Altersunterschied

Diskutiere Altersunterschied im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Gibt es eigentlich Probleme bei der Vergesellschaftung von Grauen mit hohem Altersunterschied? Z.B. Henne 5 Hahn 25 Jahre oder umgekehrt? Ist...

  1. #1 Tropenvogel, 4. Mai 2004
    Tropenvogel

    Tropenvogel Guest

    Gibt es eigentlich Probleme bei der Vergesellschaftung von Grauen mit hohem Altersunterschied? Z.B. Henne 5 Hahn 25 Jahre oder umgekehrt?

    Ist bei einem solch großen Altersunterschied noch mit Nachkommen zu rechnen?
     
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  3. fisch

    fisch Guest

    HI Tropenvogel,
    So pauschal kann man deine Frage wohl nicht beantworten: es kann! Probleme geben und es kann! auch wunderbar klappen. Wichtig ist in erster Linie, dass dann beide Vögel geschlechtsreif sind und sie wissen, was der andere Vogel möchte:D
    Optimaler wäre natürlich ein annähernd gleiches Alter.

    Prinzipiell ist aber auch bei den von dir genannten Altern eine erfolgreiche Brut bei einer Verpaarung möglich :0-
     
  4. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Bei einer notwendigen Umverpaarung kam ich vor ein paar Jahren an das selbe Problem und habe damals mit vielen Haltern über ihre Erfahrungen geredet.
    Zusammenfassend kann man sagen, dass die Verpaarung ähnlich alter Vögel erfolgsversprechender ist, dass es aber auch bei großem Altersuntershcied gut gehen kann.
    Dabei ist die Kombination älterer Mann und junge Dame aber problematisch und geht wohl oft schief, da der brutlustige Herr das Jungtierchen arg bedrängen kann und auch oft zumindest im Kopfbereich aus Frust kahl rupft.
    Ältere Dame und junger Herr geht oft besser.
    Bei großem Altersunterschied bemuttern vor allem erfahrene Zuchtweibchen bisweilen den Neuzugang, bis er in die Partnerrolle hineinwächst.
    So war es auch bei uns. Julie bekam im Alter von elf Jahren einen neuen Partner. Da keine Männchen passenden Alters mit dem richtigen Charakter verfügbar waren, wurde es dann ein neun Monate alter Jungvogel.
    Den nahm sie gleich unter ihre Fittiche und schon am zweiten Tag durfte er in Ihre Behaussung mit einziehen und dabei blieb es auch.
    Von Anfang an behandelte sie ihn, wie ein eigenes selbstständiges Küken (hat sie erfahrung mit), liess allerdings zunächst nur wenig Vertraulichkeiten seinerseits zu. Sie wollte bestimmen, wie der kontakt aussieht.
    Kleineren Ärger gab es nur dann, als er das Bemuttern satt war und sich Manns genug fühlte, um sich als Erwachsener aufzuspielen und somit der Dame zeigen wollte, wer der Boss sein solle.
    Eine Zeitlang scheiterte er dabei kläglich und es gab viel Gezanke. Irgendwann setzte er sich aber durch, übernahm den Posten Nummer eins und seit sie das eingesehen hat, sind sie ein zärtlich verbundenes Paar.
    Bestes Indiz für die Harmonie ist die Tatsache, dass Julie sich nun wieder allzu intime Vertraulichkeiten meinerseits verbittet, wie zu Zeiten ihres ersten Partners. In der Zwischenzeit fühlte sie sich offenbar mir verpaart und konnte gar nicht genug intensiven Körperkontakt mit mir halten. Der neue war halt "nur" das Küken.
    Derzeit (er nun fast drei) paaren sie sich viel, aber ich denke, er ist noch zu jung, um erfolgreich zu befruchten.
    Ein kleineres Problem bei größerem Altersunterschied ist noch, dass die älteren Tiere die oft sehr temeramentvollen und etwas ruppigen Spiele der jüngeren nicht immer gerne mitmachen wollen. Zewitweise ja, aber so ein Jungspund hat einfach mehr Temperament als ein erwachsener Vogel. So etwas ist dann immer mal wieder Anlass zu kleineren Zankereien.
    Wenn die Tiere aber charakterlich gut zueinander passen, ist der Altersunterschied sicher ein geringeres Problem als ernsthafte individuelle gegenseitige Ablehnung.
     
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