Vollständige Version anzeigen : Chinesische Nachtigallen "züchten"
Tania
31. March 2000, 14:40
Hallo,
ich habe seit 2 Jahren 2 Chinesische Nachtigallen (männl. und weibl.), die in meiner Wohnung einen großen Käfig haben, der immer (außer vielleicht eine halbe Stunde am Tag) offen ist, d.h. die beiden haben einem großen Raum und können den ganzen Tag umher fliegen.
Im Frühjahr machen sich die beiden auf die Suche nach Nistmaterial in der Wohnung, was ich Ihnen auch zur Verfügung stelle (z.B. Cocosfasern, Heu...). Sie versuchen dann das Material am Futternapf anzubringen, der aus Plastik ist und an dem es natürlich nicht hält.
Ich habe ihnen auch schon andere Nistmöglichkeiten geboten (offene Kanariennester, geschlossene Nester...). Jetzt hat mir ein Züchter einen Exotennistkasten empfohlen. Wo kann ich den herbekommen?
Hat jemand Erfahrung mit der Brut von chin. Nachtigallen in der Wohnung. Das scheint wohl ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, weil die Umgebung zu unnatürlich ist. Aber ich will so schnell nicht aufgeben.
Wer kann mir Tips oder seine Erfahrungen weitergeben?
Eine Voliere kann ich nicht aufstellen, habe momentan räumlich keine Möglichkeit dazu.
Ich hoffe auf Antworten...
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Waldemar
10. April 2000, 13:55
Hallo Tanja, ich hoffe Du hast Glück mit der Zucht. Leider habe ich nur Erfahrungen mit der Zucht in der Freivoliere. Da haben meine Vögel in eimem Thuja Strauch gebrütet und auch mehrmals die Jungen groß gezogen. Stelle
den beiden doch in Käfignähe mal irgend welche dichten Grünpflanzen, wo die Möglichkeit zu Nestbau gegeben ist.Du tust Ihnen damit bestimmt eine großen Gefallen.
mir fällt da spontan Bambus oder eben Thuja ein, oder vielleicht beides zur Auswahl.
Leider ist mir zu meinem Paar ser Hahn gestorben. Weitere Zuchtversuche mit bisher zwei verschiedenen Paaren sind aber bisher nicht geglückt. Falls Deine beiden also versuchen Nachwuchs zu produzieren, gib Ihnen die Möglichkeit dazu. Gruß W.
Waldemar
18. April 2000, 15:49
Hi Tania, ich habe voller Bestürzung gesehen, dass außer mir keiner auf Deinen Beitrag reagiert hat, schade eigentlich...
Aber warscheinlich ist niemand anders da, der
sich mit China-Nachtigallen beschäftigt. Ist ja auch ein seeeeehr seltener Vogel.
Halt mich doch bitte auf dem laufenden, was aus Deinem Paar geworden ist. Gruß W.
Rüdiger
18. April 2000, 16:45
Moin Waldemar, moin Tania!
Ja, Waldemar, da Du hast wohl Recht, chinesische Nachtigallen werden wohl nur noch selten gahalten und sind inzwischen auch nicht mehr so leicht zu bekommen, fast bin ich versucht zu sagen: Gott sei Dank!
Vor etwa 20 Jahren gab es sie in fast jeder Zooabteilung und zu einem Spottpreis, was sicher auch dazu geführt hat, das sie sich viele Leute anschafften, die zu wenig von diesen Vögeln wußten. Haltung und insebsondere Zucht soll ja auch gar nicht so einfach sein.
Vielleicht ist es aber auch eine Modefrage?
Bei den Papageien erlebt man immer wieder, das einzelne Arten besonders gefragt sind und daher besonders viel gezüchtet werden bis der Markt übersättigt ist - dann auf einmal wendet sich das Interesse vieler Züchter von diesen Arten ab bis sie schließlich vergleichsweise selten erhältlich sind bzw. seltener gehalten werden
(so z.B. bei den Laufsittichen).
Wünsche Euch auf alle Fälle, das sich noch weitere Halter finden!
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Tschüss Rüdiger
Tania
19. April 2000, 16:48
Hallo Waldemar und Rüdiger,
wußtet Ihr eigentlich, dass der Import von Chinanachtigallen verboten ist?
Ich hatte letztens Kontakt zu einem Zollbeamten des Frankfurter Flughafens, der mir mitteilte, dass alle Züchter und Zoogeschäfte illegal handeln, wenn sie importierte Chinesische Nachtigallen anbieten. Darüber bin ich ganz schön geschockt, denn ich kenne einige solcher Anbieter!!!
Was sagt Ihr dazu?
Übrigens Waldemar: ich werde Dich natürlich auf dem laufenden halten, bin allerdings nicht sehr zuversichlich mit der Zucht, aber ich gebe nicht auf. Ich bin nämlich verrückt nach diesen Vögeln, die meiner Meinung nach sehr intelligent sind (intelligenter als viele andere Vogelarten). Ich erfreue mich jeden Tag an den beiden.
Werner Steinigeweg
20. April 2000, 00:46
Hallo, Ihr Lieben,
ein paar Anmerkungen zu den Sonnenvögeln. Ihre Einfuhr (alle Arten der Gattung Leiothrix) in die Staaten der EG ist nicht verboten, sie unterliegt aber einer Genehmigung (gem. § 8 der EG-Verordnung zum Schutz wildlebenden Arten; Anhang B der Verordnung). Rechtmäßig eingeführte Tiere (Cites-Bescheinigung) können m.W. gemäß dieser Verordnung innerhalb der EG frei gehandelt werden und unterliegen keiner weiteren Reglementierung.(KIRCHBERG: Die neue EG-Artenschutzverordnung und ihre Bedeutung für das nationale Artenschutzrecht. BNA-aktuell 1/1997) Sollte inzwischen darüber hinaus ein totales Importverbot für Sonnenvögel gelten, wäre mir das neu.
Die Zucht von Sonnenvögeln ist so selten nicht; sie gehören zu den am häufigsten gezüchteten Weichfressern. Dennoch ist ihre Zucht, wie die von Weichfresser überhaupt, nicht ganz einfach und gelingt am ehesten in einer gut bepflanzten Freivoliere. Aber warum sollte sie nicht auch im Zimmer gelingen? Zumal unter den von Tanja beschriebenen Umständen. Als Nistmaterial würde ich ein halboffenes Körbchen wählen und Kokosfasern (glatte gebündelte, nicht dieses krause Zeug, was man oftmals im Zoofachhandel in Tüten bekommt).
Zur Aufzucht benötigen Sonnenvögel ausreichende Mengen an Lebendinsekten wie Mehlwürmer, Heimchen, Wachsraupen etc. Andernfalls ist eine Aufzucht nicht möglich, da die Alttiere für die Fütterung der Jungtiere Kunstfutter verschmähen.
Da Sonnenvögel mit einer gewissen Regelmäßigkeit gezüchtet werden, könnte man mit etwas Glück sogar ein gezüchtetes Paar erwerben. Die Gesellschaft für Tropenornithologie (GTO) ( http://tropenornithologie.de )hat die Federführung in einem BNA-Projekt "Zucht des Sonnenvogels". Wer sich für die Teilnahme daran interessiert (es nicht nicht vorausgesetzt, schon Sonnenvögel zu halten), möge sich mit mir in Verbindung setzen (bitte direkt, da ich nur gelegentlich in das Forum schaue: mailto:WST@zosterops.de )
Werner
Waldemar
20. April 2000, 14:03
Hi Tania, schön dass Du nochmal geantwortet hast.Also von einem Verbot von China -Nachtigallen ist mir auch nichts bekannt. Lediglich die Einfuhr wurde ( zum Glück) endlich begrenzt.
Und es ist noch keine 20 Jahre her, sondern noch letztes Jahr, hat man im Handel pro Vogel 12,50 Dm bezahlt. Ich denke dass sich da viele Züchter überlegen, ob sich das ganze lohnt. Alleine der finanzielle Aufwand für das Futter der Jungtiere wird den Preis um ein vielfaches übersteigen.
Weiß ich aus eigener Erfahrung. Als nächstes
hast Du bei dem Preis dann auch noch Probleme gehabt die jungen überhaupt los zu kriegen. Hat sich aber inzwischen durch die Einfuhrbeschränkung doch ziemlich geändert. Im Moment kostet der Vogel wieder so ca. DM 50,- was vieleicht auch die Zucht wieder interessanter macht. Gruß W.
Tania
21. April 2000, 13:35
Hallo Waldemar und alle anderen "Weichfresserliebhaber"!
Ich wünsche Euch schöne Ostern. http://www.vogelnetzwerk.de/forum/smile.gif
(Vielleicht bescheren mir meine Nachtigallen ja zu diesem Anlaß mal ein Ei!!!)
Bis demnächst
Tania
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Waldemar
26. April 2000, 10:22
Hi Tania, danke für die Osterwünsche.
Hoffentlich hat Deine Nachtigall keine bunten Eier gelegt, dann wars nänlich der Osterhase.
Ich schon was passiert?
Gruß Waldemar
Waldemar
09. May 2000, 15:14
Hallo Tania
Wie siehts aus bei Deinem Paar Nest fertig?
Gruß W.
Hallo Waldemar,
danke für die Nachfrage. Leider klappt es immmer noch nicht und die Aktivität der beiden, was das Suchen von Nistmateial betrifft, scheint auch abzunehmen.
Ich melde mich, wenn es Neuigkeiten gibt.
Was machst Du eigentlich gegen Hornschienen? Bei dem Männchen hatte ich sie letztes Jahr - auf den Rat eines Veterinärmediziners - mit Paraffinöl aufgeweicht und dann nach ein paar Tagen mit der Pinzette vorsichtig abgelöst. Das Weibchen zeigt jetzt auch leichte Anzeichen von Hornschienen. Da sie aber im Gegensatz zum Männchen sehr zutraulich ist und ich sie noch nie in der Hand hatte, will ich sie ungern einfangen.
Erzähle doch mal was von Deinen Nachtigallen!
Bis bald
Waldemar
30. May 2000, 14:17
Hi Tania, schade das es nichts geworden ist.
Aber Dein Paar hats wenigstens versucht.Bei meinem jetzigen Paar passiert gar nichts.
Mit Hornschienen habe ich bisher keine Probleme gehabt. Liegt evt. daran, dass meine Vögel in einer großen Freivoliere untergebracht sind und den ganzen Tag durchs Geäst hüpfen, oder am Ring, den ich zur Kennzeichnung benutze. Der reibt ja ganz ordentlich, denke ich. Mein erstes Zuchtpaar
hat übrigens 3 mal hintereinander gebrütet, also wird es ja vielleicht doch noch was bei Dir. Was gibst Du eigentlich an Nistmaterial?
Und was haben die beiden inzwischen als Nistplatz ausgesucht? Hat es mit Tuja geklappt?
Gruß W.
Gallus Gallus
25. July 2011, 18:00
Hallo....
Wenn deine Bude wirklich so unnatürlich aussieht, dann wird es mit dem Brüten schwierig....!!!!
Nach 11 Jahren sind die Tiere vermutlich eh nicht mehr zuchtreif ;).
Nach 11 Jahren sind die Tiere vermutlich eh nicht mehr zuchtreif ;).
Hallo Moni!
Ungewöhnlich, vielleicht. Sonnenvögel können u.U dennoch im Alter von 20 Jahren noch erfolgreich züchten.:freude:
Ehrlich? Wusste ich gar nicht, wieder was gelernt!
Vanellus
25. July 2011, 18:53
Trrotzdem fühle ich mich von dem jungen User Gallus Gallus auf den Arm genommen, da er zumeist Uraltthemen ausbuddelt.
Grüße
Tiffani
26. July 2011, 19:37
....Ungewöhnlich, vielleicht. Sonnenvögel können u.U dennoch im Alter von 20 Jahren noch erfolgreich züchten.:freude:
Oh! Dann habe ich ja noch Hoffnung. Besser spät als nie!:D
Oh! Dann habe ich ja noch Hoffnung. Besser spät als nie!:D
Wie wahr!
Ältere Sonnenvögel sind oftmals zuverlässiger in der Jungenaufzucht. Voraussetzung ist allerdings die Harmonie untereinander. Da gibt es riesige Unterschiede.
BADENSER
27. July 2011, 08:13
Toll,das nach 10 Jahren das Thema wieder aufgegriffen wird. Und wo heut die Preise sind im Vergleich zu früher!!!!!
Ja, die Zeiten ändern sich. Ob richtig oder falsch sei dahingestellt.
Vergleich zu früher: Um früher eine Jungfrau zu bekommen, mußtest "Du" zuerst den Drachen töten. Heute nimmst "Du" den Drachen, weil eine Jungrfrau zur Rarität zählt. (kleiner Scherz am Rande)
Tiffani
27. July 2011, 13:11
Toll,das nach 10 Jahren das Thema wieder aufgegriffen wird. Und wo heut die Preise sind im Vergleich zu früher!!!!!
Ich habe früher einen Sonnenvogel in Zoolghdlg. für 25,- DM bis 50,- DM gekauft. Heute zahlst Du auf einer Börse 150,- bis 180,- €
In einer Zoolghdlg. habe ich schon ewig keinen mehr gesehen... scheinen wohl ausgestorben zu sein :D
Oder es will kein Kunde 300,- € bezahlen :idee:
Stellt auch vor, es würde wieder Ch.-Nachtigallen, Beo's, Organisten, Meisen etc. im Zoohandel geben, alle mit Ringen und Preisen um die 300,- bis 1000,- €.... Stückpreis :D
BADENSER
28. July 2011, 12:34
Interessant wäre zu wissen ob es den Tieren in der Freiheit nun besser geht durch den Importstop? Was machen die Fänger oder Händler nun für Geschäfte?
IvanTheTerrible
28. July 2011, 17:57
Die gleichen wie vorher, nur mit etwas mehr Risiko und etwas mehr Gewinn.
Ivan
wp1954
30. July 2011, 07:26
Interessant wäre zu wissen ob es den Tieren in der Freiheit nun besser geht durch den Importstop? Was machen die Fänger oder Händler nun für Geschäfte?
es geht ihnen nicht besser,das gegenteil ist der fall,der gut bezahlende markt europa ist zu(ausser ein paar illegale) die fänger müssen sich u. die ihre kinder ernähren,was bleibt ihnen über,,,,,auf billigmärkten,,,,, mehr wahre anzubieten,damit das mango ausgeglichen wird.
das auch geschmuggelt wird,davon kann mann ausgehen,die verlusste dabei,werden sicher mehr als das doppelte sein als bei legalen transporten.
der tritin(seine gefärtin) hat für die vögel nichts gutes getan.
mfg willi
Sigmund63
30. July 2011, 22:32
289861289862289863
Tiffani
31. July 2011, 19:10
Det kommt davon, wenn man keen warmet Dach übern Kopp hat :k
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