Artenschutz durch Trophäenjagd

Diskutiere Artenschutz durch Trophäenjagd im Artenschutz Forum im Bereich Allgemeine Foren; mal ne ganz allgemeine frage an die tierkenner hier: bei welcher der betroffenen tierarten leben die männlichen tiere überhaupt innerhalb des...

  1. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Von den "big five" ist das (außer beim Löwen) nur beim Kaffernbüffel der Fall. Wie bei allen Rinderartigen werden diese Rudel aber von Kühen angeführt, nicht von Bullen. Und die wirklich alten, die, auf die es der "Trophäenjäger" abgesehen hat, leben nicht mehr mitten drin, sondern abseits, am Rande des Rudels, und beteiligen sich nicht mehr an der Fortpflanzung.

    Mir fällt momentan auch keine andere jagdlich relevante Tierart ein, bei der die Rudel durch ein altes Männchen bzw. Männchen an sich geführt werden (was aber nicht heißt, daß es sowas nicht gibt).

    Da mein Wissen über Tiere jedoch ziemlich beschränkt ist, wird uns Südwind nun sicherlich die wirkliche Wahrheit erklären!?

    LG
    Pere ;)
     
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  3. st68

    st68 Foren-Guru

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    da südwind uns ja jetzt leider verlassen hat und karin mit ihrem wissen auch immer sehr geizig ist, müssen wir wohl alle dumm sterben.

    schade drum....
     
  4. Gert

    Gert Stammmitglied

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    Ich oute mich mal eben als Dummkopf :D

    Und jetzt noch mal im Ernst an Karin und Südwind: versucht Euch einfach mal klar zu werden über den Unterschied zwischen Tier- und Artenschutz und über verschiedene Methoden des Artenschutzes. Ich habe irgendwo in diesem Thread mal geschrieben, daß der Zweck die Mittel heiligt. Das ist in vielen Fällen beim Artenschutz der Fall, weil es auf andere Weise mitunter gar nicht möglich ist bestimmte Arten zu erhalten.

    Viele Grüße von einem, der sich im Artenschutz überhaupt nicht auskennt :zwinker:
     
  5. südwind

    südwind Foren-Guru

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    hab ich nie behauptet. ich beteilige mich nur nicht an euren persönlichen rachefeldzügen. wie meistens, interpretiert ihr mich falsch.:+klugsche :p
     
  6. st68

    st68 Foren-Guru

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    na da fällt mir aber ein stein vom herzen...
    also ich persönlich bin auf keinem rachefeldzug, mußt dich also auch an keinem beteiligen. also auch eine klare fehlinterprätation deinerseits.
     
  7. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Deine Verdrehungen waren noch nie besonders genial, Dagmar. Sagte ich, dass alle Dummköpfe sind, die nicht meine Meinung teilen ?

    Nee, ich sagte, dass ich nicht mit Holzköpfen diskutieren mag, die ihrerseits nichts anderes zulassen und sogar verhöhnen, was nicht ihrer eigenen Weltanschauung entspricht.
     
  8. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Meine Damen,

    wir sollten uns vielleicht doch besser auf der sachlich-argumentativen Schiene bewegen und uns darüber unterhalten, was es für und wider die Trophäenjagd als Instrument des Artenschutzes anzumerken gibt.

    Im Falle des Spitzmaulnashorns spricht aus Sicht der Befürworter eigentlich nichts gegen einen streng reglementierten Abschuß alter Bullen gegen immense Geldsummen, die - zumindest teilweise - dem Artenschutz wieder zukommen. Scheint aus biologischer Sicht kein gravierender Eingriff in die Populatiosnstruktur zu sein, bringt andererseits aber erhebliche finanzielle Möglichkeiten.

    LG
    Pere ;)
     
  9. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Die Frage bleibt, für wen ?
     
  10. Hoki

    Hoki Foren-Guru

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    Hi, was mich mal interessieren würde, wäre aus welcher Sicht oder besser noch wie verkauft man einen so hochpreisigen Abschuss eines so seltenen
    Tieres.Beispiel Spitzmaulnashorn- Gaukelt man dem Interessenten vor ,er würde was für den Artenschutz tun? sozusagen als Retter ? Gibt es wirklich Leute die so bescheuert sind und dass glauben,nur weil sie es glauben wollen?
    Wer gibt sich für so ein dreckiges Geschäft her, als Verkäufer?
    Wie kann es sein ,daß man die Wertigkeit eines Tieres vom Alter abhängig macht? Gilt das nur für Tiere oder bald auch für uns Menschen?
    Sollte mal jeder drüber nachdenken der ein bestimmtes Alter erreicht hat.
    Gruss Hoki
     
  11. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Und ich frage mich weiterhin, ob sich "Trophäenjagd für Artenschutz" von vergleichbaren Machenschaften, wie dieser unterscheidet :

    http://www.onlinereports.ch/2004/RegenwaldDossier1.htm
     
  12. Karin

    Karin Foren-Guru

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    Nein, denn diese Leute würden diese Tiere auch schiessen, wenn es nichts kosten würde und nicht für den "Artenschutz" wäre.
     
  13. südwind

    südwind Foren-Guru

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  14. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    Jetzt laß doch mal diese stände Verlinkerei bleiben und sag uns in eigenen Worten kurz und prägnant, WIE es geht!

    Pere
     
  15. st68

    st68 Foren-Guru

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    ich denke mir mal, das auch die betroffenen gebiete in afrika ähnlich wie in europa in jagdpachten (grundbesitz?) unterteilt sind. und da kann der jagdpächter/besitzer eben die tiere schießen die zum abschuß frei gegeben sind. oder aber er läßt gegen bare münze diese tiere von anderen interessenten abschießen.
    warum auch nicht? er wird dann dort auch die pflicht haben (genau wie hier), schäden durch wildtiere in den paar landwirtschaftlichen kulturen gering zu halten. denn auch in der afrikanischen savanne leben menschen.

    ich bin, dank meiner internetaktivitäten zum thema kolkraben an einen bayrischen trophäenjäger geraten der bereit war geld dafür zu bezahlen, wenn ich ihm den LEGALEN abschuß eines kolkraben organisieren würde, weil die in seiner gegend so selten und zu scheu sind. denn genau dieser vogel fehlt ihm noch in seiner sammlung. das zeigt das wohl den meißten dieser zahlungswilligen trophäensammlern der artenschutz wurscht ist. es geht ihnen um die trophäen.
    die will er sich an die wand hängen um damit mehr oder weniger protzen zu können. genau wie angler möglichst große fische aus dem wasser ziehn wollen, oder vogelliebhaber sich einen LEBENDEN exotischen bunten vogel in lebenslanger käfighaft in die stube hängen, nur um sich an ihm zu ergötzen oder aber vor anderen vereinsmitgliedern anzugeben und möglichst hohe preise für den buntesten zu ergattern. diese liste läßt sich unendlich verlängern.

    der der die möglichkeit hat, auf diese weise von seinem grund und boden leben zu können, oder auch nur etwas dazuzuverdiehnen. jeder muß zusehn das er leben kann. ist auf jeden fall ökologischer als umzupflügen und kaffe, zuckerrohr oder soja darauf anzubauen.

    da es den jägern nun mal um die größe der trophäen geht und die tiere mit dem höchsten alter auch die größten trophähen tragen, haben die tiere mit dem höchsten alter auch den den größten wert (vor allem für die jäger, weniger für die arterhaltung).

    bei uns menschen ist es ja wohl genau anders rum.

    übrigens hab ich mal gehört, das es schon die ersten mutierten afrikanischen wildelefanten gibt, die keine stoßzähne mehr entwickeln. da haben die wilderer alle abgeschossen haben die die zähne hatten und die paar die keine hatten konnten sich ungehindert vermehren.
     
  16. tamborie

    tamborie Guest

    Erwartest Du da nicht ein wenig viel?
     
  17. südwind

    südwind Foren-Guru

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    Freigabe von Jagd auf Spitzmaulnashorn durch CITES ist ein falsches Signal
    Die 13. Vertragsstaatenkonferenz über die Konvention zum Handel mit bedrohten Arten (CITES) hat gestern in Bangkok den absoluten Schutz der hochgradig bedrohten Spitzmaulnashörner in Südafrika und Namibia gelockert. Dem Antrag von Namibia und Südafrika jeweils fünf ältere Nashornbullen pro Jahr zur Jagd freigeben zu dürfen, wurde gestern von der CITES Konferenz in Bangkok entsprochen. „Wir halten diese Entscheidung für falsch“, sagt Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). „Die Handelsfreigabe einer bedrohten Art als Jagdtrophäe halten wir - auch wenn dies sehr eingeschränkt erfolgt - definitiv für das falsche Signal, besonders bei den Spitzmaulnashörnern“, so Schenck. Das Spitzmaulnashorn stand noch vor wenigen Jahren kurz vor seiner völligen Ausrottung, und zwar durch Jagd bzw. Wilderei. Anfang der 90er Jahre waren ca. 2.400 Tiere übrig von 65.000, die noch zwei Jahrzehnte zuvor durch die Savannen Afrikas gezogen waren. „Es war ein immenser Einsatz von Naturschutzseite notwendig, um die Population vor dem totalen Absturz zu bewahren. Erst in den letzten Jahren gehen die Bestandszahlen wieder langsam nach oben. Die Art sei jedoch noch lange nicht über den Berg, so Schenck: „Südafrika und Namibia haben beim Nashornschutz großartige Leistungen vollbracht. Wir sind sehr froh, dass sich die Bestände so erholt haben, dass wir aus diesen Ländern Tiere für die Wiederansiedlung z.B. in Sambia bekommen. In Sambia ist die Art von Wilderern völlig ausgerottet worden und wir sind stolz darauf, diese charismatischen Tiere wieder dorthin zurückbringen zu können. Ein immenses Unterfangen, das finanziert wird aus Spendengeldern. Doch wie wollen wir unseren Spendern vermitteln, dass das Spitzmaulnashorn auch weiterhin unserer intensiven Unterstützung und unseres Schutzes bedarf, wenn Jäger in Südafrika und Namibia für viel Geld die Tiere als Trophäen schießen dürfen?“ Die ZGF und der Zoo Frankfurt hatten erst im Mai diesen Jahres das Frankfurter Nashorn Hama in den Kruger Nationalpark (Südafrika) abgegeben, um dort die Population genetisch zu bereichern. „Wir können mit absoluter Sicherheit sagen, dass es Hama dort gut geht“, sagt Schenck. „Es muss sich niemand Gedanken machen, dass sie der Flinte eines Jägers zum Opfer fallen wird. Wir haben volles Vertrauen, dass unsere Partner von South African National Parks verantwortungsvoll mit den Frankfurter Tieren umgehen“.
    http://www.zgf.de/presse/archiv/PMCITES.pdf
     
  18. Peregrinus

    Peregrinus Peregrinus

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    O.k., Du hast Recht, ich geb´s auf, sie kann es nicht!

    Pere :traurig:
     
  19. st68

    st68 Foren-Guru

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    hab mir mal erlaubt südwind zu zitieren und ein paar sätze etwas in anderer reihenfolge zu ordnen.
    sehr gut. die leute da wissen ganz offensichtlich was gut ist und wie es am besten geht. der erfolg gibt ihnen recht.
    wozu? gibts da heute keine wilderer mehr? und warum nicht? ist ihr absatzmarkt vielleicht wegen legalem handel zusammen gebrochen? oder wer bewacht dann die nashörner dort im wildererland?
    scheinbar gibts in den nashorngebieten wieder so viele tiere, dass man einige davon nicht unbedingt zur bestandserhaltung/erweiterung braucht.
    selbst südwind hat schon zugegeben das es den menschen mit der zeit immer schlechter geht und somit auch die spendenbereitschaft abnimmt. also muß man sich schon nach zuverlässigeren geldquellen umsehn. eine davon ist eben der verkauf von einigen wenigen abschußlizenzen.
    warum sollen genau die beiden länder, die es als einzige geschafft haben den bestand an spitzmaulnashörnern zu retten, nicht wissen ob man ein paar davon (NUR ältere bullen) schießen kann? und ich behaupte mal das zumindest südafrika so fortschrittlich ist, den abschuß genau zu kontrollieren und die einnahmen daraus den schutzmaßnahmen für spitzmaulnashörner zukommen zu lassen.
     
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  21. südwind

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    wie soll natur und artenschutz funktionieren, wenn nichts anderes getan wird, als von mehr oder weniger, vom austerben bedrohte tiere abzuschiessen. die gelder kommen eh nicht da an, wo sie ankommen sollten. der zweck heiligt keinesfalls die mittel. wie auch?
    bei diesen projekten seh ich vielmehr sinn.



    http://www.naturschutz-erleben.de/artenportraits/nashorn/spitzmaulnashornwaskannichtun.htm

    "Tourismus ist wie Feuer: Man kann seine Suppe damit kochen, man kann aber auch sein Haus damit abbrennen"Asiatische Weisheit

    ist trophäenjagd nicht auch sowas ähnliches, wie "hausanzünden". nur könnte man in diesem fall das ökosystem, als das haus betrachten.
     
  22. #100 südwind, 18. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 18. Februar 2006
    südwind

    südwind Foren-Guru

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    links gegen die trophäenjagd, sind, wie soll es auch anders sein, von einigen und den selben, wie immer nicht erwünscht? logisch. *grins*:D sie decken scheinbar zuviel auf und informieren zusehr. möchte man lieber uninformierte leute? denen kann man dann erstmal sämtlichen unsinn auf´s auge drücken.:+klugsche

    wie soll natur und artenschutz funktionieren, wenn nichts anderes getan wird, als mehr oder weniger, vom austerben bedrohte tiere, abzuschiessen. die gelder kommen eh nicht da an, wo sie ankommen sollten. wo da der zweck die mittel heiligen soll, bleibt mir verborgen.
    bei diesen projekten seh ich vielmehr sinn.



    http://www.naturschutz-erleben.de/artenportraits/nashorn/spitzmaulnashornwaskannichtun.htm

    "Tourismus ist wie Feuer: Man kann seine Suppe damit kochen, man kann aber auch sein Haus damit abbrennen"Asiatische Weisheit

    ist trophäenjagd nicht auch sowas ähnliches, wie "hausanzünden". nur könnte man in diesem fall das ökosystem, als das haus betrachten.


    beim editieren ist mir jetzt ein fehler unterlaufen. anstatt auf bearbeiten, habe ich antworten gewählt. sorry. jetzt ist einiges doppelt.

    st68, wenn dann musst es schon richtig machen. es sind nicht meine zitate, es sind die texte auf diesen seiten, die du zitierst.ich stelle sie nur ein und jeder kann davon halten was er will. ich halte viel davon.

    bezüglich spendengelder sind es sicher nicht die ganz armen leute, die spenden. aber es wird gespendet meist sind es populäre schauspieler z.b.

    aber auch durch den tourismus. les einfach richtig.

    jetzt mach ich es mir auch mal so einfach und behaupte das gegenteil, st68.:D

    jetzt muss ich weg!!
     
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Artenschutz durch Trophäenjagd