Vollständige Version anzeigen : HILFE, was mach ich mit ihm!!!! (fehlgeprägt?)
phantomine
10. April 2000, 09:42
Hallo!
Hoffentlich kann mir wer helfen.
Ich habe jetzt seit drei Jahren meinen Nymphensittich Krümel. Er ist nicht handzahm, aber er kommt zu mir, ich muß ihm Bussi geben, ihn überall mitnehmen etc....
Ich bin vor 8 Monaten umgezogen und hab ihn natürlich mitgenommen - zu jemandem anderen geht er ja nicht. Er hat sich auch recht schnell dran gewöhnt.....
Nun hat er vor ca. 3 Monaten angefangen zu balzen, für gewöhnlich gebe ich ihm dann seinen Teddybären, auf dem tobt er sich aus, und spätestens wenn er aggresiv wird, nehme ich ihm den Teddy wieder weg. Bis jetzt hat er sich nachher immer wieder beruhigt.
Mittlerweile jedoch ist es soweit, daß er kreischt, wenn er im Käfig sitzt, kreischt, wenn ich ihn raushole, mich beißt, wenn ich ihm Küßchen geb.....er beruhigt sich meist erst spätabends, und dann auch nur, wenn er was passendes zum Zerreißen gefunden hat.
Ich stz ihn mittlerweile schon an seine Lieblingsspielplätze, rede mit ihm, wenn er zu laut schreit, geb ihm mal seinen teddy mal nicht....aber langsam weiß ich echt nicht mehr, was tun. Mein Freund dreht schon durch, wenn er ihn bloß hört....
und mir tut der Kleine leid, weil irgendwas muß ihm ja abgehen. Ich bin recht viel zuhause, also das scheint es nicht zu sein....
Wenn irgendwer eine Idee hat, dann wär's echt nett, wenn er mir das mitteilen könnte!
Danke im voraus,
Karin!
Anke
10. April 2000, 09:47
Hallo Karin,
wie wär's mit einem zweiten Nymphensittich? Meinst Du nicht, daß ein Teddy nie und nimmer einen Artgenossen ersetzen kann? Und Du auch nicht, selbst, wenn Du Dich noch so viel um Deinen Vogel kümmerst.
Grüße,
Anke
phantomine
10. April 2000, 10:00
Hallo Anke!
Naja, ich hatte vorher schon mal einen Nymphensittich - mit dem hatten wir das Problem eigentlich nie!
Und einen zweiten Nymphensittich wollt ich eigentlich deshalb nie, weil ich keine Vögel zum Anschauen wollte, sondern einen zum Spielen und Schmusen - zum Kümmern und Verwöhnen eben! Und, man hat mir gesagt, daß wenn man einen zweiten Nymphensittich hat, sich nur mehr die beiden miteinander beschäftigen!
Auf der anderen Seite hat man mir auch gesagt, daß ein Nymphensittich sehr gut auch ohne Partner auskommen könnte, wenn er eine Bezugsperson hat, die sich um ihn kümmert - naja, das mach ich ja!
Er ist ja sonst ein ganz Lieber!
Danke nochmal,
Karin!
Ines Noltze
10. April 2000, 13:08
Hallo Phantomine,
ich muß Dir ganz ehrlich sagen, daß das keine artgerechte Haltung ist, was Du mit Deinem Vogel abziehst. Das Thema kenne ich nur zu genüge, denn ich habe selber einen Nymphie vererbt bekommen und wir haben der 9 Jahre alten Nymphiedame einen neuen und jungen Hahn dazu gesellt. Wenn die Nymphiedame nicht gestorben wäre, würden die beiden noch heute zusammen sein, aber wir haben dann dem nur 1 1/2 Jahre alten Hahn eine neue Henne dazu gesellt und die beiden verstehen sich prima. Vielleicht bekomme ich ja in diesem Jahr von den beiden noch Vogelbabys.
Phantomine Vögel kannst Du Dir im Zoo oder sonstwo anschauen, Du mußt sicher sein, das es dem Vogel gut geht. Und dazu gehört nun einmal ein zweiter Kumpel.
Schreibe mir mal privat, denn was ich Dir sagen möchte, will ich hier nicht schreiben. Nein, es ist nichts schlimmes, versprochen.
Hier meine Adresse: schoene-ferien@gmx.de
Bis später
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Schöne Grüße
Ines
Arnd Mayer
10. April 2000, 13:23
Hallo Karin,
ich halte seit Jahren 2 Nymphensittiche. Der eine stammt aus der Handaufzucht, der andere wurde von meiner damals noch lebenden Großmutter gezähmt. Obwohl sie beide gemeinsam in einer Voliere leben, sind sie beide weiterhin gänzlich zutraulich und vermust. Dass sich ein zahmer Vogel dann dem Menschen verweigert, sobald sich ein Artgenosse zu ihm gesellt, stimmt nicht.
Ich frage mich nur, wie Du als angebliche Vogelliebhaberin es vor Deinem Gewissen vereinbaren kannst, einen Vogel in Einzelhaft zu halten. Stell Dir mal vor, Du dürftest mit keinem anderen Menschen auf der Welt reden, nur mit dem Vogel. Denn während Du Spaß mit anderen Menschen hast (Arbeit, Freizeit etc.) sitzt die arme Nymphe ganz allein ihn ihrem Käfig. Toller Tierfreund!!!
In Skandinavien ist die Einzelhaltung von Sittichen und Papageien per Gesetz verboten und wird mit Strafen um 1000 DM geahndet. Wird Zeit, dass dies auch im deutschsprachigen Raum endlich eingeführt wird!
Vielleicht denkst Du einmal darüber nach, was Du Deinem Vogel bietest.
Arnd.
Ines Noltze
10. April 2000, 15:36
Hallo Arnd,
Du sprichst mir aus der Seele. Wollte es nur nicht so ganz krass sagen, nein schreiben.
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Schöne Grüße
Ines
phantomine
10. April 2000, 16:50
Hi!
Also, erstmal: ich kenne genügend Leute, die einen Nymphensittich allein halten - und bei noch keinem hat es irgendwelche Schwierigkeiten gegeben!
Ich kann's mit meinem Gewissen schon vereinbaren, da ich einen zweiten Vogel zuhause hatte - und meiner nicht im geringsten - ganz im Gegenteil - an ihm interessiert war - er hat sich zurückgezogen und jämmerlich gefiept, wenn er ihn auch nur gesehen hat, obwohl der andere ein junger noch ganz vorsichtiger Vogel war!!!!!
Ich bin deswegen auch nie auf die Idee gekommen, ihm das anzutun, weil er extrem eifersüchtig ist!
Aber egal: ich hatte mir Hilfe und nicht Beschimpfungen erwartet, aber wenn ihr mir nicht helfen wollt - fein!!! Ich hatte an Spielzeug, Knabbersachen, Ablenkung gedacht....
Ich hatte vorher die Züchter und die Bekannten gefragt, wie's den mit Einzelhaltung aussieht und man hat mir versichert, daß es grad für DIESE Vögel kein Problem sei - hatte auch NIE eines.
Ach ja, Ines, ich habe den Vogel eben NICHT zum Anschauen, lies bitte genauer, und wenn Du mir was sagen möchtest, dann brauchst Du ja nur ein email zu schreiben, oder?
Und mit der Handaufzucht hab ich ein Problem, weil die Vögel für gewöhnlich nicht das lernen, was sie bei ihren Eltern lernen sollen, und da hab ich schon von Unfällen gehört, die daruas entstanden sind.
Ich bin max. 4 Stunden am Tag weg, ansonsten zuhause, und dann ist er auch draußen und kann spielen. Soviel zur Situation,
mfg,
phantomine!
phantomine
10. April 2000, 17:43
Ach ja, eine Frage hätt ich dann wohl noch!
Was mach ich denn mit dem zweiten Vogel, wenn die sich nicht vertragen? Getrennt halten oder zurückgeben (wenn möglich) oder...
Arnd Mayer
10. April 2000, 18:02
Hallo Karin,
Dich zu beschimpfen war nicht meine Absicht. Mir war es nur wichtig, meine Meinung zu sagen. Wenn ich mich aufrege, kann ich mich dann oft nicht bremsen.
Einen zweiten Vogel dazu zu setzen, kann sehr einfach sein, kann aber auch zu Komplikationen führen. Ich würde mich an einen seriösen Züchter wenden, der mit Sicherheit bereit ist, Dir Tiere zum "Ausprobieren" zur Verfügung zu stellen. Das gleiche gilt auch für Nymphen aus dem Tierheim. Du musst einfach vereinbaren, dass Du bei Disharmonie den neuen Vogel wieder zurück geben kannst.
Ich würde Dir bei einer Henne zu einem Hahn raten. Die Möglichkeit, dass sie sich gut verstehen, ist mit Sicherheit größer als bei einer zweiten Henne.
Auch das kann man natürlich nicht pauschalisieren, ich habe zwei Lori-Hennen, die sich sehr gut verstehen.
Wenn Du einen zweiten Vogel wirklich dazu setzt und dieser nicht zutraulich wird, hast Du ja im Endeffekt nichts verloren: Dein jetziger Vogel bleibt Dir treu, und trotzdem kann sie sich mit einem Artgenossen in ihrer Sprache verständigen.
Ich würde Dir empfehlen, die beiden behutsam aneinander zu gewöhnen, vielleicht stellst Du den neuen in einem separaten Käfig in das Zimmer, wenn Deine Nymphe frei fliegt. Am besten wäre es, sie lernten sich auf neutralem Terrain kenne, so hat niemand einen "Heimvorteil".
Ich wünsche Dir und Deinem Nymphen viel Glück, und ich könnte mir vorstellen, dass ein zweiter Vogel auch für Dich eine große Bereicherung sein kann.
Arnd.
phantomine
10. April 2000, 18:28
Hallo Arndt.
Ich werde mir das wirklich durch den Kopf gehen lassen, es ist nur so, daß mein Krümel auf den anderen Jungvogel den wir 10 Tage da hatten, extrem ängstlich und eifersüchtig reagiert hatte - und nachdem mein "alter" Vogel auch einmal Besuch hatte, und es nur Keilereien gegeben hatte, steh ich dem natürlich skeptisch gegenüber.
Auf der anderen Seite versuch ich ihm das Leben so angenehm wie möglich zu machen (er darf ja wirklich alles ;-)) und bin deswegen ein wenig besorgt, weil er sich so seltsam benimmt....und ich keine Ahnung habe, wie ich ihn beruhigen kann.
Und drittens - ich liebe meinen Vogel (ganz im Ernst!) - aber mein Freund ist nicht grad begeistert, und wirds noch weniger sein, wenn noch einer dazu kommt...und da zu vermitteln ist schon ein Drahtseilakt und puhhh - das kann dann noch einer werden....
Passen eigentlich auch andere Vögel dazu - z.B. Stanleysittich, oder so?
mfg,
Karin!
Elli
10. April 2000, 23:25
Hallo Karin!
Ich fiende wenn dein Krümel keinen anderen neben sich haben will und er bei dir alles bekommt,was solls!Bei meinem ist es so das er sehr viel allein ist(ca.7.5 Std.) und wir einen anderen Nymph her taden!Damit er Unterhaltung hat! Aber ich würde auch einmal einen Züchter meines vertrauens befragen!
Können seine reagtionen durch deinen Freund kommen?Denn wen der ihn nich mag zeigt er das dir so! Ich kenn das von meiner Freundin ihr Freund mochte ihre Unzertrenlichen auch nicht und zeigten es ihr durch Schreien und alles Annagen!
Und wenn du dir einen zweiten Vogel hertust dann lass ihnen sehr viel Zeit (ca.2-3 Wochen)!
Gruss Elli
Rüdiger
11. April 2000, 00:20
Moin Karin!
Ich hoffe, Du nimmst die Kritik hier nicht allzu schwer, aber ernst.
Die Einzelhaltung von Sittichen und Papageien ist bei uns wirklich noch ein großes Problem und man darf nicht alleine den Haltern einen Vorwurf machen, denn leider ist es auch oft so, das man in vielen Zoofachgeschäften, bei manchen Züchtern und selbst in vielen Büchern ein völlig falsches Bild vermittelt bekommt. So sind Vögel leider auch wenig zum Spielen udn Schmusen geeignet.
Und das scheinbar Nymphensittiche so gut einzeln gehalten werden können, darf nicht darüber hinwegtäuschen, das die Tiere dennoch leiden. Aber Vögel neigen dazu, Leiden und Schmerzen möglichst nicht zu zeigen, denn im Freileben würde dies ihren baldigen Tod zur Folge haben. Mit dies ist auch ein Grund, weshalb oft Erkrankungen des Vogels viel zu spät bemnerkt werden, weil er sich eben nichts anmerken ließ.
Nymphen gehören zudem wie auch Wellis und Agas zu jenen Arten, die - man muß fast sagen: zu ihrem eigenen Schaden - noch weniger deutlich als bspw. Großpapageien zeigen, das und wie sie bspw. unter einer Einzelhaltung leiden. Bei ihnen sind seltener Verhaltensstörungen wie Rupfen, übersteigerte Aggression oder Kreischen zu beobachten. Oft weist nur eine verkürzte lebenserwartung daraufhin, das etwas nicht gestimmt hat.
Dennoch sind Nymphen wie alle Papageien sehr soziale Vögel, die ihr lebenlang mit einem Partner zusammen sind leben und in einem Schwarm leben, und das heißt, das fast 24 Stunden am Tag ein oder mehrere Artgenossen wenn nicht in Sicht-, dann doch zumindest in Hörweite
sind.
Bei Nymphen gibt es aber ein recht deutliches Zeichen für Einsamkeit: ihr Kontaktruf. Ein Nymph versucht, zu seinem menschlichen Partner oder Artgenossen, sowie dieser aus seiner Sichtweite ist, durch ständiges Rufen Konatkt aufzunehmen. Das schon kann sehr an den Nerven eines Menschen zerren.
Meines Erachtens gehört Dein Nymph zu jenen Vögeln, die sehr deutlich zum Ausdruck bringen, das etwas nicht stimmt (und Du hast es ja auch gleich bemerkt!): auch ich halte mit aller größter Wahrscheinlichkeit seine Bisse und sein Kreischen für einen Ausdruck vor allem seiner Einsamkeit.
Das heißt jetzt nicht, das er sich "bewußt" nach einem Artgenossen sehnt. Ebensogut möglich ist es, das er will, daß Du Dich mehr und intensiver um ihn kümmerst. Aber irgendwann ist die Grenze erreicht, bei dern ein Mensch nicht mehr alle Bedürfnisse eines Vogel befriedigen kann, denn dann geht es nicht mehr allein um die Gesellschaft und um Ablenkung durch Spielzeug und Knabbersachen,
so gut die auch sein mögen, wie auch sein Verhalten gegenüber dem Teddy zeigt.
Das Du einer verpaarung skeptisch gegenüber stehst kann ich verstehen, aber Du mußt bedenken, das Krümel ja seit drei Jahren fast ohne Artgenossen gelebt hat: da wird eine Verpaarung schwieriger werden, obwohl sie es bei Nymphen in aller Regel noch recht einfach gelingt.
Auch mag Eifersucht zunächst ein Problem sein, denn seine Hauptbezugsperson bist ja Du (und eventuell bleibst Du es auch trotz der Verpaarung - so jedenfalls war es bei meinem ersten Nymph, den ich zunächst auch einzeln hielt, bis ich ihn in Urlaubspflege gab und er dort aus Einsamkeit solange Wasser und Futter verweigerte, bis er zu anderen Nymphen gesetzt wurde).
Eine Verpaarung braucht dann sicherlich Geduld und Zeit - zehn Tage sind eine sehr kurze Zeit, das kann sich schon einige Wochen hinziehen.
Dennoch: langfrsitig wird es Dir der Vogel danken, indem er ausgelichener wird, weniger beißt und kreischt.
Theoretisch läßt sich ein Nymph mit einem Welli (Stanleysittiche gehören zu den Plattschweifsittichen und sind gegenüber anderen Sittichen ziemlich aggressiv), in der Praxis ist das aber nicht zu empfehlen,
denn Wellis und Nymphen sind sehr unterschiedlich und wenn sie ein Paar bilden, dann meist nur, weil ihr Paarbildungstrieb so übermächtig ist, also meist aus einem Zwang heraus. Aus unserer menschlichen Sicht sind Sittiche und Papageien sich ja doch recht ähnlich. Allzu
leicht vergessen wir dabei, das Nymphen, Stanleysittich und Wellensittich nicht nur
verschiedene Arten sind, sondern auch unterschiedlichen Gattungen angehören und in etwa so nahe miteinander verwandt wie Hund und Katze (und haben etwa genauso sich gegenseitig zu sagen).
Ich hoffe sehr, Du entscheidest Dich für den
Versuch einer Verpaarung von Krümel und kannst auch Deinen Freund überzeugen: gerade bei Nymphen gilt, das ein einzelner oft lauter ist als zwei (sieht man von den Balzrufen ab http://vogelart.de/forum/NonCGI/smile.gif).
Hier im Forum wirst Du sicherlich dabei viel Unterstützung finden.
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Tschüss Rüdiger
Doro
11. April 2000, 01:40
Liebe Phantomine!
Ich kenne Dein Problem. Habe vor kurzem in diesem Forum über meinen Nymphen Kirk geschrieben, den ich lange Zeit alleine gehalten habe. Auch ich habe gedacht, dass er sich sehr wohl bei mir gefühlt hat, er ist handzahm und sehr auf Menschen fixiert. Und auch gelegendliche Vogelbesuche fand er weniger schön, sondern eher anstrengend, wobei ich anmerken muß, daß ich nie einen anderen Nymphen zu Besuch hatte. Jetzt habe ich mir vor 2 Wochen eineNymphendame aus dem Tierheim geholt, die auch alleine gehalten wurde und noch nie ausserhalb des Käfigs war. Sie war sofort in Kirk verliebt. Auch Kirk emfindet ihre Nähe als sehr angenehm, schreit seitdem Frieda bei uns wohnt nicht mehr und ich brauche auch kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn ich die Wohnung verlasse...Und trotz allem hat sich bislang nichts an Kirks Verhalten mir gegenüber geändert, ausser dass er mich nicht mehr so verkrampft beobachtet, ob ich die Wohnung verlasse oder so. Frieda hat sich übrigens schon viel von Kirk abgeguckt. Sie geht schon auf meinen inger, läßt sich von mir kraulen und hat absolut keine Angst mehr vor Menschen. Ich hätte dies alles nie für möglich gehalten. Ich würde Dir aber wohl raten einen Nymphensittich für Krümel zu besorgen. Sie haben das gleiche Wesen und viele andere Arten sind dem Nymphie viel zu hektisch, so war es jedenfalls bei Kirk. Bitte tue es Deinem Krümel zu Liebe, auch ich habe den Fehler gemacht und habe viel zu lange mit der Anschaffung eines Zweiten gewartet. Dein Krümel wird viel ruhiger und wird Deinen Freund nicht mehr nerven, Du wirst sehen...Und es ist viel schöner zu Dritt zu schmusen und ich habe übrigens noch keine(n)Neid oder Eifersucht bei den beiden feststellen können. Nymphis sich sehr friedliebende Tiere. Im Tierheim nehmen sie auch Tiere wieder zurück, wenn zu Hause Probleme aufkommen sollten. Wenn Du Dir nun einen Kumpel für Krümel anschaffen willst, dann schaue erst einmal dort vorbei, es gibt so viele süße ungewollte Vögel, die nur darauf warten es so gut zu haben, wie dein Krümel es wohl bei Dir hat.
Ich jedenfalls bin sehr, sehr glücklich über Friedas Anschaffung und darüber, dass meine Vögel nun glücklich sind...
Also, ich hoffe du besuchst demnächst mal ein Tierheim und Du wirst es bestimmt nicht bereuen...
Viel Glück,
Doro.
phantomine
11. April 2000, 09:41
Hallo!
Ich werd mir das mit dem zweiten Vogel gern mal durch den Kopf gehen lassen, und die damit verbundenen Schwierigkeiten auch (zweiter Käfig, wie verstehen sie sich etc...)
Jetzt hab ich in einem Thema gelesen, daß die Spiegel nicht gerade gut sind für das Verhalten eines Nymhensittichs...stimmt das? Weil meiner liebt sie....
Dann wollt ich nur sagen, daß er sich sonst wie ein durchaus normaler Vogel benimmt - halbwegs - er ist der erste, der einen ausgeprägten Willen besitzt! - er rennt in der Wohnung herum, ist neugierig, spielt Verstecken, früher hat er den Hund gebissen (net fest, nur so nach dem Motto: aus dem Weg, Hund kam dann immer winselnd zu uns *g*), und er kommt vorbei zum Küßchengeben, wenn er mal Zeit hat.....und um mich mit ihm "unterhalten" zu können hab ich seine speziellen Pfeiftöne nachgeahmt und ihm ein paar kleine Sequenzen beigebracht....
Sein atypisches Verhalten beginnt eigentlich wirklich erst dann, wenn er zu balzen anfängt - er und sein Teddy - den vertedigt er im wahrsten Sinn des Wortes!
Naja, und wenn er meinen Freund sieht :-( da haut er meistens ins nächste Zimmer ab, schreit aufgeregt, und ich darf ihn wieder holen....
Eine Frage hätt ich eigentlich doch noch, wie macht man so einen Vogelbaum, weil theoretisch weiß ich's ja, aber ich hab keine Ahnung, wie ich's bewerkstelligen soll....weil Bildchen sind ja ganz nett, aber naja....
Ich hab mal so ein Holgestell für Weinflasche für ihn "aufgemotzt" (weil er früher gern drauf herumgerannt ist) - seitdem hat er das Ding nicht mehr angeschaut....
Wär nett, wenn mir wer so'ne Art Bauanleitung geben könnte,
Karin!
Doris
13. April 2000, 22:39
Hallo!
Also ich halte auch 6 Nymphen in einem Vogelzimmer frei, und alle sind futterzahm, manche lassen sich auch kraulen, etc. Du siehst also, dass Vögel nur in Einzelhaltung zahm sind ist Quatsch. (dieser Lüge wird ja bei Papageien weit verbreitet, und ich kann dir sagen: ich halte 22 Papageien, keinen mehr einzeln sondern in einer "Gruppe" oder mit Partner, und fast alle Vögel sind zahm und lieben es wenn sich "ihre" Menschen mit ihnen beschäftigen) Meine erste Nymphenhenne hatte ich auch einzeln, bis sie dann andauernd, insgesamt um die 50 Eier legte und durch die große Belastung Legenot bekam, und ihr die Eileiter operativ entfernt werden mussten, da die ganze Sache schon sehr lebensbedrohend war. (wäre fast verblutet) Sie ist jetzt verpaart, im Schwarm im großen Vogelzimmer und weiterhin sehr zahm, und vor allem geht es ihr gut. Ich habe mit der Einzelhaltung nur schlechte Erfahrungen gemacht (als Anfängerin wusste ich es ja auch nicht besser), mein Edelpapagei, leider verstorben, schrie z. B. wenn er nur ein Weibchen sah, mein erster Gelbbrustara Johnny biss sich innerhalb weniger Tage alle Schwanzfedern ab (mit 7 Jahren, also mit der Geschlechtsreife), ausserdem habe ich jetzt erst einen besonders schlimmen Fall, meinen Rosakakadu übernommen (eine Handaufzucht), welche völlig isoliert beim Züchter gehalten wurde (obwohl er genug andere Vögel für eine Verpaarung zur Verfügung hatte!, soweit zur Kompetenz mancher Züchter!) und dann bei einer guten Bekannten lebte. Bei ihr wurde immer wieder versucht, ihn zu verpaaren, es ist nicht gelungen. Ausserdem zeigt er eine extreme Verhaltensstörung: er schlägt sich den Kopf an der Sitzstange, etc. blutig! Und all das wegen der Einzelhaltung. Jetzt lebt er bei mir zusammen mit seinem Partner (Salomonenkakadu) in einem Vogelzimmer, und er zeigt diese Störung immer seltener. Ausserdem hatte ich auch schon 3 mal mit "ehemaligen Lieblingen" (Nymphen und Wellen) zu "kämpfen", denn sie wurden auch jahrelang einzeln gehalten bis sie dann agressiv wurden (aus Frustration, denn ein Teddybär oder Spiegel antwortet einem ja nicht), und vertrugen sich mit keinem Partner. Aber mit der Zeit gelan gauch das, und man merkt ihnen heute zum Glück nur noch wenig an, aber sie mussten schon genug durchmachen....
Nymphensittiche sind Vögel, welche sich doch relativ leicht verpaaren lassen. Am leichtesten gelingt es meist, wenn der Partner noch sehr jung ist, dass hat zumindest bei meinem Gelbbrustara und bei einem der Nymphen geholfen. (hatten beide auch vorher vor Artgenossen Angst, und leben jetzt alle im "Schwarm"). Nur leider erkennt man bei Nymphen im jugendalter nur schwer das Geschlecht, andererseits ist es aber auch ncith so tragisch, wenn ein Pärchen aus gleichgeschlechtlichen Vögeln besteht (ist immerhin noch besser als wenn dein Vogel einzeln bleiben müsste) Aber natürlich wäre es am Besten, du hättest "Rückgaberecht". Die Möglichkeit hast du warscheinlich am ehesten, wenn du dich an einen Züchter wendest (dort könntest du warscheinlich auch einen Jungvogel bekommen).
Das Verhalten welches dein Nymphe zeigt ist leider nur zu typisch für Vögel, die einzeln gehalten werden, ich hoffe wirklich du entscheidest dich für einen Partnervogel, denn eine andere Lösung gibt es eigentlich ja sowieso nicht. (zumindest nicht auf lange Sicht, denn mit Spielzeug, Spiegel, etc. und keinem Partner erreichst du nur, dass er noch mehr frustriert ist wenn der "Parnter" im Spiegel nicht antwortet oder der Plastikvogel ihn nicht krault.....)
Doris
phantomine
13. April 2000, 23:06
Hallo Doris,...!
Also, ich war heute beim Tierarzt - ohne ihn, aber nachdem ich ihn ja auch lange genug beobachtet hatte, dacht ich, daß ihn das sowieso nur aufregen würde und ich erst alles erklären müßte.
Wir hatten dann ein längeres Gespräch über das Verhalten, über Möglichkeiten, was ich eventuell tun könnte etc... ich hab das Them "zweiter Vogel" auch gleich mal angeschnitten, und ihn gefragt, wie es denn wäre, wenn ich meinem Krümel einfach eine junge Nymphandame unterschieben würde. Er hat mir dringend davon abgeraten, da meiner zur Zeit anscheinend hyperaktiv ist, und acuh nicht so recht weiß, was er will (einerseits aus dem Käfig, andererseit rein; einerseits kraulen, andererseits beißt er dann...)! Der Tierarzt meinte, daß die Chancen für die junge Dame momentan auf keinen Fall gut ständen, sondern daß es sogar möglich wäre, daß er sie "tothackt"!
Ich hab das dann auch meinem Vater erzählt, der ebenfalls mal einen etwas älteren Welli hatte, der auch Gesellschaft bekommen sollte - kurz darauf war die Wellidame tot!
Ich war dem zweiten Vogel gegenüber wirklich schon sehr aufgeschlosse, aber momentan ist es anscheinend ratsamer, wenn nicht...das "Dämliche" ist nur, daß es vorkommen kann, daß er bei jeder weiteren Balz ebenso reagiert. Der Arzt hat mir einige Tips gegeben, und gesagt, ich soll auf jeden Fall noch warten und beobachten. Er zeigt an und für sich keine Psychose, er ist nur "zwiegespalten" und einfach überaktiv.
Als ich heute vom Tierarzt zurückkam, war er anschmiegsam, kam um sich füttern zu lassen und war größtenteils gut drauf.
Ich werd ihn momentan einfach weiter beobachten und so gut es geht, beschäftigen...weil einen zweiten Vogel, der dann eventuell dran glauben muß - nee, das will ich auch nicht. Lieber mal abwarten und nichts überstürzen!
Ach ja, da ist er, der kleine Übeltäter:
http://vogelart.de/forum/NonCGI/uploads/kruemel.jpg
Aber auf jeden Fall mal "Danke" für die Vorschläge und die Informationen,
mfg,
Karin
Gast
14. April 2000, 00:48
Beitrag wurde auf Wunsch der Autors gelöscht.
heike-mn
14. April 2000, 08:51
Hallo Karin,
es tut mir leid, daß Du Dir und Deinem Krümel und Deinem Freund nicht helfen lassen willst, denn was Deinem Vogel offensichtlich fehlt (für alle hier ist es offensichtlich, nur leider für Dich nicht), ist ein Partner, nichts anderes, der Vogel ist nicht hyperaktiv, sondern einfach furchtbar einsam und dadurch gnadenlos eifersüchtig. Was spricht dagegen, einen 2. Nymph in einem Käfig neben den von Krümel zu stellen ? Es ist auf jeden Fall einen Versuch wert und ein vernünftiger Züchter wird den Vogel auf jeden Fall zurücknehmen oder tauschen, wenn es mit dem einen nicht klappt. Aber solange Du nicht den Versuch wagst, wird sich an Krümels Verhalten nichts ändern. Alle, wirklich alle, wollen helfen, aber der Tierarzt, der vielleicht überhaupt keine Erfahrung hat mit Vogelhaltung, gibt den Ausschlag ? Du sollst die beiden ja nicht sofort zueinander lassen, der "Neue" sollte ruhig ne Weile von Krümel getrennt sein, damit Krümel sich überhaupt dran gewöhnt, dass nicht ein Teddy sein Wünsche befriedigen kann, sondern nur ein Artgenosse und nichts anderes, kein Spiegel, kein menschlicher "Partner", kein gar nichts.
Denk bitte nicht so selbstsüchtig, sondern an den Vogel und wie Du ihn glücklich machen kannst, Du hast Verantwortung dem Tier gegenüber.
Trauriger Gruß
Heike
phantomine
14. April 2000, 09:33
Hallo Heike!
Also erstens: ich weiß nicht, aber ich kenn den Tierarzt schon sehr lange....und bis jetzt war's noch immer so, daß er sich ausnehmend viel Zeit für seine Patienten hatte und nicht der Typ Arzt ist, der auf jeden Fall immer mit starken Medikamenten behandeln muß, sondern der hilfsbereit ist und auf die Tiere eingeht....
Zweitens: die Möglichkeit eines zweiten Vogels hab ich erwogen! Durchaus! Und den Vorschlag unterbreitet - eben zweiter Käfig, langsam angewöhnen......!
Vielleicht kann ich's auch nicht richtig verständlich machen, aber einen Vogel opfern, wenn mir schon dringend davon abgeraten wird, das will ich dann auch nicht!!! Und ehrlich gesagt, find ich Dich etwas eigenartig - gehst Du mit Deinen Tieren zum Tierarzt um dann das genaue Gegenteil davon zu tun!!
Ich habe nur gesagt, daß ich ihn momenatn weiter beobachten möchte und wenn's nicht hinhaut, was der Arzt gesagt hat, kann man's ja noch immer probieren!!!
Der Tierarzt war bis jetzt bei meinen Tieren noch immer auf der richtigen Spur!
Und, weißt Du was, wenn ich selbstsüchtig genug denken würde, dann hätt ich nur einen anderen Tierarzt aufsuchen müssen (davon gibts auch genug), die eine Art Beruhigungmittel bereitstellen, damit er die Klappe hält!!! Aber sowas will ich auf keinen Fall!
mfg,
Karin!
heike-mn
14. April 2000, 10:58
Hallo Karin,
ich kenne weder Dich noch Deinen TA, halte den Rat Deines TA trotzdem für falsch, aber das mußt Du entscheiden. Er sieht den Vogel jetzt nur da im Behandlungszimmer, oder nimmt er sich auch die Zeit, Dich zu Hause zu besuchen und Krümel zu beobachten ? Wohl nicht, ist auch ein bisschen viel verlangt, aber ein Tierarzt muß nicht immer recht haben. Es ist bei Krümel ja wohl auch eher weniger ein medizinisches Problem, sondern ein psychisches und ob da ein Mensch in Weiß immer recht hat ? Es geht ja nicht darum, einen weiteren Vogel zu opfern, das hat niemand verlangt oder erwartet, es wurden sehr viele Vorschläge gemacht, wie Du daran gehen kannst. Du opferst halt jetzt nur Deinen Krümel, der offensichtlich leidet, wo zumindest der Versuch einer Änderung schon viel bewirken kann. Es erwartet auch niemand, dass Du Deinen Krümel mit Medikamenten vollpumpst, niemand will das, ich appeliere nur an Dein Verantwortungsbewußtsein als Tierliebhaberin, den Vogel zu seinem Recht kommen zu lassen und das ist nun mal ein Partner. Er ist erst drei Jahre alt und wird diese Phasen immer wieder haben, magst Du Dir, Krümel und Deinem Freund das zumuten ?
Immer noch traurig, Heike
phantomine
14. April 2000, 11:20
Hallo Heike!
Also, der TA würde das schon machen - er hat's auch mit unserem Hund schon einmal gemacht - das Beobachten! Nur halte ich's nicht für Notwendig, weil ich die ganze zeit neben bin und ihn beobachte, und in einem längeren Gespräch sein Verhalten auch genauer beschreiben kann - solange kann der TA gar nicht dasein!
Das einzige, was ich will, ist im Moment dem Vorschlag des TA's zu folgen und wenn die Vorschläge KEINE Wirkung zeigen, dann werd' ich's versuchen.....aber wie schon gesagt; ich hab's dem TA vorgeschlagen, und logischerweise schon mit zweitem Käfig, Eingewöhnungszeit etc... aber das Problem ist ja, das er eben genau dann event. den zweiten killt, WENN er wieder diese Phase hat.
Zuerst gehört überprüft, ob er sein Verhalten dauerhaft ändert und erst dann kann ich überlegen, ob ein zweiter Vogel angebracht ist, denn wenn er sich wieder so verhält, wär es möglich, daß er den Vogel killt, weil er einfach überaktiv und ambivalent ist. Er muß sich erst beruhigen und er muß deutlich zeigen, was er möchte, also entweder Kraulen oder Beißen, entweder aus dem Käfig oder eindeutig drinnen bleiben.
Weil er sich eben so komisch benimmt, soll ich ihm keinen dazugeben - zumindest vorläufig - ich hab den Vorschlag gestern im Laufe des Gesprächs 3x angeschnitten, um Klarheit darüber zu erlangen und auch klar auszudrücken, wie ich an die Durchführung dieses Experiments denke....
Ich bin auch ein wenig verwirrt, aber ich will in Ruhe überlegen können, und alle Optionen geprüft haben, und bis jetzt hat es ja schließlich noch nie ein Problem mit ihm gegeben. Wenn ich ältere Themen lese, dann kann ich sagen, daß er sich sonst wie ein "normaler" Vogel benimmt, nur das manche Hennen z.B.: an Legenot leiden (kann auch in Paarhaltung vorkommen) und er halt anders extrem übermütig ist - das war er schon immer, nur das es sich halt jetzt in der Balz zu einem Extrem gesteigert hat!
mfg,
Karin!
phantomine
14. April 2000, 13:44
Hallo Jana!
Also, erstmals "Danke".
Holunderzweige und ähnliches dürfte ich am Sonntag bei meinen Eltern auftreiben können, die haben nämlich gleich einen Wald, der in der Nähe gleich anschließt. Gute Idee! Bei den Wassertrieben weiß ich, daß er sie mit Vorliebe zerlegt!
Und, ja, stimmt, mein Freund ist damals mit eingezogen und das Blöde ist, daß sich wirklich BEIDE nicht ausstehen können - der eine ist eifersüchtig auf den anderen(!) und das gilt wirklich auch umgekehrt! Krümelchen hat sich auch noch genau den Lieblingsessel zum Draufsitzen ausgesucht, auf dem auch mein Freund mit Begeisterung sitzt.
Ja, ja, hellseherische Fähigkeiten! Genau! Manchmal ist er echt begeistert, wenn ich in unseren Ofen setzte (selbstverständlich kalt und nicht hinein, sondern in das Gestell außen herum), da drin kann er nämlich so richtig turnen und sich super verstecken - ist auch "Gott sei Dank" absolut sicher (hab's natürlich vorher angeshen!)! Manchmal nutzts aber leider gar nichts.....
Mal sehen, vieleicht kann ich meinen Freund mal überreden ihn zu füttern oder ähnliches...wäre natürlich nicht schlecht, wenn die beiden sich mal vertragen würden! Durch den Umzug hat sich natürlich auch einiges verändert - der Hund ist nicht mehr zum Ärgern da (eine der Hauptbeschäftigungen gewesen) und meine Schwester auch nicht, mit ihr hat er sich "notfalls" auch noch abgegeben!! Aber nur, wenn ich nicht da war!!
Ich werd' jetzt wohl mal Zweige sammeln und ihn weiterhin beobachten....
mfg,
Karin!
Elli
16. April 2000, 00:08
Hallo Karin!
Ich hatte das Problem mit zwar nicht so schlimm wie du aber wir wusten mit unserem N.auch langsam nicht mehr wie und was!
Und nun haben wir seit Sonntag einen zweiten von der Anke bekommen und siehe da sie verstehen sich solangsam immer besser!Und was wir auch machen sie werden beide gleich behandelt und erhalten auch gleichzeitig ihr Futter,zwar jeder in seinem Käfig aber immer zum gleichen zeitpunkt!Und was auch wichtig war wir haben unseren N.der Hausrecht hat auf einen anderen Platz gestellt!Damit er nicht so domenant ist!
Du siehst es geht,mein TA hat ir auch nicht glei dazu geraten!
Mein Freund hat sich am Anfang auch so verhalten wie deiner und jetzt werden sie immer mehr ein Herz und eine Selle!
Ich hoffe das es bei dir auch bald so weit ist!
Grüsse Elli
phantomine
16. April 2000, 00:22
Hallo Elli!
Naja, spielen, ist wohl nicht das richtige Wort! Krümelchen hat es genossen, den Hund zu ärgern. Er flog so tief es ging über den Hund drüber; wenn er am Boden spazierenging, dann mit Sicherheit direkt vor seiner Nase; irrwitzige Landemanöver direkt neben dem Hund, waren eine seiner Lieblingsbeschäftigungen. Als der Hund mal hier zu Besuch war, hat er es sich nicht nehmen lassen, ihm den Aufenthalt hier so unangenehm wie möglich zu machen (direkt auf der Couch landen, mitgehen beim Tee holen - obwohl er sonst nie mit dabei ist....)! Wär schon möglich, daß ihm auch der Hund fehlt...aber direkten Kontakt hatten sie nie, da hatte der Hund viel zu viel Angst vor ihm!
Naja, teilweise haben sich schon Besserungen eingestellt, ich werd' ncoh ein wenig abwarten und Tee trinken *g*!
mfg,
Karin!
Anke
16. April 2000, 09:30
Liebe Elli,
ich bin so froh, das zu lesen!
Du machst das wirklich toll, ich glaube, Charly hat riesengroßes Glück gehabt, daß er zu Dir gekommen ist.
Wer weiß, vielleicht hat es einfach so sein sollen...?
viele Grüße,
Anke
Elli
16. April 2000, 11:51
Hallo Anke!
Da sprichst Du ein wahres Wort!
Charli wird auch immer frecher,vorallem wenn wir besuch bekommen!Jeder wir Angeflogen und begrüsst! Und was jetzt auch immer besser klappt sie gehen auch zusammen in den Käfig von Bubi zum Fressen!
Du siehst Karin es kann gehen,den die Vögel machen das schon!
Was ich dich noch fragen wollte:konnte dein Krümel früher mit dem Hund den ganzen Tag spielen?Den wen ja dan vermisst er ihn!Ich kenn das von Früher meine Schwester hat eine Amazone und die hatt immer mit unserem Schäferhund gespielt und jetzt ist unsere Senta nicht mehr und Ricko war am Anfang(ca.1/2)tifftraurig vielleicht liegt es daran!
Grüsse Elli
Gast
16. April 2000, 18:02
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phantomine
17. April 2000, 21:49
Hallo!
Ich wollte nur 'mal kurz berichten.
Also, heute war ein äußerst angenehmer Tag. Der Kleine stiefelte laufend hinter mir her / oder ich nahm ihn mit (je nachdem wie er drauf ist), wenn ich das Zimmer wechselte, aber ohne zu quietschen und er suchte sich sofort Beschäftigungen, die ihn sogar zufriedenstellen konnten!!!!!
Er hat sich versteckt, Sachen (Bücher - autsch) zerfetzt...wie üblich!!!
Am Abend kam er dann, um ein wenig mitzunaschen, bevor er dann doch schlafenging!
Meinen Freund konnte ich heute auch mal überreden ihn halbwegs nett zu behandeln (auf gut Deutsch: ignorieren)!
Hätte echt nie gedacht, daß ein Umzug und die dazugehörigen veränderungen einen solchen Eindruck auf ihn machen könnten...
Naja, mal weitersehen,
hoffentlich läufts annähernd ähnlich weiter wie heute,
bis bald,
Karin!
Elli
18. April 2000, 15:42
Hallo Karin!
Ich hoffe das es weiter so toll klapt und dein Krümmel bald eine nette N-Dame an seiner seite hatt!
Grüsse Elli
Kerstin
01. May 2000, 18:24
Hallo Karin,
ich kenne Dein Problem. Ich habe meinem Vogel, als er zwei Jahre alt war, einen zweiten gekauft. Vergiß es, die beiden sind nie warm geworden. Er lebt jetzt seit 6 Jahren alleine bei mir. Per Zufall habe ich herausgefunden, dass er auf die Kleenex-Schachteln von ALDI steht. Er zerreißt sie und trägt die Stückchen mit sich herum. So kann ich auch sein Schreien stoppen, ich muß nur auf die Kiste klopfen, dann piepst er.
Leider ist er jetzt sehr krank. Ich hoffe, jemand hier kann mir Tipps geben. Aber da schreib ich einen neuen Beitrag.
Ich hoffe, Du findest die passende Lösung für Deinen Schreihals.
Liebe Grüsse
Kerstin
Ich hatte schon mal einen Beitrag begonnen, dann ist mir nach einem langen Text der REchner abgestürzt und ich mochte eigentlich nicht mehr, aber nun muß ich wohl doch wieder anfangen....
Liebe Phantomine,
Dein Tierarzt meint es sicher gut, aber ich glaube nicht, daß er die Situation richtig einschätzt.
Wer es wirklich schafft, daß ein Nymphensittich oder ein Wellensittich seinen Partner bei der Verpaarung tötet, der hat gravierende Fehler gemacht, das kann ich anders nicht sagen, sonst hätten die Vögel keine Gelegenheit dazu, das ist mein Ernst.
Ich empfehle auch immer, gerade bei Problemkandidaten, auf getrennte Käfige nicht zu verzichten und dafür werde ich von vielen Nymphen- und Wellihaltern oft belächelt, denn diese Tiere sind von Natur aus nicht aggressiv. Da ich aber auch schon so meine Erfahrung mit Vögeln gesammelt habe, die durch falsche Haltung ein Fehlverhalten entwickelt haben, weiß ich, daß Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist und diese Maßnahmen niemals schaden. Ich würde aber niemals von vornherein einen Verpaarungsversuch ablehnen und bisher hat mir die Realität immer Recht gegeben, daß es sich auf jeden Fall lohnt. Freilich kann ich dann nicht erwarten, daß ich zwei Vögel in den Käfig stecken kann und zwei Stunden später kraulen sie sich. Wer das tut, riskiert eben Tote.
Liebe Kerstin, daß Deine Nymphen nicht warm geworden sind, liegt wohl keinesfalls an dem jugendlichen Alter des ersten zweijährigen Vogels, sondern mit großer Sicherheit an den verschiedenen Charakteren der beiden. Wenn Du mal in Dich gehst und vergleichst, wirst Du mir sicherlich Recht geben, daß sie sehr verschieden auftreten. Es gibt unter Vögeln ebenso heftige Sympathien und Antipathien wie unter Menschen. Genauso, wie Du Menschen kennst, die Du gern magst oder liebst, kennst Du sicherlich auch welche, mit denen Du keine zwei Wochen verbringen möchtest. So geht es auch den Tieren. Da muß man Verständnis haben, wenn sich nicht der erstbeste Kamerad als Volltreffer herausstellt. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle. Zwei Hennen müssen sich weiß Gott nicht mögen.
Insofern kann ich nur empfehlen: Zwei Käfige benutzen, den Vogel auf Probe übernehmen (aus Tierheim, von privat etc.), die beiden sich erst einmal mit Sicherheitsabstand "beschnuppern" lassen. Die mögliche Eifersucht des alteingesessenen ignorieren, die ist normal. Den neuen nicht bevorzugen, aber auch den alten weitgehend ignorieren. Der Vogel muß erkennen, daß Du nicht die Hauptbezugsperson bist, sonst ist jede Mühe vergebens. Der Vogel muß sich neu orientieren. Das passiert nicht sofort, das kann sogar eine ganze Weile dauern und vor allem, man darf niemals vergessen, in welcher Zwickmühle sich der Kleine befindet: einerseits leben Nymphen monogam, geben ihren Partner also bis zum Tod nicht auf, andererseits kann der Mensch den Partner nicht ersetzen und die Bedürfnisse des Tieres befriedigen.
Deshalb muß er sich von seinem Menschen verstoßen fühlen, um den neuen Artgenossen nicht als Rivalen, sondern als potentiellen Partner anzusehen. Deshalb muß man das Tier erst einmal "verlassen", damit dieses seine Einsamkeit überwinden kann.
Genau dieser Punkt erscheint vielen Vogelhaltern zu nervig, zu aufwendig und zu grausam, dabei ist es das kleinere Übel, den Nymphen vielleicht 14 Tage lang zu enttäuschen. Er hat ein glückliches Vogelleben für viele Jahre zu gewinnen, wenn er vielleicht einige Tage leidet. Sicherlich kostet es Nerven, das Tier rufen zu lassen, aber da muß der Vogelhalter durch, schließlich hätte er ja den Ärger von Anfang an vermeiden können, wenn er gleich vorausschauender beim Kauf gewesen wäre. Aber, egal, ob die mangelhafte Beratung daran Schuld war oder was auch immer, Medizin ist oft bitter, aber sie hilft.
Du mußt daran denken, daß im Moment noch nicht alles verloren ist, aber je länger man wartet, desto schwieriger wird es, den Vogel wieder zu resozialisieren. Die kleinen Macken zu Beginn könnten sich festfahren. Das ist eine Sache, die wie eine innere Bombe tickt. Der Vogel hat seine Geschlechtsreife erreicht, besitzt die nötige Dominanz, die ihn mit Sicherheit eine Henne in Freiheit sichern würde, aber hat kein Objekt seiner Begierde. Das ist eine Sache, in die er sich gefährlich hineinsteigern kann. Gerade dominante Hähne neigen zu Aggressivität, während ruhigere sich eher damit abfinden, leer auszugehen oder besonders zurückhaltende, sensible eher mal in der Selbstverstümmelung enden.
Liebe Phantomine, Du hattest in einer früheren Mail geschrieben, daß Du bisher noch nie von Problemen gehört hast, die alleinlebende Nymphen zeigen. Da gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder, Du hast wirklich das Glück, eine Reihe von durchschnittlich dominanten Hähnen zu kennen, die alle guten Familienanschluß gefunden haben oder aber Dein Blick ist nicht besonders gut für die Probleme geschärft. Tatsache ist eins: Jeder allein gehaltene Papagei verändert auf der Suche nach enger Gesellschaft sein Verhalten. Vom Prinzip her könnte man, wollte man kleinkariert sein, jede Verhaltensänderung als "Störung" bezeichnen. Nun gibt es aber Dinge, die allein nicht schlimm sind. Wenn ein Vogel gern spricht, heißt das nur, daß er sich mit jemanden unterhalten möchte und da der Mensch niemals "Nymphisch" lernt, versucht er eben, mit menschlichen Worten Kontakt aufzunehmen. Das unbändige Bedürfnis nach ständiger Gesellschaft und Kontakt, was allen Papageien innewohnt, läßt ihn solche Dinge vollbringen, zu denen Menschen außerstande sind. Wir verstehen die Vogelsprache nicht oder wissen sie nur schemenhaft zu deuten, manche Großpapageien reden in ganzen Sätzen und zwar nicht als Plapperei, sondern mit echtem Inhalt.
Wenn ein Vogel auf der Suche nach einem Geschlechtspartner aber Stofftiere begattet, ist es eigentlich schon ein größeres Drama, denn der Vogel reagiert sich an dem leblosen Tier ab, nachdem das Kuscheltier alle seine Werbungen ignoriert hat. Eigentlich braucht der Vogel ja nicht nur die Erleichterung, sondern eben auch das ganze Paarungsritual, die gegenseitige Gefiederpflege, das Balzen - all das gehört eigentlich dringend dazu. WEnn Menschen dies oder gar die Paarungsaufforderung an den Menschen amüsant finden, wird mir innerlich übel, denn das nimmt dem Tier nicht nur jede Würde, sondern ist ein Hohn auf die innere Zerrissenheit und Seelenqual des Tieres.
Das sind die Hähne. Die Hennen neigen oft zu Dauerlegerei. Ein Phänomen, dessen Ernst von vielen Vogelhaltern sehr unterschätzt wird. Daß das Tier Eier legt, finden viele noch niedlich. Daß die Henne damit mit ihrer Gesundheit oder gar mit ihrem Leben spielt, ist vielen nicht bewußt. Und gerade Nymphenhennen sind dafür berühmt-berüchtigt.
Auch die scheinbar fröhlichen und glücklichen Einzeltiere sind zeitweise sehr traurig und deprimiert, nämlich, wenn sie allein sein müssen. Ein Papagei ist eigentlich 24 h am Tag mit seinem Partner zusammen. Das kann ein Mensch nicht erfüllen.
Ist der Vogel dann stundenlang allein, sitzt er oft apathisch in der Ecke oder ruft ständig nach seinem Partner. Das tut auch ein "normaler" Nymphie, wenn er seinen Partner aus den Augen verliert, aber die Lockrufe dienen dazu, ihm den Weg zurück zu weisen. Er bleibt nicht lang allein.
Ist der Vogel aber dominant, reagiert er unwirsch und teilweise sogar brutal. Da wird der Spiegel zerzaust und geschüttelt, die Glocke malträtiert, das Spielzeug oder das Stofftier nach Strich und Faden getreten und gehackt.
Das ist eigentlich eine geistesgestörte Reaktion, denn kein Nymphie
würde sich so im Schwarm bewegen. Selbst Attakten zwischen rivalisierenden Vögeln enden selten im direkten Angriff. Scheinhacken und Drohgebärden sind die normale Art, den Gegner einzuschüchtern. Da tote Gegenstände darauf nicht reagieren, fühlt sich der einsame Nymphie ständig zu einer echten Attacke animiert. Das macht ihn insgesamt aggressiv.
Mitunter richtet sich dieses Verhalten auch gegen den Besitzer, die den Vogel dann als launisch und beißfreudig abstempeln. Wird er deshalb weggesperrt, wird er oft nur noch aggressiver. Ihm diese Marotte dann wieder auszutreiben ist zeitauf
phantomine
02. May 2000, 17:17
Hallo Silke!
Ich wollte nur kurz anfügen, daß ich bereits ein email an einen Züchter verfaßt habe, in der ich Situation und Entwicklung niedergeschrieben habe, und ich hoffe auf baldige Antwort! Es ging mir dabei darum, einfach NOCH eine Meinung einzuholen und dabei event. einen Züchter in meiner Gegend zu erfahren, mit dem ich alles weitere besprechen könnte!
Aber bis ich Antowrt erhalte, wird er auf jeden Fall allein bleiben können - schließlich war er bis jetzt allein, also wird er's noch ein paar Tage aushalten! Und momentan kann ich echt nur sagen, es geht bergauf! Er ist brav, sucht sich Beschäftigung (meine Bücher, und auch das Holzgestell werden arg hergenommen), ist anschmiegsam und neugierig - wie vorher auch schon!
Aber ein "Dankeschön" für die ausführliche Beschreibung der Verpaarung.
mfg,
Karin!
Das ist ein Wort, Karin!
Ich will Dich ja nicht säuselig reden, sondern nur mal einen Denkanstoß geben, so daß Du vielleicht die einen oder anderen Worte im Kopf behältst und Deinen Nymphie beobachtest. Wenn Du dann vielleicht feststellst, daß meine Prognosen zutreffen, kannst Du Dich ja darauf besinnen, was ich Dir geraten habe.
Ich wünsche Dir viel Erfolg.
Gruß, Silke.
phantomine
28. May 2000, 21:53
Hallo an alle!
Wieder da!
Also, heute hab ich ihm am Nachmittag eine Partnerin besorgt - "Schneckerl"!
Mein Freund hat sich bereiterklärt, sich um sie zu bemühen, damit wir sie auch halbwegs zahm bekommen! Ich mußte ihr heute allerdings im Käfig helfen und sie stieg bereitwillig auf meinen Finger, nachdem sie ihre anfängliche Starrheit - nach dem Transport - überwunden hatte!
Mein Krümelchen war anfangs leicht nervös *g*, aber nachdem ich ihn behutsam - und das kann halt wirklich nur ich tun, weil er zu niemandem sonst Vertrauen hat - in ihre Nähe gebracht habe, hat er sich sogar mal auf ihren Käfig gesetzt und sie beobachtet. Schneckerl ist ihm anscheinend zugetan, da sie ruhiger wird, wenn er in der Nähe ist - er beobachtet vorläufig noch, aber es gab kein lautes Kreischen - kein Hacken in ihre Richtung (weil heraußen war sie noch nicht) oder extremes Herumfliegen.Allerdings stellt er die Flügel auf, wenn sie ihm zunahe kommt - er ist halt ein Angsthase! Er fliegt nur dann,wenn sie ihm Käfig auffliegen probiert. Sie ist jetzt 1 - 2 Jahre alt und Volieren gewöhnt - also in dem Käfig, der eine Übergangslösung war (ist -sie soll dann schließlich umziehen), ist es doch eng, und sie rennt wie wahnsinnig drin herum. Hoffentlich nur die ersten Tage. Meiner wollte heute doch seine Ruhe haben beim Schlafen und ich mußte ihn abdecken, damit er sie nicht laufend im Blickfeld hat - das wollte er dann offensichtlich doch noch nicht.
Er wohnt im Wohnzimmer - aus dem Weg gehen ist schwer möglich, aber ich verlasse das Zimmer immer öfter, damit sie sich annähern können. Er saß heute schon ein gute halbe Stunde in der Nähe ihres Käfigs und hat für sie gesungen - ganz allein im Zimmer, normalerweise wäre er mir schon lange hinterher. Mein Freund und ich haben sie aus dem Vorzimmer heraus beobachtet. Ich ein bißchen mehr versteckt, damit er nicht gleich zu mir kommt.
Er balzt momentan nicht mehr - also denke ich, daß er auch nicht aggresiv sein wird. Er braucht aber anscheinend noch immer Ruhepausen (na klar, sie ist ja erst Stunden hier... ich weiß, was erwarte ich eigentlich *ggg*) - dann haut er zu mir ab oder ins Bad. Ich laß ihn ein bißchen - bring ihn dann aber wieder ins Wohnzimmer, damit er sich an ihre Anwesenheit gehwöhnt!
Hoffentlich hauts hin - sie ist ein wirklich schöner Vogel - eine zimtgeperlte Henne! Naja, diese Nacht werd ich wohl ein Licht anlassen, damit sich beide nicht wegen irgendwas erschrecken!!
Mal sehen, wie die beiden weitermachen!
mfg, Karin ;-)
Beitrag wurde auf Wunsch der Autors gelöscht.
Carina
06. June 2000, 19:12
Hallo Karin, http://www.vogelnetzwerk.de/forum/smile.gif
zufällig habe ich Deinen Beitrag gelesen. Ich kann Dir nur sagen, Dein Krümel fühlt sich einsam. und wenns Du Dir richtig überlegst wirst Du auch zu dem Schluß kommen. stell Dir doch mal bitte vor Du würdest irgendwo mit Tieren eingesperrt. Ja ja ich weiß Du läßt ihn auch fliegen. Doch ist es bei weiten nicht was ein Nymphe in freier Natur hat. Ich denke wenn man schon so einen Vogel hält dann sollte es doch paarweise sein. Eine hunderprozentige artgerechte Haltung läßt sich ja nicht bewerkstelligen. Aber man sollte es wenigsten annähern versuchen, das heißt ihn auch einen Partner geben. So ein Vogel braucht genau wie Du einen Partner, sonst dreht er irgendwann mal durch. Sei es das er immer "ohne Grund schreit" oder er fängt an zu rupfen oder er verkümmert und verweigert vieleicht sogar die Nahrungsaufnahme. Irgendwas wird mit Sicherheit mal eintreten.
die Tiere sind nicht anders wie wir Menschen auch. Sie und wir brauchen unsere eigene Spezies. Denk doch bitte mal darüber nach. Dein Nymphe schreit nicht ohne Grund.
Alles Liebe http://www.vogelnetzwerk.de/forum/smile.gif
Carina, sei bitte nicht böse das ich dies hier schrieb, ich mein es nur gut mit Euch Beiden http://www.vogelnetzwerk.de/forum/smile.gif
ohess
09. June 2000, 16:07
Hallo Leute! Ich möchte mal etwas zu diesem Thema sagen: Angefangen habe ich mit einem einzelnen Sittich. Gut, wenn ich zuhause war, und ich war so oft wie möglich zuhause, war er total anhänglich und verschmust. Aber wehe, ich habe die Wohnung verlassen. Dann war die Hölle los, stundenlanges Schreien und so weiter. Nach ca. einem halben Jahr war ein Bekannter von mir gezwungen, seine Nymphe abzugeben, dieser war ebenfalls handzahm und zutraulich. Beide mochten sich zuerst nicht, nach einer Woche waren sie schon unzertrennlich. Und beide kamen und kommen sogar heute nach 8 Jahren sehr oft zum Schmusen zu mir. Mittlerweile habe ich 4, da mir der dritte, auch wenn es unglaublich ist, zugeflogen ist, er wurde wohl von den Rufen der anderen angelockt. Aus Symmetriegründen habe ich dann noch einen Vierten zugekauft (insgesammt 3 Männchen und ein Weibchen). Und sie verstehen sich prima, natürlich gibt es ab und zu mal Streit und Kämpfe, aber echt selten und nie bösartig, und in der Natur kommt das ja wohl auch vor. Die 4 dürfen zwei Zimmer uneingeschränkt benutzen, abends gehen sie von selber(jedenfalls an 9 von 10 Tagen) in ihre 3 Käfige (da 2 ein Pärchen gebildet haben). Alles völlig streßfrei. Und der große Vorteil ist: Man kann sie durchaus mal eine Woche alleine lassen, Bekannte geben ihnen dann jeden Tag Frischwasser und Futter, ansonsten kommen sie prima alleine zurecht.
Und dennoch ist die Bindung der ersten beiden an mich völlig intakt. Der Zugeflogene war zwar scheu, wird aber so langsam auch zutraulich, ebenso die Vierte, wenn auch nicht handzahm. Auch wenn einige behaupten, es schade nicht, ein Einzeltier zu halten, ich bin da völlig anderer Meinung. Nymphen leben nun mal naturgemäß in großen Gruppen und nicht alleine, und ein Einzeltier mag sich noch so sehr an die menschliche Bezugsperson gewöhnen, einen Artgenossen kann dieser nie ersetzen. Er spricht nicht ihre Sprache und der Nymphensittich kann auch nur beschränkt von ihnen lernen. Man stelle sich mal vor, man nehme ein menschliches Baby und lasse es von einer Affenherde großziehen, ob das nun rein biologisch funktionieren würde oder nicht, es würde niemals ein Wesen mit
menschlichem Sozialverhalten und Fertigkeiten daraus. Und für Tiere gilt genau daselbe: Sie brauchen Kontakt zu ihren Artgenossen, um voneinander zu lernen und miteinander zu kommunizieren. Dies soll weder eine Belehrung noch Beschimpfung sein, sondern lediglich ein Anstoß nachzudenken. Und man sollte auch nicht uneingeschränkt alles glauben, was einem die Züchter erzählen, sicherlich gibt es viele hervorragende Züchter, aber eben auch andere. Und ich habe noch nie von einem Züchter gehört, das es toll ist, Nymphensittiche als Einzeltier zu halten, im Gegenteil, ich war erst vor kurzem auf einer Vogelausstellung und habe mich mit einigen Züchtern unterhalten. Und die waren alle der Meinung, man sollte mindestens 2 Tiere halten, und das sehe ich genauso.
Gruß Olaf
PetraD
11. June 2000, 16:43
Dein Vogel ist frustriert und durcheinander.
Voegel haben eine Peckingorder.
Dein Vogel weis nicht wie er bei dir steht.
Wenn er dich beisst tust du deine Handzurueck ziehen das zeigt Ihn deine schweche und er will dir zeigen das er Flockleiter sein will.
Das ist alles naturliches Verhalten.
Du darfst keine angst zeigen.
Wenn er agression zeigt, dann lass ihm in ruhe. Alle die dich kritisieren, weil du nur
einen Vogel haben moechtest. Kein Haustier wird Artgerecht gehalten, NICHT EINS.
Mussen alle Haustiere freigelassen werden?
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