Beweglichkeit der hinteren Zehe?

Diskutiere Beweglichkeit der hinteren Zehe? im Vogelkrankheiten Forum im Bereich Allgemeine Foren; Hallo Ich hatte dieses Thema schon im allgemeinen Kanarenforum veröffentlicht. Da hat aber bislang noch niemand geantwortet. Vielleicht...

  1. #1 ole olesson, 27. November 2001
    ole olesson

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    Hallo

    Ich hatte dieses Thema schon im allgemeinen Kanarenforum veröffentlicht. Da hat aber bislang noch niemand geantwortet.

    Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen!

    Bekommt ein Kanarienvogel bei normaler Beweglichkeit seinen hinteren Zeh (mit dem er einen Ast von hinten umgreift), rückwärts bis an den Lauf?

    Habe meinem Fritz garade die Krallen geschnitten. War dringend nötig! Wegen überschiessender Schuppenbildung anschließend auch mit unparfümiertem Melkfett eingerieben.

    Dann aber konnte er nicht anständig sitzen. Erst dachte ich, dass ich ein wenig zu viel Melkfett benutzt hätte (zu glitschig), bis ich entdeckte, dass er immer versuchte, den hinteren Zeh, der sich im Gefieder des Laufs verfangen hatte (hoffentlich nur das) zu befreien. Ich habe es dann vorsichtig für ihn getan.

    Nun habe ich natürlich Angst, ihm den "Haxen" gebrochen zu haben, zumal er seitdem noch keinen Pieps von sich gegeben hat. Es scheint aber, dass er jetzt relativ normal damit greift. Er sitzt jedenfalls wie immer - singt aber nicht mehr, und das obwohl er in den letzten Tagen beinahe pausenlos den Schnabel aufgerissen hat.

    Beim Schneiden oder Einreiben habe ich kein Knacken oder so bemerkt - aber wer weiß schon wie dünn so ein Knochen ist. Ich habe ihm bislang schon einige Male die Krallen geschnitten und er hat dieses Mal auch nicht besonders gezappelt.

    Ich habe gelesen, dass man einen Zehenbruch nicht versorgen muss (heilt von allein in 8 - 14 Tagen), sofern die gebrochene Zehe nicht unter den Fuß schlägt (dann muss amputiert werden).

    Stimmt das?

    Was tun?


    __________________
    ole
     
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  3. #2 Alfred Klein, 28. November 2001
    Alfred Klein

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    Hallo Ole

    Es kann auch sein, daß die Zehe überdehnt war.
    Das ist schmerzhafter als ein Bruch (eigene Erfahrung :) )
    Du könntest den Fuß mit Traumeel- Salbe einreiben. Diese ist speziell bei stumpfen Verletzungen, Blutergüssen oder dergleichen hilfreich.
    Die Salbe ist unschädlich, wenn der Vogel mit dem Schnabel drangeht.
    Ansonsten mal abwarten. Eine Woche mußt Du schon Geduld aufbringen.
     
  4. #3 ole olesson, 28. November 2001
    ole olesson

    ole olesson Foren-Guru

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    Hallo Alfred

    Vielen Dank für Deine prompte Reaktion. Es scheint aber alles wieder o.k. zu sein. Jedenfalls hat er heute wieder gesungen und ist auch sonst wie immer - nur dass er jetzt mit den kurzen Krallen seine Mädels noch besser jagen kann. Er bleibt halt nicht mehr überall hängen.

    Die Hennen sind übrigens alle beide schon wieder in Stimmung. Irgendwie wird das jede Saison früher. Letztes Jahr hatte ich ein "Jesuskind". Woran kann das liegen? Normalerweise wird das doch über das Licht gesteuert und das ist bei mir eigentlich (zumindest was das Kunstlicht betrifft) das ganze Jahr über gleich.

    An 5.15 Uhr - aus 18.45 Uhr!

    Jetzt habe ich den beiden Plastikeier "verpasst", die sie auch schon seit 3 - 4 Tagen fleissig bebrüten. Trotz eifriger Beflatterei hat keine der beiden Hennen ein "echtes Ei" gelegt. Ich hoffe, dass sie bald die Lust verlieren ...

    mfG
     
  5. KarinD

    KarinD Guest

    Hyperkeratose??

    Hallo Ole,

    kann Alfred nur zustimmen. Da mußt Du leider noch ein wenig Geduld haben und abwarten.

    Du hattest in Deinem Bericht geschrieben, daß Du wegen überschießender Schuppenbildung die Ständer mit Melkfett eingerieben hast. Meinst Du damit Hornplatten? Dann könnte es sich um Hyperkeratose handeln, darunter versteht man die übermäßige Verhornung der Haut. Bei Kanarienvögeln baobachtet man diese Verhornung sehr oft an den Ständern als Folge von chronischem Vitamin-A Mangel. Besonders weiße und gelbe Vögel haben nicht selten eine genetisch bedingte Veranlagung, das Provitamin A nicht umzuwandeln. Dies bedeutet, daß diese Vögel auch bei ausreichender Versorgung mit Grünfutter und Obst, nicht in der Lage sind, die darin enthaltene Vitamin A - Vorstufe (Provitamin A) ausreichend zu verwerten.

    Meist wird dann empfohlen, durch einen TA eine Multivitamin-Injektion mit hohem Vitamin A Anteil zu verabreichen. Allerdings bleibt das Risiko, durch die Injektion einen Schock zu bekommen, sehr hoch bei Kanarien. Die Hornschuppen können mit Lebertransalbe aufgeweicht und hinterher vorsichtig abgelöst werden.
    Vielleicht solltest Du mit Deinem TA mal darüber sprechen.


    Wünsche Deinem Patienten gute Besserung!
     
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