Alkohol im Notfall geben?

Diskutiere Alkohol im Notfall geben? im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, kurze Frage mal: Mein TA hat mir mal gesagt, dass man einem "kollabierten" Vogel, von dem man meint, dass man es nicht mehr zum TA...

  1. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Hallo,
    kurze Frage mal: Mein TA hat mir mal gesagt, dass man einem "kollabierten" Vogel, von dem man meint, dass man es nicht mehr zum TA schafft, einen Tropfen Zuckerwasser geben kann.
    Heute traf ich eine Halterin, die einen sehr alten Wellensittich hatte (an die 20 Jahre), der einmal auf der Kippe stand und von ihr einen Tropfen Cognac bekam, was ihn wieder munter machte und "noch ein paar Jahre leben ließ".
    Ich war da sehr skeptisch ob der Körpergröße eines Wellensittichs im Verhältnis zu einem Tropfen Cognac.


    Kennt jemand diese Art der "Nofallbehandlung" (für einen Vogel, von dem man meint, er stirbt vielleicht sonst, um "den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen")?

    Gibt es dabei nicht beachtliche mögliche Nebenwirkungen (Gilftwirkung des Alkohols)?

    Nicht, dass ich das ausprobieren möchte, ich würde nur gern wissen, ob es überhaupt sinnvoll ist oder evtl. dem Vogel mehr schadet?

    Ich hätte jetzt gedacht, jede Art von Alkohol egal in welcher Menge wäre für so kleine Vögel schädlich.
     
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  3. #2 charly18blue, 12. Februar 2014
    charly18blue

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    Hallo Stephanie,

    Nein das ist auf keinen Fall unter Notfallbehandlung einzustufen sondern unter "wie bringe ich meinen Vogel schnell um". In dem Fall scheint die Halterin mit dem Welli Glück gehabt zu haben, wobei ich schon beim Alter - 20 Jahre - zweifle.
    Alkohol ist ein Gift und kann stark erhöhten Blutdruck mit Todesfolge verursachen. Ein kleiner Schluck Bier ist für einen Papagei das Equivalent von mehreren Schnäpsen für Menschen. Menschen können solche Misshandlungen erstaunlich gut wegstecken, Papageien hingegen nicht.
    Vögel die kleine alkoholische „Leckerbissen“ bekommen entwickeln schnell chronische Leberprobleme, erhöhten Blutdruck und sind anfällig für Herzattacken und Schlaganfälle. Zusätzlich kann Alkohol das Immunsystem schwächen und den Papageien dadurch sehr anfällig für Infektionen machen. Auch Alkohol sollte deshalb grundsätzlich nicht gegeben werden. Quelle
     
  4. #3 Cyano - 1987, 12. Februar 2014
    Cyano - 1987

    Cyano - 1987 Foren-Guru

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    Schon in Fruchsäften dürfen 0,38 Volumen-Prozent Alkohol sein (in Bier sind ca 5 Volumenprozent). In Obst, das in der Luft liegt, entsteht durch Gärung Alkohol.
    1 Tropfen entspricht in etwa 1/20 ml.
    Beim dem Wellensittich konnte man wohl nichts mehr falschmachen. Evtl lieferte der Alkohol auch einfach Energie:
    Kohlenhydrate (wie z.B. Taubenzucker) und Eiweiß haben 4 kcal/g, Alkohol hat 7 kcal/g und Fette haben 9 kcal/g.

    Traubenzucker sollte man immer im Hause haben, allein schon, weil mal ein Diabetiker umkippen könnte.
    So ein Krümelchen kann auch einem Vogel durchaus helfen.

    Vielleicht ist der Vogel auch durch eine "igitt!"-Reaktion wachgeworden. Tiere verschmähen ja meist Bitterstoffe.
    Wobei es ja auch die "Lehmlecken" gibt, die von Papageien angeflogen und benutzt werden um Giftstoffe zu neutralisieren.
    Evtl hat auch der geruch gewirkt, obwohl dieser Reiz nicht so übermäßig ausgeprägt ist.
     
  5. #4 Alfred Klein, 13. Februar 2014
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    Ich weiß nicht wie es bei Papageien ist aber früher haben die übermütigen Kids schon mal den Hühnern in Schnaps getauchtes Brot gegeben und sich kaputt gelacht wenn die Hühner besoffen waren. Auf jeden Fall haben die Hühner es überlebt, aber wohl mit einem Riesenkater.
     
  6. #5 Cyano - 1987, 13. Februar 2014
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    Es ist natürlich auch ein gewaltiger Unterschied, ob es sich um einen Sittich von 20 bis 100g oder um ein Huhn von einigen Pfund handelt. Im obigen Fall handelt es sich ja auch um einen schwachen, alten, kranken Welli, in Deinem Beispiel um gesunde junge Hühner.

    Gibt es eigentlich in Alkohol gelöste Tiermedizin? Viele Medikamente für Menschen enthalten ja Alkohol als Lösungs- und Konservierungsmittel.
     
  7. #6 charly18blue, 13. Februar 2014
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    Nicht das ich wüßte, deswegen wird ja auch empfohlen, dass z.B. bei Tropfen, dies mit dem Bestandteil Alkohol gibt, möglichst auf etwas anderes auszuweichen.
     
  8. univers

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    Das Alter mag selten vorkommen, aber wir hatten auch schon einen Welli der über 20 Jahre alt geworden ist.Der war natürlich entsprechend auch ein Greis und hatte alle möglichen Alterserkrankungen zum Schluß...darüber hinaus würde ich das mit dem Alkohol auch nicht empfehlen.
     
  9. klumpki

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    von Alkohol würde ich auch abraten, allerdings schreibt die Deutsche Mauersegler Gesellschaft in Frankfurt " So hat sich z. B. vielfach bei hochgradig geschwächten, kreislaufdepressiven Patienten statt der gängigen Kreislaufstimulantien lauwarmer schwarzer Kaffee als hervorragendes Hausmittel bewährt. Zuvor muss jedoch immer eine Infusion mit Roborantia erfolgen." Im Notfall halt.
     
  10. saja

    saja Foren-Guru

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    Ob das in manchem Fall sinnvoll sein mag, wage ich nicht zu beurteilen (glaube es aber kaum), aber hier ein ganz interessanter Link zu "Vögel und Alkohol":
    http://link.springer.com/article/10.1007/BF01651072#page-1 (rechts auf das orangene "Look Inside" bzw. "Vorschau" klicken, dann kommt der deutsche Text)
    Anscheinend wurde das Thema bislang nicht grossartig wissenschaftlich gewürdigt.
    Viele Grüße,
    Saja
     
  11. owl

    owl Foren-Guru

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    Hallo

    Ich möchte euch mal schreiben wie es war, als mein Nymph Rudi betrunken war. Vorweg: das war keine Absicht meinerseits. Muss jetzt allerdings ein bissel ausholen, nicht zuletzt zu meiner eigenen Verteidigung :~

    Vor einigen Jahren, als ich meine Nymphen kontrolliert (auf Plastikeiern brüten lies) gesellte sich Rudi während meines Abendbrots immer gerne zu mir, während Rosi auf dem Nest sass. Mein Mann war zu jener Zeit eine Woche auf Schulung, also gar nicht zu Hause. Somit fand ich Rudi’s Gesellschaft neben meinem Teller eigentlich ganz nett. Klar, er hätte gerne von meinem Menschenfutter gekostet, durfte er natürlich nicht. Statt dessen habe ich meinem Nymph etwas Kolbenhirse und Vogelmiere serviert…. das war dann auch – abgesehen von ein paar weiteren Versuchen, etwas von meinem Teller zu klauen – ganz okay so. Ich muss noch dazu schreiben, dass ich während dieser Zeit mein Abendbrot im Wohnzimmer hatte. Wenn mein Mann zu Hause ist, dann essen wir natürlich am „richtigen“ Tisch. Ausserdem trink ich zum Abendbrot je nach Lust und Laune manchmal ein Gläschen Bier. So auch an jenem Abend. Genau darauf hatte es Rudi abgesehen. Ich schirmte mein Bierglas zunächst mit meinen Händen ab, worauf Rudi wütend wurde, und sogar zu beissen anfing. Hab dann mein Glas zur Hälfte leergetrunken, im Glauben, dass gieriger Nymph da nicht mehr dran kommt. Er hat dann auch keinen Trinkversuch mehr unternommen. Also gut, da wagte ich die paar Schritte in die Küche, um mir eine Serviette zu holen. Kaum dem Vogel den Rücken zugewandt... :bier: durch die offene Küchentür sah ich meinen Vogel gaaanz lang gestreckt, auf Zehenspitzen, sich an meinem Bier zu laben.

    Mein klares und deutliches NEIN hat er dann aber gut verstanden, und flog zur Schaukel vor dem Nest. Tja, da sass er nun, wie ein Häufchen Elend, wie ein begossener Pudel, ein verwirrtes Häufchen Vogel, das nicht wusste wie (und warum !!) ihm so geschah.

    Daher schliesse ich mich meinen VorschreiberInnen an, und kann nur davon abraten, Vögeln alkoholhaltige Medikamente oder Hausmittel zu verabreichen. Neben schweren Leber- u.a. Krankheiten, besteht auch die Gefahr, dass die Vögel in ihrem Delirium verunglücken könnten.

    Erste Hilfe bei Kollaps, klickst du hier


    P.S: damals 2005, als mein Nymphenweibchen auf der Fahrt zum TA kollabierte, wusste ich das alles noch nicht. Selbst wenn….. wir hätten auf der Bundesstrasse kurz vor Tübingen im Berufsverkehr nicht einmal schnell anhalten können. Hildegard lebt in meinem Herzen weiter.

    Nachtrag: hab was vergessen: von dieser Fuss-Akupunktur habe ich schon mal in einem anderen Forum gelesen, kanns nur leider nicht mehr finden. Wollen wir hoffen, dass wir, bzw. unsere Vögel das NIEMALS benötigen.
     
  12. #11 Alfred Klein, 15. Februar 2014
    Alfred Klein

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    Sonja, anscheinend sind alle Vögel scharf auf Bier.
    Und der Welli meiner Mutter, Hansibub, hat es mal vor lauter Gier geschafft ins volle Bierglas hinein zu fallen. Meine Lara lutscht immer den Rand der Bierflasche ab. Zum Glück trinke ich aus der Flasche, da kann keiner hineinfallen oder sich besaufen.
    Ansonsten sind viele Tiere scharf auf Bier. Früher bekamen die damaligen Brauereigäule einer hiesigen Brauerei zum Frühstück immer einen Liter Bier. Konnte man ihnen nicht verweigern da sie sonst unausstehlich gewesen wären. Prost.
     
  13. saja

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    Ist zwar off topic, aber mit (Trink)gläsern sollte man in der Nähe von Vögeln sowieso vorsichtig sein. Einer Bekannten ist ein Wellensittich verstorben als er sich - kurz allein gelassen - in ein normales/schmales Wasserglas beugte und da nicht mehr heraus kam.
     
  14. owl

    owl Foren-Guru

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    @ Alfred

    Hoffentlich konnte der Welli deiner Mutter gerettet werden ? So lange jemand in der Nähe ist, ist vermutlich der Schwipps nachher das grössere Problem. Wellis sind wirklich lustige kleine Kobolde, und natürlich gierige Frechdachse. Ich finds einfach beeindruckend, wenn die Vögel unbedingt was haben wollen, wie beharrlich und ausdauernd sie ihr Ziel verfolgen.

    Über die Brauereigäule hab ich mich amüsiert. Kann eine Brauerei sich eine bessere Werbung wünschen, frei nach dem Motto: „sogar unseren Gäulen schmeckt unser Bier ganz ausgezeichnet“ :D

    Vor nicht allzu langer Zeit kursierte eine Nachricht aus Australien…. ich glaub das waren Loris (bin mir aber nicht ganz sicher) die besoffen von den Bäumen fielen. Was zunächst vielleicht lustig klingt oder aussieht…. für die Tiere ist das lebensgefährlich.

    Ob Rudi die Wirkung, oder auch den Geschmack von Bier vorher schon kannte ? Hm, ich denke eher nicht. Ich würde nie zulassen, dass meine Vögel Alkohol bekommen. Ausserdem kommt er normalerweise gar nicht auf den Tisch wenn wir essen. Das macht er nur, während Rosi brütet. Da möchte er nicht alleine vespern, und gesellt sich entweder zu meinen Wellis, oder eben zu mir. Gebrütet wurde seit fast zwei Jahren nicht mehr, und das ist auch gut so. Andererseits ist Frühling im Anmarsch, und meine Rasselbande wäre nicht abgeneigt.

    Nochmal zum Bier: das schmeckt mir gar nicht so gut aus der Flasche. Aus der Dose schon zweimal nicht. Bei mir trinkt das Auge mit. Ich mag die schöne Bernsteinfarbe des Bieres, und auch wie es so schön vor sich hin perlt :bier:

    @ saja

    Um den Welli deiner Bekannten tut's mir sehr leid, armes Kerlchen :traurig:
    Auf jeden Fall hast du Recht, und man kann nicht vorsichtig genug sein. Ich hab ja auch nicht damit gerechnet, weil Rudi schliesslich wieder an seiner Kolbenhirse knabberte. Mein Glas (normales Trinkglas, kein Pilsglas) halb leer war, und ich nur in die angrenzende Küche ging. Die Tür blieb ja offen, so dass ich beobachten konnte, was der Geier so trieb, nachdem ich ihm wirklich nur ein paar Sekunden den Rücken zugewandt hatte.
    Wie auch immer: die kleinen Streiche oder Schurkereien geschehen eigentlich immer dann, wenn die Federlosen nicht anwesend sind, oder mal kurz nicht hingucken ;)
     
  15. owl

    owl Foren-Guru

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    sorry für mein obiges offtopic.

    zum eigentlichen Thema...

    ich bin zwar keine Expertin, würde aber trotzdem unbedingt davon abraten, den Vögeln Alkohol, bzw. Cognac oder anderen Schnaps zu verabreichen. Auch im Notfall nicht. Dann doch lieber die Carbo vegetabilis Globuli, oder eben die Bach Rescue-Tropfen, um das Risiko einer unerwünschten Nebenwirkung so gering wie möglich zu halten.
     
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  17. Stephanie

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    Ich hatte mal dieses Notfallspray "extra für Tiere", also aus einem Onlineshop für Vogelbedarf - da waren die Globuli in Alkohol gelöst.
    Das habe ich dann für die Vögel nicht mehr verwendet, nachdem der TA sagte, das habe eher die Wirkung des Sprühstoßes, die den Vogel animieren könnte nach einem Schock, nicht die Wirkung der Inhaltsstoffe.

    Hm, viele Gerüchte scheinen sich dann wohl noch immer hartnäckig zu halten...

    Vielleicht wäre es doch besser, man würde wieder zu den Ernährungsratschlägen der 80er Jahre zurückkehren.
    Da hieß es in meinen Büchern immer, Wellensittiche dürften nichts für Menschen bestimmtes bekommen - keine Gewürze, keine Getränke, keine Speisen vom Tisch, nur Körner, Wasser (im Notfall schwachen Tee) und frisches Obst/ Gemüse/ Salat/Kräuter hin und wieder.
    Ich schrecke daher immer noch vor anderen Getränken als Wasser zurück, obwohl ich weiß, dass andere Halter durchaus ihren Vögeln, auch Wellensittichen, Gemüsesäfte, Obstsäfte und Käutertees aus unterschiedlichhen Gründen als Alternative zum Wasser anbieten.

    Ich fürchte, dass die vielen Berichte gerade aus den USA, die den Vogel sehr ins Familienleben eingebunden zeigen ("der arme Vogel soll ein Schwarmgefühl erleben und darf selbstverständlich von meiner Gabel mitessen") dazu animieren, eher zu viel Unpassendes dem Vogel gedankenlos anzubieten.

    Ich habe damals den Kopf geschüttelt über meinen Klassenkameraden in der 5. Klasse, dessen Vogel nach einem halben Jahr starb, (vermutlich) weil er Chips und Cola bekommen hatte. für mich war damals klar, der Wellensittich ist ein Tier und bekommt keine Menschennahrung, schon gar keine verarbeiteten Lebensmittel wie Cola und Chips.
    Heute ist dieser Gedanke gar nicht mehr so selbstverständlich wie früher für mich, weil vieles auch im Zoohandel angeboten wird, das man auch als Lebensmittel im Supermarkt kaufen kann (Trockenfrüchte, Trockengemüse, Reispfanne, Nudelgerichte, Bohnengerichte für Vögel, Trockenblüten, Tees).

    Da fällt es viel schwerer zu entscheiden, was denn nun geeignet und was Humbug ist.

    (Gut, auf der anderen Seite waren die Knabberstangen früher auch Humbug, die man aber gekauft hat, weil ein Vogel auf der Packung war und man dem Tierchen ja "Beschäftigung" bieten wollte...).
     
  18. owl

    owl Foren-Guru

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    Cola und Chips sind Menschennahrung :? Iiiiiiiigiiiiiiiiittt :D

    Dennoch..... ich denke wir sind uns doch alle (oder die meisten) einig, dass unsere Vögel nicht von unserer gewürzten, gesalzenen oder sonstigen Nahrung bekommen sollten. Andererseits ist Feldsalat ja auch Menschennahrung, und ich biete gerade während der kalten Jahreszeit, wenn draussen keine Gräserle wachsen, hin und wieder Bio-Feldsalat (natürlich ohne Dressing) an.

    Zu den Kräutertees.... bin auch ich der Meinung, dass ein gesunder Vogel selbige nicht benötigt. Anders sieht es aus, wenn ein Vögelchen krank ist. Beispiel: Ringelblumentee. Selbigem wird nachgesagt, dass er beruhigend und entzündungshemmend auf die Kropfschleimhäute wirken soll. Vor fast 2 Jahren hatte meine Rosi so ein gefährliche Kropfentzündung. Selbstverständlich sind wir schnellstmöglichst zum Tierarzt gefahren, der hat die richtige Diagnose gestellt, und zum Glück erfolgreich behandelt. Unterstützend gab ich zu Hause Ringelblumentee mit Wasser verdünnt, ca. 50 : 50. Die Begeisterung meiner Vögel hielt sich allerdings in Grenzen. Zuweilen wird auch empfohlen, geschwächten Vögeln etwas Honig zu verabreichen. Bevor ich einen Vogel quasi zusammenbrechen lasse, würde auch ich etwas Honig anbieten. Im Falle einer Pilzerkrankung, kann das wiederum total verkehrt sein.

    Ich bin mir nicht sicher, und kann mich auch täuschen, denke aber, dass es immer auf den individuellen Einzelfall ankommt. Den Nutzen und das Risiko richtig einzuschätzen, ist auch nicht immer einfach, jedenfalls für mich nicht ;). Beim verdünnten Ringelblumentee hatte ich jedenfalls keine Bedenken, dass er in irgend einer Form schädlich sein könnte.
     
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