Amazone aus schlechter Haltung

Diskutiere Amazone aus schlechter Haltung im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Ihr Lieben, vielleicht wißt Ihr einen Rat. Es geht um meinen Amazonenneffen Herr Entchen. Er lebt seit gut zwei Jahren bei meiner...

  1. #1 Ajnar, 6. November 2002
    Zuletzt bearbeitet: 6. November 2002
    Ajnar

    Ajnar Initiative für Papageien

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    Hallo Ihr Lieben,

    vielleicht wißt Ihr einen Rat. Es geht um meinen Amazonenneffen Herr Entchen.
    Er lebt seit gut zwei Jahren bei meiner Schwester und kommt aus sehr schlimmen Verhältnissen (Hier seine Geschichte: Er ist seit 16 Jahren in Deutschl. (er ist leider ein Wildfang) Er lebte 14 Jahre lang in einem horrorverschmutzten kleinen Verschlag in einer dunklen Ecke auf einem Kaltwasseraquarium. Meine Schwester hat ihn dort freigekauft. Man hatte uns gesagt, daß er bissig sei und er durfte nie raus. Er bekam nur Sonnenblumenkerne.)


    Er ist ein wunderbarer kleiner Kerl, der sich wacker hält und viel Lebensfreude hat Er lacht wie ich und singt und tanzt (ein wunderbares Balztänzchen und tuckert dazu) . Seine Voliere ist immer offen und er lebt ein beschauliches Amazonenleben. Seit 6 Monaten hat er eine Partnerin (aus ähnlichen Umständen) und es ist wirklich eine wahre Freude, wie gut sich die Beiden verstehen. Sie sind einfach wahnsinnig lebensfroh und so wild wie Flugechsen aber trotzdem so liebevoll

    Als am Anfang diesen Jahres unser Hund starb, war auch er sehr traurig und gestresst und wir mussten mit ihm zum Tierarzt gehen, der folgendes herausgefunden hat.
    Beim Röntgen: Er hat eine Wucherung im Bauchraum, die sich bis nach oben über das Herzchen und die Lunge ziehen und er soll sich nicht aufregen.
    Labor: die Mykologische Untersuchung: ein geringer Gehalt Geotrichum candidum im Darm; Bakteriologische Untersuchung: mäßiger Gehalt, Enterobacter agglomerane
    Beim Antibiogramm: Resistent gegen: Nitrofurantoin, Erythromycin, Clindamycin, Metronidazol, intermediär empfindlich gegen: Cepalexin, Ampicillin

    Er hatte bis vor wenigen Monaten ständigen starken Durchfall und wir haben im im letzten Sommer Bird Benebac gegeben und behandeln jetzt einmal wöchentlich mit Heilerde und außerdem Colpas (@Alfred in diesem Falle werden wir es beibehalten, bei den anderen nicht). Die Verdauung wurde sehr gut hierdurch reguliert.
    Er bekommt eine vielseitige Ernährung, jedoch kein Obst mit sehr viel Säure und Kernchen, er kann sich frei bewegen, fliegt aber nicht. Er kann es nicht.

    Gibt es eine Möglichkeit gegen diese Wucherung vorzugehen (außer OP)?
    Habt Ihr vielleicht eine Idee? Die TA hatte keinen Vorschlag.
    Wie kommen nur diese Resistenzen zustande? Leider weiß man ja über sein Vorleben nicht sehr viel.

    Über einen Rat wären wir sehr dankbar!!!! Entschuldigt den langen Text! Vielen Dank für das geduldige Lesen!!
     
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  3. #2 Bianca Durek, 6. November 2002
    Bianca Durek

    Bianca Durek † 06.08.2014

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    krank !!

    Hallo Ajnar,

    ja ich denke da kann nur noch ein Heilpraktiker helfen.

    Vielleicht kennst du einen Tierheilpraktiker in deiner Nähe
    und versuchst es mal mit der alternativen Methode ohne
    die Chemie.

    Hat bei vielen Tieren die schon abgeschrieben waren geholfen.

    Gruß Bianca
     
  4. #3 Alfred Klein, 7. November 2002
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Ajnar

    Das ist eine schwere Nuß.
    Zuerst mal zu der bakteriologischen Untersuchung.
    Wir habe eben das Problem daß in der Massentierhaltung (sog. Bauernhof) unmengen von AB verwendet wird. Daß dadurch die Erreger immer resistenter werden war schon lange abzusehen.
    Es ist übrigens in den USA einer gefunden worden der gegen absolut alles resistent ist, auch gegen die berühmten Superantibiotika.
    Du hast von BBB gepostet. Meist ist es problematisch das zu geben. Für meine großen Geier nehme ich deshalb Fermatolact. Hat die gleiche Wirkung.
    Ich denke daß Du eventuell auf diesem Weg einer natürlicheren Stärkung der Darmflora etwas bewirken kannst.
    Bei der Wucherung ist das eine schwierige Sache.
    Entweder Du versuchst es wirklich mal mit einem Heilpraktiker oder Du verläßt Dich auf die herkömmliche Medizin.
    Für mich stellt sich die Frage ob die Wucherung gut- oder bösartig ist.
    Sollte es ein Karzinom sein ist eine OP oftmals sogar ein Auslöser für Tochtergeschwülste. Das ist wie beim Menschen, die Mediziner sagen oft, wenn Luft dran kommt verbreitet es sich. Ernsthaft heißt das daß bei einer OP kranke Zellen mit dem Blut in weitere Körperreigonen verbreitet werden können und dort weiterwuchern.
    Ist es gutartig so bleibt noch etwas Zeit.
    Ich denke daß Du in Absprache mit dem TA die Röntgenuntersuchung in einem angemessenen Zeitraum wiederholen solltest um festzustellen ob und wie die Wucherung sich verändert hat.
    Das Ergebnis wird dann den weiteren Ablauf einer Behandlung anzeigen.
     
  5. Ajnar

    Ajnar Initiative für Papageien

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    Hier geht es weiter - ein großes Problem

    Hallo Ihr Lieben,

    ich hänge mich nun noch einmal hier an.

    Die letzte Zeit ging es Herrn Entchen sehr gut. Er war munter und vergnügt und zeigte eine sehr, sehr gute Haltung. Jedoch kann man sehen, wie der Tumor in ihm wächst. Vor allem im Bäuchlein und bis zur Kloake hin, ist er ganz rund und die Federchen fallen nun langsam aus.
    Er hat ja sehr häufig Durchfall und nun, wo es so heiß ist, bleibt sein Klecks eigentlich immer an den Federchen an der Kloake kleben. Wir entfernen diesen natürlich täglich (dies ist oft sehr schwierig und er ist so hart wie Stein) Ich entferne ihn vorsichtig mit einem Baumwolltuch und weiche ihn ein wenig auf. Jedoch tut ihm das weh. Vor allem die Haut darf ich nicht berühren!
    Heute Morgen hat er keine Nahrung in sich behalten und nun haben wir ganz schön Angst, daß die Verdauungsorgane sich langsam verengen.

    Gibt es etwas was wir tun können für ihn? Ich weiß, daß ist eine schwierige Sache, aber vielleicht hat jemand eine Idee. Er bekommt im Moment wieder Heilerde gegen den Durchfall. Berd Bene Bac hilft nicht.

    Vielleicht ist es zu früh darüber zu schreiben, aber man hat uns gesagt, daß es für Papageien sehr qualvoll ist, wenn man sie von ihrem Leiden befreit und es wäre besser, wenn sie diesen Weg alleine gingen. Was denkt ihr darüber. Habt Ihr da Erfahrungen gemacht?
    Ich hoffe natürlich, daß diese Frage zu früh gestellt ist und Herr Entchen sich wieder erholt. Wir haben ja schon oft die Wochenenden damit verbracht zu weinen und dann ging es ihm immer wieder so gut nach einiger Zeit! :-)

    Das ist schon eine sehr schlimme Krankheit!

    Wenn ihr irgendeinen Einfall habt, schreibt. (Aber schreibt nicht, wir sollen zum Tierarzt gehen und so etwas, denn wir sind schon einen Schritt weiter).

    Liebe Grüße
     
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