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Katzen

Diskutiere Katzen im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; http://www.vogelforen.de/vogelbestim...uer-vogel.html Da steht einiges drin, teilweise sachlich fundiert. @owl...

  1. #11

    Standard

    was für ein Vogel ist das?

    Da steht einiges drin, teilweise sachlich fundiert.
    @owl

  2. Standard

    Hallo anna-sophia28,

    schau mal hier: [hier klicken]. Dort gibt es vieles für deine Vögel und auch passende Ratgeber.
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  3. #12

    Standard

    Zitat Zitat von anna-sophia28 Beitrag anzeigen
    Das Problem bei uns ist, dass es eine Menge Streuner gibt. Die vermehren sich unkontrolliert. Sehr selten sieht man Katzen mit einem Glöckchen, wäre toll wenn die Besitzer nicht so gleichgültig wären und so wenigstens so einen kleinen Teil beitragen. Für die Versteuerung wäre ich auch. Sämtliche Nutztiere müssen gemeldet werden und es werden Beiträgte erhoben. Wieso nicht für die Katze? Katzen mit Steuermarke versehen und die ohne werden rausgefischt und eleminiert. Natürlich müssten dafür wieder Arbeitsplätze geschaffen werden.
    Also Regionalpolitiker werden, Modellprojekt starten und dann auf Bundesebene tragen.

    Aber diese Glöckchen um den Hals helfen den Jungvögeln leider auch nicht besonders.

  4. #13

    Standard

    Trotz allem: Der grösste "Schädling" bleibt der Mensch.

    Grösster Mortalitätsfaktor auch bei Katzen: Auto

    Bei Kröten, Fröschen: Lebensraumzerstörung, Auto ( soviele wie da plattgefahren werden, können keine Katzen fressen.)
    Bei Eidechsen: Biotopmangel, Umweltvergiftung, Ausräumung der Landschaft etc
    Bei Insekten, also Faltern etc: Schon mal geachtet was so an Windschutzscheiben klebt? Insektizide, monotonie in der Landschaft etc.
    Rote Liste Vögel:

    Vom aussterben bedroht:

    Alpenstrandläufer
    Auerhuhn
    Bekassine
    Birkhuhn (2)
    Brandseeschwalbe (2)
    Brachpieper
    Bruchwasserläufer
    Goldregenpfeifer
    Großer Brachvogel
    Großtrappe
    Haubenlerche
    Kampfläufer
    Kornweihe (2)
    Küstenseeschwalbe (2)
    Lachseeschwalbe
    Moorente
    Ohrentaucher
    Raubseeschwalbe
    Rotkopfwürger
    Sandregenpfeifer
    Schreiadler
    Seeregenpfeifer
    Seggenrohrsänger
    Steinschmätzer
    Sumpfohreule
    Trauerseeschwalbe
    Uferschnepfe
    Zippammer
    Zwergseeschwalbe

    Stark gefährdet:

    Braunkehlchen
    Flussseeschwalbe
    Flussuferläufer
    Haselhuhn
    Grauspecht
    Kiebitz
    Knäkente
    Nachtreiher (1)
    Raubwürger
    Steinrötel (1)
    Steinwälzer
    Turteltaube (3)
    Wachtelkönig
    Wendehals
    Weißrückenspecht
    Wiesenpieper (V)
    Wiesenweihe
    Zwergdommel (1)
    Rebhuhn

    Gefährdet:

    Baumfalke
    Baumpieper (V)
    Bluthänfling (V)
    Feldlerche
    Feldschwirl (V)
    Fischadler
    Halsbandschnäpper
    Kleines Sumpfhuhn (1)
    Krickente
    Löffelente
    Mehlschwalbe (V)
    Ortolan
    Rohrdommel (2)
    Rauchschwalbe (V)
    Rotschenkel (V)
    Sperbergrasmücke (–)
    Spießente
    Star (–)
    Steinkauz (2)
    Trauerschnäpper (–)
    Tüpfelsumpfhuhn (1)
    Weißstorch
    Wespenbussard (V)
    Wiedehopf (2)
    Zaunammer (2)
    Ziegenmelker
    Zitronenzeisig

    etc.

    Ich seh da praktisch nichts wo Katzen echt beteiligt daran wären. Menschliche Ursachen jede Menge !

    Was erbeuten Katzen bei den Vögeln vor allem?
    Amsel
    Buchfink
    Kohlmeise
    Blaumeise etc

    Alles die Arten die die die höchsten Bestände haben und Allerweltsarten sind.
    Arten mit sehr vielen Jungen, wo eine normale Mortalität im ersten Lebensjahr um 70 % liegt.

    vogelwarte.ch - Katzen und Vögel

    Wobei auch in diesem Bericht ein kleiner Fehler mit drin ist. Glöckchen bewirken gar nichts. Wir als Falkner benutzen seit Jahrhunderten Glöckchen an unseren Vögeln zur Jagd ohne negative Auswirkung auf den Jagderfolg.

    Lokal unter bestimmten Voraussetzungen können Katzen durchaus ein Problem darstellen. Im grossen Ganzen bleibt der Einfluss minim bis 0. Da gäbs andere Baustellen, aber da ist der Aufwand halt grösser und es ist unbequemer.

    Bin selber so ein böser Katzenhalter, nehme ihnen wenn sie Beute machen oft diese ab und verwende sie als Futtertiere für meine Wildvogelpatienten. Sind aber fast ausschliesslich Schermäuse. Habe erfolgreiche Bruten von Kohlmeise, Blaumeise, Hausrotschwanz ums Haus. Frösche, Krebse, Molche im dazugehörigen Bach. Hatte selber mal eine Katze mit Jungen ( hab ich selber behalten und die Kätzin hat gleichzeitig verwaiste Junge Igel gesäugt). etc. etc.

    Betreue grosse Niskastenparks, hab alljährlich x Vögel zur Pflege ( nur ausnahmsweise mal eine Katzenopfer, da sind die Jungvögel die aus Unkenntnis mitgenommen wesentlich mehr). Betreue nationales Schutzgebiet mit ( Da gibts ganz andere Probleme als Katzen). Bekam berufsbedingt schon tausende tote Vögel eingeliefert. ( Zahl der Katzenopfer verschwindend klein).

    All das sind Gründe, dass ich auf diese Thematik antworte und es langsam nicht mehr hören kann. Da holen mir wilde Sperber mehr Singvögel im Winter im Garten als meine Katzen jemals erwischen würden.

    Und immer wohlverstanden: Ich negiere keinerlei Katzenprobleme, wenn es wirklich welche sind. Ja, es gibt Orte wo sie nicht hin gehören. Aber generell immer Katzen zu verteufeln, das gabs im Mittelalter schon mal, aber da sollten wir langsam darüber hinweg sein.

    So und nun lasse ich mich gern in der Luft zerreissen als katzenhaltendes Monster.

  5. #14

    Standard

    @ anna-sophia28

    Also ich glaub nicht, dass ich mich in der Anonymität verstecke. Jedermann kann anhand meines Profiles im Net x Seiten finden und sehen wer ich bin und was ich mache.
    Hab halt nur schon seit 40 Jahren mit Wildtieren und allem drum rum beruflich und auch sonst zu tun.

  6. #15

    Standard

    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Trotz allem: Der grösste "Schädling" bleibt der Mensch.
    Stimmt!

    Genau der kann Einfluss nehmen auf
    Lebensraumzerstörung
    Auto
    Biotopmangel
    Umweltvergiftung
    Ausräumung der Landschaft
    usw.

    Nichtsdestotrotz stellt sich mir die Frage, ob man nicht schon da beginnen kann, wo es im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten geht z.B. Biotope für Frösche oder Reptilien im eigenen Garten anlegen oder den Freigang von Katzen zumindest jahreszeitlich zu beschränken.
    Mein Garten war die Heimat von Zauneidechsen und Fröschen, bis sie von den neuen Nachbarkatzen entdeckt und totgespielt wurden....
    Gruß
    Jörg

  7. #16

    Standard

    Natürlich soll man schon im Kleinen beginnen !
    Natürlich können Katzen gerade bei kleinen isolierten Populationen grossen Einfluss haben.
    Natürlich soll man da Katzen fernhalten

    Sie sind aber nicht wie es oftmals fast proklamiert wird, der alleinige Untergangsgrund aller einheimischen Kleintiere.

    Das ist alles was ich sagen wollte.

  8. #17

    Standard

    @ Eric
    Ich nehme mal an der von Dir erwähnte Vogelbrutpark ist von der Fläche her etwas größer anzusehen ist ? und vielleicht auf Hundert Vögel eine Katze kommt hochgerechnet ? Das ist dann kein wirklicher Vergleich zu den dichter besiedelten Gebieten wo vielleicht 3 Katzen auf 3 oder 4 Brutpaare kommen. Amseljunge sind da nachweislich die Verlierer, weil sie bekanntlich die
    ersten Lebenstage auf dem Boden verbringen.

    Natürlich gibt es auch viele andere Gründe warum die Wildvogelbestände immer mehr zurückgehen, aber Katzen sind nun mal einer davon. Und genau da könnte man einen Anfang machen ...
    Ich für meinen Teil verteufele keine Katzen (hatte selber schon welche in Wohnungshaltung), nur die Unvernunft mancher Halter.

    PS. Ist doch toll das Du die Opfer von Deinen Streunerkatzen auch noch sinnvoll verwenden kannst.

  9. #18

    Standard

    Natürlich ist der Niskastenpark etwas grösser. So ca 50 qKm locker verteilt.

    Gerade dichtbesiedelte Flächen sind ja aber auch Flächen, wo keine natürlichen Bedingungen herrschen und daher auch fast nur die Arten vorkommen, die damit kein Problem haben. Also generell in unserer Umwelt die Gewinnerarten. Der Bestand an Katzen ist dort auch bei einem "unnatürlich" hohen Niveau. Der des Menschen auch.
    Trotzdem nimmt der Bestand der Amseln zu und das Verbreitungsareal vergrössert sich.

    Gerade die Amsel war ursprünglich ein scheuer Waldvogel und ist erst im Laufe des 19. Jh in Siedlungen und Parks vorgedrungen, Hat sich also diese Nische neu erschlossen und kommt mit den Umständen offenbar bestens zurecht, selbst wenn es Verluste gibt. Insgesamt eine Art die in den letzten hundert Jahren enorm zugelegt hat. In Deutschland neben Sperling und Buchfink der häufigste Brutvogel mit ca 8 Mio Brutpaaren. Der gesamt Bestand wird ca auf ca 20 Mio Exemplare geschätzt.
    Wenn da alle Brutpaare im Schnitt nur zwei Junge hochbringen sind wir schon auf 30 bis 40 Mio Exemplaren.

    Aus: Hauskatzen und Vogelschutz vom Komitee gegen Vogelmord ( und ich glaub die sind ja nun wirklich keine Freunde von toten Vögeln):

    "Nun stellt sich die Frage, wie groß der Einfluss der Stubentiger auf die Vogelpopulationen ist. Hauptsächlich landen Amseln, Buchfinken, Sperlinge und Stare in den samtenen Pfoten - die häufigsten mitteleuropäischen Arten. Nach Berechnungen des Deutschen Rates für Vogelschutz brüten hierzulande etwa 10 Millionen Paare des Buchfinks, jeweils 8 Millionen Paare des Haussperlings und der Amsel und 2 Millionen Paare des Stars. Allein dieser Bestand macht gemeinsam mit den jährlich erbrüteten Jungvögeln fast 300 Millionen Individuen aus. Das macht die 150 Millionen toten Vögel nicht wieder lebendig, relativiert die Zahl aber etwas.

    Tierbestände werden aber nicht in erster Linie durch die Zahl der Beutegreifer beeinflusst, sondern durch das Angebot an geeigneten Lebensräumen, durch Kontaktkrankheiten und Witterungsbedingungen. Katzen, wie alle anderen Räuber, erbeuten vor allem das, was in großer Zahl verfügbar ist. Trotz zahlreicher Studien konnten Wissenschaftler deswegen auch noch keinen Einfluss der Hauskatzen auf unsere Vogelbestände erkennen."

  10. Katzen
    Hallo

    schau mal hier in der Vogel-Rubrik nach. Dort gibt`s viel nützliches.
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  11. #19

    Standard

    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Natürlich soll man schon im Kleinen beginnen !
    Natürlich können Katzen gerade bei kleinen isolierten Populationen grossen Einfluss haben.
    Natürlich soll man da Katzen fernhalten

    Sie sind aber nicht wie es oftmals fast proklamiert wird, der alleinige Untergangsgrund aller einheimischen Kleintiere.

    Das ist alles was ich sagen wollte.
    So wie du hier schreibst, hättest du im ersten Satz auch schreiben können:
    "Wer denn mag, könnte vielleicht auch mal im Kleinen beginnen."

    Ich verstehe diese Einstellung nicht!

  12. #20

    Standard

    Zitat Zitat von anna-sophia28 Beitrag anzeigen
    Ein nutzloses Getier, dass es so und in solcher Masse in der Natur nicht geben würde, ist ein zusätzliches Problem zu dem ganzen naturfeindlichen Elend. Es ist eben einfacher auf diese Haustiere zu verzichten als auf Nahrung zu verzichten, um das Wachstum der Industrien und die Rodung der (Regen)Wälder zu vermeiden. Was soll das ständig mit den Hunden, wenns nach mir ginge kann ich auf all dieses Getier verzichten. WEnn ich was zum Streicheln brauche, gehe zu meinem Freund.
    Geht es dir wirklich um die Vögel die sterben durch die Katzen? Und wieso zieht du nun die Hunde mit rein. Wenn du keine Hunde oder Katzen magst ist das ja ok, aber viele mögen es halt einen Hund zu haben, oder Katzen. Um was geht es dir denn wirklich ?

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