Vollständige Version anzeigen : Farbenvielfalt bei Stockenten
Wiesel
08. June 2005, 22:06
Hallo!
Hier in Düsseldorf schwimmen viele Stockenten rum, die nicht wildfarbig sind. Sie kommen von schneeweiß bis schwarz vor. In allen möglichen Farbvarianten. So gibt es hier Enten, die pechschwarz sind und je nach Lichteinwirkung einen Grünschimmer haben. Bei den hab ich mittlerweile erfahren, daß diese Enten Smaragdenten heißen. Dann kommen hier auch Stockenten vor, die schwarzbraun sind mit weißer Brust. Diese hab ich im Internet mal unter Cayugaente gefunden.
Meine Frage, kennt jemand von euch eine Internetseite, in der die unterschiedlichen "Stockententypen" aufgeführt sind?
Liebe Grüße
Sabine
wagtail
08. June 2005, 22:12
Hallo,
Stockenten sind es nur wenn sie echt "wildfarbig" sind!
Alles andere sind Mischlinge mit Hausenten: meist Hochbrutflugenten! Natürlich kann dieser Fehltritt schon vor Jahrzehnten gewesensein...so grosse Populations-Wechsel gibt es an "Parkgewässern" nicht...da der winterliche Wegzug fehlt!
Wilst du mehr über die Farbschläge wissen, google mal nach "hochbrutflugenten" oder "zwergenten" oder "laufenten" alle diese Hausentenrassen haben die verschiedensten Farbschläge!
gruß Tobi
Wiesel
08. June 2005, 22:22
Richtig, aber es interessiert mich halt, welche Ente da irgendwann mal mitgemischt hat. Ich hatte vor Jahren hier mal eine Ente gesehen, Körper wie eine Stockente, Größe wie eine Mastente und Farbe wie eine Löffelente.
Gänseerpel
09. June 2005, 13:33
Hallo
Bei der Suche darfst du nicht nur nach der Farbbeschreibung gehen. Cayugaenten z.B. werden mit 2,5 - 3 kg angebeben. Das sind im Vergleich zur Stockente Welten. Übrigens gibt es bei vielen Rasseenten eine wildgefärbte Variante.
mfg
Wiesel
09. June 2005, 21:24
Ist wohl leider doch nicht so einfach, wie ich das dachte. Schade!!
Kanadagans
09. June 2005, 23:06
Hy !
Hier meine beiden Lieblings- Fehlfarben vom Tegeler See, Greenwich- Promenade in Berlin ^^ !
Ein blau- wildfarbiger Erpel, dessen Schwungfedern blau sind, ebenso wie alles, was beim Stockerpel schwarz ist, sein Kopf ist dunkel zimtfarben !
Grüße, Andreas
Kanadagans
09. June 2005, 23:07
Dies ist sein letztjähriger Sohn mit einer dunkelwildfarbigen Ente !
Grüße, Andreas
Kanadagans
09. June 2005, 23:18
Und hier eine Tochter aus einer wildfarbigen Ente !
Kanadagans
09. June 2005, 23:22
Dann wäre noch er hier als auffälligste Variante, den ich als, hm, weizenfarbig bezeichen will !
Kanadagans
09. June 2005, 23:28
Das wäre das Weibchen zu seiner Farbe, er sieht im Schlichtkleid fast genau so aus !
Kanadagans
09. June 2005, 23:38
Und er, für den ich urlange brauchte, ihn mal so vor die Linse zu kriegen ^^ !
wagtail
10. June 2005, 00:29
Hallo,
erstmal nen klasse das wir Fotos haben...! Finde diese Zeichnungsvarianten freilebender "Stock"Enten sind eine Homepage wert!---ups hab beim Suchen wieder neue tolle seiten entdeckt! Guck dir die mal mit an..evtl. haben wir noch ne Idee!
Kanadagans hast du Interesse an solch einem Projekt??? Dann schick mal ne PN!
Hie rmal ein Paar links zum Thema:
HP... mit Entenrassen und Färbungsbezeichnungen ( leider fehlen die Fotos):
http://www.gefluegel-info.net/enten/enten.html
Farben der Laufenten:
http://www.laufis.de/farben/
Tolle Infos zu Enten allgemein = alles was man wissen muß zu Hausenten ( und wenn ihr bei payer weiter guckt auch zu anderen "Nutztieren"!!!)
http://www.payer.de/entwicklung/entw0872.htm
Heisse Seite...hab ich ganz neu gefunden..*stielaugenkrieg*
http://www.stockenten.info
...sodann ...
tobi
FireDragonin
10. June 2005, 00:43
Der letzte Link ist ja genial!!
Kanadagans
10. June 2005, 01:13
Hy !
Ja, die Links sind genial, vor allem die letzte Seite sehr ausführlich !
Nur haben sie da nen kleinen Fehler...
Der Erpel im Schlichtkleid ist noch voll am Ummausern, Schlichtkleid sieht anders aus ^^ !
Grüße, Andreas
@ Tobi: Ich pme !
wagtail
10. June 2005, 09:21
...naja...du kannst ihnen ja mal nen echtes RK Foto zur Verfügung stellen...:p
find es auch klasse..das solche Seiten existieren!!!! Sowas müsste es für jede Vogelart geben *träum*
gruss tobi
Wiesel
10. June 2005, 18:35
@ Kanadagans :
Super Aufnahmen. Echt Klasse!!! Ich muß mir unbedingt das Programm reinziehen, mit dem ich Bilder verkleinern und dadurch hier einstellen kann. Habe nämlich auch mal damit angefangen, diese ganzen Farbvarianten aufzunehmen. Würde dich mit Sicherheit interessieren. Hoffe, ich kann es schnell nachholen.
@ Wagtail : erstklassige Adressen, die du genannt hast. In der ersten hab ich auch gleich eine weitere hier rumschwimmende Farbvariante gefunden, die Pommernente. Einfach genial, Tobi. Tausend Dank !!!
Kanadagans
10. June 2005, 19:54
Hallo Sabine ^^ !
Schick dem Tobi doch mal eine PN zu dem Thema =) !
Von der Pommernente stammen wohl zum guten Teil auch die sog. Dunkelwildfarbigen mit Latz ab, weil die früher vebreitet gehalten wurden !
Grüße, Andreas
Wiesel
10. June 2005, 22:30
Und hier einige Enten aus Düsseldorf. Als erstes ein besonders schönes Exemplar wie ich finde.
Wiesel
10. June 2005, 22:40
Und die nächste Stockente. Sie wollte noch flüchten, aber ich war schneller.
Wiesel
10. June 2005, 22:43
Und hier eine besonders helle Ente.
Wiesel
10. June 2005, 22:45
Oder wie wär es mit dem hübschen "Mädchen".
Wiesel
10. June 2005, 22:49
Die Smaragdente hab ich leider noch nicht so erwischt, daß der Grünschimmer auf dem Foto zu sehen ist. Aber ich arbeite dran.
Und als letztes diese Ente, die ich wegen der Farbzeichnung am Kopf sehr schön finde.
Liebe Grüße
Sabine
wagtail
10. June 2005, 23:01
Hi
Sehr ordentlich *freu*
bitte notiert euch bei allen Fotos geschlecht, ort , zeit und evtl. verpaarungen etc...
klasse!
gruss tobi
@ wiesel : wäre schön wenn du mal in den chat kommen könntest jetzt! ;)
Kanadagans
10. June 2005, 23:52
Hy !
*Lechz* !
Also, gegen die Düsseldorfer stinken die Berliner ja echt ab ^^ !
Die blaue ist ja sooo schön, und die wildfarbig gescheckte erst... Die dürfte mein Kumpel René nicht sehen, würde er sich gleich zum Züchten mitnehmen =) !
Ich habe für die Hübsche auch gleich das passende Gegenstück ^^ !
Meine Enten sind übrigens alle am 17.2.05 fotografiert, und alle unverpaart gewesen !
Kanadagans
10. June 2005, 23:58
Diese Madame sieht auch frisch gemausert so geflickt aus, ist also sicher aufgrund der hellen Schwingen eine Mischung aus dem weizenfarbigen Erpel der vorigen Seite, und einer dunkelwilden Ente !
Es gab auch noch einen ebenso intermediären Erpel dazu, aber den habe ich seit drei Jahren nicht mehr gesehen !
Wiesel
11. June 2005, 00:24
Na, die ist doch auch hübsch. Die braucht sich nicht zu verstecken.
Ich hab mit Tobi Kontakt aufgenommen.
Wenn ich wieder mal Fotos hab, poste ich sie.
Liebe Grüße
Sabine
Kirsten63
12. June 2005, 18:30
Diese Entenmam ist in unserem Park.Finde die Farbe auch schön.
Kirsten63
12. June 2005, 18:32
sehen ihr nicht ähnlich
wagtail
12. June 2005, 18:55
Hallo,
das bin ich mit 16 und einem fast verhungerten Erpel vom Dorfteich...
http://www.directupload.net/images/050612/temp/uBiJhmIH.jpg (http://www.directupload.net/show_image.php?d=283&n=uBiJhmIH.jpg)
gruss tobi
Wiesel
12. June 2005, 21:25
@ wanzen :
Die Entenmama ist nicht schlecht. So durchweg helle Enten sieht man auch nicht alle Tage. Das da 3 normal aussehende Küken bei rauskommen, man man auch nicht denken. :zustimm: !!
@wagtail :
Hast du sie damals durchgebracht und wieder aussetzen können?
wagtail
13. June 2005, 01:05
Hallo,
1. ist das ein "er" gewesen!
2. darf man Haustiere nicht aussetzten! Das verstößt gegen das Tierschutzgesetz!
3. ist er mir dann entflogen...zurück zum Dorfteich, als er wieder genug Kraft hatte ;)
gruß tobi
Wiesel
13. June 2005, 14:32
Das "sie" bezog sich auf "die Stockente".
Eine in der Natur gefundene Stockente ist kein Haustier und gehört daher zurück in die Natur. Es sei denn, das Pflegetier (jetzt allgemein) hat sich aufgrund der Länge oder der Intensivität der Pflege zu sehr an den Menschen gewöhnt. Dann könnte das wieder auswildern eher zur Gefahr für das Tier werden. Denke ich z.B. man an Rehe. Aber die Ente hat sich ganz alleine wieder für die Freiheit entschlossen.
Liebe Grüße
Sabine
wagtail
13. June 2005, 17:38
Hallo,
Hochbrutflugenten sind wie auch Stadttauben, Strassenhunde und verwilderte Katzen herrenlose Haustiere!
Wer diese aufnimmt wird deren Halter und darf sie nicht wieder aussetzen! Das ist Verboten!
Fazit ist und das macht letzendlich die Definition zwischen verwildertem Haustier und Wildtier aus. Das sie ihre Population nicht alleine halten können und vollkommen auf den Menschen angewiesen sind!
Interessant wäre die Frage ob unsere halbzahmen Enten den nun Haus- oder Wildenten sind! Die Rechtslage dürften die Jäger wissen..da es sich bei Stockenten um jagbares Wild handelt!
gruss tobi
Wiesel
13. June 2005, 21:33
Von der Seite betrachtet, stimmt das schon, was du schreibst. Das wär doch mal ein Diskussionsthema: Ab wann spricht man von einem Wildtier?
Einmal ein Haustier immer ein Haustier? Ab dem 1. oder wievielten Nachwuchs in freier Wildbahn ist es ein Wildtier?
Liebe Grüße
Sabine
Gänseerpel
23. June 2005, 22:55
Hochbrutflugenten sind wie auch Stadttauben, Strassenhunde und verwilderte Katzen herrenlose Haustiere!
1.Wie unterscheidet man wildfarbene Hochflugbrutenten von Stockenten?
2. Wo gibt es noch grössere Bestände reiner Stockenten? Bei uns im Süden ergibt sich der Eindruck, dass die Bestände ziemlich durchmischt sind.
mfg
PS Danke für Deine Mail Toby.
Gänseerpel
25. June 2005, 14:33
Dann möchte ich mal zur Diskussion stellen:
Reine Stockenten:
Klein und zierlich, reine Tropfenform, 820 bis 950 g, Flügelfedern reichen bis zur Schwanzfedernspitze und darüber hinaus. Schwanzfedern werden im Wasser sehr flach gehalten ähnlich Tauchenten, Kopfform trapezoid, Kopf wird häufig eingezogen
Mischformen:
Groß, Körperunterprofil U förmig, Gewicht von 1050 g aufwärts, Flügelfederspitzen erreichen die Schwanzfederspitze um 3 – 4 cm nicht. Schwanzfedern werden m Wasser schräg nach oben gehalten, Schwanzfedernspreizen häufig.. Kopf Oberprofil rund, Kopf wird kaum eingezogen.
Wiesel
27. June 2005, 18:23
Auf diese Unterschiede habe ich bisher nicht geachtet. Daher vielen Dank für diesen Hinweis. Werde ab jetzt mal darauf achten.
Wenn ich rein nach der Wildfarbe geh, schwimmen hier noch viele Stockenten rum. Wenn ich mir die Unterschiede ab jetzt anschau, dann vielleicht nicht mehr.
Gänseerpel
27. June 2005, 22:23
Auf diese Unterschiede habe ich bisher nicht geachtet. Daher vielen Dank für diesen Hinweis. Werde ab jetzt mal darauf achten.
Wenn ich rein nach der Wildfarbe geh, schwimmen hier noch viele Stockenten rum. Wenn ich mir die Unterschiede ab jetzt anschau, dann vielleicht nicht mehr.
25-06-2005 14:33
Danke für Deine Antwort.
Das Thema ist mir sehr wichtig, da die "echten" Stockentenbestände durch Mischung regionsweise sehr zurückgehen, und das natürlich ein unumkehrbarer Effekt ist.
Meine Kriterien sind übrigens keineswegs erschöpfend und beruhen auf Eigenbeobachtung. Wer mehr weiß, bitte in die Diskussion eingreifen. Leider muß man selbst in Zoos, Jagdausstellungen u. dgl. feststellen, dass die Unterschiede ignoriert werden, und riesige Erpel als typische Stockenten gezeigt werden; vermutlich besteht auch wenig Interesse. Die Stockente ist aber unsere ureigenste, wichtigste Wildentenart, und es wäre eine Katastrophe, wenn die Bestände ersnthaft in Gefahr gerieten.
Die kleinen Formen sind übrigens viel widerstandfähiger, fliegen schneller, wendiger und ausdauernder, haben eine bessere Orientierung und sind sehr genügsam. Im Grunde lässt sich kaum was ranfüttern. Leider sind sie auch "quirliger" und mobiler.
Ich bin seit einiger Zeit auf der Suche, in Süddeutschland, nach den wirklich zierlichen Varianten. (Von älteren Leuten hört man immer wieder, früher sei eine Stockente nicht größer als ein Rebhuhn gewesen). Ich würde gerne eine kleine Zuchtpopulation aufbauen, vielleicht finden sich ja andere Interessenten, sodass ein Projekt daraus werden könnte.
Leider habe ich momentan außer der wunderschönen Entin von 800 g (!) auf dem Foto, von der ich keine Ahnung habe, ob sie jemals brütet, nur noch eine Entin. Eine weitere, etwas größere ist seit 5 Wo abgängig.
Das Erpelchen auf dem Foto, ein wirklicher, echter, drahtiger, tropfenförmiger superfliegender Stockerpel, ist leider unlängst umgekommen. Er stammte bezeichnenderweise aus einem für Enten völlig ungeeigneten, wasserlosen Waldgebiet, wo sich Hochbrutflugenten nicht halten, also auch keine Durchmischung stattfindet.
Danke nochmal für Dein Interesse
Wiesel
28. June 2005, 21:31
Was mir hier schon vor Jahren aufgefallen ist, daß die (angeblichen) Stockentenerpel selbst im tiefsten Winter ihr Prachtkleid behalten. Sie wechseln nicht ins Schlichtkleid! Als ich dann mal im Münsterland den ersten Erpel im Schlichtkleid sah, hab ich ihn prombt nicht als solchen erkannt, weil mir das ein fremdes Erscheinungsbild war. Erst durch mein Bestimmungsbuch wußte ich, daß es sich doch um eine Stockente gehandelt hat. Kann man auch daran erkennen, daß es sich schon gar nicht mehr um reinrassige Stockenten handelt oder kann das auch einen anderen Grund haben?
Liebe Grüße
Sabine
Gänseerpel
28. June 2005, 21:51
Also, die sommermauserbedingte Umfärbung ins Braunkleid fällt nach meinen Erfahrungen auch im gleichen, verschwisterten Schwoof sehr unterschiedlich aus, und zwar sowohl in Bezug auf den zeitlichen Ablauf als auch nach dem Umfang. Vom zeitlichen Ablauf her (Beginn ca im Mai oder erst Mitte, sogar Ende Juni) hängt u.a. vom Klima ab. Man kann sagen, je wärmer, desto eher.
Aber die Steubreite innerhalb der Geschwister bei völlig gleichen Bed. ist groß.
Mir sind drei Varianten aufgefallen:
1) Totale Umfärbung in Braun inclusive Kopf = annähernd Entinnen look.
2) Subtotale Umfärbung des Körpers bis zum Halsring, Kopf Hals noch mehr oder weniger grün, mit weißlichen "Entfärbungen, v.a. um die Augen.
3) Kaum wirkliche Umfärbung.
Varianten 1 u. 2 beobachte ich regelmäßig innerhalb meiner verschwisterten Population.
Die Schwungfedermauser ist von der Zeit her auch rel weit gestreut, von Anfang Juni bis Anfang, ja Mitte Juli.
Bez. der Herbstmauser kann man sagen, je kälter, desto prachtvoller das Gefieder, das gehz natürlich in den Winter mit hinein.
Unterschiede zwischen typischen Urtypen und Mischformen habe ich in dieser Hinsicht bisher nicht feststellen können. Beim Urtyp ist die Gefiederung incl Erpellocke vielleicht insgesamt nicht so intensiv. Den letzten Satz versehe ich aber mit einem dicken Fragezeichen.
mfg
Wiesel
28. June 2005, 22:13
Das scheint mir also dann kein Hinweis auf eine Mischform zu sein. Ich werde mich daher weiter auf deine genannten Unterschiede konzentrieren.
Wiesel
28. June 2005, 22:16
Mir ist gestern endlich ein Foto der Smaragdente geglückt, wo man den grünlichen bzw. blauen Schimmer des Gefieders gut erkennen kann.
Gänseerpel
01. July 2005, 12:21
@Wiesel
Die weiter oben erwähnte, seit gut 6 Wochen vermisste Entin ist seit gestern wieder da. Sie ist etwas größer als die oben abgebildete. Auffällig ist im Vergleich die „hohe“ Stirn. Das dürfte auch noch ein Kriterium sein. Zum Vergleich die Entin „Alumina“mit ca 1100 g
mfg
Gänseerpel
02. July 2005, 19:52
Ich habe heute einen Entenspezialisten besucht, der dutzende verschiedener, auch tropischer Arten züchtet. Er hat das im Thread gesagte bestätigt, und - siehe da- er beschäftigt sich auch mit der Erhaltung und Zucht der Kleinen Form. Inwieweit die Bestände gefährdet sind, konnte er nicht sagen. Also, Interesse scheint das zu sein.
Übrigens: Ein Kriterium kommt noch dazu; Kleine Form = längerer, schlanker Schnabel.
Ich kann mich erinnern, als mein Erpelchen geboren wurde, gab es wegen des langen Schnabels, der mir schon beim Schlüpfen aufgefallen war, Diskussionen, ob es sich um eine Stockente handelt. (Das Ei war ein Findling)
mfg
Wiesel
02. July 2005, 22:55
Also, die Ente im ersten Foto ist jetzt ne reinrassige Stockente, ja? Würd ich sagen. Die da drunter nicht. Bei der erkennt man das auch schon am Körperbau. Ganz schön massig.
Liebe Grüße
Sabine
Gänseerpel
06. July 2005, 22:50
@Sabine Richtig, so seh ich es auch
Neulich hab ich eine "wilde" Wildente, die sich einen riesigen Gartenteich als Brutplatz ausgesucht hat besucht, daneben zum Vergleich der "Gänseerpel" und die Entin "Linksweiß":
Kanadagans
08. July 2005, 02:30
Hallo Ihr !
Dann kann man also sagen, alles was recht schlank und zierlich ist sowie einen richtigen " Zinken" im Gesicht hat, ist eine reine Stockente ?!?
Dann ist allerdings wirklich schon erheblich mehr als nur die bunten, erkennbar anders gefärbten Enten vermischt, weia...!
Dazu ist mir noch eines vielleicht entscheidend aufgefallen...
Immer, wenn man Dokus vor allem aus Nordamerika oder dem westlichen Mitteleuropa sieht, in denen Stockenten erscheinen, fällt auf, das die erkennbar anders quaken, und das auch als Erpel...
Zum Beispiel im Film " Nomaden der Lüfte", da fliegt ja ziemlich zum Anfang ein Erpel, der sich auch kurz zu den fliegenden Graugänsen gesellt, und der quakt während des Fluges unverkennbar selbst ( nichts dazu synchronisiert...), und das wie eine Ente, kann man sagen...
1- 4 mal schnell hintereinander, deutlich quakend, wie ich persönlich es von Erpeln gar nicht gewohnt bin...
Dann sind noch führende Enten aus besagten Gebieten bei weitem und lauter " gesprächiger", was ich von der hiesigen Durchschnittsstockente so auch nicht kenne, die ja bekanntlich sehr ruhig und bedächtig führen, so daß ich das immer für des Effektes wegen dazu synchronisiert wähnte, was aber nicht so zu sein scheint...
Ist diese Stimmfreudigkeit eventuell auch ein Indiz für reine Stockenten ?
Grüße, Andreas
Gänseerpel
08. July 2005, 10:12
Dann kann man also sagen, alles was recht schlank und zierlich ist sowie einen richtigen " Zinken" im Gesicht hat, ist eine reine Stockente ?!?Ich kann nur sagen, ich finde die Kriterien, die wir zusammengestellt haben, im Grunde noch recht dürftig. Deshalb hoffe ich ja, dass einige im Forum noch was beisteuern. Das erwähnte Projekt "Nachzucht", dass ich verfolge, sollte schon auf soliden Beinen stehen. (Genomanalysen wird man ja wohl nicht brauchen, die Definition des Habitus müsste genügen). Die Größe beispielsweise wird sicher als Kriterium zwar ein "sine qua non" sein, ist aber für sich genommen, auch fragwürdig, siehe Zwergenten.
Die einzelnen Kriterien haben sicher nur in der Zusammenschau einen Sinn. Ich habe übrigens kürzlich eine Vielzahl von verschiedenen Entenarten zu Gesicht bekommen (Bahama-, Gelbschnabel-, Pfeif-, Tafel-, Reiher- Löffelenten u.v.a.) und mir ist aufgefallen, dass praktisch alle den obigen Kriterien entsprechen, außer vielleicht der Schnabellänge.
Immer, wenn man Dokus vor allem aus Nordamerika oder dem westlichen Mitteleuropa sieht, in denen Stockenten erscheinen, fällt auf, das die erkennbar anders quaken, und das auch als Erpel...Ich kann hierzu nur sagen, dass ich meinen Wildentenerpel (oben abgebildet) von den Mischerpeln an den Lauten immer klar unterscheiden konnte. Was die Entinnen betrifft, abgesehen davon, dass Entinnen viel "schweigsamer" sind, und mir eigentlich nur das Protest/Warnquaken, das heiserquaken beim Brüten, sowie das leise, hochfrequente Piepen bekannt sind, so kann ich nur sagen, dass die Wildentinnen eher schweigsamer sind. Das hängt vielleicht auch mit der Rangordnung zusammen (obwohl es eine echte Rangordnung nicht gibt).
Stockentinnen und Mischformen wüsste ich jetzt nicht zu unterscheiden.
Man müsste sowieso mal eine Art Lautekataster anlegen, wo alle Lautäußerungen dokumentiert sind, möglichst einschließlich der Mutter -Kükenkmmunikation mit den einzelnen Kommandos ("sofort ruhighalten und sitzenbleiben", "sofort herkommen", "Gefahr", "Entwarnung"). Das sind überwiegend sehr leise Lautäußerungen, die man kaum mitbekommt.
Wenn man in die Zwangslage kommt, Küken selbst aufziehen zu müssen, ist vor allem die mangelnde Möglichkeit, Gefahr zu signalisieren, das große Problem. Diese Küken fühlen sich oft pudelwohl, haben aber mangelndes Gefahrenbewußtsein.
Wenn es möglich wäre, die Laute zu katalogisieren, könnte man die einzelnen Elemente auf Speicherchips geben, und quasi situationsadequat abrufen. Ich denke, es wäre spannend, herauszufinden, wie sich die Kommunikation gestalten würde. (Natürlich ist mir klar, dass zur Kommunikation auch Gesten usw. gehören). Aber ich glaube, Vögel sind generell schon sehr auf akustische Kommunikation "programmiert".
mfg
Kanadagans
10. July 2005, 20:01
Eine sehr gute Idee !
Allerdings könnte dieser Teil des Projekts etwas länger dauern, denn erst brauche ich ein Richtmikrofon ^^, das ich aber sowieso will, auch, um die Stimmlaute meiner Lieblinge, der Kanadagänse, dezidierlich aufzuzeichnen =) !
Mal kucken, was ebay hergibt !
Grüße, Andreas
PS: Für das Pfeifen des Verlassenseins brauchen wir keine Jungenten, kann ich vorzüglich ^^ !
wagtail
10. July 2005, 20:01
Hallo ihr lieben!
das ist ne heisse sehr interessante Diskussion!
Ich möchte noch etwas zum "Besten" geben: Tonhöhen werden z.B. durch die Körpergröße, Halslänge, Luftsack/Lungen-Volumen reguliert!
Der Erpel im Nomaden der Lüfte versucht seine "Ente" zu bremsen...bzw. wegzu locken...Lorenz beschreibt sowas als" Weggehlaut"= Laut der Ortsveränderung.
Interessant an der Szene ist das der Erpel zum Schluß voran fliegt und sich zurückfallen lässt. (Nomalerweise führt die Ente) Ihm paßt irgendetwas nicht. Interessant wäre mal die Filmcrew zu der Szene zu sehen!
Insgesamt ist zu sagen das Wilde Stockenten sehr schweigsam sind...was u.a. mit dem hohen Jagddruck zu tun hat. Sie haben z.T. sogar ihren Tagesaktivitätsphasen auf die Dämmerung oder Dunkelheit verlegt.
Enten mit deutlichem Hausenteneinschlag sind recht leicht an den obengenannten Punkten zu identifizieren!
Aber es gibt genug Enten und Erpel, die lediglich anders gefärbt sind, sonst aber vom Gewicht und auch von den Proportionen den "Wilden" gleich kommen.
was ist mit denen?
hier mal nen Erpel mit etwas "mehr" Brustfarbe...
http://www.fotodesign-ohde.de/fotos/015/tiere_ente_04.jpg
wagtail
10. July 2005, 20:19
Hallo
oder die ente von dem Link hier???
Sieht aus wie ne helle Stockente! Oder ist da n Hauserpelstammvater?
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/1769/display/3326952
nachdenklich :idee: tobi
Gänseerpel
10. July 2005, 21:56
Aber es gibt genug Enten und Erpel, die lediglich anders gefärbt sind, sonst aber vom Gewicht und auch von den Proportionen den "Wilden" gleich kommen.
was ist mit denen?
oder die ente von dem Link hier???
Sieht aus wie ne helle Stockente! Oder ist da n Hauserpelstammvater?Ja, was ist mit denen. Obwohl ich dazu neige, mal einen Hausenten"einschlag" anzunehmen, ist nicht zu leugnen, dass die Natur in jeder Generation x Varianten erzeugt, deren Mehrzahl bei nicht geänderten Lebensbedingungen dann i.a. weniger Überlebenschancen haben.
Ändern sich die Lebensbedingungen, so ändert sich auch die Verteilung der Überlebenschancen. Beispiel: In jeder Zugvögelgeneration kommen Individuen zur Welt, die nicht migrieren. Diese gehen überwiegend im Winter ein. Wird es wärmer, haben sie plötzlich die größeren Überlebenschancen.
Die Anpassung erfolgt also in diesen fällen ohne jede Mutation, dadurch sehr schnell. (Auf eine Mutation "warten zu müssen", wäre schlecht).
Grundvoraussetzung: Eine breite Genbasis mit vielen verschiedenen Varianten. Der Umweltdruck sorgt dann dafür, dass man bei den "Wildformen" eine scheinbar uniforme, konstante Morphologie zu sehen bekommt.
So müsste es eigentlich im vorliegenden Beispiel auch sein. Farbvarianten sollten sich in der wirklich vom Menschen möglichst unberührten Natur nicht so leicht durchsetzen. Dass Farben beim Balzverhalten eine große rolle spielen, und u.U. auch "blockierend wirken können, haben wir hier ja schon diskutiert. In dem Fall wäre von einer Variante der Wildform auszugehen.
@ Kanadagans Benachrichtige mich bitte, wenn Deine Apparatur steht. Ich wrde mal mit einem Kassettenrekorder und einem etwas höherwertigen Micro Vorversuche starten. (Früher gabs halt das Uher als non plus ultra) :zwinker:
Mfg
wagtail
11. July 2005, 01:14
hallo,
ich bringe mal mein "Gedanken"konstrukt zum Thema ins Netz:
Viele Stadtteichenten, Dorfteichenten...oder wie auch immer leben halbwild.
Dies heißt:
1. keine Migration über längere Strecken( relativ stabiler Genpool)
2. Fütterung durch den Menschen
3. weniger Räuberdruck auf andersgefärbte Individuen (insbesondere Alttiere)
4. grosse Jungtiersterblichkeit und Gelegeverluste
5. Erpelüberhang
Viele Bauern gewärten noch zur Mitte des letzten Jahrhunderts ihren Enten die Freiheit auf dem Dorfteich zuschwimmen, zur Zierde wurden manche Enten extra in Stadtteichen ausgesetzt, und nicht zuletzt mischten entflogene Zwerg- und Hochbrutflugenten in so mancher Population mit.
Wilde Stockenten siedeln sich selten an solchen Standorten an, da sie durch ihre Scheu dem Menschen gegenüber Schwierigkeiten haben sich bei Fütterungen durch zusetzten. Bei Mischpaaren, die sich meist durch zu geflogene Wilderpel bilden, kann man gut sehen wie der Erpel bei einer Fütterung auf Distanz bleibt und nach der Ente ruft.
Somit bleibt der Genpool der Population recht klein..es kommt immer wieder zu Rückkreuzungen...also bleibt alles quasi in einer Familie ;)
Damit meine ich ganz speziell die "rezessiven Gene" die über Generationen weiter vererbt werden und erst bei der richtigen Kombination von Mutter und Vater (beide tragen das Gen) an den Jungen zutage treten und ausgebildet werden.( die Dominanzreihe/Folge der Farbgene der Hausenten müssten bei guten Züchtern oder in guter Fachliteratur zur Entenzucht finden sein)
Zudem werde gerade andersartige oder auffällige Enten und Erpel bevorzugt gefüttert, wodurch sie besonders fit durch den Winter kommen...und auch die Jungtiere einer "bunten" Ente bekommen insgesamt mehr Futter, durch die "bunte" Mutter!
Die stärkste Selektion die auf unsere Enten wirkt ist nach wie vor der Winter bzw. die Paarungsmechanismen!
Zu grosse Enten oder Tiere mit schlechter Körperhaltung verbrauchen mehr Energie um sich zu bewegen oder zu überleben. Tiere die nicht Fliegen können kommen erst später zu neuen Futterquellen und schlecht zu sicheren Brutplätzen. Zu grosse Schnäbel frieren im Winter z.T. zu bzw. verbrauchen mehr Wärmeenergie. Schlecht fliegende Erpel und Enten ziehen im Frühling bei den Flugspielen immer den Kürzeren---> werden die Enten vergewaltigt/ertränkt oder die Erpel verlieren ihre Ente weil sie ihr nicht folgen können.
Und genau das ist der Punkt warum die Körpergröße und auch die Körperhaltung m. M. nach sehr schnell in Richtung Wildtyp geht zumal dieser i. d. Regel eh sehr Dominant ist.
Ergo sind die Gewinner kleine bunte Enten mit Stockentenstatur! Und treten sie ersteinmal auf so können sie durch die Hilfe/Fütterung des Menschen ihre Population recht stabil halten bzw. ihre Gene weitergeben.
:idee:
tobi
Gänseerpel
11. July 2005, 10:20
1. keine Migration über längere Strecken( relativ stabiler Genpool)
Kann ich bestätigen. Was mir nicht klar ist, mich aber sehr interessieren würde, ist die Ursache: Migrieren sie weniger, weil sie aufgrund Fütterung etc. keinen Grund dazu haben, oder spielt ein , in dem Fall geminderter, "Migrationstrieb" eine Rolle?
2. Fütterung durch den Menschen
3. weniger Räuberdruck auf andersgefärbte Individuen (insbesondere Alttiere)Stimmt wohl, obwohl man die Populationen v.a. von Marder, aber auch Fuchs, in den dörflichen, aber genauso städtischen Gebieten nicht unterschätzen darf auch Hunde spielen eine Rolle. Ich kann jedenfalls ein Lied davon singen, was alles passieren kann, was man vorher nicht für möglich hält.
4. grosse Jungtiersterblichkeit und GelegeverlusteGelegeverluste wegen schlecht ausgewählten Brutplätzen/mangelnden guten Plätzen! Jungtiersterblichkeit: weiß ich nicht, am ehesten durch zu dichte Population (?)
5. ErpelüberhangHab ich beobachtet. Kommt wohl in erster Linie durch Abwanderung von brütenden und führenden Entinnen zustande.
Ursache siehe oben.
Somit bleibt der Genpool der Population recht klein..es kommt immer wieder zu Rückkreuzungen...also bleibt alles quasi in einer Familie
Damit meine ich ganz speziell die "rezessiven Gene" die über Generationen weiter vererbt werden und erst bei der richtigen Kombination von Mutter und Vater (beide tragen das Gen) an den Jungen zutage treten und ausgebildet werden.( die Dominanzreihe/Folge der Farbgene der Hausenten müssten bei guten Züchtern oder in guter Fachliteratur zur Entenzucht finden sein) Ist die These so zu verstehen, dass die Phänotypausbildung bei den Farbvarianten überwiegend rezessiv ist? Die Wildfarbe also oft durchschlägt?
Zu grosse Enten oder Tiere mit schlechter Körperhaltung verbrauchen mehr Energie um sich zu bewegen oder zu überleben. Tiere die nicht Fliegen können kommen erst später zu neuen Futterquellen und schlecht zu sicheren Brutplätzen. Zu grosse Schnäbel frieren im Winter z.T. zu bzw. verbrauchen mehr Wärmeenergie. Schlecht fliegende Erpel und Enten ziehen im Frühling bei den Flugspielen immer den Kürzeren---> werden die Enten vergewaltigt/ertränkt oder die Erpel verlieren ihre Ente weil sie ihr nicht folgen können. Ich gehe mal nicht von Extremen hinsichtlich Körperbau und Gewicht aus, sondern von annähernder Wildform und – Gewicht. Ein grösseres Körpergewicht für sich allein bei sonst optimaler Vitalität sollte im Winter eher die Überlebenschancen steigern, (sofern das Futter nicht zu knapp wird). Hinsichtlich der Balz könnte man auch die These vertreten, dass ein größerer Erpel sich leichter durchsetzt...
Aber das ist wohl eher akademisch, was mich vordergründig beschäftigt, sind 2 Dinge:
1. Wie groß und stabil sind die Wildbestände. eine Frage, die natürlich nicht umfassend zu beantworten ist. Regional müsste man aber vorwärtskommen. Vielleicht sollte man mal die lokalen Jäger befragen.
2. Sind die oben aufgestellten Kriterien, Körpergröße, -Form etc. ausreichend? Mir kommt das alles noch etwas dürftig und diskussionsbedürftig vor. Also, bringt mal Eure Kritik und Gegenvorschläge ein!
Ergo sind die Gewinner kleine bunte Enten mit Stockentenstatur! Und treten sie ersteinmal auf so können sie durch die Hilfe/Fütterung des Menschen ihre Population recht stabil halten bzw. ihre Gene weitergeben. Fütterung wird schwierig sein ohne Einbindung der Jäger, da ja die Winterzeit mit der Jadgzeit zusammenfällt. Angeblich haben die Jagdstrecken übrigens (bei uns) extrem zugenommen, wo früher 5 – 10 Enten lagen, sind es heute 50 bis 60, selbst auf „Streife“ sind es schon 20 – 30. Von Hege sehe ich da auch ansatzweise keine Spur. Wie kann Hilfe sonst aussehen? Möglichst viele davon überzeugen, sich mit der Wildform zu beschäftigen, anstatt die Mischformen zu züchten? Vielleicht...
mfg
wagtail
11. July 2005, 16:10
Hallo
Kann ich bestätigen. Was mir nicht klar ist, mich aber sehr interessieren würde, ist die Ursache: Migrieren sie weniger, weil sie aufgrund Fütterung etc. keinen Grund dazu haben, oder spielt ein , in dem Fall geminderter, "Migrationstrieb" eine Rolle?
Haben Stockenten einen ausgeprägten Zugtrieb (Sind es echte Zugvögel?) oder sind sie Strichvögel, deren Wanderverhalten durch die Nahrung und die Witterung beeinflusst wird? :idee: :zustimm:
Stimmt wohl, obwohl man die Populationen v.a. von Marder, aber auch Fuchs, in den dörflichen, aber genauso städtischen Gebieten nicht unterschätzen darf auch Hunde spielen eine Rolle. Ich kann jedenfalls ein Lied davon singen, was alles passieren kann, was man vorher nicht für möglich hält. Ich gehe von Greifvögeln wie Weihen, Habichten und Falken aus die hauptsächlich optisch-orientiert jagen und den Enten auch auf dem Wasser und in der Luft gefährlich werden können! Marder, Hunde und Füchse sind zwar auch gefährlich aber sie orientieren sich nicht am Aussehen der Enten die sie erjagen. Es ging mir um die Farbvarianten!
Gelegeverluste wegen schlecht ausgewählten Brutplätzen/mangelnden guten Plätzen! Jungtiersterblichkeit: weiß ich nicht, am ehesten durch zu dichte Population (?)
Und Ratten, Krähen, Möwen, Katzen gerade die Entenküken sind auf Gewässern ohne genügend Deckung eine Zielscheibe für die Beutegreifer.
Ist die These so zu verstehen, dass die Phänotypausbildung bei den Farbvarianten überwiegend rezessiv ist? Die Wildfarbe also oft durchschlägt?
1. ist es eine These da ich nicht weiß wie die Farbvererbung bei der Stockente läuft und in welcher Dominanzreihe die Farbschläge haben. Denn es ist ja auch eine Geschlechtsgebundene Vererbung denkbar...
Fazit ist das in jeder Wildfarbenen Parkente z.B. ein Gen für Aufhellung stecken könnte welches bei der Verpaarung mit dem Richtigen Erpel ( evtl. Onkel,Bruder,Vater) bei den Jungen auftritt und sichtbar wird...oder aberverdeckt über Generationen weiter gegeben wird. So kann es sein das eine Einkreuzung vor 15 Jahren, erst jetzt nach entsprechender Kombination gehäuft auftritt bzw. sichtbar wird. Hier müssten wir aber mehr über die Farbvererbung bei den Enten wissen! Apell an alle Entenzüchter!!! Meldet Euch!!!
Ich gehe mal nicht von Extremen hinsichtlich Körperbau und Gewicht aus, sondern von annähernder Wildform und – Gewicht. Ein grösseres Körpergewicht für sich allein bei sonst optimaler Vitalität sollte im Winter eher die Überlebenschancen steigern, (sofern das Futter nicht zu knapp wird). Hinsichtlich der Balz könnte man auch die These vertreten, dass ein größerer Erpel sich leichter durchsetzt... Sobald aber die grossen Enten im Winter zu wenig Energie durch die Nahrung aufnehmen und /oder der Winter härter ist als sonst...so verlieren sie zwangsläufig mehr Energie als ihre kleineren Artgenossen. Alleine die vergrößerte Fußoberfläche und das höhere Gewicht beim Fliegen lässt sie im Vergleich schlechter über den Winter kommen. Bei den Verfolgungsjagden zur Paarungszeit in der Luft sind kleinere wendigere Typen im Vorteil! Aber auch das ist zu akademisch...hierfür müsste man physiologische Untersuchungen betreiben, was doch etwas übertrieben wäre.
1. Wie groß und stabil sind die Wildbestände. eine Frage, die natürlich nicht umfassend zu beantworten ist. Regional müsste man aber vorwärtskommen. Vielleicht sollte man mal die lokalen Jäger befragen.
Tja...interessanter Aspekt, was die Wildenten(hege) und Jagd betrifft..mit Stadtenten hat das aber weniger zu tun.
2. Sind die oben aufgestellten Kriterien, Körpergröße, -Form etc. ausreichend? Mir kommt das alles noch etwas dürftig und diskussionsbedürftig vor. Also, bringt mal Eure Kritik und Gegenvorschläge ein! Tja....also das ist jetzt sogar nen rechtliches Problem!!!Was ist Stockente? Was ist Hausente? Was ist ein Bastard? Welche dieser Tiere fallen unter das Jagdrecht? Die Maße und Gewichte einer durchschnittlichen Europäischen Stockente und ihre Farbgebung ist eindeutig fest gelegt! Bedeutet es aber im Umkehrschluss alles was Farblich oder Gewichtstechnisch abweicht ist eine Hausente die Verwildert ist?
Fütterung wird schwierig sein ohne Einbindung der Jäger, da ja die Winterzeit mit der Jadgzeit zusammenfällt. Angeblich haben die Jagdstrecken übrigens (bei uns) extrem zugenommen, wo früher 5 – 10 Enten lagen, sind es heute 50 bis 60, selbst auf „Streife“ sind es schon 20 – 30. Von Hege sehe ich da auch ansatzweise keine Spur. Wie kann Hilfe sonst aussehen? Möglichst viele davon überzeugen, sich mit der Wildform zu beschäftigen, anstatt die Mischformen zu züchten? Vielleicht...
??? Versteh diesen Absatz nicht recht!!! Soviel ich weiß werden die Entenstrecken durch die Überwinternden Enten und durch die ausgewilderten Enten ( ähnlich wie bei Fasanen) gepuscht.
Da in Städten und Dörfern aber nicht gejagt werden darf haben Jäger kaum Einfluss auf unsere Halbwilden Enten!
Was die Jäger unter Hege bei der Stockente ansehen: Brutmöglichkeiten Schaffen, Raubfeinde schiessen, gezüchtete Stockenten auswildern, Schonzeiten beachten und Erpelüberhänge beseitigen.
gruß tobi
Kanadagans
11. July 2005, 19:44
Tag !
Dann möchte ich meine These zur Vererbung zumindest der Dunkelwildfarbe noch mal wiederholen !
Ich bin nach vielen Beobachtungen zu dem Ergebnis gekommen, das sich Dunkelwildfarbe zu Wildfarbe dominant vererbt.
Dunkelwildfarbene Enten haben stets ebensolche Jungen mit wenigen wildfarbenen, auch wenn der Vater ein Wildfarbener war, während wildfarbene Entinnen, deren Gatte ein Dunkelwildfarbener war, in der Regel in ihrem wildfarbenen Schof immer ein paar Fehlfarben mitführen !
Niemals sah ich aus einem wildfarbenen Paar Dunkelwildfarbene, oder umgekehrt, aus einem dunkelwildfarbenen Paar Wildfarbene !
Die Fehlfarben untereinander indes scheinen sich intermediär zu vererben, siehe meine Bilder des Blauwildfarbigen Erpels und dessen Sohn mit einer dunkelwildfarbenen Ente !
Der Sohn an sich ist dunkelwildfarbig, zeigt jedoch wie der Vater blaues Rückengefieder, blaue Schwung- und Schwanzfedern sowie einen blauen Anflug auf den Schulterdecken...
Ein anderer mischfarbiger Fehlfarbenerpel, der aber seit mindestens drei Jahren verschollen ist, war eine intermediäre Mischung aus Dunkelwildfarbig und dem Erpel aus meinem Bildbeispiel ( auch Seite 1/ 2 dieses Threads), den ich als Weizenfarbig bezeichne !
Als dem Jagdrecht nicht unterliegend würde ich alle Varianten, die nicht normal wildfarbig sind, außer vielleicht weißen, die bei passender Größe und Gestalt ja durchaus weiße Stockenten sein könnten, bezeichnen, ebenso wildfarbige, die aber deutlich Hausente in sich haben, also die Tiere, die in Farbe und/ oder Erscheinung nun deutlich zeigen, das sie mal einen Schuß Hausentenblut einzustecken hatten !
Grüße, Andreas
Gänseerpel
11. July 2005, 20:22
Niemals sah ich aus einem wildfarbenen Paar Dunkelwildfarbene, oder umgekehrt, aus einem dunkelwildfarbenen Paar Wildfarbene !Irgenwie habe den Unterschied nicht mitgekriegt. Was ist dunkelwildfarben, was wildfarben?
Als dem Jagdrecht nicht unterliegend würde ich alle Varianten, die nicht normal wildfarbig sind, außer vielleicht weißen, die bei passender Größe und Gestalt ja durchaus weiße Stockenten sein könnten, bezeichnen, ebenso wildfarbige, die aber deutlich Hausente in sich haben, also die Tiere, die in Farbe und/ oder Erscheinung nun deutlich zeigen, das sie mal einen Schuß Hausentenblut einzustecken hatten !Das is doch schon mal ne Stellungnahme! Mach das mal den Jägern klar! :p
Tja...interessanter Aspekt, was die Wildenten(hege) und Jagd betrifft..mit Stadtenten hat das aber weniger zu tun.Es geht darum, dass die Jäger viel mehr Einblick haben, was in den Wäldern, Füssen, Seen und Auen vorsich geht, als unsereins. Sie sollten am ehesten einen Eindruck haben, welche Art von Stockenten wo vorkommen, außerdem gibt es natürlich die Strecke. Das Problem ist aber, dass sich kaum ein Grünrock dafür interessiert, bzw die Dinge gar nicht bekannt sind, außer dass schwerere Exemplare eher willkommen sind! Wenn Du mal auf Jadgausstellungen gehst, wirst du Exemplare von 1500 g sehen, die als typische Stockenten "verkauft" werden.
Tja....also das ist jetzt sogar nen rechtliches Problem!!! Was ist Stockente? Was ist Hausente? Was ist ein Bastard? Welche dieser Tiere fallen unter das Jagdrecht? Die Maße und Gewichte einer durchschnittlichen Europäischen Stockente und ihre Farbgebung ist eindeutig fest gelegt! Bedeutet es aber im Umkehrschluss alles was Farblich oder Gewichtstechnisch abweicht ist eine Hausente die Verwildert ist?Tatsache ist, dass in der mir zugänglichen Literatur z.B. "Knaurs Großes Jagdlexikon", oder "Blase" das Gewicht unterschiedlich (von 750 bis 1200 g) angegeben wird (Bei den Angaben weißt Du auch nie, ob sie sich auf Lebendgewicht beziehen, wer wiegt schon eine lebende Stockente?). Auf der von dir zitierten "Stockentenseite" werden 900 bis 1400g/700 bis 1200g angegeben, das sind riesige Bandbreiten. Im Kosmos Vogelführer wird die Länge mit 58 cm angegeben, das muss auch ein Riese sein. Also ich denke, unsere These steht ziemlich allein da.
??? Versteh diesen Absatz nicht recht!!! Soviel ich weiß werden die Entenstrecken durch die Überwinternden Enten und durch die ausgewilderten Enten ( ähnlich wie bei Fasanen) gepuscht.
Da in Städten und Dörfern aber nicht gejagt werden darf haben Jäger kaum Einfluss auf unsere Halbwilden Enten!
Was die Jäger unter Hege bei der Stockente ansehen: Brutmöglichkeiten Schaffen, Raubfeinde schiessen, gezüchtete Stockenten auswildern, Schonzeiten beachten und Erpelüberhänge beseitigenDie Angaben basieren auf Informationen aus der lokalen Jägerschaft. Ausgewildet wird soweit ich das überblicke, zumindest in unserem Gau nicht. Gehegt wird kaum, zumal ja die Jagdzeit in den Winter fällt, das verträgt sich nicht:
Erpelüberhänge beseitigen heißt richtig ansprechen. Das kannst Du zu 95 % getrost vergessen (Obwohl der Grundsatz, die führende Ente nicht zu beschießen, an sich vom Merkaufwand niemanden überfordern sollte). Raubfeinde schießen gilt am ehesten für den Fuchs. Marder und Wiesel werden auf die Fläche bezogen kaum bejagt, Greifvögel dürfen nicht bejagt werden.
mfg
Kanadagans
12. July 2005, 23:23
Hy !
Na, Wildfarben ist eben die herkömmliche Wild- Farbe, und als Dunkelwildfarbig bezeichnet man die in der Regel von hellerem bis ins dunkle Braun variierenden Exemplare, die zudem in der Regel nen weißen Latz haben, also folgerichtig Dunkelwildfarbig mit Latz heißen, im Jargon der Zuchtfreunde ^^ !
Ansonsten, werden denn heutzutage in Deutschland Enten noch bemerkenswert bejagt ?
Ich weiß es nicht, deshalb frage ich !
Grüße, Andreas
Gänseerpel
13. July 2005, 12:21
Ansonsten, werden denn heutzutage in Deutschland Enten noch bemerkenswert bejagt ?
Ich weiß es nicht, deshalb frage ich !Ja, die Entenjagd ist einer der Hauptjagdarten, es gibt richtige Entenreviere. Strecken von 50 Exemplaren sind häufig. Leider
Die von Wagtail gemachte Feststellung bez der Kükenausfälle kannst Du selbst überall sehen. Ich habe erst neulich zusehen müssen, wie ein Schoof von 6 Jungenten, schon im 2. Kleid, innerhalb von 3 Wochen auf 4 geschrumpft ist, trotz optimaler Deckung, Schilf etc.
Wie weit bist Du mit Deinem Mikrofon?
mfg
wagtail
13. July 2005, 13:05
Hallo,
soviel ich weiß darf in geschlossen Ortschaften nicht geschossen werden...d.h. die Stadtenten sind fein raus!
gruß tobi
Gänseerpel
13. July 2005, 16:58
soviel ich weiß darf in geschlossen Ortschaften nicht geschossen werden...d.h. die Stadtenten sind fein raus!Jagdausübung ist in "umfriedetem Gebiet" verboten. Dazu gehören u.a. in der Regel geschlossene Ortschaften. Außer mit Sondergenehmigung, diese wird in der Regel für Enten nicht erteilt werden. Innerhalb geschl. Ortschaften treffen wir allerdings überwiegend Mischformen an, außerhalb wissen wirs nicht so genau. :p
Kanadagans
13. July 2005, 22:09
Hy !
Wie gesagt, das mit dem Mikro wird sicher noch bis Herbst dauern...
Ansonsten habe ich noch niemals eine Entenfehlfarbe weiter als max. 1 Kilometer außerhalb des Siedlungsbereichs gesehen !
Grüße, Andreas
Gänseerpel
13. July 2005, 22:25
Ansonsten habe ich noch niemals eine Entenfehlfarbe weiter als max. 1 Kilometer außerhalb des Siedlungsbereichs gesehen !Geht mir genauso. Allerdings, je weiter Du draußen bist, desto weniger nah kommst du an die Viecher ran. "Wilde" Wildenten fliegen meistens ab 100 m ab.
Wiesel
14. July 2005, 22:12
Hab einiges beim lesen aufholen müssen. Darum jetzt einmal alles so ein wenig kreuz und quer und vielleicht auch schon etwas "alt".
Die ganzen Mischformen habe ich bisher grundsätzlich nur in Großstädten gesehen. In freier Natur sahen und wirkten sie alle reinrassig. Wirkten deshalb, weil ich in freier Natur nicht an sie rankomme, ohne das sie gleich die Flucht ergreifen. Ganz im Gegensatz zu den Stadtenten. Die fressen einem zum Teil schon aus der Hand, so sind sie an den Menschen gewöhnt und da durch den Menschen eine ständige und ergiebige Futterquelle vorhanden ist, denke ich nicht, daß die Enten da noch Zugvögel sind. Ein Abnehmen des Bestandes im Winter ist mir jedenfalls noch nicht aufgefallen.
Und nun zu den Rufen der Enten. Egal, wo ich bin, ob in der Natur oder in der Stadt, höre ich die Enten "schnattern". Wobei es mir erscheint, daß es in der Tat nur die Erpel sind, die man hört. Bei den Mischformen hier in der Stadt hab ich bisher noch nicht eine Ente beobachten können, die rief. Dem zu Folge bestätige ich die Meinung (ich glaube von Wagtail kam es), daß die Mischformen wesentlich stiller sind als die reinrassigen Stockenten.
Bejagt werden die Enten in der Großstadt mit Sicherheit nicht. Ich habe darüber noch nie etwas gehört, gelesen oder ganz zu schweigen mitbekommen. In dem Punkt hat Tobi auch Recht. Stadtenten sind da im Vorteil.
Ich hab noch nie so viele Vergewaltigungen beobachtet wie in diesem Jahr. Ob das daran liegt, daß viele Enten nicht mehr dem "Ideal" entsprechen und daher bei der Paarung keine Chance habe, kann ich so nicht sagen. Mir ist nur aufgefallen, daß die Erpel ganz offensichtlich teilweise in erheblicher Überzahl sind und viele Erpel auf "normalen Weg" nicht zum Zuge kämen.
Liebe Grüße
Sabine
Gänseerpel
17. July 2005, 12:47
Die ganzen Mischformen habe ich bisher grundsätzlich nur in Großstädten gesehen. In freier Natur sahen und wirkten sie alle reinrassig. Wirkten deshalb, weil ich in freier Natur nicht an sie rankomme, ohne das sie gleich die Flucht ergreifen. Ganz im Gegensatz zu den Stadtenten. Die fressen einem zum Teil schon aus der Hand, so sind sie an den Menschen gewöhnt und da durch den Menschen eine ständige und ergiebige Futterquelle vorhanden ist, denke ich nicht, daß die Enten da noch Zugvögel sind. Ein Abnehmen des Bestandes im Winter ist mir jedenfalls noch nicht aufgefallen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das unterschiedliche Verhalten nicht auf die unterschiedlichen Unterarten/rassen zurückgeht, sondern am Habitat liegt. Wenn die Bedingungen gut sind, sprich, gute Fütterung, ausreichend Wasser, kein Jagd- oder Greiferdruck, bleiben die Tiere standorttreu, und zeigen auch das sonstige Verhalten, gleich welche Untersorte.
Ich kann hier eine eigene Beobachtung beisteuern: Ich habe den typischen Misch- Erpel "Linksrot", vorher am Dorfweiher, im April auf einer einsamen Seengruppe mit zusammen etwa 7 -8 Ha Wasserfläche eingesetzt, und zwar durch ein Missgeschick alleine (Der zweite Erpel ist, wie schon woanders erwähnt, zu Fuß wieder "heim"). Ansonsten sah man nur hier und da sporadisch mal die eine oder andere scheue Wildente. Linksrot, der vorher handzahm war, kam einige Zeit mehr oder weniger zuverlässig, aber sehr vorsichtig und scheu, zum täglich angebotenen Futter, wurde aber immer scheuer, und schloss sich vor drei Wochen einem Schoof an. Seither reagierte er so gut wie nicht mehr auf Anruf, und kam auch nicht mehr zum angebotenen Futter. Man konnte beobachten, wie er von Tag zu Tag weniger Reaktion zeigte. Seit knapp einer Woche sind er und der Schoof unsichtbar. Ich denke, dass die Geschichte vielleicht anders gelaufen wäre, wenn er durch das Missgeschick nicht allein gewesen wäre. Ich habe oft beobachtet, dass die Tiere in dieser Hinsicht viel voneinander abschauen, d.h. wenn einige zahm sind, verliert der Rest auch schnell die Scheu, - und umgekehrt.
Fazit: Das Habitat formt das Verhalten.
Gänseerpel
30. July 2005, 20:20
Nrr 1 u 2 haben kräftigen Schnabel, und eine rel gerade Schnabeloberseite/Stirn Partie, Nr 3 hat deutlich kleineren Schnabel mit "Knick" am Schnabel/Stirn Übergang
= Nr 1 u 2 kräftiger Hausenteneinschlag, Nr 3 Wildententyp
Auch die Augen zeigen typische Unterschiede
Wiesel
04. August 2005, 22:21
Die Fotos hast du nicht durch Zufall in Düsseldorf aufgenommen? Seit ein paar Tagen schwimmen hier 2 Enten rum, die genauso bzw. fast genauso aussehen wie deine auf den Fotos. Ist ja der Hammer. Ich hab sie bisher noch nicht aufgenommen, weil ich wegen dem täglichen Regen die Kamera nicht mitnehme. Aber die sehen sich ja sehr ähnlich.
Ich hab mir in den letzten Tagen trotz Regen mal die Enten in einem der Parks angeschaut. So wie ich das beurteilen mag, sind in diesem Park kaum reinrassige Stockenten dabei. Wenn das wirklich so ist, wär das ja erschreckend.
Gänseerpel
05. August 2005, 22:14
Die Fotos hast du nicht durch Zufall in Düsseldorf aufgenommen? Seit ein paar Tagen schwimmen hier 2 Enten rum, die genauso bzw. fast genauso aussehen wie deine auf den Fotos. Ist ja der Hammer. Ich hab sie bisher noch nicht aufgenommen, weil ich wegen dem täglichen Regen die Kamera nicht mitnehme. Aber die sehen sich ja sehr ähnlich. Nein, gut 500 km entfernt. Ich weiß derzeit auch nicht, wie die Mischung zustandegekommen sind. Der ganze Schwoof besteht aus ca 20 Tieren, die sich in einigen Merkmalen ähneln. Außer den 3 oder vielleicht 4 weißen sind alle wildfarben. ein oder zwei könnten typische WE sein, sind aber noch zu jung, um es zu beurteilen.
Es scheint ein Besitzer zu existieren, vielleicht bekomme ich mehr heraus, Was mich besonders interessiert, ist die weisse Farbe mit WE Form.
mfg
Wiesel
06. August 2005, 17:02
Die sehen aus, als hätte da eine Wildente und eine weiße Hausente mitgemischt. Evtl.noch eine 3 Art.
Meinst du einen Besitzer von reinrassigen Stockenten?
Gänseerpel
07. August 2005, 07:54
Die sehen aus, als hätte da eine Wildente und eine weiße Hausente mitgemischt. Evtl.noch eine 3 Art. Die dritte sieht ziemlich nach WE aus. Ist auch ziemlich klein.
Meinst du einen Besitzer von reinrassigen Stockenten?Nein, ich meinte den Schwoof. Ich selber habe übrigens noch die 2 w.o. gezeigten, sehr typischen WEntinnen. Mit denen (und einem Wild-Erpel, den ich noch bekomme) will ich nächstes Frühjahr versuchen, Nachwuchs zu erzielen. Habe allerdings om Moment ziemlich Trouble wegen mangelndem Platz. Gestern hab ich auch noch zwei Zwergenten bekommen, die sehr quirlig sind. Ich weiß also nicht, ob das Projekt hinhaut. Das Problem ist, dass Du natürlich alles trennen mußt, sonst hauts nicht hin.
mfg
Gänseerpel
07. August 2005, 17:25
um Thema Wildentenmerkmale:
Nochmal eine kleine WE Bild 1
Von solchen Schwungfedern können die Stockis nur träumen ;) Bild 2
Wiesel
09. August 2005, 19:17
Bor, die Schwungfedern stehen bei der Zuchtform ja voll über. Wenn doch nur jedes Merkmal so einfach wär.
Gänseerpel
09. August 2005, 22:50
Das ist keine Zuchtform, sonder eine Brandgans. :) Brandgänse sind etwa groß wie Stockis, haben aber unheimlich große Schwingen.
mfg
Wiesel
11. August 2005, 21:03
Dann müssen das aber noch junge Brandgänse sein, sonst hätte ich sie erkannt. Bin allerdings noch nie so nah an eine rangekommen, daß ich mir die Schwungfedern hätte angucken können. Sind das deine Brandgänse?
Gänseerpel
14. August 2005, 21:50
Dann müssen das aber noch junge Brandgänse sein, sonst hätte ich sie erkannt.Ja, ca. 2 1/2 Monate. Leider gestutzt. Ich habe sie so übernehmen müssen. Ich bin jedesmal traurig, wenn Sie ihre Flugübungen machen, obwohl sie schon etws abheben können. Ich werde aber evtll trotzdem 2 von ihnen auf einem großen Teich, wo schon andere gestutzte Enten seit Jahren unangefochten leben, aussetzen. Wie gesagt evtll, da ich Schwierigkeiten mit den Anglern habe. Mit den anderen beiden will ich züchten, die Geschlechteraufteilung ist aber noch nicht klar, wenn ich Pech habe, sinds 3 Ganter, und der vierte ist noch etwas schwach auf der Brust, aber ziemlich sicher eine Gans. Für den Notfall hab ich noch eine einjährige Gans auf dem Teich (leider auch gestutzt). Siehe Bild Bei ihr, genannt "Brandi" sind die Flugel nicht so lang wegen der Mauser. Ich habe irgendwo im Forum beschrieben, wie die "Auswilderung" von statten ging . Ich hatte Bedenken wegen der vielen Stocki Erpel. Aber irgendwie können sie mit der Farbe nix anfangen, betrachten sie aber als Nahrungskonkurrentin.
Brandi ist "ungeheuer gescheit". das an sich scheue und vorsichtige Tier hat rasch kapiert, dass es am weitesten kommt, wenn es aus der Hand frisst, weil sie die anderen da nicht verjagen können. Das ist jetzt mit uns beiden schon ein Ritual, wenn wenn ich leise rufe "Brandi komm". Sie hat auch einen ganz anderen "Blick" als die Stockis, ich hab immer das Gefühl, sie schaut einem direkt ins Gesicht, dann auf die ausgestreckte Hand (obwohl das die Stockis auch tun) ;)
Gänseerpel
20. August 2005, 21:21
o.abgebidelte Entin ist eine Zwergente. Ich aber habe festgestellt, dass meine 2 "echten (http://www.vogelforen.de/attachment.php?attachmentid=114120&stc=1)" Entinnen s.u., wie weiter o. abgebidet, deutlich kleiner sind, auf jeden Fall sind sie drahtiger und leichter. Bei der Zwergente ist eigentlich nur der Schnabel und die Latschen kleiner. Ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass, sollte ein geeigneter Erpel aufzutreiben sein, die große Chance bestünde, eine Population von Enten mit 700 bis 900 g mit allen oben erwähnten Merkmalen zu bekommen. Wegend er Vogelgrippe wird aber vielleicht nichts draus.
mfg
Wiesel
22. August 2005, 20:36
Ich weiß leider nicht, ab wann sich der "Höcker" bei männlichen Brandgänsen bildet. Die weiblichen haben diesen ja nicht. Aber ich drück dir jedenfalls fest die Daumen, daß das mit der Zucht klappt.
Wiesel
22. August 2005, 20:44
Ich hatte letztens mal ein Foto von einer größeren Gruppe Stockenten gemacht. Bevor ich diesen Thread reingesetzt hab, hätte ich behauptet, das sind alles reinrassige Stockenten, doch jetzt mußte ich eher behaupten, da war kaum eine wirkliche WE dabei. Leider ist das Foto nur nichts geworden, sonst hätte ich es dir gerne gezeigt.
Dafür hab ich eine der beiden Enten vor die Kamera bekommen, wo ich dich bei deiner Aufnahme gefragt hab, ob du die evtl. in Düsseldorf aufgenommen hast. In gewisserweise könnten die verwandt sein, was? Die andere Ente erwisch ich aber auch noch.
Gänseerpel
26. August 2005, 12:02
Dafür hab ich eine der beiden Enten vor die Kamera bekommen, wo ich dich bei deiner Aufnahme gefragt hab, ob du die evtl. in Düsseldorf aufgenommen hast. In gewisserweise könnten die verwandt sein, was? Die andere Ente erwisch ich aber auch noch.In der Tat. So eine schöne Färbung hab ich selten gesehn.
Gestern wollt ich überigens den ersten Schritt zum Stockentenprojekt angehen: Ich hab die w.o. gezeigte Ente "repatriiert". Prompt ist sie über nacht ausgebüchst. Heute morgen war sie dann wieder auf ihrem Teich. Sie ist in der Dunkelheit kilometerweise zu fuß in unbekanntem Gelände gelaufen, und hat trotzdem zielsicher nach "hause" gefunden. Frag mich nicht, wie so was geht.
Enten sind eben ortstreu. Wie ich das Projekt angesichts dieser Verhältnisse angehen soll, weiß ich im Moment nicht. :p
mfg Peter
Wiesel
27. August 2005, 16:45
Was hast du bei dem Projekt im Detail vor? Anzahl der Enten und ihre Reinrassigkeit? Verhalten/Gewohnheiten und Standorttreue und all sowas?
Gänseerpel
27. August 2005, 17:43
Was hast du bei dem Projekt im Detail vor? Anzahl der Enten und ihre Reinrassigkeit? Verhalten/Gewohnheiten und Standorttreue und all sowas?In erster Linie ungestörte "Zusammenführung" von Entchen nach den oben aufgeführten Kriterien, um eine Linie zu erhalten, in der Einschlag von Hausenten weitestmöglich ausgeschlossen ist. Sollte das gehen, würde ich versuchen, regelmäßig die Jungenten auszuwildern.
Bez. Auswildern gibt es zwei Ziele:
1. (Unrealistisch, da sehr aufwendig) Vollständige Integration in Wildpopulation, keinerlei Atavismen einer Domestikation.
2. Schlicht und einfach Ansiedlung der Jungenenten auf einem geeigneten See unter Absprache mit z.B der Jägerschaft, unter weiterer "Betreuung". Betreuung heißt langfristig Präsenz, Kontaktpflege, Füttern, und evtll. "Nachhelfen", wenn Schwierigkeiten (Verletzungen etc) auftauchen.
Wenn das Habitat stimmt, könnte man das Ganze mehr und mehr sich selbst überlassen. Natürlich kann eine Rückkreuzung mit den vorhandenen Hauseln nicht vermieden werden, es ist aber auch ein quantitatives Problem.
Bez. Verhalten und Gewohnheiten lernt man dabei immer etwas. Die Standorttreue steht und fällt mit dem Habitat. Wenn dein Teich im Winter zufriert, ist es mit der Standorttreue aus. :p Wenn es den entchen "gut geht, bleiben sie.
Das Problem Standorttreue haben wir in einem anderen Thread gerade diskutiert, ich zitiere mich mal selber :
Erst heute morgen hatte ich ein Wiedersehen mit einem Erpel, den ich im März mit gestutzten Federn an einer einsamen Seengruppe ausgesetzt hatte, und der immer weniger zutraulich wurde, bis er schließlich auf uns (fast) überhaupt nicht mehr reagierte, und sich einem Schwoof Jungenten angeschlossen hatte. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet, ihn nochmal zu sehen.
Du kannst dir meine Überraschungvorstellen, als ihn heute ganz zutraulich auf dem See traf, auf den ich ihn in seiner Jugend gebracht hatte. Die Phase, in der die Entchen flüggewerden, ist ortsprägend.
Bei Wildenten ist die Situation insofern anders, als sie bei Störung enpfindlich reagieren und rasch das weite suchen, außerdem ist bei WE die Futterabhängigkiet in Hinblick auf das Habitat größer
Das Problem kann sich auch umgekehrt stellen: Wenn es den Entchen gutgeht, hast Du praktisch keine Chance, sie mit üblichen Methoden umzusiedeln.
mfg Peter
Wiesel
30. August 2005, 21:04
Die Standorttreue festzustellen ist in der Tat fast hoffnungslos, weil ein Großteil der Enten ja mehr oder weniger gleich aussieht. Diese daher zu beobachten ist echt schwer. Besser gelingt dies mit den besonders gezeichneten Enten, wie z.B. die auf unseren letzten Fotos. Die andere Ente, die ich noch nicht brauchbar vor die Kamera bekam sah ich auf einem Weiher im Düsseldorfer Süden. Ein paar Tage später dann auf einem Weiher am Rande der Innenstadt und dort ist sie seit dem. Das würde schon einmal zeigen, daß sie zwar Standorttreu sind, aber auch gerne mal "Ausflüge" machen oder noch intensivere Nahrungsquellen suchen.
Auf einem See in der Innenstadt tummeln sich auch zahlreiche Enten. Ich gehe fast jeden Tag in der Mittagspause um diesen See herum und dabei ist mir aufgefallen, daß sich einige Enten (besonders auffällig gezeichnet) im letzten Jahr dort das ganze Jahr aufgehalten haben, dieses Jahr von mir dort aber nicht mehr gesehen wurden und das, obwohl es dort reichlich Nahrung gibt (sie werden dort regelmäßig gefüttert). Demnach scheinen sie trotz guter Nahrungsquelle den Standort doch nach einiger Zeit zu wechseln.
Gänseerpel
31. August 2005, 09:50
weil ein Großteil der Enten ja mehr oder weniger gleich aussieht. Da tun sich die enten leichter. Ich habe beobachet, dass ein bestimmtes Tier in Bruchteilen einer Sekunde selbst aus 30 m Entfernung sofort erkannt wird. In einem Schwoof von 20 tieren kommt niemals die geringste Unsicherheit auf. Ich hab mal gelesen, dass dies mit UV Licht Empfindlichkeit der Sehvermögens zusammenhängt, vielleicht können sie auch polarisiertes Licht sehen (?) Dies gilt übrigens für alle Vögel.
Ich selber halte es mit der Beringung, da tut man sich dann leicht. Die Enten, die ich genau kenne, erkenne ich notfalls auch alle am "Gesicht". Doppelt schwierig ist es durch die Mause, wo sich das "Outfit" ständig ändert. Ganz gut sind Schnabelmerkmale, ein schwarzes "Y" auf gelb, eine markante sprenkelung u.dgl. Eigenartigerweise, erkenne ich manche enten sofort am "Gesicht", ohne dass ich sagen könnte, dass besonders markante Merkmale vorliegen. Wahrscheinlich haben wir Menschen in einem geringen Maß auch Anteil an diesem Mysterium.
Demnach scheinen sie trotz guter Nahrungsquelle den Standort doch nach einiger Zeit zu wechseln.Es gibt (leider) immer wieder Fälle unerklärlichen Verschwindens. In manchen Fällen kommen sie irgendwann wieder, in anderen erfährst du irgendwann, dass sie überfahren wurden oder du findest spuren eines Fuchses, oder Du siehst nie wieder etwas.
Warum manche Tiere standorttreu sind und andere weniger, kann ich auch nicht erklären. Tatsache ist, dass die "zahmen" (will heißen die, die beim Füttern nicht davonfliegen) viel größere Tendenz zum bleiben haben. Die anderen kannst du allerdings auch nicht so gut beobachten, bzw wie Du sagst, auseinanderhalten. Ob die besonders aufälligen, und leicht zu beobachtenden das gleiche Verhalten haben wie die WE, wissen wir auch nicht. Irgendwer, ich glaube Wagtail, hat einmal vom "Jagd und Verfolgungsdruck" gesprochen, der sogar Verhaltensänderungen zur folge haben soll (Nachtaktivität etc). Das wird wahrscheinlich die größte Rolle spielen. Ich bin aus diesem Grunde am überlegen, ob man nicht eine "Entwilderungsstrategie" verfolgen soll. d.h. (bei günstigem Terrain) die Vögel soweit vertraut zu machen, dass sie "Hilfen" annehmen. Ich habe jedenfalls mehrfach festgestellt, dass bei wenig scheuen Müttern die Kükenausfallquote wesentlich geringer ist als bei den scheuen, die beim geringsten Anlass in Panik flüchten, und dabei natürlich leicht das eine oder andere Küken "verlieren". Außerdem haben die "zahmeren" Mütter wesentlich weniger Hemmungen, ihren Schwoof zu verteidigen. Seit ich meine Entin Mini beobachten durfte, als sie ihren fast erwachsenen Schwoof von 11 Küken (alle ohne Ausfall großgezogen) nicht nur gegen zahllose Katzen, sondern auch gegen einen großen Hund ohne zögern verteidigte (leider konnte ich nix filmen) hat sich meine Meinung bez. Überlebenschancen halbzahmer und WE geändert. Das gilt jedenfalls für die Lebensräume in menschennahen Gebieten.
Ein erster Versuch mit dem "Entwildern" war erfolgreich. Eine Entin (sie kennt mich von früher) mit neun Küken an einem abgelegenen See habe ich jetzt nach ca 3 Wo soweit, wie du auf dem Bild siehst. Ergebnis: Alle 9 Küken wohlauf. Gegenbeispiel. Eine scheue Entin vor ca 4 Monaten auf dem gleichen See, Ergebnis: Fast täglich ein Küken weniger, nach 2 wo kein Küken und keine Entin mehr da. (OK, sie kann auch abgewandert sein, aber das nächste Wasser ist ca 1 km) Natürlich ist die Methode nicht generell sinnvoll. aber in dichtbesiedelten Bereichen, wo sich ansonsten kaum Aufwuchs hält, sind einfach wesentlich höhere Aufwuchsquoten zu erreichen. Ein weiterer Vorteil ist, dass zu jedem Zeitpunkt die umgekehrte Strategie verfolgt werden kann. Natürlich ist "Augenmaß" erforderlich, außerdem ist das ganze einigermaßen "mühsam" :p
mfg
Gänseerpel
02. September 2005, 18:28
Ein erster Versuch mit dem "Entwildern" war erfolgreich. Bisher jedenfalls. Hier noch ein Bild von dem "wilden" WE Schoof. Mittlerweile sind die Kleinen ganz schön gewachsen. Mit zunehmender Körpergröße werden sie natürlich selbständiger und trauen sich mehr.
mfg
Wiesel
02. September 2005, 21:48
Apropo selbstständig. Ich hab einmal ein Stockentenküken lange Zeit beobachtet, was Mutterseelen allein war. Weit und breit war keine andere Ente zu sehen und das Küken schrie auch gar nicht nach der Mutter, sondern war fleißig dabei, Insekten auf der Wasseroberfläche zu jagen. Es schaute sich auch gar nicht nach der Mutter um. Als wüßte es, daß sie eh nicht wieder kommt. Ein anderes mal hab ich am ersten Tag gleich 8 Küken gesehen, die alleine und völlig selbstständig nach Nahrung suchten (und auch fanden). Mit den Tagen wurden es allerdings leider immer weniger, bis am Ende nur 1 Küken übrig blieb.
Ich hatte mich bis dahin noch nicht damit beschäftigt, aber ist es so, daß die Küken vom Prinzip her vom ersten Tag an selbstständig sind und auch überleben würden, die Mutter eigentlich nur da ist, um sie zu schützen?
Gänseerpel
02. September 2005, 23:19
Apropo selbstständig. Ich hab einmal ein Stockentenküken lange Zeit beobachtet, was Mutterseelen allein war. Weit und breit war keine andere Ente zu sehen und das Küken schrie auch gar nicht nach der Mutter, sondern war fleißig dabei, Insekten auf der Wasseroberfläche zu jagen. Es schaute sich auch gar nicht nach der Mutter um. Als wüßte es, daß sie eh nicht wieder kommt. Ein anderes mal hab ich am ersten Tag gleich 8 Küken gesehen, die alleine und völlig selbstständig nach Nahrung suchten (und auch fanden). Mit den Tagen wurden es allerdings leider immer weniger, bis am Ende nur 1 Küken übrig blieb. Das gleiche hab ich bei jungen Blässhühnern gesehen. Im Prinzip führt nicht die Mutter, sondern die Küken wuseln herum, und die Mutter versucht Schrittzuhalten. "Merkt" ein Küken
oder mehrere, dass es den Anschluss verloren hat, beginnt es zu weinen. Im Prinzip ruft sich die Gruppe irgendwann wieder zusammen.
Das zweite ist, dass die Mutter wandert oder flüchtet. Wenn dabei das eine oder andere Küken verloren geht, stört das die Mutter letztendlich nicht.
Folgendes typische Beispiel habe ich bei meiner Entin beobachtet: Eines von 11 Küken fällt in eine Betongrube, fängt an zu weinen.
Die Mutter kommt, lockt. Wenn das Kleine nach einer bestimmten Zeit nicht kommt, was es ja nicht kann, zieht die Mutter mit dem restl. Schwoof weiter und lässt das Küken zurück.
Ob diese Küken eine Chance haben, groß zu werden, weiß ich nicht. Etwas anderes hierüber stehthier (http://www.wasserziergefluegel.de/Enten_A_-_Z/Affenente/Amazonasente/Amerikanische_Pfeifente/Augenbrauenente/reiherente.html) nachzulesen.
Ich hatte mich bis dahin noch nicht damit beschäftigt, aber ist es so, dass die Küken vom Prinzip her vom ersten Tag an selbstständig sind und auch überleben würden, die Mutter eigentlich nur da ist, um sie zu schützen?Nicht nur das. Man darf nicht vergessen, dass die Mutter, das gilt übrigens auch für die Hühner, den Küken vom ersten Tag an eine Menge zeigen: Was kann ich futtern, wo finde ich Futter, wo ist Gefahr, wo finde ich einen Schlafplatz usw. Der Nachahmungstrieb ist bei Küken gewaltig. Bei meinen frisch geschlüpften (Hühner)Küken gibt die Henne jedes Mal, wenn sie etwas fressbares sieht, einen Laut von sich, auf den die Küken wie der Blitz da sind. S
ie lauern dann darauf, wo die Henne "hinzielt", um sofort an die gleiche Stelle zu picken, oder sie picken der Henne vom Schnabel weg, was diese sich so klar sichtbar gefallen lässt, dass ich darin "Pädagogik" vernute. Das heißt, die Henn pickt demonstrativ langsam, um den Küken zu zeigen, wo und was gefuttert werden kann und darf. Was die Küken als ausgewachsene Tiere fressen, entscheidet sich hier! Auch auf das Futter findet eine Prägung statt. Die Küken picken und schnappen zwar instinktiv nach Fliegen etc. wissen zB aber nicht, dass der Becher voll mit Futter ist. Das lernen sie von der Mutter. Die Küken schauen natürlich auch untereinander viel voneinander ab, v.a. wenn es darum geht, zu merken, wenn das Geschwister eine Futterstelle gefunden hat.
Man kann übrigens auch als "Ersatzmutter" in dieser Richtung wirken. Komischerweise merken die Küken genau, was man ihnen als fressbar signalisiert, so wie man ihnen auch viele andere "Tricks" beibringen kann. Viel schwerer ist es, ihnen beizubringen, was sie lieber lassen oder wovon sie sich fernhalten sollen. Da müsste man die Entensprache besser können;)
mfg Peter
Gänseerpel
02. September 2005, 23:31
PS Übrigens ist die Brandente seit 10 Tg. verschwunden. -ich vermute stark, gestohlen. Ich hab eine Annonce mit 250 € Belohnung aufgegeben. Mal sehen, ob sich was tut, aber ich bin skeptisch.
mfg
Gänseerpel
08. September 2005, 20:42
Ich habe jetzt meine ersten Aufnahmen im Kasten. Besonders interessant ist der Warnruf der Stockentenmama, auf den alle alles stehen und liegen lassen und im Eiltempo verschwinden. Leider kann ich .mov Dateien mangels geeigneter Software nicht bearbeiten, sodass ich die Lautäußerungen vorläufig nur im kontext habe..
mfg
Wiesel
12. September 2005, 21:16
Hatte Kurz-Urlaub.
Stimmt, die verschiedenen (aber bestimmt nicht alle) Rufe der Enten erkenn ich in der Zwischenzeit. Das allgemeine "Geschnatter" dient der Kommunikation, das gleiche Geschnatter nur lauter und schneller dient der Warnung: "Verschwinde, sonst ist was los!" Oder der Warnruf, ein kurzer Ruf und wie du geschrieben hast, alle Küken sind ratzfatz bei der Mutter. Die kleinen sind derart schnell, daß man sich schon fast fragen muß, waren da überhaupt welche oder hab ich das geträumt?
Ist deine Brandgans wieder aufgetaucht oder hast du irgend einen Hinweis über den Verbleib bekommen?
Gänseerpel
15. September 2005, 21:40
Ist deine Brandgans wieder aufgetaucht oder hast du irgend einen Hinweis über den Verbleib bekommen?Leider nicht. Trotz 250 EUR kein einziger Anruf. Ich hab schon mal mit Erfolg 500 EUR geboten (und blechen müssen), aber ich glaube daran lag's nicht. Meistens kommen zumindest ein Haufen Fehlanrufe von Leuten, die's probieren. Ich glaube trotzdem an Klau.
Mit dem Kataster bin ich noch nicht viel weiter. Jetzt hab ich auch noch Hühner im Fokus, v.a. der Lockruf der Huhnmama, wenn's Futter für die kleinen gibt. Aber es ist schwer, eine vernünftige Aufnahmequalität herzubekommen. Z.Z versuch ich's mit Video. Aber ich glaube, Discman wäre besser.
mfg
Wiesel
15. September 2005, 22:08
Ich hab zwar schon sehr viele Aufnahmen in freier Natur gemacht, aber Bildaufnahmen. Was Tonaufnahmen angeht, da kann ich dir leider gar keinen Tip geben. Nur einen, hab Geduld. Nur so kommt man an gute Aufnahmen. Aber das weißt du ja selber.
Was deine Brandgans betrifft, glaub ich das nun auch. Echt schade und vor allem gemein. :trost:
Gänseerpel
16. September 2005, 11:00
Was deine Brandgans betrifft, glaub ich das nun auch. Echt schade und vor allem gemeinDa hast Du recht.
Ich hab mir sagen lassen, dass man einfach immer und überall mit sowas rechnen muss, wenn man tiere irgendwo unbeobachtet und ungeschützt hält. Dabei war Brandi eigentlich vorsichtig und "wiesel"flink. Aber mit einem Käscher ist natürlich alles möglich. An dem Tag war übrigens strömender Regen.
Was der "Klauer" sicher nicht weiss: Das zugehörige Delikt ist Jagdwilderei, Schonzeitdelikt und verbotenes Fangen. Ganz schön strafbewehrt. Kann auch mal eine Freiheitsstrafe geben. Ob sich das lohnt?
Wenn mich der Hafer juckt, setz ich vielleicht 1000 EUR aus. Da könnte sich der eine oder andere ganz schön in die Hosen machen. Andererseits erhöht das die Gefahr, dass Brandi zum Indiz wird und ganz verschwindet. Ob die Polizei dann auch so intensiv ermittelt wie bei Verkehrsdelikten? Ich hab so meine Zweifel... :nene:
mfg
Wiesel
17. September 2005, 22:45
Da macht die Polizei bestimmt gar nichts. Ist ja "nur" ein Tier. Für die machen die leider nicht so einen Aufwand wie bei verschwunden, entführten Menschen. Und der jenige, wenn sie wirklich gestohlen wurde, ist sich der Tat mit Sicherheit bewußt. Bei 1.000 Euro könnte er aber ins grübeln kommen und sich denken (bin jetzt was fies), bring ich sie zurück, kassier die 1.000 Euro und kauf mir dafür 2 oder 3 je nach Kaufpreis oder noch schlimmer, klau sie dann erneut.
Gänseerpel
18. September 2005, 10:59
Da macht die Polizei bestimmt gar nichts.Ganz Deiner Meinung. :zustimm: Kleiner Off topic: Wenn du 25 km zu schnell bist, wirst geblitzt, und sie wissen nicht, wer gefahren ist, "ermitteln" sie vor Ort und kommen bis zu 10 mal vorbei, klingel dich nachts raus, befragen mit dem Foto die Nachbarn, veranlassen Paßbildabgleich über das EWA etc. Der allgemeine Staatsverdruß ist kein Wunder.
kassier die 1.000 Euro und kauf mir dafür 2 oder 3 je nach Kaufpreis oder noch schlimmer, klau sie dann erneut.Ich setze auf Nachbarn, obwohl ich die Wiederfindchance nur auf höchstens 1 % schätze. Eine Ente kannst du nicht in der Badewanne halten. Der Preis liegt übrigens höchstens bei 10 bis 20 €, allerdings war (oder hoffentlich: ist immer noch) Brandi ein besonders schönes Exemplar. 1000 € ist schon ganz schon hoch, da besteht die Gefahr, dass einer irgendetwas anderes vermutet. :prima: Wie Du's machst, ist's halt falsch.
Bei meiner Ente Buali hatte ich vor 2 Jahren nach 11 Tg bangem Wartens mit 500€ Erfolg. Das hat den armen Kerl wahrscheinlich auch vor dem Kochtopf gerettet. Damals hat mir niemand, aber auch niemand noch eine Chance gegeben. Die meisten haben (Frühjahr) gedacht, er sei mit einer Entin durchgebrannt. Aber die haben halt den armen Buali nicht so gekannt wie ich.:traurig:
Über in bis zu 1200 km Entfernung wiedergefundene Vögel kenne ich einige schöne Geschichten, wäre direkt ein eigener Thread wert.
Heute habe ich nach 10 tägiger Zwangspause meinen neuen Teich in "Betrieb" gesetzt. Das hättest Du sehen sollen. Nach 5 min argwöhnischem Beäugen sind alle rein, und wie der Blitz, über und unter Wasser durch die Fluten "geschossen", Jetzt werden sie erst mal stundenlang Gefiederpflegen.
Wasservögel ohne Wasser zu halten, ist wirklich eine Quälerei ohnesgleichen. Obwohl ich einige Halter kenne, die sogar sehr gute Zuchterfolge ohne einen qcm Wasserfläche erzielen.
Hast Du eine Digitalkamera mit Videooption? Da könntest Du direkt beim Lautekataster mitmachen. :idee:
Wenn du Lust hast, teil mir mit, und Du die Möglichkeit hast,, teil mir mit, in welchem Format Deine Kamera arbeitet.
mfg Peter
zwergsaeger
25. September 2005, 20:29
hallo erstmal !!!!
Auf diesen Thema habe ich schon vor 3 Jahren hier in den vogelforen hingewiesen ! Aber anscheinend ist die Situation hinzwischen noch Schlimmer geworden da selbst am Oberhrein in den Auwäldern immer wieder Kreuzungen gesehen werden !Aber der WWf und auch der Naturschutzbund sieht diese gefahr einer Ausrottung der Stockentenbestände als nicht gefährdet an !
Zur Bejagung in den Staedten gebe ich meinen vorredner recht mit der Beschiessung der Mischpuplationen! Dies geht nur über einfangen der Tiere mit Genehmigung der Stadt bzw der unteren Naturschutzbehörde des Landes !
Zum weiteren es werden stockenten auf Ziergeflügelschauen öfter gezeigt als noch vor Jahren da hat mann die gefahr ernannt und züchtet sie wieder kleiner wie die Urform (Bundesziergeflügelaustellung Recklinghausen )
Des weitern sind die Bestände in Norddeutschland wesentlich grösser als die in Süddeutschland !Dies hat auch mit den bevökerungszahlen zu tun !
Wissentschalftlich wurde dies schon vor ein paar jahren von der UNI Leipzig untersucht !
Das traurige an der Sache ist nur das die Leute in den Parks lieber bunte Enten sehen als unsere mattgrünen Stockentenerpel und dieses langweile eintönige braun !
Desweiteren in den Zoos die ich in den diesem jhr besucht habe ist die Anzahl an diesen Kreuzungen dramtisch gestiegen bei nachfragen von meiner Seite aus kamen nur unqualifizierte gespräche dabei raus weil es wenige Leute in den Zoos gibt die sich mit den Entenvögeln beschaeftigen ! Leider!!!
Zu den Zoos es waren Krefeld,Köln,Dortmund,Stuttgart,Karlsruhe,Duisburg
Ich werde die Situation weiter beobachten!
Bei meinen Anglertouren in Deutschland habe ich in letzter Zeit immer wieder
Welse beim Entenfang beobachten können es werden meisten nur Fehlfarbige oder Kreuzungen angefriffen bzw verschlungen !Ein kleiner hoffungsschimmer
das die natur sich wieder selber hilft !!!!
Wiesel
26. September 2005, 11:52
Hallo Zwergsäger!
Vor 3 Jahren war ich leider noch nicht in diesem Forum und habe das Thema daher einfach aufgegriffen und bevor ich das getan hab, bin ich auch immer davon ausgegangen, daß es ja noch soooo viele reinrassige Stockenten gibt. Bis man mir hier mal die Augen geöffnet hat.
Wenn die Behörden versuchen würden, in (Groß)städten die Entenkreuzungen zu dezimieren, würden sich sofort die Tierschützer melden, wie sie es auch bei den Straßentauben getan haben. Abschießen? Vergiften? Die Tierschützer haben sich durchgesetzt. Einzige Alternative, es wurden Taubenstände eingerichtet, wo sie brüten sollen und die echten Eier durch künstliche ersetzt werden.
Die Erfahrung mit den Zoos hast du wahrscheinlich gemacht, weil die es nicht wahr haben wollen und der Besucher ja keine Ahnung hat. Vielleicht ist es dem Tierpfleger auch schlicht egal. Er kümmert sich um seine Tiere und erledigt so seine Arbeit. Ist evtl. ein wenig hart, aber ich habe selber mal einem Tierpfleger einen kranken Gebirgslori gemeldet. Hat ihn nicht interessiert. Von denen haben sie ja so viele, daß das Individium keine Rolle spielt. Ist, genau wie die Stockente kein besonderes Tier, nicht selten und nicht geschützt.
Eine Arbeitskollegin von mir hat mir letztens aus ihrem Südfrankreich-Urlaub eine Feder von einer "Stockente" mitgebracht, die sie an einem See gefunden hat. Die Feder war etwas kleiner und anders gefärbt als die einer reinrassigen Stockente. Das Problem ist also längst nicht mehr nur auf Deutschland bezogen. Andere Länder scheinen es mittlerweile auch zu haben.
Gänseerpel
26. September 2005, 13:29
Salut beisammen,
Vor 3 Jahren war ich leider noch nicht in diesem Forum und habe das Thema daher einfach aufgegriffen und bevor ich das getan hab, bin ich auch immer davon ausgegangen, daß es ja noch soooo viele reinrassige Stockenten gibt. Bis man mir hier mal die Augen geöffnet hat Langsam zeichnet sich ab, dass das Problem doch eine gewisse Dimension hat. Dass es auf Schauveranstaltungen eine Rolle spielt, war mir neu.
Wenn die Behörden versuchen würden, in (Groß)städten die Entenkreuzungen zu dezimieren, würden sich sofort die Tierschützer melden, wie sie es auch bei den Straßentauben getan haben. Abschießen? Vergiften? Die Tierschützer haben sich durchgesetzt. Einzige Alternative, es wurden Taubenstände eingerichtet, wo sie brüten sollen und die echten Eier durch künstliche ersetzt werden.
Vom Dezimieren halte ich persönlich nichts. Die Tiere sind jetzt nun mal da, und alle sollten mit dieser Tatsache leben. In den Parks glaube ich nach meinen Erfahrungen nicht an eine quantitativ relevante Weitervermehrung, da der Störungslevel meistens sehr hoch ist, und die Enten nicht in Ruhe brüten können. Eine gute Begrenzungsmaßnahme ist übrigens ein hoher Erpelbestand, so über 1,2 zu 1. Die Erpel bringen soviel Unruhe in das Habitat, dass die Enten kaum brüten. Dies gilt natürlich nur begrenzt, und es wird genügend anders gelagerte Fälle geben. Gute Fütterung sorgt übrigens dafür, dass die Enten da bleiben, sich somit nicht in anderen Biotopen tummeln können. Die Wildenten dagegen sind zu scheu, um an die Fütterungsplätze zu kommen, werden i.ü. auch vertrieben.
Am problematischsten werden die Fälle sein, wo es mangels Lebensgrundlage zum vagabundieren kommt.
Zum anderen unterstreicht das den Sinn von Nachzuchtmaßnahmen. Meines Wissens gibt es (noch) keinen Stockentenzuchtverband. :freude: Wenn in einem Revier nur 10 bis 20 Enten pro Saison ausgewildert werden könnten, so ist dies schon was.
Aber noch mangelt es, wie Ihr schon gesagt habt, am Interesse und Problembewußtsein. :+schimpf
Wissentschalftlich wurde dies schon vor ein paar jahren von der UNI Leipzig untersucht !
@ An Zwergsäger: Hast Du die Arbeit zur Hand?
mfg
zwergsaeger
26. September 2005, 17:52
Hallo erstmal
Also ich hatte irgendwo auch noch eine Telefonummer von der Uni in Leipzig
mit der Anschrift der das geleitet hat diese Untersuchung !Aber wie gesagt ist 3 Jahre her keine ahnung mehr wer das war ehrlichgesagt werde wenn ich zeit habe mal danach suchen versprechen kann ich aber nicht ! Die Arbeit über die Stockenten müssten wir doch herausfinden können werde mich mal erkundigen !
zwergsaeger
27. September 2005, 15:43
hallo erstmal !
Also ich hab da noch was entdeckt der Otwin Kranz hatt hier im Wassergeflügelforum einen Aufruf gestartet dieser Aufruf stammt aber schon aus dem jahre 1999 müsst ihr selber lesen !
Gänseerpel
27. September 2005, 22:39
Also ich hab da noch was entdeckt der Otwin Kranz hatt hier im Wassergeflügelforum einen Aufruf gestartet dieser Aufruf stammt aber schon aus dem jahre 1999 müsst ihr selber lesen !Wer ist Otwin Kranz? Hast du einen link?
mfg
Wiesel
28. September 2005, 12:31
Er wird wohl Otwin Franz (Moderator) meinen.
Die Threads enden bei mir leider alle in 2000 und vom Otwin kann ich sonst in dieser Rubrik nichts finden.
zwergsaeger
28. September 2005, 18:22
Hallo erstmal !
Also der Aufruf stammt von 1999 der Eintrag ist vom 18.10.2004 um 21.03
von Otwin Franz (moderator) könnt ihr selber nachlesen !!!
zwergsaeger
30. September 2005, 19:20
Hallo erstmal !
Also einen Meldebogen habe ich gefunden im Netz für Wasservogelhybriden !!!!
Mit dem hernn habe ich versucht kontakt aufzunehmen war aber nicht zu erreichen bis jetzt wer Intresse hat schreibt mal !!
Gänseerpel
01. October 2005, 15:08
Hallo beisammen,
Der Aufruf ist hier (http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=70560) zu finden, damit Interessenten nicht ewig suchen müssen. Nachdem das ERgebnis, soes denn eins gibt, nicht bekannt ist, ist das Ganze allerdings wenig aufschlussreich. Ich hab mir mal eine Definition des Begriffs "Hybrid herausgesucht, zwar bezogen auf Orchideen, aber die Definition bleibt die gleiche:
Eine Art gilt dann als Art, wenn sie sich fortpflanzen kann und keine Mischpopulationen mit anderen Arten bildet (Fortpflanzungsisolation oder -barriere). Normalerweise haben sich im Laufe der stammesgeschichtlichen Entwicklung (Evolution) die Arten soweit voneinander isoliert, dass das unterschiedliche Erbgut Kreuzungen verhindert. Deshalb gibt es keine Kreuzung zwischen Löwenzahn und Gänseblümchen.
Viele Arten, und in einigen Fällen auch Gattungen, stehen sich in ihrem Erbgut noch so nahe, dass natürliche oder künstliche Kreuzbestäubungen möglich sind. Das Ergebnis sind keimfähige Samen, die zu Hybriden oder Bastarden heranwachsen können. In der Natur treten Hybriden, von wenigen Fällen abgesehen, nur vereinzelt auf und sind selbst nicht fortpflanzungsfähig. Es gibt aber auch Hybridschwärme. Hierbei handelt es sich nicht um vereinzelt auftretende Bastarde, sondern grössere Hybridpopulationen. Führt ein solches "Experiment der Natur" zu einer fortpflanzungsfähigen Hybride, kann sich diese unter Umständen ausbreiten und eine Nische besetzen. Einige Autoren geben solchen Pflanzen dann den Rang einer Art. Gekürzt! Quelle (http://www.orchis.de/orchis/docs/d004.htm)
Unter diesem Aspekt frage ich mich, ob unser Diskussionsthema dem Begriff entspricht. Die (durch menschlichen eingriff entstandenen) Spielarten sind allesamt der Art Anas platyrhinchos (auch platyrhynchos) zuzuordnen, unter sich voll vermehrungsfähig, zeigen annähernd gleiches Verhalten etc.. Die von uns aufgestellten Kriterien sind rein deskriptiv morphologisch und betreffen nur ganz geringe Varianten. Kann man da von Hybriden sprechen? Das von uns aufgeworfene Problem läßt sich sinngemäß auf viele Haustiere und ihr Verhältnis zum Urtyp übertragen. Ganz aktuell Felsentaube/Stadttaube.
Bin gespannt auf eure Meinung :zwinker:
mfg
Wiesel
14. October 2005, 18:27
Ich hab heute mal angefangen, Fotos von Enten zu machen. Ich möchte auf diese Weise einfach mal herausfinden, ob ich Reinrassige und Mischungen auseinander halten kann. Denn erst, wenn ich mir darin so einigermaßen sicher bin, kann ich mir ein Bild davon machen, wie es um den Bestand der Stockente bestellt ist. Ich hoffe, ihr helft mir dabei. Wenn ich also bei einer falsch Ente liege, berichtigt mich bitte. Fange ich mal mit etwas ganz leichtem an.
Foto 1 : nicht reinrassig (allein schon an der Färbung zu erkennen)
Wiesel
14. October 2005, 18:30
Foto 2
Hier vermute ich, daß es sich um einen jungen, reinrassigen Erpel (erstes Jahr) handelt.
Da bin ich wirklich mal auf eure Meinung gespannt.
zwergsaeger
14. October 2005, 18:33
Hallo erstmal
da ist eine Zwergente in Blau gelb drin auch an dem schnabel zu erkennen 8(
Wiesel
14. October 2005, 18:36
Foto 3
Bei dieser weiblichen Ente denke ich sehr stark, daß sie nicht reinrassig ist. Zum einen wegen der doch starken Braunfärbung der Brust und zum anderen wegen der Färbung des Schnabels.
zwergsaeger
14. October 2005, 18:36
Hallo erstmal !
Da er sich noch in der Mauser befindet ist das sehr schwer aber der Typ kommt mir etwas zu hell vor kann aber auch an der lichteinwirkung liegen
Schnabel und Rumpf sind in Ordnung ! aber der Kopf gefällt mir auch nicht so ganz !
Wiesel
14. October 2005, 18:38
Foto 4
Und nun wieder etwas leichtes. Betrachtet man nur den Kopf, könnte man annehmen, reinrassiger Erpel. Doch der Rest verrät, daß es sich um eine Mischung handelt.
zwergsaeger
14. October 2005, 18:40
Hallo erstmal !
Zu diesem Foto ist nicht zu sagen das ist eindeutig eine Zwergente in naturfarben ! Der Kopf zeigt einen kurzen gedrungen Schnabel mit nicht sehr guten ausgeprätgen Backen ! Der Rumpf ist gedrungen kurz und etwas plump !
Eine ausgezeichtnete Zuchtente für Zwergentenüchter in naturfarben !
Aber der Fleck auf dem schnabel stört auch hier
Wiesel
14. October 2005, 18:42
Foto 5
Und als letztes für heute ein Foto von einem Schnatterenten-Pärchen. Wenigstens die sind noch reinrassig.
zwergsaeger
14. October 2005, 18:43
Hallo erstmal
Das ist das schlimmste foto von allen keine Naturzeichung mehr an der Brust weisser Latz , der Kopf ist zu lang der schnabel auch ! das einzige die Schnabelfärbung ist noch in ordung ! :nene: :nene:
Wiesel
14. October 2005, 18:46
Der weiße Fleck auf dem Schnabel ist eine Feder.
zwergsaeger
14. October 2005, 18:47
hallo erstmal !
Diese wirklich schönen Enten kamen bei mir nie zu Nachzucht warum weiss ich bis heute nicht sie gehört zu den 2 Entenarten wo ich niemals Junge hatte!
Hatte immer pech mit den Enten ! Es gibt nur wenige sehr gute Enten in Deutschland und einen guten Erpel habe ich 2 mal verloren leider !
Ein tolles foto und ein traumentenpaar.
Wiesel
14. October 2005, 19:42
Hy !
Hier meine beiden Lieblings- Fehlfarben vom Tegeler See, Greenwich- Promenade in Berlin ^^ !
Ein blau- wildfarbiger Erpel, dessen Schwungfedern blau sind, ebenso wie alles, was beim Stockerpel schwarz ist, sein Kopf ist dunkel zimtfarben !
Grüße, Andreas
Hallo Kanadagans!
Schau mal, auf was ich beim Googlen gestoßen bin. Vielleicht ist dein Liebling ja eine Mischung aus Stockente und Blauflügelente.
http://www.schneider-dbg.de/Rassen_und_Arten/Blauflugel/body_blauflugel.html
Liebe Grüße
Sabine
Gänseerpel
17. October 2005, 22:06
Gebt mal Eure Meinung zu den folgenden ab:
Wiesel
17. October 2005, 22:29
Mir sind die ganzen Zuchtrassen leider nicht geläufig, darum schreib ich einfach mal nieder, was ich denke:
Foto 1 : nicht reinrassig, da der Kopf zu rund ist und der Schnabel zu kurz
Foto 2 : nicht reinrassig, da das Gefieder zu hell ist
Foto 3 : nicht reinrassig, da die Stirn zu hoch ist und sie ist nicht wildfarbig, so fehlen z.B. die blauen "Spiegelfedern".
Foto 4 : absolut reinrassig :D
Gänseerpel
17. October 2005, 23:32
Hallo Wiesel,
Danke für Deine Einschätzung,
1 = Zwergente, aber trpfenform, und Flügel sehr lang i.V. zum Körper. Zwergenten sind nach meiner Einschätzung eine Weiterzucht und Selektion chondrodystrophischer Stockis (ähnlich wie beim Menschen, Pekinesen etc)
2 = Nicht reinrassig, Kopf nicht Dreieckig, sondern eher rund, Flügel rel kurz im Verhältnis zur Körperlänge (fliegt aber wie ein Adler) Zu groß und schwer (siehst dDue natürlich am foto nicht.
3 = M.A.n. am ehesten nach unseren Kriterien reinrassig: Spiegel fehlt zwar wegen Mauser, aber: Kopf Trapezoid, Hechtkopf, (wie beim Vollblutaraber :D ) Größe (siehst Du wieder nicht) höchstens 40 cm/800 g, Flügel lang (sieht man auch nicht), "Tropfenform"
4 = richtig beantwortet eignet sich aber kaum zur zucht, da schlecht in der Schule :k
mfg
zwergsaeger
18. October 2005, 18:38
Hallo erstmal !
Zu Bild 1
Zwergente mit nicht Ausgeprägten Backen auch nicht walzenförmig wie verlangt wird ein Hybrid
zu Bild 2
Zu Hell in der Federanlage untypische Zeichung zu lange in der form
Zu Bild 3
Eindeutig wurde hier eine Fleckschnabelente eingekreutz der Körper gedrungen
und typische Zeichungsansätze einer Fleckschnabelente !Schnabel ist zu land und zu breit, zu schwerer Körperbau
Zu bild 4
Schlechte Kopfzeichung zu langer schnabel :p
Gänseerpel
19. October 2005, 19:40
!Schnabel ist zu land und zu breit, zu schwerer Körperbau Zu schwer bei ca 800 g Körpergewicht? Das ist die leichtfüßigste Stockente, die ich je gesehen habe. :D
mfg
Wiesel
20. October 2005, 21:53
Und weiter gehts !
Hab wieder einige Aufnahmen gemacht. Heute stell ich aber nur 2 ein. Die anderen kommen noch. Also:
Man könnte eigentlich meinen, sie ist "echt", wenn da nicht der Schnabel wär.
Aber so behaupte ich mal: Fälschung.
Wiesel
20. October 2005, 21:57
Auch diese halte ich für eine Mischung, da der Kopf zu rund ist und der Schnabel mal wieder nicht die typische Färbung hat.
Bin jetzt mal wagemutig: reinrassige Zwergente?
Gänseerpel
20. October 2005, 22:21
Salut la belette,
Soll man auf die Schnabelfärbung viel geben? Rein schwarze sieht man kaum. Eher die Kopfform. Nr 2 ist ja wirklich putzig. Leider sieht man nie die tatsächliche Größe.
Bin jetzt mal wagemutig: reinrassige Zwergente?Zwergenten haben einen ganz kurzen Schnabel. Wie ich schon sagte: Ähnlich wie beim Menschen oder Pekinesen chondrodystrophie :D
mfg
PS auf Deinen Nick gibt's in der Bretagne ein schönes chanson:
J'entends le loup, le renard et la belette,
j'entends le loup et le renard chanter....
Wiesel
20. October 2005, 22:49
Ach ja, stimmt. Zwergenten haben ja einen kurzen Schnabel.
Ich denk schon, daß die Färbung des Schnabels schon Ausschluß darüber gibt, ob man was echtes vor sich hat oder nicht. Denn wenn zwei reinrassige sich paaren, kommt auch was reinrassiges raus und daher sollte der Schnabel (eigentlich) so aussehen, wie er es tun sollte.
Klingt ja putzig, aber leider kann ich kein französisch. Ich meine jetzt die Sprache :D Kannst du mir das mal bitte übersetzen? :idee:
zwergsaeger
21. October 2005, 18:08
hallo erstmal !
Beides Zwergenentenbilder schöne Walzenförmige Köperform ,schöner Kurzer Schnabel,und eine echt klasse Backenausprägugng tolle Enten !
Haben ausser der Farbe nichts mit Stockenten zu tun
Gänseerpel
21. October 2005, 19:26
J'entends le loup, le renard et la belette,
j'entends le loup et le renard chanter....Belette = Wiesel, Renard = Fuchs, Loup = Wolf, Das Chanson sagt eigentlich nichts aus, ist eher ein Onomatopäon. :D
und eine echt klasse Backenausprägugng tolle Enten !Wie kann man denn von der Seitansicht die "Backen" sehen? Wo kommen denn die _Zwergenten in der Natur vor, wenn sie nichts mit Stockis zu tun haben?
mfg
Wiesel
21. October 2005, 21:13
Die ersten sind bestimmt mal ausgebügst oder wurden ausgesetzt und haben sich dann prächtig mit den Stockenten gepaart. Wobei ihr Erbgut vielleicht ausgeprägter ist als das der Stockenten. Aber, keine Ahnung.
Wiesel
23. October 2005, 14:16
Und wieder 2 neue Enten.
Sie haben vieles von einer reinrassigen Ente und dennoch glaube ich, daß sie es nicht sind. Auf dem ersten Foto ist es mal wieder die Färbung des Schnabels und dann die Schirmfeder. Sie hat nicht die typische Wildfärbung. Im ganzen ist sie evtl. auch etwas zu hell. Kann aber auch an der Lichteinwirkung liegen.
Foto 2. Ich wiederhole mich mal wieder, nicht reinrassig, wegen der Färbung der Federn. Obwohl Kopf und Schnabel mir sonst gut gefallen.
Gänseerpel
23. October 2005, 16:19
Die ersten sind bestimmt mal ausgebügst oder wurden ausgesetzt und haben sich dann prächtig mit den Stockenten gepaart. Wobei ihr Erb[QUOTE]gut vielleicht ausgeprägter ist als das der Stockenten. Aber, keine Ahnung.Ich hab im Internet nichts genaues über die Herkunft gefunden, angeblich vor 200 Jhr zuerst in NL beschrieben. Ich bin aber überzeugt, dass es sich nicht um eine eigene Art oder Unterart, sondern um eine Züchtung aus Stockis handelt.
1. Das Verhalten (Balz, Lauteregister, nichtepigame und epigame Ausdrucksformen) ist völlig identisch. Nach Konrad Lorenz ist das Verhalten auch quasi morphologisch zu werten, und damit der Art zuzuordnen.
2. Zuchtauswahl auf Verkleinerung ist ein häufiges Verfahren. Zwerghunde, Zwerghühner, Ponys, Zwergfische, welches auch rel. leicht zu realisieren ist. Häufig kommt es hierbei aber zu Änderungen der Körperproportion, wie man bei den "Liliputanern (Sorry für dieses Wort) deutlich sehen kann. auch bei Zwerghunden ist das Phänomen sichtbar. Vorspringende Stirn, Verkürzung des Kiefers, Verdickung der Gelenke im Verhältnis zum Knochenschaft.
Genau dies kannst Du bei den Zwergenten auch beobachten
Ich denk schon, dass die Färbung des Schnabels schon Ausschluss darüber gibt, ob man was echtes vor sich hat oder nicht. Denn wenn zwei reinrassige sich paaren, kommt auch was reinrassiges raus und daher sollte der Schnabel (eigentlich) so aussehen, wie er es tun sollte. “Reinrassig“ gibt’s in der Natur nicht. Jede Art verfügt über einen Genpool, d.h. in jeder Generation werden unterschiedliche, mehr oder weniger angepasste Varianten produziert. Die schlecht angepassten gehen zugrunde, die gut angepassten überleben. *)
Und nun kommt es: Ändern sich die Umw3eltbvedingungen, werden andere, bisher schlecht angepasste Varianten überleben, die Anpassung erfolgt sofort innerhalb einer Generation. Eine Mutation ist nicht erforderlich.
Reinrassige Populationen, d.h. aus völlig identischen Individuen, können sich nicht anpassen, und sterben normalerweise aus!
Natürlich gibt es in jeder Art morphologisch biochemische Kriterien, welche die Art bestimmen und von der nächsten abgrenzen. Aber auch hier gibt es fließende Übergänge, und die Wissenschaftler haben oft Probleme, eine Art abzugrenzen.
Mit freundlichen Grüßen
*) Ein Beispiel: In jeder Zugvogelgeneration kommen Individuen zur Welt, die keinen Wandertrieb haben. Auf Schwalben bezogen hi0t das, sie gehen über den Winter zugrunde. Kommt es aber zu einer Klimaerwärmung, werden diese Individuen sofort einen Selektionsvorteil haben, da die –gefahren des Vogelzugs entfallen.
Zweites Beispiel. Albinobildung. Weiß gefärbte Individuen haben normalerweise einen Nachteil, weil sie besser gesehen werden. sei kommen in jeder Generation zur Welt, wenn auch selten. Kommt es zu eine Klimaabkühlung, verschafft diese Eigenschaft sofort einen Vorteil.
zwergsaeger
23. October 2005, 19:22
hallo erstmal !
Also auch diese beiden haben nichts mit stockenten zu tun
zu bild 1
Eine schöne Färbung aber leider fehlt die Spiegelzeichung
zu Bild 2
der Köperbau ist leider zu gedrungen und der Schnabel zu breit
zwergsaeger
23. October 2005, 19:59
Herkunft:
Anfänge der Züchtung unbekannt; zunächst - besonders in den Niederlanden - als Lockente benutzt. In England zuerst rassig durchgezüchtet
Gesamteindruck:
Zwergenhaft; gerundeter Rumpf; dickbackiger Kopf; kurzer Schnabel; tiefgestellt; sehr lebhaft
Gewichte:
Erpel: 0,9 kg, Ente: 0,8 kg
Bruteier-Mindestgewicht:
40 g
Schalenfarbe der Eier:
Weiß bis grünlich
Legeleistung:
30-40*
Ringgrößen:
beide Geschlechter: 9
zwergsaeger
23. October 2005, 20:16
Die Stockente ist die Stammform aller Hausenten. Sie hält sich an nährstoffreichen Gewässern mit flachem und dichtem Pflanzenwuchs auf (an den Ufern, an Haffs, Seen sowie in langsam fließenden Flüssen und Bächen). Häufig ist diese Ente auch auf Teichen und Kanälen von Großstadtparks anzutreffen. Die Stockente ist ein Stand-, Strich- und Zugvogel. Die Erpel werden bis zu 55 cm lang und erreichen ein Gewicht von 0,9 bis 1,4 kg. Die Enten sind kleiner, 35 bis 40 cm lang und 0,8 bis 1,3 kg schwer. Die Stockente fliegt sehr schnell und hoch. Angeblich soll es einen Zusammenstoß eines amerikanischen Flugzeuges mit Stockenten in 6000m Höhe über den Rocky Mountains gegeben haben. Die normale Fluggeschwindigkeit der Stockente beträgt 74 bis 96 km/h. Der Gang dieser Ente ist langsam, sie schwimmt leicht und behend. Die Balz beginnt Ende Juli und erreicht im Dezember (bis Januar) ihren Höhepunkt. Die Kopulation findet im Februar bis März statt. Bei Brutbeginn löst sich die Paarbindung.
Die Nester werden auf dem Boden oder etwas erhöht angelegt. Stockenten legen durchschnittlich 10 Eier (maximal 16 Eier). Nach etwa 28 Tagen schlüpfen die Küken. Sie sind Nestflüchter; ihr oliv-braunes Daunenkleid ist mit gelben Streifen durchzogen. Das Muttertier bleibt bis zum Flüggewerden etwa sieben bis acht Wochen bei den Jungtieren. Mit der öligen Absonderung aus der Bürzeldrüse werden die Federn mit Hilfe des Schnabels eingefettet, so dass das Wasser vom Federkleid abperlt. Bei den Stockenten unterscheidet man fünf Gefiederkleider:
- das Daunenkleid des Kükens,
- das Jugendkleid, das dem Daunenkleid folgt und bei der Juvenalmauser abgelegt wird. Es ist dem Federkleid des erwachsenen Weibchens ähnlich (bei Daunen- und Jugendkleid gibt es keinen Unterschied zwischen männlich und weiblich),
- das einfache graubraune Federkleid des Weibchens, das immer gleich gefärbt ist. Lediglich der Flügelspiegel ist wie beim Erpel von stahlblauer Farbe, und auf beiden Seiten zuerst schwarz und dann weiß eingefasst,
- das Sommerkleid des Erpels nach der Fortpflanzungszeit im Spätfrühling oder Sommer, wenn das Weibchen brütet oder die Jungen führt. Es ähnelt sehr dem Federkleid des Weibchens,
- das Pracht- oder Hochzeitskleid des Erpels, das sich im Herbst, vor Eintritt der kalten Jahreszeit, ausbildet und erst im Sommer wieder wechselt. Besonders auffällig sind der metallisch glänzende, tiefgrüne Kopf und Hals, das schmale weiße Halsband, die purpur-braune Brust, der violett-blaue große Flügelspiegel, die schwarzgrünen Oberschwanzfedern, deren mittlere aufgerollt sind (Erpellocke). Der gesamte Unterkörper ist weißgrau mit sehr feiner, schwärzlicher Wellenzeichnung.
Das intensive Körperwachstum der Stockenten ist mit 130 Tagen beendet. Beachtlich ist auch die Legeleistung. Stockenten legen in Gefangenschaft bei künstlicher Beleuchtung 50 bis 90 Eier. Die Nahrung der Stockente besteht zu 90 Prozent aus Bestandteilen pflanzlicher Herkunft. Sie verzehrt Sämereien, Knospen und Triebe von Wasser- und Sumpfpflanzen, Wasserlinsen sowie Grünalgen. Es werden aber auch Insekten und deren Larven, Würmer, Schnecken, Muscheln, Frösche sowie Kaulquappen vertilgt. Sehr gern durchschnattert die Stockente den Morast, sucht das für sie Schmackhafte heraus und lässt das andere durch die Zähnelung an den Seiten des Schnabels wieder herausfallen.
zwergsaeger
23. October 2005, 20:21
Die Zwergente, früher auch als Lockente bekannt, ist eine auf Kleinheit gezüchtete Hausente. Ihre Wiege soll in Ostfriesland gestanden haben.Pfannenschmied (1881) berichtet von der Zähmung der Wildenten in Ostfriesland, die dort im Stall mehrere Male im Jahr brüten. Die Jungen wurden eingefangen, bevor sie flugtüchtig waren. Dann hatte man ihnen die Flügel beschnitten, damit sie von der Mutter nicht fortgeführt werden konnten. Im Laufe der Zeit hat sich eine gewisse Anhänglichkeit herausgebildet. Von der friesischen Küste gelangte die Zwergente unter anderem nach Frankreich und England. Sie zeichnet sich durch eine runde, vollfleischige Brust aus. Neben wildfarbigen sind weiße und erbsgelbe Zwergenten für die Haltung von Bedeutung. Die Körpergewichte liegen bei 1,2 kg für Erpel und 1,0 kg für Enten. Die durchschnittliche Legeleistung soll 30 Eier mit einem Gewicht von 40 g betragen.
Gänseerpel
23. October 2005, 21:14
Info zwergenten siehe hier (http://www.indiez.de/p/gw/zwee.php?plt=90)
Info Stockente siehe hier (http://www.hanne-krueger.de/tierisches/Federvieh/main.htm#enten)
Info zwergente 2 siehe hier (http://njubu.piranho.de/meli.htm)
Sollte sich hier jemand mit fremden Federn schmücken? :p
mfg
Wiesel
23. October 2005, 21:32
Habe hier ein Bild eines "echten" Stockentenerpels. Zwersäger hat es aus dem Internet. Ein Bild von einem Weibchen folgt noch.
Gänseerpel
23. October 2005, 22:00
Hier mal blder vom letzten Winter
Wiesel
23. October 2005, 22:05
Jo, das sind doch mal ein paar richtige Stockenten, auch das Weibchen.
Schöne Aufnahme !!!
Gänseerpel
23. October 2005, 22:17
Hallo
Also: Maxi (links) = 1550 g
Mecki (Vordergrund) = 1400 g
Mini (ganz hinten) = 1250 g
mfg
zwergsaeger
24. October 2005, 13:38
Hallo erstmal
Was heisst hier maxi ????
Das Gewicht darf nur bis 1,4 kg bei einem Erpel sein !
Was bedeutet das Maxi auch kein reiner Erpel ist oder einfach im Winter etwas zuviel Mais bekommen hat !
Aber 1,550kg ist laut dem zwar geklauten Text aber trotzdem zuviel :p :p
Was heisst da stimmt das Zuchtziel auch schon nicht mehr !8( 8(
Aber ich hoffe es liegt an der doch fettreichen Winterfütterung da kommt sowas schon mal vor :D :D :D
zwergsaeger
24. October 2005, 19:16
Hallo erstmal
Habe da noch eine schöne Seite auch zum vergleichen von bildern gefunden
www.stockenten.info !
Nette Seite aber die Qualiät der Bilder ist ist gerade die Beste auch wenn es viele sind !:beifall: :beifall:
Gänseerpel
24. October 2005, 19:21
dem zwar geklauten Text aber trotzdem zuviel Wieso geklaut? In der Literatur schreibt einer vom anderen ab, das ist es, was die Wissenschaft stark macht!:~ Außerdem ist es in den Internetforen gang und gäbe. Wer dann noch Quellenangaben druntersetzt, ist auf der sicheren Seite, klappt natürlich nicht immer. Ärgerlich ist es für mich nur dann, wenn ich bei einer Recherche versuche, zu einer Behauptung/Aussage, (sei es, dass ich sie anzweifle, nicht verstehe oder sonderbar halte), eine Gegenthese oder einfach andere Darstellung zu finden, und feststellen muss, dass jeder den gleichen Mist übernommen hat. Daher gilt Spinat übrigens als besonders eisenhaltig. Damals hatte sich ein Laborant um eine Kommastelle nach oben verhauen, Generationen haben das dann brav abgeschrieben. Echtes Quellenstudium ist übrigens enorm aufwendig und zeitraubend.
Was heisst hier maxi ????
Das Gewicht darf nur bis 1,4 kg bei einem Erpel sein !
Was bedeutet das Maxi auch kein reiner Erpel ist oder einfach im Winter etwas zuviel Mais bekommen hat !
Mein armer Maxi war bei Gott kein reiner Stocki, hatte aber Super Anlagen, flog wie ein Adler, war wieselflink, und hatte einen unglaublichen Orientierungssinn. Er war übrigens auch nicht das Ergebnis eines Zuchtziels, sondern der Zufall hat unsre beiden Seelen zusammen geführt. Man hörst sicher heraus, dass ich ihn sehr geliebt habe.
Der zweite und die dritte sind ebenfalls kein Stockis, die drei sind am gleichen Tag geboren, und von mir groß gezogen worden.
Wenn ich züchten könnte, würde ich, wie weiter oben beschrieben, auf kleine Wuchsformen, so bs 800//1000 g hinarbeiten. Aber durch den Aufstallungswahn sind alle Pläne makulatur.
Hältst Du die Schnabelfarbe übrigens für unverzichtbar als Kriterium?
zwergsaeger
24. October 2005, 19:36
Hallo erstmal !
Also klar ist es wichtig auch auf die Schnabelfarbe zu achten es ist ein Kriterium von vielen bei der Zucht von Stockenten ! Die meisten Preisrichter
schauen zu 95 % erst auf den Kopf und der ist entscheidend für Sie ! Warum da bin ich auch nach 15 Jahren Entenzucht nicht dahintergekommen ,egal ob Stock/Zier- oder Wassergeflügel !Denke mal der Schnabel und seine Farbe beinhalten ja fast 3/4 vom Kopf einer Ente !
Auch seine Färbung scheint den Richtern wichtig zu sein !
Aber ob Richter oder nur Mensch die Natur hat sich für den Schnabel mit der Färbung entschieden und da kann auch kein Mensch was daran ändern !
Wiesel
24. October 2005, 19:37
Lag ich also doch mal wieder völlig daneben, als ich behauptet hab, alle 3 Enten seien reine Stockenten. Ich glaub, da fehlt mir noch einiges an Übung.
Die Färbung des Schnabels ist selbstverständlich nicht DAS Merkmal, aber ein wenig orientiere ich mich auch daran.
So, Zwergsäger, hier kommen die nächsten Fotos. Werde jetzt mal versuchen, es etwas profisioneller zu beschreiben (oh jee).
Dieser Erpel ist eine Stockente, da der Kopf nicht rund ist, sondern "eckig" (schon unprofisionell), die Handschwingen sind lang, reichen bis zu den Steuerfedern.
Ansonsten ist das Foto gegen die Sonne aufgenommen.
zwergsaeger
24. October 2005, 19:38
Thomas Schmidt
Stockenten: Tierische Großstadtprobleme
Dichtestreß, Männerüberschuß, Vergewaltigungen
und Fehlfarben – die Stockenten wurden zu Stadtenten
»Die Stockente ist in den letzten Jahrzehnten vielerorts zur Stadtente geworden,« stellt Dr. Heinrich Hoerschelmann, Kustos am Zoologischen Institut der Universität Hamburg fest. Er befaßte sich mit einer Stockentenpopulation im Hamburger Stadtpark. 1913 brütete nur ein einziges Paar in der Hansestadt. Heute bevölkern nach Schätzungen des Naturschutzamtes 15000 bis 20000 dieser Vögel die großstädtischen Wasserflächen. »Das ist auch auf die übermäßige Fütterung durch ‚tierliebende' Menschen zurückzuführen,« sagt Günther Helm, Leiter der staatlichen Vogelschutzwarte in Hamburg.
Ob auf der Hamburger Binnenalster oder im Münchner Englischen Garten – es gibt zu viele Enten. Angelockt durch reichliche Futtergaben, drängen sich selbst auf kleinen Teichen oft 60 bis 80 Vögel. Eutrophierung durch erhöhten Nährstoffeintrag und Entenkot sind eine Folge. Weitere Folge: Wegen fehlender Nistplätze erschließen sich die Enten neue Niststandorte. Weil sie weitgehend ihre natürliche Scheu vor dem Menschen verloren haben, sind brütende Vögel in Einkaufszentren und auf Schulhöfen keine Seltenheit. Manchmal bauen sie ihre Nester sogar auf Hochhäusern oder in Kirchtürmen.
Dichtestreß auf den städtischen Gewässern ist auch für die Zunahme aggressiver Verhaltensweisen der Erpel mitverantwortlich. Immer häufiger sind Szenen wie diese zu beobachten: Unverpaarte Erpel verjagen einen »glücklich verheirateten« Stockentenmann und vergewaltigen anschließend das Weibchen. Der Ornithologe Einhard Bezzel befaßt sich in seinem Buch »Paschas, Paare, Partnerschaften« mit dieser Verhaltensstrategie, stellt aber auch fest, daß sie nicht neu ist. Schon 1600 schrieb der Zürcher Naturforscher Conrad Gesner: »Wann der Enten viel beieinander sind, so werden sie also hitzig, daß sie das Weiblein, indem einer nach dem anderen auffsitzed, ertödten.« Dies rüde Sexualverhalten weicht deutlich von der üblichen Monogamie der Stockenten ab. In den Städten ist es häufiger zu beobachten als in der freien Natur.
Hoerschelmanns Hamburger Untersuchung ergab, daß die Erpel 60 bis 70 Prozent des Stockentenbestandes ausmachen. Manch ein Erpel, der um die Aufmerksamkeit eines Weibchens buhlt, hat das Nachsehen. Auch das ist ein Grund für die Zunahme von Vergewaltigungen. Hoerschelmann:
»Entscheidender Faktor bei der Verschiebung des Geschlechterverhältnisses sind die überzähligen Erpel selbst.« Brütende und jungenführende Enten werden durch Vergewaltigungen geschwächt oder sogar umgebracht. Der britische Forscher Julian Huxley stellte bereits zu Beginn dieses Jahrhunderts fest: 7 bis 10 Prozent der Weibchen sterben durch erzwungene Begattungen.
Folge des Männerüberschusses ist auch eine Zunahme ungewöhnlicher Paarverhältnisse. Nicht selten kann man »Trios« von einer Ente und zwei Erpeln oder auch »Herrenclubs« mit homosexuellem Verhalten beobachten. Bei freilebenden Gänsen gibt es ein ähnliches Problem, das allerdings von den Gantern stets gewaltfrei gelöst wird: Sie nehmen sich einen männlichen Partner, und die liebe Seele hat Ruh. Als monogame Tiere bleiben die Ganter einander ebenso treu wie einer Gans.
Stockenten in der Stadt sind oft ungewöhnlich groß und bunt und haben dann mit der Wildform nur noch einige Federzeichnungen gemein. Es kommen sogar völlig weiße und schwarze Exemplare vor. Diese Fehlfarben weisen außer auf natürliche genetische Veränderungen (Mutationen) auch auf die vielfach gestörten Biotopverhältnisse in unseren Gewässern. Dabei spielen Kreuzungen mit Hausenten oder von Jägern ausgesetzten Hochbrut-Flugenten eine Rolle. Die Färbungsvielfalt der Stadtenten weist allerdings das gesamte Farbspektrum der 30 bis 40 Hausentenrassen auf, was eher mit Umstellungen im Stoffwechsel zu erklären ist, wie sie bei Domestikationsprozessen auftritt.
Für das Gesamtgebiet Hamburg ermittelte die staatliche Vogelschutzwarte ein deutliches Gefälle der Fehlfärbung von der Innenstadt (13 Prozent) zur freien Elbe (0,7 Prozent). Die bunte Vielfalt in der City erklärt sich teils aus der geringeren Zahl natürlicher Feinde, teils aus der geballten Wirkung extremer Lebensbedingungen.
»Die verstädterten Stockenten sind inzwischen als eine weitgehend eigenständige Form anzusehen,« schreibt Hoerschelmann. Sie haben sich gut an den Extremlebensraum Stadt angepaßt. Das zeigt sich auch darin, daß sie ganztägig auf den Stadtgewässern bleiben und ihren Tagesrhythmus nach dem wechselnden Besucherstrom ausrichten. In der freien Natur gehen Stockenten in der Dämmerung oder nachts auf Nahrungssuche.
Dennoch nimmt der Stockentenbestand nicht grenzenlos zu. Hohe Jungensterblichkeit begrenzt das Populationswachstum. Ursachen sind dicht besetzte Wasserflächen und häufige Vergewaltigungen. Die Küken verlieren den Kontakt zum Muttertier, verirren sich und verhungern. Harald Nies, als »Schwanenvater« für Hamburgs Wassergeflügel zuständig, stellt sogar fest, daß die Bestandszahlen seit 1993 leicht rückläufig sind. Als Ursache nennt er hohe Verluste durch Botulismus in eutrophierten Gewässern.
Thomas Schmidt
Wiesel
24. October 2005, 19:42
Der ist in meinen Augen auch ein Stocki, da der Schnabel lang und schmal ist. Der Kopf sieht zumindest auf dem Foto nicht rund aus, paßt daher auch. Ansonsten gefällt mir auch alles.
Wiesel
24. October 2005, 19:45
Den hingegen halte ich für eine "Fälschung", da der Kopf rund und die Stirn zu hoch ist. Die Schwungfedern sind zwar schön lang, aber der Schnabel kommt mir doch etwas zu kurz vor.
zwergsaeger
24. October 2005, 19:45
Hallo erstmal !
Also der Erpel macht schon einen guten Eindruck aber an den Flügelkanten
ist irgendwie zuwenig Farbe zu erkennen das markante schwarz ist mir etwas zu schwach kann aber auch am Alter des Erpels liegen !:?
Wiesel
24. October 2005, 19:47
Jetzt mach ich es mir einfach. Jetzt kommt mir die Färbung zu Hilfe. Also, auch keine Stocki.
Hab ich jetzt wenigstens einmal Recht?
zwergsaeger
24. October 2005, 19:49
Hallo erstmal !
Auch hier fehlt mir das schwarz an den Flügeln wie bei Bild 2 aber sonst machen die Beiden Erpel von Bild 2 und 3 einen sehr guten Eindruck gegen den Kopf (Schnabel)ist nichts einzuwenden :o
zwergsaeger
24. October 2005, 19:52
Hallo erstmal !
Hier hast du mit der Färbung recht ! Kein Stockentenerpel hat so eine Färbung an der Brust aber auch hier fehlt mir das schwarz an den Flügeln ! kannst du selber vergleichen mit dem Stockentenerpel auf dem Foto von mir was du selber reingesetzt hast !:freude: :freude:
Gänseerpel
25. October 2005, 01:45
Wie groß sind die beiden denn?
Wiesel
25. October 2005, 13:01
Ich wage jetzt lieber keine Schätzung, was das Gewicht der beiden angeht. Da bin ich echt mies drin. Rein äußerlich hatten sie die Normalgröße einer Stockente.
Wiesel
25. October 2005, 21:43
@ Zwersäger
Was die Vergewaltigungen angeht, da stimme ich dir voll zu. Ich habe noch nie so viele Vergewaltigungen beobachtet wie in diesem Jahr. Vor allem eine war extrem und beschreibt genau das, was du bzw. Herr Schmidt beschrieben hast. Die Erpel, es waren 4, ließen einfach nicht von dem Weibchen ab. Der "Ehemann" versuchte alles, sein Weibchen da raus zu holen, doch er hatte keine Chance. Immer und immer wieder drückten sie sie zu Boden, flüchten zwecklos. Mit der Zeit war sie so entkräftet, daß sie gar nicht mehr wegfliegen konnte. Da kam ich dann mit einem jungen Mann dem Weibchen zu Hilfe. Unglücklicherweise flüchtete sich das Weibchen immer wieder ins Gestrüpp, weil sie ja nicht wissen konnte, daß wir ihr nur helfen wollten. Kaum in Gestrüpp angekommen, fielen die Erpel wieder über sie her. Ich kann nicht sagen, wie lange das dauerte, bis sie endlich von ihr abließen. Sie blieb jedenfalls völlig entkräftet direkt an Ort und Stelle liegen. Von daher kann ich mir vorstellen, daß die Weibchen dabei echt ihr Leben lassen können. Ursache dafür ist wie du geschrieben hattest, ein totaler Erpelüberschuß. Jedenfalls in diesem Park.
Ich hatte von so einer Vergewaltigung mal ein paar Fotos gemacht. Ich denk, diese sagen alles.
Wiesel
27. October 2005, 19:14
Was ist denn das vor eine Milka Schokolade?
zwergsaeger
01. November 2005, 16:07
Hallo erstmal
Hm das ist diesmal schwer denke mal das ist eine Landentenkreuzung ohne Haube in Schwarz ! Könnte auch sein das es eine Capellente ist genaueres müsste ich mal nachschaun ! Da mein Compi 6 tage ausser Gefecht gesetzt ist dauert es etwas !
Gänseerpel
01. November 2005, 21:48
Campellenten: http://www.gefluegel-info.net/enten/campell.jpg
Hier mal einige enten von letzter Woche, zur Größe kann ich Euch sagen, höchstens 950 g:
Wiesel
02. November 2005, 21:52
Hallo Gänseerpel!
Also, ich denke mal, auch da ist leider, leider keine Stocki dabei, weil:
Foto 1: hier ist mir die Stirn zu hoch und der Kopf im allg. zu rund
Foto 2: der Erpel ist mir nicht "dunkel" genug
Foto 3: irgend etwas paßt mir nicht, ich weiß nur nicht so recht, was
Foto 4: der Schnabel ist mir zu breit und der Kopf zu rund
Foto 5: die kommt mir im ganzen zu zierlich vor
Alles mal wieder fachmännisch ausgedrückt :D
Bei meiner Schokoladenente denke ich, steckt Smaragdente drinnen. Denn je nach Lichteinwirkung schimmert sie grünlich oder bläulich und das ist bei den Smaragdenten doch so.
Gänseerpel
02. November 2005, 22:09
Foto 1: hier ist mir die Stirn zu hoch und der Kopf im allg. zu rundWieso darf eigentlich die Strirn nicht hoch sein?
Gänseerpel
02. November 2005, 23:17
Sind die Backen dick genug?
Wiesel
03. November 2005, 12:13
Ist ne Hamsterente. :D
zwergsaeger
03. November 2005, 17:10
Hallo erstmal !
Zu den Backen von dieser Ansicht ist die Backenausprägung gut ! Aber da die Backen auch zum kopf passen müssen möchte ich gerne noch mehr Bilder von der Ente sehen damit ich ein Urteil über diese Naturfarbene Zwergente abgeben Kann !:zwinker:
zwergsaeger
03. November 2005, 17:13
Hallo erstmal !
Zu den Bildern von Gaenserpel möchte ich nix schreiben da die meisten Enten noch nicht voll durchgemausert sind ! Von der grösse her kommen mir die Enten alle etwas zu mächtig vor ! Wie geschrieben möchte ich über das Federkleid jetzt nichts schreiben !
Wiesel
03. November 2005, 19:31
Wieso darf eigentlich die Strirn nicht hoch sein?
Ich schreib das deshalb immer, da die Stirn bei Stockenten eher "flach" ist, wie das auf diesem Foto gut zu sehen ist:
http://www.natur-lexikon.com/Texte/HWG/001/00075/HWG00075.html
Gänseerpel
03. November 2005, 20:38
Ich schreib das deshalb immer, da die Stirn bei Stockenten eher "flach" ist, wie das auf diesem Foto gut zu sehen ist:Ist imho kein Kriterium, siehe die anderen foos auf der Seite anderen Fotos (Siehe Bild)
Zu den Bildern von Gaenserpel möchte ich nix schreiben da die meisten Enten noch nicht voll durchgemausert sind ! Von der grösse her kommen mir die Enten alle etwas zu mächtig vor ! Wie geschrieben möchte ich über das Federkleid jetzt nichts schreiben !
Die Enten sind alle durchweg sehr klein (70 - 1000 g) Nachdem ich keine weieren Fotos liefern kann, gebe ich vorweg die auflösung des Rätsels. Die Bilder sammen vom großen Arber See im finstersten Bayerischen Wald. Das Gewässer ist ziemlich isoliert, sodass ich folgere, dass Beimischungen eher nicht zu erwarten sind. Die gesamte Population (ca 12 - 15 Individuen) ist durchweg sehr klein und "drahtig".
damit ich ein Urteil über diese Naturfarbene Zwergente abgeben Kann !Werde ich nachliefern
@Zwergsäger: Kannst Du mal, sofern vorhanden, Stockentinen, die nach deinem Empfinden typisch sind, in den Thread stellen? Möglichst mit Beschreibung der typischen Merkmale.
zwergsaeger
04. November 2005, 11:36
Hallo erstmal !
Würde ich sehr gerne tun aber leider sind von mir persöhnlich keine Bilder mehr vorhanden ! Werde aber versuchen Bilder zu besorgen so weit es möglich ist !:D :D
Gänseerpel
04. November 2005, 16:56
Werde aber versuchen Bilder zu besorgen so weit es möglich ist !Wäre gut, wenn es klappen würde. Je enger wir den Standard eingrenzen können, desto besser.
wagtail
05. November 2005, 14:03
Hallo,
Je enger wir den Standard eingrenzen können, desto besser.
Welchen Zweck hat der Standard, bzw. soll er haben?
gruß tobi
Gänseerpel
05. November 2005, 20:12
Bonjour la merle, bonjour la belette!
Welchen Zweck hat der Standard, bzw. soll er haben?
Um den Versuch zu machen, Stockenten nach morphologischen Kriterien von Einkreuzungen abzugrenzen. Für mich auch, evtll mein Nachzuchtprojekt doch noch zu realisieren.
mfg
vBulletin v4.1.8, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.