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Vollständige Version anzeigen : CDU will in SH Kormoranjagd eröffnen



DUNADAN
15. September 2004, 09:36
Liebe Kormoranfreunde,

die schleswig-holsteinische CDU-Landtagsfraktion hat einen Entwurf für eine Kormoran-VO eingebracht, die faktisch eine Legitimation zur Ausrottung der Art darstellt. So soll es nach deren Willen künftig erlaubt sein,

Kormorane pauschal vom 01.08. bis 31.03. an und im 100 m-Umkreis um Binnengewässer, für die ein Fischereirecht besteht, zu töten. In dieser Zeit dürfen auch das Gewässer überfliegende Tiere geschossen werden. In und an den Küstengewässern sollen sie während dieser Zeit bis zu 300m von der Wasserlinien entfernt geschossen werden (also alle Rastplätze an der Küste, z.B. Großenbrode) dürfen. Jungvögel dürfen an und über Teichzuchtanlagen ganzjährig geschossen werden.

Ausgenommen hiervon ist lediglich der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, dagegen darf auch in SPA´s (EU-Vogelschutzgebieten) und FFH-Gebieten sowie NSG´s geballert werden.

Doch damit nicht genug: Die obere Naturschutzbehörde darf Besitzern von Teichzuchtanlagen erlauben, Kolonieneugründungen in 10 km (!) Umkreis zu zerstören. Kolonieumsiedlungen infolge von Seeadler-Übergriffen bzw. nach Abgang der Nestbäume ist damit faktisch nicht mehr möglich.

Kurzum: Damit wäre eine Bejagung während Brut- und Zugzeit möglich, was meinem Verständnis der EU-Vogelschutzrichtlinie deutlich widerspricht. Und das alles ist erst der Anfang! Wann geraten neben den Krähen auch Bussarde etc. in´s Visier der reaktionären Kräfte...???

Wer sich etwas zum Gruseln gönnen möchte, schaue sich hier den originaltext an:

http://www.lvn.parlanet.de/infothek/wahl15/drucks/3600/drucksache-15-3661.pdf


Gruß
Oscar

Ajnar
15. September 2004, 12:10
Hallo Oscar,

das ist skandalös und verabscheuungswürdig.
Gibt es hier schon eine Unterschriftenaktion gegen dieses Disaster?

Ich habe einen Ansprechpartner bei der Tierschutzpartei. Da frage ich direkt einmal nach, wie Stand der Dinge ist.

p.s. Anfrage ist schon weg.

Liebe Grüße

Ajnar
15. September 2004, 12:53
... die Anfrage wurde nun an die Landesvorsitzende der Tierschutzpartei in Schleswig Holstein weitergeleitet.
Man schrieb mir aber, daß überall solch grauenhafte Jagd auf die Kormorane gemacht wird.

Da muß man doch etwas dagegen unternehmen. Es ist entsetzlich. Ich bleibe dran, auf jeden Fall. Ein Alptraum!

Liebe Grüße

Balu
15. September 2004, 13:14
Oh man!!!!Solche Ärsche!!Der CDU schreib ich nen bitterbösen Brief,dass steht fest!Und ich schreib denen so viele mails bis die mir antworten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!solche deppen!!Dat gibts doch nicht,die tiere wollen auch nur leben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 8( 0l

krümel
15. September 2004, 13:23
@ blaumeise:

den brief und die e-mails würde ich ja für mein leben gerne mal lesen :D :D :D

Guido
15. September 2004, 13:27
Hi Oscar
Solche Schweine. Dann weisste ja, wen Du NICHT wählen darfst. Aber da politische Äusserungen im VF untersagt sind, und Pat und Bea bei mir schon alle vier Augen zudrücken, möchte ich mich nicht weiter dazu äussern.
Liebe Grüsse
Guido :0-

Raven
15. September 2004, 13:38
Hallo Leute,

wenn es Möglichkeiten gibt, dagegen etwas Sinnvolles zu unternehmen, bin ich dabei. Aber es muß sachlich und fundiert sein!
Es bringt nichts, einfach nur seinen Abscheu in bösen Worten vorzubringen!

Was ich, und sicherlich die wenigstens übersehen ist, in wie weit die Kormorane wirklich Schaden anrichten, ob es Möglichkeiten gibt, die Fischteiche auf vernünftige Art gegen die Kormorane zu schützen, ob es zu viele Kormorane gibt, usw.
Will man etwas erreichen, muß man die Argumentation der anderen Seite genau kennen, um kontern zu können.

Oskar, kannst du evtl. ein paar Hintergrundinformationen liefern?


p.s. Bitte achtet auf eure Wortwahl, wenn ihr hier postet!!!

Guido
15. September 2004, 13:57
Hi Dagmar
Entschuldigung für die Wortwahl. Aber sag mir mal ein besseres Wort :)
Liebe Grüsse
Guido :0-

Raven
15. September 2004, 14:18
Hi Guido,

du hast die Tiere beleidigt :D

Balu
15. September 2004, 14:23
http://www.CDU.de

Bei kontakt...
da kann man mails schreiben!!Schreibt protestmails!!!!!


sorry dagmarh...
hab mit der wortwahl erstma net nachgedacht.....mir ist nur die hutschnurr geplatzt!und komorane richten keinen Schaden in der natur an,denn in die Natur gehören sie und sind da schon seit jahrtausenden!!

@Guido..ich glaube die mails willste lieber nicht lesen...*g*

Regalis
15. September 2004, 14:24
Hallo Oskar,

ich habe mit Gedanken gemacht ob ich antworte soll oder nicht, habe manchmal das Gefühl das sich hier im Forum einige Leute auf etwas stürzen wie Tier was schon lange nichts mehr zu fressen bekommen hat. Ich kann nur den Aufruf zu Hintergrundinfo's nochmals erneuern. Noch etwas diese Sache ist schon seit 2 Jahren im Gespräch und ist auch solange im Internet für jeden zu verfolgen, andere Länder haben bereits eine solche Verordnung, hätte man da nicht vorher schon mal etwas schreiben können???. Man sollte auch bedenken das dort wo Fischerei betrieben wird und Menschen davon leben eine ständig wachsende Kolonie ernorme Schäden hervor ruft!! Enten werden schon seit 100 Jahren mit Jagdzeiten beschossen und belagd und niemand spricht da von Ausrottenung. Bezüglich den Krähen und Elstern muß ich mal sagen wer heute immer noch der Meinung ist das diese Tiere bei dem heutigen Vorkommen geschützt werden sollten, der bekommt irgendwas nicht mit, ich habe einen großen Garten und bekomme seit 3 Jahren wegen dieser Vögel keinen einzigen Singvogel mehr zu Gesicht, wenn sich einer blicken läßt und baut sein Nest, ist dieses bereits leer bevor er mit der Brut fertig ist bzw. die Jungen sind gefressen bevor sie ausfliegen können, selbst die Eltern müssen bei der Nestverteidigung um ihr Leben fürchten. Diese Geschichte verfolge ich seit diese Nesträuber unter Schutz gestellt wurden, mit steigender Zahl konnte ich die sinkende Zahl der Singvögel bzw. Singvögelbruten erleben, es wurde ( in meinen Augen) höchste Zeit diese Tiere wieder zu bejagen
Auch wenn ich hier wieder gegen einige Leute schreibe bin ich der Meinung man sollte beiden Seiten sehen und die Hindergründe kennen.
Gruß
Marco

sigg
15. September 2004, 15:24
Hallo Marco,
richtig, es kommt darauf an, auf welcher Seite des Zaunes man sich gerade befindet.
Gruß
Siggi

Tommi
15. September 2004, 16:51
Hallo Marco!

Bezüglich den Krähen und Elstern muß ich mal sagen wer heute immer noch der Meinung ist das diese Tiere bei dem heutigen Vorkommen geschützt werden sollten, der bekommt irgendwas nicht mit, ich habe einen großen Garten und bekomme seit 3 Jahren wegen dieser Vögel keinen einzigen Singvogel mehr zu Gesicht, wenn sich einer blicken läßt und baut sein Nest, ist dieses bereits leer bevor er mit der Brut fertig ist bzw. die Jungen sind gefressen bevor sie ausfliegen können, selbst die Eltern müssen bei der Nestverteidigung um ihr Leben fürchten. Diese Geschichte verfolge ich seit diese Nesträuber unter Schutz gestellt wurden, mit steigender Zahl konnte ich die sinkende Zahl der Singvögel bzw. Singvögelbruten erleben, es wurde ( in meinen Augen) höchste Zeit diese Tiere wieder zu bejagen

Bin 100% Deiner Meinung, nur ist dies hier angesprochen wie Wasser in den Rhein getragen, Eulen nach Athen oder Perlen vor die ....

Moni
15. September 2004, 18:30
Hi Tommi,

haste mal gesehen, wo Marco herkommt, vielleicht ist das Phänomen wirklich lokal begrenzt ;) und außer uns dreien hat es noch keiner beobachtet :0-

Tommi
15. September 2004, 18:40
Hallo Moni!
Möglich! Allerdings glaub ich es nicht so ganz! :0-

Raven
15. September 2004, 19:22
Hmm,

was haben jetzt Krähen mit Kormoranen gemeinsam?
Achja, beide sind schwarz!
Bleiben wir bei den Kormoranen, ja?

DUNADAN
15. September 2004, 19:50
Hi all,

also die Krähendiskussion sollten wir hier lieber lassen. Dazu gibt es genügend wissenschaftliche Publikationen (damit sind ausdrücklich keine Vogelhalterzeitschriften, sondern ornithologischen Fachzeitschriften gemeint !!!!!!!),die einen signifikanten Einfluss auf Singvogelartengemeinschaften verneinen. Ich empfehle übrigens allen, die sich näher mit diesen und ähnlichen Themen befassen wollen den Bezug mind. einer ornitholog. Fachzeitschrift (z.B. die Vogelwelt).

I.S. Kormoran liegt die Sache anders. Es gibt eine ganze Reihe von Publikationen aus SH, die zu dem Schluss kommen, dass Kormorane nur in einzelnen Fällen wirtschaftliche Schäden anrichten. Sie fressen überwiegend wirtschaftlich uninteressante Weißfischarten oder Fischen auf der Ostsee (was kümmerts also den Binnenfischer??) . Wer´s nicht glaubt, soll zusammen mit einem Biologen mal die Mägen toter Vögel öffnen. Stinkt wie Sau, ist aber aufschlussreich.
Im übrigen sollen auch Kolonieneugründungen künftig unterbunden werden können. Wer aber weiß, dass Kormorankolonien sehr kurzlebig sind u.U. weil der Feinddruck der Seeadler hier immer weiter zunimmt (die Plündern häufig die Nester mit den Jungen) und weil die Nestbäume nach einigen Jahren zusammenbrechen, müssen die Kolonien alsbald umsiedeln. Aber wohin, wenn Neugründungen verhindert werden ??

Wie kann es angehen, dass eine Landtagsfraktion erlauben will, Vögel während der Zug- und Brutzeit zu schützen, obwohl dies nach der EU-Vogelschutzrichtlinie verboten ist.

Im übrigen geht der Bestand des Vogels bei uns auch ohne Regulation seit Jahren leicht aber stetig zurück. Wozu eine Bejagung. Welche Arten gelangen danach ins Visier der Fraktion?? Mäusebussard ?? Habicht ?? Kolkrabe???

Wohin das alles führen kann, haben wir oft genug erlebt. Wie kommt es wohl, dass Kormoran und Kolkrabe bis vor wenigen Jahrzehnten in weiten Teilen Deutschlands verschwurden waren??

Wer richtig tief einsteigen möchte braucht nur zu googeln oder bei den großen Naturschutzverbänden (NABU,BUND und sogar dem Ökologischen Jagdverband) zu suchen.
Da gibt´s genug zum Thema auch Überflüssiges von den Berufsfischern die natürlich dringend einen Buhmann für ihre wirt. Situation brauchen.
Dazu wird die Bejagung der Vögel mit dem Schutz heimischer Fischarten begründet. Im Bio-Leistungskurs lernt heute schon jedes Kind, dass sich in unseren Seen haufenweise Fische fremder Herkunft tummeln, wodurch das Artenspektrum arg durcheinandergewirbelt wurde. NAchteil für heimische Fischarten: Sie sind den massiv eingesetzten Neubürgern oftmals im Hinblick auf Nahrung und Lebensraum unterlegen. Genetische Vermischung ist ein weiteres Problem. Der schlechte ökolog. Zustand vieler Gewässer trägt seinen Teil zum Rückgang einiger Fischarten bei.

Oscar

Tommi
15. September 2004, 20:10
Hallo Oscar!

Im Bio-Leistungskurs lernt heute schon jedes Kind, dass sich in unseren Seen haufenweise Fische fremder Herkunft tummeln, wodurch das Artenspektrum arg durcheinandergewirbelt wurde. NAchteil für heimische Fischarten: Sie sind den massiv eingesetzten Neubürgern oftmals im Hinblick auf Nahrung und Lebensraum unterlegen. Genetische Vermischung ist ein weiteres Problem.
Ich war nie in einem Bioleistungskurs, frag mich allerdings in welchem Du z.B. das Ammenmärchen mit der genetischen Vermischung gelernt hast? Nenn doch bitte mal Beispiele!
Nichts desto trotz, um wieder auf das Thema zurückzukommen, ich finde es in jedem Fall sinnvoller erst mal alle sonstigen Möglichkeiten auszuschöpfen, wie Dagmar schon sagte!
Aber ganz abgesehen davon sind Kormorane sehr schlau und ich bezweifle das die oben angeführte Regelung einen merklichen Einfluß auf die Populationen hätte, ausgerottet werden sie dadurch sicher nicht!
Im übrigen glaube ich keiner Statistik die ich nicht selbst gefälscht habe, in diesem Sinne...... :0-

Balu
15. September 2004, 20:40
Zum thema Kormorane: Als ich im Ulaub an der ostsee(Bansin) war,habe ich glücklicherweise Kormorane beobachten können-Frei!Wunderschöne Tiere!!!!!Und sie ahben nur die kleinen Fische gefangen,dass ahbe ich mit eigenen augen gesehen!!!!
Auch Küstenseeschwalben,Lach und silbermöwen gab es dort.Mit viel Glück konnte ich sogar am Achterwasser einen seeadler beobachten,der eine Stockente riss!!Ein Erlebnis dass ich so schnell nicht vergesse!die ente war jung....

Als wir auf einem Hof waren,der wildtiere gesundpfelgt und auch andere tiere hat,war ein kromran da,dem armen kerl hatte ein fischer einen hacken mit misch hingeworfen den er schluckte,der hacken blieb im halse stecken und wurde rausoperiert :( schrecklich wozu menschen fähig sind.Ein Tier hat auch gefühle.und ein kormoran lieferten kinder ab,die ihn verletzt am strand fanden---er wurde angeschossen :(
und eine junge silbermöwe,der irgendwelche dummen leute die stoß und dier schwungfedern abschnitten!!!!!sie konnte nicht föliegen und wurde von einem urlauber am strand gefudnen.
da sieht man mal was menschen sind->MONSTER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Tommi
15. September 2004, 20:53
Hallo!

war ein kromran da,dem armen kerl hatte ein fischer einen hacken mit misch hingeworfen den er schluckte,der hacken blieb im halse stecken und wurde rausoperiert :( schrecklich wozu menschen fähig sind.Ein Tier hat auch gefühle.
Wer hat was gefressen? :s
Es ist schon häufig passiert das Kormorane Köderfische mit Angelhaken verschluckt haben, deshalb dem Angler Absicht unterstellen ist allerdings sehr weit hergeholt!
Achso, hab ich vergessen, die bösen Monster können ja auch die Fische in Ruhe lassen, sorry das ich was gesagt habe! 0l

Balu
15. September 2004, 21:04
Menschen sind Monster,Tiere leben schon sweit jahrtausenden zusammen,nur als der Menscvh kam,brachte er alles durcheinander!!

der fischer hat dem kormoran einen hacken mit fisch hingeworfen!!der arme kormoran.....


menschen denken,tiere können nicht fühlen,doch jedes tier fühlt,auch fische,desshalb ist angeln tierqäulerei! und sollte verboten werden!!!!!!!TIERE SIND KEINE MONSTER!!!!!!!!!!!!!!

Tommi
15. September 2004, 21:11
Ach Blaumeise......

menschen denken,tiere können nicht fühlen,doch jedes tier fühlt,auch fische,desshalb ist angeln tierqäulerei! und sollte verboten werden!!!!!!!TIERE SIND KEINE MONSTER!!!!!!!!!!!!!!
......Du hast ja sooooo recht, ich geb's auf! 0l
Aber spätestens dann wenn die Wissenschaft nachweist das auch Pflanzen Gefühle haben und Schmerzen empfinden hast Du und Deinesgleichen ein großes Problem!
Trösten wir uns damit das die Erdgeschichte uns gezeigt hat, daß keine Herrschaft ewig dauert und die Natur immer einen Weg findet!
Bis dahin laß ich mir mein Schnitzel schmecken, schließlich denkt eine Hyäne auch nicht darüber nach was das Zebrafohlen gerade fühlt wenn sie ihm bei lebendigem Leib die Bauchdecke aufreißt! Mahlzeit! :0-

Balu
15. September 2004, 21:16
haha,sowei wir menschen die natur verändern,wird die dagegen nicht ankommen!menschen meinen sie sind ja sooooo perfeckt!!pustekuchen,gegen die naturgewalten(wilbelstürme,fluten)kommen die nicht an!

Sagany
15. September 2004, 22:04
Ich habe immer voll das Mitgefühl mit Pflanzen, ich hasse es wenn jemand Bäume zersägt oder sowas, muss ich erlich sagen, Pflanzen fühlen ja auch.
Ich finde daher das Argument von den Tierschutz-Vegetariern dass sie durch ihre Ernährung kein Leid erzeugen total schei.....
Wer durch seine Nahrung kein Leid erzeugen will soll verhundern!
Denn Tiere+Pflanzen fühlen beide, Pflanzen können es nur nicht zeigen!
Also sage ich entweder ich nehme es in Kauf und esse beides wie ein normaler Mensch oder ich sage ich will kein Leid erzeugen und esse nichts, aber dann verhungert der jenige,bloß soll mir ja egal sein,ist ja dessen Sache.
Aber das Argument:
"Ich esse nur Pflanzliche Kost und daher verursache ich kein Leid, bzw. ich muss für meine Ernährung niemanden töten" das ist total falsch und daneben,sowas akzeptiere ich garnicht!
-Halbe Sache- 0l

sigg
15. September 2004, 23:52
Hallo Sagany,
bei Kindern ist es so, daß Geschrei und Gezetere ein Suchen nach Aufmerksamkeit ist.
Ein ganzer Teil hat Heutzutage auch noch eine s..mäßige Erziehung.
Zum anderen verwechseln sie das Forum mit einem Spielplatz, wo der, der am lautesten schreit, auch recht hat, /bekommt.
Ich pflege solche kleinen Schreihälse zu ignorieren, denn sich mit ihnen sachlich auseinander zu setzen, ist absolut unmöglich, da es ihnen noch an einigen elementaren Eigenschaften fehlt.
Gruß
Siggi

holli
16. September 2004, 06:38
Hallo zusammen
@Siggi und Marco und Sagany: bin Fischer, lebe in Österreich fische am Kamp (Fluß im Waldviertel, der in die Donau mündet, bekannt durch das extreme Hochwasser vor 3 Jahren.....also bei uns herrscht Abschußverbot, wir werden aber auch von den Kormoranen nur "gestreift" und die Schäden am Fluß sind relativ gering, allerdings müssen wir Statistiken führen, wer wo einen Komoran gesichtet hat, wie alt der ist und ob er männlich oder weiblich ist (Frage wie frage ich einen Komoran im Flug wie alt er ist????!).
Allerdings gibt es in unserer Gegend auch einige Fischzuchten und Teiche, die sich mit Netzen (!!!!!) vor den Komoranen schützen müssen, da es bereits zu beträchtlichen wirtschaftlichen Schäden kam und ich von 3 Fischzuchten weiß, (allerdings kleinere Familienbetriebe), dass die Existenz massiv bedroht war und 1 Betrieb nach einer Komoranattacke (bei einer Kolonieansiedlung der Vögel) schließen mußte!!!!
Also von Ausrottung keine Rede - Schutz vor den absolut schönen Vögeln gibt es nur in den seltensten Fällen (wenn die Größe der Teiche ein gewisses Maß nicht übersteigt). Soviel ich weiß, kann man die Ansiedlung auch durch Lärm im Ansatz stören, sodaß sich die Vögel wirklich auf Augebiete zurückziehen, die geschützt sind, und daher auch absolut für die Brutkolonien taugen, ohne dass jemand zu schaden kommt...nur bei uns gibt es große Augebiete die Naturschutzgebiet sind, natürlich gilt das sicherlich nicht für ganz Europa.
....Grüße Holli

Gert
16. September 2004, 07:46
Hallo zusammen,

ich kenne die Verhältnisse in SH nicht, auch nicht die Art und Weise der Fischbewirtschaftung und auch nicht die Größe der Kormoranpopulation, so daß ich dazu wenig sagen kann. Ich halte allerdings den angesprochenen Verordnungsentwurf auch für überzogen.

In Sachsen gab und gibt es ebenfalls Probleme mit Kormoranen. Allerdings sehen die Lösungen hier etwas anders aus. Ein (Vergrämungs)abschuß ist durchaus möglich, aber erst mit Sondergenehmigung und wenn alle anderen Mittel (Lärm, Vertreibung der Vögel von Fischteichen) versagt haben. An bestehende Kolonien (die hier durchaus mehrere Jahrzehnte bestehen können) wird nicht herangegangen, allerdings werden, soweit möglich, Neuansiedlungen verhindert. Außerdem gab es (oder gibt es vielleicht noch) Zahlungen an die Fischer, wenn die Kormoranschäden zu groß waren.

Was den Schaden, den Kormorane in Fischwirtschaften anrichten können betrifft, so sind einzelne Kormorane kein Thema. Die holen sich ihren Fisch und gut. Leider haben die Tiere auch noch eine andere Fangmethode entwickelt, die dann wirklich auch wirtschaftlichen Schaden macht. Kormorane jagen mitunter in großen Gruppen (bis zu einigen Hundert). Sie fallen auf den Teichen ein, bilden einen Halbkreis und treiben die Fische an ufernahe Stellen. Dann geht die Jagd los. Durch die Menge an Fischen trifft natürlich nicht jeder Schnabelhieb, ein Großteil der Fische kommt mit mehr oder weniger schweren Verletzungen davon. Das Ergebnis sieht dann etwa so aus: ca. 25 % der Fische sind tot (gefressen oder an den Verletzungen gestorben), weitere ca. 25 % haben starke Hautschäden und sind deshalb unverkaüflich. Was das bei einigen tausend Fischen an wirtschaftlichem Schaden ausmacht, kann sich wohl jeder denken.

Da hier in Sachsen die Speisefische jahrgangsweise gehalten werden und die Kormorane natürlich vor allem die schnabelgerechten Satzfische bevorzugen, können Schutzmaßnahmen ziemlich effektiv auf wenige Teiche konzentriert werden. Offenbar funktioniert das, zumindest bei kleineren Teichen, mehr oder weniger gut.

Allerdings kann man es den Kormoranen natürlich auch nicht verdenken, wenn sie sich an einen derart gedeckten Tisch setzen :D .

Grüße

sigg
16. September 2004, 09:43
Hallo Gert
analog zu deinem Bericht.


richtig, es kommt darauf an, auf welcher Seite des Zaunes man sich gerade befindet.

Da läufst du bei mir eine offene Tür ein.
Gruß
Siggi

njoerch
16. September 2004, 10:59
Man sollte auch bedenken das dort wo Fischerei betrieben wird und Menschen davon leben eine ständig wachsende Kolonie ernorme Schäden hervor ruft!! Enten werden schon seit 100 Jahren mit Jagdzeiten beschossen und belagd und niemand spricht da von Ausrottenung. Bezüglich den Krähen und Elstern muß ich mal sagen wer heute immer noch der Meinung ist das diese Tiere bei dem heutigen Vorkommen geschützt werden sollten, der bekommt irgendwas nicht mit, ich habe einen großen Garten und bekomme seit 3 Jahren wegen dieser Vögel keinen einzigen Singvogel mehr zu Gesicht, wenn sich einer blicken läßt und baut sein Nest, ist dieses bereits leer bevor er mit der Brut fertig ist bzw. die Jungen sind gefressen bevor sie ausfliegen können, selbst die Eltern müssen bei der Nestverteidigung um ihr Leben fürchten. Diese Geschichte verfolge ich seit diese Nesträuber unter Schutz gestellt wurden, mit steigender Zahl konnte ich die sinkende Zahl der Singvögel bzw. Singvögelbruten erleben, es wurde ( in meinen Augen) höchste Zeit diese Tiere wieder zu bejagen.

Gruß
Marco

Also, ich bin bei uns im Kreis Unna (NRW) schon seit mehreren Jahren in der OAG (Ornithologische Arbeitsgemeinschaft) und kann nur sagen, daß es weder durch Raben-/Saatkrähen noch durch Eichelhäher oder Elstern irgendwelche nenneswerten Bestandseinbußen der einheimischen Singvögel gibt (zumal sich der Bestand der Krähenvögel von selbst reguliert)!

Was ist mit Eichhörnchen, Hauskatzen und co.???
Schon mal darüber nachgedacht, daß beides Nesträuber bzw. Vogelvertilger sind und diese wohl erheblichen Schaden unter den Vögeln anrichten? (Aber sowas mag ja keiner hören...).
Bei uns geht die Elster stellenweise zurück und wird durch die Rabenkrähe in den Freiflächen verdräng, so daß sich die Elster in die Siedlungsbereiche zurückzieht (dürfen übrigens beide bei uns geschossen werden!!!).

Was den durch Kormorane verursachten "Schaden" angeht...der Kormoran gehört nun mal in unsere einheimische Fauna, und daß schon seit vielen tausend Jahren...wir haben gerade einmal eine Kormorankolonie bei uns im Kreis an der Ruhr (jährlich ca. 60-90 BP), und es ist
keine Jagd darauf bei uns erlaubt (Gott sei dank!).
Die Fischteichbetreiber können ihre Teiche mit Netzen abdecken (obwohl da leider Graureiher (was ist eigentlich mit dem bzw. mit Kranichen und Schwarz- und Weißstörchen? Es sind dann doch wohl auch "Schädlinge", fressen sie doch ebenfalls Fische, oder?), wobei leider auch Fälle bekannt geworden sind, daß in diesen Netzen Fischadler, Graureiher, Eisvögel und co. verenden!!!).

Und daß der Kormoran nun mal Fische vertilgt, ist ja wohl normal, oder?
In einem natürlichen Gleichgewicht gäbe es normalerweise keine "Schäden" durch die Kormorane, sowas entsteht dann immer durch den Eingriff des Menschen (leider...).
Als Gründe wären hier Fischaussatz, überfüllte Zuchtteiche, etc. anzuführen...


Jörg

Ach ja...falls sich jemand zu einer Unterschriftensammlung entschließt, ich mach da auf jeden Fall mit!!!

Regalis
16. September 2004, 11:33
Hi,
mir ist schon klar das man hier im Forum ( egal welche Äusserung man macht) mit Gegenstimmen oder anderen Reaktionen rechnen muß, ich lasse mich gerne auf jegliche Diskusion ein, wenn ich davon ausgehen kann das mein Gegenüber sich über die Grundlagen bzw. die Sachverhalte informiert hat. Bezüglich Kormorane würde ich gerne mal einen Betroffenen hören, der evtl. von der Fischzucht lebt und jetzt von evtl. Kormoranvorkommen betroffen ist. Ich vertrete die Meinung das man beide Seiten sehen sollte, im Forum werden Beiträge zu gute gegeben in denen immer nur zu lesen ist " alles ist Mist was damit zutun hat das Tiere geschossen, erlegt oder bejagd werden", aus irgendeinem Wohnzimmer ohne Bezug dazu kann ich das auch schreiben, aber was ikst mit den Menschen die davon betroffen sind oder gar davon leben?
Wir haben in Deutschland mehrere Probleme mit Tieren die früher hier ansässig waren und mittlerweile wieder angesiedelt wurden, nur wird zeitweise vergessen das auch die Feinde dieser Tiere mit Ihnen ausgestorben waren , also muß ich bei Wiederansiedlung auch diese bedenken oder selber als Regulierer der Bestände auftreten. Dieses trifft in meinen Augen besonders auf Krähen,Elstern und Co zu, der Wanderfalken ( als einer der Tiere) war doch fast ausgestorben, setzt man die Tiere unter Schutz ohne den Feind ( Wanderfalke) zu bedenken passiert genau das was hier auch passiert ist, eine Überpopulation, dadurch kommen wurde diese Tiere doch erst Kulturfolger und kamen in die Städte und Dörfer. Bezüglich den verschiedenen Tierschutzorganisationen sei mal gesagt das ich das Gefühl habe das dort an der Spitze die gleichen Leute sitzen ( vom Charakter) wie wir sie auch in Berlin haben und da läuft es ja auch net immer toll. Die gleichen Menschen vom " BUND" welche vor 30 Jahren die Falkner gebeten haben Wanderfalken zu züchten und auszuwildern, möchten heute den gleichen Falknern das züchten und jagen mit diesen Tieren verbieten, irgendwas paßt da nicht.
Bezüglich der Krähen und Elstern habe ich meine Erfahrungen kund getan, seltsam ist auch das die Menschen die in einer Vogelschutzgruppe organisiert sind dieses niemals so sehen und alle die ganz normal Ihre Beobachtungen machen reden von einem solchen Sachverhalt????
Gruß
Marco

njoerch
16. September 2004, 12:17
Wir haben in Deutschland mehrere Probleme mit Tieren die früher hier ansässig waren und mittlerweile wieder angesiedelt wurden, nur wird zeitweise vergessen das auch die Feinde dieser Tiere mit Ihnen ausgestorben waren , also muß ich bei Wiederansiedlung auch diese bedenken oder selber als Regulierer der Bestände auftreten. Dieses trifft in meinen Augen besonders auf Krähen,Elstern und Co zu, der Wanderfalken ( als einer der Tiere) war doch fast ausgestorben, setzt man die Tiere unter Schutz ohne den Feind ( Wanderfalke) zu bedenken passiert genau das was hier auch passiert ist, eine Überpopulation, dadurch kommen wurde diese Tiere doch erst Kulturfolger und kamen in die Städte und Dörfer.

Die gleichen Menschen vom " BUND" welche vor 30 Jahren die Falkner gebeten haben Wanderfalken zu züchten und auszuwildern, möchten heute den gleichen Falknern das züchten und jagen mit diesen Tieren verbieten, irgendwas paßt da nicht.

Bezüglich der Krähen und Elstern habe ich meine Erfahrungen kund getan, seltsam ist auch das die Menschen die in einer Vogelschutzgruppe organisiert sind dieses niemals so sehen und alle die ganz normal Ihre Beobachtungen machen reden von einem solchen Sachverhalt????



Also, zum ersten Abschnitt:
Der Hauptfeind von Tauben, Krähen und co. ist immer noch der Habicht (und Sperber) und nicht Wanderfalke!!!

zum zweiten:
Wer möchte Dir denn verbieten, Wanderfalken, Uhus und co. zu züchten und auszuwildern?
Es geht nur darum, die Haltung und Zucht sowie die Auswilderung zu kontrollieren (was auch durchaus viel Sinn ergibt!, bedenke bitte mal Hybrid-Freibruten zwischen Wanderfalke und Lanner- X Wanderf. oder Saker- X Wanderfalke etc.; ist so vor einigen Jahren bei einem unserer Brutpaare geschehen!)

zum dritten:
Die OAGs und ähnlich orientierte Gruppen kartieren schließlich alle möglichen Vogelarten in periodischen Abständen, also dürften die ja dann wohl tatsächliche Aussagen treffen können, oder???


Jörg

Regalis
16. September 2004, 12:27
Hallo Jörg,

wir sehen das leider unterschiedliche , ist auch evtl. gut so, ich habe Aussagen über meine Beobachtungen gemacht und nicht gegen irgendwelche Statistiken geschrieben ( wobei die auch so eine Sache sind).
Bezüglich der Falkren und Greife allgemein sei dir gesagt das der "BUND" in einem Blatt die komplette Haltung und Zucht von Greifen in Gefangenschaft verneint!!!
Das hört sich für mich schon nach einem Verbot an-oder???
Über das Thema Hybriden gibt es genauso unterschiedliche Gutachten, diese Vögel vermischen sich in der Natur schon seit Jahrzehnten ohne das man darauf besondere Beobachtungen getätigt hätte!
Wenn du mit den Schützern gegen Hybriden bist, was ist bitte dann mit den Hybriden der Wanderfalken untereinander???? Das dürfte dann auch nicht sein und wer bitte möchte das kontrollieren ( nur mit DNA möglich).
Die Hierofalken ( saker, Lanner....) sollten nicht mit Wander verpaart werden a dieses Hybriden ergibt die die Fauna verfälschen, die Wanderfalken untereinader vermischen sich schon hunderte von Jahren , wäre aber der gleiche SAchverhalt da sie eine eigene Art darstellen!!!
Gruß
Marco

njoerch
16. September 2004, 12:47
Also, daß sich Wanderfalkenunterarten untereinander vermischen, ist in der Natur ja auch so (diese sehe ich dann eigentlich auch nicht als richtige "Hybriden" an).
Das Problem liegt da schon viel eher in den Bereichen Ger-, Saker-, Lannerfalke, etc.
Eigentlich sollten solche Hybriden ja zeugungsunfähig sein, ist aber leider nicht so...
Diese Vermischungen mit freilebenden Wanderfalken sehe ich da schon als ein relativ ernsthaftes Problem.
Daß der BUND das generell verbieten will (hat er aber noch nicht durchgesetzt, oder?), finde ich auch falsch!
Was die "Statistiken" angeht kann ich aufgrund von unserer OAG nur sagen, daß wir vor 2 Jahren Elster und Rabenkrähe kartiert (ich habe selbst mitgemacht) und dementsprechend die frischen Ergebnisse vor kurzem besprochen haben (siehe meine Postings zu dem Thema).
Natürlich ist in unserer beeinflußten Landschaft eine kontrollierte Jagd notwendig (und bei bestimmten Vogelarten auch sinnvoll), allerdings gibt es unter den Jägern viele schwarze Schafe, die z.B. Wanderfalke und Uhu(nicht bei uns) sowie Rotmilan, Mäusebussard, Habicht/Sperber, Waldkauz, Schleiereule, Steinkauz (dies schon bei uns) illlegal abschießen, vergiften, mit Fallen fangen, die Horstbäume abholzen etc.!
Ich spreche bei den "Schwarzen Schafen" weder generell die Jägerschaft noch die Falkner an sondern vielmehr besagte Schwarze Schafe:-)
Ich habe weder etwas gegen Falkner noch gegen Jäger, allerdings muß man schon als Allgemeinheit (anders gehts leider nicht) ein Auge darauf haben, daß nicht wieder der Kormoran oder sonstige Arten einfach ausgerottet werden (betrifft ja leider nicht nur Vögel, sondern auch gerade Raubtiere wie Luchs, Wolf, Braunbär etc.).

Jörg