Vollständige Version anzeigen : was tun
mara14
07. August 2003, 07:20
ich füttere jeden zweiten tag einen schwarm tauben. wie man sich denken kann, werden ich von den leuten bespitzelt verfolgt, beschimpft und angezeigt. eine verwarnung habe ich hinter mir. heute morgen, habe ich gesehen, daß jemand meine autonummer aufgeschrieben hat. das bedeutet "anzeige"
und geldstrafe. ich bin am ende, mit meinen nerven. ich müsste aufhören zu füttern. was passiert aber mit den tauben? müssen sie jetzt verhungern? ich wohne nicht direkt in der stadt. hier gibt es wiesen. finden sie genug zu fressen? sie warten immer auf mich.0l von mir bekommen sie richtiges taubenfütter. das haben sie jetzt dann nicht mehr. mit der stadt nürnberg, brauch ich mich nicht anlegen. da kann ich kein verständnis erhoffen.
ich fühl mich so schlecht und die tauben tun mir soo leid. was soll ich tun. muß ich sie in stich lassen, damit ich nicht mehr verfolgt werde, wie eine schwerverbrecherin? oder gibt es von irgendwo hilfe? gibt es bekannte anwälte, die sich für tauben einsetzen?
ich weiß nicht mehr weiter. ich muß noch dazu schreiben, daß ich gehbehindert bin und auf auto oder rollstuhl angewiesen bin. deswegen bin ich so leicht zu erkennen.
viele liebe grüße mara:k
Johnnylino
07. August 2003, 08:02
Hallo,
vielleicht solltest Du Dir mal die Seiten von www.Stadttauben.de (Bundesarbeitsgruppe Stadttauben mit Sitz in Aachen)anschauen. Dort gibt es Ansprechpartner, die Dir vielleicht weiterhelfen können. Gilt in Nürnberg ein Taubenfütterungsverbot? Wie steht der Tierschutz in Nürnberg zum Thema Stadttauben? Vielleicht hast Du die Möglichkeit dort mal mit jemandem "Vernünftigen" zu sprechen.
Ich weiß es ist nur ein kleiner Trost, doch ich hoffe, dass Dir mit diesen Infos ein wenig geholfen ist.
Ich persönlich vertrete die Ansicht, dadurch, dass Stadttauben keine Wildtiere sind, dass sie auch auf die Zufütterung von Menschen angewiesen sind (z.B. die Einrichtung von kontrollierten Futterplätzen). Es ist bedauerlich, dass Sanktionen sehr schnell verhängt werden, aber den Tieren keine Alternativen angeboten werden.
OliverFFM
07. August 2003, 08:55
Hallo Mara,
hier einige Informationen die Dir weiterhelfen könnten:
1) Sprich mal direkt mit Frau Elli Hess,
E.Hess@Tierrechte.de
(von www.stadttauben.de, siehe auch Beitrag von Johnnylino) die kann dir bestimmt weiterhelfen - es gibt mehr Leute die Tauben helfen, als man im ersten Moment denk.
2) Herr Rechtsanwalt Haferbeck,
Karl-Marx-Str 16,
19055 Schwerin
haferbeck@aol.com bzw.
Tel. 0385-5811317
setzt sich für Tauben ein. Er hat schon mehrere Prozesse für uns geführt - z.B. in Frankfurt, Mannheim und Stuttgart. Einige davon sind gut ausgegangen - andere (leider) nicht. In Frankfurt haben wir vorige Woche einen Freispruch erreicht.
3) Wenn Du das füttern langsam, über mehrere (Sommer)Monate hinweg in der Menge reduzierst haben die Tauben wohl eine Chance. Plötzliches beenden der Fütterungen hat schon zu mancher verhungerten Tauben geführt. Die Wiesen dort werden die Stadttauben nicht ernähren, da hab ich keine Hoffnung. Ich kenne auch Leute die extrem früh oder spät füttern - seitdem haben sie fast keine Probleme mehr.
Wir haben übrigens eine 'Pflegestation' mit derzeit 140 verletzten bzw. ehemals verletzten (und jetzt z.B. flugunfähigen) Stadttauben - wenn Du also mal eine verletzte Tauben findest, können wir die gerne aufnehmen und gesundpflegen.
Viele Grüße
Oliver
mara14
07. August 2003, 09:54
für deine rasche antwort. frau elli hess kenne ich bereits. sie hat mich an den hierzuständigen tierrechteverein verwiesen, vor einiger zeit. dieser verein kann ja auch nicht helfen, bei der fütterung. da wurde mir teilweise auch schon geraten, im sommer aufzuhören und es dann ganz sein zu lassen. ich füttere ja schon in den frühen morgenstunden aber ich bin schon früh um 4uhr verfolgt worden. es ist ja auch so, daß ich so vertrieben werde, daß ich ständig neue plätze suchen muß. die tauben gehen an verschiedene plätze garnicht richtig ran, so daß das futter ewig liegt und dadurch die leute auch aufmerksam werden. schon deswegen müssen die tauben hungern. manchmal versteh ich nicht, daß sie das futter ewig liegen lassen, wenn sie doch so hunger haben. ich bin innerlich zerfetzt mit diesem problem.
danke für die adressen. vielleicht kann mir der rechtsanwalt auch noch etwas helfen.
ich bräuchte halt helfer hier, die für mich streuen. leute, die ohne auto und rollstuhl auftauchen können.
vielleicht lesen es ja taubenfreunde aus nürnberg und ..............?
das futter würde ich weiterhin kaufen.:~ :k
viele grüße
mara
piaf
07. August 2003, 17:06
Hi mara,
setz Dich mit Eurem örtlichen Tierschutzverein
www.tierschutzverein.noris.de
in Verbindung. In Nürnberg wird zum Thema Stadttaubenhilfe aktuell einiges gemacht. Aber--->z.Zt. existiert in Nürnberg ein absolutes Fütterungsverbot, Du tust Dir und den Tauben keinen Gefallen, wenn Du irgendwelche Strafen zahlen mußt. Du kannst Deine Hilfe sicher besser in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein einbringen. Ich weiss, Du willst "Deinen" Tauben weiterhin helfen, aber kläre die Möglichkeiten erstmal genau ab
Gruß und viel Glück
piaf
mara14
07. August 2003, 17:26
liebe piaf. danke für deine antwort. werde versuchen, mich mit diesem verein in verbindung zu setzen, da ich ihn noch nicht kenne. ich denke, ich habe keine chance. oder besser formuliert, keine rechte, so wie die tauben.
ich habe heute aufjedenfall einen brief an die stadt nürnberg losgelassen, mit folgendem wortlaut:
-----------------------------------------------------------------------------------
Gh/MD-V/sei-ad
Sehr geehrter Herr Seider,
ich beziehe mich auf Ihr Schreiben, vom 4.8.03
und möchte Ihnen mitteilen, daß mir mittlerweile bewusst ist, daß in Nürnberg ein Taubenfütterungsverbot herrscht. Ich verstehe nur nicht, warum?
Es ist schon längst erwiesen, daß das Fütterungsverbot nicht geeignet ist, die Tauben zu reduzieren.
Wie Sie sicher schon längst erfahren haben, brüten Tauben unabhängig vom Nahrungsangebot. Durch das Fütterungsverbot verelenden zwar die Tauben und die Lebenserwartung wird kürzer, jedoch brüten sie in der Zwischenzeit weiterhin und noch mehr. Sie werden durch die Mangelernährung krank und ziehen kranke Junge auf. Durch diese Methode des Fütterungsverbotes, werden letztendlich die Tauben zu Krankheitsüberträger.
Es wäre viel sinnvoller, nicht nur darüber nachzudenken, oder in Erwägung zu ziehen, Taubenfütterungsplätze zu schaffen, sondern zu handeln, damit die Tauben unter Kontrolle stehen, gesund werden und bleiben und die Bruten dadurch verringert werden können.
Sie fördern durch das Fütterungsverbot, das Erkranken von Mitgeschöpfen unserer Erde, und unterstützen die Treibjagd auf Menschen, die nichts Böses tun sondern ehrenamtlich handeln. So schaden Sie Menschen und Tauben.
Es gibt Städte, wo das Fütterungsverbot aufgehoben wurde und für die Tauben gesorgt wird. Da gibt es deswegen auch keine Taubenplage. Warum verschließt sich Nürnberg solchen Taubenschutzprojekten.
Ich bin immerwieder bestürzt, über den Hass der Menschen in Nürnberg, gegenüber diesen armen Kreaturen.
Das Taubenproblem ist ja ein von Menschen gemachtes Problem. Die Tauben können nichts dafür. Sie wollen doch nur ihr tägliches Futter und glücklich sein.
Allerdings bedanke ich mich für Ihre Nachsicht und daß Sie mich nicht schon längst angezeigt haben.
Mit traurigen Grüßen
Mara Heger
piaf
07. August 2003, 23:57
so sollte es richtig sein.....
www.tierschutzverein-noris.de
sonst probiere ich es immer nochmal aus, heute hatte ich es vergessen. Ich schicke Dir aber noch deren Tel.nr. per PN, ich kann nämlich momentan auf deren Homepage keine Funktion aufrufen, keine Ahnung warum ( das könnte aber auch an meinem WunderPC liegen)
Kopf hoch, Schwierigkeiten sind dafür da, dass man sie überwindet;)
Gruß piaf
heinrich02
08. August 2003, 21:13
Hallo Mara,
so dankens- u. bewundernswert Deine Arbeit auch ist. Tauben sind "Gewohnheitstiere", will meinen: warum sollen sie feldern, oder sich irgendwo was zu picken suchen, wenn Du regelmäßig mit Deinem Tütchen parat stehst. und sie fütterst. Glaube mir bitte eins (darüber gibt es Untersuchungen), die Kameraden kommen, so sie denn gesund sind, schon durch. Untersuchungen an feldernden zahmen Tauben haben gezeigt, dass die Täubchen sich überwiegend von Grassamen usw. ernähren. Nicht umsonst war es vor ca. 30 Jahren üblich, Reisetaubenschläge nach der Reise Tag und Nacht zu öffnen, damit die Tiere sich die notwendigen "Fressalien" und auch Spurenelemente und Kiesel, eben das, was sie brauchen, selber besorgen, sie wurden schlichtweg nicht mehr gefüttert, und wurden doch speckfett! Damals gab es keinen Stress mit Greifen, weil die Jungs "gebrieft" waren. Probleme gab es höchstens mit Kunstdünger.
Achte mal darauf, ob Du des Morgens mal Tauben in breiter Front irrsinnig schnell gen Stadtrand fliegen siehst! Es könnten Stadttauben sein, die dem Feld entgegenstreben. Brieftauben tun das nicht mehr, was ich sehr schade finde!
Also bitte keine Skrupel! Wie gesagt, die Jungs kommen durch, auch wenn Du sie nicht fütterst. Sie müssen sich nur ein wenig mehr bemühen.
Ps.: das sage ich, ein ex-Brieftaubenzüchter, der auch ein Herz für Stadttauben hat!
Beste Grüße aus Westfalen!
Heinrich
mara14
08. August 2003, 22:56
auch an dich für die hilfe, die du mir aufgezeigt hast.
wie du dir denken kannst, kann man mit den leuten, die für sanktionen zuständig sind, nicht im sinne der stadttauben verhandeln. sie haben ja das recht automatisch auf ihrer seite. was kann ich dem noch entgegensetzen. aber ich schreib schon immer wieder hin, um auf die missstände aufmerksam zu machen. angeblich haben sie sich das taubenprojekt in augsburg angesehen. so wurde mir mal von der stadt berichtet. das ist auch schon ein halbes jahr her. bis jetzt wurde nichts für die stadttauben getan.
es darf weiter beschimpft, angezeigt und bestraft werden.
na ja, man wird sehen. ich gib nicht so schnell nach.
viele liebe grüße
mara
@heinrich,
danke für deinen zuspruch. wenn du nur recht hast. das wäre zu schön. aber die tauben sind ortstreu und haben einen engen radius zum fliegen. äcker gibt es da wo ich wohne, überhaupt nicht. etwas magere wiesen. ob das reicht? ich mach mir halt schon sorgen um meinen schwarm.
viele liebe grüße
mara
@piaf
danke nochmal.
auch nochmal
viele liebe grüße
mara
christophd
09. August 2003, 01:04
Hallo Mara,
Ich kann mich dem Beitrag von Oliver nur anschließen, wenn das Füttern der Tiere durch die Verfolgung der (???)Menschen für Dich zu anstrengend wird, reduziere langsam die Futtermenge. Die Tauben werden sich dann nach Alternativen umsehen.
Es gibt viele Menschen die sie auch nachts futtern, unglaublich aber die Tauben kommen mitten in der tiefsten Nacht zu den Futterstellen.
Im Winter sieht man die einzelnen Tauben im Stadtzentrum vor Pizza-, Pommes- und Dönerbuden sogar die ganze Nacht nach dem Futter suchen.
Was kann man noch machen?
Ich habe 50 Broschüren zum Thema Stadttaube bei tierrechte.de bestellt,
die verteile ich z.B. an die Kunden der Tierarztpraxen und Tierfreunde die, die Not der Stadttaube noch nicht wahrgenommen haben.
http://tierrechte.de/p100011001005x1113x4.html
na ja, man wird sehen. ich gib nicht so schnell nach.
wie Piaf auch schon geschrieben hat, nur ein bisschen anders:
Je schwieriger die Lebensumstände, desto größer die Möglichkeit zur Arbeit, vorausgesetzt, du arbeitest bewußt. :D
heinrich02 hat geschrieben:
Tauben sind "Gewohnheitstiere", will meinen: warum sollen sie feldern, oder sich irgendwo was zu picken suchen, wenn Du regelmäßig mit Deinem Tütchen parat stehst. und sie fütterst. Glaube mir bitte eins (darüber gibt es Untersuchungen), die Kameraden kommen, so sie denn gesund sind, schon durch. Untersuchungen an feldernden zahmen Tauben haben gezeigt, dass die Täubchen sich überwiegend von Grassamen usw. ernähren.
hm, ob hier nicht eine Verwechslung mit der Wildtaube vorligt?
Behauptung
Das Füttern schadet den Tauben und verhindert eine natürliche Lebensweise der Tiere. Der Mensch macht sie dadurch abhängig.
Contra
Bei solcher Argumentation arbeiten Kommunen mit Pseudo-Tierschutzargumenten, um tierliebende Menschen davon abzuhalten, sich für Tiere einzusetzen. Durch die jahrhundertelange Bindung der Tauben an den Menschen sind sie in ihrem Nahrungserwerb vollkommen vom Menschen abhängig. Tauben wurden durch die Domestikation (Züchtung/Haustierwerdung) und nicht durch die Fütterung in den Städten vom Menschen abhängig gemacht.
Das Argument Stadttauben durch "Nicht Füttern" zu einer natürlichen Lebensweise zurückzuführen, ist aus biologischen Gründen ungültig. Ein einmal domestiziertes Tier, das als Haustier vom Menschen abhängig gemacht wurde, läßt sich nicht in den genetischen Ursprungszustand zurückversetzen. "Stadttauben" entsprechen nicht mehr in vollem Umfang den Anforderungen der freien Wildbahn. Als gezüchtet Nachkommen der Felsentaube sind sie auf die Stadt als Lebensraum angewiesen. Sie sind extrem standorttreu und haben nur einen eingeschränkten Bewegungsradius.
Da Stadttauben in den Städten nicht die für sie notwendige Nahrung finden, führt ein Nicht-Füttern dazu, daß die Tiere gezwungen sind, von den Abfällen der Menschen zu leben. Dies führt zu Gesundheitsschäden bei den Tieren. Ebenso das Füttern von Brot und anderen Essensresten. Eine kontrollierte Fütterung mit artgerechtem Taubenfutter schadet den Tauben jedoch nicht - sie sind darauf angewiesen. Artgerechte Ernährung bedeutet vitaminreiches Körnerfutter und Sämereien (Weizen, Erbsen, Mais, Wicken, Kardisaat, Milocorn, Darisaat). Tauben, die ca. 12-15 Jahre alt werden können, erreichen durch die harten Lebensbedingungen (Hunger, dadurch geschwächte Krankheitsabwehr, permanente Verfolgung und Streß) in den Städten nur ein Alter von 2-3 Jahren.
Quelle: http://tierrechte.de/p20003000x1007.html
Andrea
09. August 2003, 08:01
Bericht aus der GB 2001/1 in Auszügen
Was sind eigentlich Stadttauben:
Sie sind nichts anderes als Nachkommen von Haustauben , die schon vor mehreren Jahrhunderten verwildert sind. Sie wurden damals halb wild gehalten, d.h. ihnen wurde ein Schlag zur Verfügung gestellt. Wenn Schnee auf den Feldern lag wurden sie gefüttert , die restliche Zeit mussten sie ihr Futter selber suchen.
Die Tauben wurden hauptsächlich wegen ihres Schmackhaften Fleisches gehalten....
Man kann immer wieder lesen, dass die heutigen Taubenzüchter für die hohen Stadttaubenpopulationen verantwortlich seien.... Diese These stimmt nicht, denn nur ein Promill von den entflogenen Tauben sind wirklich in der Lage, selber genügend Futter zu finden. In den 11 Jahren in denen ich die Taubenschläge betreue hatte ich nur einmal eine Indische Pfautaube, die ca. 4 Monate im Schlag lebte und wieder verschwand. Andere Rassetauben habe ich nie gesehen.
Was regelmässig in den Sommermonaten anzutreffen sind, sind Brieftauben. Die Brieftauben sind meisst mehrere Tage in den Schlägen, danach sind sie wieder weg. In den letzten 11 Jahren gab es 4 Brieftauben, die sich in den Stadttaubenschlägen angesiedelt haben. Also in den letzten 11 Jahren gab es 5 Haustauben, die verwilderten und einige Zeit selbstständig leben konnten. Die restlichen Strassentauben sind alles reinrassige Strassentauben.
Ich beobachte seit Jahren, dass während der Erntezeit ins naheliegende Elsass oder ins Leimetal fliegen um zu feldern. Bei meinen Beobachtungen habe ich schon 10 km von Basel entfernt beringte Stadttauben auf Feldern gesehen.
Wie krank oder gesund sind Stadttauben:
..... Ich habe über Jahre alle Taubeneier vor dem Austausch gegen Kunsteier mit der Taschenlampe durchleuchtet. 95.5% der Eier waren befruchtet, dies zeigt deutlich, dass die Strassentauben sehr vital sind. Es muss noch erwähnt werden, dass die Tauben in den Schlägen nicht gefüttert werden. Es werden nur Mineralstoffsteine hingestellt.
Auszüge aus einem Bericht des Taubenwarts der Basler Stadttaubenschläge
Andrea
09. August 2003, 08:20
noch ein Abschnitt aus diesem Artikel auch wenn er nicht in Eure vorgefertigte Meinung passt:
Wie kann man Strassentauben auf vernünftige Art reduzieren?
Da gehen die Meinungen auseinander. Einige wollen alle vergiften, andere wiederum abschiessen. Mit Antibabypillen hat man auch schon Versuche gemacht. Im Grunde genommen ist es eigentlich ganz simpel. Erstens werden Stadtarchitekten und Hausbesitzer gefordert. Man muss möglichst viele Schlupfwinkel schliessen, so dass sie keine Nistplätze finden. Dafür müssen Taubenschläge gebaut werden, um möglichst viele Tauben von der Strasse in die Schläge zu bekommen. ...
Zweitens muss die Bevölkerung auch mithelfen, indem sie die Tauben nicht mehr soviel füttert. Das heisst nicht, dass die Tauben verhungern sollen, aber sie machen es so wie viele Wildvögel auch: Wenn nicht genug Nahrung das ist, dann verzichten sie einmal auf das Brüten, weil sie vermehrt Zeit für die Futtersuche brauchen.......
mara14
09. August 2003, 10:56
daß ihr euch die mühe macht, mir zu antworten.
ich würde mich freuen, wenn hier keine hassdiskusion entsteht, sondern, konstruktiver meinungsaustausch.
ich glaube, jeder von uns könnte hier berichte von taubenforschern pro und kontra herzeigen. wer hat dann recht?
@andrea, warum soll ich eine vorgefertigte meinung haben?
kannst du dir nicht vorstellen, daß ich mich auch informiere, so wie du?
früher hatte ich eine vorgefertigte meinung über tauben. das war viel bequemer für mich. da musste ich nicht viel überlegen. das war einfach so. "tauben sind so wie ungeziefer. sie fressen jeden dreck, verkacken alles und sind krankheitsüberträger. die finden viel zuviel nahrung und man soll sie nicht füttern, sondern aushungern".
ich habe mich aber weiterentwickelt und mir auch über tauben gedanken gemacht. die verschiedensten berichte gelesen, tauben beobachtet, gerettet und dadurch ein sensibleres gefühl und verständnis für diese lebewesen aufgebaut.
wenn du, liebe andrea schreibst, in basel gibt es taubenschläge, wo die tauben nicht gefüttert werden und trotzdem gesund sind, dann muß ich mal nachfragen können, bei dir, wie diese armen vögel es schaffen, gesund zu bleiben, ohne artgerechte nahrung. das benötigte futter, wächst ja sicherlich nicht in der stadt. in der stadt können sie sich doch nur von den essensresten ernähren, die die menschen hinterlassen. davon werden sie nicht gesund bleiben. das sagt mir einfach mein verstand "das ist meine frage und mein anliegen"
"darauf habe ich aber von dir keine persönliche antwort bekommen" sondern meinem gefühl nach, einen taubenschädigenden bericht, der ja nicht von dir ist, sondern vorgefertigt abkopiert wurde. wenn du berichte aus basel hierher kopierst, solltest du fairer weise den tauben gegenüber, auch berichte z.b. "von achen oder augsburg" hier anbringen. die lauten nämlich gaanz anders.
@christoph, du schreibst mir aus der seele.
dem kann ich nichts hinzufügen. danke!
ich hoffe, daß ich sachlich geblieben bin, und niemanden persönlich angegriffen habe. das will ich nicht. es geht mir nur um die stadttaube. ich habe auch noch nie taubenzüchter angegriffen, weil ich davon noch zu wenig verstehe und zuwenig weiss.
viele liebe grüße
mara.
:0-
heinrich02
09. August 2003, 15:50
@christophd,
ich verwechsle Stadttauben, also Haustiere keinesfalls mit Wildtauben. Ich beobachte jedoch ziemlich genau. Da ich in der Lage bin, Brieftauben von anderen Haustauben auch im Flug zu unterscheiden, ist mir schon des öfteren aufgefallen, dass kurz nach Sonnenaufgang Schwärme von Stadttauben in einer breiten Formation, relativ hoch und schnell fliegend aus der Stadt kamen. Fährt man dann in die Richtung, in die sie verschwunden sind, kann man sie u. U. relativ leicht auf einem abgeernteten Acker finden. Der von Dir beschriebene relativ kleine Aktionsradius, bezieht sich sicherlich auf jene Tauben, die es gewohnt sind direkt am Standort irgendwas zu fressen zu bekommen. Hier in Telgte käme niemand auf die Idee, Stadttauben zu füttern aber Gott sei Dank auch nicht darauf, sie zu vergrämen oder zu vernichten. Sie sind da und gut is. Mehr interessieren die Tiere hier nicht. Vielleicht müssen die Tauben hier ein wenig mehr um ihr Brot kämpfen, aber es scheint ihnen zu bekommen.
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
Johnnylino
09. August 2003, 20:08
Finde ich gut, dass auch Du weiterkämpfen wirst.
Zu Basel wäre noch zu sagen (vor kurzem lief mal ein Bericht im Fernsehen), dass dort einige, wenige Schläge sind, in denen die Tiere versorgt werden. Die Tiere aus den Schlägen sind beringt.
Andererseits werden Lebendfallen aufgestellt und die Tiere mit Futter angelockt. Die glücklichen Tier mit Ring werden dann freigelassen und die anderen werden leider getötet. Sie werden dann im Baseler Zoo verfüttert. (konnte man auch im Fernsehen verfolgen - eine Schubkarre voll toter Tiere).
Deswegen halte ich das sog. Augsburger oder Aachener Modell für besser, weil keine Tiere getötet werden. Nach diesem Konzept wird nicht nur"alibimäßig" etwas gemacht, sondern das schwierige Stadttaubenproblem wird als gesamtes gelöst und das auf tierschutzgerechte Art und Weise.
Halt die Ohren steif und ich wünsche Dir, dass Du für die "Flieger" etwas positives erreichst.
christophd
09. August 2003, 22:43
@heinrich02
Ich muss Dir etwas gestehen, ich habe volle zwei Stunden an das was Du geschrieben hast geglaubt. Ich habe geglaubt, dass die Kameraden das Futter und die Ruhe auf dem Feld werden finden können.
Und dann auf einmal kam mir ein Gedanke:
Warum sollten die Stadttauben auf dem Feld das Futter suchen aber in der Stadt nisten?
Oder nisten die Stadttauben auch auf den Bäumen und vielleicht auch sogar auf dem Boden?
Ab diesem Moment wurde ich misstrauisch, Telgte+tauben in mein google getippt und folgendes gefunden:
Mitteilungen der Kreisjägerschaft 2002 / 2003
............
Die Umsetzung der EG-Vogelschutzrichtlinie brachte eine drastische Verkürzung der Taubenjagdzeit
um rund 6 Monate. Unter dem Gesichtspunkt, dass die Tauben Jahr für Jahr durch Fraß
und Verkotung große Schäden im Gemüse- und Getreideanbau verursachen, bleibt die Schonung
ausgerechnet in den Monaten, in denen sie am stärksten zu schaden gehen, unverständlich. Bislang betrugen die Schäden durch Tauben allein in Westfalen – Lippe ca. 2 Millionen € jährlich. Dies, obwohl durch Jagd ab 01. August die Schäden im Sommer in Grenzen gehalten werden konnten und mit ca. 400 000 Tauben allein in NRW mehr als die Hälfte der Bundesstrecke erlegt wurde. Die Umsetzung der EU-Richtlinie im Schnellverfahren - ohne sich Gedanken über die lokalen Auswirkungen zu machen - ist auch angesichts des überflüssigen Verwaltungsaufwandes, den die notwendigen Ausnahmeanträge auslösen, unverständlich. Eine sinnvolle Bejagung und damit Abwendung von Schäden wird hier nur im engen Schulterschluss von Jägern und Landwirten durch Beantragung von revierübergreifenden Ausnahmegenehmigungen zu erreichen sein.
Quelle:
http://www.kreisjaegerschaft-muenster.de/Publ/downloads/Mitteilungen%202003.pdf
Bitte, bitte seit nicht böse aber ich möchte an dieser Stelle auch ein Märchen posten:
„Ein reicher Magier hatte sehr viele Schafe. Nun war dieser Magier sehr geizig. Er wollte keinen Schäfer anstellen, noch wollte er die Weide, auf der seine Schafe grasten, mit einem Zaun umgeben. Infolgedessen liefen die Schafe oft in den Wald, fielen in Abgründe, und vor allem liefen sie fort, weil sie wussten, dass der Magier ihr Fleisch und ihr Fell wollte, und ihnen dies nicht lieb war.
„Schließlich fand der Magier ein Mittel dagegen. Er hypnotisierte seine Schafe und suggerierte ihnen zuallererst, sie seien unsterblich und es geschehe ihnen kein Leid dadurch, dass ihnen die Haut abgezogen würde, sondern es sei im Gegenteil sehr gut und sogar angenehm für sie. Zweitens suggerierte er ihnen, dass er, der Magier ein guter Herr sei, der seine Herde so liebe, dass er bereit sei, alles in der Welt für sie zu tun; und drittens suggerierte er ihnen, dass, wenn ihnen irgendetwas geschehen sollte, es nicht gerade jetzt geschehen werde, jedenfalls nicht am gleichen Tag, und dass sie darum keinen Grund hätten, darüber nachzudenken. Ferner suggerierte der Magier seinen Schafen, dass sie überhaupt keine Schafe seien; einigen von ihnen suggerierte er, sie wären Löwen, anderen sie wären Adler, wieder anderen, sie wären Menschen und wieder anderen, sie wären Magier.
„Und danach hatten alle seine Sorgen um die Schafe ein Ende. Sie liefen nie wieder weg, sondern warteten ruhig auf den Tag, an dem der Magier ihr Fleisch und ihre Felle benötigen würde.
http://www.pigeonwatch.co.uk/deako.htm
8o
mara14
10. August 2003, 09:36
als man sich vorstellen mag.
@christoph, danke, daß du dir die mühe machst und wirklich nachdenkst und recherierst. dieses märchen trifft mit seiner geschichte, tatsächlich den kern des problems.
das hat @heinrich sicher nicht gewusst und wird darüber auch entsetzt sein. er konnte ja noch beruhigt gegen das füttern der stadttauben argumentieren, weil er sich sicher war, die stadttauben finden ihr futter auf den äckern.
ich persönlich kann das auch nicht glauben, weil eben die stadttaube so gezüchtet wurde, daß sie abhängig bleibt, vom menschen. das steckt in den genen und ihr lebensraum beträgt nur wenige 100m. die stadttaube findet nirgends mehr ruhe.
man kann nur immerwieder darauf aufmerksam machen, welche missstände für stadttauben herrschen. so mancher wird es, *hoff* neu überdenken.
@jonny, also auch in basel nichts positives. was ist das für eine betreuung, wenn die tauben nicht gefüttert, sondern auch noch abgeschlachtet werden.
bitte, alle die, die ihre sinne geschärft haben, für die stadttaube, lasst nicht nach, mit euren beiträgen. überall, wo ihr die möglichkeit habt. gebt nicht auf. überlasst es weiterhin nicht den anderen. aufklärung tut not!
viele liebe grüße
mara
heinrich02
10. August 2003, 10:09
Hallo Christophd,
der von Dir beschriebene Artikel war mir durchaus bekannt, aber weil wir über Stadttauben und eben nicht über Ringeltauben, die im erwähnten Bericht gemeint sind sprechen, habe ich ihn halt nicht mit Stadttauben in Verbindung gebracht. Dass Ringeltauben als jaddbares Wild bejagt werden finde ich soweit in Ordnung, als sie ein relativ von Menschen ungestörtes Leben führen können, an dessen Ende dann ein hoffentlich kurzer, schmerzfreier Tod steht. Man kann natürlich jetzt über Sinn und Unsinn der Jägerei sprechen, das ist aber nicht unbedingt mein Ziel, denn soetwas artet meistens aus.
Ich bleibe weiterhin bei meiner Meinung, die auf Beobachtung beruht. Wenn Stadttauben müssen, sind sie ohne Probleme in der Lage, einige Kilometer zum Futterplatz zu fliegen, um sich dann dort mit Sämereien, oder gerade jetzt mit Dreschabfällen zu versorgen.
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrichl
mara14
10. August 2003, 12:00
@heinrich, vielleicht kannst du dich durchringen, zur kenntnis zu nehmen, daß die stadttaube eben nicht soweit fliegt. es ist ihr abgezüchtet worden. dafür heißt sie ja stadttaube. sonst wäre sie nicht in der stadt.
du wirst der taube doch nicht unterstellen, daß sie nicht soweit fliegen will, wenn sie nicht kann. das sind doch belegbare, anerkannte tatsachen. die kannst auch du nicht ignorieren.
und selbst wenn die stadttaube auf die äcker fliegt, wird sie doch abgeschossen, vom jäger, wie du weisst.
der jäger wird wohl nicht unterscheiden, zwischen ringeltaube und stadttaube. er schiesst die eine, wie die andere ab.
das kann ja nicht die lösung sein.
viele liebe grüße
mara:0- 8o
Gert
10. August 2003, 12:15
Hallo!
Ich lese hier schon 'ne Weile mit, habe gute und weniger gute Argumente und Behauptungen gelesen, ohne mich einzumischen.
Jetzt habe ich aber mal eine Frage an Mara: Woher stammt die Erkenntnis, daß Stadttauben nicht so weit fliegen können? Das ist mir völlig neu und auch mit eigenen Beobachtungen (ich bin seit über 20 Jahren ornithologisch tätig) nicht zu vereinbaren.
Viele Grüße
Gert
mara14
10. August 2003, 13:17
auch wenn ich keine ornithologin bin, puh, schweres wort, sondern wirklich nur eine einfache person, die sich sorgen um die stadttauben macht, lese und beobachte ich genug von der geschundenen kreatur......
Viele Kommunen verordnen Fütterungsverbote, obwohl die Stadttauben erwiesenermaßen Haus-
tiere und auf die Hege des Menschen angewiesen sind.
Totale Fütterungsverbote ohne die Einrichtung von festen Futterstellen führen zum Aushungern der
Tiere und sind abzulehnen. Die Begründung dass die Brutaktivität vom Nahrungsangebot abhängt,
ist nicht schlüssig. Ein erhöhtes Brutverhalten sprich das Ansteigen der Reproduktionsraten und
Phasen, ist ein allgemeines Haustiermerkmal und durch *zuchtbedingte genetische Veränderungen*
verursacht. Im Fortpflanzungsverhalten erweisen sich die Stadttauben ebenfalls als Nachfahren von Haustauben, sie sind ganzjährig fortpflanzungsbereit....., (Wolf Herre, Manfred Röhrs: Haustiere - zoologisch gesehen, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1990)
Die Tiere sind aufgrund ihrer Standorttreue, ihres eingeschränkten Aktionsradius sowie ihrer genetischen Veranlagung nicht in der Lage, außerhalb der Städte zu leben.
Tauben die wir auf Feldern sehen oder die in Bäumen brüten, sind in der Regel Wildtauben, wie z.B. Ringeltauben.
bitte urteile nicht über unsere argumente. (gut, weniger gut)das läuft dann darauf hinaus, daß, was du gut findest ist gut, und andere, weniger gut sind. es werden ja noch mehr leser diesen thread anschauen und jeder soll sich ein eigenes bild machen. es geht nicht darum, wer gut oder schlecht argumentiert. jeder so gut er kann. es soll ein konstruktiver meinungsaustausch stattfinden ohne den anderen niedermachenzuwollen. ich freue mich, wenn du auch deine meinung hier einstellst. so könnten wir uns informativ austauschen. oder versuchen, zu gegenargumentieren. warum nicht! ich bin bereit, dazuzulernen. du auch?
;)
viele liebe grüße
mara
Andrea
10. August 2003, 13:28
Mara, auch ich habe schon Stadttauben beim feldern beobachtet, die können das sehr wohl. Es sind keine ausgesetzten Haustiere sondern es handelt sich um eine Population, die schon vor hunderten von Jahren verwildert ist. Warum waren sie wohl in der Lage zu verwildern???? Weil sie eben auch ohne Fütterung durch den Menschen überleben können. Schau mal die Felsentaube an, von der die Haustaube abstammt auf welch unwirtlichen Gebieten kann sie überleben. Diese Diskussion dreht sich im Kreis und führt zu nichts. :(
mara14
10. August 2003, 13:40
das finde ich nicht, daß die diskusion zu nichts führt. ich bin froh andere meinungen kennenzulernen. das führt doch auch wieder zu neuen erkenntnissen.
bis jetzt sind wir alle anständig miteinander umgegangen.
das darfst du bitte nicht so negativ sehen.
ich hoffe, daß dieser thread nicht gleich wieder geschlossen wird?
viele liebe grüße
mara:0-
UliB
10. August 2003, 14:27
Hallo Mara,
ich kann Deine Sorgen um Stadttauben schon verstehen, aber ich glaube das Du mit der Meinung das sie sich ohne den Menschen nicht ernähren können, ausser von Pommes und Kaugummi falsch liegst.
Ich züchte seit 35 Jahren Tauben, die nie (glaube ich wenigstens) zum Feld flogen. Es wäre mir ein leichtes sie dazu zu bewegen. Ich würde die Tauben den ganzen Tag draussen lassen. Ich würde das Futterangebot verringern, nicht abrupt sondern sehr bedacht.. Das ist alles. Ich bin der festen Meinung das innerhalb von einem halben Jahr alle Tauben zum Feld fliegen würden. (Abgesehen davon hätte ich dann keine Tauben mehr, weil das meine Nachbarn nicht mitmachen würden, wenn meine Tauben den ganzen Tag auf allen Dächern rumsitzen würden)
Warum ich das denke? Sobald das Futterangebot weniger würde, gingen die Tauben in den Garten und würden suchen. Innerhalb von 3 Wochen nicht nur in unseren Garten sondern auch bei Nachbarn, an den Strassenrand usw. usw. Meine Tauben sind Brieftauben und Arabische Trommeltauben die seit unzähligen Generationen nicht mehr selber Futter suchen mussten, sondern es bekamen, von Ihren Züchtern. Stadttauben suchen ihr Futter seit zig Generationen selber und fanden auch immer genug. Erst seit die Menschen sie immer mehr füttern, nach meiner Meinung aus falsch verstandener Tierliebe, (fühle Dich jetzt nicht angegriffen, das will ich nicht) entwickeln sich Stadttauben sehr in Abhängigkeit zum Menschen. Auf den Feldern, an den Strassengräbern suchen in Düsseldorf, wo ich wohne hunderte, tausende von Stadttauben nach Futter. Und sie finden was. Warum sollen sie aber noch suchen, wenn sie an bestimmten Plätzen Futter finden?. Es gibt keinen Grund.
Ich habe eine Nachbarin die füttert seit Jahren, das ganze Jahr hindurch ihre Spatzen. Sie ruft sie vom Balkon aus und der Hof ist voll. Die Spatzen haben gelernt das es so einfach Futter gibt. Wenn diese Frau von heute auf morgen nicht mehr füttern würde, müssten sich die Spatzen umstellen, aber sterben würden sie nicht. Sie würden sogar wieder gesünder, weil die Futterstellen auch immer wieder viele Keime beherbergen.
Tschau Uli
christophd
10. August 2003, 16:04
@ heinrich02
Ich bleibe weiterhin bei meiner Meinung, die auf Beobachtung beruht. Wenn Stadttauben müssen, sind sie ohne Probleme in der Lage, einige Kilometer zum Futterplatz zu fliegen, um sich dann dort mit Sämereien, oder gerade jetzt mit Dreschabfällen zu versorgen.
Das glaube ich auch! die Stadttauben sind in der Lage, einige Kilometer zum Futterplatz zu fliegen.
@ heinrich02, deine Kenntnis basiert auf Erfahrung und Informationen, deshalb lasse ich mich gerne von Dir aufklären.
Werden sie dort wirklich bleiben wollen, nisten?
Sind sie dort wirklich willkommen?
Vertreiben die tauben dort nicht die Singvögel?
Werden sie dort keine Schäden z.B. durch Verkotung im Gemüse- und Getreideanbau, wie die Wildtauben verursachen?
heinrich02
10. August 2003, 17:01
Das glaube ich auch! die Stadttauben sind in der Lage, einige Kilometer zum Futterplatz zu fliegen.
@ heinrich02, deine Kenntnis basiert auf Erfahrung und Informationen, deshalb lasse ich mich gerne von Dir aufklären.
Werden sie dort wirklich bleiben wollen, nisten?
Sind sie dort wirklich willkommen?
Vertreiben die tauben dort nicht die Singvögel?
Werden sie dort keine Schäden z.B. durch Verkotung im Gemüse- und Getreideanbau, wie die Wildtauben verursachen?
Lieber Christoph,
Tauben, Haustauben (Stadttauben und ihre gezähmten und gehaltenen Kameraden) sowie Wildtauben verursachen keine Schäden im eigendlichen Sinne. Das gilt sowohl für Gebäude, so wohl auch für Felder und Wiesen. Beachte bitte die Studie zu Gebäudeschäden durch Taubenkot der Uni Hannover. Tauben sind keine Nahrungskonkurrenten für Singvögel, die sich eh zumeist von Insekten und Kerbtieren ernähren, oder ein wenig Grassamen picken. Was die Verkotung der Gemüseanbauflächen angeht, sollte doch jeder Bauer froh um jeden Taubenklecks sein, der auf sein Feld fällt. Was meinst Du warum es früher nur Fürsten erlaubt war Tauben zu halten? Weil sie ihnen das Feld kaputtgesch... haben? Sicherlich nicht. Taubenkot ist in etwa mit Guano zu vergleichen, ist wesentlich günstiger zu bekommen und auch nicht so teuer. Soviel dazu.
Lieber Christoph,
warum sollen die Tauben an dem Ort nisten wollen, wo sie fressen, und der sich täglich ändern kann? Stadttauben sind ortsfeste Höhlenbrüter, sie sind in der Lage, wie auch Ringeltauben einige Kilometer zu fliegen, um sich Futterplätze zu ergattern. Wenn Stadttauben von Brieftauben abstammen (was definitiv nicht stimmt, wie auch Andrea ausgeführt hat), müssten sie doch logischerweise in der Lage sein, auch 100km zu ihrem Platz zu finden, denn Orientierungssinn haben sie und schnell sind sie auch.... .
@Mara
Liebe Mara,
Stadttauben ist absolut garnichts an,- bzw. abgezüchtet worden,
das ist ja der Witz an der Sache. Stadttauben entziehen sich jeglicher züchterischer Pflege. Sie paaren sich nach ihrem Gusto und lassen sich kaum in irgendwelche Sparten drängen.
Man kann sie natürlich, wie andere Tauben auch, zu irgendwelchen Verhaltensweisen trainieren (dazu gehört z. B. regelmäßiges füttern). Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass es analog zum füttern von Vögeln im Winter, im berühmten Vogehäuschen , dazu kommen kann, dass sich die Tiere an die Fütterung gewöhnen, und wenn dann tagelang niemand kommt, die Jungen dann wegen Futtermangels verrecken!
Liebe Mara,
ich weiss, harte Worte, aber es ist so. Entweder man zieht die Sache komplett und bis in alle Konsequenzen durch, oder man lässt es zum Wohle des Tieres. Wie ich bereits mehrfach ausgeführt habe, die Tauben können das! Es kann natürlich sein, das die eine, oder andere auf der Strecke bleibt. Schlimm für das einzelne Tier, gut für die Gesamtpopulation. Bevor Du jetzt annimmst ich sei ein herzloser Tierquäler, sei Dir folgendes gesagt: Bei mir bekommt alles was in irgendeiner Weise laufen, oder fliegen kann Asyl wenn´s nötig wird. Ich sehe aber auch die Notwendigkeit, dass es manchmal nicht mehr reicht, um wieder fit zu werden, dann bin ich durchaus auch in der Lage nach entsprechender Beurteilung zu entscheiden das es genug ist.
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
mara14
10. August 2003, 18:40
dann wären meine infos falsch? bestimmt nicht.
vieles stammt aus diesem link unten. dieser link erscheint mir aber sehr seriös und nachvollziehbar und natürlich vorallem tierschützerisch untermauert zu sein. vielleicht solltet ihr da auch mal reinkucken. oder habt ihr schonmal gestöbert.:p
@heinrich, :0- andrea hat mir persönlich leider garnichts vermitteln können, was mich überzeugt. dieser bericht von basel ist für mich tierquählerei.
das feldern von stadttauben nehme ich euch nicht ab. das klingt für mich nach schutzbehauptung.
und nochmal, auch wenn ihr es ständig übergeht: :D
könnten stadttauben feldern, würden sie genau wie die ringeltauben, vom jäger erschossen werden. das bringt ihnen doch nix. in der stadt finden sie nix, und wenn sie was finden ist es nicht artgerecht und ausserdem sind sie für die menschen in der stadt ratten der lüfte. also werden sie überall vertrieben, gejagt, vergiftet, gefangen, abgeschlachtet oder ausgehungert. das ist leider die realität.
das macht mich so traurig.
ja und wahrscheinlich, suche ich ständig nach mitgefühl für die tauben und erhoffe mir angagement. hmm, ist nicht so einfach, wie ich mir das vorstelle.
ich weiss nicht, warum ihr so denkt, wie ihr denkt, aber es liest sich hart. vielleicht bin ich ja ein gefühlsdussel aber die muß es ja auch geben. :~
@ulli, wenn du schreibst spatzen wie tauben, ist das für mich auch kein argument. und wenn du schreibst, du würdest deine tauben so und so auswildern, dann ist das rein hypothetisch und sagt mir wieder nichts.
http://www.wildvogelhilfe.org/sonderbeitraege/stadttauben/kommunenundtauben.html
viele liebe grüße
mara
:0-
heinrich02
10. August 2003, 19:37
Liebe Mara,
Stadttauben haben das Glück, in etwa auszusehen, wie Reisebrieftauben (aber nur in etwa), will meinen , dass diese Tauben nicht geschossen werden dürfen. Im Feld (etwas eigenartiger Ausdruck, denn im Feld hat mein Großvater seinen Arm verloren.... .) passiert ihnen im allgemeinen nichts.
Worauf ich hinaus will; lass den ganzen Kram mit der Fütterei, die Tauben kommen schon durch! Und Du entgehst Ungemach und selbsgemachtem Zores . Willst Du wegen falsch verstandener Tierliebe mit dem Gesetz in Konflikt geraten? Die Täubchen harren schon hunderte Jahre aus, ich denke, dass wir beide das nicht schaffen.
Weiterhin gilt: Ich bin ein Taubenfreund! Ich regele viel, um die Burschen fit zu bekommen, aber ich vertätschel sie nicht, da sie auch alleine klarkommen können müssen.
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
christophd
10. August 2003, 21:09
Aus allen Städten Europas ziehen die Tauben-Schwärme auf das Land, die Landwirte
freuen sich über die Taubenklecks und empfangen sie mit offenen Armen.
Lieber Heinrich, danke, danke für die Beruhigungspille, hat aber nicht lange gewirkt :(
Gesetz über die Ordnung in Feld und Forst
Feld- oder Forstgefährdung
Ordnungswidrig handelt, wer
(3).Tauben zur Saatzeit oder zur Erntezeit innerhalb des durch die Verwaltungsbehörde bestimmten (§ 30) und öffentlich bekanntgemachten Zeitraumes nicht eingeschlossen hält,
Sechster Abschnitt
Ermächtigungs- und Schlussbestimmungen
§ 30
Sperrzeit für Tauben
(1) Tauben sind zur Zeit der Frühjahrs- und Herbstbestellung während eines Zeitraumes von längstens je einem Monat so zu halten, dass sie die bestellten Felder und Gärten nicht aufsuchen können. Die Sperrzeiten sind von den Landkreisen und kreisfreien Städten nach Maßgabe der örtlichen Verhältnisse jährlich festzusetzen. Zum Schutze der Frühjahrsbestellung im Falle besonderer Bedürfnisse kann die Sperrfrist auf eine Höchstdauer von insgesamt eineinhalb Monaten erhöht werden.
(2) Tauben, die während der Sperrzeit auf bestellten Feldern oder in Gärten angetroffen werden, darf sich der Eigentümer oder der Nutzungsberechtigte des Grundstücks oder der dort Jagdberechtigte aneignen.
(3) Die Gemeinde kann in einzelnen Fällen Ausnahmen von der Vorschrift des Absatzes 1 Satz 1 zulassen, wenn daran ein berechtigtes Interesse besteht und Schäden auf Feldern und Gärten nicht zu befürchten sind. [Vgl. hierzu auch den RdErl. des ML vom 25. 7. 1989]
Jetzt verstehe ich auch, warum so viele Wildtauben in die Stadt kommen:
http://www.jagd-info.net/jagd/mordmethoden/mordmethoden.html
Womit muss das Täubchen noch auf dem Feld rechnen:
http://www.tierschutzverein-hamburg.de/top_aktuell/schwaene_und_tauben_in_hamburg_au.htm
Die „Ratten der Lüfte“ hätten einigen Bauern bis zu 70 Prozent der Pflanzen weggefressen:
http://www.tiernotruf-111.de/tvg22.html
und
http://www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-umla/1539.html
Du hast die Flinte Heinrich aber nicht geladen, oder?8o
heinrich02
10. August 2003, 21:57
Edel sei der Christoph, hilfreich und gut!
Bitte fühle Dich nicht provoziert! Ich kenne die Regeln, die den Beschuss von Tauben in der Praxis durchführbar machen sehr gut. Du hast sicherlich richtig, wörtlich zitiert, jedoch sieht die Wirklichkeit anders aus. Ich kenne keinen Jäger (und ich kenne einige), der sich eine Laus in den Pelz setzt, wenn er dabei erwischt würde, eine Haustaube (respektive; Brieftaube) ab zu schießen. In meiner 25 jährigen "Karriere" habe ich keine Taube durch Jäger verloren, wobei ich natürlich einschränkend sagen muss: wissentlich). Taubenzüchter und Jäger ziehen sogar an einem Strang, wenn es darum geht das Bundesjagdgesetz dahingehend aus zu legen, dass Greife, wie Habicht und Sperber als jagdbares Wild wieder bejagt werden sollten, weil deren Population sich unnatürlich vermehrt hat. Aber nun weiter zum Thema, ich denke, ich weiß sicherlich über was ich rede, beim Thema Stadttaubenproblematik ist Pragmatismus gefragt und nicht Polemik! Es würde etwas bringen, wenn man das ganze Problem irgendwie lösen könnte (ich habe keine Lösung, denke aber drüber nach). Falsch verstandene Tierliebe bringt uns jedoch an diesem Punkt nicht weiter. Helft den Tieren sich selber zu helfen, es bringt sie nicht weiter 3m von ihrem Nest unregelmäßig gefüttert zu werden und 5 Zuchten jährlich groß zu bringen, die ihrerseits nach 4 Monate wieder anfangen, Junge zu fabrizieren. Die Populationen würden irgendwann kleiner, evtl. steigt aber die Akzeptanz, was diese Tiere angeht.
Das ist meine ganz persönliche Meinung, ohne Glaube, dass ich der Einzige bin, der Recht hat. Daher die Bitte: Zereisst mich nicht!
In dem Sinne
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
mara14
10. August 2003, 22:15
wenn abgeschossen wird, wird doch nicht geschaut, ob ringeltaube, wild oder stadttaube. du schreibst, du nimmst an. daß der stadttaube nichts passiert auf dem feld. du weisst ganz genau, was ihr blühen würde. in deiner heimat wird es doch auch praktiziert. du schreibst ja selbst, du weisst es. allerdings sind halt widersprüche da.
in deinem letzten beitrag im letzen teil kann ich endlich auch verständnis für die stadttaube erkennen. das tut mir irgendwie gut. ich erkenne auch, du denkst darüber nach und bist kein so harter brummer, wie es vielleicht den anschein hat. nein, nein, ich sehe nicht daß dich einer zerreisen will. ist ja nur meinungsaustausch. jeder kann daraus was lernen. finde ich auch gut. lösungen gäbe es ja schon. aber die städte müssten, offener sein. na ja, man weiss es.
viele liebe grüße
mara
aday
10. August 2003, 22:32
Hallo,
mal wieder dieses Thema. Eigentlich wollte ich es links liegenlassen, da hier immer wieder von einigen aus dem hollen Bauch mit hilfe verschiedener "Tierfreundlichen Organisationen" und ohne Fachwissen zu argumentieren versuchen.
Aber die Behauptung, das ein Jäger eine Brief- / vermeintliche Stadttaube nicht von einer Ringeltaube unterscheiden kann ist wohl der Gipfel.
Vielleicht sollten einige von euch mal etwas vernünftiges lesen wie z.B. etwas über die Lebensweise von Wildtauben oder Fachliteratur über die Taubenzucht, als euch von "unseriösen" emotionsbeherschenden Gruppierungen ohne Sachverstand aufhetzen zu lassen.
Der Begriff Ratten der Lüfte ist sicherlich nicht Falsch. Es gibt genügent seriöse Untersuchungen und ganz am Rande, es kommt nicht von ungefähr, das die Taubenstadt in Italien jetzt auch ein Fütterungsverbot erlassen hat.
mfg
aday
mara14
10. August 2003, 22:39
*****
heinrich02
10. August 2003, 23:42
Liebe Mara,
Jägersleute wissen sehr wohl, was sie schiessen dürfen und was nicht, und glaube mir, sie halten es sehr genau ein! Denn sobald einer dieser Kameraden bei unwaidmännischem Tun erwischt wird, ist er seine Lizenz los! Soviel zur Jägerei.
Wenn ich ehrlich bin, denke ich alles gesagt zu haben, übers Thema, darum klinke ich mich aus.
Ich wünsche Dir alles Beste!
Gruß maus Westfalen
Heinrich
mara14
11. August 2003, 10:02
ist schon vieles zu dem thema gesagt, ähm, geschrieben worden.
danke, lieber heinrich, daß du dich darauf eingelassen hast.
viele liebe grüße
mara:0-
Spatz1967
11. August 2003, 14:39
Hallo mara,
laß Dich nicht anfeinden (insbesondere nicht von Leuten wie aday)und mach weiter wie bisher.
Stadtauben sind verwilderte Haustiere (keine direkten Abkömmlinge der wilden Felsentauben) und
auf Ernährung durch Menschen (direkt oder indirekt über das Fressen von überall rumliegenden Abfällen)
angewiesen. Wo die Tauben über Generationen hinweg nicht mehr gefeldert haben kommt das auch
nicht über einige wenige Generationen wieder. Wo's keine Felder gibt schon mal gar nicht-logisch.
Der Umfang von Haustierpopulationen (auch verwilderten) läßt sich nun mal nicht über Fütterung
(oder deren Einstellung) beeinflussen.-In meiner Heimatstadt (nicht in Berlin-da ist den Leuten das eh schnuppe)
hab ich auch öfter Ärger insbesondere was Taubenbrutplätze betrifft;aber ich setze mich durch-Anfeindungen
unprofessioneller Art gibt's überall.
Liebe Grüße,
Ines.
P.S. : Für alle, die's interessiert:am 18.8. kommt auf sat 1 eine Spiegel-TV-Reportage
"Fütter oder töten-Krieg um die Friedenstaube".
Raven
11. August 2003, 15:01
Hallo,
wenn die Argumente ausgehen, die der anderen Seite nicht zu widerlegen sind, greift man den anderen persönlich und unsachlich an.
Ist es hier jetzt so weit? Sollen wir das Thema schließen?
Gert
11. August 2003, 18:45
Dagmar,
ich denke, es ist soweit. Das Thread ist dabei, aus dem Ruder zu lauefn. Neue Argumente kommen auch nicht. Also Schluß der Debatte.
Grüße
Gert
heinrich02
11. August 2003, 19:09
Hallo zusammen,
eigendlich wollte ich mich ausklinken, aber leider kann ich´s nicht lassen. Dass Stadttauben nicht feldern können ist schlichtweg falsch! Sogar Reisetauben können das, wie ich selber leidvoll erfahren musste. Ich hatte in Rheine die Möglichkeit des abends meine Täubchen auf dem Feld Futter suchend zu sehen. Wenn ich sie dann hochgejagt habe, kamen sie auch satt und relaxed nach Hause. Wahrscheinlich fragt Ihr Euch nun, woher ich weiss, dass es meine Tauben waren. Ein Züchter, der seine Tiere nicht kennt, ist es nicht wert, sich Züchter zu nennen. Ausserdem habe ich in einem der letzten Beitäge geschildert, dass ich auch Stadttauben beobachte, nur so aus Freude an den Tieren und weil ich z. Zt. keine eigenen habe. Ich nehme mir durchaus (wenn auch nicht täglich) die Zeit, mal zu gucken, was die so machen. Und somit bin ich relativ stressfrei, auch morgens um 5 Uhr mal los zu fahren, wenn ich einen Schwarm Stadttauben sehe, der wie bescheuert über mein Haus ballert. Ich weiss, ein wenig rüde ausgedrückt, ist aber so. So komme ich zu meinen Erkenntnissen. Vom Hörensagen alleine lasse ich mich nicht beeindrucken. Ich verbreite eine Meinung nur dann, wenn ich durch eigene Beobachtung zu der Überzeugung gelangt bin, dass sie richtig ist (aber faireweise muss ich sagen: nicht richtig sein muss).
Stadttauben sind verwilderte Haustauben (eben Haustiere), die, wie der Name sagt, verwildert sind. Sie haben alle Anlagen, sich zu ernähren, wie wilde Felsentauben, tun es offensichtlich jedoch nicht, weil sie in Ihrem Lebensumfeld genug (falsches) zu fressen bekommen, was ihnen durchaus reicht. Wären sie gezwungen, sich ihre Beisserei auf dem Feld zu suchen, sie täten es. Unter Umständen nicht in den Massen, weil schlichtweg etliche Tiere vorher auf der Strecke blieben, weil sie sich nicht anpassen konnten! Der dann verbleibende Rest, wäre durchaus in der Lage sich selber zu ernähren, ohne auf MC-Doof angewiesen zu sein. Das erstrebenswerte Ergebnis wäre dann eine Population gesunder, starker und widerstandsfähiger Stadttauben, die vielleich garnicht mehr so ungern gesehen würden, wie die erbarmungswürdigen Kreaturen, die in unseren Bahnhöfen und Einkaufspassagen herumlungern. Das wäre ein Traum von mir, der nie Realität werden wird. Allerdings fände ich es auch nicht schön, wenn etliche Tauben auf der Strecke blieben.
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
piaf
11. August 2003, 19:49
Es stellt sich schon die Frage, welche Anteile der Futterauswahl ererbt, welche durch Prägung und welche durch fortlaufendes Lernen erworben werden.
So wie man Nahrungspräferenzen als Basisinfo über Taubenverhalten früher feststellen konnte, so ist es betreff der Stadttauben auch jetzt möglich. D.h. eine alleinige Untersuchung zur Futterauswahl ausgewachsener Tier kann einfach nicht genügen, ebensowenig Ergebnisse von Jungtieren, die bereits von den Eltern mit einem bestimmten Futter aufgezogen wurden. Ich halte es für durchaus möglich, dass Nestlinge von Stadttauben, die ausschließlich mit Kropfmilch und Zuchtfutter bzw. Wildsaat aufgezogen wurden, keinerlei Interesse an Speiseresten der Stadt zeigen. Dafür wäre aber gerade eine spezielle Fütterung durch
Hilfsorganisationen notwendig, die Fremdfütterung im negativen Sinne (also Kuchenkrümel, Pizza und Co. ) weitestgehend ausschließt. Nur solange wir weiterhin allen Müll auf die Strasse werfen, können sich die Helfer bemühen wie sie wollen. Wenn also die Städte mehr Gelder in die Hilfsorganisationen investieren würden und sich nicht wie gewohnt auf Ehrenamtlichhkeit ausruhen, wenn sie verschärft die Müllversursacher mit Tickets belegen (das bringt wiederum Geld ein), dann wäre Heinrichs Wunsch der gesunden Stadttaube garnicht so fern von der Realität. Und warum sollten dann nicht auch Helfer wie Mara an "Aussenstellen" gezielte Fütterungen durchführen können, alles in Abstimmung mit dem Grundkonzept: richtig füttern und Eier austauschen. Dass die netten Höhlenbrüter sich die Stadt auswählten, muß keineswegs ein Problem bleiben bzw überhaupt sein.
Gruß piaf
heinrich02
11. August 2003, 21:52
Hallo Piaf,
grundsätzlich würde ich Dir in Deinen Überlegungen Recht geben, wenn nicht die Tatsache Bestand hätte, dass Haustauben nun mal überwiegend Körnerfresser sind. Daran ist nichts zu deuteln, wenn man auch Haustauben auf allen anderen möglichen Kram umgewöhnen kann. Es kann nicht sein, dass Stadttauben, die in dem Sinne noch keine Evolutionsphase mitgemacht haben, anders reagieren, als zahme Haustauben, wenn sie nicht durch leicht zu findenes Zubrot (Pommes, Brötchen, usw.,) das sie satt macht, vom eigenständigen Nahrungserwerb abgehalten würden.
Das ist übrigens eine Sache, die ich gestern Abend versucht habe Mara zu erklären: Tauben egal ob zahm, oder wild, gehen den Weg des geringsten Widerstandes. Indem man sie daran gewöhnt gefüttert zu werden, lassen sie die Herumfliegerei und verlassen sich auf den Fütterer, und wenn dieser dann nicht kommt.... .
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
piaf
12. August 2003, 01:00
Mit Spezialfutter meinte ich nichts anderes, als das der Art entsprechende Körnerfutter, nur eben von Nestlingszeit an. Das würde bedeuten, dass möglicherweise diese Tiere dann, wie auch die Brieftauben, mit Brotkrümeln nichts anfangen können. Man sollte eine Brücke bauen zwischen Nistortpräferenz und Futterauswahl, sodass die in der Stadt lebende Taube wieder auf das natürliche Futter fixiert wird.
Eine völlige Selbstregulation wird nicht gelingen, wenn man glaubt das Futtermangel allein als Regulativ ausreicht. Das Ziel der Vermehrung der eigenen Art überwiegt letztendlich, die zunächst erreichte Verminderung der Nachkommenschaft wäre nur kurzfristig. Wenn aber eine Population wieder anwächst , sucht sie sich zuerst neue Nistorte und schon würde der bekannte Kreislauf von vorne beginnen mit Besiedelung der Stadt, Futtermangel, Verschiebunge der Futterpräferenz etc.. Daher erscheint mir langfristig nur die artgerechte Fütterung in Kombination mit Nachkommensbegrenzung per Eiaustausch sinnvoll. Den Nistort Stadt kannst Du ja nicht ausschalten, er wird von Tauben immmer angesteuert werden, da natürliche Möglichkeiten immer weniger vorhanden sind. Die grundlegenden Prinzipien der Populationsdynamik werden letztendlich den Ausschlag geben, daher halte ich eine solche sanfte Steuerung für zukunftsträchtig und sehe sie auch als organisierbar an.
Gruß piaf
mara14
12. August 2003, 02:01
sehr präzise geschrieben, liebe piaf. ist sehr wissenschaftlich. so gut kann ich mich nicht ausdrücken. aber dafür melden sich ja andere user, die das besser können als ich, und dafür danke ich allen, die hier dazu beitragen, die stadttaube besser zu verstehen. das ist mein anliegen.
viele liebe grüße
mara:0-
mara14
12. August 2003, 08:08
@heinrich, brötchen und pommes, bekommt mein schwarm nicht. ich kaufe das gute taubenfutter, und streue es an verschiedenen stellen aus, damit sie etwas suchen können.
viele liebe grüße
mara
Spatz1967
12. August 2003, 12:20
Hallo nochmal mara,
wichtig wär auch, daß Du im Umgang mit den Kommunen immer Argumentationshilfen zur Hand hast-
z.B. bist nicht Du diejenige, die gesetzeswidrig handelt, sondern die Stadt, die ein
totales Fütterungsverbot erläßt. Tauben sind auch im unterernährten Zustand fortpflanzungsfähig;
ein Fütterungsverbot würde dazu führen, daß die Nestlinge nicht aufgezogen werden können,
was einer beabsichtigten tierquälerischen Tötung als Verstoß gegen Paragraph 4 Abs.1 des
Tierschutzgesetzes gleichkommt. Studien zur Auswirkung eines Fütterungsverbotes wurden im
Institut für Vogelforschung Wilhelmshaven durchgeführt; Unterlagen dazu könntest Du über den
Deutschen Tierschutzbund e.V. bekommen (ich würde Dir sowieso raten, Dich auch
dorthin zu wenden;es gibt hier eine Arbeitsgruppe, die sich mit dieser Thematik beschäftigt).
Vielleicht kannst Du Eure Stadt mit dieser Unterstützung dazu bringen, Dich als quasi
"Verantwortliche" für eine kontrollierte Fütterung (an einem bestimmten Futterplatz)einzusetzen.
Betreute Taubentürme wären natürlich das Ideal-dann muß aber auch die Betreuung sichergestellt
werden. Aber-wie gesagt-im Umgang mit den Kommunen nie provozieren lassen (auch wenn man bestimmte
Argumente nicht mehr hören kann) und immer konkrete Vorschläge unterbreiten (nicht über arme,verhungernde
Tauben schreiben-sonst verliert man seine Glaubwürdigkeit).
Viel Erfolg und liebe Grüße,
Ines.
mara14
12. August 2003, 13:43
für deine wichtigen infos und anregungen. im umgang mit öffentlichkeit habe ich leider keine erfahrung. aber ich kann durch erfahrene user, wie zum beispiel du, dazu lernen. und wenn du noch mehr weisst, bitte ich dich inständigst, lass es hier raus. hier steht es schwarz auf weiss und wird gelesen.
mara
aday
12. August 2003, 14:50
04. August 2003 Seit dieser Woche mahnen - in den vier Weltsprachen Italienisch, Englisch, Französisch und Deutsch - große Schilder rund um den Markusplatz Besucher zu angemessenem Verhalten. Diese "Zehn Gebote für Touristen" hat die Stadtverwaltung erlassen und verkündet, weil man in der Stadt - wie auch an anderen Brennpunkten wie Florenz oder Capri - der optischen Umweltverschmutzung, dem schleichenden Vandalismus und der Totalblockade erhabener historischer Sehenswürdigkeiten durch den Massen- und Billigtourismus nicht länger tatenlos zuschauen möchte.
VIII. Gebot
Du sollst keine Tauben füttern! Es ist schlimm genug, daß eine Gruppe von Lobbyisten immer noch Mais für die Ratten der Lüfte verkaufen darf und damit der Verätzung unersetzlicher Kunstwerke Vorschub leistet. Sehen Sie nicht, wie die armen Tiere an Überbevölkerung, Hitze und Parasiten leiden? Ist es auf dem Markusplatz nicht schon voll genug? Tun Sie ein gutes Werk und helfen Sie mit, daß die Tauben in Venedig auf die Rote Liste kommen. Außerdem übertragen die Tiere Salmonellen.
mara14
12. August 2003, 15:06
............
mara14
12. August 2003, 15:06
............
heinrich02
12. August 2003, 17:10
Hallo aday,
sicherlich wahr ist, dass es Menschen gibt, die Tauben allgemein als Ratten der Lüfte bezeichnen, man kann es sehen, wie man mag, ich sehe es anders.
Das die Italiener mittlerweile keinen rechten Spaß mehr an den Tauben haben, verwundert mich umso mehr, als sie die Tauben doch auch wohl in den Tourismus integriert hatten. Da frage ich mich, wie kommen die jetzt urplötzlich auf einen solchen Sinneswandel? Einsehen kann ich allerdings, dass der Kot mehrerer tausend Tauben rein optisch nicht besonders prickelnd ist. Zumindest Krankheiten (ausser Ornithose in seltenen Fällen) werden von den Tieren nicht auf den Menschen übertragen, das gilt insbesondere für Salmonellen und taubenspezifische Parasiten.
Gruß aus Westfalen
Heinrich
heinrich02
12. August 2003, 17:15
... das wichtigste habe ich natürlich wieder vergessen. Taubenkot ist nicht verantwortlich für die Zerstörung von Bauwerken. Das besorgt der saure Regen, für den ja wohl Autos und Industrie verantwortlich sind, oder schlicht Materialermüdung und Witterungseinflüsse, auf die, so glaube ich Tauben eher wenig Einfluss haben. Zu Materialermüdung sei noch gesagt. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Kirche vor hunderten Jahren aus Sandstein gebaut, durchaus mal durch Hitze, Regen und anschließenden Frost ein wenig bröseln kann. Zumindest bei meinem Betonsonnenschirmständer konnte ich so etwas bewundern.
Gruß Heinrich
mara14
12. August 2003, 17:22
für deine richtigstellung.
viele liebe grüße
mara:0-
aday
12. August 2003, 18:52
Hallo,
wie gesagt war der Beitrag "geklaut"
http://www.weiberrevier.com/apboard/thread.php?id=229&start=121
Wie sieht es denn aus mit dem pH-Wert von Taubenkot??????
Kenne einige alte Gebäude, wo er cm- dick draufliegt.
Kenne auch Gebäude, wo unter dem Dach eine Dicke schicht Taubenkot und Taubenkadaver / skelette liegen. Tolle Brutstätte für Ungeziefer und Krankheitserreger!
Zum Glück wohne ich auf dem Land. Da haben wir keine Probleme mit diesen "Ratten der Lüfte" (Bezieht sich lediglich auf die verwilderten und "Modern gefütterten" Tauben).
Stellt sich auch die Frage, warum einige Städte auf einmal die Tauben los werden wollen?
Sind die Stadtältesten auf einmal alle "dumm in der Birne", oder gibt es vielleicht einige Umweltstudien zu diesem Thema, die bei ihrer Meinungsfindung beigetragen haben?
Geht doch mal auf die Suchen. Früher gab es einmal Studien / Untersuchungen zu diesem Thema.
Bitte bitte bitte: nicht wieder nur alleine die Augenverwischenden Untersuchungen von "Stadttaubenfreunden" die alles versuchen für ihre Lieblinge. Seit Neutral und sucht euch auch mal die raus, auf dessen Grundlage die Verbote erlassen wurden.
mfg
aday
christophd
12. August 2003, 21:26
@Aday,
der Heinrich hat uns hier seine eigene Vision vorgestellt, wonach die netten Stadttauben zu dir aufs Land umziehen sollten, ein Gewinn nicht nur für dich alleine, die Städte würden damit von lästigem Taubenkot befreit und du bekämest einen hochwertigen Dünger. Was hältst du davon?
christoph 8o
Spatz1967
13. August 2003, 03:46
Was den Taubenkot betrifft kann ich Heinrich zustimmen. Mußte Ende letzten Jahres etwa 30
von einer Schädlingsbekämpfungsfirma wissentlich in einem Turm hinter Netzen eingeschlossene
Tauben befreien. Ich durfte mit Hilfe einer Hebebühne als erste (und einzige) nach über 40 Jahren
Taubenbrut im Dachboden da oben rein-der Kot lag meterdick (klar), aber der Boden (aus Holz!) hatte
keinerlei Schäden. Ebenso die Wände (aus Sandstein) nicht!
mara14
13. August 2003, 15:59
@spatz, daß von den kommunen falsche informationen weitergegeben werden, an die bevölkerung. denn die benutzen gerade dieses argument, als vorwand zur stadttaubenbekämpfung. die leute glauben es und lassen sich verhetzen. das kriegt man so schnell nicht aus den köpfen heraus.
mara:0-
aday
13. August 2003, 21:37
Hallo,
finde es nicht verwunderlich, das mit besonderer "Wissenheit" versucht wird zu argumentieren.
Spatz,
Taubenbrut im Dachboden da oben rein-der Kot lag meterdick (klar), aber der Boden (aus Holz!) hatte
keinerlei Schäden. Ebenso die Wände (aus Sandstein) nicht!
Stört sicherlich auch nicht viele das Ungeziefer und die Krankheitserreger da oben, wenn doch keiner da hin darf.
Kleine Nachhilfe im Schul-Chemieunterricht:
Trockensubstanz ist sicherlich in der Regel nich akressiv. Man gebe etwas H²O (Wasser) hinzu und messe dann mal den pH-Wert, so wie es auf den "verschiessenen" Aussenfasaden passiert.
Schuld ist der Saure Regen?
Wenn es noch nicht bekannt sein sollte: In Deutschland ist der Regen mittlerweile so weit entschwefelt, das in der Landwirtschaft mit Schwefel gedüngt werden muss und das nach fast 50 Jahren ohne.
Es werden auch Kurse bei der Volkshochschule angeboten, die versuchen Wissen zu vermitteln in der Erwachsenenbildung. Auch sollen Bücher schon mal geholfen haben.
Wie sieht es eigentlich aus mit den Hintergründen der Verbote? Was sagen die Studien / Untersuchungen? Wollt ihr diese einfach nicht aktzeptieren oder versteht ihr diese nicht, bzw. fällt es euch schwer gegen Fachwissen zu argumentieren?
viele Grüße aus dem in der PISA-Studie nicht so gut abgeschnittenen Deutschland.
aday
Ps. Fühlt euch nicht so direkt angegriffen weil ihr nicht über das notwendige wissen verfügt. Tut einfach mal was dagegen.
heinrich02
13. August 2003, 21:55
Buenos dias muchacho,
bitte erst austeilen , wenn du die Studie der Uni Hannover gelesen has! Wir beide gehen denke ich dar Quor, wenn wir behaupten, nur überlebensfahige Tiere zu unterstützen zu wollen (müssen).
Ich denke auch, mehr muß nicht gesagt werden.
Beste Güße aus Westfalen
Heinrich
NicoleJ
14. August 2003, 15:39
Hallo
Unsere Kirche wird momentan saniert, die Tauben haben dort auch ihre Arbeit geleistet. Irgendwo müssen die Tauben ja auch bleiben, aber keiner will sie haben :o . Wenn man sich mal durch die Gegend googelt kommen da ganz unterschiedliche Ergebnisse zusammen. Hier (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/saubere_stadt/de/tauben.shtml) und hier (http://www.peifer-gmbh.de/tauben.htm) sowie hier (http://www.tierrechte.de/tvg_aachen/tauben5.html) .
piaf
14. August 2003, 16:21
bei der Kirche angelangt sind:
http://www.gemeindedienst.de/umwelt/maintip.htm
Gruß piaf
christophd
14. August 2003, 23:48
http://www.gemeindedienst.de/umwelt/maintip.htm
Zitat:
„Durch unsere Wohlstandsgesellschaft konnten sie sich stark vermehren. Abfälle an Imbiss-Ständen, Brotreste auf Schulhöfen, Marktabfälle, Getreidereste an Brauereien oder Mühlen und das gezielte Füttern durch „Tierfreunde“ haben zu einer unkontrollierten Vermehrung der Tauben geführt. Durch das dauernde Nahrungsangebot in unseren Städten können sie das ganze Jahr über brüten und Nachkommen aufziehen.“
Blödsinn, Dr. Haag-Wackernagel stellte 1984 fest: nicht das Füttern trägt zur Vermehrung der Tauben bei, sondern die Zucht durch den Menschen.
ganzjähriges Fortpflanzungsverhalten ist die Folge einer genetischen Veränderung durch die Zucht
Zitat:
Wobei ein totales Fütterungsverbot nicht sinnvoll ist. Es wird nicht akzeptiert und für viele, vor allem ältere Menschen, ist Taubenfüttern eine Aufgabe, es bietet Beschäftigung und hilft aus der Einsamkeit.
Dummes Zeug, es sind auch Jugendliche und Studenten dabei, außerdem stinkt es noch nach Vorurteilen
(ältere Menschen brauchen Beschäftigung - hilft aus der Einsamkeit)
Ob es keine Schlagzeilen aus der Bildzeitung sind?
Offensichtlich haben wir, die Fähigkeit die wahren Zusammenhänge zu Entdecken definitiv verlernt.
http://g2.www.dortmund.de/inhalt_externe/ordnungsamt/32_1/Tauben/Tauben.html
piaf
15. August 2003, 01:40
es ging doch zuletzt um einen Einblick in die verschiedenen Darstellungen im Internet zum Taubenthema, man muß sie alle mal genauer unter die Lupe nehmen, nicht nur einen zerreissen. Es gibt auch Kirchenvertreter, die händeringend die Städte um radikale Hilfsmassnahmen zur Rettung der Kirchengemäuer bitten, denen fehlt dafür der Bezug zum Symbol des Heiligen Geistes.
Einiges der angeblichen Taubenforschung im Internet ist auch schlichtweg Werbung der Gebäudesanierer, mit abgeschriebenem Teilwissen. In der Denkmalpflege tauchen Tauben lediglich als Unterpunkt neben zig weiteren auf.
Übrigens wäre es mal Zeit eine neue Studie zu machen, nach fast 20 Jahren könnte sich die ein oder andere These verändert haben. Haag-Wackernagels Studie beantwortet einen Teil der Fragen, lässt aber ebensoviele offen. den Anspruch erhebt er auch garnicht, er hat Lösungsansätze geboten, nicht mehr und nicht weniger. Wissenschaft bleibt nicht stehen, dass Zucht der alleinige Grund für "Brutfreudigkeit" ist steht keinesfalls fest. Es wäre auch der Taube kein Gefallen getan, neue Erkenntnisse zu überhören, vielleicht würde es ja manchen Schritt sogar erleichtern, insbesondere in Zusammenhang mit Futterkomponenten
Gruss piaf
maco
15. August 2003, 12:45
das
Fütterungsverbot
verstösst gegen § 3
Nr. 3 desTierschutzgesetzes. Die Städte sind nämlich gezwungen
für
Fundtiere, zu denen auch die Stadttauben gehören, kontrollierte
Futterplätze mit
artgerechtem Futter einzurichten. Zu diesem Thema gibt es bereits
diverese
Gerichtsurteile. :S
Moni
15. August 2003, 13:00
[QUOTE]Original geschrieben von christophd
Zitat:
Blödsinn, Dr. Haag-Wackernagel stellte 1984 fest: nicht das Füttern trägt zur Vermehrung der Tauben bei, sondern die Zucht durch den Menschen.
[B]ganzjähriges Fortpflanzungsverhalten ist die Folge einer genetischen Veränderung durch die Zucht
??? Und das glaubt jemand? ???
Raven
15. August 2003, 13:38
Hallo,
eigentlich wollte ich in diesem Thema nichts zur Sache sagen, aber
Original geschrieben von maco
Fundtiere, zu denen auch die Stadttauben gehören,
Fundtiere?? Sind dann die Spatzen in der Fußgängerzone auch Fundtiere?
Warum sollten die Tauben Fundtiere sein, sie leben doch dort!
Alle Tiere gehen dorthin, wo sie am leichtesten ihr Futter finden, und solange Menschen ihre Abfälle verstreuen, wo sie gehen und stehen, werden sich dort Tiere hinziehen. Und wenn sie dann lästig werden, wird nach den Behörden gerufen 0l
maco
15. August 2003, 13:43
Ja
Die Tauben werden von den Züchtern viele Kilometer weit weg transportiert.
Getrennt von ihren Partnern und Kindern fliegen sie ungeachtet ihrer
Bedürfnisse (Hunger, Durst, Erschöpfung) tagelang durch Wind und Wetter,
weil sie so schnell als möglich zu ihren Lieben zurück wollen. Gewitter,
starke Winde oder Hitze hindern sie oftmals pünktlich zu ihrem Schlag zurück
zu finden. Kommen sie nur einen Tag später als vom Züchter ausgerechnet zum
Schlag zurück, landen sie gnadenlos im Suppentopf! (Es soll auch Ausnahmen geben)
Viele Tauben finden überhaupt nicht mehr zurück. So entstand die sogenannte
"Stadttaubenplage".
Die Züchter haben uns und vor allem den Tieren das Problem eingebrockt,
fühlen sich jedoch nicht verantwortlich. Niemand zieht sie zur Rechenschaft.
Vergiftungsaktionen; was besseres fällt unseren Stadtvätern nicht ein!
Obwohl dies laut Tierschutzgesetz verboten ist! Verbrämungsmaßnahmen sind
wirkungslos.
Zucht- und Haustauben, die sogenannten Stadttauben brühten das ganze Jahr
über. Je mehr von ihnen getötet werden, um so mehr brühten sie. Sie bauen ihre Nester sogar hinter Verbrämungen wie z.B. Spikes, wenn sie keine andere Möglichkeit vorfinden.
Auch auf die Gefahr hin, daß sie sich verletzen oder wie wir im Parkhaus
Frechen, Josefstraße, erleben, in den Spikes umkommen. Fotos können bei mir
angefordert werden.
Der Hass auf die bedauernswerten, unschuldigen Geschöpfe ist grenzenlos.
Das erleben wir leider tagtäglich.
Die einzig wirkungsvolle Maßnahme zur Dezimierung von Tauben ist der
Austausch von Nestgelege.
Allerdings kostet das Zeit und immer auch Geld.
Unsere Stadtväter würden besser das vergeudete Geld zur Verbrämung (Spikes,
Vergitterungen etc.) für gezielte Fütterungs- und Gelegeaustauschaktionen einsetzen und den Taubenzüchtern die Zucht verbieten.
Die Anbringung von Abwehrmaßnahmen an Gebäuden ist sehr kostenintensiv und führt zu einer Verlagerung des Problems, nicht aber zu einer Lösung. Die
Wahl der Mittel muß immer im Einklang mit dem Tierschutz stehen und sollte
Kosten und Nutzen gegeneinander abwägen.
(Tierschutzgesetz § 13 Abs. 1: Es ist verboten, zum Fangen, Fernhalten oder
Verscheuchen von Wirbeltieren Vorrichtungen oder Stoffe anzubringen oder
anzuwenden, wenn damit die Gefahr vermeidbarer Leiden oder Schäden für
Wirbeltiere verbunden sind...)
Raven
15. August 2003, 14:11
maco,
lies dir bitte das Thema von Anfang an durch, fast alles wurde schon gesagt. Und lasse bitte die Verallgemeinerungen und Hetztiraden bezüglich der Brieftaubenzüchter. Daß es dort schwarze Schafe gibt, wie überall, wird leider richtig sein, aber die Brieftaubenzüchter für das Stadttaubenproblem verantwortlich zu machen ist ganz einfach falsch!
maco
15. August 2003, 14:18
http://www.animal2000.de/thema/tauben.php[/URL]
Moni
15. August 2003, 14:29
Ähm,
ist das aber nicht hauptsächlich die Meinung dieser Organisation? Und - seit 1989 hat sich ja vielleicht auch einiges geändert?
Aber man macht es sich halt immer so einfach wie möglich - hier ist gut, da ist böse, hier schwarz, da weiß... Erspart das Nachdenken.
Viele Grüße
Moni
maco
15. August 2003, 15:16
meine nicht, daß es sich Institutionen, wie "Animalhelp" leicht machen, geschweige denn, nicht nachdenken. Sie leisten sehr viel, was den Tierschutz angeht und sie bewegen auch einiges.
Moni
15. August 2003, 15:26
Ich meinte auch nicht unbedingt die Institutionen - obwohl es da sicherlich auch welche gibt, die mit der Leichtgläubigkeit und dem Mitleid von Menschen Schindluder treiben.
heinrich02
15. August 2003, 15:52
@ marco,
finde ich ja doch schon sehr interessant, Deine Meinung zu Briefauben, die Stadttauben so ähnlich sind wie Rennpferde Eseln. Hut ab, für die interessante Schilderung eines Wettflues von BT. Schon mal davon gehört, dass die gesamte Strecke zwischen Auflassort und Heimatort wettermäßig im Abstand weniger Kilometer abgehört wird, und dass auch die Wetterwarten mit eingespannt sind? Flüge werden nur freigegeben wenn die Wetterlage es zuläßt, ansonsten wird zurück gefahren. Du meinst wahrscheinlich, dass sich eine arme, gequälte Brieftaube aus Angst um ihr Leben zu den Stadttauben gesellt. Oh Mann, dann mach Deine Augen auf und schaue Dir Stadttauben an. Die haben keine Ringe. Brieftauben sehr wohl. Sogar zwei anhand derer man sie identifizieren kann. Im allgemeinen werden verirrte Brieftauben in Brieftaubenschläge anderere Züchter einspringen, dort verpflegt und wieder gestartet. Zu Hause passiert ihnen garnichts, denn sie haben auf anderen Flügen noch die Chance ihr können zu beweisen. BT sind übrigens in der "Funktion Stadttaube " nicht
überlebensfähig, woher sollen sie, die zweimal täglich im Heimatschlag gefüttert werden wissen, wo die Pommesbude mit den besten (heruntergefallenen) Fritten ist?
Stadttauben sind vor Jahrzehnten entflogene Haustauben aller Rassen, die eben dadurch, dass der Mensch nicht eingreift (züchterisch) das Aussehen der Felsentaube langsam, über Genationen wieder annehmen. Wenn man so will ist das so eine Art back-to-the-roots-Efekt.
Gruß
Heinrich
maco
15. August 2003, 16:14
ist nicht das Thema. Es geht, wenn ich richtig lese, um die Stadttaubenproblemathik und ihre Auswirkungen. Dazu muß man auch die Taubenzüchter involvieren.
Es kann nicht oft genug wiederholt werden.
Bis es auch der Letzte verstanden hat.
Nicht füttern bedeutet für viele Stadttauben, den sicheren Tod. Das heisst nicht, daß Abfälle gefüttert werden sollen. Wenn es auch die Bevölkerung in Unkenntnis anbietet.
Artgerechtes Futter steht auch den Stadttauben zu.
So wie Dagmar schon schrieb, die Tauben leben in der Stadt.
Es entspricht den Eigenschaften der Stadttaube, sich in felsenähnlichen Bedingungen wohlzufühlen. Das sind Gebäude.
Stadttauben gehören zum Stadtbild.
Deshalb muss artgerechtes Futter zur Verfügung gestellt werden.
Ich muß betonen, artgerechtes Futter.
Musterbeispiele wie Augsburg, sprechen für sich und sind erfolgreich.
Mich hier als Hetztiraden hinstellenzuwollen, verfehlt das Thema. Solche Anfeindungen sind mir allerdings nicht fremd.
Moni
15. August 2003, 16:18
Original geschrieben von maco
Ja
Die Tauben werden von den Züchtern viele Kilometer weit weg transportiert.
Getrennt von ihren Partnern und Kindern fliegen sie ungeachtet ihrer
Bedürfnisse (Hunger, Durst, Erschöpfung) tagelang durch Wind und Wetter,
weil sie so schnell als möglich zu ihren Lieben zurück wollen. Gewitter,
starke Winde oder Hitze hindern sie oftmals pünktlich zu ihrem Schlag zurück
zu finden. Kommen sie nur einen Tag später als vom Züchter ausgerechnet zum
Schlag zurück, landen sie gnadenlos im Suppentopf! (Es soll auch Ausnahmen geben)
Viele Tauben finden überhaupt nicht mehr zurück. So entstand die sogenannte
"Stadttaubenplage".
Die Züchter haben uns und vor allem den Tieren das Problem eingebrockt,
fühlen sich jedoch nicht verantwortlich. Niemand zieht sie zur Rechenschaft.
Ach, und das ist keine Hetztirade? :? Zumindest geht es auch am Thema vorbei ;)
maco
15. August 2003, 16:22
Info, Aufklärung
Moni
15. August 2003, 16:26
Haha.
Raven
15. August 2003, 16:39
maco,
Original geschrieben von maco
Artgerechtes Futter steht auch den Stadttauben zu.
Die einzig wirkungsvolle Maßnahme zur Dezimierung von Tauben ist der Austausch von Nestgelege.
Gegen diese deiner Aussagen hat sicherlich niemand was einzuwenden.
Genau das würde aber a) ein allgemeines Fütterungsverbot erfordern und b) die Zurverfügungstellung geeigneter Brutplätze erfordern.
Solange sie in allen möglichen Häusernischen brüten, kann niemand die Eier austauschen und solange sie in den Städten wild gefüttert werden, bzw. sich von Abfällen ernähren können, werden sie aber in eben solchen Häusernischen brüten.
Hier haßt keiner die Stadttauben und eben deshalb sind deine Angriffe auf die Taubenzüchter, abgesehen davon, daß sie schlichtweg unrichtig sind, absolut fehl am Platze.
Ich habe sehr den Eindruck, daß das Stadtaubenproblem von bestimmten Leuten dazu mißbraucht wird, den Brieftaubenzüchtern eins auszuwischen. Abgesehen davon fehlt die logische Schlußfolgerung, oder soll die heißen, hätten wir keine Taubenzüchter, gäbe es das Stadttaubenproblem nicht?
Komische Logik.
Raven
15. August 2003, 16:46
@maco
du kommst neu hier ins Forum, stellst ein paar provokante Texte ein, sagst aber nichts über deine Person, deinen Bezug zu Tauben, deine Taubenkenntnisse, dein Engagement.
Sich irgendwo etwas anlesen und mit Links zu entsprechenden Webseiten um sich werfen kann jeder. Mir fehlt dein Versuch, die Angelegenheit objektiv zu betrachten.
LaPaloma
15. August 2003, 16:47
auch brieftaubenzüchter machen sich gedanken über das stadttaubenproblem!! das elend ist nicht zu übersehen. ich sah schon tauebn nach einer hochzeit das verstreute konfetti fressen, da sie solch einen hunger haben... leute legen glasscherben auf die fensterbank und nahc ein paar agen liegen neben den glasscherben halbe taubenfüße... aber die schuld auf die züchter zu schieben find ich nicht gerechtfertigt. es gab schon in städten brieftaubenzüchter, die sich bereiterklärt haben mit einer kleinen unterstützung der stadt schläge anzulegen und die fütterung und versorgung der tauben zu übernehmen und dessen vermehrung durch unterschieben von gipseiern zu verhindern. nur bislang ohne erfolg. die stadt scheint wenig interesse daran zu haben leider....
Oli
15. August 2003, 16:58
Mich hier als Hetztiraden hinstellenzuwollen, verfehlt das Thema.
Wäre ja garnicht möglich, da der Text ja nicht von Dir stammt ;)
Gruß
Oli
heinrich02
15. August 2003, 17:48
Hallo zusammen,
mal abgesehen davon, dass es sich hier eigendlich um ein Züchterforum handelt, wo jeder jedem mit Rat und Tat zu Seite steht, ist es doch recht interessant, wie sich die Dinge hier entwickeln. Nun sei´s drum. Natürlich hat Dagmar den Nagel auf den Kopf getroffen, indem sie schreibt, dass Taubenzüchter "Schuld" am Stadttaubenproblem sind! Ohne Züchter keine Tauben, natürlich auch keine Stadttauben. Die Frage ist nur, welche Züchter sind/waren den schuld am Problem? Diejenigen, deren Schläge vor 60 Jahren zerbombt wurden, die Ethrusker, Perser, oder wer auch immer mit der Taubenzucht angefangen ist vor ca. 3500 Jahren, oder aber der ältere Herr (Dame), die aus purer Freude am Hobby "Taube", sich eben diese hält, und nunmehr für ein Problem verantwortlich gemacht wird, dass er/sie nicht zu verantworten hat. Tauben neigen dazu, das heimatliche Grundstück zu verlassen. Ebenso kommt es vor, dass sie mal verloren gehen. In der Regel ist es aber so. dass echte Haustauben sich nur in äußerst seltenen Fällen Stadttauben anschließen. Diese Fälle können angesichts der Menge an Stadttauben sicherlich auch vernachlässigt werden
Zahme Haustauben sind also sicherlich nicht der Grund, dass die Stadttaubenproblematik steigt. Grund dafür ist meines Erachtens derjenige Mensch, der überall seinen Müll liegen lässt und damit dafür sorgt, dass der Kamerad Stadttaube genug zu fressen bekommt und sich nicht sonderlich kümmern muss, sich und seine Brut (5-6 mal im Jahr) satt zu kriegen. Daher ja auch mein Ansatz in einem vorherigen Beitrag, tatsächlich zu versuchen die Städte sauber zu kriegen und das füttern einzustellen. Natürlich springen einige über die Klinge, was mit persönlich auch leid täte, aber so könnte man eine wesentlich kleinere, vielleicht sogar für alle erträglich und vor allem gesunde Stadttaubenpopulation bekommen, die es gewöhnt ist, ihr Futter vor den Toren der Stadt zu suchen. Gräser, abgeerntete Felder usw. gibt es mehr als reichlich. Auch das Argument "ist zu weit draußen" zieht m.E. nicht. Tiere, die in der Lage sind 80-90 km/h zu fliegen, sollten es locker schaffen sich geeignete Futterplätze zu erschließen. Wie ich auch bereits in einem anderen Beitrag schrieb, konnten das sogar Brieftauben, denen vor 25-30 Jahren etliche Züchter während der Erntesaison Futter gab. Sie haben gelernt, zu feldern und sie taten es. Wurden sogar speckfett dabei und brachten noch eine gesunde Runde Herbstjunge groß.
Gruß
Heinrich
maco
15. August 2003, 18:06
Um Erkenntnisse über Stadttauben zu gewinnen, muß ich kein Züchter werden oder sein.
Links sind dazuda, um angeklickt zu werden, und für Information.
Aber wo sind Deine 'Beweise? Wo sind Deine Argumente. ich habe noch keine entdeckt! Mir fehlt Dein Versuch, auch den Stadttauben helfen zu wollen. Es geht doch um ein besseres Leben für die Stadttauben. Dieses Ziel unterstütze ich. Auch mit Untermauerung von entsprechenden Websites. :S
maco
15. August 2003, 18:29
Warum wird denn heimlich ehrenamtlich gefüttert? Weil es verboten ist, von den behörden, legal zu füttern. Nicht artgerecht zu füttern, heisst, die Taube verhungern zu lassen. Oder wie meint ihr, soll sich die Taube in der City ernähren? Doch nicht von Abfällen?
Argumente wie, Ha Ha, sind auch nicht gerade aussagekräftig.
Raven
15. August 2003, 18:31
Original geschrieben von maco Um Erkenntnisse über Stadttauben zu gewinnen, muß ich kein Züchter werden oder sein. was auch niemand verlangt hat. Meine Frage hast du allerdings nicht beantwortet.
Links sind dazuda, um angeklickt zu werden, und für Information. Und das Internet ist groß und steckt voller Falschinformationen, ich könnte wetten, man findet auch irgendwo den Beweis, daß die Erde der Mittelpunkt des Alls ist.
Aber wo sind Deine 'Beweise? Wo sind Deine Argumente. ich habe noch keine entdeckt!
Ich habe nicht die Absicht, hier Argumente zu bringen, denn erstens rede ich nicht über Dinge, von denen ich nur eine Ahnung habe, und kein Wissen oder eigene Erfahrungen und zweitens sind hier genügend Argumente von Leuten gebracht worden, die sich intensiv mit der Materie befaßt haben und eigene Erfahrungen einbringen. Man muß sie nur lesen ;)
maco
15. August 2003, 18:42
Ebend. Alle Berichte. Nicht nur die Einen, auch die anderen.:s
Oli
15. August 2003, 19:40
Mir fehlt Dein Versuch, auch den Stadttauben helfen zu wollen.
Es ist unmöglich sich als Einzelner mit allen Problemen dieser Welt so zu beschäftigen, daß man aktiv Lösungen erreicht. Der eine engagiert sich im Tierschutz, der andere im Kinderschutz, der nächste in der dritten Welt usw. usw. Wo jeder seiner Prioritäten
setzt bleibt jedem selbst überlassen. Genausowenig wie Dir hier zum Vorwurf gemacht wird, Dich doch lieber um das Problem XY zu kümmern, genauso wenig kannst Du hier jemanden vorwerfen sich nicht aktiv mit der Stadttaubenproblematik auseinaderzusetzen.
Man muß vielleicht auch einmal über den Tellerand schauen, sonst verliert man leicht jeglichen Sinn für Realität.
Auch nützt es herzlich wenig mit falschen Argumenten Emotionen schüren zu wollen. Fakt ist und dies wird Dir jeder der einmal Stadttauben erlebt hat bestätigen, daß sich nur in absoluten Einzelfällen mal eine beringte Taube darunter gesellt. Behauptungen - wie in dem von Dir reingestellten Text (habe ich auch ohne Quellenangabe gefunden), daß sich die gesamte Stadttaubenproblematik auf entflogene Brieftauben begründet, zeugt meiner Meinung nach vom Versuch wohl wissentlich mit falschen Behauptungen Emotionen schüren zu wollen. Dies alleine zeugt für mich nicht von überzeugender Seriösität und erst recht dann nicht, wenn dieser Text sinngemäß überall verwendet wird.
Bevor man derartiges in die Welt setzt sollte man sich aus ornithologischer Sicht einmal mit der Domestikation der Felsentaube auseinandersetzen. Auch ist es irreführend die zunehmende Stadttaubenpopulation bei einem stark im Rückgang befindlichen Brieftaubenhobby zu suchen.
gruß
oli
Moni
15. August 2003, 19:59
Ähm,
haha war nicht als Argument gemeint - ich dachte, Dein Zitat sollte ein Witz sein!
Tut mir leid. Ich bastele übrigens gerade an einer eigenen Homepage - ich hoffe das was da steht wird auch vorbehaltslos für bare Münze genommen. Ich habe nämlich rausgefunden, dass die Erde eine Glühbirne ist. :D
Zum eigentlichen Thema, dann sollten wir aber auch so konsequent sein und die Mäuse, Ratten, Kakerlaken, Kaninchen, Füchse und Waschbären artgerecht füttern. Die Ärmsten müssen sich ja auch von Abfällen ernähren. Kulturfolger zu sein hat leider nicht nur Vorteile - ist fast so hart als wäre man Züchter von irgendwas :D
Und wenn in den Parks der Großstädte sich die Halsbandsittiche noch weiter vermehren, müssten wir dafür natürlich auch Futterhäuschen aufstellen.
Fanatismus, sei er nun moralisch, ornothologisch, religiös oder was auch immer macht leider immer auf dem zweiten Auge blind...
Johnnylino
15. August 2003, 20:27
Fände es besser, wenn sachlich argumentiert würde!!!!
Macht ja auch ein großer Teil der Leute, die sich hier einklinken.
Das eigentliche Thema waren die Stadttauben!!!!!!
Bei ihnen handelt es sich um verwilderte Haustauben . Sie haben wohl wenig mit den in den Städten lebenden Kanninchen, Ratten usw. zu tun. Ist also nicht vergleichbar.
maco
15. August 2003, 21:03
auf diesem Planeten haben das gleiche Recht für artgerechtes Futter. Ob Kakerlake oder Ratte. Alle erfüllen einen Sinn in diesem Leben.
Nur der Mensch entzieht ihnen immer mehr Lebensraum.
Und soll es heissen, wenn die Ratte von Abfällen lebt, soll das die Stadttaube gefälligst auch:?
Vergleiche mit Ratten, Kakerlaken u.s.w. entbehren jeder Grundlage. Ratten sind Allesfresser. Das sind die Stadttauben eben nicht.
Sie sind reine Körnerfresser.
Deine Sprüche von der Glühbirne, macht Dich beim interessierten Leser auch nicht glaubwürdiger.
Andrea
15. August 2003, 21:06
Hallo maco,
ich glaube jeder von uns hier würde viel dafür geben das Stadttaubenproblem auf humane Weise zu lösen. Nur leider gibt es kein Patentrezept. Diese betreuten Schläge mögen in einigen Stadten zum Erfolg geführt haben, in anderen Städten wurden sie noch nicht einmal angenommen (siehe Mannheim).
Mich würde mal intressieren wieviel Prozent der Tauben, die in solchen betreuten Schlägen leben, sich tatsächlich von alleine angesiedelt haben? Oder ob es nicht vielmehr so ist, dass es sich hauptsächlich um mit der Handaufgezogene Jungtiere bzw. gesundgepflegte Fundtauben handelt? Damit würden auch die betreuten Schläge keine wirkliche Lösung des Problems darstellen, weil nämlich diese Tiere ohne die Mithilfe des Menschen nicht existieren würden. Was mich desweiteren beschäftigt ist die Frage wie es gelingen soll immer neue Tauben in diesen Schlägen anzusiedeln, wenn man nicht auf der anderen Seite ältere Tauben wieder aus den Schlägen entfernt, indem man sie tötet. Eine Stadttaube kann in einem Taubenschlag ein Alter von gut und gern 12 Jahren erreichen und ab und zu vergisst man auch mal ein Ei auszutauschen und irgendwann ist der Schlag belegt und der Sinn eines solchen Schlages ist es doch immer neue Tauben von der Strasse zu holen?
Viele Grüße
Andrea
Moni
15. August 2003, 21:55
Hallo zusammen,
Original geschrieben von Johnnylino
Fände es besser, wenn sachlich argumentiert würde!!!!
Macht ja auch ein großer Teil der Leute, die sich hier einklinken.
Das eigentliche Thema waren die Stadttauben!!!!!!
Bei ihnen handelt es sich um verwilderte Haustauben . Sie haben wohl wenig mit den in den Städten lebenden Kanninchen, Ratten usw. zu tun. Ist also nicht vergleichbar.
Naja, die Tauben hat ja keiner gezwungen, in der Stadt zu leben, oder? Und außerdem sind es eben nicht nur verwilderte Haustauben. Und selbst wenn, dann leben die Populationen lange genug in Freiheit, um eben wieder verwildert zu sein - und es ist ja kein "Zaun" um die Stast herum, oder? Außerhalb würden sie auch "artgerechte" Nahrung finden - natürlich nicht in den Mengen, wie sie in den Städten Nahrung an sich finden.
Aber mit dem sachlich diskutieren hast Du recht - bringt nur nix, wenn so Argumente kommen wie dass wie immer die bösen Züchter schuld sind. Denn das ist alles andere als sachlich.
Aber macht nix. Hier kommt man sowieso zu keinem Konsens, wozu also überhaupt
@Maco, so interessiert kannst Du ja nicht sein, sonst hättest Du vielleicht mal nachgedacht und den Vergleich verstanden - nur weil etwas von irgendjemandem ins Internet gesetzt wird, ist es nicht die letzte und allgemeingültige Wahrheit, und damit zu argumentieren heißt noch lange nicht, dass man recht hat.
Übrigens, gerade als "Neuling" in einem Forum kommt es eigentlich immer gut an, wenn man wenigstens mal hallo oder viele grüße schreibt... das bringt viel für den Umgang miteinander.
Auch wenn Ihr das jetzt wahrscheinlich wieder mega-unsachlich findet, aber wie haben die Tauben es eigentlich so lange geschafft, ohne artgerechte Zufütterung in den Städten zu leben und sich so extrem zu vermehren? Würde sich bei "artgerechter" Fütterung das Problem von allein lösen? Oder wären dabei nur die Tauben "glücklicher"? Oder das Gewissen der Tierschützer beruhigt? Oder gibt es am Ende gar kein Problem?
So, nun überlasse ich Euch Eurer sachlichen Diskussion.
Gute Nacht
Moni
maco
15. August 2003, 21:57
Wenn Du bereit bist alles dafür zu geben, wie du schreibst, dann bitte ich Dich, tu es.
Warum immer gleich das Töten als einzig wahre Lösung anbringen?
Es sind gewissenhaft betreute, begehbare Taubenschläge.
In der Vergangenheit, wurden sicher auch Fehler aus Mangel an Erfahrung, in der Betreuung der Plätze gemacht. Daraus resultieren neue Erkenntnisse. Es müssen Plätze sein, die von den Tauben gerne angenommen werden. Das wurde in manchen Fällen nicht mit berücksichtigt. Deshalb funktionierten solche Projekte nicht immer.
Wenn gewissenhaft kontrolliert wird, kann der Bestand dadurch erfolgreich reduziert werden.
Uff,
für heute reichts.
Oli
15. August 2003, 22:19
Fände es besser, wenn sachlich argumentiert würde!!!!
Deine Sprüche von der Glühbirne, macht Dich beim interessierten Leser auch nicht glaubwürdiger.
Hi zusammen
wenn ich den angegebenen Links folge, komme ich unweigerlich zu Aussagen über den Beitrag von Brieftauben zu der Stadttaubenproblematik unter Berufung auf eine Untersuchung an der "TiHo" Tierärztliche Hochschule Hannover.
Tatsächlich aber handelt es sich lediglich um eine Dissertation, mit dem Inhalt: Tierärztliche Begleitung bei der Umsetzung der tierschutzgerechten Bestandskontrolle von Stadttaubenpopoulationen nach der Loseblattsammlung des Tierschutzbeirates des Landes Niedersachsens".
Mit "lediglich" möchte ich diese Dissertation keineswegs abwerten, jedoch klar festhalten, daß in der Bearbeitung der Stadttaubenproblematik die Herkunft der Stadttaube unter Bezugnahme auf verschieden Quellen als Einleitung umrissen wird. Hier folgen lediglich zwei Zitate unter Benennung des Urhebers ohne das dies faktisch als bewiesen dargestellt wird.
Einer dieser Urheber findet man z.B.
hier (http://www.nabu.de/nh/401/taube401.htm#1)
und wenn wunderts, es liest sich gänzlich anders.
Nichts destotrotz ist die Dissertation in Bezug auf die Stadttaubenproblematik positiv und beispielslos.
Dass jedoch lediglich als Quellen angegebene Zitate bewußt dazu benutzt werden - völlig aus den Zusammenhang - diese Dissertation allgemein übergreifend in Anspruch zu nehmen, sie beweise, daß die Stadttaubenproblematik auf den Zuflug von Brieftauben zu begründen ist, zeugt insgesamt für eine nicht zu übertreffende mangelnde Reflektion der Sachlage.
Dies zum Thema Sachlichkeit und Glaubwürdigkeit.
Gruß
Oli
christophd
16. August 2003, 05:14
Ich bin zu der Ansicht gekommen, dass man Züchter aus dem Programm "Hilfe für die Stadttaube" rausnehmen soll.
Maco:
Warum immer gleich das Töten als einzig wahre Lösung anbringen?
Züchter sind auf "Gesunderhaltung der Rasse" programmiert, dabei
die Schwachen und Hilflosen das sind die Objekte der Vernichtung.
Man kann es auf die sanfte Art wie @Heinrich:
Daher ja auch mein Ansatz in einem vorherigen Beitrag, tatsächlich zu versuchen die Städte sauber zu kriegen und das füttern einzustellen. Natürlich springen einige über die Klinge, was mit persönlich auch leid täte, aber so könnte man eine wesentlich kleinere, vielleicht sogar für alle erträglich und vor allem gesunde Stadttaubenpopulation bekommen,
DIE STÄDTE SAUBER ZU KRIEGEN..., JAWOHL!
Oder wie @.... es gerne hätte „die Ratten der Lüfte“ mit dem Knüppel erschlagen.
<< Bitte vielmals um Entschuldigung für die Störung>>
Christoph
Andrea
16. August 2003, 08:06
@maco,
bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts einzuwenden gegen diese Schläge, ich freu mich sogar für jedes Tier, dass es geschafft hat in solch einem Schlag unterzukommen. Nur sollten wir mal realistisch denken, nicht jede Taube kann einen Platz in solch einem Schlag finden, dafür gibt es viel zu viele Tauben, und die Tauben die ausserhalb dieser Schläge leben und einen geeigneten Brutplatz finden werden sich weitervermehren, besonders wenn sie zusätzlich gefüttert werden. Damit bleiben diese Schläge leider ein Tropfen auf dem heissen Stein. Ich weiss wovon ich rede, denn ich selbst habe schon versucht Stadttauben an Taubenschläge zu gewöhnen als ich noch jünger und naiver war. Bei jungen Tauben hat es geklappt, nicht aber bei den Alten, die so ca. alle 2 Monate mit neuem Nachwuchs hier ankommen, irgendwann ist jede Aufnahmekapazität eines Schlages am ENDE wenn es keinerlei Selektion gibt. Und das hat nichts mit Erschlag doch alle Tauben mit dem Knüppel zu tun 8(
So und nun werde ich das tun, was ich schon längst hätte tun sollen, mich hier endgültig aus dem Forum verabschiede, ich lass mir nämlich nicht länger Worte in den Mund legen, die ich so nicht gesagt habe. 8(
Johnnylino
16. August 2003, 18:27
Hallo!
Wollte nur eine kurze Info bekanntgeben.
Die für den 18.08.2003 vorgesehene Sendung zum Thema Stadttauben (Spiegel-TV) ist gecancelt. Das Programm steht bis Ende September bei Sat1 schon fest. Es ist noch nicht bekannt, wann der vorgesehne Beitrag ausgestrahlt wird
heinrich02
17. August 2003, 21:13
Lieber Christoph,
wach auf! Wir haben in unserem Land bei über 4 Millionen Arbeitslosen, bei einer unerträglich hohen Zahl von Sozialhifeempfängern Probleme reichlich und genug. Das unstreitig bestehende Stadttaubenproblem ist dagegen m.E. völlig uninteressant, wenngleich ich auch sagen muss, es betrifft mich!! Man sollte das ganze nicht so hoch puschen. Mir sind Menschen immer noch wichtiger, als irgendwelches Viehzeug, dass sich alleine durchschlagen könnte, wenn man es ließe. Es dürfte mittlerweile bekannt sein, dass ich Tauben (egal welche, also auch Stadttauben) liebe ohne Ende, aber irgendwo ist Schluß! Entschuldige bitte, aber der Penner, der in der gleichen Bahnhofspassage sitzt, wie die Täubchen, hat für mich Vorrang (auch wenn ich weiss, dass er die Kohle, die er von mir bekommt, in Sprit umsetzt). Dieses ganze Gesöre um irgendwelche , nicht zu rettende, zum TA geschleppten Stadttauben kotzt mich an. Gönnt ihnen doch, wenn´s wirklich nicht anders geht, einen schnellen, schmerzfreien Tod! Hört sich natürlich hart an, ist aber meine Philosophie, wenns nicht mehr reicht, dann so schnell, wie möglich von der Erde. Das fordere ich übrigens für mich auch ein!
IIn dem Sinne
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
mara14
17. August 2003, 22:07
@dagmar,
von dir,
Und das Internet ist groß und steckt voller Falschinformationen, ich könnte wetten, man findet auch irgendwo den Beweis, daß die Erde der Mittelpunkt des Alls ist.
auch von dir, aus dem thema, :*GRUNDSÄTZLICHES mit aktuellem Bezug* seite 5,
Genauso ist es - wer das Internet benutzt, um sich zu informieren, wer sich in einem Forum beteiligt, zeigt, daß er sich Gedanken um seine Vögel macht und ist damit der großen Masse der Vogelhalter um Längen voraus!
:? :?
und auch von dir.
QUOTE]Ich habe nicht die Absicht, hier Argumente zu bringen, denn erstens rede ich nicht über Dinge, von denen ich nur eine Ahnung habe, und kein Wissen oder eigene Erfahrungen[/QUOTE]
trotzdem richtest du über user und tauben, obwohl du eingestehst, daß du über kein wissen verfügst.
der interessierte leser, wird sich sein bild machen über solche zwiespältigkeiten.
:S
gruß
mara8o
mara14
17. August 2003, 22:19
wir sind doch im vogelforum, da darf man über das thema stadttaube schreiben. doch nicht über arbeitslose.*gg*:p
stadttauben ist ein thema das polarisiert.
ich denke bei dir, daß du nicht so hart bist, wie du vorgibst.
"harte schale, weicher kern". oder täusch ich mich?
ciao
mara
mara14
17. August 2003, 23:00
habe ich im internet gefunden. für alle, die informationen suchen über die stadttauben.
die, die es nicht interessiert, müssen es nicht lesen. einfach überspringen. jeder kann sich sein eigenes bild machen.
http://www.tierlobby.de/index.html#allgemein[
http://www.animal-sos.org/Stadttauben.htm
Raven
17. August 2003, 23:26
mara,
ich habe dir bereits per pn gesagt, daß ich mich nicht provozieren lasse, auch nicht durch aus dem Zusaemmenhang gerissene Zitate. Und genau aus diesem Grunde werde ich mich zu keinen weiteren Äußerungen zum Thema hinreißen lassen und nur beobachten und als Moderator eingreifen, wenn es wieder mal zu unsachlichen Angriffen bestimmter Personen oder Personengruppen kommt.
Ich bitte dies zur Kenntnis zu nehmen und zu akzeptieren.
Danke.
mara14
17. August 2003, 23:32
dann musst du auch schreiben, daß ich dir einiges auf den kopf zugesagt bzw. geschrieben habe.
mara
christophd
18. August 2003, 04:14
@Heinrich:
wach auf! Wir haben in unserem Land bei über 4 Millionen Arbeitslosen, bei einer unerträglich hohen Zahl von Sozialhifeempfängern Probleme reichlich und genug. Das unstreitig bestehende Stadttaubenproblem ist dagegen m.E. völlig uninteressant
Derartige Prioritätensetzung ist unsinnig, unmoralisch und unmenschlich, dieser Logik nach dürfte man nicht irgendetwas für Tiere tun, bis das Problem mit Arbeitslosen und einer unerträglich hohen Zahl von Sozialhilfeempfängern beseitigt ist, folgerichtig dürfte ich Fremden erst dann helfen, wenn die Bedürfnisse meiner Familie und Nachbarschaft voll befriedigt sind.
Mir sind Menschen immer noch wichtiger, als irgendwelches Viehzeug
Nichts ist schön, nur der Mensch ist schön - naiv, nicht wahr?
Christoph
Andrea
18. August 2003, 06:37
@Christoph,
merkst Du nicht wie blödsinnig Dein Argumentarium ist. 8( Natürlich kannst Du helfen nur schöne Wort helfen nicht weiter. In Zeiten wo der Staat kein Geld hat ist Eigeninitiative gefragt.
Miet Dir irgendwo ein Grundstück , bau Dir einen Taubenschlag und schon kannst Du Tauben einsammeln bis Dein Schlag platzt oder schließ Dich einem Tierschutzverein an und überzeug die einen Taubenschlag zu bauen. Ewiges herum lamentieren hilft NIX! Eigeninitiative ist gefragt.
Andrea
mara14
18. August 2003, 07:24
andrea, willst du christoph unterstellen, daß er keine eigeninitiativen leistet und nicht im tierschutz tätig ist. vielleicht hat er schonlängst einen taubenschlag. deswegen, kann er doch trotzdem im vogelforum seine sichtweise und sein grosses wissen einbringen um das elende leben der stadttauben anzubprangern.
mara
Raven
18. August 2003, 10:26
@andrea, heinrich und "to whom it may concern"
Laßt euch bitte nicht provozieren, es gibt Sinnvolleres zu tun als sich hier herumzustreiten.
Stellt euch vor, es gibt eine Demo und keiner geht hin ;)
aday
18. August 2003, 21:45
Hallo,
mein Kommentar:
Wo Emotionen und Sachlichkeit aufeinandertreffen gibt es Streit.
Habe mich die letzten Tage mal ganz rausgehalten aus dem Thema.
Mein Tipp:
Denkt einfach mal ein bisschen weiter (in die Zukunft) was passiert wenn. Natürlich bringt das nur etwas, wenn man auch über Sachwissen verfügt und sich dadurch ein Bild machen kann. Dies muß ich im Moment den meisten von euch abstreiten.
Nur wer die Tiere kennt und die Probleme kann auch nur mitreden (ist was anderes als heisse Luft rauslassen).
Vielleicht helfen ja auch vergleiche mit absulut fehlgeschlagenen Versuchen, nicht nur zu dem speziellen Tier, in der nähe oder im Ausland.
Es lebe die Tierschutzlobie, die manches Tier schon fast ausgerottet hat, nur weil sie Emotional denken.
Dies ist nicht nur heisse Luft! Denkt nur mal an:
- das nordamerikanische Eichhörnchen in Italien
- Freiheitswütende Befreiung von amerikanischen Nerzen aus Farmen in Europa
- ...
nachdenklichen Gruß
aday
Spatz1967
19. August 2003, 13:10
Tierbefreiungsaktionen respektive Einbürgerung von nicht zur heimischen Fauna gehörenden Tieren haben nur
mit dieser Thematik hier nix zu tun -wie war das noch eben mit dem Fachwissen?
Johnnylino
19. August 2003, 13:31
Hallo Aday,
denke Du bist mit Deinem Thema wohl im falschen Forum gelandet.
Dein "Fachwissen" solltest Du mal lieber nicht so hoch hängen.
Es gibt Leute, die Dir da weit voraus sind und sich hier nicht so "aufblähen". Da Du nicht weißt, wer sich so hinter den einzelnen Leuten verbirgt, kannst Du natürlich auch nicht wissen, dass sich viele dieser Leute seit vielen Jahren mit dem Thema Stadttauben beschäftigen und um dieses Thema geht es in diesem Forum. Wäre schön, wenn Du Dich hier ausklinken würdest.
mara14
19. August 2003, 13:43
" vergleiche nehmen, von fehlgeschlagenen versuchen". es gibt mittlerweile genügend vergleiche, von erfolgsgekrönten versuchen @aday. und es geht weiter, mit der aufklärung und hilfe für die stadttaube. das müssen auch die schlimmsten gegner der staudtauben begreifen lernen.
mara:0-
ich weiss nicht, ob der thread nicht langsam zu lang wird und dann nicht mehr von anfang an gelesen wird? vielleicht sollte man teilen? ich weiss aber nicht wie? 0l vielleicht könnte mir bitte jemand hilfestellung geben?:k
mara14
19. August 2003, 19:24
hallo liebe lesende, ;)
auf dieser seite wird wiedermal sehr präzise und verständlich für alle, die wahrheit über die stadttaube berichtet. ich dachte, ich könnte diesen link hier einstellen und hoffe, er wird viel angeklickt und natürlich auch gelesen.:D
viele grüße
mara
http://www.animal-peace.org/Archiv/apflugis/tauben.html
UliB
20. August 2003, 08:28
Hallo Mara!
3*5 = 32, 3*5 =32, 3*5 = 32, .........
glaubst Du das jetzt?
Aber wenn doch eine Hilfsorganisation schon so einen schönen Namen hat, Animal peace, Tier Frieden, dann können sie doch nur recht haben? oder.
Leute die solch einen, entschuldige, Schwachsinn verbreiten, kann doch niemand ernst nehmen.
Du scheinst reden und schreiben zu können, aber lesen und zuhören und denken scheint Dir schwer zu fallen. Ich will dich nicht angreifen oder verletzten, aber lies doch mal was Du da als Wahrheit, der lesenswerten Beitrag einstellst.
Das ist absoluter Blödsinn, Schwachsinn, falscher Quatsch!
Seit Wochen dreht sich die Diskusion im Kreise und Du kritisierst immer wieder die unsachlichen Beiträge einzelner Schreiber. Was ist das denn. Das ist absoluter Hühnerschiss. Das hat doch mit Sachlichkeit absolut nichts zu tun.
Dieses Thema heisst "was tun.."
Wenn ich der Logik der Dummschreiber folge heisst der Artikel:
1. Krankheiten übertragen Tauben nicht.
(Ornithose)
2. Schäden an Gebäuden richten sie keine an.
(Bist Du schon mal auf der glitschige Scheisse unter zig Brücken ausgerutscht)
3. Füttert alle Stadttauben artgerecht, dann vermehren sie sich nicht mehr.
(.................dazu erübrigt sich jeder Komentar)
4. Verbietet jegliche Art von von Brieftauben und Rassetaubenhaltung dann ist das Problem gelöst.
(am besten an die Wand stellen und erschiessen, diese Tierquäler)
Und jetzt werde ich persönlich:
Entweder bist Du dumm, schrecklich naiv oder Dich hat einfach niemand lieb. Schade
Hör einfach auf solchen Blödsinn wie diesen Artikel weiterhin zu verbreiten. Denke nach und füttere Deine armen Stadttauben weiter. Aber setz Dich lieber nicht an den Computer und verbreite diesen Schmarrn.
Tschau Uli.
Taubenzüchter seit 35 Jahren, und trotzdem mag ich Stadttauben!
Evetina
20. August 2003, 09:56
Hoi ihr Lieben,
eigentlich und ursprünglich wollte ich mich aus dieser Diskussion total raushalten, einfach aus dem Grund, weil ich selber eine große Taubenfreundin bin und bei mir selbst zwei Tauben wohnen und geliebt werden, die ich auf der Straße gefunden, gesundgepflegt und aufgepäppelt habe, die aber leider flufunfähig sind - eigentlich also die richtigen Kandidaten für eine "Selektion" http://www.mysmilie.de/smilies/froehlich/img/008.gif und trotzdem hab ich geholfen.
Sprich: ich kann, obwohl ich mich bemühe, an das Thema "Stadttauben" nicht mit der notwendigen Sachlichkeit herangehen ;) , kann nur meine Meinung dazu äußern:
Den Artikel von Animal Peace finde ich sehr interessant, leider fehlen mir persönlich in diesem Artikel greifende Sachinfos. Das finde ich extrem schade, denn gerade wenn ich sachliche Infos habe, kann ich gut argumentieren.
Ob wie wann und wo Tauben Dreck machen, Krankheiten übertragen und ob Tauben jetzt eine Plage sind oder nicht, das ist in diesem Thread schon mehr als genug diskutiert worden. Die einen mögen Tauben, die anderen nicht.
Ich mag Tauben, und ich mag es nicht, wenn ich angefeindet werde, nur weil ich Tauben helfe. Tauben sind für mich Tiere die gleich viel wert sind wie alle anderen Tiere, ich werde Tierarzt, also werd ich auch verletzten Tauben weiterhin helfen.
Auch das Thema "Taubenschutz" wird hier in diesem Thread diskutiert - ich persönlich praktiziere Taubenschutz, indem ich kranke Tauben mit zu mir nehme, pflege, behandle oder auch -wenn es denn notwendig ist- einfach in Ruhe und Frieden einschlafen lasse.
Ich versuche, mich mehr oder weniger objektiv mit dem Thema "Stadttauben" auseinanderzusetzen, und hoffe, nach eifriger Forschung und Beobachtung und Arbeit einmal kompetente, tier-UND menschenfreundliche Lösungen zur Bekämpfung der slumartigen Bedingungen unter unseren Stadttauben anbieten zu können. http://www.mysmilie.de/smilies/tiere/2/img/002.gif
Ich weiß nicht, ich denke halt, daß Tierschutz (oder in diesem Beitrag hier jetzt Taubenschutz) halt mehr ist als schöne Worte, persönliche Anfeindungen und ein ständiger Versuch, jedem seine eigene Meinung aufzwingen zu wollen.
So, und jetzt langer Rede kurzer Sinn: leider kann ich Mara zu ihrem Ursprungsproblem nix raten http://www.mysmilie.de/smilies/traurig/2/img/009.gif, persönlich finde ich aber Maras Einsatz für "ihre" Schützlinge toll und -egal wie- auch praktizierten Taubenschutz (Tauben die gesundes Futter kriegen haben ein besseres Immunsystem, werden seltener krank, blablabla).
Ich finde, Heinrich hat echt gute, interessante und sachliche Infos geliefert, die wirklich brauchbar sind, um im Sinne der Tauben zu argumentieren.
O.k, damit hat dieser Thread jetzt endlich mal einen Beitrag, den die Welt absolut nicht braucht http://www.mysmilie.de/smilies/verwirrt/img/023.gif, weil er Mara leider bei ihrem Ursprungsproblem auch nicht helfen kann.....
Spatz1967
20. August 2003, 12:26
Ich finde schon, daß JEDER Beitrag hier mara weiterhelfen kann-ist wichtig, wenn man
gegen Stadttauben-Gegener argumentieren will, auch das dämlichste Argument schon mal gehört zu haben.
So, denn also zum Urschleim zurück;extra für Uli:
1) Krankheitsübertragung: Die meisten Erreger sind taubenspezifisch-die Ornithose als Zoonose ist natürlich
eine Ausnahme-daran kannst Du Dich aber zum einen auch bei jedem anderen Vogel anstecken,zum anderen kommt
sie selbst unter Stadttauben nur selten vor. Aus eben jenem Grund wurde der Einstufung der Taube als Schädling nach
§ 13 Abs. 1 Bundesseuchengesetz von seiten des Bundesgesundheitsamtes schon 1989 widersprochen.
2) Gebäudeschäden: Der pH-Wert von Taubenkot liegt allenfalls im SCHWACH sauren Bereich-ansonsten würden einige
alte Gebäude (gerade aus Sandstein) nach so langer Zeit der "Taubenbelagerung" gar nicht mehr stehen. Ist doch wohl eigenartig,
daß Gebäudeschäden erst in den letzten Jahrzehnten gravierend auftraten... Und wenn Du auf Taubenscheiße ausrutschst ist das
kein Gebäudeschaden :)
3) Die Stadttaube ist und bleibt ein domestiziertes Tier,aus dem auch nach langer Zeit der Verwilderung kein Wildtier mehr
wird. Und das erhöhte Reproduktionsverhalten ist nun mal ein Haustiermerkmal und durch Fütterung nicht beeinflußbar. Für alle nochmal
zum Mitschreiben: Man kann ökologische aßstäbe von Wildtieren NICHT auf Haustiere übertragen!
4) Dazu erübrigt sich eigentlich ein Kommentar-aber ich denke mal, der rechtsstaatliche Grundsatz von der Verhältnismäßigkeit
der Mittel gilt auch für die Behandlung von Tierquälern :)
Raven
20. August 2003, 13:13
Ich wollte hier eigentlich nichts mehr schreiben, aber diese ewigen Wiederholungen immer der gleichen "Argumente", der immer anderer Weblinks, auf denen das gleiche steht (einer hats vom anderen abgeschrieben), machen die ganze Diskussion zu einer einzigen Farce.
Das Ganze ist einfach nur noch lächerlich und zum :o
mara14
20. August 2003, 14:08
das schreibst du jetzt schon zum xten mal, daß du eigentlich nix mehr schreiben willst.:D
gruß
mara
Raven
20. August 2003, 14:48
X = 2
Du siehst, ich bin flexibel :D
piaf
20. August 2003, 17:32
Klasse , es ist hier schon wieder wie beim Tennis,
bummbummbummbumm.....
Nun, gewinnen kann hier keiner, insoweit ist der Weg wenig effektiv und den Tauben wird so auch nicht geholfen.
Also ich bleibe der Überzeugung, dass planvolle und artgerechte Fütterung mit speziellen Unterbringungen die richtige Vorgehensweise ist, da sie letztendlich kostengünstiger ist als alle unzähligen und tierschutzwidrigen städtischen wie auch privaten Vergrämungsmethoden.
Sicher ist Wildtier- und Haustiermerkmal nicht einfach übertragbar, ich bin aber nach unseren Beobachtungen doch der Meinung, dass die Reprodutionsrate durch Futter beeinflussbar ist. Dies stellt sich aber einem Fütterungsprojekt keineswegs entgegen sondern spricht eher noch dafür.
Im übrigen finde ich die verbalen Entgleitungen äusserst unpassend. Es wollen doch eigentlich alle für die Taube nur das Beste , oder scheint das nur so -->" ich liebe Tauben aber....."
Gruss piaf
aday
20. August 2003, 22:32
Hallo piaf,
dann füttere doch die Antibaby-Pille. Wenn man das einige Jahre macht hat sich das Problem sicherlich erledigt und wir sind die Biester los.
Hallo UliB,
verständlich dein Zorn über so unqualifizierte Äußerungen. Du würdest uns allen aber einen Gefallen tun, wenn du die "Unwissenten" erst nach einer Phase der Beruhigung angehst.
mfg
aday
tamborie
20. August 2003, 23:08
kannst einfach nicht anders als unangenehm aufzufallen, Gelle?
Was willst Du mit solchen Aussagen wie "Biester" eigentlich erreichen?
Und Du wagst es dann sogar so Worte wie "qualifizierte Äußerungen" in den Mund zu nehmen?
Also Aday, ich hab doch auch Achtung!!!
Hab ich Dich nicht immer als Jäger bezeichnet, obwohl mir da so spontan ganz andere Worte einfallen...........!
0l
Dein Tamborie
piaf
21. August 2003, 00:21
@aday
ein unter dem Namen Fertistop99 eingeführtes Fertilationsregulans wurde doch bereits auf seine Unbedenklichkeit für Tauben getestet und von medizinischer und von kommunaler Seite(der jeweiligen Teststädte) sowie diversen Tierschutzorganisationen als sinnvoll bewertet. Gegen diese Vorgehensweise, in Kombination mit den bereits aufgeführten, ist garnichts einzuwenden. Ansprechpartner bin aber nicht ich als Taubenfreund, es sind die Verantwortlichen der Städte, die bislang sinnvolle Strategien behindern. Sie investieren lieber Geld in tieschutzwidrige Projekte, die den Tieren geschadet aber das Problem keinesfalls gelöst haben.
Dir geht es um Vorausschau, wie Du sagst, dann muß man aber auch die nachhaltigen Wege wählen .
Übrigens, sofern wir unser Müllproblem nicht in den Griff bekommen, werden uns immer wieder tierische Kulturfolger unsere Fehler vor Augen führen. Gäbe es keine Tauben, was glaubst Du wie lange es dauerte, bis der nächste käme, der sich mit unseren Hinterlassenschaften versorgt. Du würdest Dich wehren müssen bis zum jüngsten Tag, ist der eine weg, kommt der nächste, da Kannst Du Gift streuen bis Dir selber die Luft ausgeht:k
Also ich bin da doch eher für softe Regulation, denn es gibt genügend Menschen, die sich an Stadttauben erfreuen und alles für deren Gesundung tun und das genau gibt diesen Menschen ein Stück Lebensfreude. Es ist das Gleichgewicht, das verlorengegangen ist, es wird Zeit, es wieder zu finden
Gruss piaf
Johnnylino
21. August 2003, 07:53
Hallo Piaf,
ich finde es sehr gut, dass Du nicht so ein plattes Schwarz-Weiß-Denken drauf hast, wie z.B. Aday. Aus den Beiträgen, die Du hier ins Forum gestellt hast, meine ich erkennen zu können, dass es Dir sehr wohl um die Stadttauben geht, Du aber auch siehst, dass andere Menschen Probleme mit ihnen haben. Auch ich sehe die Probleme die Menschen mit den Tauben haben und die Probleme die die Tauben in Städten mit den Menschen haben. Man darf die Realitäten nicht verkennen und auch ich vertrete die Ansicht, dass es tierschutzgerechte Lösungen gibt, um beiden Seiten zu helfen ohne zu radikalen Maßnahmen zu greifen. Die Umsetzung ist sicher nicht einfach, sei es weil die politisch Verantwortlichen in den Städten usw. nicht "mitmachen" wollen, weil sich zu wenig Leute engagieren. Doch es ist m.M. nach der richtige Weg und um Neuerungen einzuführen braucht man leider einen langen Atem. Doch es lohnt sich bestimmt. Die Internetseite www.stadttauben.de kennst Du ja sicherlich.
Schöne Grüße
christophd
21. August 2003, 09:50
@Johnnylino:
weil sich zu wenig Leute engagieren
Aufklärung, Zerstörung von Vorurteilen und Beseitigung von Irrtümern, das ist bis jetzt noch nicht geschehen.
Es ist unglaublich, aber die meisten Einwohner der Städte denken es handelt sich um Wildtiere (Verwechslung mit der Wildtaube),
auch @aday ist keine Ausnahme, wenn er glaubt wir haben hier mit einer geflügelten Ratte zu tun.
Zur Freude der gefühllosen Geschäftsleute und „Saubermänner“ :(
christoph
aday
21. August 2003, 11:09
Danke für den Hinweis piaf,
Aus dem Institut für Tierschutz
und Verhalten (Heim-, Labortiere und Pferde)
der Tierärztlichen Hochschule Hannover
Tierärztliche Begleitung bei der Umsetzung der tierschutzgerechten
Bestandskontrolle von Stadttaubenpopulationen nach der
Loseblattsammlung des Tierschutzbeirates des Landes
Niedersachsen
Nach Auswertung von Archivmaterial
aus 15 Jahren Stadttaubenforschung und gezielter Befragung von Bürgern in den Jahren 1993, 1995 und 1996 zeigte sich, daß die Menschen aus verschiedensten Gründen (Einsamkeit, „Tierliebe“ etc.) Tauben füttern und damit das Problem verstärken oder sogar erst lokal verursachen.
5.5 Fütterungsverbot
Eine der Hauptursachen für das Ansiedeln von Tauben in einer Stadt ist das Futterangebot. Wo Menschen leben und arbeiten fallen immer gezielt oder ungewollt Rohstoffe oder Lebensmittelreste an, die die Tauben verwerten können. Nach KÖSTERS et al. (1991) bestimmt die Menge des Futterangebotes die Anzahl der Tauben. Wenn nun das Futterangebot eingeschränkt wird, soll auch die Taubenanzahl schrumpfen. Überdies propagieren KÖSTERS et al. (1991) dies als
einzig vernünftige und tierschutzgerechte Methode zur Regulierung einer Stadttaubenpopulation. DIMIGEN (1986) und BARTELS (1997) bestreiten ein Verhungern der Tauben durch ein Fütterungsverbot. Die Tauben unternähmen wieder weitere Flüge, um ihren Tagesbedarf zu decken, biologische
Regulationsmechanismen (z.B. Feinddruck) würden wieder greifen. Allerdings sollte das Angebot allmählich eingeschränkt werden, um Jung- und Altvögel daran zu gewöhnen.
http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/muellerm_2002.pdf
Auch wird beschrieben, daß solange diese "wilde Fütterei" besteht, keine Aussicht auf den erwünschten erfolg besteht bei der "Verhütung". Vielleicht schreckt das ja die Komunen ab? Billiger als zu versuchen die Städte Taubenunfreundlicher zu machen ist es sicherlich.
? Oder habt ihr vielleicht Angst davor, das die lieben Tiere wieder auf die Felder Fliegen und auf dem Weg dahin vielleicht vom bösen Habicht gequält und getötet werden?
Wird so ähnlich auch dort Beschrieben.
usw.....
Diese Wissenschaftliche und Fundierte Aussagen sind mir allemal lieber als die Emotionalen und wohl unqulifizierten Beiträge von Veganer- Vereine wie animalpeace, die sogar öffentlich zu "Strafftaten" / Ordnungswiedrigkeiten Aufrufen.
Nur Gut, das es auch Taubenzüchter in diesem Forum gibt, die etwas von den Tieren verstehen.
mfg
aday
Johnnylino
21. August 2003, 11:16
Hallo,
sehe ich genauso wie Du, dass es an Aufklärung in der Bevölkerung fehlt. Leider ist es ja auch so, dass die Medien einen ganz großen Teil dazu beitragen eine solche Stimmung gegenüber den Stadtauben in der Gesellschaft zu verbreiten bzw. aufrecht zu erhalten.
Zum anderen wer verdient denn daran, dass solche Voruteile bestehen, zum großen Teil doch die Schädlingsbekämpfungefirmen, die sich dumm und dämlich an den Vergrämungsmaßnahmen verdienen.
Doch das Problem wird so auch nicht gelöst - leider nur verlagert.
Die Gesellschaft sollte endlich mal darüber nachdenken, nicht nur immer gegen die Tauben zu sein. Sie sollten ihnen Alternativen anbieten (Taubenschläge, kontrollierte Futterplatze usw.) und ein vernünftiges Miteinander schaffen. Einseitiges Denken ist dumm.
Schöne Grüße
Johnnylino
21. August 2003, 11:21
Hallo Aday,
ziemlich veraltet Dein Material.
In Hannover gibt es seit längerer Zeit zwei betreute Taubenschläge und es wird die Taubenpille ausgegeben.
Vorurteile, dass alte Menschen, Verirrte usw. die Tiere füttern = Vorurteil = dummes Gelaber.
Es gibt junge Menschen, die einfach erkannt haben, wie die Situation der Stadttauben ist und sie kümmern sich deswegen um sie.
aday
21. August 2003, 11:38
Vorurteile, dass alte Menschen, Verirrte usw. die Tiere füttern = Vorurteil = dummes Gelaber.
Es gibt junge Menschen, die einfach erkannt haben, wie die Situation der Stadttauben ist und sie kümmern sich deswegen um sie.
und sorgen weiter für immer größere Probleme.
Tolle Lösung. Hat natürlich auch was gutes. Je mehr ihr sie füttert um so mehr werden die Agrar- Überhänge abgebaut. Wollt ihr nicht vielleicht mal bei der EU anfragen, ob ihr das Futter vielleicht geschenkt bekommt? Auf wieviele Tauben wollt ihr den Bestand noch erhöhen, oder Plant ihr "Taubenstädte" wo der Mensch nur noch mit dem LKW und dem Futter vorfährt.
Wie lange wollt ihr das noch machen?
Betreute Taubenschläge machen noch keine Wissenschaftlichen Ergebnisse. Hat sich den die Zahl seit dem verringert?, oder habt ihr jetzt die Möglichkeit die Tiere besser zu "züchten".
mfg
aday
Andrea
21. August 2003, 12:04
Hallo aday,
ist doch ganz einfach, die Stadt München errichtet einfach 800 Taubenschläge für die geschätzen 40000 Stadttauben, in denen sich die Tauben natürlich sofort ansiedeln werden, weil da gibt es ja Futter und schon sind alle Probleme gelöst.
Lass den Ahnungslosen doch ihren Glauben.
Andrea
Raven
21. August 2003, 12:35
Also, welche Fakten haben wir denn nun überhaupt?
- Tauben werden von vielen als Problem wahrgenommen (ob sie wirklich eins sind, sei mal dahingestellt, kommt auf ihre Anzahl und die Betrachtungsweise an)
- Tauben ernähren sich in den Städten falsch von den Abfällen, werden krank, brüten trotzdem. Werden aber kaum alle Bruten durchbringen. Das tut einigen leid, sie füttern artgerechtes Futter zusätzlich - mehr Tauben werden ihre Bruten durchbringen.
- Betreute Taubenschläge - schön und gut, wenn man alle Stadttauben da hineinstecken könnte bis zu ihrem Lebensende. Kann man aber nicht, es bleiben genügend in den Städten übrig, die sich weiter vermehren.
- Wie von verschiedenen beobachtet, fliegen auch Stadttauben auf die Felder zur Nahrungssuche (was einige nicht glauben wollen) und kehren anschließend zu ihren Brutplätzen zurück. Das schaffen sicherlich nur die gesunden, starken Tiere, was eine natürliche Selektion, letztendlich im Sinne der Tauben, wäre.
- Solange die Menschen in den Städten gewollt oder ungewollt für genug Nahrung sorgen, wird es dort übermäßig viele Tauben geben. Tiere gehen nun mal dahin, wo sie am leichtesten (ohne große Flugstrecken zurücklegen zu müssen) Nahrung finden.
- Tauben hat es schon immer in den Städten gegeben (aufgrund der vorhandenen Brutmöglichkeiten). Ein Taubenproblem ist erst in jüngerer Zeit durch die (gewollte oder ungewollte) Fütterung mit Resten menschlicher Nahrung daraus geworden.
Was liegt näher, als genau hier anzusetzen?
Also Fütterungsverbot in den Städten. Erfordert evtl. betreute Futterplätze weit genug außerhalb der Städte, weil auch das Umland sich verändert hat und keine Nahrung zur Verfügung steht.
Fazit: Es gibt kein Tauben- sondern ein Menschenproblem.
So, nun können mir einige sagen, ich hätte keine Ahnung, wieso ich mich da einmische? Naja, aber ein wenig logisch denken und aus den ganzen wortreichen Beiträgen die Fakten herausziehen (die sich an 5 Fingern abzählen lassen), das kann ich schon :D
Johnnylino
21. August 2003, 13:32
Ja, z.B. bringt in Tübingen ein Austausch der Echteier durch Gipseier ein Ergebnis pro Jahr, dass 700 Eier (bei 200 Taubenpaaren) weniger ausgebrütet werden. Es geht doch auch nicht nur um die Errichtung von Taubenschlägen. Es geht um ein Gesamtkonzept (siehe Augsburger Modell unter www.stadttauben.de).
Ja und in München sollen 5 Schläge in der Innenstadt eingerichtet werden und es ist beabsichtigt mit der Taubenpille zu arbeiten.
Die Städte, die nach diesem Konzept arbeiten (klar ist natürlich sehr aufwendig) haben gute Erfolge erzielt, die Stadttaubenpopulation auf tierschutzgerecht Art und Weise zu regulieren.
aday
21. August 2003, 21:34
Ja und in München sollen 5 Schläge in der Innenstadt eingerichtet werden und es ist beabsichtigt mit der Taubenpille zu arbeiten.
Die Städte, die nach diesem Konzept arbeiten (klar ist natürlich sehr aufwendig) haben gute Erfolge erzielt, die Stadttaubenpopulation auf tierschutzgerecht Art und Weise zu regulieren.
Hallo Johnnylino,
hast du vielleicht auch Zahlen zu deiner Aussage?
Politisch gesehen (Partei- oder Vereinspolitisch) war es schon immer so, das etwas was man angeleiert hat auch Erfolg hat.
Wie ermittelte man den Erfolg? Viel Geld viel Erfolg? Oder gab es hier Handfeste und nachvollziehbare Daten? Wieviel Tauben weniger bei Ausgabe von 10.000 EURO sind ein Erfolg? Ein oder Zwei? Fütterungsverbot und rechtliche Verfolgung von "wilden Futterspendern"?
mfg
aday
piaf
22. August 2003, 02:25
Gut so, man bedient sich unbekümmert der Initiative freiwilliger Helfer und fordert dannn natürlich auch noch weitere Leistungen ein. Ich möchte den Vergrämer sehen, der umsonst arbeitet.....
Zurück zur Verantwortlichkeit, die liegt definitiv in der Hand der Städte. Statt Finanzierung irrwitziger Schutzkonstruktionen, Finanzierung der Helfer und der Projekte. Eigentlich stellt sich garnicht die Frage, welche Lösung passt, es ist gesetzeswidrig einem Tier wissentlich Schaden zuzufügen und damit hat sichs. Es gibt übrigens eine schöne Erläuterung zur Rechtslage der Stadttaube
Gruss piaf
christophd
22. August 2003, 03:45
@DagmarH
- Tauben hat es schon immer in den Städten gegeben (aufgrund der vorhandenen Brutmöglichkeiten). Ein Taubenproblem ist erst in jüngerer Zeit durch die (gewollte oder ungewollte) Fütterung mit Resten menschlicher Nahrung daraus geworden.
Was liegt näher, als genau hier anzusetzen?
Also Fütterungsverbot in den Städten. Erfordert evtl. betreute Futterplätze weit genug außerhalb der Städte, weil auch das Umland sich verändert hat und keine Nahrung zur Verfügung steht.
Aus den wortreichen Beiträgen (es sind nämlich mehr als 5) konnten wir ebenfalls erfahren,
dass die Stadttauben auf dem ländlichen Raum nicht nur nicht willkommen sind,
sie kommen auch gleich in einen Konflikt mit dem Gesetz über die Ordnung in Feld und Forst (§ 30 Sperrzeit für Tauben).
Das Problem mit den „Schädlingen“, mit den „Ratten der Lüfte“ wird damit nicht gelöst, sondern auf die Gärtner und Landwirte verlagert.
Und darüber freuen sich die Jäger, zu früh.
Auch wenn die verwilderten Haustauben, sich noch von Menschenkotze und Hundescheiße ernähren müssten,
sie werden der Verfolgung der Jäger und Fressfeinde ausweichen und die Innenstädte neu besiedeln.
@Piaf hat geschrieben:
Den Nistort Stadt kannst Du ja nicht ausschalten, er wird von Tauben immer angesteuert werden
sind das keine Fakten?
Johnnylino
22. August 2003, 06:42
Du hast da wohl etwas mißverstanden. Nicht die Politik hat angeleiert solche tierschutzgerechten Maßnahmen zur Regulierung der Stadttaubenpopulation einzuführen. Die Politik hat Druck von Tierschutzvereinen, Privaten, Geschäftsleuten usw. bekommen und sich dann für o.g. Maßnahmen entschieden. Natürlich auch, weil sie festgestellt haben, dass ihre bisherigen Maßnahmen sehr teuer waren und zudem nichts gebracht haben. Nur ein kleines Beispiel - bis zur Einführung des Augsburger Modells in Aachen - haben jährliche Tötungsaktionen bei 3000 Tieren ca. damals noch DM-Beträge 60.000,-- gekostet. Ab 1995/1996? finden keine Tötungen mehr statt.
Ein Schlag für ca. 100 Tiere Kosten ca. 1.500 DM (ehrenamtliche Mitarbeit bei der Errichtung und ehrenamtliche Betreuung = keine Kosten) Laufende Kosten für Futter, Gritt usw. kommen noch dazu. Aachen hat mittlerweile 8 Taubenschläge, ein paar kontrollierte Futterplätze, ein Taubenturm wird errichtet. Klar ist auch, dass so eine Entwicklung nicht von heute auf morgen geht. Aber es geht!
christophd
22. August 2003, 22:32
:k
Politisch gesehen (Partei- oder Vereinspolitisch) war es schon immer so, das etwas was man angeleiert hat auch Erfolg hat.
hey aday! Drink doch eene mit! Prost! ...
http://www.webfo.franken.de/html/tauben.html :k
heinrich02
22. August 2003, 22:47
klinke ich mich hiermit aus, zumindest bei dieser Diskussion, die
keine mehr ist. Ich muss offen gestehen, soviel an Polemik und Missverständnis habe ich selten gesehen. Hut ab! In einem Forum, wo alle vorgeben, Taubenfreunde zu sein. Vielen Dank, dass ich Euch ein Stück weit begleiten durfte!
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
Andrea
23. August 2003, 12:32
Hallo Johnnylino,
ich hab mir mal die Mühe gemacht, die Dissertation von Müller tieschutzgerechte Bestandsregulation von Stadttauben durchzulesen (zumindest die Diskussion)
Wenn ich es richtig verstanden habe, hält er die betreuten Taubenschläge zwar für förderungswürdig im Sinne des Tierschutzes, er hat aber keine Beweise dafür, dass sich mit diesen Schlägen tatsächlich die Stadttaubenpopulationen reduzieren lassen. Als großes Problem gibt er an überhaupt geeignete Standorte für Taubenschläge zu finden und dass sich die Stadttauben nur extrem schwer auf natürliche Weise an Taubenschläge gewöhnen lassen. Hinzu kommen rechtliche Probleme für die Betreiber von Taubenhäusern, weil nämlich das Füttern der Stadttauben einem in Besitz nehmen gleich kommt und damit Schäden, die durch die Tiere entstehen im Prinzip von den Betreibern dieser Schläge reguliert werden müssten. Unter diesen Gesichtspunkten kann man auch gut verstehen, dass nur schwer geeigenete Standorte für betreute Taubenschläge gefunden werden können.
Um die Diskussion auf eine wissenschaftliche Ebene zu verlagern, möchte ich doch alle mal bitten sie zumindest mal zu überfliegen:
sehr intressant!
http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/muellerm_2002.pdf
mara14
23. August 2003, 12:51
diese tierquälereien. für mich nicht. eine bittere pille.
diese beiträge haben mir persönlich sehr viel gebracht.
ich habe zuerst alles mit meiner naivität angesehen.
sonst hätte ich nie so offen im forum dieses problem herausposaunt.
ich nahm an, in diesem vogelforum, dass alle vögel unterstützung finden.
nun konnt ich hier erfahren, daß die stadttaube hier nicht bei allen anerkannt wird. wenn man stadttauben verteidigt und es wagt, zuzugeben, sie mit gutem taubenfutter zu betreuen, rennt man ins offene messer(sinnbildlich gesehen).
auch über taubenzüchter und jäger und in wieweit sie in diese problematik scheinbar verquickt sind, habe ich einiges erfahren.
teilweise bin ich sehr lieben menschen hier begegnet, die mir hilfe aufzeigten und gute lösungsansätze und hintergrundwissen einbrachten.
ich hoffe, es ist noch nicht alles verloren für meine lieblingsvögel und der große einsatz der Stadttaubenschützer kann städte und gemeinden zu einer positiveren haltung umstimmen.
gruß
mara
heinrich02
23. August 2003, 21:49
Liebe Mara,
Jäger werden der guten alten Stadttaube nichts tun. Sie erkennen kaum den Unterschied zwischen Stadttaube und gewöhnlicher Hautaube. Will meinen, Stadttauben sind kein jagdbares Wild, eben weil sie kein Wild sind.... .
Also kannst Du geschmeidig bleiben, von der Front droht den Kumpels keine Gefahr.
Liebe Grüße Heirich
mara14
24. August 2003, 20:35
habe ich mir einpaar gedanken gemacht. unwissenschaftlich. rein menschlich.
in der studie wird von prof. kösters das fütterungsverbot als geignetes mittel genannt. für mich, tierschützerisch abzulehnen. tierrechtler kämpfen gegen diese tierquälerischen methoden, wie schon bekannt.
tierrechtsorganisationen sind kein orientierungsloser haufen und deren studien sind auch wissenschaftlich ernstzunehmen und zu belegen.
"Den Einsatz von Psychiatern empfiehlt Professor Josef Kösters, um solche Fälle, wie mich, als taubenfütterin, wieder in die Gemeinschaft der Menschen zurückzuführen". Leiter des Instituts für Geflügelkrankheiten an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität.
diese menschenverachtende äusserung will ich nicht weiter komentieren. spricht für sich.
@heinrich,
wenn ich ehrlich bin habe ich seit diesen beiträgen ein großes problem mit jägern.
deine worte haben mich nicht ruhiger gestimmt, wenn sie denn so gemeint waren?
viele grüße
mara
aday
24. August 2003, 21:25
Hallo mara14,
schön das du dir auch einige meiner anderen Beiträge angesehen hast. Entschuldige aber bitte, das ich bestimmte Aussagen nicht zum x-ten mal wiederhole, nur weil du nicht das gesamte Thema lesen möchtest (lesen bildet sagt der Volksmund)
Andere Fragen die du hast lösen sich von selbst, wenn du einfach mal im Internet recherchierst.
Das du Probleme mit Jägern hast in Bezug auf deine "Tierrechtleriche" Tätigkeit beim illegallen (?) Stadttaubenfüttern tut mir leid und Verstehe ich aber auch nicht.
Jeder Mensch hat das Recht eigene Gedanken zu haben. Wenn du der Meinung bist, das Menschen die als Fachleute in ihrem Beruf eingeschätzt werden und mit der Problematik vertraut sind zu anderen Ergebnissen kommen als du, naja.
mfg
aday
mara14
24. August 2003, 23:25
sich hier verschiedene fachkundige user bezüglich der stadttaubenproblematik gemeldet,
denen ich meinen vollsten respekt und anerkennung entgegen bringe und bei denen kann ich mich auch nur bedanken.
deren argumente sind für mich einleuchtend und voll und ganz nachvollziehbar.
tierquälereien und tötungsabsichten werde ich niemals anerkennen. egal von wem. das ist meine persönliche meinung. wird man halt auch zur kenntnis nehmen müssen.
mara
heinrich02
25. August 2003, 14:41
Hallo Mara,
Jäger wissen sehr wohl, was sie wann schießen dürfen und was nicht. Haustauben und Stadttauben sind kein jagdbares Wild, das wird jeder wissen, der die Jägerprüfung gemacht hat, oder so wie ich, die sich mit der Materie sehr vertraut gemacht hat. Schere sie nicht alleüber einen Kamm. Jäger und Förster widmen sich im Prinzip nur noch dem Naturschutz. Für viel Geld, denn geschossen wird nur noch ein Teil der Strecke, die geschossen werden dürfte, der Rest ist Fallwild; Tiere die einfach überfahren werden, oder sonst wie zu Tode kommen. Jäger verstehen sich in erster Linie als Heger, und das sind sie auch. Wenn man sich den Kosten/Nutzenfaktor vor Augen führt, ist die ganze Jägerei ein gnadenloses Zuschussgeschäft; eben eine Passion. Genauso wie z.B das züchten und spielen von Brieftauben (um den Bogen zu kriegen). Wer mit Brieftauben, oder der Jagerei reich wird, wird nie wieder arm. Jagerei ist nicht sinnloses morden, sondern regulatives Eingreifen in vorhandene Populationen, da es für etliche heimische Wildarten keine Fressfeinde mehr gibt, und sich ansonsten Überpopulationen bilden würden, die letztlich dem gesamten Wald schaden, im Extremfall an den Rand der Existenz bringen könnten.
Dieses schrteibt ein Nichtjäger, der den Sinn des Jagens für sich erkannt hat!
Beste Grüße aus Westfalen
Heinrich
piaf
25. August 2003, 16:10
Hilfe, lasst das jetzt bloss nicht in das Thema pro/contra Jagd ausarten.
Das hatten wir bereits in einem anderen Forum mehr als ausreichend. Ich denke jeder kann so ungefähr die Meinung der einzelnen dazu einschätzen, das genügt doch wirklich. Ich fürchte nämlich, dass die Tauben dabei völlig untergehen, das kanns dann auch nicht sein
Gruss piaf
mara14
25. August 2003, 20:08
das bringt nix. bleiben wir bei der stadttaube.
zur jägerei äusser ich mich nicht.
es ist die pflicht der menschen, stadttauben ein artgerechtes leben zu ermöglichen. dazu gehört auch artgerechte nahrung.
die mittelalterlichen inquisitionsmethoden müssen abgeschafft werden.
spricht doch nichts dagegen?
i have a dream........................
gruß
mara
aday
25. August 2003, 21:16
Hallo,
was spricht dagegen die Stadttauben abzuschaffen? Art und Weise wie lasse ich mal offen.
mfg
aday
tamborie
25. August 2003, 22:05
....aber auch wirklich keiner hat hier von der TOTALEN ABSCHAFFUNG der Brieftaube geschrieben.
Manchmal kann man sich über Deine Meinung nur noch wundern.
Ich glaube es ist rübergekommen, dass die Taube oft auch für Städte ein Problem darstellt.
Die Taube gehört zum Stadtbild, warum auf einmal die totale Abschaffung von Dir gefordert wird, bleibt mir ein Rätsel.
Tamborie
christophd
26. August 2003, 00:23
@tamborie
Die Taube gehört zum Stadtbild, warum auf einmal die totale Abschaffung von Dir gefordert wird, bleibt mir ein Rätsel.
... hier ist die lösung auf dein Rätsel:
Am Tier zuerst übt sich das Kind in Barmherzigkeit
oder Grausamkeit – und erwachsen ist es dann
hilfsbereit oder unbarmherzig
auch gegen seine Mitmenschen.
Friedrich Fröbel
Raven
26. August 2003, 00:50
Na nun kommt ihr aber recht weit vom Thema ab...
@aday - was wolltest du mit deinem letzten Beitrag eigentlich erreichen? Reine Provokation?
Oder steht dahinter folgender, vielleicht etwas weit hergeholte Gedankengang: Fütterung der Stadttauben = noch mehr Stadttauben = noch mehr Taubengegner = letztendlich radikale Maßnahmen, die keiner will?
Johnnylino
26. August 2003, 06:44
Na so eine dämliche Frage. NICHTS SPRICHT DAFÜR!!!
Aber so kann nur jemand drauf sein, der nichts anderes gelernt hat als SCHWARZ-WEIß zu denken, in seiner Haltung dermaßen festgefahren ist und sich keinerlei Mühe macht über Alternativen nachzudenken. 0l
mara14
26. August 2003, 12:32
und hier eigentlich nichts einbringt zum thema stadttaube, ausser einigen, geduldeten verunglimpfungen der stadttaube, mittels destruktiven entgleisungen in der wortwahl.
mara
christophd
26. August 2003, 13:04
@DagmarH
Na nun kommt ihr aber recht weit vom Thema ab...
@aday - was wolltest du mit deinem letzten Beitrag eigentlich erreichen? Reine Provokation?
Oder steht dahinter folgender, vielleicht etwas weit hergeholte Gedankengang: Fütterung der Stadttauben = noch mehr Stadttauben = noch mehr Taubengegner = letztendlich radikale Maßnahmen, die keiner will?
weit von Thema abgekommen?? Denk darüber nach. Lies es noch einmal:
Am Tier zuerst übt sich das Kind in Barmherzigkeit
oder Grausamkeit – und erwachsen ist es dann
hilfsbereit oder unbarmherzig
auch gegen seine Mitmenschen.
Die Mitwirkung bei der Versorgung und Pflege der Tauben wäre eine sinnvolle Freizeitalternative für die Kinder.
Ist das kein Argument für den Schutz und Verbleiben der Stadttaube in der Stadt?
mara14
26. August 2003, 14:06
aber passen zum stil von aday.
das hochstilisierte taubenproblem, wurde und wird nicht von einigen wenigen leuten, die tauben füttern, verursacht.
offizielle stellungnahmen.
so die landesanstalt für umweltschutz, baden-württemberg 1995,
"den stärksten anteil am zuflug unserer stadttaubenschwärme haben heute verirrte brieftauben.
und auch die tierärztliche hochschule hannover schreibt schon 1995,
"diese stadttauben sind entflogene haus- oder rassetauben und ausgebliebene brieftauben sowie deren nachkommen."
in der praktischen tierschutzarbeit, werden häufig in den schwärmen beringte tauben gesehen.
die nachbruten sind natürlich nicht mehr beringt. aber die unterschiedlichen farben und kennzeichen, lassen eindeutig auf die brieftaube schliessen.
jetzt geht mir auch langsam ein licht auf, warum gerade die züchter gegen die stadttauben sind.
die züchter wollen auch garnicht mehr ihre tauben zurück.
die züchterverbände sprechen von einigen wenigen schwarzen schafen.
die realität stellt sich oft anders dar.
ich will dazu schreiben, daß die züchter gemeint sind, die einen mörderischen leistungssport veranstalten. nicht die züchter, die ihre tiere lieben und gut betreuen.
nachzulesen unter:
http://www.tierlobby.de/rubriken/Tiergarten/voegel/taube_3.htm
gruß
mara
Raven
26. August 2003, 15:07
mara,
fast hättest du es geschafft, mich zu provozieren. Ist mir aber doch zu albern, auf Beiträge einzugehen, in denen in Zitate bewußt etwas Falsches hineininterpretiert wird.
Bleibt cool, Leute 8)
Dein Link auf eine private Seite einer einzelnen Person bringt auch keine neuen Erkenntnisse, weil sie mehr oder weniger eine Sammlung von Beiträgen aus anderen Quellen ist.
Du versuchst, die eigene Anschauung anderen durch permanente Wiederholung der gleichen Thesen einzubläuen.
Kein Wunder, daß der Versuch, mal etwas Ordnung in die Argumentation zu bringen (mein Beitrag von 21-08-2003 12:35) fehschlägt. Sowas ist halt nicht erwünscht.
mara14
26. August 2003, 17:05
beiträge und recherchen aus dem netz. ich bewege mich natürlich auch an der front. deswegen konnte ich schon viel erfahrungen sammeln. ich beobachte, füttere, rette, was zu retten geht. rein menschlich habe ich viel gesehen und erlebt in bezug auf die stadttauben. hintergrundwissen hole ich mir aus dem netz, so wie alle hier, und du. keiner kann sich sein wissen aus den fingern saugen. du vielleicht?????@dagmar?
diese privatperson, wie du es abtust, hat doch eine sehr intelligente hilfreiche seite ins netz gestellt und gründlich recherchiert. das zählt für mich. im prinzip sind homepages von mehr oder weniger einzelnen personen geschaffen. im übrigen weisst du nicht, wer alles dahinter steht.
also, bei uns in franken würde man zu dir sagen, also was deei wider sacht, blous, das was sacht.*gg*
gruß
mara
tamborie
26. August 2003, 18:41
.....alles was im Netz steht hat Hand und Fuß.
Vielleicht sollte man mal ein Fernglas zur Hand nehmen und unter den Stadttauben Tauben suchen, welche beringt sind.
Du wirst kaum eine finden, warum Mara?
Weil Deine These falscher nicht sein kann.
Hier jetzt zu versuchen den Brieftaubenzüchter den schwarzen Peter zu zuschieben, finde ich toll.
So radikal mir Maßnahmen von Aday zumeist ( ne eigentlich fast immer) erscheinen, Deine sind es wohl nicht weniger.
Gehen halt nur in eine andere Richtung!
Meine Meinung!
Die Stadttaube gehört zum Stadtbild, dort wo sie zur Plage wird muss eine humane Methode gefunden werden diese zu dezimieren. (Hier gab es Vorschläge genug: Antibabypille; betreute Taubenschlägen und und und!!)
Die Fütterung durchzuführen da wo Verbote bestehen gehört nicht dazu und schadet wohl mehr wie das es hilft!
Tamborie
mara14
26. August 2003, 19:58
vielleicht treffender?
Wir sehen, daß man Tiere jagt, fängt, tötet, daß man sie in Käfige sperrt, dressiert, züchtet, quält, schlachtet. Wir lernen, daß das Tier nichts ist, wenn es nicht entweder Ware ist -Pelz, Kotelett, Brathähnchen oder gehätscheltes Einzelwesen -der Schoßhund, der Kater im Bett, das Zwergkaninchen. Die Taube mag als Modell der Maier geliebt, von Sängern besungen, von Schriftstellern bedichtet werden, sie mag das Symbol für Frieden, Sanftmut, Liebe sein, wenn wir sie in der Stadt antreffen, verfolgen und quälen wir sie, weil irgendeine Massenhysterie uns dazu aufgefordert hat. Sie verdrecken alles! Sie verbreiten Krankheitskeime! Sie zerstören die Gebäude! Ach ja? Ich bezweifle, daß eine Taube in ihrem ganzen kläglichen Leben soviel scheißt - pardon, aber genau darum geht es doch - wie ein Mensch an einem einzigen Tag, und es muß nicht mit Trinkwasser weggespült werden - Regenwasser tuts auch. Ich glaube nicht, daß Tauben mehr Krankheiten verbreiten als alle andere
maraLebewesen auch - aber sie sind eben nicht gesund. Wie denn auch - wir verjagen, vertreiben, vergiften sie, es ist verboten, sie zu füttern, sie haben keine Taubenhäuser in den Parks, in denen sie wohnen können, wir zerstören ihre Lebensräume. Wir werfen achtlos unsere brennenden Zigarettenkippen weg, wir überfahren sie mit unseren Autos bei ihrer verzweifelten Körnersuche, und ich sah auch schon einen Jugendlichen, der eine Taube mit seinen Kampfstiefeln einfach tottrat. Was rotten wir morgen aus?
0l
mara14
26. August 2003, 20:29
hier habe ich auch noch eine sehr interessante seite entdeckt, tübingen hat das problem richtig erkannt.
auch ein beispiel dass es sehrwohl funktionieren kann mit taubenschlägen und artgerechtem futter.
dahinter steht die BAG.
viele grüße
mara
mara14
26. August 2003, 21:03
nachtrag
http://www.tierschutz-tuebingen.de/aktu03.htm
mara14
26. August 2003, 22:23
hier wurde ein vollständiger überaus wichtiger beitrag zur stadttaubenproblematik gelöscht.
diese person kennt die auseinandersetzung mit dem anderem vogelforum nicht und kann nicht wissen, daß sie da in ein wespennest sticht. reicht es nicht, wenn man den link und den namen des forums löscht. wieso muß man dann den ganzen beitrag löschen.
das ist zensur und ein zeichen von schwäche.
Raven
26. August 2003, 22:34
mara,
ich habe die Person gebeten, ihren Beitrag so in dieses Forum zu stellen, daß jeder ihn versteht, ohne den externen Link benutzen zu müssen.
Darauf ist sie leider nicht eigegangen.
mara14
26. August 2003, 22:43
sie das nicht verstanden hat. wie kann ein aussenstehender wissen, um was es euch geht.
sie kommt in guten absichten, will einen beitrag schreiben und wird zensiert. das versteht niemand.
mara
Timo
26. August 2003, 23:07
Für alle, die der Meinung sind, dass es keine Unregelmäßigkeiten bei den
Brieftaubenzüchtern gibt, Wie auch immer, wird in einem anderem Forum ein Musterprozess
angestrengt, gegen sogenannte "Taubensportler" die sich nicht um ihre
gestrandeten Tauben kümmern wollen, mit haarsträubenden
Beispielen.
Und an den, der meinte "die Stadttauben haben doch gar keine Ringe":
überleg
mal bitte, welch kurzen Reproduktionszyklus Tauben haben und rechne mal
ein
paar Jahre hoch (Achtung, das ist quasi die Zinseszins-Rechnung) und
wenn
man berücksichtigt, dass es Schätzungen zufolge etwa 80.000
Brieftaubenzüchter mit Millionen von Tieren gibt und die "Verluste" bis
zu
30 % betragen finde ich es etwas kurzsichtig, dieses Problem einfach so
abzutun.
An die Moderatorin: das www lebt von Links.
tamborie
26. August 2003, 23:23
an DEN der schrieb folgendes:
Kann es sein, dass die Rechnung irgendwo nicht aufgeht?
Du sprichst von Millionen Tieren, bei denen der Verlust etwas 30 Prozent beträgt.
Also gesellen sich jährlich ca. 300 000 Brieftauben zu den Stadttauben. Also sind doch Ringe zu finden, oder??
Auch hat niemand behauptet das nicht auch Brieftauben sich mal zu den Stadttauben gesellen. Aber bitteschön nun die Brieftaubenzüchter für die Stadttaubenproblematik verantwortlich machen, netter Zug!
Deiner Rechnung nach gibt es unter den Brieftaubenzüchtern wohl nur schwarze Schafe.
Das ist Kastendenken!
Ferner ist der Vergleich mit einem anderem Thread daneben, da geht es nicht um die Stadttaubenproblematik sondern um Züchter welche ihr Tier wohl nicht zurück genommen haben.
Hier ein Vergleich zu dem Thema herstellen zu wollen hinkt wohl auch gewaltig?
Das Stadttaubenproblem ist eben kein Problem, für welches die Brieftaubenzüchter verantwortlich sind, dies ist EINDEUTIG hier öfters geschildert worden und sogar mit Quellenangaben.
Vielleicht, hier muss ich leider Aday zitieren, sollte man erst einmal lesen!
Tamborie
Im übrigen das www lebt vom Kapitalismus!!
Raven
26. August 2003, 23:49
Tja, da kommt dann so eine arme erschöpfte Reisetaube in die Stadt (und sie wird nur dann landen, wenn sie wirklich erschöpft ist!) wird sich mit den dort ansässigen Stadttauben um Futter balgen, das sie kaum als solches erkennt, wird, wenn sie es wirklich schafft, wieder zu Kräften zu kommen, ihren heimatlichen Schlag vergessen und sich mit einer Stadttaube paaren... und erheblich zum Anwachsen der Stadttaubenpopulation beitragen.
Ach nein, es ist ja nicht nur eine, sie kommen ja zu hunderten, wenn man den Aussagen hier Glauben schenken soll. Nur allein ihrem Zuflug ist es ja zu verdanken, daß sich die Stadttauben vermehren.
Man, wer soll denn solche Geschichten glauben?
Ich habe noch nirgendwo Zahlen gesehen, wieviel Prozent, oder wohl besser Promille, beringte Tauben in den Stadttaubenschwärmen gesehen wurden :(
Aber die Zahlen der Reisetaubenzüchter, die liegen natürlich vor! Aus welcher Quelle stammen diese denn?
im übrigen das www lebt von der Schwatzhaftigkeit und Leichtgläubigkeit der Benutzer
Timo
27. August 2003, 00:40
da haben wir es schon. wenn es abundzu mal Eine ist, die zugegeben wird, dann sind es auch mehr.
Muss man es Euch immer wieder vorkauen?
Die "Verluste" bei Wettflügen können bis zu 30% betragen. Das heißt, Hunderttausende von Tauben gehen jährlich elendig zugrunde oder stranden in unseren Städten und verbleiben dort.
Und @Alle,
Beschwert Euch bei der" Landesanstalt für Umweltschutz BW",
oder bei der "Tierärztlichen Hochschule Hannover". Denn da kommen die Zahlen und Fakten her. Warum tut Ihr es nicht?
Ihr wisst warum.
Ach und nochwas. Wenn Euch , nichts mehr einfällt, dann zensiert Ihr.
Das steht Euch gut.
Timo
Raven
27. August 2003, 02:54
Original geschrieben von Timo
da haben wir es schon. wenn es abundzu mal Eine ist, die zugegeben wird, dann sind es auch mehr.
Muss man es Euch immer wieder vorkauen?
Die "Verluste" bei Wettflügen können bis zu 30% betragen. Das heißt, Hunderttausende von Tauben gehen jährlich elendig zugrunde oder stranden in unseren Städten und verbleiben dort.
Und @Alle,
Beschwert Euch bei der" Landesanstalt für Umweltschutz BW" Und wieder wird natürlich NUR das zitiert, was einem in den Kram passt. In genau der Quelle steht auch:
Häufig schließen sich verirrte Brieftauben auch den Schwärmen von Stadttauben an, wobei allerdings die wenigsten bei dem Kampf um die tägliche Nahrung eine reelle Überlebenschance haben. Wie, bitteschön, können sie dann noch wesentlich zur Population der Stadttauben beitragen??
Nur zur Erinnerung: in diesem Thema geht es um Stadttauben, und nicht um Verluste bei den Reisetauben!
Ach und nochwas. Wenn Euch , nichts mehr einfällt, dann zensiert Ihr. Das steht Euch gut. Wir zensieren nur Beiträge die gegen Anstand, Recht und Gesetz verstoßen. Wir achten allerdings darauf, daß die Regelungen in unserem Forum beachtet werden und weisen neue Mitglieder ggf. per pn auf Sachverhalte hin, die zu einer Löschung ihres Beitrags führten.
Dies steht in unseren Forenregeln, deren Anerkennung du mit deiner Registrierung bestätigt hast:
Der Eigentümer sowie die Moderatoren der Vogelforen haben das Recht Themen und Beiträge zu löschen, zu bearbeiten, ins passende Forum zu verschieben, oder zu schliessen. Einwände gegen eine Entscheidung eines Moderators sind per Email oder PN an einen Moderator, die Supermoderatoren, oder an die Admins zu richten und sind nicht im Forum zu posten.
piaf
27. August 2003, 03:07
...ich denke daran, dass ich auf einer Parkbank sitze und vor mir trippelt eine kleine kugelrunde Taube, die mich ab und zu erwartungsvoll anschaut. Aber ich habe keine Kekse und schaue sie mir einfach nur an. Sie hat wunderschöne braune Augen, sie ist sehr sehr beschäftigt und ich traue mich nicht aufzustehen, weil ich sie nicht verscheuchen will. Irgendwo hinter mit gurrt eine andere, sehr ernst und sehr wichtig. So geht das eine ganze Weile, bis meine kleine kugelrunde Taube plötzlich auf und davonfliegt. Ich hätte ihr gerne noch länger zugesehen, wie sie eifrig trippelt, pickt, sich ständig wendet, um ja kein Korn auszulassen.
Also gehe ich auch, mit ihr wars irgendwie gemütlicher. Aber ich habe mich wenigstens ein bißchen erholt.
Gruss piaf
Johnnylino
27. August 2003, 08:21
Hallo!
dieses ewige Hin- und Her, sind nun die Brieftaubenzüchter Schuld, dass die Stadttaubenpopulation so hoch sind, sind es die Fütterer oder wer auch immer, so wie hier diskutiert wird kann man zu gar keinem vernünftigen Ergebnis kommen. Die Stadttaubenpopulation ist m.M. nach ein Problem, was alle Gesellschaftsschichten betrifft und wo es vernünftiger wäre Maßnahmen, Regelungen zu finden, sowohl für die Tiere als auch für die Leute die Probleme mit ihnen haben und sich bemüht werden sollte etwas Vernünftiges auf die Beine zustellen. Tierschutzgerechte Konzepte - da brauche ich ja nicht näher drauf eingehen, wurden hier mehrmals genannt und es wurde auch aufgezeigt, dass sie sich umsetzen lassen. Das Land NRW hat eine Broschüre rausgegeben, mit der sie diese tierschutzgerechten Konzepte (Aachener Modell) unterstützt und befürwortet. Warum gibt es so wenig Kompromißbereitschaft? Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass es nicht um die Stadttauben - also die Tiere geht -, sondern um persönliche Animositäten, es versucht wird Leute von seiner eigenen Sicht zu überzeugen, anstatt wirklich miteinander zu diskutieren. Fragt Euch doch mal auf wessen Kosten das geht?
Raven
27. August 2003, 10:29
Hallo alle Beteiligten,
nachdem sich nun leider herausgestellt hat, daß die letzten Beiträge von mara und Timo vom gleichen Rechner aus geschrieben wurden und es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die gleiche Person, auf jeden Fall aber um Absprache, handelt, (der Verdacht bestand im übrigen auch schon, als sich auf einmal der neue user maco eingeklinkt hat) ist die ganze Diskussion um dieses wichtige Thema nun endgültig zur Farce geraten.
Sich mit unterschiedlichen Namen anzumelden und vorzutäuschen, es handele sich um verschiedene, voneinander unabhängige Personen, ist Irreführung aller derer, die ernsthaft diskutieren wollen.
Piaf, danke für deinen letzten Beitrag, der die eigentlich Betroffenen, die Tauben als Lebewesen und Mitbewohner wieder in den Vordergrund rückt, danke auch Johnnylino, daß du das eigentliche Problem nochmal hervorgehoben hast.
Ich schließe das Thema an dieser Stelle aus dem eingangs genannten Grund.
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