Auswilderungsprojekt Waldrapp

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  1. #1 Angie-Allgäu, 28. März 2008
    Angie-Allgäu

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    Seit 2002 engagiert sich ein Team von Biologen und Piloten für den Schutz und die Erhaltung der Waldrappe. Internationale Bekanntheit hat das Projekt insbesondere durch den Flug mit den Vögeln von Oberösterreich bis in die südliche Toskana erlangt.

    Waldrappe sind Zugvögel. Die Jungtiere müssen die Zugroute in das Wintergebiet von ihren Eltern lernen. Bei Zoonachkommen müssen Menschen die Jungvögel mit den nötigen Informationen ausstatten. Die bislang einzige Möglichkeit dazu ist, Vögel durch menschliche Zieheltern aufzuziehen und sie darauf zu trainieren, der Bezugsperson in einem Ultraleicht-Fluggeräte zu folgen.

    In den Jahren 2004 und 2005 wurden erstmals von Menschen geleitete Migrationen von Oberösterreich aus in die südliche Toskana durchgeführt. Damit sind seit Anfang September 2005 insgesamt 14 Waldrappe im Wintergebiet. Sie werden von Mitarbeitern des WWF Italien beobachtet und betreut. Sie sind aber gänzlich auf sich gestellt. Somit fliegen nach 300 Jahren erstmals wieder Waldrappe frei in Europa.

    Waldrappe werden in der Regel nach der dritten Überwinterung geschlechtsreif. In Zoos brüten sie aber zum Teil schon nach der zweiten Überwinterung. Das bedeutet, daß die ersten Vögel im Frühjahr 2007 nach Oberösterreich zurückkehren sollten, um zu brüten.

    Die von Menschen geleitete Migration ist Teil einer Machbarkeitsstudie auf Grundlage der internationalen Wiederansieldungsrichtlinien (IUCN Reintroductin Guidelines). Wir betreiben Grundlagenforschung zur Migrationsbereitschaft und Migrationsphysiologie der Vögel. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt bezieht sich auf die Nahrungsökologie der Vögel. Bisher publizierte Informationen über die Nahrungsökologie der Waldrappe sind spärlich, großteils anekdotenhaft und vermittelt ein unklares Bild über die Anforderungen dieser Art. Grundlegende Forschungsarbeit in diesem Zusammenhang ist wesentlich für jedes Arterhaltungsprogramm.

    Der bisherige Verlauf des Projektes gibt Grund zur Hoffnung, dass Waldrappe wieder in Teilen des ursprünglichen Verbreitungsgebietes angesiedelt werden können. Derzeit sind Projekte mit Partnern im Marokkanischen Atlasgebirge sowie in Birecik, Türkei, und Palmyra, Syrien, in Vorbereitung.

    Es gibt noch eine Reihe anderer Projekte, in deren Rahmen die Methodik der Handaufzucht und der Einsatz von Ultraleichtfliegern praktiziert wurde und wird. Eine wesentliche Grundlage für das Gelingen derartiger Projekte wird auch in Hinkunft die enge Kooperation zwischen Forschungs-, Zoo- und Naturschutzinstitutionen sein.

    Quelle: http://www.waldrappteam.at/ger/start_ger.html
     
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