Vollständige Version anzeigen : Ein Baby wird erwachsen (dasselbe in grün ...)
Hallo, liebe Edelpapageienfreunde!
Nachdem ich die ganze Zeit mit Freude verfolgt habe, wie die beiden kleinen Roten von Marnie herangewachsen sind, möchte ich euch jetzt die gleiche Geschichte "in grün" präsentieren!
Am 23. März bekam ich nämlich ein knapp 6 Wochen altes Baby, das ich von Hand aufziehen wollte. Den Kleinen habe ich "Hulot" (sprich frz. "Ülo") genannt. Wer die Filme "Die Ferien des Mr. Hulot" und "Mon oncle" von und mit dem französichen Komiker Jacques Tati kennt, kann sich darunter was vorstellen ...
Jetzt zeige ich euch erstmal Hulot wie er aussah, als ich ihn bekam:
Futter bekam er dreimal täglich mit einer Spritze. (Schreckliche Kleckerei am Anfang!) Später hatten "wir" dann schon Routine!
Meine rote Henne Lea interessierte sich natürlich auch für den Neuankömmling. Wusste aber noch nichts Rechtes mit ihm anzufangen! Wenn er sie mit offenem Schnabel anbettelte und die Reste vom Brei noch darin zu sehen waren, fütterte sie ihn nicht etwa - nein, sie nahm sich eine Portion Brei aus seinem Schnabel!! Was sagt ihr dazu?
Flatterübungen wurden auch täglich gemacht, und überhaupt war mein Schreibtisch ein ganz interessantes Terrain für den neugierigen Kleinen!
...und aus diesem Ei bist du also gekrochen?
nachdem meine Henne Lea Spezialistin ist im Radiergummi-Zerlegen, entwickelt sich Hulot schon in früher Kindheit zum Stabilo-Nager!
Jetzt bin ich also von zwei Geiern "besetzt".
Dieses Bild kann es beweisen!
Karin sei herzlich bedankt, die mir die Fotos "forumsmäßig" bearbeitet hat, denn ich gehöre auch zu jenen "Ignoranten", die's immer noch nicht gecheckt haben, wie man das macht ...
Aber eines Tages pack ich das auch noch!
Soooo groß ist die Welt also! Hätte ich nie gedacht ...
Inzwischen ist Hulot ein "richtiger" Papagei geworden! Ist er nicht hübsch? Gestern hat er seinen ersten Flug gewagt! Vom 2-Meter-hohen Käfig auf das Klavier am anderen Ende des Zimmers! Hat er sehr souverän gemacht!! Kein kopfloses Geflatter - nein, ein richtiger Gleitflug! Auch entdeckt er jetzt, dass man selber seine Körnchen knacken kann und nicht immer auf Mama mit der Futterspritze warten muss! Hirse hat er übrigens schon mit 7 Wochen enthülst - aber nur so als kleines "Hobby". Jetzt wird er immer selbständiger, will allerdings immer noch gefüttert werden! Bald wird er ganz unabhängig sein ... dann ist nichts mehr vor ihm sicher!
Karin G.
29. April 2002, 22:19
Hallo Lea
herzlichen Dank zurück, schön, dass Du uns den kleinen Hulot (Mösjö Ülo ;) ) vorstellst. Gratuliere ihm zum ersten Flug, wunderbar. Hoffentlich interessiert sich die Henne Lea eines Tages für ihn direkt und nicht nur für die Breireste in seinem Schnabel.
Liebe Grüsse
Karin
Papageno1902
29. April 2002, 23:22
Hallo Lea,
sind ja süsse Fotos von Deinem Hulot. Sag mal, hattest Du nicht auch noch einen Pablo??? Wenn ich das richtig erkannt habe, ist Deine Lea ja eine Halmahera-Henne. Wirklich ein Bildhübscher Vogel, aber auf dem einen Foto sieht es so aus als sei sie etwas gerupft, kann das sein? Erzähl ruhig mehr über Deine Bande. So langsam entwickeln wir uns hier wirklich zu einer ansehnlichen Gruppe in der Edelfraktion. ;)
LG Jan 8)
Marni
30. April 2002, 11:40
Hallo Lea !
Gratuliere zu dem Grünen die Fotos sind klasse immer wieder
schön anzusehen wie die Kleinen heranwachsen.
Liebe Grüße Marni
Du kennst Dich aber genau aus! Ja, die Lea ist wirklich eine Halmahera, und auch Hulot ist ein Halmahera-Hahn.
Leider hast Du recht, meine Henne ist leider- nicht nur ein bisschen, sondern ziemlich! - gerupft. Bis zum Eintritt der Geschlechtsreife war sie ein wunderschönes Tier, und dann hat sie plötzlich innerhalb von 3 Tagen ihre gesamten Deckfedern auf Bauch und Rücken abgebissen. Ich war schier am Verzweifeln! Dabei wird sie wirklich optimal gehalten, hat fast immer Freiflug, genügend "Beschäftigung" und Nagemöglichkeiten, ist zahm und anhänglich, wird vielseitig ernährt und hat sogar eine ganz große Volière im Garten, wo sie bei schönem Wetter sich tummeln kann. Ich habe es dann mit Bachblüten und farbigen Lichtern und häufigem Abspitzen und weiß Gott noch allem versucht. Nichts hat angeschlagen. Die Federn ließ sie zwar wieder vollständig nachwachsen, aber kaum war das Federkleid wieder komplett, biss sie alles wieder ab. Schließlich habe ich Pablo ins Haus geholt, einen bildschönen 6-jährigen Neuguinea-Hahn. Auch sehr zahm und sehr anhänglich, der sich sehr für sie interessierte. Lea fand ihn anfangs auch ganz attraktiv, mied aber dann zunehmend seine Nähe und zeigte schließlich auch Angst vor ihm. Auch nach einem gemeinsam verbrachten Jahr hatte sie noch Angst vor ihm. Ich konnte sie zwar gemeinsam in einem großen Käfig halten, jedoch saß Lea dann wie angefroren auf einem Ast unterhalb von Pablo und wagte kaum, sich zu rühren. Ich habe dann extra eine Volière mit Trenngitter angeschafft, damit Lea zwar Pablos Gesellschaft, aber auch ihre Ruhe genießen konnte. Beim Freiflug düste sie auch immer sofort ab, wenn Pablo anrauschte, sogar schon, wenn sie hörte, dass er sich zum Flug "bereit machte". Dabei hat er ihr nie etwas getan, suchte nur ihre Nähe. Im Februar schließlich habe ich Pablo schwerern Herzens an einen Papageienhalter abgegeben, der mehrere Papageien und auch eine "unverheiratete" Neuguinea-Henne hat. Dort hat sich Pablo bestens eingelebt und angefreundet.
Da ich Lea nicht allein halten wollte, riet mir mein Züchter, es doch einmal mit einem Baby zu versuchen, das sozusagen unter Leas Augen heranwachsen würde. So kam ich dann zu Hulot.
Mal sehen, wie es mit den beiden wird?
So sah Lea vor einem Jahr noch aus:
Danke für Deine Grüße! Hier noch ein Foto von Hulot in seiner kleinen blauen Kiste - tief im Schlummer. Und das ist erst 4 Wochen her????
Papageno1902
01. May 2002, 21:49
Hallo Lea,
ich weiss ja nicht ob das nun die richtige Entscheidung war, denn Lea rupft sich ja offensichtlich, weil sie langsam in Brutstimmung kommt. Da ist ihr mit Hulot ja jetzt auch nicht geholfen. Gut, vielleicht so in 3 Jahren, aber so lange wird sie ja jetzt doch noch warten müssen. 3 Jahre sind auch bei Papageien eine lange Zeit, und es kann Dir passieren das das rupfen von Lea aufgrund der langen Zeit sich als schlechte Angewohnheit manifestiert die fast nicht wieder rauszukriegen ist. Aber ich weiss auch aus eigener Erfahrung wie schwer ein älterer Halmahera-Hahn zu bekommen ist. Sie ist ja eine bildhübsche Henne, das muss man ja sagen, auch wenn sie gerupft ist. Sie sieht auch sehr groß aus auf dem Foto, oder liegt das evtl. daran das Du recht klein bist??? :D ;)
Danke für die Blumen des gut auskennens ;) *ganzrotwerd*. Ich habe mich in den 3 Jahren die ich jetzt Edelpapageien halte wirklich sehr mit dieser Art auseinander gesetzt und viel über diese "winged Flowers", wie sie im englischen schön genannt werden, gelernt.
LG Jan 8)
Karin G.
20. June 2002, 14:17
Hallo Lea
und wie läuft jetzt das Zusammenleben von Lea und Hulot? Berichte doch mal wieder (wenn Du nicht gerade vor Hitze dahinschmilzt) ;)
liebe Grüsse
Karin
Lea
08. August 2002, 21:52
Hallo ihr lieben Edelpapageien-Freunde, Hallo Karin und Marni und Papageno!
Nachdem ich nun so lange nichts habe von mir hören lassen (schäm ...) möchte ich doch kund tun, wie es mit Lea und Hulot weitergegangen ist! Zunächst mal: Hulot ist ein wunderschöner "richtiger" Hahn geworden. Zwar hat er noch seine scharzen Baby-Augen, und der Schabel ist auch noch nicht ganz ausgefärbt, aber man kann ihn doch schon in seiner ganzen "Mannespracht" bewundern:
Lea
08. August 2002, 21:54
Mein jüngster Sohn Hannes hat hier die beiden auf seiner Schulter
Lea
08. August 2002, 21:57
Ihr seht, Lea ist auch wieder schön geworden. Die Deckfedern sind alle nachgewachsen. Aber letztes Jahr hat sie sie auch nachwachsen lassen und dann wieder abgebissen. Bin gespannt, ob sie sie diesmal stehen lässt - bei soo einem schönen Volierenkameraden ...
Lea
08. August 2002, 22:02
In der großen Volière, die sie bei schönem Wetter im Garten beziehen, kann man sie ganz gut zusammen halten. Lea weist Hulot allerdings seinen Platz an und will ihn nicht zu nahe bei sich sitzen haben. Allerdings "unterhalten" sie sich oft sehr nett miteinander und krähen bisweilen auch unisono , was ihnen offensichtlich Spaß macht! Abends, wenn ich an meinen "Schulaufgaben" sitze oder Musik höre, sitzen die beiden auf der Stange vor meinem Fenster und pfeifen sich eins. Lea hat ihren Stammplatz links, Hulot sitzt rechts. So sieht das im Gegenlicht aus:
katrin schwark
08. August 2002, 22:05
Hallo Lea
Mensch, Dein kleiner ist ja ein richtig wunderschöner Kerl geworden. So sitzen meine zwei auch immer auf der Schulter. Allerdings zwickt mich Chico immer ins Ohr, wenn er denkt, das sie mehr Aufmerksamkeit bekommt. Verstehen sich denn die beiden? Ich hoffe doch, das Lea nun aufhört zu rupfen, bei so netter Gesellschaft. Wäre schön, wenn Du weiter über die beiden berichtest.
Lea
08. August 2002, 22:11
Du hast natürlich recht, Papageno, wenn Du einwendest, dass Hulot noch kein "Mann" für Lea sein kann. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass sie viel ausgeglichener geworden ist, seit er da ist, und vor allem verhält sie sich jetzt so, wie sich eine dominante Edelpapageienhenne verhalten soll: Sie bestimmt, wer was darf - aber sie piesackt Hulot nicht, so dass der auch ganz fröhlich aufwachsen kann. Vor Pablo hatte Lea ja immerzu Angst. Nun hat sie Gelegenheit, ihre "Rolle" zu lernen. Ich hatte sie halt doch 3 Jahre alleine und sie war keine anderen Papageien mehr gewohnt! Vielleicht hat sich alles eingespielt, wenn Hulot schließlich geschlechtsreif geworden ist? (Zu Deiner letzten Frage, Papageno: Die beiden sind ganz normal groß, wie es sich für Edelpapageien "geziemt" und ich bin 1,60m)
Im Juni sah Lea noch richtig grau aus. Auf dem anhängenden Foto krault sie Hannes die Augenbrauen und Hulot schaut zu:
Lea
08. August 2002, 22:19
Dieses Foto ist Ende Juli aufgenommen, und inzwischen ist sie noch schöner geworden, hat außerdem neue Schwanzfedern "geflaggt" und erneuert gerade ihre Schwungfedern. Über die "Ausfallerscheinungen" am Kopf muss man noch eine Weile hinwegsehen. Während der Mauser tendiert sie zur leichten "Glatze (hihi!). Hulot fängt jetzt auch tüchtig an zu mausern und auch bei ihm rieseln vor allem am Kopf viele kleine Deckfederchen. Er sieht etwas zauselig aus, aber bald wird er wieder smaragdgrün erstrahlen! Er fängt jetzt auch an zu "erzählen", sein erstes Wort ist "Hulot" oder "Hallo" - ganz ist das noch nicht auszumachen. Er übt noch!
Kann man überhaupt ohne Papagei leben? Ich glaube: fast gar nicht!!!
Viele Grüße ins Forum !
Lea
08. August 2002, 22:27
Hallo Katrin! Gerade sehe ich, dass Du ja schon geantwortet hast! Ich war noch mächtig am Schreiben ... Vielen Dank für Deine netten Worte!
Ja, das Ohrenzwicken kenne ich auch, allerdings montiert Hulot vorher immer meine Brille ab. Es ist wirklich schreeeecklich!
katrin schwark
09. August 2002, 18:35
Hallo Lea
Ja bei den Edels muss man immer Wachsam sein. besonders schlimm ist es wenn sie zusammen auf der Schulter sitzen, und sich mal wieder Streiten. Höre dann immer nur die Schnäbel klappern, und hoffe das mich keiner erwischt. Aber sonst sind es wirklich liebe Geier.
P.S. Bitte nicht wundern, das Karin nicht antwortet. Sie ist bis Sonntag in Kurzurlaub.
Karin G.
11. August 2002, 16:40
Hallo Lea
und jetzt bin wieder da :) . Mein Mann hat zwar gesagt "wehe, du hängst dich gleich an den PC" ähäm, musste aber doch schnell mal gucken, was sich bei den Edlen in der Zwischenzeit getan hat.
Schön, dass du uns mit neuen Bildern verwöhnst. Wenn Lea wieder richtig voll im Gefieder steht, wollen wir das dann aber auch noch bewundern
Liebe Grüsse
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