Vollständige Version anzeigen : Vögel für die ganzjährige Freivoliere
Norbert Nickles
13. November 2000, 03:32
Für jeden der einen Garten, Terasse oder ähnliches besitzt ist es eigentlich am praktischsten den Vögel eine Freivoliere zu bauen. Man braucht die Voliere nicht zu reinigen (bei normalem Boden als Untergrund) und mit etwas Geschick und Maschendrahtzaun ist es auch kein teures Vergnügen. Aber welchen Vögeln kann man ein ganzjähriges Leben im Freien zumuten? Rosenköpfchen? Nymphensittichen? Wellensittichen? Ein wenig bunt und nicht zu laut (wegen den Nachbarn) sollten sie natürlich auch sein.
Ich habe eine Voliere in der zwei Streifenhörchen sind und 3 japanische Mövchen (die sich gut vertragen). Nun bin ich aber auf der Suche nach weiteren Vögeln die man einsetzen könnte.
malu
13. November 2000, 13:55
Hallo, Norbert !
Als erstes wollte ich Dir sagen: ganz ohne Reinigung geht es dann doch nicht, auch wenn du normalen Erde-Boden hast solltest du den mindestens einmal jährlich austauschen - wegen Keimen, Würmern und Co. ist das doch notwendig.
Für die Überwinterung in einer Freivoliere brauchst Du auf jeden Fall einen "Schutzraum", der komplett verkleidet werden sollte, damit es dort nicht zieht, sich die Wärme ein bisschen hält und das Wasser nicht gefriert. Je kälter es in dem Raum ist bzw. ich weiss nicht woher Du kommst und wie die Temperaturen bei Euch im Winter sind, solltest Du auch über eine Beheizung (Wärmelampen, Heizspirale, etc.) nachdenken.
Mit einfachem Maschendrahtzaun wäre ich ebenfalls vorsichtig, ein kräftiger Sittich hat den Kaninchendraht schnell durchgezwickt, und ein kräftigerer Zaun hat in der Regel einen grösseren Zwischenraum, durch die die Vögel entwischen können. Du solltest Dir also wegen dem Gitter nochmal Gedanken machen, es gibt auch entsprechende Fachhändler, die geeigneten Zaun vertreiben.
Wegen der Vögel: Wie gross soll den die Voliere werden ? Davon hängt natürlich auch ab, welche Vögel denn für Dich die geeigneten sind (Flugbedürfnis, Kletterbedürfnis, etc.).
Bogis
13. November 2000, 15:07
Hallo Norbert. Mit dem Reinigen und dem Schutzraum gebe ich malu recht. Jede Freivoliere muß auch ab und zu gereinigt werden, wenn auch nicht oft. Der Schutzraum sollte dann aber schon regelmäßig gesäubert werden. Es ist wichtig, einen festen Schutzraum als Wind- und Wetterschutz einzubauen, in den sich die Vögel zurückziehen können.
Nymphensittiche z.B. eignen sich gut für eine ganzjährige Haltung in einer Freivoliere, da sie winterhart sind. Ich halte 2 Pärchen in einer Freivoliere. Auch mit normalem Volierendraht, also nicht irgendwie punktverschweisst oder so, habe ich gute Erfahrungen gemacht, den kriegt keiner von meinen Sittichen durch. Für größere Arten stimme ich Malu allerdings zu. Da wäre punktverschweisster Draht schon empfehlenwerter.
Bogis
ortolan
13. November 2000, 17:36
Hallo zusammen,
mich wuerde da etwas ganz anderes interessieren - Streifenhoernchen und Voegel in einer Voliere???????????????
moose
13. November 2000, 17:50
Hallo Norbert!
Ich wuerde Dir noch empfehlen, um eine Freivoliere unbedingt eine recht tiefe Beton/Steinborte zu ziehen, die in den Boden eingelassen wird, damit Ratten, Marder und Co. nicht unter dem Zaun durchschluepfen und Deine Voegel/Streifenhoernchen rupfen koennen.
An winterfesten Vogelarten habe ich leider keinen Tip, denn ich halte meine Voegel in der Wohnung.
Auf einen Schutzraum, wie es hier schon vorgeschlagen wurde, wuerde ich auch auf keinen Fall verzichten, auch wenn die Voegel winterhart sind. In unseren Breitengraden kann es ja schon mal ganz schoen feucht und kalt werden.
Die Voliere wuerde ich komplett (oder zumindest groesstenteils) ueberdachen, damit Deine Voegel nicht vom herabfallenden Kot freilebender Voegel krank werden koennen.
Liebe Gruesse,
Marina
redFred
14. November 2000, 00:20
Hallo Norbert!
Nun, Hörnchen fressen gelegentlich auch Vögel - oder zumindest deren Eier!!
Wenn du die Mövchen nicht als Futterration eingeplant hast, so überdenke doch nochmal die Kombination.
Gruß
Norbert Nickles
14. November 2000, 02:07
Hallo danke für die antworten. Meine antwort ist leider versehentlich in die Rubrik "neues Thema" gerutscht. (ein drittes mal kann ich sie aber jetzt nicht mehr schreiben, bei der ersten antwort stürzte mein PC ab). Zwitschern die Nymphensittiche sehr laut? (wegen den nachbarn). Also dann denke ich mir daß ich im Frühjahr noch zwei Nymphensittiche dazusetzen werde zu den drei Mövchen. Dann schaue ich jetzt mal in die Rubrik Nymphensittiche rein weil ich mir unter einem Nymphensittich nicht viel vorstellen kann (ich weiß nur wie sie aussehen).
malu
14. November 2000, 12:14
Hallo Norbert !
Habe Deine Ausführungen im anderen Posting gelesen. Ich glaube, dass Du die Sache mit dem Rohr, durch das die Vögel in den Keller gelangen, wirklich vergessen kannst. KEIN Vogel, egal welche Art, wird da reinklettern ! In ein 70 cm langes Rohr ! Und die Isolierung des Nistkastens halte ich auch für NICHT ausreichend ! Deine Vögel werden im Winter spätestens in kalten Nächten jämmerlich ERFRIEREN !
Bitte kauf Dir doch wenigstens mal ein Fachbuch, bevor Du auch noch arme Nymphensittiche erfrieren lässt ! Ein Schutzhaus ist wirklich notwendig !!!
Bogis
14. November 2000, 14:13
Hallo Zusammen!
Die Voliere würde ich nicht komplett überdachen,wie es vorgeschlagen wurde, da das Sonnenlicht von oben sehr wichtig für die Vögel ist und sie sich auch gerne mal sonnen. Es sei denn, du meintest ein Glasdach, das wäre natürlich optimal. Die Gefahr der Ansteckung durch Kot von Wildvögeln ist ohne ein solches Dach natürlich schon da, doch so groß ist das Risiko nun auch wieder nicht.
Mit den Einwänden gegen das Rohr könnte malu schon recht haben, 70 cm ist vielleicht ein bisschen viel, doch ich habe schon Volieren gesehen, durch die die Vögel durch ein etwa 30cm Rlanges Rohr nach innen gelangen und es auch gerne benutzen. Eine Klappe halte ich allerdings auf jeden Fall für besser. Malu, Norbert hat doch gesagt, daß er sich erst noch über Nymphensittiche informieren will, bevor er welche anschafft. Deine Angst wegen dem Erfrieren halte ich allerdings für unbegründet. Wenn er einen festen Kellerraum hat, der wettergeschützt ist, kann er die Vögel schon bei einigen Minusgraden halten, denn das gefährliche ist nicht die Kälte (natürlich auch nur bis zu einem gewissen Grad), sondern vor allem der kalte Wind, und vor dem sind sie ja geschützt. Allerdings musst du dann darauf achten, daß die Vögel im Winter auch wirklich in dem festen Raum übernachten. Den Beitrag über die Isolierung des Nistkastens habe ich zwar nicht gelesen, doch für die Sittiche muß er nicht unbedingt besonders isoliert werden, da die Sittiche bei Freigehegehaltung sowieso nur legen, wenn es warm genug ist. Wenn allerdings der Nistkasten für die Mövchen gemeint war, dann kann ich dazu nichts sagen, denn von deren Brutgewohnheiten habe ich keine Ahnung.
Bogis
Bogis
14. November 2000, 14:18
Hallo nochmal,
eben habe ich gelesen, daß sein Kellerraum sogar beheizt ist.
Dann besteht jawohl überhaupt keine Gefahr, daß die Vögel erfrieren. Doch wie gesagt, im Winter sollten sie dann
auch dort übernachten.
Bogis
Norbert Nickles
15. November 2000, 00:13
Mit Nistkasten meine ich ja nichtdaß sie da brüten sollen sondern einfach nur ein Kasten wo sie übernachten. Also ich sägedas Rohr oben auf uns spanne Maschendraht oder durchsichtige Folie darüber damit es in dem Rohr hell ist, dann krabbeln sie hoffentlich durch.
Mit den Nymphensittichen hat es sich wahrscheinlich erledigt, da ihre Besitzer in der anderen Nymphenrubrik über das laute Gekrächze und Geschreie klagen und das kann ichden Nachbarn nicht zumuten....
Norbert Nickles
15. November 2000, 01:54
Um mich zu informieren bin ja jetztauch hier drin. Ich kann es mir auf keinen Fall erlauben erfrorene Vögel in meiner Voliere vorzufinden, ich hab schliesslich zwei Kinder und eine Frau die da sicherlich nichtbegeistert wären.
Also auf 30 cm könnteich das Rohr ja eventuell verkürzen und den Käfignoch näher ans Fenster rücken. Wennsie sich mal dran gewöhnt haben kann ichdasRohr ja wiederverlängern. Ihr Vogelfreunde müsstkeine Angst haben daß euern Lieblingen was zustößt :-)
Also ichglaub jadaß ich am liebsten noch zwei agaporniden in das gehege reinsetze (falls ich welche finde die nicht zu laut krächzen) oder wellensittiche. Oder Beides. Im übrigen kann ich mirja nichtvonjedem Vogel den ich in Erwägung ziehe ein Buch kaufen.
SiCidi
15. November 2000, 02:43
Im übrigen kann ich mirja nichtvonjedem Vogel den ich in Erwägung ziehe ein Buch kaufen.
Geheimtip: Stadtbibliothek! :)
Liebe Grüße,
Katrin
Norbert Nickles
15. November 2000, 04:54
Danke für deinen Tipp, ich versuche es jetzt halt erst mal auf diesem Wege. Zwischen Theorie und Praxis gibt es nämlich manchmal schon beträchtliche Unterschiede. Z.B. sucht man sich anhand der Literatur ein Tier aus und stellt dann fest daß man es nirgends bekommt. Außerdem habe ich ja schon Bücher durchgeblättert aber da stand nie drin daß man Wellensittiche oder Nymphensittiche ganzjährig draussen halten kann. Darum ist es schon besser Leute mit praktischen erfahrungen zufragen.
malu
15. November 2000, 12:27
Sehr gut, dass Du die Sache mit dem Rohr nochmal überdenkst. Ist es in dem Keller denn auch hell ?
Sowohl Wellis als auch Nymphen sind eigentlich "winterhart", Agas auch. Aber der Unterschied im Geschrei ist nach meiner Erfahrung der, dass die Nymphen ab und zu mal pfeifen und krähen, und dann eben laut, die Agas aber ständig und auch net grad leise...
Petra.S
15. November 2000, 13:17
Hallo Norbert,
>>Also ichglaub jadaß ich am liebsten noch zwei agaporniden in das gehege reinsetze (falls ich welche finde die nicht zu laut krächzen) oder wellensittiche. Oder Beides.<<
1. wirst Du keine Agaporniden finden die nicht laut schreien
2. "oder beides" wird nicht gehen.
Es sei denn Du willst Dir jede Woche neue Wellensittiche kaufen...Agaporniden beißen anderen Vögeln mit Vorliebe die Zehen ab.
>> Im übrigen kann ich mirja nichtvonjedem Vogel den ich in Erwägung ziehe ein Buch kaufen. <<
Warum denn nicht? Mache ich auch immer so!
Liebe Grüße, Petra
Bogis
15. November 2000, 14:51
Hallo Norbert !
So eine ähnliche Antwort wie die von Petra wollte ich auch gerade schreiben. Zumindest den ersten Teil.
Agas sind meist sehr aggressiv gegenüber anderen Arten. Die Wellensittiche wehren sich im Gegensatz zu Nymphen zwar, du würdest also sowohl invalide Agas als auch Wellis bekommen.
Nymphen mit Wellensittichen kann man ausserhalb der Brutzeit aber schon problemlos vergesellschaften.
Bogis
Norbert Nickles
16. November 2000, 01:46
Aha, na toll. Also kann man die Agaporniden zu gar keinen anderen Vögeln dazusetzen? Ich hab ja drei Prachtfinken (japanische Mövchen) in dem gehege drin. Was kann ich dann dazusetzen? Am besten vielleicht wellensittiche oder? Die sind ja auch leiser als Agaporniden, oder?
Besonders hell ist es in dem keller nicht, der hat halt zwei kleine Fenster und der Käfig steht nahe am Fenster und die Vögel sollen halt durch das Rohr in den Käfig rein. Ich hab es jetzt oben aufgesägt und Draht drübergespannt so daß esin dem Rohr hell ist. In dem Rohr selbstist es ja auch schon warm (der keller hat 20 Grad), aber wenn die lieber in der Kälte sitzen wollen was soll ich dann tun? Das Rohr ist ja auch 10 cm im Durchmesser. Dadrin könnten sie sich ja auch schon aufwärmen wenn ihnen die 60 cm biszu dem Käfig zu weit sind, hm. Ich habauch Stroh in das Rohr rein aber die bleiben lieber in ihrem Nest das in einem zweig hängt. Vielleicht ist ihnen das wetter ja bis jetzt noch zu gut um irgendwo reinzugehen.
malu
16. November 2000, 13:05
Es gibt da diese Plastik-Wellensittiche im Handel... die sind auch winterhart und still und friedlich ...
Okay. Mal im Ernst. Warum gesellst Du nich ein paar andere Prachtfinken dazu ? Die werden sich vielleicht eher vertragen und schreien auch nicht so laut.
Die Sache mit dem Rohr bezweifle ich ja immer noch. Wenn sie dahinter net hell sehen, dann werden sie da wohl auch net reingehen ! Und ich glaube auch nicht, dass sie draussen bleiben weil sie wollen, sondern weil sie Deine komische Rohrkonstruktion nicht blicken und Angst haben, durch diese doch relativ enge Röhre (10 cm ist ja echt klein, auch wenn es nur kleine Mövchen sind!) zu klettern !
Übrigens - bei uns hatte es heute Nacht übrigens schon Frost - und das ist Stuttgart im Talkessel, also auch wärmer als im Umland. Leben Deine kleinen noch ?
gisi
16. November 2000, 13:48
hi
warum kein rosella?
davon dürfen es auch mehr sein, außer du hängst einen nistkasten in die voliere denn dann gibts im frühjahr mord und totschlag. Rosellas haben eine angenehme flötende stimme sind völlig winterhart (meine spielen im schnee)
und werden zutraulich bis zahm.in der voliere leben sie mit blaukappensittichen, bergsittichen und bauersringsittichen zusammen.
das große problem im winter ist der eisige wind,noppenvolie um die voliere gespannt hält den wind ab.
gruß gisi
Norbert Nickles
17. November 2000, 02:56
Also Rosellas sind die Rosenköpfchen oder? ich dachte die beißen den anderen Vögeln die Füße ab? Wahrscheinlich sind Rosellas andere Vögel als Rosenköpfchen denn daß sie eine angenehm flötende Stimme haben habe ich noch nie gehört. Undwas heißt da Nistkasten? Ein Häuschen muß ich ihnen ja reinhängen und wie soll ichdasverhindern daß sie das dann als Nistkasten ansehen?
In der Voliere könnten sich die Vögel bestimmt aus dem weg gehen, sie ist ja 6 Meter hoch. In meinem Keller müsste ichdann allerdings noch eine Käfigvergrößerung vornehmen wenn die Agaporniden noch dazukämen.
Also Prachtfinken wäre wahrscheinlich wirklich die beste Idee, aber welche von denen sind winterhart? Reisfinken sollen ja auch unverträglich sein. Und Zebrafinken? Wieviel Kälte vertragen die?
Also das Rohr habe ich inzwischen oben aufgesägt und heute waren die 3 Mövchen auch schon ein Stück in dem Rohr drin (ich hab ganz viel Futter reingegeben). Übernachten tun sie allerdings immer noch in ihrem Nest. Frost hat es bei uns noch nicht gegeben. Also ich glaub schon daß sie nach und nach den Weg in den Käfig im Keller finden.
Petra.S
17. November 2000, 06:36
Guten morgen Norbert,
oh je ... Rosellas sind natürlich keine Rosei collis! Rosellas sind Großsittiche, genau gesagt Plattschweifsittiche (meiner Meinung nach die schönsten die es gibt) und sie sind ungefähr 3-4 mal so groß. Die kommen aus Australien, Rosenköpfchen aus Afrika...haben außer den Anfangsbuchstaben "Ro" nichts gemeinsam. Also ich glaube Du brauchst ganz dringend einen Intensivlehrgang in Vogelkunde. Das ist es was ich geschrieben habe! Kauf Dir Bücher. Auch wenn Du so manche Vogelart nach dem Lesen dieser Bücher nicht mehr kaufen möchtest, ist es doch kein herausgeschmissenes Geld, sondern wertvolle Literatur, die Du vielleicht immer wieder mal brauchst. Man kann eben nicht einfach irgendeine Vogelart in die Voliere fliegen lassen, ohne sich gründlich darüber informiert zu haben. Je größer sie sind, desto schwieriger ist die Vergesellschaftung mit anderen und auch die Verpaarung. Prachtfinken zum Beispiel kannst Du größtenteils vergessen; die meisten benötigen eine konstante Temperatur von 18 Grad. Ich würde auch nicht gerade Finkenarten mit Rosellas halten. Auch wenn Du Rosellas findest mit einem friedlichen Gemüt, sind die kleineren Vögel doch Spielzeug für sie, und sie könnten sich nicht wehren. Wir alle können Dir natürlich Tips geben, ich finde nur, das Grundwissen sollte vorhanden sein, sonst bringt das ganze nicht viel.
Liebe Grüße, Petra
ortolan
17. November 2000, 10:47
Hallo Norbert,
8( also die Maedels haben recht; Du solltest Dir wirklich erst mehr Wissen ueber die Vogelarten, bzw. die Tierhaltung ganz allegemein aneignen, ehe Du an einen weiteren Kauf denkst.
Die Rosellas von den Roseicollis nicht unterscheiden zu koennen, mag fuer einen Anfaenger in der Stubenvogelhaltung ja noch okay sein; aber Voegel und Saeugetiere in eine Voliere, ist "der Hammer" :s!
Buecher sind gut fuer ein Grundwissen; das Buchwissen aber halt leider nicht immer das Gelbe vom Ei...:o
Ich wuerde Dir dringend empfehlen, nach einem Vogelzuchtverein in Deiner naeheren Umgebung Ausschau zu halten. Und das aus mehreren Gruenden:
1. Dort gibt es Tipps aus der Praxis
2. Dort sind Dir die Leute sicher auch beim Bau und der Planung einer vernuenftigen Winterunterkunft OHNE Roehre behilflich.
3. Dort kannst Du Dir bei den einzelnen Kollegen die Tiere ansehen und ihre Haltungsansprueche erklaeren lassen
Ausserdem freuen sich die Zuechter immer, einen neuen Vogelfreund in ihren Reihen begruessen zu koennen, selbst wenn dieser nicht an eine zuechterische Betaetigung denkt.
Mit freundlichen Gruessen
Norbert Nickles
18. November 2000, 04:17
Ich kaufe ja die Bücher sobald ich weiß welche Vögel ich haben will. Darum stöbere ichja auch das Internet durch. Unter Plattschweifsittiche habe ich in der suchmaschine dieRosellas ja auch gefunden und mit 32 cm Größe sind die wirklich nichts für meine Voliere.
Meine Mövchen habe ich inzwischen eingefangen und sie in ihren Käfig imKeller gesetzt, der durch die Röhre mit der Freivoliere verbunden ist. Die röhre habe ich jetzt verstopft damit sie im Keller bleiben. Jetzt im Moment (4 Uhr nachts) sitzen sie in der Röhre drin im Heu und schlafen (statt in dem Nistkasten der in dem Käfig ist). Jetzt lasse ich siee einige tage drin ehe ich das Rohr wieder aufmache. Inzwischen ist die Röhre ja oben offen (mit Maschendraht geschlossen).
Beissen wellensittiche meine Prachtfinken? Also am besten setze ich noch Finken dazu, ich dachte an Zebrafinken. Ich las daß es in Australien in ihrer heimat nachts auch recht kalt werde könnte.
Im gegensatz zu euch bin ich ja kein besonderer Vogelliebhaber und ich hab eben so viel Wissen wie ein Normalbürger. Bei "Wer wird Millionär" wäre die Frage was für ein Vogel ein Rosella istbestimmt die 1-Million-Mark-Frage).
ortolan
18. November 2000, 10:16
Hallo zusammen!
Agas und Rosellas nicht auf Anhieb auseinander halten zu koennen - wie gesagt, kein Beinbruch Nobert (die Millionenfrage waer's aber net)!
Dein Problem ist die Roehre: Die ist zu lang und es wuerde mich schon sehr wundern, wenn die Voegel da "durchkriechen" wuerden. Einen Mauerdurchbruch von bis zu 30 cm, das ginge noch, aber auch nur, wenn die Voegel durchfliegen koennten.
Im Innenraum muss dazu aber eine sehr helle Lichtquelle installiert werden, die vor Einbruch der Daemmerung angeschaltet wird, so daß die Voegel nach innen gelockt werden.
Auch Zebrafinken sind nicht winterfest, selbst wenn's in Australien kalte Naechte gibt - nur die Zebrafinken, die Du bei uns erwerben kannst, kommen schon lange nicht mehr aus Australien (generelles Exportverbot), sondern aus den Zuechterstuben. Raumtemperatur ist das Mindeste, dass Du Deinen Exoten nachts bieten solltest, selbst wenn Du sie tagsueber in die Frei-Voliere laesst.
Krummschnaebel sollten grundsaetzlich nicht mit Prachtfinken vergesellschaftet werden; auch bei Wellis besteht die Gefahr, dass sie die kleineren Prachtfinken attackieren.
mit freundlichen Gruessen
Vogelfreund
18. November 2000, 16:18
Zitat von ortolan
Krummschnaebel sollten grundsaetzlich nicht mit Prachtfinken vergesellschaftet werden; auch bei Wellis besteht die Gefahr, dass sie die kleineren Prachtfinken attackieren.
Dem kann ich nur zustimmen.
Ich hatte mal 2 Wellensittiche und ca. 30 Zebrafinken in einer 3m x 2m x 1m Volliere (B,H,T) und hatte 2 mal einen Zebrafinken mit abgetrennten Fuß.
Beim ersten mal dachte ich noch an einen Unfall. Nach dem 2ten habe ich dann die Wellensittiche von den Zebrafinken getrennt.
Also obwohl meiner Meinung nach genug Fluchdistanz vorhanden war ist es nicht gut gegangen.
Ich kann also auch nur jedem davon abraten, Prachtfinken mit Krumschnäbeln in einer Voliere/Käfig zu halten.
Norbert Nickles
19. November 2000, 04:36
Hm aber meine Hauswände sind nun mal 60 cm dick. Naja vielleicht muß ich dann doch ein Schutzhaus in der Voliere bauen und dann leite ich eben die heiße Luft aus dem Keller in das Schutzhaus. Vielleicht kann ich den Heißabluftschlauch vom Wäschetrockner reinhängen dann wird das Häuschen einmal am Tag durchgeheizt.
Ich wüßte jetzt aber echt gern mal welche Vögel ich zu meinen Mövchen noch dazusetzen kann weil anscheinend jeder Vogel irgendeinen Haken hat. Also die Wellensittiche lasse ich dann besser weg und setze halt vielleicht noch 4 Zebrafinken rein.
ortolan
19. November 2000, 10:00
...und die darin enthaltenen Gase und Dämpfe der zuvor verwendeten Waschmittel und Weichspüler :k - davon muß ich Dir dringend abraten! Es sei denn, Dir gelingt es, diese Abluft in einem geschlossenem System zu halten und über irgendeine Vorrichtung zum Wärmetausch an den Schutzraum abzugeben.
Warum nicht einfacher?
Ich habe zwar in Deinen bisherigen Ausführungen nichts über die Größe der Voliere gefunden, aber die nachfolgenden Maße kannst Du ja anpaßen.
Schutzraum aufstellen (Grundfläche als Mindestgröße:1x2 m); mit Styroporplatten isolieren (am besten mit Alufolie beschichtete Platten); an ein Fenster für das Tageslicht und eine ca. 40x40 cm große "Einflugschneise" denken. Diesen Einflug mit einer Klappe oder Falltüre versehen.
In den Schutzraum kommt eine Tageslicht-Leuchtstoffröhre mit Vorschaltgerät, Dämmerungsschalter und Zeitschaltuhr.
Dazu ein Frostwächter, der die Temperatur NACHTS konstant bei ca. +10° C hält. Den Frostwächter im Abstand von 10 cm mit engmaschigem Volierengitter sichern, damit sich die Vögel nicht direkt auf das Gerät setzen können. So wäre Dein Problem am einfachsten zu lösen!
:p und wenn Du mir dann auch noch zusicherst, daß die Streifenhörnchen nicht in der Voliere bei den Vögeln bleiben, verrate ich Dir eine ganze Liste weiterer Prachfinken, die Du problemlos zu Deinen Mövchen in die Voliere setzen kannst :)
Herzlichst
Norbert Nickles
20. November 2000, 02:29
Hallo, danke für die Antwort.
Das ist aber viel Aufwand nur um paar Vögelchen zu halten. Meine Streifenhörchen haben den Vögeln doch bis jetzt noch nichts getan und seit Mai sind sie schon in der Voliere. Zur zeit halten die Hörnchen Winterschlaf unter der Erde (seit Oktober).
Meine Voliere hat nur eine Grundfläche von ca 4 oder 5 qm, dafür ist sie 6 Meter hoch. Es ist nicht ganz einfach da ein 1x2 Meter Häuschen zu bauen weil auch noch 3 Obstbäumchen da drin stehen. Aber man könnte es grade noch reinquetschen.
Was für ein Gerät ist das was du meinst? Ein elektrisches Heizgerät mit Thermostat? Und wieviel Strom kostet das dann?
Norbert Nickles
20. November 2000, 04:30
So ich musste kurz unterbrechen, mein Funkthermometer für das Meerschweinchenhaus hatte nur noch +9,8 Grad angezeigt und ich mußte die Wärmflaschen erneuern.
Also auf eine beleuchtung würde ich verzichten und dafür noch mehr Fenster einbauen. In Süddeutschland (kaiserslautern) sind die Tage ja auch nicht soooooo kurz im Winter. Um das Haus zu bauen besorge ich mir vielleicht zwei alte Fenster vom Sperrmüll oder von der Müllkippe (die sind ja doppelt verglast).
Das mitder Klappe ist keine schlechte Idee, die kannman dann nachund nach zuschieben wenndie Vögel sich daran gewöhnt haben da reinzufliegen. 40 cm kommt mir aber arg groß vor. Ichhätte ein Schutzhaus gebaut mit einem 3 oder 4 cm großen Durchschlupf wie bei einem Nistkasten.
Ich baue das schutzhaus nahe ans Kellerfenster und hoffe daß durch das Abflußrohr genug warme Luft in das Schutzhaus kommt. Im Keller ist es ca 20 Grad warm. (Wennnicht kann ichja auch zwei Rohre vom Keller in das Haus leiten..)
Ich baue das Haus aber erst im nächsten Frühjahr, dann wollte ich meine Voliere noch etwas vergrößern. Ich hoffe daß die Mövchen so schlau sind und wenn es sehr kalt wird in den Keller fliegen.
Malte
23. November 2000, 20:49
kann man diamandtauben ganzjährig ohne schutzhaus in der außenvoliere im garten halten?
ortolan
23. November 2000, 21:15
Hallo!
Geht nicht Anton. Genaueres kannst Du im Forum "Täubchen" nachlesen.
Grüße
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