Lycee
04. January 2001, 16:18
Ich habe in der Zeitschrift Papageien 1/2001
etwas über einen Maskenzwergpapagei gelesen
Hält sich jemand vielleicht diese Tiere und kann mir
weiter helfen ( Website, Buch oder Erfahrungen)
Ich würde mich sehr darüber freuen
Mfg. Lycee
Doris
04. January 2001, 18:44
Hallo Lycee!
In meinen Büchern konnte ich zu diesen Vögeln nichts finden (werden anscheinend sehr selten gehalten). Aber beim Online-Lexicon of Parrots wurde ich fündig, es ist allerdings in Englisch geschrieben. Hier die Adresse:
http://www.arndt-verlag.com/projekt/birds_3.cgi?Desc=E084.htm&Pic=084_1.JPG
Ich habe mir vor ein paar Tagen die deutsche Ausgabe des Lexicon`s bestellt, solltest du sonst nirgends Infos finden kann ich dir ja dort noch einmal nachschlagen (kann aber noch ein paar Tage dauern bis ich es habe).
Grüße,
Doris
Rüdiger
05. January 2001, 11:29
Moin moin!
Ich habe ein bischen was in den Büchern gefunden(nur deshalb so ausführlich, weil einige ja den Papageien-Artikel nicht kennen):
Maskenzwergpapageien gehören nach R.Low (Papageienkunde) zu den Buntkopf-Zwergpapageien (Opopsitta) und unterscheiden sich von den Feigenpapageien/Keilschwanz-Zwergpapageien (Psittaculirostris) durch eine geringere Größe und die unbefiederte Wachshaut über dem Schnabel. Low nennt fünf Arten.
Dagegen wird nach Robiller die Gattung Opopsitta auf deutsch als Maskenzwergpapageien bezeichnet, er nennt jedoch nur zwei O.-Arten, wobei die in Papageien erwähnte Art O. diophthalma auch Rotwangenzwergpapagei genannt wird und mehrere Unterarten umfaßt.
Der Maskenzwergpapagei (O. diophthalma) lebt in Neuguiena, den Aru-Inseln und den Küstenregionen von NO-Australien und bewohnt den tropischen Regenwald, offenes Waldland und Farmland mit Baumbestand, gelegentlich Parks und Gärten, bin in eine Höhe von 1600m.
Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt: Männchen grün, Unterseite blasser und gelblich, , Vorderkopf,Zügel und Wangen rot (wangen am unterem Rand mauveblau gesäumt), orange-gelbes Band am Rand des Hinterkopfes, vor und über dem Auge blau, Brustseite und Flanken gelb, innere Flügelseite orangerot, Unterflügeldecken gelblichgrün, Flügelrand mit blauem Saum.
Weibchen wie Jungvögel haben braungelbe statt rote Wangen.
Masekezwergpapas leben paarweise oder in kleinen Gruppen von 6 bis 10 Tieren und halten sich oft in den oberen Zweigen der Baumkronen auf. Ihre Nahrung besteht aus Früchten (vorwiegend Feigen), Beeren, Samen, Nektar und Insekten. Während des Fluges sind sie laut, schrille und durchdringende Kontaktrufe, auch schnatternde und kreischende Töne.
Brutzeit in Neuguinea im März, andernsorts nicht vor August.
Nester in Baumhöhlen oder Astlöchern, oft auch in horizontalen Ästen. gelege max. zwei Eier, das Männchen füttert das weibchen während der Brut, beide füttern die Jungen. Jungtiere haben ihre Jugendmauser whrscheinlich vor Ende des ersten Lebensjahres.
Die Population im Freileben gilt als stabil.
Die Art wird selten gehalten und gilt als Rarität. Sie für die Pflege in menschenhand als ungeeignet. Dennoch schreibt
Robiller, das die Maskenzwerge nach der Eingewöhnung und bei richtiger Haltung nicht empfindlich sind, aber leicht in in Panik mit Todesfolge geraten. Im Londoner Zoo wurde ein Maskenzwerg 13 Jahre alt, allgemein werden die Vögel aber nur wenige Monate bis einige Jahre alt (was für mich ein Widerspruch ist).
Sie sind starke Nager und recht agressiv, weshalb Paare einzeln untergebracht werden sollten.
Haltung in Innenvolieren nicht unter 18° bei 60 bis 70% Luftfeuchte.
Die richtige Futterzusammensetzung ist schwierig, Robiller empfiehlt die Mischung aus Walsrode, das einmal aus festeren Futter (gekochter Reis, Tomaten ohne Samen, eingeweichte Rosinen, Schichtkäse, Apfel mit Nekton K bestreut) und aus mit warmen Wasser angerührten Brei ( Milupa-Vollkornbrei, ungezuckertes Soa-Malt, Nekton K, EAS Perlen, Osspulvit, Hipp Vollkorn-Früchtebrei) besteht, in den noch abgebrühte Mehlwürmer gegeben werden.
Daneben gibt es auch noch andere Mischungen, die Körner enthalten sowie Hundetrockenfutter.
Maskenzwerge sind entsprechend des Futters starke Schmutzer und haben ein großes Badebedürfnis.
(Robiller, Handbuch der Vogelpflege, Papageien Bd.2, Ulmer Verlag 1997; auch Low, Das Papageien-Buch, Ulmer Verlag 1989)
gerhard70
05. January 2001, 18:56
Hallo Lycee
Ich komme aus Österreich und kenne bei uns einen sehr erfolgreichen Züchter dieser Papageien.Er hat voriges Jahr Junge von Salvadori Feigenpapageien und von Edwards Feigenpapageien.So viel ich weiss hat er noch Vögel abzugeben.Seine Tel.:0043/72478024
Mfg Gerhard
Lycee
06. January 2001, 10:59
Vielen DAnk gerhard70
eigentlich wollte ich mir keinen dieser papas kaufen
Trotzdem danke vielleicht werde ich auf sie zurück
kommen wenn ich noch mehr über diese papas weiss
man weiss ja nie
Vielen Dank nochmals
MFg. Lycee
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