Äste von Quitten und Weide

Diskutiere Äste von Quitten und Weide im Forum Amazonen im Bereich Papageien - Ich habe Äste geschenkt bekommen. Von Weide und Quitte. Kann ich die meinen Amazonen Jacko und Jacky geben?
Cody74863

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Ich habe Äste geschenkt bekommen. Von Weide und Quitte. Kann ich die meinen Amazonen Jacko und Jacky geben?
 

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Hallo,

wenn die Äste nicht mit Spritzmitteln behandelt sind, die Bäume fern der Straße stehen. kannst Du die Äste den beiden anbieten, allerdings bezüglich der Vogelgrippe die Äste sorgfältig reinigen.
 
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Vor allem gut trocknen.
Wenn sie nicht zu groß sind ist die beste Methode bei 80-100° im Backofen für 20 Min.
 
Am besten kratzt man die Rinde noch ab und legt die Äste ein paar Tage in Sagrotan ein :roll:
Hab letztens gelesen, dass die sicherste Art von Beschäftigung aus der Natur die ist, die man erst garnicht gibt.

Wenn man frische Äste kärchert, backt, desinfiziert etc braucht man sie erst garnicht anbieten. Dann mache ich ein hervorragendes Nahrungs- und Beschäftigungsmittel absolut kaputt.

Wenn keine Kacke dran hängt gib sie einfach den Vögeln.
Grundsätzlich gehen alle Obstbäume und Weide sowieso immer.
 
Gott sei dank hab ich das noch gelesen.
Ich dachte schon, dass ich jetzt in meiner Voliere die dort wachsenden Bäume und Sträucher jetzt alle in den Backofen stecken muss. Puhhh glück gehabt ;)
Ich habe Äste geschenkt bekommen.

Einfacher ist es evtl. als auf geschenkte Äste zu warten, selbst welche Pflücken zu gehen. Wenn dann noch was Grünzeugs dran ist und sie spannender aussehen haben die Amazonen häufiger Spaß beim zerschreddern.
 
Ich kann es akzeptieren, wenn Halter vorsichtig sind, oder andere eben anders damit umgehen können. Für beide Herangehensweisen gibt es gute Argumente.
Wenn man eine Anfrage an das Friedrich-Loeffler-Institut zum Umgang mit Ästen und Früchten aus der Natur stellt, erhält man auch eine Antwort.
Jeder Vogelhalter muss seinen Weg finden.
 
Dieses Thema geistert schon seit Jahren wie ein roter Faden durch das Forum. Auch im Hinblick auf Ungeziefer, welches eingeschleppt werden kann. Jeder sollte seine Entscheidung so treffen, dass er guten Gewissens seine Vögel mit Zweigen und Ästen von draußen verwöhnt. Jedoch zu unbefangen sollte man wohl nicht sein. Ich finde es jedoch unangemessen, vorsichtige Vogelhalter zur Lachnummer zu machen.
Nachdem ich gelesen hatte, dass die rote Milbe auch hinter der Baumrinde sitzen kann, bin ich auch sehr vorsichtig und ängstlich geworden.
Ich habe vor einigen Tagen auch frisch geschnittene Haseläste in meine Käfige getan, die Tiere waren begeistert.
Bekanntlicherweise sind auch gekaufte Äste und Stangen nicht 100-prozentig sicher.
Man ist nie zu 100 % auf der sicheren Seite.
 
Dankeschön,

Ich lebe ohne Auto in der Grossstadt. Bin schon älter, da komme ich nicht viel raus. Ich liebe meine Vögel und war mir bei Quitte jetzt einfach unsicher und dann ist es besser man fragt. Ich habe jemanden mit einem grossen Garten kennen gelernt. Sie kennt sich gut mit Vögeln aus und weiss was sie dürfen. Aber die Verantwortung trage ich. Wir bekommen gegen eine Spende fertig geschnittene Äste. Meine Amazonen mögen das scheinbar aber nicht mehr. Das kostet etwas Arbeit. Aber ich kann Spielzeug draus basteln und es ist gut für ihre Füsse. Meine Amas stehen auf Nudeln von Barilla. Die werden weg geknabbert.
 
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Oiii, empfindlich.
Also als personenbezogene Lachnummer war das nicht gedacht, sondern ein etwas spaßig formulierter Hinweis auf die oft drastisch überzogene "Badezimmerhygiene", die auf solche Äste angewendet werden soll, wie eben sie 20 Min. im Backofen kochen. Dann hat mich der etwas lustig ironische Ton mit dem Sagrotan dazu getriggert es etwas fortzuführen.

Wenn das als auf eine Person gemünzte Lachnummer rübergekommen ist, dann Entschuldige ich mich, war so definitiv nicht gemeint aber tatsächlich als amüsante Bemerkung wie übertrieben der Umgang mit z.B. Ästen aus der Natur für Heimvögel oft ist. Und natürlich ist es unbenommen, dass jeder den Umgang mit seinen Tieren selbst verantworten muss.

Mein Ansprechen des in Volieren wachsenden Grünzeugs war eher gedacht als spaßige Relativierung einer Übertriebenen Furcht vor Keimen.
Und es ist nun mal wirklich so, dass wenn man die Äste übertrieben reinigt/keimfrei macht wie z.B. durch Kochen oder Backen, dann bleibt von dem Nutzen den man sich durch diese Zweige verspricht nicht mehr viel übrig:
Geschmack, Nährstoffe und Struktur, die werden für den Papagei zerstört womit er sowohl als Spielzeug wie als Nahrungsergänzung einen Großteil des Nutzens wohl verliert.

Allerdings eine ganz drastische Sterilisierungshandhabung von Ästen, wie die Oberfläche komplett schwarz verbrennen kann die Beliebtheit unerwartet deutlich steigern ;)
So habe ich z.B. einen verkohlten Ast in der Voliere platziert, welcher von allen ab und an beknabbert wird, die größte Beliebtheit fand er aber bei meinem Grünzügelpapageienpaar: Sie beknabbern es und feiern dann wahre Orgien des Oberflächensurfens darauf womit sie sich ausgiebig ihr Hals und Kopfgefieder schwärzen als würden sie gerne die schwarze Kappe über den ganzen Kopf bis zur Brust runterziehen. Die Aktionen wirken regelrecht wie ein Gewollte Schminkaktion :))
 
So habe ich z.B. einen verkohlten Ast in der Voliere platziert, welcher von allen ab und an beknabbert wird, die größte Beliebtheit fand er aber bei meinem Grünzügelpapageienpaar: Sie beknabbern es und feiern dann wahre Orgien des Oberflächensurfens darauf womit sie sich ausgiebig ihr Hals und Kopfgefieder schwärzen als würden sie gerne die schwarze Kappe über den ganzen Kopf bis zur Brust runterziehen.
Hallo Erwin,

im Ernst? Du hast nicht zufällig Fotos davon?

Im Grunde hast Du recht, nur, auch dies hatten wir schon des öfteren hier im Forum, sollte man zwischen reiner Wohnungshaltung und der Haltung nur in Außenvolieren unterscheiden. Wenn einmal eine Armee Ungeziefer durch frische Äste & Co. in der Bude hatte, der wird auf Dauer garantiert vorsichtiger sein. Eine Userin @Astrid Timm hatte sich mal ins Haus die rote Vogelmilbe eingeschleppt und mußte ALLES auf links drehen...weniger prickelnd (ich finde leider den Thread nicht mehr).
Ich selbst kann auch ein Lied davon singen, alles was deshalb ins Vogelzimmer kommt, wird abgewaschen, nur in die Außenvoli kommt das Grünzeug nach einmal durch schütteln direkt vom Baum hinein. Darüber darf gerne geschmunzelt und gelacht werden, das prallt völlig an mir ab. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein voller Ernst Corinna :), auch wenn es schwer war, beim Zuschauen ernst zu bleiben.
Foto habe ich leider keines davon.

Zu der Handhabung "abwaschen" mit klarem Wasser:
Das würde ich auch machen, wenn ich sie ins Haus hole. Würd ich jetzt auch nicht als übertriebene Handhabung werten. Es zerstört aber auch nicht den Ast und seine Frische.
 
Hoffentlich muss keiner durchmachen was ich 2023 mitgemacht habe.
 
Hoffentlich muss keiner durchmachen was ich 2023 mitgemacht habe.
So ähnlich denke ich auch oft.
Ich, als Frau Saubermann verschrien, pingelig und über besorgt, hatte die rote hier zu Besuch, als ich Küken im Nest hatte. Ich bin irre geworden, naja, fast.
Nur, wer sie einmal bei sich hatte, noch dazu in der Wohnung und noch dazu im Nest, der ist sehr vorsichtig mit dem, was er unbekümmert schreibt.
Es ist die Hölle. Mehr sage ich jetzt nicht mehr dazu. Aber seit her ist nichts mehr, wie es war. Nur eins, sie saßen überall nachher. Wo ich sie nie vermutet hätte. Ich konnte keine Chemie anwenden wegen der Küken.
Habe geputzt und ausgetauscht, gemacht getan, kaum geschlafen, hoffe aber, dass es Schnee von gestern bleibt. Sie saßen sogar in den Knoten von den Kabelbindern,, die ich zum festmachen einiger Sachen benutzt hatte. Ich habe jetzt noch Brechreiz, wenn ich an diese Zeit zurückdenken.
Ich muss noch erwähnen, dass ich keine Zweige oder Äste von draußen hatte. Weiß der Geier, woher sie kamen.
 
Mal zurück zum Kernthema, was erweitert ja die Frage danach stellt, von welchen Baum- und Straucharten Äste/Zweige an die Amazonen zur Bereicherung gegeben werden können.

Ein sehr einfaches und auf absolut sicherer Seite bleibendes Kriterium wäre:
Von allen klassisch von Menschen regelmäßig gegessenen und kultivierten Obstbäume und Obststräuchern.

Man sollte aber auch nicht vergessen, dass Papageien in freier Wildbahn eigentlich eher bevorzugt das essen, was wir nicht essen würden, nämlich die absolut unreifen Stadien der Früchte, die ihnen niemand anders streitig macht.

(Mit der nötigen Selbstverantwortung zu lesen ...)
Als Beispiel:
Von Frühjahr bis Herbst schneide ich regelmäßig Zweige und Äste von einer Mirabelle ab und platziere sie irgendwo in der Voliere als Anreicherung des was dort sonst schon sowieso drin wächst.
Im Frühjahr essen die Weißbäuche davon gerne die Blüten;
Im Spätfrühling/Frühsommer hängen diese Zweige dick voll mit komplett unreifen Mirabellen. Mein Paar Grünzügel (Kiki+Nut) futtert dann wirklich gerne genau diese unreifen Mirabellen aber was mich wirklich überrascht hatte, dass sie fast noch lieber als das Fruchtfleisch jeden Mirabellenkern sauber herausarbeiten, knacken und auffuttern und letzteres wirklich mit unbremsbarer Begeisterung.
Im Sommer dann sind die Mirabellen an den Ästen reif. Diese werden auch sehr gerne "gefuttert" aber eben nicht eigentlich das Fruchtfleisch sondern nur der Saft, der ausgequetscht wird und das Fleisch klar weggeschmissen. Die Kerne der reifen Mirabellen werden übrigens nicht von den beiden gegessen, die werden weggeschmissen wie das reife Fruchtfleisch.
Normalerweise würden man als Mensch sich sagen: Die unreifen Kerne sind absolut nicht geeignet. Nun der Papagei hat darüber aber seine eigene, andere Sicht.

Was kannst du deinen Amazonen noch wirklich ganz unbedenklich geben:
1. Japanischen Staudenknöterich, schlicht alles davon. Als Beispiel einer ganz speziellen Verwendung die Kiki+Nut dafür haben:
Sobald die Stiele groß gewachsen sind, also so 2cm und mehr Durchmesser bekommen haben, klettern die beiden an den Stielen nach unten, wo sie dicker werden, und dann stechen sie mit dem Schnabel (Schnabelspitze wie einen Locher einsetzend) Löcher in die Stange. Folge ist der sehr wuchsaktive Knöterich lässt dann reichlich Flüssigkeit durch das Loch auslaufen, wie eine kleiner Wasserhahn - leicht übertrieben nat. ;) -. Das wird dann unter viel und lauten "Lecker-sagen - das typische lecker "mmm-brrrr, hmmm-brrr" der Grünzügel aufgetrunken bis nix mehr rauskommt. Dann wird der Stamm weiter geklettert und neu perforiert, bis sie sich daran satt getrunken haben. Nicht so große Stämme werden von oben her einfach ratzekahl runtergefressen, auch mit viel Appetit. Dieses Jahr musste ich den armen Knöterich sogar bei einem kleinen nachwachsenden Stiel unter Schutz stellen, damit sie ihn nicht komplett bis zum Boden aufessend vernichten.
Den wuchernden Schlingknöterich bzw. Architektentrost (Fallopia baldschuanica) kannst du auch vollständig unbedenklich anbieten. Auch er wird von allen meinen gerne gefuttert und gekürzt.
2. Evtl. kennst du jemand der im Garten Topinambur hat: Auch super alles von geeignet. Hier werden im Herbst sogar noch die komplett ausgetrockneten Stengel mit Begeisterung zum Schredderspiel verwendet. Wenn ich ihnen davon 10cm-Stücke abbreche kann ich die sogar als Leckerli-Ersatz nehmen. Am meisten scheint ihnen daran zu gefallen, dass sie es zerfasern können und darin so schaumiges Zeug zum bröseln finden.

So mal als Anregung ...

Ach, wenn man sich eine Vorstellung machen will, was für Amazonen geeignet sein könnte, ist folgendes zu lesen hilfreich:
"Diet and Feeding Behaviour of Naturalised Amazon Parrots in a European City", doi/10.5253/078.101.0111
wenn es auch spezifisch anhand der wilden Gelbkopfamazonen von Stuttgart auswertet.

 
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Meine Amas stehen auf Nudeln von Barilla. Die werden weg geknabbert.
Alles gut mit den Ästen - da gibt es verschiedene Erfahrungen, wie intensiv man sie reinigt. Ich gehe damit auch etwas lockerer und verabreiche sie frisch ohne große Reinigung, zumindest wenn sie direkt aus meinem Garten kommen. Aber sicherlich ist das in der Stadt schwieriger…
Jedoch mit den Nudeln rate ich Dir: Streiche diese vom Speiseplan - nicht gut.
Mit solchen Produkten fördert man ihre Verfressenheit und erhöht damit auch den Hang zur Fettsucht. Amazonen brauchen nun mal keine energiereiche Nahrung, und schon gar nicht industriell verarbeitete. Ich spreche aus Erfahrung... ich hatte mal eine verfressene Amazone, die auf Nudeln stand. Anfangs habe ich das nicht so ernst genommen - ein zwei Nüdelchen schaden doch nichts… doch sie schaden: Ich habe lange daran gearbeitet, bis der Kleine wieder auf Normalgewicht war… also lieber gesunde Leckerlis (Obst, Gemüse) nehmen - selbst Sonnenblumenkerne, mit denen man auch haushalten sollte, sind geeigneter als Nudeln.
 
Also im Backofen hab ich meine Äste noch nie gehabt. Hab ich auch ehrlicherweise noch nie gehört. Ich hole meine Äste immer vom Waldrand oder aus einem Garten.
Natürlich ohne Kot drauf. Die werden dann immer sofort geschreddert.....
Am meisten hole ich Weidenzweige oder Apfelzweige.
 
Also aus Sicht meiner Laufsittiche kann ich auch Fichten und Tannen empfehlen. Die Äste sind immer voll mit Knospen, die von meinen Laufsittichen gerne gefuttert werden. Möglicherweise also auch gerne von anderen Papageien.
 
Also im Backofen hab ich meine Äste noch nie gehabt
Das ist die einzige Möglichkeit Viren abzutöten und gleichzeitig Endoparasiten wie Trichomonaden, Kokzidien, Giardien und auch Spirochäten gehören mittlerweile mehr zu den Endoparasiten als zu den Bakterien. Wen sie richtig behandelt werden geht es in den meisten Fällen gut, aber gerade die weitverbreiteten Spirochäten werden von vielen Tierärzten verkehrt behandelt. Bei Vögeln sind sie nur in wenigen Büchern überhaupt erwähnt und dann auch nur nebenbei. Spirochäteninfektionen werden beim Menschen mit Doxycyclin behandelt, obwoh hier in der Zwischenzeit soviel Resistenzen bestehen und Doxy nur in hohen Dosen überhaupt wirkt. Außerdem gibt es von Trichomonaden und Spirochäten sogennante Organformen die nicht unbedingt im Rachen nachweisbar sind.
Sie werden nicht nur durch Kot sondern auch durch nur sehr geringe Mengen anhaftendes Blut übertragen
Eine Alternative ist die Ästen mind 4 Wochen zulagern oder mit einem Dampfreiniger reinigen aber danach gut trocknen lassen. Spirochäten sind sehr widerstandsfahig und werden im Gegensatzt zu Trichomanaden erst nach einigen Wochen deaktiviert.
Geringer Aufwand mit heilsamer Wirkung.
Aber es sind eure Vögel.

Geeigente Baumarten
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe dich, weil du diese schweren Probleme hattest.
Aber wenn ich die Äste 4 Wochen trockne, haben die Amas kein Interresse mehr daran. Hab solche Erkrankungen durch Äste noch nie gehört weder vom Tierarzt oder Papageienhaltern. Das ist immer so, wer einmal die Probleme hatte, der ist ein "gebranntes Kind". Mache mich da mal schlau:-) @esth3009 Danke für die Anregungen. Liebe Grüße
 
Thema: Äste von Quitten und Weide
Tierheim Alsfeld Hähne

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