Kopf verschmiert klebte und nicht ins Küken passte. Ein 2. Küken war wohl im Alter von 2 Tagen bereits tot, so fand ich das Nest jedenfalls am 5./Tag vor.
Nun nach der Entfernung der Fixierung (14 Tage!) dauerte es keine Stunde, da stand das Bein dezent ab und dann bis zum nächsten Tag war es wieder im Urzustand. Ich habe selber 46Tauben, darunter abgestürzte Brieftauben, Schlachttauben (nein,nein, ich schlachte sie natürlich nicht) und Stadttauben. Entweder nicht mehr für den Flugverkehr geeignet oder entsorgt bzw. nicht mehr erwünscht, so kamen die meisten Fälle hier an. Auswilderung erübrigt sich also bei dieser Kollektion.
Ein Foto wäre nur von Handy zu Handy möglich, wenn Du die Möglichkeit auch hast. Falls ja, sende mir doch Deine Mobilnr. per pn

Gruß piaf

Mausispatz
21. September 2006, 19:08
so, der dumme verband ist jetzt endlich ab. :freude:
das beinchen sieht erstmal ganz gut aus. natürlich hat er jetzt probleme mit dem richtigen sitzen und anscheinend hat er vergessen, wofür füße da sind :D aber wir arbeiten dran.
die tä hat mir ein calcium pulver mitgegeben (ich glaube, es ist auch phosphat drin). das probieren wir dann mal aus. bezahlt haben wir mal wieder null komma nix.

Sina
22. September 2006, 08:51
:zustimm:
Dann drück ich euch mal die Daumen, dass die Fehlstellung nicht wieder kommt!!

LG, Sabine

Mausispatz
22. September 2006, 12:50
das bein sieht immer noch ganz gut aus. mehr sorgen machen mir jetzt der linke fuß und ein zeh am rechten fuß. ist alles irgendwie verdreht... :nene:
wenn er läuft, läuft er mit der linken seite quasi auf dem fußrücken... :(
wir machen jetzt fleißig gymnastik. ich versuche den fuß immer in die richtige stellung zu bringen.. gar nicht so leicht.

Sina
22. September 2006, 20:27
Hallo,

Gymnastik ist gut! Beobachte das mal über´s Wochenende. Wenn die Fehlstellung nicht zurückgeht, sollte die TÄ auch hier einen fixierenden Verband (sog. Schuh) anlegen.

Schön zu hören, dass das andere Beinchen jetzt in Normalposition bleibt. :) Ich denke, da bekommt ihr das mit dem Fuß auch noch hin. Dabei wird Freitag sicherlich auch weniger Probleme mit dem Laufen haben, da der Verband - wenn er denn sein muss - nur den Fuß betrifft.

Wenn es sich über´s Wochenende übrigens nicht bessern sollte oder eher noch schlimmer wird, kannst Du auch versuchen, den Fuß selbst zu fixieren. Ein Stückchen Pappe oder ein dickeres Wattepad in Größe des Fußes nehmen, die Zehen darauf weitestgehend - ohne "Gewalt" ;) - in Normalposition bringen und mit Mull fixieren. Dabei aber nicht zu fest binden, damit der Fuß noch ausreichend durchblutet wird.

LG, Sabine

PS: Zur TÄ würde ich dann aber trotzdem noch mal gehen.

Mausispatz
27. September 2006, 18:43
Gewichtsmäßig nimmt der kleine Freitag ordentlich zu. Hat die 200 er - Marke weit hinter sich gelassen. Und er hat einen Appetit wie ein Raubvogel :+schimpf ... Wenn ich der Meinung bin, sein Kropf steht kurz vorm platzen, bettelt er immer noch wie halb verhungert rum. Er glaubt mir einfach nicht, wenn ich ihm sage, dass er jetzt satt ist :p
Bei der TÄ waren wir natürlich auch nochmal. Er hat eine Vitamin B Spritze bekommen und Traumeel Tabletten, die ich in seinem Wasser auflösen soll. Groß verbunden hat sie an den Füßen nichts mehr. Sie sagt, wir sollen einfach viel üben, versuchen ihn aufs Stöckchen zu setzen...
und dass er einen Verband als störenden Fremdkörper empfinden könnte und dann erst recht seinen Fuß verkrampft. Hört sich für mich ganz vernünpftig an.
Ich mach gleich mal Fotos von der jetzigen Situation. Moment. Kommen gleich...

Mausispatz
27. September 2006, 18:58
http://www.directupload.net/images/060927/temp/y33QuASx.jpg (http://www.directupload.net/show/d/833/y33QuASx.jpg)

http://www.directupload.net/images/060927/temp/BFf67cTX.jpg (http://www.directupload.net/show/d/833/BFf67cTX.jpg)

http://www.directupload.net/images/060927/temp/47yZ9EXR.jpg (http://www.directupload.net/show/d/833/47yZ9EXR.jpg)

http://www.directupload.net/images/060927/temp/N7SMW4yI.jpg (http://www.directupload.net/show/d/833/N7SMW4yI.jpg)

Sina
28. September 2006, 14:20
Na, da wird der kleine Freitag ja ein kleines Wonnepröppchen... :D Schön, dass es mit dem Zunehmen so gut klappt.
Auf dem letzten Foto schaut er aber schon recht keck - süß. :)

Hm, ich hätte die Füßchen schon mit einem Verband in die richtige Position gebracht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Tauben bei dem Verband eigentlich nicht zum Verkrampfen neigen.

Ja, Gymnastik und Greifen-üben ist sehr wichtig, damit die Muskulatur und die Sehnen beweglich bleiben.

Wie alt ist der kleine eigentlich jetzt?

Mausispatz
28. September 2006, 18:57
Er ist jetzt so ziemlich genau drei Wochen alt.
Den lingen Fuß zu verbinden wird schwer, da das Haúptproblem darin liegt, dass er den Fuß beim Laufen nach innen biegt und quasi auf dem Fußrücken läuft. Bringt also nichts, wenn man den Fuß in die richtige Stellung bringt, er biegt ihn trotzdem nach hinten (hatten wir schon versucht). Wenn er bei mir liegt, schiebe ich die Zehen immer in die richtige Richtung, das klappt auch. Aber sobald er aufsteht und laufen will, "klappt" er den Fuß um. Das führt natürlich dazu, dass er beim laufen "wackelt" und auch nicht sicher steht. Der rechte Fuß ist meiner Meinung nach weniger Problematisch, da steht "nur" der Daumen nach vorne statt nach hinten.
Den linken Fuß kann er nicht alleine strecken.... deshalb muss ich die Zehen erst in die richitge Richtung ziehen und ihn dann auf einen Stock setzen (oder auf meinen Finger). Festhalten ist dann kein Problem. Mmm... bin mal gespannt, wie lange das dauert oder ob das überhaupt was wird. So viel kaputt, dabei hatte er den Verband doch nur drei Tage! Armer kleiner Wurm. Das schlimmste ist, dass er so langsam anfangen möchte zu fliegen... das gibt noch was. ... er kann ja nirgendwo landen. Greifen kann er nicht richtig und wenn er auf einer glatten Oberfläche landen will, fällt er auf den Bauch, weil er keinen festen Stand hat.... :(
Wie lange kann denn so eine Genesung dauern?

Sina
29. September 2006, 08:46
Hallo,

nicht böse sein :) aber ich halte es nach wie vor für wichtig, dass die Zehen noch mal mit Verband in die richtige Stellung gebracht werden. Der Verband sollte dann natürlich so angebracht sein, dass der linke Fuß nicht nach hinten umknicken kann. ;) Ausschließlich mit Übungen wirst Du die Fehlstellung nicht korrigiert bekommen, die "Gymnastik" ist eigentlich nur unterstützend gedacht. Und gerade wenn er bald beginnt zu fliegen, wäre es wichtig, dass er dann halbwegs vernünftig landen kann.

Die Heilung kann dauern, aber vollständig wird seine Fehlstellung vermutlich nicht verschwinden. Beim rechten Fuß würde ich fast sagen, dass ihr den wieder hinbekommt. Beim linken Fuß habe ich da ehrlich gesagt Zweifel. Aber das liegt nicht an Dir, sondern vielmehr an dem Mangel, den der Vogel die ersten Tage mitbekommen hat. Das ist oftmals schwer bis unmöglich wieder aufzuholen. Die Zusatzvitamine und Calcium gibst Du ihm weiterhin, oder?

Noch mal zum Fliegen bzw. Landen. Du merkst sicherlich bald, welche Landeplätze Freitag bevorzugt. Polster die doch dann am besten mit Handtüchern aus, dass wenn er auf den Bauch rutscht, er ein wenig weicher fällt.

Auswildern würde ich Freitag übrigens mit seinem Handicap nicht.

LG, Sabine

piaf
29. September 2006, 12:18
Bei dem re.Fuß würde ich auch eine Zehenfixierung probieren, es sieht noch nicht so chancenlos aus. Betreffend den li. Fuß sehe ich wenig Chancen. Man kann den Fuß nur flexibel halten, indem man Bewegungsübungen macht, so wie bisher eben. Das Problem ist, dass hier keine gezielte Muskelkontraktion sondern ein Sehenreflexex vorliegt, das ist der Unterschied zu uns, die wir mit den Füßen gezielt greifen können. Beim Vogel schliesst sich der Fuß "automatisch". Im Gegensatz zu meiner Kleinen, bei der dieser Reflex fehlt, funktioniert bei Freitag der Gegenzug, also das Öffnen der Griffhaltung nicht, auch das ist beim Vogel ein Sehnenreflex. Er wird aber lernen damit umzugehen. Wir üben auf Bettinlet-Gebirgen, ich baue also eine Hügellandschaft aus diesem weichen Untergrund und sie wandert, hüpft etc. den ganzen Tag darauf herum. Inzwischen fliegt sie auch ein paar Meter und weiss, wo sie sich einigermassen halten kann, die Abstürze reduzieren sich deutlich. Warum das bei Freitag erst nach dem Tapeverband aufgetreten ist, ist mir allerdings nicht so klar. Die Sehne kann dabei eigentlich nicht gerissen sein. Also ich würde immer weiter mit Massage versuchen den Fuß bzw. das ganze Bein zu mobilisieren, wer weiss, ob es nicht doch noch klappt. Auswildern halte ich bei einer bleibenden Fehlhaltung leider für ausgeschlossen


Gruß piaf

Mausispatz
29. September 2006, 17:46
So, habe die Zehen wieder getapet... :zwinker:
Die große Frage ist nur, wie kriege ich das Gelenk so verbunden, dass er es nicht nach hinten knicken kann? Das ist gar nicht so einfach. Wie gesagt, wir hatten es schon veruscht. Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben. Wäre super.
ja, sein calcium bekommt er noch.
dass ich ihn nicht auswildern kann wenn das nicht 100%ig wieder gesund wird ist mir bewusst :(
aber darüber mache ich mir erstmal keine gedanken. da wird sich schon eine lösung finden, wenn es soweit ist, denke ich

Mausispatz
29. September 2006, 18:24
hab jetzt für den krüppelfuß eine konstruktion gebaut... ;)
mal gucken, wie lange das hält.

Mausispatz
29. September 2006, 18:29
dumme frage.... ein paar strassen weiter von uns wohnt der onkel von meinem freund der hat zwei große vloieren. in der einen sind finken und wachteln und in der anderen sittiche und kleinpapageien (unzertrennliche und sowas).
wenn ich einen partner für freitag finden würde, könnte man die beiden dann theorezisch in eine von den volieren setzten? oder geht das nicht gut?

Sina
29. September 2006, 21:48
Hallo,

@piaf: da hast Du recht, der Fuß sollte flexibel bleiben. Meinst Du aber nicht, eine kurzzeitige Fixierung würde evtl. doch noch eine Besserung bringen? Ich würde es versuchen.

@mausispatz: Den linken Fuß würde ich von der TÄ tapen lassen.
Wenn, dann würde ich Freitag mit Partner in die Voliere mit den Finken und Wachteln setzen. Wie groß ist denn die Voliere?

LG, Sabine

Mausispatz
29. September 2006, 22:02
ziemlich groß... die Maße weiß ich nicht, müsste ich fragen.
Naja, mache das Tape morgen mal ab und gucke wie es aussieht. Wenn es was gebracht hat, mach ich den nochmal.
Irgendwie kriegen wir das schon gebacken.

piaf
30. September 2006, 17:12
Hi zusammen, ja ich habe auch schon hin und her überlegt, aber im Grunde sehe ich keine Lösung in der Gelenkfixierung. Wenn der "Gegenzug" fehlt, wird nach Ablösung des Verbandes der Fuß immer wieder gekrümmt sein. Ich sehe es ja hier mit dem gegenteiligen Zustand. das Bein bleibt abgespreizt, ebenso die Fußhaltung. Wenn ich die Beine mit einem Gummi in Verbindung bringe, d.h. um jeden Fuß einen Ring und daran ein Gummi wie eine 8 zwischen den Beinen befestige, kann sie mit beiden Füssen auftreten, auch wenn der li.Fuß spreizt. Bei der Landung ist das dann aber ein Drama, also habe ich diese Lösung wieder verworfen. Ich fürchte, dass die Fixierung, wenn sie nicht gleich Erfolg zeigt, wie z.B. bei den Spreizbeinchen von Hühnerküken, mehr schadet als nützt, da das Gelenk und die Sehne immer starrer werden. Der kleine muss jetzt schnellstens lernen mit der Behinderung zurecht zu kommen

Gruß piaf

Mausispatz
30. September 2006, 22:55
Ja, das müssen unsere Kleinen wohl....
Der rechte Fuß, der nur den Daumen falsch hatte, sieht jetzt wieder ganz gut aus. Ich hatte schon überlegt, bei dem Fuß, den er immer einknickt, ein Streichholz anzutapen, damit er den Fuß nicht mehr knicken kann, aber ich denke, da ärger ich ihn nur mit.
Er tut mir ja schon leid, wie er so durch sein Zimmer wackelt. ...
@piaf: wäre schön, wenn du mir ab und zu sagst, wie dein Krüppelchen zurecht kommt. Sozusagen Erfahrungsaustausch zwischen Eltern zweier Behinderter :p

piaf
30. September 2006, 23:20
na klar, wenn wir das schon nicht ändern können, müssen wir wenigstens das beste daraus machen.
Das mit der Voliere klingt recht reizvoll, bei mir kommen Tauben und Wellensittiche bestens zurecht. Die Frage stellt sich aber, wie und worauf soll Freitag landen, ebenso wird eine gesunde Partnerringeltaube in einer Voliere die Krise bekommen. Als Partner müsste dann eher eine gemütliche Rassetaube herhalten, darunter gibt es ja auch ein paar Wenigflieger. Nur ob Ringel und Rasse zueinanderfinden, da habe ich leider keine Erfahrung

Gruß piaf

Wutzelweb
01. October 2006, 10:39
Hallo,

Rasse- und Ringeltauben passen nicht gut zueinander. Davon würde ich dringend abraten. Ich habe meine Stadt- und Ringeltauben kürzlich getrennt, weil Ringeltauben sehr sanfte und verträgliche Tiere sind (bis auf ihre Neigung, auszuflippen). Stadt- bzw. Brieftauben haben hingegen ein relativ ausgeprägtes Aggressionsverhalten, was ihr Revier angeht. Eine Ringeltaube würde nie auf die Idee kommen, sich aufzuregen, weil jemand auf dem Platz sitzt, auf dem sie 5 Minuten vorher gesessen hat. Bei Rassetauben sieht das ganz anders aus.
Eine gesunde Ringeltaube darf und sollte man natürlich nicht einsperren. Aber es ist weiß Gott nicht schwer, z.B. eine flugunfähige oder anderweitig behinderte Ringeltaube zu bekommen, wenn man sich an entsprechende Stellen wendet. Ruf z.B. mal in der Taubenklinik in Essen an. Die können dich dann "vormerken", da die öfters mal "Überraschungen" vor die Tür gestellt und freuen sich über jeden, der eine behinderte Ringeltaube nimmt, denn die Pflegestellen sind begrenzt und wenn sich niemand bereit erklärt, so ein Tier zu nehmen, bleibt nur die Einschläferung, da die dort die Tauben auch nicht stapeln können.

LG
Tanja

P.S.: Zu den Sittichen kann ich auch was sagen: Zumindest Wellensittiche und Ringeltauben vertragen sich hervorragend. Trotz des heftigen Größenunterschiedes gibt es keine Probleme und die beiden Arten leben mehr oder weniger nebeneinander her.

Sina
01. October 2006, 13:45
Hallo,

schön, dass der rechte Fuß sich wieder normalisiert. Auch, wenn der linke Fuß nicht mehr vollständig o.k. wird, würde ich doch noch mal versuchen ihn durch ein Tape zu fixieren, gerade, weil das rechte Füßchen wieder besser geworden ist. Ein gepolstertes Streichholz kann dem Abknicken wirklich entgegenwirken. Meine Idee, da piaf wirklich Recht damit hat, dass das Gelenk bzw. Muskeln und Sehnen geschmeidig bleiben sollten, wäre, dass Du den Fuß tapest und morgens sowie abends das Tape entfernst und mit ihm "Krankengymnastik" machst. Freitag ist doch relativ zutraulich, da sollte ihm das Wechseln des Tapes nicht ganz so viel ausmachen. Wäre vielleicht für drei Tage ein Versuch. Merkst Du dann, das Fixieren absolut gar bringt nichts, dann kannst Du es immer noch lassen.

Bleibt der Fuß so, mußt Du gut darauf achten, dass sich der Fußrücken nicht entzündet. Es wird eine Schwachstelle für Freitag bleiben.

Den Tipp von Tanja hätte ich Dir wegen der zweiten Ringeltaube auch gegeben, frag einfach mal in der Taubenklinik nach. Ich würde sogar jetzt schon nachfragen, damit Freitag mit einem Artgenossen aufwachsen kann. Eine Stadt- oder Rassetaube würde ich auch nicht unbedingt dazu setzen, zumal sich schon die ganze Sprache der beiden Arten voneinander unterscheiden.

Stimmt, mit den Wellensittichen klappt es hervorragend. Auch mit Nymphensittichen ist es kein Problem. Allerdings wäre ich bei Agaporniden vorsichtig.

LG, Sabine

Mausispatz
01. October 2006, 15:06
Agopo... dingsbums.. das sind doch die kleinen Papageien, oder? Ne, die sind ja wenn in der kleinen Voliere. Wie gesagt, in der großen sind so weit ich weiß Wachteln... und Finken... muss nochmal genau gucken gehen. Mein Freund meint übrigens die Voliere wäre 8x3x2 Meter oder so.
Der Tip mit der Taubenklinik in Essen ist natürlich super. Werde da einfach mal anrufen oder eine Mail hinschicken. Die haben ja sicherlich ne Website. Gut, ich versuche dann mal die Sache mit dem Streichholz. Watte-Streichholz-Watte-Tape oder wie am besten?
Übrigens fliegt er seit heute ein bisschen durch die Gegend. Als wir heute in sein Zimmer kamen, saß er auf einer Anhöhe. Allerdings kann er nicht auf glatten Unterflächen stehen. Da rutschen ihm direkt die Füße weg .. armes Kerlchen... :nene:

Wutzelweb
01. October 2006, 15:35
Die haben ja sicherlich ne Website.

Ne, nicht wirklich. ;) 0201/848390, ruf da mal besser an. :) Dann kannst du dein Anliegen auch gut erklären. Auf persönlicher Ebene läuft das mit Sicherheit besser.

LG
Tanja

Mausispatz
01. October 2006, 18:25
Hab gerade nochmal nachgefragt. In der Voliere leben auch Diamanttauben. Wäre das denn schlimm ? Ich würde ja trotzdem eine andere Ringeltaube für Freitag suchen. Ist ja nicht so, dass er die Diamanttauben dann als Partner ansehen sollte. Oder meint ihr, die vertragen sich so oder so nicht?

Sina
01. October 2006, 19:37
Doch, Ringeltauben und Diamanttauben vertragen sich sehr gut. :D Habe die Konstellation selber.

Mausispatz
02. October 2006, 12:44
hab gerade mit der Taubenklinik gesprochen. Die haben im Moment nur ältere Tauben da, aber sie hört sich nochmal um und meldet sich bei mir. Übrigens sagt sie, dass das mit Wellensittichen nicht so ideal wäre :?
Und dass eine flugfähige Taube sich in einer Voliere Tod fliegt, wenn nicht genug andere Tauben mit dabei sind :?
ich weiß auch nicht....
Sie sagt, wenn die Behinderung nicht allzu groß ist, würde sie ihn fliegen lassen. Aber er kann ja noch nicht mal aufm Stöckchen sitzen.
Ich warte mal ab , ob sie sich meldet.

Sina
02. October 2006, 14:16
Hallo,

vielleicht melden sie sich ja noch mal und können Dir ein weiteres Ringelchen vermitteln. Warte einfach mal ab. Evtl. fragst Du einfach auch mal im örtlichen Tierheim nach.

Hmja, Ringeltauben mit Wellensittichen sind vielleicht nicht die Idealbesetzung in einer Voliere, aber beide können recht gut zusammenleben. (Wie gesagt, ich wäre nur bei Unzertrennlichen und/oder größeren Sittich- und Papageienarten vorsichtig...) Es kommt dazu natürlich noch auf den Platz an. Die Voliere von Deinem Onkel ist schön groß, sofern sie nicht mit Wellensittichen & Co. "überfüllt" ist...

Beim Auswildern setzt jeder andere Maßstäbe. Ich persönlich handhabe es so, dass der Vogel wieder zu 99% fit sein muss. So pauschal läßt sich das aber auch nicht sagen, man muss die Gesamtsituation sehen. Aber so wie Du den Fuß von Freitag beschreibst, würde ich ihn keinesfalls fliegen lassen. Durch die Fehlstellung wird sich das Gelenk / der Fuß früher oder später entzünden und für Freitag zu einem Überlebensproblem werden. Ganz abgesehen davon, dass er mit dem Handicap nicht sehr gut sitzen, landen und laufen kann.

Alleine soll man die Taube natürlich nicht in der Voliere halten, ein Partner muss schon dazu. Dafür suchst Du ja auch. Eine ältere, voll flugfähige Ringeltaube würde ich aber ebenfalls nicht dazusetzen, da diese meist zu scheu sind und sich dann wirklich in der Voliere zu Tode fliegen können. (Ringels neigen recht schnell zur Panik.)

LG, Sabine

Wutzelweb
02. October 2006, 18:51
Hallo,

was die Taubenklinik sagt, ist natürlich nicht ganz falsch. Eine flugfähige, wilde Ringeltaube in einer 8 Meter Voliere zu halten, ist ziemlich risikoreich. Auf 8 Meter kriegt eine Ringeltaube eine Menge Schwung. Allerdings gibt es auch handaufgezogene Ringeltauben mit Beinschaden, so, wie es bei deiner der Fall ist. Man muss bei Ringeltauben immer etwas vorsichtig sein, aber eine handaufgezogene, die aufgrund eines gesundheitlichen Schadens nicht mehr auswilderbar ist, neigt in aller Regel nicht zu solchen Gefühlsausbrüchen. Und wirklich relativ häufig findet man flugunfähige Ringeltauben. Auch eine solche Taube würde sich als Partner für deine Ringeltaube eignen.
Mit den Wellensittichen ist das so eine Sache. Optimal ist es nicht, aber die beiden Arten tun sich nichts und ignorieren sich mehr oder weniger. Ob ich es langfristig so machen würde, weiß ich nicht. Übergangsweise hatte ich den Fall schon, wobei die Tauben und die Wellensittiche (natürlich mit vorausgegangener GRÜNDLICHER Untersuchung) zusammen in einem Zimmer waren. Das war überhaupt kein Problem und nur die Tauben waren etwas überfordert, wenn sie man etwas Wellensittichfutter bekommen haben (das lieben sie) und die Wellis das so schnell weggepickt haben, dass die Tauben keine Chance hatten, etwas abzubekommen.
Aber die Konstellation mit Finken und Wachteln finde ich auch sinnvoller.

Noch eine Frage: Du hast gesagt, sie hätten zurzeit nur ältere Tauben da? Aber warum willst du unbedingt eine Junge? Oder ist das so gemeint, dass es zurzeit nur flugfähige adulte Ringeltauben gibt, die dann in der Voliere ausrasten. Ansonsten würde ich nämlich keinen Deut auf das Alter geben.

LG
Tanja

Sina
02. October 2006, 20:26
Hallo Tanja,

das mit der jungen Ringeltaube bin ich "Schuld" ;) da ich meinte, es wäre schöner, wenn Freitag mit einem in etwa gleichaltrigem Kumpel aufwächst.

LG, sabine

Wutzelweb
02. October 2006, 21:32
Hi Sabine,

das stimmt natürlich! Das wäre natürlich das Optimum. Aber wenn sie keine junge haben, ist doch eine erwachsene, die vielleicht eh dringend ein Zuhause benötigt, besser, als gar keine, dachte ich. Wenn ich mir da z.B. das flugunfähige Lieschen angucke. Die ist so lieb und flippt gar nicht aus. Einerseits ist das vermutlich ihr Charakter, andererseits ist ihr aber auch bewußt, dass sie nicht fliegen kann. Sie hat aber gelernt, dass ich ihr nichts tue, wenn ich in der Voliere bin und daher klappt das sehr gut.
Vor allem fände ich es schade, wenn die junge Taube dann vielleicht im kommenden Frühjahr fliegen könnte, weil sie an sich gesund ist und dann das fußlahme Täubchen zurücklassen muss. :( Wenn man eine junge, behinderte Tauben finden könnte, wäre das natürlich toll, aber langsam schwindet die Chance darauf ja auch.

LG
Tanja

Mausispatz
03. October 2006, 11:03
genau, eine junge behinderte sollte es sein. die frau in der klinik meinte, wenn ich eine erwachsene nehme wäre das so, wie einen opa mit einem kind zu vergesellschaften.... das wäre nicht optimal.
aber ich habe mir vorgenommen, mittwoch alle eventuell vogelkundigen tä im umkreis von 30 km anzurufen. vielleicht kann uns ja doch noch einer helfen... wer weiß

Wutzelweb
03. October 2006, 11:50
Hallo, da muss ich aber noch einmal mit denen reden. ;) Denn die Aussage halte ich für totalen Quatsch. Gut, den Gedanken kann ich nachvollziehen, aber da die Taubenklinik die Tauben nach der Aufzucht auch an andere Leute gibt, die sie dann auswildern oder bei Behinderung behalten, fehlt ihnen da möglicherweise ein wenig der Überblick.
Im nächsten Frühjahr ist deine Taube geschlechtsreif. Da verpaart sie sich genauso mit einer einjährigen Ringeltaube wie mit einer 15jährigen. Ich habe Babys und erwachsene wilde Ringeltauben in meiner Voliere. Untereinander machen die da gar keine Unterschiede. Die Kleinen lernen auch viel von den Großen und es gibt untereinander Sympathien völlig unabhängig vom Alter. Häufig sitzt eine von meinen Kleinen mit einer der erwachsenen Tauben zusammen. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass sie sich bei den Großen sicherer fühlen.

Wichtig finde ich nur, dass deine Taube einen Artgenossen bekommt, damit sie nicht unglücklich und fehlgeprägt wird. Es wäre toll, wenn du eine junge behinderte Taube bekommen könntest. Aber die Zeit rennt dir davon, denn in Kürze kannst du keine Taube mehr nach draußen setzen, wenn sie nicht schon vorher draußen war. Dann ist es zu kalt.

LG
Tanja

Mausispatz
03. October 2006, 12:05
ich hatte sowieso vor, Freitag bei mir überwintern zu lassen. Er ist jetzt noch nicht mal vier Wochen alt! Überlege mal, in zwei Monaten, wenn er so weit wäre ist es schon Dezember! Schnee, Frost, Wind.... das geht doch nicht. Jedenfalls werde ich dann, nachdem ich hoffentlich am Freitag bei einem Tierarzt war, meine Suche nach einer Partnertaube fortsetzen. Davon hängt ja alles ab. Wenn ich einen Arzt finde, der uns vielleicht doch helfen kann (ich habe ja vielleicht die Hoffnung, dass es vielleicht eine starre Schiene für Vogelfüße und Gelenke gibt) muss ich ja nicht mehr nach einer behinderten Taube ausschau halten. Dann kann ich auch eine gesunde, junge Taube aufnehmen.
Ich denke, ich habe so etwa 3-4 TÄ gefunden, bei denen ich morgen mal anrufen werde. In Münster. Die Frage ist ja immer, vogelkundig hin oder her, ob die sich auch Mühe mit Wildtauben machen. Ich kann ja direkt sagen, dass ich es auch bezahlen möchte. Vielleicht machen die dann keinen Unterschied...
Ich hoffe so sehr, dass Freitag wieder ganz gesund wird und ich ihn nächstes Frühjahr auswildern kann.
Er kann zwar den linken Fuß nicht strecken, aber es ist kein Problem, ihn in die richtige Richtung zu stellen. Aber wenn ich den Fuß gut fixiere, läuft er trotzdem nicht auf der Fußfläche, sondern verdreht ihn irgendwie. Entweder läuft er auf dem Fußrücken, oder, wenn ich das durch Tapen mit Streichholz verdindere, läuft er auf der Fußseite. Irgendwas stimmt da auch mit dem Gelenk nicht. Sollte sich doch mal ein richtiger Facharzt angucken. Ich denke, meine TÄ ist da mit ihrem Latein auch zuende.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Wutzelweb
03. October 2006, 13:54
Hallo,

mmh, vielleicht habe ich etwas nicht mitbekommen, aber wie kommst du darauf, dass du eine Ringeltaube erst im Alter von drei Monaten raussetzen kannst? :huh: Normalerweise sind Ringeltauben mit 4 Wochen flügge, werden dann noch etwa eine Woche von den Eltern außerhalb des Nestes weiter gefüttert. Oft klappt dieser Zeitrahmen in der Handaufzucht nicht, doch ich würde - wenn das möglich ist - die Taube mit 4 oder 5 Wochen in die Voliere setzen und dort weiter füttern. Dann reicht auch eine Fütterung 3x oder sogar nur 2x täglich.
Wie gesagt kenne ich den Hintergrund nicht. Ich bin nur über deine "3-Monats-Marke" gestolpert.

Ich würde mich mit dem Problem nach Möglichkeit an einen Spezialisten wenden. Also einen Arzt, der die Zusatzbezeichnung Facharzt für Geflügelkrankheiten oder Ziervogelkrankheiten trägt. Und in NRW gibt es da meines Wissens nach nur einen in Duisburg, in Düsseldorf, in Köln und in Essen. Wenn du mobil bist, kann ich dir nur raten, eine längere Strecke in Kauf zu nehmen. Das kann letztlich für die Zukunft deiner Taube entscheidend sein. Viele der Tierärzte, die in dieser Vogeldoktor-Liste stehen, sind nicht wirklich vogelkundig oder sogar das krasse Gegenteil. Das hängt damit zusammen, das dort jeder seinen Tierarzt eintragen kann und das auch tut, wenn der Arzt ein netter Mensch ist und ganz lieb zu Wellensittich und Co. war. Aber fachkompetent muss er daher noch lange nicht sein. Vor allem, da deine Taube keinen läppischen Schnupfen hat, den man mal eben mit einer Antibiotikaspritze wegbekommt.

Ach ja, frag bei deiner Suche nach einer behinderten Ringeltaube auch bei vielen Tierärzten und Tierheimen nach. Denn wenn jemand eine findet, bringt er sie - wenn er sie nicht liegen lässt - entweder zu einem Tierarzt oder ins Tierheim. Da hast du womöglich auch Chancen.

LG
Tanja

Mausispatz
03. October 2006, 15:13
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man eine Handaufgezogene Ringeltaube nicht mit einer normal aufgezogenen vergleichen kann.... ist ja irgendwie logisch.
Die drei Monatsmarke kam daher, dass meine letzte Ringeltaube erst mit drei Monaten richtig Futterfest war, dass ich sie fliegen lassen konnte. Mit zwei Monaten hat sie erst angefangen, selbstständig zu fressen.
Freitag ist jetzt vier Wochen alt... er pickt zwar ein bisschen im Fressen rum, aber das wars dann auch schon.
Handaufgezogene Ringelchen sind doch noch 10000 mal unselbständiger und spätentwickelt als in der Natur aufgewachsene.

Wutzelweb
03. October 2006, 17:25
Hallo,

darum schrieb ich ja das hier :zwinker:


Normalerweise sind Ringeltauben mit 4 Wochen flügge, werden dann noch etwa eine Woche von den Eltern außerhalb des Nestes weiter gefüttert. Oft klappt dieser Zeitrahmen in der Handaufzucht nicht, doch ich würde - wenn das möglich ist - die Taube mit 4 oder 5 Wochen in die Voliere setzen und dort weiter füttern. Dann reicht auch eine Fütterung 3x oder sogar nur 2x täglich.

Außerdem schrieb ich, dass ich die Hintergründe nicht kenne. D.h., ich weiß nicht, ob die Voliere in unmittelbarer Nähe zu deiner Wohnung ist, du also morgens genug Zeit hast, die Taube zu füttern oder ob das aus welchen Gründen auch immer nicht geht.
Heute würde ich es nur noch so machen. Bis vor kurzem hatte ich auch Stadttauben in der Ringeltaubenvoliere. Da habe ich die Ringelbabys eh erst spät reingesetzt, weil die Stadttauben so zickig waren und die jungen Ringels sich sichtlich unwohl fühlten.

Übrigens kann man das mit dem Zeitrahmen nicht pauschal sagen. Es gibt durchaus auch Ringeltauben, die auch in der Handaufzucht genau so schnell selbstständig sind wie Tauben, die von ihren Eltern aufgezogen werden. Auch, wenn das häufig nicht der Fall ist.

VG
Tanja

Mausispatz
03. October 2006, 22:08
Ich schätze, ich habe einen guten Ta gefunden
Dr. Becker in Nortkirchen (www.tierarzt-becker.de).
Ist nurnoch zu klären, ob er auch Wildtauben behandelt, aber das kläre ich dann morgen telefonisch

Sina
04. October 2006, 07:04
Dann mal viel Glück! Berichte doch mal, wie es war!

LG, Sabine

Mausispatz
04. October 2006, 15:00
Juhu!!! Wir haben einen Termin am Freitag um halb elf!

Sina
05. October 2006, 08:43
Daumen sind gedrückt!

Mausispatz
06. October 2006, 14:15
Also, um es kurz und knapp zu machen: Alles Scheisse!
Der TA war ganz toll und hat sich viel Mühe gegeben. Allerdings ist er sich sehr sicher, dass uns das ganze Schlamassel meine "alte" TÄ eingebrockt hat, indem sie falsch getaped hat.
Jedenfalls ist der Oberschenkelknochen und das Gelenk verdreht. Den Fuß kann er nicht strecken, weil das Tape wahrscheinlich zu sehr auf den Nerv gedrückt hat. Da hat er nicht viel Hoffnung. Hab Vitamin B12 Tabletten mit bekommen und der Bein hat der in die richtige Richtung gebracht und geschient. Aber alles unter Vorbehalt.

Sina
06. October 2006, 14:44
Laß den Kopf nicht hängen!!
Es ist natürlich schade, dass durch falsches Tapen einiges zunichte gemacht wurde. (Dein Tapen war aber o.k.?)

Es war gut, dass Du zu dem vogelkundigen TA gefahren bist!! Vielleicht ist ja zumindest insofern noch etwas zu retten, als dass Freitags Leben mit Handicap nicht ganz so schwer wird.

LG, Sabine

Mausispatz
06. October 2006, 16:47
Ja, mein Tapen war OK. Ich hatte ja immer nur versucht den Fuß zu tapen (was natürlich nichts bringt, wenn es am Nerv liegt). Der Fehler liegt ganz klar am Oberschenkel und am Gelenk, wo ich ja nie dran war. Das war die Stelle, an der die TÄ das Spreizbein fixiert hatte. Ärgerlich auch, dass sie es nicht erkannt hatte, als ich nochmal da war. Naja, bringt jetzt auch nichts mehr. Mit auswildern wird auf jeden Fall nix mehr.

Mausispatz
06. October 2006, 16:50
und er sagt, wenn wir Glück haben, wird das Bein wieder in Ordnung und er bekommt eine Hornhaut am Fußrücken. Damit könnte er gut Leben. Wenn er noch mehr Glück hat, bekommen wir auch den Fuß mit VB12 wieder hin. Aber an soviel Glück auf einmal glaubt er auch nicht. Er hat ja schon bedenken, dass wir das Bein wieder hinbekommen. Er hat gesagt, man muss einfach abwarten, wie das wird und wie er zurechtkommt. Wenn du angesprochene Hornhaut nicht entsteht, hat er natürlich immer das Füßchen wund... für den Fall, wenn alles schief läuft, hat er auch einschläfern angesprochen. :? Aber seine devise heißt jetzt erstmal: ABWARTEN. Find ich ganz vernünpftig.

piaf
06. October 2006, 17:40
oh man, jetzt fallen mir nur ein paar ganz schlechte Ausdrücke ein......

Nützt Dir aber auch nichts, also schauen wir lieber positiv in die Zukunft. Ich kann Dir nur den Verlauf bei Klara schildern, die den Fuß überstreckt und seitlich abspreizt. Sie ist inzwischen 5 Wochen alt und fliegt schon ganz ordentlich. Die Landungen arrangiert sie sich einfüssig, jongliert dabe recht waghalsig aber die Abstürze sind nie wirklich schlimm. Ich hatte ja auch befürchtet, dass sie sich den Fuss wund scheuert, das passiert zumm Glück nicht, wäre es der Fall gewesen, hätte ich den Fuss mit Heftpflaster oder hypoallergenem Pflasterband überklebt. KEIN GRUND ZUM EINSCHLÄFERN, das ist meine Meinung.Wenn Du siehst, wie fröhlich Klara hier durch die Wohnung steppt, fliegt und langsam mit Taubenkollegen Robert anbändelt, sehe ich darin auch eine Form von Lebensqualität, die jeden Erlösungsgedanken in die Schranken weist.

Gruß piaf

Mausispatz
06. October 2006, 18:22
Ja, deswegen ja auch "abwarten, wie er zurecht kommt". Ist ja klar, dass man keinen einschläfert, dem es gut geht.
Aber nun habe ich gerade gesehen, dass das Füßchen anscheinend anschwillt 8o
Noch nicht wirklich krass, ich dachte erst, ich bilde es mir vielleicht nur ein, aber ein Unterschied zum anderen Fuß ist zu sehen... was nun? Mache ich den Verband direkt ab oder erstmal beobachten??????? Das wäre echt schade, wenn ich die ganze Konstruktion jetzt direkt wieder abmachen müsste. Weiß nicht, ob ich das auch so hinkriege. SO EIN SCHEISS :+kotz:

Mausispatz
06. October 2006, 21:02
So, da mir nun leider keiner mehr geantwortet hat und ich nicht länger warten wollte, habe ich den TA nochmal angerufen. Nützt ja nix.
Er hat gesagt, ich soll erstmal warten ob es schlimmer wird oder nicht. Solange der Fuß nicht dunkel wird oder die schwellung noch schlimmer wird, soll ich es so lassen, ansonsten kann ich versuchen, am Ende vom Verband einen kleinen Schnitt zu machen, damit eventuell das Blut besser zirkulieren kann.

piaf
07. October 2006, 11:22
das nimmt aber auch kein Ende mit dem Ärger. Ein Mensch kann den Fuß hochlegen, damit der Rückfluss besser funktioniert. Wenn die Verdickung dauerhaft bleibt, muss der Verband gelockert werden, Minderdurchblutung bzw. gestörter Rückfluß ist das letzte was der Fuß jetzt braucht, dann lieber ohne Fixierung. Oh diese Ärzte....

Gruß piaf

Mausispatz
07. October 2006, 11:35
Als ich ihn gestern Abend anrief und ihm das schilderte, konnte ich förmlich hören, wie er mit den Augen rollte und er sagte:" Oh Mist, ich habs mir gedacht!"
Er hätte mich natürlich vorwarnen können... aber da er immer erreichbar ist, war es jetzt nicht so schlimm. Ich schätze, er ist schon ein sehr guter Vogeldoc.
Ich werde den Verband gleich unten etwas einschneiden (wenn ich meine Schere gefunden habe:k )

piaf
07. October 2006, 12:13
ja ich hoffe dass der Arzt gut ist, Erfahrung muss er haben, hat er doch selber einen Schlag:D

Oh Dir gehts mit dem Werkzeug wie mir, irgendwo im Haus befindet es sich, ganz sicher, nur wo.....:?

Gruß piaf

Wutzelweb
08. October 2006, 09:17
Lass dich nicht entmutigen! Die Taube ist noch sehr jung, ich hatte zwar bisher nur zwei gehbehinderte Ringeltauben, bei denen der Fall auch anders gelagert war als bei deiner, aber bei beiden habe ich gesagt "die armen, sie werden nie in die Wildnis können" und beide haben sich so stark ins Positive entwickelt, dass ich bei der einen nicht einmal mehr die Behinderung sehen kann und die andere lediglich ein leichtes Hinken zurückbehalten hat.
Vitamin B 12? Kann es sein, dass du Vitamin B Komplex meinst, in dem auch B1 und B6 drin ist?

VG
Tanja

Mausispatz
08. October 2006, 11:17
:zwinker: Schere gefunden, alles klar
Auf den Pillen steht Multivitamin EB12
Sagt euch das was?

Mausispatz
09. October 2006, 19:06
KEIN GRUND ZUM EINSCHLÄFERN, das ist meine Meinung.Wenn Du siehst, wie fröhlich Klara hier durch die Wohnung steppt, fliegt und langsam mit Taubenkollegen Robert anbändelt, sehe ich darin auch eine Form von Lebensqualität, die jeden Erlösungsgedanken in die Schranken weist.


Das hört sich ja wirklich schön an. Ich wünschte Freitag hätte auch mein bisschen mehr entdeckergeist.
Er ist eigentlich nur zufrieden, wenn er bei mir kuscheln darf. Sobald ich ihn irgendwo hinsetze, nach dem Motto "nun entdeck doch mal die welt", dann hockt er da, guckt mich ganz groß an und fängt an kläglich zu iepsen, bis ich ihn wieder auf dem arm nehme.
heute mittag hat er ganz arg geblutet. ich nehme an, er hat sich die kralle vom daumen in einen anderen zeh gerammt. genau konnte ich es nocht nicht untersuchen. hab erstmal die blutung gestoppt und jetzt muss ich auf meinen freund warten, weil er gerade nicht still halten will zum verband abnehmen. er hat es schon nicht leicht.
Wenn er dann doch mal Lust bekommt, irgendwohin zu fliegen (so wie jetzt, er sitzt auf meinem Schoss und weil ich schreibe kann ich nicht mit ihm kuscheln - das geht natürlich überhaupt nicht!), er ist jetzt von meinem Schoss auf den Schreibtisch geflogen- und was passiert? Seine Beine rutschen weg und er kann nicht stehen. Ist ja klar, dass er dann keine Lust hat, irgendwas auszuprobieren.
Freitag kommt seine Beinschiene ab. Bin mal gespannt.
Ich fürchte, das rechte Bein spreizt auch immer weiter ab. Er kann es zwar ranziehen, also nicht so krass wie am Anfang, aber richtig ist das auch alles nicht. Als das Pech ausgeteilt wurde im Taubenland, da muss klein - Freitag ganz laut "HIER" geschriehen haben. Er ist doch erst vier 1/2 Wochen alt. Das ist nicht fair.

Wutzelweb
09. October 2006, 19:30
Auf den Pillen steht Multivitamin EB12
Sagt euch das was?

Das ist ein Präparat von Chevita. Ich glaube, da ist nur Vitamin B 12 drin. Erkundige dich im Zweifelsfall noch einmal beim Tierarzt oder bei Chevita selber (www.chevita.de).
Wenn da tatsächlich nur B12 drin ist, würde ich mir auf jeden Fall noch eine B1/B6-Mischung besorgen. Z.B. Vitamin B Komplex Sanum N (Pharmazentralnummer 0148688 ) aus der Apotheke. Vitamin B1 und B6 sind DIE Vitamine zur Nervenregeneration. Das ist echt super wichtig.

VG
Tanja

P.S.: Mit der Pharmazentralnummer weiß die Apotheke ganz genau, was du brauchst, das ist leichter für die zu finden, als wenn du den Markennamen nennst.

piaf
10. October 2006, 00:18
>er ist jetzt von meinem Schoss auf den Schreibtisch geflogen- und was passiert? Seine Beine rutschen weg und er kann nicht stehen. Ist ja klar, dass er dann keine Lust hat, irgendwas auszuprobieren<

Das sieht bei Klara nicht anders aus, nur da sie keine Schiene mehr hat, kann sie sich inzwischen doch besser abfangen. Ich habe überall Decken und Handtücher liegen, sodass sie viele Landeplätze hat, Bücherregal, Schreibttisch, wo auch immer.
Was aber glaube ich ganz entscheidend ist--> die Taubenkontakte
Ich werde sie wohl nie in einer Voliere halten können, ich glaube sie würde sich über kurz oder lang den Hals brechen. Trotzdem braucht sie den Taubensmalltalk. Ab und zu nehme ich also eine der handzahmen Tauben mit rein und lasse sie und Klara ganz in Ruhe Tauben sein. Meist genügt schon eine Stunde, dann will Klara nicht mehr und zieht sich auf den Schreibtischsessel zurück. Durch diese Meetings hat sie sich ein wenig von mir entfernt, ist auch altersgemäss zickig und reduziert mich so zunehmend auf meinen Fütterungsauftrag. So ganz genau weiss ich auch noch nicht, wie ich es in Zukunft gestalten werde, aber bisher haben mir die Tiere eigentlich immer selber den Weg vorgegeben

Gruß piaf

Mausispatz
10. October 2006, 18:45
In Freitags Zimmer steht noch die Einrichtung von seinem "unbehinderten" Vorgänger. Diese Einrichtung besteht unter anderem aus einer Wäschespinne. Diese hatte ich eigentlich vor zu entfernen, weil ich dachte, mit Krüppelfüßen kann man da eh nicht drauf sitzen. Von wegen. Gerade komme ich rein, und da sitzt Freitag stolz wie Oscar auf der Wäscheleine und piepst mich fröhlich an. Wie er das gemacht hat? Keine Ahnung. Irgendwie hat er sich mit dem gesunden Fuß festgehalten und den kranken irgendwie so abgelegt, dass er nicht runterfallen konnte. Sah nicht besonders graziös aus, aber immerhin. :beifall:
Und alleine trinken kann er auch seit gestern. :zustimm:
Übermorgen (Donnerstag) mache ich den dummen Verband ab. Der TA hat zwar gesagt, erst Freitag, aber sicher ist sicher. Nicht, dass das Gelenk nachher steif ist.... Ausserdem ist der Fuß immer noch ein bisschen angeschwollen. Und er sitzt und steht immer ganz krumm und schief... nicht, dass er noch einen Rückenschaden davonträgt.

Mausispatz
12. October 2006, 18:36
Also, die blöde Schiene ist jetzt weg... obs was gebracht hat??? Na, ich weiß net.... :nene:
Die Preisfrage des Tages lautet nun: Gehe ich nochmal ans Spreizbein ran oder lass ich es einfach bleiben?
Sein Krüppelfuß blutet übrigens schon wieder... vielleicht doch mal lieber seine "laufstelle" tapen? Obwohl ich dann die Befürchtung habe, dass es nie ohne Tape gehen wird. Vielleicht entwickelt sich so wirklich mal ne Hornhaut....

Sina
12. October 2006, 21:47
Hallo,

blutet der Fuß wieder aufgrund der Kralle? Dann würde ich der "schuldigen" Kralle vorsichtig die Spitze abfeilen, so dass sie keine Verletzung mehr verursachen kann. (Nicht zu tief feilen, in den Kralen sind Blutgefäße!)

Hast Du beim TA noch mal einen Termin zur Nachkontrolle? Würde ich Dir empfehlen, so dass der Arzt ggfs. noch mal tapen kann. Besprich mit ihm dann aber auf jeden Fall alle Probleme.

Wenn sich die Lauffläche von dem Handicap-Fuß entzündet, dann würde ich polstern und tapen. Vorerst aber so lassen. Ich denke, Freitag hat insofern "Glück" mit seinem Handicap, als dass er noch klein ist und mit der Behinderung von Anfang an zu leben lernt. Das er sich auf der Wäscheleine halten kann ist doch ein super Erfolg!!! Elegant muss es ja auch nicht aussehen. :D

Schön, dass Freitag auch schon selbst trinken kann. :) Pickt er denn auch schon ein wenig selbst?

Liebe Grüße,

Sabine

Mausispatz
13. October 2006, 17:30
nee. die kralle ist nicht mehr schuld, nun hatte er sich einfach die leuffläche abgescheuert. heute gehts aber wieder.
er pickt schon ein bisschen, allerdings nicht wenn er alleine im zimmer ist. das würde ich ja sehen an verstreuten körnern.
ich habe mir überlegt dem ta erstmal ein foto per mail zu schicken. sonst fahren wir die strecke nachher umsonst.

Mausispatz
13. October 2006, 18:01
http://www.directupload.net/images/061013/temp/75ee2QMi.jpg (http://www.directupload.net/show/d/849/75ee2QMi.jpg)

das ist freitags spielplatz

http://www.directupload.net/images/061013/temp/T8HsN6ss.jpg (http://www.directupload.net/show/d/849/T8HsN6ss.jpg)

und hier ist er bei seiner lieblingsbeschäftigung

Mausispatz
14. October 2006, 10:30
er bekommt immer eine mischung aus tauben-papageien- und sittichfutter. nun habe ich gerade zufällig gelesen, dass im sittichfutter milch- und molkereierzeugnisse drin sind 8o darf er das jetzt nicht mehr fressen?

Mausispatz
14. October 2006, 16:38
.. und heute hat er das erst mal gebadet. Habe einfach ein Küchentuch in die Wanne gelegt, damit er nicht ausrutscht. Man muss sich nur zu helfen wissen. Aber was jetzt mit dem Trill-Futter ist, wo Milch drin ist, würde mich jetzt doch brennend interessieren. :?

Mausispatz
14. October 2006, 16:39
seit heute steht auf seinem Spielplatz auch Kresse und Petersilie. Er hat schon fleißig dranrumgepickt :D

Sina
14. October 2006, 16:51
Hallo,

was für Sittichfutter hast Du denn? Wenn es eines mit Stückchen ist, die wie kleine Pellets aussehen, dann dürften darin die Molkereibestandteile drin sein. Ansonsten wäre mir das neu.
Ich denke nicht, dass ihn diese kleinen Mengen Milchbestandteile schaden werden - vorausgesetzt, er frißt diese Dinger überhaupt. Gib es ihm ruhig weiter und beim nächsten Sittichfutterkauf nimmst Du eines, wo die Milchbestandteile nicht enthalten sind.

Sieht ja klasse aus, das Plätzchen von Freitag! Das mit dem Badewännchen und dem eingelegtem Tuch ist eine gute Idee. Sicher hat er es genossen zu baden.

Täuscht es vielleicht, oder sind seine Federn immer so zerzaust? Könnte auf einem Vitamin- und Mineralstoffmangel deuten, wahrscheinlich, bevor Du ihn übernommen hast. Bei der nächsten Mauser sollte das besser werden.

LG, Sabine

Mausispatz
14. October 2006, 18:15
.... keine Ahnung, wo da die Milch sein soll.... sind keine Plättchen oder ähnliches drin.
Die Federn sind schon etwas zerrupft, vorallem am Schwanzende.... schätze, da kommt er wegen dem unsichern stehen und sitzen beim Putzen gar nicht hin.
In dem Multivitam EB12 ist übrigens nicht nur B12 drin, hatte da ne Mail hingeschickt.

Mausispatz
17. October 2006, 12:48
Die Preisfrage des Tages lautet nun: Gehe ich nochmal ans Spreizbein ran oder lass ich es einfach bleiben?
.


Hat denn dazu keiner eine Meinung?

Sina
17. October 2006, 13:55
Ups, doch eigentlich schon.
Ich persönlich würde es noch mal versuchen. Vielleicht sieht das jemand anders? Was hat der Vogel-TA denn gesagt?

Hab Dir auch in Deinem Beitrag unter "Vogelkrankheiten" geantwortet.

LG, Sabine

Mausispatz
20. October 2006, 21:05
Freitag hat heute seine ersten FÜNF Erdnüsse - GANZ ALLEINE - gefressen. Und das gerade mal mit sechs Wochen. Sein Vorgänger hat dafür neun Wochen gebraucht. :beifall:
Und sein Vorgänger - Bruno- hat auch mit sechs Wochen nicht mehr mit mir geschmust - war wahrscheinlich uncool- aber Freitag, der schmust noch genauso mit mir wie am ersten Tag. Wenn ich ihn aus seinem Zimmer hole, kann ich mich mit ihm auf die Couch setzen und er macht es sich mit mir gemütlich. Dieses Verhalten hatte bei Bruno mit ca. 4 Wochen komplett aufgehört. Also quasi seit er flügge war. Freitag mag lieber kuscheln als fliegen. So ein lieber.... :~

Sina
22. October 2006, 18:42
Wow, da hast Du ja einen Frühstarter! Schön weiter üben. ;) :D

Ja, manche sind rechte Kampfschmuser, die können nicht genug bekommen. Vielleicht ist es sein Handicap, dass ihn so anlehnungsbedürftig macht.

Mausispatz
23. October 2006, 13:04
kampfschmuser.... :D das ist gut.
wenn ich da an bruno denke. am besten war immer wenn wir uns ne schüssel popcorn gemacht hatten. glaub bloß nicht, dass wir da auch nur einen von essen durften. er hat sich auf oder in die schüssel gesetzt und hackenderweise alles vertrieben was es gewagt hat sich der schüssel zu nähern. freitag hingegen ist so ein sensibelchen. hängt vielleicht wirklich mit seiner vorgeschichte zusammen.

Sina
23. October 2006, 14:46
Jede Ringeltaube hat ihren völlig eigenen Charakter. Keine ist gleich. Wenn ich meine 3 durch die Handicaps nicht auseinanderhalten könnte, würde ich es durch ihr Verhalten können.

Mausispatz
07. November 2006, 19:07
mmmhh... kann mir mal jemand sagen, was ein 8 Wochen altes Ringeltaubenküken jetzt wiegen sollte? Wir stehen seit ein paar Tagen bei 350 Gramm fest. Sein Brustbein kann ich nicht spüren. Ich lasse ihn morgens und Abends alleine Erdnüsse fressen und Mittags füttere ich ihm Körner. Sollte ich vielleicht doch besser zwischendurch noch seinen Babybrei geben? Aber normalerweise müssten die Erdnüsse doch auch ganz ordentlich ansetzen, oder?

Sina
09. November 2006, 13:35
Eigentlich sollte er schon an die 380-400 g wiegen. Pauschal kann man das aber nie sagen! Solange Du sein Brustbein nicht stark fühlen kannst, würde ich mir nicht unnötig sorgen machen. Es ist normal, dass die Tauben in der "selbständig-fressen-lern"-Phase vom Gewicht her abnehmen oder stagnieren.

Fliegt Freitag vielleicht nicht sonderlich viel?

LG, Sabine

Mausispatz
09. November 2006, 13:43
Nein, besonders viel fliegt er wirklich nicht. Aber wäre es nicht besonders dann, wenn er sich wenig bewegt nicht so, dass er MEHR wiegen müsste? Naja, wir wollen uns mal nicht verrückt machen. Vielleicht ist er auch einfach nur ein bisschen kleiner als seine "normalen" Artgenossen!?! Schließlich war seine erste Lebenswoche nicht gerade der beste Start in ein gesundes Taubenleben!

Sina
09. November 2006, 13:53
Ja, ich denke auch, dass Du Dir nicht wirklich Gedanken machen mußt. Vor allem, wenn er ansonsten unauffällig ist (also nicht besonders oft aufgeplustert schläft, die Häufchen o.k. sind etc.)

Fliegen baut Muskeln auf und macht die Taube schon kräftiger. Aber wahrscheinlich wird er nie der kräftigste und größte werden. Ist zumindest so meine Erfahrung mit meinen beiden Handicap-Ringels.

Liebe Grüße, Sabine

Mausispatz
22. November 2006, 18:03
http://www.directupload.net/images/061122/temp/VpoH4QsY.jpg (http://www.directupload.net/file/d/889/VpoH4QsY_jpg.htm)

8o

http://www.directupload.net/images/061122/temp/Nem5eRBy.jpg (http://www.directupload.net/file/d/889/Nem5eRBy_jpg.htm)

Soll ich das behandeln? Oder einfach in Ruhe lassen? Ich hab Kamille zum baden gekauft, aber entzündet ist ja nichts. Oder wie heißt diese Salbe... Beta... irgendwas??

Wutzelweb
22. November 2006, 19:29
Oh Mann, das sieht nicht gut aus. :(
also diese Rundumstelle kannst du, solange es noch frisch ist, mit etwas Polyvidon-Jod behandeln (z.B. Betaisodona oder Braunol... je nachdem von welchem Hersteller). Ich würde es aber nicht als Salbe, sondern als Lösung kaufen. Die Salbe ist so matschig klebrig, da bleibt dir alles drin hängen.
Beunruhigender finde ich die Stelle am Kniegelenk des rechten Beines. Das ist so aus der Ferne schlecht zu erkennen, sieht aber aus wie eine Gangrän, also abgestorbenes Gewebe. Du kannst das mit Kamille etwas aufweichen und anschließend mit Polyvidonjod behandeln. Ist es eine Nekrose bzw. Gangrän und ist sie durch ständigen Druck auf das Gelenk entstanden, muss an der Grundsituation etwas geändert werden. Am besten ist natürlich eine komplette Entlastung der Stelle oder zumindest eine Ultraweichlagerung. Z.B. in dem du an den Lieblingsplätzen des Täubis kleine Kissenbezüge mit Watte füllst und dort hin legst (Taube darf natürlich nicht an die Watte kommen). Wenn die Nekrose fortschreitet, erreicht sie irgendwann das Gelenk, das sich dann entzündet, matschig wird un völlig funktionslos wird. Diese Infektionen klettern auch weiter.
Sollte es keine Gangrän sein, sondern nur eine vertrocknete, äußerliche Wunde (bei genauerem Betrachten des Bildes glaube ich eher an diese Version), kannst du dünn Bepanthen drauf machen. Ist sie feucht/infektiös besser PVJ.
Hoffe, es wird wieder.

VG
Tanja

Mausispatz
22. November 2006, 20:18
danke für deine Antwort. Ja, die Stelle am Gelenk ist quasi eine Druckstelle, weil er ja nicht wie normale Tauben läuft und sich häufig genau an der Stelle abstüzt. Werde morgen mal die Apotheke stürmen.

piaf
22. November 2006, 20:18
vielleicht wäre es auch gut, beide Stellen in hoch verdünnter lauwarmer Polyvidonlsg zu baden (zunächst 2x tgl), das fördert die Gewebegranulation. Wichtig ist, dass sich neues gesundes Gewebe bildet. Begleitend,wie Ww schon schreibt, möglichst die Ursache irgendwie eindämmen

Gruß piaf

Sina
22. November 2006, 22:32
Hallo,

das sieht wirklich schlimm aus.
Täuscht es mich, oder ist die hintere Zehe des linken Fußes abgestorben?
Die Stelle am Fersengelenk sieht mir auch eher nach einer äußeren Wunde aus, die aber trotzdem, wie Tanja schon schrieb, sorgsam behandelt werden muss. Sie wird wahrscheinlich immer wieder entstehen, da er seine Belastung dort drauf hat.

Was mich auch ein wenig beunruhigt ist, dass der rechte Fuß so geschwollen scheint.

Ich würde beide Füße jeweils täglich vorsichtig massieren und die Glieder bewegen - also Krankengymnastik.

Ist das Problem mit auf dem Hinternsitzen wieder aufgetreten?

LG, Sabine

Mausispatz
23. November 2006, 13:13
Hallo,

das sieht wirklich schlimm aus.
Täuscht es mich, oder ist die hintere Zehe des linken Fußes abgestorben?
Die Stelle am Fersengelenk sieht mir auch eher nach einer äußeren Wunde aus, die aber trotzdem, wie Tanja schon schrieb, sorgsam behandelt werden muss. Sie wird wahrscheinlich immer wieder entstehen, da er seine Belastung dort drauf hat.

Was mich auch ein wenig beunruhigt ist, dass der rechte Fuß so geschwollen scheint.

Ich würde beide Füße jeweils täglich vorsichtig massieren und die Glieder bewegen - also Krankengymnastik.

Ist das Problem mit auf dem Hinternsitzen wieder aufgetreten?

LG, Sabine


ja, das Problem mit dem Hinternsitzen hat er nun ständig. .... frag mich nicht, wieso. Ich hoffe wirklich, dass die Zehe nur so dunkel erscheint, weil, wie gesagt, die äußere Hautschicht fehlt. Geschwollen waren bis vor ein paar Tagen beide Füße ein bisschen. Das ist schon wieder etwas besser. ich mach jetzt mal betaisadona drauf.

Sina
23. November 2006, 15:55
Hallo Jenny,

wenn sich jetzt noch etwas an dem Zustand von Freitag verändert, dann sollte man dem auch bestimmt noch entgegensteuern (können). Natürlich werden die Füße nie mehr so, wie sie bei gesunden Tauben sind, aber noch schlechter müssen sie nicht werden.

Evtl. ist er gerade in einer Phase, in der sich sein Körperbau noch mal verändert - er wächst ja auch noch.
Ich würde ihn trotz allem noch mal dem Tierarzt vorstellen. Wie gesagt, selbst wenn er damals geäußert hat, man kann an den Beinen nicht mehr viel machen, die erneute Verschlechterung aufhalten kann er vielleicht eben doch! Und das sollte so schnell wie möglich geschehen! Mein Angebot mit meinem TA steht übrigens weiterhin! :)

Lieben Gruß, Sabine