Auswirkung HZ auf das Verhalten( ex "Sind HZ-Halter noch in diesem Forum erwünscht?")

Diskutiere Auswirkung HZ auf das Verhalten( ex "Sind HZ-Halter noch in diesem Forum erwünscht?") im Allgemeines Vogelforum Forum im Bereich Allgemeine Foren; Bis auf 2 die hier geschrieben haben, gibt es doch keine Beführworter in dem Sinnne.Das die unnötige Hz nicht ok ist, haben nun glaub ich , alle...

  1. #221 Ann Castro, 16. Juli 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Meinst Du? Das wäre ja toll!

    Wozu? Es gibt Papageienhalter. Punkt.

    LG,

    Ann.
     
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  3. #222 Vogelklappe, 16. Juli 2005
    Vogelklappe

    Vogelklappe Foren-Guru

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    Hallo AxelW,
    Nein, man braucht eine Haltegenehmigung, deren Erteilung an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist. Das ist dann keine Ausnahme, sondern Anwendung geltenden Rechts.
    Es kann immer Übergangsregelungen geben. Für neue Vögel gelten die aktuellen Bestimmungen. Auch Wildvögel können in Gefangenschaft eine lange Lebenserwartung haben, aber wofür ist die ein Kriterium ?
    Meintest Du hier wirklich "verboten" ? Warum bzw. warum nicht ? Züchter sollten doch noch höhere Voraussetzungen erfüllen als reine Halter ? Dies ist ja z. T. schon so, wenn auch aus anderem Hintergrund (Psittakose-VO).
    Das ist ja genau meine Frage: warum sollen die derzeit strengeren Vorgaben und Kontrollen für die Haltung nicht für alle gelten ? Dafür müßte man gar nicht so viel ändern, nur andere Arten mit einbeziehen. Grundsätzlich kann ich Deine Bedenken gegenüber Behörden aus der Praxis nachvollziehen, aber das ist ja kein Grund, so etwas von vorneherein abzulehnen.
    Und für mich wie der berühmte "goldene Käfig" - so unterschiedlich kann das sein.

    Hallo Essi,
    Aber nicht besser als 2 x 2 m ? Zum Vergleich: für die Genehmigung der Krähenhaltung wurde bei mir mangels deutscher eine schweizer Richtlinie zugrundegelegt, die 12 Kubikmeter pro Krähe vorschreibt. Das sind zwar auch nur 2 x 3 x 2 m, aber pro Vogel ergibt das bei Paarhaltung bereits die doppelte Länge einer Seite, das wäre doch schon 'mal 'was, oder ? Würde das Euren Vögeln etwa schaden ?
     
  4. kratzi

    kratzi Guest

    hallo Ann, etc,

    darf ich euch nochmal dran erinnern, dass es in diesem thread nicht um pro oder contra HZ geht, sondern, wie man in zukunft besser miteinander umgeht.

    denn so wie es teilweise passiert ist, darf es nicht weitergehen, oder besser gesagt, sollte es nicht weitergehen.

    es ist doch keine lösung, ständig mitglieder zu vergraulen oder rauszuschmeissen, oder antworten zu löschen.
    was haben denn alle davon?
    Nichts.

    sonst verhärten sich wirklich dir fronten, und keiner gibt nach.


    gruss

    Christian
     
  5. kratzi

    kratzi Guest

    Achso,

    ansonsten kann doch bitte endlich das thema geteilt werden, so wie es auch von isabell gewünscht wurde.

    gruss
     
  6. #225 Ann Castro, 16. Juli 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Es ging darum, ob HZ HAlter hier willkommen sind und wie kann man es deutlicher sagen, als zu sagen, dass zwischen Hz-Haltern und nicht-Haltern nicht differenziert wird?
     
  7. #226 Ann Castro, 16. Juli 2005
    Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Es ist irrsinnig schwierig und zeitaufwendig für die betroffenen Modis das jetzt auseinanderzuklmüsern. Wir ahben hier mittlerweile 26 Seiten.

    ich denke Isabells Frage wurde beantwortet udn somit ist es acuh ncihtw eiter schlimm,w enn sich das Thema jetzt (wei es eben in Gesprächen passiert) weiterentwickelt.

    LG,

    Ann.
     
  8. #227 Isabel_Emanuel, 17. Juli 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Hallo Ann,

    Nee, trennen brauch man es nicht mehr. Danke trotzdem. es ist ja zum eigentlichen Thema zurückgekehrt.

    Und es ist interessant zu lesen. Danke.
     
  9. Motte

    Motte Guest


    Gut! Das wäre auch eine höllen Arbeit für die zuständigen Mods geworden.


    Interessant finde ich es auch :)
     
  10. #229 Isabel_Emanuel, 17. Juli 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    @all

    Schön, dass es mal geklärt wurde.

    Ich möchte nun auch mal Stellung nehmen und manches erklären, was mir vorgeworfen wurde.

    Wie ihr an meiner Signatur bestimmt schon gemerkt habt, hat sie mein "zoo" erweitert.

    Ich muss sagen, dass unser Gismo ein wenig "uninformiert" zu uns kam. Wir hatten zwar viel gelesen, aber nur die Bücher, die man im handel fand.
    Dann kam ich in dieses Forum und es gab für uns manche Fehlschläge (durch unwissenheit und dummheit- gebe ich zu)

    Das Forum hat mich dazu inspieriert, meine Grauen nicht in einem Montana-Käfig zu halten, sondern ihnen eine Voliere zu bauen (ja Ann, ich weiss- sie sollte größer sein, wir ziehen aber demnächst um und sie bekommen ein Zimmer von 3 mal 4 meter) und einen Kletterbaum.

    Durch das Forum ernähre ich sie anders als am Anfang und biete ihnen täglich Freiflug.


    Nach der fehlgeschlagenen Vergesallschaftung mit der Merline, suchten wir einen weiteren Partner für Gismo.
    Da wir es Gismo angewöhnt hatte, dass er nicht aus dem Käfig fliegt, sondern auf die Hand steigt und raus geht, haben wir uns wieder für eine Hz entschieden.
    Ja, Garfield wurde von mir noch weiter gefüttert. (bitte keine erneute diskussion- hatten wir schon)

    Nun ist er seit zwei Monaten futterfest und turnt zusammen mit Gismo rum.

    Ich habe darauf geachtet dass ich ihn nicht so oft nehme und er spielt und macht mit Gismo. ich hoffe für mich, dass ich einen guten Mittelweg gefunden habe, denn ich will ja nicht zwei einzelvögel, sondern ein Paar.

    Vielleicht werde ich meine Entscheidung mal bereuhen, wenn sie geschlechtsreif werden, aber ich hoffe es nicht.

    Mein Schatz und ich versuchen sie zu integrieren in unser leben, aber sie sollen auch für sich sein. wenn sie spielen wollen kommen sie, wenn nicht klettern sie woanders umher.

    Es gibt Tage, da hantieren sie nur auf ihrem Baum und miteinander. Und manchmal kommen sie zu uns und wollen spielen (schließlich kann man ja an den glänzenden dingern am ohr so schön ziehen)

    Frodo kam durch zufall zu uns und ist ja ein abgabetier und total scheu.

    ich würde ihn so gerne fliegen lassen, doch ich würde ihn ja nicht mehr in den käfig bringen.

    ich habe mit sehr vielen gesprochen, ob und wie ich ihn etwas zahmer bekomme( er muss sich nicht schmusen lassen sondern sol die angst verlieren, wenn ich etwas am käfig mache.)

    Deshalb ist das Möhrchen eine halbe Hz. sie wurde erst sehr spät von den eltern weggenommen und ist zwar nicht ängstlich aber auch nicht lammfromm.

    Sie frisst schon selber, aber ich kontrolliere täglich noch ihr gewicht damit nichts passiert. Denn ich kann ja nicht sehen ob Frodo den Napf leert oder sie.

    ich nehme sie mal ein paar minuten, lassse sie aber hauptsächlich bei Frodo, denn sie soll sich ja mit ihm verstehen.
    ich denke es ist halt nur leichter, einen scheuen als zwei scheue in den käfig zu bekommen. und vielleicht schaut er sich ja ein bißchen ab....

    Ich versuche vieles richtig zu machen und hoffe, dass es nicht allzuviele probleme gibt.

    Und hoffe trotzdem weiterhin auf rat und Hilfe, denn bis jetzt habe ich so manche bei euch gelernt (ausser wie baue ich einen kletterbaum ohne blutige verletzungen...aber ne freundin hat mir gesagt: Ganz einfach, lass den freund basteln :( )
     
  11. #230 Isabel_Emanuel, 17. Juli 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Klar haben wir auch schon Probleme... Garfield ist jähzornig und ich muss ihn noch kennenlernen, aber ich denke, jedes Tier ist anders und mit jedem muss man ein wenig anders umgehen. Mal wird mal was zerstört, mal wir einen Tag nur geschrien, mal hört mal ganz "schöne" Töne vonihnen....

    Ich habe mich grade so gefreut, Frodo sitzt nun die ganze Zeit bei Möhrchen :)
     
  12. #231 Isabel_Emanuel, 17. Juli 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Ich sage, ich habe viele Fehler gemacht und manches würde ich anders machen, aber ich bin froh mir meinen Gockeln und bin bereit mit ihnen alles durchzustehen.

    Ich erwarte auch nicht, dass es immer heisst: gut gemacht, doch ich würde mich über freundliche und sachliche diskussionen freuen. auch wenn man anderer meinung ist.
     
  13. #232 Isabel_Emanuel, 17. Juli 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Ich möchte auch keine Werbung für Hz machen und habe die Signatur geändert. Bin Haltern von vier Papas und was ist doch egal.
     
  14. AxelW

    AxelW Guest

    Hallo,
    Haltegenehmigung = generelles Haltungsverbot (wegen mir auch Besitzverbot) mit Ausnahmen. Mehr habe ich nicht gemeint. Mit Berufung auf geltendes Recht erübrigt sich wieder jede weitere Diskussion.
    Du schreibst es doch selber: Die Übergangsregelungen in Bezug auf die Lebenserwartung sind das Kriterium. Nach Ende dieser Übergangsregelung wird der schon seit 30 Jahren in Besitz einer alten Dame befindliche Papagei mit Berufung auf das Ende der Übergangsregelung und auf bestehendes Recht beschlagnahmt. Ist das das beste für das Tier in jedem Fall?
    Ja, meine ich. Du plädierst für Kriterien für die Papageienhaltung in Bezug auf möglichst "artgerecht" (ich mag das Wort nicht, weil es das bei in Gefangenschaft gehaltenen Tieren nicht gibt; mir fällt hier nur nichts anderes ein), sagst, daß es keine domestizierten Haustiere sind. Die Platzbedürfnisse kann man nahezu nicht befriedigen (drei Fußballfelder); die Reproduktion läßt sich jedoch ermöglichen und gehört für ein Wildtier zu dessen Lebensaufgabe dazu. Du sagst: Wer nicht eine Mindestgröße an Platz zur Verfügung stellen kann, darf auch keine Papageien halten (gesetzliche Regelung); ich sage außerdem: Wer die Reproduktion nicht ermöglicht darf auch keine Papageien halten. (Bitte nicht wieder als das Absolute ansehen. Es ist eine mögliche Variante. Für mich wäre es auch vollkommen in Ordnung, wenn nur die mindestens Paarhaltung z.B. gesetzlich geregelt würde; und die beinhaltet auch die Haltung von gleichgeschlechtlichen Paaren ohne Möglichkeit der Reproduktion)
    Ich lehne es auch nicht ab; siehe mein Kommentar zu Österreich. Ich habe nur ein paar Bedenken.
    In dem sitze ich hier auch; und wahrscheinlich viele Menschen ebenfalls. Tut das meinem Glück Abbruch?
    Was passiert mit den Vögeln, deren Halter das nicht bieten können, nach Ablauf einer Übergangsregelung?

    Gruß
    Axel
     
  15. #234 Vogelklappe, 17. Juli 2005
    Vogelklappe

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    Hallo AxelW,

    für mich besagt Genehmigungspflicht bzw. -fähigkeit nicht ein generelles Verbot. Es ist ja auch nicht verboten, Auto zu fahren, nur brauchst Du dazu einen Führerschein. Aber lassen wir das; ich bin auch kein Jurist.

    Bei Wildtieren gibt es meines Wissens dir Regelung. "Für Tiere, die sich vor 1981 im Besitz befanden, gilt..." (nagele mich jetzt nicht auf eine Jahreszahl fest); dies ist gültig, solange das Tier lebt. Du gehst von einer absoluten zeitlichen Befristung aus, das meinte ich aber nicht. Eine völlig neue Bestimmung kann auch erst bei Halterwechsel greifen. Dies sollte natürlich nicht für Rupfer oder sonstwie schwerst geschädigte Tiere in Einzelhaltung gelten, da sehe ich früher Handlungsbedarf. Der wäre eigentlich bereits aufgrund des Tierschutzgesetzes gegeben, wird aber in der Praxis nur in Extremfällen vollzogen.

    Du überträgst hier einen Gefühlszustand von Menschen auf Tiere. Das ist schon allein deshalb nicht zulässig, weil sich der Mensch als besonders anpassungsfähig an sehr viele Arten von Beschränkungen erwiesen hat. Der Mensch hat außerdem einen erweiterten Zeitbegriff, für das Tier ist im "goldenen Käfig" endlose Gegenwart.

    Siehe oben. Tiere, die nicht verhaltensauffällig wurden, können bleiben, wo sie sind. Dabei ist zu berücksichtigen, ob sich dies nach Eintritt der Geschlechtsreife ändert. Was vorher ausreichend war, muß es in vielen Fällen nicht bleiben. Wer sieht denn bei seinem Jungvogel (platzmäßig oder anderweitig) in der Praxis mehr als 5 Jahre im voraus sich ändernde Bedürfnisse vor ? Oder auch die eigenen (nicht mehr so viel Zeit verbringen könnend, etc.) ?

    Findest Du es zu brutal, einer alten Frau ihren Rupfer wegzunehmen ? Die wahrscheinlich noch nicht einmal Vorkehrungen getroffen hat, was später mit dem Tier geschehen soll ? Möchte 'mal wissen, wer dies wirklich konkret für seine Tiere in Form eines Vermächtnisses o.ä. geregelt hat. Die meisten haben diesbezüglich nicht einmal für ihre Kinder vorgesorgt (hier mittels eines notariell eingesetzten Vormundes im Falle des Elterntods), die landen dann u.U. in den Fittichen des nicht kontrollierbaren Jugendamtes, weil man dem Irrglauben aufsitzt, die Großeltern oder nächsten Verwandten bekämen automatisch das Sorgerecht.
     
  16. Raven

    Raven De omnibus dubitandum

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    Hallo Isabel,
    Meinst du nicht, dass der Hunger ihn von alleine wieder in den Käfig treibt?
    Na, spätestens mit dem Vogelzimmer hat sich das Thema dann auch erledigt :)

    Ich weiß von meinen Wellis, dass scheue Neuaufnahmen außerhalb des Käfigs wesentlich entspannter waren als im Käfig, ganz einfach, weil sie die Fluchtmöglichkeit vor der "gefährlichen" Hand hatten.
     
  17. #236 Isabel_Emanuel, 17. Juli 2005
    Isabel_Emanuel

    Isabel_Emanuel Guest

    Hallo Raven,

    ich bin ja total unerfahren mit "scheuen" Vögeln. Wir hatten zwar mal zwei Sittiche, aber die waren leider so intelligent dass sie abwechselnd zum fressen in den Käfig gegangen sind, nachdem sie gemerkt haben, dass die tür geschlossen wird, wenn beide drin sind.

    Aber das Problem habe ich ja nicht. Möhrchen ist ja recht zahm.

    Ich möchte noch ein bißchen warten, bis er seinen Käfig als zu Hause anerkennt. in dem grossen sitzt er ja erst seit Freitag.

    Das Vogelzimmer ist so gemeint, dass es ans Wohnzimmer angrenzen soll, nur durch eine grosse Glastür getrennt, aber wenn wir da sind dürfen alle raus.


    Ausserdem weiss ich nicht wie er auf die dicken Graue reagiert.

    Also, keine Angst er bekommt Freiflug aber er soll sich erst mal an alles gewöhnen. ist ja noch recht neu.
    Vorher saß er im dunklen keller und hat selten einen menschen gesehen und jetzt sitzt er im Wohnzimmer wo ständig welche um ihn sind....
     
  18. AxelW

    AxelW Guest

    Hallo.
    Achsooooo, O.K. Damit gehe ich absolut konform.
    Das haben Papageien (und andere Tiere) bislang auch.
    Für mich ebenfalls. Aber ich weiß nicht, ob der fehlende Prädatorendruck für die Tiere besser oder schlechter ist als unbegrenzte Flugmöglichkeiten. Ich weiß auch nicht, ob der Schutz vor wetterbedingten Widrigkeiten besser oder schlechter für das Tier ist, als das Leben in einem Schwarm von Hunderten. Ich weiß nicht, ob die medizinische Versorgung für das Tier besser oder schlechter ist, als die Natur in ihrem Lebensraum. Ich würde mal sagen: Ist der goldene Käfig tatsächlich ein Käfig oder ein neuer Lebensraum, der nach Adaption vielleicht sogar Vorteile gegenüber dem natürlichen Lebensraum bilden kann? Auch mit dem Hintergedanken, daß das Leid in der Natur bei Papageien u.U. genauso häufig vorkommt, wie das Leid in Menschenobhut? (Der Mensch kann zwar denken, bleibt aber dennoch auch ein Stück Natur)
    Unter gewissen Umständen: Natürlich! Aufklärung wäre hier mein Mittel der Wahl.
    Ich traue weder den Behörden (noch sonst irgendeinem) zu, beurteilen zu können, ob ein Graupapagei, der 28 Jahre bei einem Halter in Einzelhaltung lebt, zu entscheiden, ob das Tier nun verhaltensauffällig ist oder nicht und genau zu wissen, wo das Wohl des Tieres liegt; nämlich im Zweifelsfall aus seiner 28 jährigen, gewohnten Umgebung entnommen zu werden. Das ist für mich vergleichbar mit der Entnahme eines entsprechend alten Tieres aus der Natur. (Ich möchte nicht abstreiten, daß es bestimmt auch Fälle geben mag, in denen das so nicht stimmt und eine Wegnahme durchaus auch mal gerechtfertigt werden kann. Auch in diesem Fall gibt es für mich keine Absolutismen!)

    Gruß
    Axel
     
  19. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Guten Tag zusammen,

    Ziel der kommerziellen Handaufzucht von Papageienvögeln ist vorrangig die Herstellung einer Disposition des Handaufzuchtvogels zu einer engen Mensch-Tier-Beziehung. Nicht ohne Grund stehen zumeist die Attribute "zahm, superzahm etc." im Fokus der Werbung kommerzieller Handaufzucht-Seiten. Arteigene Spezifika werden unter(Aus)Nutzung wesentlicher (früher und frühester) Phasen der Verhaltensentwicklung "manipuliert". Das mag ein harter Ausdruck sein - entspricht jedoch der Realität.

    Die faktische Gleichsetzung von Papageienvögeln mit seit Jahrhunderten domestizierten Arten (Beispiele: Hund, Katze) hat dazu geführt, dass Papageienvögel zunehmend in die Rolle des "Haustieres" gezwungen werden, die zu spielen sie nur sehr bedingt - und (zu) oft unter Inkaufnahme psychischer und/oder physischer Deformationen - in der Lage sind.

    Papageien sind - von der Schwierigkeit ihnen halbwegs geeignete Haltungssysteme anbieten zu können abgesehen - u.a. auf Grund ihres genetischen Erbes, der zum dauerhaften Wohlbefinden unerlässlichen innerartlichen Sozialkontakte und des nur begrenzt (im Sinne von "Haustiertauglichkeit") beeinflussbaren Verhaltensrepertoires, denkbar ungeeignete Hausgenossen.

    Mögliche (aus der Disponierung von HZ-Vögeln für Verhaltensabweichungen/Auffälligkeiten resultierende) Schwierigkeiten treten zumeist erst mit Zeitverzug (oft nach Eintritt der Geschlechtsreife) auf - was eine Zuordnung zur Aufzuchtmethode nicht gerade errleichtert. Hinzu kommt, dass das Auftreten von Verhaltensauffälligkeiten/Verhaltensstörungen natürlich nicht ausschließlich aus der Methode der Aufzucht resultiert (resultieren kann).

    Rekapitulierend: Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Verhaltensstörungen ist bei HZ-Vögeln um einen Faktor "X" höher anzusetzen, als dies bei naturorientierten Bruten (Elternaufzucht) der Fall ist. Dies ist (verhaltens)biologisch erklärbar, hinlänglich bekannt und wird - eben weil in diesen frühen Phasen der Jungvogel "manipulierbar" ist - als "Mittel des Manipulierens" ja auch eingesetzt.

    Möchte ein/e Züchter/in am artspeziischen Verhalten (welches nicht auf enge Bindung zum Mensch angelegt ist) keine Änderung vornehmen, so gäbe es keinen Grund, in das Aufzuchtgeschehen einzugreifen. Das ist zunächst eine simple Feststellung - keine Wertung.

    Ebenfalls wert(ungs)frei: Das (wohl) für die meisten Halter/innen zentrale Kriterium der "Zahmheit" ("Wohnungstauglichkeit") von Papageienvögeln ist in gleichem Maße bei Vögeln aus verantwortlich begleiteter naturorientierter Brut - und zwar ohne Inkaufnahme der Disposition zu o.g. Negativa - erreichbar.

    Die andere (u.a. von Vogelklappe angesprochene) Frage ist, ob überhaupt - und unter Zugrundelegung welcher Kriterien - die Haltung von Psittaciden in menschlicher Obhut "zumutbar" ist.

    Noch eine kurze Anmerkung zur Gesetzgebung in Österreich, die als Beleg für die starken wirtschaftlichen Interessen an der Weiter(durch)führung von Handaufzuchten dienen dienen kann. Im Vorfeld der Gesetzgebung wurden die betreffenden (betroffenen) Wirtschaftsverbände (an)gehört.

    Stellungnahme der Wirtschaftskammer Österreich im Vorfeld der neuen Verordnung:

    "Die Wirtschaftskammer Österreich nimmt Bezug auf den im Betreff vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen zur Begutachtung gestellten Entwurf und erlaubt sich, wie folgt Stellung zu nehmen:

    Es wird ersucht, die Bestimmung des Abs. 4 letzter Satz ("Die künstliche Handaufzucht aus kommerziellen Gründen ist verboten") zu streichen, da jede Tätigkeit des Gewerbetreibenden "kommerziell" ist. In den Erläuterungen wird hingegen vorgeschlagen, die begründeten Ausnahmefälle für eine Handaufzucht um "gestörtes Brutverhalten, Lärm, Gewitter u.ä." zu erweitern. "

    Ich wüde meinen, dass sich eine Kommentierung erübrigt.

    Guten Tag Axel,

    es ist erfreulich, mal wieder von Dir zu lesen. Deine Beiträge sind durchaus sachlich und diskussionswürdig - was man/frau wahrlich nicht von allen Beiträgen sagen kann.

    Schöne Grüße
    Volker
     
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  21. VolkerM

    VolkerM Guest

    -

    Ohne Kommentar:

    Weitere Auszüge aus der Stellungnahme der Wirtschaftskammer Österreich:

    Die Wirtschaftskammer Österreich nimmt Bezug auf den im Betreff vom Bundesministerium für Gesundheit und Frauen zur Begutachtung gestellten Entwurf und erlaubt sich, wie folgt Stellung zu nehmen:

    (...)
    Zi. 5 legt fest, dass Vögel nicht in Rundkäfigen gehalten werden dürfen. Wir erlauben festzuhalten, dass unser Verständnis dahingehend geht, dass es sich dabei lediglich um eine Präzisierung handelt und Vögel in Rundvolieren (Anlage 2.1.1.) ab einem Durchmesser von 2 m gehalten werden dürfen.

    (...)

    Die Bestimmung Abs. 1 Zi. 6, die die kurzfristige Haltung von Wildfängen verbietet, ist ersatzlos zu streichen, da insbesondere Vögel und Reptilien zum Teil aus Wildfängen stammen und ein Auseinanderhalten praktisch schwer möglich ist. Mit der Bestimmung der Zi. 1 ist bereits Vorsorge getroffen, dass nur Tiere unter diese Bestimmungen der kurzfristigen Haltung fallen, die nicht „in ihrer Anpassungsfähigkeit überfordert“ sind. Außerdem muss man bei der Eingewöhnung von Wildfängen individuell auf physiologische Bewegungsabläufe achten. Es ist für Tiere u.U. tödlich, wenn man sie in zu großen Unterkünften hält. Die Tiere, wenn sie scheu sind, erreichen anfangs in zu großen Behältnissen hohe Fluggeschwindigkeiten und gefährden sich damit selbst. In der Vergangenheit waren aus diesem Fehler schon hohe Sterberaten zu verzeichnen. Die Einschränkung, wie in den Erläuterungen ausgeführt, ausschließlich auf Nachzuchten ist auch für eine gesunde Nachzuchtpopulation wegen notwendiger Blutauffrischung nicht dienlich. Selbst das Washingtoner Artenschutzübereinkommen erlaubt unter bestimmten Umständen („nachhaltige Nutzung“) Wildfänge, wenn die Tierart nicht vom Aussterben bedroht ist.

    (...)
    Zu § 7:
    In den Erläuterungen zu § 7, der die Bestimmung enthält, dass das Halten von Tieren, die ihrer Art nach für die Tierhaltung ungeeignet sind, verboten ist, wird explizit auf Tiere, die der freien Natur entnommen sind (Wildfänge) Bezug genommen. Die Wirtschaftskammer Österreich ersucht diesen Teil aus den Formulierung zu streichen, da die Haltung von Wildfängen nicht generell verboten ist.

    (...)
    Die im Abs. 5 vorgesehene Beschränkung der Kürzung der Schwungfedern auf „3. bis 6. Schwungfeder“ sollte gestrichen werden, da diese Einschränkung auf die Kürzung 3. bis 6. Schwungfeder nicht bei jedem Vogel den eigentlichen Zweck, die Verhinderung der Flugunfähigkeit, erfüllt. Aufgrund artspezifischer Unterschiede bei Vögeln sollte die Bestimmung des 2. Satzes wie folgt lauten: „Zur Verringerung der Flugfähigkeit ist ausschließlich das Kürzen der Schwungfedern der Handschwinge zulässig.“
     
  22. #240 Vogelklappe, 17. Juli 2005
    Vogelklappe

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    Und was ist es, wenn man Wildfänge oder andere Vögel in zu kleinen als ihrem Flugbedürfnis entsprechenden Unterkünften hält ?
    Wer so etwas ohne medizinische Notwendigkeit macht (vorsätzliche Verstümmelung), ist doch krank im Kopf. Legal hin oder her. Erinnert mich an das Kupieren von Hunden, bis es endlich verboten wurde. Da gab es vorher auch alle möglichen fadenscheinigen (auch medizinische) Gründe, und jetzt ?
     
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