Beziehungs,- und Verhaltensprobleme

Diskutiere Beziehungs,- und Verhaltensprobleme im Amazonen Forum im Bereich Papageien; Ich hoffe Ihr könnt mir helfen da ich dezeit ein ziemlich grosses Problem habe mit meinen beiden Blaustirnamazonen. Vor ca. 3 Jahren habe ich...

  1. U-Turn29

    U-Turn29 Guest

    Ich hoffe Ihr könnt mir helfen da ich dezeit ein ziemlich grosses Problem habe mit meinen beiden Blaustirnamazonen. Vor ca. 3 Jahren habe ich durch eine Bekannte eine junge Papageiendame bekommen die ich Hedwig nannte. Sie ist ein festes Mitglied unserer Familie, spricht sehr viel und bettelt natürlich wie andere Papageien auch, um Aufmerksamkeit. Sie ist sehr auf mich fixiert und aktzeptiert auser mir niemand anderen als Bezugsperson.Bekommt Sie nicht genügend Aufmerksamkeit oder ist nicht der Mittelpunkt schreit Sie schon auch mal energisch um das zu bekommen was sie will. Vor ca. 2 Monaten habe ich durch dieselbe Bekannte einen zweiten Papageien , ebenfalls eine Blaustirnamazone, bekommen. Coco ist männlich und 5 Jahre alt. Coco hatte durch einen Unfall mit tödlichem Ausgang seine langjährige Partnerin verloren und war zeitweise alleine. Er suchte stets Kontakt mit einem anderen Papageienpärchen die ebenfalls bei meiner Bekannten waren. Leider wurde er nicht akzeptiert und ständig gepiesackt. Aus zeitl. Gründen wurde das andere Pärchen abgegeben und deshalb habe ich mich dazu bereit erklärt, Coco zu mir zu nehmen damit er nicht alleine ist und in Hedwig vielleicht eine neue Partnerin findet, andererseits damit Hedwig etwas ruhiger wird und nicht mehr so sehr auf mich fixiert ist. Eigentlich vertragen sich beide auch bis auf weiteres aber flg. Probleme sind jetzt aufgetreten:
    Sobald ich mich mit Coco beschäftige, drängt Hedwig wie eine Giftnatter dazwischen und pickt nach Coco. Coco pickt nun nach mir und ist auch nicht zutraulich. Auserdem beobachte ich, daß sich beide oft gegenseitig drohen und voneinander auf Distanz gehen indem beide jeweils auf einer Stange sitzen. Dann wiederum beobachte ich, daß Sie sich gegenseitig kraulen, beieinander sitzen und jeder das haben möchte womit sich der andere gerade beschäftigt. Hinzu kommt, daß Coco seit der Trennung seiner Partnerin und des anderen Pärchens die Angewohnheit hat, mörderisch zu schreien. So 3-4 mal am Tag für ca. ne halbe Stunde. Da hilft nur noch die Decke oder aber ich kann Sie doch nicht ständig abdecken. Auch wenn beide draussen sind schreit Coco. Er schreit auch manchmal wenn Hedwig nicht in seiner Nähe ist sondern bei mir in einem anderen Zimmer aber er geht nicht weg von dem Käfig des ist aussichtslos obwohl er fliegen kann. Hedwig wiederum ist wirklich ruhiger geworden und drängelt nicht mehr so sehr um Aufmerksamkeit. Es würde mir sehr leid tun wenn ich Ihn wieder abgeben müsste aber ich weis auch nicht was ich tun soll und ob sich das bessert. Bitte ganz dringend um Hilfe!!! Ihr könnt mir auch mailen unter U-Turn29@web.de.
    Vielen Dank!!!
     
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  3. Alba

    Alba Foren-Guru

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    1.300
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    Hallo U-Turn - willkommen hier im Forum :0-

    Da ich seh, Du bist noch on-line - ein paar Bemerkungen von mir, bin aber nicht DER Experte hier - Du kriegst bestimmt noch mehr Infos :D

    Erst Mal - 2 Monate ist ja noch nicht so lange :)
    Sie kraulen sich teilweise schon und sitzen beieinander, das ist auf jeden Fall ein gutes Zeichen.

    Das ist natürlich klar - sein Schwarm ist nicht in Sichtweite - natürlich schreit er da - er ist allein gelassen worden.
    Warum schreit er denn sonst - sind es immer bestimmte Situationen, wo er so richtig loslegt?
    Coco abzudecken finde ich nicht so toll, hab ich auch mal getestet - ist aber für den Vogel nur extrem stressig und psychisch belastend.
    Er hat bestimmt auch noch Probleme sich in der neuen Umgebung und neuem Partnervogel zurechtzufinden :(
    Gib ihm einfach noch etwas Zeit ;)


    Generell denke ich, Du mußt Dich noch mehr zurückziehen, und die Beiden erst mal viel alleine lassen. Nur so können sie sich mit sich beschäftigen, ohne daß Du als "Störfaktor" (sorrry, ist aber leider so) dabei bist.
    Du wirst immer unwichtiger für Hedwig werden, auch wenn wir Federlose das manchmal vielleicht lieber ander hätten.
    Das ist schon das erste Zeichen dafür.

    Gib den Beiden auf jeden Fall noch etwas Zeit - ich denke, ihr kriegt das dann schon hin :prima:
    Ich drück die Daumen :0-
     
  4. Rinus

    Rinus Guest

    Hallo U-Turn!

    Ich kann gut nachempfinden, wie das ist, wenn man vor einem frisch kombinierten Amazonen-Pärchen steht und denkt: Wieso klappt das denn nicht?

    Ich habe eine ähnliche Konstellation zu Hause, nur dass meine beiden Grünen jünger sind. Trotzdem ging ich damals, vor einem halben Jahr, mit großer Zuversicht an die Verpaarung, weil ich dachte, wenn man einen lieben, netten Amazonen-Jungen (Handaufzucht) zu meinem lieben, netten Amazonen-Mädchen (mit dem ich bisher allein war) setzt, dann gäbe es ein liebes, nettes Pärchen, das mir nur Freude bereitet (so ähnlich ...). Okay, abzüglich einer gewissen Eingewöhnungsphase natürlich.

    Was dann aber kam (und bisweilen noch immer im Gange ist), erinnert mich an deine Beschreibung. Es wurde geschrien, dass mir die Ohren abflogen. Die beiden hetzten sich gegenseitig über die Voliere und aufeinander mit Schmackes; dann aber saßen sie wieder friedlich beisammen und putzten sich. Waren diese kostbaren und seltenen Momente allerdings wieder vorbei, ging der Krieg von vorne los. Im ersten Moment sah das immer sehr brutal aus, aber meine beiden haben sich nie ernsthaft dabei weh getan - das war mein Trost und meine Hoffnung.

    Ich war damals ähnlich ratlos wie du, weil ich mir dieses Verhalten nicht erklären konnte (mein liebes Mädchen - zur Oberzicke mutiert!) und nicht wusste, wie ich mich verhalten sollte.

    Man hat mir damals zur Geduld geraten. Ich solle den beiden Zeit lassen, sich aneinander zu gewöhnen. Also im Grunde das, was Alba auch schon gesagt hat.

    Es hört sich nach einer Binsenweisheit an, aber jetzt, nach weiteren zwei Monaten, kann ich bestätigen, dass die Ratschläge richtig waren. Ich habe meine beiden einfach in Ruhe gelassen und abgewartet, was käme. Die Revierkämpfe haben mittlerweile aufgehört, und auch dieses ewige, nervtötende Schreien hat sich reduziert. Meine beiden kloppen sich noch immer wie die Wilden, doch sind die Phasen, in denen sie sich gegenseitig putzen, schon länger geworden. Man merkt deutlich, wie weit sie sich schon arrangiert und voneinander gelernt haben, was der andere will und was nicht.

    Ich selbst bin auch gelassener geworden, seit man mir gesagt hat, dass das Verhalten meiner beiden im Grunde ganz normal sei und ich ohnehin nicht viel machen könne als abzuwarten.

    Solange sich die beiden also nicht an die Gurgel gehen und Blut fließt, sollte man sie in Ruhe gewähren lassen. Alles andere wird sich schon einrenken. Bei den einen geht's schneller, bei den anderen langsamer. Absolute Unverträglichkeiten kommen zwar vor, müssen aber erst mal nicht als Maßstab genommen werden. Man braucht starke Nerven als Halter, aber du schreibst ja selbst, deine kraulen sich ja bereits - wie Alba schon sagt: ein gutes Zeichen!

    Der Rest kommt bestimmt auch noch!

    Viele Grüße
    Rinus.
     
  5. Kuehbi

    Kuehbi Guest

    Hallo,
    ich gehöre zwar auch noch nicht zu den Amazonen-Experten, da ich meine beiden auch grad mal zwei Monate hab, aber eines hab ich mittlerweile gelernt: so richtig liebevolle Pärchen im Umgang miteinander gibt es nicht - bzw. scheinen immer nur die anderen zu haben :D

    Meine beiden sind vom Vorbesitzer zu Zuchtzwecken miteinander verpaart worden und als das nicht geklappt hat, hat er sich abgegeben und so sind sie bei mir gelandet. Sie sind seit ca. Februar zusammen und ich war anfangs auch entsetzt, weil ich mir einen ähnlichen Zustand wie bei meinem Mohrenkopfpapageien-Pärchen vorgestellt habe: liebevolles gegenseitiges Kraulen und keinerlei Neid auf Futter o.Ä. In der Realität habe ich ein Pärchen zu Hause, wo Cleo die Henne von Leo je nach Lust und Laune quer durch die Voliere gejagt wird. Beide Fressnäpfe werden je nach Lust und Laune von ihm bewacht, bis er ihr gnädig irgendwann mal gestattet, zu fressen, weil er selber futtern will, aber er muss dann ziemlich bald auch nachsehen, ob im zweiten Napf nicht doch was besseres ist, als in dem von ihm frequentieren.
    An das gegenseitig aufgestachelte Gekreische hab ich mich schon gewöhnt, nur mein Freund, der nicht bei uns wohnt, empfindet sie dann noch als laut (möglicherweise hat ja mein Gehör bereits gelitten :D )
    Aber, es kommt tatsächlich auch vor, dass Leo sich kraulen lässt. Gnädigerweise. Oder das Cleo sich an den Kolbehirse-fressenden Leo heranpirscht und was abhaben will. Das und die Berichte hier im Forum, dass ich nicht alleine bin, geben mir Hoffnung, dass ich doch nur ein ganz gewöhnliches Amazonen-Pärchen beherberge und wie Rinus auch schon gesagt hat, so lange klein Blut fließt, scheint alles im grünen Bereich zu sein. Ein Besucher hat kürzlich auch gedacht, dass das, was ich als "jagen" interpretiere, wie "Fangen-spielen" aussieht. Wahrscheinlich muss man sich also nur von seinen eigenen Vorstellungen einer friedlich-stillen Zweisamkeit verabschieden und mehr Gelassenheit entwickeln (auch wenn das anfangs ziemlich schwer fällt!). Ingesamt aber muss ich sagen, "trotz" allem, liebe ich diese Vögel mit ihrer - wie ich finde - ausgeprägten Persönlichkeit!

    Ich wünsche dir diese und noch weitere Tipps und Ratschläge von Forenmitgliedern, die auf längjährigere Erfahrungen zurückgreifen können.
     
  6. woissie

    woissie Stammmitglied

    Dabei seit:
    16. Mai 2003
    Beiträge:
    248
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    32457 Porta-Westfalica
    Da muß ich doch gleich auch noch ein Lied mitsingen.
    Meine beiden, Jockel und Helga (hinlänglich bekannt) beide flugunfähig, sitzen seit Mitte Juli zusammen. Habe extra eine neue Voliere mit herausnehmbarer Trennscheibe angeschafft. Die Trennung habe ich nie gebraucht, weil beide viel zu neugierig aufeinander waren. Helga hat Jockel schnell seine Grenzen gezeigt, denn sie hat seit einer Erkrankung kein Intresse an Annäherungsversuchen. Jockel hat das schnabelknirschend akzeptiert, versucht aber immer mal wieder eine Annäherung, wenn Helga an ihm vorbeischlüpft. Aber Helga fängt dann dermaßen an zu quieken, daß ich denke, Jockel hätte ihr den Kopf abgebissen.
    Was das fressen betrifft, so hat Jockel anfänglich auch auf alle 6 Näpfe aufgepasst und nach möglichkeit sämtliche geleert. Das hält natürlich auf Dauer der stärkste Papagei nicht aus, figürlich zumindest nicht. Und weil es ja immer Nachschub gibt, hat er den Futterneid auch aufgegeben.
    Schreien tut nur Helga und auch nur, wenn Jockel längere Zeit nicht bei ihr ist.
    Kommt Jockel zurück, beginnt ein Freudengeschrei und Helga beugt ihren Kopf herab zu Jockel. Doch der ist zu blöd und weiss nichts mit der Geste anzufangen.
    Helga ist leider nicht zahm und weil sie auch schon 15 Jahre alt ist, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis ich sie mal anfassen oder gar herausnehmen kann.
    Ich denke, daß Jockel, der immer nur uns Menschen kannte, erstmal die Sprache der Amazonen lernen muß. Das wir dauern, aber er wird es schaffen, denn er ist ja nicht dumm.
    Also haben wir doch einfach Geduld.
     
  7. Kuni

    Kuni Guest

    hallo!

    dem was bereits gesagt wurde kann ich eigentlich nicht viel hinzufügen. oberstes gebot in der verpaarung ist und bleibt geduld, geduld, geduld! ich finde, für daß zumindest einer der beiden vögel sehr menschenbezogen ist/war, hört sich das abgesehen vom geschrei, doch sehr vielversprechend an!

    mit der klopperei: das gibts auch bei eng verpaarten amas, ein bißchen kloppen gehört einfach dazu, und der futterneid sowieso (es könnte ja mal sein daß der andere was besseres gefunden hat als man selber hat, schließlich muß es ja einen grund geben warum er ausgerechnet dieses obst oder dieses korn genommen hat ;) ) das wort futterneid kann man da auch beliebig gegen beispielsweise spielzeugneid oder sitzplatzneid austauschen.

    wegen dem geschrei: mit ein wenig glück ist das nur eine phase. schreit er immer zur gleichen zeit? wenn ja, könntest du ihm immer kurz bevor es losgeht was tolles zum spielen oder beknabbern geben. z.b. ein stück frisches holz oder auch mal ein tannenzapfen... somit seinen tagesrhythmus durcheinander würfeln.

    ich kann verstehen daß du durch das geschrei gerade nervlich nicht gut zu fuß bist, aber bitte gib den vögeln und dir die zeit euch aneinander zu gewöhnen. und: ein kleiner masochist steckt in jedem überzeugten amazonenhalter :D
     
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