Vollständige Version anzeigen : Welcher Farbenschlag ist am gefragtesten?
soni
23. February 2001, 16:17
Hallo!
Da ich schon Zebrafinken in pastell, zimt u. braun gezüchtet habe, diese aber nie privat wegbekam, nur an Zoohandlungen - möchte ich natürl. nun einen Farbschlag wählen, der für die Käufer am attraktivsten ist, wenn man diese von privat anbietet.
Für mich sind alle Farbschläge schön - möchte es auch weiterhin nur als Hobby ansehen (keine Ausstellungen) - schliesslich vermehren sich Zebras ja praktisch von selbst :-). Doch da muss man ja auch Abnehmer für den Nachwuchs haben - ansonsten weiss man wieder nicht wohin.
Was mir aufgefallen ist - dass ein Pärchen pastellfarbend - bei den Jungen ein naturfarbenes dabei hatte u. dieses nach dem Ausfliegen nur noch gejagd u. nicht mehr gefüttert wurde. Die anderen 3 hellen Jungen wurden weiterhin gefüttert - bis die Eltern wieder brüten wollten.
Joachim
23. February 2001, 19:45
Hallo Soni,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei Hobbyzüchtern die Schecken und die weißen Zebrafinken die beliebtesten sind. Auf Vogelbörsen können sie relativ leicht verkauft werden.
Doch nun zu deinen Pastellvögeln. Ich weiß nicht, ob du zum Thema "Qualzuchten" - ein schlechter Ausdruck, der nicht von Vogelzüchtern sondern von Vogelschützern kommt - gehört hast. Darunter versteht man eigentlich alle dominant vererbenden Mutationen. Bei den Zebrafinken sind das z. B.die:
- Wangen
- Hauben
- alle Pastellvögel
Per Anordnung ist es verboten, dominant vererbende Vögel untereinander zu verpaaren. Ein Züchter darf also nicht
Haube x Haube
Wange x Wange
Pastell x Pastell
miteinander verpaaren. Wenn du eine genaue Darstellung des Erbschemas haben möchtest, melde dich bitte. Nach den vorgeschriebenen Verpaarungen besitzen alle Pastellvögel eine Anlage für Pastell und eine Anlage für Normalfarbigkeit. Da aber Pastell dominant (stärker) ist als normalfarbig, sehen die Vögel äußerlich pastell aus. Verpaarst du nun solche Vögel untereinander, sind 25% der Jungvögel normalfarbig, 50% Pastell und 25% sterben meist schon im Ei wegen der Doppelfaktorigkeit (Letalfaktor).
MfG
Joachim
soni
24. February 2001, 18:40
Hallo! vielen Dank, für Deine Antwort!
sehr interessant - als Leihe-Anfänger hat man da in Büchern schon mal was drüber gelesen, doch da ich immer nur ein Paar in Besitz hatte, welches zahlreich Nachwuchs aufzog - kam schnell die Frage auf - wohin mit dem vielen Nachwuchs?
Schecken/Weisse sind also die Favoriten! gut zu wissen :-)
Wenn ich mir wirkl. einen Stamm aufbauen möchte - werde ich Dich gerne zu Rate ziehen - vielen Dank!
Liebe Grüsse!
sai-kim
03. March 2001, 13:00
Einer der meist gefragtesten Farbschläge sind zwar auch SChecken, weisse etc. !
Aber immer noch am meisten sind es die grauen naturfarbigen weil die meistens die wenigsten Probleme bei der Zucht machen !
Aber das ist Erfahrungssache !
Sai
Rene Scholz
20. March 2001, 10:14
also ich weiss, das auch silberne und creme tiere sehr beliebt sind.
Alexandra
26. March 2001, 01:02
Zitat von Joachim
Ich weiß nicht, ob du zum Thema "Qualzuchten" - ein schlechter Ausdruck, der nicht von Vogelzüchtern sondern von Vogelschützern kommt - gehört hast.
Hm....
Was ist daran schlecht, es nicht gut zu finden *bewusst* Defekte zu züchten?
Hallo Alexandra,
vielleicht weil es sich heir um einen Letalfaktor handelt und nicht um einen Faktor der eine Behinderung hervorruft?
soni
17. April 2001, 14:48
Hallo!
Ich habe nun vor mir 1 Pärchen anzuschaffen - ich hätte die Vorstellung 1 weissen u. 1 normalfarbigen als Paar zusammen zu stellen. Würde das auch klappen, ich meine: normalerweise sind die Vögel ja fixiert u. nehmen einen rein weissen Partner garnicht an, wenn sie ihn nicht als Partner erkennen?!
Könnte man auch einen Schecken mit einem Normalfarbigen verpaaren? Pastel u. Normal geht auch?! ist es auch ratsam zwei Vögel zu nehmen die sich schon gefunden haben?
1 Paar reicht mir vollkommen, wenn ich noch nicht die Mölichckeit für eine Voliere habe! Wenn es jedesmal 4-6 Küken wären u. ich pro Jahr 3-4 Bruten zulasse (mit entspr. Pausen) sind das 16-24 Vögel u. ich weiss, dass gesunde/fitte Vögel es locker schaffen :) so vermehrungsfreudig wie Zebras sind!
Das erwarte ich natürl. nicht! es ist nur eine Vorstellung :).
Was empfehlt Ihr? Exotenkörbchen od. Exotenkästen zum einfachen öffnen? ich hätte beides - würde ich beides anbieten, weiss ich jetzt schon, dass sie das Körbchen bevorzugen - aus Erfahrung - doch mit dem Kasten habe ich mehr Übersicht/Kontrolle.
Liebe Grüsse!
Sonja :)
Markus
22. April 2001, 10:17
Hi Leute,
ich finde Joachim`s Hinweis auf die Gefahr bei der Zucht mit
dominanten Farbschläge,klasse.!
Anfänger und Laien sollten durch Info vor Enttäuschungen be-
wahrt werden.
Mir selbst ist es 1991 passiert.!
Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon 15 Jahre Zebrafinken
gezüchtet hatte,alles Wissen vorhanden war und auch alle Regeln eingehalten wurden,kam es zu einem entsetzlichen Ereignis.
Es waren die "Wangen",welche mich begeisterten.Jeweils an
Graue gepaart,wurden teilweise Top-Vögel erzielt.
Trotz bekannter Warnungen lief alles bestens.Doch leider nur
bis zur 3.Generation.!
Wie auf Befehl,kam es in mehreren Nestern gleichzeitig,zu grausamen Deformierungen.!
Wer dieses Elend einmal in seinen Händen gehalten hat,wird es niemals vergessen.!!!
Es hat mir fast das Herz gebrochen.Habe sofort die Zucht abgebrochen und meine "Wangen" so abgegeben,daß es zu keinen
Nachzuchten mehr kommen konnte.
So hat es mir für 5 Jahre die Freude an Zebrafinken verhagelt.
Und im Sinne unserer Lieblinge kann es auch nicht sein.!
Gruß,
Markus
Markus
22. April 2001, 10:33
Nochmal ich.!
Nach meinem ernsten vorstehenden Artikel möchte ich nun auch
mal was lustigeres los werden.
Und zwar zum Thema:"Beliebtester Farbschlag"
Mit einem Grinsen möchte ich feststellen,daß es total egal ist welchen Farbschlag Ihr nachzüchtet.!
Denn Ihr werdet herausfinden,es werden genau Eure Vögel sein,welche nicht leicht untergebracht werden können.!
Deshalb züchtet was Euch persönlich am besten gefällt.
Bei entsprechenden Standardvögeln geht es schon einfacher.
Gruß,
Markus
Joachim
22. April 2001, 11:28
Hallo Markus,
du hast leider Recht. Schon in den Anfängen der Wangenzucht Mitte 1970 traten diese Probleme auf. Indem aber immer nur Wange x Nichtwange verpaart wurde, schien das Problem fast vergessen. Doch noch heute kann es sporadisch zu diesen Erscheinungen kommen. Solche Eltern schließe ich rigoros von der Zucht aus. Die Verursacher sind aber immer die Wangen. Alle Nichtwangen haben niemals etwas mit solchen Problemen zu tun.
MfG
Joachim
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