Vollständige Version anzeigen : Tierschutzverein beführwortet Taubenvernichtung ?
Salina
04. June 2001, 19:08
Hallo
Sollte mir eine Stadttaube auf die Schulter fliegen würde ich das als rührend und wunderschön empfinden......Meiner Tochter habe ich versucht mein Verständniss von Tierliebe weiterzugeben-sie ist jetzt bald 20 und ich bin froh das sie sich nicht vor Tieren ekelt.Sicher werden ihre Kinder auch eine Stadtaube aufsammeln falls dieses Geschöpf Hilfe braucht.Ich bin dafür das Hilfsprojekte verstärkt für (Stadt-)Tauben entwickelt werden.Ich wünschte in Frankfurt gäbe es einen Taubenturm so wie bereits in einigen anderen Städten.
Ich Grüsse alle Tierfreunde und (Stadt-)Taubenfreunde :)
PS:dieses ist mir durch den Kopf gegangen als ich den Artikel : Warum? las ..........
[Geändert von Salina am 04-06-2001 um 19:17]
Andrea
19. June 2001, 22:03
Hallo Salina ,
zu diesem Thema habe ich den folgenden traurigen Nachtrag .
Der Artikel stammt aus dem Mannheimer Morgen .
Den Tauben geht es an den Kragen
Stadt will Tierbestand "auf erträgliches Maß" verringern /
Erhebliche Gesundheitsrisiken
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Den rund 10 000 verwilderten Haustauben im Stadtgebiet soll es jetzt
an den Kragen gehen. "Wir wollen den Bestand der Tiere auf ein
erträgliches Maß zurückführen", kündigte Bürgermeister Rolf
Schmidt (CDU) gestern an. "Die Hälfte wäre gut", präzisierte Klaus
Eberle vom Fachbereich Kommunale Ordnung das Ziel der
Tauben-Aktion.
Seit 1993 unternimmt die Stadtverwaltung jetzt - mit Unterstützung
von Tier- und Umweltschützern - den ersten Versuch, der "Ratten der
Lüfte" Herr zu werden. Die Kosten: vorerst rund 5000 Mark im Monat.
Die Tauben gelten als Überträger von Krankheiten und verursachen
durch ihren Kot enorme Ausgaben für die Reinigung und die
Beseitigung von Schäden an Gebäuden.
Ab der kommenden Woche soll eine Spezialfirma Fallen aufstellen,
Nistplätze abräumen und - wo nötig - sogar mit dem Luftgewehr Jagd
auf die unerwünschten Tiere machen. Ungefähr 120 Tonnen Nasskot
lassen die bis zu 500 Gramm schweren Vögel jedes Jahr auf Plätze
und Dächer, Fenstersimse und Glasscheiben fallen. Wer mit dem
Taubenkot in Berührung kommt, läuft Gefahr, sich an Salmonellen
oder der Papageien-Krankheit (Ornithose), an Bakterien und
Pilzsporen wie dem Campylobacter oder den Kryptokokken
anzustecken. "Man darf das nicht auf die leichte Schulter nehmen,
gerade Salmonellen und Ornithose kommen immer wieder vor und
fordern sogar Todesopfer", schildert Dr. Wolfgang Schwarz vom
Veterinärärztlichen Dienst die Gesundheitsgefahren und verweist auf
das ohnehin schon bestehende Fütterungsverbot für Tauben.
Das will der kommunale Ordnungsdienst ab sofort auch streng
überwachen. Wer sich nicht an das Verbot hält, wird zur Kasse
gebeten. 50 Mark beträgt das Bußgeld bei wiederholtem Verstoß.
"Zuerst setzen wir natürlich auf das klärende Gespräch", gibt Klaus
Eberle die Linie vor. "Die alte Dame, die am Paradeplatz ein paar
Brotkrumen verstreut, bereitet uns kein Kopfzerbrechen. Probleme
machen die Produktions- und Verladereste in der
Lebensmittelbranche", bringen Vorsitzender Franz Kühner und sein
Stellvertreter Herbert Rückert vom Tierschutzverein das Thema auf
den Punkt. Tauben und Ratten fallen in großer Zahl regelmäßig über
diese Rückstände her - "für Krankheitserreger leichtes Spiel", urteilt
Tierarzt Schwarz. Die Tierschützer und der städtische
Naturschutzbeauftragte Dr. Gerhard Rietschel unterstützen das
Konzept der Stadtverwaltung: "Das Töten der Tiere steht nicht an
erster Stelle."
Tatsächlich wollen Schmidt, Schwarz und Eberle den Vögeln, die bis
zu sieben Mal im Jahr zwei Eier ausbrüten, mit "Vergrämungs- und
Taubenabwehranlagen" das Leben schwer machen: "Möglichst alle
Schlupflöcher schließen", lautet daher Schmidts Appell auch an die
privaten Hausbesitzer. Mit Netzen, Drähten und Spikes kann man
verhindern, dass sich die Vögel auf Simsen und
Fassaden-Vorsprüngen niederlassen. Die Taubenfänger stellen
außerdem bis zu sechs Lebendfallen auf, in denen ausreichend
Wasser und Futter vorhanden ist. Spätestens alle zwei Tage werden
die Tiere herausgeholt, durch Genickbruch getötet und -
beispielsweise für Zoos - zu Tierfutter weiterverarbeitet. Verfangen
sich versehentlich andere Vögel in den Kästen, werden sie sofort
wieder freigelassen.
Von einem Stadttaubenprokekt hat man in Mannheim offensichtlich noch nichts gehört .
Ziemlich ratlose Grüße
Andrea
moose
20. June 2001, 10:51
Hallo Salina,
hallo Andrea!
Ich kann es einfach nicht verstehen, warum Projekte wie das Austauschen der Eier nicht viel mehr gefördert werden. In einigen Städten wird es doch mit nachweisbarem Erfolg eingesetzt! Ich bin keine Taubenspezialistin, aber diese Methode scheint mir so unkompliziert, daß sie viel mehr Beachtung finden müßte.
Manchmal verstehe ich die Welt nicht...
Ich für meinen Teil werde natürlich auch einer verletzten Taube helfen, wenn sie Hilfe braucht. Für mich gibt es keinen Unterscheid zwischen Stadttauben und teuren Rassezuchtvögeln.
Traurige Grüße,
Marina
Hallo Salina und Andrea,
der Fairneß halber sollte man dann auch den Kommentar von Langscheid zu dem oben genannten Artikel bringen ;). Ganz so einfach darf man es sich nicht machen, Eieraustauschaktionen, Taubenschläge usw. wurde ja alles schon probiert, dass ist halt kein Problem, zu dem es eine Patentlösung gibt. Natürlich haben auch die Tauben ihre Daseinsberechtigung. Denke, er schreibt hier ganz vernünftig:
(ebenfalls aus dem Mannheimer Morgen vom 19.06.01 zitiert, der Artikel bezieht sich nur auf Mannheimer Verhältnisse)
"Das rechte Maß
Von Thorsten Langscheid
Nein - besonders appetitlich ist das Thema Taubenplage nicht. Nach achtjähriger Pause ist es aber an der Zeit, wieder etwas gegen die steigende Zahl der Vögel zu unternehmen, die zwar possierlich gurren, aber leider ein erhebliches Gesundheitsrisiko mit sich bringen.
Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre schlugen Versuche fehl, den Graugefiederten mit Blausäure den Garaus zu machen. Das Gift wirkte zwar zunächst wie beabsichtigt, die Vögel fielen auf der Stelle tot um. Doch blieben Blausäurerückstände in den Ködern übrig, und viele Tauben verendeten kläglich nach einem oft lange dauernden Todeskampf. Zu Recht protestierten Tierschützer gegen die Vergiftungsaktion. Auch die Vogel-Antibabypille brachte nicht den erhofften Erfolg - im Gegenteil: Die erwünschte Reduzierung des Nachwuchses blieb weitgehend aus. Stattdessen waren plötzlich die fünf unter strengstem Schutz stehenden Turmfalken-Paare von den Hormonpräparaten bedroht: Die seltenen Greifvögel ernähren sich nämlich hauptsächlich von den verwilderten Haustauben. Die Idee, den Graugefiederten in großen Taubenhäusern Nistplätze und Futter anzubieten, ihnen die dort abgelegten Eier aber wegzunehmen, fruchtete schließlich auch nichts. Die Vögel mieden instinktiv die städtischen Taubenschläge.
Doch im Kampf gegen die als Krankheitsüberträger nicht ungefährlichen Vögel reicht es nicht, sich besonders effiziente Methoden auszudenken, die Vögel umzubringen. Deshalb ist es erfreulich, dass die Stadt das rechte Maß nicht aus den Augen verliert. Die Tiere gehören zum Stadtbild, und das soll auch in Zukunft so bleiben. Die auch vom Tierschutzverein ausgegebene Devise lautet daher: Weniger Tauben sind gesündere Tauben."
Merline
21. June 2001, 19:50
Hallo Maja,
diese Taubenschläge sind durchaus erfolgreich. Voraussetzung ist, daß sie nicht an vom Menschen willkürlich bestimmten Plätzen errichtet und eingerichtet werden. Dieser Fehler wird leider immer wieder gemacht. Tauben sind Gewohnheitstiere. Sie beziehen nicht einfach so einen neuen, fremden Schlag. Viel effektiver ist es, in der Stadt nach leerstehenden Dachräumen und ähnlichem zu suchen, wo die Tauben bereits leben und diese dann als sogenannte Taubenstation umzugestalten.
Die Bundesarbeitsgruppe Stadttauben ist ein Zusammenschluß aus all den vielen Städten, die das Konzept seit Jahren erfolgreich anwenden. Wenn also die Mannheimer Tauben die dort eingerichteten Schläge abgeblich nicht angenommen haben, liegt das nicht an den Tauben.
Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn ich betreue seit 1996 drei solche Stationen. In einer einzigen dieser Stationen werden jedes Jahr bis zu 600 Eier ausgetauscht. Eine weitere Station wurde leider geschlossen, da das Haus den Besitzer wechselte. In unserer Stadt haben wir zum Glück einen sehr aktiven Tierschutzverein, der nach langen Diskussionen das Ordnungsamt von der Sache überzeugt hat. Nachdem die langjährige Station geschlossen worden war, baute zum Ausgleich die Stadt einen Taubenschlag auf dem Dach ihres Rathauses. Gut gemeint, aber leider wurde der Schlag bis heute, nach über einem halben Jahr, nicht angenommen. Ein weiterer Beweis dafür, wie wichtig es ist, die Taubenstationen an bereits bestehenden Taubenstandorten zu betreiben. Rückzuschließen, die Taubenschläge seien von vorneherein ineffektiv, ist deshalb falsch.
Mehr zu dem Thema findet man übrigens auf der Seite
www.stadttauben.de
Merline
Andrea
21. June 2001, 20:29
Hallo Maja ,
ich habe das zitiert , was auf der Internetseite des Mannheimer Morgens zu diesem Thema stand ( unter www.mannheimermorgen.de ). Mehr wurde zu diesem Thema nicht erwähnt, die gedruckte Ausgabe des Mannheimer Morgens habe ich leider nicht vorliegen. Also mir ist es beim Lesen des Artikel sauer aufgestossen. Allein wie herablassend die Tauben als Ratten der Lüfte bezeichnet werden. Da wird im Notfall sogar auf die Tauben mit dem Luftgewehr geschossen, da diese Tiere ja scheinbar nichts wert sind. Es wundert mich garnicht mehr, im Taubenforum einen Bericht von einer angeschossenen Ringeltaube zu hören. ( war wahrscheinlich ein prima Objekt für Zielübungen) und ich wette es wird jetzt jede Menge solcher Angriffe gegen die Tauben geben, da sie ja gewissermaßen als vogelfrei erklärt wurden.
Das mit dem erheblichen Gesundheitsrisiko halte ich auch für stark übertrieben. Sonst wäre die Bevölkerung von Venedig wahrscheinlich schon ausgestorben.Klar können Tauben Krankheitsüberträger werden ,aber auch nicht in stärkerem Maße , wie andere Wildvögel . Die Gefahr
an Salmonellen zu erkranken , durch normalen Kontakt mit einer Stadttaube ist fast gleich null. Curt Vogel schreibt in seinem Buch Taubenkrankheiten zu diesem Thema :
Direkte Infektionen des Menschen :
Sie gibt es in seltenen Fällen durch besonders engen Kontakt mit erkrankten Vögeln, wenn empfängliche Personen massenhaft an Staub gebundene Krankheitskeime einatmen oder durch Schmutz und Schmierinfektionen aufnehmen. Sie lassen sich meist auf S. typhimurium zurückführen.
Weitgehende Untersuchungen der isolierten Stämme ergaben jedoch , daß sich diese biochemisch und lysoptisch oft von den von Tauben isolierten Salmonelle Spezies unterscheiden, so daß Tauben in der Epidemiologie humaner Infektionen entweder nur eine geringe oder gar keine Rolle spielen.
Was die Stadttaubenprojekte betrifft , denke ich , daß es am Anfang sicherlich nicht leicht ist die Tauben an die Schläge zu gewöhnen , ein entscheidender Faktor ist sicherlich , wo die Schläge aufgestellt werden , wenn in unmittelbarer Nähe der Taubenschläge Turmfalken leben , so werden die Tauben sicherlich versuchen die Schläge zu meiden. Wenn Du nähere Informationen haben willst , so wende Dich an Frau Eli Heß von der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben unter info@stadttaube.de .
Viele Grüße
Andrea
Vogelfreund
24. June 2001, 00:38
Hier ein Protest-Musterbrief gegen die Tötungen in Mannheim:
Tötungsstop der Tauben in Mannheim gefodert
Sehr geehrte Damen und Herren,
der gesamten Presse im Baden-Württembergischen Raum war zu entnehmen,
dass die Stadt Mannheim ab der kommenden Woche ca. 5000 Stadttauben töten
wird. Die Bundesarbeitsgruppe Stadttau-ben hat bereits versucht ein
inhaltliches Gespräch mit Herrn Bürgermeister Schmidt zu führen und
tierschutzgerechte Lösungen angeboten. Leider finden Sachargumente in
Mannheim kein Gehör. Es steht außer Frage, dass eine Bestandskontrolle der
Stadttauben in den Städten erfolgen muss. Aber es ist aufgrund unserer
Erfahrung sehr wichtig, dass an den Ursachen angesetzt wird und die
Möglichkeit tierschutzgerechter Maßnahmen ergriffen werden.
Tötungen sind keine Lösung und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz
Verschiedene Städte, Ministerien und Fachleute halten Tötungsmaßnahmen für
ungeeignet und erachten sie als Verstoss gegen das Tierschutzgesetz. Aus
Unkenntnis oder mangelnder Bereitschaft sich neuen Erkenntnissen zu öffnen,
werden althergebrachte Vorurteile zum Thema Gesundheitsgefährdung und
Gebäudezerstörung angeführt. Wir möchten sie dringend bitten, eine sachliche
und objektive Diskussion über Wege der Problemlösung in Mannheim
voranzutreiben. Tötungen sind absolut keine Lösung des Taubenproblems in den
Städten. Die Folgen solcher Maßnahmen sind das qualvolle Ver-hungern der
Jungtiere, deren Eltern getötet wurden. Ein eindeutiger Verstoss gegen das
Tierschutzgesetz. Sie verringern die Population nur vorübergehend. Die durch
die Tötungen freigewordenen Brutplätze werden schnell durch andere Tauben,
so auch von gestrandeten Brietauben eingenommen. Eine verstärkte
Brutaktivität lässt die Taubenzahl wieder ansteigen - letztlich eine
Verjüngung der Tauben-population. Diese Auffassung wird von verschiedenen
Städten, Ministerien und Fachleuten geteilt. In vielen Städten, so z.B.
Augsburg, Aachen und Nürnberg, wurden die Tötungen als ungeeignete Mittel zur
Problemlösung bereits vor Jahren eingestellt.
Stadttauben sind keine Schädlinge nach dem Bundesseuchengesetz
Trotz Informationen über tierschutzgerechten Alternativen setzt sich die
Stadt Mannheim über Erkenntnisse hinweg und versucht mit erheblichem
Kostenaufwand, den Bestand der Stadttauben durch Tötung zu reduzieren.
Besonderes Unverständnis und Empörung herrscht in Tierschutzkreisen über das
Verhalten des Mannheimer Tierschutzvereins. Dort wurden die Tötungen
abgesegnet. Als Dach-verband der örtlichen Tierschutzvereine, hat der
Deutsche Tierschutzbund seinerseits in Veröffentlichungen mehrfach gegen
Tötungen Stellung genommen. Die Begründung für die Tötungen wider-spricht
wissenschaftlichen Erkenntnissen und offiziellen Stellungnahmen. So ist die
Taube kein Schädling nach dem Bundesseuchengesetz. Das Bundesinstitut für
gesundheitlichen Verbraucher-schutz bestätigt 1999 die bereits 1989
getroffene Aussage, dass eine gesundheitliche Gefährdung durch Tauben nicht
größer ist als die durch Zier- und Wildvögel sowie durch Nutz- und
Liebhabertiere. Die Verschmutzung der Fassaden durch Tauben ist sicherlich
ein Problem, das aber gerade durch die Errichtung von Taubenschlägen
reduziert werden kann. Die vermeintliche Gebäudezerstörung durch Taubenkot
halten wir für ein Vorurteil. Die Zersetzung gerade historischer
Gebäudesubtanz ist eine Folge der Emmissionen.
Konzept einer Tierschutzgerechte und okologisch sinnvolle Bestandskontrolle
Erst jüngst im Juni 2001 veröffentlichte das Ministerium für Umwelt und
Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes
Nordrhein-Westfalen eine Empfehlung zur tierschutzgerechten Lösung der
Stadttaubenprobleme. Eine wirksame, nachhaltige und tierschutzgerechte Lösung
bietet das Konzept der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben (BAG), Mitglied im
Bundesverband der Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte, das auf den
Bau von Taubenschlägen und eine Geburtenkontrolle bei den Tieren abzielt.
Bereits in 14 deutschen Städten, so z.B. in Augsburg, Tübingen und Aachen,
wird dieses Modell mit Erfolg umgesetzt. Es berücksichtigt die berechtigten
Anliegen betroffener Bürger, der zum Handeln gezwungenen Behörden und die
artgemäßen Lebensbedürfnisse der Tauben gleichermaßen.
Wird die Stadt Mannheim trotz tierschutzgerechter Möglichkeiten der
Problemlösung die Tötungen durchziehen, so wird der Bundesverband der
Tierversuchsgegner - Menschen für Tierrechte Strafanzeige stellen. Die
Tierschützer bieten nach wie vor Hilfe und Beratung für die Stadt Mannheim an
und hoffen, dass sich die Stadt noch gesprächsbereit zeigen wird.
Bitte tragen Sie zu einer sachlichen und objektiven Auseinandersetzung bei
und verhindern Sie die unsinnige und grausame Vernichtung der Vögel in
Mannheim
###########################################
persönliche Bemerkung von Rolf Borkenhagen:
da der Tierschutzverein Mannheim unter der Führung von
Herrn
Franz Kühnert
Freiheitsplatz 15
68199 Mannheim
Tel.: 0621-821154
die Vernichtungsaktion befürwortet (Presseauszüge)
wäre es durchaus sinnvoll mit diesen Tierschutzverein und dessen Leitung
entsprechende Verbindung aufzunehmen +~~
Rolf Borgenhagen
Vorsitzender
Tierversuchsgegner Saar - Menschen für Tierrechte
http://www.tvg-saar.de
Vogelfreund
24. June 2001, 00:41
Hier noch Adressmaterial für Protestschreiben:
###################################
Adressen der Stadtverwaltung:
Bürgerbüro
Rathaus E 5
68159 Mannheim
Tel.: 0621/ 293 - 9500 oder - 9610
Fax: 0621/ 293 - 9532
Email: buergerbuero@mannheim.de
Amt für Rats- und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus E 5
Postfach 10 30 51
68030 Mannheim
Tel: 0621/ 293 - 9655
Fax: 0621/ 293 - 9532
Email: joerg.blumenthal@mannheim.de
Öffentlichkeitsarbeit und Repräsentation
Tel: 0621/ 293-2010
Fax: 0621/ 10 58 82
Email: peter.myrczik@mannheim.de
Tel: 0621/ 293-2020 oder 0621/ 293-2021
Email: peter.dietrich@mannheim.de
Bürgermeister für Planung, Bauen, Umweltschutz und Stadtentwicklung:
Lothar Quast
Email: bm.kurz@mannheim.de
Medienadressen Mannheim (für Leserbriefe):
Zeitung Mannheimer Morgen
Postfach 102164
68021 Mannheim
Tel.: 0621/ 392 - 13 13
Fax: 0621/ 392 - 13 76
Email: lokal@mamo.de
Grunert Medien & Kommunikation GmbH
R1, 4-6
68161 Mannheim
Tel.: 0621/ 392 28 76
Fax: 0621/ 392 28 02
Email: info@grunert-medien.de
Email: michael.grunert@grunert-medien.de
Email: mannheim.illustriert@grunert-medien.de
Rhein-Neckar-Zeitung Mannheim
N7, 10
68161 Mannheim
Tel.: 0621/ 1210090
Fax: 0621/ 24254
BILD Rhein-Neckar
Friedrich Königstrase 3
68167 Mannheim
Tel.: 0621/ 565560
Fax: 0621/ 401385
Friedrichsfelder
Neckarhauser Strasse 2
68229 Mannheim
Tel.: 0621/ 471117
Fax: 0621/ 478421
Firma Radio Regenbogen
Hörfunk in Baden GmbH + Co.KG
Dudenstr. 12-26
68167 Mannheim
Internet: www.regenbogenweb.de
Email: info@radio-regenbogen.de
Tel.: 0621-3375-0
Fax 0621/ 3375-222
######################
Merline
24. June 2001, 10:43
Hallo Patrick,
um die Mannheimer Stadttauben ging es auch schon im Thread "Stadttaubengedanken" weiter unten.
Anmerkung vom Vogelfreund: "Den anderen Beitrag hatte ich leider übersehen. Habe die beiden Themen nun miteinander verschmolzen."
Die Adressen, die Du genannt hast, sind genau das, was ich noch gesucht habe, denn ich hatte schon einen entsprechenden Leserbrief aufgesetzt.
Ich hoffe, daß sich hier alle Tierschützer unter uns beteiligen werden.
Diesen Tieren soll es auf brutale Weise an den Kragen gehen :( Bitte, helft mit und zeigt den Verantwortlichen, daß ihr Vorhaben bundesweit auf Ablehnung stößt.
vielen Dank, im Namen der Tauben
Merline
Rüdiger
24. June 2001, 16:47
Moin Merline!
Da ich unter anderem auch hier in den Foren durch Beiträge vor allem von Andrea und Anke überzeugt worden bin, das es wirklich humanere Möglichkeiten gibt, um das Taubenproblem zu lösen, werde ich natürlich, ebenso wie ich eine Mail an Pro7 gesandt habe, mich auch hier mit einem Protestschreiben beteiligen!
Merline
24. June 2001, 16:54
Hallo Rüdiger
:) Vielen lieben Dank im Namen der Tauben!!
Merline
Baerbel_Wagner
24. June 2001, 23:41
Ich bin gegen das Abschlachten der Tauben in Mannheim, da sie 1. Das Symbol des hl. Geistes darstellen und
2. Das Symbol des Friedens
RainerS
25. June 2001, 09:50
Hi Leute,
habe mich auch mit einem Protestschreiben an die Stadt Mannheim gewandt. Sauerei ist das !!
Doris
25. June 2001, 09:57
Hi,
Meine Briefe sind draussen,....
Hoffe dass sich noch ein paar Leute beteiligen. Auch wenn ich mich ansonsten fast nur mit Krummschnäbeln befasse, das was hier geplant ist ist einfach eine Sauerei. Auch ich habe die Beiträge von Andrea und Anke seit jeher mit Interesse gelesen und denke, dass es andere Lösungswege geben muss.
RainerS
25. June 2001, 10:15
Also, meine Protestmail habe ich an alle Mannheimer Adressen geschickt, die hier angegeben waren. Kommen aber alle als unzustellbar zurück?!
Haben die ihren Mail- Server abgestelt, weil so viele Proteste kamen?
Bogis
25. June 2001, 15:30
Hallo Zusammen,
die Tauben sind ein großes Problem in den Städten. Aber einfach einen Teil abzuschiessen bringt überhaupt nichts, da sie sich bei dem Futterangebot und Nistplätzen an Gebäuden vermehren wie die Karnickel. In der Geflügelböse habe ich mal einen Artikel gelesen über eine große Halle in der den Tauben künstliche Nistplätze gegeben werden und wo man dann die Eier gegen Gipseier austauscht. Da werden jährlich Tausende von Eiern weggenommen. Ich denke man braucht viel mehr solcher Einrichtungen in den Städten und zusätzlich sollte man Nistmöglichkeiten an Gebäuden etc. unbrauchbar machen.
Aber einfach lebende Tauben umbringen ist ne Schweinerei die nichts bringt.
Bogis
Merline
27. June 2001, 10:16
Hallo,
diese Meldung stand heute morgen im Mannheimer Morgen. Ein Schlag ins Gesicht für alle Tierschützer, denen jede Kompetenz abgesprochen wird :(
Beistand im Tauben-Streit
Gemeinderat begrüßt Aktion der Behörden
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Auf einhellige Zustimmung im Gemeinderat stieß die Stadtverwaltung mit ihren Plänen zur Verringerung des Stadttauben-Bestandes. Vertreter aller Parteien begrüßten das integrierte Konzept einer Arbeitsgruppe verschiedener Behörden und des Tierschutzvereins, das neben so genannten Vergrämungs-Maßnahmen auch die Tötung von Tauben durch Genickbruch vorsieht.
Fraktionsvorsitzender Dr. Frank Mentrup von der SPD sowie Stadtrat Wolfgang Raufelder (Grüne) forderten jedoch ausführliche Informationen über die Vorgehensweise in anderen Städten. Mentrup: "Tauben sind emotional anders besetzt als Ratten." Deshalb müssten Alternativen zur Tötung der Tiere - ihr Bestand wird auf etwa 10 000 im Stadtgebiet geschätzt - geprüft werden. Bürgermeister Rolf Schmidt unterstrich noch einmal das abgestufte Modell, in dem die Tötungsaktion "nur eine von mehreren Maßnahmen" sei. Während er in den vergangenen Tagen von Mannheimern viel Zustimmung zu dem seit 1993 ersten Anlauf zur Eindämmung der Taubenbestände erhalten habe, seien - hauptsächlich von organisierten Tierschützern - stapelweise Protest-Faxe und -Emails von außerhalb der Stadt eingegangen.
Vor dem Ratssaal hatte eine zehnköpfige Gruppe von Tierschützern, die unter anderem aus Mainz, Stuttgart, Tübingen und Darmstadt angereist war, gegen die Tötung der Vögel protestiert. Schmidt: "Viele Behauptungen dieser Organisationen über humanere Methoden gegen die Tauben haben sich als nicht richtig erwiesen." CDU-Stadtrat Jörg Mergenthaler begrüßte das Anti-Tauben-Konzept der Stadtverwaltung und fügte hinzu: "Aus falsch verstandener Tierliebe setzen sich immer noch viele Bürger über das Tauben-Fütterungsverbot hinweg."
Traurige Grüße
Merline
Baerbel_Wagner
27. June 2001, 22:05
Wie können die Mannheimer so grausam gegen die unschuldigen Tauben sein. Auch diese sind ein Geschöpf Gottes.
Die Taube ist ein Zeichen des Friedens. Der hl. Geist ist in der Gestalt einer Taube. Dies müßten sogar die Katholiken wissen.
Vogelfreund
29. June 2001, 15:34
From: (E.hess@tierrechte.de)
Hallo liebe TierrechtlerInnen,
ich wurde gebeten einen Sachstandsbericht zu schreiben, der in die Verteiler rein soll. Anbei mein Text und allen ganz lieben Dank!!!!
Elli
Sachstandsbericht aus Mannheim:
Bei der Ratssitzung am 26.06.2001 haben VertreterInnen der BAG Stadttauben, PeTA und einzelne Tierschützer Präsens gezeigt. Der Bürgermeister verteidigte erneut seine Maßnahmen, wie auch das Töten der Tauben, als richtig und sinnvoll. Er betonte die Zustimmung des Mannheimer Tierschutzvereins zu dieser Tötung. SPD und Grüne haben jedoch einen Antrag auf Überprüfung der Maßnahmen gestellt, da offensichtlich nicht alle Möglichkeiten, so das Konzept der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben und die Empfehlung des Landes NRW, berücksichtigt wurden. Die Überprüfung soll binnen von drei Tagen erfolgen, um erneut über die Maßnahmen zu besprechen. Für diese Woche sind die Tötungen in Mannheim vorübergehend ausgesetzt. Anfragen in Aachen seitens der Stadt Mannheim laufen wohl derzeit... Es steht im Raum, dass Mannheim 1990 mit drei Taubenhäusern gescheitert ist und daher das Konzept abglehnt. Diesbezüglich wurde im Stadrat um Auswertung des Versuches gebeten, da es Gründe für das Scheitern" gibt. Wir haben unserseits deutlich gemacht, dass es eine Frage der Bauweise, des Standortes und der Betreuung ist. Der Bürgermeister Herr Schmidt vertrat trotz der Informationen vehement die Tötungen und stellte die Situation in Aachen falsch da. Dies wurde von der BAG im Rahmen einer Pressemitteilung richtig gestellt. Der Kontakt zu Mitgliedern des Stadtrates ist sehr gut, so dass wir über den Verlauf und die Ergebnisse informiert werden. Die Informationen zur tierschutzgerechten Bestandskontrolle wurden in Mannheim intern ebenfalls an die Untere Naturschutzbehörde weitergereicht und recht
positiv bewertet.
Derzeit laufen auch Kontakte seitens des BV der Tierversuchsgegner zum Tierschutzbeirat des Landes Baden-Württemberg, die ihrerseits ein ähnliches Konzept mit Taubenschlägen und kontrollierter Fütterung empfehlen. Hier wurde um eine Intervention gebeten.
Dubios ist die Situation um den Mannheimer Tierschutzverein. Er soll laut Bürgermeister und Presse der Tötung zugestimmt haben. Der Deutsche Tierschutzbund distanziert sich jedoch gemeinsam mit dem Tierschutzverein von dieser Behauptung - bisher jedoch nur in Tierschutzkreisen. Hier laufen Kontakte und Gespräche, um den Tierschutzverein bzw. den Deutschen Tierschbund um offizille Stellungnahme zu bitten. Es wäre schon ein Skandal, wenn die Stadt Mannheim sich auf die Zustimmung des Tierschutzvereins bezieht, dieser sie jedoch nicht gegeben hätte....Bisher herrscht hier absolute Unklarheit, in die wir versuchen Licht zu bringen!
Parallel dazu werden Kontakte zu Mannheimer Tierfreunden, die es geben muss, eruiert, um sie zu aktivieren. Dies ist besonders wichtig, da die Stadt Mannheim meint, dass nur Proteste von außerhalb erfolgen...
Falls es zu Tötungen kommen wird, ist klar, dass die BAG Stadttauben, also der Bundesverband der Tierversuchsgegner, Strafanzeige erstatten wird. Auf allen Ebenen und aus vielen Tierechtsorganisationen sind Leute aktiv und es bleibt abzuwarten, was in diesen Gesprächen herauskommt!
Jede/r, der in Mannheim Leute kennt, die sich für eine tierschutzgerechte Lösung einsetzen, sollte uns dies mitteilen. Allen ganz lieben Dank für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit!!!!!
Elli Heß
Bundesarbeitsgruppe Stadttauben
Vogelfreund
08. July 2001, 01:14
Betreff: Tödliches Bekenntnis des Tierschutzverein Mannheim zu
Mannheimer Tauben
Datum: Thu, 5 Jul 2001 14:05:52 EDT
Torsten Francke
Email: For allAnimal@aol.com
Tierschutzverein Mannheim lässt Mannheimer Tauben im Stich
Während der Präsident, Herr Wolfgang Apel von „Europas größter Tier- und
Naturschutzorganisation“ (eigener O-Ton Deutscher Tierschutzbund e.V. )
in seiner Festrede zu „120 Jahre Deutscher Tierschutzbund - Für den
Schutz der Tiere“ davon spricht: „Es muss Schluss sein mit dem Handeln
nach dem Motto ´Macht euch die Erde Untertan“, hält der Mannheimer
Tierschutzvereinsvorsitzende Herr Franz Kühnert wohl nicht viel vom
Tierschutz und hält weiterhin am Massenmord von ´zig tausend Tauben
fest.
Nachdem bekannt wurde, dass Mannheim beabsichtige Tauben einzufangen und
anschließend per Genickbruch zu töten, die bundesweit bekannten
Alternativen zur Populationsminderung (ohne Tiertötung) möchte ich hier
jetzt nicht aufzählen, hagelte es massenweise Protest fast aller
deutschen Tierrechts- und Tierschutzvereine. Dem ungeachtet will die
Stadt Mannheim an diesem „Mords-Konzept“ festhalten, und dass mit voller
Rückendeckung vom örtlichen Tierschutzverein (Tierschutzbund).
Nun verwundert es schon sehr, dass der Tierschutzbund in Bonn, der sich
eigentlich öffentlich auch gegen das Töten aussprach und den gängige
Vorurteile schon einiges entgegensetzt hat-te, anscheinend doch nicht
alle Hebel in Gang setzt um den Vorsitzenden des Tierschutzver-eines
Mannheims zu stoppen.
Hier einige Ungereimtheiten:
Zitat: „...in den Medien wurde berichtet, dass die Stadt Mannheim
beabsichtige, den Bestand der Tauben stark zu reduzieren. Wir haben uns,
ebenso wie der dem Deutschen Tierschutz-bund angeschlossene
Tierschutzverein Mannheim und Umgebung e.V. seit 1901, umgehend
eingeschaltet.“ (Steffi Märke vom Deutschen Tierschutzbund e.V. in einem
Schreiben an mehrere Tierschutzorganisationen vom 28.Juni. 2001)
Doch richtig ist:
Der Tierschutzverein Mannheim hat unter Leitung des Vorsitzenden Herrn
Franz Kühner nicht erst auf entsprechende Pressemeldungen reagiert,
sondern war maßgeblich an der Erar-beitung und Befürwortung der
„Tötungs-Konzeption“ der Stadt Mannheim beteiligt. In der
Gemeinderatssitzung vom 26.06.2001 hat der Bürgermeister die gute
Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein sogar betont und mehrmals in
seinen Worten gewürdigt.
Zitat:
„...nahmen auch Vertreter des Tierschutzverein Mannheim an den Sitzungen
teil. Die gemein-sam entwickelten Lösungen sind einvernehmlich mit den
Vertretern des Tierschutzvereins beschlossen worden und basieren
teilweise auf deren Anregung.“ (Quelle: aus der schriftli-chen
Pressemitteilung der Stadt Mannheim vom 19.06.2001)
Zudem kam Herr Eisenhart von Loeper (Bundesverband der
Tierversuchgegner), wohl nach einem Telefongespräch mit TSV Vorsitzenden
Herrn Kühnert, gegenüber der Presse zu fol-gender Meinung: „Kühner, der
die Tauben-Aktion der Stadt zunächst mittrug, habe sich „jetzt doch auf
die Seite derjenigen gestellt, welche die Tötungen der tauben ablehnen“
und wolle die Stadtverwaltung dazu bewegen, auf die Tötungen der Tauben
zu verzichten.“ (Zitat: Mannheimer Morgen vom 05.07.2001)
Selbst in einem persönlichen Telefongespräch mit Frank Höneck
(Peta-Deutschland e.V.) machte Herr Kühner ähnliche positiv, wie
wohlklingelnde Äußerungen.
Zeilen später war im selben Artikel der Zeitung dann aber zu lesen:
Zitat: „ Dazu Tierschutz-Chef Franz Kühner: „Das ist nicht wahr, wir
tragen das Konzept der Stadt mit.“ (Zitat: Mannheimer Morgen vom
05.07.2001)
Per Telefonat teilte man mir beim Tierschutzbund später auch noch mit:
„Man solle nicht al-les glauben, was die Zeitungen schreiben“
Heute erhielten einige Tierschutzorganisationen ein Fax von einem
Anwaltsbüro aus Mann-heim, welches den Tierschutzverein Mannheim in der
Taubensache mittlerweile vertritt. Dar-in heißt es (pro
Tötungs-Konzept): „So sehen dies auch die Mitarbeiter des
Tierschutzvereins. Eine Befragung ergab, dass Einwendungen gegen den
beschlossenen Katalog nicht bestehen.“
Zitat Steffi Märke vom Deutschen Tierschutzbund e.V. nochmals aus einem
Schreiben an mehrere Tierschutzorganisationen vom 28.Juni. 2001:
„Glücklicherweise ist die Situation offensichtlich nicht ganz so
dramatisch wie wir zunächst befürchten mussten. Der Tierschutzverein
Mannheim setzt sich zudem vor Ort dafür ein, dass weder
tierschutzwidrige Tötungsmaßnahmen noch Vergrämungsmethoden, die mit
Schmer-zen, Leiden oder Schäden für die Tiere verbunden wären, zum
Einsatz kommen. Wir gehen davon aus, dass die Stadt Mannheim sich der
sachlichen Diskussion um eine tierschutzgerech-te Problemlösung nicht
verschließen wird. Sollte es Schwierigkeiten geben, so wird unser
Mitgliedsverein sich umgehend mit uns in Verbindung setzen.“
Doch, die Situation ist mehr als dramatisch. Kommende Woche soll dennoch
mit den Tötun-gen begonnen werden. Und vom Mannheimer Tierschutzverein
ist eindeutig keine Hilfe zu erwarten.
Daher protestiert massiv beim Tierschutzbund über diese Mannheimer
Ignoranz und fordert ein sofortiges Handeln von Seiten des
Dachverbandes:
1. Präsident Wolfgang Apel
2. Steffi Märke
3. Frau Dr. Betz
Adresse:
Deutscher Tierschutzbund e.V.
Baumschulallee 15
53115 Bonn
Tel.: 0228/ 604960
Fax: 0228/ 6049640
Email: bg@tierschutzbund.de
Deutscher Tierschutzbund Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Vorsitzender: Herr Gerhard Käfer
Unterfeldstraße 14 B
76149 Karlsruhe
Tel.-LV: 0721/70 45 73
FAX : 0721/70 53 88
Tierschutzverein Mannheim u.U. e.V. seit 1901
68169 Mannheim
Tel.: 0621 - 31 64 93
Fax: 3 21 27 51
Email: Tierheimma@aol.com
Franz Kühner (Vorsitzender TSV Mannheim)
Freiheitsplatz 15
68199 Mannheim
Tel./Fax: 0621/ 821154
Torsten Francke
Email: For allAnimal@aol.com
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Ich gebe zu bedenken, das unter Anderen die Brieftaubenreisezüchter nicht ganz unschuldig sind.
Schon einmal eine Vorstellung zu der unvorstellbaren Menge lebender Tiere gemacht, die täglich in den Schlachthöfen sterben. Wo bleibt da die tägliche Entrüstung?, wobei ich den Grund der Empörung zum Taubenmord verstehe und unterstütze. Es gibt doch auch die Pille für "verwilderte Tauben, die übrigens gerade nicht verwildert sind, sie suchen die Nähe zum Menschen dochgerade! Tschau roland
Zunächst möchte ich klar herausstellen,daßauch ich gegen ein töten der Stadttauben bin. Es gibt ja Lösungen, wie die pille f. Tauben usw. Soll die Stadt doch einen Taubenbeauftragten einstellen,Pienats gegenüber dem was die Stadt an Schaden finanziell gesehen,auflistet. Fragen, die sich mir noch aufwerfen sind: Wo bleibt eigentlich die verantwortung der Brieftaubenzüchter es sind doch deren Vögel zumindestens gewesen. Wenn die Taubenleute nicht immer wieder ihre Vögel in
die Welt karren ließen, bestünde dieses Problem so nicht.
Jetzt habe ich schon 2mal meine Gedanken zu diesem Thema niedergeschrieben, auch meine Gedanken zu den Verursachern (Brieftaubenzucht,mit allem was damit unangenehm für die Tauben ist, z.B. Witwenflug etc) aber meine Antwort verschwindet immer!!!!!!!! Gibt es Zensur ???????
Folko
11. July 2001, 12:40
Hat eigentlich schonmal jemand von Euch die Wohnung voller Flöhe und Vogelwanzen gehabt, weil Tauben zur offenen Balkontür oder zu einem offenen Fenster reinkommen? Nicht sehr angenehm, kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Von den anschliessenden Schädlingsbekämpfungsaktionen gar nicht zu reden. Und bitte jetzt keinen Vorschlag wie "dann lass halt die Fenster zu".
Ich wohne mitten in einer Grosstadt und muss mich schon manchmal sehr am Riemen reissen, wenn man das alles hier so liest ...
Wast macht Ihr denn wenn Ihr Ratten oder Mäuse im Keller hättet? Füttern? Einfangen und im Wald aussetzen? Häuschen anbieten, damit sie sich "kontrolliert" vermehren....?
Ich weiss, dass meine Meinung hier sicher nicht auf Gegenliebe stösst, aber ich hätte nichts dagegen, wenn es hier in München oder anderswo weniger Tauben gäbe.
Es würde schon helfen wenn die sogenannten "Tierfreunde" aufhören würden, kiloweise altes Brot oder Futter zu verteilen (was übrigends auch bei Ratten grossen Zuspruch findet). Dann würde auch eine natürliche Auslese (zum Beispiel durch wiederangesiedelte Wanderfalken) greifen und es gäbe nicht so viele kranke oder verkrüppelte Tauben.
In diesem Sinne
Folko
Andrea
11. July 2001, 18:26
Neues aus Mannheim , entnommen www.stadttauben.de
Nachrichten vom 07. Juli 2001
Tierschützer fordern Tötungsstop der Tauben in Mannheim.
In einer breiten Protestaktion machen bundesweite
Tierschutzorganisationen gegen die angelaufenen Tötungen von 5000
Mannheimer Stadttauben mobil. Der Bundesverband der
Tierversuchsgegner/Menschen für Tierrechte erstattet Strafanzeige.
Die Tötungen bieten keine Lösung und sind ein Verstoß gegen das
Tierschutzgesetz. Die Stadt Mannheim zeigt trotz tierschutzgerechter
Möglichkeiten zur Reduzierung der Stadttaubenpopulation keine Einsicht.
Die Folge von Tötungsmaßnahmen ist das qualvolle Verhungern der
Jungtiere, deren Eltern getötet werden. Sie verringern die Population nur
vorübergehend. Die durch Tötungen freigewordenen Brutplätze werden
schnell von anderen Tauben, die sonst keinen Nistplatz gefunden hätten,
oder von gestrandeten Brieftauben eingenommen. In zahlreichen Städten
wie z.B. Aachen, Augsburg und Nürnberg wurden die Tötungsmaßnahmen
als ungeeignetes Mittel zur Problemlösung bereits vor Jahren wieder
eingestellt. Auch Taubenvernichtung im großen Stil, wie in Basel,
Manchester und New York geschehen, führte lediglich dazu, dass die
Schwärme schon nach kurzer Zeit noch größer waren als zuvor.
Letztendlich erfolgt durch die Tötung nur eine Verjüngung der
Taubenpopulation.
Besonders skandalös ist in Mannheim die Tatsache, dass der örtliche
Tierschutzverein die Tötungsmaßnahme mitträgt. Sein Vorsitzender, Franz
Kühner, war an der Planung beteiligt. In einem Schreiben der
Rechtsanwälte des Tierschutzvereins (Grosz, Hamm und Kollegen) vom
5.7.2001 wird das bestätigt. Die Herren bedienen sich eines mörderischen
Vokabulars; so wird z.B. gefordert, Tauben als »Ratte der Luft« zu
bezeichnen, weil diese Bezeichnung die Diskussion »versachlichen« würde.
Wider besseres Wissen wird von Seiten der Stadt und des
Tierschutzvereins an alten, längst widerlegten Behauptungen festgehalten.
Der Mannheimer Bevölkerung wird z.B. suggeriert, dass Tauben Schädlinge
nach dem Bundesseuchengesetz seien, was definitiv unwahr ist. Mit der
Angst vor Gesundheitsgefährdung durch Krankheitsübertragung wird
Hysterie erzeugt. Dabei bestätigte das Bundesinstitut für gesundheitlichen
Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in Berlin noch 1998 die bereis
1989 getroffene Aussage, dass eine gesundheitliche Gefährdung durch
Tauben nicht größer ist als die durch Zier- und Wildvögel sowie durch
Nutz- und Liebhabertiere. Auch die Verschmutzungen durch Taubenkot
wurden wieder ins Feld geführt. Das tierschützerische Konzept
berücksichtigt all diese Aspekte. Durch die Konzentration der Tauben in
betreuten Schlägen ließe sich der Kot dort leicht entsorgen, durch
tiermedizinische Betreuung könnten die Ängste der Bevölkerung vor
Krankheitsübertragung weitgehend abgebaut werden und durch
Gelegeaustausch würde sich der Nachwuchs der Tauben erheblich
reduzieren. In 14 bundesdeutschen Städten wird das Konzept der BAG
bereits erfolgreich umgesetzt. In Mannheim wurden in den 90er Jahren
durch die Aufstellung von drei Taubentürmen keine Erfolge erzielt. Falsche
Standortwahl, Fehlkonstruktion und mangelnde Betreuung waren die
Gründe. Trotzdem werden jetzt diese Fehler als scheinbarer Beweis der
Unwirksamkeit des tierschützerischen Konzeptes benutzt.
Die BAG Stadttauben sowie andere Tierschutzgruppen und Verbände
lieferten den Verantwortlichen der Stadt die notwendigen Informationen
und machten Angebote zu praktischer Hilfestellung bei der Umsetzung
tierschutzgerechter Methoden zur Verringerung der Stadttauben.
Die Mannheimer SPD und die Grünen waren Sachargumenten zugänglich.
Auf ihre Initiative hin wurden in der Ratssitzung am 26.6.2001 alternative
Wege zur Problemlösung diskutiert, aber nicht angenommen.
Erfahrungen anderer Kommunen, Sachargumente und Aussagen von
Ministerien und Fachleuten haben in Mannheim nicht gegriffen. Z.B.
veröffentlichte das Ministerium für Umwelt und Naturschutz,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen im
Juni 2001 eine Empfehlung zur tierschutzgerechten Lösung der
Taubenprobleme. Und sogar der Tierschutzbeirat des eigenen Landes
Baden-Würrttemberg verabschiedete im Jahre 1995 Empfehlungen zur
Frage der Taubenpopulation. Trotz alledem hat Mannheim wider besseres
Wissen und gegen jegliche Moral mit dem Taubenmassaker begonnen. So
bleibt den Tierschutzverbänden nur noch der Rechtsweg in Form von
Strafanzeigen.
Der Bundesverband der Tierversuchsgegner/Menschen für Tierrechte wird
daher am Montag, dem 9.7.2001 aufgrund der Rechtwidrigkeit der
Tötungen Strafanzeige stellen gegen die Stadt Mannheim und die
verantwortliche Schädlingsbekämpfungsfirma. Wir hoffen auf eine neue,
objektive Überprüfung auf der Grundlage der vorhandenen und dargelegten
Erkenntnisse.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Anteilnahme und das
Engagement vieler Tierschützer und Tierrechtsorganisationen aus ganz
Deutschland.
Die BAG Stadttauben im Internet: http://www.stadttauben.de
Vogelfreund
21. July 2001, 19:06
Weiterleitung von Frank Hoeneck
Einweg-Einflug in den Todeskäfig
Bürgermeister Rolf Schmidt stellt die erste Taubenfalle in der Innenstadt
auf
Seit einigen Wochen läuft sie, die Initiative der Stadt Mannheim zur
Reduzierung des Taubenbestands. Gestern nun stellte Bürgermeister Rolf
Schmidt bei einem Lokaltermin die erste Taubenfalle vor. Die Fallen sind Teil
eines integrierten Konzepts mit dem Ziel, den geschätzten Bestand von etwa
10.000 verwilderten Stadttauben in Mannheim um die Hälfte zu reduzieren.
Es warein Bild des Jammers, das sich den mit Schutzanzügen und Mundschutz=
ausgerüsteten Journalisten im Inneren eines unbewohnten Hauses im Quadrat
bot. Bis zu einer Höhe von etwa 20 Zentimetern türmt sich der Taubenkott auf
den Böden, fast in jedem Zimmer liegen tote Tiere in unterschiedlichen
Verwesungsstadien. Fast eine Tonne Taubenkot soll sich insgesamt im
Hausbefinden, der - sollte das Haus jemals renoviert werden - als Sondermüll
entsorgt werden müsste.
Seit zwei oder drei Jahren soll das Haus - Eigentümer ist das Zentralinsti=
tut für Seelische Gesundheit - leer stehen. Damals soll es so gesichert worden sein,
dass die unbeliebten Bewohner keine Möglichkeit hatten, in das
Gebäude einzufliegen. Mittlerweile sind fast alle Fensterscheiben zerbrochen.
Ideale Bedingungen für die Tiere also, um in den verlassenen Zimmern zu
nisten.Insgesamt 150 bis 180 Tiere sollen das Haus bevölkern, so die
Schätzung der Verwaltung.
Am vergangenen Freitag wurden in dem Haus Proben entnommen und vom
Tierhygienischen Institut des Veterinäruntersuchungsamts Freiburg untersucht.
Festgestellt wurdeein starker Milbenbefall, außerdem etliche Bakterien wie
Staphylokokken,Streptokokken, Coli-Bakterien, Chlamydien (die Erreger der
Papageienkrankheit)und Proteus-Keime, die Verursacher von
Lebensmittelvergiftungen.
Um diedavon ausgehenden Gesundheitsgefährdungen für die Bevölkerung zu
vermindern,wurde jetzt im dritten Obergeschoß des Hauses eine Falle
errichtet, die fortanmindestens alle zwei Tage mit Wasser und Futter versorgt
und kontrolliert werden soll. Über einen Einweg-Einflug gelangen die Tiere
in den Verschlag ausMaschendraht und Dachlatten, aus dem es kein Entrinnen gibt.
Die gefangenenTiere - Ron Kilian von der beauftragten Schädlingsbekämpfungsfirma
rechnet proWoche mit 20 bis 40 Tauben - werden dann abtransportiert, durch Genickbruch getötet und die Kadaver in Tierparks
verfüttert. Die Vorwürfe einigerTierschutzorganisationen, die auch
Strafanträge gegen die Verwaltung gestellt haben, hält die Stadt für
überzogen: Das Taubenproblem müsse gelöst werden, und man verfüge über einen
dazu geeigneten Maßnahmenkatalog. (hox)
Quelle:RON - RHEINPFALZ ONLINE, Freitag, 20. Juli 2001 , 03:45 Uhr=20
Andrea
10. August 2001, 11:04
Neues aus Mannheim
aus Mannheimer Morgen
Streit um Taubenaktion spaltet Tierschützer
Bürgermeister Schmidt zieht positive Bilanz / 1000 Vögel getötet
Tauben auf dem Mannheimer Marktplatz. Bild: Proßwitz
Von unserem Redaktionsmitglied Thorsten Langscheid
Drei Wochen nach Beginn der Tauben-Bekämpfungsaktion zieht Bürgermeister Rolf Schmidt (CDU) eine positive Bilanz. Die Zahl der in Fallen gefangenen und getöteten Tiere belaufe sich bisher auf etwa 1000, bestätigte Schmidt gestern. Zugleich spitzt sich der Konflikt zwischen dem Mannheimer Tierschutzverein, der die Tötungsaktion unterstützt, und dem Dachverband Deutscher Tierschutzbund (Bonn) zu.
"Wir werden als Dachverband keinen Mitgliedsverein in unseren Reihen dulden, der einem Taubenmassaker den Weg bereitet", kündigte der Präsident des Deutschen Tierschutzbunds, Wolfgang Apel, ein Ausschlussverfahren gegen den Mannheimer Verein an. Zusammen mit bundesweit 722 weiteren örtlichen Tierschutzvereinigungen gehören die Mannheimer zum rund 800 000 Mitglieder zählenden Dachverband der Tierschützer. "Unsere Satzung verbietet die Tötung von Tieren", erklärte Thomas Schröder, Sprecher des Bundesverbands.
Der Mannheimer Verein habe die Tötungsaktion der Stadtverwaltung unterstützt und begleitet. Schröder: "Da müssen wir uns fragen, ob wir noch zueinander passen." Vom Mannheimer Tierschutzverein war gestern keine Stellungnahme zu erhalten, die Vorsitzenden Franz Kühner und Herbert Rückert waren für den "MM" nicht erreichbar. Als vor drei Wochen die erste Taubenfalle in Betrieb genommen wurde, hatte Rückert gegenüber unserer Zeitung erklärt, man habe der Tötung in Verbindung mit anderen Maßnahmen "schweren Herzens" zugestimmt.
Wegen der Tötungsaktion, deren Ziel es ist, langfristig den Taubenbestand von schätzungsweise 10 000 Tieren auf die Hälfte zu reduzieren, liegen derzeit zwei Strafanzeigen gegen den Ordnungsdezernenten Rolf Schmidt vor. "Am Tierschutzgesetz kommt auch der Bürgermeister nicht vorbei", sagte Thomas Schröder gestern. Die Eindämmung der Taubenbevölkerung sei auch ohne Tiertötungen möglich. Solche sanften Methoden würde der Bundesverband unterstützen.
Schmidt hingegen sieht in der Taubenaktion nichts Ungesetzliches. Erfahrungen in anderen Städten hätten gezeigt, dass der in Mannheim eingeschlagene Weg - Tötungen und Vergrämungsmaßnahmen - gangbar ist. Und von den Bürgern erhalte er rundweg Zustimmung. "Wir haben zahlreiche Anfragen von Privatleuten und Firmen, die unseren Schädlingsbekämpfer engagieren wollen", berichtete Schmidt.
Traurige Grüße
Andrea
zira
13. September 2001, 22:58
Um sich mal ein Bild davon zu machen, wie die Stimmung in der Mannheimer Bevölkerung zum Teil ist...
Eine Freundin hat mir berichtet, daß am Bahnhof Jugendliche Krümel auf die Straßenbahnschienen geworfen hätten, damit Tauben überfahren würden. Hat wohl auch geklappt.
Als ich vor kurzem in MA war, lief eine Familie mit einem kleinen Jungen an mir vorbei (am Paradeplatz, wo immer einige Tauben sind).
Vater zu Sohn (der nach Taube trat):
Später schenke ich dir ein Luftgewehr, dann kannst du auf Tauben schießen.
!!!
Das hier habe ich erst jetzt erfahren...auch wenn es Probleme mit den Tauben geben mag, bestürzt mich die 'Verrohung' der Menschen.
Schlimm ist, daß der schlechte Ruf der Tauben wirklich fest in der Bevölkerung verankert ist, selbst bei solchen, die sonst recht tierfreundlich sind.
zira
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