Aspergillose

Diskutiere Aspergillose im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Vogelfreunde! Seit fast drei Monaten habe ich zwei Schwarzköpfchen, von denen eines leider (schon bei Erwerb) an Aspergillose erkrankt...

  1. Nana

    Nana Guest

    Hallo Vogelfreunde!

    Seit fast drei Monaten habe ich zwei Schwarzköpfchen, von denen eines leider (schon bei Erwerb) an Aspergillose erkrankt ist. Es war eine ziemliche Tortour bis zur Diagnosestellung, weil der erste Tierarzt (eine Vogelspezialistin!) keine vernünftige Diagnostik gemacht hat und von vorne herein der Ansicht war, dass Agaporniden "eigentlich" nicht an Aspergillose erkranken. Nachdem ich den Tierarzt gewechselt habe (ich bin jetzt bei einem Nicht-Vogel-Spezialisten, mit dem ich aber mehr als zufrieden bin), ist mein Vogel geröngt worden- woraufhin sich mein Verdacht leider bestätigte. Seit dem wird mein Vogel mit "Sempera liquid" behandelt- einem Antimykotikum, das sehr gut resorbiert wird. Die Behandlung zieht sich schon seit Wochen hin und irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass sich etwas bessert. An manchen Tagen zeigt er keine Symptome, an anderen Tagen niest, würgt und hustet er viel. Vom sonstigen Allgemein- und Ernährungszustand geht es ihm aber soweit gut, er ist munter und frißt sehr gut.
    Hat jemand von euch Erfahrungen mit Aspergillose und kann mir vielleicht noch ein paar Tips geben?! Im Moment bin ich ehrlich gesagt etwas frustriert, weil sich einfach gar nichts tut... Was kann ich noch machen, damit es ihm besser geht?!

    Vielen Dank für eure Hilfe,
    Nana!
     
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  3. #2 Alfred Klein, 20. Juli 2003
    Alfred Klein

    Alfred Klein Depp vom Dienst ;-)

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    Hallo Nana

    erst mal herzlich Willkommen. :)

    Nun, Du kommst gleich mit etwas schwerwiegendem.
    Aspergillose ist eine Krankheit die nur sehr schwer in den Griff zu bekommen ist.
    Ich weiß ja nicht bei welcher TÄ Du warst, aber auch die sind nur Menschen und Menschen machen nun auch mal Mist. Mal ganz klar gesagt.
    Anscheinend hat die TÄ noch nicht gehört daß auch Menschen unter Aspergillose leiden können, das sind hauptsächlich die Aidskranken.
    Daraus kann man nun schließen daß ein schwaches Immunsystem daran schuld sein kann wenn diese Krankheit ausbricht.
    Also ist es wichtig und erforderlich das Immunsystem zu stärken.
    Wenn bei der Zucht Deines Vogels hier durch mangelhafte Ernährung Defizite bestanden haben so sind diese nur sehr schwer wieder auszubügeln. Es geht eigentlich nie vollständig, man muß immer wieder nachbessern.
    Das Immunsystem kann durch ein streßarmes Leben und eine sehr gute vitaminreiche Ernährung ohne belastende Stoffe so weit gekräftigt werden daß es gut arbeitet.
    Was nicht sein sollte wäre ein Leben in keimfreier Umgebung, das wäre völlig daneben.
    Auch absolut streßfrei wäre nicht richtig, ab und zu ist es gut wenn der Körper mal einige Hormone produziert.

    Soweit zum allgemeinen.
    Ansonsten wird die Behandlung recht lange dauern und den Vogel extrem mitnehmen.
    Das ist unvermeidlich, die Bekämpfung des Pilzes ist nicht gerade einfach.
    Aus diese Sicht finde ich daß Du anscheinend bisher gute Erfolge erzielt hast. So lange der Vogel noch relativ munter und fit ist sehe ich sehr gute Heilungschancen. Heilung ist, Du wirst es auch wissen, nur relativ. Der Pilz wird gestoppt und verkapselt sich. Wenn er nicht mehr ausbricht dann nenne das eine Heilung.
    Also, das sieht gar nicht übel aus nach dem was Du schreibst.
    Einfach die Ohren steif halten und durch, dann wird das wieder.
    Sag dem Pieper ich drücke ihm die Daumen.
     
  4. Nana

    Nana Guest

    Hallo nochmal,

    erstmal ganz vielen Dank für die Antwort.
    Gestern war ich nochmal beim Tierarzt und habe eine Röntgen-Kontrolle machen lassen- leider hat sich nichts verbessert. Ich bin mit dem Tierarzt jetzt so verblieben, dass sie noch eine Woche so weiter behandelt werden (so lange wirken die Antibiotika noch, die sie wegen der Begleitinfektionen bekommen haben). Wir machen dann vier Wochen Therapie-Pause und steigen dann mit einem anderen Präparat wieder ein. Ich hoffe, dann tut sich endlich was...
    Leider weiß ich nicht, wie die Vögel gehalten wurden, bevor ich sie bekommen habe. Der Kranke ist schon vier Jahre alt- da kann natürlich viel passiert sein vorher... Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sein Immunsystem nicht das Beste ist. Ich bemühe mich um qualitativ hochwertiges Futter, außerdem bekommen sie im Moment noch ein Vitaminpräparat, weil die beiden außer frischen Zweigen kein Obst/Gemüse anrühren. Er hat seit Therapiebeginn ganz schön zugenommen und sieht objektiv auch viel besser aus!
    Ich gebe jedenfalls die Hoffnung nicht auf, solange es ihm zwischenzeitlich noch ganz gut geht!

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Nana
     
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