Albinotische Lachmöwe oder Hybrid Dünnschnabel- und Lachmöwe?

Diskutiere Albinotische Lachmöwe oder Hybrid Dünnschnabel- und Lachmöwe? im Vogelbestimmung Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hi Leute :-) Hab mal eine nicht ganz eindeutige Möwe für euch, die bei uns in der Stadt auftauchte...sie hat für viele Diskussionen gesorgt,...

  1. #1 Merops Apiaster, 02.01.2011
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    Hi Leute :-)

    Hab mal eine nicht ganz eindeutige Möwe für euch, die bei uns in der Stadt auftauchte...sie hat für viele Diskussionen gesorgt, für mich ist das eine albinotische Lachmöwe, allerdings sind auch noch andere Meinungen im Raum :-)

    Gemeint ist natürlich die auffällig weiße Möwe;)

    VG, Merops :-)
     

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  2. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Nun,

    sie hat ja durchaus noch pigmentierte Federbereiche. die sind symmetrisch und sehen nicht nach Schekung aus. Das spricht gegen Albino (wenn überhaupt, dann ja nur Teilalbino)
     
  3. #3 Merops Apiaster, 02.01.2011
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    Gebe ich Dir durchaus Recht was den Teilalbinismus betrifft :-)

    Nur habe ich laut Svensson keine andere Möwe gefunden, die passen würde :-)

    VG, Merops :-)
     
  4. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Nun ja, es ist ja eigentlich zu weit weg.... aber das Tier sieht für mich wie eine astreine Maorimöwe, Larus bulleri aus.
     
  5. eric

    eric Guest

    Halte den Vogel auch für eine teilleuzistische Lachmöwe.
     
  6. #6 holyhead, 02.01.2011
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    Mit einem roten Schnabel??



    Bei diesem Vogel handelt es sich um eine leuzistische Lachmöwe.

    LG
     
  7. #7 Merops Apiaster, 02.01.2011
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    Ok, mit Leuzistisch und Albinotisch komme ich öfter durcheinander...auch wenn die Definition nicht ganz sachgemäß ist, bestätigen eure Vermutungen meinen Verdacht, zumal das Tier mit einem normalen Aluminiumring versehen ist (bei Nahaufnahme der Originalbilder gut erkennbar;-) ).
    Das spricht für eine Beringung unserer hiesigen Vogelwarten :-)

    VG, Merops :-)
     
  8. #8 holyhead, 02.01.2011
    Zuletzt bearbeitet: 02.01.2011
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  9. #9 Merops Apiaster, 02.01.2011
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    Danke für den Link...könnte sogar die gleiche Möwe sein :-)
     
  10. #10 Kanadagans, 04.01.2011
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    Wow, was für ein cooles Vögelchen *staun*!
    Meines Erachtens nach ist die weder albinotisch (da mit schwarz und dunklen Augen) noch leuzistisch (da mit schwarz und dunklen Augen). Viel eher ist da das Gen ausgefallen, welches das Grau der Flügeldecken und teils auch die Farbe der Kopfkappe (Ohrflecken im Winterkleid) steuert.

    Grüße, Andreas
     
  11. #11 Merops Apiaster, 04.01.2011
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    Also, ich habe mir beide Individuen noch einmal genau auf den Fotos angeschaut...sind identisch :-)
    Entweder ein Riesenzufall, vererblicher Defekt oder ein und dasselbe Tier :-)

    VG, Merops :-)
     
  12. #12 holyhead, 04.01.2011
    Zuletzt bearbeitet: 04.01.2011
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    Meiner Meinung handelt es sich schon um eine Form des Leuzismus. Wie man hier sieht (http://de.wikipedia.org/wiki/Leuzismus) gibt es da die verschiedensten Varianten.

    Googelt man übrigens den Begriff -leucistic black headed gull- nach Bildern, so erscheinen einige Lachmöwen mit exakt dieser Färbung. In England wurden beispielsweise gleich 3 Möwen mit dieser aberranten Färbung in nur einem Trupp beobachtet.

    Die meisten dieser Tiere werden im Web als leuzistisch bezeichnet.

    LG
     
  13. #13 Geierhirte, 04.01.2011
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    Sehe ich auch so. Man könnte die Möwe lapidar auch als Schecke bezeichnen.
    Und @Kanadagans: Beim Leuzismus können auch nur Partien vom Melaninmangel betroffen sein. Die Augen sind dabei nicht rot. Im Übrigen ist es IMHO ziemlich wage, anhand der Bilder die Augenfarbe zu bestimmen.

    Geierhirte
     
  14. #14 Kanadagans, 05.01.2011
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    Huhu, Ollie!

    Ist mir bekannt, deswegen sage ich bei Schecken auch Teilleuzist anstatt des üblichen Teilalbino =). Rote Augen indessen würden quasi schon ins Auge springen, denke ich.

    Grüße, Andreas
     
  15. #15 Merops Apiaster, 05.01.2011
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    Aber haben Teilalibinos zwangsläufig rote Augen? (Teilleuzisten ebenso?)...

    VG, Merops
     
  16. astrid

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    Bei partiellem Albinismus oder Teilalbinismus ist nur das Gefieder betroffen, Organe, Haut, Hornschichten und Augen sind normal pigmentiert. Die Farbabweichungen entstehen auch nach der Mauser neu, können sich jedoch an anderen Stellen im Gefieder zeigen. Es liegt ein Gendefekt zugrunde, durch den ein Mangel am Enzym Tyrossinase entsteht. Aus dem Enzym Tyrossinase wird die Aminosäure Tyrosin, aus Tyrosin wird Melanin aufgebaut.

    LG astrid
     
  17. #17 Kanadagans, 05.01.2011
    Zuletzt bearbeitet: 05.01.2011
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    Hallo!

    Die Krux daran ist nur, dass es sowohl T- -Albinos gibt, also welche, die Tyrosinase nicht synthetisieren können, als auch T+ - Albinos, welche es sehr wohl synthetisieren können, wo es aber aufgrund anderer Defekte nicht zur Farbausbildung kommt. Lustig wird es erstmal, wenn man solche T+ mit T- -Tieren verpaart, da kommen dann plötzlich aus zwei Albinos wildfarbige Tiere heraus, die dann spalterbig für beide Gene sind. Das ist zB der Fall bei Boa constrictor.

    Und eben weil Teilalbinos keine roten Augen haben, sind es keine ...albinos, sondern ...leuzisten.
    Es gibt auch sogenannte Odd Eyed- Tiere, die ein rotes und ein normalfarbenes Auge haben, da kenne/ kannte ich zB eine Kornnatter und zwei Goldhamster mit diesem Phänomen. Das wären dann am allerehesten Teilalbinos.
    Wenn etwas Albino ist, dann sind die roten Augen obligat, egal wie sich der Albinismus ausprägt (statt weißem Haar- oder Federkleid gelbes oder gar schokobraunes, wie sehr selten zB bei Igeln, Meerschweinchen oder Lutino- Wellensittichen), während beim Leuzisten farbige Augen obligat sind, egal ob diese nun schwarz, blau, oder nur gegenüber der Grundfarbe aufgehellt sind, wie zB bei Höckerschwänen.
    Deren bereits als Küken elfenbeinfarben/ weiße Variante "immutabilis" hat neben fleischfarbigen bis nahezu weißen Füßen auch entweder hellbraune (also eine Aufhellung gegenüber der Normalfarbe) oder aber dunkelblaue Augen.

    Grüße, Andreas
     
  18. astrid

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    Tyrossin- negative Albinos sind Amelanisten.

    Das ist meiner Kenntnis nach nicht korrekt. Entscheidend ist das mutierte Gen und bei Leuzismus und Albinismus handelt es sich um den Ausfall oder die Mutation unterschiedlicher Gene.

    LG astrid
     
  19. #19 Kanadagans, 06.01.2011
    Zuletzt bearbeitet: 06.01.2011
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    Hy!

    Schau Dir mal die T+ - Albinos an, das sind auch astreine Amelanisten ;)!
    Das mit den Genen weiß ich. Theoretisch müsste man halbweiße/ weißbunte Tiere rein optisch als Schecken bezeichnen, welche Färbung wiederum von einigen anderen Genen gesteuert wird und mit Leuzismus eher nichts zu tun haben muss, aber kann...
    Ich denke, da wird es für den Praxisgebrauch in der Vogelbeobachtung aber bald etwas abstrakt, eine Platten- oder Punktscheckung oder gar eine Superform (reinerbiges Ergebnis aus zwei codominanten Merkmalen) analysieren zu wollen.

    Am besten wäre es, Ornithologen spähen die Kolonie aus, der die Möwe angehört, sammeln dorten Mauserfedern von ihr und lassen eine Genanalyse machen, dann wäre die Ornithologie um einen interessanten Wissensaspekt reicher, Möwengenetik dürfte ja noch eher unerforscht sein =).

    Grüße, Andreas
     
  20. #20 Merops Apiaster, 06.01.2011
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    Neue Bilder der Möwe...

    So, hier sind neue Bilder der Möwe...gestern frisch aufgenommen ;)

    Man sieht bei genauerer Betrachtung, dass es sich nicht um das gleiche Individuum handelt, dass im Club 300 gepostet wurde :)


    VG, Merops
     

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Thema: Albinotische Lachmöwe oder Hybrid Dünnschnabel- und Lachmöwe?
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