Albtraum: Kanarien- Bornavirus

Diskutiere Albtraum: Kanarien- Bornavirus im Forum Vogelkrankheiten im Bereich Allgemeine Foren - Meine lieben Vogelfreunde! Ich lebe seit geraumer Weile einen Albtraum mit meinen geliebten Kanarienvögeln und bin nun vollkommen fertig und am...
Vielen herzlichen Dank für diesen wertvollen Beitrag im Forum. Durch dich habe ich nun endlich erfahren, woran mein geliebtes erstes Haustier gestern verstorben ist – ein weißer Kanarienvogel, männlich. Leider wurde er nur knapp 8 Jahre alt und zeigte genau die Symptome, die du hier beschrieben hast.

Es begann mit Federverlust und der Unfähigkeit zu fliegen. Nach und nach traten dann neurologische Probleme auf: starke Gleichgewichtsstörungen im Zentralnervensystem, er fiel oft von der Stange. Manchmal begann er, sich im Kreis zu drehen, verlor das Gleichgewicht und konnte sich nirgendwo festhalten. Sein Kopf streckte sich manchmal seltsam nach hinten oder oben, was dazu führte, dass er nach hinten fiel. Er landete auf dem Rücken und konnte alleine nicht wieder hochkommen. Oft musste ich ihm helfen, zum Futter oder zur Tränke zu gelangen, weil er dann auch halb blind wurde. Sein Kot war unterschiedlich. Mal normal, mal etwas fester (geruchlos/dunkelgrün), mal mehr mit weißlicher Flüssigkeit oder Schleim. Farblich war es aber immer grünlich/weiss. Es kamen Krämpfe hinzu – er schlug die Flügel heftig, sein ganzer Körper verkrampfte, und sein Kopf drehte sich erneut nach hinten. Er hatte auch atemnot, fing an zu niesen und hatte Schnupfen. Gezittert hatte er auch manchmal und sein Kopf war auch seltsam heiß/warm und pochte. Das hatte ich aber nur beim anfassen gemerkt als er diese Krämpfe/schwindel bekam. Ebenfalls das mit dem seltsamen ticken in der Brust, hatte er auch (aber er hatte keine Luftsackmilben, denn das Mittel hatte er bekommen!)
Irgendwann später (leider zu spät) fiel mir auf, dass sein Körper unter den flauschigen weißen Federn völlig schwarz, dunkel oder bläulich-lila verfärbt war. Das ging bis zu seinem Kopf (obwohl er normal Hautfarben sein sollte). Das hat mich so erschreckt! Noch dazu kam auch, dass er immer mehr abmagerte, obwohl er immer gut aß und trank. Leider konnte mir kein tierarzt weiterhelfen, außer ihn einzuschläfern…

Ich hoffe inständig, dass eines Tages ein Heilmittel gegen das Bornavirus gefunden wird! Für den Kleinen war es ein qualvoller Weg, und trotz mehrerer Arztbesuche wusste ich bis gestern nicht, woran er wirklich litt – bis ich nach seinem Tod deinen Beitrag fand. Deine Worte bedeuten mir so viel, und es tröstet mich zu wissen, dass ich mit diesem Problem nicht allein bin.

P.S.: Dein ausführlicher und detailreicher Text war sehr lesenswert, auch wenn er lang ist. Er hat mir sehr geholfen, und ich hoffe, er wird auch anderen eine Hilfe sein.
 
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Vielen herzlichen Dank für diesen wertvollen Beitrag im Forum. Durch dich habe ich nun endlich erfahren, woran mein geliebtes erstes Haustier gestern verstorben ist – ein weißer Kanarienvogel, männlich. Leider wurde er nur knapp 8 Jahre alt und zeigte genau die Symptome, die du hier beschrieben hast.

Es begann mit Federverlust und der Unfähigkeit zu fliegen. Nach und nach traten dann neurologische Probleme auf: starke Gleichgewichtsstörungen im Zentralnervensystem, er fiel oft von der Stange. Manchmal begann er, sich im Kreis zu drehen, verlor das Gleichgewicht und konnte sich nirgendwo festhalten. Sein Kopf streckte sich manchmal seltsam nach hinten oder oben, was dazu führte, dass er nach hinten fiel. Er landete auf dem Rücken und konnte alleine nicht wieder hochkommen. Oft musste ich ihm helfen, zum Futter oder zur Tränke zu gelangen, weil er dann auch halb blind wurde. Sein Kot war unterschiedlich. Mal normal, mal etwas fester (geruchlos/dunkelgrün), mal mehr mit weißlicher Flüssigkeit oder Schleim. Farblich war es aber immer grünlich/weiss. Es kamen Krämpfe hinzu – er schlug die Flügel heftig, sein ganzer Körper verkrampfte, und sein Kopf drehte sich erneut nach hinten. Er hatte auch atemnot, fing an zu niesen und hatte Schnupfen. Gezittert hatte er auch manchmal und sein Kopf war auch seltsam heiß/warm und pochte. Das hatte ich aber nur beim anfassen gemerkt als er diese Krämpfe/schwindel bekam. Ebenfalls das mit dem seltsamen ticken in der Brust, hatte er auch (aber er hatte keine Luftsackmilben, denn das Mittel hatte er bekommen!)
Irgendwann später (leider zu spät) fiel mir auf, dass sein Körper unter den flauschigen weißen Federn völlig schwarz, dunkel oder bläulich-lila verfärbt war. Das ging bis zu seinem Kopf (obwohl er normal Hautfarben sein sollte). Das hat mich so erschreckt! Noch dazu kam auch, dass er immer mehr abmagerte, obwohl er immer gut aß und trank. Leider konnte mir kein tierarzt weiterhelfen, außer ihn einzuschläfern…

Ich hoffe inständig, dass eines Tages ein Heilmittel gegen das Bornavirus gefunden wird! Für den Kleinen war es ein qualvoller Weg, und trotz mehrerer Arztbesuche wusste ich bis gestern nicht, woran er wirklich litt – bis ich nach seinem Tod deinen Beitrag fand. Deine Worte bedeuten mir so viel, und es tröstet mich zu wissen, dass ich mit diesem Problem nicht allein bin.

P.S.: Dein ausführlicher und detailreicher Text war sehr lesenswert, auch wenn er lang ist. Er hat mir sehr geholfen, und ich hoffe, er wird auch anderen eine Hilfe sein.
 
Vielen herzlichen Dank für diesen wertvollen Beitrag im Forum. Durch dich habe ich nun endlich erfahren, woran mein geliebtes erstes Haustier gestern verstorben ist – ein weißer Kanarienvogel, männlich. Leider wurde er nur knapp 8 Jahre alt und zeigte genau die Symptome, die du hier beschrieben hast.

Es begann mit Federverlust und der Unfähigkeit zu fliegen. Nach und nach traten dann neurologische Probleme auf: starke Gleichgewichtsstörungen im Zentralnervensystem, er fiel oft von der Stange. Manchmal begann er, sich im Kreis zu drehen, verlor das Gleichgewicht und konnte sich nirgendwo festhalten. Sein Kopf streckte sich manchmal seltsam nach hinten oder oben, was dazu führte, dass er nach hinten fiel. Er landete auf dem Rücken und konnte alleine nicht wieder hochkommen. Oft musste ich ihm helfen, zum Futter oder zur Tränke zu gelangen, weil er dann auch halb blind wurde. Sein Kot war unterschiedlich. Mal normal, mal etwas fester (geruchlos/dunkelgrün), mal mehr mit weißlicher Flüssigkeit oder Schleim. Farblich war es aber immer grünlich/weiss. Es kamen Krämpfe hinzu – er schlug die Flügel heftig, sein ganzer Körper verkrampfte, und sein Kopf drehte sich erneut nach hinten. Er hatte auch atemnot, fing an zu niesen und hatte Schnupfen. Gezittert hatte er auch manchmal und sein Kopf war auch seltsam heiß/warm und pochte. Das hatte ich aber nur beim anfassen gemerkt als er diese Krämpfe/schwindel bekam. Ebenfalls das mit dem seltsamen ticken in der Brust, hatte er auch (aber er hatte keine Luftsackmilben, denn das Mittel hatte er bekommen!)
Irgendwann später (leider zu spät) fiel mir auf, dass sein Körper unter den flauschigen weißen Federn völlig schwarz, dunkel oder bläulich-lila verfärbt war. Das ging bis zu seinem Kopf (obwohl er normal Hautfarben sein sollte). Das hat mich so erschreckt! Noch dazu kam auch, dass er immer mehr abmagerte, obwohl er immer gut aß und trank. Leider konnte mir kein tierarzt weiterhelfen, außer ihn einzuschläfern…

Ich hoffe inständig, dass eines Tages ein Heilmittel gegen das Bornavirus gefunden wird! Für den Kleinen war es ein qualvoller Weg, und trotz mehrerer Arztbesuche wusste ich bis gestern nicht, woran er wirklich litt – bis ich nach seinem Tod deinen Beitrag fand. Deine Worte bedeuten mir so viel, und es tröstet mich zu wissen, dass ich mit diesem Problem nicht allein bin.

P.S.: Dein ausführlicher und detailreicher Text war sehr lesenswert, auch wenn er lang ist. Er hat mir sehr geholfen, und ich hoffe, er wird auch anderen eine Hilfe sein.
 
Vielen herzlichen Dank für diesen wertvollen Beitrag im Forum. Durch dich habe ich nun endlich erfahren, woran mein geliebtes erstes Haustier gestern verstorben ist – ein weißer Kanarienvogel, männlich. Leider wurde er nur knapp 8 Jahre alt und zeigte genau die Symptome, die du hier beschrieben hast.

Es begann mit Federverlust und der Unfähigkeit zu fliegen. Nach und nach traten dann neurologische Probleme auf: starke Gleichgewichtsstörungen im Zentralnervensystem, er fiel oft von der Stange. Manchmal begann er, sich im Kreis zu drehen, verlor das Gleichgewicht und konnte sich nirgendwo festhalten. Sein Kopf streckte sich manchmal seltsam nach hinten oder oben, was dazu führte, dass er nach hinten fiel. Er landete auf dem Rücken und konnte alleine nicht wieder hochkommen. Oft musste ich ihm helfen, zum Futter oder zur Tränke zu gelangen, weil er dann auch halb blind wurde. Sein Kot war unterschiedlich. Mal normal, mal etwas fester (geruchlos/dunkelgrün), mal mehr mit weißlicher Flüssigkeit oder Schleim. Farblich war es aber immer grünlich/weiss. Es kamen Krämpfe hinzu – er schlug die Flügel heftig, sein ganzer Körper verkrampfte, und sein Kopf drehte sich erneut nach hinten. Er hatte auch atemnot, fing an zu niesen und hatte Schnupfen. Gezittert hatte er auch manchmal und sein Kopf war auch seltsam heiß/warm und pochte. Das hatte ich aber nur beim anfassen gemerkt als er diese Krämpfe/schwindel bekam. Ebenfalls das mit dem seltsamen ticken in der Brust, hatte er auch (aber er hatte keine Luftsackmilben, denn das Mittel hatte er bekommen!)
Irgendwann später (leider zu spät) fiel mir auf, dass sein Körper unter den flauschigen weißen Federn völlig schwarz, dunkel oder bläulich-lila verfärbt war. Das ging bis zu seinem Kopf (obwohl er normal Hautfarben sein sollte). Das hat mich so erschreckt! Noch dazu kam auch, dass er immer mehr abmagerte, obwohl er immer gut aß und trank. Leider konnte mir kein tierarzt weiterhelfen, außer ihn einzuschläfern…

Ich hoffe inständig, dass eines Tages ein Heilmittel gegen das Bornavirus gefunden wird! Für den Kleinen war es ein qualvoller Weg, und trotz mehrerer Arztbesuche wusste ich bis gestern nicht, woran er wirklich litt – bis ich nach seinem Tod deinen Beitrag fand. Deine Worte bedeuten mir so viel, und es tröstet mich zu wissen, dass ich mit diesem Problem nicht allein bin.

P.S.: Dein ausführlicher und detailreicher Text war sehr lesenswert, auch wenn er lang ist. Er hat mir sehr geholfen, und ich hoffe, er wird auch anderen eine Hilfe sein.
Ach, liebe Wings of freedom,

das tut mir so entsetzlich leid für Deinen kleinen Freund! Möge er jetzt auf „den Schwingen der Freiheit„ an einem besseren Ort als auf dieser Welt, glücklich seine Kreise ziehen. Ich kann nachvollziehen, dass Du jetzt sehr traurig bist; mir geht mein Sunny noch immer ab, obwohl diese schlimme Geschichte, die mich nachhaltig traumatisierte (denn für mich zählen meine Tiere genauso viel wie ein Mensch), schon fast vor einem Jahr stattgefunden hat.
Das was Du beschreibst ähnelt der Symptomatik nach schon sehr meinem Sunny, doch konnte ich eine Verfärbung seiner Haut nicht so direkt feststellen. Vielleicht können andere Forumsmitglieder mehr dazu sagen.
Anscheinend hast Du Deinen kleinen süßen weißen gefiederten Freund nach dem Tod nicht untersuchen lassen; es wäre interessant gewesen zu erfahren, ob es tatsächlich das Bornavirus war. Es gibt ja mehrere neurologische Erkrankungen, die Kanarienvögel befallen können. Hat sich der Tierarzt, der Dein Liebling einschläferte, nicht dazu geäußert?
Jedenfalls tut mir das Ganze unendlich leid- lass‘ Dich drücken!
 
Verfärbungen der Haut bringe ich nicht mit dem Bornavirus in Verbindung... Du schreibst auch von einem "heißen Kopf"... das klingt für mich eher nach Blutvergiftung. Warst Du denn bei einem wirklich vogelkundigen Tierarzt? Manche Tierärzte nennen sich ja schon vogelkundig, wenn sie mal einen Vogel als Patienten hatten - aber es braucht schon eine spezielle oder eine Zusatzausbildung auf Vögel, um wirklich helfen zu können.

Mein herzliches Beileid :traurig: Es ist so schlimm, ein Tier leiden sehen zu müssen. Jetzt hat der hübsche, kleine weiße Vogel keine Schmerzen mehr. Und Du bist auf jeden Fall nicht alleine. Die meisten hier im Forum wissen, wie das ist, wenn ein geliebtes Tier geht. Fühl dich gedrückt :trost:
 
Hallo @Vogelmädchen, @Evy,

vielen Dank für eure Worte. Es ist wirklich schwer, und ich trauere sehr. Ich habe alles versucht, um dem Kleinen zu helfen, aber in solchen Momenten fühlt man sich einfach machtlos und macht sich unweigerlich Vorwürfe.

Ich bin ziemlich sicher, dass es das Bornavirus war. (Will aber eine Blutvergiftung nicht ausschließen, denn diesen Gedanken hatte ich auch. Nur von woher?)
Ich habe noch einen anderen Beitrag gefunden, der die Symptome exakt beschreibt:

IMG_1104.png
IMG_1105.png
IMG_1106.png

Sein Bauchbereich sah genau so aus wie auf dem Foto im Artikel. Trotz gutem Fressen und Trinken hat er rapide abgenommen und wurde immer magerer, obwohl eine Tierärztin ihn vorher sogar als "dick" bezeichnet hatte.
Eine Blutvergiftung habe ich aber auch bereits im Kopf gehabt… nur leider hat mir kein Arzt das bestätigt + hatte er ja auch extreme Gleichgewichtsstörungen. Ich habe ihn mehrere Wochen lang begleitet und überwacht, auch nachts per Kamera, wenn ich schlafen musste. Es gab nur ein paar weitere Anzeichen, wie das Pochen am Kopf, die mir selbst aufgefallen sind. Er lag oft an meiner Schulter, meinen Armen oder Händen, und ich habe ihn beruhigt und gestreichelt. So habe ich das bemerkt, als ich meinen Finger still und lange auf seinen Kopf gelegt habe.

Ich war bei mehreren Tierärzten, darunter auch ein vogelkundiger Tierarzt, der auf der Liste der "vogelkundigen Tierärzte" steht. Er hat einen Kropfabstrich gemacht und zwei Tage später ein Antibiotikum verschrieben. Leider konnte mein kleiner Freund das Antibiotikum nur zweimal einnehmen – danach war er schon nicht mehr bei uns… :‘(

Die meisten Tierärzte vermuteten entweder Luftsackmilben oder eine Erkrankung des zentralen Nervensystems und meinten, es gäbe keinen Ausweg, außer ihn einzuschläfern. Ich habe wirklich das Gefühl, dass viele Tierärzte wenig Erfahrung mit solchen Fällen haben. Die Antworten, die ich bekam, waren nicht zufriedenstellend, und ich fühlte mich einfach hilflos.
 
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Guten Morgen liebe @Wings-of-freedom !

Vielen Dank für das Einstellen dieses interessanten Artikels! Alles was man hier in diesem Forum an Informationen zu diesem Thema sammeln kann ist wichtig, denn es gibt kaum Literatur darüber, vor allen Dingen nicht im Zusammenhang mit dem Bornavirus bei Kanarienvögeln.
Die Tierärzte - und sogar die vogelkundigen – sind viel zu wenig sensibilisiert für dieses Thema, und obwohl ich in einer renommierten vogelkundlichen Tierarztpraxis mit mehreren Spezialisten so oft mit meinem Sunny vorstellig wurde, kam niemand auf die Idee des Bornavirus.
Was überaus bemerkenswert ist liegt in der Tatsache begründet, dass auch Dein kleiner Freund mit diesen massiven tickenden Atemproblemen zu kämpfen hatte! Ich führte damals eine Konversation mit zwei Professoren, die an der Erforschung des aviären Bornavirus arbeiten und beiden war diese Symptomatik nicht bekannt. Vielleicht ist dies „Kanarienvogel- spezifisch„, vielleicht auch eine Begleiterkrankung, oder es resultiert daraus, dass evtl. der übervolle Drüsenmagen auf die Luftsäcke drückt, ich weiß es nicht.
Jedenfalls ist Dein Fallbeispiel, auch so unendlich traurig es ist, sehr wertvoll und sollte der Forschung zugänglich gemacht werden. Überhaupt hoffe ich darauf, dass auch weitere Kanarienvogelhalter, die unglücklicherweise die gleichen leidvollen Erfahrungen sammeln mussten, und die vielleicht gar eine Sektion mit gesicherter Diagnose durchführen ließen, hier ihre Beobachtungen und Erfahrungen schildern werden.
Ich glaube leider, dass es ein langer, langer Weg sein wird, irgendwann eine Therapie gegen diese vermaledeiten Bornaviren zu entwickeln. Viren überhaupt hätte sich die Mutter Natur wirklich sparen können, denn sie sind zu nichts nutze, außer, dass sie zerstörerisch und krankmachend wirken.
Leider ist die Erkrankung, die unsere kleinen Lieblinge durchmachen mussten, unglaublich qualvoll und das ohnmächtig beobachten zu müssen, brach mir schier mein Herz. Ich war bei seinem Todeskampf dabei und ich werde diese schrecklichen Bilder nie wieder aus meinem Kopf bekommen.
Lass‘ Dich drücken – ich bin in Gedanken bei Dir! :trost:
 
Ich habe mich noch mal erneut bezüglich dem Thema Borna-Viren (aber auch kokzidien und andere) durchgelesen und bin mir zu 95% sicher, dass mein kleiner an dem Bornavirus gestorben ist… auch das mit der dunklen / bläulichen Verfärbung am Körper ist ein Merkmal (im fortgeschrittenen Stadium), die neurologischen Probleme, das erblinden, und nicht zu vergessen die Verdauungsprobleme/anstrengung beim ausscheiden.

Hier ein paar Symptome, die ich gesammelt habe, weil es nicht jedem bekannt ist:

  • Neurologische Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Kopfdrehen oder Schwindel.
  • Störungen im zentralen Nervensystem: Kanarienvögel fallen von der Stange, wirken orientierungslos (können erblinden) oder haben Krämpfe und zittern.
  • Verdauungsprobleme: starker Gewichtverlust, trotz normaler Futteraufnahme.
  • struppiges und ungesund wirkendes Gefieder
  • Verhaltensveränderungen und manchmal sogar Verfärbung des Körpers (bläuliche Hautveränderungen) in fortgeschrittenen Stadien.
  • transparenter oder leicht wässriger Ausfluss am Schnabel kann eintreten
Und zu meiner Erkenntnis mit dem pochen am Kopf habe ich folgendes herausbekommen:
  • Bei Kanarienvögeln mit Bornavirus kann es gelegentlich zu einem sichtbaren "Pochen" oder Pulsieren am Kopf kommen, die durch eine Kombination aus neurologischen Effekten und Kreislaufproblemen hervorgerufen werden kann.
Ich glaube somit hätte ich alles, was mein kanarienvogel hatte, gedeckt. :‘( Ich hoffe, dass ich nie wieder sowas schreckliches miterleben muss.

LG,
 
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Deine detaillierte Aufstellung der Symptome ist wirklich nützlich. Danke dafür!
Die ersten vier Punkte waren mir bekannt, aber die letzten drei waren mir völlig unbekannt.
 
Hallo Ihr Lieben!
Hab hier kürzlich still mitgelesen und wollte mal Feedback zum ein oder anderen geben, bzw. Erfahrungen teilen.

Erst mal ganz herzlichen Dank, @Vogelmädchen für deine detaillierte Beschreibung! Ich kann, was meinen kürzlich verstorbenen Vogel-Freund betrifft, noch nicht allzusehr ins Detail gehen, weil die Trauer noch zu groß ist, aber ich habe einiges von deiner Geschichte bei uns wiedergefunden. Im Nachhinein konnte ich die Aussagen mehrerer vogelkundiger TÄ kombinieren.

Was das Erbrechen betrifft, habe ich auf jeden Fall eine Antwort gefunden. Kanarienvögel erbrechen nicht unbedingt Körner oder Magenbrei, das Erbrochene kann wie klarer Schleim aussehen. Leider hat man mir das in der ersten Tierarztpraxis auf Nachfrage nicht erklärt. Ich fand die Diagnose Magen-Darm-Infekt merkwürdig. Jedenfalls sah es für mich wie Rotz aus, was mein Piepser ständig aus dem Schnabel schleuderte, was mich eher einen Atemwegsinfekt vermuten ließ. Dass es auch durchsichtiger Schleim sein kann, habe ich erst viel später im Internet recherchiert. Leider finde ich die Seite nicht wieder, sonst hätte ich euch einen Link zur Verfügung gestellt. Schnabelabstrich und Kot waren unauffällig und es konnte nichts gefunden werden. Er bekam Baytril 5 Tage intraschnabulös. Ohne Wirkung. Das Röntgenbild zeigte eine vergrößerte Leber und einen total mit Körnern vollgestopften Magen. Über letzteres hatte sich die Tierärztin noch sehr gewundert.

Bei meiner Recherche bin ich noch auf Hepara-Viren gestoßen, die eine mögliche Ursache gewesen sein könnten, da Kanarienvögel schon seit Urzeiten Träger sind. Borna hatte ich nicht weiter verfolgt, da es hieß, die Vögel würden Körner erbrechen, was bei ihm nicht der Fall war. Dass das auch anders sein kann, höre ich hier zum ersten Mal. Normalerweise sind bei unserem Hahn Infekte meist von selber vorübergegangen. Mal mit Hausmitteln und Rotlicht, mal mit Medizin, aber das Schleimschleudern hörte monatelang nicht auf. In der zweiten Praxis wurde auf Mykoplasmen und Clamydien getestet. Ebenfalls negativ.

Letztendlich habe ich es nicht übers Herz gebracht, eine Obduktion vorzunehmen zu lassen, weshalb es keine endgültige Klärung geben wird. Es war mir wichtig, dem Vogel die letzte Ruhe zu gewähren. Er hat ein vernünftiges Begräbnis bekommen und wir haben eine Sonnenblume auf sein Grab gepflanzt.

Nun weiß ich aber, dass ich unsere Henne, falls sie jemals Symptome entwickeln sollte, auf Borna und Hepara-Viren testen lassen würde. Beim Menschen heißt es, es ließe sich schwer testen und könne meist erst im weit fortgeschrittenen Stadium festgestellt werden. Das käme für mich aber nur in Frage, wenn sie wirklich etwas hat. Danke auch an @Evy deine praxisnahen Informationen sind immer Gold wert! Gut zu wissen, dass sich nicht alle Tiere anstecken und nicht zwangsläufig krank werden müssen :zustimm:
 
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Hallo @Schnabler,
jetzt war ich hier doch eine ganze Zeit nicht mehr online, da ich mit der 24-Stunden-Pflege meiner hochbetagten bettlägerigen Mutter kaum noch Freizeit habe.
So bin ich jetzt auf Deinen leider sehr traurigen, doch interessanten Bericht gestoßen. Erst einmal mein Beileid zum Tod Deines Hahns. Es tut immer so fürchterlich weh, wenn ein geliebtes Tier stirbt.
Darum ist es so immens wichtig, dass sich Betroffene austauschen, denn die Forschung des Borna-Virus bei Kanarienvögeln ist erst mit dürftigen Erkenntnissen behaftet und steckt sozusagen noch in den Kinderschuhen.
Die allgemeine Beschreibung der Symptomatik des Bornavirus ist nicht unbedingt zu 100 % auf Kanarienvögel übertragbar.
Auch mein Sunny hatte keinerlei Körner bei seinen Ausscheidungen, darum wäre ich auch niemals auf die Diagnose „Bornavirus“ gekommen, ebensowenig wie die vogelkundigen Tierärzte, bei denen Sunny ewige Zeiten in Behandlung war.
Was bei vielen Kanarienvögel mit Borna vorkommt: der immense Gewichtsverlust trotz Fressen und die damit verbundene immer stärker werdende Schwäche, schweres Atmen durch eine vergrößerte Leber und evtl. auch dem Drüsenmagen, eine nur noch leise Stimne (Piepsen) bishin zum Stimmverlust, Müdigkeit…späterhin Koordinations-bzw. Gleichgewichtsstörungen (auch durch die Schwäche möglich) und neurologische Auffälligkeiten. Zum Schluss sitzen die entkräfteten Vögel nur noch am Käfigboden.
Dieser hinterhältige Virus legt u.a. die Verdauung lahm, so dass die Vögel verhungern müssen.
Bei Sunnys Sectio (es war fürchterlich schlimm für mich, dass ich ihn nicht begraben konnte) wurde eben auch die vergrößerte Leber und der mit Körnern vollgestopfte Magen gefunden.

Du schreibst: „Nun weiß ich aber, dass ich unsere Henne, falls sie jemals Symptome entwickeln sollte, auf Borna und Hepara-Viren testen lassen würde.“
Leider ist der Nachweis beim lebenden Kanarienvogel- anders als bei Papageien- äußerst schwierig und meist nicht aussagekräftig. Das Geld kannst Du Dir sparen. Und wenn sie erst Symptome entwickelt und es wäre Borna, dann könnte man sowieso nur palliativ behandeln, denn eine Heilung gibt es leider nicht.
Wegen der Ansteckungsgefahr anderer Vögel: das ist der traurige Grund, warum ich mich heute hier eingeloggt habe. Mehr dazu in meinem nächsten Post.
Liebe Grüße!
 
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Meine lieben Vogelfreunde,
ich schreibe hier, weil ich unglaublich traurig bin, sehr nah am Wasser gebaut.
Kein Wunder, denn nun scheine ich auch Sunnys Gefährtin, meine geliebte Sonja, an den Bornavirus zu verlieren. Sie ist erst 5 Jahre alt.
Mir wurde gesagt, dass sie sich an Sunny angesteckt haben könnte, oder auch nicht, aber sie haben ja zusammen 3 Jungen, die inzwischen 4 Jahre alt sind, schnäbelten viel miteinander, kuschelten miteinander-was eigentlich für Kanarienvögel nicht unbedingt typisch ist-, aber sie hatten sich augenscheinlich richtig lieb. Nun, anscheinend hatte sie sich tatsächlich damals angesteckt. Sunny starb am 16. Dezember 2023.
Bis vor Kurzem war Sonja total unauffällig.
Nun wunderte ich mich heuer nur, dass Sonja gar keine Anstalten machte, ein Nest zu bauen, geschweige denn Eier zu legen. Ich schob es auf ihr Alter, denn vor ein paar Tagen dachte ich noch, dass sie 1 Jahr älter sei, bis ich die Unterlagen vom Tierheim wieder in Händen hielt.
Sie schien agil, flog im Vogelzimmer ihre Runden (sie haben immer Freiflug), doch war sie die erste meiner vier verbliebenen Vögel, die sich am Abend immer zur Ruhe setzte, sie schlief auch tagsüber immer wieder. Ihr Appetit schien aber gut, sie war immer die erste an den Futterschüsseln, setzte sich sogar auf meine Hand, als ich die Futterschüssel einhing. Eine ganz Liebe und Zutrauliche!
Vor rund 1 Woche hat plötzlich die augenscheinliche Symptomatik angefangen: sie verlor ihre kräftige Stimme und nur noch ein leises Piepsen entrang sich ihrem Schnabel, sie landete unsicher auf ihren Ästen und plusterte sich immer wieder auf. Ich schaltete das Dunkel-Rotlicht ein, damit sie sich in die Wärme setzen könnte, wenn sie wollte.
Vorgestern wurde sie von den Futterschüsseln im Kampf ums Futter von ihren ungestümten Kindern abgedrängt, konnte sich nicht fangen und flatterte auf den Boden des Vogelzimmers. Ich beobachtete sie eine zeitlang, sogar ihr Sohn flog nach unten um nachzusehen, was sie dort mache. Sie hockte die ganze Zeit wie belämmert da und war mit der Situation wohl überfordert. So nahm ich sie sachte, um sie nach oben zu setzen. Dabei fiel mir auf, dass sie nichts wog, leichter wie eine Feder und so tastete ich ganz flüchtig und sachte ihr Brustbein ab - die Knochen waren scharf zu fühlen, die totale Unterernährung. Ich erschrak fürchterlich. Ihr Kot schien zwar spärlich, aber ziemlich normal zu sein. Alles genau wie bei Sunny!
Gestern schöpfte ich Hoffnung, denn sie badete ausgiebig, schien zu fressen, konnte sich sogar gegen ihre Kinder an den Futternäpfen behaupten, piepste, wenn auch leise und mit veränderter Stimme, flog auf die verschiedenen Äste. Aber sie atmete schwer, mit Schwanzwippen.
Heute die dramatische Veränderung der Lage: sie hält sich hauptsächlich in den unteren Ebenen auf, stochert nur in den Körnern herum, ohne richtig zu fressen, knabbert nur ein wenig an ihrer heiß geliebten Fenchel-Knolle und Apfel. Der Kot, den sie absetzte, war sehr spärlich und hellgrün, der Urinanteil weiß und mit Flüssigkeit, was normal ist. Der hellgrüne Kot ist aber ein schlechtes Zeichen…er zeugt von Unterernährung. Ihre Atmung ist schwer, heute sogar mit geöffnetem Schnabel.
Wenn es weiterhin so rapide abwärts geht, werde ich meine süße, geliebte Sonja wohl in den nächsten Tagen verlieren, was mein Herz zerreißen wird.
Ich weiß, dass ein vogelkundiger Tierarzt nichts mehr ausrichten könnte. Sonja würde das Einfangen, die weite Fahrt, die Untersuchungen…wohl nicht oder schwerlich überstehen. Ich kann meinem geliebten Wesen wohl in den letzten Tagen nur mit Zuwendung und Liebe begegnen und möchte ihr den Schock eines Transportes nicht zumuten. Jegliche Art von Stress verschlimmert ja auch eine Borna- Viruserkrankung - ich habe es bei Sunny erlebt und bin noch immer traumatisiert von den zahlreichen Tierarztbesuchen mit ihm.
Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.
Meine große Angst ist, auch noch meine drei Jungen an diese schreckliche Krankheit zu verlieren.
Welch‘ ein nie endender Albtraum!
 
@Vogelmädchen Bitte versuch mal Alamin kombiniert mit Alfavitam mindestens 3 x pro Woche über das Trinkwasser zu verabreichen (je 1 Tropfen auf 10 ml Wasser), das hat meinem Zwietsch sehr geholfen. Die Vitamine kombiniert mit Aminosäuren wirken aufbauend. Dann könntest du noch Mariendistelsamen kaufen (gibt es bei Birds Online, soweit ich mich erinnere) und ins Futter mischen, sie helfen gegen die Leberprobleme und wirken kräftigend, das wird allen gut tun, auf gar keinen Fall aber schaden. Alles was aufbaut und kräftigt ist jetzt hochgeschätzt und willkommen.

Unsere Henne Liffi, die ehemalige Partnerin des verstorbenen Vogels hat auch schon seit geraumer Zeit einen Atemwegsinfekt, den sie nicht loszuwerden scheint. Leider hat sie letztes Jahr immer wieder Zwietschs Erbrochenes aufgeleckt. Sie schien ganz wild darauf zu sein und ließ sich nicht davon abhalten. Warum ein Vogel so etwas macht, entzieht sich mir vollends. Ob es ihr geschmeckt hat oder es gar selbstverletzendes Verhalten war, werden wir nicht erfahren.

Zurück zu Liffis akutem Zustand: Ihre Stimme war zeitweise ganz weg, zeitweilig kam nur ein Krächzen. Nach etwa 3 Wochen war ich mit ihr bei der vk Tierärztin, die ein orales Antibiotikum für 10 Tage verordnet hatte. Hat kaum Wirkung gezeigt. Momentan piepst sie immer wieder sporadisch, aber sehr heiser. Wollen wir mal hoffen, dass es nur ein Atemwegsinfekt ist und ich das in den Griff bekomme. Ich werde sie mal mit Thymian inhalieren lassen.

Zwietsch hat immerhin 2 Jahre gekämpft und recht gut durchgehalten. Bis auf das letzte halbe Jahr hatten ihm Antibiotika bei Atemwegsinfekten immer gut geholfen. Die Alamin/ Alfavitamkur hat ihn prima gekräftigt. Und auch Inhalationen und Rotlicht kamen immer gut an. Aber bei Krankheiten setzt sich ja gern mal eins aufs andere drauf. Wichtig ist es, die Piepser bei Kräften zu halten. Weise Entscheidung, Sonja nicht der Strapaze des Tierarztbesuchs auszusetzten. Könnte ich die Zeit noch mal zurückdrehen, hätte ich für Zwietschi auch so entschieden.
Alles Gute für euch und halt uns gern auf dem Laufenden über deine Piepser! :trost:
 
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Ich danke Dir sehr für Deine Worte und Tipps, lieber @Schnabler!
„Alamin“ und „Alfavitam„ kannte ich noch nicht, werde aber morgen gleich versuchen, sie zu erstehen. Ich selbst habe „Corvimin“ in Gebrauch, ein Pulver mit Vitaminen und Mineralstoffen, das ich 2 x wöchentlich über das Naßfutter gebe.
Da mein Sunny auch schon durch das Borna-Virus diese massiven Leberprobleme hatte, habe ich noch Legalon-Kapseln im Haus. Die beinhalten auch aufbereitetes Mariendistel-Extrakt, das nicht gar so bitter schmeckt als gemörserte Mariendistelsamen. In der Vergangenheit bestellte ich tatsächlich bei “Birds online“ auch die Mariendistelsamen, aber die kann ein Kanarienvogel gar nicht knacken. Das hatte ich nicht bedacht. Vielleicht sollte ich diese aussäen und sehen, was daraus wird.
Jedenfalls habe ich das schlimme Gefühl, dass meiner geliebten Sonja diese Maßnahmen nicht mehr helfen werden, weil sie nicht mehr lange genug leben wird. :heul: Sie hat lange ihren Zustand vor mir verborgen und jetzt ist sie wohl in der finalen Phase, sozusagen trotz Fressen verhungert. Heute Abend flog sie zwar mit Mühe auf ihren Schlafast, hat aber heftige Atemprobleme (ohne Anzeichen von Ausfluss oder Husten- war bei Sunny auch so). Leider sieht man ja versteckt durch das Federkleid Kanarienvögeln ihren Ernährungszustand nicht an, es sei denn, man fängt sie und betastet ihren Bauch oder wiegt sie. Aber wer macht so etwas schon regelmäßig, wenn kein Verdacht besteht?!
Ich bin ehrlich gesagt nur noch am Weinen.
Nochdazu hat eine der Töchter von Sonja (Chrissy, 4 Jahre alt) auch seit geraumer Zeit mit „Niesen“ und teilweise leichtem „Schnupfen“ zu tun. Das kommt und geht. Im Vogelzimmer zieht es aber nicht und ich halte das Zimmer peinlich sauber, ebenso das Inventar. Auch ihre Stimme war teilweise heiser, ist aber inzwischen wieder recht gut.
Ihre Eltern hatten dies auch eine zeitlang, verschwand aber dann. Ich habe das ungute Gefühl, dass selbst dies mit dem Borna-Virus als Frühwarnzeichen in Verbindung stehen könnte.
Das könnte bedeuten, dass meine Chrissy (sie brütet gerade und hat 6 Eier gelegt, die ich gegen Kunsteier austauschte) die nächste Kandidatin sein könnte. Ich darf gar nicht daran denken.
Mein Sunny, hat wie Dein Zwietsch auch, rund 2 Jahre gegen die Krankheit gekämpft. Zum Schluss ging es wohl so schnell mit ihm bergab und er bekam diese heftigen neurologischen Störungen (epileptische Anfälle etc.), weil die Vk-Tierärztin in Unkenntnis was er wirklich hatte, gegen seine Atemnot mit Ivermectin vorging mit dem Verdacht auf Luftsackmilben (was es ja nicht war). Nach dem 2. Mal Gift auftragen durch die Tierärztin starb er bald darauf.
Alles so unendlich tragisch!
Ich drücke Deiner Liffi ganz fest die Daumen, dass sie kein Borna hat! Du kümmerst Dich ganz wunderbar um Deine gefiederten Lieblinge!
 
IMG_5394.jpegMeine kleine Sonja am Sonntagmorgen. Ihre Beinchen kommen mir „stärker durchblutet“ d.h. etwas rötlicher als sonst, vor. Am Abend ging es ihr bereits schlechter.
 
Liebe @Ernalotte ,
danke Dir für Deinen Tipp und die lieben Worte. Ich bin nur noch am Weinen! Heute Früh saß meine Sonja am Boden des Vogelzimmers und kam nicht mehr hoch. So musste ich sie leider sachte mit meinen Händen aufnehmen und nach oben setzen. Vor einem Tuch hat sie leider genauso Angst wie vor den Händen, darum entschied ich mich für letzteres, weil ich da mehr Gefühl habe. Aber natürlich war sie da Stress ausgesetzt.

Es ist für mich so entsetzlich mitanzusehen, wie von Tag zu Tag ihre Kräfte so rasant schwinden. Sie hat aber keine neurologischen Symptome, was mich so stutzig macht. Und sie war wohl schon lange krank, hat es aber wunderbar verborgen. Ich dachte die letzten Monate, dass sie mit 6 Jahren (und eigentlich ist sie erst 5) allmählich etwas ruhiger wird und früher am Abend „zu Bett geht“. Welch‘ eine Fehleinschätzung! :heul: Dabei muss sie vor vollen Schüsseln verhungern! Ich bin untröstlich, denn ich liebe meine Vöglein so sehr, sie sind für mich nicht minder wert, als ein Mensch.
 
@Vogelmädchen
Guten Morgen, wie du dir denken kannst, lese ich den Leidensweg deiner Tiere natürlich leise mit. Ich habe mich damals gefragt, wie das Borna Virus überhaupt zu euch gelangen konnte, beziehungsweise auf welchem Weg? Normalerweise erkranken gerade Kanarienvögel sehr selten an diesem Virus und ich hatte immer gehofft, dass es eventuell doch eine Fehl Diagnose sein könnte.
Was ich nie nachvollziehen konnte, ist, dass du deine Henne mit den anderen Tieren noch zusammen hältst/hieltest?
Ich hätte diese Henne schon längst in einem Kranken-Käfig jeglichen Stress erspart, und sie sage und schreibe gepäppelt. Heute sehe ich zum ersten mal ein Foto von deiner Henne, auf welchem sie auf mich keinen wirklich kranken Eindruck macht. Ich würde dennoch dazu raten und tendieren, dieses Tier in einen separaten Käfig zu setzen und es nicht mit anderen Vögeln aus einem Fressnapf fressen lassen. Ich hätte auch viel zu große Angst, dass sich die anderen Tiere infizieren. für einen Kanarienvogelhalter sind diese Darstellungen von dir natürlich eine bittere Pille und auch ich bedaure es sehr, dass man dir nicht weiterhelfen kann. Dennoch bezweifle ich die Diagnose und würde auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen.
Natürlich ist eine Fahrt zu einer Tierklinik eventueller Stress, jedoch würde ich das in Kauf nehmen, wenn ich wüsste, dass ich dadurch klare Verhältnisse schaffen könnte. Mariendistel habe ich von Hungenberg auch immer in meinem Vogelschrank, es ist ein Pulver, und man kann es gut über das Futter streuen. Irgendwelche Cocktails von Vitaminen synthetischer Art würde ich strikt außen vor lassen und lediglich, Corvimin weiterhin auch hoch dosiert anbieten. Ich möchte auf gar keinen Fall übergreifend in deine Vogelhaltung reden, sondern dir ein paar aha Effekte zukommen lassen. Jeder will dir helfen und dann kommt leicht und unwillkürlich dieser Ratschläge- Mix zustande, du verstehst
Auch ich habe eine alte Henne. Sie wird im Mai acht Jahre alt , in meinem Bestand. Natürlich werden diese Tiere ruhiger jedoch ist sie im Freiflug sehr aktiv und genießt auch gern ihre Sonnenstunden.
Bitte sei so lieb und poste auch einmal deine Haltungs-Situation beziehungsweise den Standort deiner Vogelbehausung. Ich wünsche dir an dieser Stelle alles Gute und hoffe dass es sich wirklich um eine Fehl Diagnose handelt.
Eine Frage noch: hältst du Hunde oder Katzen, welche Tiere kämen sonst als Überträger dieses Bornavirus in deinen Bestand, es sei denn, du hast ein krankes Tier gekauft.
Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe, hänge noch ein Foto an von dem Mariendistelpräparat.
Des Weiteren würde ich einen vogelkundigen Tierarzt fragen, ob die neurologischen Ausfälle durch Vitamin B abgefangen werden können.
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Liebe @Vogelmädchen,

würde Deine Sonja denn noch fressen wollen? Wenn ihr die Kraft zum Entspelzen fehlt, könntest Du versuchen entspelzte Kolbenhirse anzubieten. Dazu nimm ein paar Körner in die hohle Hand und reibe sie gegeneinander. Bei roter Hirse siehst Du, dass die Körner hell werden und die Spelzen lassen sich leicht abpusten.

Diese Körner kannst Du auch in einen Suppenlöffel legen, mit einem Kaffeelöffel platt drücken und so durch hin- und herkippen des kleinen Löffels zu mörsern. Vielleicht gelingt es besser, Deinem Vögelchen mit Wasser angerührten Brei anzubieten.
 
Liebe @Vogelmädchen,

würde Deine Sonja denn noch fressen wollen? Wenn ihr die Kraft zum Entspelzen fehlt, könntest Du versuchen entspelzte Kolbenhirse anzubieten. Dazu nimm ein paar Körner in die hohle Hand und reibe sie gegeneinander. Bei roter Hirse siehst Du, dass die Körner hell werden und die Spelzen lassen sich leicht abpusten.

Diese Körner kannst Du auch in einen Suppenlöffel legen, mit einem Kaffeelöffel platt drücken und so durch hin- und herkippen des kleinen Löffels zu mörsern. Vielleicht gelingt es besser, Deinem Vögelchen mit Wasser angerührten Brei anzubieten.
Die Palette des Angebotes ist eigentlich sehr vielseitig. Man könnte ihr zum Beispiel auch Haferflocken anbieten, Zwieback anklippen, des Weiteren könnte man mit Couscous und Eifutter eine Art Aufzuchtfutter herstellen, und geraspelte Möhre hinzufügen.
Kolbenhirse und RispenHirse würde ich zum Beispiel immer mit anbieten. Man kann auch gemörsertes Körnerfutter anbieten, so wie es bei Jungvögeln auch gemacht wird.
 
Thema: Albtraum: Kanarien- Bornavirus

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