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Vollständige Version anzeigen : Suche Hilfe / Erfahrungsaustausch bei PBFD



13.
29. October 2006, 15:41
Hallo Zusammen,

ich suche Menschen mit denen ich mich über PBFD austauschen kann.
Gern auch Privat...

LG
Conny

fisch
29. October 2006, 18:41
Hallo Conny,

bist du betroffen? 8o :trost:
Ich schieb mal ins PBFD-Krankenforum....

__________________

LG
Sven http://www.ruegengeier.de/sonstiges/assets/images/Animation_Coco_und_Grisu_klein.gif

Aiwendil
30. October 2006, 06:29
Hallo!

Meine Sittiche haben auch PBFD, möchtest du denn etwas bestimmtes wissen?

Ich kann dich auch einfach nur etwas aufbauen indem ich dir sage, dass es allen meinen Vögeln, auch den fast komplett nackten, sehr gut geht. Sag einfach bescheid, was du brauchst.:trost:

Wenn nu möchtest kannst du mir auch eine PN oder Email schreiben.

-Speedy-
30. October 2006, 08:18
Hallo,

ich kann mich Aiwendil nur anschließen, wenn du irgendwelche Fragen bezüglich PBFD hast oder einfach nur darüber sprechen willst, dann kannst du dich gerne an uns wenden.

Außerdem tut es mir sehr leid, dass es auch Dich getroffen hat :trost:

13.
30. October 2006, 19:10
Hallo,

danke für Eure Meldungen!!! PN verschickt!!!
Was benutzt Ihr für Desinfektionsmittel?

Conny

Christian
30. October 2006, 20:47
Hi Conny!


Was benutzt Ihr für Desinfektionsmittel?


Das beste bei PBFD ist F10 (http://www.oesieg.de/intro/default_d.html). Bei einer Verdünnung von 1/125 ist es ziemlich wirksam gegen alle möglichen Viren, selbst die enorm widerstandsfähigen, wie eben Circovirus (PBFD), zudem ist es recht kostengünstig und nicht so schädlich wie viele Konkurrenzprodukte.

Doch nicht nur die Desinfektion ist wichtig, sondern auch die Stärkung des Immunsystems. Hier hat sich Alvimun (https://ssl.kundenserver.de/www.premiumtierfuttermittel.de/sess/utn;jsessionid=1545465500a6ddd/shopdata/0050_V=F6gel/0030_Genesung=26amp=3Bslash=3BRekonvaleszenz/product_details.shopscript?article=0010_Alvimun%2B%3D280667%3D29) bewährt. Desweiteren sind Präparate wie AviConcept (https://ssl.kundenserver.de/www.premiumtierfuttermittel.de/sess/utn;jsessionid=1545465500a6ddd/shopdata/0050_V=F6gel/0020_Federkleid/product_details.shopscript?article=0010_AviConcept%3DAE%2B%2Bnach%2BDr%3D252E%2BSteinmetz%2B%3D28011 0%3D29) oder Korvimin zu empfehlen, um die Gefiederneubildung zu unterstützen und den Vitaminhaushalt auf Vordermann zu bringen, was wiederum der Immunabwehr zu Gute kommt, da das Immunsystem durch PBFD ja geschwächt wird.

Und zuguterletzt sollte man die Wirkung einer Vogellampe nicht unterschätzen.

Also ... Kopf hoch :zustimm:

-Speedy-
31. October 2006, 08:32
Ich nehme nur Bactazol und Apfelessig zur Desinfektion, F10 ist mir einfach zu massiv.

13.
31. October 2006, 12:47
Hallöchen,

unserem Nervenkostüm geht es nach 5 Tagen dieser Mitteilung wieder besser.
Wir haben jetzt einen Umluftfilter, eine BirdLamp, Futter von Ricos Futterkiste, zur Zeit Korvimin (vom TA) und und und...
Ganztägigen Freiflug sowieso... und häufiges Duschen...
Vom TA bekommen die Beiden derzeit Moronal.
Bis auf die Hefepilze zeigt eigentlich "nur" Charlie Probleme mit dem Gefieder und er kratzt sich häufig am Kopf.
Ich danke Euch für die vielen Tipps und Ratschläge!!!
Irgendwie hat man nach dieser Mitteilung, das Gefühl überhaupt nichts mehr zu wissen und man muss sich erst wieder aufrappeln.
Jetzt werden wir kämpfen!!! Die Veränderung durch die Pilze haben wir ja zum Glück auch gleich bemerkt.
Gibt es etwas, was man unbedingt in der "Vogelapotheke" haben sollte.

Nochmals DANKE für Eure Hilfe und aufmunternden Worte!!!

Conny mit Ihren 2 Geiern

Pico
31. October 2006, 12:57
F10 ist mir einfach zu massiv.

dann solltest Du Dich evtl. mal über F10 ausführlicher informieren. ;)
F10 darf sogar zum Inhallieren angewandt werden.

Wenn eine chemische Keule, dann Bactacol!:+klugsche

Mehr zu F10 (http://www.oesieg.de/intro/default_d.html)

-Speedy-
31. October 2006, 14:56
Ich benutze auch das Bactazol nur ausnahmsweise und nicht täglich. Mir ist das häufige desinfizieren an sich viel zu heftig. Außer meinen Naturästen wüsste ich jetzt auch nicht, was ich desinfizieren sollte. Ich wasche alles gründlich mit Apfelessig ab und das muss dann auch reichen. PBFD bekomme ich sowiso nicht mehr los.

Hast du das F10 schon selber ausprobiert?

Ich werde nächste mal meine vk Tierärztin wegen dem F10 fragen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es das Wundermittel schlechthin ist und warum es von niemandem empfohlen wird (ist jetzt nicht böse gemeint).

Pico
31. October 2006, 16:25
Hi,

ich selber habe es noch nicht probiert, das ich einen Dampfreiniger verwende.
Ziehe es aber trotz allem in Erwägung es ebenfalls zu testen.

Habe aber inzwischen mit einigen Leuten gesprochen, die es verwenden und sogar das Gefühl haben das Volieren/Käfige mit F10 im Waschwasser leichter zu reinigen sind.

Ferner sind mir - auch durch Bekannte - sogar vogelkundige TÄ bekannt, die F10 empfehlen und es eben zum Inhallieren verordnen.

13.
31. October 2006, 16:40
Hallöchen,

ist vielleicht eine blöde Frage, aber in welchem Verhältnis verwendet Ihr Apfelessig? Ich hasse Essiggeruch!!! ,-)
Und was haltet Ihr vom PariBoy Turbo N zum Inhalieren?

Conny

Christian
31. October 2006, 20:51
Hi again!


Vom TA bekommen die Beiden derzeit Moronal.

Also liegt lediglich eine Hefepilzinfektion des Verdauungstraktes vor? Oder sind auch die Atemwege betroffen? Das ist echt schlimm, daß Pilzinfektionen bei Grauen als häufigste Sekundärinfektion von PBFD auftreten. Denn Pilze können ja auch recht hartnäckig sein und die entsprechenden Medikamente belasten den Körper ja auch enorm.


Bis auf die Hefepilze zeigt eigentlich "nur" Charlie Probleme mit dem Gefieder und er kratzt sich häufig am Kopf.

Das mit dem Juckreiz finde ich etwas ungewöhnlich. Hat er da mehrere neue Federn, die sich nicht öffnen wollen?


Jetzt werden wir kämpfen!!!

Das ist genau die richtige Einstellung, denn man kann doch mehr tun, als man anfangs glaubt. Mit einem bißchen Glück wäre es sogar zu schaffen, daß die Symptome wieder verschwinden.


Gibt es etwas, was man unbedingt in der "Vogelapotheke" haben sollte.

Allgemeine Tips zum Thema Vogel-Apotheke findest Du HIER (http://www.sittich-info.de/?/medizin/notfallapotheke.html). Speziell für die aktuelle Situation bist Du ansonsten schon recht gut versorgt. Allerdings würde ich mit dem TA unbedingt die Medikation von Alvimun diskutieren, um das Immunsystem zusätzlich anzuregen. Da dies ein homöapatisches Präparat ist, wird er/sie dem sicherlich zustimmen.

Ansonsten kann ich die Anschaffung von F10 nur dringend anraten ... warum? ... lies weiter.


Mir ist das häufige desinfizieren an sich viel zu heftig.

Das ist aber die einzige Möglichkeit, die immer wieder erneute Virenaufnahme durch die Umwelt zu reduzieren und somit dem Immunsystem die Chance zu geben, sich zu regenerieren. Bedenke, daß der Circovirus das Immunsystem ähnlich schwächt wie Aids beim Menschen. Vitamingaben und Alvimun stärken das Immunsystem zwar auch, aber was nutzt das, wenn ein Großteil aller ausgeschiedenen Viren durch Staub erneut in den Körper gelangen und das Immunsystem erneut schwächen?


Außer meinen Naturästen wüsste ich jetzt auch nicht, was ich desinfizieren sollte.

Alles ... Käfig, Näpfe, etc. Bedenke vor allem, daß der Virus auch über Staub übertragen wird.


Ich wasche alles gründlich mit Apfelessig ab und das muss dann auch reichen.

Tut es aber wahrscheinlich nicht. Circoviren sind extrem widerstandsfähig und gegen die meisten Desinfektionsmittel restistent. Und da soll dann ausgerechnet Apfelessig diesen Mistviechern den Gar ausmachen können? Höchst zweifelhaft :+klugsche


PBFD bekomme ich sowiso nicht mehr los.

Das mag vielleicht sein, aber wenn man durch den Einsatz geeigneter Maßnahmen lediglich verhindert, daß PBFD bei weiteren Vögeln ausbricht, ist es den Aufwand definitiv wert, oder? Oder zeigen alle Deine Vögel Symptome?


Hast du das F10 schon selber ausprobiert?

Ja. Wir haben früher für die Käfigdesinfektion auch immer Bactazol verwendet und anschließend den Käfig von dessen Rückständen befreit, sprich alles nach der Einwirkzeit wieder abgewaschen.

Da mein Schatz aber diverse Allergien, Neurodermitis und Asthma hat, reagierte sie auf das Bactazol recht heftig ... Atemnot und Husten. Nachdem ich dann von F10 und dessen universeller Wirksamkeit gegen Bakterien, Pilze und Viren erfuhr, dachte ich mir, wir testen das mal an, zumal Bactazol mehr ein Insektizit denn ein reines Desinfektionsmittel ist. Und siehe da, Schatzi zeigt bei der Verwendung von F10 keinerlei unangenehme Reaktionen.


Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es das Wundermittel schlechthin ist ...

Es ist ein Desinfektionsmittel und sollte auch als solches entsprechend vorsichtig eingesetzt werden. Ein Wundermittel ohne jegliche Nebenwirkungen, insbesondere bei Langzeitanwendung, ist es natürlich nicht. Es ist aber unumstritten, daß es sehr wirksam gegen alle möglichen Bakterien, Pilze und selbst hartnäckigste Viren ist, wenn die Dosierung stimmt. Ebenso ist erwiesen, daß es den Körper weniger belastet als manche Konkurrenzprodukte.

Ich hatte mich mal mit unserem vogelkundigen TA über dieses Präparat unterhalten und er meinte, daß es zur Inhalationstherapie bei Aspergillose zunehmend Anwendung findet, da es den Körper weniger stark belastet, als die meisten Antimykotika.

Einer der ersten, der diese Art der Aspergillose-Behandlung durchgeführt hat, war übrigens der Brite Dr. Michael Stanford, dem es auch als erstem gelang PBFD zu heilen ... ja Ihr habt richtig gelesen ... PBFD ist mittlerweile heilbar ... allerdings ist das Medikament in Deutschand derzeit so gut wie gar nicht zu bekommen und die Therapie extrem teuer. Wen das näher interessiert, dem sei der folgende Artikel (http://www.globalparrots.com/case_studies/case_studies1.html) von Dr.Stanford selbst empfohlen.
Es gibt inzwischen auch einen Impfstoff, der in Australien entwickelt wurde, aber leider ist dieser in Old Germany noch nicht zugelassen und das, obwohl es diesen schon seit ca. 10 Jahren gibt :(


... und warum es von niemandem empfohlen wird (ist jetzt nicht böse gemeint).

Ganz einfach, weil es ein recht neues Präparat aus Südafrika ist, welches in Deutschland noch nicht sehr viele Leute kennen ... es fällt derzeit wohl noch in die Rubrik "Geheimtip".


Ferner sind mir - auch durch Bekannte - sogar vogelkundige TÄ bekannt, die F10 empfehlen und es eben zum Inhallieren verordnen.

Z.B. unser TA ;) Er meinte auch, daß immer mehr TÄ auf F10 setzen.


Ich hasse Essiggeruch!!! ,-)

F10 ist nahezu geruchsneutral, so daß man damit auch seine eigene Kleidung besprühen kann. Wie gesagt, PBFD kann auch über die Kleidung verbreitet werden. Will man also mal jemanden besuchen, der/die auch Krummschnäbel hat, welche gesund sind, so ist es unverzichtbar die Kleidung zu desinfizieren und vorher die Haare zu waschen ... gleiches gilt natürlich u.U. auch für die Autositze ... man will ja nicht noch weitere Geier ungewollt anstecken.


Und was haltet Ihr vom PariBoy Turbo N zum Inhalieren?

Warum? Haben Deine Grauen auch eine Atemwegsinfektion?

Christian
01. November 2006, 11:07
Hi again,

noch ein Nachtrag zum Thema F10:

In dem Buch Leitsymptome bei Papageien und Sittichen, Enke Verlag, 2004, wird F10 bereits unter Antimykotika aufgeführt. Allerdings liegt hier ein Druckfehler vor, im Text steht T10. Dem Buch liegt daher ein Zettel mit Druckfehlern vor, wo dies korriegiert wird.

13.
01. November 2006, 15:33
Hallo Christian,

unser junger Grauer, kratzt sich ständig und verliert am Kopf und am Oberbauch sehr viele Daunenfedern. Dadurch hat er schon kahle Stellen.
Diese sieht man besonders nach dem Duschen. Außerdem bleibt das Gefieder verhältnismäßig lange nass, während das Wasser bei unserer Bonnie abperlt.

Alles liebe
Conny

Christian
02. November 2006, 19:50
Hi Conny!


unser junger Grauer, kratzt sich ständig und verliert am Kopf und am Oberbauch sehr viele Daunenfedern.

Das Verlieren von Federn und die Bildung kahler Stellen ist sicherlich ein PBFD-Symptom, das je nach Stadium der Erkrankung als normal bezeichnet werden muß ... leider.

Das Kratzen hingegen würde ich nicht als typisches PBFD-Symptom bezeichnen. Andererseits verursachen frisch nachwachsende Federn durchaus mal Juckreiz, insbesondere wenn die Federn noch geschlossen sind. Wenn aber kahle Stellen weiterhin jucken, sollte man abklären, ob da nicht noch etwas anderes dahintersteckt, z.B. ein Hautekzem oder was auch immer. Denn wenn man das nicht unter Kontrolle bekommt, besteht die Gefahr, daß er sich wund kratzt und somit nicht nur die Haut, sondern u.U. sogar die Federfolikel geschädigt werden :+klugsche



Außerdem bleibt das Gefieder verhältnismäßig lange nass, während das Wasser bei unserer Bonnie abperlt.

Auch eins der PBFD-Symptome. Das Gefieder wirkt mitunter auch als wenn es fettig wäre ... rein optisch, nicht weil Wasser etwa gut abperlen würde.

Man kann nur hoffen, daß die PBFD-Forschung schnell vorankommt, zumal nicht nur wir Halter die Krise kriegen, sondern die Verbreitung des Virus so drastisch zunimmt, daß man sich Sorgen machen muß, daß auch Arterhaltungszuchtprogramme gefährdet sind, und das wäre wirklich fatal, wenn z.B. ein Sphix-Ara-Bestand infiziert würde :(

-Speedy-
06. November 2006, 15:41
Dann werde ich mich mal beim nächsten TA-Besuch über das F10 schlau machen. Du hast mich doch zum grübeln gebracht...

Ansich habe ich schon 9 Jahre PBFD im Schwarm, allerdings werden meine Wellis trotzdem recht alt u. bis auf 2 zeigen auch keine anderen deutliche Gefiederschäden. Hin- und wieder wachsen mal ein paar Federchen gebogen, diese sind dann aber auch schon nach der nächsten Mauser weg.

Christian
06. November 2006, 20:04
Hi again!


Dann werde ich mich mal beim nächsten TA-Besuch über das F10 schlau machen.

Das setzt voraus, daß er F10 kennt ... ist ja noch nicht allzu lange in Deutschland erhältlich. Sag am besten vorher schon mal telefonisch Bescheid, daß Du dazu Fragen hast, dann kann er ggf. vorher mal recherchieren, falls er's nicht doch schon kennt.


Du hast mich doch zum grübeln gebracht...

Pure Absicht ;)


... bis auf 2 zeigen auch keine anderen deutliche Gefiederschäden.

Das liegt wahrscheinlich daran, daß die Gefahr eines Ausbruchs bei jungen Vögeln erheblich größer ist, als bei Vögeln die mindestens 3 Jahre alt sind. Zudem gibt es Fälle, wo PBFD erst nach Jahren ausbricht. Waren die "Härtefälle" bei der Infektion die jüngsten Geier in Deinem Bestand?

Eine zweite mögliche Erklärung liegt u.U. darin begründet, daß PBFD bei Wellies und Agas in Deutschland so weit verbreitet ist, daß sich hier allmählich Resistenzen ausbilden. Bei Agas z.B. soll die Durchseuchung der deutschen Bestände bei über 80% liegen.

Eine Garantie, daß es bei den anderen nicht ausbrechen wird, gibt es aber natürlich nicht.

-Speedy-
07. November 2006, 07:24
Das liegt wahrscheinlich daran, daß die Gefahr eines Ausbruchs bei jungen Vögeln erheblich größer ist, als bei Vögeln die mindestens 3 Jahre alt sind. Zudem gibt es Fälle, wo PBFD erst nach Jahren ausbricht. Waren die "Härtefälle" bei der Infektion die jüngsten Geier in Deinem Bestand?

Es waren immer die ältesten Wellis, bei denen es ausgebrochen ist.
Ich habe dann noch unwissentlich einen 6 Monate alten und 2 1-jährige Wellis dazugesetzt. Der 6 Monate alte Welli ist mittlerweile 2 Jahre alt und völlig symptomfrei u. kerngesund; von den beiden 1-jährigen Wellis ist einer nach nicht mal einem Jahr plötzlich verstorben, dummerweise habe ich ihn nicht obduzieren lassen, daher könnten es auch die Megabakterien als Sekundärinfektion gewesen sein, ich weiß es absolut nicht.

Christian
07. November 2006, 20:28
Es waren immer die ältesten Wellis, bei denen es ausgebrochen ist.

Höchst ungewöhnlich, aber die waren vorher schon mit Megabakterien infiziert, oder?


... von den beiden 1-jährigen Wellis ist einer nach nicht mal einem Jahr plötzlich verstorben, ...

Das wäre der typische chronische Verlauf, wie er in Lehrbüchern beschrieben wird.


dummerweise habe ich ihn nicht obduzieren lassen, daher könnten es auch die Megabakterien als Sekundärinfektion gewesen sein, ...

Sehr gut möglich, denn beide Krankheiten schwächen das Immunsystem.

-Speedy-
08. November 2006, 08:57
Höchst ungewöhnlich, aber die waren vorher schon mit Megabakterien infiziert, oder?

Meine alten Wellis waren nicht mit Megas infiziert, die hatten nur PBFD. Einer meiner Neuzugänge hat mir die Megas mitgebracht, wer es war, weiß ich leider nicht.
Ich lasse immer Eingangsuntersuchungen machen u. da wurden die Megas natürlich nicht entdeckt.
Die Megas wurden erst Mitte des Jahres bei einer Wellidame festgestellt. Ich habe dann noch den Kot von den beiden PBFD-Wellis auf Megas testen lassen, aber der war negativ.
Ich habe die Megas auch wieder in den Griff bekommen u. damit haben wir eigentlich keine Probleme.

Mir stellt sich nur die Frage, ob das PBFD die Megas als Sekundärinfektion begünstigt oder ausgelöst hat.

Christian
09. November 2006, 19:01
Hi again!


Meine alten Wellis waren nicht mit Megas infiziert, die hatten nur PBFD.

Nun, gut. Es ist zwar so, daß PBFD eher bei jüngeren Vögeln als bei älteren ausbricht und Symptome zeigt, aber es ist auch fast überall nachzulesen, daß die Inkubationszeit von wenigen Wochen bei Jungvögel bis zu Monaten oder gar Jahren bei Altvögeln betragen kann.

Wer weiß, wie lange schon PBFD unerkannt im Deinem Bestand war, denn schließlich gibt es bei DNA-Tests insbesondere bei normal aussehen Federn nicht selten sogenannte False-Negatives, also fälschlich als negativ getestete Vögel.


Mir stellt sich nur die Frage, ob das PBFD die Megas als Sekundärinfektion begünstigt oder ausgelöst hat.

Das kann man nicht ausschliessen, da PBFD definitiv das Immunsystem schwächt. Zudem findet sich im Kompendium der Ziervogelkrankheiten folgender Hinweis zu Megabakterien:

Ihre Pathogenität ist nicht vollständig geklärt, da sie auch bei gesunden Vögeln nachgewiesen werden können.

-Speedy-
10. November 2006, 08:40
Bei mir ist es verzwickter, ich habe erst seit Anfang 2005 soviele Wellis.
Ich hatte aber gut 6 Jahre ein Pärchen alleine. 1997 habe ich einen entflogenen Welli gefunden, welcher schon PBFD hatte. Ihm sind die Federn immer blutig ausgefallen, nach der Mauser sind sie wieder gewachsen u. dann wieder ausgefallen. Fliegen konnte er aber noch. Ich war damals beim TA u. der hat mir weiß gemacht, dass der Vogel rupft. Damals war ich aber zu jung um es richtig einzuschätzen u. der TA hat mir auch nicht geglaubt, das sie nicht rupft. U. ehrlich gesagt, ich hatte auch 0 Ahnung von Krankheiten bei Wellensittichen.
Diesem habe ich dann meine Speedy als Küki hinzugesetzt. Kann natürlich auch sein, dass sie auch aus einem PBFD-Schwarm stammte, man weiß es ja nicht.

Nach 2 Jahren (im Jahr 2000) starb dann der PBFD-Welli und zu Speedy habe ich einen Hahn aus dem Th. hinzugesetzt, beide waren 6 Jahre kerngesund, keine Gefiederschäden nichts.

Kurzgesagt ich habe PBFD schon seit 1997 im Bestand.

Das PBFD ist bei meinem Pärchen schon ausgebrochen bevor ich die weiteren Wellis hinzugesetzt habe. Leider war ich bei den falschen Tierärzten, sonst hätte ich gar nicht aufgestockt u. als es bemerkt wurde, war es zu spät.

Ich muss auch sagen, dass Speedy mein einziger Welli war, den ich von Küki auf und von einem Züchter hatte. Also können sich meine immer nur in hohem Alter anstecken u. haben oder hatten es nicht von klein auf.

Hoffe, dass es ein wenig verständlich war und nicht zu durcheinander, ich weiß ja was ich meine u. daher bei Unklarheiten nachfragen.

Christian
10. November 2006, 20:45
Also können sich meine immer nur in hohem Alter anstecken u. haben oder hatten es nicht von klein auf.

Nicht unbedingt, wer weiß ob sie sich überhaupt erst bei Dir infiziert haben. Denn die Inkubationszeit beträgt halt bei älteren Vögeln mindestens mehrere Monate, sofern daß Immunsystem durch andere Erkrankungen nicht schon geschwächt war.

Es ist also durchaus auch möglich, daß Du den einen oder anderen latent infizierten Vogel aufgenommen hast (bedenke auch die weite Verbreitung bei Wellies) und durch die zusätzliche Virenbelastung durch Deine anderen Geier bei Dir dann Symptome auftraten.