Allgemeine Gedanken über das Glück mit Papageien zu leben.

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  1. #1 alfriedro, 29. April 2009
    alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Die vielen Fragen von verunsicherten Papageienhaltern und die Resignation der wirklichen Fachleute über die gebetsmühlenartigen Wiederholungen ihrer Antworten, Ratschläge und Tipps, die Hinweise auf Biologisches etc., begleitet von Gängelei von Geschäftsleuten und Anfeindungen spezieller Lobbyisten haben mich angeregt, darüber nachzudenken, was die Papageienhalter eigentlich wollen mit und von den Tieren. Ich bin der Ansicht, dass die Menschen ganz allgemein glücklich sein möchten, aber nicht so recht wissen wie. Die Fastzination an einem so schönen Tier, was so intelligent und lernfähig ist, wie ein Papagei, ist nur verständlich. Unbekümmert schafft man sich so ein fantastisches Tier an, weil es ja auch so klug und verständig zu sein scheint. Man vermutet oder erhofft sich einen kleinen Schatz zum Liebhaben. Etwas, worauf man auch stolz sein kann, weil es so schön ist.
    Man kann zum Glücklichsein natürlich auch eine Entscheidung zu einem Leben mit Papageien treffen. Dann aber droht man vielen Irrtümern aufzusitzen, die so herumgeistern und ist hin und her gerissen, was man nun glauben soll. Und das Unglück lässt dann nicht lange auf sich warten. Verunsicherung ist nur der Anfang. Dann kommen natürlich viele kluge Ratschläge von wahren Experten, die versuchen, dem drohenden Elend eine Wendung zu geben. Was für Anforderungen dieses hochintelligente, lebhafte Tier stellt, um auch glücklich zu sein, wird irgendwie nicht verstanden. Man versucht, das Tier zu einem kleinen Menschen zu machen. Das gelingt nicht. Dann kommt Zweifel und schließlich Verdruss, Zorn, Verzweiflung, Resignation. Nichts, was das Versprechen auf Glück mit Papageien einlöst. Die Einsicht, dass es doch ein Irrtum war, wie man sich das Leben mit dem Papagei vorgestellt hat, kommt vielleicht. Aber der Mut zu einem Neuanfang bleibt oft auf der Strecke. Manche Papageienhalter schämen sich vielleicht sogar, dass sie die richtigen Ratschläge nicht befolgt haben. Etwas Beschämendes versteckt man lieber, man versucht daraus zu entkommen, indem man es verschweigt oder schließlich verdrängt. Dann kommt das wirkliche Leid für die Tiere. Vernachlässigung und Verbannung bis es schließlich schwer krank entdeckt wird oder stirbt.

    Wir sollten eine Anleitung erfinden für das Glück mit Papageien zu leben. Ich glaube, die Menschen möchten nicht mit der Nase in ihren eigenen Unrat gesteckt werden. Ich bin überzeugt, dass es ohne Zeigefinger geht. Eher so: "Schau mal, wie schön der Papagei ist. Du kannst sein Freund werden. Ich erzähle dir mal, wie so ein Papagei lebt und was ihn glücklich macht. Wenn der Papagei glücklich ist, ist das auch dein größtes Glück." Also so, wie für Kinder, aber eben in einer Sprache für Erwachsene. Sie möchten ja gerne schon groß sein. Sie sind zwar erwachsen, aber irgendwie auch noch Kinder.

    Einschränkend muss man natürlich sagen, dass man über Papageien noch nicht allzu viel weiß. Nur das, was so in Menschenobhut gesammelt wurde und das ist nicht unbedingt das Beste. Naturbeobachtungen sind spärlich und recht allgemein. Es muss eben noch geforscht werden. Aber man weiß auch genug, um das Tier ins rechte Licht zu setzen.

    Ich denke, man muss die Sprache an die Bedürfnisse der Menschen anpassen. Die Darstellung der Tiere, Ökologie, Natur ist mir zu hochgestochen naturwissenschaftlich, wirkt distanziert und überheblich. Das zieht man sich nicht so gerne an. Ein Bisschen vermenschelnd und humorig darf es schon sein, wenn der Wesenskern der Sache nicht dabei verwischt oder verzerrt wird. Auch etwas mehr Leichtigkeit und Zurücknahme der Dogmen wäre vielleicht sinnvoll. Damit die Menschen sich einer Wahrheit annähern können, muss ein spielerisches Verhältnis zur Sache geschaffen werden, in dem sie unbefangen schauen können. Die Begeisterung für die Wirklichkeit kann genauso groß und schön sein, wie für die Illusion, dass ein Papagei ein Streicheltier sei. Fische kann man auch nicht schmusen. Echsen und Lurche ebenfalls nicht (manche kuscheln sogar mit Vogelspinnen). Aber mit einem Vogel kann man wirklich in einen Dialog treten. Man kann mit ihnen in unmittelbaren Kontakt treten. Der Vogel zeigt uns etwas, was wir in uns Menschen suchen. Hochgeistiges hat sich in dem Vogelwesen inkarniert, ist Materie geworden, ist ein Glied in einem Lebensgefüge (Biozönose) geworden. Auf vielen Ebenen zeigt uns der Vogel die Welt und zurecht werden Naturschutzprogramme entwickelt um der Vögel willen, obwohl ja das gesamte Ökosystem geschützt wird. Der Eisvogel ist Vogel des Jahres 2009. Warum? Weil seine Brutstätten nach wie vor gefährdet sind. Wir schützen die ausgespülten Steilwände an Wasserläufen und schützen damit den Eisvogel, und die spezifische Flora und die speziellen Insekten am Bachlauf und und und.

    Ein wirklich vielschichtiges Unterfangen ist es einen Bewusstseinswandel herbeizuführen für die Akzeptanz der Wirklichkeit. Und wir müssen Wege finden, die es ermöglichen, als Mensch und als Vogel glücklich zu sein. Einer davon liegt im Kopf des Menschen, einer in der Biologie des Vogels und einer in den materiellen Möglichkeiten.

    Holen wir den unbedarften Papageienhalter einfach mal dort ab, wo er sich befindet: In seiner Illusion, der Papagei sei ein drolliger Kobold, ein Spielkamerad und Schmusetier. Es wird ihm vorgeworfen, das Tier zu vermenschlichen und zu missbrauchen. Niemand, der gerade für eine Sache begeistert ist, lässt sich gerne etwas vorwerfen, vorhalten oder verbieten. Das ist Spielverderberei.
    Klar, aus Sicht des Papageis wäre das nützlich, gleich dort, wo der Missstand entsteht, einen Riegel vorzuschieben. Aber das Tier hat uns Menschen gegenüber auch eine Aufgabe zu erfüllen, wie ich an anderen Stellen schon mehrfach angedeutet habe (siehe auch weiter unten). Nur Ist die Aufgabe noch nicht eindeutig genug gestellt. Auch die Menschen, die sich mit dem Papagei befassen, haben eine Aufgabe zu erfüllen und diese ist noch nicht richtig erkannt. Das Spiel kann aber umgestaltet werden so, dass alle was davon haben (Stichwort Ökologie verbunden mit Kulturentwicklung).

    Also der kleine Kobold ist ein solcher, weil in seiner Natur etwas, was sein Wesen ausmacht, menschlich erscheint. Er hat vieles in seinem Wesen, was uns Menschen anspricht, so dass wir uns in ihm wiederfinden und deshalb so hingezogen fühlen, dass wir uns mit ihm identifizieren. So haben wir schon einen kleinen Menschen aus ihm gemacht.
    Treten wir wieder ein Stück zurück und betrachten ihn aus einer Distanz der Naturwissenschaft. Der Papagei ist Teil in einer langen Entwicklung seiner eigenen Natur und seines Lebensraumes (Evolution in einem ökologischen Beziehungsnetz der unterschiedlichen Lebensformen). Der Papagei in seiner derzeitigen Artenvielfalt und Ausdrucks seines Verhaltens ist flexibel weil intelligent, er ist sozial und darin hoch entwickelt. Die Einzelnen Arten sind Ausdruck von Spezialisierungen in ganz bestimmten Zusammenhängen.
    Nähern wir uns wieder an mit der Brille des unbefangenen Betrachters, der von Ökologie und Biologie kaum etwas versteht: Der Papagei ist ein Vogel, was uns Menschen ein wenig neidisch macht. Er ist sehr farbig (nicht alle), was uns Menschen anzieht. Er verkörpert Exotik, was uns Menschen ein Inbegriff paradiesischen Lebens ist. So hat er allerlei, was uns Menschen verspricht, umgeben wir uns mit diesem Tier, ein Stück Glück auf Erden zu sein. Beides ist wahr. Diese Diskrepanz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit ist in einen Einklang zu bringen.

    Hier habe ich mal die beiden Seiten der Betrachtung in einem kleinen Ausschnitt der gesamten Komplexität nebeneinander gestellt. Man kann etwas erahnen, was Annäherung zweier fremder Welten bedeutet, deren Botschafter unter anderen Lebewesen auch der Papagei darstellt. Man ahnt auch, dass der Papagei ein Helfer ist in der Entwicklung eines höheren Bewusstseins der Menschheit.

    Als Konsequenz in der richtigen Tier-Mensch-Beziehung müssten also folgende erste Schlüsse gezogen werden:
    Als Mensch: Ich liebe den Papagei, weil er ein wenig ist, wie ich. Er lässt mich träumen. Ist er bei mir, bin ich glücklich. Ich bin (jetzt, gleich, später) bereit, ein Stück von mir aufzugeben für das (Natur-)Leben insgesamt. So kann ich ein Stück mehr eins werden mit der Welt.
    Als Papagei: Der Mensch kann mich erkennen als Vertreter einer untergehenden Welt. Er soll mich lieben, damit er auch meine Welt lernt zu lieben. Er kann durch mich meine Welt erkennen lernen. So kann sie noch gerettet werden. Er muss noch viel lernen.

    Als Vermittler dieser zwei Welten stehen jene Menschen, die die Sprache der Natur und der Tiere ein wenig zu verstehen gelernt haben. Sie übersetzen, was der Botschafter der "fremden Welt" verstehen lassen will. Er muss die Sprache wirklich übersetzen und nicht eine eigene Sprache sprechen. Und er muss die Sprache des Botschafters noch besser verstehen lernen. Grammatik (Naturwissenschaftliche Methode des empirischen Denkens und Beweisens) reichen nicht aus. Gefühle sind die Worte, die zu Sätzen zusammen zu fügen sind. Das Vokabular ist gewaltig und fremd.

    Die unbedarften Papageienliebhaber sind ja eigentlich unsere Freunde, weil sie emotional mit den Tieren verbunden sind und doch eigentlich für die Sache einstehen. Wenn wir also ihre Fehler nicht moralisieren, lassen sie sich auch gerne beraten. Ob sie es richtig verstehen, liegt in unserer Hand.

    Wie ist es dann mit denen, die kommerziell mit Papageien zu tun haben? Um dieses objektiv beurteilen zu können, ist es sinnvoll einen kulturhistorischen Blick auf die Tierhaltung zu werfen.

    Seit Urzeiten hält man Tiere als Nahrungslieferanten. Auch als Jagdhelfer konnte man z.B. Hunde gebrauchen. Greifvögel und Kormorane sind Jagdhelfer aus der Vogelwelt. Dann wurden Tiere gezielt vermehrt. Allmählich kam man dahinter, dass man mit gezielter Auswahl Nutztiere auch zu besonderen Zwecken hervorzüchten kann. Was bei der Zucht überzählig war, wurde verkauft. Kein Mensch hatte je hinterfragt, ob es gut sei, die Tiere züchterisch zu verändern oder zu verkaufen. Auch die Art der Haltungsbedingungen hat nie einer hinterfragt. Es ergab sich aus der täglichen Notwendigkeit. Das Tier hatte dem Menschen zu dienen. Je besser es das konnte, desto wertvoller war es auch. Dieses züchterische Arbeiten setzt sich natürlich in den Tieren fort, die heute ausschließlich der Unterhaltung dienen. Die Unterhaltung ist jetzt nicht negativ zu bewerten, sondern dient der Beschäftigung mit den Belangen der Natur, mit allem was dazu gehört und das sind eben auch Irrtümer.
    Seit etwa 500 Jahren begann ein Bewusstseinswandel in der Menschheit. Die Menschen betrachteten die Natur nicht mehr nur als etwas Gottgegebenes. Man begann, hinter den Dingen allgemein, eben auch in der Natur, ein Wirkungsgefüge zu erkennen. Dieses Bewusstsein hat sich ausgewachsen zu einem derzeit mechanistisch-materialistischen Weltbild, welches den Blick auf die Wirklichkeiten verstellt, die hinter der sichtbaren, sinnlichen Welt steht. Diesem Weltbild und dem Gesellschaftssystem, das damit zusammenhängt, dient im eminentesten Sinne das Geld. Wenn man das Geld als Fließmittel ansieht, Güter von Einem zum Anderen zu tauschen, so ist es eigentlich egal, welches Gut man tauscht. Das Geld ist folglich in den Mittelpunkt des Erwerbs gerückt, es ist Lebensgrundlage geworden. Es ist aber nicht nur eine Loslösung von der Ware eine Begleiterscheinung, sondern, wenn es keinen gibt, der darüber wacht, die Loslösung von Ethik und Moral. In der Phase der Industrialisierung unserer Kultur war das sehr krass: Die Menschen mussten für die Rechte ihres Daseins kämpfen. Die Ausbeutung der Natur und der Ressourcen geriet ins Unermessliche und dauert an. Überall, wo das Geld als abstraktes Tauschmittel eingesetzt wird, muss eine moralische Komponente mit berücksichtigt werden. Und Moral ist etwas, was mit jedem Kulturentwicklungsschritt, mit jedem Fortschritt, neu erarbeitet werden muss. In unserer Zeit wird die Natur - die ganze Welt - als etwas angesehen, das zu eigenen Zwecken umgebildet werden kann. Sobald das Geld, was mit den Produkten aufgewogen wird, ins Spiel kommt, kommt eine neue Moralfrage auf: Darf man Menschen klonen? Darf man Nutzorganismen genetisch so verändern, dass man mit chemischen Mitteln alles Andere, nur nicht unseren Nutzorganismus auslöschen kann? etc. Auf uns bezogen gilt dann die Frage, darf man Tiere der Natur entnehmen, um sie zu Handeln? Wenn ja, in welchem Umfang und zu welchem Zweck? Es folgen weitere Fragen darauf.

    Wenn wir also auf diese Fragen gerechte Antworten geben wollen, welche Moral der Tierwelt und der Natur allgemein gegenüber entstehen soll, dürfen wir auch die kommerzielle Seite nicht verdammen, sondern müssen Lösungsmöglichkeiten suchen und anbieten. Auch hier besteht Aufklärungsbedarf und ist Verständnisbereitschaft nötig. Ich glaube nicht, dass man verurteilen und die Verursacher eines Missstandes mit ihrem Problem allein lassen kann. Man muss einen Weg aus dem Missstand in seiner gesamten Komplexität gemeinsam suchen und auch dem Kommerziellen zu seiner Berechtigung verhelfen.

    Die Frage ist nun, wie erreicht man auf der "anderen" Seite die Bereitschaft zum Dialog? Man muss realistisch analysieren und man muss Prognosen treffen können, welche Folgen der Handlungen auftreten. Dafür muss gründlich geforscht werden. Dafür muss es mehr Geld geben, damit die Forschung dem Anspruch auf eine objektive Entwicklung einer Moral gerecht werden kann. Und man muss limitierte Zugeständnisse machen können. Weil Entwicklung Zeit benötigt.
    Beispiel: Der Naturschutz verlangt, dass der Wolf als Teil einer intakten Natur in unsere Landschaft wieder integriert wird. Das betrifft aber nicht nur die Ökologie, das betrifft auch die wirtschaftlichen Ängste derer, dessen Tiere z.B. durch den Wolf gefährdet sind. Der Naturschutz hat mit der Politik eine Unterstützung derer ausgehandelt, die Verluste durch Wölfe erleiden. So ist der Wolf ein tragbares Problem in unserer Gesellschaft. Es ist eine Opferbereitschaft bei den Betroffenen entstanden, weil sie von der Gesellschaft getragen werden.

    Wie muss also in Zukunft eine kommerzielle Behandlung der "Ware" Vogel, sprich Papagei, aussehen? Was darf man dabei den Tieren zumuten? Welchem Zweck soll ferner der Papagei dienen? Einige Fragen, auch solche die jetzt hier nicht aufgeführt sind, lassen sich katalogisieren und schon beantworten. Weil aber die Beschäftigung mit dem Tier, folglich mit der Natur insgesamt, zum erliegen kommt, wenn es keinen Handel damit geben darf, müssen dem Handel Zugeständnisse gemacht werden. Darüber sollten wir beraten.

    So erreichen wir vielleicht irgendwann, dass der Mensch uneingeschränkt glücklich sein kann und der Papagei seine Botschaft zur Rettung seiner Welt vermitteln kann, ohne unnötig leiden zu müssen.

    Grüße, der Vielundlangschreiber Alex
     
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  3. Rena

    Rena Guest

    hallo,alfriedro

    mit verlaub´möchte ich sagen,das ich dich verstanden habe....nur: darüber streiten sich die götter,wie man so schön sagt.

    ich für meinen teil in der haltung meiner tiere,möchte behaupten das sie glücklich sind,oder zumindest tiere bleiben ohne wenn und aber.
     

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  4. #3 Andree Dincher, 29. April 2009
    Andree Dincher

    Andree Dincher Guest

    Ich für meinen teil bin mit meiner eigenen haltung eines Vogelzimmers und einer AV von 4x4x6 meter einfach unzufrieden und bin der meinug das ich unseren Vögeln zu wenig freiheit geben kann...andre mögen es traumhaft nennen wir für unseren teil sagen das es den ansprüchen der tiere nicht gerecht werden kann.

    Papageien wollen fliegen und nicht nur ein paar Flügelschläge machen.

    ist aber unsere ganz persönliche meinung.


    Mein absoluter Traum wäre es das ganze Areal ein zeunen zu können was unser eigen ist damit unsere Papageien wirklich frei fliegen könnten aber das wäre nicht bezahlbar.
     

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  5. octoplus

    octoplus Stammmitglied

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    Hallo Andree,
    Vielen Dank für die schönen Bilder Deiner Aussenvoliere. Meine 5 Gelbnackenamazonen leben in einem Vogelzimmer im ersten Stock und ich suchte schon lange eine Lösung um Ihnen den Zugang zum Garten zu ermöglichen. Nun hast Du mir geholfen! Nur werde ich einen stärkeren Draht auswählen, damit ich die Amazonen ohne Aufsicht in der Voliere lassen kann.
     
  6. #5 Andree Dincher, 30. April 2009
    Andree Dincher

    Andree Dincher Guest


    Ich freue mich das ich dir helfen konnte.

    Unsere Bande knabbert nicht an den Draht , dieser ist auch Marder und Kanickel sicher der schaut nur so dünn aus hält aber extremen Belastungen stand.
     
  7. #6 Sonya0_7, 1. Mai 2009
    Sonya0_7

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    Hallo Alex,
    von überaus kompetenter Seite wurde ich auf Deinen Beitrag aufmerksam gemacht und habe ihn jetzt (endlich) gelesen.

    Deine Schilderung ist eindrucksvoll und einfühlsam, wie eigentlich immer.

    Die Sichtweise, die Du den Papageien entgegen bringst, trifft es eigentlich auf den Punkt.
    Der Fehler in Deinem Beitrag liegt bei der Betrachtung, bzw. der Sichtweise, des Menschen.

    Wenn der Mensch so einfach gestrickt wäre, wäre vieles einfacher.
    Das unendliche Elend, daß sich aus dem Zusammenleben mit Vogel und Mensch oft (auch ungewollt) ergibt, läßt sich immer nur auf den Menschen zurück führen.
    Viel zu Wenige sind bereit, ihren vorgefaßten Weg zu verlassen. Sie sehen einfach den Grund nicht dafür. Und - sie wollen ihn auch nicht sehen.

    Liebe Grüsse
    Sonja
     
  8. #7 alfriedro, 1. Mai 2009
    alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Hallo Sonja,

    zum Teil magst Du Recht haben. Zum Glück gibt es aber auch kluge und weise Menschen. Und die übrigen haben die Freiheit der Wahl zwischen Leid und Freud. Viele wählen seltsamer weise lieber das Leid. Die Erkenntnis kommt vielleicht später.

    Grüße, Alex
     
  9. Rena

    Rena Guest

    hallo,sonja
    meine frage an dich und deine gleichgesinnten.....wieso haltet ihr tiere...??

    das würde mich mal,bei der perspektive die ihr hier verlauten lasst interessieren;)
     
  10. #9 Kathimama, 2. Mai 2009
    Kathimama

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    Ich weiß mein Glück zu schätzen

    Hallo Alex,
    langer Text... und nun auch hier... und viele Fragen ;)

    Ich will mal die letzte aufgreifen:

    Dem Handel mache ich keine Zugeständnisse. Im Gegenteil.

    Die Gemeinschaft mit Tieren ist etwas Wunderbares, das es zu schützen gilt :+klugsche.

    Meinem Empfinden nach (man muss sich nur mal durch die Forenwelten lesen, was so alles möglich ist, da schnürt es einem die Luft ab) dürfte es nicht mehr so einfach sein, an Tiere zu kommen. Jeder Hinz und Kunz - mit oder oder Ahnung - kann sich Tiere "anschaffen". Mein Wunsch wäre es, dass ein Sachkundenachweis erbracht werden muss und die Haltungsbedingungen gecheckt werden (ähnlich wie bei einer Zuchtgenehmigung).

    Ich weiß, ich träume...

    Welchem Zweck Tiere dienen sollen? Das habe ich mich nie gefragt.

    Ich wollte sie verstehen, ihr Wesen aufnehmen und mich so verhalten, dass es ihre Zustimmung findet und sie mich mögen. Das ist mir gelungen... es hat viele Jahre gedauert, weil ich nichts forciert habe... aber ich habe ja Zeit ;)

    Die grünen Jungs pflege ich mit Hingabe, ich habe sie in mein Leben eingeladen und trage Verantwortung für sie - stets war ich bereit, an unserer Wohngemeinschaft zu arbeiten, dazuzulernen und ihre Haltung zu verbessern.

    Meinen Mann (die Kathis waren übrigens eher da als er ;)) konnte ich ebenso begeistern und er unterstützt mich federlose Alpha-Henne mit Nachsicht :p. In unserer Wohnung schwingt eine ganz besondere Energie... hier fließt die Liebe :). Wir sind in Harmonie.

    Das ist mein kleines Glück, mit Papageien leben zu dürfen.

    Grüne Grüße
     
  11. #10 Sonya0_7, 2. Mai 2009
    Sonya0_7

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    Sehr leicht zu beantworten!

    Wir, meine Gleichgesinnten und ich, halten diese Tiere, die von "der Gesellschaft" aus den verschiedensten Gründen nicht mehr gewollt waren.

    Zu meinem persönlichen Haushalt gehören:
    Zwei abgegebene Papageien
    Eine ausgesetzte Katze
    Ein abgegebener Hund
    Katzen, die hier wild leben und abends zum Futtern kommen (übrigens mittlerweile ALLE kastriert und sterilisiert, auf meine Kosten)

    Meine Gleichgesinnten:
    Alles, was Federn hat, bzw. hatte, vom Welli bis zum Ara
    Übrigens - ALLE abgegeben von ihren Besitzern, aus den unterschiedlichsten Gründen

    Weitere Fragen?
     
  12. #11 alfriedro, 2. Mai 2009
    alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Hallo Moni,

    einem Zweck kann man Papageien eigentlich nicht zuführen, da hast Du schon Recht. Es sei denn, man würde sie als Nahrung ansehen. Das tut bei uns keiner. Vielleicht kann man die abfallenden Federn einem Zweck zuführen. Zweck ist auch irgendwie ein unglückliches Wort in diesem Zusammenhang. Nutztiere erfüllen einen Zweck als Nahrungslieferant für uns Menschen. Einstmals wurde der Begriff Ziervogel geprägt, deren "Zweck" die Zierde war. Eigentlich ist die Beschäftigung mit Papageien und anderen Vögeln mehr als eine Zweckerfüllung. Darüber habe ich ja auch ausführlich in " ... neue Ethik ..." geschrieben. Auch oben bezeichne ich den Papagei als Botschafter. Dort habe ich den Papagei und andere Vögel als Lehrobjekte charakterisiert. Wir haben etwas von ihnen über uns selbst zu lernen. Das ist eine Aufgabe auf beiden Seiten, die der Vogel allein durch seine Existenz erfüllt. Wir müssen viel lernen durch den Vogel über uns selbst und über die Natur.

    Handel mit Vögeln gänzlich zu untersagen finde ich fragwürdig, weil selbst ein Züchter ja etwas für seine Leistung als Erzeuger haben möchte und das finde ich legitim. Nur Abgabetiere aufzunehmen geht ja auch nur, bis alle Abgabetiere irgendwann das Zeitliche segnen. Danach sind sie ausgestorben, ich meine jetzt die in Menschenobhut. Dieses immer zu betonen finde ich, ich bitte um Verzeihung, ein Alibi zur Beruhigung des Gewissens. Das ist doch gar nicht nötig. Sollte es dann besser als Vermittlung bezeichnet werden mit der Entrichtung einer Gebühr, wie mit Aupairmädchen? Das käme mir unehrlich vor.

    Tiere in Menschenobhut zu nehmen ist nicht unmoralisch. Nur die Art, wie man mit ihnen umgeht, ist kritisch zu beachten. Als einfacher Vergleich kann man Kinderarbeit anführen. Kinder sind frei. Erwachsene nehmen sie in die Pflicht, zu Sklavenkonditionen zu produzieren oder andere Dinge und teilweise Verwerfliche Dienste zu tun. In vielen Ländern ist das noch so. In manchen Ländern könnte eine Familie ohne die Arbeit der Kinder nicht überleben. Wie unmoralisch ist die Familie? Anderswo sollen Kinder im Haushalt oder im Familienbetrieb helfen. Gesetzgeber in Deutschland haben das genauestens geregelt, wie viel Kinder arbeiten dürfen. Das schadet den Kindern nicht, auch mal Zeitungen für ein Taschengeld auszutragen. Und dann gibt es Sklavenhändler, die Kinder für sexuell fehlgeleitete Menschen verkaufen. Es gibt Länder, in denen Kinder verkauft werden, die sich dann in Fabriken oder Bergwerken zu Tode schuften. Und es gibt Länder, wo die Kinder zu Kriegskiller gedrillt werden. Das alles ist zutiefst verwerflich. Was hat das jetzt mit Papageien zu tun? Papageien haben ihre Bedürfnisse und Kinder haben ihre Bedürfnisse. Diese zu missachten ist eine unmoralische Tat. Und mit beiden kann man prima zusammenleben, wenn man sie achtet. Jeder Hinz und Kunz kann Kinder bekommen, ob er Ahnung hat oder nicht, und es ist nicht unbedingt zum Besten für die Kinder. Es gibt Leute, die in dem Vogel den Zweck sehen, ihnen eine Prämie bei der nächsten Schau einzubringen.
     
  13. Hobbit

    Hobbit Hauptsache Federn!! :-)

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    Hallo alfriedo,

    leider gibt es aber immer noch genug Leute, die sich Tiere ohne das nötige Vorwissen aneignen und dann hinterher abzugeben haben.
    Ich glaube, das wird auch nie anders sein.
    Von daher wird es immer Abgabetiere geben.
    Gäbe es keine, würden säntliche Tierheime pleite gehen.

    Alibi zur Gewissensberuhigung?
    Ich persönlich nenne es Kompromiss...warum?
    Ich liebe Vögel und finde es toll, sie als Haustiere zu beobachten und mich mit ihnen zu beschäftigen. Gleichzeitig aber habe ich ein schlechtes Gewissen, weil sie bei mir nie so viel fliegen können wie sie es sollten, denn kein Zimmer ersetzt ja bekanntlich kilometerweite Strecken in Australien.
    Außerdem lasse ich sie nicht brüten, weil ich nicht genug Platz dafür habe, eventuell nicht genug Abnehmer und weil es genug Zücher und genug (Abgabe- )Tiere gibt, die ein neues zu Hause suchen. Für das Tier bedeutet das aber, dass sein Forpflanzungstrieb die ganze Zeit, die es bei mir ist, unterdrückt wird- was ja eigentich auch ganz und gar unnatürlich ist.
    Also gehe ich einen Kompromiss ein, indem ich sage gut, ich nehme nur Abgabetiere, da die ja ohnehin suchen und ich gebe ihnen gerne ein neues Zuhause- sie sind ja eh schon da und wurden nicht exta für mich gezüchtet und suchen nun mal gerade, also kann ich es auch sein, die ihnen mit Freuden ein neus Heim gibt.
    Ist für mich ein Kompromiss...ich habe endlich meine Vögel, die ich schon seit Kindesbeinen haben wollte, aber ich weiß, eigentlich gehören austalische Langstreckenflieger nicht in Käfige im Wohnzimmer.
     
  14. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hallo alfriedo,
    Da bin ich mir nicht so sicher. Außer dem Zweck, als Nahrungs- und Nutztiere oder als lebendiges Spielzeug oder Zierde zu dienen, erfüllen Heimtiere auch den "Zweck", dass unser Interesse geweckt wird, sich näher mit der andersartigen Lebensform auseinandersetzen, ihre Bedürfnisse und ihr Wesen verstehen zu wollen. Ohne die Haltung und Zucht von Vögeln in Menschenhand wüssten wir noch weit weniger über sie als es jetzt der Fall ist. Sicherlich hätten wir dann auch weniger Interesse daran, etwas für den Schutz der Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum zu tun.

    Sehe ich auch so, denn niemand, der nicht ohnehin Interesse an Vögeln hat, würde Abgabevögel aufnehmen nur aus dem einzigen Grunde, weil sie "nunmal gerade da sind". Ohne Frage ist die Aufnahme von Abgabetieren zu befürworten und sie stellt in der Regel auch wesentlich höhere Anforderungen an den Halter, dennoch befriedigt der Aufnehmende damit seinen Wunsch, Vögel zu halten.

    Es wäre vielleicht ehrlicher, die Vermittlung wirklich als eine kostenpflichtige Dienstleistung zu betrachten. Damit würde den, je nach Lage der Dinge, zu Recht oder zu Unrecht bestehenden Verdachtsmomenten der Geschäftemacherei mit Abgabetieren der Boden entzogen.

    Dem Vogel dürfte eine kommerzielle Behandlung egal sein, für ihn ist es nur wichtig, dass es ihm gut geht. Beim Menschen ist es leider so, dass sich immer dann, wenn es um Geld geht, auch Leute finden, die bereit sind zu betrügen. So wird der Vogel um sein Aufwachsen bis zur vollständigen Selbstständigkeit im Familienverband betrogen und der zukünftige Halter mit vielen Versprechungen, wie lieb und kuschelig und einfach zu halten der Vogel doch sei, genauso betrogen.

    Was mir immer wieder auffällt ist die mangelnde Fähigkeit, den Vogel genau zu beobachten und aus dem gezeigten Verhalten einen wenigstens annähernd richtigen Schluss zu ziehen. Signale der Scheu, Angst, Langeweile, Aggression werden nicht erkannt. "Ich tu ihm doch nichts, er hat alles was er braucht, er ist doch glücklich hier" heißt es dann. Wenn zu mangelndem Erkennen und Verstehen auch noch mangelhaftes theoretisches Wissen kommt, dann dürfte es vorprogrammiert sein, dass aus dem Glück mit Papageien zu leben sehr bald ein Unglück wird.
     
  15. #14 alfriedro, 3. Mai 2009
    alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Danke Dagmar,

    das war noch mal sehr deutlich. Jetzt kommt ja zusätzlich zum Betrug mit dem Kuschelbedürfnis des Menschen und den eigenen Bedürfnissen der Vögel die neue Mode auf, die Papageien zu konditionieren.

    Ich hab' mal so rumgestöbert und da gab es so einige Papageienbücher, die ich noch nicht kenne. Natürlich auch jene, die durch Konditionierung von Papageien (und natürlich ihren Haltern) eine Hilfe anbieten, mit diesen hochentwickelten Tieren zurecht zu kommen bzw. sie ein wenig "menschlicher" (zumindest umgänglicher oder gefügiger?) zu machen. Über die Konditionierung mittels Klickern oder anderen weiß ich wenig bis nichts.

    Interessieren täten sie mich schon. Auch würden mich Erfahrungen mit diesen Konditionierungstraining interessieren. Dann natürlich das abweichende Verhalten der Papageien von ihrem Natürlichen. Ich würde gerne beobachten, ob die konditionierten Papageien wirklich "glücklicher" sind, als solche, die noch tun dürfen, was sie wollen und in einem natürlichen Umfeld leben.
     
  16. Rena

    Rena Guest

    hallo,sonja

    mein gleiches denken und handeln......schön....immer wieder auf menschen zu treffen,die so gesinnt sind....find ich klasse!:trost:
     
  17. #16 alfriedro, 5. Mai 2009
    alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Wenn die Menschen nicht ständig Phantomen nachjagen müssten, wären sie wahrscheinlich viel glücklicher.
    Irgendwer hat irgendwann einer kleinen erlesenen Gesellschaft den Floh ins Ohr gesetzt, Papageien wären liebe, schmusige Tiere, die dann besonders nett sind, wenn man sie möglichst jung bekommt, weil sie sich sonst eher wild gebärden. Man liebäugelte auch mit dem Talent der Papageien, dass sie sprechen lernen können. Viele Sagen und Mythen ranken sich nun schon seit der Antike um diese außergewöhnlichen Tiere. Die Gerüchte sind zum Klischee geworden und werden in der heutigen Zeit mit immer professionelleren Methoden bedient. Die Irrtümer machen, dass Papageien ihren Eltern entrissen werden. Ist das Papageienbaby glücklich dabei? Sind die Papageieneltern darüber froh? Aber wen schert das? Tiere haben keine Gefühle zu haben, sie sind schließlich nur Tiere.
    Die Quittung kommt quasi postwendend. Die meisten Papageien aus dieser Art von Tierverständnis werden irgendwann "schwierig" wenn nicht sogar gefährlich. Ist der Halter darüber glücklich? Er wurde mit einem Versprechen betrogen, welches nicht eingehalten werden kann. Wer ist hier glücklich? Einzig diejenigen, die das Klischee bedienen um damit Geld zu machen.

    Um den negativen Folgen dieses Missverständnisses zu mindern, gibt es immer mehr Fachspezialisten, die mit Trainingsmethoden versuchen die Beziehung zwischen den Haltern und den Papageien zu verbessern. Sicherlich gibt es darin positive Effekte für die Halter. Sind denn aber die Tiere jetzt glücklicher als vorher?

    Glücklich sind einzig diejenigen Papageienbesitzer, die es verstehen, den Papageien ein Lebensumfeld zu schaffen, welches den natürlichen Verhaltensweisen der Tiere entspricht. Und gerade diese sind auch doch noch ständig unzufrieden, weil sie das Gefühl haben, es diesen großartigen Tieren nie gut genug einrichten zu können. Aber wenn sie die besonderen Eigenarten der Papageien beobachten, wie sie unter Ihresgleichen spielen, kommunizieren und auch die sonstigen Eigenschaften zeigen, da hupft ihr Herz. Klar werden auch Kontakte zwischen Mensch und Tier geknüpft. Das ist unausweichlich und sicherlich auch von beiden Seiten gewollt. Doch diese Kontakte sind unverbindlich und in der gegenseitigen Freiheit belassend. Freiheit ist jetzt mal in Bezug auf die Entscheidung zu dem Kontakt zu verstehen. Es obliegt dem Geschick des Halters, ob er eine positive Beziehung zu den Tieren aufbauen kann. Ansonsten bleiben die Tiere halt "wild". Schlecht geht es den Papageien dort nicht wirklich, einzig die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt. Sonst brauchen die Tiere aber nichts missen. Man kann behaupten, dass es ihnen sogar besser als den Wildtieren geht, sofern der Halter an alles denkt. Licht, Luft, Beschäftigung, angemessene, gute Nahrung etc. und natürlich die innerartlichen Beziehungen. An der Zusammensetzung guter Nahrung wird noch geforscht.
    Nachwuchs, der in solchen Haltungssystemen aufwächst, ist physisch und psychisch so gesund wie Wildfänge, aber wesentlich weniger scheu und frei von traumatischen Erlebnissen wie Fang, Transport und Quarantäne auf engstem Raum. Diese Tiere sind in der Lage den Menschen von sich und ihrer angestammten Welt zu "erzählen".
     
  18. alfriedro

    alfriedro Wildfang

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    Wenn das Tier glücklich ist, ist auch der Pfleger glücklich. Hier ein paar Bilder von glücklichen Papageien und Sittichen. Sie leben in Vogelzimmern, Großvolieren und Außenvolieren.
    Nur Vollgas bringt Papageienspaß! Man kann sich bei solch großartigen Tieren ja nicht mit Minimallösungen zufrieden geben.
    Papageien sind Vögel und das sollten sie auch bleiben. Dann sind sie auch am glücklichsten. Seht nur, wie gesund sie dabei aussehen.

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  20. #18 mäusemädchen, 8. Oktober 2009
    mäusemädchen

    mäusemädchen -

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    Die Unverstandenen

    Stumm ist der Fisch, doch nicht nur er:
    Auch einen Wurm verstehst du schwer.

    Selbst deines treuen Hunds Gebell
    entzifferst du nicht immer schnell.

    Auch bei den Rindern, Hühnern, Schweinen
    kannst du nur raten was sie meinen.

    Drum spreche ich als Anwalt hier
    für jedes unverstandne Tier.

    Für`n Papagei brauch ich das nicht,
    weil er ja für sich selber spricht!

    (Heinz Erhardt)
     
  21. GuidoQ.

    GuidoQ. Agaflüsterer

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    Sauerland
    Tolle Frage
    Warum liebe ich meine Papas. Eben weil ich mit ihnen grossgeworden bin. Ein Leben ohne meine Agas kann ich mir garnicht vorstellen. Es sind keine Kuscheltierchen, und trotzdem lieb.
    Noch Fragen ?
    Liebe Grüsse
    Guido :0-
     
Thema: Allgemeine Gedanken über das Glück mit Papageien zu leben.
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