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Vollständige Version anzeigen : singvögel und hauskatzen



ulrich prokop
29. March 2001, 20:35
hallo,

ich bin neu im forum, ganz kurz möcht ich mich vorstellen:

53 jähriger zweifacher opa aber auch vater einer 15 jährigen tochter, lehrer an einer schule, in der behinderte kinder gemeinsam mit 'nicht behinderten' unterrichtet werden.
vogelbeobachter aus leidenschaft, pilzesammler, vielleser. ja, dem essen bin ich auch sehr zugetan und manchmal auch einem guten wein.
freunde nennen mich uli.

zum thema: ich wohne am westlichen stadtrand von graz, aufgelockerte bebauung, dazwischen auch noch aktive bauern.
eine tolle gegend für singvögel aller art - aber die bodenbrüter, bzw. die in bodennähe brütenden arten verschwinden oder werden immer seltener, obwohl ihr bruthabitat in ordnung blieb, z. t. sogar verbessert wurde ( sträucher, hecken usw. )
ich orte mit als grund die hauskatze, unsere liebe streichelpussi - die in unserer kulturlandschaft absolut ohne konkurrenz leben kann, gefüttert, gestreichelt und bestens medizinisch versorgt wird, und sich halt nach belieben und zum training ( denn leben muss sie ja nicht davon ) von zeit zu zeit einen singvogel schnappt.

sie sind toll ausgerüstet und in bester form.
voriges jahr konnt ich sogar eine erfolgreiche attacke auf eine fliegende rauchschwalbe beobachten.
heckenbraunellen kann ich von meinem balkon aus nicht mehr hören, bis auf die mönchsgrasmücke sind alle anderen grasmücken verschwunden.
ich weiß schon, dass es viele gründe für den rückgang der erwähnten arten gibt, aber mir kommt vor, auch die hauskatze ist ein nicht unwesentlicher faktor.

wie seht ihr das?

liebe grüße

uli

raptor49
30. March 2001, 13:08
Hi Uli,
ich kenne das Problem in Graz!!!!!
Ich bin jedes Jahr auf Besuch bei meiner Schwester(die hat nen Ösi geheiratet).
Wenn du die Wildtierpopulation auf dem Schloßberg und im Stadtpark beobachtest, wirst du feststellen, das auch dort der Bestand an Vögeln und auch den fast Zahmen Eichhörnchen(besonders im Stadtpark) zurückgegangen sind. Die Gründe sind ua. folgende: die Leute lassen ihre Hunde frei laufen(die logischerweise spielend hinter Eichhörn. und Vögeln hinterher jagen),störungen durch den Pöbel der mit Mofas und Rollerskates durch den Park jagen und zum Schluß auch deshalb, weil kaum mehr einer die Futterautomaten auf dem Schloßberg oder dem Stadtpark Plündert und die Vögel Füttert.
Ich konnte auch schon wilde Partys im Stadtpark beobachten. Wie dann die zum Teil sehr Empfindlichen Vögel Reagieren, ist ja wohl bekannt.
Ach ja sag mal Uli, wo sind denn die Schönen Pfauen abgeblieben, die bis vor ein paar Jahren, im Park herum Flogen? Jedesmal, wenn ich jemanden Frage, weiß keiner eine Antwort. Nicht einmal die Leute von der Stadtverwaltung.


cu
Tom
:D

Toby
30. March 2001, 21:48
Hallo !

Meine Einstellung zu Katzen habe ich schon mal in einem anderen Forum geschrieben !

Ich bin kein großer Katzenfreund. Schon alleine deswegen weil sie gerne um meine Volieren gelungert haben (aber das hat unser Hund mittlerweile ganz gut im Griff). Meiner Meinung nach sollte es für Katzen so etwas wie den Leinenzwang für Hunde geben.
Also, das die Katzen von April bis ende Juli nicht ins freie dürfen (mir ist schon klar, dass das bei Katzen ein Problem darstellt, aber man kann sie ja ein bis zwei Stunden unter Aufsicht laufen lassen).

Ich kann die Argumentation der Katzenhalter auch nicht durch gehen lassen, wie z.B. meine Katze trägt eine Glocke und die gesunden Vögel können weg fliegen ! Aber ich habe noch nie putzmuntere Nestlinge oder Eier fliegen sehen !
Deshalb kann ich auch nur jeden Jäger loben der von seinem recht, Katzen in einer Entfernung von 500m zum nächsten Haus abzuschiessen, gebrauch macht!

Dafür das die Katzen nun für den Rückgang der Arten z.T. verantwortlich sind, kann ich nicht unbedingt sagen ! Es ist aber so, das sie die Ansiedlung neuer, eher seltnerer Arten mehr oder weniger verhindern. Denn da wo häufige Arten wenig Junge aufziehen werden sich solche Arten wohl eher weniger ansiedeln !

j-c-w
30. March 2001, 22:07
Hi Toby
Du hast recht.Bei uns sind auch lauter Katzen,die alles fangen was sich bewegt.Ob Frosch oder Vogel.Schrecklich!!!!!!
Katzen sind ja sonst ganz nett.Aber ich finde auch man sollte sie nicht immer rauslassen dürfen.Vorallem wenn viel Vögel da sind.Und eine Glocke hilft da auch nicht viel.


gruß

j-c-w

ulrich prokop
30. March 2001, 22:07
[QUOTE]Zitat von raptor49
[B]Hi Uli,
ich kenne das Problem in Graz!!!!!

hallo,

ich denke, das ist keine spezifisch grazer problem - aber eben auch in graz nicht zu übersehen.

zuerst zu deinen fragen: die stadtparkeichkätzchen hatten wie überall in mitteleuropa ab ende der 60 iger jahre mit einer ordentlichen viruserkrankung zu kämpfen, die dem bestand fast den garaus machte, der jetzige bestand ist überaltet und außerdem durch inzucht sehr geschwächt, sodass er ebenfalls vor dem aus steht. das stadtgartenamt hat aber eichkätzchen zugesetzt und hofft, dass die blutauffrischung noch erfolg hat.

die pfauen aus dem stadtpark - schanzgraben wurden nach schloss eggenberg verlegt - dort kannst du an die 20 prächtige pfauen und einige fasanexoten bewundern.

ob die hauskatze für den rückgang von boden-und heckenbrütern generell verantwortlich zu machen ist, weiß ich auch nicht - schwer haben sie es in jedem fall. ( die vögel, mein ich! )
in der siedlung, in der ich wohne, wohnen 16 familien, 11 haben eine katze - und alle 11 sind auf der jagd. das kann nicht ohne folgen bleiben.

liebe grüße

uli

ortolan
30. March 2001, 23:53
Hallo miteinander!

Katzen können sehrwohl für den Rückgang einzelner Vogelarten verantwortlich sein, insbesondere der Bodenbrüter oder bodennah brütender Arten.

Wenn jemand Katzen von seinem Grundstück fernhalten möchte, kann das, sofern der Gartenzaun in Ordnung ist und keine Lücken aufweist, mittels einer etwa 1 m breiten Netzbahn erreicht werden. Dieses Netz wird locker gespannt auf den Zaun aufgesetzt und stellt für Katzen ein unüberwindbares Hindernis dar.

Der eine oder andere Hund bekommt das Problem sicher auch in den Griff; ebenso elektrisch geladener Draht, den man an der Außenseite der Volieren in Bodennähe anbringen kann.

Leider sind das nur Schutzmaßnahmen, die den eigenen Garten katzenfrei halten. Zur Lösung des Problems tragen diese Methoden nicht bei; darum begrüße ich, ebenso wie Tobias, energisch durchgreifende Jäger. Solche sind ja etwas dünn gesät, also helfe ich da dann schon einmal nach...

Nun sehe ich im Allgemeinen allerdings keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Grasmücken und herumstreunenden Katzen. Wenn die Haustiger allerdings so massiv auftreten, wie von Uli geschildert, wird das sicher eine Menge ausmachen.

Ansonsten ist eher die allgemeine Verschlechterung der Biotope als Ursache zu sehen. Sicher, es werden wieder mehr Sträucher und Heckenpflanzen bei der Gartengestaltung berücksichtigt. Aber es ist nun einmal so, daß hierbei vorzugsweise Ziersträucher berücksichtigt werden, die vereinzelt auch als Brutgehölze in Betracht kommen, aber keinerlei Verbesserung hinsichtlich des Nahrungsangebotes mit sich bringen. Es fehlen in den Gärten vor allem Beerensträucher wie die Johannisbeere und Obstbäume.

Verstärkt solche Gehölze gepflanzt und die Bestände der Grasmückenarten, aber auch die der Schnäpper, hätten sich schnell wieder erholt.

Und immer schön darauf achten, daß die Tiger nicht überhand nehmen!

Herzlichst

captainmoonshine
31. March 2001, 01:01
Hi @ all

Harter Tobak!! In einer Gegend sind es die Katzen in einer anderen Gegend sind es die Elstern. Wir finden immer jemanden der schuld ist am Rückgang Dieses und Rückgang Jenes.
Meiner Meinung nach hat der Biotoprückgang die bei weitem größeren Auswirkungen auf den regional starken Rückgang von Singvögeln, und dafür sind nun mal *Wir* verantwortlich. Katzen gibt es überall und meist auch recht viele, aber es sind nicht überall starke Rückgänge zu verzeichnen. Da die meisten Gärten heutzutage aus auf ca. 5cm geschorenem Rasen bestehen bleibt halt kein Platz für irgendwelche Wildtiere. Ich bin gerade dabei aus unserem frisch übernommenen Haus mit Garten eine Wildnis zu verwandeln.
Gar nicht so einfach!! Ich hoffe es wird irgendwann mal fertig!! Wenn mehr Leute Ihr Eigentum natürlicher gestalten würden, hätten wir weniger Probleme.

Gruß
Andreas;)

ulrich prokop
31. March 2001, 05:20
[QUOTE]Zitat von captainmoonshine
[B]Hi @ all

Harter Tobak!! In einer Gegend sind es die Katzen in einer anderen Gegend sind es die Elstern. Meiner Meinung nach hat der Biotoprückgang die bei weitem größeren Auswirkungen auf den regional starken Rückgang von Singvögeln, und dafür sind nun mal *Wir* verantwortlich.

hallo allerseits,

nun, wir sprechen ja von den vom menschen veränderten lebensbedingungen, da gehören die elstern und hauskatzen genauso dazu ( elstern, weil ihre fressfeinde - marder, verschiedene greife dezimiert wurden, hauskatzen, weil die ohnehin außerhalb biologischer konkurrenzbedingungen leben )
wie alle anderen anthropogenen faktoren. alles ist vernetzt, nur die menschen glauben, außerhalb dieses netzes zu stehen, bzw. die vernetzungsbedingungen dauerhaft zu ihrem gunsten verändern zu können. ob das stimmt, ist eher fraglich, wie vielleicht auch ereignisse in letzter zeit aufzeigen.

trotzdem ist es natürlich unendlich wichtig, wenn wieder naturnahe gartenwildnisse entstehen, gerade in den randbereichen der städte; denn diese bieten viele gute bruthabitate aber nur ein sehr begrenztes nahrungsangebot. dabei ginge es weniger um eine vermehrung des angebots an wildbeeren und sämereien als um eine vermehrung des insektenangebotes - und die brauchen eine vielfalt an nahrungspflanzen, ja und einen verzicht auf herbizide und inzektizide.
was die nachbarn machen ist natürlich die eine frage und welchem nachbarlichen druck man als 'wildnisgärtner' ausgesetzt sein kann und wie man den aushält, eine andere.

ja, und nachbars 'schnurrli', 'bärli' oder 'minki' streift noch immer durch deinen garten und freut sich über das verbesserte fitnessprogramm.

liebe grüße

uli

ortolan
31. March 2001, 08:44
Hallo miteinander!

Uli - Deinen Ausführungen wäre dem Grunde nach nichts hinzuzufügen!

Ich darf an dieser Stelle jedoch noch einmal auf das Nahrungsangebot zu sprechen kommen und kurz erläutern, warum die Beerensträucher so wichtig sind. Es geht für die Vögel nämlich nicht nur darum, ein reichhaltiges Insektenangebot vom Frühjahr bis vor Einsetzen der Zugzeit vorzufinden, sondern vor Allem auch um das Nahrungsangebot während des Vogelzuges! Und der dauert ja bis Ende Oktober; einer Zeit also, zu der es mit Insekten schon absolut mau aussieht.

An Beerensträuchern wie Johannisbeere und Holunder (ganz wichtige Nahrungspflanze!) finden sich das Jahr über aber auch wesentlich mehr Insektenarten, als an Liguster, Thuje und Forsythie.

Ein schönes Wochenende wünscht

captainmoonshine
31. March 2001, 09:50
Hi Alle zusammen

Wir haben uns schon vor geraumer Zeit einen kleinen *Katzenschreck* angeschafft. Leider schreckt sie auch ein paar Nachbarn was nicht weiter schlimm ist. Es handelt sich um eine liebe aber auch sehr revierverteidigende Rottweilerhündin. Katzen haben wir jedenfalls keine mehr!:D
@ ortolan
http://www.vogelforen.de/showthread.php3?threadid=4036
Auf dieser Seite habe ich vor nicht allzu langer Zeit einen Bericht zum Thema *Vogelschutzhecke* verfasst.

Gruß
Andreas;)

Alfred Klein
31. March 2001, 12:07
Hallo Ortolan
Da übertreibst Du wohl etwas. Von wegen nachhelfen, wenn der Jäger die Katzen nicht abschießt. Einen solcherart verbohrten Jäger gibt es hier auch. Der hat schon mal einen Hund, welcher 10m von seinem Herrn entfernt war, abgeknallt. Diesen feinen Jäger habe ich mir mal zur Brust genommen und ihm das Angebot gemacht, ihn neben meinen Hund zu legen, wenn er ihn abschießt! Das gleiche würde gelten, wenn ich eine Katze hätte!! Und zwar für jeden!! :(
Gruß Alfred

ortolan
31. March 2001, 12:26
Hallöchen!

Ja,ja, so ist das nun einmal im Leben Alfred. Wer (Zitat Alfred: "...habe ich mir mal zur Brust genommen und ihm das Angebot gemacht, ihn neben meinen Hund zu legen,..")übertreibt jetzt da wohl 8o ?

Eine Katze auf meinem Grundstück? Um das Problem zu lösen, brauche ich wirklich keinen Jäger :p Klar ist das wegen der möglichen Konsequenzen nicht jedermann(frau) zu empfehlen; aber es mußte einfach 'mal gesagt werden.

Wenn nämlich der Nachbar (Katzenhalter) glaubt, es könne ihm und mir egal sein, was mit meinen Vögeln passiert, na dann ... :o

In diesem Sinne


Nachtrag: Und >meine Vögel< sind nicht nur die bei mir in der Voliere!
[Geändert von ortolan am 31-03-2001 um 12:33]

Toby
31. March 2001, 22:54
N´abend !

Ersteinmal folgendes: Wie ich es mir schon bei meiner ersten Antwort gedacht habe, ist dieses ein heickles Thema und möchte schonmal darauf hinweisen, das diese Diskussion sachlich bleiben sollte !
Jeder hat das recht auf eine Meinung, aber nicht das andere sie teilen !!!! ;)
-------------------------------

Nun zum Thema:
Das mit dem Katzen abschiessen ist natürlich so eine Sache.
Ein Hundhalter verteidigt seinen Hund und ein Katzenhalter seine Katze und Vogelfreunde die Vögel. Das ist nunmal so !

Das ein Hund, welcher 10m vom Herrchen entfernt ist abgeschossen wird ist m.E. sehr Übertrieben !
Wobei man dieses nicht mit Katzen gleich setzen kann, denn diese haben im Normalfall kein Herrchen dabei ! Hier sollte man als Jäger, bevor man den Zeigefinger krümmt, mit den Haltern (soweit ermittelbar) reden und diese dazu bewegen ihre Katze nicht so lange aus den Augen zu lassen.
Bei uns in der Nachbarschaft ist auch ein Familie die einen Kater hat, welcher hinter jedem Vogel her ist. Bei meinen Vögeln war sie auch schon öfter.
Ich bin zu den Besitzern gegangen und habe sie darum gebeten ihr Katze nachts nicht raus zulassen, da ich meine Jungvögel gerade draussen halte. Da dem dann nicht so war, blieb unser Hund halt abends länger draußen. Eines Tages bekam er sie zu fassen und seitdem kommt sie nicht mehr und wird abends auch nicht mehr rausgelassen.

Ich bin eigentlich kein Freund davon, Katzen o.ä. zu töten, aber es gibt Möglichkeiten den Katzen den Besuch eines Grundstückes zu vermiesen. Ortolan nannte zum Beispiel einige.

In diesem Sinne, schönen Abend noch !

Doris
01. April 2001, 01:37
Hallo,

Ein Hundhalter verteidigt seinen Hund und ein Katzenhalter seine Katze und Vogelfreunde die Vögel. Das ist nunmal so !

Hmmm,.. Und was soll ich dann machen, wo ich doch Hunde, Katzen und Vögel halte?? *grübel*

Jemand der sich bei seiner Tierliebe stark auf Vögel versteift wird natürlich sagen "weg mit den Katzen". Jemand der totaler "Katzenfan" wird natürlich genau umgekehrt denken ;)

Ihr könnt nicht ernsthaft fordern das Katzen die 500 Meter von einem Haus entfernt sind abgeknallt werden sollen. Bei dem Gedanken wird mir ehrlich gesagt ziemlich übel, dazu müsst ihr wissen das zur Zeit (wie jeden Tag) eine meiner alten Mietzen auf meinem Schoß liegt während ich das hier schreibe. Diese Mietze wäre dann ziemlich schnell tot, obwohl sie nichtmal mehr dazu in der Lage wäre einen Vogel zu fangen. (13 Jahre alt, hat bereits eine OP wegen eines Tumors hinter sich und ist schon etwas senil ;))

Ich möchte mich in diese Diskussion zwar nicht wirklich einklinken, möchte hiermit aber ALLE beteiligten wohl zu etwas mehr Verständnis aufrufen! Ich konnte nicht glauben was ich hier von Tierfreunden lese. Ihr meint, dass Katzen getötet werden sollen, da sie angeblich zur Dezimierung mancher Vogelarten beitragen. Nun, was mich an dieser Stelle einmal interessieren würde: Wie würdet ihr reagieren, wenn der Fall anders aussehen würde? Was wäre wenn Vögel getötet werden sollen, da sie einer anderen Tierart gefährlich werden können? + Was wäre wenn diese Vögel eure Eigenen wären? Sorry für den wohl wenig realistischen Vergleich aber ihr müsst einmal versuchen auch die "andere Seite" (Katzenhalter) zu verstehen!

Oder um ein wenig deutlicher (bzw. realistischer ;)) zu werden: Es dürfte bekannt sein das Hunde Katzen gefährlich werden können. Immer wieder gibt es Vorfälle, bei denen ein Hund Nachbar`s katzen totgebissen hat. Nun, sollte man deshalb jeden Hund der sich einer Katze auf 50 Meter nähert abschiessen?? Oder Hunde an die Kette legen (-> Tierquälerei)?

Sorry, aber nur weil manche von euch keine Katzenfreunde sind heisst das nicht dass ihr über Tod oder Leben eines anderen Menschens Haustier bestimmen könnt. Wenn andere Leute genauso mit euren Vögeln so umgehen würden, wäre es euch auch nicht recht, oder?

In diesem Sinne ein Apell an alle Tierfreunde, bitte mit Aussagen wie "Katzen erschiessen" etwas sparsamer umzugehen!

PS: Auch wenn man hier unterschiedlicher Meinung ist,- es is bei weitem kein Grund zum Streit! Nur mal so als Anmerkung, _bevor_ ein Thema zum Streitthema wird! :) Ich hoffe sehr dass es richtig rüberkommt, auf jeden Fall richtet sich mein Beitrag nicht im Entferntesten gegen bestimmte Vorredner, sondern soll nur ein wenig zum Nachdenken (besseres Verständnis für Katzenhalter?) anregen.

ulrich prokop
01. April 2001, 07:23
hallo allerseits,

danke für die versöhnlichen worte der beiden letzten postings, aber auch für alle anderen beiträge, auch wenn sie zum teil recht emotional ausfielen. aber es ist eben ein reizthema!

ich halte von radikal - und gewaltlösungen auch nichts, außerdem bin ich kein katzenfeind ( als ich noch ein bauerhaus besaß, hielt ich mir auch eine katze und war sehr traurig, als sie mir abgeknallt wurde ).
zum problem werden sie allerdings wirklich in den stadtrandgebieten - da wohnen oft junge famlien, die meisten haben kinder und jedes wünscht sich eine katze; das war für mich ganz klar abgegrenzt der blickwinkel unter dem ich diese diskussion eröffnete.

katzen, auch unsere hauskatze sind wunderbare tiere und toll ausgerüstete jäger. boden - und bodennahbrüter, die durch sehr viele andere faktoren in einen gewaltigen druck gekommen sind und vielerorts verschwanden, erleben durch diese herumstreifenden samtpfoten eine zusätzliche gefährdung. das kann bei der einen oder anderen art zu einem regionalen erlöschen des vorkommens führen.
absprachen mit nachbarn sind oft nicht möglich, weil die individuelle einsicht der menschen eben sehr verschieden ist. ( "meine minki hat noch nie einen vogel gefressen", ist die standard antwort - was ja auch stimmt, denn gefressen werden die opfer ohnehin nicht - da macht kitekat etwas weniger mühe )
was kann man also tun, wenn einem eine einigermaßen intakte natur und artenvielfalt am herzen liegt?
viel wäre erreicht, wenn man in bestimmten gegenden ein freilaufenlassen von katzen zumindest während der brutsaison untersagen würde - aber wer kontrolliert das und wie schauen dann die sanktionen aus, wenn gegen eine solche verordnung verstoßen wird? und wie stellt man überhaupt fest, wem welche katze gehört?

ich glaube, vogelfreunde sollten dieses thema schon ansprechen dürfen - und es müsste auch in eine breitere öffentlichkeit. - vielleicht würde sich dann der eine oder andere potentielle katzenhalter die anschaffung eines tieres überlegen, bzw. die haltung seines haustieres etwas kritischer beurteilen. ich werde jetzt einmal in graz durch leserbriefe in ein paar zeitungen auf diese problematik hinweisen - vielleicht hilft's.

gerade hör ich durch die offene balkontür eine aufgeregt warnende amsel. es ist sonntag und alles schläft noch. wer wohl hat die aufregung ausgelöst?

ein etwas ratloser

uli

ortolan
01. April 2001, 07:40
Einen wunderschönen Sonntagmorgen miteinander.

Hallo Doris:
An anderer Stelle hast Du vor kurzem darauf hingewiesen, daß es mit Katzen und Vögel in einem Haushalt nur klappen kann, wenn die Tiere, so wie bei Dir, räumlich voneinander getrennt werden können. Ich finde es toll, wenn jemand soviel Platz hat und dann auch noch die Zeit findet, sich um Hunde, Katzen und Vögel kümmert.

Es geht mir grundsätzlich auch nicht um eine Entscheidung um Vogel oder Katze oder Hund!

Es wäre nämlich schon ausreichend, wenn saftige Strafen verhängt werden könnten, befindet sich eine Katze auf fremden Grund und der Grundstückseigentümer fordert den Katzenhalter ergebnislos auf, das zu unterbinden. Nun ist es allerdings ja so, daß dann das Geschrei nach „artgerechter Katzenhaltung“ losbricht Und wenn man genau hinsieht, hat der Katzenhalter das Recht auf seiner Seite. Er darf mir als Vogelhalter ungestraft durch seine Katze auf meinem Grund und Boden Schaden zufügen und ich muß stillhalten. Das Recht der Katze auf "artgerechte Haltung" - sprich herumstreunen in Ortschaften - hat in der Rechtsprechung mehr Gewicht, als mein Recht auf Unversehrtheit meiner Volierenvögel und der in meinem Garten brütenden Vögel.

Als Vogelliebhaber darf ich auch nicht erwarten, daß sich jeder Gartenbesitzer auf die eine oder andere Seite, also Katzenfreund oder Vogelfreund, schlagen wird. Den meisten Gartenbesitzern ist’s egal ob da ein Vogel brütet oder nicht oder ob in ihrem Garten eine fremde Katze herumstreunt oder nicht. Also zahlen die Vögel wieder einmal die Zeche. Und als Vogelfreund hab’ ich da was dagegen.

Streunende Katzen außerhalb der Ortschaften (500 m vom Haus entfernt oder weiter) gefährden auch Fasane, Rebhühner und
Wachteln. Besonders für die beiden letztgenannten Arten eine wirklich schwerwiegende Bedrohung. Aber auch Junghasen stehen auf der Katzen-Jagdliste. Und darum wurde (ich glaube im Jagdrecht) festgelegt, daß Katzen, die weiter als 500m vom Haus entfernt angetroffen werden, von Jägern abgeschossen werden dürfen. Eine durchaus angebrachte Regelung, von der leider viel zu wenig Gebrauch gemacht wird.

Selbst wenn Dein 13 Jahre alter Stubentiger Deiner Ansicht nach zur Vogeljagd nicht mehr in der Lage ist, so bringt er alleine schon durch seine bloße Anwesenheit Unruhe in's Revier. Das kann empfindliche Störungen des Brutgeschäftes zur Folge haben. Kein Vogel wird sein Nest zur Fütterung der Jungvögel anfliegen, wenn in unmittelbarer Nähe Deine Katze auch nur faul in der Sonne döst...

Der von Dir gebrachte Vergleich Hund-Katze ist in diesem Zusammenhang vollkommen unzutreffend. Schließlich geht es nicht darum, das Gleichgewicht domnestizierter Haustiere aufzuwiegen. Vielmehr um die Feststellung, daß streunende Katzen eine Bedrohung für eine Tierart (Vögel) in deren ursprünglichem Lebensraum darstellen. Auch für Hunde gilt die 500-m-Regelung, denn auch diese stellen eine Gefahr für Wildtiere dar.

Ich erwarte nicht, daß mein Standpunkt ungeteilte Zustimmung findet, für mich ist’s allerdings die einzig gangbare Lösung. Jede Katze die weniger streunt, ist ein Gewinn für unsere Natur. Und wenn jemand Katzen halten will, soll er das ruhig tun. Aber diese Katzenhalter haben dann die Schuldigkeit, dafür Sorge zu tragen, daß andere Tiere nicht unter der Anwesenheit ihres Bettvorlegers zu leiden haben. Und genau das ist es, was die Katzenhalter endlich einmal einsehen sollen.

raptor49
01. April 2001, 12:53
@alle,
das Problem sind doch nicht die Katzen!
Die Tiger sind nun mal direkte nachfahren der Wilden Falbkatzen und haben eben ihren Jagdtrieb.
Das Problem sind doch die Menschen. Jeder will nur haben, haben und nochmals haben. Ob sie aber auch Zeit für das Tierchen haben, egal ob Hund,(Raub)Katze oder Vögel, kommt erst viel Später raus.:(
Da nun mal ein Hund auch mal "Muß" und die meisten Hündchen wohl kaum Stubenrein sind oder werden, muß man halt Gassi gehen. Und wer geht schon gerne morgends um 5:00 h mit dem Hund gassi, besonders, wenns Regnet oder Eiskalt draussen ist.
Die die diesen aufwand nicht treiben wollen und lieber ein Tier haben wollen, das eine gewisse "Eigenständigkeit" aufweist, wie eben die Katze, wird sich, meist nach nur sehr kurzen Überlegen eine Mieze zulegen.
Tja und dann??
Ganz einfach, nachdem die Leute für die Mietze auch no time haben, wird sie eben zum freigang verdonnert. Und nachdem Katzen Neugierig sind und gerne auf Streifzug gehen, kommen sie eben ab und zu und manchmal zu oft an einem Bodenvogelnest vorbei. Es ist doch mit allem das gleiche, jeder will dies und das. Egal obs Zebrafinken, Kanaries, Wellis, Mehrschweinchen oder eben auch Katzen sind. Jeder "Züchtet" was das Zeug hält und irgendwann weiß keiner mehr wo hin mit den ganzen Tierchen. Ein Teil landet im Tierheim und der andere Teil beim Nachbarn.
Sprich die "netten" Nachbarn von neben an, haben junge Katzen und schon wie weiter oben angsprochen, will fast jedes Kind so ein achso niedliches Süßes Kätzchen haben........und uuups, schon hat die Nachbarschaft ein ganzes Geschwader an "Gemeingefährlichen Vogeljagenden und verspeissenden Raubtiere" die Nachts(und Tags) auf Vogel und aber auch auf Eichhörnchen Jagd gehen.
Und zum Schluß: Bei uns gibt es Verdammt viele Marder!!!!!
Automarder! und zwar von der ganz "Gefährlichen" sorte.
Wie ich vor 4 Jahren hierher zog, mußte ich innerhalb von 3 Monaten 3 Kühlwasserschläuche und mehrmals die Zündkabel erneuern!!!!
Als dann immer mehr Hunde und Katzen durch die Siedlungen "Schlichen", verteilte sich die Marderpopulation in andere Wege. Es gibt also auch Vorteile, wenn es Katzen in der Umgebung gibt.:D
Schönen Sonntag und lasst euch nicht in den April Schicken.


cu
Tom
:p

PS. @Uli: Grüß mir die Grazer Stadtpark Eichhörnchen und Meisen. Kommen die Meisen eigentlich immer noch auf die Hand?
;)

j-c-w
01. April 2001, 13:08
Hi
Ich denke genau das ist das Problem,daß die Leute erst kaufen und dann überlegen.Und dann eine Katze nehmen,weil sie ja einfach draußen bleiben kann.Und schon haben wir den Salat.Am schlimmsten sind ja die Katzen die die Vögel dann vor die Haustür legen.Und dann den nächsten holen.Einer unserer Nachbarn hat auch eine Katze die das macht.Als ich ihn darauf ansprch meinte er :"Die hat ja eine Glocke,wenn die Vögel nicht wegfliegen sind sie selber Schuld".Als sie dann an meine Vögel ging als sie auf der Terrasse standen,hats mir gereicht.Und ich habe den Gartenschlauch geholt und sie beim nächsten mal "vollekanne" Abgespritzt.Die macht jetzt immer einen Bogen um meine Vögel.
Ich finde auch das man Katzen während der Brutzeit nicht oder nur wenig rauslassen darf.Und wenn sie durch Wiesen oder Wälder streunen ein Jäger abdrücken sollte,ist ja bei Hunden auch so.Und vorallem der Jäger dann nicht bestraft werden sollte.Ich finde es auch nicht richtig das eine Katze alles machen darf und das alles auf ihren "Trieb" geschoben wird und sie das dann am nächsten Tag das Gleiche wieder macht.

gruß

j-c-w

Doris
01. April 2001, 13:48
Hallo,

An anderer Stelle hast Du vor kurzem darauf hingewiesen, daß es mit Katzen und Vögel in einem Haushalt nur klappen kann, wenn die Tiere, so wie bei Dir, räumlich voneinander getrennt werden können. Ich finde es toll, wenn jemand soviel Platz hat und dann auch noch die Zeit findet, sich um Hunde, Katzen und Vögel kümmert.

Naja, was soll ich sagen. Zeiteinteilung ist Alles. :D

Es wäre nämlich schon ausreichend, wenn saftige Strafen verhängt werden könnten, befindet sich eine Katze auf fremden Grund und der Grundstückseigentümer fordert den Katzenhalter ergebnislos auf, das zu unterbinden.

Dieser Ansatz gefällt zumindest mir schonmal viel besser als das abknallen, und dürfte wohl eher zu einer Lösung beitragen, denke ich.

Der von Dir gebrachte Vergleich Hund-Katze ist in diesem Zusammenhang vollkommen unzutreffend.

OK, ich wusste ja dass es nicht wirklich vergleichbar ist. ;)

Schließlich geht es nicht darum, das Gleichgewicht domnestizierter Haustiere aufzuwiegen. Vielmehr um die Feststellung, daß streunende Katzen eine Bedrohung für eine Tierart (Vögel) in deren ursprünglichem Lebensraum darstellen.

Hier kommt aber mein erster Einspruch. Gefährdung Nr. 1 stellt sicherlich der Mensch dar, auch wenn man Katzen ausrotten würde,- ich kann mir nicht vorstellen das man dadurch irgendeine Vogelart langfristig gesehen retten könnte. Bevor man sich die kleineren (wenn vielleicht auch nicht unwesentlichen) Faktoren "vorknöpft" sollte man sich, meiner Meinung nach, um die größten Feinde der Natur,- die Menschen, kümmern. (die aber wenn möglich nicht abschiessen ;))

Nun zu dem Vorschlag, Katzen während der Brutzeit nicht ins Freie zu lassen: In der Theorie mag sich dieser Lösungsvorschlag gut anhören, er ist praktisch aber leider kaum durchsetzbar. Eine Katze die einmal den "Freigang" gewohnt ist kann man nur im allerseltensten Fall, meist unter großen Schwierigkeiten, an das reine Wohnungs-Dasein gewöhnen. Diese Erfahrung müssen Leute immer wieder machen, wenn sie ehemalige Freigänger z. B. aus einem Tierheim übernehmen und als Wohnungskatze halten wollen. Auch wenn es sich in diesem Fall nur um zeitweiliges "einsperren" handelt,- Katzen sind reine Gewohnheitstiere, denen man das kaum begreiflich machen kann. Eine Tante von mir hatte vor langer Zeit dieses Problem, sie wollte eine ehemalige "Freigänger-Katze" zur "Wohungskatze" umerziehen,- ohne Erfolg. Das Tier musste nach einem halben Jahr wieder abgegeben werden. (auf einen Platz an dem der "Freigang" möglich war) Vielleicht klappt es bei manchen (eher ruhigen?) Katzen, beim Großteil der Mietzen würde man aber scheitern, zumindest habe ich es bisher so erlebt.

j-c-w
01. April 2001, 14:13
Hi
Du hast schon Recht das man Katzen nicht einsperren kann,aber man muss verhindern das sie wie die Wilden, Vögel fangen und diese dann vor die Tür legen.Wenn eine Katze einen Vogel fängt und ihn frißt ist das tragisch,aber er ist "nicht umsonst gestorben".Während wenn sie ihn vor die Tür legt es reiner "Lustmord"ist.aber irgendwie muss amn verhindern das Katzen ständig Vögel fangen.

gruß

j-c-w

Alfred Klein
01. April 2001, 18:49
Hallo
Irgendwie muß Doris zustimmen.
Denn es ist ja so, daß den Vögeln, welche in Bodennähe brüten, dieses durch unsere industrialisierte Landwirtschaft unmöglich gemacht wird. Heutzutage findet man doch keine Äcker oder Wiesenflächen mehr, welche durch Hecken abgetrennt sind. Zudem werden diese mit Pestiziden, Insektiziden und was weiß ich für -ziden behandelt, so daß es den Boden- und Heckenbrütern kaum mehr möglich ist, Junge großzuziehen. Also flüchten diese dann in bewohnte Gebiete, in denen in den Gärten Hecken gepflanzt werden. Nun kommt auch die Katze ins Spiel, welche großen Schaden anrichtet.
Ergo ist das Katzenproblem mal wieder ein hausgemachtes wie so vieles. Ich will keine Lanze für die Katzen brechen, jedoch sind diese nicht an allem schuld.
Gruß Alfred

Toby
01. April 2001, 20:04
Hallo alle miteinander !

Ich bin auch schon lange der Meinung das es eine Art "Leinenzwang" für Katzen geben sollte !
Gut, mir ist auch klar das man Katzen nicht einfach in der Brutzeit im Haus halten kann, man kann aber dafür sorgen (und da gibt es kein: "Nein, kann man nicht") das es so ist ! Zumindest das sie nicht ohne Aufsicht frei läuft !
Es mag sich zwar schwierig anhören, dieses in die Tat umzusetzen, aber unmöglich ist es nicht !
Zum ersten sollte man die Katzenhalter, genauso wie man es bei den Hundhaltern macht, zur Kasse beten. Sprich: Steuer -> Steuermarke am Halsband ! Und dann kann man das auch kontrollieren und dementsprechend Bußgelder verhängen.

Mir ist auch klar das es Katzenhalter gibt die "meinen" ihr Katze fängt keine Vögel. Aber dieses sollte man gar nicht erst tolleriren. Denn es gibt dann auch Katzenhalter die das gleiche sagen, ihre Katze aber regelmäßig auf Vogeljagd geht.
Also ohne Außnahmen.
Das ist genauso wie bei den Hunden. Ab heute gilt wieder der Leinenzwang (zumindest bei uns). Und ich kann mit 1000%iger Sicherheit sagen das unser Hund nicht hinter Wildtieren her ist und er auch nicht durch die Wiesen läuft, sondern immer auf dem weg wo es doch viel besser nach anderen Hunden richt ! ;) Dieses kann ich mit so großer Sicherheit sagen, da sich unser Hund nicht an Vögel und anderem Getier ranwagt, weil er von klein auf so erzogen wurde, das er das nicht darf ! (Dies kommt dadurch das er schon ewig mit freilaufenden Vögeln konfrontiert wurde und sobald er anzeichen zum "Angriff" machte er gleich einen Einlauf bekam).
Doch ich kann nicht andere Hundehalter dauf Aufmerksam machen, dass sie ihren Hund anleinen sollen ,meinen aber laufen lassen !

Das die Katzen nun für den Rückgang alleine verantworltich sind kann ich nicht sagen, aber sie tragen nicht dazu bei, das sich neue Vogelarten in den Gärten ansiedeln !
Und bei dem Weltmarkt in Punkto landwirtschaft, kann man den Landwirten, solange es legal ist, auch keine vorwürfe machen !

lanzelot
03. April 2001, 23:19
..nabend alle zusammen ...also ..ich denke ..so woe doris ..das kann ja wohl echt nich angehen ,... <<hat selber 2 katzen ..und wie ihr wißt so 22 vögel ...

wenn ich sowas woe Ortolan da schreibt schon öhre ..er hilft nach ..!!!!!!!! nein ..ich äußer mich nich dazu ..sonst würde ich platzen .....


bei uns haben neulich 2 kinder eine erdkröte auf ein karussel gesetzt ..und sie gedreht bis sie im hohen bogen rausflog ... aberv..wer kann den schon böse sein ? sind ja " NUR" kinder ... die haben bestimmt mehr " GRIPPS" als eine katze ..die nur ihrer natur nachgeht ..

es lohnt sich bicht ..sich mit mir deswegen zu streiten ..weil ich jedes tier dem menschen gleich stelle ..

deshalb lasse ich mich auch nich von argumenten beeinflussen ..aber solte ich jemals jemanden dabei erwischen wie er ein tier .weil er der meinung is es hat was schlechtes getan ,eleminiert ..dann is der bock fett !! das sag ich euch !..Ihr würdet ja wohl auch keine greifvögel hetzjagt machen ..nur weil er eine Taube geschlagen .und nicht gefressen hat ( siehe andere berichte ) ..ich finde es auch nicht toll das katzen vögel jagen ..genau sowenig finde ich es toll das reiher Goldfischteiche besuchen ..oder Krähen an die teiche gehen ..denkt mal ein bischen drüber nach ! wie geagt ..ich halte an meinen behaubtungen fest ! also ein UMÜBERZEUGEN hilft nicht! ...Ich hoffe das der eine oder andere meinen standpunkt versteht ! ach ja ..noch was ..

Wenn sich die leute .die Katzen halten dazu durchringen könnten ..die Tiere zu Kastrieren .dann hätten wir auch nicht so eine " PLAGE!!"

mfg..der gereizte Lanzelot !

Toby
04. April 2001, 17:04
Hallo lanzelot !

Ich verstehe deinen standpunkt voll und ganz habe aber zu folgenden deiner Aussagen Einwendungen:


Zitat von lanzelot
Ihr würdet ja wohl auch keine greifvögel hetzjagt machen ..nur weil er eine Taube geschlagen .und nicht gefressen hat ( siehe andere berichte ) ..ich finde es auch nicht toll das katzen vögel jagen ..genau sowenig finde ich es toll das reiher Goldfischteiche besuchen ..oder Krähen an die teiche gehen ..denkt mal ein bischen drüber nach !

1. Ein Greifvogel wird sich wohl kaum die Mühe machen eine Taube zu schlagen und sie dann nicht zu fressen.
Es kann wohl vorkommen das Menschen ihn von der Beute verjagen, aber er wird bei nächster Gelegenheit dazu zurückkehren !

2. Warum sollten Reiher und Krähen keine Goldfischteiche besuchen ????
Es sind künstlich vom Menschen geschaffene "Nahrungsquellen" und bei der Anpassung die diese Vögel in den letzten Jahren gegenüber dem Menschen gemacht haben ist es ja auch kein Wunder wenn diese Vögel in die Gärten kommen und dort nach Nahrung suchen !

Es geht darum das der Mensch Feinde in unsere Umwelt gesetzt hat, deren jagt man einschränken MUSS !!!

Clemens
04. April 2001, 20:22
Hi Ihr,habe mit Interesse Eure Beiträge gelesen.Es ist ein heikles Thema und es wird hier auch immer unterschiedliche Meinungen geben.Nur überzogene emotionale Einflüsse halte ich wieder für verkehrt.
Zitat lanzelot:..weil ich jedes tier dem menschen gleich stelle ..
Aha,sehr interessant.Also darf ein Löwe oder ein Tiger,welcher schon einmal einen Menschen gerissen hat und nunmehr jeden Menschen als eine Beute ansehen würde,deshalb dies weiter tuen weil er 1.dem menschen gleich gestellt ist 2.es sein natürlicher Trieb ist 3.ich auch einen Löwen oder Tiger auf dem Schoss sitzen habe ?
Er dürfte dies auch dann tuen,wenn ich ihn in meinen Garten halte,er halt mal über den Zaun springt,sich an Eurem Hund gütlich tut oder gar an Euren Kindern(sie sind ja gleich gestellt),Na denn Gruß Clemens

soay
08. April 2001, 11:30
Hallo

Irgendwie amüsieren mich eure Beiträge. :D :D :D
Ich setze zwar nicht den Menschen mit Tieren gleich, aber ich setze (fast) alle Tiere gleich. Warum darf eine Eule oder ein anderer Greifvogel Singvögel fangen, eine Katze nicht? Weil ein Greifvogel darauf angewiesen ist? Wer schaltet den Jagdtrieb ab?
Eure Argumentation könnte man auch anders interpretieren (und solche Leute gibts):
Viele Greifvögel (weil Jagdverbot) - Viele Singvögel und andere "nützliche Tiere" (junge Kaninchen, etc.) werden getötet - Also "Jagd auf Greifvögel".
Ich finde eure Unterteilung nach "natürlichen" (Greife, Reiher, etc.) und "unnatürlichen" (Katzen) Jägern nicht unbedingt zutreffend, weil das natürliche Gleichgewicht so oder so nirgends mehr gegeben ist, nachdem der Mensch sich betätigt hat. Es fehlen z. T. die Feinde, was der Mensch zwar auszugleichen versucht, aber wohl nie schaffen wird.

Bei uns auf dem Dorf laufen immer irgendwelche Katzen herum, von irgendwelchen Nachbarn bei denen sie sich beliebig vermehren können. Wobei ich es besser fände diese zu sterilisieren, aber es schafft wahrscheinlich keiner die Leute zu überzeugen. Zeitweise waren bei uns schon 4-5 Nachbarkatzen unterwegs.

Wir haben aber auch Marder auf dem Grundstück. Nach eurer Logik dürfen diese Vögel fressen, die Katzen nicht. Es gibt aber auch Leute, die Marderfallen aufstellen und diese umbringen. Marder haben sich dem Menschen angepasst, haben also Vorteile gegenüber den anderen "Wildtieren" also könnte man auch schon wieder argumentieren - "weg damit", weil ein Auftreten in der Dichte nicht mehr normal ist?

Auch Greifvögel und Elstern nisten in meinen Fichten. Weg mit den Elstern? Die Population ist viel zu groß, weil sie nicht bejagt werden? Dies ist ein Argument der "Elsterngegner".

Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen mit bei den einen "erwünschten" bei den anderen "unerwünschten" Tieren.

Ich laß sie alle leben und "Oh Wunder" bei mir nisten auch noch Singvögel und es gibt Schleiereulen und Fledermäuse und,trotz Katzen,auch noch Eidechsen.

Viele herzliche Grüße

captainmoonshine
08. April 2001, 13:26
Hallo Alle zusammen

Hi@soay

Danke, ich kann mich Deiner Meinung nur anschließen!
Wie schon gesagt kann ich nicht immer nur der armen *Kreatur* die Schuld geben. Jeder versucht irgendwie zu überleben, aber die Bedingungen werden leider nicht mehr von der Natur diktiert. Und wo der Mensch eingreift geht´s nun mal drunter und drüber!!

Gruß
Andreas;)

ulrich prokop
08. April 2001, 14:00
ganz kurz, hab auch wenig zeit,

es geht überhaupt nicht um 'gute' oder 'schlechte' tiere oder andere vermenschlichende zuordnungen.

tatsache ist halt, dass im gegensatz zu greifvögel, eulen, mardern und auch rabenvögel, die hauskatze aus allen biogenen bedingungen herausgenommen ist und ganz nach lust und laune ihren instinkten fröhnen kann.

dass schafft die probleme.
und dort, wo die pethaltung halt am pervertiertesten ist, dort sind auch die probleme am größten. ( auf diese perversion näher einzugehen, wäre ein thema für sich // z.b. tötung von tieren, um katzenfutter zu erzeugen )

genaueres lesen einzelner beiträge hätte vielleicht das amüsement verringert aber dafür die kritikfähigkeit geschärft,

grüße

uli

soay
08. April 2001, 23:40
Hallo Uli


Zitat von ulrich prokop
ganz kurz, hab auch wenig zeit,

... oder andere vermenschlichende zuordnungen.

..., die hauskatze aus allen biogenen bedingungen herausgenommen ist und ganz nach lust und laune ihren instinkten fröhnen kann.

Als was würdest Du deine Aussage werten, wenn nicht als Vermenschlichung. Ich denke nicht, das eine Katze nach dem Motto jagt: Heute hab ich gerade mal wieder Lust irgendeinen Vogel umzubringen.

Gruß

Tina F
09. April 2001, 10:19
Hallo,

also bei einigen der Antworten hier sträuben sich mir wirklich die Haare!
Wer seine Vögel draußen hält, wird sie ja wohl entsprechend 'gesichert' haben; nicht nur gegen Katzen, sondern auch gegen andere Räuber!
Und daß normale Hauskatzen verantwortlich sein sollen für den Rückgang der Vogelpopulation, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. In unserer Wohngegend gibt es einige Katzen mit Freigang; eine Rückläufigkeit des Vogelbestandes ist jedoch nicht auszumachen.
Schön und gut, sich als Vogelfreund zu bezeichnen (ich selbst bin auch Vogelhalter), aber zu befürworten, daß Katzen abgeschossen werden, zeugt von einer gewissen Enge des geistigen Horizontes.
Nicht nur Vögel haben ein Recht auf Leben!
Die Katze ist der natürliche (von der Natur so vorgesehene!) Freßfeind der Vögel. Womöglich hat Mutter Natur sich etwas dabei gedacht? So gut Katzen nämlich auch für die Jagd 'ausgerüstet' sind, so gut sind Vögel darauf eingestellt, ihnen zu entkommen. Und es ist Fakt, daß es in der Hauptsache alte oder kränkliche Tiere sind, die Katzen 'zum Opfer fallen'.

Ich finde es sehr schade, daß es immer einige Tierhalter zu geben scheint, die der Meinung sind, die von ihnen favorisierte Tiergattung sei die einzig schützenswerte!

Enttäuschten Gruß
Tina F

Tina F
09. April 2001, 15:51
Noch etwas an j-c-w:

Eine Katze, die ihren Haltern einen Vogel vor die Tür legt, hat diesen mitnichten aus 'Lust' getötet! Katzen tun das, um zur Ernährung ihrer 'Familie' beizutragen.
Mir ist überhaupt kein Tier bekannt, das aus reiner Lust tötet. Der Mensch ist die einzige Spezies, die diesen traurigen Fakt für sich beanspruchen kann...

Tina F

orioles
09. April 2001, 17:32
Hi...

...zum Thema Katzen und Vögel:

1.)
In Limicola Band 7, Heft 5 (Oktober 93) findet man zu diesem Thema sinngemäß u.a. folgendes:

Geht man davon aus, dass bei uns nur rund 3 Millionen Katzen noch halbwegs natürliche Instinkte haben und es schaffen, wöchentlich einen Vogel zu töten, so ergibt dies die beachtliche Summe von 156 Millionen Opfern pro Jahr.

Katzen können nichts für ihren Drang. Vielmehr sind wir Menschen dafür verantwortlich, dass 6 oder vielleicht gar 10 Millionen dieser nicht heimischen Raubtiere Deutschlands Vogelwelt das Leben schwer und oft unmöglich machen...

2.)
Eine interessante Verhaltensweise von Katzen wird im Ornithologischen Jahresbericht Helgoland, Band 3 (1993), auf S. 60 aufgezeigt.

Unter einem Foto mit den Überresten mehrerer Vogelleichen ist zu lesen:

"Dieses Bild zeigt eine für Helgoland leider immer noch typische Begebenheit: Viele der ankommenden und erschöpften Zugvögel werden leichte Beute der Katzen. Sind die Katzen dabei nicht auf selbst erjagtes Futter angewiesen, tragen sie die Vögel, wie auf diesem Bild zu sehen, ohne sie zu fressen zu Haufen zusammen. Als noch wesentlich größer dürfte allerdings die Zahl der Vögel veranschlagt werden, die von den vielen wilden oder streunenden Katzen getötet werden. Sie sind auf diese Nahrungsquelle angewiesen und fressen die Vögel auf."

3.)
Mit "Katzen und Vögel" hat sich auch die Zeitschrift "stern" in Heft 30 (1994) beschäftigt. Sogar das Titelbild ist dem Thema gewidmet.

Einige Auszüge:

"5,5 Millionen Exemplare der Art Felis Libyca formacatus tigern durch Wohnzimmer, Vorgarten, Feld und Flur...Der Siegeszug der Samtpfoten hat simple Gründe. Die Katze gilt als pflegeleicht. Sie bellt nicht, kostet keine Steuer, das lästige 'Gassigehen' entfällt, und wenn sie mal wieder
in der Stubengardine schaukelt, setzt Frauchen "Muschi" einfach vor die Tür. Besonders Berufstätige, die eigentlich keine Zeit für Tiere haben, greifen deshalb gerne zur Katze. In den grünen Vororten der Mittelschicht reiht sich ein Miez-Haus ans andere. Die Folgen sind verheerend. Denn draussen vor der Tür wird der reizende Schmusekater zur reißenden Bestie. 'Der angeborene Jagdtrieb, den sich
auch die Hauskatzen bewahrt haben, kann selbst durch überreichliche Fütterung nicht unterdrückt werden', warnt Prof. Dr. Wolfgang Gerß, der Beiratsvorsitzende der Obersten Landschaftsbehörde Nordrhein-Westfalens...Mit Vorliebe werden die Nester der Strauch- und Bodenbrüter wie Fitis, Zaunkönig, Zilpzalp, Fliegenschnäpper, Grasmücken
und Lerchen leergefressen..."

In England rechneten zwei Zoologen auf der Grundlage einer
Einjahresstudie (mit der Beute, die 78 Katzen heim brachten) hoch, dass im Königreich jährlich 20 Millionen Vögel von Katzen gekillt werden - plus einer Dunkelziffer von 100 Prozent, weil nach einer US-Studie die Hälfte der Beute nicht nach Hause getragen wird.

"Ökologisch gesehen, ist es heutzutage fast immer geradezu ein Verbrechen, eine Katze hinauszulassen, damit sie Vögel und andere freilebende Tiere tötet", schreibt der amerikanische Verhaltensforscher Michael W. Fox in seinem Standardwerk 'Verstehe deine Katze'. Es sei absolut verantwortungslos, wenn Leute ihre Tiere frei herumlaufen und sich fortpflanzen lassen."

Der Artikel schließt mit:
"Am Ende sind nicht die Katzen das Problem, sondern - wie so oft - die Menschen."


Tja...in diesem Sinne

grüsst orioles---))))

j-c-w
09. April 2001, 19:04
Hi
Ich denke,dass was orioles geschrieben hat ist zu 100% der Punkt den wir meinten.Natürlich sind am meisten wir Menschen schuld.Ich bin auch nicht dafür alle katzen zu "killen",aber irgendwas muss passieren.Und wenn es eine Katzensteuer ist.Die wenigstenseinj paar potentielle Halter abschreckt.

gruß

Jan

Andrea
09. April 2001, 19:28
Hallo Jan !

Was glaubst Du was eine Katzensteuer für Folgen hätte?
Noch mehr verwilderte Hauskatzen auf unseren Strassen , eine Vermittlung wäre dann absolut aussichtslos. Von was glaubst Du würden sich diese Katzen ernähren??
Viele Grüße
Andrea

j-c-w
09. April 2001, 19:44
Hi
Du hast recht.Das würde auch nicht helfen.

gruß

Jan

Toby
10. April 2001, 16:44
Zitat von Andrea
Was glaubst Du was eine Katzensteuer für Folgen hätte?
Noch mehr verwilderte Hauskatzen auf unseren Strassen , eine Vermittlung wäre dann absolut aussichtslos.

1. Das weniger Katzen gehalten werden und sie ein Marke tragten müssen, womit man den Besitzer ermitteln kann und ihn ggf. mit einer Strafe belasten !

2. Gibt es streunde, wilde Hunde in Deutschland ?????

Uli L.
10. April 2001, 17:28
Hallo!


Zitat von Tobias Wittke
1. Das weniger Katzen gehalten werden und sie ein Marke tragten müssen, womit man den Besitzer ermitteln kann und ihn ggf. mit einer Strafe belasten !

Das ganze ist nur leider nicht durchführbar, denn wer gibt seiner Katze schon eine Marke, damit er bestraft wird? :?



2. Gibt es streunde, wilde Hunde in Deutschland ?????
Von Deutschland kann ich nichts sagen, aber ich kenne zumindest einen Hund in Wien, die herumgestreunt ist. Vor dem Besitzer ist die Hündin davongelaufen und sie hat sogar vier Welpen bekommen und erfolgreich aufgezogen. :D

Genau in der gleichen Gegend gibt es auch einige streunende Katzen, die nicht einmal der Tierschutzverrein mehr irgendwo unterbringen wollte, weil sie eben nicht gewohnt waren in der Wohnung oder sonstwo zu sein. Sie sind allerdings kastriert und werden auch gefüttert. Dass die Vogelwelt dadurch gefährdet ist, das kann ich mir nicht vorstellen und hab ich auch nicht beobachten können. Der Hund und seine Junge haben übrigens auch noch ein gutes neues zu Hause gefunden. :)

Ansonsten gibt es bei uns noch viele Marder, Füchse und manchmal sogar ein Wildschwein. So viel zu unserer zivilisierten Stadt. :D

Und was euch wahrscheinlich besonders freuen würde ist, dass unser Gartenhaus (im Burgenland) in einer Siedlung liegt, wo die Katzenhaltung verboten ist, weil es ein Vogelschutzgebiet ist. Manche halten allerdings trotzdem Katzen, diese müssen dann allerdings im Haus bleiben. ;)

Andrea
10. April 2001, 19:53
Hallo Tobias !

Eine Katzensteuer bringt absolut garnichts, da dies zur Folge haben würde, das viele Leute einfach ihre Tier aussetzen würden. Das selbe geschieht im Moment mit den sogenannten Kampfhunden. Man hat bei uns für Hunde dieser Rassen die Hundesteuer verdreifacht.Was passiert ? Die Tier werden , wenn sie Glück haben im Tierheim agegeben, wenn sich Pech haben irgendwo ausgesetzt.
Das Gleiche würde mit den Katzen geschehen nur in verstärktem Maße. Ich kenne einige Bauern bei uns die keine müde Mark für Ihre Katze ausgeben würden.Eine verwilderte Katze einzufangen ist übrigens nicht so einfach. Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Bei uns war zum Beispiel schon der Tierarzt zu Gast mit einem Blasrohr um eine kranke verwilderte Katze einzufangen, damit man sie behandeln konnte. Ich würde mir wünschen , daß mehr Leute bereit wären auch einem scheuen Tier eine Chance zu geben und es so von der Strasse wegzuholen. Denn ein solches Tier tötet mit Sicherheit mehr Vögel als eine Katze , die hauptsächlich im Hause lebt. Viele dieser sehr scheuen Katzen haben überhaupt nur als Zweitkatze eine Chance vermittelt zu werden. Wenn man den Leuten eine Katzensteuer abverlangen würde, hätten diese Tier überhaupt keine Chance auf Vermittlung.
Was bleibt - einschläfern ? Das Problem hast Du damit jedenfalls nicht gelöst.

Sehr nachdenkliche Grüße
Andrea

Raven
10. April 2001, 20:33
Hallo,

ja, ich habe auch einen Kater und er ist ein Jäger, der alles fängt, was er tragen kann, Mäuse, Ratten, sogar junge Kaninchen, und auch Vögel. Trotzdem habe ich ihn lieb und kann nicht verstehen, wie jemand eine Katze abknallen kann, nur weil sie ihrem Instinkt folgt!
Ich habe dem Kater schon so manche Amsel abgenommen und konnte sie gleich wieder frei lassen, weil nur das Gefieder etwas zerzaust war. Dennoch brüten bei uns Amseln und kriegen ihre Jungen groß.
Die kleinen Vögel, die in dichten Hecken herumturnen, sind für die Katze schwer zu kriegen, weil sie sich im dichten Gebüsch nicht lautlos bewegen, und an den dünnen Stämmen des Knickgehölzes nicht hochklettern kann.
200 Meter weiter haben wir eine große Wiese, die nur 1x im Jahr gemäht wird, sicher ein Eldorado für Bodenbrüter. Dorthin geht die Hauskatze nicht, weil ihr das hohe, oft feuchte Gras unangenehm ist.

Katzen verschlafen oft den ganzen Tag und werden in der Dämmerung munter, dann, wenn die Vögel längst still sind und die Mäuse aktiv werden. Auf einen gefangenen Vogel kommen sicher 10 - 20 Mäuse.

Wohlgemerkt, ich rede hier von der regelmäßig gefütterten Hauskatze, nicht von den halbwilden Streunern, die ihre Jagd viel ausdauernder betreiben, weil sie zur Nahrungsbeschaffung dient.

Ich will nicht die Gefahr, die von den Katzen für die Vögel ausgeht, beschönigen. Ich kann aber auch nicht glauben, daß unsere Stubentiger wesentlich zur Gefährdung des Vogelbestandes beitragen. Da gibt es größere Gefahren, bis hin zum bewußten Vogelmord in südlichen Ländern.

Liebe Grüße,
Wally

captainmoonshine
11. April 2001, 16:22
Hi @ all

Auch ich bin der Meinung das eine Katzensteuer gar nicht verkehrt wäre. Warum sollen nur die Hundebesitzer zur Kasse gebeten werden. Meiner Meinung würden dadurch nicht mehr Katzen draussen rumrennen wie bisher. Schwarze Schafe gibt es natürlich immer aber die Hundehalter setzen auch nicht alle Ihre Tiere aus.
Und was die Sache mit den sogenannten Kampfhunden angeht.
Die Leute setzen die Hunde nicht aus weil sie ein paar Mark mehr zahlen müssen sondern weil sie angefeindet werden.
Ich habe selber einen sogenannten Kampfhund und habe es oft genug miterlebt!!
Tätliche Angriffe sind mir auch schon einige bekannt, bei mir hat sich noch niemand getraut!!;)(100kg--1,90cm).

Die Katzensteuer müßte nicht so teuer sein, da es ja genug Katzen gibt um ein schönes Sümmchen zusammen zu bekommen.
Das sollte dann konsequenterweise für den Umweltschutz eingesetzt werden. dann hätten auch die Katzenhalter wieder was davon.

Nur meine Meinung

Gruß
Andreas;)

soay
11. April 2001, 23:46
Hallo

Was haltet ihr von einer Vogelsteuer, einer Froschsteuer, einer Waschbärsteuer, etc. :D :D :D Alles Tiere die schon ausgesetzt wurden und in manchen Gebieten zur "Plage" wurden. (Alexandersittich, Ochsenfrosch, Jagdfasan, Waschbär) Die Steuer könnte ja etwas geringer ausfallen, weil der Schaden geringer ist und die zuständigen Gemeinden würden sich über Mehreinnahmen sicher nicht zur Wehr setzen.

Gruß

ulrich prokop
14. April 2001, 14:31
hallo,

war eine woche in amsterdam, deshalb erst jetzt meine antwort.

'orioles' bringt in seinem beitrag eine menge zitierbares material zu meiner vermutung - was ist weiteres noch dazu zu sagen?
jeder, der eine hauskatze hält und sie frei laufen lässt und gleichzeitig für sich eine besondere umweltsensibilität reklamiert, müsste irgendwann damit beginnen, darüber nachzudenken.

ich für meinen teil halte es auch auf grund dieser diskussion für wahrscheinlich, dass herumstreunende hauskatzen für den rückgang einer ganzen reihe von vogelarten mit verantwortlich sind. dagegen sollten menschen etwas unternehmen, deren blick nicht auf eine besondere spezies fokussiert ist.

ich denke, man sollte sich selbst am schopf nehmen und wenn man das getan hat, andere aufklären - ersteres habe ich für mich getan, und das zweite werde ich in angriff nehmen.

noch ein wort zu "SOAY's" replik.

"einer sache nach lust und laune fröhnen" ist eine im gesamten deutschsprachigen raum gebräuchliche wendung, die weder mit 'lust' ( obwohl ich gerade die den katzen bei ihren tötungsritualen nicht unbedingt absprechen will ) noch mit 'laune' zu tun hat, sondern 'uneingeschränkt', 'frei von anderen zwängen' bedeutet.


liebe grüße

uli
[Geändert von ulrich prokop am 17-04-2001 um 16:26]

Meena
12. October 2001, 12:50
Hallo an alle,

es ist unglaublich, daß hier Forderungen laut werden Katzen zu erschießen.
Mir ist keine Statistik bekannt, die den Rückgang verschiedener Vogelarten auf Katzen zurückführt.

Eine Katzensteuer halte ich für Schwachsinn. Wofür bitte schön sollte jemand der eine Katze in seiner Wohnung hält (und es gibt mehr Wohnungskatzen als Freiläufer) eine Steuer bezahlen???
Ich bin allerdings für eine verpflichtende Katzenregistrierung.
Das würde einerseits das Aussetzen von Katzen deutlich verringern, da man den Besitzer identifizieren könnte und es würde auch die Katzen davor schützen für Labore geraubt zu werden.
Eine Zucht von Katzen sollte auch einer Genehmigung bedürfen.

Glöckchen finde ich sinnvoll und sie haben bestimmt schon vielen Vögeln das Leben gerettet. Leinenzwang hingegen ist erstens nicht durchsetzungsfähig und zweitens ein Graus für Katzen.

Einige Antworten auf dieses Thema waren echt gut andere haben mich geschockt.

Viele Grüße, Meena