Artikel zu Intelligenz

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  1. Addi

    Addi Guest

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    Sich selbst vis-à-vis:

    Was Elstern wahrnehmen

    Beim Blick in den Spiegel sich selbst erkennen – sogar der Mensch kann das in den ersten Lebensmonaten noch nicht. Ein selbstbezogenes Verhalten von Elstern vor dem Spiegel beobachteten jetzt Biopsychologen der RUB: Erkennt sich die Elster im Spiegel und hat sie vielleicht sogar wie wir eine Vorstellung von sich selbst?




    Abb. 1: Die Elster gehört zu den Gewinnern im Reich der Tiere: “Klug” und anpassungsfähig hat sie ihr Terrain nicht nur verteidigt - ihr Bestand ist mehr als gesichert. Die Abb. zeigt ein Elsternnest mit Eiern und frisch geschlüpften Jungen.
    Wie kaum ein anderer einheimischer Vogel beschäftigt die Elster den Menschen seit Jahrhunderten. Ihre große Popularität zeigt sich schon darin, dass die Elster im Deutschen etwa 100 volkstümliche Namen hat. Die meisten davon beziehen sich auf ihre Stimme, wie Gackerhätzel oder Tratschkatel, die wenigsten auf ihren Aufenthalt, Gestalt oder Verhaltensweise, wie Gartenkrähe oder Diebsch. Dies beruht nicht zuletzt auf ihrem Ruf als kluger, lernfähiger, aber auch «diebischer» Vogel.

    Die sprichwörtliche Klugheit hat eine biologische Grundlage; das Gehirn der Elster zählt zu den höchstentwickelten unter den Singvögeln. Im Hinblick auf unsere vergleichenden Studien zur Intelligenz bei Tieren machte das diese Vogelart besonders interessant. Da Elstern zudem sehr neugierig sind und gern «auf Entdeckungsreise gehen», erwarteten wir dankbare Forschungspartner hinsichtlich der Aufgaben, die wir den Vögeln im Labor stellen würden. Wir entschlossen uns, junge Elstern aufzuziehen, um ihre Fähigkeiten frühzeitig untersuchen zu können.
    An der Ruhr-Universität gibt es viele Elsternnester, sodass wir unsere Versuchstiere quasi vor der Labortür finden konnten (s. Abb. 1). Zunächst beobachteten wir eine Reihe von Nestern, um dann aus einigen - mit behördlicher Genehmigung - Nestjunge zu entnehmen. Als wir endlich acht kleine Elstern aus zwei verschiedenen Nestern ausgewählt hatten, begann für uns ein “Vogelelterndasein” rund um die Uhr: Bis der Hunger von acht kleinen Elstern gestillt ist, vergeht einige Zeit; und wenn man mit der letzten fertig ist, kann man gleich mit der ersten wieder anfangen.
    Noch während die Nestlinge von uns aufgezogen wurden, begann die Forschung. Das außergewöhnliche Raumgedächtnis, über das Elstern wie alle futterhortenden Vogelarten verfügen, inspirierte uns zu unserer ersten Studie zur «Objektpermanenz».
    Der Begriff Objektpermanenz geht auf den Entwicklungspsychologen Piaget zurück. Er hatte bemerkt, dass für sehr junge Kinder Gegenstände, an denen sie zunächst Interesse zeigen, quasi nicht mehr existent sind, wenn man diese Gegenstände vor ihnen versteckt. Wenn die Kinder etwas älter sind, ändert sich ihr Verhalten, und sie beginnen gezielt zu suchen.

    Gezielt suchen will gelernt sein nach oben
    nach unten

    Abb. 2: Schnell gefunden, hier ein Löffel unter dem Tuch. Als futterhortender Vogel ist das Erinnern von Verstecken für die Elster fast ein “Kinderspiel”.
    Piaget unterschied sechs Stufen der zunehmenden Kompetenz in dieser scheinbar so selbstverständlichen Fähigkeit. Für unsere Untersuchungen waren die Stufen 4 bis 6 von besonderem Interesse: Auf Stufe 4 wird ein Objekt erinnert und wiedergesucht, wenn es vollständig versteckt ist. Auf Stufe 5 wird ein Gegenstand auch dann erfolgreich gesucht, wenn man ihn zunächst an einem Ort versteckt und anschließend das Verstecken an einem anderen Ort wiederholt, wobei der Gegenstand beim Ortswechsel vorübergehend sichtbar ist.
    Auf Stufe 6 schließlich wird die Ortsverlagerung eines Objektes nachvollzogen, das zwischenzeitlich nicht zu sehen war. Ein solcher Test kann so ablaufen: Der Versuchsleiter zeigt seinem Gegenüber – einem älteren Kind – einen Gegenstand, etwa einen Silberring. Dann steckt er den Ring in eine Schachtel. Anschließend wird die Schachtel in eine von zwei größeren Kisten gesteckt. Nach einer Pause wird die Schachtel wieder hervorgeholt und dem Kind gezeigt, wobei sie nicht geöffnet wird. Schließlich wird die Schachtel in die andere große Kiste gesteckt. Wenn das Kind nun die Frage «Wo ist jetzt der Ring?» richtig beantworten kann, hat es Stufe sechs der Objektpermanenz erreicht.
    Geistige Leistungen wachsen nicht nur mit der Entwicklung von Kindern, sondern auch in der Stammesgeschichte der Tiere. Deshalb haben Studien zur Objektpermanenz in den letzten Jahren großes Interesse für vergleichende Untersuchungen verschiedener Tierarten gefunden. Als wir die Studien mit den Elstern begannen, gab es in der Literatur zu diesem Thema nur zwei Arbeiten an Vögeln, beide mit Papageien – dem Graupapagei und dem Kakariki, einem neuseeländischen Laufsittich. Wir erwarteten, dass sich Elstern als futterhortende Vögel bei unseren Versuchen sehr versiert verhalten würden, da das Verstecken und Erinnern von Futter für diese Vögel zum täglichen Lebenserhalt gehört – es stellt gewissermaßen eine natürliche Objektpermanenz-Aufgabe dar (Abb. 2). Dies warf aber auch Fragen auf. Beim Graupapagei und beim Kakariki entwickelt sich die Objektpermanenz erst zu einem Zeitpunkt, zu dem die jungen Elstern sie längst für ihr inzwischen selbstständiges Leben brauchen würden. Wir stellten daher die Hypothesen auf, dass Elstern erstens eine relativ hoch entwickelte Fähigkeit zur Objektpermanenz haben, dass sich zweitens die Objektpermanenz relativ schnell entwickelt, und dass drittens ein Zusammenhang mit der Entwicklung des Futterhortens besteht.

    Geistige Leistungen wachsen in der Stammesgesschichte nach oben
    nach unten

    Abb. 3: Die Grafik zeigt, wie sich die Fähigkeit des Erinnerns (Objektpermanenz) bei der Elster (oben) im Vergleich zu anderen Vogelarten (unten) entwickelt. In Übereinstimmung mit der futterhortenden Lebensweise entwickelt sich die Objektpermanenz bei jungen Elstern relativ früh, so dass sie Meister im Erinnern versteckter Gegenstände sind, bevor sie unabhängig von den Eltern leben.
    Unsere Hypothesen wurden bestätigt (Abb. 3). Die Elstern zeigten eine sehr hohe Kompetenz und erreichten Stufe sechs. Auch bei Versuchen mit Graupapageien wurde diese Fähigkeit mit sechs eingestuft. Bei den Säugern erreichten außer dem Menschen nur noch Menschenaffen und Hunde dieses Niveau. Für viele andere Arten, einschließlich der meisten Affen, gilt dies aber nicht. Die jungen Elstern beginnen genau dann selbstverstecktes Futter wiederzusuchen, wenn sich ihre Fähigkeit zur Objektpermanenz entwickelt. Nach etwa zehn Wochen – wenn sie ihr eigenständiges Leben beginnen – sind sie darin bereits Meister.
    Dies ist ein erster Beleg, dass sich kognitive Fähigkeiten genau dann entwickeln, wenn sie von einem Lebewesen in seiner natürlichen Umwelt gebraucht werden. Unsere Untersuchungen zur Objektpermanenz hatten bereits gezeigt, dass Elstern über hohe Repräsentationsleistungen verfügen. Im Übrigen zeigen sie auch ein komplexes Sozialverhalten und erkennen ihre Artgenossen individuell. Könnte es unter diesen Umständen nicht sein, dass Elstern auch eine “Vorstellung” von sich selbst entwickeln? Solche Fragen sind bei Tieren nicht leicht zu beantworten, da wir nur sehr eingeschränkt mit ihnen kommunizieren können.
    Es gibt aber experimentelle Wege, zumindest eine Teilantwort zu erhalten. Ein solcher Weg wurde vor 30 Jahren von dem amerikanischen Psychologen Gallup initiiert. Er untersuchte das Verhalten von Schimpansen gegenüber einem Spiegel. Er betäubte die Tiere, damit sie die Versuchsvorbereitungen nicht bemerkten und markierte ihre Körper an Stellen, die sie selbst nicht direkt sehen konnten. Nachdem sie wieder aufgewacht waren, wurde ihr Verhalten genau beobachtet, zunächst ohne Spiegel, anschließend vor dem Spiegel. Wenn sie in den Spiegel sahen, berührten sich die Schimpansen wesentlich häufiger an den markierten Stellen als zuvor ohne Spiegel. Aus diesem selbstbezogenen Verhalten, dass Gerti Dücker und Jürgen Lethmate von der Universität Münster auch beim Orang Utan beobachteten, zog Gallup den Schluss, dass Schimpansen sich selbst im Spiegel erkennen.
    Der Markierungstest ist nur einer von mehreren Tests, die zum Verhalten vor dem Spiegel durchführt werden können. Zunächst ist es wichtig zu wissen, wie Tiere sich überhaupt ihrem Spiegelbild gegenüber benehmen. Ignorieren sie das Spiegelbild?
     
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  3. Addi

    Addi Guest

    veröffentlichung

    Vor dem Spiegel: Ignorieren oder attackieren?
    Attackieren sie es? Behandeln sie es wie einen Artgenossen? Stehen sie vor dem Spiegel und bewegen sich, sodass man vermuten könnte, sie betrachten sich selbst? Wir beobachteten das Verhalten unserer Elstern unter zwei verschiedenen Bedingungen: Einmal vor dem Spiegel mit ihrem Spiegelbild (Testvariante) und einmal vor der Spiegelfläche, die durch eine mattgraue Abdeckung «entspiegelt» war (Kontrollvariante). Anders als etwa beim Wellensittich, der auch nach langer Zeit einen kleinen Spiegel in seinem Käfig wie einen Sozialpartner behandelt, nach ihm pickt und ihm zuzwitschert, zeigten die Elstern vor dem Spiegel ein “neugieriges”, das Spiegelbild erkundendes Verhalten: Auf- und Abgehen vor dem Spiegel, vorsichtige Blicke hinter den Spiegel.

    Was die Elster vor den Spiegel schleppt nach oben
    nach unten

    Abb. 4: Ergebnisse der Versuche zur sog. Objektdiskrimination: Wenn sich in einer kleinen Box, die für die Elster nur über einen Spiegel einsehbar ist, attraktive Gegenstände befinden, wird diese Box regelmäßig «angesteuert», eine leere Box oder eine Box mit einem welken Blatt (Kontrolle) wurde nur gelegentlich beachtet.
    Schließlich präsentierten sich die Elstern mit verschiedenen Gegenständen im Schnabel vor dem Spiegel. Könnte das auf Selbsterkennen hindeuten? Vielleicht – doch präsentieren Vögel auch im sozialen Kontext häufiger Federn oder Zweige. Bei der nächsten Aufgabe ging es darum, nicht direkt sichtbare Gegenstände mithilfe des Spiegels zu unterscheiden und zu orten. Zu diesem Zweck wurde in einiger Entfernung von der Elster eine geöffnete Schachtel so in Richtung Spiegel geneigt, dass die Elster deren Inhalt - zum einen Futter oder einen Ring, zum anderen ein Blatt oder die leere Schachtel – nur im Spiegel sehen konnte. Die Elstern zeigten gute Diskriminationsleistungen, indem sie sich in der überwiegenden Zahl der Fälle nach dem Blick in den Spiegel nur auf die Schachtel zubewegten, wenn sie den für sie interessanten Inhalt hatte – den Ring bzw. das Futter (Abb. 4).
    Schließlich machten wir mit unseren Elstern sog. Markierungstests. Dafür bekamen sie zunächst im Kehlbereich, direkt unterhalb des Schnabels, einen farbigen Fleck. Sie können diese Stelle mit ihren eigenen Augen, die seitlich am Kopf sitzen, nicht direkt sehen, hingegen sehr gut im Spiegel, wenn sie vis-à-vis ihrem Spiegelbild stehen. Wir benutzten eine ungiftige, leicht abwaschbare Farbe. Jede Elster wurde zwei verschiedenen Tests unterzogen, einmal mit leuchtend roter und einmal mit schwarzer Farbe. Die schwarze Farbe ist auf dem an dieser Stelle schwarzen Federkleid nicht sichtbar und war eine von mehreren Kontrollbedingungen. Wir wählten diese Art der Kontrolle aufgrund eines Einwandes gegenüber früheren Versuchen von Gallup mit Schimpansen: Die Tiere hätten sich vielleicht beim ersten Test ohne Spiegel noch nicht vollständig von der Narkose erholt seien deshalb vielleicht weniger aktiv gewesen.
    Der rote Fleck verrät die „Psyche“ nach oben
    nach unten

    Der Verzicht auf eine Narkose verringerte zudem die Belastung für die Tiere. Unter beiden Markierungsbedingungen wurden die Elstern völlig gleich behandelt. Sie wurden in die Hand genommen, mit einem roten oder schwarzen Farbtupfer versehen und dann in den Versuchskäfig gesetzt. Einmal standen sie dann einem Spiegelbild mit rotem Kehlfleck gegenüber, ein anderes mal dem Bild einer mit ihrer schwarzen Kontrollmarkierung normal aussehenden Elster (Abb. 5). Was würden die Elstern tun?
    Um ein quantifizierbares Maß für das Verhalten der Elstern zu erhalten, protokollierten wir 18 typische Verhaltensweisen vor dem Spiegel und analysierten den Anteil an Verhaltensweisen, die auf die eigene Kehlregion gerichtet war: D.h., wenn sich das Interesse der Elstern – nachdem sie im Spiegel den roten Fleck gesehen hatten – auf diese Stelle am eigenen Körper richtete.

    Abb. 5: Elstern beim Markierungstest vor dem Spiegel: “Bin ich‘s oder bin ich‘s nicht?“

    Verwirrspiel erhöht Versuchssicherheit

    Wie Abb. 6 zeigt, war die auf den Kehlbereich gerichtete Aktivität wesentlich höher, wenn die Elstern einen deutlich sichtbaren roten Fleck hatten, als wenn der Fleck nicht zu sehen war.
    Um zu prüfen, ob die Elstern nicht einfach auf das Bild von einer Elster mit rotem Kehlfleck z. B. mit Putzverhalten reagieren – Putzen kann bei Vögeln auch Folge erhöhter Erregung sein -, unternahmen wir weitere Kontrolltests. U. a. boten wir den Elstern hinter einer durchsichtigen Glasscheibe anstelle des Spiegels - aber bei einer ansonsten identischen Versuchssituation - eine ausgestopfte Elster entweder mit oder ohne roten Kehlfleck an. In einigen Tests saß diese Attrappe ruhig, in anderen wurde sie bewegt.
    In weiteren Tests waren hinter der Glasscheibe lebende Elstern, mal mit und mal ohne Kehlfleck. Das Ergebnis war überzeugend, das Interesse der Vögel richtete sich nur dann eindeutig auf den eigenen roten Kehlfleck, wenn sie sich vis-á-vis zu ihrem Spiegelbild befanden.
    Spricht das selbstbezogene Verhalten markierter Elstern vor dem Spiegel nun dafür, dass sich diese Vögel im Spiegel erkennen, vielleicht sogar eine Vorstellung von sich selbst haben? Erbringen sie eventuell sogar höhere Leistungen als viele Affen? Die Wahrnehmung der eigenen Person und die Identifikation anderer, bekannter Artgenossen ist ein äußerst komplexes Phänomen mit vielen Teilkomponenten. Wie viele derjenigen Komponenten, die menschliches Selbsterkennen ermöglichen, im hochentwickelten Gehirn der Elster realisiert sind, wissen wir noch nicht.
    Es ist bleibt aber festzustellen, dass Elstern vor dem Spiegel ähnlich reagierten wie Schimpansen und Orang Utans in vergleichbaren Tests, die bei diesen Menschenaffen als Hinweis auf Selbsterkennen interpretiert wurden. Bisher ging man davon aus, dass solches Verhalten Arten, die dem Menschen eng verwandt sind, vorbehalten ist. Wie die Elstern zeigen, hat es sich offenbar auch außerhalb der Primaten entwickelt.

    H.Prior, B. Pollok, O. Güntürkün

    Irre ::::hier der Link für die grafik

    http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rbin2_00/natur/artikel1/seite2.htm
     
  4. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Quellenangabe:
    Rubin naturwissenschaft
    Hrsg.: Rektorat der Ruhr-Universität Bochum
    in Verbindung mit der Gesellschaft
    der Freunde der Ruhr-Universität Bochum

    http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rbin2_00/natur/artikel1/index.html
    http://www.ruhr-uni-bochum.de/rubin/rbin2_00/natur/artikel1/seite2.htm

    Autoren: H.Prior B. Pollok, O. Güntürkün
    Letzter Besuch 20. Januar 2003, 21:30

    Da ein Nachdruck unter Quellenangabe und Zusendung eines Belegexemplares gestattet ist, gehen wir davon aus, das auch die Veröffentlichung im Vogelforum erlaubt ist.
     
  5. Addi

    Addi Guest

    Bedeutet jetzt natürlich auch, dass

    dem Spiegel als "Spielzeug Für den Vogel" eine ganz andere Bedeutung und Interpretation zukommt.

    Die bisherige Argumentation gegen Spiegel nicht mehr zutreffend ist, sondern individuell auf den einzelnen Vogel abgestellt sein muss wie er damit klar kommt.

    Ein generelles Nein scheidet mit diesem Wissen jedenfalls aus Oder?
     
  6. Rena1

    Rena1 Guest

    Re: Bedeutet jetzt natürlich auch, dass

    was steht nun wirklich dahinter..:? 0l

    praxis und theorie,oder wissenschafliche fundationen und wen dients....den halter oder den tieren,sorry!"
     
  7. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Re: Bedeutet jetzt natürlich auch, dass

    Moin Roland!

    Auf den einzelnen Vogel muß vielleicht nicht abgestellt werden, wohl aber auf die einzelne Vogelart, das will ich nicht bestreiten.
    D.h. für mich, die bisherige Argumentation gegen Spiegel in der Wellensittichhaltung hat weiterhin bestand, weil ich nicht glaube, das Wellensittiche die Intelligenz besitzen, sich selbst im Spiegel zu erkennen, auch wenn es Elstern oder auch andere Rabenvögel und möglicherweise einige andere Papageienarten vermögen.
     
  8. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Re: Re: Bedeutet jetzt natürlich auch, dass

    Hallo,
    Diese Aussage steht auch in dem vorliegenden Bericht:
    Somit dürfte die Aussage "keine Spiegel für Wellensittiche" auch weiterhin unbestritten sein.

    @Roland: ich finde den Artikel äußerst interessant, zeigt er doch, daß Vögel (und Tiere überhaupt?) viel mehr Intelligenz besitzen, als allgemein angenommen wird.
     
  9. Addi

    Addi Guest

    rena

    Den Bericht muss mal wohl öfters lesen um seine Tragweite zu erfahren , für michg persönlich wenig neues , ich kenne Vögel und weiss was ich ihnen zutrauen kann und dass bestimmt auch meinen Umgang mit ihnen


    Was mich allerdings freut ,ist die Tatsache ,dass die Wissenschaft immer mehr von dem zu Tage führt und belegt ,wofür ich tausendmal verlacht wurde wenn ich den Vögeln Gefühle und Intelligenz unterstellte
     
  10. Rena1

    Rena1 Guest

    begreife...

    hallo,addi

    in etwa auch so meine erfahrung(belächelt)aber was so nach und nach sich doch bestätigt.
    war kurzfristig nur ein bißchen irritiert.
    danke für deine beiträge und @all anderen auch.
    :0-
     
  11. sbari

    sbari Guest

    wer wie intelligent

    jetzt stellt sich nur noch die frage nach de intelligenz der verschiedenen vogel arten.

    welche vogelarten übertreffe in der intelligenz welche...

    hm...

    mfg
    sbari
     
  12. frivoe

    frivoe Stammmitglied

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    3. Juli 2001
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    281
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    Intelligenz

    Hallo zusammen,

    Warum wird eigentlich immer nach dem Menschenähnlichem in den Tieren gesucht.
    Sind nicht alle Tiere mit ihren sinnlichen Leistungen optimal an die aktuelle Umwelt auf ihre Weise angepasst.
    Was würde z.Bsp. wohl unser Hund von unserer Intelligenz halten, wenn er merken würde dass wir nicht mal nach sehr kurzer Zeit in der Lage sind jemanden auf einer Duftspur zu folgen. Wer von uns könnte ein Nest wie ein Webervogel bauen? Auch durch einen Orientierungskurs der Fledermäuse würden wir wohl durchfallen. Ist das soziale Konzept der Ameisen dem unseren nicht weit überlegen?

    Warum sind so viele menschliche “Hochkulturen“ spurlos wieder verschwunden? Spricht es denn für unsere Intelligenz unsere eigene Lebensgrundlange nachhaltig zu zerstören?

    Natürlich ist das alles etwas vereinfacht gesagt.

    Schöne Grüße Fritz
     
  13. Rüdiger

    Rüdiger Guest

    Moin Fritz!

    Im Grundsatz hast Du Recht und ohne Zweifel liegt hier auch eine gewisse Gefahr, denn der nächste Schritt kann eine allzugroße Vermenschlichung des Tieres sein.
    Sicherlich wird ein menschlicher Intelligenzbegriff auf das Tier angewandt - Menschen haben ihn definiert, aus der menschlichen Erfahrungswelt ist er entstanden (BTW: und noch nicht einmal für den Menschen hat man sich auf einen einheitlichen Intelligenzbegriff geeignet- gerade Deine Ausführung zeigt ja, dass der Intelligenzbegriff sich immer noch im Wandel befindet, bspw. zu einem begriff, der nicht nur Fähigkeiten und Eigenschaften des Individdums erfaßt, sondern auch der sozialer Systeme).
    Letztlich sind wir aber auch kaum zu etwas anderem in der Lage:
    immer werden wir unsere Begrifflichkeiten und Kategorien, die für uns eine gewisse Gültigkeit haben (weil sie bereits kulturell unterschiedlich sein können) auch auf die Tiere anwenden (müssen).
    Denn eine Abstraktion ist sicherlich möglich, stößt irgendwann aber auch an ihre Grenzen, weil wir im Endeffekt uns eben auch nicht etwas völlig unbekanntes vorstellen können.

    Man sollte sich vor allem davor hüten, bspw. aus der Intelligenzfrage eine Rangordnung des Wertes einer Tierart abzuleiten (nicht, dass das hier jemand getan hat).
     
  14. Addi

    Addi Guest

    absolut richtig dein Ansatz frivoe

    für mich bedeutete diese Studie sowieso nichts Neues

    Bin allerdings immer wieder erfreut,über von" Anderen "DR . Dr.herausgearbeiteten Arbeiten , die belegen , wofür ich immer nur verlaechelt wurde


    Für mich aendert sich nichts , Allerdings wer will einem Vogel der abstrackt denken kann noch Gefühle absprechen??????r
     
  15. sbari

    sbari Guest

    vermenschlichung

    Schlussendlich halten wir Tiere eh nur aus einem Grund:

    Egoismus

    - Aus Interesse am Tier: um deine Neugier zu befriedigen.
    - Aus Mitleid: Um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen
    - Arterhaltung: für die Natur? Die Natur lebt auch ohne alle Vögel weiter. Die Natur kriegen wir nicht kaputt. Die überlebt uns. Höchstens Umweltschutz. Die Umwelt brauchen wir. Nicht die Umwelt uns. (Wir können und „tun“ die Natur nur verändern)
    - Arterhaltung für die Tiere: siehe Interesse / Mitleid
    - Um Leben in die Bude zu bringen, um Cooler dazustehen, Statussymbol, UM NICHT SO ALLEINE ZU SEIN (spricht alles für sich selbst)
    - TIERLIEBE: das ist eure Liebe. Dem Tier ist die Liebe zum Menschen nicht angeboren und er würde ohne unsere Liebe viel „Artgerechter“ leben. (ob Lebenswerter lasse ich hier absichtlich offen)

    Ich halte zwei Nymphen und die sind voll vermenschlicht. Sie essen wenn wir essen haben keine Angst vor Menschen und KATZEN!! (versuche ich verzweifelt zu ändern) und baden nur im Zimmerbrunnen und Waschbecken (wenn wir Zähneputzen, rasieren, unserer täglicher Körperpflege nachgehen...)

    Und ich halte Tiere aus Egoismus. Ich habe weder die Natur, Gott und schon gar nicht die Vögel um Erlaubnis gefragt.

    ist es da nicht natürlich dass wir vergleiche mit uns ziehen? übrigens die einzige art vergleich den wir überhaubt ziehen. und da geht es doch nur darum das ganze wesen "tier" oder "pflanze" auf ein für uns begreifliche "art" herunterzubrechen. (- beschreib mal leben und liebe)

    Ich stelle das hier mal so in den Raum und bin auf Reaktionen gespannt.

    mfg
    sbari
     
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  17. Mephisto

    Mephisto Guest

    Hallo !

    Das Tier lebt,der Mensch denkt zu leben !
     
  18. #16 Alfred Klein, 23. Januar 2003
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Welche Intelligenz ist denn eigentlich gemeint?

    Das was als normaler Test bei uns vorgenommen wird hat absolut keinen Sinn und kann nur ein in unserem Kulturkreis lebendes Individuum mit seinen Mitmenschen vergleichen.
    Der selbige Intelligenztest, z.B. in Zentralafrika vorgenommen, würde die dort lebenden Menschen fast alle als sehr dumm darstellen.
    Das ist eine andere Kultur, ein völlig anderes Denken. Da gibt es keine Vergleichsmöglichkeit.
    Forscher versuchen einen Test zu entwickeln der ungeachtet der Kultur jeden Menschen mit einem anderen vergleichen kann.
    Trotzdem ist auch dieser nur stückhaft.
    Denn in letzter Zeit hat sich ein neuer Begriff gefunden: Soziale Intelligenz
    Wir sind uns wohl alle einig daß es Menschen gibt die diese Fähigkeit in nur bescheidenem Maße haben. Ich denke da mal an die "Ellenbogentaktiker".
    Daß uns die meisten Tiere in dieser Hinsicht überlegen sind dürfte eigentlich nicht überraschen. Das fängt schon bei den Ameisen und Bienen an und endet nicht bei unseren nächsten Verwandten, den Affen.
    Eventuell ist es einigen bekannt daß in Afrika eine relativ neue "Delikatesse" zu haben ist: Bushmeat !!
    Dabei handelt es sich um Affenfleisch. Da die Affen uns so nahe verwandt sind daß die genetischen Unterschiede kaum von Belang sind würde ich das Essen von Affenfleisch für meine Begriffe mit Kannibalismus vergleichen.
    Hier kommt nun die Frage der Intelligenz. Hat denken können wirklich etwas mit echter Intelligenz zu tun oder ist die sogenannte soziale Intelligenz nicht unendlich viel wichtiger?
    Sollten wir nicht endlich lernen daß die Frage der Intelligenz nicht mit unserem bisherigen System zu messen ist?
     
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