Beide Graue nicht handzahm

Diskutiere Beide Graue nicht handzahm im Graupapageien Forum im Bereich Papageien; Hallo zusammen! Ich bin seit einigen Minuten neu in diesem Forum. Bei uns wohnen 2 Graupapageien (Rocky und Pearl). Beide sind Wildfänge und ca....

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  1. #1 Rocky und Pearl, 16. September 2011
    Rocky und Pearl

    Rocky und Pearl Neues Mitglied

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    Hallo zusammen! Ich bin seit einigen Minuten neu in diesem Forum.
    Bei uns wohnen 2 Graupapageien (Rocky und Pearl). Beide sind Wildfänge und ca. 20 Jahre alt. Rocky wohnt bei uns seit 1992; Pearl kam 2005 als junge Witwe von einem Züchter dazu.

    Beide haben Angst vor Händen ( und ich vor ihren Schnäbeln!!!) und lassen sich auch nicht anfassen.

    Habt Ihr Tips, wie ich die beiden Handzahm kriege?

    Pearl macht ein sehr unangenehmes sehr lautes Quitschgeräusch. Wie kann ich ihr das abgewöhnen?
     
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  3. #2 Tierfreak, 16. September 2011
    Zuletzt bearbeitet: 16. September 2011
    Tierfreak

    Tierfreak Foren-Guru

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    Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum :bier:.

    Da beide Vögel schon älter sind, Rocky schon seit 92 bei euch lebt ohne bisher zahm geworden zu sein und Peal beim Züchter vermutlich auch bisher nicht den direkten Bezug zu Menschen hatte, solltet ihr damit rechnen, dass sie auch nicht mehr so wirklich zahm werden ;).

    Nehmen sie denn schon Futter aus der Hand oder ist das bisher auch nicht nicht drin ?

    Falls nicht ist es am besten erst mal in ruhigem Ton viel mit den Tieren zu reden, ihnen auch mit den gleichen Worten anzukündigen, was man gerade vor hat. Das vermittelt ihnen Sicherheit.

    Dann kannst du versuchen, sie mit Leckelis zu locken. Zunächst gut für sie sichtbar ein Leckerli unter den gleichen Worten in ihre Nähe legen, dabei aber die Fluchtdistanz wahren und lieber einen Schritt zurückgehen, wenn man merkt, dass sie auf dem Sprung sind.
    Wenn sie sich daran gewöhnt haben und sich den Leckerbissen zielstrebig holen, verringert sich normal nach und nach die Distanz von allein.
    Evtl. gelingt es dir, dass sie sich dann auch irgendwann das Futter aus der Hand nehmen.

    Mit viel Geduld und behutsamen Umgang ist es vielleicht auch noch möglich, sie zumindest an einen Stock zum hin und her tragen zu gewöhnen. Ein Stöckchen wirkt auf scheue Vögel halt doch vertrauter und weniger furchteinflösend als die Hand.
    Wenn sie diesen akzeptieren, kann man versuchen, den Stock langsam immer kürzer zu fassen, damit sich der Abstand zum Vögel nach und nach verringert, in der Hoffnung, dass sie sich irgendwann auch ohne Stock auf die Hand trauen.

    In dem Fall könnt ihr nur versuchen, den unangenehmen Ton völlig zu ignorieren. Manchmal wird er dann uninteressant und irgendwann vergessen. Auf jeden Fall nicht schimpfen oder ähnliches, dass macht es für die Vögel oft erst recht interessant und kann vom Vogel als Spiel angesehen werden, sprich: "Wenn ich den Ton mache, machen Herrchen und Frauchen auch gewisse Töne."

    Falls die beiden nicht mehr handzahm werden sollten, sei bitte nicht traurig.
    Mit einem innerartlich gut sozialisierten Paar hast du schon etwas wunderbares und es kann auch sehr viel Freude bereiten, die Tiere einfach nur zu beobachten, wie sie untereinander agieren.
    Viele hyperzahme Papageien bereiten ihren Haltern bedingt durch die Fehlprägung oft viele mehr Sorgen, als ein nicht zahmes Paar, was sich in seiner Umgebung gut eingelebt hat :zwinker:.

    Hast du denn vielleicht auch ein paar Bilder von den Süßen ?
     
  4. Hugo's

    Hugo's Stammmitglied

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    Ich habe zwar keine Grauen, aber ich denke, dass du den "Ist" Zustand verbessern kannst. Nur wird das viele ganz kleine Schritte bedürfen. Mein Onkel hatte vor viele, vielen Jahren Aras. Es waren alles Wildfänge und Niemand konnte sagen wie alt sie waren. Sie sind alle zahm geworden, aber es hat seine Zeit gebraucht. Deine Grauen werden, wie die Aras damals, vielleicht nicht mehr die Kuschelvögel, wie man es oft bei anderen Haltern sieht. Wie definierst du Handzahm und was willst du für dich und deine Vögel erreichen?

    Auf jeden Fall wirst du sehr viel Geduld brauchen... und manches anders machen müssen, als bis her, vermute ich.
     
  5. Dolcedo

    Dolcedo Foren-Guru

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    Hallo Hugo`s...:)

    entschuldige bitte, aber Du kannst WF Aras, nicht mit WF Graupapageien vergleichen....von meiner (früheren Arbeit) hatte ich mit beiden Arten zu tun, und WF Aras zeigen schneller wieder Vertrauen zum Mensch, als Graue....so meine Erfahrungen...
     
  6. Stephanie

    Stephanie Foren-Guru

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    Hallo Rocky und Paul,
    wie seid Ihr denn bisher mit Rocky verfahren bzw. klar gekommen?

    Da wird es doch Rituale geben und ein wenig Vertauen wird sich doch in fast 20 Jahren schon aufgebaut haben, oder nicht?

    Das kann sich Pearl ja schon mal abschauen.

    Statt Quietschen zu unterbinden kannst Du nette Laute fördern, indem Du darauf eingehst/ antwortest.
    Wenn Du das so machst, dass es Pearl freut, wird sie die netten Laute immer öfter verlauten lassen und die weniger ohrenfreundlichern dafür seltener.
    Umgekehrt kannst Du aber auch anfangen, indem Du Rocky für bestimmte nette Laute belohnst, vielleicht "mit ihm sprichst" (er pfeift - Du pfeifst, oder sagst was usw.) und Pearl erst mal nur zusieht - und dabei auch etwas lernt.

    Zahm wirst Du sie schon kriegen, die Frage ist,wie lange das dauert und wie zahm eben.
    Das "wie zahm", also WIE der Vogel zahm ist (kommt er auf die Hand, "spricht" er mit einem, lässt er sich anfassen) ist sowohl von Art zu Art, als auch von Individuum zu Individuum verschieden; niemand kann Dir sagen, wie Dein Vogel sich als zahmer Vogel verhalten wird und wie zahm er werden wird, also wie viel Vertrauen er aufbauen wird.

    Das Vertrauen kann sich aber bis zum Tod des Vogels immer weiter steigern!


    Tipps:

    Rituale aufbauen, gleiches mit gleichen Worten oder Gesten ankündigen, Vogel nicht bedrängen (dass er Angst-Zeichen zeigt, oder nicht mehr ausweichen kann), sich dem Vogel zuwenden, der mehr Interesse zeigt (der andere schaut zu).
    Falls Du clickern möchtest oder etwas in der Art, kannst Du einen langen Targetstick benutzten, so dass erst mal viel Abstand zwischen Dir und den Vögeln ist & sie weniger auf der Hut sein müssen, dass Du etwas "Komisches" machst. Auch hier wäre der Grundstein ein ritualisierter Umgang, so dass die Vögel voraus ahnen können, was jetzt kommt und wie sie darauf reagieren können und dass nichts Schlimmes, nur etwas Bekanntes passiert.

    Was ich außerdem machen würde:

    Bei youtube gibt es Graupapageienvideos, auf denen man aggressives und entspanntes Verhalten sieht.
    Das würde ich mir gut einprägen und dann nur mich dem Schnabel/ Vogel nähern, wenn der Vogel absolut entspannt ist und falls er weniger entspannt wird, wieder den Abstand vergrößern.
    Falls ein Vogel etwas vom Löffel nimmt, kannst du ihm hin und wieder mal etwas Leckeres vom langen Löffel kredenzen, so dass er erst mal merkt, dass Du nichts Schlimmes machst, sondern Geschenke".
    Außerdem den Vogel belohnen (mit Stimme, Aufmerksamkeit oder Lieblingsfutter) wenn er freiwillig zu Dir schaut, sich zu Dir beugt, oder in Deine Richtung kommt und wenn er dabei den Schnabel, besonders, wenn Schnabel und Hand sich annähern (egal, wer dabei aktiv ist) stets geschlossen hält.
    So dass sich ihm DAS einprägt.

    Und er, falls es irgendwann mal zu einer Berührung Schnabel - Hand kommen sollte (freundschaftlich) den Schnabel zu behält.
    So hast Du auch weniger Angst und er ist entspannter, wenn Du entspannter bist!

    Dann würde ich noch in langen Zeiträumen und kleinsten Schritten planen, wenn überhaupt und auf kleinste Vertrauensbeweise achten.


    Bei meinen Wellensittichen ist das am Anfang immer entweder Beincheneinziehen, wenn ich in der Nähe bin oder sich Flügelheben, wenn ich in der Nähe bin und später in Schlafposition bleiben, wenn ich in der Nähe bin (was sie alles drei sonst aus Angst nicht machen würden, besonders Beineinziehen & Kopf ins Rückengefieder).
    Auf solche kleinen Zeichen kann man achten.
    Auch, ob der Vogel auf Handlungen von Dir (positiv) reagiert.

    Ich habe bei den Wellensittichen mal (nachdem ich das von einem Halter gelesen hatte) die Entspannungszeichen imitiert:
    Arme angewinkelt und "Flügel gehoben", Zähne aneinander gerieben = Schnabelknrischen, Kopfnicken.
    Das Schnabelknisrschen hat bei neuen und eingewöhnten Vögeln gleichermaßen sehr schnell gewirkt - sie knirschten auch; oder Fiete begann zu knirschen, als er mich zu zweiten Mal sah, obwohl er da sonst sehr schreckhaft und stumm war - und das Flügelheben habe ich zwar systematisch auch belohnt, aber alle Vögel haben verstanden was sie machen sollten, wenn ich mit angewinktelten Armen die Arme hob (darf halt kein Mensch zuschauen!!!).

    Versuch:
    Wenn Du bei einem netten Laut immer aufmunternd etwas bestimmtes sagst, kann es sein, dass der Vogel den netten Laut erklingen lässt, wenn Du später mal "Deine Antwort" vorgibst.
    Es muss aber etwas sein, dass Du auch gerne hören magst, falls ein Vogel das nachspricht!;)

    Ich habe das nicht probiert, aber mal leise Laute belohnt und jetzt sagen die Wellis öfter "(w)uuiiii" wenn sie meine Aufmerksamkeit wollen.
    Leise!:zwinker:
     
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  8. 93sunny

    93sunny Foren-Guru

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    Ich kann dir leider auch keine allzu großen Hoffnungen machen. Ich habe auch zwei Wildfangpaare.
    Ich habe in drei Jahren erreicht, dass mir eine Henne Futter aus der Hand nimmt. Alle hatten anfänglich Angst, inzwischen kann ich die Voliere betreten und alle bleiben sitzen. Das ist für mich schon ein großer Erfolg und mehr erwarte ich auch nicht.
    Laute abgewöhnen gelingt wahrscheinlich nicht, so meine Erfahrung.
     
  9. Marion L.

    Marion L. Foren-Guru

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    Wenn sie einen Ton irgendwie toll finden, dann hast du da schlechte Karten!
    Kannst ihnen eine nette Musikberieselung angedeihen lassen mit angenehmer Musik. Könnte sein, es gefällt ihnen und sie werden melodischer in ihren Quatschphasen. Hat bei meiner Freundin funktioniert und ihr Hahn war 30 Jahre alt und hörte sich das immer sehr aufmerksam an. Irgendwann begann er zu singen und zu pfeiffen und hat diese schrillen Töne, die er so mochte, kaum noch hören lassen. Sie spielte ihm immer Kinderlieder vor und das fand er sehr gut.
    Natürlich sind alle Grauen unterschiedlich und eine Gewähr kann man nie geben. Einen Versuch ist es aber wert?!
    LG
    Marion L.
     
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