Alter vom Abgabetier

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Kat87

Kat87

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Sehr geehrtes Forum,

Ich habe in den letzten Wochen intensive Recherche zum Thema Alter von Abgabetieren betrieben, aber die Aussagen waren sehr unterschiedlich.

Wie alt bzw jung sollten Papageien sein, wenn man sie vom Züchter holt? Was ist das "beste" Alter um sie an ihre neue Umgebung und Familie zu gewöhnen?

Hintergrund: bei uns wird ein Paar Maximilianpapageie einziehen. Ich bin aktuell mit einem Züchter in Kontakt, wo die Tiere jetzt erst anfangen Eier zu legen (realistisch gesehen bekommen wir die Tiere frühstens in 5 Monaten). Ein blutsfremdes Paar kann zusammengestellt werden bzw wird es dann.
Alternativ hat ein anderer Züchter aktuell ein 10 Monate altes Paar, ebenfalls blutsfremd. Die leben bereits zusammen bzw mit den Eltern in einer Voliere.

Die Tiere sollen Familienmitglieder werden. Sie werden in einer Voliere im Wohnwintergarten leben, dieser ist direkt zu unseren Wohnräumlichkeiten offen. Wir haben 2 Schulkinder im Haus und (und die Großeltern;) ) langweilig wird es nicht bei uns...Die Vögel sollen aber im täglichen Freiflug mit uns interagieren können bzw wir mit ihnen.

Die Frage die sich mir jetzt stellt, wären jüngere Vögel in dem Fall besser, um sie quasi an ihr Haustierdasein zu gewöhnen, oder sind ältere Vögel (wobei 10 Monate nicht wirklich reif ist) besser entwickelt in ihrem Sozialverhalten? Und auf lange Sicht gesehen (auch Richtung Geschlechtsreife) zu weniger potentieller Probleme führt. Weil sie "das" normale Vogelverhalten sich länger von den Elterntieren abgucken können.

Ich hoffe man kann die Frage verstehen. Ich würde mich auf alle Fälle über einen Meinungsaustausch freuen.
P.S. bei beiden Züchtern habe ich ein gutes Gefühl (die eine ist eine renomierte Zucht in Österreich...die andere ist eine gemeldete Hobbyzucht in Bayern.
Vielen Dank im Voraus! Ich freue mich auf Antworten
Herzliche Grüße
Katharina
 
Guten Morgen,
ohne mich jetzt speziell mit Maximilianspapageien auszukennen, sage ich mal so pauschal: Es ist immer ratsam, die Jungtiere so lange wie möglich bei den Eltern zu lassen. Auch wenn beide Optionen gut klingen: 10 Monate ist ein besserer Abgabezeitpunkt als fünf Monate. Je mehr Sozialverhalten sie von den Eltern lernen, desto besser. Und bedenke: Sie kommen erst Jahre später in die Pubertät. Das sind immer noch Kinder...
Aber schön, dass Ihr Euch im Vorfeld so viele Gedanken macht. Und Voliere im Wintergarten mit viel Freiflug klingt super!
 
Vielen Dank für die Rückmeldung! Mein Hausverstand sagt auch ... wenn sie länger bei den Elterntieren sind, desto besser. Mit 10 Monaten sind sie noch wirklich Kinder.
Auch interessant, dass wenn man in englischsprachigen Foren unterwegs ist (im nordamerikanischen Raum) ist die Empfehlung immer: je jünger desto besser. Aber ich kann mir schon zusammenreimen warum.
BG
 
Hallo,
(im nordamerikanischen Raum) ist die Empfehlung immer: je jünger desto besser.
in der USA generell sind Handaufzuchten, die dann das ganze Leben lang in "Einzelhaft" verbringen müssen weit verbreitet...leider!

Mit Deinem Hausverstand liegst Du völlig richtig....je länger die Vögel bei ihren Eltern bleiben können, desto mehr ist ihr natürliches Sozialverhalten ausgeprägt, was den Vögeln, aber auch euch als zukünftige Halter zugute kommt...auf Dauer gesehen versteht sich.

Nur mal so nebenbei...
Hier im Forum gibt es genügend Halter (mich eingeschlossen) die sich Handaufzuchten oder viel zu junge Vögel in Haus geholt haben. Die im Laufe der Zeit dadurch entstandene enorme Problematik, die für viele bis heute immer noch ein täglicher Kampf, eine Herausforderung bedeutet......finde, dies solltet ihr euch nicht antun. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau so. Ich kann mich da gut anschließen. Handaufzuchten sind bis Eintritt in die Pubertät knuffig und zahm und kuschelig - das macht sie "scheinbar" zu idealen Haustieren, weil sie uns Menschen als ihre Partner betrachten. Aber nein: Das böse Erwachen kommt dann mit zunehmender Geschlechtsreife... dann merken sie, dass hier irgendwas nicht "stimmt" - diese dabei aufkeimenden Verhaltensstörungen überfordern viele Vogelbesitzer. Dann kommt es häufig zur Abgabe, oder man stellt sich der Aufgabe. Aber das stellt dann eine lebenslange Herausforderung für Mensch und Tier dar.
Wenn Du mal unsere Geschichten nachlesen willst...Du findest sie hier im Forum.

Lieber vorbeugen und von Anfang an ein gut aufgezogenes Paar aufnehmen, auch wenn vielleicht anfangs die "Zähmung" schwieriger sein wird. Aber diese Tiere verstehen von Anfang an, dass sie keine Menschen sind und enge Freundschaften nur untereinander finden können, und wir Menschen werden vielleicht zu Kumpeln, mit denen sie gerne mal was Schönes unternehmen und ihre Zuwendungen schätzen. Aber wir sind nicht ihre Lebenspartner. Wirklich wichtig.
Bitte gerne weiteren Verlauf schildern.
 
Ohja, von Handaufzuchten und was wir alle zusammen - die Menschen und die Vögel - deswegen mitmachen, davon gibts Geschichten, die Dich die nächsten 10 Jahre Deines Lebens beschäftigen könnten :D

Ich habe einen Wildfang und eine Handaufzucht zu Hause und erlebe den Unterschied hautnah. Zu dem, was die anderen oben schon geschrieben haben, kommt noch erschwerend dazu, dass den Handaufzuchten der natürliche Respekt vor dem Menschen fehlt. Was das bedeutet, kann man sich anhand der Schnabelgröße ausrechnen.

Ihr habt bei den zehn Monate alten Jungvögeln, die mit den Eltern zusammenleben und wohl auch bei ihnen aufwachsen durften, die besten Chancen, psychisch gesunde und gut sozialisierte Tiere zu bekommen.
 
Vielen Dank an Eure Antworten!

Wir haben uns für das 10 Monate altes Pärchen entschieden.

Letzten Freitag sind die beiden bei uns eingezogen! Heute ist der fünften Tag und sie tauen langsam auf. Haben auch zum ersten Mal ihre Stimme gezeigt. Ich war schon fast enttäuscht, dass sie soooo leise sind (hab mir mehr Amazonas-Feeling erwartet ). Nächste Woche dann die Anmeldung bei der Gemeinde und der Termin beim Tierarzt.

Liebe Grüße und schönen Abend!1000061768.jpg
 
In meinem Freundeskreis gibt es auch mehrere Paare, ich finde auch dass sie ganz zarte süsse Stimmchen haben. Viel Freude damit!
 
Prima so!
Bestimmt seid Ihr noch nicht fertig mit der Einrichtung der Voliere, und vielleicht täuscht das Bild: Aber aus dieser Perspektive sieht es so aus, als fehlten noch einige kräftige Sitzstangen für die beiden im oberen Bereich (unten sitzen sie ungern). Ansonsten fein, dass sie nicht so voll ist. Die meisten Leute stopfen ihre Volieren oft zu voll mit Kram...

Und noch ein Tipp: Macht besser breitere Scheiben an die Stangenhalterungen. Sonst verbiegt sich der Draht. Ich kenne das Problem... :-)
Gutes Einleben!

PS: Schau mal hier bei meiner Voliere - da hatten wir auch das Thema Befestigung behandelt. Ich habe mich dann für Plexiglasscheiben entschieden:
 
Was soll beim TA gemacht werden?
Ich wollte eine Eingangsuntersuchung machen lassen. Um sicher zu gehen, dass die Tiere gesund sind. Ich denke bei so exotischen Tieren ist es nicht verkehrt. Vielleicht gibt es noch ein paar wertvolle Tipps für uns vom Tierarzt. Wir möchte ja noch möglichst lange Freude an unseren Vögeln haben.
 
Prima so!
Bestimmt seid Ihr noch nicht fertig mit der Einrichtung der Voliere, und vielleicht täuscht das Bild: Aber aus dieser Perspektive sieht es so aus, als fehlten noch einige kräftige Sitzstangen für die beiden im oberen Bereich (unten sitzen sie ungern). Ansonsten fein, dass sie nicht so voll ist. Die meisten Leute stopfen ihre Volieren oft zu voll mit Kram...

Und noch ein Tipp: Macht besser breitere Scheiben an die Stangenhalterungen. Sonst verbiegt sich der Draht. Ich kenne das Problem... :-)
Gutes Einleben!

PS: Schau mal hier bei meiner Voliere - da hatten wir auch das Thema Befestigung behandelt. Ich habe mich dann für Plexiglasscheiben entschieden:
Danke für den Link! Auf der anderen Seite sind stärkere Äste angebracht. Mehr in den Ecken, damit sie die Möglichkeit zum Fliegen haben. Aktuell lass ich sie noch nicht zum Freiflug raus.
 
Vielleicht gibt es noch ein paar wertvolle Tipps für uns vom Tierarzt. Wir möchte ja noch möglichst lange Freude an unseren Vögeln haben.
Auf alle Fälle die fünf P`s
Paramoxy, PBFD, Polyoma, Psittakose, PDD
Bis auf Psittakose sind alles Viren Erkrankungen,
 
Thema: Alter vom Abgabetier
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