beißen aus aufregung

Diskutiere beißen aus aufregung im Clicker-Training Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, ich clickere seit ein paar Tagen mit meinen beiden (Kakadu und Ara), zum einen, um ihnen was zu tun zu geben (sind beides handaufzuchten,...

  1. #1 Mechthild Will, 2. Dezember 2003
    Mechthild Will

    Mechthild Will Guest

    Hallo,
    ich clickere seit ein paar Tagen mit meinen beiden (Kakadu und Ara), zum einen, um ihnen was zu tun zu geben (sind beides handaufzuchten, die sich am liebsten immer mit mir beschäftigen wollen), zum andern möchte ich dem Ara-Mädchen gern beibringen, sich die Krallen freiwillig feilen zu lassen, was bisher immer heftig von ihr abgelehnt wird. Es ist aber nötig, da ihre Krallen sehr schnell nadelspitz werden und der Umgang mit ihr dann recht schmerzhaft ist.
    Ich habe auch mit meinen Hunden schon mit demClicker gearbeitet und war verblüfft, wie schnell die Geier die Zusammenhänge begriffen haben. Vor allem der Kakadu war nach 5x Click/Käse konditioniert und kapierte noch in der gleichen Sitzung, daß es Käse n u r gibt, wenn man mit dem Schnabel den roten Knubbel vom Targetstick nimmt, es nichts nützt, ihn woanders anzupacken oder mit den Pfoten zu arbeiten. Dann wollte er sich den Käse direkt holen, ohne den Umweg ans andere Tischende zum Targetstick. Leider saß meine Hand unverrückbar auf der Dose, da kriegte ich einen schrägen Blick und er marschierte los, stoppte vor dem Target, noch ein Blick ("na, was sachste nu?") roten Knubbel anfassen, Click/Käse. Man konnte ihn so richtig "denken sehen". Der läßt sich inzwischen mit dem Stock sehr gut dirigieren, so daß ich mir anspruchsvollere Übungen ausdenken muß.
    Ara-Mädchen packt inzwischen auch die Stockspitze an, allerdings sitzt sie dabei auf meiner Schulter (besser gesagt, sie hängt hinter meiner Schulter auf dem Rücken), macht einen Hals wie ein Flamingo (ja! sie schlängelt sich richtig an das suspekte Teil ran), schnappt ihn sich und würde die ganze Angelegenheit am liebsten mit hinter meinen Rücken nehmen, zum in Ruhe auseinandernehmen... - obwohl sie sonst für Käse stirbt. Vorhin ist sie das erste Mal meinen Arm runtergelaufen zum Antippen, weil der rote Knubbel auf meiner Hand lag - uns sooo lang ist ihr Hals dann doch nicht. Sie irgendwo anders hinzusetzen zum Üben hat bisher noch nicht geklappt, weil sie sich dann nur darauf konzentriert, wie sie auf schnellstem Weg zu mir (auf mich) kommen kann und nichts anderes wahrnimmt.
    Ich habe mir alle Beiträge über Clickern zum Abgewöhnen von Beißen angesehen, aber da paßt eigentlich nichts zu dem "Problem", das ich mit dem Ara habe. Sie ist anhänglich wie eine Klette, sitzt am liebsten den ganzen Tag auf meiner Schulter - was mich eigentlich nicht stört - aber wenn sie sich freut oder aufgeregt ist, beißt sie mich ins Ohr, in den Hals oder irgendwo ins Gesicht. Nicht so, daß es blutet, aber es tut so weh, daß ignorieren sehr schwer fällt. Will ich sie runterholen, rutscht sie mir einfach den Rücken runter...Das ist von ihr nicht böse gemeint, es macht den Eindruck, daß einfach ihr Temperament mit ihr durchgeht - und wenn ich Aras untereinander beobachte, packen die auch ordentlich zu. Ich frage mich nun, ob ich da mit dem Clicker was tun kann oder was ich sonst tun kann. Sie darf mich ja ruhig "anfassen", nur halt e t w a s rücksichtsvoller ;-(
    Liebe Grüße
    Mechthild
     
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  3. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hi Mechthild!

    Erstmal willkommen im Clickerforum und herzlichen Glückwunsch zu Deinen bisherigen Erfolgen.

    Bin auch immer wieder verblüfft, wie schnell gerade die Großpapageien beim Clickern Fortschritte machen.

    Zunächst ein Wort der Warnung: wenn sie Dich in Gesicht beisst, wenn sie auf der Schulter ist, gehört Deine Ara-Dame vorerst nicht auf die Schulter! Was ist wenn sie statt Deiner Wange Dein Auge erwischt? Auch wenn es nicht Absicht oder böse gemeint war. Willst Du die möglichen Folgen wirklich riskieren?

    Nun zu Deinen Fragen.

    Mir erscheint es, als ob da eigentlich mehrere Dinge sind, die man üben könnte/müsste.

    1. Ich würde ihr mit dem TS stückchenweise beibringen von der Schulter zur Hand runterzukommen und dort sitzen zu bleiben

    2. Ich würde ihr beibringen zuverlässig auf die Hand zu kommen, von überall und in jeder Situation

    3. Wenn sie Dir auf die Hand kommt, kannst Du diese Übung ausbauen zum Pfötchen geben, das man dann wiederum zum Nägel Feilen ausbauen kann.

    Wenn sie beisst, würde ich sie sofort runternehmen und auf den Boden setzen, das muss Ruckzuck, also innerhalb sagen wir 2 Sekunden nach dem Beissen geschehen, damit sie es in Zusammenhang bringt. Bekommst Du sie nicht so runter und sie kann fliegen, kannst Du sie auch abschütteln.

    Das ist zwar nicht Clickertraining, aber wenn Du es wirklich ernsthaft vermeidest überhaupt gebissen zu werden, als Ausnahme-"Notwehr" akzeptabel.

    Dennoch solltest Du grundsätzlich Beissen verhindern. Ich nehme an Du hast in den FAQs die Sektion zum Beissen gelesen, so dass ich hier die Gründe nicht wiederholen muss.

    Versuch einmal ganz genau zu analysieren was vorher und hinterher geschieht.

    z.B.

    Vorher: Besuch kommt zur Tür rein

    Aktion: Ara beisst

    Nachher: Mechthild schreit, Besuch lacht, der Vogel wird durchs treicheln beruhigt

    Vielleicht ein etwas extremes Beispiel zur Verdeutlichung. Aber ich denke Du verstehts, worauf ich hinauswill.

    Wir müssen versuchen den/die Auslöser zu identifizieren, wenn es geht zu beseitigen und jedes Verhalten zu unterbinden, was das Beissen in irgendeiner Weise verstärken könnte.

    LG,

    Ann.
     
  4. #3 Mechthild Will, 3. Dezember 2003
    Mechthild Will

    Mechthild Will Guest

    hallo, Lily,
    vielen Dank für die Antwort, aber so einfach ist es leider nicht...
    Tintara sitzt jetzt seit 2 Jahren auf meiner Schulter und wenn ich 950g Ara auf der Hand tragen sollte, könnte ich nichts arbeiten.
    Sie kommt sowieso immer und sofort auf meine Hand, rennt dann allerdings schleunigst den Arm hoch auf die Schulter. Auf mir sitzen zu können, ist, glaube ich, ihr Begriff von "Glück"
    Um sie zu zwingen, auf der Hand zu bleiben, muß ich ihr die Pfoten festhalten, was ihr sehr unangenehm ist.
    Sie war bisher auch nur auf der Schulter bereit, sich mit dem Clickern auseinanderzusetzen, überall sonst kreisen alle ihre Gedanken nur darum "wie komme ich auf die Schulter".
    Sie haßt es, eingesperrt zu sein, aber selbst wenn sie im selben Raum mit mir frei auf ihrem Kletterbaum sitzt und ich komme ihr zu nahe, steigt sie auf mich über. Oder sie flattert auf den Boden und läuft mir nach.
    Da bei mir ständig fremde Leute ein und aus gehen, interessieren andere Menschen sie wenig.
    Die "Fuchtelei" mit ihrem Schnabel macht sie immer, wenn sie
    e n d l i c h zu mir darf, also, wenn ich sie aus der Voliere oder dem Autokäfig raushole zum spazierengehen oder wenn ich sie morgens vom Schlafbaum hole und in die Voliere in der Praxis runterbringe, wo ihr Frühstück wartet. Dann fibriert schon der ganze Vogel vor lauter "nimm mich auch mit" und selbst wenn wir dann erst ein paar Minuten spielen, beißt sie, während ich sie die Treppe runtertrage. Gut, da kann ich sie auf der Hand festhalten (dann beißt sie nur in die Hand...), muß dann aber aufpassen, daß ihr der Habakuk nicht zu nahe kommt, sonst reißt sie den an den Federn.
    Beim Spazierengehen geht es, wenn ich sie zuerst ein paar Minuten laufen lassen kann, aber das geht halt nicht immer sofort vom Auto aus:-( und wenn man mit Hund und 2 Vögeln losmarschiert, hat man sowieso erst mal alle Hände voll zu tun.
    Ich habe den Eindruck, diese ganze Schnapperei macht sie einfach, weil sie nicht weiß wohin mit ihrer Energie. Und dann sind Aras ja wohl sowieso ruppiger. Sie war nach der Aufzucht eine Zeit in einer Großvoliere mit vielen Jung-Aras, in der das Recht des Stärkeren (oder Gröberen) galt.
    Zuerst hatte sie eine Heidenangst vorm Eingesperrtsein, bekam richtig Panik - daher der Schulterplatz, dort fühlte sie sich wohl. Und zuerst war das Schnappen auch nicht so grob, sie "putzte mein Gefieder" so wie ich ihres. Und das wurde unmerklich gröber. Geboren ist sie Frühjahr 2001, also noch lange nicht erwachsen.
    Ich habe dann schon wie geraten reagiert, sie von mir runtergesetzt (auch schnell genug) aber ich bin kein Schlangenmensch und sehr schnell reagierte sie damit, daß sie meine Versuche, sie zu packen, damit quittierte, daß sie sich den Rücken hinunter abseilte...und das blitzschnell, noch während ich hochlangte, war sie weg....
    Und mit dem Erfolg, daß ich jetzt seit Wochen darum kämpfe, sie davon zu überzeugen, daß meine Hand nicht nur unangenehm ist.
    Sie hatte gelernt, wenn ich meine Hand vor die Schulter halte und "komm" sage, auf die Hand zu steigen, das verweigerte sie danach, so daß wir immer mehr Streß miteinander hatten, wenn sie umsteigen sollte. Dann biß sie nach meiner Hand. Das war sicherlich angstinduziert. Das baut sich jetzt g a n z langsam wieder ab. Diese Schiene geht also nicht.
    Wobei ich mit diesem Handhinhalten und "komm" nie ganz glücklich war, denn selbst wenn ich sie oft runterholte, um einfach mit ihr zu spielen oder zu schmusen, und sie dann wieder hoch durfte, war es halt doch oft genug negativ für sie - eingesperrt werden oder auch nur, von mir weg zu müssen, so daß sie das eigentlich nie gern machte.
    So, vielleicht kannst Du ja damit was anfangen.
    Liebe Grüße
    Mechthild
     
  5. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hi Mechthild!

    Muss Dir erstmal wiedersprechen – es ist einfacher als man denkt.


    Habe auch Aras – kann also ein bisschen mitreden. Dieses Verhalten ist mir von Jack meinem dunkelroten auch durchaus bekannt. Und man kann es auch recht leicht in den Griff bekommen. Jack ist übrigens auch von 2001.

    Im Grunde genommen beschreibst Du viele verschiedene Dinge. Das man die nicht einfach mit einem Schlag gelöst bekommt ist klar. Vielmehr muss man es in viele kleine Häppchen unterteilen.

    Ich versuche jetzt mal Deine Mail in solche Häppchen zu unterteilen. Hoffe, dass dabei der Gesamtzusammenhang nicht verloren geht und was ich Dir antworte verständlich bleibt.

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    Sie kommt sowieso immer und sofort auf meine Hand, rennt dann allerdings schleunigst den Arm hoch auf die Schulter.

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    Das ist das Standardprogram von fast allen Papageien, die ich auf genommen habe.

    Hierzu verschiedene Tricks:

    Wenn Du sie auf die Hand nimmst und die Hand sofort ganz hoch hältst, werden sie meistens nicht den Arm nach unten runterlaufen. Weil es schwierig ist und sie ohnehin schon hoch sitzen.

    Auf der Hand zu sitzen muss interessanter sein als auf der Schulter. Dafür bist Du verantwortlich.

    In dem Moment in dem sie auf der Hand sitzt c/t (also click & treat), darauf folgt eine rasche Volley von c/ts, so dass sie mit geclickt werden und fressen beschäftigt ist.

    Ausserdem wird sie von jetzt ab nur gekrault, gekuschelt, angesprochen usw, wenn sie auf der Hand sitzt. Es ist ja nicht für immer – sondern nur, bis sie gelernt hat ihr Beissen durch andere akzeptablere Verhaltensweisen zu ersetzen.

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    Auf mir sitzen zu können, ist, glaube ich, ihr Begriff von "Glück"
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    Schön, dann kannst Du das als Belohnung verwenden. Sie steigt auf die Hand, Du hebst die Hand ganz hoch, um das Hochlaufen zu verhindern und setzt sie dann von Hand direkt auf die Schulter.

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    Um sie zu zwingen, auf der Hand zu bleiben, muß ich ihr die Pfoten festhalten, was ihr sehr unangenehm ist.
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    Nein das machen wir natürlich beim Clickertraining nicht. Alles was geschieht passiert freiwillig. Mit Festhalten, oder wehtun macht man zu viel kaputt. So trainiert man ihr höchsten Angst vor und Aggression gegenüber Händen an. Nicht das was Du erreichen möchtest.

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    Sie war bisher auch nur auf der Schulter bereit, sich mit dem Clickern auseinanderzusetzen,
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    Könnte es sein, dass Du evtl nicht genügend Geduld hattest zu warten, bis sie auch an anderen Stellen bereit ist zu trainieren? Wenn sie die Geduld hat, auszusitzen bis Du aufgibts und sie auf die Schulter nimmt, kann ich nur sagen – beobachte sie und ahme sie nach, denn sie ist die bessere Trainerin...<lach>

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    wenn ich sie aus der Voliere oder dem Autokäfig raushole
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    ...wird sie von jetzt ab erst in den TS zwicken müssen. Dann auf die Hand steigen und von Dir auf die Schulter gesetzt werden.

    Glaubst Du, dass Du das schaffen kannst?

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    beißt sie, während ich sie die Treppe runtertrage.
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    hmmmm....wie genau läuft das ab? Kann es sein, dass Du Deine Körperhaltung so veränderst, dass sie beisst, um sich festzuhalten bzw Balance zu gewinnen? Überleg mal ganz genau, was da wirklich geschieht, beobachte alles Schritt für Schritt.

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    muß dann aber aufpassen, daß ihr der Habakuk nicht zu nahe kommt, sonst reißt sie den an den Federn.
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    Wie man das abgewöhnt, besprechen wir ein anderes mal – ok?

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    Ich habe den Eindruck, diese ganze Schnapperei macht sie einfach, weil sie nicht weiß wohin mit ihrer Energie.
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    Das gleube ich ehrlich gesagt nicht. Irgendwie lohnt es sich für sie. Wieso es sich lohnt, kannst Du nur ermitteln, wenn Du Dein eigenes Verhalten vor- und hinterher ganz genau beobachtest. Versuche die Interpretationen zu vermeiden, denn damit liegt man eh meist verkehrt. Gehen wir das Ganze besser von der Verhaltensseite an.

    Du kannst das Tier nicht ändern. Nur Dich selbst und Dein Verhalten, dadurch ändert sich zwangsläufig auch das Verhalten Deines Gegenparts, egal ob Mensch oder Tier!

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    Und dann sind Aras ja wohl sowieso ruppiger.
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    Das kann ich absolut nicht bestätigen!

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    Und zuerst war das Schnappen auch nicht so grob,
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    Tja und dann wurde es irgendwie bestärkt und dadurch immer schlimmer. Wenn DU Dein Verhalten nicht änderst, könnte es passieren, dass Du in ein paar Jahren einen richtig bissigen Vogel hast. Das passiert leider sehr oft aus Unwissenheit der Besitzer. Oft werden diese Tiere dann zu Wanderpokalen oder fristen ein trauriges Dasein im Käfig weil alle Angst vor ihm haben.

    Aber so weit muss es ja gar nicht kommen.

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    daß sie sich den Rücken hinunter abseilte...und das blitzschnell, noch während ich hochlangte, war sie weg....
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    Das hat sich für sie gelohnt, denn dadurch konnte sie sitzen bleiben. Auchmr ist dieses limbo Tanzen durhcaus bekannt.

    Ich habe ganz intensiv Step-ups (also auf die Hand kommen) in jeder Situation und Lebenslage geübt. Das klappt jetzt wie eine „Eins“.

    Allerdings ist es wichtig auf die Hand kommen mit etwas positivem zu verknüpfen. Wenn natürlich jedes Mal auf die Hand kommen mit in den Käfig setzen quittiert wird, wäre der Vogel ja blöd, wenn er freiwillig auf die Hand käme.

    Wenn DU statt dessen laut juchzt, lobst, Leckerli gibst und ihn sofort wieder auf die Schulter setzt, dann hat der Vogel bald auch kein Problem mit auf die Hand kommen.

    Im Übrigen müssen meine Tiere immer was tun ehe sie ein Leckerli bekommen. Oft ist es auf einen Ast gehen, da ich es nicht liebe von oben bis unten vollgekleckert zu werden wenn sie fressen. 90% der Nuss hängt dann in meinen Klamotten statt im Vogel.

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    Dann biß sie nach meiner Hand. Das war sicherlich angstinduziert.
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    Nicht unbedingt. In dem Moment wo sie beisst, unterbrichst Du Deine Handlung, und da sie Deine Handlung nicht mochte, wird sie in ihrer Handlung nämlich dem Beissen bestärkt.

    So dass ist jetzt furchtbar lang geworden. Ich hoffe es hilft Dir erstmal weiter.

    LG,

    Ann.
     
  6. #5 Mechthild Will, 8. Dezember 2003
    Mechthild Will

    Mechthild Will Guest

    hallo, Lily,
    also, von der erhobenen Hand runter auf die Schulter zu kommen macht Tintara mit links:-)))))
    Dafür klettert sie aber inzwischen von der Schulter auf den Tisch, um an den Ball zu kommen. Einmal hat sie immerhin angeboten, ihn durch Kopfschütteln zum Klingeln zu bringen. (Ich habe so gelöcherte Katzenspielbälle aus Hartplastik mit einer kleinen Schelle drin). Ansonsten läßt sie ihn nach dem Click noch sofort fallen,um den Käse nicht zu verpassen.
    Den Targetstick berührt sie inzwischen auch zuverlässig, geht dazu auch vom Arm auf den Tisch, sympathisch ist ihr das Teil allerdings nicht, zum Käseessen muß sie sich immer noch in Sicherheit bringen.
    Habakuk nimmt den Ball vornehm mit der Pfote, klingelt und deponiert ihn dann im "Korb", einer Rolle Paketband.

    Dann sind die "Käsebelohnungs-Atome" ein ziemliches Gefummele, sowohl beim Schneiden als auch beim Verteilen - und frisch geschnippelt müssen sie sein, sonst spuckt Habakuk sie mir vor die Füße. Dazu ist das Tupperdöschen mit dem Käse natürlich immer eine große Ablenkung, irgendwie und wo muß ich das ja griffbereit haben...
    die Hunde mit ihrem Leckerlibeutel voller Wurststückchen am Gürtel sind da einfacher zu handhaben.
    Es hat schon mal jemand gefragt, wie er alle Zutaten bereithalten soll, Clicker und Targetstick sind kein Problem, aber 2 große Vögel , die ich mit mir rumschleppe und klebriger Käse schon, vor allem, wenn der eine Vogel auch noch auf der Hand sitzen soll.

    Ich krieg das mit dem Zitieren nicht hin:-(, aber wenn Tintara z.B. wenn ich sie trage, "beißt", ist das wirklich spielerisches Knabbern, nur zu fest. Sie sitzt z.B. auf der Hand und kaut meinen Daumen durch, kullert sich dann auf den Rücken in meinen Arm, ja und "fuchtelt" einfach mit dem Schnabel (besser gesagt dem ganzen Kopf) rum. Das geht genauso auf der Schulter, sie schlängelt sich auf den Rücken und will spielen.
    Probleme mit der Balance hat sie keine.

    Auch wenn sie sich den Rücken hinunter abseilt, gewinnt sie natürlich nicht - sie muß trotzdem auf jeden Fall von mir runter und auf ihren Ast!
    Nein, mit Beißen hat sie noch nie erreicht, daß ich mit etwas, was sie nicht will, aufhöre, so viel Selbstbeherrschung habe ich schon, daß ich sie nicht merken lasse, daß sie mir wehtut.

    Sie soll nur auf der Hand gekrault werden - dabei nimmt sie "gedankenverloren" einen meiner Finger in den Schnabel und kaut drauf rum, liebevoll aber schmerzhaft...ich kann dem Vogel ja schließlich nicht den halben Tag den Schnabel mit Käse stopfen...

    Liebe Grüße
    Mechthild
     
  7. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Hallo Mechthild!

    Das hört sich ja an,a ls ob Ihr tolle Fortschritte macht! Yeahhhhhh!!!! Dicken Applaus für Euch alle!!!

    > Ansonsten läßt sie ihn nach dem Click noch sofort fallen,um den Käse nicht zu verpassen.

    Das ist völlig korrekt. Click heisst "Übung ist zuende". Das heisst, sie hört mit der Übung auf und holt sich das Leckerli ab.

    >zum Käseessen muß sie sich immer noch in Sicherheit bringen.

    s.O.

    Ist doch toll, dass sie den Mut aufbringt ihre Abneigung zu überwinden. Ich find sie toll, die Kleine!

    >Habakuk nimmt den Ball vornehm mit der Pfote, klingelt und deponiert ihn dann im "Korb", einer Rolle Paketband.

    Das sit ja beachtlcih. Der hats wirklcih drauf! Wann bekommen wir Bilder zu sehen??????

    >Dazu ist das Tupperdöschen mit dem Käse natürlich immer eine große Ablenkung, irgendwie und wo muß ich das ja griffbereit haben...

    Kansnt Du sie unter einem Handtuch verstecken und nur immer ien paar in die Hand nehmen?

    >Es hat schon mal jemand gefragt, wie er alle Zutaten bereithalten soll, Clicker und Targetstick sind kein Problem, aber 2 große Vögel , die ich mit mir rumschleppe und klebriger Käse schon, vor allem, wenn der eine Vogel auch noch auf der Hand sitzen soll.

    Du musst alles in der Rechten Hand unterbringen (vorausgesetzt Du bist Rechtshänder natürlich ;)). Handfläche nach oben, ein paar Leckerli rein klienr, Ring und Mittelfinger darüber. Zw.Mittel ud Zeigefinger den TS, Clicker zw Zeigefinger und Daumen. Mit etwas Übung geht das ganz gut.

    >Sie sitzt z.B. auf der Hand und kaut meinen Daumen durch,

    Ach sie beisst also nicht aus aggression sondern kaut rum und weiss nicht ab wann es Dir wehtut?

    Das kannst Du sehr leicht trainieren. Wenn sie kaut ud zu fest wrid schiebst Du Deinen gekauten Körperteil <lach - hört sich verboten an> sanft in Richtung Brust und hoch. Dann muss sie anatomsich loslassen. Wenn sie loslässt sagst Du "sanft" und belohnst sie. In diesem Fall kannst Du das Kommando sofort hinzugeben, da sie ja mit Sicherheit loslässt.

    Hier wird der Vogel zwar nicht so ganz Clickergetreu zu etwas gezwungen, aber ichhalte das für besser als mit weissem Gesicht und Schweissperlen auf der Stirn die Schmerzen auszuhalten, bis der Vogel loslässt.

    >...ich kann dem Vogel ja schließlich nicht den halben Tag den Schnabel mit Käse stopfen...

    Brauchst Du auch nicht. Käse gibt es nur beim Training. Abgesehen davon,d ass es sicherlich nciht gesund ist, sie den ganzen Tag damit zu stopfen - zuviel Salz. Es wäre auf Dauer ohnehin besser wenn Du ein anderes leckerli finden könntest.

    Meine Aras sind ganz besonders heiss auf Pinienkerne. Vielleicht magst Du es mal damit versuchen.

    LG,

    Ann.
     
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  9. #7 Mechthild Will, 8. Dezember 2003
    Mechthild Will

    Mechthild Will Guest

    Hallo, Lily,
    nein, sie beißt nicht aus Aggression, das versuchte ich doch von Anfang an zu erklären. Das ist das doofe am mailen, dauernd entstehen Mißverständisse, die man nur mühsam ausräumen kann.
    Und auch wenn ich was von ihr will, was sie nicht will, hackt sie nicht bösartig, sondern packt mich am Finger z.B. oder am
    Ohr, je nachdem, was sie erreichen kann - aber halt so, daß es knirscht :-(((

    das mit dem sanft-sagen und gegen sie drücken (ich sage "sei zart") exerzieren wir doch schon, seit ich sie habe, aber bisher ohne Erfolg. Spätestens am nächsten Tag ist alles wieder vergessen...
    Liebe Grüße
    Mechthild
     
  10. Ann Castro

    Ann Castro Guest

    Ja Schreiben ist wirklcih viel schwieriger als sich den Vogel und das Training selbst angucken. Da stimme ich Dir 100%ig zu. Aber es hilft ja nix - wir müssen es so hinkriegen.

    Also lass mal überlegen: Aus Deiner Schilderung bin ich mir nicht ganz sicher, Du die Reihenfolge richtig hast: erst drücken und wenn sie loslässt "sei zart" sagen. Das "sei zart" muss mit dem Loslassen und nicht mit dem Drücken verbunden werden. Sonst könnte es sogar passieren, dass sie sich noch fester an Deinen Finger hängt.

    Wenn man das 2000 mal gemacht hat ist es verknüpft und sie lässt automatisch los, wenn Du "sei zart" sagst.

    Weisst Du wie man Beisshemmung bei Hunden antrainiert? Genauso habe ich es mit meinem Dunkelroten Ara (Jack) und mit Hector (einem meiner Grauen Männer) gemacht. bei den anderen ging es nur über die "sei zart" Schiene.

    Jedesmal wenn sie beim Spielen zu fest werden, höre ich auf zu Spielen - nur für 1-2 Minuten - das reicht. Spielen wir grad nicht, dann gibt es einen anderen gerade passenden Aufmerksamkeitsentzug - der Vogel wird abgesetzt (zur Not auch mal abgeschüttelt - sie können ja fliegen), oder ich dreh mich um und geh kurz weg. (Kommen sie wieder zu mir hin, werden sie allerdings immer gelobt und belohnt - denn ich will ausnahmslos etablieren, dass zu mir kommen eine gute Sache ist, egal was war - man weiss ja nie).

    Der Aufmerksamkeitsentzug soll nur kurz sein, denn es ist für die Vögel, genau wie für Kinder sehr stressig - 1-2 Minuten reichen wirklich völlig. Der Vogel muss einfach kapieren, "werde ich zu ruppig, dann hört der Spass auf".

    Anschliessend wrid weitergespeilt -bis sie wieder zu fest werden. Dann wieder eine Pause. Dann weiterspielen usw.

    LG,

    Ann.
     
Thema:

beißen aus aufregung

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