Vollständige Version anzeigen : Geflügelmärkte und Vogelbörsen ab nächstem Montag in Bayern verboten
Alexandros
14. October 2005, 16:54
Hallo,
mal was Neues (http://www.stmugv.bayern.de/de/aktuell/presse/2005/566.htm) aus Bayern.
Gruss Alexandros
Alexandros
14. October 2005, 20:16
Hallo,
so wies aussieht ergeht am Montag eine Entscheidung auf Bundesebene, was die bis zum Jahresende anstehenden Ausstellungen und Börsen betrifft. Ist allerdings noch unbestätigt bis dato.
Gruss Alexandros
Thomas B.
15. October 2005, 01:53
Na wenigstens eine "positive" Auswirkung der "Vogelgrippe" - die tierschutzwidrigen Geflügelmärkte und Vogelbörsen, die jedem Tierfreund ohnehin ein Dorn im Auge sind, werden verboten. Freilich, wie könnte es anders sein, nur zeitweilig und nicht etwa aus Gründen des Tierschutzes, sondern des Menschenschutzes. Aber besser als nichts immerhin.
Bis die degenerierte Menschheit so weit ist, nicht etwa Mangel an Impfstoffen, sondern die tierquälerische Massentierhaltung mit Antibiotikaverseuchung und Schwächung des Immunsystems als eigentliches ursächliches Problem der Tierseuchen zu erkennen und abzustellen, werden wohl noch hunderte von Epidemien ins Land gehen müssen. Und wahrscheinlich schafft die Menschheit es, sich selbst auszurotten (und, bis es so weit ist, noch Millionen und Abermillionen ihrer tierischen Verwandten erst zu quälen und dann zu "keulen"), bevor sie es wieder lernt, im Einklang mit der Natur zu leben und ihre Mitgeschöpfe zu achten.
LG
Thomas
Alexandros
15. October 2005, 11:43
Oho,
welch inhaltlicher Sinnvoller und aussagekräftiger Post von Herrn B. da muss man doch gleich auf die Knie fallen um solche hochintelligenten und anspruchsvollen Aussagen zu würdigen. Ist es doch letztendlich so, das wir hier eine Kapazität haben, welche Ihresgleichen sucht. Leider haben das die Verschiedenen Fachausschüsse und Gremien bisher nicht bemerkt und deshalb kommen eben nur wir hier in den Foren in den Genuss dieser hochgeistigen Ergüsse.
Gruss Alexandros
animal_army
15. October 2005, 13:00
Kreuzigt u. steinigt mich... aber ich unterstütze das schon was Thomas da geschrieben hat. Ist mehr als nur was wahres dran!
Alfred Klein
15. October 2005, 13:28
Hallo Alexandros
Das haben die Fachausschüsse etc. schon lange bemerkt.
Da es jedoch hierbei um marktwirtschaftliche Fragen geht wird das einfach ausgeklammert.
Wie groß die Macht der Geflügelindustie ist haben wir doch bei der letzten Legislaturperiode bemerkt.
Die Ministerin Künast (die ich wegen ihres Engagements schätze) hat mit aller Macht versucht zumindest den Batteriehühnern ein ganz klein wenig zu helfen.
Den Zirkus welchen die Hühnerbarone veranstaltet haben hast Du sicher mitbekommen.
Es geht auch bei der Vogelgrippe und deren Vermeidung nur um eines: Geld, Geld, Geld.
Es wird wie bei der letzten von Dir angesprochenen Seuche nur deshalb nicht geimpft weil man dann die Ware Huhn nicht mehr exportieren kann da sich die geimpften Tiere nicht von den eventuell kranken unterscheiden lassen.
Thomas hat schon recht, was da abläuft ist eiskalter und lebensverachtender knallharter Kapitalismus.
Alexandros
15. October 2005, 13:48
Hallo Alfred ,
ich bin sicherlich kein Freund der Massentierhaltung. Leider wird dieses Problem auch zukünftig aktuell bleiben, da der Nahrungsbedarf der Menschheit eben mit steigenden Zahlen auch die Regelung der Ernährung nach sich zieht. Daher ist dies meiner Meinung nach auch nicht das Problem bei diesem Thema.
Allerdings bin ich der Meinung, das jetzt völlig überzogen gehandelt wird. Da verhängen irgendwelche Politiker ein Verbot über Ausstellungen und Börsen, die sich mit dem Problem Vogelgrippe sicherlich nur haben erzählen lassen und hier die Möglichkeit sehen sich zu profilieren.
Was mich an der Aussage von Herrn B. tatsächlich stört ist diese Wertung der Schauen und Börsen. Wenn man sich mal anschaut welche Arbeit eines ganzen Jahres z.B. bei einer Landesschau Edelsittiche, einfach so mit einer Aussage zunichte gemacht wird, dann find ich das einfach nicht korrekt, das manche hier schreiben: Zitat Herr B. "Na wenigstens eine "positive" Auswirkung der "Vogelgrippe" - die tierschutzwidrigen Geflügelmärkte und Vogelbörsen, die jedem Tierfreund ohnehin ein Dorn im Auge sind, werden verboten."
Gruss Alexandros
Alfred Klein
15. October 2005, 14:32
Hallo Alexandros
Ich glaube hier muß man auch wieder differenzieren.
Ich habe schon Vogelschauen gesehen die waren einfach nicht zu toppen.
Absolut artgerechte Volieren mit Liebe eingerichtet und wirklich streßfreie Vögel. Da kann keiner drüber meckern.
Aber die vom gleichen Verein veranstalteten Vogelbörsen und Bewertungsschauen sind in keiner Weise tragbar. Absolute Winzigkäfige, verbotenerweise mit Futter statt Einstreu auf dem Boden, viel zu tief stehende Käfige usw. usf.
Es wird in der Halle geraucht und getrunken, es werden auf dem Parkplatz Vögel aus dem Kofferraum gehandelt und vieles mehr.
Daß Thomas B. gegen diese Art von Veranstaltungen ist kann ich nachvollziehen, mir geht es da nicht anders.
Alexandros
15. October 2005, 15:12
Hallo Alfred,
siehst du wenn man es differenziert, hört es sich doch gleich viel besser an. Oben wurde nach meinem Gefühl, einfach über einen Kamm geschoren und fertig. Oftmals ist einfach der Ton einer Aussage entscheidend.
Gruss Alexandros
joeflai
15. October 2005, 16:10
da liegt hier ja nunmal das Problem, man hört den Ton nicht! :D
Nur so nebenbei, ansonsten bin ich völlig Deiner Meinung :beifall: , ich hatte nur keine Lust was zu dem Posting von Thomas zu schreiben! ;)
Alexandros
15. October 2005, 16:19
Hallo Joe,
freut mich dich letzter Zeit hier wieder zu sehen. Find ich Prima das du wieder da bist.
Gruss Alexandros
Sagany
15. October 2005, 17:38
hallo,
gibt es nun ab montag ein Deutschlandweites verbot für Börsen,ausstellungen und co. oder nicht?
Moni
15. October 2005, 17:53
Nein. Wer hat denn was von "bundesweit" gesagt?
joeflai
15. October 2005, 18:46
Hier, aber manche Leute können oder wollen ja nicht richtig lesen! ;)
Hallo,
so wies aussieht ergeht am Montag eine Entscheidung auf Bundesebene, was die bis zum Jahresende anstehenden Ausstellungen und Börsen betrifft. Ist allerdings noch unbestätigt bis dato.
Gruss Alexandros
Thomas B.
15. October 2005, 22:14
Lieber Alfred,
Ich glaube hier muß man auch wieder differenzieren.
Ich habe schon Vogelschauen gesehen die waren einfach nicht zu toppen.
Absolut artgerechte Volieren mit Liebe eingerichtet und wirklich streßfreie Vögel. Da kann keiner drüber meckern.
Aber die vom gleichen Verein veranstalteten Vogelbörsen und Bewertungsschauen sind in keiner Weise tragbar. Daß Thomas B. gegen diese Art von Veranstaltungen ist kann ich nachvollziehen, mir geht es da nicht anders.
Stimmt, Alfred, ich gebe Dir da völlig Recht. Ich habe auch niemals gegen alle Vogelschauen polemisiert (obwohl ich meine eigenen Vögel nicht ausstellen würde). Nur gegen Geflügelmärkte, Vogelbörsen und Bewertungsschauen. Und in der Beurteilung dieser Veranstaltungen sind wir uns offenbar völlig einig.
Liebe Grüße,
Thomas
Thomas B.
15. October 2005, 22:17
Es geht auch bei der Vogelgrippe und deren Vermeidung nur um eines: Geld, Geld, Geld.
Es wird wie bei der letzten von Dir angesprochenen Seuche nur deshalb nicht geimpft weil man dann die Ware Huhn nicht mehr exportieren kann da sich die geimpften Tiere nicht von den eventuell kranken unterscheiden lassen.
Thomas hat schon recht, was da abläuft ist eiskalter und lebensverachtender knallharter Kapitalismus.
Stimmt genau.
Hier noch ein sehr guter Artikel zum Thema
Hühner - Opfertiere auf dem Altar des Kapitalismus:
http://netzwerk-regenbogen.de/huehner030521.html
LG
Thomas
Fioretta
15. October 2005, 22:49
Hallo Alfred ,
ich bin sicherlich kein Freund der Massentierhaltung. Leider wird dieses Problem auch zukünftig aktuell bleiben, da der Nahrungsbedarf der Menschheit eben mit steigenden Zahlen auch die Regelung der Ernährung nach sich zieht. Daher ist dies meiner Meinung nach auch nicht das Problem bei diesem Thema.
Gruss Alexandros
Diese Aussage kann man auch nicht so unkommentiert stehen lassen Alexandros, weil sie einfach falsch ist.
Der Grund fuer die Massentierhaltung ist mit Sicherheit nicht der steigende Nahrungsbedarf der Menschheit. Es geht einzig und allein darum Fleisch (und andere Tierprodukte) so billig wie moeglich zu produzieren.
Mit dem Getreide, dass man braucht um ein einziges Mastrind (zum Beispiel) bis zur Schlachtreife zu fuettern, koennte man wesentlich (ein grosses wesentlich) mehr Menschen ernaehren als mit dem Fleisch des entsprechenden Tieres.
Mit Nahrungsknappheit hat die Massentierhaltung also am allerwenigsten zu tun. :nene:
Alexandros
16. October 2005, 07:34
Hallo Fioretta,
entschuldige aber der Thread hier war eigentlich auf die Situation Geflügelschauen in Deutschland bezogen. Als solches sehe ich deinen Beitrag jetzt etwas weit ab vom Thema. Daher werde ich jetzt diese Diskussion auch nicht weiter vertiefen, da ich auch garkein Interesse daran habe dies zu tun.
Denn hier denke ich gehen meine und deine Meinungen viel zu weit auseinander.
Wünsche dir noch einen schönen Sonntag.
Gruss Alexandros
Fioretta
16. October 2005, 08:00
Aehm...selber entschuldige! :D
...aber schliesslich kam die Aussage zum Thema Massentierhaltung ja von dir! Diese war einfach sachlich falsch und hat nicht viel mit verschiedenen Meinungen zu tun.
Natuerlich hast du recht, wenn du sagst dass es nicht mehr so viel mit dem Thema Gefluegelschauen zu tun hat.
Allerdings handelt der Thread in diesem Zusammenhang auch von der Vogelgrippe und diese wiederum hat steht in enger Verbindung mit der Massentierhaltung.
Schnurr
16. October 2005, 20:41
Ich weiß nicht ob ich damit hier in diesem Thread richtig, abin, aber ich höre immer und immer das Wort "Notschlachten"! Was ist darunter zu verstehen? Ich habe heute diesen Link entdeckt und mich hat das schon wieder total fertig gemacht: Die Scheiterhaufen brennen wieder!!!! (http://www.ritas-spurensuche.de/1_tiersh/massent/vogelgrippe.htm)
oliver s
16. October 2005, 21:32
Hallo Thomas B.!!
Ich möchte dich ganz herzlich zu unserer nächsten Vogelbörse einladen.Wer hier solch einen Schwachsinn schreibt,sollte mal eines besseren belehrt werden,Was ist mit den tausenden von Zoohandlungen in Deutschland,die ihre Vögel über Wochen in viel zu kleinen Verkaufkäfigen einem wahnsinnigen Stress ausliefern.Da sind wir seriösen Vogelzüchter aber Waisenkinder dagegen,wenn wir auf gute Börsen mit unseren "Den Richtlinien angepassten Ausstellungskäfigen" an einem morgen unsere Nachzuchten verkaufen möchten.
Mir brennt echt mein Hut,wenn ich sowas lese.Aber vertrete ruhig deine Meinung,aber lass uns Vogelzüchter in Ruhe. 8o
Thomas B.
16. October 2005, 22:16
Hallo Thomas B.!!
Ich möchte dich ganz herzlich zu unserer nächsten Vogelbörse einladen.
Herzlichen Dank, aber ich besuche solche Veranstaltungen bekanntlich nicht. Und auch nicht alle Züchter "vermarkten" ihre Tiere in dieser Weise. Es gibt durchaus auch verantwortungsbewußte Züchter.
Was die Zoohandlungen angeht, besteht kein Dissens.
Der Deutsche Tierschutzbund hat sich seit jeher nicht nur gegen Vogelbörsen und Bewertungsschauen, sondern auch gegen die "Sonderregelungen für Zoofachgeschäfte" bzgl. der Käfig- u. Volierengröße ausgesprochen. Aber es gibt auch einige verantwortungsvolle Zooläden, in denen die Tiere in vernünftigen Behältnissen gehalten werden. Die anderen gehören meiner Meinung nach dichtgemacht.
P.S. zu Deiner HP:
Albino- und Lutinozuchten sind Tierquälerei. Die Tiere sind meist genetisch schwer belastet, was sich in erhöhter Anfälligkeit für Haut- Augen- und Nervenerkrankungen und geringerer Lebenserwartung widerspiegelt. Wie kann man nur so verdreht sein, Vögeln, die von Natur aus wunderschön sind, ihre natürlichen Farben wegzuzüchten und dabei noch schwere gesundheitliche Nachteile zu verschulden? Alles nur um des Geldes und der Wichtigtuerei willen! Oder zählt Mutationszucht etwa unter "Arterhaltung"? Aber um der Gerechtigkeit willen: Nicht nur die Mutationszüchter, auch die Käufer sind schuld, denn sie schaffen den Markt. Wo kein Hehler, da kein Dieb.
Viel Spaß noch mit dem brennenden Hut,
Thomas
tamborie
16. October 2005, 22:30
aber lass uns Vogelzüchter in Ruhe. 8o
Ach lass doch den Thomas, auch mit solchen Menschen muss die Gesellschaft klarkommen.
Darüber kann man sich eigentlich kaum ärgern, es ist zweifelsohne etwas belustigend, mehr nicht.
Tam
Munia maja
16. October 2005, 22:38
Hallo Schnurr,
auch wenn´s nicht ganz hier in den Thread reingehört...
Ich weiß nicht ob ich damit hier in diesem Thread richtig, abin, aber ich höre immer und immer das Wort "Notschlachten"!
Man muss differenzieren zwischen "Notschlachten" und "Keulen bzw. Merzen".
Ein Notschlachtung ist das sofortige Schlachten eines fleischliefernden Tieres, weil es sich so sehr verletzt hat, dass keine Hilfe mehr möglich ist oder die tierärztliche Behandlung den Wert des Tieres übersteigen würde. Das Fleisch des Tieres darf verzehrt werden.
Beim Keulen bzw. Merzen eines Tieres wird es nur getötet (entweder eingeschläfert, erschossen oder per Betäubung und Ausbluten), das Fleisch ist untauglich und der Tierkörper muss unschädlich beseitigt werden. Normalerweise werden die Tiere in der Tierkörperbeseitigungsanstalt verbrannt. Allerdings sind die Anstalten bei Seuchenzügen bzw. bei vorsorglichen Massenkeulungen derart überlastet, dass dies auf den Scheiterhaufen geschieht, deren Bilder uns sicher noch im Zusammenhang mit der BSE-Krise in Erinnerung sind... :(
Die Vögel, die im Rahmen der Vogelgrippeprophylaxe getötet werden, werden also nicht (!) notgeschlachtet...!
MfG,
Steffi
owl
16. October 2005, 23:02
@ Schnurr
Ich habe heute diesen Link entdeckt und mich hat das schon wieder total fertig gemacht
nachdem ich Deinem Link gefolgt bin, und diese grausamen Bilder gesehen habe, sitze ich nun weinend hier. Dabei wünsche ich all jenen, die nun das Geflügel bei lebendigem Leib verbrennen, dass auch sie eines Tages - wenn ihre Zeit gekommen ist - einen genauso schmerzhaften und qualvollen Tod sterben werden.
Sorry wenn ich vom Thema abgekommen bin, aber ich bin traurig, fassungslos und wütend, wie grausam meine "Artgenossen" sein können
Zugeflogen
17. October 2005, 10:05
@thomasB: hast du schon einmal die ornithea besucht ?
Jens H.
17. October 2005, 12:05
Nach einem Besuch auf einer Börse und der Nachricht das alle Börsen verboten werden.
Haben einige "große" Züchter ( Vermehrer von Zebrafinken ) geäußert, dass wenn der Absatz nicht kommt „kommt der Kopf runter“ denn Futter kostet.
Wohl dem der genug Platz hat.
Ich finde es auch übertrieben ! Man beraubt uns unserer Lohnes in der Öffentlichkeit !
Alexandros
17. October 2005, 13:19
Hallo,
hab grad gelesen, das die Landesschau doch stattfindet. Eine Aufklärung soll heute im Lauf des Tages kommen.
Gratuliere, auch wenns voreilig sein sollte, schon mal den "Straubingern".
Gruss Alexandros
Alfred Klein
17. October 2005, 14:41
Haben einige "große" Züchter ( Vermehrer von Zebrafinken ) geäußert, dass wenn der Absatz nicht kommt „kommt der Kopf runter“ denn Futter kostet. Diese Züchter sind doch echt tierliebe Menschen, was?
Und dann wundern die Züchter sich über den "guten" Ruf den sie haben.
Wenn ich so was lesen muß könnte ich kotzen. :+kotz:
Alexandros
17. October 2005, 15:28
Nach einem Besuch auf einer Börse und der Nachricht das alle Börsen verboten werden.
Haben einige "große" Züchter ( Vermehrer von Zebrafinken ) geäußert, dass wenn der Absatz nicht kommt „kommt der Kopf runter“ denn Futter kostet.
Haben wir ja wieder mal eine tolle Aussage hier. Könnte man denn mal bitte verifizieren, wer hat die Aussage getroffen und wo. Es ist immer blöd sowas als "ich hab gehört" in den Raum zu stellen. Denn selbst ein Züchter kann ja nun nicht einfach mal sowas propagieren ohne das man ihn dafür zur Rede stellt.
Und natürlich gibt es hier sofort wieder Leute die gern solche Aussagen glauben, ohne zu hinterfragen. Einfach schade das manche Leute einfach ihre Vorurteile nicht ablegen können und nur auf sowas warten um den anderen zu suggerieren "Seht ihr ich habs doch gewusst". Man sollte bei Erwachsenen mehr Hirn voraussetzen können.
Gruss Alexandros
Frankengans
17. October 2005, 15:35
hier der Link:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/25/0,3672,2386585,00.html
und hier der Artikel:
Bayern: Hausarrest für Geflügel schon ab Mittwoch
Geflügelmärkte sind seit Montag verboten
Die Stallpflicht für Geflügel in Bayern zum Schutz vor der Vogelgrippe tritt bereits an diesem Mittwoch in Kraft. Unabhängig davon, wie die Entscheidung der anderen Bundesländer ausfalle, werde Bayern die Stallpflicht bereits jetzt anordnen, sagte der Sprecher des Umweltministeriums, Roland Eichhorn, am Montag in München. Ursprünglich sollte die Regelung erst einige Tage nach einer Konferenz der Tierseuchenexperten am Dienstag in Kraft treten.
17.10.2005
Seit Montag hat Bayern als erstes Bundesland zudem sämtliche Geflügelmärkte und Vogelschauen zum Schutz vor der Vogelgrippe verboten. "Da auf den Märkten auch Geflügel aus dem Ausland gehandelt wird, ist das Risiko zu groß", sagte der Sprecher. Der Schweizerische Rassengeflügel-Verband (SRGV) bezeichnete die Maßnahmen als Überreaktion. "Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen", sagte SRGV-Präsident Martin Wyss. Sein Verband werde keine Ausstellungen absagen. Auch empfehle der Verband den Züchtern nicht, den Freilauf der Hühner einzuschränken.
Mehr zum Thema
Stichwort: Vogelgrippe
Geflügelhalter in Bayern, die ihre freilaufenden Tiere noch nicht in dieser Woche in Käfige sperren können, müssen zunächst keine Strafe befürchten. In den ersten Tagen werden die Kontrolleure den Tierhaltern zunächst beratend zur Seite stehen, sagte der Sprecher. "Aber danach wird es ernst."
Verbot bis zum 15. Dezember
Das Verbot soll bis zum 15. Dezember gelten. Bis dahin seien die Zugvögel durchgeflogen. Das Verbot gilt für sämtliches essbares Geflügel wie Hühner, Enten, Gänse, Truthähne oder Rebhühner. Sporttauben oder Kanarienvögel seien ausgenommen.
Durch die Stallpflicht soll der Kontakt zu möglicherweise infizierten Zugvögeln aus den Risikogebieten verhindert werden. Auf ihrem Flug vom Norden in den Süden suchen sich die Vögel oft die Futterstellen der heimischen Freilandtiere für eine Rast aus. In anderen Bundesländern gilt die Stallpflicht bisher nur in einzelnen Regionen, die auf der Strecke der Zugvögel liegen.
Jens H.
17. October 2005, 17:08
Ich sage nur auf einer Vogelbörse in Sachsen.
Name Adresse und Tel.-Nr. gebe ich bestimmt nicht bekannt.
Wenn ich hier einige Beiträge lese, muss man ja Angst bekommen das plötzlich jemand bei einem zu Hause steht.
Ich habe auch noch ca. 40-50Tiere abzugeben aber ich reise denen nicht wegen so was den Kopf ab !
Raven
17. October 2005, 17:27
Hallo,
Vogelschauen in Bayern sind nicht verboten, nur die Geflügelbörsen sind verboten. Lest mal bitte diesen Beitrag (http://www.vogelforen.de/showthread.php?p=1019308#post1019308)
Gallus Galli
17. October 2005, 19:33
sehr interessant, neuerdings sind Kanarien und Edelsittiche sowie Papageien und Tauben plötzlich vom Ausstellungsverbot ausgenommen (so die Pressemitteilung von heute, den 17.10.05.)
Hmm, ich frage mich wieso eigentlich?
Können die jetzt plötzlich nicht mehr daran erkranken? Die ganze Zeit hieß es doch sie könnten (*ratlos bin*)
Kann mir vielleicht in diesem Zusammenhang jemand auch folgende Fragen beantworten?
In aller mir bekannter Literatur steht: "Wassergeflügel kann den Geflügelpestvirus übertragen, erkrankt aber selbst nicht" Betroffen sind stets nur Hühner und Truthühner.
Weiß jemand, wann das Virus mutiert ist? Denn wenn man die Pressemitteilungen verfolgt, dann sind in Rumänien ja zuerst Enten verendet? und man hat einige tote Schwäne gefunden (so die Pressemitteilung von gestern), die wohl das Virus eingeschleppt hätten.
Zum zweiten:
Weiß jemand wie eigentlich der Nachweistest funktioniert? Seit wann ist dieser standardisiert? Gibt es da eindeutige Ergebnisse oder hat man da Interpretierungsspielraum?
Drittens: Wo tauchte zum erstenmal dieses H5N1-Virus auf? Kann das nochjemand nachvollziehen, ich finde leider nichts mehr. Es war doch nicht etwa Nordkorea?
Moni
17. October 2005, 19:37
Wieso neuerdings? Es hieß doch von Anfang an "Geflügel...". Ich würde mal sagen, der Grund liegt darin, dass außer Hühnern, Enten, Gänsen und Puten keine Vögel in Menschenhand unter freiem Himmel leben.
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