1. Tag der Pelletsfütterung

Diskutiere 1. Tag der Pelletsfütterung im Ernährung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Christiane, Aspergillose war der ursprüngliche Verdacht, raus kam ein völlig verkeimter Luftsack, der operativ ausgeräumt wurde. Gabi hat...

  1. #201 mäusemädchen, 9. Dezember 2007
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    Hallo Christiane,

    vielen Dank für die Info. Aber erinnern kann ich mich, daß ein von "Sternchen" erkrankter Ara über einen längeren Zeiraum mit Presslingen ernährt wurde.

    Gruß
    MMchen
     
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  3. #202 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Kalmar, I. D., G. Werquin & G. P. J. Janssens (2007): Nährstoffaufnahme, scheinbare Verdaulichkeit, Exkrementequalität und Herkunft des mit dem Kot ausgeschiedenen Proteins bei Graupapageien bei Angebot einer Sämereienmischung oder eines Extrudates mit niedrigem bzw. hohem Proteingehalt (2. Intern. Symposium zur Ziervogelernährung, Hannover)

    Auszüge:

    "In einem dreifaktoriellem Versuchsansatz (cross-over-design) kamen Pellets mit moderatem (A) oder hohem Proteingehalt (B), bzw. Sämereien (S) zum Einsatz. (...) Während der Versuche blieb die Körpermasse der Tiere nahezu konstant. Bei Angebot der Sämereien nahmen die Tiere weniger Futter und Wasser (19 bzw. 33 g/Tier/Tag) als bei Angebot der Pellets auf (Futter: 29-30 g/Tier/Tag, Wasser: 46-49 g/Tier/Tag). Die sb. VQ (Anmerkung: Verdaulichkeit) der organischen Substanz sowie die des Rohproteins waren bei Angebot proteinreicher Pellets am geringsten. Die sb. VQ des Fettes war bei Angebot aller Futtermittel vergleichbar. (...) Bei Angebot der Futtermittel konnte kein signifikanter Unterschied in der Aufnahme an verdaulicher Energie (...) beobachtet werden. (...) Die endogenen Verluste waren am höchsten bei Einsatz von proteinreichen Pellets (...). Die Gehalte an bakteriellem bzw. pflanzlichem Protein in den Exkrementen waren hingegen unabhängig vom Futter nahezu gleich."

    Ein weiteres Ergebnis dieser Studie ist die Feststellung einer besseren Verdauichkeit verschiedener Verbindungen (NfE-Verbindungen) in pelletiertem Futter im Verhältnis zu Sämereien. Das war jedoch zu erwarten, weil die Bestandteile pelletierter/extrudierter Futtermitel bereits "aufgeschlossen" sind und keiner intensiven "Bearbeitung" durch den endogenen "Verwertungsapparat" (u. a. enzymatische Prozesse) mehr bedarf. Pelletierte/extrudierte Futtermittel "ersparen" dem papageiischen Organismus eigentlich von der Natur vorgesehene Verarbeitungsprozesse.

    Gruß
    MMchen
     
  4. #203 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Hallo Christiane,

    doch laut Empfehlung aber nicht mehr als 1 - 2 Eßlöffel voll pro Tag.

    Gruß
    MMchen
     
  5. #204 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Hier mal der Gegensatz (ein Beispiel von vielen Möglichkeiten):
    morgens - spätnachmittags - für jeweils zwei Blaustirnamazonen.

    Gruß
    MMchen
     

    Anhänge:

  6. #205 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    U. Siesenop, P. Wolf, G. Kirpal & J. Kamphues ("Zur Entwicklung des Hygienestatus von Früchten und "Kochfutter" für Papageien nach dem Futterangebot" / Tagungsband zum 2. Internationalen Symposium zur Ziervogelernährung, Hannover):

    "Ergebnisse: Das angebotene Obst blieb über Stunden in einem mikrobiologisch einwandfreien Zustand. Weintrauben scheinen allerdings relativ schnell hohe Keimzahlen an Hefen zu entwickeln. Kein einziges Mal wurden in nennenswertem Umfang Schimmelpilze nachgewiesen."

    Dies noch zur Begründung einer futtermittelhygienischen Notwendigkeit für den Einsatz von Extrudaten/Pellets.

    Gruß
    MMchen
     
  7. #206 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Bei Fütterung mit pelletiertem/extrudierten Futtermitteln verändern sich Färbung und Konsistenz der Exkremente. Färbung und Konsistenz der Exkremente bieten u. a. Anhaltspunkte (bzw. gelten als Indikatoren) für verschiedene Erkrankungen bei Psittaziden (siehe hierzu in der einschlägigen Fachliteratur / u. a. Pees et al, Kaleta, Gylstorff/Grimm etc.). Bei Fütterung mit Pellets/Extrudaten sind dazu verfügbare Daten (Augenschein/Abgleich) nicht mehr, bzw. nur noch sehr eingeschränkt nutzbar.

    Gruß
    MMchen
     
  8. a.canus

    a.canus Papageienfreak

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    BWB:wo es zwitschert und pfeifft
    @MMchen,
    ich habe mal mit einem Pelletshersteller gesprochen, gerade wegen solcher Obstfütterungsempfehlungen und warum sie so gestaltet sind.

    Die Antwort war, manche meinen mit dieser Fütterung keinerlei Zusätze mehr füttern zu "sollen" um eine Minimale Versorgung auch von Obst zu erhalten sind sie dann dazu übergegangen 2 Eßl. pro Tier am Tag zu empfehlen.

    Er meinte auch man könne den Vögeln sehr viel Obst anbieten im Prinzip also ohne Mengenbeschränkung.

    Deine Bilder vom Obst sind gut, aber das könnte ich genauso einstellen trotz Pelletsfütterung, denn die hält mich nicht ab Obst anzubieten im Gegenteil, meine Obstfütterung hat sich seither erhöht.

    Und dass bei Pelletfütterung die Vergleichsdaten für Untersuchungen noch nicht so ausgereift sind, ist das ein Minuspunkt?
    Manches neue kommt auf den Markt, ist es nur deswegen schlechter als das, wo Studien da sind?


    @Rico wolle, ich habe meine nicht im Kühlschrank und sie sind von Verfalldatum auf jeden Fall länger haltbar als die von D.H.
    Womit ich aber einigen Recht geben muss, manche Anbieter verkaufen Pellets schon recht teuer, der gleiche Sack den ich für ca. 35 Euro bekomme kostet z.B. in einem Onlinesho ohne Versandkosten 65 Euro, da frage ich mich schon wieso soviel dafür gezahlt wird.
     
  9. Langer

    Langer Guest

    Hi

    @ a.canus-------ich habe Deine postings zu anderen Themen sehr gerne gelesen,obwohl ich nicht immer mid denen konform gegangen bin-----------was stört Dich in diesem Thema ??? wer is hier was ???

    Da hast Du stellenweise recht,aber wer nicht in der Lage ist seinen Vogel richtig zu ernähren------------sprich sich vorher um seine Fressgewohnheiten zu informieren sollte sich dann nach anderen Tierarten umschauen die leichter zu halten sind.

    Es wird hier immerwieder von kranken Vögeln mit unschönem Gefieder berichtet.Die, die noch diese "altmodischen" Körnermischungen anbieten(denke da an Cosimo und Tierfreaks Vögel die nun auch nich grad n kranken Eindruck machen)haben gesunde Tiere.
    Warum ist es nicht möglich mid diesen natürlichen Nahrungsmitteln,wo die Palette sehr breit gefächert ist,einen "Teller" zusammenzustellen der dem Vogel gerecht wird ???Es wurden einige Links zu Extrudaten eingestellt.Diese,die noch nicht einmal eine Handvoll sind ---------vom Spektrum her-------------------sollen Amas(mid ihren unterarten),Kakas(dito),Graue(dito) und Aras(dito) entsprechend ernähren ?????
    Ja ist es den nicht möglich sich vorher zu informieren was welcher Vogel frißt,wieviel Fettgehalt benötigt dieser,Frißt er mehr Obst oder brauch dieser sehr viel Fett ??
    Und genau das ist es-----------hier wird im nachinein,mid dieser endgültigen Lösung rein Tisch gemacht.Und das ist mit entsprechenden Körnermischungen und Obst nicht hinzubekommen ???

    In wie fern wird hier noch auf das Tier eingegangen,seinen Fressgewohnheiten-----------Wozu halten wir uns dann Papageien ?,weil wir für diese verantwortung übernommen haben------------oder uns mit ihnen zu schmücken und den Aufwand in der gesammten Pflege so gering als möglich zu halten,und das dann in jeglicher hinsicht----------sei es nur,um die beschaffung eines Buches :~
    Die,die es eigentlich wissen müßten(in Zoofachgeschäften) bieten Nymphis zum Bsp. schöne fette Sonnenblumkerne an---------die fressen sie ja so gerne(Händeübernkopfzusammschlag)

    Ich selber hatte auch solch einen Kandidaten hier sitzen der kein Obst kannte und auch demzufolge nicht fraß-------------deswegen Extrudate,da wo schon alles drinn is ????------Gedult und Spucke,fettgehalt im Fressen runter,Wallnusskerne im Früchtemuß----------und zum ende nur noch Früchtemuß,und dann Obst.Hat alles geklappt-----------man muß sich nur entsprechend bemühen---------eben weil es ein Tier ist für welches wir verantwortung übernommen haben.

    jensen
     
  10. sunnyzabou

    sunnyzabou Stammmitglied

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    hmm.. also langsam kann ich die Leute hier verstehen, die das Gefühl haben, es ginge in diesem Thread nur ums "Recht haben" und nicht um einen Erfahrungsaustausch.

    ...da fragen Leute nach Erfahrungsberichten von anderen Papageienhaltern, die Pellets füttern.
    Die paar, die sich trauen und von ihren persönlichen Erfahrungen berichten, werden regelrecht "niedergebügelt" mit irgendwelchen "Verschwörungstheorien" bzw. „Tatsachenberichten“ über die "Tierarzt-und-Futtermittelherstellermafia", die nachdem sie Hunde und Katzen in den gesundheitlichen Ruin getrieben hat, nun einen Großangriff auf die Papageien gestartet hat:achja:

    Nicht nur dass wir Pelletfütterer naive Opfer der Werbung sind.. NEIN, wir sind auch noch verantwortungs- und gewissenlose Gesellen, die es sich mit der Pflege, der ihnen anvertrauten Papageien – die in unseren Wohnstuben eh nichts zu suchen haben – so leicht machen, wie nur möglich..
    Wir sollten uns wirklich schämen!:nonono:
     
  11. #210 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Hallo Moni,

    wg. Vergleichsdaten = siehe Posting 202.


    Hallo zusammen,

    wird überhaupt verstanden, was die Kernaussagen der in Posting 202 zitierten Studie sind? Zum vielleicht einfacheren Verständnis:

    "Während der Versuche blieb die Körpermasse der Tiere nahezu konstant."
    Unabhängig davon, ob Pellets oder Sämereien gefüttert wurden - es waren während der Studie weder Gewichtszu- noch Gewichtsabnahmen bei den Graupapageien feststellbar. Das Bedeutet im Klartext: Bei Pelletfütterung sind keine kurz- und mittelfristigen Auswirkungen auf die Körpermasse feststellbar.

    "Bei Angebot der Sämereien nahmen die Tiere weniger Futter und Wasser (19 bzw. 33 g/Tier/Tag) als bei Angebot der Pellets auf (Futter: 29 - 30 g/Tier/Tag, Wasser: 46 - 49 g/Tier/Tag)."
    Die geringeren Fettgehalte pelletierten Futters werden in der Gesamtbilanz dadurch "egalisiert", daß eine größere Menge aufgenommen wird.

    "Bei Angebot der Futtermittel konnte kein signifikanter Unterschied in der Aufnahme an verdaulicher Energie (...) beobachtet werden. (...)"
    S. o.

    "Die Gehalte an bakteriellem bzw. pflanzlichem Protein in den Exkrementen waren hingegen unabhängig vom Futter nahezu gleich."
    Fazit: Bei "ad libitum-Verfügbarkeit" von pelletiertem Futter (gleiches gilt für herkömmliche Sämereien) besteht kein Unterschied in der Energiebilanz. Ergo: "Diäteffekte" sind bei beiden Futtermitteln nur durch Reduktion zu erzeugen. Man könnte es auch klarer (und dafür unwissenschaftlicher) formulieren: Die Gabe von pelletiertem/extrudiertem Futter hat (entgegen den Werbeversprechen) für sich genommen keine meßbaren Effekte auf adipöse (verfettete) Vögel.

    Gruß
    MMchen
     
  12. #211 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Wolf, P., U. Siesenop & J. Kamphues (2007): Untersuchungen zum Hygienestatus eingesandter Futtermittel für Ziervögel (2. Intern. Symposium zur Ziervogelernährung, Hannover)

    Auszüge:

    "Ausgewertet wurden 750 Futtermittel für Ziervögel (Einzelsaaten, Sämereienmischungen, extrudierte Alleinfutter, Handaufzuchtfutter, importierte Früchte usw.), die in den letzten sieben Jahren (2000 bis 2006) an das hiesige Institut eingesandt worden waren. Diese Futtermittel wurden einer eingehenden sensorischen Prüfung sowie einer mikrobiologischen Untersuchung unterzogen. (...) Die untersuchten Proben wiesen in der mikrobiologischen Untersuchung (...) überwiegend einen zufriedenstellenden Hygienestatus auf, d. h. höhere Belastungen sind eher selten. Zudem konnte vielfach kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Auftreten klinischer Symptome beim Vogel (z. B. Aspergillose) und der Verabreichung der hier untersuchten Futtermittel hergestellt werden."

    Exakt dieser "kausale Zusammenhang" (Futtermittel/Aspergillose) wird vielfach völlig ungeprüft hergestellt/behauptet und in Folge dazu genutzt, auf die Notwendigkeit einer Verfütterung von pelletiertem/extrudiertem Futter hinzuweisen, obwohl diese Futtermittel nachweislich (siehe auch obige Studie) in dieser Hinsicht keinerlei Vorteile bieten.

    Gruß
    MMchen
     
  13. #212 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Mit Ausnahme positiver Effekte auf das Gefieder, die übrigens auch durch eine natürliche Gabe (entsprechende Obst- und Gemüsesorten) oder aber preisgünstige Supplementierung erreicht werden können, sehe ich keinen Vorteil (jedoch einige nennenswerte Nachteile) in der Verfütterung von Pellets/Extrudaten. Verschiedene essenzielle Aminosäuren (die Auswirkungen auf Mauserverlauf und Gefiederentwicklung haben) können mittels gezielter Fütterung von Leguminosen (und/oder beispielsweise leicht erhältlicher Salatgurken) zugeführt werden. Weiterhin trägt regelmäßiges Baden der Gefiederten zu einem guten Gefiederbild und Gefiederglanz bei. Calzium (Vitamin D 3 / Synthese erfordert UV-Licht) kann beispielsweise durch preisgünstige Präparate (z. B. Vitakalk) substituiert werden. Dazu bedarf es keiner Verwendung extrudierter/pelletierter Futtermittel.

    Den untersten Teil der Speiseröhre bezeichnet man als "Vormagen". Diesem schließt sich der Magen (Ventriculus) an. Er ist in zwei Abschnitte gegliedert: den Drüsenmagen (Ventriculus glandularis) und den Muskelmagen (Ventriculus muscularis). Der Übergang zwischen Drüsen- und Muskelmagen hat nur wenige Drüsen. Bei sich vorwiegend frugivor ernährenden Papageien ist dieses Übergangstück zu einem großen Speicherraum ausgeweitet. Der dickwandige und verhornte Muskelmagen speichert die aufgenommene Nahrung und "unterzieht" sie der sog. proteolytischen Verdauung. Gleichzeitig wird die Nahrung durch Kontraktion und Reibung mechanisch zerkleinert. Letzteres (die mechanische Zerkleinerung) entfällt bei der Fütterung von Pellets/Extrudaten komplett. Welche (Langzeit)Folgen sind bei einer dauerhaften Nichtbeanspruchung muskulärer Vorgänge zu erwarten? Ein zwar etwas hinkendes, aber plastisches Beispiel aus der Menschenwelt: Wie fühlt sich ein Bein, das "nur" ca. 1 Monat eingegipst war, nach Entfernung der Gipsmanschette an? Wie sieht es mit der Funktionstüchtigkeit der Muskulatur aus? Zu diesem Beispiel könnte ich jetzt aus eigener Erfahrung berichten.

    Die Konsistenz pelletierter/extrudierter Futtermittel entspricht, von ihrer schnellen "Auflösungsfähigkeit" abgesehen, granivoren Komponenten (Sämereien), d. h. sie ist "fest". Frugivore Futterkomponenten (Früchte etc.) verfügen jedoch ganz überwiegend über eine eher "weiche" Konsistenz. Vorwiegend frugivoren Arten wird bei hochanteiliger Fütterung mit Pellets/Extrudaten somit eine Futtermittelkonsistenz aufgezwungen, die nicht derjenigen ihrer im Freileben präferierten entspricht. Ironie an -: Hier böte sich eine weitere Marktchance der Fertigfutterindustrie an: die Herstellung von "Soft-Pellets" für frugivore Arten. - Ironie aus.

    Was auffällt:
    Das 37seitige "Handbook for a Healthier Bird" (Herausgeber: Harrissons´s Bird Foods) beinhaltet zwar eine Fülle an Eigenwerbung, jedoch nicht einen einzigen Hinweis/Verweis auf Ernährungsstudien mit/an Psittaziden in Bezug auf pelletiertes/extrudiertes Futter.

    Gruß
    MMchen
     
  14. #213 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Vorschlag Nr. 1:
    Benutzt mal die Suchmaschine (google) und sucht nach folgender Begriffskombination: "Long term studies extrudate parrots". Ihr könnt auch die zeitliche Eingrenzung "long term" weglassen. Und? Fündig geworden? Ich nicht. Skeptisch geworden? Ich nicht.

    Vorschlag Nr. 2:
    Ruft einfach mal bei der Tierärztlichen Hochschule der Universität Hannover oder bei der Uni Gießen oder beim Institut für Geflügelkrankheiten der Uni Berlin an und fragt nach Studien zu Effekten der Verfütterung von pelletiertem/extrudiertem Futter.

    Gruß
    MMchen
     
  15. #214 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
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    Bericht einer Halterin (Cora) aus einem anderen Forum (Link darf ja leider nicht eingestellt werden):

    "Ich selbst habe vor ca. 2 Jahren angefangen Pellets zu füttern und zwar unseren beiden Goldbugpapageien, 1 Zwergara und einem Teil der Graupapageien. Die Umstellung erfolgte langsam.

    Folgendes ist passiert:

    Zwei Graupapageien sind abgemagert, das Gefieder war nicht mehr so schön wie vorher.
    (Ich hatte die richtigen Pellets, die für Graue geeignet sind) Bei einem Grauen wurde das Federkleid schöner.

    Die Goldbugpapageien haben begonnen, obwohl paarweise gehalten, ihr Federkleid zu benagen. (Genügend Luftfeuchtigkeit war auch da)

    Beim Zwergara war alles wie immer.

    Vor ca. einem 3/4 Jahr habe ich, ohne vorher etwas von der Drüsenmagendilatation oder angeblicher Schädlichkeit von Pellets, gehört zu haben, die Nahrung wieder auf Körner umgestellt.

    Resultat:

    Alle Federn sind wieder in Ordnung und es hat Nachwuchs bei den Graupapageien gegeben, der jetzt 19 Wochen alt ist und es liegen schon wieder 2 Babys im Nistkasten, die heute 19 und 16 Tage alt sind. Also, das ist doch ein Zeichen dafür, daß ich mit meiner Ernährung bei den Geiern nicht falsch liege, oder?"

    Repräsentativ? Ich weiß es nicht.

    Gruß
    MMchen
     
  16. carpsite

    carpsite Alex

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    Hallo MMchen,

    Warum rückst du erst jezt damit raus:?:?:?

    Woher hast du diese Infos?

    Dein leztes Posting,ist es deine Überzeugung?


    Wie erklährst du die Erfolge von den Extrudaten?

    Wie erklährst du die verbesserten Blutwerte?

    Wie erklährst du die Häufichkeit der an Pilz erkrankten Papagein die mit Körnern gefüttert werden.

    Wie krigt man alle wichtigen Bestandteile in den Vogel rein?(Selektion)

    Wie erklährst du,dass meine Vögel,trozt Gabe von Gemüse,obst und Quellfutter(Hygiene wurde eingehalten und die mischung von R...os in 1kg Packung extra für Aras) Erheblichen Vitaminmangel hatten und ein Pilz.
    Zu dem wurde eine Leberveränderung festgestellt?

    Zu dem sagt z.B.:harisson dass die Körner ihre struktur behalten und genauso
    in dem Muskelmagen verarbeitet wird ,wie auch ein unbehandelter Korn.
    Gabe von Gritt darf nicht unterbrochen werden(Ich stelle Taubenbrott+Gruene Meniralerde zur verfügung(Organveränderung findet nicht staat,da der Verdaungsprozess bleibt wie bei den Körnern!)

    Kannst du die Aussage wiederlegen?

    Ist es richtig dass,die Extrudatenfütterung in jedem fall abzulehnen ist?(trozt anfällichkeiten des Vogels)

    Ist es besser die Vitaminpräparatte so wie Zusatzstoffe selber beizumischen?

    Warum schreibt der Kühne,das er seine Jung und an Vitaminmangel leidenden Vögel mit Extrudaten füttert(Wobei er ausschlißliche Fütterung ablehnt)?

    Nehme ich richtig an,dass,mit einer Fütterung von Fertigmischungen und
    beigabe von Obst es alles getan ist?Wenn nein,warum beschreibt die Fachleteratur es nicht?Wenn ja ,woher kommen die ganzen erkrankten Vögel?

    Ich bitte dich auf meine Fragen einzugehen und Frage für Frage zu beantworten.
    @anderen Kontra Extrudat

    Ich werde auf keine unsachlichen Fragen reagieren.

    Gruß Alex
     
  17. tamborie

    tamborie Guest

    80-85% der Fragen wurden beantwortet, auch in Links.
    Brauchst Du jemanden zum Vorkauen?
     
  18. Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe gerade in Anlehnung an dieses Thema hier eine anonyme Umfrage zum Thema Pellets conta Körnerfutter gestartet.

    Vielleicht bekommen wir so einen besseren Überblick über die Erfahrungen und Meinungen zu dieser Thematik :zwinker:.

    Wäre echt klasse, wenn Ihr Euch alle an der Umfrage beteiligen würdet :).
    Mehrfachnennungen sind dort im Zweifelsfall auch möglich.

    Also auf Leute, ich zähl auf Euch :D.
     
  19. #218 mäusemädchen, 10. Dezember 2007
    mäusemädchen

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    Sagt Dir der Begriff "Recherche" etwas?

    Jede Informationsquelle ist angegeben. Ausnahme: Link zu einem Forum. Grund: Verlinkung zu anderen Foren ist hier nicht gestattet.

    Es ist (wie nachlesbar) der Bericht einer Halterin.

    Gar nicht - ohne vorher zu wissen, um welche konkreten Werte es sich handelt und welches Supplement (das durchaus in pelletiertem/extrudiertem Futter enthalten sein, jedoch auch anderweitig zugeführt werden kann) evtl. zu einer Verbesserung der Werte (welcher?) beigetragen haben könnte.

    Zu Belastung von Körnerfutter im Verhältnis zu Extrudaten habe ich bereits mehrfach entsprechende Studien zitiert, die keine signifikanten Unterschiede konstatierten. Man macht es sich auch etwas zu einfach, wenn man beispielsweise Aspergillen als ein reines "Futtermittelproblem" ansieht.

    Zunächst setzt dies eine profunde Kenntnis der jeweils arteigenen (Ernährungs)Bedürfnisse voraus. Dazu habe ich schon geschrieben. Ebenso wesentlich ist es, alle unwichtigen (oder schädlichen) "Bestandteile" nicht in den Vogel "rein"zulassen. Dahingehend: Selektion. Des weiteren: Substitution (Ergänzung/Zugabe) verschiedener Substanzen (von denen ich einige ebenfalls bereits benannt habe).

    Wenn Futterhygiene und Fütterungspraxis (wie von Dir geschildert) stimmig waren, so können die Vögel beispielsweise bereits bevor sie in Deinen Besitz kamen, einen Aspergillenbefall gehabt haben, ohne klinisch auffällig gewesen zu sein. Das ist keine Seltenheit. Aspergillus flavus (einer der häufigsten Aspergillen) ist zudem (wie schon erwähnt) nicht zwangsläufig an Futtermittel gebunden. Auch Lebererkrankungen können unterschiedliche Ursachen haben und sind nicht zwangsläufig auf Aflatoxine zurückzuführen.

    Schneide einfach einen Pressling auf und schau Dir den Querschnitt an. Zermahlene Körner behalten nicht ihre Struktur. Das ist Unsinn.

    Nein - das ist nicht richtig. Eine Extrudatenfütterung kann z. B. bei Vorliegen von klinisch manifesten Verdauungsproblemen (Drüsenmagen, Muskelmagen) hilfreich sein.

    Ggf. und je nach Fütterungspraxis und Konstitution des Vogels: Ja. So ist eine individuelle Substitution je nach Art und Situation (z. B. Mauser, Brut, Aufzucht) zu gewährleisten.

    Du wirst verstehen, daß ich nicht stellvertretend für Künne antworten kann (und dies auch nicht möchte).

    Nein. Zu einer optimierten Haltung gehört nicht nur die Fütterung. Die Haltungspraxis hat allerdings auch Auswirkungen auf die "Futterverwertung".

    Aus vielen Wohnstuben, in denen ihnen Abläufe aufgezwungen werden, die wenig mit der Befriedigung arteigener Bedürfnisse gemein haben. Die Fütterung (bzw. Fehlfütterung) ist ein Faktor von vielen.

    Gruß
    MMchen
     
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  21. #219 mäusemädchen, 11. Dezember 2007
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    Gästebucheintrag:

    "ich lebe in den USA. habe aber von vielen papageienbesitzern in Deutschland viel gutes gehoert. als ich mir nun die produkte ansah, war ich entsetzt die Kaytee produkte hier zu finden. nicht nur sind sie voller chemikalien, die fuer voegel schaedlich sind (ethoxyquin, kuenstliche farb-und geschmacksstoffe, BHT, BHA und einiges mehr). sondern Kaytee betreibt hier riesige zuchtanstalten , um den markt mit papageienbabies zu ueberfluten und somit ihren futterverkauf sicher zu stellen. (...)"

    Gruß
    MMchen
     
  22. #220 mäusemädchen, 11. Dezember 2007
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    Beitrag (Gudrun Maybaum) aus einem anderen Forum (Verlinkung ist hier nicht erlaubt):

    "Halli, hallo ein bischen Senf dazu aus den USA,
    (...)
    Ueberwiegend Pelletsessende Voegel, findet man gerade hier heraus, bekommen Nieren- und Leberschaeden und man hat von einigen Todesfaellen gehoert. Es ist zu hart fuer die Organe. (...)"

    Ein weiterer Beitrag der gleichen Userin:

    "also ich bin weder fuer noch gegen Pellets oder Koerner. Ich fuettere beides, plus viel Genuese und Obst.
    Aber hier eine kleine Story:
    Mein Gruenfluegelara Janis war ein Jahr alt und hatte ihr leben lang ueberwiegend Pellets gegessen. Eines schoenen Tages sah sie nocht so gut aus. Sie wirkte muede und ihre Augen waren nicht sehr lebhaft. Ich brachte sie zum Tierarzt. Nach stundenlangen Stuhl-und Blutuntersuchungen konnte die Aerztin, die uebrigens nur Papageien behandelt und keine anderen Tiere, nur sagen, dass saemtliche Werte total aus der reihe waren.Sie sagte, dass kaeme oft vor wenn Voegel hauptsaechlich Pellets essen. Es ist sehr hart fuer ihr System und kann zu Nierenversagen fuehren. (...)"

    Gruß
    MMchen
     
Thema: 1. Tag der Pelletsfütterung
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