Äste von draußen gefährlich?

Diskutiere Äste von draußen gefährlich? im Forum Vogelgrippe / Geflügelpest im Bereich Allgemeine Foren - Hallo, wir haben Heute für unseren Vögel Korkenzieher Äste geholt, alle mit warm Wasser gründlich sauber gemacht, geschrubbt, eigentlich wie...
Eibensamen kannst Du geben wenn der Kern sorgfältig entfernt wurde
Meine Einstellung zur Astschrubberei sollte ja bekannt sein und ich kau das nicht nochmal durch.
Aber zu obigem hab ich letztens was sehr interessantes gelesen in einem Artikel der hier gepostet wurde (find ich nur grade nicht mehr) zu den Futtergewohnheiten der frei lebenden Amazonen in Stuttgart. Dort sind Eiben als Futterpflanzen inkl Samen und Grün als sehr beliebt gelistet. Das hat mich sehr gewundert!

Auf einen Versuch würde ich es nicht ankommen lassen wollen, da die Samen für Tauben z.b tödlich sind. Aber ich denke immer, dass die Giftstofftoleranz bei vielen Papageien sehr hoch sein muss durch Ernährung mit unreifen Früchten, Kernen,Knospen und Rinden.
Allein der in Australien allgegenwärtige Eukalyptus ist giftig wie sau und produziert so heftige ätherische Ausdünstungen, dass man das als Nebel über den Eukalyptuswäldern sehen kann (so kommen z.b die blue mountains zu ihrem Namen)
 
ErWi,
wow wo bekommst Du den Nelkenwurz her?
Ich denke die Vögel müssen von Anfang an an bestimmte Kräuter gewöhnt werden.
Meine rühren nichts an was sie nicht kennen.
 
Amazonen in Stuttgart
genau auf die Erfassung der Nahrungspflanzen genau dieser habe ich mich oben bezogen bei dem Eibenbeispiel :).
Mispelsamen gehören auch zu den Nahrungsbestandteilen der in Deutschland wild lebenden Papageien (also auch der Halsbandsittiche).
die Giftstofftoleranz bei vielen Papageien sehr hoch sein muss durch Ernährung mit unreifen Früchten, Kernen, Knospen und Rinden.
Unreife Früchte und Samen sind teilweise sogar in freier Wildbahn die bevorzugte Nahrung, da dort wenig Konkurrenz durch andere Frucht/Samenesser besteht.
Da kann ich ein Beispiel von meinen Grünzügelpapageien geben:
Ich hatte ihnen testweise, ob sie es mögen, im Frühjahr/Frühsommer Äste mit unreifen Mirabellen gegeben.
Als ich dann am nächsten Tag die verbrauchten Äste entfernen wollte, konnte ich feststellen, dass sie die Kerne alle geknackt und gefuttert hatten. Brachte ich neue, kamen sie sofort angedacktelt mit klarer Gourmetfreude im Ausdruck beim Futtern (Mhrhr, Mhrhrhe,..)
 
Zuletzt bearbeitet:
wow wo bekommst Du den Nelkenwurz her?
Ich denke die Vögel müssen von Anfang an an bestimmte Kräuter gewöhnt werden.
Meine rühren nichts an was sie nicht kennen.
Naja, meine rühren auch nicht so leicht neues an :), sind halt vorsichtig.

Nelkenwurz (Geum urbanum) wächst doch auf "jeder" Wiese quasi als "Unkraut".
Und da ich in unserem Garten jedem beliebigen Kraut sein Dasein gönne, wenn es möchte, wächst es eben dort an allen Ecken, in Mauerritzen, in der Wiese,... und eben auch in meiner Voliere, die ja genaugenommen nichts anderes is,t als ein kleiner eingehegter Bereich des Gartens.
Dazu kommt, dass Laufsittiche sehr neugierige Vögel sind und mir glauben. Wenn sie von mir was angeboten bekommen, testen sie es also auf jeden Fall mal ;). Wenn ich in der Voliere stehe und selbst was futtere sitzt Struvvel kurz darauf auf meiner Hand, streckt eine Fuß weit nach vorne in die Luft, um mir zu sagen er will auch :).

Anders verhält es sich mit den Nymphen - du hast ja Nymphen und Wellis, richtig? -
Die Nymphen lassen sich von mir nicht direkt inspirieren, Wellis schon, einige.
Aber dafür rennen sie halt beide gerne über den Boden und testen was dort so wächst.
Primeln haben bei mir deswegen kaum eine Chance lange Blüten zu tragen. Sie sind schon bald gefuttert.

Dazu kommt, dass sie alle in einer Voliere voneinander lernen.
So kriegen meine Weißbauchpapageien täglich Gemüse, wie Paprika, Peperoni, Kohlrabi so als Beispiel.
Das macht die Wellis immer neugierig und sie versuchen sich immer an der Gemüseschale mitzusetzen, wenn die 5 Weißbäuche hinfliegen. Geht nat. nicht, weil die Giftpilze das nicht zulassen. Sobald sie aber satt und weg sind, sitzen dann die Wellis da und testen alles, was die Weißbäuche auch gefuttert haben. Ergebnis ist allerdings wie zu erwarten: Wellis sind spezialisierte Gras und Kräuteresser, sie stellen also immer wieder fest: Nähhh, baaa, det kann man nit essen. Dafür mögen sie bevorzugt frisch sprießende Gräser und unreife Kräutersamen wie Beifuß und Eisenkraut. Gras würden wiederum die Weißbäuche mir um die Ohren hauen :).
Die Nymphen mögen bei mir bevorzugt Wurzeln von Gräsern usw. ausbuddeln und futtern aber auch Blätter und Blüten z.B. der Narzissen.

Wenn du Nelkenwurz brauchst lauf über ne Wiesenbrache und sammle dir die angehakten Samen ein ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du mehr Tipps für Wellis und Nymphen brauchst: Samenstände der Zitronemelisse sind auch der absolute Hit und als Strauch präsentiert machts auch die Wellis und Nymphen neugierig dran zu probieren.
 
Mußt Du auch nicht :) mich würde es interessieren....ja oder nein?
Ein großes Nein.
Bei mir gibt es drei Regeln für Naturfutter.

-Keine Pilze. Weder Baumpilze und sichtbaren Schimmel oder Blattkrankheiten wie Mehltau etc
-Kein grober Dreck oder übermäßig viel Erde oder Waldboden / Erde dran
-Kein Vogelkot oder Federn dürfen dran sein und nicht aus unmittelbarer Nähe von Nistkästen oder Nestern

Nadelhölzer gebe ich auch gern, ist sehr beliebt bei den Aras und Kakadus. Die Kakadus reiben sich mit dem Harz von Kiefern regelrecht genüsslich ein und kleiden ihren Niststamm mit den Nadeln aus :)
 
Okay, das kann ich mir vorstellen, das passt auch zum Habitus und Laufsittiche gehen ja sehr gern an Totholz und Insekten.
Interessant, danke :zustimm:
 
... und Insekten:
Sie lutschen gerne die Plattlausansammlungen von den frischen Pfeifenstrauchtrieben - dass machen auch die Weißbäuche.
Am Teichlein angeln die Laufsittiche (Springsittich-Phänotyp) Wasserschnecken wie Spitzschlammschnecken und futtern diese :)
Evtl auch interessant für manchen als leichte Ergänzung:
Die Weißbäuche essen gerne die Knallerbsen des Knallerbsenstrauches (Symphoricarpos albus), das Fleisch schmeißen sie allerdings weg. Es geht ihnen um die Kerne darin.

Ach, was ich noch vergessen habe:
Die Springsittiche suchen sich in der Buchsbaumhecke die eigerollten Blätter und puhlen sich die Maden des Buchsbaumwicklers zu mampfen raus.
 
... und Insekten:
Sie lutschen gerne die Plattlausansammlungen von den frischen Pfeifenstrauchtrieben - dass machen auch die Weißbäuche.
Am Teichlein angeln die Laufsittiche (Springsittich-Phänotyp) Wasserschnecken wie Spitzschlammschnecken und futtern diese :)
Evtl auch interessant für manchen als leichte Ergänzung:
Die Weißbäuche essen gerne die Knallerbsen des Knallerbsenstrauches (Symphoricarpos albus), das Fleisch schmeißen sie allerdings weg. Es geht ihnen um die Kerne darin.
Dabei würden Nymphen und Welli verhungern. Alles was ssich bewgt ist gefährlich.
 
Ein großes Nein.
Bei mir gibt es drei Regeln für Naturfutter.

-Keine Pilze. Weder Baumpilze und sichtbaren Schimmel oder Blattkrankheiten wie Mehltau etc
-Kein grober Dreck oder übermäßig viel Erde oder Waldboden / Erde dran
-Kein Vogelkot oder Federn dürfen dran sein und nicht aus unmittelbarer Nähe von Nistkästen oder Nestern
OK dankeschön!
 
Dachte zur Auflockerung des Austausches meine Texte mal mit Bildchen illustrieren zu können ;)

Ein Welli schaut was von der Fichte für ihn verwendbar sein könnte.
fichtenwelli.png

Zwischenzeitlich verlässt ein Springsittich seine Fichtengourmetküche woandershin, ein Schnitzel wäre ganz nett ;):
springerfichtenabflug.png

Herr Welli hat inzwischen festgestellt, dass die Fichte ihm nicht soviel nutzbares bieten kann und sich aufgemacht in seine Vertraute Küche:
welligraskraut.png

Ordentlich sattgefuttert an seiner Basisküche besucht er dann noch schnell den Beifuß für einen schmackhaften Nachtisch:
beifußwelli.png

Satt und zufrieden mit dem N-Gänge-Menü macht er dann letztlich den Abflug zu einem Plausch mit seine Kumpeln ;) :
beifußabflug.png
 
So der Baum steht schon und Voliere ist auch fertig, alles komplett neu gemacht.
Die Wellis trauen sich noch nicht. :)
Kanarie und Zebrafinken sind immer die ersten.
 

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So der Baum steht schon und Voliere ist auch fertig, alles komplett neu gemacht.
Die Wellis trauen sich noch nicht. :)
Kanarie und Zebrafinken sind immer die ersten.
Wer kann zu dem Baum auch schon Nein sagen?! Kanarienvögel sind extrem neugierig. :))
 
Thema: Äste von draußen gefährlich?

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