PDA

Vollständige Version anzeigen : Was für Finken?



Der Freund aller Tiere
04. July 2004, 09:35
Halloi Vogelfreunde :0-

Ich habe einen Finken wo ich nicht weiss was das ist.
Es ist ein Männchen, zu Balltz bekommt es einen langen Schwanz.
Den langen schwanz verliert er nach der der Balltz wieder.
Er ist schwarz weiss & hat ein roten schnabel.
Sie legen ihre Eier in ein Fremdes Nest.

Das Weibchen ist hellbraun schwartz, und hat einen kurtzen schwanz.

Ich hoffe das ihr mir schon helfen könnt, wenn nicht kommen die Fottos.

Lieben Gruss Matthias :0-

Der Freund aller Tiere
04. July 2004, 10:18
Halloi nocheinmal ;)

Der fremde Vogel macht baltzlaute, und die Gouldsamadine singt mit :D
Das ist ja lustig. :cheesy:

Lieben Gruss Matthias :0-

Sveno
04. July 2004, 10:23
Das sollte wohl eine (Spitzschwanz-) Paradieswitwe sein.

Gruß

Sveno

Munia maja
04. July 2004, 10:29
Hallo Matthias,

hört sich nach einer Dominikanerwitwe an.
Schau mal diese Links an:

www.honoluluzoo.org/images/pin-tailed_whydah.htm

www.wildlifesafari.info/pintailed_whydah.htm


Sind es solche Vögel?

MfG,
Steffi

Der Freund aller Tiere
04. July 2004, 10:35
Halloi :0-

Ja genau das sind sie, auf den ersten ling ist das Weibchen zu sehen und auf den zweiten das Männchen.
Wie heisst der Vogel, Dominikanerwitwe?

Liebe Grüss Matthias :0-

RSC
04. July 2004, 10:47
finkenliebhaber,

die zucht von witwen ist schwer aber interessant, ich selber versuche es mit senegel-, und spitzschwanz-paradieswitwen; stroh-, königs-, dominkanerwitwe und neumanns atlaswitwe.

da sie brutparasitieren und sich bei prachtfinken "einnisten" sind sie ähnlich unserem kuckuck.

wen du mehr info´s zu denen willst frag mich :-P

Munia maja
04. July 2004, 10:49
Hallo Matthias,

na also!
Dominikanerwitwen sind Brutparasiten, die auch gerne mal Eier aus den Nestern anderer Vögel klauen bzw. beschädigen. Deshalb aufpassen, wenn Du sie mit Prachtfinken zusammenhältst.
Unter der Suchfunktion findest Du sicher noch einige interessante Beiträge zu dieser Art.

MfG,
Steffi

RSC
04. July 2004, 10:51
hallo steffi,

dem kann ich nciht ganz zustimmen!

ich habe mittlerweile 7 junge dominikaner auf die stange bekommen (da ein weibchen meißt nur 1 bis 3 eier legt nicht wenig).

und ich weiß, das die gelege nicht zerstöhrt werden!


ich selber züchte sie mit grau- und wellenastrilden, wobei auffällig ist, das letztere bevorzugt werden.

Der Freund aller Tiere
04. July 2004, 11:06
Halloi ;)

Ich habe mir gedacht die eigenarten der Finken zu nutzen.
Ich will sie mit J.-Mövchen zusammen setzen.
Ich denke das dies okay ist, ich weiss das sie die Eier in andere Nester legen.
Aber wenn sie anfangen das Nest zu zerstören ist es nicht schön. Aber dann muss ich einkreifen.

Meine Finken scheinen sich ja bei mir wirglich wohl zu fühlen, nach einer eingewöhnungszeit von einer Woche fangen sie an mit Balzen. :D
Naja, sollen sie machen was sie wollen. :D

Lieben Gruss Matthias :0-

RSC
04. July 2004, 11:17
also die mövchen werden sicher nciht einmal beachtet!!!

für witwen sind eher afrikanische prachtfinken interessant, und das auch spezialisierte

Der Freund aller Tiere
04. July 2004, 11:39
Halloi ;)

Aha okay, gut zu wissen ;)
Ich danke euch für die tips, mal sehn ob ich das überhaubt schaffe sie zu züchten. ;)
Muss ja nicht alles auf einmal sein, schrit für schrit ist auch gut, oder sogar besser. ;)

Lieben Gruss Matthias :0-

RSC
04. July 2004, 11:44
also was meinst du mit "sie züchten" die mövchen oder die witwen ?

sorry aber das ist für mich nicht so klar ersichtlich

Der Freund aller Tiere
04. July 2004, 11:49
Halloi ;)

Ich denke das ich kein richtiger Züchter bin, und die Vögelchen so gut wie möglich halten will.
Freue mich aber natürlich immer über Babys, ich weiss nicht ob man da von Züchter reden kann.
Ich unterstütze das sie Babnys machen, und will es auch.
Ob man deshalb von Züchter reden kann. :s
Ich habe leiter bis jetzt nur einen getroffen der sich Züchter nannte, und das hat mir nicht gefallen.
Schrieb ich aber schon.

Lieben Gruss Matthias :0-

sigg
04. July 2004, 12:42
Hallo,

das Eierfressen ist bei den Witwen weit verbreitet.
Ich halte die verschiedenen Witwen seit Anfang 80 und alle 0,1 fingen nach einigen Monaten an, die Nester noch Eiern zu untersuchen und auch zu fressen.
Sogar Kanariennester wurden in der Voliere geplündert. Haltung in Volieren, von denen die kleinste 3,5 und die größte 30m³ Rauminhalt haben.
Arten in meinem Bestand.
Strohwitwe, Königswitwe un Dominikanerwitwe.
Wenn, wie beschrieben, es nicht zum Eierfressen gekommen ist, so hat der Züchterkollege wirklich Glück.
Mein Kompliment und Glückwünsche zum Zuchterfolg mit 7 JV.
Das hat wirklich Seltenheitswert.
Ich bin schon lange im Geschäft, aber bisher habe ich nur von Zufallserfolgen, die selten über einen JV hinausgingen, gehört.
Laß mal einen Zuchtbericht rüberwachsen, denn es interessiert mich wirklich brennend.

Gruß
Siggi

RSC
04. July 2004, 13:11
wen du mitglied in der VZE bist, dürftest du bald einen lesen könne, bereite nämlich eine monografie der witwen vor.


ja anfangs ist es auch bei mir glück gewesen....nur dann habe ich aus alter literatur tricks herausgefunden, mit anderen liebhabern gesprochen....


aber dominikaner sind noch einfach, denn grau und wellen brüten einfach....

mit meinen stroh und königs sieht es anders aus.

sigg
04. July 2004, 15:01
Hall RSC,

bin leider dort nicht Mitglied sondern in der AZ.
Habe aber gerade die Homepage von VZE besucht und wenn du dort deinen Zuchtbericht veröffentlichst, werde ich ihn mir "zu Gemüte" führen.
Gruß
Siggi

TimZ
04. July 2004, 15:38
in der az war mal ein bericht, wo dominikanerwitwen obwohl wellen und grauastrilde auch in der voliere lebten ihre eier bei DPA's ins nest legten..

RSC
04. July 2004, 20:51
sigg,

also auf der HP wird er nicht veröffentlicht, aber ich kann -wen er fertig ist- dir ja dann eine kopie schicken!


mfg


@ tim

ja ich konnte auch schon beobachten, das andere nester anderer vogelarten missbraucht werden, dies ist aus naturbeobachtungen schon länger bekannt.


mfg

sigg
04. July 2004, 21:52
Hallo,

ja es wäre nett, wenn du mir was rübermailen würdest.
Den Bericht in der AZ habe ich natürlich gelesen, aber ich habe so meine Zweifel!?
Ich interessiere mich deshalb so für die Witwenzucht, weil ich Mitte 1980 selbst Versuche mit Granat- und Veilchenastrilden, Stroh- und Königswitwen unternommen habe. Einige Granat- und Veilchenastrilde habe ich auf die Stange bekommen, aber keine Witwe; nicht einmal ein Ei.
Auch jetzt befinden sich noch Königswitwen und 1,0 Strohwitwe in meinem Besitz. Die Dominikaner habe ich abgegen, weil sie recht agressiv (1,0) wurden. Kann aber auch eine Ausnahmeerscheinung gewesen sein.

Gruß
Siggi

RSC
04. July 2004, 22:07
sigg,

da kann ich dir nen tipp geben wie es mit meiner königs geklappt hat.

ich habe in einer vitrine (150cm x 100 cm x 60cm) je ein paar granat und veilchen fliegen gehabt. (ging glücklicherweise auch gut!)

die bepflanzung war an den seiten und die hälfte der front war verdeckt (seitlich). die andere seite war auf 20cm breite und der gesamten kastenlänge mit einer künstilchen steinwand aufgebaut, aus der ein kleiner *wasserfall* ragte (per aquariumfiltrer gemacht) und in einem wasserbecken endete.

die besagten zwei paare waren gezeilt darin und nach vier monaten begannen sie mit dem nestbau, nun setzte ich erst 2 königsweibchen rein und ließ sie die nester begutachten, dann kam das männchen dazu (drei tage später).

erstaunlich war, das mäncnhen attakierte sofort das veilchen männchen, dann ging eines der weibchen zum nest und schlüpfte rein, würde aber vom veilchen weibchen verjagt.

ich denke das männchen hat angegriffen, damit das weibchen auskundschaften konnte.

eine kopulation der witwen kontne nicht beobachtet werden, ejdoch das die nester der granatina arten mehrfach innerhalb einer woche besucht wurden. nach zwei wochen, nahm ich die witwen raus.

als dann die jungen der granat (2) und veilchen (1) ausgeflogen sind, war auch ein anderes dabei, welches sich nach der masuer als 0,1 königs rausstellte.

leider verünglückte das tier, weil ich unachtsam war und bisher ist es der einzigste versuch gewesen, ich werde aber nächstes jahr wieder neu versuchen.


dann in voliere.

mfg

Der Freund aller Tiere
04. July 2004, 22:55
Halloi ;)

Ich danke für die Auskünfte. ;)
Ich werde es aber erst später versuchen, müsste mir auch erstmal die passenden Vögelchen hinzu kaufen.

Lieben Gruss Matthias

sigg
05. July 2004, 16:57
Hallo RCS,
danke für den Tip:
DieKopulation habe ich beobachtet, nachdem das 1,0 (Strohw.) seinen phantatischen Balzflug zeigte.
Das 1,0 läßt dabei laut seinen schönen Gesang hören, nur kann man sagen das die Strophen mindestens mit doppelter Lautstärke als beim 1,0 Granata. vorgetragen werden.

Gruß
Siggi

RSC
07. July 2004, 09:10
hi siggi,

ja das mit den stimmennachahmung ist bei einigen meiner wildfangwitwen ganz komisch, die singen eher strophen von blauastrilden (uraeginthus ssp.) nach.

bisher konnte ich auch nur eine meiner jungen senegal-paradieswitwen singen hören, also sonst verhalten sich eigenen nachzuchten bei mir ruhig, auch wen sie schon 3 jahre alt sind.

sigg
07. July 2004, 13:10
Hallo RCS,
ich glaube schon das das Brutverhalten, bezogen auf die Wirtsvögel, nicht so streng ist, wie vielfach beschrieben.
Streng logisch gesehen könnten in den Revieren der Stroh- oder Königswitwen in manchen Jahren sehr wenig, oder keine ihrer Wirtsvögel brüten, wenn sie hier nicht auf die nächsten Verwandten ausweichen könnten, wäre der eigene Fortbestand gefährdet.
Der Gesang sollte schon Aufschluß über den Wirtsvogel geben, da die jungen Witwen recht lange, laut Angabe von Vogelkundlern, mit den Zieheltern zusammen bleiben..
Versuch mal den Gesang auf Band aufzunehmen, probiere, ob du nicht aus dem Netz irgendwo Vogelgesänge in diesem Fall Granat-Veilchenastrilde und Schmetterlingsastrilde zumindest die Nominatform, runterladen kannst.
In manchen Musikstudios kann man sicher mit (Vitamin B) diese Gesänge mit dem Witwengesang genau vergleichen.
Die heutige Technik sollte uns da weiter helfen können.
Sollte hier z.B. eine Übereinstimmung mit dem Schmetterlingsastrild herauskommen, wäre das eine Sensation und würde die Witwennachzucht ungemein erleichtern.
Was hälst du davon?
Gruß
Siggi

sigg
07. July 2004, 13:25
Hallo RCS,

ich fahre im August oder September zu einem Importeur nach Belgien, er hat oft verschiedene Arten von Witwen und deren Wirtsvögeln.
Im Preis liegen sie meist unter den in Deutschland angebotenen Vögeln.
Wenn du also irgendwelche Wünsche diesbezüglich hast, so laß es mich wissen.
Entscheidend ist allerdings, daß dein und mein Wohnort nicht zu weit auseinander liegen.
Wohne in Bergheim 20KM westlich von Köln.

Gruß
Siggi

RSC
07. July 2004, 15:26
also,

ich muss sagen mit hilfe meiner schmetterlingsfinken ahbe ich auch schon erfahrungen was die zucht angeht, darum warte ich ja ab, das meien witwen mal singen! wie gesagt bisher nur eine.

also wen du welche kriegen kannst ich nehme gerne, da ich versuche immer aufzubauen, wen nich, wir können ja zusammen fahren, denn ich suche bestimmte atlaswitwen!!! und von den anderen nur noch goldnackige paradieswitwen, denn senegal´s hab ich genug, ja dann noch glanzwitwen ect...

ich wohne bei hannover, aber das ist alles kein problem, wofür gibt es die bahn *lach*

sigg
07. July 2004, 16:09
Hallo RSC,
Na ,daß ist schon schöne Entfernung, bin selbst in der Nähe von Minden aufgewachsen.
Glanzwitwen habe ich in den letzten Jahren nicht gesehen, lediglich 2 Arten von Atlaswitwen, darunter auch die Rotfüßige.
Aber sie importieren auch Unmengen von anderen Afrikanern, Stare, Weber, Flamingos, usw., usw..
Von mir aus sind es 180 Km, also gut 1 3/4Std. Fahrt.
Der Vorteil für dich dabei ist, daß die Öffnungszeiten meist auf den Nachmittag gelegt sind. Brauchst dann nicht so früh raus.

Gruß
Siggi

RSC
08. July 2004, 15:49
hi siggi,

also ich steh eh imemr früh auf von daher *lach*

ja glanz habe ich auch schon seid 4 jahren nicht mehr gesehen. bei atlaswitwen werden weit mehr importiert, die meisten werden aber nicht erkannt, hatte letztes jahr schon ein 1,0 purpuratlas männchen unter einer gruppe rotfuß. und im november habe ich ein paar gekauft, welches der neumann´s atlaswitwe zuzurechnen ist.

mfg rené

sigg
08. July 2004, 21:02
Hallo Rene,

sehe, du hast dich mit der Materie intensiv beschäftigt, jedenfalls mehr als ich.
Da kann ich ja etwas lernen; hoffe immerhin, daß ich noch lernfähig bin.

Gruß
Siggi

Der Freund aller Tiere
21. July 2004, 01:04
Halloi ;)

Mich würde noch interesieren wo die Dominikanerwitwe beheimatet ist.
Dies inderesiert mich um zu wissen in welche Voliere ich sie setze.

Ich danke in voraus für die Andwort.

Lieben Gruss Matthias :0-

Rasti
21. July 2004, 07:43
hallo, habe gerade in meinem schlauen Buch : Ziervögel Enzyklopädie - geblättert und nur eine Beschreibung des Dominikanerkardinals gefunden ( sieht ja toll aus ) , von einer Dominikanerwitwe steht nichts drin :? :? ist eigentlich sonst ein tolles Buch. Grüße Rasti

Tierfan
21. July 2004, 09:26
Finkenliebhaber die dominikanerwitwe ist in afrika beheimatet genau wie alle witwen ihre verbreitungsgebite sind identisch mit den wirtsvögel

Der Freund aller Tiere
30. August 2004, 14:45
Halloi Tierfan :0-

Würde es demnach auch mit Schmetterlingsfinken gehen oder braucht die Dominikanerwitwe die anderen Wirtsvögel?
Muss ich die aufgezählten anschaffen und hinzu setzen?
Aber Schmeterlingsfinken sind bei der Prut zimlich empfindlich.
Sollte ich dies dann lieber lassen?

Lieben Gruss Matthias :0-

Worbast
14. December 2005, 23:39
Da ich nun auch zu den Witwenhaltern gehöre, hole ich den Thead mal wieder hoch. Mich würde vor allem interessieren ob aus der Diskussion von Siggi und Rene etwas entstanden ist. Hat es dieses Jahr mit der Nachzucht der Witwen geklappt ?

Ich selbst werde versuchen im Frühsommer einen Zuchtversuch mit Dominikanerwitwen zu unternehmen. Als Wirte habe je 1,1 Wellenastrilde (Estrilda astrild) und 1,1 Orangenbäckchen (Estrilda melpoda) zur Verfügung. Ich denke noch darüber nach auch noch 1,1 Grauastrilde (Estrilda troglodytes) anzubieten, damit die Witwen die freie Auswahl haben und ihren persönlichen Neigungen frönen können.

An die anderen Witwenarten wage ich mich noch nicht heran, weil die nun mal noch schwieriger sind. Da kann es ja schon an der Auswahl der Witwen scheitern, weil die ja größtenteils im Nest den Gesang der Wirte lernen und bei der Balz als Arterkennungsmerkmal verwenden. Das erspare ich mir erst mal und hoffe auf Erfolg bei den Dominikanern.

sigg
15. December 2005, 11:00
Nein, bei mir hat es weder mit den Atlaswitwen, wie auch mit den Paradieswitwen geklappt.
Denkt daran, manche Witwenhennen können sich zu bösen Eierfressern entwicheln, die jedes Nest ausräumen.
Das ist eigentlich die größte Gefahr, wenn man sie in Zuchtvolieren hält.
Gruß
Siggi

sigg
15. December 2005, 13:29
Noch eins Matthias!
Die jeweilige Witwenart ist auf den dazugehörigen Wirtsvogel geprägt!
Bei Domikanerwitwen und Atlaswitwen scheint das Spektrum etwas weiter gefaßt zu sein, aber fast alle anderen Arten haben bloß eine Wirtsvogelart.
Wogegen Schmetterlingsastrilde wohl nicht dazu gehören.
Gruß
Siggi
Ich versuche das schon 20 Jahre; ohne Erfolg!

niemand
15. December 2005, 16:10
Nochmal zu den Witwen als Eierdieben, wenn man pf hat, die in geschlossenen Kästen brüten, sollte man welche mit möglichst kleiner Öffnung wählen.Diese meiden meinen Witwen und es kam noch zu keinen Verlusten wie in halboffenen Kästen oder Sittichkästen mit großer Öffnung.

Worbast
15. December 2005, 19:08
Nein, bei mir hat es weder mit den Atlaswitwen, wie auch mit den Paradieswitwen geklappt.

Schade! Aber die beiden Arten sind wohl auch mit die Schwierigsten, soweit ich das bisher aus dem gelesenen schließen kann. Ich habe neulich mal von einem Artikel in "nature" gelesen, dass die Vielzahl der Paradiswitwenarten evolutionär dadurch zustande kam, dass die jungen Witwen den Gesang ihrer Wirte lernen und dieser Gesang als Arterkennungsmerkmal bei der Witwenbalz eingesetzt wird. Wenn die Witwen also einmal die Wirtsart wechseln, weil vielleicht ein naher PF-Verwandter ein gutes Brutjahr hatte, dann kommt es unter Umständen gleich zu neuen Artbildungsprozessen bei den Witwen. Unter diesen Voraussetzungen ist die Zusammenstellung von Zuchtansätzen sicher extrem kompliziert. Bei den Atlaswitwen soll das ja ähnlich sein.

Die Dominikanerwitwen lernen den Gesang der Wirte wohl nicht, weshalb hier die Partnerzusammenstellung hoffentlich einfacher sein dürfte, mal abgesehen von der etwas leichteren Züchtbarkeit der Wirte. Hinsichtlich der Wirtsspezifität habe ich übrigens fast den Verdacht, dass das weniger an den Witwen liegt, sondern daran das bei den verschiedenen Arten der Gattung Estrilda die Rachenzeichung nur wenig unterschiedlich ist und damit überhaupt die Möglichkeit besteht, dass dort Witwen-JV aufgezogen werden.


Denkt daran, manche Witwenhennen können sich zu bösen Eierfressern entwicheln, die jedes Nest ausräumen.
Das ist eigentlich die größte Gefahr, wenn man sie in Zuchtvolieren hält.

Da werde ich auf jeden Fall versuchen ein Auge drauf zu haben.


Nochmal zu den Witwen als Eierdieben, wenn man pf hat, die in geschlossenen Kästen brüten, sollte man welche mit möglichst kleiner Öffnung wählen.Diese meiden meinen Witwen und es kam noch zu keinen Verlusten wie in halboffenen Kästen oder Sittichkästen mit großer Öffnung.

Jo, das gilt ja auch für andere potentielle Eierfresser, dass man die Nistgelegenheiten möglichst so anbringt, dass die Nestinhaber sie möglichst gut verteidigen können. Bandfinken sollen ja auch bisweilen den Ruf haben, sich an fremden Gelegen zu vergehen. Konnte ich aber noch nicht beobachten - die werden beim Versuch einen Blick in fremde Nester zu werfen bei mir eigentlich recht konsequent verscheucht.

Grüße
Utz

sigg
15. December 2005, 19:56
Darüber mach dir mal keine Gedanken Niemand.
Sie lassen sich davon sicher nicht abhalten, besonders die Hennen der Königs- und Strohwitwen.
Sie lernen sehr schnell das dort auch Eier zu finden sind.
Die Dominikanerwitwen räumten sogar die Kanarennester leer, denn sie hatten schnell heraus, das diese graugespenkelten Eier genau so gut schmecken, wie die weißen von PF.
Also bitte keine voreiligen Hypothesen.
Daher habe ich alle meine Witwenhennen alle aus den Zuchtvolieren verbannt.
Bei den Dominikanerwitwen waren auch die Hähne beteiligt.
Gruß
Siggi

Worbast
18. December 2005, 13:54
Naja, schauen wir mal. Zunächst hatte ich ja durchaus den Eindruck, dass die Witwen sich direkt man an die Spitze der Hackordnung setzen würden, aber das ist inzwischen auch nicht mehr so eindeutig, weil sowohl Bandfinken als auch Spitzschwänamadinen in der Lage sind im Team zusammen zu arbeiten. Aber eine Rundumbewachung ist für die Tiere natürlich recht schwierig zu gewähleisten. Im Moment sind die Witwen jedenfalls sehr am Bandfinkennest interessiert, ohne hier jedoch bisher jemals einen Fuß in den Eingang zu bekommen. Allerdings ist es derzeit ja auch nur ein Schlafnest, so das derzeit noch nichts zu holen ist.