Vollständige Version anzeigen : Vogelgrippe - Tiere melden
Zugeflogen
23. August 2005, 15:11
Hallo,
folgenden Artikel habe ich heute in der Zeitung gefunden:
(Quelle: Mönchengladbacher Stadtpost, Ausgabe vom 23. August 2005)
Branjo
23. August 2005, 15:17
Hi zusammen !!
War ja nur eine Frage der Zeit wann wieder alles gemeldet werden soll !!
Zugeflogen
23. August 2005, 15:28
jab, und soweit ich weis muss geflügel wie hühner und co am september im stall bleiben, weil dann die zugvögel aus den verseuchten gebieten bei uns durchziehen. (letzteres aber ohne gewähr)
barneyg
23. August 2005, 15:31
Hallo,
mit der Meldepflicht läuft es so:
An die Tierseuchenkasse und an das Veterinäramt muss jeder Züchter / Halter von Ziehrgeflügel, Groß- und Wassergeflügel, Hühnern und Tauben melden wie viele Tiere er im Jahresdurchschnitt hält. Und das jedes Jahr aufs neue. An die Tierseuchenkasse wird dann noch ein kleiner Obolus fällig, wenn man mehr als 50 Tiere (Hühner) bzw. 10 Tiere (Tauben) hält. Diese Meldung und die Zahlung an die Tierseuchenkasse ist dringend erforderlich, weil damit anfallende Kosten abgedeckt werden.
Ist ein Halter nicht gemeldet und bei seinen Tieren bricht eine Seuchen aus (z.B. Hühnerpest), wird aus Sicherheitsgründen (zur Eindämmung der Seuche)alles Geflügel gekeult. Alle Züchter und Halter die einen Materiellenverlust durch das Keulen erlitten haben werden sich dann an den Halter wenden, in dessen Bestand die Seuche ausgebrochen ist. Hat er seine Tiere nicht gemeldet, dann können enorme Schadensersatzforderungen auf ihn zukommen (falls z.B. ein Mastbetrieb alle Tiere schlachten musst können die Kosten schnell in die Zehntausende gehen). Sind seine Tiere jedoch gemeldet, zahlt die Tierseuchenkasse diese Vorderrungen.
Wie das ganze bei anderen Tieren läuft weiß ich allerdings auch nicht.
HorstS
23. August 2005, 16:25
Ich habe mein Geflügel gemeldet, aber dass das kein Geld kostet, kann ich nicht bestätigen. Ich habe weder mehr als 50 Hühner noch mehr als 10 Tauben und bezahle trotzdem 5 EUR im Jahr - was mich natürlich nicht umbringt.
Schwierig wird es, wenn die Hühner tatsächlich ab September im Stall bleiben sollten. Der ist halt mit 2 qm nicht riesig. Er dient ja auch nicht als Auslauf, sondern nur als Schutzhaus. Dann muss cih wohl was mit Netzen improvisieren.
Nun sage ich mir so: Meine Viecher sind gemeldet, und so lange man mir nicht mitteilt, dass ich irgendwas machen soll, bleiben sie halt draußen, basta.
Ist das nicht überhaupt wieder blinder Aktionismus? Wenn ich mich recht erinnere, dann ziehen Zugvögel von Süden nach Norden und nicht von Osten nach Westen.
barneyg
24. August 2005, 09:48
Moin,
als blinden Aktionismus würde ich das nicht bezeichnen, wenn man bedenkt, wie schnell der Virus von China bis an den Ural gekommen ist. ich denke mal in der Beziehung kann man schon Vorsichtig sein. Es dient ja nur zum Schutz der Tiere.
HorstS
24. August 2005, 11:01
Unsere Politiker, besonders die grünen, sind schon selbst schuld, wenn man ihnen blinden Aktionismus unterstellt, und keine vernünftigen Maßnahmen.
Ich habe meine persönlichen Erfahrungen: Landeshundeverordnung und das neue Waffengesetz sind traurige Beispiele, wo vereinzelte Probleme dafür herhalten müssen, flächendeckend unbescholtene Bürger zu schikanieren.
Was die Vogelgrippe angeht, ist es doch interessant, dass Östereich derzeit keine Maßnahmen in Erwägung zieht.
barneyg
24. August 2005, 11:38
Österreich hat auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, so wie die Niederlande. Dort müssen die Tiere schon ab dem 1.9. eingespert werden. Und ich finde das gut so !!!!
Alles besser aus Keulen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gallus Galli
24. August 2005, 12:02
An die Tierseuchenkasse und an das Veterinäramt muss jeder Züchter / Halter von Ziehrgeflügel, Groß- und Wassergeflügel, Hühnern und Tauben melden wie viele Tiere er im Jahresdurchschnitt hält. Und das jedes Jahr aufs neue. An die Tierseuchenkasse wird dann noch ein kleiner Obolus fällig, wenn man mehr als 50 Tiere (Hühner) bzw. 10 Tiere (Tauben) hält. Diese Meldung und die Zahlung an die Tierseuchenkasse ist dringend erforderlich, weil damit anfallende Kosten abgedeckt werden.
Meines Wissens erfasst nur das Veterinäramt alles Geflügel wie du schreibst und wie es auch in obigem Artikel erwähnt wird. Tierseuchenkasse - wenn ich ich an das letzte Formular erinnere - interessiert sich nur für Hühner und Truthühner.
barneyg
24. August 2005, 13:01
Hi,
schau dir mal unter dem Link http://www.tierseuchenkasse-bw.de/ den Punkt "Melde- und Beitragspflicht" an. Da steht was alles gemeldet werden muss. Die Meldepflicht ist in allen Bundesländern gleich. Außerdem kommen noch Tauben hinzu.
Ich war vor ca. zwei Monaten auf einer Veranstalltung unseres Veterinäramtes Die Veterinärin sagte, dass die Meldung bei der Tierseuchenkasse aller höchste Priorität hat. Die ist wichtiger als die Meldung beim Veterinäramt, zumal die Tierseuchenkasse die Meldungen in der Regel an das Veterinäramt weiter gibt.
Gallus Galli
24. August 2005, 13:22
Hi barneyg,
habs mir angeschaut. Das ist genauso wie ich sagte, gemeldet müssen werden Legennen, Masthähnchen, also alle Hühner und außerdem alle Truthühner.
Da steht nichts von Enten, Gänsen, Pfauen, Perlhühnern, Fasanen, Wachteln oder Tauben ! Oder bin ich zu blöd das zu finden?
barneyg
24. August 2005, 14:06
Stimmt, Tauben und so weiter sind dort nicht aufgeführt. Du kannst ja auch mal hier schauen http://www.hessischetierseuchenkasse.de/
Das wird von denen alles unter Geflügel zusammen gepackt.
Wenn ich heute Abend zu Hause bin scanne ich mal den Brief ein, den ich bekommen habe und stelle ihn hier ein. Dann kann sich jeder ein Bild machen.
barneyg
25. August 2005, 11:55
Hallo Gallus Galli,
ich habs gestern leider nicht geschafft.
Du kannst dir aber mal den Tread hier anschaun http://www.vogelforen.de/showthread.php?t=92290&page=2
Gegen Ende hat HorstS eine Antwort auf deine Frage, wo du finden kannst, dass auch Tauben gemeldet werden müssen.
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