Aspekte der Einstallungspflicht, wissenschaftlich betrachtet. Update, Links

Diskutiere Aspekte der Einstallungspflicht, wissenschaftlich betrachtet. Update, Links im Vogelgrippe / Geflügelpest Forum im Bereich Allgemeine Foren; Bitte versucht, diesen Thread für Beiträge und links aus Fachliteratur, Workshops, Kongressen etc freizuhalten. Danke Hühnerhaltung unter...

  1. #1 Gänseerpel, 17. Januar 2006
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    Bitte versucht, diesen Thread für Beiträge und links aus Fachliteratur, Workshops, Kongressen etc freizuhalten. Danke
    Hühnerhaltung unter diversen Blickwinkeln:

    Internat. Workshop: "Should hens be kept outside?" April 2005 Niederlande

    Animal Welfare and Health

    Animal welfare welfare aspects aspects of of outdoor outdoor runs runs for for laying laying hens (presentation)


    Why shouldn’t hens be kept outside? (presentation)

    Welfare in outdoor poultry and strategies to keep them healthy (full paper)

    Welfare assessment in laying hens (full paper)

    Risk factors for the development of feather pecking in free range hens (full paper)

    Should hens be kept outside- Practical experiences (presentation)Health threats to keep poultry outdoors (text)
     
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  3. #2 Gänseerpel, 17. Januar 2006
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    DEFRA Empfehlungen für Geflügelhalter (in Kartoffel Deutsch):

    1: Wie breitet sich Krankheit aus? ·
    Bewegung von Geflügels, Menschen, Fahrzeugen oder Ausrüstung zwischen und innerhalb Betrieben; ·
    Zugang von Vögeln mit niedrigem oder unbekanntem Gesundheitsstatus; ·
    Kontakt mit den Herden von Nachbarbetrieben; ·
    Gemeinsame Verwendung von Gegenständen Transportbehältern und Fahrzeugen, die nicht effektiv gereinigt und desinfiziert worden sind; ·
    Kontakt mit dem Ungeziefer und wilden Vögeln; · (so, so)
    Vögel, die von verseuchten Wasserquellen trinken; ·
    Verseuchtes Futter; und · das unzureichendes Reinigen und Desinfektion von Fahrzeugen, Ställen, Trögen und anderer Gegenstände.

    Der Rest in Engl:
    How to stop disease – keep your farm clean
    • Don’t bring infection onto your farm, or spread it around
    your farm, on your clothes, footwear or hands. Clean overalls
    and footwear must be worn when entering poultry farms. Protective
    clothing and footwear should be removed and either cleansed and
    disinfected, laundered or disposed of after use.
    • Strictly limit and control access to poultry flocks. If possible
    the site should be fenced with a controlled entry point.
    Visitors and their vehicles should be limited and as far as possible
    kept away from poultry buildings and pastures.
    • Have pressure washers, brushes, hoses, water and an
    approved disinfectant available. Make sure they are used by
    visitors to clean vehicles, equipment and boots both before entry
    and on leaving.
    • Clean and disinfect all vehicles after each journey. If possible,
    do not use the same vehicles for transporting birds, feed, manure or
    other wastes.
    • Regularly clean and disinfect all crates, containers and other
    equipment before and after use. Do not move any equipment
    into different poultry buildings without cleaning and disinfecting it
    first. This also applies to injecting and dosing equipment.
    • Keep farm access routes, parking areas, yards, areas around
    buildings and storage areas clean and tidy and well
    maintained. This helps avoid wild birds and animals being attracted
    onto the site and entering buildings and stores.

    Quelle Defra.gov
     
  4. #3 Gänseerpel, 18. Januar 2006
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  5. #4 Gänseerpel, 18. Januar 2006
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    Expertenmeinung zur Einstallung

    Nial Moore, Birds.of Korea zur Einstallung

    Verschiedene Gründe sprechen dafür, dass es zu Zeit ratsamer wäre, Geflügel in den Ställen zu halten als in Freiland auch wenn Freilandhaltung i.a. weit besser Gesundheit und Wohlergehen der Tiere ist. ( Damit würde letztlich auch auf einen Abbau des großindustriellen Geflügelmissbrauchs hingewirkt).
    1) Wir stimmen überein, dass die Übertragungswege des Virus nicht ausreichend erforscht sind, und dass ein positiver Effekt der Indoor Haltung hinsichtlich der Virusübertragung im Vergleich zur Freilandh. weitgehend unbewiesen ist.. Virusausbreitung ist zuweilen unabhängig davon vorgekommen, ob Vögel in der Freilandhaltung waren oder eingestallt waren. Außerdem ist noch immer nicht nachgewiesen, dass Wildvögel Geflügel anstecken können, was darauf hindeuten könnte, dass Freilandhaltung das Infektionsrisiko nicht erhöht. Umgekehrt jedoch ist sicher, dass wilde Vögel bei mehreren Gelegenheiten durch Kontakt entweder mit infiziertem Geflügel oder Geflügel-Produkten angesteckt wurden. Durch neue Forschungsarbeiten wurde zum Beispiel festgestellt, dass Qinghai, Schauplatz des größten Ausbruchs unter Wildvögeln von HPAI H5N1 (im Frühling 2005), überhaupt kein abgelegenes Gebiet ist. Stattdessen gibt es dort eine ausgedehnte Geflügel-Population, mit vielen Freilandhühnern (eingesetzt zur Heuschrecken-Bekämpfung); und Geflügelzucht in unmittelbarer Nähe zum See. Hinzu kommen Fischereibetriebe, die mit Geflügelmist als Dünger arbeiten und am See tätig sind.. Berücksichtigt man, dass in Indien, (dem Herkunftsgebiet der Streifengänse (Bar headed goose, anser indicus)), und in anderen Regionen Chinas, unter den Streifengänsen keinerlei Ausbrüche vorkamen und dass andere am See befindliche Arten nicht betroffen waren, erscheint es sehr wahrscheinlich, dass die Streifengänse (6000 tote Vögel und damit 5 – 10% der vorhandenen Weltpopulation) und die anderen betroffenen Koloniebrüter lokal infiziert wurden. Andere Ausbrüche bei Geflügel (weitgehend indoor gehalten) in Japan und Korea führte zu Infektion einiger LB Krähen (Standvögeln) und Elstern, also Abfallfressenden Kulturfolgern, die häufig bei Geflügel-Farmen auftreten.

    2) Da nicht infiziertes Geflügel natürlich keine Wildvögel anstecken kann, ist klar, dass infiziertes Geflügel in der Türkei gehandelt/transportiert worden ist; und dass es auch jetzt noch viel Bewegungen (sowohl legal wie illegal) von Geflügel, Geflügel-Produkten, und von anderen Vogel-Arten sowohl innerhalb der Landesgrenzen von betroffenen Gebieten als auch in jetzt noch nicht betroffene Länder gibt. Insofern scheint es mehr oder weniger unvermeidlich, dass sich H5N1 im Laufe der Zeit in Teile Europas und anderswohin ausbreiten wird. Wenn Geflügel in einem Ausbruchgebiet in Freilandhaltung ist, dann werden die Rufe nach Wildvogel-Keulung zweifellos zunehmen - da jeder Ausbruch sozusagen mit Wildvogel-Bewegungen in Verbindung gebracht wird (siehe besonders in Russland , wo Wildvogel-Keulungen in einigen Gebieten begonnen haben, obgleich die vorliegenden Indizien eine Verbreitung durch menschlichen Transport viel wahrscheinlicher erscheinen lassen). Die Möglichkeit einer menschlichen Infektion ist offensichtlich der Hauptgrund dafür, dass diese Krankheit solch enormes öffentliches Interesse gewinnt. Ausbrüche von z.B Newcastle Krankheit, die genauso verheerende Auswirkungen auf Geflügel hat , stellen keine bedeutende Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar; werden daher größtenteils in den Medien übergangen bzw. führen nicht zu derartigen Reaktionen mit Wildvogeltötung und Zerstörung ihrer Habitats.


    3) Wenn Geflügel unter Einstallbedingungen mit eingeschränkten Bewegungsfreiheit gehalten wird, und entsprechenden Hygieneregeln beachtet werden, dann wird das etwas leichter sein, sowohl die Beteiligung von wilden Vögeln bei der Krankheitsausbreitung auszuschließen/behaupten, als auch Ausbrüche zu begrenzen. Bemerkenswert ist, dass Länder mit wenig Beschränkung der Geflügelhaltung und Vogel-Märkte (China, Thailand, Vietnam, Indonesien, die Türkei)diejenigen Länder sind, die die größte Zahl von Ausbrüchen, und den einzigen Fällen von menschlichen Infektionen erfahren haben.

    4) Das Virus ist anscheinend im Stande, seine Virulenz in der Umgebung über einen beträchtlichen Zeitraum zu erhalten, besonders unter kühleren Bedingungen, zum Beispiel 18 Tage oder mehr in Wasser und mehrere Wochen im Mist. Berücksichtigt man den Zeitraum, bis ein Ausbruch bemerkt wird, und die Schwierigkeiten, Gewässer zu desinfizieren; erscheint es ist am klügsten, die Möglichkeit, dass Geflügel seine lokale Umgebung infiziert, weitest möglich zu reduzieren Es gibt zunehmend Hinweise, dass repetitive Ausbrüche in einigen Gebieten durch Reinfektion aus einem Virenreservoir in der Umgebung zustande kommen.

    Zusammenfassend ergibt sich , besonders unter Berücksichtigung der Medienhysterie und des Lärms, der um die Krankheit gemacht wird, als klügste Option, Geflügel und Wildvögel so weit wie eben möglich zu trennen, und die biosecurity auf soweit zu verbessern, dass die Krankheit begrenzt bleibt.

    Mit den besten Wünschen,
    Nial Moores
    Birds of Korea

    Quelle: eigene Korrespondenz
     
  6. #5 Gänseerpel, 18. Februar 2006
    Gänseerpel

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    Endlich mal d i e gute Nachricht: Die Einschätzung der EFSA bezüglich des Risikos von Hobby und Backyard Haltungen. Daran kann jetzt zunächst mal niemand vorbei. Das ist nicht von Mr Nobody, sondern von der European Food Safety Authority - AHAW der Europäiaschen Nahrungsmittel Sicherheitsbehörde

    Damit ist klar, dass Seehofer eindeutig außerhalb der von EU Fachgremien erstellten Leitlinien und Risikoabschätzung steht

    Es war in Fachkreisen schon von vorneherein klar, dass eine solch undifferenzierte Maßnahme wie die Einstallung in der jetzigen Form, ohne Berücksichtigung von Betriebsart, Bestandsdichte, Betriebsdichte und geographischer Lage, völlig an den Erfordernissen einer sachgerechten, modernen wissenschaftlich orientierten Prävention vorbeigeht. Daran ändern auch die Einschätzungen von Mitarbeitern des FLI nichts, die im Kern vor allem darum kämpfen, bei den nächsten Budgetkürzungen nicht wegrationalisiert zu werden., und jetzt ihre Existenzberechtigung mit immer neuem Geschwafel von Pandemie belegen wollen

    European Food Safety Authority - AHAW Annex to The EFSA Journal (2005) 266, 1-21; Animal health and welfare aspects of Avian Influenza"Provisional pre-publication copy" SCIENTIFIC REPORT Animal health and welfare aspects of Avian Influenza Adopted on 13/14 September 2005
     
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