Aufpaeppeln von Weisskopfnonne

Diskutiere Aufpaeppeln von Weisskopfnonne im Asiatische Prachtfinken Forum im Bereich Prachtfinken; Hallo Leute! Wir haben hier in der Gegend (ausser einem recht guten Beispiel) nur miserable Zoolaeden, und eigentlich will ich diese Laeden nicht...

  1. moose

    moose verstorben 06.04.2011

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    Hallo Leute!

    Wir haben hier in der Gegend (ausser einem recht guten Beispiel) nur miserable Zoolaeden, und eigentlich will ich diese Laeden nicht sponsoren, indem ich mir dort einen Vogel kaufe. Bei schlimm zugerichteten Kreaturen mache ich aber immer mal wieder eine Ausnahme. Ich weiss, dass das nicht das Gelbe vom Ei ist, denn damit mache ich wohl nur den Weg frei fuer Nachschub. Nur helfen Beschwerden beim Veterinaeramt leider nicht, denn die Mindestanforderungen sind ja gegeben. Und leider ist der einzelne Vogel es in den Augen der Geschaeftsleute nicht wert, den Aufwand zu betreiben, einen Tierarzt aufzusuchen. Bei wertvollen Papageien ist das vielleicht eine andere Sache (obwohl ich davon auch nicht ueberzeugt bin), da geht es ja um ein paar hundert Mark. Aber bei den kleinen Voegelchen ist es wohl schon einkalkuliert, dass der eine odere andere auf der Strecke bleibt. Traurig, aber wohl wahr. Daher sehe ich immer das individuelle Tier. Ich kann einfach nicht daran vorbeigehen, wenn ich sehe, dass ein Vogel definitiv krank ist und ich weiss, dass er keine Hilfe bekommen wird.

    Letzte Woche habe ich meinen neuesten Zugang aus so einem Laden herausgeholt. Eine kleine Weisskopfnonne, noch sehr jung, abgemagert und so schwach, dass er sich nicht mehr auf der Stage halten konnte mit einem schlimm entzuendeten Auge. Jedes mal, wenn er versuchte, das Auge zu kratzen, verlor er das Gleichgewicht und kippte fast um. Vom Zooladen bin ich nach Hause, hab ihn in einen Kaefig gesetzt und bin gleich zum TA. Gluecklicherweise haben wir ganz in der Naehe eine super Tierklinik mit 2 TAs, die auf Kleintiere/Voegel spezialisiert sind. Der Kleine wurde mit Augensalbe versorgt. Die TAin sagte, der Vogel sei erschreckend unterernaehrt. Nun versuche ich mit aller Kraft, den Kleinen wieder auf die Beine zu bekommen. Das Auge scheint sich zu bessern, er kratzt sich zumindest nicht mehr. Die TAin wies mich darauf hin, dass Augenentzuendungen auch ein Zeichen fuer Ornithose sein koennen, der Vogel wuerde aber ansonsten (noch) keine weiteren Anzeichen zeigen, die darauf hindeuten wuerden. Sie beschrieb mir, auf was ich achten solle, was fuer eine Infektion sprechen wuerde. Ich konnte bisher nichts feststellen. Auch wenn ich denke, dass es Lucky (so haben wir ihn/sie genannt) besser geht; Kann man Ornithose durch eine Kotuntersuchung feststellen? Mir ist nicht sehr wohl bei dem Gedanken, auch wenn die TAin sagt, es sei eher unwahrscheinlich, weil ansonsten keine Symptome darauf hinweisen.

    Gluecklicherweise bessert sich sein Zustand von Tag zu Tag. Er wird zusehens munterer und pfeift jetzt auch mal ab und zu.

    Leider kann ich ihn nicht dazu bringen, Obst oder Gemuese zu probieren, wahrscheinlich kennt er das garnicht. Auch Kolbenhirse scheint er noch nie gesehen zu haben. Von meinen anderen Voegeln weiss ich, dass Kolbenhirse eigentlich immer geht, auch wenn ansonsten jedes Futter verweigert wird. Ueber das Wasser fuehre ich ihm ein Multivitaminpraeparat zu. Ansonsten frisst er nur Koerner (Exotenmischung)

    Hat noch jemand einen Vorschlag, wie ich dem Kleinen noch ein bischen besser auf die Beine helfen kann?

    Ich waere fuer Tips dankbar.

    Liebe Gruesse,
    Marina
     
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  3. Pepito

    Pepito Guest

    Hallo Marina!

    Am meisten Energie wird sicherlich über Weichfutter dem Vogel zugeführt, wenn er es denn frißt.
    Meine Prachtfinken haben auch zuerst kein Grünzeug angenommen. Ich habe dann möglichst zarte Salatblätter millimeterklein geschnitten und auf das Körnerfutter obendrauf gestreut. Das hat sofort geklappt, es wurde angenommen.
    Bei Kolbenhirse ist es manchmal besser, sie zuerst auf den Boden neben den Futternapf zu legen, damit sie als Futter wahrgenommen wird. Meine Goldbrüstchen hatten sich anfangs an hängende Kolbenhirse nicht rangetraut und fressen sie auch heute nur von den Sitzstangen aus.
    Hoffentlich hilft Dir das weiter.

    Ich würde mir allerdings keine Vögel aus Zoogeschäften holen, die dort schon sehr lange leben mußten. Sie entwickeln in den für Daueraufenthalt zu kleinen Käfigen oft Verhaltensstörungen, die vielleicht nicht mehr durch gute Haltung rückgängig gemacht werden können. Das ist sicherlich nicht immer so, aber mir wäre das Risiko für meine anderen Prachtfinken zu hoch.

    Viele Grüße
    Klaus

    ------------------
    kwo
     
  4. henrik

    henrik Stammmitglied

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    Hallo Marina,

    Keimfutter ist viel leichter in vogelkörper aufnehmbar und ist auch viel reicher an vitamine als trockene körnerfutter, und die vögel nehmen es ohne daran gewönht zu sein.

    Ich muss aber Klaus recht geben, du betreten ein sehr gefärlichen weg damit du erkrankte vögel in deinem Haus bringt. Es besteht die gefahr, dass dein ganzen Bestand erkranken und du sie alle verlieren.
     
  5. moose

    moose verstorben 06.04.2011

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    Hallo Klaus und Henrik!

    Vielen Dank erst mal für Eure Antworten. Der Weißkopfnonne geht es schon viel besser.

    Eure Tips habe ich beherzigt, es steht Weichfutter, Keimfutter, Obst, Gemüse, Kolbenhirse, trockenes Körnerfutter, Wasser mit Multivitaminkomplex vom Tierarzt etc. zur Verfügung. Allerdings rührt sie, was das Futter angeht, außer Körnermischung und weißer Kolbenhirse nichts an. Ich werde ihr aber weiterhin alles zur Verfügung stellen, ich denke, daß sie das ales nicht kennt, und erst lernen muß, daß man das essen kann. Spätestens, wenn sie bei den anderen ist, wird sie es lernen. Zum Glück trinkt sie gut, denn so werden ihr wenigstens Vitamine und Mineralstoffe zugeführt.

    Natürlich ist es nicht die Regel, daß ich mir Vögel im Zooladen kaufe. Vielmehr suche ich mir Züchter oder Halter in der Umgebung. Wenn ich aber in einem dieser Läden bin (bei der Weißkopfnonne war es z. B. so, daß ich nicht wegen der Tiere, sondern wegen der Pflanzen in diesen Laden bin und beim Vorbeigehen den Vogel gesehen habe) und ein Tier sehe, das garantiert eingeht oder offensichtlich leidet, wenn ich es nicht mitnehme, dann werde ich es sicherlich nicht dort lassen. Meinen Bestand gefährde ich nicht, denn der Vogel wird separat gehalten, bis der TA grünes Licht gibt. Die Vögel haben keinen Kontakt und auch Utensilien zum Säubern der Käfige/Voliere etc. sind getrennt und kommen nicht miteinander in Berührung. Wir haben hier einen TA bzw. eine Tierklinik, die sich mit kleinen Vögeln wirklich gut auskennt. Ich gehe wirklich nicht leichtfertig damit um, denn ich will meinem jetzigen Bestand ja keinen Schaden antun. Trotzdem kann ich nicht einfach mit geschlossenen Augen an den kranken Tieren vorbeigehen, denn ich weiß genau, daß diesen Vögeln nicht geholfen wird. Weder hat das Personal genügend Fachwissen, noch wird sich die Mühe gemacht, einen TA zu holen. Der Vogel kostet ja im Einkauf nur 15 Mark, warum 30 für den TA ausgeben? So oder so ähnlich denken leider die Geschäftsleute. Und wenn ich etwas dazu beitragen kann, daß ich wenigstens hin und wieder einen Vogel aus einer solchen Lage retten kann, dann werde ich das tun. Die Weißkopfnonne ist einer von vielen Vögeln, die ich auf diese Weise bekommen habe, der Rest ist aus dem Tierheim oder von Leuten, die keine Zeit mehr für das Tier haben etc.

    Ich weiß, hierzu gibt es viele Contras, z. B., daß ich damit den Zoofachhandel noch unterstütze. Das mag wohl wahr sein, aber ich persönlich habe mich zu diesem Weg entschieden, denn für mich zählt das Individuum.

    Ich halte die Vögel aus purer Liebhaberei, habe (zur Zeit) keine Zuchtabsichten. Daher ist es nicht wichtig für mich, ob der Vogel die perfekten Farben oder die perfekte Haltung hat oder vielleicht sogar Verhaltensstörungen. Je länger ein Vogel in der Tierhandlung sitzt, und dort vielleicht auch noch alleine, je mehr ist es für mich ein Grund, das Tier zu mir zu nehmen, damit es nicht sein ganzes Leben dort verbringen muß und letzten Endes dort noch stirbt.

    Trotzdem habe ich mir Eure Bedenken zum Anlaß genommen, die Sache kritischer zu betrachten. Im Moment mag das klappen, aber spätestens, wenn ich wieder ein so schlimm zugerichtetes Vögelchen sehe, werden die Bedenken doch wieder über Bord geworfen. Und wenn ich dann sehe, daß ein Vogel, von dem nicht mal der Tierarzt geglaubt hat, daß wir ihn wieder in die Reihe kriegen, einige Wochen/Monate später in der Voliere mit den anderen fliegt und super fit ist, dann ist das das Schönste für mich. Bisher ist es mir glücklicherweise immer gelungen, die Vögel wieder auf die Beine zu bringen und keiner ist mir gestorben.

    Dieses Thema "Aufpäppeln von Weißkopfnonne" habe ich deshalb ins Forum gestellt, weil ich dachte, es hätte vielleicht schon jemand die Erfahrung mit Weißkopfnonnen in dieser Hinsicht gemacht. Ich will nicht, daß der Eindruck entsteht, daß ich auf der einen Seite schreibe, schon sooo viele Vögel aufgepäppelt zu haben, auf der anderen Seite aber offensichlich nicht weiß, wie.

    Wie dem auch sei, über das Thema könnte man wahrscheinlich stundenlang diskutieren, was auch auf diesem Forum schon geschehen ist. Ich denke, einigen kann man sich hier nicht, denn die Meinungen gehen einfach auseinander. Jeder soll es so halten, wie er es für richtig hält, ich verurteile es nicht, wenn jemand meiner Meinung nicht zustimmt. Muß ja nicht sein.

    Trotzdem freue ich mich über Eure Antworten und hoffe, daß unsere "Meinungsverschiedenheit" in diesem Punkt keinem sauer aufstößt.

    Liebe Grüße,
    Marina
     
  6. Pepito

    Pepito Guest

    Hallo Marina!

    Ich kann gut verstehen, daß Du mit der Weißkopfnonne Mitleid hattest. Um so einer Situation aus dem Weg zu gehen, gehe ich einfach in kein Zoogeschäft, in dem die Tiere nicht gut behandelt werden. Es wäre auch schlimm, wenn kranke Tiere nur deswegen im Zoogeschäft angeboten werden, um Mitleid zu erregen und damit Gewinn zu machen. Man sollte, um so etwas auszuschließen, verlangen, daß der kranke Vogel Dir umsonst überlassen wird.

    Hier mal eine Auswahl von Kriterien für meiner Ansicht nach schlechte Zoogeschäfte:
    -Kranke Vögel im Verkaufsraum, die länger als einen Tag dort zu sehen sind.
    -Zu viel Lärm am Vogelkäfigstandort.
    -Verkäufer erschreckt die Vögel, indem er auf sie zeigt u.ä. Er sollte wenigstens Grundkenntnisse haben.
    -Zu wenig Umsatz oder zu viele Vögel im Angebot. Das bedeutet oft, daß die Vögel viele Monate im Zoogeschäft unter Streß leben müssen.

    Ich finde es sehr gut, daß Du Vögel von Haltern übernimmst, die ihren Tieren nicht (mehr) so gute Lebensbedingungen bieten können oder wollen. Das finde ich allerdings auch nur sinnvoll, wenn diese sich nicht gleich wieder neue Vögel anschaffen.

    Dies mal so als Anregung. Wie gesagt, ich kann auch Deinen Standpunkt gut verstehen. Ich freue mich mit Dir, daß die Weißkopfnonne sich wieder so gut erholt hat. Ohne Deine Erfahrung in der Vogelhaltung hätte es die Weißkopfnonne sicher nicht so ohne weiteres geschafft.

    Viele Grüße, Klaus
     
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  8. Markus

    Markus Foren-Guru

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    Hi Marina,

    habe diesen Artikel von Dir erst jetzt gelesen.
    Deinem noblen Denken und Handeln schenke ich meine
    volle Zustimmung und meinen Respekt.

    Auch ich sehe nur im langfristigem Boykott der sog.
    "Zoofachgeschäfte" eine Chance auf Veränderung.
    Natürlich gibt es auch Ausnahmen.

    Meine Nachzuchten gebe ich nur an Fachleute ab.
    Dies geschieht auf ordentlichen Vogelbörsen oder bei
    selteneren Arten per Abholung oder Versand.
    Eine kleine Ausnahme sind meine jungen bunten Mövchen.
    Sie kommen meist zu meinem Futtermittelhändler.Er ist
    auch Züchter und weiß die Vögel zu versorgen.Später
    gibt er sie weiter an private Liebhaber.

    Eigentlich müßte ich Dich künftig mit herzliche,nette
    Marina anreden.!

    Liebe Grüße,

    Markus
     
  9. moose

    moose verstorben 06.04.2011

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    Hallo Markus!

    Ich gebe Dir Recht, wenn Du sagst, daß man solche Zustände nur mit Boykott ändern kann.

    Das ist logisch und mir auch klar. Ich bemühe mich ja schon, solche Geschäfte erst garnicht zu betreten. In diesem Fall habe ich jedoch mehrmals die Verkäuferinnen aufgefordert, sich um das Tier zu kümmern. Meinem Verlangen, den Geschäftsführer sprechen zu wollen, kam man nicht nach, der sei angeblich nicht im Haus. Ich glaube, wenn die mich mittlerweile schon kommen sehen, kriegen die Pickel, weil sie sich denken können, daß gleich wieder die Meckerei losgeht. Aber vielleicht hilft´s ja, wenn ich genug nerve...

    Das zuständige Veterinäramt, das ich deswegen angerufen habe, sagte, der Laden sei bekannt, man habe aber keine Handhabe, da Platz, Licht und Futter dem Gesetz entsprächen und man wegen eines einzigen Vogels niemanden dort hinschicken würde. Wenn`s dem Vogel so schlecht ginge, sei er ja wahrscheinlich ohnehin verendet, bis jemand Zeit hätte, sich die Sache anzusehen... Das muß man sich mal vorstellen!!!

    Man fragte mich, woher ich überhaupt die Fachkenntnis habe, beurteilen zu können, ob der Vogel krank ist oder nicht. Schließlich sei ich kein Tierarzt. Und anhand meiner jungen Stimme stellte der Mensch beim Veterinäramt dann fest, daß ich aufgrund meines Alters ja wohl kaum in der Lage sei, aus Erfahrung sprechen zu können, denn mit 26 würde man wohl kaum über eine große Erfahrung in der Vogelzucht-/haltung verfügen können.

    Nunja, man mag da verschiedener Meinung sein, aber auch ein paar Jahre Erfahrung reichen meiner Ansicht nach aus, um beurteilen zu können, ob ein Vogel krank ist oder nicht.

    Ich bin keine Fachfrau und wüde mich auch selbst nie als solche bezeichnen.

    Ich halte Vögel aus purer Liebhaberei und die meisten stammen aus dem Tierheim, wurden mir von Leuten übergeben, die keine Zeit mehr für die Tiere hatten, oder kommen aus irgendwelchen unschönen Haltungen. Ich versuche ihnen, so weit möglich, bei mir ein schönes Leben zu bieten und das wieder auszubügeln, was von den Vorbesitzern oft massiv versaut wurde. Es ist schön zu sehen, wie aus halbtoten Vögeln durch meine Päppelei wieder muntere kleine Piepmätze werden. :)

    Und um alles richtig zu machen, habe ich sehr viel gelesen und mich andersweitig informiert, und was das Wissen angeht, zählt auch die Qualität, nicht nur die Quantität, denn ausreichendes Wissen ist weit besser als wahnsinnig viel Halbwissen, oder?

    Bei der kleinen Weißkopfnonne hat die Tierärztin an dem Freitag, an dem wir sie zu ihr brachten keine große Hoffnung gehabt, daß das nochmal was wird. Sie meinte, wir sollten sie Lucky nennen, wenn sie das Wochenende überlebt. Heute ist Lucky fit wie ein Turnschuh und ich freue mich jedes mal, wenn ich sie durch die Voliere sausen sehe.

    Natürlich verstehe ich die Bedenken, die bestehen, wenn ich sage, ich habe ein Tier aus einer Zoohandlung geholt. Aber wie ich in den vorherigen Beiträgen schon geschrieben habe, ist das nicht die Regel. Meiner Ansicht nach dürften Tiere, nicht nur Vögel, in solchen Geschäften garnicht angeboten werden, sondern nur direkt vom Züchter zu beziehen sein. Aber leider ist mein Wunschdenken weit weg von der Realität. Und ich versuche eben im kleinen Rahmen was zu tun.

    Wie gesagt, mittlerweile mache ich einen großen Bogen um solche Geschäfte, schließe aber nicht aus, daß ich zum Wiederholungstäter werde.

    Und ehrlich gesagt bin ich es leid, mich dafür dauernd rechtfertigen zu müssen. Damit meine ich nicht Deinen Beitrag, Markus, und auch nicht die der anderen Antwortenschreiber zu diesem Beitrag, sondern die Reaktion vieler Leute, die ganz klar sagen: Du unterstützt diese Machenschaften mit dem Kauf der Tiere etc. Aber ich denke, ich habe meinen Standpunkt klargemacht und wer meine Beiträge aufmerksam liest, versteht, daß ich die Sache nicht auf die leichte Schulter nehme und naiv einfach die ganzen Vögelchen mit nach Hause nehme. Würde ich das tun, bräuchte ich mittlerweile einen überdachten botanischen Garten in der Größe eines Fußballfeldes...

    Wie gesagt, ich verstehe auch die "Gegenseite", aber man soll auch bitte andere Meinungen und Verhaltensweisen akzeptieren.

    Das Thema wurde schon rauf und runter diskutiert, doch eine Ideallösung kann leider keiner von uns bieten. :(

    Wenn allerdings noch Diskussionsbedarf besteht, was solche Mitleidskäufe angeht, sollte man vielleicht im allgemeinen Vogelforum oder im Tierschutzforum einen neuen Betrag eröffnen, denn da paßt es besser hin. ;)

    Danke noch mal für alle Antworten auf diesen Beitrag, Ihr habt alle dazu beigetragen, daß Lucky heute ein gesundes, munteres Vögelchen ist.

    Jedenfalls freue ich mich über Deine nette Antwort, Markus, und gehe davon aus, daß wir bestimmt noch öfters miteinander zu tun haben werden. :D

    Was Deine Zucht angeht, so finde ich es gut und verantwortungsvoll, daß Du Deine Vögel nicht an irgendwelche Geschäfte abgibst. Für einen seriösen Züchter dürfte es eigentlich garkeine Alternative hierzu geben.

    Wie ist das mit Deinen Mövchen und dem Futtermittelhändler? Das verstehe ich nicht ganz. :?

    Und wenn Du nähere Infos zu meinem chaotischen Bestand und meiner Vogelhaltung haben möchtest, mail mich kurz privat an, wenn Du magst.

    Freue mich auf regen Austausch und Deine Unterstützung in den Foren! :)

    Liebe Grüße aus Bosenheim
    Marina
     
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