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Taubenzüchter als Greifvogelmörder??!!!!

Diskutiere Taubenzüchter als Greifvogelmörder??!!!! im Forum Greifvögel und Eulen im Bereich Wildvögel.


  1. #1
    Milvus Milvus
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    Angry Taubenzüchter als Greifvogelmörder??!!!!

    Ich hab einen verdammt dicken Hals!

    Ich hab erstens gelesen, dass die Taubenzüchterfraktion zum Greifvogelmord aufruft und hab erfahren, dass sie damit sogar durchkommen.

    http://www.flugtauben.ch

    Ich hab ne stink Wut und mir wird davon spei übel, wenn man bedenkt wie hart die Tierschützer die Arterhaltung unterstützt und wie viel Mühe sie sich geben. Und dann kommen diese Leute und rufen das 16 JH aus, schiesst die Greifvögel!

    Ich habe nix gegen Tauben, aber ein freier Vogel sollte nicht von Menschen zum Tode verurteilt werden, nur weil er mal ne Zuchttaube erwischt!

    Es geht konkret um Habichte und Wanderfalken die ihre geliebten Zuchtexemplare schlagen.

    Wo kämen wir denn da hin? Müssten wie jeden Fuchs umbingen der mal ein Familienhase geschnappt hat oder jede Katze die den Sittich frisst? So wie wenn ein Hai einen Menschen anfällt und man dann hunderte Haie tötet?

    Wie steht ihr dazu? Heisst ihr Habichtabschüsse gut?
    Hab heut im TV gesehen, dass ne Hauskatze wegen Todschlags von nem Taubenzüchter verklagt wurde?? Wie hohl muss man sein??

  2. #2

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    Hallo,

    leider konnte ich den Bericht auf der Seite der schweizer Taubenzüchter nicht mehr lesen, ist wohl raus genommen, hat ne Menge Wirbel gegeben.
    Ich kann dir aber folgendes bestätigen, ob die Taubenzüchter das nun öffentlich machen oder einfach heimlich, fakt ist das sowohl in Deutschland, Östereich sowie der Schweiz alljährlich einige Habichte in den taubenschlägen oder im angrenzenden Garten erschlagen werden, es wird halt nur nicht bekannt gemacht da ja mittlerweile deftige Strafen zu erwarten sind, also wird es heimlich gemacht und er Vogel begraben= weck und keiner fragt.
    Wenn die jetzt öffentlich dazu aufrufen ist nicht ok , aber das ist eine Veröffentlichung einer Sache die den Falknern und Greifvogelhaltern schon lange bekannt ist.
    Ich bin auch dagegen - keine Frage, aber ich konnte in deiner Beitrag lesen das du schnell parteiisch wirst, diesen Menschen sind Ihre Tauben so lieb wie dir evtl. ein Hamster,Hase usw. und wenn dein Haustier getötet wird findest du das bestimmt auch nicht lustig, ich möchte damit keine Partei ergreifen, wie gesagt finde das töten von Greifen auch nicht sehr toll, aber ich versuche mittlerweile mich bisschen in die Betroffenen zu denken bevor ich los schreie und alles blöd finde was da so gemacht wird.
    Gruß
    Marco

  3. #3

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    hallo,

    @marco
    find deine einstellung klasse! du hast absolut recht mit deinem vergleich... kann die taubenzüchter auch verstehen, denn auch ich hätte wenig lust regelmäßig einer meiner tauben zu verlieren. zumal die die ja auch von kleinauf haben und sicherlich eine tiefe beziehung hegen.

    andererseits bin ich auf jeden fall gegen das abschießen der greife, man müsste ne bessere lösung finden, was wohl quasi unmöglich ist...

    ich habe vor kurzem jemanden kennen gelernt, der sowohl tauben als auch greife züchtet. und auch er erzählte mir von habichten und wanderfalken die immer mal wieder jagd auf seine tauben machen. aber - es ist halt der lauf der natur... gesunde einstellung hatte der mann! bewundernswert...

    schwieriges thema finde ich... und partei ergreifen möchte ich hier auch nicht, wäre glaub ich auch unangebracht...

    liebe grüße,
    sha

  4. #4

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    @ Milvus Milvus,

    jetzt bekomme aber ich auch gleich so einen Hals. Zum Mord an Greifen hat hier garkeine aufgerufen. Ließ es mal lieber richtig. Ich habe selber Kunstflieger und den Schaden den der Habicht und Sperber in diesem Jahr in meinem Bestand angerichtet hat ist immens. Ich habe innerhalb von 10 Tagen inzwischen 3 Tauben bei 4 Angriffen verloren. Insgesamt schon 6 Tauben in diesem Jahr und 4 im letzten Herbst und das bei einem Bestand von 30 Tauben. Das macht einen Verlust von etwa 30 % in noch nicht einmal einem Jahr und das obwohl ich den Flugbetrieb von Ende September - Anfang April ganz einstelle. Mittlweile ist es schon so weit, dass ich die Tauben nicht mal mehr aus dem Schlag rauslassen kann, weil 5 s später der Sperber da ist und meine Tauben aufschreckt und das wenn ich 3 m daneben stehe und zu gucke. Was glaubst Du wie man sich da fühlt, wenn man so ein Tier aufwachsen sieht, regelmäßig trainiert und anschließend nur noch ein Häufchen Federn vorfindet? Zum Mord an einem Greif habe ich aber deshalb noch niemals aufgerufen und die Kollegen aus meinem Verein auch nicht. Du solltest Dir statt gleich los zu schimpfen mal lieber ein Bild von der Situation mache, wie es vielerorts inzwischen ist.
    Hier: http://www.kunstflugtauben.de/Greifvoegel.htm

  5. #5
    Milvus Milvus
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    Ich habe grad vor 4 Tagen meinen Hasen an einen Fuchs verloren! Ich weiss wie es ist also! Aber ich würd eben nun keinen Aufruf dazu machen jetzt den Fuchs oder andere Füchse einzufangen. Und ich habe auch keinen Hass auf den Fuchs, wieso auch? So ist eben die Natur und das solltest du liebe Andrea auch mal verstehen.

    Ich liebe Tiere über alles und da sind Tauben auch inbegriffen, sicher ist es schrecklich ein Tier zu verlieren, aber man sollte nicht einen Sündenbock suchen und ihn quasi jagen.
    Der Falkner hier den ich kenne, hat einmal seine gesamte Zucht durch einen Fuchs verloren 6 junge Wanderfalken, er hat auch nur noch zerupfte Federn gefunden und einen halbtoten Falken den er 5 Jahre geflogen hat, ihn aufgezogen hat und natürlich geliebt hat.

    Er hat mir gesagt er sei sehr niedergeschlagen gewesen, aber als Leiter einer Wildtierausffangstation wird er trotzdem mit viel Liebe, junge Füchse aufpäpeln ohne Groll.

    Andrea es ist die Natur die den Sperber oder den Habicht zu deinen Tauben führt und dem ist es egal ob es deine Tauben sind oder freilebende... Aber der erlaubte Abschuss von Greifvögeln oder das Einfangen (und spätere töten) ist keine Lösung.

    Ihr solltet mich auch nicht vorschnell verurteilen!

    (ps, man sollte auf Taubenarten oder so klicken und dann erscheint ein Button "greifvögel")

  6. #6
    Sagany
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    Nur mal so:
    Wenn es die Taubenzüchter nicht gäbe,dann gäbe es diesen regelrechten Überbestand an Habichten auch nicht!
    Ich kenne Orte, da sitzt der ja ach so scheue Waldvogel ohne Skrupel direkt im Taubenschlag und muss von Menschen erstmal weggescheucht werden!
    Die meisten Habichte haben sich nämlich voll und ganz auf Tauben eingestellt und jagen garnichts anderes mehr!
    sie lauern schon wenn die Tiere zu bestimmten zeiten am Tag rausgelassen werden oder greifen sie gar durch den Volierenzaun....tja und wenn nebenan auf dem acker noch so viele hasen rumrennen ,das interessiert die nicht,denn sie haben ja die tauben...heut zu tage kann man,lebt man auf dem lande,seine tauben so gut wie garnicht mehr fliegen lassen,sondern nur noch eingesperrt,da man sonst inenrhalb von ner woche keine einzige mehr am leben hat!
    achja habe übrigents schon mit eigenen augen erlebt was der tolle habicht so kann:
    von 5 tauben hat er 4 getötet,zerrissen,liegen gelassen und gerade mal eine verzehrt!
    mir soll bloß keiner erzählen habichte wären bedroht oder sowas....
    ok beim wanderfalke verstehe ich es noch voll und ganz,aber der habicht ist wikrlich das allerletzte das ich in schutz nehmen würde....

  7. #7

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    Zitat Zitat von Sagany
    Nur mal so:
    Wenn es die Taubenzüchter nicht gäbe,dann gäbe es diesen regelrechten Überbestand an Habichten auch nicht!
    ........der habicht ist wikrlich das allerletzte das ich in schutz nehmen würde....
    Tja, bei den Graureihern ist die Sache ja ähnlich. Da werden jährlich Tonnen von "schnabelgerechten" Regenbogenforellen aus Zuchtteichen in die Flüsse verfrachtet und sind dort dann aufgrund ihrer Unangepasstheit leichte Beute. Und die Fischer schimpfen über den Überbestand der Reiher der mittlerweile mancherorts auch bisher stabile Bachforellenpopulationen belastet.

    Aber anstatt den Vögeln die Schuld zu geben, sehe ich den Fehler eher beim Menschen, denn würden diese unplanmäßigen "Fütterungsaktionen" eingeschränkt, würde sich auch der Pretatorendruck wieder auf ein natürliches Maß reduzieren.
    Aber sowas dauert halt mehrere Jahre, und dafür scheint der menschliche Egoismus einfach zu groß zu sein....

    lg, Othmar

  8. #8

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    Hallo,

    wir diskutieren hier über ein " zweischneidiges Schwert", es gibt viele Falkner die gerne einen Habicht aushorsten würden, somit wäre der Bestand reduziert und es gäbe nicht so viele " tote Tauben", allerdings haben Tierschützer die letzten Jahre so gegen die Falkner und deren Greifvogelhaltung gewettert das die Behörden immer weniger Aushorstgenmigungen erteilen, somit wird kein Vogel entnommen und die Menge an Habichten nimmt stetig zu, würden diverse Verbände damit aufhören die Falkner ständig anzugreifen wäre das evtl. nicht so und die Probleme wären nicht ganz so groß, bei den Wanderfalken ( auch in Deutschland) fängt das auch gerade an, wir haben wieder eine größere Population wie vor den Pestizidpoblemen in den 70'ziger Jahren, dort wird sich in den nächsten Jahren das gleiche Problem ergeben, aber was glaubt ihr was bei den Vogelschützern los ist wenn eine Behörde einem Falkner eine Aushorstgenehmigung für Wandefalken gibt da diese in einem gewissen Gebiet zu stark zunehmen, das wird eine Hexenjagd.
    Tja bei diesen Themen müßten mal langsam bisschen umgedacht werden auch von unseren Behörden und vorallem von den fanatischen Tierschützern bzw. Vogelschützern die sich bei diesem Schutz profilieren wollen und ganricht genau wissen was sie da schützen oder welche Konsequenzen das hat - siehe Schutz von Elstern und Krähen in den letzten Jahren, jetzt werden wir über die Mengen diesen Tiere nicht mehr herr.
    Falknersheil
    Marco

  9. #9
    Milvus Milvus
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    Das Einzige was ich will, ist, dass man die Natur respektiert! Und das tut ihr wohl nicht, wenn ihr den Schwarzen Peter nur den Habichten und Sperbern in die Schuhe schiebt. Ihr kommt mir vor wie die Bauern bei uns im Süden, die Wölfe und Luchse abknallen weil sie ihr Vie reissen. Wenn man eben nicht besser alles Absichert muss man mit Verlusten rechnen. Mein Hase wurde geholt weil ich den Stall zu wenig gesichtert hatte, die Jungvögel des Falkners wurden auch gerissen weil er die Voliere nicht gesichert hatte und eure Tauben würde vielleicht noch leben wenn ihr die Schläge besser schützen würdet.

    Ich will nur, dass man die Wildtiere nicht für Haustiersterben verantwortlich macht.
    Wir Menschen haben den Tieren den Platz zum Leben genommen und nun weinen wir, wenn sie in ihren ehemaligen Lebensraum zurückkommen und Haustiere reissen??

    Und ich habe noch nie einen freilebenden Habicht gesehen komisch dass es ja Abertausende von ihnen haben soll die Mordlustig auf alles herabschiessen...

    Und wenn ihr schon ne Einfangbewilligung habt liebe Taubenzüchter, dann gebt ihn wenigstens nicht zum Abschuss frei, sondern gebt ihn einem Falkner. Wäre ein Vorschlag oder?

    Es gibt 1400-1600 Paare in der Schweiz....

  10. #10

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    Hallo,

    ich glaube nicht das ich dich falsch verstanden habe, ich versuche nur etwas weiter zu denken. Ich finde das , wie bereits gesagt, selber auch nicht toll das die Tiere evtl. getötet werden sollen, aber ich verscuche dahinter zu schauen.
    Wieso gibt es soviele Habichte?
    Beispiel: In einem bestimmten Gebiet brüten zwei Paare Habichte seit 10 jahren und bekommen jedes Jahr zusammen 8 Jungrtiere, für diese Anzahl Habichte gibt das Gebiet genug Nahrung her, jetzt ziehen dort 4 Taubenzüchter hin die jeweils
    40 - 50 Tauben haben, du wirst sehen die Habichte passen sich rasch an und finden die " leichte Beute", zwei Jahre später brüten in dem gleichen gebiet 5 Paare Habichte und ziehen gesamt 25 Jungtiere auf, wer hat nun die Natur durcheinander gebracht und müßte versuchen dieses wieder in den normal Zustand zu bringen??? Also finde ich es dann besser wenn an solchen Stellen mehr Aushorstgenehmigungen erteilt werden als die Greife zu töten, an der Population kannst du durch fangen der Tiere nichts ändern im nächsten Jahr sind die wieder da, weil das Nahrungsangebot aufgrund der Taubenzüchter zugenommen hat und somit die Population steigt.
    Ziehen nun die Taubenzüchter wieder weck oder halten keine Tauben mehr wirst du sehen das ca. 2 - 3 Jahre später wieder nur 2 Paare Habichte dort Junge großziehen, also ist das kein Problem was die Natur sich selber macht sondern entfernt vom Menschen gemacht wurde, das selbe gilt für Wanderfalke die heute in unseren Großstädten in Hochhäusern brüten und mit den Stadttauben eine gute Nahrung im " Überfluß" haben, also ist die Population in den Städten größer, dadurch mehr Druck auf die Paare und die Reviere sind kleiner, die Tiere haben dort keine oder fast keine natürlichen Feinde, wie willst du die Population regeln?????
    So ich versuche lediglich die Gründe zu erfahren und daran fest zu stellen wer den nu wirklich Schuld oder nicht Schuld ist.
    Falknersheil
    Marco

    PS: ich glaube nicht das jemand in diesem Forum das für Gut heißt die Greife zu töten, aber der ein oder andere läßt sich evtl. nicht sofort zu einer Verurteilung hinreißen und denkt über die Zusammenhänge nach, darum ist keiner gegen deine Meinung.

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Taubenzüchter als Greifvogelmörder??!!!!