Vollständige Version anzeigen : Sind das Motten (Foto)? Wie bekommt man diese Viecher los?
Masterfloh
23. May 2009, 11:34
Hallo
Wie jedes Jahr haben wir wenn´s warm wird das gleiche Problem, daß wir diese komischen Viecher bei uns im Vogelzimmer und dann auch mit im Wohnzimmer haben. Die sind etwa 1 cm lang und lassen sich nur blicken wenns dämmert und dunkel wird. Über den ganzen Winter und die kalte Jahreszeit sind sie komplett weg. Aber jetzt fangen sie wieder an sich herum zu schwirren. Unser Hauptfutter kaufen wir im 20kg-Papiersack und lassen es dort auch gut verpackt drin, aber für die täglich Fütterung nehmen wir immer ein paar Kilo in einen offenen Eimer raus und stellen es im Vogelzimmer in den kleinen Schrank, so daß man täglich etwas rausnehmen kann. Ebenso haben wir dort auch in Plastikdosen ohne Deckel die anderen Futtersorten drin die wir mitfüttern und Kiloweise immer nur kaufen. Dort in diesem Schrank kommen diese Viecher auch rein und verkriechen sich in den dunkeln Ecken bzw. nisten sich auch gerne in´s Futter dort ein.
Kann uns jemand sagen was das für Ungeziefer ist und wie man die los wird? Mit Insektenspray im Vogelzimmer sprühen dürfte wohl tabu sein, aber was hat man denn sonst für Möglichkeiten die los zu werden?
Gruß
Floh
kruemelkekschen
23. May 2009, 11:50
Hallo,
Sieht aus wie Lebensmittelmotten, könnt ihr nicht Dosen mit Deckel und auch Eimer mit Deckel benutzen?
Z.B bei Fressnapf bekommt man nen 5 kg Eimer mit Deckel für 1,99€
Und den kleinen für kleinere Mengen für 1 €, dann können die euch nicht mehr ans Futter, und es ist bestimmt bald nimmer so schlimm!
Masterfloh
23. May 2009, 12:20
Plastikbehälter mit Deckel - ich weis ja nicht ob das für das Futter so gut ist wenn es luftdicht abgeschlossen ist.... Ich denke mal nicht! Habe da schon Bedenken wegen Pilzbefall.
Ich habe eben etwas gesucht und bin drauf gestossen, daß dies Dörrobstmotten sind.
Wie wird man diese lästigen Genossen los ohne den Nymphis zu schaden?
ararudi
23. May 2009, 13:40
Hi
mein futter lagere ich in blaue fässer, da war vorher knoblauchsalz drinne. ich habe die fässer für 5 eus pro szück von einem heilpraktiker bekommen, welcher seine medizin selber herstellt.
kleinere plasteeimer bekommt man auch umsonnst, denn die sind abfall und jeder 2. imbiss hat diese zb. für senf, majo,kartoffelsalat usw.
ich habe bisher noch keine probleme mit motten oder pilze gehabt, musst halt trocken lagern damit nichts schimmelt. kannst ja auch insektengitter als verschluß nehmen, dann hast du genug luft für dein futter. einfach den deckel in der mitte mit einem grossen loch versehen und das insektengitter drüber gespannt.
Ich habe eben etwas gesucht und bin drauf gestossen, daß dies Dörrobstmotten sind.
Wie wird man diese lästigen Genossen los ohne den Nymphis zu schaden?
in dem du das befallene futter entsorgst und die behältnisse entsprechend behandelst.
Sybille
23. May 2009, 13:53
Hallo Floh,
du solltest eventuell den Futteranbieter wechseln...:zwinker: Hast die Dinger bestimmt mit gekauft ...
Hobbit
23. May 2009, 15:45
Hallo!
Also ich lagere auch in Blech- und Tupperdosen mit Deckel.
Mit Pilzen hatte ich bisher keine Probleme, aber ich kaufe auch nich soviel wie ihr (ich hab ja nur acht Vögel und nicht 20:D ).
Aber könnt ihr nicht einfach die Menge für ich sage mal eine Woche in einen geschlossenen Behälter tun und den Rest einfrieren und am Ende der Woche die Menge auftauen, die ihr für die nächste Woche braucht?
Es kann aber wirklich auch am Anbieter liegen.
Es gibt eine Marke die damit immer Probleme macht, leider weiß ich nicht mehr welche.
Damals hat mir der verkäufer im Laden gesagt die hätten jeden Sommer bei der Marke das Problem mit Motten; die haben sogar extra in die Packungen reingeguckt, damit sie keine mit Motten verkaufen.
Tueddel
23. May 2009, 19:12
Ja, es sind Lebensmittelmotten (Getreidemotten). Diese bilden sich auch durch überlagerte Lebensmittel, wie z.B. Mehl, Müsli, Backmischungen usw. Auch im Brotkasten, wenn man die Krümel nicht ständig entsorgt, können sie sich bilden. Das alles auch hauptsächlich bei Wärme.
Endgültig los wirst du die Viecher nie werden, denn mit jeder Packung aus dem Supermarkt könntest du sie dir einschleppen. Ich habe die Dinger auch, weil ich auch sackweise mein Vogelfutter kaufe.
Futter in geschlossenen Behältnissen (Plastikbehältnissen oder dergl.) aufzubewahren halte ich nicht für ideal (Schimmelbildung) . Luftzirkulation muss gewährleistet bleiben.
Was hilft? Nichts. :D Bei Entdeckung derselben einfach totschlagen und die Einstreu in Käfig oder anderswo immer gut von Obst-/Gemüseresten und Schisserchen reinigen und häufig wechseln, denn da verkrabbeln sich diese Viecher auch sehr gerne! 8(
Evi1950
23. May 2009, 19:20
Hi,
da ich seit Jahren das Problem kenne, mach ich erfolgreich ab und zu mal eine Anti-Lebensmittel-Mottenkur. Bei AMW Nützlinge GmbH, 64319 Pfungstadt, bekommst Du unter Tel. 06157-990595 4 x Briefchen mit den minikleinen Schlupfwespen zum Gesamtpreis von ca. 26 € zugesandt. Diese Briefchen legt man dort aus, wo man die Puppenhüllen sieht, auch in Regale. Von dort strömen die Schlupfwespen aus und futtern den Nachwuchs in den Hüllen. Diese Schlupfwespen sind so winzig klein, dass man sie kaum sieht. Sie sterben nach ca. 5-6 Tagen. Ist eine saubere Sache und hilft sehr!! Ansonsten vorgehen, wie im Forum bereits erwähnt. Leider holt man sich diese Motten sogar mit Müsli ins Haus, wenn man Pech hat. Sie sind schon sehr hartnäckig, aber zum Glück harmlos und nicht gesundheitsschädlich, leider aber total ekelig.
Lieben Gruß und viel Erfolg, Evi
Hallo
Wie jedes Jahr haben wir wenn´s warm wird das gleiche Problem, daß wir diese komischen Viecher bei uns im Vogelzimmer und dann auch mit im Wohnzimmer haben. Die sind etwa 1 cm lang und lassen sich nur blicken wenns dämmert und dunkel wird. Über den ganzen Winter und die kalte Jahreszeit sind sie komplett weg. Aber jetzt fangen sie wieder an sich herum zu schwirren. Unser Hauptfutter kaufen wir im 20kg-Papiersack und lassen es dort auch gut verpackt drin, aber für die täglich Fütterung nehmen wir immer ein paar Kilo in einen offenen Eimer raus und stellen es im Vogelzimmer in den kleinen Schrank, so daß man täglich etwas rausnehmen kann. Ebenso haben wir dort auch in Plastikdosen ohne Deckel die anderen Futtersorten drin die wir mitfüttern und Kiloweise immer nur kaufen. Dort in diesem Schrank kommen diese Viecher auch rein und verkriechen sich in den dunkeln Ecken bzw. nisten sich auch gerne in´s Futter dort ein.
Kann uns jemand sagen was das für Ungeziefer ist und wie man die los wird? Mit Insektenspray im Vogelzimmer sprühen dürfte wohl tabu sein, aber was hat man denn sonst für Möglichkeiten die los zu werden?
Gruß
Floh
Cosima
23. May 2009, 20:23
Ich hatte im laufe von vielen Jahre schon 3 mal einen Befall mit diesen ekligen Viechern.
Aber nur einmal war das Papageienfutter (Vi.......) daran schuld.
Einmal waren die Motten im Knäckebrot, ein paar Jahre später im Leinsamen für die Verdauung.
Ich hatte immer nur einen sehr kurzen Befall, weil ich konsequent jede gefundene Motte zerquetschte, dann war nach ein paar Tagen die Sache vorbei.
Viel Erfolg beim Motten erschlagen!
Grüße Cosima
Masterfloh
23. May 2009, 20:29
Viel Erfolg beim Motten erschlagen!
:p
Dankeschön, den haben wir wieder mal schon seit ein paar Wochen... Erschlagen geht ja noch, aber die hinterlassen so komisch ekelhafte Flecken.
rainraven
23. May 2009, 21:08
In Metalldosen kommen sie übrigens auch hinein. So Glasgefäße mit Gummidichtung oder festschließende Tuppergefäße sind wohl die beste Lösung. (von Käfern etc. die sich durchs Plastik fressen können, red ich jetzt mal gar nicht, normalerweise reicht ein Tupper oder gleichwertiges Gefäß aus...)
Ich hatte meine Lebensmittelmotten IMMER aus dem betreffenden angesprochenden Futter (Knabberstangen) gehabt, hab auch mal reklamiert -und ein Paket mit einwandfreien Futtermitteln von der Firma gesendet bekommen :) Dennoch kaufe ich inzwischen lieber durchsichtige Beutel mit losem Futter, die ich vorher inspizieren kann als Pappschachteln mit uneinsichtigem Inhalt.
Die Motten haben sich bei uns zum Glück nie angesiedelt, meist waren es zwei oder drei Individuen, die eben nur mit der entsprecheneden Charge Futter kamen und sofort vernichtet wurden.
Leider habe ich dafür eher ein Problem mit Kleidermotten (wegen der Federn und des Vogelstaubes im Vogelzimmer, wo sinnigerweise wegen Platzmangels auch mein Kleiderschrank steht :s und weil ich nicht hinter den Möbeln etc. putzen kann, um das Zimmer wirklich sauber zu bekommen), die ich nicht dauerhaft losbekomme, außer sie systemstisch zu erschlagen und Fallen aufzustellen (...die sie aber eher von draußen anlocken, wie ich befürchte)...
Tueddel
24. May 2009, 08:04
Leider habe ich dafür eher ein Problem mit Kleidermotten (wegen der Federn und des Vogelstaubes im Vogelzimmer, wo sinnigerweise wegen Platzmangels auch mein Kleiderschrank steht :s und weil ich nicht hinter den Möbeln etc. putzen kann, um das Zimmer wirklich sauber zu bekommen), die ich nicht dauerhaft losbekomme, außer sie systemstisch zu erschlagen und Fallen aufzustellen (...die sie aber eher von draußen anlocken, wie ich befürchte)...
Bist du dir sicher, daß es Kleidermotten sind? Die sind nämlich etwas heller im "Gefieder" *lach* und auch kleiner.:zwinker:
Gerade diese Getreidemotten, Kornmotten = Oberbegriff Lebensmittelmotten verstecken sich gern in dunklen Ecken/Ritzen und sind nachtaktiv.
Dieses Ungeziefer ist weltweit in jedem Saatgut drin und bei übermäßiger oder feuchtschwüler Wärme, also besonders im Sommer, schlüpfen dann die Eier. Kühle Räume zur Lagerung sind wichtig, weil die Motten kälteempfindlich sind.
Nicht immer sind die Hersteller von Futtermitteln an diesem Befall schuld, sondern viel mehr kommt es auf die Lagerung und Sauberkeit der Geschäfte drauf an!
Und ganz besonders aufpassen sollte man auf die kleinen Maden, die dann auf einmal irgendwo an Wänden und Decken herumkrabbeln... 8o
Selbst in einem Café habe ich die Dinger schon mal rumfliegen sehen und den Inhaber dann ganz dezent darauf aufmerksam gemacht... :D
Masterfloh
24. May 2009, 08:06
Ich werde jetzt mal schauen wo man solche Pheromonfallen zu kaufen bekommt - mal sehen ob´s was bringt.
Ich werde jetzt mal schauen wo man solche Pheromonfallen zu kaufen bekommt - mal sehen ob´s was bringt.
die besten gegen Lebensmittelmotten sind von Blattanex - im Internet zu bekommen.
Sind etwas teurer als die üblichen - aber sehr viel wirkungsvoller .
Über andere lachen die Motten nur :D
Allerdings ein Päckchen ist zu wenig.
Tueddel
24. May 2009, 14:21
Dem user Rainraven möchte ich noch gegen seine Kleidermotten folgenden Tipp geben:
Lavendelblüten als Naturprodukt. Entweder als Säckchen oder anderswie verpackt. Zwischen Wäsche und hängenden Klamotten eingebracht.
Kleidermotten hassen Lavendel!!!!!! :jaaa:
Boracay
24. May 2009, 19:09
Hallo Masterfloh,
ich hatte auch mal eine ordentliche Mottenplage im Wohnzimmer.
Ich habe im Drogeriemarkt Pheromonen-Mottenfallen gekauft und diese haben für den Anfang ganz gut geholfen. Innerhalb einer halben Stunde hatte ich schon gut 50 Motten an dem Ding kleben.
Achte auch auf die kleinen weiss-gelbliche Maden, die sich bei mir hauptsächlich an der Kante Wohnzimmerwand zur Decke aufgehalten haben.
Ich habe mal gelesen, daß eine einzige Motte an die 3000 Eier legen kann.
Eingenistet haben die Motten sich auch recht gerne im Holzgranulat in der Voliere der Vögel. Seitdem benutze ich nur noch Zeitungspapier.
Die Motten kannst du dir mit jedlicher Art Verpackung aus dem Lebensmittelgeschäft einschleppen. Dies muss nicht unbedingt am Vogelfutter liegen.
Gruß
Boracay
Hobbit
24. May 2009, 21:00
Kleidermotten hassen Lavendel!!!!!! :jaaa:
Nicht nur die...vielleicht war ich in meinem vorherigen Leben mal Kleidermotte?:~
Jetzt habt ihr mir aber doch Angst gemacht mir euren Dosen8)
Hab eben noch mal alles nachgeguckt.
Ich kaufe im Sommer eh immer weniger, mach ich auch mit meinen eigenen Lebensmitteln so.
Und im Notfall weiß ich ja jetzt, was zu tun ist;)
geierline
24. May 2009, 21:07
Pheromonfallen helfen überhaupt nicht. Sie locken nur die männlichen Tiere, die weiblichen bleiben am Leben und legen fleißig weiter.
Wir hatten das Problem auch und uns haben die Schlupfwespen sehr gut geholfen. Das Problem bei Dir ist natürlich alles offene an Lebensmitteln (Futter natürlich) wegschmeissen und alles mit Essigwasser auswaschen. Anschließend die Ecken und Ritzen mit dem Föhn auf höchster Stufe trockenen, das tötet zumindest die ersten Eier ab.
Die Kur mit den Fallen geht über 8 Wochen, alle 14 Tage erhältst Du 4 kleine Pappkärtchen in den die Schlupfwespen sitzen. Sie sind kaum sichtbar, noch nicht mal stecknadelkopfgroß.
Das sind alles Dinge ohne Chemie, die ja in einem Haushalt mit Tieren (grade Vogelzimmer) und kleinen Kindern von Vorteil sind.
Achja, und hinterher alles Futter luftdicht verpacken. Keine Bange wg. Pilzbefall. Du kannst ja Rationen in TK-Beutel abfüllen, in den Gefrierschrank packen und bei Bedarf wieder auftauen. Oder eben in diesen großen Boxen für Lebensmittellagerung. Kriegt man für ein paar Euro bei der Raiffeisen.
die Mösch
24. May 2009, 21:40
Pheromonfallen helfen überhaupt nicht. Sie locken nur die männlichen Tiere, die weiblichen bleiben am Leben und legen fleißig ..
Das ist ja der Sinn der Sache: Die gelegten Eier sind in der Regel unbefruchtet - und da schlüpft nix mehr.
wezi871
18. June 2009, 18:49
Zur Info ( PDF Dat. wie unschwer zu erkennen ).... ;)
http://www.pan-germany.org/download/biozide/infoblatt_lebensmittel-motten.pdf
Das ist ja der Sinn der Sache: Die gelegten Eier sind in der Regel unbefruchtet - und da schlüpft nix mehr.
Trotzdem sind die Tiere schneller als jede Falle, habe selbst die Erfahrung
machen müssen: Nur zum Monitoring geeignet, nicht zur Bekämpfung !
Ganz im Gegenteil, man läuft Gefahr bei geöffnetem Fenster die Plagegeister
herein zu locken. :k
Gruß
GeorgB.
19. June 2009, 00:51
Die Dörrobstmotte (Im Volksmund und Internet gerne Lebensmittelmotte genannt) ist das definitiv nicht. Also die kenne ich in-und auswendig. Das abgebildete Tier ist mir nicht bekannt. Mist, schon die zweite Motte innerhalb weniger Tage die ich nicht identifizieren konnte. Ich habe wie bescheuert gesucht und nichts ähnliches gefunden. Vielleicht hat ein anderer mehr Glück.
Masterfloh, bevor Du nun losrennst und Mittel einkaufst die unter Umständen garnicht wirken lasse das Tier erst mal bestimmen. Für manche Motten benötigt man u.U. andere Pheromone.
Nun grundsätzliches: Wie man die Dörrobstmotte bekämpft ohne auch nur einen Cent auszugeben, steht oben in dem geschlossenen Thread. (Es werden nach und nach immer mehr dazukommen).
Die Klebefallentechnik kann in einem Haushalt mit Vögeln für die Geier ganz schön gefährlich werden. Dazu gibt es andere Altenativen.
Zedernholz (muß mit Schmirgelpapier aufgeraut werden), Lavendel und Co. eignen sich nicht zur Bekämpfung sondern nur zur Abwehr. D.h.: Wenn man keine Motten hat. Ist der Befall da, werden zwar die lebenden Tiere verschreckt,,aber was ist mit den Eiern, Puppen und Raupen? Die Raupen sind die wahren Schädlinge.
Bei Lebensmittelmotten hilft das überhaupt nicht. Die legen ihre eier im Nahrungssubstrat ab.
Mit Pheromonfallen kann man Motten sehr wohl bekämpfen. Massenfang ist mit ein paar grundlegenden theoretischen und praktischen Problemen behaf-
tet. Im Falle von Motten zum Beispiel müssen außerordentlich hohe „Fangquoten“ (> 95 %) erzielt werden, damit es zu einer deutlichen Reduktion der Mottenpopulation (und damit dem Schaden) kommt. In Versuchen wurde gezeigt, dass so hohe Fänge nur erzielt werden können,
wenn pro Weibchen fünf Pheromonfallen installiert wurden. Zusätzlich stellt Massenfang eine teure Methode dar, da eine große Anzahl von Fallen benötigt wird und die Kontrolle sehr arbeitsintensiv ist. Problematisch ist es auch, wenn die Schädlinge sich nicht auf einen bestimmten
Bereich konzentrieren, sondern einwandern können. Eine räumliche Isolation oder sonstige Maßnahmen, die den Einflug verhindern, sind daher unabdingbar, was oft nur schwer erreicht werden kann. Außerdem kann nicht sichergestellt werden, dass die Insekten, die in Massenfallen gefangen werden, nicht erst nach der Begattung/Eiablage gefangen wurden.
Trotz aller Schwierigkeiten wird Massenfang weiterhin als potentielle Strategie zur Schädlingsbekämpfung diskutiert.
Eine weitere Methode ist die Paarungsstörung.
Die Paarungsstörungs-Methode stellt eine weitere direkte und sehr elegante Schädlingsbekämpfungsmethode dar. Im Gegensatz zu der beschriebenen Methoden des Massenfang setzt der Erfolg allerdings keine Anlockung der Schädlinge voraus. Vielmehr ist es bei dieser Methode das Ziel, durch
den Einsatz von Sexual-Pheromonen (ohne Klebefallen) die Paarung der Schädlinge zu verhindern oder zumindest stark einzuschränken. Dadurch kommt es zu einer Reduktion der Larven in der nächsten Generation. Um den Wirkmechanismus zu verdeutlichen, sollten wir uns erneut vor Augen führen, wie Monitoring (Klebefallen mit Sexualpheromonen) funktioniert. Dort wird durch Ausbringen von Gummikäppchen, die mit Pheromon
beladen sind, ein Weibchen simuliert, an das Männchen angelockt werden.
Durch Ausbringen einer sehr großen Anzahl von Pheromonködern (Dispensern), deren Abgaberate auch noch erhöht ist, kommt es dazu, dass die männlichen Falter keine lockenden Weibchen mehr finden können.
Die genauen Prozesse, die zur Verhaltensänderung führen, sind bisher noch nicht völlig aufgeklärt. Prinzipiell werden zwei gegensätzliche Erklärungsansätze diskutiert:
• „Verwirrung“: Männliche Motten versuchen immer noch die weiblichen Falter zu finden. Die große Anzahl zusätzlicher Pheromonquellen (durch die Dispenser), die sich alle gegenseitig Konkurrenz machen, führen aber dazu, dass die männlichen Falter nicht mehr wissen, welcher Duft-Fahne sie folgen sollen.
• Überlastung der Sinnesorgane: Die Sinnesorgane der Falter sind so hohen Konzentrationen an Sexual-Lockstoff ausgesetzt, dass es zu einer Art Ermüdung der Sinneszellen kommt. Die Tiere können das Sexual-Pheromon nach einer gewissen Zeit nicht mehr wahrnehmen. Dieser
Prozess wird als Adaptation bezeichnet. Dies führt dazu, dass die männlichen Motten kein Suchverhalten mehr zeigen.
Diese Technik hat eine ganze Reihe von Vorteilen: Sie ist spezifisch, hat nur geringen Einfluss auf die Umwelt und ist dauerhaft einsetzbar. Kommt es durch regelmäßigen Insektizideinsatz zu Resistenz gegenüber den eingesetzten Insektiziden, dann ist die Paarungsstörung oft die einzige
noch verbleibende Bekämpfungsmaßnahme.
Auch hier kann man wieder erkennen wie wichtig eine Identifizierung des Schädlings ist. Weiterhin erkennt man das die ach so tollen Beschreibungen auf den Mottenklebefallen für Nüsse sind. Es geht auch ohne Klebefallen.:D, was wiederum für die Geier von Vorteil ist, da diese sich nicht darin verfangen können.
Beim Einsatz der Trichogramma -die erwähnte Schlupfwespe- muß man bedenken das man sein Lebensmittel von einem Insekt befreit, aber mit einem anderen besetzt. Als ich mal eine Bäckerei damit behandeln wollte wurde mir die Methode vom Gesundheitsamt verboten. Die Lebensmittel sind über den Zeitraum der Bekämpfung nicht zu benutzen. Die Handhabung ist äußerst schwierig weil Penibilität oberste Priorität hat. Die kärtchen dürfen maximal 24 Std zwischengelagert werden sonst stirbt der Parasit ab. D.h.: Bei Eintreffen der Kärtchen müssen diese sofort ausgebracht werden. Ich würde vor dem Einsatz unbedingt telefonisch Rücksprache mit dem Anbieter halten und mir alles genauestens erklären lassen. Seriöse Anbieter haben damit kein Problem In der Regel dauert die Bekämpfung ca. 8 Wochen. Grundsätzlich ist diese Methode zu empfehlen.
MfG
Oerni81
19. June 2009, 18:47
Sehr schön und Umfassend geschrieben!!!
maschlie
02. November 2009, 09:58
Hab ich da irgendwas überlesen ...
hm
ich frage trotzdem mal
bei mir kommen nur hin und wieder die Larven vor - die Entwicklung zur Motte schaffen sie kaum da ich täglich und das gerade zur Winterzeit - weil das Wohhnzimmer ja geheizt wird und da die Larven gerne zu schlüpfen nehme ich an - entsorge....
ich hab alles duchsucht- keine Larve gefunden- wo immer sie auch herkommen. Hab schon gedacht die haben sich in meinen alten Möbeln versteckt. Ich sehe sie irgendwann im Laufe des Tages an der Wand entlangkriechen und sobald ich sie sehe werden sie auch entsorgt.
Gibt es da ein gutes Mittel ausser ständig wie ein Polizist durch die Wohnung zu rennen .... ?:?:?
GeorgB.
02. November 2009, 20:38
Hallo maschlie,
Warum willst Du ändern was Du so erfolgreich und vor allem preiswert begannst und besonders ohne Einsatz von Chemikalien?
Siehe hier:
http://www.laves.niedersachsen.de/master/C13364612_N2530258_L20_D0_I826.html
Ein sehr guter Bericht der aber auch aufzeigt das sich Schädlinge nicht mal so eben hoppla hopp beseitigen lassen.
Tueddel
04. November 2009, 12:07
Hab ich da irgendwas überlesen ...
hm
ich frage trotzdem mal
bei mir kommen nur hin und wieder die Larven vor - die Entwicklung zur Motte schaffen sie kaum da ich täglich und das gerade zur Winterzeit - weil das Wohhnzimmer ja geheizt wird und da die Larven gerne zu schlüpfen nehme ich an - entsorge....
ich hab alles duchsucht- keine Larve gefunden- wo immer sie auch herkommen. Hab schon gedacht die haben sich in meinen alten Möbeln versteckt. Ich sehe sie irgendwann im Laufe des Tages an der Wand entlangkriechen und sobald ich sie sehe werden sie auch entsorgt.
Gibt es da ein gutes Mittel ausser ständig wie ein Polizist durch die Wohnung zu rennen .... ?:?:?
Martina,
du berichtest, daß du sie im Wohnzimmer vorfindest. Eine bescheidene Frage: hast du zufällig in deinem Wohnzimmerschrank ein Fach/Eckchen, wo du Gebäck und andere Naschsachen aufbewahrst?
Mir persönlich ist dergleichen auch mal passiert, nachdem ich mich nach gründlichster Säuberung wunderte, immer noch Motten und Maden im Wohnzimmer vorzufinden. Bis ich auf die Idee kam, in meinem "Schnüsterschrank" einmal meine gehorteten Leckerlies zu inspizieren. Und siehe da! - angebrochene Packung gesalzene Pistazien und MMchen (Erdnüsse im Schokoladenmantel), überlagerte Kekse waren Verursacher. Allen Mist habe ich rausgeschmissen, den gesamten Schrank bis in die kleinsten Ecken (!) gründlich gesäubert und nun ist Ruhe.
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