Bericht über Nandus in NWM in der Zeitung

Diskutiere Bericht über Nandus in NWM in der Zeitung im Tiere in den Medien Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo, vor ein paar Tagen wurde wieder in der Zeitung über die bei uns in NWM lebenden Nandus berichtet. Darin steht, das sie jetzt bejagt werden...

  1. #1 Hoppelpoppel006, 16.04.2021
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    Hallo,

    vor ein paar Tagen wurde wieder in der Zeitung über die bei uns in NWM lebenden Nandus berichtet. Darin steht, das sie jetzt bejagt werden und die Zahl der Tiere abnimmt. Das erschwert allerdings auch das Nandu-Monitoring, um mehr über diese großen Vögel in freier Wildbahn bei uns zu erfahren.

    Siehe hier:
    Den Anhang Bericht über Nandu April 2021.jpg betrachten
    Gruß
    Hoppel und die wilden Racker
     
  2. #2 harpyja, 16.04.2021
    harpyja

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    Ob sie jetzt bejagt werden sollen oder nicht, ist ja schon jahrelang Thema. Eine Gruppe Nandus richtet auf manchen Feldern schon ganz schön was an - ähnlich einer Horde Schweine - und wenn dann der (ohnehin schon gebeutelte) Landwirt dafür nicht mal Schadensersatz bekommt, kann ich schon verstehen. Bisher wurde, wie auch zu lesen, die Population nur über Eier kontrolliert.
    Sie sind ja schon cool, aber nur, weil sie irgendwo geflohen sind, kann man sie nicht einfach im Ökosystem belassen. Sie haben hier keine Feinde - das bedeutet, wenn gar nichts geschieht, vermehren sie sich exponentiell...
     
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  3. Borsi

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    Kann ich nur begrüßen genauso wie die Wölfe, die braucht auch niemand
     
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  4. Ingo

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    Wölfe sind einheimisch. Das Ökosystem braucht sie. Die Jagd, wie sie hierzulande leider überwiegend betrieben wird, ist kein adäquater Ersatz für große Beutegreifer. Menschen sind ziemlich neu in Mitteleuropa...das Ökoisystem braucht sie nicht. Im Gegenteil, sie haben ihm mehr Schaden zugefügt als jede andere Art. Also wenn eine der beiden Arten "nicht gebraucht" wird, ist es nicht der Wolf.
    Was habt Ihr überhaupt alle gegen Wölfe? Wildschweine richten erheblich mehr Schaden in der Landwirtschaft an und sind auch für den Menschen potentiell viel gefährlicher.
    Trotzdem will die niemand ausrotten.
    In Ländern, wo der Wolf nie vorübergehend abwesend war, haben die Menschen ja auch keine Probleme mit ihm.
    Eine exponentielle Nanduvermehrung wird es hier nie geben, Das Klima ist zu suboptimal, der Bruterfolg eingeschränkt, die freie Nische nicht unendlich groß. Fuchs und Habicht werden es über kurz oder lang lernen, Nandukücken zu schlagen und Wölfe werden auch vor Adulti nicht halt machen..
    Der Nandu ist ein Neozoon, klar, aber er scheint sich ähnlich gut und unbedenklich einzunischen, wie einige andere Neozoen vor ihm, etwa der Halsbandsittich, der Fasan oder das Kaninchen. Zudem unterstützt er die Population der "Graser", von denen wir inzwischen viel zu wenig haben.
    Man darf ihn durchaus auch als Bereicherung sehen.
     
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  5. Borsi

    Borsi Foren-Guru

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    Es geht ja nicht nur um die Ausrottung der Wölfe zum Beispiel sondern um eine erhebliche Dezimierung, denn es kann ja nicht sein das sie sich unkontrolliert vermehren können da sie ja absolut keine Feinde haben. Was die Nandus angeht, gebe ich Dir Recht und ich glaube nicht das die bei uns großen Schaden anrichten.
     
  6. #6 harpyja, 18.04.2021
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    Naja, schau dir die Zahlen an... Exponentiell vielleicht nicht ganz, aber bis zum Beginn der Bejagung mindestens mal lineal.

    Ich persönlich finde ihn auch nicht problematisch, aber in der Auswirkung sind diese Nandus wie eine große Herde Rotwild - nur, dass er halt Schäden anrichtet, für die bisher keiner haftet. Wenn man den Nandu da rechtlich ordentlich eingebettet bekommt, ist das kein Problem, aber bisher schon. Vom Ökosystem schätze ich ihn auch nicht problematisch ein, er lebt ja offenbar gern in Agrarkulturen.
     
  7. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Nun, aber warum jetzt erhebliche Dezimierung der Wölfe? Das ist mehr als absurd. Wir haben bisher ca 10% der Wolfspopulation, die einer nachhaltig zu erwartenden Dichte in Deutschland entspricht. Da ist noch viiiieeeel Raum für Vermehrung.
    Und warum sollte es zu einer Überpopulation kommen? Auch Top Prädatoren vermehren sich nicht unkontrolliert.
    Echte Problemwölfe zu entnehmen macht natürlich Sinn. Echte! Jeden Jungspund, der sich neugierig mal Spaziergängern nähert oder jeden, der sich bei Tieren einer schlecht geschützten Nutztierherde bedient als Problemwolf einzustufen ist schlicht Blödsinn.
    In anderen Ländern sind Wölfe ein täglicher Anblick. Teils sogar in Städten, wo sie bei Menschbegegnungen maximal mal die Straßenseite wechseln. Angst hat da keiner. Zu Recht nicht. In Kulturlandschaften sieht man nunmal auch die Wildtiere, die dort leben. Wenn in Indien oder manchen Gegenden Afrikas abends die Hyänen durch die Stadtstraßen streifen, regt das keinen auf. Leoparden tun das auch...man sieht sie nur seltener, da scheu. Apropos....So scheu wie bei uns, sind Wildtiere übrigens weltweit kaum mal. Als Hobby Wildlifefotograf kenne ich mich da aus.
    Es gibt für Wölfe keinen Grund nachhaltig den Anblick von Menschen zu meiden. Das macht se noch lange nicht zu einer Gefahr.
    Hier kommen bei uns aber offenbar Urängste zu Tage.

    Und was die Nandus angeht...Ja, es braucht eine Schadensregulierung für die Landwirte. Und ja, sie haben offenbar eine weitgehend leere Nische vorgefunden und vermehren sich jetzt erstmal da rein. Aber ich erwarte, dass sich das lokal jeweils ziemlich rasch deckelt. Horizontal nicht so rasch, die können sich schon noch weiter ausbreiten...wenn man sie läßt. Ich fände es nicht schlimm und eher bereichernd.
     
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  8. #8 Princess Fluffy, 18.04.2021
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    Hallöchen,

    Große Beutegreifer wie Wölfe können sich nicht exponentiell vermehren - sie sind immer an das Nahrungsangebot gebunden. Momentan finden sie, durch ihre jahrelange Abwesenheit und der damit starken Vermehrung der Beutetiere, natürlich mehr als genug Nahrung und werden sich daher anfangs auch stärker vermehren. Aber sobald sie sich etabliert haben wird die Zahl der Beutetiere sinken, und dann müssen sie entweder weiterziehen oder können weniger Nachkommen großziehen.

    Wenn du es genauer wissen willst, schau dir mal die Lotka-Volterra Regeln zur Populationsdynamik an. Im wesentlichen ist das ganze ein Kreislauf oder auch oszillierendes System: Viele Beutetiere = Jäger vermehren sich = viele Jäger = Beutetiere verringern sich = Jäger verringern sich = Beutetiere vermehren sich - und immer so weiter. Sowas hab ich in der Uni gelernt mit programmieren am Computer darzustellen.

    Liebe Grüße,
    Caro
     
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  9. #9 harpyja, 18.04.2021
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    Das trifft in der Natur zu, aber die Regel wird durch Nutztierhaltung außer Kraft gesetzt... Das ist ja die große Problemstellung. Wölfe, die weder von "Tierfreunden" gefüttert werden noch an Nutztiere kommen, weil diese gut gesichert werden, sind kein Problem und werden sich auch nur sehr langsam und verträglich ausbreiten. Aber Herdenschutz ist eben noch ein Problem und ich denke auch nicht, dass es da eine einfache, praktikable und günstige Lösung gibt.

    Ist ja aber auch egal, Wolfsthemen gibts hier genug... In McPom fürchten sich die Leute nachts nicht vor Nandus ;)
     
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  10. Ingo

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    Wenn die Nutztierhaltung bei uns zu einer Wolfsüberpopulation führt, dann sind wir sehr viel dümmer als sämtliche Länder weltweit - und das sind viele- , in denen es vergleichbare Beutegreifer gibt.
    Nirgendwo auf dieser Welt hat Nutztierhaltung bisher zu einer Überpopulation großer Beutegreifer geführt.
     
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  11. #11 Hoppelpoppel006, 19.04.2021
    Hoppelpoppel006

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    Hallo,

    ja das stimmt, vor Nandus fürchtet man sich eher nicht. Da richten die anderen Neozoonen wesentlich mehr Schaden an als Beutegreifer, wie z. B. Marderhund, Waschbär, Goldschakal usw.
     
  12. Ingo

    Ingo Herpetophiler Geierfreund

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    Hm...was richtet eine normalgroße Goldschakal- oder Marderhundpopulation denn so an realem Schaden an? Da kann ich mir echt nichts relevantes vorstellen.
     
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