Vollständige Version anzeigen : Die Vogelberingung richtet auch einen immensen Schaden an!
Graugans
18. July 2004, 17:20
Hallo Vogelfreunde,
in einer Fernsehsendung wurde berichtet, daß Störche bei großer Hitze ihre
Beine gezielt mit eigenem Kot bespritzen und dadurch kühlen.
Wenn dieser Kot unter dem Erkennungsring gerät, verätzt dieser das Bein an
der Stelle so stark, daß sogar Todesfälle festgestellt wurden.
Ich kann mir auch gut vorstellen, daß nicht wenige beringte Vögel an Zäunen
usw. hängen bleiben und elendiglich verenden.
Die Beringung kann doch nicht der Weisheit letzter Schluß sein!
Viele Grüße
Arno
vonni
18. July 2004, 18:59
Wenigstens hat das mal nix mit Religion zu tun. Meinen Glückwunsch! :D
Wie sieht die Alternative und damit der Weisheit letzter Schluß in Deinen Augen aus?
a.dau
18. July 2004, 21:50
....
einen chip unter die haut, wie bei anderen tieren.
....
STOP!!!bitte nicht schießen habe keine ahnung - ist nur ´ne idee.
tamborie
18. July 2004, 22:34
Letzte Woche befreite ich einen Vogel der sich mit seinen Zehen in einem Gestrüpp verfangen hatte (kleine Astgabel).
Ich konnte ihn befreien.
Seitdem ich weiß wie gefährlich Füße sein können frage ich mich, wie lange wollen wir noch tatenlos zusehen........schnipp, schnapp Gefahrenquelle gebannt!
Frage: Langsam komm ich mir hier vor wie in einem Sommerloch der Blödzeitung.
Das ist doch nicht wirklich euer Ernst solch einen Unsinn zu diskutieren?
Gruß
Tam
Tommi
18. July 2004, 22:55
Hallo Dirk!
Frage: Langsam komm ich mir hier vor wie in einem Sommerloch der Blödzeitung.
Das ist doch nicht wirklich euer Ernst solch einen Unsinn zu diskutieren?
ganz Deiner Meinung!
:s :? :heul:
vonni
19. July 2004, 07:56
Letzte Woche befreite ich einen Vogel der sich mit seinen Zehen in einem Gestrüpp verfangen hatte (kleine Astgabel).
Ich konnte ihn befreien.
Seitdem ich weiß wie gefährlich Füße sein können frage ich mich, wie lange wollen wir noch tatenlos zusehen........schnipp, schnapp Gefahrenquelle gebannt!
Frage: Langsam komm ich mir hier vor wie in einem Sommerloch der Blödzeitung.
Das ist doch nicht wirklich euer Ernst solch einen Unsinn zu diskutieren?
Gruß
Tam
*grins* :D Ja, ja, die bösen Füße.
Ich amüsiere mich in letzter Zeit hier bestens über so´n Unsinn. Ernsthaftes Diskutieren ist das in meinen Augen nicht aber es lässt mich jeden Morgen gut gelaunt aufstehen *immer noch grins*
bendosi
19. July 2004, 08:46
sag mal gibt es in Deinem Kopf auch Platz für positive Gedanken?
Die Themen die ich bisher von Dir las sind doch recht polemisch.
Aber zu Deiner "Frage":
Sicher kommt es Infolge der Beringung in einigen Fällen zu gefährlichen Verletzungen und gefährlichen Situationen durch die Ringe. Das ist sicherlich unbestritten.
Jedoch gibt es bisher noch kein Markierungsverfahren das es erlaubt ohne weitere Hilfsmittel die Makierung zu lesen.
Tatoos sind bei Federtieren auch nicht so einfach anzubringen abgesehen davon dass das traumatische Erlebnis noch schlimmer wäre.
Auch die Chipperei ist umstritten weil ab und an so ein Chip wandert oder zu Entzündungen führt.
Andererseits ist es für das Wissen um die Verhaltensweisen von Vögeln unumgänglich Markierungen durchzuführen. Diese Wissen nutzt auch den Gattungen da man aus dem daraus gezogenen Wissen einiges für sden Erhalt dieser Tierarten tun kann.
Bei unseren Krummschnäbeln schützt die Beringung die wildlebenden Artgenossen vor der Ausrottung da nachgewiesen werden kann woher unsere Vögel stammen.
Ich würde mir von Dir wümschen wenn Du hier nicht nur solche polemischen und z.T. provokanten Themen aufgreifen würdest.
Graugans
19. July 2004, 10:12
Hallo Bendosi,
ich möchte Deinen Seelenfrieden nicht stören. Die Augen mache ich aber
nicht zu, wenn Vögel unvernünftig behandelt werden. Die Beringung wird seit mehr als 100 Jahren durchgeführt. Allmählich sollten die Vogelkundler über das Zugverhalten Bescheid wissen. Wieviele Jahrhunderte wollen sich diese Leute noch mit der überflüssigen Beringung noch beschäftigen? Da gibt es wirklich sinnvollere Aufgaben, mit denen sich solche Vogelkundler beschäftigen sollten.
Viele Grüße
Arno
Raven
19. July 2004, 11:40
Allmählich sollten die Vogelkundler über das Zugverhalten Bescheid wissen. Wieviele Jahrhunderte wollen sich diese Leute noch mit der überflüssigen Beringung noch beschäftigen?
Vielleicht mögen sie sich nicht mit "Mittelmäßigkeit" begnügen?
Die Christen, die Jäger, die Fleischesser, die Vogelkundler - bin gespannt, wer als Nächstes dran ist. :s :gott: :D
tamborie
19. July 2004, 12:29
Hallo Graugans,
sicherlich darf die Zweckmässigkeit und auch der Sinn von Beringungen zum Beispiel an Störchen hinterfragt werden.
Allerdings gebe ich einmal Deine Überschrift wieder:
Die Vogelberingung richtet auch einen immensen Schaden an!
Ich denke diese Aussage ist total falsch und maßlos überzogen.
Du tust geradezu so als ob jährlich tausende von Singvögeln an den Zäunen unser Vorgärten hängen.
Gruß
Tam
bendosi
19. July 2004, 12:51
wird durch Deine Beiträge ganz sicher nicht gestört.
Aber von einem Dipl. Ing der 1941 gebohren ist erwarte ich doch etwas mehr an Objektivität.
Was meinst Du ob es nicht durch die Klimaveränderungen die Landschaftszersiedelung, die Umweltverschmutzung und -zerstörung zu Auswirkungen auf das Zugverhalten der Vögel kommt?
Ist es nicht von einigem Interesse wie sich Vögel orientieren?
Übrigens auch an dem Produkten Stahl, Beton, in der Medizin, Astronomie .... wird seit Jahrhunderten geforscht und doch immer wieder was neues entdeckt. Deshalb werfen aber die Astronomen ihre Fernrohre nicht weg. Komisch nicht?
vogelberingung,
also es hat doch einen wichtigen zweck warum man das macht, es ist ja nicht so das es aus larifari gemacht wird!!!
und graugans, ich habe dir doch per pn schon was geschickt, worauf du meintest du wirst versuchen nicht mehr so gehässig anders denkedne zuverfolgen?!
ich denke mal meinugnsfreiheit ist erlaubt, aber gegen alles und jeden sein hilft nicht, sondern man muss schon vorschläge einbringen die es ändern.
weil es dauert nicht mehr lange und vogelhaltung auf privater ebene wird vollkommen verboten, wen halter, pfleger und züchter nicht jetzt langsam mal zusammen arbeiten war es das bald!!!
Graugans
19. July 2004, 15:09
Hallo Bendosi,
die Flugvogelberingung ist eine Kennzeichnungsmethode aus dem 17.
Jahrhundert und die schlechteste Methode um Umwelteinflüße zu erfassen.
Da haben wir heute aussagekräftigere Möglichkeiten. Simulationen per PC
helfen da viel weiter. Die Erforschung der Orientierung der Vögel wird heute in
Versuchlaboratorien durchgeführt, in denen die Beringung absolut keine Rolle
mehr spielt.
Entdeckt wird immer etwas Neues, weil wir immer besser die Zusammenhänge
erkennen. Die Vogelringe brauchen nicht weggeworfen werden; sie haben
sicher eine Aufgabe bei Vogelzüchtern. Bei freilebenden Wildvögeln sind
Beringungen nur noch ein Hilfsmittel für eine unnütze Beschäftigung.
Ich würde die Beringung bei Wildvögeln nur dann gutheißen können, wenn
diese Teile am Versuchende auch beseitigt werden würden. Leider wir der Vogel den Ring erst mit dem Tode los. Dieses Teil ist unnatürlich und behindert
ihn.
Viele Grüße
Arno
Graugans
22. July 2004, 08:56
Hallo Vogekfreunde,
ich muß noch eine Sache ergänzen. Bis jetzt habe ich einen freilebenden
Papageivogel (ich kenne mich da so nicht aus ) und eine Krähe von einem
falsch befestigten Ring befreien können. Bei beiden Tieren war die nach hinten
zeigende Zehe mit dem Ring eingeklemmt worden. Ich habe die Ringe mit
einem Seitenschneider durchknipsen können.
Unter den Vogelberingern scheint es auch Stümper zu geben!
Viele Grüße
Arno
Signore-Rossi
22. July 2004, 09:30
Ich bin zwar mit Graugans auch nicht immer (eigentlich sogar fast nie) einer Meinung und die Überschrift dieses Threads übertreibt ziemlich, aber die die Beiträge 2 (erster Satz), 4 und 5 sind echt überflüssig. 0l Erinnert mich doch sehr an Kindergartengetue. :(
Tommi
22. July 2004, 11:00
Ich bin zwar mit Graugans auch nicht immer (eigentlich sogar fast nie) einer Meinung und die Überschrift dieses Threads übertreibt ziemlich, aber die die Beiträge 2 (erster Satz), 4 und 5 sind echt überflüssig. 0l Erinnert mich doch sehr an Kindergartengetue. :(
Du hast Beitrag 15 vergessen! :p
vonni
22. July 2004, 11:19
Du hast Beitrag 15 vergessen! :p
*nach hinten vor Lachen umkipp* :D
vonni
22. July 2004, 11:20
Ich bin zwar mit Graugans auch nicht immer (eigentlich sogar fast nie) einer Meinung und die Überschrift dieses Threads übertreibt ziemlich, aber die die Beiträge 2 (erster Satz), 4 und 5 sind echt überflüssig. 0l Erinnert mich doch sehr an Kindergartengetue. :(
Der erste Satz in Beitrag 2 bezog sich auf einen anderen "Graugans-Thread", der Betreffende wird ihn dann (hoffentlich) schon verstanden haben. Insofern alles im grünen Bereich. :p
Signore-Rossi
25. July 2004, 01:21
Du hast Beitrag 15 vergessen! :p
Ich habe jetzt zwar nicht nachgezählt, kann mir aber denken, welchen Beitrag du meinst. :+pfeif:
Ich wollte das Forum halt auch nur einfach mal vollmüllen und da erschien mir dieser Thread genau passend. Nein, Scherz beiseite. Die Beiträge haben den Thread meiner Meinung nicht weitergebracht, sondern waren lediglich provokant und hätten zu einer unötigen Eskalation führen können. Ich finde es ehrlich gesagt schlimm, die Meinung anderer ins Lächerliche zu ziehen, auch dann, wenn diese vielleicht nicht Recht haben sollten oder teilweise sogar ein bisschen nervig werden.
Von den Quotern war ich bisher eigentlich fundiertere Beiträge gewöhnt. Aber jeder lässt sich mal hinreißen... sieht man ja an mir.
Also nix für ungut. :)
P.S. Hi Vonni, ich weiß jetzt, was du gemeint hattest. :)
Tobias Helling
25. July 2004, 12:52
die Flugvogelberingung ist eine Kennzeichnungsmethode aus dem 17.
Jahrhundert und die schlechteste Methode um Umwelteinflüße zu erfassen.
Da haben wir heute aussagekräftigere Möglichkeiten. Simulationen per PC
helfen da viel weiter. Die Erforschung der Orientierung der Vögel wird heute in
Versuchlaboratorien durchgeführt, in denen die Beringung absolut keine Rolle
mehr spielt.
Da sieht man ja wie wenig Ahnung du hast,
Simulationen am PC sind schön und gut, sie bleiben aber immer nur Simulationen deren Richtigkeit sich nur durch Freilandversuche bestätigen lassen.
Mich würde ja interessieren woher du deine Kenntnisse hast? Von einem Ornithologen mit Sicherheit nicht.
Besuch erstmal eine Vorlesung zum Thema Simulationen im Bereich der Biologie oder beschäftige dich mal mit den dem Programm "NEtlogo". Dort werden nämlich die Grenzen von Simulationen deutlich gezeigt.
Ich habe gerade einen Vorlesungsblock zu dem Thema hinter mir und weiß daher wovon ich spreche.
Und wie man Zugverhalten im Labor überprüfen will ist mir völlig schleierhaft.
Ehrlich gesagt ist mir in letzter Zeit soviel polemische Behauptungen begegnet wie in deinen Posts.
Gruß
Tobias
Detlev
26. July 2004, 13:11
Moin, Moin,
den Ring eines gescheit beringten Storchs (oder anderen großen Vogels) kann man über weite Entfernungen mit einem Spektiv gut ablesen und so z.B. die Identität von Vögeln am Nest gut klären. Unterwegs kann jeder gute Birder mit Spektiv oder Feldstecher den Ring ablesen ohne den Vogel zu stören. Auch können Ringe bei Totfunden oder Abschüssen gemeldet werden. Da Beringung eine bekannte Technik ist, werden solche Ringablesungen/Ringfunde gut weiter gemeldet und ergeben oft ungewöhnliche Details aus dem Zug- und Wanderverhaltens oder dem Altersaufbau einer Art. All das geht mit Cips u.ä. nicht, deren Leswegeräte funktionieren nicht auf die Entfernung und sind auch nicht weit verbreitet.
Was auch gut lesbar ist sind Flügelmarken, diese sind aber bei weitem nicht so haltbar. Eine andere Möglichkeit besteht im Verwenden von mehreren Farbringen, auch diese sind leicht lesbar.
Im übrigen stammt die Beringerei als wissenschaftliche Methode nicht aus dem 17. Jh, sondern vom Anfang des 20. Jh. Das Stichwort hier ist die Vogelwarte Rositten - heute Rybachy.
Gruesse,
Detlev
Detlev
26. July 2004, 13:13
Hallo Vogekfreunde,
ich muß noch eine Sache ergänzen. Bis jetzt habe ich einen freilebenden
Papageivogel.
Na super. Wo und wann war das? Und was für ein Ring war das? Hast Du die Nummer weitergemeldet, den Vogel gescheit beringt?
Gruesse,
Detlev
njoerch
30. July 2004, 22:47
Mittlerweile werden bei Großvögeln normalerweise die Flügel und das Steuer farblich markiert bzw. sie bekommen einen Sender!
Abgesehen davon sind die Ringe, die bei Großvögeln noch benutzt werden groß genug, daß sich kein Kot darunter bzw. daran festsetzen kann!
Jörg
NetBird
02. August 2004, 18:29
es gibt auch die Möglichkeit z.B. die Schwung/Armfedern zu bleichen um so die Vögel auf (sanfte ?) Art und Weise individuell zu kennzeichnen.
So zum Beispiel bei dem Bartgeier-Projekt aus Österreich. Man kann so (gute Beobachtungsbedingungen natürlich vorausgesetzt) die Vögel auf recht grosse Entfernung individuell ansprechen und ggf. der Vogelwarte die Sichtung melden. :jaaa:
es grüßt - der NetBird :0-
Detlev
03. August 2004, 10:03
Moin, Moin,
es gibt noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten die für Spezialfragen verwendet werden, einschließlich Markierungen in der Nahrung (Farbe, Kunststoffpartikel, Gummiteile). Normale Beringung bietet trotzdem immer noch die Vorteile. Sie ist dauerhaft, eindeutig und bei einer beliebig großen Zahl von Vögeln einer Art einsetzbar.
Ich bemühe mich gerade darum, dass endlich jemand damit anfängt die Halsbandsittiche in Deutschland zu beringen (und gleich noch Genproben zieht). Ohne Beringung ist nicht herauszubekommen ob und wie stark die Tiere zwischen einzelnen Populationen wechseln. Beringung kann auch helfen die Standorttreue und Partnertreue der Vögel zu untersuchen usw. Sprich, Beringung bietet Möglichkeiten viele Spekulationen empirisch zu untersuchen und vielleicht tatsächlich noch was neues zu entdecken.
Gruesse,
Detlev
Tommi
03. August 2004, 15:50
Hallo NetBird!
es gibt auch die Möglichkeit z.B. die Schwung/Armfedern zu bleichen um so die Vögel auf (sanfte ?) Art und Weise individuell zu kennzeichnen.
So zum Beispiel bei dem Bartgeier-Projekt aus Österreich. Man kann so (gute Beobachtungsbedingungen natürlich vorausgesetzt) die Vögel auf recht grosse Entfernung individuell ansprechen und ggf. der Vogelwarte die Sichtung melden. :jaaa:
es grüßt - der NetBird :0-
Und was macht man nach der Mauser? Wieder einfangen, wieder bleichen? Nee, nee, ich denke zur Beringung gibt es noch keine wirklich gute Alternative!
njoerch
10. August 2004, 13:13
Bitte?
Erstens werden bei Großvögeln mittlerweile Sender angebracht, so daß ihr Aufenthaltsort über viele Jahre hinweg problemlos via Sattelit geortet werden kann, da die Sender sehr wenig Energie verbrauchen (ist z.B. bei Gänse-/Bartgeiern und Schwarzstörchen in ganz Europa geschehen vor ein paar Jahren).
Zweitens hält die Färbung normalerweise bei Großvögeln wie Geiern, Adlern, Störchen, etc. mehrere Jahre (die meisten von ihnen mausern nämlich nur alle 2-3 Jahre), zudem ist die Farbmarkierung im Gefieder nur ein Zusatz für die Beringung.
Jörg
Detlev
10. August 2004, 13:46
Moin,
ich glaube nicht, das man allein schon aus Kostengründen mit Sendern eine gleich große Zahl an Vögeln kennzeichnen könnte wie mit den gut erprobten Ringen. Und bei den Massen an Kleinvögeln ist Schluss.
Eine Besenderung von. z.B. Kleinspechten hällt um 6 Wochen, sie wird mit Zahnseide und Klebstoff an den Schwanzfedern angebracht. Ein Papagei z.B. würde den Sender einfach entfernen oder zerstören. Besenderung ist nur was für Spezialuntersuchungen.
Gruesse,
Detlev
njoerch
10. August 2004, 14:21
Hallo, Detlev:-)
Das mit den Kleinvögeln stimmt schon, deswegen hatte ich ja beigeschrieben, daß es bei Großvögeln gemacht wird:-)
Es sind allerdings auch schon Sender unter die Flügelhaut implantiert worden, was natürlich recht kostspielig ist und sich so nur bei wirklich vom Aussterben bedrohten Vogelarten auszahlt.
Ansonsten bin ich auch für die Beringung:-)
Jörg
Balu
19. August 2004, 19:46
Und was würde passieren,wenn eine Taube keinen Ring hätte??Zb. eine von einem Züchter??????Jäger würden sie abschießen-tja,dann wäre die Zuchttaube hin!!Ich finde,die beringung macht sinn,bei uns werden die weißstörche auch immer beringt und bis jetzt ist keine zu schaden gekommen.ich glaube,viel schlimmer als die beringung sind hochleitungsspannungen-da verfangen sich die vögel und verenden oder kommen gegen diese vol,t dinger und sterben an einem elektrischen schalg- so habe ich an der ostsee drei tote turmfalken unter den masten gesehen.
Tommi
19. August 2004, 22:06
Hallo!
Und was würde passieren,wenn eine Taube keinen Ring hätte??Zb. eine von einem Züchter??????Jäger würden sie abschießen-tja,dann wäre die Zuchttaube hin!!Ich finde,die beringung macht sinn.................................
Meinst Du das jetzt ernst?
bendosi
20. August 2004, 10:18
tu diesem Tema ist, denke ich, 0l vergeudete Zeit!
Balu
20. August 2004, 15:34
Hallo!
Meinst Du das jetzt ernst?
ja,ich kenne leider viele Jäger die Tauben abschießen...aber ich denke,über dieses Thema,wie bendosi schon sagt,sollte man nicht diskutieren!Jeder hat seine Meinung.
wagtail
20. August 2004, 17:19
Hey ihr Zeitkiller :0-
ich konnte nicht an mich halten...
Blaumeise: Schießen Jäger auf Brieftauben? Oder auf Wildtauben???
Woran sehen die Jäger denn bei fliegenden Tauben den Ring???
...haben Tauben eigentlich beim Fliegen die Füsse im Gefieder???
* :? *
lg tobi
ps:hab ich grad gefunden (http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=65289)
Habicht
20. August 2004, 20:09
Schon sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema -Jäger- :D
Jau, wie sollen Jäger einen Vogelring erkennen, wenn sie noch nicht einmal zwischen Ringeltaube <und> Hohltaube/Turteltaube/Türkentaube oder Brieftaube unterscheiden können.
Ich glaube denen ist es sogar egal, wenn sie mit Schrot in einen feldernden Taubenschwarm schießen und eine so seltene Art wie die Hohltaube, mit auf der Strecke bleibt. Schwund ist überall 8( und eine Hohltaube schmeckt sicher genausogut. Wo kein Kläger.....
Michael
Balu
21. August 2004, 19:39
Hmm...also wenn bei mir in er Nähe die Jäger jagen gehen,dann nehemn die immer nen Fernglas mit und schaun sich die Tauben auf der Wiese/dem Feld oder wo auch immer an!!Bedrohte oder seltene Arten dürfen die bei uns nicht jagen.Ich hab mal gelesen dass in Italien zur Zeit die Wespenbussarde abgeschossen werden,aber auch Störche.Stimmt dass????
wp1954
31. August 2004, 20:46
Ich züchte den einheimischen gimbel , die meisten zuchtverbände verlangen eine geschlossene beringung sonst kann der vogel nicht auf ausstellung.
auch die naturschutzbehörden in vielen bundesländern verlangen dieses.
es ist aber bekannt das diese vogelart (u.Viele andere) die ringe an ihren jungen nicht dulden, sie werfen den ring nebst junge aus dem nest , sie verdrehen den jungen die beine, das mann sie töten muss.
in badenwürtenberg haben wir das so gelöst, das ein vertrauensmann sich das nest mit den jungen anschaut u. wenn sie im herbst groß sind werden sie offen beringt.
ich züchte meine vögel für mich, für keinen verband u. keine behörde, ich weis aber das durch diese forschrift geschl. beringung in europa zig 100 (vie leicht 1000 ) jungvögel elend verecken.
die trikks mit hansaplast ringe bemahlen u.n.s.w. werden vorgeschlagen, doch sie bringen nicht viehl.in holland zum beispiel gibt es nur geschl. beringung.
und dieses alles zur kontrolle. :? :?
mfg wp
Moni
31. August 2004, 20:52
Hallo WP,
glücklicherweise ist es nicht ganz so extrem, wie Du es beschreibst. Ich kenne viele Züchter einheimischer Waldvögel, die keine Probleme damit haben. Aber trotzdem hast Du recht - leider ist es aber (wie fast überall) so, dass die Ehrlichen für die Unehrlichen mitbezahlen müssen...
Viele Grüße
Moni
Tommi
01. September 2004, 15:03
Hallo WP!
Ursprünglich ging es in diesem Thread von einem großen grauen Vogel eigentlich um die Beringung freilebender Vögel um z.B. Wanderrouten zu untersuchen, aber ok......
in badenwürtenberg haben wir das so gelöst, das ein vertrauensmann sich das nest mit den jungen anschaut u. wenn sie im herbst groß sind werden sie offen beringt.
Man kann sich ja nun darüber streiten ob es wirklich BNA Ringe sein müssen, ob nicht die Ringe der einzelnen Verbände oder sogar ein unbeschrifteter Metalzylinder mit entsprechendem Durchmesser ausreichen würde, aber grundsätzlich halte ich eine geschlossene Beringung für unerläßlich!
So wie Du das hier beschreibst kann es ja wohl nicht sein! Vertrauensmann schaut und im Herbst wird offen beringt! Da bleibt Tür und Tor offen für Manipulationen aller Art! Woher soll man wissen das z.B. die halb durchgemauserten Gimpel wirklich die sind die im Frühjahr im Nest lagen?
Wenn die Jungen beringt würden wenn sie noch von den Alttieren gefüttert werden, ok, da kann man noch eine Selbstzucht nachweisen, aber so....... das ist sicher nicht im Sinne des Erfinders!
Abgesehen davon wunder ich mich immer wieder das diese Probleme immer die gleichen Leute haben, andere die die gleichen Arten halten kommen problemlos klar!
sigg
06. September 2004, 23:04
Hallo,
"mein Gott" Arno, was hast denn jetzt schon wieder losgetreten.
Geht es denn nicht mal mit ein bischen mehr Nachdenken?
Gruß
Siggi
tamborie
07. September 2004, 19:49
Aber trotzdem hast Du recht - leider ist es aber (wie fast überall) so, dass die Ehrlichen für die Unehrlichen mitbezahlen müssen...
Viele Grüße
Moni
Wahre Worte!!!! :s
Tam
njoerch
19. September 2004, 19:03
Das ist leider überall so, siehe bei den Falknern und Jägern (die meiner Meinung auch nötig sind in unserer genutzten Landschaft...).
Jörg
Graugans
21. January 2005, 14:40
Hallo Forumsbeteiligte,
ich habe mit Interesse die Beiträge gelesen und bin nach wie vor überzeugt,
daß jede Beringung für den Vogel eine starke lebenslange Behinderung ist.
Ich weiß, daß viele sogenannte Vogelliebhaber Beringungen gerne
durchführen, denn die Ringe kann man leicht bekommen und sind auch noch
sehr billig. Wenn ein Beringer in kein Forschungsprogramm eingebunden ist,
ist die Beringung unverantwortlich. Beringte Vögel befreie ich von der
lebenslangen Behinderung.
Viele Grüße
Graugans
Raven
21. January 2005, 15:03
Wem garnichts mehr einfällt, um ins Gespräch zu kommen, der wärmt uralte Beiträge auf s-troll
Detlev
21. January 2005, 17:40
Guck, staun, wunder.
Wenn ein Beringer in kein Forschungsprogramm eingebunden ist, ist die Beringung unverantwortlich.
Und wieviele Beringer die nicht in ein Forschungsprogbramm eingebunden sind gibt es? Nenne bitte konkrete Zahlen.
Gruesse,
Detlev
Graugans
21. January 2005, 19:41
Hallo "Detlev",
Zahlen interessieren mich nicht. Wenn bei mir beringte Vögel schlapp
machen und Kraft tanken, entferne ich die Ringe von ihren Füssen.
Wenn Menschen ständig mit einer 150er Rohrschelle an einem Fuß,
wie seinerzeit die Sklaven, herumlaufen müßten, wäre das vergleichbar
mit einem beringten Vogelfuß.
Jede Beringung ist reine Tierquälerei!
@Dagmar H, wie Du mich siehst, ist mir wirklich egal. Ich wollte kein neues
Thema eröffnen.
Viele Grüße
Graugans
gritters
21. January 2005, 20:32
Hallo
warum antwortet ihr auf so einen Blödsinn?
Ingnorieren ist das einzig Richtige.
Graugans
21. January 2005, 20:54
Hallo "gritters",
auf Deinen blöden Beitrag kann man wirklich verzichten!
Viele Grüße
Graugans
Alexandros
21. January 2005, 21:05
Also eigentlich hab ich die ganze Zeit nur mitgelesen und mich köstlich amüsiert. Ich möchte jetzt auch nicht unbedingt noch mehr " lostreten " aber eines ist mir etwas aufgestossen. Ist es eigentlich erlaubt irgendwelche Ringe bei den Vögeln einfach so mir nichts dir nichts zu entfernen ? Ich mein das hört sich für mich doch etwas merkwürdig an "alle Vögel die bei mir Anhalten um Kraft zu tanken, befreie ich von Ihrem Ring". Bei mir hat noch nie einer angehalten und ich hab auch ne grosse Aussenvoliere. Aber wann den einer Anhalten würde, würd ich bestimmt versuchen die Nummer seines Ringes weiterzumelden ( an die Vogelwarte ), aber doch nicht einfach den Ring entfernen. Und man stelle Sich mal vor jemand würde Anfangen die Ringe bei Brieftauben zu entfernen.
Alex
wagtail
21. January 2005, 21:15
Hey,
...hier haben wir den "Troll der Woche"! Herzlichen Glückwunsch "Graugans"! Entweder du schreibst mal ganz konkret welche Nachteile deiner Meinung ein Vogel durch nen Ring hat oder der Award "Troll der Woche" geht an dich.
Ringe haben weder einflüsse auf die Flugeigenschaften, noch bleiben Vögel irgendwo hängen und wenn der Kot den Störchenbeinen schaden würde, würden sie sich jawohl nicht damit bespritzen( Evolution)...
Ich habe ja wirklich gegrübelt, welche Nachteile ein Ring haben könnte...ich komme nicht drauf! Beim Flirten ist vielleicht ein Ehering hinderlich...aber nicht bei(m) Vögeln!*lol*
...es ist Samstagabend 21:15Uhr da werde ich mal mit nem Kumpel in ner Bar an halten und "Kraft" tanken...schönen Abend noch!
tobi
Balu
21. January 2005, 21:23
ich sage nur: Don't feed the trolls!
Lovie3
21. January 2005, 23:13
...es ist Samstagabend 21:15Uhr da werde ich mal mit nem Kumpel in ner Bar an halten und "Kraft" tanken...schönen Abend noch!
öhm... will ja nicht stänkern, aber ich glaub, heut ist FREITAG *gg* :+klugsche :D
Fioretta
21. January 2005, 23:14
....sagt der Rotkehlchenmann zu seiner schluchzenden Freundin:
"Nun glaub' mir doch bitte, der Ring ist von der Vogelwarte!!!"
:D :D :D
wagtail
21. January 2005, 23:50
...leider ist nicht Samstag...somit konnte ich auch nicht mit dem Kumpel weggehen...
mfg tobi
broiler
22. January 2005, 20:22
Hallo Graugans,
Entschuldigung, falls ich in diesem Zusammenhang etwas Drastisch werde: aber das Statement, die Vogelberingung richte großen Schaden an, ist schlicht "Dummfug"!
Ich beringe zwar nicht, lese dafür aber seit über zehn Jahren gezielt beringte Wildvögel ab (vorrangig Möwen, aber auch Schwäne (drei Arten) u. a. m.). Da s geschieht aus der Distanz ein Spektiv bzw. näher bei ein Fernglas. Verletzte "Ringträger" sind dabei extrem selten, wobei aber in noch weniger Fällen sicher ist, ob z.B. die Verletzung am Bein tatsächlich vom Ring herührt. Möwen jedenfalls haben vielfältige Gelegenheiten, sich beispielsweise auf Deponien um ihre Zehen zu bringen.
Bei der heutzutage in Deutschland (und in den meisten europäischen Ländern) betriebenen Vogelberingung geht oft genug eher ein Kamel durch das Nadelöhr, als dass ein Beringungswilliger selbst bei Vorlage eines geeigneten Programms bei der zuständigen Vogelwarte eine Beringungslizenz erhält. So sind in der Anmeldung zwei oder drei Leumundszeugen notwendig, ob der Antragsteller verläßlich ist. Ein wissenschaftlich fundiertes Programm zu erstellen ist auch nicht gerade einfach. Die Hürden dienen sicher nicht nur dem Schutz der Vögel. Ein codierter Farbring kostet zum Beispiel ca. 1€ (Möwen). Da kommt schnell ein erklägliches Sümmchen zusammen (z.B. Finnland 1990er Jahre ca. 10.000 Farbringe für Großmöwen). Da die Vogelwarten nicht zuletzt aus knappen Steuergeldern finanziert werden, kommen nur noch wenige neue Programme zum Zuge.
Das hier angestossene Thema wurde übrigens im German Birdnet heiß diskutiert. An dieser Stelle eine Übersicht der Beiträge:
"Wem gehören die Vögel? Bei all unserem nachvollziehbaren Anspruch aus
wissenschaftlichen -, Natur- und Artenschutzerwägungen und unseren
besten Absichten - haben wir eigentlich ein Recht, so mit unseren
Mitgeschöpfen umzugehen? Auch wenn es den betroffenen Vögeln offenbar
wenig ausmacht, beringt zu sein, wie Wiederfänge auch nach vielen Jahren
belegen, stellt sich die Frage: Haben wir das Recht, freilebende Tiere
mit Ringen und anderen Kennzeichnungen auszustatten oder auch Sendern zu
versehen, um unseren menschlichen Wissensdurst zu stillen?
Ich meine das keineswegs ketzerisch. Als Vogelhalter stehe ich ganz
anderen Fragestellungen gegenüber und stelle sie mir selbst auch immer
wieder. Aber die Frage, wem die Ringe gehören, erscheint mir vor der
Frage danach, wie wir über die Vögel mit diesen Kennzeichnungsmethoden
verfügen, wirklich als sekundär. Wer Skrupel hat, kann ja den entfernten
Ring an den Beringer zurücksenden. Mehr Anspruch auf einen Vogel hat
wohl niemand."
"Rechtslage:
der Vogel wird ganz gewiß durch Beringung nicht Eigentum der Vogelwarte, während der Ring aber in derem Eigentum verbleibt. Die wirkliche Aneignung eines unter Naturschutz stehenden Wildtieres ist nur über eine Ausnahme von dem Inbesitznahmeverboten des Naturschutzrechtes möglich. Die Beringung berechtigt aber nur zum kurzfristigen "tatsächliche Gewalt ausüben" über das Tier und natürlich das Anlegen des Ringes. Weder das Gewaltausüben noch das Beringen ist eine Inbesiznahme im Sinne des Naturschutzrechtes, der Vogel bleibt also weiter herrenlos.
Das unerlaubte Fangen eines Wildvogels, um ihm einen Ring unberechtigt abzunehmen, ist dagegen sicher ein Verstoß gegen das Natur- wie das Tierschutzrecht - und letztendlich wird m.E. hier das Eigentum Dritter (der Ring) widerrechtlich inbesitzgenommen. Dürfte bei dem geringen Wert aberwohl eher ´ne Bagatelle sein. Das Vogelfangen dagegen wohl nicht. Ausnahme wäre, wenn dem Vogel durch den Ring tatsächlich erhebliche Schmerzen bereitet würden (er also unfachmännisch beringt wäre), dann denke ich, wäre das Entfernen des Ringes auch rechtlich durch das Tierschutzgesetz gedeckt. Den Ring müßte man dann der Vogelwarte zukommen lassen."
"... ergänzend zu [den] klaren (und aus meiner Sicht korrekten) Aussagen möchte ich noch anmerken, dass nicht jede Aufnahme eines Vogels als "illegaler Fang" bewertet werden kann. Ein geschwächtes oder verletztes Tier darf ich zur Pflege aufnehmen und z.B. an eine Pflegestation abgeben. Wenn ich selbst über ausreichende Kenntnisse verfüge, darf ich sogar selbst pflegen - allerdings mit dem Ziel der baldigen Freilassung (sonst ist's wieder
Tierquälerei). Allerdings muss ich bei dem Jagdrecht unterliegenden Arten
(also z.B. alle Greifvögel, Enten, manche Rabenvögel) den zuständigen
Jagdpächter informieren, sonst liegt "Jagdwilderei" vor - es ist also sogar
komplizierter."
"Aber wenn denn die Frage so zulässig ist, frage ich Sie auch, mit
welchem Recht halten/käfigen Sie Vögel? Das ist doch ein viel herberer
Eingriff in das Leben eines Tieres. Irgendwie gleitet die Debatte aber wieder mal schön ab."
"Hallo zusammen,
soweit ich weiß, erhält der Beringer mit seiner
Genehmigung zum Beringen nur eine Befreiung von den
Verboten des Bundesnaturschutzgesetztes, da er ja
geschützte Arten fängt und (kurzfristig) die
tatsächliche Gewalt über sie ausübt. Andere Gesetze
bleiben davon i.d.R. ausdrücklich unberührt. Demnach
muß sich der Beringer trotz Befreiung an die Vorgaben
z.B. des Tierschutzgesetztes halten, welches ja für
alle Wirbeltiere Unversehrtheit vorsieht - jedenfalls
wenn kein vernünftiger Grund zum Töten oder
Leidzufügen vorliegt.
Die wissenschaftliche Vogelberingung scheint mir - als
einem Vertreter des Tierschutzes - sehr wohl ein
berechtigtes Interesse zu sein und somit auch ein
vernünftiger Grund, Tieren in einem kleinen Rahmen und
m.E. auch nur kurzfristig ein wenig Unbehagen zu
bereiten. Letztendlich dienen die so gewonnen Daten
auch und vor allem dem Schutz der Tiere.
Und wenn die Beringung fachkundig ausgeführt wird,
sollte eigentlich kein Verstoß gegen geltendes Recht
vorliegen - und auch kein Angriffspunkt von Seiten des
Tierschutzes.
Alexander Heyd vom Komitee gegen den Vogelmord"
Die Vogelberingung ist über 100 Jahre alt. Von einem Dänen erfunden, wurde sie erstmals im großen Stil durch die Vogewarte Rossitten (heute Rybatchi) auf der kurischen Nehrung eingesetzt. Alle Methoden zum Vogelfang sind immer wieder wissentschaftlich untersucht worden, um so viele Fehler und Verluste zu vermeiden. Fanggeräte, Ringgröße und- gewicht (im Verhältnis zu Größe und Kraft der Vogelart), Fangzeiten usw. sind so gut entwickelt, dass einmal mehr der menschliche Faktor darüber entscheidet, in wie weit Vögel in Mitleidenschaft gezogen werden. Gute Ausbildung unter fachlich kompetenter Anleitung und ständige Bereitschaft, dazu zulernen, sind auch hier zwingende Kriterien für den Artenschutz. Trotz etlicher Fehler in der Vergangenheit: durch die Beringung ist definitiv noch keine Vogelart in Europa in ihrer Existenz bedroht worden!!! Weder durch Fang noch durch Folgeschäden, wie Beinverletzungen oder Eibruch (Weißstorch)!!! Es wurde, sobald solche Erkenntnisse vorlagen, schnellstmöglich gehandelt und so sind z.B. für den Storch neuartige codierte Farbringe entwickelt worden, die sich auch aus großer Distanz ablesen lassen (kein Wiederfang nötig).
Auf das Individuum bezogen ist der Fang unzweifelhaft Stress. Daher wird alles unternommen, den Beringungsablauf so kurz wie möglich zu halten. So schaffen die russischen Beringer der Vogelwarte Rybatchi den Ablauf "Daten nehmen-Beringen-Freilassen" bei Singvögeln in ca. 10 Sekunden(!). Lediglich
die Entnahme aus dem Japannetz, die für Vögel sicher stressigste Art zu fangen, ist zeitaufwendig (1-5 Minuten) und birgt zweifelsohne Verletzungsgefahren. Doch selbst hier kommen nur 1-3% der Vögel zu Schaden, und zwar vorrangig durch menschliche Fehler. Ähnliches gilt für die Fangtrichter, wie sie z.B. auf Helgoland Verwendung finden.
Aber selbst so kleine Verlustquoten verlangen von uns Menschen, sich vorab mit Sinn und Zweck der Beringung auseinander zu setzen. Wozu soll sie dienen, kommen die Ergebnisse z.B. durch zu entwickelnde Biotopschutzkonzepte letztlich der untersuchten Art wieder zugute? Das wäre der Idealfall, so z.B. bei Höckerschwänen, die mittels der sicher nicht ungefährlichen codierten Halsmanschetten darauf hin untersucht wurden, in wie weit sie als "Ackerschädlinge" gelten müssen. Aus den Ergebnissen resultieren dann z.B. Abschußquoten bzw. Vergrämungskonzepte, die an dem tatsächlichen Grad der Schädlichkeit orientieren, und nicht an spekulativen Aussagen von Bauern- und Jägerschaft. Bei den arktischen Schwanarten (Sing- & Zwergschwan) konnte sogar die Bedeutung der letzten Grünlandbewirtschaftungsgebiete in Europa (Feuchtgebiete) dokumentiert werden. So kehren dieselben Zwergschwäne mit relativer zeitlicher Genauigkeit im Jahreslauf oft über Jahre wiedr und wieder auf haargenau dieselbe Parzelle innerhalb eines Feuchtgebietes zurück. Wer das einmal über einige Jahre beobachtet hat, kann nur staunen über soviel Zielgenauigkeit. Ähnliches gilt für die Mauser- / Winterortstreue von Möwen, von denen immerhin die Sturmmöwe in Deutschland Schutz bedarf.
Zur Verwendung von ringen gilt: weniger ist mehr. Eine Beringerin aus Kiel teilte mir einmal freundlicherweise mit, dass im ersten Jahr ihres Programms rund 50% der farbberingten Silbermöwen, aber nur 5% der rein metallberingten zurückgemeldet wurden. Emsige Vogelkundler hatten mit Hilfe der guten Optik die Codes abgelesen und die Daten an sie bzw. die Vogelwarte gemeldet. Silbermöwen sind sehr langlebig (+20 Jahre), weshalb Farbberingung hier sinnvoll ist. Dennoch wird noch immer die reine Metallberingung betrieben, bei der viel mehr Individuen markiert werden müssen, um zu sinnvollen Ergebnissen zu kommen. Meiner Ansicht nach sollte es ausreichen, über wenige Jahre einige hundert Möwen mit Code-Farbringen (aber zuzüglich Vogelwarten-Metallring!) zu versehen. Angesichts der Ablesbarkeit der farbringe und der hohen Ableserdichte in Europa kommen mit wenigen Vögeln weit bessere Ergebnisse zustande, als mit der auf den ersten Blick günstigeren Metallberingung. So könnte auch dem Individuenschutz Rechnung getragen werden.
Bei Kleinvögeln, zumeist kurzlebigen Singvögeln, reicht aber die Metallberingung aus. Hier sind Ablesung durch Vogelbeobachter die Ausnahme, dagegen überwiegen Totfunde und Wiederfänge. Jeder sinnlos zusätzlich angebrachte Ring schadet also nur dem Individuum.
Die Vogelberingung ist nach wie vor nicht überflüsssig. Nicht zuletzt der Klimawandel hat bereits jetzt zu massiven Veränderungen von Zuggewohnheiten einiger Teilzieher wie z.B. der Mönchsgrasmücke geführt (genetische Veränderungen innerhalb der Populationen lassen diese seit wenigen Jahrzehnten zum Überwintern nach Großbritannien/Irland/Norwegen ziehen; durch Ringfunde konnten die Vögel den Brutorten zugeordnet werden). Nicht nur zum Nutzen der Vögel: auch wir Menschen sind auf die Feststellung geänderten Verhaltens gerade alltäglich anmutender Vogelarten angewiesen, um auf Fehlentwicklungen aufmerksam zu werden, die Mensch wie Tier und Pflanze schaden könnten.
In diesem Sinne: etwas mehr beobachten, nachlesen, überdenken und dann losbrüllen. ;-)
broiler
sigg
22. January 2005, 20:52
Na Broiler,
jetzt hast du also viel mehr an genauen und umfangreichen Informationen dargeboten, als die meisten "Möchtegern Tierschützer" verarbeiten können.
Aber trotzdem danke für die klare präzise Darstellung.
Außerdem habe ich noch keinen gefiederten Freund mit Krücken als Gehhilfe gesehen, da ach der Ring so wahnsinnig schwer war.
Des weiteren sind mir im Flugbild beringter Vögel auch noch keine Schieflagen aufgefallen.
Vielleicht brauch ich aber nur eine stärkere Brille, damit ich das sehe, was anderen täglich auffällt.
Gruß
Siggi
Mohrenköpfchen
22. January 2005, 21:27
Hallo
Ich rate nur jedem, der zum *Kraft tanken* in eine kneipe o.ä. geht, gut aufzupassen, sonst kommt wieder so ein radikaler Menschenschützer und kneift einem den Ehering ab, weil der ach so schwer ist und man deshalb völlig kraftlos umhertaumelt ;)
böldelnde Grüsse
's Mohrenköpfchen
Graugans
22. January 2005, 21:36
Hallo „broiler“,
ich habe dieses Thema eröffnet, weil ich nach wie vor die Beringung der
Vögel für eine lebenslange Behinderung halte, weil ich vier beringte Greifvögel,
einen Kolkraben und eine Aaskrähe, die alle an einem Maschdrahtzaun mit
ihrem Ring hängen geblieben sind, befreit und entringt habe.
Darüber hinaus wurde im Fernsehen berichtet, daß in Afrika viele Störche
verenden, weil sie zur Kühlung ihren eigenen Kot auf die Beine spritzen, der
dann hinter dem Ring stärkste Verätzungen verursacht und in der Regel die
Todesursache ist. Weitere Beispiel möchte ich der Beitragslänge nicht
anführen.
Für mich sind das Fakten und kein „Dummfug“ !
Ich bin sehr froh, daß Beringungsaktionen immer seltener bewilligt werden.
Die Frage,“wem die zu beringenden Vögel gehören?“, stellst Du doch nicht
wirklich, zumal auch beringte Vögel abgeschossen werden dürfen.
Würden die Vögel jemandem gehören, würde der Vogelmörder zur
Verantwortung gezogen werden können. Das ist leider das Schicksal aller
Wildtiere und auch leider das aller Meerestiere. Die Wildtiere stehen leider vor
ihrer Ausrottung und Beringungen verhindern die Ausrottung wirklich nicht!
Die Beringung habe ich auch nie als einen Akt der Inbesitznahme bezeichnet,
aber als einen Akt für eine lebenslange Behinderung.
Die meisten Beringungsaktionen dienten niemals dem Schutz der Tiere,
sondern immer Ihrer eigenen Vernichtung durch Jäger.
Beringungsaktionen sind meistens auch unnütze, als wissenschaftliche
Arbeit getarnte Beschäftigungen, wobei die Ergebnissse letztlich immer im
Papierkorb landen!
Das Jagdrecht halte ich für ein Unrecht, weil es die Naturschutzbelange,
Forschungsergebnisse nicht und ungenügend berücksichtigt und auch
verlogen ist:
http://www.heimat-fuer-tiere.de/de/faq/jagd/jagd_luegen.html
Es stimmt, daß jede Tierhaltung ein Eingriff in das Leben eines Tieres ist.
Dabei ist die Jagd und die Tiertötung aber immer schlimmer als eine
Käfighaltung ohne Tötungsziel.
Das solltest Du nicht vergessen.
Deine Aufzählungen für die Begründung von Beringungen sind nun wirklich
überzogen.
Für mich steht nach wie vor fest, daß der Schaden durch die Beringung
deutlich größer für die Vögel ist, als irgend ein Nutzen für die Menschen!
@sigg, es gibt viele Vogelhalter hier, die bestätigen können, daß ihre Tiere
ständig mit dem Schnabel den Ring bearbeiten, warum wohl?
Viele Grüße
Graugans
sigg
22. January 2005, 21:57
Vielleicht besser füttern.
Vogelbeine zur Kühlung bescheißen, was ich so alles lesen muß.
Grimms Märchenstunde ist ja harmlos dagegen.
Dann war der erste Satz, den ich zu Broilers Beitrag schreib, ein Schuß
ins Schwarze.
Ist fast so, wie mit den Kohlmeisen die Blattläuse aussäen.
Gruß
Siggi
wagtail
22. January 2005, 23:57
Hallo,
es gibt viele Vogelhalter hier, die bestätigen können, daß ihre Tiere
ständig mit dem Schnabel den Ring bearbeiten, warum wohl?
Langeweile???
Selbst wenn Störche ihrer Beine bekoten, warum kommen dann die Beringten Individuen über Jahrzehnte hinweg zurück, ohne Schaden oder gar einbeinig???
Und wenn du mir erzählen willst das der Schaden für die Vögel höher ist, als die Erkenntnisse wiegen, die dadurch gewonnen werden...tztztz da kann ich nur mit dem Kopfschütteln! Ohne empirische Erkenntnisgewinnung kann man den Vögeln nicht helfen... weil man gar keine Daten hat um z.B. zu wissen wo und wie bestimmte Tiere einer Population ziehen und wie sie somit geschützt werden können...!
Warte immer noch auf die Behinderungen der Vögel!
grus tobi
sigg
23. January 2005, 01:06
Also Tobi,
dazu müßten sie sich auf den Bauch legen, die Beine nach hinten strecken und da der Kot bei Störchenvögeln ein bischen mit Tempo abgeschossen wird, sich beschmutzen.
Anatomisch sind sie dazu nicht in der Lage und im Stehen erst recht nicht, denn die Natur hat es schon so eingerichtet, daß es nicht einmal aus Versehen passieren kann.
Du sagst Langeweile, ich sage Geltungsbedürfnis und dazu ist jede Schauergeschichte gerade recht.
Bei mir knabbern sie nicht an den Ringen, weil sie keine Langeweile haben.
Gruß
Siggi
Werner Kiene
23. January 2005, 05:07
....hallo nun habt ihr es Graugans aber "richtig gegeben" und wahrscheinlich vergebens. Stellt doch die Diskussion einfach ein. Die unterschiedlichen Standpunkte sind hinreichend erklärt worden und nun laß es doch bitte dabei
meint mit freundlichen Grüßen
Werner Kiene
Graugans
23. January 2005, 09:53
Hallo "sigg",
gibt doch mal in die Suchmaschine "google" die Worte:
"Störche Beringung Kot " ein oder öffne die Seiten:
http://www.beepworld.de/members2/naturwache/stoerche.htm
http://www.blutke.de/stoerche9.html
Da gibt es keine Märchenstunde!
@wagtail, wenn die Erkenntnisse aus Deinen hochgelobten Beringungen,
so eine große Hilfe für die Vögel sein soll, warum unternehmen die
Vogelforscher nichts gegen den starken Rückgang der Vögel ?
Bei den Meerestieren ist es nicht anders!
@ Werner Kiene, es ist auch besser so, wenn Du der Diskussion fernbleibst,
denn Du trägst inhaltlich nichts bei!
Viele Grüße
Graugans
Graugans
23. January 2005, 10:19
@ wagtail, ein sehr interessanter thread für Dich. Habe ich leider vergessen,
für Dich einzufügen:
http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=76877
Viele Grüße
Graugans
Raven
23. January 2005, 12:04
Graugans,
ich weiß zwar nicht, was dein letzter Link aussagen soll, weil Millionen von Papageien keine Probleme mit dem Ring haben, aber hier ein Link speziell für dich: http://www.proring.de/tierschutz.html
sigg
23. January 2005, 12:16
Auch die Berichte in der Bildzeitung werden von 60% der Deutschen für bare Münze genommen.
Gruß
Siggi
wagtail
23. January 2005, 12:22
Hallo "Anser anser",
ELSA, der neue Ring für die Beringung von Weißstörchen innerhalb des europäischen Programms. Auf ELSA als gemeinsamen Ring hatten sich die Vogelwarten Helgoland und Radolfzell mit der Beringungszentrale Hiddensee geeinigt. Naturschützer sahen in dem Ring im Vergleich zu vorhergehenden Versionen eine Reihe von Vorteilen, einer davon liegt im Material, dass Feuchtigkeit nicht annehmen sollte, also auch keinen Kot. Zum Streit um Sinn und Unsinn der Beringung gehörten noch zu Beginn der neunziger Jahre Horrorfotos von Geschwülsten als Folge vollgekoteter Ringe. Das schien bei ELSA ausgeschlossen zu sein, daher wurde auch die Beringung oben am Bein wieder aufgenommen, die gefahrlos möglich zu sein schien. Damit wiederum stieg die Chance auf Erfolge beim Ablesen, denn die großen Ziffern auf schwarzem Untergrund sind bei oben an den Ständern angebrachten Ringen auch auf weite Entfernung gut erkennbar. Ohne Daten aus Ablesungen ist Vogelberingung nutzlos.
Das steht auf einer deiner Linksseiten, des weiteren steht dort das der Beringungsort entscheidend ist. Fazit ist das Störche trotz "Horrorfotos" weiter hin beringtwerden, und zwar unter Berücksichtigung der Möglichkeit des "Vollkotens" und anderer Probleme!
Bezüglich des letzten Links...kann ichnnur sagen das es eben Tiere gibt die gerne mit "Ringen"spielen, die Lange weile haben ...andere Rupfen oder haben andere "Störungen" der Grossteil der Vögel stört sich nicht an nem Ring!
Und warum Wissenschaftler nix dagegen unternehmen...weil sie es nicht können..bzw. nur in begrenztem Umfang ( Windkraftfelder, Naturschutzgebiete, Rastgebiete...werden nach Gutachten dieser Forscher bzw. aufgrund dieser Erkenntnisse erstellt!)
Bei dem Rückgang können die Forscher wenig tun sie stellen ja höchstens die Ursachen fest,zu Beseitigung muss die Politik, Wirtschaft...die Gesellschaft...bzw jedes Land mit machen!
Als Beispiel dient jetzt mal die "Zugvogeljagd" in Italien, da können wir alle uns auf den Kopfstellen und die Natur noch soweit verändern, dass die Vögel es gut haben...Fazit bleibt ein Großteil stirbt am Mittelmeer!
*kopfschüttel*
sigg
23. January 2005, 12:26
Hallo Werner,
da bei manchen Leuten der Bereich des Gehirns, der für Logik und auch für die kritische Überprüfung, nun mal; um den Unsinn der Eingliederung der englischen Sprache in die Deutsche zu benutzen, disabled ist, kommt es immer wieder zu solchem Quatsch.
Es bestätigt meine Annahme, daß 80% der sogenannten Vogelschützer keine Ahnung von den tatsächlichen Abläufen in der Natur haben.
Aber du weißt ja; wer schreibt der bleibt.
Gruß
Siggi
Graugans
24. January 2005, 08:18
Hallo „Sigg“,
es ist sehr bewunderswert, daß Du Deine Hypothese, daß 80% der soge-
nannten Vogelschützer keine Ahnung von den tatsächlichen Abläufen in der
Natur haben, alleine durch meinen Beitrag begründest.
Das ehrt mich sehr, muß aber statistisch falsch sein.
Aber sicherlich hast Du die höheren Weihen der Mathematik studiert und
erreicht.
Darüber hinaus scheinst Du auch neurobiologische Erkenntnisse zu
besitzen und durchschaust die Zusammenhänge der Natur.
Du bist einfach phänomenal, wie Einstein.
Deine Erkenntnisse müssen hier veröffentlicht werden, damit sie der
Menschheit erhalten bleiben.
Ich habe Dich verkannt und unterschätzt !
Meine Hochachtung und viele Grüße
Graugans
Gert
24. January 2005, 08:44
Da dieser Thread zunehmend unsachlich wird und wohl auch alle das Thema betreffenden Argumente ausgetauscht sind, wird der Thread geschlossen.
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